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Keyword: ‘neutrino’

Neutrino Inc.: Schwurbelei an der Hochschule Wismar – Günther Krause, Bundesminister a.D. schwurbelt mit.

4. Juli 2017 28 Kommentare

An der Hochschule Wismar im Bereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik gab es am 16.06.2017 einen Vortrag in der Vorlesungsreihe „Biogene Verfahrenstechnik“. Der Titel:  „Neutrino-Energie aus der perfekten Welle. Kabellose Datenübertragung Zukunft einer Netztechnologie. Pyrolyse-statt Müllverbrennung“. Eingeführt in diese Konzeption wurde durch Herrn Prof. Dr.-Ing. habil. Günther Krause, Bundesminister a.D.:

  • Neutrino eine permanente, erneuerbare Energie mit unvorstellbaren Möglichkeiten.
  • Einführung in die Forschungsthemen von der Entwicklung eines Beschichtungsautomaten bis zur Industrieenergielösung
  • Breitbandtransponder mit 1.8 GBit kabellos; zweite Ausbaustufe mit Neutrino-Energieversorgung
  • Rezepturgesteuerte Pyrolyse eine Chance für Sekundärende Stoffgewinnung

Zum Thema „Neutrino-Strahlung“ wird der CEO der Neutrino Inc. Montana, USA, Herr Holger Thorsten Schubart, einen Abriss geben.

Herr Dr.-Ing habil. Lutz Rothe und Herr Dipl.-Ing. Olaf Moszeik werden mit zwei Laptops und einem Transponder die Zukunft einer Netztechnologie, die keine „weißen“ Flecken mehr kennt, vorführen.

Im vierten Vortrag stellt Dipl.-Ing. Philip Hagemann mit einer Anwendungslösung, die auf Abfallstoffe „einstellbar“ ist, die seit dem Jahre 2000 getätigten Forschungen in der „Pyrolyse-statt Müllverbrennung“ vor.

Die Praxisanwendung kann in Schwerin besichtigt werden.

So weit, so gut — oder schlecht, wie man es gerne hätte.

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Phantastische Neutrino-Beleuchtung beim Bundespresseball

21. November 2014 14 Kommentare

„Ein hohes Maß an Phantasie“, um sich Vorschüsse für Immobilienprojekte zu erschwindeln, bescheinigte die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten im Betrugsprozess, der schließlich zu einer Haftstrafe von vier Jahren und vier Monaten führte. Selbst vermögende Persönlichkeiten wie „Alexander von Reich“ oder „Goldberg“ entsprangen seiner Phantasie, waren aber dennoch nützlich, um an das Geld anderer Leute zu kommen.

Geldadel auf dem BundespresseballIrgendwann beschloss der Immobilienhändler, auf die komplizierte Abwicklung von Projekten, „die nie verwirklicht wurden“ (Göttinger Tageblatt, 1.9.2003), zu verzichten und sich dem Kapitalmarkt zuzuwenden. Hier bestand die Chance, hohe Provisionen für die Vermittlung von „Krediten bis in dreistellige Millionenhöhe“ zu kassieren. Es blieb allerdings bei leeren Versprechungen, was den Finanzjongleur 2006 vor das Stuttgarter Landgericht brachte, welches ihn wegen „gewerbsmäßigen Betruges“ zu sechs Jahren und sechs Monaten verurteilte.

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Kühlschränke für Eskimos und Strom aus Neutrinos

20. November 2014 9 Kommentare

„Wenden Sie sich von kaufmännischen Tätigkeiten ab, machen Sie lieber etwas anderes“. Diese Worte gab der Richter der Wirtschaftsstrafkammer dem damals 39-jährigen Angeklagten mit auf den Weg, als er ihn in vier Fällen wegen „besonders schweren Betruges“ zu vier Jahren und vier Monaten Haft verurteilte. Das war im September 2003, nachdem der Immobilien- und Kredithändler bereits einige Monate in Untersuchungshaft verbracht hatte.

Ausriss Göttinger Tageblatt vom 5.9.2003 mit Passfoto von Holger Schubart

„Es gibt Leute, die in der Lage sind, mitten im Winter einem Eskimo auf einer stromlosen Eisscholle auf Südkurs einen Kühlschrank zu verkaufen und ihm dabei auch noch das Gefühl zu vermitteln, er habe ein Schnäppchen gemacht.“ So zitierte das Göttinger Tageblatt damals einen Zeugen des Betrugsprozesses. Unser Wiki ist prall gefüllt mit Personen und Geschäftsmodellen, die nach diesem Prinzip arbeiten: Überzeugendes Auftreten, die Ausnutzung von Gier und Hoffung mehr oder weniger argloser Opfer und großartige Versprechungen, die bei genauerem Hinsehen eben doch zu schön sind, um wahr zu sein.

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Der geheimnisvolle Mr. Neutrino – Durchbruch bei Elektroautos?

19. November 2014 6 Kommentare

Der „Focus“ berichtete am 6. November groß darüber in seiner Online-Ausgabe: „2.000 Kilometer ohne Nachladen: Diese Firma verspricht das Elektroauto-Wunder“. Wenn jemand ein Wunder verspricht, das zu schön klingt, um wahr zu sein, interessiert sich Psiram natürlich ganz besonders dafür.

Focus über Neutrino Inc.Eine spezielle Batterie sei von der Firma Neutrino Inc. entwickelt worden, heißt es, über die Firmenchef Schubart zu berichten weiß, dass sie mit Hilfe einer speziellen Folie in der Lage sei, Energie aus Neutrino-Strahlung zu gewinnen.

Erinnern wir uns: Neutrinos sind unvorstellbar kleine und fast masselose Teilchen, die eben wegen ihrer geringen Masse in der Lage sind, sich nahezu mit Lichtgeschwindigkeit durch das All zu bewegen. Ein neutrales Teilchen mit so geringer Masse interagiert naturgemäß auch so gut wie nie mit anderer Materie. Riesige Eisblöcke oder Wassertanks sind notwendig, um überhaupt mit planbarer Wahrscheinlichkeit solche Interaktionen zu beobachten. Florian Freistetter erklärt in einem aktuellen Blog-Beitrag, wo Neutrinos entstehen können und wie sich ihre Existenz mit viel Aufwand feststellen lässt.

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Neutrinos, CERN und ein kaputtes Kabel

23. Februar 2012 2 Kommentare

Es scheint, als sei das „schneller als das Licht Neutrino“, das im September des Vorjahres vom CERN gemeldet wurde und um 60 Nanosekunden zu früh ankam, auf ein defektes/schlecht angeschlossenes Kabel zwischen der GPS-Einheit und einem Computer zurückzuführen. Forscher aus aller Welt haben schon überlegt, wie sich dieses Ergebnis mit Einsteins spezieller Relativitätstheorie, die so schnelle Neutrinos verletzen würden, vereinbaren ließe.

Ein defektes Kabel, das jetzt entdeckt wurde, würde aber ebenfalls alles erklären. Man weiß allerdings zur Zeit noch nicht, ob das Kabel wirklich schuld ist; erst eine weitere Messung könnte hier Klarheit verschaffen.

Keine unerwartete Wendung. Nicht unerwartet insofern, da es nicht wahrscheinlich schien, dass dieses Mehr…

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Neutrino Experiment mit Verbesserungen wiederholt

18. November 2011 8 Kommentare

Eilmeldung:

Das Team, das im September mit ihrer Neutrino Meldung zugeschlagen hat, hat das Experiment mit Verbesserungen wiederholt und einen neuen Artikel auf Arxiv gestellt, in dem sie die Ergebnisse beschreiben.

Im wesentlichen haben sie einen der wichtigsten bisherigen Kritikpunkte ausgeräumt und kommen wieder zum selben Ergebnis. Die Dinger sind um 0.00000006 Sekunden zu schnell. Das ist zwar keine Bestätigung durch ein unabhängiges Labor, aber wir finden es total spannend. Man sagt uns ja nach, dass wir gegen alles neue sind und tolle Technologien wie Kalte Fusion aus was für Gründen auch immer einfach mal ablehnen.

Das stimmt so nicht, wir würden solche Meldungen furchtbar gerne glauben. Aber als Skeptiker muss man erstmal zweifeln. In jedem Fall, finden wir, dass Neutrinos wohl das spannendste Physikthema des Jahres sind! Wir können die Überprüfung durch andere Laboratorien kaum erwarten. Auch wenn wir immer noch befürchten, dass sie negativ ausfallen wird, drücken wir den Neutrinos die Daumen! 😉

Nachtrag: Einen detaillierteren Artikel gibt es bei der BBC

Nachtrag 2: Ein exzellenter Beitrag zum Thema auf den Scienceblogs

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Philosoph bestätigt CERN-Neutrino-Experiment

23. Oktober 2011 12 Kommentare

Zeitreisen sind möglich.

Der Optiker unter den Philosophen, der mit der legendären Bügellänge, Peter Sloterdijk, hat sich zu Rudolf Steiner geäußert. Andreas Lichte hat das bei den Ruhrbaronen recht trefflich kommentiert. Den Artikel werden wir die nächsten Tage auch noch mal zwecks Penetranz veröffentlichen.

Gleichzeitig kann man bei Detritus (Scilogs) ebenso eine wunderbar nüchterne Analyse von Steiners Blödsinn lesen. So richtig schön ist, was Detritus da an einem fast schon verschütteten Zitat von Karl Popper ausgegraben hat:

Jeder Intellektuelle hat eine ganz besondere Verantwortung. Er hatte das Privileg und die Gelegenheit, zu studieren; dafür schuldet er es seinen Mitmenschen (oder „der Gesellschaft“), die Ergebnisse seiner Studien in der einfachsten und klarsten und verständlichsten Form darzustellen. Das Schlimmste – die Sünde gegen den heiligen Geist – ist, wenn die Intellektuellen versuchen, sich ihren Mitmenschen gegenüber als große Propheten aufzuspielen und sie mit orakelnden Philosophien zu beeindrucken. Wer’s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er’s klar sagen kann. […] Was ich oben (Punkt 1) die Sünde gegen den heiligen Geist genannt habe – die Anmaßung des dreiviertel Gebildeten –, das ist das Phrasendreschen, das Vorgeben einer Weisheit, die wir nicht besitzen. Das Kochrezept ist: Tautologien und Trivialitäten gewürzt mit paradoxem Unsinn. Ein anderes Kochrezept ist: Schreibe schwer verständlichen Schwulst und füge von Zeit zu Zeit Trivialitäten hinzu. Das schmeckt dem Leser, der geschmeichelt ist, in einem so ‚tiefen‘ Buch Gedanken zu finden, die er selbst schon mal gedacht hat.

Wie kann es sein, dass Popper Sloterdijk vorab kritisiert hat? Wie kann man es so treffend ausdrücken, ohne das Geschwurbel von extremen Langbügel-Brillenträgern vorher gehört zu haben?

Das ist quasi das Rätsel zum Wochenende.

 

Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 45, 2018)

11. November 2018 4 Kommentare

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Ein chinesisches Sprichwort wird folgendermaßen zitiert: „Meinungen sind wie Nägel – je mehr du darauf einschlägst, desto tiefer dringen sie ein.“ Bei den Themen, die uns hier täglich beschäftigen, ensteht allerdings ein anderer Eindruck: da wird so lange auf Fakten eingeschlagen, bis sie irgendwann dermaßen verbogen sind, dass man sie kaum wiedererkennt. Diese Tatsachenverbiegung kommt erstaunlicherweise immer mehr in Mode. Es ist ja auch so einfach: eine Behauptung, so abseitig sie auch sein mag, evolviert bei ausreichender Wiederholung irgendwann zur Mehrheitsmeinung. Geht diese Strategie im kreativen Umgang mit der Realität von Autoriäten, gar Regierungen aus, führt dies zu Verunsicherung und irgendwann in den Totalitarismus. Nicht Erkenntnisprozesse unter Ausschluss von Irrtümern führen zum Konsens über die Beschaffenheit der Welt, sondern eine Doktrin, die reale Zusammenhänge ignoriert. Wir stellen dieser Entwicklung weiterhin Fakten entgegen und vertrauen darauf, dass selbige sich irgendwann durchsetzen, wenn der Nebel der Alternativrealität wieder verfliegt. Ihr könnt dabei helfen, indem Ihr uns weiterhin mit interessanten Themen versorgt, Inhalte beisteuert und natürlich Links für die nächste #Psirama-Folge schickt.

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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 39, 2018)

30. September 2018 11 Kommentare

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Leider hat es ein interessanter Artikel aus der FAZ (Grundlagenforschung: Ihre Mission heißt Innovation) heute nicht in unseren Wochenrückblick geschafft. Eine Allianz der Zeitungsverleger versucht derzeit auf europäischer Ebene das Recht durchzusetzen, dafür bezahlt zu werden, dass andere Medien für ihre Inhalte werben, obwohl oder gerade weil dieses sogenannte „Leistungsschutzrecht“ bereits in Deutschland und Spanien gescheitert ist. Wir fügen uns diesem Wunsch und werden zukünftig keine Beiträge der großen Presseverlage mehr verlinken. Das ist allerdings kein ernsthaftes Problem, da es viele interessante Blogs, private Websites oder auch öffentlich-rechtliche Beiträge und internationale Angebote gibt. Vorschläge nehmen wir auf den üblichen Kanälen gerne entgegen (Hashtag #psirama) und freuen uns über jede Diskussion in Blog oder Forum sowie bei Twitter und Facebook.

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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW48, 2017)

3. Dezember 2017 35 Kommentare

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Ob es um Chemtrails, Glyphosat oder Impfungen geht, allzu oft siegt das Gefühl einer Bedrohung und eine verzerrte Risikowahrnehmung über das kritische Denken. Das Ergebnis sind dann falsche Entscheidungen oder völlig unnötige Ängste. Mit Hoffnungen verhält es sich ebenso. Wundermedizin gegen Krebs, eine Zaubermaschine, die alle Energieprobleme löst oder ein charismatischer Populist, der ein besseres Leben für alle verspricht: Das schnelle Denken, die emotionale Reaktion bestimmt den eigenen Standpunkt im Alltag oder in der Politik. In der öffentlichen Debatte lässt sich beobachten, dass derart leichtfertige Einschätzungen oft den Diskurs dominieren und die Stimme der Vernunft ungehört verhallt. Wer am lautesten schreit, gewinnt. Warum wird kritisches Denken, die faktenbasierte Beurteilung von Informationen, nicht bereits in der Grundschule unterrichtet? Wir haben einige Gegenstimmen zur grassierenden Panikstimmung gesammelt, diese durch neue Erkenntnisse aus Wissenschaft, Forschung und Medizin ergänzt und freuen uns wie immer auf Diskussionen und Vorschläge.
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