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Archiv für die Kategorie ‘Psirama’

Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 6, 2019)

10. Februar 2019 8 Kommentare

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Wissenschaft ist kein Wunschkonzert, denn für die gerade so populäre Meinungspluralität ist dort kein Platz. Trotzdem gibt es keinen Grund, der Wissenschaft Dogmatismus vorzuwerfen, wie es aus pseudowissenschatlichen Ecken gelegentlich tönt. Bei der Suche nach der tatsächlichen Beschaffenheit der Welt geht es darum, eine Wahrheit zu finden, die vollständig mit den Fakten übereinstimmt, nicht um Mehrheiten. Stellt sich eine Erkenntnis als falsch oder unvollständig heraus, wird sie früher oder später durch ein besseres Konstrukt ersetzt. Aus diesen Gründen gibt es auch keinerlei Anlass für ernstzunehmende Wissenschaftler, einen auch noch so kleinen Schritt auf die ungeprüften und oft unprüfbaren Glaubenssysteme von Alternativmedizinern und Schwurbelprofis zuzugehen. Realität und Unsinn haben eben keinen gemeinsamen Nenner. Udo Endruscheit setzt sich im Blog „Die Erde ist keine Scheibe“ mit der Unmöglichkeit einer Konsensfindung auseinander und auch Natalie Grams schreibt bei Spektrum über dieses Thema. Uns interessiert wie immer, was Euch dazu einfällt und natürlich sind auch Linktipps für den nächsten Wochenrückblick jederzeit willkommen.

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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 4, 2019)

27. Januar 2019 Keine Kommentare

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Die aktuelle Folge der US-Science-Fiction-Serie „The Orville“ spielt auf einem Planeten, dessen Bewohner ihr gesamtes Leben nach der Astrologie ausrichten. So ist es dort gesellschaftlicher Konsens, dass in einem bestimmten Zeitraum Geborene grundsätzlich schädliche und gefährliche Charakereigenschaften aufweisen, weshalb diese Personen lebenslang in Lagern eingesperrt werden müssen. Der Glaube an die Macht der Sterne ist so stark, dass niemand auf die Idee kommt, diese Annahme zu hinterfragen, obgleich es sich ansonsten um eine aufgeklärte und hochtechnisierte Gesellschaft handelt. Fazit: Irrationale Glaubenssysteme führen zu falschen Entscheidungen und haben negative Auswirkungen auf unser Leben. Deshalb haben Bildungseinrichtungen, Politik und Medien die Verantwortung, gesichertes Wissen zu fördern und zu verbreiten und sich von Aberglaube fern zu halten. Auch eine Kleinigkeit wie die Vermeidung der Zahl 13 bei der Nummerierung von Gesetzen ist daher für uns ein Anlass, die Stimme zu erheben. In diesem Wochenrückblick finden sich viele weitere Beispiele dafür, welche Schäden der Glaube an Wunder, Götter und Übersinnliches anrichten kann. Deshalb lasst uns ein Gegengewicht bilden und nur gut geprüfte Informationen und gesichertes Wissen verbreiten. Lustige Geschichten über die Schicksalskraft der Planeten oder die heilende Wirkung von Zuckerkugeln gehören höchstens noch auf die Witzseiten der Boulevardblätter. Sinnvolle Informationen dagegen sammeln wir gerne für die nächste #Psirama-Folge. Also meldet Euch, helft mit und diskutiert darüber!

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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 3, 2019)

20. Januar 2019 4 Kommentare

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Von Zeit zu Zeit stellt sich die Frage, wozu wissenschaftsbasierte Aufklärung nützlich ist und wie sie aussehen soll. Schließlich kann sich doch jeder selbst informieren und sich eine eigene Meinung bilden. Warum soll man den Leuten denn sagen, was sie zu denken und zu glauben haben? Nun, Wissenschaft ist kein Dogma und keine Religion, sondern die beste Methode, sich ein möglichst realistisches Bild von der Beschaffenheit der Welt zu machen. Wir beobachten an vielen Stellen, welche Auswirkungen es hat, wenn vorsätzlich falsche Informationen verbreitet werden. Die Folge ist dann die Rückkehr eigentlich besiegter Krankheiten, der Aufstieg populistischer Herrscher, die Marginalisierung von Bevölkerungsgruppen und die Spaltung von Gesellschaften. Um friedlich und gesund miteinander leben zu können, ist eine gemeinsame Wissensbasis notwendig. Wir alle können eine Kleinigkeit dazu beitragen, etwa indem wir Informationen prüfen, bevor wir sie verbreiten, indem wir nachprüfbar falschen Behauptungen widersprechen und gesichertes Wissen weitergeben. Tommy Krappweis singt „Entdumm Dich“. Das ist grundsätzlich ein guter Rat, aber ohne fremde Hilfe wird das mit der Entdummung schwierig. Deshalb helfen wir gerne dabei, denn in Gesellschaft kluger Menschen lebt es sich besser. Wenn Ihr uns dabei unterstützen möchtet, schickt uns interessante Links, Artikelvorschläge und Verbesserungen oder diskutiert einfach in Forum und Blog miteinander.

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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 2, 2019)

13. Januar 2019 1 Kommentar

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Im ersten Wochenrückblick des Jahres 2019 kollidieren Wirklichkeit und Wunschdenken gleich an mehreren Stellen. Udo Endruscheit beschreibt ein Gerichtsurteil, bei dem die formelle Gesetzeslage über die Naturgesetze siegt. Natalie Grams erklärt, warum Pseudomedizin nicht wirksam wird, nur weil sie bei vielen Menschen besonders beliebt ist und bei Florian Aigner geht es um den Wunsch vieler Journalisten, die Wahrheit irgendwo in der Mitte zu suchen, auch, wenn die Faktenlage eindeutig ist. Wissenschaft und mit ihr die Suche nach der tatsächlichen Beschaffenheit der Welt wird zumehmend zu einem Argumentationsproblem. Populismus schreibt einfach die schöneren Geschichten und bedient die Sehnsucht nach einer Realität, die sich den persönlichen Wünschen unterwirft. Hat die Realität einmal die besseren Argumente, lässt sie sich immer noch mit einem Hamlet-Zitat niederringen. Warum das keine brauchbare Strategie ist, erklärt Onkel Michael in seinem Blog. Unsere selbstgewählte Aufgabe bleibt es auch in diesem Jahr, für den Realismus zu werben und das kritische Denken zu fördern. Dabei soll die neue Blog-Serie „Leitfaden für Skeptiker“ helfen und wöchentlich Denkanstöße liefern. Für eure Neujahrswünsche und Linktipps haben wir immer ein offenes Forum und freuen uns über Kommentare auf allen Kanälen.

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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 50, 2018)

16. Dezember 2018 Keine Kommentare

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Sprechen wir über Motivation: Was bringt eigentlich eine bunte Mischung von Menschen dazu, ein Informationsportal über Pseudowissenschaften, Beutelschneiderei und irrationale Überzeugungssysteme seit inzwischen elf Jahren zu pflegen? Nach Ansicht einiger Kritiker kommen dafür nur niedere Beweggründe in Frage: Angst, Neid, Missgunst oder gar Geld aus dunklen Kanälen. Andererseits kann auch der Wunsch, die Aufklärung voranzutreiben, sich mit interessanten wissenschaftlichen Themen zu beschäftigen und gemeinsam mit ähnlich Gesinnten nützliche Informationen zusammenzutragen, einen wirksamen Antrieb darstellen. Freundliche Zuschriften, Dankesworte und Anfragen von Journalisten wirken ebenfalls motivierend. Vielleicht ist es aber auch überhaupt nicht notwendig, die Frage nach dem Nutzen immer wieder zu stellen. Wie Florian Aigner bei futurezone schreibt, darf etwas auch einfach nur Spaß machen, ohne ein höheres, nutzbringendes Ziel zu verfolgen. Über Themenvorschläge und warme Worte sowie über Linkspenden für den nächsten Wochenrückblick – der allerdings erst im Januar erscheinen wird – freuen wir uns auf jeden Fall und wünschen erkenntnisreiche Feiertage.

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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 48/49, 2018)

9. Dezember 2018 2 Kommentare

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Sind Skeptiker starrköpfig und unbelehrbar? Glaubt man den Worten von Esoterikern, Homöopathen und Aluhüten, ist das wohl der Fall. Grundsätzlch sollten Skeptiker in der Lage sein, flexibel auf neue Informationen zu reagieren, diese zu prüfen und gegebenenfalls ihre Ansichten zu ändern. Kritisches Denken bedeutet nicht, an einer Meinung entgegen anderslautender Argumente festzuhalten. Allerdings sind Skeptiker recht gefestigt in ihren Vorstellungen, wie ein Argument auszusehen hat. Reine Meinungen sind wertlos. Erst überprüfbare Fakten werden als Diskussionsgrundlage anerkannt. Sind diese vorhanden, ist es allerdings sehr einfach, die Ansichten von Skeptikern zu ändern. Die Diskussion um das Münsteraner Memorandum Heilpraktiker zeigte im letzten Jahr sehr schön, wie Gegenargumente – soweit sie überhaupt vorhanden waren – nicht aussehen sollen. Eine frisch erschienene Analyse der Kritik am Memorandum wurde diese Woche in einer Fachzeitschrift publiziert und ist sehr aufschlussreich. Eure Linkvorschläge für die kommende Woche nehmen wir wieder gerne entgegen, ebenso wie Argumente jeglicher Art – bevorzugt solche mit nachprüfbaren Fakten.

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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 47, 2018)

25. November 2018 Keine Kommentare

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Unsere Rezension zu Bernd Harders Buch über Verschwörungstheorien hat zu einer lebhaften Diskussion geführt, an der bezeichnenderweise fast ausschließlich Leute teilnahmen, die das Buch nicht gelesen haben. Also bleiben wir beim Thema und legen noch ein paar interessante Links nach. Im Netzpolitik-Podcast spricht Markus Beckedahl mit Christian Schiffer, Autor des Buches „Angela Merkel ist Hitlers Tochter. Im Land der Verschwörungstheorien“. Wie in unserer Blog-Diskussion geht es auch hier unter anderem um die Verwendung des Begriffs Verschwörungstheorie, also um die Frage, warum und wo er angebracht ist. Unser Video der Woche beschäftigt sich ebenfalls mit diesem Thema und behandelt im Schnelldurchlauf die historische und philosophische Perspektive. Ein wissensschaftlicher Blick auf die aktuelle Verbreitung von Veschwörungstheorien findet sich im Guardian. Wenn Ihr weitere Links zu diesem oder einem anderen Thema habt, lasst sie uns doch bitte hier (#Psirama).

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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 46, 2018)

18. November 2018 Keine Kommentare

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Natürlich ist es ein Problem, dass Menschen an gezielt verbreitete Falschmeldungen glauben, daraus falsche Schlüsse ziehen und Entscheidungen treffen, die ihnen selbst oder einer ganzen Gruppe Schaden zufügen. Darüber wird breit diskutiert und nach Lösungen gesucht. Aber wie sieht es eigentlich mit „altem“ falschen Wissen aus? Wenn wir darüber nachdenken, was wir von unseren Eltern, in der Schule oder aus Medienberichten vor zwanzig oder dreißig Jahren gelernt haben und das mit dem heute verfügbaren Wissen vergleichen, stellen wir oft gewaltige Unterschiede fest. Da ist es kein Wunder, dass viele Menschen etwa aktuelle Forschungsergebnisse für unzuverlässig halten, weil sich ja „sowieso alles alle paar Jahre ändert“. Es genügt also nicht, sich neues Wissen anzueignen, man muss auch lernen, es zu bewerten, zu hinterfragen, mit anderen Informationen abzugleichen und irgendwo auf der persönlichen Wahrscheinlichkeitsskala einzuordnen. Das Werkzeug dazu heißt kritisches Denken und bewahrt davor, Aussagen vorschnell als richtig oder falsch einzustufen. Wer das beherrscht, fällt weniger leicht auf Populismus, Heilsversprechen, Panikmache und Abzocke herein. Unsere wöchentliche Linksammlung soll helfen, diese Fähigkeit zu trainieren. Deshalb lohnt es sich, die einzelnen Artikel nicht nur anzuklicken, sondern ihnen auch ein wenig hinterher zu recherchieren. Ist euch eine Meldung aufgefallen, deren Wahrheitsgehalt nicht auf Anhieb zu erkennen ist? Dann lasst einen Link hier, vielleicht finden wir es gemeinsam heraus.

 
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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 45, 2018)

11. November 2018 4 Kommentare

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Ein chinesisches Sprichwort wird folgendermaßen zitiert: „Meinungen sind wie Nägel – je mehr du darauf einschlägst, desto tiefer dringen sie ein.“ Bei den Themen, die uns hier täglich beschäftigen, ensteht allerdings ein anderer Eindruck: da wird so lange auf Fakten eingeschlagen, bis sie irgendwann dermaßen verbogen sind, dass man sie kaum wiedererkennt. Diese Tatsachenverbiegung kommt erstaunlicherweise immer mehr in Mode. Es ist ja auch so einfach: eine Behauptung, so abseitig sie auch sein mag, evolviert bei ausreichender Wiederholung irgendwann zur Mehrheitsmeinung. Geht diese Strategie im kreativen Umgang mit der Realität von Autoriäten, gar Regierungen aus, führt dies zu Verunsicherung und irgendwann in den Totalitarismus. Nicht Erkenntnisprozesse unter Ausschluss von Irrtümern führen zum Konsens über die Beschaffenheit der Welt, sondern eine Doktrin, die reale Zusammenhänge ignoriert. Wir stellen dieser Entwicklung weiterhin Fakten entgegen und vertrauen darauf, dass selbige sich irgendwann durchsetzen, wenn der Nebel der Alternativrealität wieder verfliegt. Ihr könnt dabei helfen, indem Ihr uns weiterhin mit interessanten Themen versorgt, Inhalte beisteuert und natürlich Links für die nächste #Psirama-Folge schickt.

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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 44, 2018)

4. November 2018 4 Kommentare

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Eine der unverfrorensten Hochstaplerinnen des Jahres hat es endlich in unser Wiki geschafft. Als erfolgreiche „Charakterprofilerin“ und vorgebliche Psychologin hätte sie sicher gute Ratschläge parat, wie man sich am besten verhält, wenn das eigene Lügengebäude, eine zusammenphantasierte Vita und großzügig erfundene Karriere-Erfolge durch gerichtsfeste Aufdeckung zu Staub zerbröseln. Ist vielleicht Demut die richtige Strategie, eine öffentliche Entschuldigung und ein Richtungswechsel? In der Politik führte dieses Verhalten gelegentlich zum gewünschten Ergebnis. Nein, Suzanne Grieger-Langer versucht es mit wilden Verschwörungstheorien, in denen es um ein geheimes Netzwerk geht, das seine geballte Medienmacht dazu nutzt, eine eher unbedeutende, aber keineswegs untalentierte Aufschneiderin zu vernichten. Wie wir erfahren durften, sollen auch wir Teil dieser Verschwörung sein.
Unser Video der Woche vom Netzkongress 2018 beleuchtet, wie Verschwörungstheorien entstehen und sich im Netz verbreiten. Kennt Ihr Verschwörungstheorien, die noch nicht ihren Weg in unser Wiki gefunden haben? Dann berichtet davon, hier oder im Forum. Und vergesst nicht, Links für den nächsten Wochenrückblick (#psirama) zu spenden!

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