Vom Tarnen und Täuschen.

Also von Anthroposophen mal wieder. Ganz ehrlich: Würden Sie diesem Mann ihr Kind auch nur eine 1/4 Stunde anvertrauen?

Das ist fies, ich weiß. Alleine aufgrund eines Bildes soll man ja kein Urteil fällen, wobei ich aber meine, dass ab bestimmten Punkten geistiger Erkrankungen durchaus wenigstens Tendenzen optisch manifest werden können.

Weil nun der Rudi ein ganz Großer im Phantasieren war, unendlich viele Zeilen zwanghaft geschrieben hat, sind seine Nachfolger im Ungeiste umso mehr darauf bedacht, keine Wellen zu erzeugen. Ein aktueller Fall findet sich hier im Spiegel:

Judith von Halle, vermutlich eine nette Frau, solange man nicht einen Abend mit ihr in Oberammergau verbringen muss, hat Steiners Spinnereien dermaßen aufgesogen, dass sie jetzt die üblichen Wundmale Christi bekommen hat und behauptet, seit 4 Jahren nichts mehr gegessen zu haben.

Eigentlich nichts besonderes, durchgeknallte Menschen sind häufiger, als man denkt, aber das ist eine andere Geschichte.

Pikant an der Sache ist, dass sie von den Anthroposophen rausgeschmissen wurde – obwohl sie eigentlich exakt das tat, was der Rudi gesagt hat.

Sowas mögen Anthroposophen gar nicht, wenn etwas an die Öffentlichkeit gelangt, was den Irrwitz dieses idiotischen Glaubenssystems in seiner echten Ausprägung zeigt. Sie möchten halt gern verrückt und normal zugleich sein. Leider ist das eine Konstellation, die häufig zu einer echten psychischen Erkrankung führt, oder von psychisch Erkrankten dankbar angenommen wird.

38 Gedanken zu „Vom Tarnen und Täuschen.“

  1. „Von den Anthroposophen rausgeschmissen“ stimmt nicht ganz.

    Judith von Halle, ihrem Mentor, Peter Tradowski, und einigen anderen Mitstreitern wurden die Verträge mit dem „Berliner Arbeitszentrum“ gekündigt.

    Von Hamburg bis nach Dornach verkündet sie bei anthroposophischen „Tagungen“ aber weiterhin ihren unsäglichen Schwachsinn und Josef Morels Verlag am Goetheanum druckt munter ihre Heilsschriften.

    Den einen ist das nicht zuletzt aus PR-Gründen ein Dorn im Auge, die anderen sind umso mehr im ehrfurchtsvollen Taumel angesichts der heiligen Judith aus ihren Reihen.

    Hier noch der Link zum Spiegel-Artikel:

    http://www.spiegel.de/spieg

    J.G.

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  2. *Grusel*
    Eben dieses Bild hat mich inclusive Kindergarten 15 Jahre lang angestarrt. Wie ich es hasse!

    Wollen wir nicht einen Balken drübermachen und zukünftig nur noch von "einem bekannten Esoschwurbler und Sektengründer" sprechen ? ;-))

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  3. Liebe Leute,

    Judith von Halle ist anthroposophische Wissenschaft …

    Siehe die "Medizinische Sektion des Goetheanums", http://www.medsektion-goeth

    "Lichtnahrung – Versuch einer Stellungnahme"

    ist wirklich vom Feinsten, vielleicht aber nichts für vorbelastete Waldorfschüler, deshalb hier wirklich nur ein ganz kurzer Ausriss:

    "Wie kann man sich dem Phänomen Lichtnahrung naturwissenschaftlich nähern?

    Die naturwissenschaftliche Frage lautet: Ist es Scharlatanerie oder muss die Wissenschaft ein neues Kapitel aufschlagen? Dr. Werner erscheint insgesamt – so wie wir ihn im Gespräch und seinen Vorträgen erleben durften – glaubwürdig. Seine Interpretation bzw. seine Erklärungsansätze müssen allerdings noch weiter verifiziert werden. Als wesentliche Bedingung sieht er dies: „Dass ich mich dem Gedanken öffnen kann, dass ich ernährt werden kann von Licht, vom Ätherischen, von Prana oder wie immer ich es nennen will. Das ist die Brücke, die es braucht. Dann passiert ´es´-ich erlebe es als ein Angebot der geistigen Welt. Das ist neu und eine besondere Maßnahme der geistigen Welt““ Eine naturwissenschaftliche Erklärung für „Lichtnahrung“ scheint zur Zeit nur über Modelle der "neuen" Physik möglich zu sein, d.h. die Informationsübertragung auf subatomarer Ebene über "Strings" oder andere Schwingungsmuster, die dann wieder in "Materie" umgewandelt werden (nach den Theorien des Physikers Carlos Rubbia interpretiert. Einstein belegte bereits die Umwandlung von Materie in Energie und umgekehrt.) "

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  4. Womit wird die anthroposophische "Forschung", z.B. zur "Lichtnahrung" und Judith von Halle finanziert?

    Zum Beispiel durch zahlreiche Stiftungen, kleine Auswahl (selber weiter suchen, es gibt mehr!):

    – Software AG – Stiftung, http://www.software-ag-stif

    – MAHLE Stiftung, http://www.mahle.com/C12570

    – Förderstiftung Anthroposophische Medizin, http://www.medsektion-goeth

    – Stiftung Waldorfpädagogik, http://www.stiftung-waldorf
    Der Gag: "Ihr Beitrag ist als Spende für wissenschaftliche Zwecke absetzbar", http://www.fh-ottersberg.de

    (nicht nur bei diesem Beispiel, anthroposophische Forschung ist anerkannt …)
    "Einiges" Geld dürfte auch durch die anthroposophische GLS Gemeinschaftsbank eG fliessen.

    Sie ist die Hausbank der Grünen:

    BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
    Kontonummer: 8035 815 900
    Bankleitzahl: 430 609 67
    Bankinstitut: GLS-Bank

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  5. "Nö, aber einen Gebrauchtwagen würde ich ihm verkaufen."

    Ich schmeiß mich weg :-))

    @ nihil_jie: Stimmt schon, aber der irre Blick dürfte schon damals außergewöhnlich gewesen sein 😉

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  6. Frau von Halle ist doch in ihrem persönlichen Entwicklungsweg Steiner gegenüber viele Inkarnationen voraus.
    An ihrer Stelle würde ich einen eigenen Club aufmachen.

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  7. Ach Tamas, steht nicht geschrieben:
    "Du sollst Dein Kind nicht mit durchgeknallten Gurus alleine lassen!"?

    Das ist schon oft genug schiefgegangen. Solche Empfänger "höherer Weisheit" halten sich nicht immer an die üblichen moralischen Werte. Die gelten für "Auserwählte" nicht.

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  8. Ich denke er war kein Guru, weil er die Selbstandigkeit des Menschen wollte. Ja, ich weiss, das sagen auch andere Gurus, und dann betrügen sie die Leute. Aber ich denke, wer ein Anhanger Steiners ist, der missversteht ihn.

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  9. @ Tamás & thomas

    War Rudolf Steiner ein "Guru"?

    Oder war er mehr als das?

    "Ein Menschenfischer auf der Jagd nach Gläubigen"?

    "Ein allwissenden Magier?"

    http://www.faz.net/s/Rub117

    "Kafkas Sätze (27)

    Vom Kampf gegen die Erlösung

    Von Eckhard Heftrich

    FAZ, 04. August 2008

    «In seinem Zimmer suche ich meine Demut, die ich nicht fühlen kann, durch Aufsuchen eines lächerlichen Platzes für meinen Hut zu zeigen; ich lege ihn auf ein kleines Holzgestell zum Stiefelschnüren.«
    Auf dem so breiten wie flachen Strom der Zeitströmung treiben nach 1900 auch viele Boote unter der Flagge von Theosophie und Okkultismus: alles Menschenfischer auf der Jagd nach Gläubigen. Das größte dieser Schiffe wird von einem allwissenden Magier namens Rudolf Steiner gelenkt. Als er im März 1910 wieder einmal in Prag anlandet, beobachtet der Dr. F. Kafka ihn bei seinen Vorträgen und lässt sich sogar zu einer Privat-Audienz verleiten – und bleibt auch hier Beobachter. Zwar meint er zu fühlen, wie ein Teil seines Wesens zur Theosophie hinstrebt, hat aber davor »die höchste Angst«. Fürchtet er davon doch die Vermehrung seines »gegenwärtigen« Unglücks. Ahnt er bereits, dass der Widerstreit zwischen dem Leidenschaftsglück des Schreibens und familiärer und bürgerlicher Existenz sein bleibendes, am Ende tödliches Unglück sein wird?

    Die Unerlösbarkeit wird ihn immer neue Metamorphosen finden lassen. So entstehen die universellen Parabeln von höchstem, weltliterarischem Rang. Aber schon die groteske Steiner-Audienz gerät ihm zur Ur-Szene, in der die Kunst der Beschreibung zur Waffe wird, mit deren Hilfe er über den Magier triumphiert. Nicht einmal eine Andeutung fällt, wie oder ob überhaupt Steiner auf die Unglücksfrage eingegangen ist. Wohl aber, entsprechend dem Anfang mit der Hutablage, am Ende: »Er hörte äußerst aufmerksam zu, ohne mich offenbar im geringsten zu beobachten, ganz meinen Worten hingegeben. Er nickte von Zeit zu Zeit, was er scheinbar für ein Hilfsmittel einer starken Koncentration hält. Am Anfang störte ihn ein stiller Schnupfen, es rann ihm aus der Nase, immerfort arbeitete er mit dem Taschentuch bis tief in die Nase hinein, einen Finger an jedem Nasenloch.«"

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  10. "Der Begründer der anthroposophischen Bewegung war als Dichter ein stümpernder Epigone, als Mystiker ein Hochstapler, als Philosoph eine Null, als Naturforscher ein Scharlatan und nur als Sektenpriester ein Genie." GERHARD HENSCHEL

    Wieso war Steiner "als Sektenpriester ein Genie"?

    Prof. Bernhard Grom in einer e-mail an mich:

    "Ihre Hörigkeit empfinden Anthroposophen nicht als solche. Da gibt es einen Trick: Steiner erklärt ja, man müsse ihm nicht blind folgen – doch würden entsprechend entwickelte Menschen seine Ideen einfach selbst einsehen: Eine evolutionäre Erkenntnistheorie, die dem Zustimmenden suggeriert, er sei erleuchtet."

    Siehe dazu auch die Tagung der Humboldt-Universität zum Thema Anthroposophie und Waldorfpädagogik "Anthroposophie – kritische Reflexionen", den Vortrag von Prof. Hartmut Zinser:

    "Rudolf Steiners „Geheim- und Geisteswissenschaft“ als moderne Esoterik", http://www2.hu-berlin.de/gk

    Zitat zur "Immunisierung":

    "(…) Zwar räumt R. Steiner die Kritik ein, daß seine „Ausführungen“ als „Ergüsse einer wild gewordenen Phantastik oder eines träumerischen Gedankenspiels“ (Geh S. 12) oder als Resultat einer Selbstsuggestion (Geh S. 24) angesehen werden können, widerlegt diese aber nicht durch sachliche Argumente, sondern führt gegen diese Kritik eine Polemik der Immunisierung an: Wer von Suggestion rede, beweise nur, „daß gerade er sich dadurch seine Einwände selber suggeriert“ (Theo S. 80). „Wer diese Welten (die übersinnlichen, H.Z.) leugnet, der sagt nichts anders, als daß er seine höheren Organe noch nicht entwickelt hat“ (Theo S. 94). An anderer Stelle freilich bestätigt er den Suggestionsvorwurf, indem er schreibt: „Denn er (der Mensch) könnte nie unterscheiden, was er selbst in diese Welt hineinträgt und was ihr wirklich angehört“ (Geh S. 318). Er führt deshalb einen „Hüter der Schwelle“ ein, ohne den der Mensch in der „geistig-seelischen Welt“ „Täuschung nach Täuschung verfallen“ würde. Doch ist sich Steiner seiner Auffassung so sicher, daß er in der „Theosophie“ (S. 186) schreibt: „Schon der Einwand: ich kann auch irren, ist störender Unglaube“."

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  11. Hirnwurst der gröbsten Sorte.

    Jedoch gilt es als erwiesen, dass man Bilder von Personen unwillkürlich mit der eigenen Erwartung verknüpft.

    Beliebtes Beispiel ist das Foto einer Fußballmannschaft auf deren Trikots "Mental Sanatorium" (oder so ähnlich ^^)
    zu lesen ist. So gut wie jeder Betrachter meint Ausprägungen von diversen Geisteskrankheiten in den Gesichtern der Männer zu sehen…dabei handelt es sich bei ihnen um Wärter!

    Also, Steiner und co hatten wohl ganz sicher eine Schraube locker, aber mit dem Wissen ein Foto betrachten und gleich sonstwas diagnostizieren macht zwar spaß, aber ist natürlich inkorrekt :>

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  12. … ja, wenn er standig solche kommente hören musste, und dann kamen auch seine "Anhanger", dann ist es kein Wunder, dass er ein bisschen unglücklich aussah.

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  13. Im Anschluss an den Spiegel-Artikel zur Nahrungslosigkeit hat die Anthroposophenpostille "info3" einen aufschlussreichen Blogeintrag erstmal verschwinden lassen.
    Hier ist er wieder : http://www.info3.de/wordpre
    Frau Uhlenhoff, Mitglied der Urteilsfindungskommission (in Sachen Judith von Halle) ist anscheinend die momentane Lichtgestalt was die jüngere Anthroposophengeneration angeht. Sie organisiert u.a. an der FU Berlin Vortragsreihen zum momentanen Lieblingsthema der Anthroposophischen Gesellenschaft : Grundeinkommen.
    Ihre Mitstreiter Ralph Boes und Benediktus Hardorp sind Judith von Halle-Fans, siehe: http://www.buergerinitiativ… und
    http://www.freie-vereinigun
    Den esoterikgestressten Bürger stellt sich hier die Frage, welchen Nutzen wollen demokratieferne Vereine aus den angestrebten bahnbrechenden Reformvorschlägen erzielen.
    Aus der vorläufigen Übersicht, fallen mir spontan einige Dinge ein :
    Gesellschaftsverirrte Glaubensanhänger könnten ohne grosse Eigenleistung die angestrebten Transferleistungen durch den Staat an ihre Weltanschauunsgruppe "weiterleiten".
    Auch die grosse Gruppe der durch die
    anthroposophisch "sonderpädagogisch" betreuten "Trottelinkarnierten" Behinderten (Steinerjargon), wären dann nach irdischem Ableben weitaus interessantere Erbmasse z.B.
    Siehe kirchliche Einnahmen durch Erbübertragungen.
    Ist etwas ins Blaue fabuliert, als Kenner der Steinergemeinde, leider zwingend.

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  14. Fern von jedem anthrophosophischem Unsinn sehe ich in einem Grundeinkommen einen sinnvollen und nötigen Weg eine moderne Industriegeselschaft zukunftsfähig und lebenswert zu erhalten/ erst zu machen.

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  15. Hallo,

    bezügl. des bedingungslosen Grundeinkommens:

    Es kommt bei dieser Forderung darauf an, wie das genau ausehen sollte.

    Die anthroposophische Variante von Götz Werner sieht zum Beispiel eine Finanzierung durch die Mehrwertsteuer vor, eine feine Sache für Milliardäre wie Werner.

    Sie he hierzu Klaus Butterwege:

    http://www.bpb.de/publikati

    _________________________

    Wusstet ihr eigentlich, dass ihr alle „Linksfaschisten“ seid?
    Doch, echt wahr. 😉
    Hier stet’s:
    http://www.schachtelhalm.ne…[csuccess]=true#feedback

    J.G.

    Antworten
  16. Naja, ein schnelles überlesen des Wiki-Artikels zu Götz Werner erweckt bei mir den Eindruck, dass er nicht unbedingt das absurdeste von Steiner übernommen hat.

    Ich kenne Steiners Werk nicht primär, aber mit gesundem Menschenverstand kann man sicher auch mit falschen Grundlagen was tolerierbares oder sogar achtbares tun, so gibt es auch eher wenige Christen die Ehebruch mit Steinigung bestrafen wollen ^^

    Theatertage für Lehrlinge sind jetzt eher nicht so verkorkst…

    Antworten
  17. @ folgsam

    Versuch‘ doch mal bei Wikipedia in irgendeinem Artikel, der Anthroposophen betrifft, einen kritischen Absatz zu integrieren.

    J.G.

    Antworten
  18. @ folgsam

    Ich verstehe ihre Frage nicht oder ich kann sie nicht beantworten.

    Was feststeht ist:

    1. Götz Werner ist Anthroposoph. Das ist keine Unterstellung, er bekennt sich dazu.

    2. Das Modell eines bedingungslosen Grundeinkommens, welches Götz Werner vertritt, ist keineswegs das, was es vorgibt zu sein. (Hierzu der Link oben)

    3. Wenn Anthroposophen von bedingungslosem Grundeinkommen reden, so meinen sie jene Variante, die Götz Werner proklamiert.

    J.G.

    Antworten
  19. Ok, Das von Werner propagierte Grundeinkommenmodell ist wohl wirklich eine Mogelpackung. Die Sätze sind viel zu niedrig und die einseitige Entlastung der Unternehmen nicht verhältnismäßig.

    Antworten
  20. Götz Werner tritt in Dornach auf:

    "Anthroposophie als Lebenspraxis – Beiträge zur Weltlage"

    Tagung 27. – 30 Oktober 2005 am Goetheanum in Dornach/Schweiz

    Samstag 29.10. 2005, 11.15 – 13.00 h: Plenum Wirtschaft – Aufgreifen und Verwandeln. Wirtschaften als sozialkünstlerischer Prozess – Dr. Götz Rehn, Dr. Reinhard K. Sprenger, Prof. Götz Werner

    Dr. Reinhard K. Sprenger ist Unternehmensberater, in Nicht-Anthrosprache wohl noch am ehesten als "Neo-Liberaler" zu bezeichnen …

    Lustig: wikipedia gibt bei Sprenger keinerlei Hinweis auf Steiner … http://de.wikipedia.org/wik

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  21. Hier die geistigen Grundlagen der Steinerwelt und all ihrer Folgeerscheinungen – man könnte sagen vom "Darmen zum Denken und wieder zurück (undsoweiter undsofort, bis zur nächsten Reinkarnation)
    Rudolf:
    „Nun gehen wir aber weiter. Was ist denn nun eigentlich im Kopfe enthalten? Irdische Stofflichkeit. Wenn man also das edelste Organ herausschneidet aus dem Tier, das Gehirn, man hat drinnen irdische Stofflichkeit. Beim Menschen hat man im Gehirn irdische Stofflichkeit, nur die Krafte sind kosmisch, die Stofflichkeit ist eine irdische.
    Wozu dient dieses Gehirn? Es dient als Unterlage für das Ich. Das Tier hat noch nicht das Ich. Halten wir das ganz richtig fest: Das Gehirn dient als Unterlage für das Ich, das Tier hat noch nicht das Ich, sein Gehirn ist erst auf dem Wege zur Ich-Bildung. Beim Menschen geht das immer weiter zu der Ich-Bildung hin. Das Tier hat also ein Gehirn; auf welche Weise ist es entstanden?
    Nehmen Sie den ganzen organischen Prozess. Alles dasjenige, was da vorgeht, dasjenige, was im Gehirn zum Vorschein kommt als Irdisch-Materielles, wird einfach ausgeschieden, ist Ausscheidung aus dem organischen Prozesse. Da wird irdische Materie ausgeschieden, um als Grundlage für das Ich zu dienen.
    Nun ist eine bestimmte Menge irdischer Materie auf der Grundlage des Prozesses, der von der Nahrungsaufnahme durch die Verdauungsverteilung im Stoffwechsel-Gliedmassen-System sich bildet, fähig, um von da die irdischen Nahrungsmittel hineinzuleiten in den Kopf und das Gehirn, da ist eine bestimmte Menge irdischer Stofflichkeit, welche diesen Weg durchmacht, und die dann im Gehirn richtig abgeschieden wird.
    Aber es wird diese Nahrungsstofflichkeit nicht nur abgeschieden im Gehirn, sondern schon auf dem Wege im Darm. Dasjenige, was nicht weiter verarbeitet werden kann, wird im Darm abgeschieden, und bier tritt Ihnen eine Verwandtschaft entgegen, die Sie ausserordentlich paradox linden werden, die aber nicht übersehen werden darf, wenn man verstehen will die tierische und auch die menschliche Organisation.
    Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt.
    Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird."

    —————————————
    (1) Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft

    [Landwirtschaftlicher Kurs] 8 Vorträge, eine Ansprache und vier Fragenbeantwortungen, gehalten in Koberwitz v. 7. bis 16. Juni 1924, und ein Vortrag in Dornach am 20. Juni 1924;GA 327;(S. 200-202)
    und:
    „Beim Menschen wird möglichst viel umgesetzt von Bauchdünger in Gehirndünger, weil der Mensch ja sein Ich auf der Erde trägt; beim Tier weniger, daher bleibt mehr drinnen in dem Bauchdünger, der dann zum wirklichen Dünger verwendet wird. Da bleibt mehr Ich in der Anlage drinnen. Weil es das Tier nicht zum Ich bringt, bleibt da mehr Ich in der Anlage drinnen.

    Daher sind tierischer Mist und menschlicher Mist zwei ganz verschiedene Dinge. Tierischer Mist enthält noch die Ich-Anlage. Und wir finden, wenn wir misten, wenn wir Dünger von aussen her an die Wurzel, das Ich an die Wurzel, an die Pflanzen herangebracht haben, dass wir, wenn wir vollständig die Pflanze zeichnen (Zeichnung), hier unten die Wurzel haben, oben die sich entwickelnden Blätter und Blüten haben, dass sich hier das Astralische hinzuentwickelt durch den Verkehr mit der Luft, hier sich entwickelt durch den Verkehr mit dem Dünger die Ich-Anlage der Pflanze."

    HELFT DEN WALDORSCHÜLERN !!!!

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  22. da dieser Herr hier übermorgen seinen 150. feiert und allerorten Werbung dafür gemacht wird hol ich das per Kommentar mal wieder da vorne.
    Würden sie diesem abgebildeten Herrn ihre Kinder anvertrauen?
    LG, P.

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