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Dissertation zu Wellblech-Voodoo

Ausnahmsweise geht es mal nicht um Hogwarts an der Oder – nein, auch andere Eltern haben haben „interessante“ Kinder.

Diesmal geht es um eine Dissertation zu so genannten Geowave-Wellen. Bei Geowave-Wellen handelt es sich um ein Wellblech-Teil zur „Stärkung der körpereigenen Energie, zur Steigerung der Raum­qualität und Harmonisierung von geopathischen Störzonen für Menschen, Tiere und Pflanzen“.

Funktionieren soll das Ganze mit einem Wunderchip am Wellblech, der unter Verwendung von Nosodentechnologie mit harmonisierenden NFSpektren beladen sei (was auch immer das bedeuten mag).

Geowave-Wellen machten vor kurzem Schlagzeilen, weil gegen einen Hersteller, die Firma HESA GmbH, das Konkursverfahren eingeleitet wurde. Dem war eine Warnung der Arbeiterkammer Vorarlberg vor der wirkungslosen Aluminiumwelle vorausgegangen.

Die Angestellten demonstrierten daraufhin vor der AK Salzburg und diese kündigte an, zu vermitteln. Man will ja schließlich im eigenen Bundesland keine Firma verlieren, nur weil die Verbraucherschützer anderswo vor Abzocke warnen. Das Wohl der Hiesigen ist logischerweise wichtiger als der Geldbeutel der Fremden.

Der Punkt ist: zum Thema gibt es sogar eine Dissertation an der der Universität Zürich mit dem Titel „Geopathische Störzonen und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit von Milchkühen.“

Betreut wurde die Arbeit von Gerhard W. Hacker, der auch bei Am Anfang war das Licht mitgewirkt hat. Er arbeitet als Gutachter für Geowave und hat dazu auch schon in einem von Harald Walach publizierten Journal veröffentlicht. (Man fragt sich manchmal: kennen die Pseudowissenschaftler sich eigentlich alle? Treffen die sich konspirativ, um die Wissenschaft zu Fall zu bringen?)

In der Arbeit wird die Hypothese aufgestellt und untersucht, dass Kühe in geopathischen Störzonen gestresster sind als in nicht gestörten Zonen und die Geowave-Welle das Stressniveau senken könne.

Was im Vergleich zur Masterarbeit zum Kozyrev-Spiegel als erstes auffällt: Sie liest sich wenigstens nicht wie ein Schüleraufsatz zum Thema „Als ich im Ferienlager war“.

Das angebliche Phänomen der geopathischen Störzonen
Als Grundlage der Arbeit dient die angebliche Existenz von geopathischen Störzonen, die angeblich diverse gesundheitliche Auswirkungen haben. Es wird wild spekuliert, wie diese (wissenschaftlich nicht nachgewiesenen) Effekte zustande kommen; da ist von Schwingungsfrequenzen von Zellen die Rede, der inneren Frequenz von Proteinen und so einiges mehr.

Um dieses angebliche Phänomen zu messen, wird die Radiästhesie als Methode und die Wünschelrute als Messgerät eingesetzt. Zur Erklärung des angeblichen Phänomens werden diverse Theorien aufgestellt/herangezogen.

Die Messmethode Rutengehen
Es wird davon ausgegangen, dass die Radiästhesie funktioniere. Obwohl erwähnt wird, dass zum Thema wissenschaftliche Studien existieren, die das Gegenteil behaupten, wird in der Arbeit gefolgert:

Die Radiästhesie ist also keine Scharlatanerie, sie ist offenbar ein Talent, das nur wenige besitzen.

So will etwa der Betreuer Hacker bewiesen haben, dass von Rutengängern negativ eingeschätzte Bereiche angeblich Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Wissenschaftlich ist die Arbeit von Hacker nicht anerkannt.

Es ist vielleicht interessant zu erwähnen, dass James Randi 1 Million Dollar (unter anderem) für den Beweis ausgesetzt hat, dass Rutengehen funktioniert. Die generelle Herausforderung steht seit mehr als 40 Jahren, mehr als Tausend in irgendeiner Form angeblich Begabter wurden getestet. Auch die GWUP testet regelmäßig Rutengeher.

An der Basis der Existenz der angeblichen Störzonen steht also eine Messmethodik, deren Funktionieren noch nie gezeigt werden konnte.

Die Messmethode GDV
Als weitere Messmethode wurde die Gasentladungsvisualisationstechnik eingesetzt, eine Art Kirlian-Fotographie, die von Konstantin Korotkov erfunden wurde. GDV-Messgeräte sind in pseudowissenschaftlichen/pseudomedizinischen Kreisen weit verbreitet.

Obwohl im weiteren Text nicht klar herauskommt, was mit der Methode eigentlich ermittelt wurde bzw. wo sie verwendet wurde, scheint sie doch recht wichtig für die Arbeit gewesen zu sein, da sich 10 der 49 Literaturreferenzen auf Veröffentlichungen von Korotkov beziehen.

Mittels der pseudowissenschaftlichen Kinesiologie wurde wohl ermittelt, ob die getesteten Geowave-Wellen richtig aufgehängt seien und „funktionieren“.

Die Theorien hinter dem Phänomen
Da das Phänomen „geopathischer Störzonen“ per Definition existiert (sonst wäre die Arbeit ja sinnlos), muss man das Phänomen natürlich erklären.

Als Thesen werden diverse Ideen aufgebracht, wodurch der Effekt erzeugt werden könnte – angefangen von Wasseradern über piezoelektrische Effekte durch Quarz im Boden, Radioaktivität, Elektrosmog, Unregelmäßigkeiten im Magnetfeld und die Skalarwellen von Konstantin Meyl.

Bei den Skalarwellen Konstantin Meyls handelt es sich um hypothetische Elektromagnetische Wellen, die unglaubliche Eigenschaften haben sollen. Viele davon stehen im Widerspruch zu den Erkenntnissen der Physik; so sollen sie sich schneller als das Licht ausbreiten und beim Empfang sogar mehr Energie haben als bei der Abstrahlung.

Abschirmung der geopathischen Störzonen
Nachdem man nun ein Phänomen hat, das man nicht messen kann, für das man keine Erklärung hat (die man auch nicht braucht), das in der Vergangenheit keine nachweisbaren gesundheitlichen Effekte hatte, muss man sich nun klarerweise damit beschäftigen, dieses Phänomen abzuschirmen.

Es werden diverse pseudowissenschaftliche Geräte zu diesem Zweck vorgestellt und erklärt, dass vor allem aus Kostengründen das Wellblech-Teil von Geowave untersucht wurde. Außerdem ist es natürlich das „einzige wissenschaftlich signifikant in seiner Wirkung belegte“. „Bewiesen“ hat das natürlich der Betreuer der Arbeit.

Und damit kommt man endlich zur „wissenschaftlichen“ Untersuchung, die in der Arbeit beschrieben ist.

Das Experiment
Bei dem Experiment wurden Kot, Urin und Milch von Kühen in zwei Ställen untersucht. Da es keine anerkannte Methode zur Bestimmung von „Störzonen“ gibt, untersuchten drei Rutengeher die Ställe. An Orten, an denen alle eine finden, sei eine Störzone. Wo keiner etwas findet, sei hingegen keine Störzone. Es wurde dann in drei Durchgängen gemessen, ob mit einer installierten Geowave-Welle ein „besseres“ Ergebnis bei Kot/Urin/Milchproben herauskommt.

Es wurden dazu zwei Ställe mit mindestens 25 Kühen gefunden und untersucht. Hier schon das erste Problem: es konnten in den gewählten Ställen nur acht Kühe gefunden werden, die auf mindestens zwei Plänen als „exponiert“ gekennzeichnet waren. Offensichtlich waren sich die Rutengänger nicht sehr einig, was denn die „exponierten“ Positionen seien. Aus den Skizzen im Anhang kann man folgern, dass 69 Positionen bewertet wurden. Ergebnis:

11x Kein Treffer
45x Ein Treffer
10x Zwei Treffer
3x Drei Treffer

Traute Einigkeit sozusagen!

Es wurden daher vier Kühe, die nur „einfach exponiert“ waren, in die Bewertung aufgenommen und gesondert gekennzeichnet.

Damit hatte man zwölf Kühe an angeblich exponierten Positionen und elf Kühe an angeblich sauberen Positionen. In der Arbeit wurden dann auch einige aufgetretene Probleme geschildert, wie z.B. dass in Stall 1 eine Kuh geschlachtet werden musste und Kühe umgestellt wurden.

Interessant ist es zu bemerken, dass schließlich je nach Durchgang nur die Werte von 17 bis 14 Kühen betrachtet werden konnten, da wie gesagt eine geschlachtet wurde oder sich bei einigen der Standort geändert hatte. Auch Kühe, deren Werte methodische bzw. unerklärliche extreme Ausreißer darstellten, wurden exkludiert. Aus dem Text ist zumindest uns nicht ersichtlich, welche Kriterien für letzteres tatsächlich verantwortlich waren (Es wird für die Erklärung an einer Stelle auf S. 53 verwiesen, aber dort steht nichts).

Aufgrund der geringen Zahl an Tieren sind alle Ergebnisse prinzipiell wenig aussagekräftig. Wenn man dann noch nach belieben Ausreißer ausschließt, kann man alles beweisen, was man will.

Das Kriterium Zellzahl
Einer der wichtigsten Parameter bei der Bewertung von Milch ist die so genannte Zellzahl. Weniger ist hier besser. Zellzahlen hängen davon ab, ob bakterielle Infektionen vorliegen. Werte ab 400.000 sind bedenklich. Starke Schwankungen der Zellzahlen sind normal/nicht ungewöhlich.

Die Arbeit gibt an, dass Kühe unter Einfluss der Geowave-Welle in Stall 1 signifikant besser waren, in Stall 2 jedoch keine Unterschiede festgestellt werden konnten. Hier zeigt sich eine starke Voreingenommenheit der Autorin, die Gründe sucht, warum es in Stall 2 nicht funktioniert hat. Dass das Ergebnis in Stall 1 der statistische Ausreißer sein könnte, wird nicht in Betracht gezogen.

Stattdessen wird z.B. spekuliert, dass der Elektrosmog in Stall 2 durch unfachmännisch verlegte Stromleitungen höher sei und eine höhere „Strahlenbelastung“ der Rinder vorliege.

Die Auswertungen zu Kot und Urin schenken wir uns.

Fazit
Wenn man die absurde Basis der Annahmen ignoriert und die Untersuchung an sich betrachtet, so fällt als erstes die kleine Menge an Versuchstieren auf. Es wurden weiters viele Versuchstiere im Verlauf ausgeschlossen, z.T. mit unklaren Begründungen. Diverse kleinere Probleme, die das Ergebnis beliebig verfälschen können traten ebenso auf. Viele dieser Probleme sind der Autorin durchaus bewusst, wie sich in diversen Bemerkungen und in Versuchen gegenzusteuern zeigt.

Die Autorin demonstriert eine starke Voreingenommenheit. Wenn die Daten passen, wird die Wirksamkeit der Geowave-Welle angenommen. Passen sie nicht, so wird nach Erklärungen gesucht. So wird z.B. die These das Betreuers erwähnt, dass es in Stall 2 ganz einfach zu einer „Erstverschlimmerung“ gekommen sein könne. Was nicht passt, wird passend gemacht. „Bias“, also Erwartungshaltung, ist eines der großen Probleme bei jeder Art von Studien.

Die Arbeit ist (abgesehen von den unplausiblen Grundannahmen) insgesamt dünn und ohne Aussagekraft. In einem ernstzunehmenden Journal würde die Arbeit zweifellos abgelehnt werden. Als Dissertation? Puh. Die Autorin ist aus unserer Sicht sehr bemüht; unser Eindruck ist, sie versucht wirklich, eine gute Arbeit abzuliefern. Diese Bemühung wird allerdings von der Notwendigkeit, die Wirksamkeit der Geowave-Welle zu demonstrieren, zunichte gemacht.

  1. nihil jie
    21. Mai 2012, 14:35 | #1

    das mit dem Wellblech würde doch so oder so nie funktionieren… an das Blech müssten Noppen dran *gg

  2. echt?
    21. Mai 2012, 16:01 | #2

    In Sachsen-Anhalt wurde der Einfluss von Kreidemehl auf die Gewichtszunahme beim Schwein erfolgreich nachgewiesen (ohne Noppen) http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2011/04/fdp-gegen-homoopathie-bei-schweinen-fur-homoopathie-bei-menschen.php.

    Grüßt echt?

  3. Wolfgang
    21. Mai 2012, 22:03 | #3

    Eigentlich ist hier völlig plunsen ob sie sich Mühe gegeben hat oder nicht. Jemand, der etwas nachweisen will und dafür Methoden verwendet, welche selbst nicht nachgewiesen sind, ist vieles, aber eine wissenschaftliche Graduierung hat er mit Sicherheit nicht verdient. Für so etwas wird ein Volksschüler ausgelacht und ich wage zu sagen, dass in meiner Klasse niemand war, der so etwas fertig gebracht hätte.. Ich bin entsetzt. Da kann man eigentlich nur noch den Kopf schütteln.

  4. echt?
    22. Mai 2012, 05:17 | #4

    Habt ihr gesehen, wann die Arbet entstanden ist? Während des Studiums – siehe Lebenslauf am Ende der Arbeit.

    Grüßt echt?

  5. inci
    22. Mai 2012, 08:27 | #5

    nihil jie :das mit dem Wellblech würde doch so oder so nie funktionieren… an das Blech müssten Noppen dran *gg

    also ich plädiere ja für eine ökologisch-korrekte variante – aus wellpappe! mann, das dürfte mit sicherheit auch ein renner werden, so wie die leute heutzutage ticken…

  6. 22. Mai 2012, 14:15 | #6

    Pseudowissenschaften triffts glaube ich ziemlich gut… 🙂

  7. nihil jie
    22. Mai 2012, 16:26 | #7

    @inci

    Pappe oder Blech… für mich hat das alles die gleiche schräge Qualität wie der berühmt berüchtigte Aluhut 😀

  8. Hannes
    22. Mai 2012, 22:53 | #8

    Das mit dem Wellblech halte ich auch für unseriös, aber nichts gegen meinen Aluhut! Der funktioniert und ist dazu auch noch stylish 😉

  9. Gisander
    23. Mai 2012, 09:49 | #9

    Kein böses Wort über Wellblech! Ihr Völker dieser Erde, schaut auf dieses Rubboard:
    http://www.youtube.com/watch?v=hpuiypHvcoY

  10. 23. Mai 2012, 12:31 | #10

    Das bestätigt mal wieder meinen Eindruck, dass Doktorarbeiten und andere „wissenschaftliche“ Arbeiten inhaltlich zu 90% totaler Schwachsinn sind. Dabei geht es sowieso nur um die Fähigkeit irgendetwas zu analysieren und darüber zu berichten, auch wenn es der größte Qatsch ist. Bei mehreren 10000 Arbeiten im Jahr gibt es einfach nicht gnug sinnvolle Themen für jeden Schreiber.

  11. celsus
    23. Mai 2012, 12:35 | #11

    @Olaf

    Das ist halt, wie du richtig bemerkst, dein persönlicher Eindruck.

  12. FMH
    23. Mai 2012, 15:25 | #12

    @Olaf
    Das ist doch wirklich sehr unterschiedlich. In der Human- und Zahnmedizin kann man sich sicher allein aus dem Grund des Zeitmangels einen guten Teil der Arbeiten an den Hut stecken: Da werden schon häufig Themen so eng gefasst oder so fahrig behandelt, dass sie niemandem mehr von wissenschaftlichem Nutzen sind.
    Aber wie auch in anderen Fächern hängt es jeweils von Student, Doktorvater und deren Verhältnis ab.
    Dann ist da auch wieder die Frage, was nun als inhaltlicher Schwachsinn anzusehen ist. Nur Pseudowissenschaftlicher Müll? Oder vielleicht auch wissenschaftlich unnötiges und ohnehin leicht verfügbares Wissen (z.B. „Nach Medizinern benannte Krater auf der Rückseite des Mondes“)? Oder auch vollkommen abwegige, aber ordentlich behandelte Themen?

  13. Ly Schwatzmaul
    23. Mai 2012, 16:14 | #13

    @Olaf
    Interessanter Eindruck….. Hast Du denn vielleicht mal das eine oder andere Beispiel parat? Achja…. Wie kommst Du darauf, daß es nicht genug sinnvolle Themen gibt? Mir fallen spontan viele hundert Fragestellungen in nur einem kleinen Bereich ein.
    Fehlt Dir da ein wenig die Phantasie, oder fehlt Dir das Fachwissen um den Sinngehalt einzelner Fragestellungen zu erfassen?

  14. Entropy
    23. Mai 2012, 23:27 | #14

    Erst Hogwarts an der Oder, jetzt sowas…da kommt einem doch wirklich das Kotzen…
    Was sich für Quacksalber mit einem akademischen Titel schmücken dürfen…ich finde, sowas sollte man wirklich strenger kontrollieren.
    Ob man sich jetzt dabei Mühe gibt oder nicht, das ist doch erstmal egal. Es ist unwissenschaftlich und macht die Wissenschaft lächerlich.
    *Aufreg*

  15. observer
    24. Mai 2012, 10:28 | #15

    Im übrigen hätten nach Versuchsende alle Tiere geschlachtet und auf Strahlenschäden untersucht werden müssen

    Na ja in Salzburg gibts ja diese Alubleche sogar im Allgemeinen Krankenhaus.
    Tomaten vor den Augen oder Blech vorm Schädel- ist doch eh alles gleich.

  16. inci
    24. Mai 2012, 21:56 | #16

    nihil jie :@inci
    Pappe oder Blech… für mich hat das alles die gleiche schräge Qualität wie der berühmt berüchtigte Aluhut

    stimmt. aber wellpappe käme super ökomäßig ‚rüber. sicher kauften etliche nur weil es „öko“ wäre, egal ob das produkt was taugt, hauptsache ÖKO……

  17. Mephisto
    24. Mai 2012, 22:46 | #17

    Das ist doch die blanke Scharlatanerie! Wer wirklich Ahnung hat wird sofort erkennen, dass das Ganze nur mit Skalarwellblech funktionieren kann.

  18. nihil jie
    25. Mai 2012, 01:09 | #18

    ok ok… ist ja schon gut. können wir uns nicht einfach mal auf einen Aluhut mit skalaren Noppenwellen einigen ? 😀

  19. Suricata
    25. Mai 2012, 12:40 | #19

    Wieso eigentlich nur ne Deckenkonstruktion? Müssten die Rindviecher nicht auch auf so nem Blech stehen? Kommt das phöse nur von oben?

    Es wäre doch viel gescheiter den Tieren eine Si-Card mit der entsprechenden Nosoden-Information um den Hals zu hängen. 😉

    Also irgendwie ist das mit dem Blech von oben nicht ganzheitlich (drumrum)…oder so!

  20. The_Vanguard
    25. Mai 2012, 17:32 | #20

    Olaf :
    Das bestätigt mal wieder meinen Eindruck, dass Doktorarbeiten und andere “wissenschaftliche” Arbeiten inhaltlich zu 90% totaler Schwachsinn sind. Dabei geht es sowieso nur um die Fähigkeit irgendetwas zu analysieren und darüber zu berichten, auch wenn es der größte Qatsch ist. Bei mehreren 10000 Arbeiten im Jahr gibt es einfach nicht gnug sinnvolle Themen für jeden Schreiber.

    Lustig. Da wird eine Arbeit als Blödsinn entlarvt weil sie unwissenschaftlich ist, und du folgerst daraus, dass Wissenschaft Blödsinn wäre. Eigentlich ist das aber auch nur konsequent bei einer solchen Geringschätzung von analytischen Fähigkeiten.

  21. Stöber
    31. Mai 2012, 03:18 | #21

    Ich würd’s prozentual nicht ganz so krass einschätzen, wie Olaf es tut. Aber auch nach meinen Einblicken kann man viele Doktorarbeiten und Ähnliches ungelesen zu den Akten legen (was ja auch meist damit passiert).
    Gerade die ‚üblichen‘ Humanmediziner brauchen ihre zwo Buchstaben ja fürs Klingelschild und forschen lieber kurz und flach, damit die Arbeit sogar noch in den ohnehin vollen Studienablauf reinpasst.
    Wenn auf der anderen Seite Doktoranden für 6, 8 oder mehr Semester im Labor verschwinden (und nebenbei Studenten betreuen etc.), fühle ich mich stellvertretend für diese Leute verscheißert.

    Aus ‚Sicht der Wissenschaft‘ sind lange, umfangreiche Arbeiten definitiv zu bevorzugen. Denn wenn jemand ‚klein und heftig‘ anstrebt, liefert das nur Fitzelwerke, deren Erkenntnisse überhaupt nicht in den Wissenspool einfließen! (Allenfalls, wenn der Doktorvater im Laufe von mehreren Jahren seine Schützlinge immer wieder auf den Kleckerarbeiten der Vorgänger aufbauen lässt – dann ergibt sich vielleicht ein Bild.)

    Ganz viele Arbeiten sind nur Selbstgewichse, finden im Stillen Kämmerlein statt und werden allenfalls bei einer Bewerbung mal quergelesen. Als würden diese Erkenntnisse nie existiert haben!
    Schönes Beispiel ist doch die Doktorarbeit diese französischen Militärarztes, der ein Vierteljahrhundert vor Fleming über antibiotische Effekte einiger Pilze berichtete.
    Hat nur leider niemand gelesen…

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