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Petition im Bundestag gegen Homöopathie-Erstattung

Am 26.03.2015 ist im Bundestag eine Petition gegen die Erstattung der Homöopathie als sog. Satzungsleistung eingebracht worden. Sie ist kurz und knackig:

Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass homöopathische Behandlungsmethoden nicht mehr als Satzungsleistung von gesetzlichen Krankenkassen gezahlt werden dürfen.

Begründung
Es gibt keinen Wirkungsnachweis für homöopathische Behandlungen.

Im Gegenteil: über 150 methodisch akkurate klinische Studien der letzten 15 Jahre haben gezeigt, dass homöopathische Mittel Scheinmedikamente sind. Die behauptete Wirkweise steht mit der heutigen naturwissenschaftlichen Erkenntnis in krassem Widerspruch.

Die Übernahme der Kosten für homöopathische Behandlungen als Satzungsleistungen widerspricht somit §2 Absatz 1 der Allgemeinen Vorschriften des SGB 5. Dort steht: „Qualität und Wirksamkeit der Leistungen haben dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse zu entsprechen und den medizinischen Fortschritt zu berücksichtigen.”

Die Übernahme homöopathischer Behandlungen als Satzungsleistungen widerspricht somit dem Solidaritätsgedanken der gesetzlichen Krankenversicherung. Im §1 SGB5 steht: „Die Krankenversicherung als Solidargemeinschaft hat die Aufgabe, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern.”

Die Übernahme der Kosten für homöopathische Behandlungen widerspricht somit dem Wirtschaftlichkeitsgebot (§ 12 SGB5): „Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.”

Die Homöopathie entspricht diesen gesetzlichen Anforderungen an ein Arzneimittel nachweislich nicht.

Wir sind der gleichen Ansicht, auch wenn das Bundesministerium für Gesundheit bisher anderer Ansicht ist. (Unsere Ansicht ausführlicher hier und hier).

Die Mitzeichnungsfrist endet am 29.04.2015.

Mitmachen!

Danke.

  1. Matthias Baur
    6. April 2015, 12:57 | #1

    Richtig so.

  2. sumo
    6. April 2015, 17:35 | #2

    erledigt!

  3. Gyde Botsch
    6. April 2015, 18:01 | #3

    Eine junge Mutter kommt mit ihrem Kleinkind auf dem Arm völlig aufgelöst in die Kinderarztpraxis gestürmt. „Er hat alle meine homöopathischen Medikamente auf einmal genommen!“ -Der Arzt: „Oha. Na, dann für heute nichts Süßes mehr!“

  4. Gast
    6. April 2015, 20:10 | #4

    Warum machen nicht alle Blogs, die Ihr in der Linkliste habt, beim Verbreiten der Petition mit? Wenn ich hier nicht davon gelesen, hätte ich nichts von dieser gewusst?

    Fragt doch mal an, ob nicht JEDER Blog dafür Werbung macht? Idee? Der Text könnte doch so übernommen werden.

  5. pelacani
    6. April 2015, 20:20 | #5

    Weil wir nur so eine kleine Tranfunzel im Meer der Dunkelheit sind.

    Der Satz „Da könntet Ihr aber wirklich mehr tun“ gilt immer. Die Frage ist nur, ob unsere Kräfte unserer Mission gewachsen sind. ;-).

  6. Durben
    6. April 2015, 20:46 | #6

    Gelesen und erledigt

  7. Ilse Rein
    6. April 2015, 23:45 | #7

    Gut gemacht!

  8. 8. April 2015, 13:30 | #8

    Da passt ja mein neuer Blogbeitrag sehr gut dazu. Ich habe mal recherchiert, wie viele Krankenkassen in Deutschland tatsächlich Homöopathie-frei sind. Ergebnis: „In diesem aufgeklärten Land gleicht die Suche nach einer Krankenkasse, die keine Homöopathie finanziert, der Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen.“ – https://buggisch.wordpress.com/2015/04/08/homoeopathie-freie-krankenkasse-gesucht/

  9. Alf
    9. April 2015, 15:42 | #9

    Seltsam, dass kaum ein Homöopathie-Gegner je ein homöopathisches Mittel ausprobiert hat. Auf diese Weise ist das „Wissen“ darüber, dass Homöopathie wirkungslos ist, Wissen aus dritter Hand.

  10. pelacani
    9. April 2015, 16:40 | #10

    Alf :
    Seltsam, dass kaum ein Homöopathie-Gegner je ein homöopathisches Mittel ausprobiert hat.

    Bist Du sicher?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_10:23

  11. Tisha
    9. April 2015, 21:42 | #11

    Alf :
    Seltsam, dass kaum ein Homöopathie-Gegner je ein homöopathisches Mittel ausprobiert hat. Auf diese Weise ist das “Wissen” darüber, dass Homöopathie wirkungslos ist, Wissen aus dritter Hand.

    Das gleiche könnte man auch über Aderlass, Tigerpenis gegen Potenzprobleme und Nashornpulver gegen Krebs sagen. Möchten Sie das vielleicht mal ausprobieren?

    Und außerdem ist es absolut falsch anzunehmen, dass man durch eigene Erfahrung irgendeine Erkenntnis über die Wirksamkeit von was auch immer gewinnen könnte.

    Irgendwo habe ich dazu mal ein sehr schönes Beispiel gelesen, leider weiß ich nicht mehr wo genau:

    Stellen Sie sich eine Krankheit vor, bei der unbehandelt 80% sterben. Dann bietet jemand ein Medikament an, nach dessen Einnahme 90% sterben, aber 10% gesund werden. Jetzt stellen Sie sich vor, sie gehören zu den 10%, die nach der Einnahme des Medikamentes gesund werden. Aufgrund Ihrer Erfahrung „wissen“ Sie jetzt, dass besagtes Medikament hilft und empfehlen es überall weiter. In Wahrheit sterben aber jetzt mehr Menschen als ohne Medikament. Verstehen Sie jetzt, wieso man anhand eigener Erfahrung keine Aussagen über Wirksamkeit machen kann?

  12. Stöber
    10. April 2015, 18:13 | #12

    Mensch Tisha, jetzt komm hier doch nicht mit Prozentrechnung!
    Das ist bei Homöopathen einfach Zucker vor die Säue, schließlich beanspruchen sie auch stets zielgerichtet die ? Prozent des Placebo-Grundrauschens für ihre Mittelchen. Der Placebowirkung evaporisiert ja irgendwie beim (Kopf-)Schütteln gegen den Erdmittelpunkt und wird durch die HP ersetzt…

    Ich wundere mich an dieser Stelle, dass man auf eine Petition angewiesen ist und die Einhaltung des SGB nicht stattdessen einklagen kann. Warum wird das nicht gemacht, weiß das wer?

  13. pelacani
    10. April 2015, 18:48 | #13

    Stöber :

    Ich wundere mich an dieser Stelle, dass man auf eine Petition angewiesen ist und die Einhaltung des SGB nicht stattdessen einklagen kann. Warum wird das nicht gemacht, weiß das wer?

    Mehr zu den gesetzlichen Grundlagen hier:
    https://blog.psiram.com/2014/11/die-krankenkassen-und-die-paramedizin-2-duerfen-die-das/

  14. 10. April 2015, 22:17 | #14

    Tisha :

    Alf :
    Seltsam, dass kaum ein Homöopathie-Gegner je ein homöopathisches Mittel ausprobiert hat. Auf diese Weise ist das “Wissen” darüber, dass Homöopathie wirkungslos ist, Wissen aus dritter Hand.

    Das gleiche könnte man auch über Aderlass, Tigerpenis gegen Potenzprobleme und Nashornpulver gegen Krebs sagen. Möchten Sie das vielleicht mal ausprobieren?

    Homöopathie ist sowieso für Weicheier.
    Hawaiianische Darmreinigung ist viel holistischer.
    https://www.psiram.com/ge/index.php/Hawaiianische_Darmreinigung
    Die muss man unbedingt ausprobieren, sonst darf man nicht mitreden. 🙂

  15. anna
    14. April 2015, 16:28 | #15

    Dümmer alls diese Petition geht wohl nicht.

  16. sumo
    14. April 2015, 17:53 | #16

    doch, an Homöopathie glauben zum Beispiel…

  17. mit Rad von Duden
    14. April 2015, 18:13 | #17

    @anna

    Mit Leichtigkeit – z.B. „als“ mit Doppel-L schreiben.

  18. jolietjake
    15. April 2015, 04:36 | #18

    anna :
    Dümmer alls diese Petition geht wohl nicht.

    Gratulation @Anna, da hast du doch beinahe einen grammatikalisch korrekten Satz geschafft. Wer hätte das gedacht? Das psiram-blog ist sicherlich stolz, solch eloquente Kommentatoren hier begrüßen zu dürfen!

  19. duester
    15. April 2015, 10:18 | #19

    Alf :Seltsam, dass kaum ein Homöopathie-Gegner je ein homöopathisches Mittel ausprobiert hat. Auf diese Weise ist das “Wissen” darüber, dass Homöopathie wirkungslos ist, Wissen aus dritter Hand.

    Kein Problem, stelle mich gerne zur Verfügung. Hab gerade Heuschnupfen, du zahlst, ich geh‘ mit dir zum HP, der gibt mir Kügelchen, die ich vor deinen Augen nehme. Deal?

  20. 17. April 2015, 23:39 | #20

    @Alf

    Ich frage mich, welcher Anteil der Homöopathiejünger die Globuli tatsächlich nach Hahnemanns Vorgaben verwendet. Dazu muss ein ausgebildeter Homöopath eine ausführliche homöopathische Anamnese machen und das einzig richtige Mittel in der bestgeeigneten Potenz auswählen und die bestgeeignete Dosierung verschreiben. Und natürlich muss sich der Patient in Sachen Lebenswandel an die Vorgaben aus Hahnemanns Organon halten. Das ist kein Pappenstiel, man darf – ich schreibe aus dem Gedächtnis, kann ungenau sein, wird aber ungefähr stimmen – keinen Alkohol trinken, keinen Kaffee, rauchen darf man nicht, unzüchtigen Gedanken nachhängen auch nicht. Früh ins Bett und früh wieder raus, maßvoll essen, nicht zuviel Sex (wenn überhaupt) usw. usf.

    Wenn man Hahnemann fragen würde, bekäme man sicher die Auskunft, dass heutzutage fast niemand eigene Erfahrung mit tatsächlicher, „korrekt“ angewandter Homöopathie hat. Da dürfte es egal sein, ob ein paar Homöopathiekritiker selbst schon mal Zuckerkügelchen gelutscht haben oder nicht…

  21. duester
    22. April 2015, 12:24 | #21

    gnaddrig :Und natürlich muss sich der Patient in Sachen Lebenswandel an die Vorgaben aus Hahnemanns Organon halten. Das ist kein Pappenstiel, man darf – ich schreibe aus dem Gedächtnis, kann ungenau sein, wird aber ungefähr stimmen – keinen Alkohol trinken, keinen Kaffee, rauchen darf man nicht, unzüchtigen Gedanken nachhängen auch nicht. Früh ins Bett und früh wieder raus, maßvoll essen, nicht zuviel Sex (wenn überhaupt) usw. usf.

    Hört sich nach diesen wirkungslosen Shakes zur Gewichtsreduktion an: Um abzunehmen müssen Sie nur drei Mal täglich einen wirkungslosen, aber überteuerten Shake trinken und Ihre Kalorienzufuhr auf ein Drittel reduzieren – und schon purzeln sie, die Pfunde.

    Wo ist den Sinn bei der Einnahme eines Medikaments, wenn dieses nur unter ganz genau festgelegten Bedingungen wirkt? Da spielt der Patient doch Lotterie: Mal schauen, ob er durch Zufall an einen HP gerät, der das richtige Brimborium macht – und wenn’s nicht klappt, hat man die Ausrede auch schon parat.

  22. Törbjörn Fendner
    1. Juli 2015, 07:40 | #22

    Homöopathie wirkt auch ohne, dass man daran glaubt. Daran ändert auch diese Petition nichts. Wenn Homöopathie nicht wirkt, weshalb gibt es dann eine Verschreibungspflicht für manche Globuli? Weshalb gibt es dann Hinweise zu Arzneimittelrisiken in den Infos für Fachkreise bezüglich Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen von Globuli? Merkwürdigerweise wird diese Diskussion immer noch rein emotional und unsachlich geführt.

  23. Gisander
    1. Juli 2015, 08:51 | #23

    Törbjörn Fendner :Homöopathie wirkt auch ohne, dass man daran glaubt. Daran ändert auch diese Petition nichts. Wenn Homöopathie nicht wirkt, weshalb gibt es dann eine Verschreibungspflicht für manche Globuli? Weshalb gibt es dann Hinweise zu Arzneimittelrisiken in den Infos für Fachkreise bezüglich Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen von Globuli? Merkwürdigerweise wird diese Diskussion immer noch rein emotional und unsachlich geführt.

    Aus einem rechtlichen Argument kann man kein tatsächliches machen. Das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Naturgesetze macht die Natur, Rechtsgesetze macht ein Parlament (und am Ende des Tages die Politik). Es steht nicht zur politischen Disposition, was heilt – und was nicht.

    Merkwürdigerweise wird diese Diskussion immer noch rein emotional und unsachlich geführt.

  24. pelacani
    1. Juli 2015, 09:05 | #24

    Törbjörn Fendner :

    Homöopathie wirkt auch ohne, dass man daran glaubt.

    Je näher man der Urtinktur ist, natürlich. Nur möchte man dann gern auf diese Wirkung verzichten, denn es ist keine therapeutische Wirkung.

  25. 1. Juli 2015, 10:33 | #25

    Törbjörn Fendner :
    Homöopathie wirkt auch ohne, dass man daran glaubt.

    Da sagt die Wikipedia aber etwas anderes und zwar sehr rational und sachlich. Kannst Du die dort aufgeführten Punkte widerlegen? Dass eine Verschreibungspflicht nicht automatisch Wirksamkeit bedeutet, ist Dir ja bereits auseinandergesetzt worden.

  26. 1. Juli 2015, 11:17 | #26

    duester :
    Wo ist den Sinn bei der Einnahme eines Medikaments, wenn dieses nur unter ganz genau festgelegten Bedingungen wirkt? Da spielt der Patient doch Lotterie: Mal schauen, ob er durch Zufall an einen HP gerät, der das richtige Brimborium macht – und wenn’s nicht klappt, hat man die Ausrede auch schon parat.

    Natürlich wirkt Homöopathie nicht, egal ob exakt nach Hahnemann oder nach esoterischem Belieben angewendet. Worauf ich hinaus wollte ist, dass die allermeisten Leute, die eine Wirksamkeit homöopathischer Behandlungen bzw. Mittel behaupten, selbst nicht Homöopathie im engeren Sinne betreiben/anwenden, sondern eine von den Vorgaben Hahnemanns weit entfernte moderne Machart des ganzen. D.h. selbst wenn die behauptete Wirkung vorhanden wäre, hätte das wenig mit der eigentlichen Homöopathie zu tun und wäre als Nachweis für deren Wirksamkeit untauglich.

    Die Ironie daran ist, dass man sich sklavisch an willkürlich ausgewählte Details aus Hahnemanns Vorgaben hält (die Methode Potenzierung etwa), ansonsten aber großzügig macht was man will (Komplexmittel, die Hahnemann ausdrücklich verboten hat; schlampige bis gar keine Anamnese bei homöopathischer Selbstmedikation, stattdessen quasi schulmedizinische Symptompfuscherei usw.)

    Dass die eigentliche Homöopathie streng nach Hahnemann auch nicht wirkt, dürfte klar sein. Hahnemanns detaillierte Vorgaben sind nur willkürlich zusammengeschriebene Beliebigkeiten, bei denen nicht ersichtlich ist, wieso sie die Wirksamkeit von geschütteltem Wasser oder Zuckerkügelchen beeinflussen sollen. Allenfalls denkbar ist, dass die rituelle Einhaltung der Regeln einen Geisteszustand fördert, in dem die Placebowirkung besser zur Geltung kommen kann (oder sowas in der Art). Mit einer tatsächlichen Wirkung der Homöopathie an sich hat das aber nicht das Geringste zu tun.

    Diese Homöopathiejünger liefern durch ihre Art der Anwendung nur ein weiteres Indiz dafür, dass Homöopathie schlicht Unfug ist.

  27. Huber, Rosa
    2. Dezember 2015, 10:40 | #27

    Hinter dieser ‚Petition‘ (=Frechheit) kann nur die Pharma stecken! Dabei werden mittlerweile homöopathische Mittel eingesetzt (z.B. Grippheel und weitere), weil die Pharma nichts ähnliches zu bieten hat. Pharma-Medikamente mit riesigen Waschzetteln um ja jede Haftung auszuschließen. Genau das ist es, was stört: Homöopathie gibt dem Körper Mittel zur Selbsthilfe an die Hand und hat keine Nebenwirkungen, es sei denn mal eine Erstverschlimmerung (d.h. einfach absetzen und wieder einschleichen), was nur heißt, dass das Mittel greift.

  28. Huber, Rosa
    2. Dezember 2015, 10:55 | #28

    @Gyde Botsch
    Soll das ein Argument gegen Homöopathie sein? Armselig und schwach! Ist das nicht gut daran, dass nichts passieren kann? Homöopathie hilft dem Körper zur Selbsthilfe, ist keineswegs giftig, braucht keine meterlangen Waschzettel wie Pharma-Medizin, wo möglichst jede Haftung ausgeschlossen wird. Vielleicht hat dieser Posting-Schreiber noch nie etwas mit Homöopathie zu tun gehabt. Ihm ist nur dieser Spaß zu Ohren gekommen und daraus leitet er seine Weisheit ab. Diesen Spruch gibt es auch noch in anderer Ausfertigung: Der Homöopath sagt nämlich: ‚mit oder ohne Verpackung?‘ Die Mutter sagt:’ohne‘ worauf der Homöopath meint, dass dann ja alles in Ordnung sei.
    Manchmal hört man soooo blöde Argumente, wie die Globuli würden wegen des hohen Zuckergehaltes einen Diabetes provozieren! Ha, ha, ha, mein Mann hat innerhalb kürzester Zeit seinen Altersdiabetes mit Homöopathie verschwinden lassen. Hallo! Labortechnisch nachgewiesen! Verrengt mal nicht soooo sehr eure Grauen Zellen! Sie geben wohl nichts mehr her!

  29. 2. Dezember 2015, 11:27 | #29

    @ Huber, Rosa (#28): In erster Linie ist das ein Beispiel für den angemessenen Umgang mit Homöopathie: Ignorieren bzw. auf das reduzieren, was dran ist – Zuckerkügelchen. Zuviel geschluckt? Dann heute nix Süßes mehr. Ende.

    Aber natürlich ist das auch ein Argument gegen die Homöopathie. Wo sonst gibt es Medikamente, von denen ein Kleinkind mal eben eine ganze Hausapotheke voll schlucken kann, ohne ernste (oder überhapt irgendwelche) gesundheitlichen Schäden befürchten zu müssen? Wenn der ganze Zuckerkügelchenvorrat der Mutter genau nichts bewirkt, zeigt das sehr schön, dass Homöopathika eben keine Wirkung haben. Es ist natürlich nur eine Anekdote, aber sie deckt sich mit den Ergebnissen der einschlägigen Studien.

    Und zu #27: Homöopathie gibt dem Körper keine Mittel zur Selbsthilfe. Homöopathie gibt dem Körper praktisch gar nichts. Das einzige Gute an Homöopathie ist, dass sie den Körper immerhin nicht bei der Selbsthilfe stört, wie andere alternative Heilmethoden das bisweilen tun. Aber ein Grund, sich homöopathisch zu behandeln ist das nicht, und die Kleinigkeit mit der fehlenden Wirksamkeit steht auch noch im Raum.

  30. 2. Dezember 2015, 12:14 | #30

    @Huber, Rosa
    Wirkung homöopathischer Mittel = Placeboeffekt. Wenn Du tragfähige Belege für das Gegenteil beibringen kannst, können wir reden. Persönliche Angriffe à la „Verrengt mal nicht soooo sehr eure Grauen Zellen! Sie geben wohl nichts mehr her!“ zeugen nur von einem Mangel an sachlichen Argumenten.

  31. pelacani
    2. Dezember 2015, 12:41 | #31

    Huber, Rosa :

    Hinter dieser ‚Petition‘ (=Frechheit)

    Nein, keine Frechheit. Vielleicht etwas naiv, aber nicht frech.

    kann nur die Pharma stecken!

    Wie ich schon sagte: Man wird mit einfachen Petitionen nicht gegen den Umsatz von mehreren hundert Millionen EUR/J, der für diesen Nonsens ausgegeben wird, ankommen. „Die Pharma“ ist erstens nicht berührt und würde sich zweitens bemühen, Leuten wie Huber, Rosa nicht zu nahe zu treten.

    weil die Pharma nichts ähnliches zu bieten hat.

    Das wäre ja auch noch schöner, wenn „die Pharma“ auch noch auf diesem Marktsegment abräumen wollte.
    Der Rest ist hohle Phrase, Erwiderung lohnt nicht.

  32. Groucho
    2. Dezember 2015, 13:01 | #32

    Hallo! Labortechnisch nachgewiesen! Verrengt mal nicht soooo sehr eure Grauen Zellen! Sie geben wohl nichts mehr her!

    Immer lustig, wenn ein Esel andere Langohr schimpft. Man kann auch hunderte Fälle aus dem Hut ziehen, nachdem Menschen an Krebs (labortechnisch diagnostiziert) nach Einnahme von Globuli irgenwann erkrankten. Eine langjährige Hauterkrankung ging bei mir auch mal plötzlich weg, in der Zeit habe ich angefangen, blaue Gummibärchen zu essen. Merkste was? Vermutlich nicht.

    Und wenn man schon als Verteidiger der Homöopathie auftritt, sollte man wenigstens etwas Ahnung davon haben. Bei einer „Erstverschlimmerung“ wird nicht wieder neu eingeschlichen, sondern das Präparat gewechselt.

    Der nicht vorhandene Waschzettel soll ein Qualitätskriterium sein? Nein, es kann gar keinen geben, weil mögliche Nebenwirkungen gar nicht erfasst und dokumentiert werden, es gibt keine Studien und auch keine Verpflichtung. Nebenbei: Wenn Homöopathika eine „Erstverschlimmerung“ bewirken können, was ist das dann anderes, als eine Nebenwirkung?

  33. Huber, Rosa
    2. Dezember 2015, 13:05 | #33

    @gnaddrig
    Hervorragend! Sie müssen’s ja wissen? Vom Hörensagen! Kann man nur hoffen, dass Sie eines Tages – wie z.B. Kent u.a. Hömopathen – die Erfahrung machen mussten, dass keine Allopathie mehr helfen konnte und dass Sie dann auf den ‚Trichter‘ kommen! Vielleicht sollten Sie mal nachlesen, wie viele Homöopathen auf das anscheinend Nichtsnutzige aufgesprungen sind. Wissen Sie, wenn man irgendwo mitreden will, sollte man sich damit auseinandergesetzt haben und nicht nur dumme Sprüche loslassen.
    Wie alt ist Queen Elizabeth? Wissen Sie, dass das englische Königshaus scheinbar mit großem Erfolg einen Homöopathen beschäftigt. Irgendwann wird auch z.B. Ihre Prostata (sofern Sie Männer sind!!!!???) grüßen lassen! Warten Sie’s ab und sehen Sie dann, was Ihnen die Allopathie anzubieten hat.

  34. Huber, Rosa
    2. Dezember 2015, 13:08 | #34

    @Groucho
    Ihr Kommentar hat leider ein so ‚hohes Niveau‘, dass ich in diese Niederungen nicht hinabsteige. Werden Sie gesund mit was Sie wollen – von mir aus auch mit blauen Gummibärchen! Mit freundlichen Grüßen

  35. pelacani
    2. Dezember 2015, 13:50 | #35

    Huber, Rosa :
    Hervorragend! Sie müssen’s ja wissen? Vom Hörensagen! Kann man nur hoffen, dass Sie eines Tages – wie z.B. Kent u.a. Hömopathen […]

    Oh, das betrübt uns jetzt, und da sind wir doch gleich eifrig bemüht, uns schlau zu machen. Lesen wir doch gleich mal nach, was James Tyler Kent so für grundstürzende Einsichten zu bieten hat … und was erfahren wir da? Er hält Mikroben für „eitle allopathische Träume“.
    https://en.wikipedia.org/wiki/James_Tyler_Kent
    Aber da Du Kent nicht nur vom Hörensagen kennst, kannst Du uns sicher erklären, wie er das wohl gemeint haben könnte.

  36. Groucho
    2. Dezember 2015, 14:00 | #36

    Huber, Rosa :

    @Groucho
    Ihr Kommentar hat leider ein so ‚hohes Niveau‘, dass ich in diese Niederungen nicht hinabsteige.

    Das war mir klar. Sie schweben in einer Geisterwelt von vor über 200 Jahren, die sich seitdem jeglicher neuen Erkenntnis verschlossen hat. Dieses hohe Niveau ist mir tatsächlich schwer zugänglich.

    Das Lustige an den heutigen Homöopathen ist, dass Hahnemann, würde er heute noch leben mit dem Wissen von heute, über seine Ansichten von damals wahrscheinlich lachen würde. Der war nicht so verbohrt. Seltene Ausnahmen gibt es auch heute, z.B. Nathalie Grams:

    http://www.homoeopathie-neu-gedacht.de/we_grams/

  37. pelacani
    2. Dezember 2015, 14:11 | #37

    Kennt jemand Kent?

    Nun war damals die ärztliche Ausbildung in den U.S.A. ganz miserabel. Noch 1890 konnte man beispielsweise im Staate Ohio, wo ein zweijähriges Studium von je 6 Monaten Dauer staatlich vorgeschrieben war, mit Volksschulkenntnissen am 1. Juli beginnen und wurde dann am 30. Juni des folgenden Jahres als frisch promovierter und approbierter Arzt in die Praxis geschickt. Hospitäler hatten die Schulen meist nicht, so dass die Studenten gar keine Kranken sehen konnten. Kent hat in den 70ger Jahre an einer dieser minderwertigen Schulen in Ohio promoviert.
    http://www.kwakzalverij.nl/700/Donners_Brief_an_Unseld

  38. 2. Dezember 2015, 16:49 | #38

    @Huber, Rosa
    Prima, da haben wir wieder die beliebte Tour, wo man „allopathiegläubigen“ „Schulmedizinjüngern“ alle möglichen Krankheiten an den Hals wünscht, damit sie ihr Heil bei den Kügelchen versuchen. Meine Prostata oder meine Gebärmutter lasse ich, wenn ich daran erkranke, ebensowenig vom Homöopathen behandeln wie ich mein Auto vom Geistheiler reparieren lasse. Mit medizinischer Behandlung hat man wenigstens eine Chance auf Heilung, mit homöopathischer (oder spagyrischer oder sonstwie esoterisch-alternativer) Behandlung hat man die eher nicht so. Ich weiß schon, warum ich auf echte Medizin setze, das hat mit Hörensagen nichts zu tun.

  39. Groucho
    2. Dezember 2015, 23:52 | #39

    „Kent hatte seine Erfahrungen bei der Behandlung der Diphtherie an Fällen gesammelt, die er nicht untersucht, nicht bakteriologisch gesichert, ja nicht einmal gesehen, sondern nur nach Hörensagen beraten hatte. Was besagt unter diesen Umständen, daß er nie einen Fall verloren habe!“
    Ritter H: Fritz Donner †. Allgemeine Homöopathische Zeitung 4/1979, 163-165

    Ich sag ja, die Homöopathiefans haben meist weniger Ahnung als ihre Kritiker.

  40. ZKLP
    20. Januar 2016, 14:06 | #40

    Fundstück zum Thema, aus dem Bundestagswahlkampf 2013:

    Was sagen die Parteien zur Forderung/These »Homöopathie als Kassenleistung!«
    http://www.wen-waehlen.de/btw13/parteien/antworten-2151.html

    Zu obiger Petition:

    „Status: in der Prüfung“

    Und das ein knappes dreiviertel Jahr nach der Zeichnungsende. Die deutsche Bürokratie funktioniert!

  41. ZKLP
    20. Januar 2016, 14:12 | #41

    (Eigentlich hatte ich nur nach dem Psiram-Wiki-Eintrag von Umweltministerin Barbara Hendricks gesucht. Nachdem ich über obiges Fundstück gestolpert bin, habe ich mich damit abgefunden, dass Hendricks keinen Eintrag hat…)

  42. SK
    4. Februar 2016, 14:38 | #42

    Huber, Rosa :
    Vielleicht sollten Sie mal nachlesen, wie viele Homöopathen auf das anscheinend Nichtsnutzige aufgesprungen sind.

    Klar sind die das. Wo kann man sonst Milliarden mit Zuckerkügelchen scheffeln? Und das ganze als Kassenleistung.

    Würden sie bitte, bitte, bitte (mit Zuckerguss obendrauf) eine, nur eine einzige wissenschaftlich haltbare Studie (d.h. wiederholbar und falsifizierbar) angeben die nachgewiesen hat, dass Homöopathie funktioniert? Dann würde Psiram wahscheinlich nicht mehr soviel über Homöopathie schreiben.

    Aber das werden sie wahrscheinlich nicht tun, weil sie es nicht können. Die Homöopathielobby (Milliarden-€-Industrie) WILL garkeine echten Wirksamkeitsstudien.