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Links schützt anscheinend doch vor bestimmten Eso-Spielarten

Die „Junge Welt“, nicht so bekloppt, wie die Taz mit der Anthrobeilage, sondern ziemlich gut:
»Faschismus 2.0«: Rechte Verschwörungstheoretiker strömen in die ­»sozialen Netzwerke« im Internet
Von Henning Böke

Dank an rtfm für den Tipp.

  1. 26. August 2009, 09:58 | #1

    Die Junge Welt mag ich nicht: http://de.wikipedia.org/wik

    Die Junge World ist wesentlich undogmatischer: http://de.wikipedia.org/wik

  2. 26. August 2009, 10:22 | #2

    Tut mir leid Sysop.
    Ist eine Scheißquelle, aber ein ziemlich guter Artikel.

    Außerdem können sich die altlinken, zurückgebliebenen Anthromöger von der TAZ bei diesem Thema eine Scheibe von den stalinistischen Ostlinken abschneiden. Die sind anscheinend nicht ganz so wissenschafts- und fortschrittsfeindlich.

  3. Chartinael
    26. August 2009, 10:52 | #3

    Also, dem Fazit kann ich gar nicht folgen. Vermutlich meint der Autor nur das Kommen des 4. Reiches, was noch nicht vor der Türe steht, aaaaaber … ganz ehrlich, diese Eso-/VT-/Naturgetümeltendenzen schlagen sich doch gar sehr in der Politik nieder.

  4. Paraphen
    26. August 2009, 11:03 | #4

    Der Autor vernachlässigt ganz klar, daß auch völlig normale Menschen von diesen Rattenfängern angezogen werden. Als bestes Beispiel kann man die Impfkritik nehmen:

    Hier werden von Sekten wie OCG und Scientology (Kent Depesche, Neue Impulse Treff) pseudowissenschaftliche Gesprächskreise, Fora und Symposien veranstaltet unter Maßgabe der Bekanntmachung von der Pharmamafia unter dem Tisch gehaltenen Informationen. Eine gewisse schlaue Elite mache es also angeblich wie die meisten Ärzte bei sich selbst – nicht impfen. Es wird mir Gefahren gedroht und mit den Ängsten der Menschen gespielt. Zahlen und Statistiken werden mißbraucht und bis zur Unkenntlichkeit entstellt bis sie das belegen, was belegt werden soll: Impfen schützt nicht, impfen schadet!!!

    Ich halte das, was der Autor meines Erachtens fehlerhaft als Faschismus 2.0 betitelt als extrem gefährlich. Passender müßte es Ära des Pseudoinformation 2.0. heißen, aber ein Antifa-Blatt muß eben irgendeinen Bezug zum Faschismus ziehen, um sich selbst zu legitimieren. Inwiefern man sich dann noch von den angeprangerten Mißständen unterscheidet, sei dahingestellt.

  5. Sonde
    26. August 2009, 12:31 | #5

    @ Paraphen

    Bingo!

  6. rtfm
    26. August 2009, 13:28 | #6

    @Paraphen: das ist grober Unfug. Die Bezeichnung "Faschismus 2.0" kommt ja nicht von der Jungen Welt, sondern von den Seitenbetreibern selbst!

  7. Paraphen
    26. August 2009, 13:43 | #7

    rtfm,

    sicher mag das sein, aber die Junge Welt multipliziert diesen Begriff. Es ist falsch, es sich so einfach zu machen – aber als Antifa-Blatt hat man so natürlich den idealen Aufhänger. Macht es aber nicht besser.

    Und es ist gefährlich – und das kommt bedauerlicherweise im Artikel gar nicht rüber. Das Fazit ist der allergröbste Unfug – gröber als mein vorheriger Kommentar auf jeden Fall.

  8. nihil jie
    26. August 2009, 14:35 | #8

    zuerst ein paar grüsse 🙂 lange nicht gesehen aber ich bin nicht verschwunden *tztzzt

    naja… aber das was die junge welt da aufgreift ist schon seit jahren so…. jedenfalls kann ich schon seit min. 2 jahren beobachten wie sie sich im netz breitmachen… vor allem auch bei youtube mit vielen filmchen zu verschiedenen themen. ufos, religion, verschwörungen, hetze usw….

  9. Populus
    26. August 2009, 18:28 | #9

    Ganz richtig. Man nennt die linken nicht umsonst Steigbügelhalter der Faschisten. Die besten Informationen zur Impfung und Vorbeugung bieten übrigens die Seiten der Regierungen. Hier mal ein schönes Beispiel:

    http://www.bag.admin.ch/pan

    Wer Panik und Verunsicherung verbreitet, schadet. Das sieht man leider mittlerweile auch in angeblich seriösen Medien. Die bieten Pseudowissenschaftlern, Versschwörungstheoretikern, Weltuntergangspropheten in der Wirtschaft sogar noch Munition. Angst und schrecken verkauft sich eben am besten 🙁

  10. 26. August 2009, 20:26 | #10

    Dieser Beitrag hebt sich wohltuend von den meisten Kommentaren in den diversen Blogs ab, die ich heute zu dem JW-Artikel von Henning Böke gelesen habe.

    Als Mitglied der Redaktionsgruppe Faschismus 2.0 möchte ich deshalb auch genauso dezidiert dazu Stellung nehmen.
    Zweifellos gibt es einiges, was ich als Insider anders sehe. Auch aufgrund meiner Erfahrung in der Auseinandersetzung mit den "Infokriegern" auf der Plattform wer kennt wen (wkww). Ich benutze hier den Begriff "Infokrieger" als Überbegriff, auch wenn ich weiß dass dies ungenau ist. Ich bitte, dies nicht als Pauschalierung zu vberstehen, sondern nur zur Vereinfachung in diesem Beitrag.

    Diese Auseinandersetzung in wkw war der Anlass zur Gründung der Gruppe und führte zur Einrichtung der website http://www.faschismus2.de.
    Immer wieder waren wir mit Diskussionen in wkw konfrontiert, in denen offensichtlich mit verteilten Rollen scheinbar harmlose Themen genutzt wurden, um rechte Inhalte zu transportieren.
    Bei unseren ersten Recherchen – zum Thema Kommissarische Reichsregierungen und Verfassungsleugnung – bemerkten wir sehr schnell, dass es da teils offene teils versteckte Querverbindungen auch zu Chemtrails, 9/11, "Zinskritik" und diversen rechtsesoterischen Themen usw. gab und dass letztlich immer die selben Leute im Hintergrund standen, die untereinander auch immer die selben Texte und Quellen verbreiteten.
    Da lag der Schluss nahe, dass es sich um eine zenttrale Organisation handelte. Doch inzwischen wissen wir, dass dies (zum Glück) nicht zutrifft. Es gehört freilich zur Strategie selbstreferenzierende Artikel zu verbreiten, um so scheinbar Belege für deren Behauptungen in der Hand zu haben.
    Und selbstverständlich sind das ebenso freie unabhängige Medien wie wir auch.

    Das Nachbeten offizieller Verlautbarungen ist genauso wenig unser "Ding" wie die kritikloser Hinnahme all dessen, was das kapitalistische System ausmacht.
    Und die Kritik daran ist notwendig, berechtigt und sinnvoll.
    Was wir allerdings an den "Infokriegern" kritisieren ist deren dualistische Weltsicht und der monokausale Erklärungsansatz. Letzlich findet man hinter allen Problemen einen "großen Plan" einer (zunächst unbekannten und unbenannten) dunklen Macht, die sich bei weiterem Graben in den Tiefen des Netzes als Illuminaten und internationales Judentum herausstellt.
    Problematisch ist für mich, dass hier Informationen feilgeboten werden, die vordergründig bis in linkes Milieu zustimmungsfähig sein können. Auch ich bin gegen Atomkraft und gegen die menschenverachtenden Hartz IV-Gesetze. Dennoch würde ich mich nicht mit der NPD zusammentun, um gegen Atomkraft und Hartz IV zu demonstrieren.
    Konfrontiert man die "Infokrieger" mit der Tatsache, dass auf den von ihnen propagierten Seiten Bücher rechtsextremistischer Autoren oder Verlage beworben werden, so wird das damit abgetan, dass wir damit sagen wollten, alle "Infokrieger" seien Faschisten. Eine Distanzierung von solchen Verbindungen habe ich aus diesem Kreis noch nicht gelesen.

    Der Artikel von Henning Böke muss naturgemäß oberflächlich sein und man kann dem Autor allenfalls vorwerfen, dass er – offenbar fälschlich – davon ausgeht, dass sich die Leser die tiefergehenden Informationen auf http://www.faschismus2.de holen.
    Möglicherweise sind dadurch einige Stellen in dem Artikel für Außenstehende missverständlich.

    Sinn und Zweck von faschismus 2.0 ist nicht die pauschale Diffamierung der "Infokrieger" als Faschisten. Natürlich wissen wir, dass viele "Infokrieger" das eben nicht sind.
    Vielmehr soll die Website die Hintergründe, Zusammenhänge und Vernetzungen untereinander und mit antisemitischen und faschistischen Organisationen und Personen aufzeigen.
    Wir sind eine kleine Gruppe und wir machen das alles in unserer Freizeit. Und: wir sind Menschen. Und Menschen machen auch Fehler. Deshalb diskutieren wir unsere Website auch in einer offenen Gruppe in wkw.

  11. rtfm
    27. August 2009, 13:02 | #11

    @Bernd:
    "Immer wieder waren wir mit Diskussionen in wkw konfrontiert, in denen offensichtlich mit verteilten Rollen scheinbar harmlose Themen genutzt wurden, um rechte Inhalte zu transportieren."

    Das war bestimmt kein Zufall, sondern Strategie. Vor einigen Jahren schon stand in IDGR ("Informationsdienst gegen Rechtsextremismus", gibts ja leider nicht mehr) folgendes:

    "Also, hinein in die Datennetze, sprecht Euch auf Euren Häusern ab, erlernt die Rituale und dann forsch drauf los. Entwickelt eine Diskussionsstrategie, die vorerst darauf gerichtet sein muss, bekennende oder bekannte Antifa-Zecken und Schalom-Litaneienschreiber madig zu machen. Wenn diese sich wehren, müssen wir aufschreien oder besser schreiben. Wir werden sie dadurch isolieren. Wir als scheinbar entschiedene Demokraten aus der rechten Mitte verstehen dann überhaupt nicht, warum die Antifas gegen uns die Keulen schwingen und zu uns so intolerant sind. Liberale Scheisserchen verteidigen uns, wenn wir nur geschickt genug argumentieren, für uns die Freiheit der Netze verteidigen. So ziehen wir sie und die lesende Mehrheit auf unsere Seite. Die Arbeit, die Antifas aus den Netzen zu ekeln, übernehmen diese Toleranz-Trottel gerne für uns. Eines ist besonders wichtig, bestätigen wir uns gegenseitig mit kleinen Differenzen, es genügen fünf Aktive pro Forum und wir beherrschen inhaltlich Themenstellung und Diskussionsverlauf. Wenn’s dann soweit ist, können wir die Katze aus dem Sack lassen, über Vertreibung, alliierten Bombenterror, Überfremdung etc. Diskussionen einleiten."

    Die URL war:
    http://www.idgr.de/texte/re

  12. chartinael
    27. August 2009, 17:41 | #12

    Bernd,

    ich denke, wir hier sind im großen und ganzen eurer meinung. auch wir beobachten diese art der infiltration. ich denke jedoch, daß faschismus 2.0 einen abschreckenden effekt hat (vgl. aktion der linken.sachsen mit der fahnengeschichte zur WM in Berlin).

    Wir aber halten diese art und weise für nicht so ungefährlich wie ihr.

  13. Sonde
    3. September 2009, 16:21 | #13

    Ist mir aufgefallen: Die Bandbreite in der Mitte:

    http://www.linkes-radio.de/

    Was machen denn diese "linken" Rotznasen da anders als unsere wohlgescholtenen braunen Verschwörungsfreaks?

    Also Faschismus hin oder her, ich nenne das Mob 2.0, egal ob links oder rechts.

  14. 23. September 2009, 15:17 | #14

    Die Zusammenhänge zwischen Esoterik, verschwörungstheorien und Faschismus beleuchtet der neue Artikel "Esoterik – Verschwörungen – Faschismus Der virtuelle Dreiklang in wkw" auf der Website http://www.faschismus2.de

  15. Schlappe
    23. September 2009, 16:54 | #15

    Bin bei wkw mal wieder rausgeflogen worden, gerade als ich wie angekündigt begann, die dort versteckten Neue-Impulse-Scientologen aufzuscheuchen. Da stimmt irgendwas nicht in der Organisation von wkw. Das stinkt irgendwie zum Himmel.

    Mit den besten Grüßen mit den Füßen

  16. 23. September 2009, 22:48 | #16

    Weil zwischen Faschismus 2.0 und der Esoterik-Kritik-Gruppe in wkw personelle Verbindungen bestanden haben oder bestehen – was ist aus Richard Maxheims Gruppe geworden?
    Offenbar wurde Richards Gruppenbeschreibung geändert, jetzt findet sich dort u.a.:
    >>Der Gebrauch der kritischen Vernunft impliziert allerdings die Infragestellung von Dogmatismen, Vorurteilen und Denkverboten jeder Art. Einseitiger Rationalismus, naiver Materialismus, unreflektierte Wissenschaftsgläubigkeit wären also ebenso zu hinterfragen wie die irrationalen Spinnereien und „erleuchteten“ Wahnvorstellungen, die sich allzu oft hinter dem Etikett „Esoterik“ verbergen.
    Vielleicht könnte man die Diskussion unter das Motto stellen: „Anything which throws light upon the Universe, anything which reveals us to ourselves, should be welcome in this world of riddles.“ <<

    Und schließlich, damit auch wirklich dem letzten klar ist, dass man hier die ECHTE ESOTERIK pflegt und keine Kritik daran erwünscht ist: >>Anmerkung: Diese Gruppe ist ein Kritik Board und kein „Kampf Board“ für selbsternannte Eso-Jäger !<<

    Es wäre interessant zu erfahren, wie Richards Gruppe nach seinem Ausscheiden so zügig degenerieren konnte.

  17. Ifulive
    13. März 2010, 11:57 | #17

    … das sich die Betreiber von psiram.com verstecken – zeugt nicht gerade von Mut und die seriosität leidet auch darunter

  18. 13. März 2010, 12:37 | #18

    Na, Iflulive, dann zeig doch mal, dass Du mutig bist, gehe mit gutem Beispiel voran und schreib hier unter echtem Namen.

    Auf „Mut“ dieser Art verzichten wir gerne. Fast jeder hat mal an einen elektrischen Weidezaun gelangt, und es hat nichts mit Mut zu tun, wenn man sowas nicht mehr mag.
    Ich weiß nicht, was es mit fehlendem Mut zu tun hat, wenn man schlicht keine Lust hat, von Fanatikern gestalkt zu werden. Eben so wenig ist mir klar, warum durch eine Adresse und einen Namen Aussagen an Glaubwürdigkeit zugewinnen sollten.

    Wird die Aussage „Die Mondlandung hat nie stattgefunden“ glaubwürdiger, wenn darunter Luise Müller, Musterstraße 1 11111 Musterhausen steht?

  19. 13. März 2010, 12:42 | #19

    https://www.psiram.com/de/index.php?title=FAQ .
    Die Informationen im Wiki sind quellengestützt, und wir zitieren entweder seriöse Quellen oder direkt diejenigen, die wir kritisieren. Dieses akademische Standardvorgehen ist denen, die damit nicht vertraut sind, ggf. etwas unheimlich.
    Mehr Seriosität ist nicht notwendig, und für Mutdemonstrationen fehlt auch ein bißchen die Geltungssucht. Wir kennen alle genügend Hirnis, die uns die Zeit stehlen, da brauchen wir uns nicht auch noch den kritisierten Cranks und Verbrechern (z.B. der klagegeneigte Matthias Rath https://www.psiram.com/de/index.php?title=Matthias_Rath) zu stellen.

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