Trump ernennt Impfgegner zum Impfforscher

Mehrere US-Medien melden:

Der Impfgegner Robert F. Kennedy Jr. sagt, er werde den Vorsitz einer Impfkommission für den zukünftigen Präsidenten Donald Trump übernehmen.

Der kommende Präsident Donald Trump hat den Impfskeptiker Robert F. Kennedy Jr gebeten, den Vorsitz einer „Kommission zur Impfsicherheit und zur wissenschaftlichen Integrität“ zu übernehmen, sagte Kennedy zu Reportern nach einem Treffen im Trump Tower am Dienstag.
Politico.com

Damit würde wohl zum ersten Mal ein Impfkritiker in einer Position mit realer, politisch legitimierter Macht über die Medizin in den USA installiert. Der Absolvent der Politik- und Rechtswissenschaften Kennedy war in der Vergangenheit bereits über zehn Jahre lang als Anhänger der wissenschaftlich widerlegten Hypothese in Erscheinung getreten, dass kleinste Quecksilbermengen in Impfstoffen Impfungen zu Autismus führten [vgl. Kommentar #8]. Donald Trump ist ebenfalls Anhänger dieser unbelegten Hypothese, die vom Engländer Andrew Wakefield verbreitet wurde.

Kennedy ist auch der Meinung, dass es auf Seiten von Gesundheitsaufsichtsbehörden, Forschungseinrichtungen (CDC, FDA) und der pharmazeutischen Industrie eine Art Verschwörung gäbe, Zwischenfälle bei Impfungen zu vertuschen.

Diese Ernennung ist kein unglücklicher Zufall. Es gibt keinen vernünftigen Grund, an der Intention des verschwörungsaffinen President-elect zu zweifeln – er hat selbst eine lange Vorgeschichte der Impfgegnerschaft. Diese Personalentscheidung reiht sich zwanglos in die Reihe bisheriger Personalentscheidungen düsterer Vorbedeutung ein: Ein Apokalyptiker als Chefstratege im Weißen Haus, ein Leugner des menschengemachten Klimawandels als Umweltminister, eine Feindin von Bildungsstandards als Bildungsministerin, ein offen arbeitnehmerfeindlicher Konzernchef als Arbeitsminister, ein Gesundheitsminister, der Mitglied in einem dezidiert antiwissenschaftlichen Mediziner-Verein ist …

Dunkelheit, wohin man blickt.

Die Verfolgung des Peter Tiernan

Peter Tiernan wird verfolgt und belästigt. Seine Frau erhielt Nachrichten auf Facebook, dass man ihr etwas über ihren Mann erzählen müsse, Anrufe an seiner Arbeitsstelle an seinen freien Tagen, die versuchten, seine Kollegen und Chefs „aufzuklären“ und er erhielt auch Nachrichten, dass man wisse, wo er lebt und wo seine Kinder zur Schule gehen. Sie sind tatsächlich hinter ihm her.

Nur, was hat Peter Tiernan getan? Er arbeitet als Physiotherapeut im Ballina Hospital in Byron Bay, in Australien. Byron Bay ist ein malerischer Badeort mit etwa 5000 Einwohnern und wunderschönem Sandstrand. Also, was hat dieser Physiotherapeut angestellt und wer bedroht ihn da eigentlich?

peter_tiernan_pleaDie Antwort ist einfach: Nichts. Er hat gar nichts gemacht. Die unglaublich scharfsinnige Impfgegnergemeinde meint allerdings in ihm den Blogger „Reasonable Hank“ erkannt zu haben, ein anonym bleibender Autor, dessen Website, Facebook und Twitteraccount seit Jahren ihre schöne, heile, wahnsinnig durchdachte Welt aufs Korn nimmt (wobei die Betonung zweifelsfrei auf wahnsinnig liegt).

Diese „Aufdeckung“ gelang ihnen durch die übliche messerscharfe Kombinatorik, den geschulten detektivischen Blick und die brillanten deduktiven Schlüsse, wie man sie von dieser Gruppe gewohnt ist! Der Leser sollte sich jetzt auf einiges gefasst machen:

„Reasonable Hank“ postet des öfteren unter dem Namen Peter Tierney. Peter Tiernan schreibt man fast gleich. Daraus folgt logischerweise: Peter Tiernan < ==> Peter Tierney.

Peter Tierney hat seine wahre Identität verschleiert, indem er einfach ein paar Buchstaben vertauscht hat. Einfach unglaublich. Quasi wie Superman und Clark Kent – niemand kann die Identität erkennen, solange Clark seine Brille trägt. Vielleicht haben sie ja auch an „E. Nigma“, den Riddler gedacht oder so. Sherlock Holmes lässt grüßen! Als nächstes klären sie vielleicht noch die wahre Identität von Pepito Spazzaguti auf. Mehr…

Measles? Whose Measles?

Im „Juno Magazine – a natural approach for family life“, einem in Bristol (UK) erscheinenden Magazin, schildert in der 28-cover-web-300x300Ausgabe vom 3. August 2016 eine gewisse Emma Hiwaizi, ansonsten befasst mit „Laughing Yoga Sessions„, in einem bemerkenswerten Beitrag ihre Erfahrungen während der Masernerkrankung ihrer bewusst ungeimpft gelassenen Töchter im vergangenen Frühjahr. Der Text ist bemerkenswert deshalb, weil er nicht nur (eher unbeabsichtigt) geeignet ist, Werbung für ein konsequentes Durchimpfen zu machen – wenn man sich die Einzelheiten der Krankengeschichte und das durchaus begrenzte Amüsement der Kinder über ihr Befinden durchliest. Nein, bemerkenswert ist er auch, weil dem Leser die Triebfeder für das bewusste Absehen mancher Eltern von einem Impfschutz ihrer Kinder im letzten Absatz dieses Textes geradezu ins Gesicht springt. Man muss der englischen Sprache auch gar nicht weiter mächtig sein, man muss nur hier und da die richtigen Stellen unterstreichen; etwa so:

I am still glad I chose not to vaccinate. I think all three of my girls have been strengthened by the measles and I am grateful that I was able to stay at home and look after them. It was a surreal spring. Outside was glorious and sunny and for over a month we were at home in the dark. It was a challenging and sometimes lonely experience. I now have much more respect for families who do choose to vaccinate. I think I was very naive about what measles involved, just how ill children can get and how easy it is for secondary complications to set in. In our house the girls had whooping cough, mumps and chicken pox without a murmur, but measles was in a different league. It was hard to find useful information about how to best care for them and it was utterly exhausting. My eldest daughter was angry that she was ill and missed crucial revision time. I think she will probably vaccinate her children. But I would do it all again, though I would give them Vitamin A and I would probably not let them use their laptops when they were meant to be resting in complete darkness. I think it is a shame that we have lost the art of nursing; I certainly felt I was making it up as I went along

 

Noch Fragen? Ja, eine:

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Und zum Weiterlesen empfehlen wir diesen früheren Beitrag in unserem Blog.

Kopp-Verlag: Zehn Gründe, warum Sie Ihre Kinder nicht impfen lassen sollten

Impfen

Wir haben in letzter Zeit das Gefühl, dass wir den Kopp-Verlag sträflich vernachlässigt haben und uns gedacht, dass wir mal wieder dort vorbei schauen sollten. Wir haben zwar das Gefühl, dass einige Blogs – wie die Netzfrauen – versuchen, dem Kopp-Verlag den Rang abzulaufen, aber das ständige weinerliche Opfergetue in Kombination mit der furchtbaren Orthographie/Grammatik macht die Beschäftigung mit der, wie wir vermuten einzigen Netzfrau Doro, besonders öde und mühsam.

Man muss nicht lange suchen – auf den Kopp-Verlag ist immer Verlass, hat er doch zehn Gründe veröffentlicht, warum man seine Kinder nicht impfen lassen soll. Der Beitrag ist wieder mal aus dem Englischen übernommen, stammt vom Aids-Leugner Ethan A. Huff und wurde zuerst beim Health Ranger Mike Adams auf NaturalNews veröffentlicht. Dort sind die Artikel dann nochmals eine Stufe über dem Kopp-Verlag, frei nach dem Motto: „Schlimmer geht immer!“

1. Impfstoffe wirken nicht.

Falsch. Die Wirksamkeit von Impfstoffen wurde wieder und wieder und wieder erwiesen. Überall auf der Welt, in jedem Land der Erde kann man sich Statistiken rauskramen und zeigen: Kaum wird ein Impfstoff eingesetzt, sinkt die Anzahl der Krankheitsfälle rapide. Wir verweisen hier auf zwei Blogbeiträge, Asmitas Reise – Warum Impfen hilft und Soll man sein Kind impfen lassen?.

2. Der Nachweis für Sicherheit und Wirksamkeit von Impfstoffen wurde nie erbracht (keine placebokontrollierten Doppelblindstudien).

Falsch. Es gibt massenhaft Studien zu Impfstoffen. Mehr…