Polywasser reloaded – Wie hexagonales Wasser der Homöopathie erneut feuchte Augen macht

11. April 2022 1 Kommentar

Die Esoterik sucht ständig nach wissenschaftlichen Belegen für ihre abwegigen Konstrukte. Insbesondere die Homöopathie will – obwohl man sich gerne als etwas nicht Erfassbares, Wundersames verkauft – auch eine wissenschaftliche Begründbarkeit vortäuschen. Auch andere alternativweltliche Produktzweige, wie etwa der Wasserschwurbel (dessen prominentester Vertreter das Grander-Wasser sein dürfte) wollen das. Es geht darum, auch nicht ganz so Leicht- bzw. Esoterikgläubige von einer objektiv feststellbaren Wirksamkeit zu überzeugen. Man freut sich gerade in diesen Kreisen besonders, wenn es Neuigkeiten aus der Wissenschaft zu geben scheint, man hätte vollkommen unbekannte Eigenschaften entdeckt, die die Wirksamkeit ihrer Produkte endlich belegen könnte. Wasser spielt dabei eine ganz besondere Rolle, da sowohl Homöopathen als auch Wasserschwurbler ein Wassergedächtnis als ein zentrales Element ihrer Lehre annehmen. So etwas könne es nur geben, wenn das Wasser (im flüssigen Zustand) eine feste Struktur annimmt, die dann – wie auch immer – (heilsame) Informationen speichert.

Beständige Strukturen des Wasser, in denen die Wassermoleküle dauerhaft eine bestimmte Anordnung einnehmen, sind für flüssiges Wasser unbekannt und unwahrscheinlich. Man weiß, dass sich solche Verbindungen (Wassercluster) sehr schnell bilden und genauso schnell wieder zerfallen, im Pikosekundenbereich (10 hoch -12 Sekunden). Es gab und gibt allerdings gelegentlich Berichte aus der Welt der Forschung, dass es auch anders zu sein scheint. Wasser, das sich unter bestimmten Bedingungen in stabiler wabenförmiger (hexagonaler) Anordnung bilden soll, wurde scheinbar zuletzt 1961 entdeckt und ca. 10 Jahre später auf die Müllhalde menschlicher Fehlleistung verfrachtet. Die Idee wurde allerdings in den 2000er Jahren wieder belebt, als man es erneut entdeckt haben wollte. Zwischen den beiden „Entdeckungen“ gibt es erstaunliche Parallelen. Mehr…

Die Freie-Energie-Verschwörung – eine Spurensuche

22. März 2022 5 Kommentare

Öl und Gas werden immer teurer, Photovoltaik kommt aus China, Atome im Strom sind weltweit gefürchtet und Windräder verstellen die freie Sicht auf das nächste Kohlekraftwerk. Es ist kompliziert mit der Energieversorgung. Dabei gibt es doch, so hört man, längst die endgültige, perfekte Lösung – emissionsfrei, kostenlos und überall verfügbar: Freie Energie!

Nein, nicht das langweilige Helmholtz-Potential aus der Mainstream-Schulphysik. Das verfügt nicht über die notwendigen Fähigkeiten.

Ein System, dessen Temperatur und Volumen konstant gehalten werden, nimmt von allen erreichbaren Zuständen mit dieser Temperatur und diesem Volumen denjenigen als Gleichgewichtszustand ein, in dem die freie Energie den kleinstmöglichen Wert hat.

Was wir brauchen, ist eine alternative „Freie Energie“, mehr so ganzheitlich und sanft und sauber, wie in Esotopia.

Aber leider, so haben wir erfahren, wird diese seit Urzeiten von geldgierigen Mächten unterdrückt. Alles könnte schön sein, aber ein paar hinterhältige Eliten wollen uns unbedingt weiter ihre schmutzigen Brennstoffe verkaufen. Also machen wir uns auf die Suche, wann und wo diese Wunderkraftquelle aus dem Universum in den Tresoren der Energiemafia verschwunden ist.

Am besten beginnen wir damit auf Twitter. Denn nur dort findet man die Wahrheit. Experten vieler Fachrichtungen mit solider akademischer Ausbildung und jahrzehntelanger Erfahrung wurden dort schon eines Besseren belehrt, gewöhnlich von Accounts mit einer Handvoll Followern, die jedoch zu jedem Thema eine profunde, gefühlsbasierte Meinung zum Besten geben können.

Seit wann also wird die Freie Energie nun unterdrückt? Erste Hinweise deuten darauf hin, dass unsere mittelpaläolithischen Verwandten, die Neandertaler, schon vor hunderttausend Jahren ihre Mammutkeulen auf kostenfrei betriebenen Elektrogrills rösteten, wenn sie erschöpft ihr Tagewerk auf den Pyramidenbaustellen vollendet hatten. Nicht einmal der schreibende Kellner aus der Schweiz hat bisher darüber berichtet.

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Die Vernichtung von Mariupol

15. März 2022 2 Kommentare

Das Folgende ist eine gekürzte, unkorrigierte Google-Übersetzung aus dem Ukrainischen einer Veröffentlichung der Ukrainska Pravda von heute früh.
https://www.pravda.com.ua/news/2022/03/15/7331396/

Ein Berater des Bürgermeisters von Mariupol sagt, 20.000 Zivilisten seien in der Stadt gestorben


Manche werden beerdigt, manche liegen in den Höfen, auf den Straßen. Aufgrund der Intensität des Beschusses können die Menschen nicht einmal nach draußen gehen, um ihre Lieben zu begraben. Kommunale Dienstleistungen funktionieren nicht, der Friedhof – in dem von der russischen Armee kontrollierten Gebiet. Der Tod ist überall, er ist sichtbar.“

Aber wenn dies in den kommenden Tagen nicht geschieht, wird die Zahl auf 350.000 zugehen – all diejenigen, die keine Zeit hatten, zu gehen.

Manche werden beerdigt, manche liegen in den Höfen, auf den Straßen. Aufgrund der Intensität des Beschusses können die Menschen nicht einmal nach draußen gehen, um ihre Lieben zu begraben. Kommunale Dienstleistungen funktionieren nicht, der Friedhof – in dem von der russischen Armee kontrollierten Gebiet. Der Tod ist überall, er ist sichtbar.“

Details: Ihm zufolge fahren Menschen, die die Stadt auf einer zuvor vereinbarten Route mit dem Privatauto verlassen, auf eigene Gefahr, da es keine Garantien der russischen Armee gibt.

In der Nähe von Berdjansk blockieren die Russen jedoch etwa 35 Busse, neun Lastwagen mit Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten für die Bewohner von Mariupol.

Andryushchenko sagte auch, dass die Bombardierung in der Stadt fortgesetzt wird.

Ihm zufolge hatte die Stadt zum Zeitpunkt der Blockade etwa 350.000 Einwohner.

Direkte Ansprache: „Die Menschen in der Stadt leben in Kellern, Notunterkünften, die sind natürlich alle überfüllt. Die Bedingungen sind menschenunwürdig. Keine Nahrung, kein Wasser, kein Licht, keine Heizung. Wir haben Heizungsanlagen und Heizungsleitungen abgebaut – Trinkwasser abgelassen.“ .

Die letzte Wasserquelle ist vor ein paar Tagen versiegt. Eine zentrale Wasserversorgung wurde durch ständigen Beschuss und Bombenangriffe unmöglich. Lebensmittel – es gab eine Werkstatt, in der es mehr oder weniger Vorräte gab, die wurde vorgestern gezielt zerstört.

Details: Er fügte hinzu, dass bereits 80 % des Wohnungsbestands in der Stadt unbewohnbar seien, von denen mindestens 80 % nicht wiederhergestellt würden.

Direkte Rede: „Mariupol hat in den letzten acht Jahren eine besondere Rolle gespielt – es ist die letzte größte Stadt in der Region Donezk, die diese Bananenrepubliken nicht akzeptiert hat und die russische Besatzung nicht akzeptiert hat. Und seit acht Jahren demonstriert, dass eine solche Stadtfront, wie sie wiedergeboren und zu einer europäischen Stadt werden kann, und wollen nun zeigen, was passiert, wenn jemand die „russische Maßnahme“ und ihre Bedingungen nicht akzeptiert.

Alles deutet darauf hin, dass Menschen absichtlich in der Stadt eingesperrt wurden und vernichtet werden.“

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Russischer Überfall auf die Ukraine 2022

2. März 2022 25 Kommentare

Putin denazifiziert die Ukraine (so die offizielle Sprachregelung), in dem er Babi Jar bombardiert.

Außenminister Lawrow sagt, der 3. Weltkrieg wäre ein Atomkrieg, der das Ende der Menschheit bedeuten würde.

Man könnte sich fragen: warum erwähnt er diese Selbstverständlichkeit? Das ist seit Hiroshima und Nagasaki bekannt. Muss das als eine Drohung verstanden werden, genauso wie Ulbricht den Mauerbau angekündigt hat? Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten. Wenn, dann ist es eine Drohung aus Frustration.

Zoya Sheftalovich, geboren in der Ukraine, schreibt:
Aber bisher ist es nicht so sehr ein Kampf aus der Entfernung gewesen. Es ist ein Krieg von Angesicht zu Angesicht. Und es ist schwer, sich daran zu erinnern, dass die ukrainische Großmutter, die aussieht wie deine russische Großmutter, mit einem Kopftuch ums Gesicht und mit Tränen in den Augen, ein NATO-Agent ist.
Und diese ukrainische Großmutter, in dieser ukrainischen Stadt, in der vielleicht deine eigene Großmutter geboren ist, sie fragt dich: „Was tust Du hier?“ Sie sagt, du sollst nach Hause gehen. Und RT hat dich darauf nicht vorbereitet.

Es ist schwer, Babuschka kaltblütig zu erschießen.

https://twitter.com/zoyashef/status/1498797624203554816

Klar, ein Bomberpilot kann sich einbilden, er kämpfe gegen die Nazis. Aber darauf hat die russische Propaganda die Soldaten nicht vorbereitet; sie wurden darauf gepolt, dass sie als Befreier begrüßt werden. Um diesen Krieg zu gewinnen, brauchen die Russen eine Landsknechtmoral. Dieser Krieg wird nicht nur auf dem Schlachtfeld entschieden.

Hier einer von Putins Denazifizierern, der das Vorbild der Armee sein muss: Dmitri Walerjewitsch Utkin [WP], Gründer der „Gruppe Wagner“, ein Mann fürs Grobe.

Utkin war anlässlich seiner Auszeichnung mit dem Tapferkeitsorden am 9. Dezember 2016 Gast bei einem Empfang im Kreml und wurde mit dem Präsidenten Russlands, Wladimir Putin, fotografiert. Inzwischen gibt es Grund für die Annahme, dass er auf der Jagd nach Selenskyi ist (hier).

Und es gibt inzwischen mehrere Videoclips, wie Ukrainer Panzer aufhalten, mit nichts bewaffnet als ihrer Furchtlosigkeit.

Slawa Ukraini!

 

DDOS und was wir dagegen tun

14. Januar 2022 Keine Kommentare

Liebe Leser, aktuell kommt es immer mal wieder zu Störungen beim Betrieb von Psiram. Ursache sind DDOS-Angriffe. Was ist das, was tun wir und was könnt Ihr tun?

1. Bei einem DDOS-Angriff kommen extrem viele Anfragen auf einmal zu uns. Diese stammen von einer Unzahl von Computern, die von dem Angreifer kontrolliert werden. Ein Computer kann in diesem Zusammenhang alles mögliche sein – nicht nur ein PC, sondern ein Handy, eine Webcam, ein Drucker, ein DSL-Modem – alles, was mit dem Internet verbunden ist. Der Angreifer betreibt einen oder mehrere Server mit einer (von ihm entwickelten oder gekauften) Software, die diese Sklaven-Computer kontrolliert: Die Angriffe an- und abschaltet, auf Ziele ausrichtet etc. Das ganze System nennt man ein Botnet. Das Botnetz Mirai hatte zu seinen besten Zeiten schätzungsweise 3 Millionen Sklaven.

2. DDOS-Angriffe werden von Kriminellen gegen Bezahlung durchgeführt. Im Darknet gibt es Dienstleister, die „Lasttests“ anbieten. Vorgeblich wird so die Leistungsfähigkeit der Server-Infrastruktur des Käufers getestet. Da der Anbieter aber nicht prüft, ob die getesteten Systeme dem Käufer gehören, kann der Kunde jede beliebigen Website „testen“ lassen. Und wenn der Test die „getesteten“ Website eben ein paar Tage aus dem Netz fegt…

Dass es sich hierbei um Kriminelle handelt, ist nicht unsere Privatmeinung. Die Bereitstellung (als Provider) von Hardware-Infrastruktur, das Angebot solcher Dienstleistungen und die Nutzung solcher Dienste sind Straftaten, die in der Vergangenheit zu Haftstrafen geführt haben – auch in Deutschland. Der Hauptangeklagte wurde zu 5 Jahren und 9 Monaten verurteilt (dabei wurde ihm Beihilfe gar nicht nachgewiesen). Mehr…

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Hogwarts ist überall, auch am Rhein

2. Januar 2022 Keine Kommentare

Hört man dieser Tage den Namen Mainz, so denkt man bei der Stadt wahrscheinlich (auch) an die Firma Biontech und deren Impfstoff gegen die Corona-Infektion. Zählt man sich nicht zu den Impfgegnern und ist wissenschaftlich interessiert, wird man evtl. auch die wissenschaftliche, technische und organisatorische Leistung bewundern, die einen so neuartigen und sensationell wirksamen Impfstoff auf der Basis von mRNA ermöglicht hat. Ja, es ist eine Meisterleistung der Wissenschaft, an dem sehr viele Menschen über lange Zeit gearbeitet haben – zum Wohle der Menschheit. Echte Wissenschaft bringt einen Nutzen, auch wenn dies nicht das primäre Ziel wissenschaftlicher Forschung sein muss. Das funktioniert aber nur, wenn man sich wirklich an die wissenschaftlichen Standards hält und nicht nur so tut. Wie an vielen anderen Orten auch, ist das in Mainz aber – selbst an der dortigen Universität – nicht unbedingt gängige Praxis. Wir zeigen ein paar Beispiele.

Wer die Szene der Corona-Leugner ein wenig beobachtet hat, der wird mit dem Namen Mainz evtl. auch eine anderen Namen verbinden: einen der Kronzeugen der Szene, der aufgrund scheinbarer wissenschaftlichen Expertise einen hohen Stellenwert in der Querdenker-Bewegung hat: Sucharit Bhakdi, ein ehemaliger Professor an der dortigen Universität. Gut, er ist dort länger schon nicht mehr aktiv und lebt auch nicht mehr dort, verweist aber immer noch auf seine damalige Position. Apropos Uni Mainz: ein anderes Schwergewicht in der kritischen Auseinandersetzung – jetzt im positiven Sinne – ist eine dort noch forschende Person: Pia Lamberty, die viel über die Verschwörungsmechanismen der Querdenker aufgeklärt hat.

Um kurz weg von dem in Skeptikerkreisen momentan vorherrschenden Thema „Corona“ und den damit verbundenen Verschwörungserzählungen zu kommen (um dann wieder darauf zu kommen), noch ein anderer Begriff, der mit der Uni Mainz verbunden ist: der Urzeit-Code (kurz: es sollte – ganz ohne Gentechnik – möglich sein, landwirtschaftliche Erträge ohne anderen Mehraufwand [chemische Mittel etc.] zu verbessern). Das ist ein pseudowissenschaftlicher Unsinn, der vor Jahrzehnten schon in den Medien für Aufsehen sorgte, sollte er doch einen Beitrag zum Wohle der Menschheit leisten. Tat er nicht, da er eben keine (echte) wissenschaftliche Leitung war. Mehr…

ATMAN – Die Internationale Föderation für Yoga und Meditation: Ein „Röntgenbild“ des MISA-Dachverbandes

29. Dezember 2021 Keine Kommentare

Wir wollen heute eine Übersetzung eines Textes bloggen, der zuerst auf  Englisch veröffentlicht wurde. Er ist für uns relevant, da es auch im deutschsprachigen Raum etliche Schulen gibt, auf denen zwar „Yoga“ draufsteht, aber etwas ganz anderes (und nichts Gutes) drin ist: Sektoide Strukturen und Missbrauch, dokumentiert in unserem Wiki (hier und hier). Wer gerne Yoga machen möchte, sollte überlegen ob es wirklich eine mit ATMAN verbundene Schule sein muss: die International Yoga Federation und die European Yoga Alliance haben alle diese Organisationen nicht grundlos ausgeschlossen.

ATMAN – The International Federation of Yoga and Meditation – ist ein Dachverband, der von MISA und seinen internationalen Zweigen gegründet wurde. Im Jahr 2008 wurden MISA und alle ihre internationalen Zweige aus der International Yoga Federation und der European Yoga Alliance ausgeschlossen. MISA kündigte daraufhin auf ihrer Website in einem Artikel von Mihai Ian Stoian, dem Leiter von NATHA Dänemark (dem dänischen Zweig von MISA), an, dass sie ihren eigenen Verband, die ATMAN Federation of Yoga and Meditation, aufbauen werden. [1]

Aber ATMAN – die internationale Föderation für Yoga und Meditation – wurde offiziell bereits 2004 in Großbritannien gegründet. Die damalige Adresse des Tara Yoga Centre, der britischen MISA-Zweigstelle, wurde bis März 2021 als Adresse der Föderation verwendet: 25-31 Ironmonger Row, Lower Ground Floor, London. [2] [3]

Nach den unten verlinkten öffentlich zugänglichen Informationen waren die ersten DirektorInnen dieses Verbandes die folgenden [4]:

  • MISA – zwischen 2004 – 2013
  • Nicolae Catrina (MISA-Präsident bis 2004) – zwischen 2004 und 2011
  • Monica Dascalu (jahrelange MISA-Sprecherin) – zwischen 2011 und 2013

Die Direktoren, die auf sie folgten, einschließlich der aktuellen, sind alle MISA-Anhänger. Eine einfache Google-Suche zeigt, mit welchen MISA-Zweigen sie verbunden sind.

Bis 2010 wurde Mihai Ian Stoian bei verschiedenen Veranstaltungen als Präsident des Verbandes vorgestellt. In der oben verlinkten offiziellen Information wurde aber sein Name erst im Oktober 2016 erwähnt, als er offiziell zum Direktor der Föderation ernannt wurde.

Im Gegensatz zu anderen Sekten (Scientology, NXIVM usw.), deren Zweigstellen überall auf der Welt denselben Namen tragen, haben die Zweigstellen von MISA in der Regel unterschiedliche Namen in den verschiedenen Ländern- nur NATHA wird in 6 Länder verwendet. In einigen Ländern haben sie sogar bis zu 5 verschiedene Namen in verschiedenen Städten. Aus diesem Grund ist die Verbindung zwischen ihnen und MISA für Außenstehende nur schwer zu erkennen- Absicht oder Versehen? Mehr…

Genschere im Kopf

28. April 2021 3 Kommentare

In verschiedenen Blättern der Lokalpresse liest man heute:

Schulze sagt Genschere den Kampf an

Sollten mit Crispr/Cas veränderte Pflanzen so streng behandelt werden wie klassisch genmanipulierte? Das Umweltministerium positioniert sich gegen Empfehlungen vieler Experten.

„Ich sehe aktuell mit Befremden, dass es Bestrebungen gibt, neue Gentechnik umzudefinieren“, sagte Ministerin Svenja Schulze (SPD). […]

Mit dieser Haltung erntet Schulze viel Zuspruch aus dem Ökolandbau, Kirchen und Naturschützern, die jüngst in einem von 94 Organisationen unterzeichneten Papier vor einer lascheren Regulierung neuer Gentechnik warnten. Von wissenschaftlicher Seite jedoch kommt vor allem Gegenwind.

So empfiehlt die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina […] Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, […] „Wir sollten hier stärker auf die Wissenschaft hören und weniger idiologisch argumentieren“, so Krüsken. Ein internationales Forscherteam der Unis Bayreuth und Göttingen stellte sich jüngst mit einer Studie auf seine Seite […]
tagblatt.de

Was sagt die Frau Minister dazu?

Schulze ließen die Einwände unbeeindruckt. Sie verweist darauf, dass es sich um eine junge und nicht ausgeforschte Technik handele, wie Genscherenversuche an Rindern in den USA zeigten. Die seien unbeabsichtigt antibiotikaresistent geworden.

Noch einmal langsam: Rinder werden aus Versehen antibiotikaresistent. … Soeben erreicht uns die Kopie eines Schreibens aus den Psiram-Labs:

—-

Sehr geehrte Frau Ministerin,

wir haben Ihnen mitzuteilen, dass Sie seit vier Jahren Teil einer experimentellen Ernährungsgruppe mit genmanipulierten Nahrungsmitteln sind. Bei der Zwischenauswertung der Studie mussten wir feststellen, dass es bei den Probanden unbeabsichtigt zu eklatanten Defiziten im schlussfolgernden Denken und der Kritikfähigkeit sowie zur Beratungsresistenz gekommen ist. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass deshalb Ihren Beiträgen kein Gewicht mehr beigemessen werden kann.

Grund zur Sorge besteht jedoch nicht. Unsere Haftpflichtversicherung kommt für die entstandenen Schäden auf und trägt die Kosten einer Betreuung.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Kränk,
Psiram Labs

Der gesteigerte Verschwörungswahn eines Waldorf-Lehrers

19. Oktober 2020 11 Kommentare

Gastbeitrag: Wie in Oldenburg Israelhass, Antiamerikanismus, Geschichtsrevisionismus und Corona-Leugnung in einer trüben Melange zusammenfinden.

Lehrer der Waldorfschule Oldenburg verbreitet antisemitische Verschwörungstheorien (Quelle: Gerd Wiechmann / CC BY-SA 4.0)

Markus Fiedler, Biologie- und Musiklehrer an der Waldorfschule Oldenburg, ist als Verschwörungsideologe im Internet und auf Demonstrationen unterwegs. Seine Phantasmagorien erwachsen aus einer Obsession mit dem Internetlexikon Wikipedia, dessen Autoren er eine proamerikanische, proisraelische und gegen Verschwörungstheoretiker gerichtete Schlagseite zuschreibt.

Verschwörungstheoretischer Zirkel

Den Ausgangspunkt dieses Verschwörungswahns bildet eine Fixierung auf die Wikipedia-Seite des Schweizer Waldorfschülers und Verschwörungstheoretikers Daniele Ganser, die Fiedler immer wieder vergeblich zu beschönigen suchte, indem er z.B besagtem Ganser in seinen Internetserie „Geschichten aus Wikihausen“ und seinen abendfüllenden Dokumentarfilmen „Die dunkle Seite der Wikipedia“ (2015) und „Zensur“ (2016) des Öfteren ein Forum bot. Ganser stellt sowohl die islamistische Täterschaft bei 9/11 als auch die Täterschaft von Neonazis bei den Anschlägen auf das Münchner Oktoberfest 1980 in Frage und phantasiert stattdessen über die angebliche Täterschaft westlicher Geheimdienste.

Ohne jede kritische Kommentierung zeigt Fiedler im Film „Zensur“ Ausschnitte aus einer Diskussion Gansers mit dem rechtspopulistischen Journalisten Jürgen Elsässer und dem neonazistischen Chef der Wehrsportgruppe Hoffmann. In seinen beiden ‚Dokumentationsfilmen‘ begann Fiedler mit bis heute fortdauernden Hetzjagden auf proisraelische und proamerikanische Wikipedia-Autoren, die er ihrer Anonymität zu entreißen sucht.

Zu seinen größten Feindbildern erkor er neben den Regierungen der USA und Israels die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Erforschung von Parawissenschaften (GWUP), die Ruhrbarone, die Amadeu-Antonio-Stiftung und die Website Psiram, die über Esoteriker und Verschwörungstheoretiker aufklärt. All diese Gruppen und Blogs subsumiert er gemeinsam mit „den Antideutschen“ unter dem Begriff „Transatlantifa“, die von transatlantischen Think-Tanks stark gemacht worden sei und der gesamten Medienlandschaft ihren Willen aufzwinge. Mehr…

„Fehlalarm“ – oder Falsches Zeugnis? Reiss/Bhakdi und die Wissenschaft

2. Oktober 2020 102 Kommentare

Die Biochemikerin Prof. Karina Reiss und ihr Gatte, der Mikrobiologe im Ruhestand Prof. Sucharit Bhakdi, machen mit ihrem Buch „Corona Fehlalarm“ Furore. Alles halb so wild, die Krankheit ist gar keine richtige Krankheit, der Lockdown ist völlig überzogen, und man weiß nicht, wer von ihm profitiert, sagen sie. In einer Forumsdiskussion bei uns kommt die folgende Passage vor:

Bhakdi und Reiss haben eine Grundthese. Sie folgen nicht der Evidenz, sondern sie arrangieren die Evidenz so, dass diese These gestützt wird. Die Grundthese ist, dass alles nur ein böser Traum ist, erfunden von [ __ ] (man setze ein, wen man will). Diese These ist absurd, genauso absurd wie die Simile-Regel der Homöopathen.

Darauf antwortet ein erleuchteter Durchblicker:

Wie erklärt sich das? Zwei zuvor angesehene und hoch dekorierte Professoren bekommen plötzlich „Hirnerweichung“? Das ergibt keinen Sinn usw. usf.

Noch abgesehen davon, dass solche Entwicklungen weder plötzlich noch gänzlich ungewöhnlich sind (s. Nobel-Krankheit), hat unser Bhakdi-Anhänger den Punkt verfehlt. Was ist der Punkt? Der Punkt ist natürlich: Reiss/Bhakdi lassen sich nicht von der Evidenz führen, sondern sie „führen“ die Evidenz. Was damit gemeint ist, wollen wir an einem Beispiel aus der jüngeren Medizingeschichte erläutern.
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