Bruno Gröning zu Gast beim Deutschen Roten Kreuz

2. Juni 2019 1 Kommentar

Liebe Leser!

Der „Bruno Gröning-Freundeskreis“ (BGF), der auch als „Kreis für geistige Lebenshilfe e.V“ auftritt, ist euch möglicherweise nicht unbekannt, denn er ist seit langem – verdientermaßen – Bewohner unseres Wikis.
Bruno Gröning war kurz gesagt ein Heiler, dessen Kompetenz unter anderem daran sichtbar wurde, dass er an Krebs gestorben ist. Das bewahrte ihn auch vor weiterer juristischer Verfolgung. Auch für den riesigen Kropf Bruno Grönings haben seine Jünger die naheliegendste Erklärung: in ihm konzentrieren sich seine Heilkräfte.

Er ist uns in letzter Zeit verstärkt unangenehm aufgefallen, und zu unserer Verblüffung zieht er seine Show anscheinend gerne in den Räumen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ab. Das DRK hat ein stark föderale Struktur, wodurch die Landes- und Kreisverbände eine hohe Eigenständigkeit haben. Wenn also irgendwo eine solche Veranstaltung in Räumen stattfindet, die von einem großen Roten Kreuz geschmückt werden, hat das wohl eher was mit den lokalen Gegebenheiten zu tun und nicht mit dem DRK an sich.
Trotzdem ist es natürlich hässlich, dass mit dem Ansehen des DRK Leute zu solchen Spinnern gelockt werden. Unsere Bitte deshalb: Wenn ihr bei euch lokal im Blättchen eine entsprechende Ankündigung findet, dann tragt die doch mit Datum und Ort in den Kommentaren ein. Wir wüssten gerne, wie groß das Problem ist.

Herzlichen Dank!

PS: Zum Weiterlesen, vom Wiki abgesehen:
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/bruno-groening-freundeskreis-eine-unterschaetzte-sekte-15843241.html
https://www.bistum-trier.de/weltanschauungsfragen-sekten/gruppen-weltanschauungen/bruno-groening-freundeskreis/
https://www.ezw-berlin.de/html/15_6969.php

Homöopathie grotesk

25. Mai 2019 5 Kommentare

Zur Homöopathie ist alles gesagt, sollte man meinen. Es hat nie eine Zeit gegeben, in der sie nicht für ihre Unwissenschaftlichkeit und die Absurdität ihrer Grundannahmen kritisiert worden ist. Heinrich Heine hat dem Homöopathen Didier Roth den “millionsten Theil einer Lyoner Salami” geschickt. Wenn die Homöopathie überhaupt je einen positiven Einfluss auf die Medizin hatte, dann beschränkt er sich darauf, dass sie weniger eingreifend als die zeitgenössische Medizin gewesen ist. Nichtstun war im Allgemeinen humaner als Zugpflaster, Einläufe und Aderlässe (s. hier). Schon den Einfluss auf die Entwicklung der medizinischen Forschung kann man nur als „Erfolg“ der Homöopathie verbuchen, wenn man eine dialektische Volte zu Hilfe nimmt. Das messianische Geschrei der Homöopathen war den Zweiflern so auf die Nerven gegangen, dass sie auf Mittel zur empirischen Überprüfung gesonnen hatten: der vermutlich erste plazebokontrollierte Doppelblindversuch in der Medizin war das Resultat dieser Überlegungen. Das Ergebnis konnte niemanden überraschen:

Wirft man nun einen Blick auf die gewonnenen Resultate, so sieht man zuvörderst, dass die bey weitem überwiegende Mehrzahl der Versuchspersonen eben so wenig auf das potenzirte Kochsalz wie auf reines Wasser irgend eine Befindensveränderung wahrgenommen hat, woraus mit Recht die Identität der Wirkungskraft dieser beyden Flüssigkeiten gefolgert werden kann, während doch Hahnemann und die Homöopathen der ersteren eine Kraft zuschreiben, vermöge welcher sie 897, sage: achthundert sieben und neunzig Zufälle in Gesunden erregen, und denen gemäss sie Kranke heilen soll […] [Die homöopathischen Kochsalzversuche zu Nürnberg]

Genauso wenig überraschend ist es gewesen, dass die Adepten sich davon nicht irritiert fühlten, sondern herablassend – und über jeden Versuch einer methodischen Kritik erhaben – erwiderten:

das Ganze läuft auf nichts, als auf eine, eines wissenschaftlichen Arztes unwürdige, jämmerliche Fratze hinaus; nur bornirte Köpfe sind deren fähig; am Unwesentlichen bleiben sie hängen: um zum Wesentlichen zu gelangen, haben sie freilich keinen Verstand — nur so viel gerade, um, statt die Nichtigkeit der von ihnen angegriffenen Sache, ihre eigene Nichtigkeit in pessima forma darzulegen. [1]

Spätestens seit dem Donner-Bericht über die Versuche, die Homöopathiewirksamkeit in den späten 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts zu belegen (verfasst ca. 1966, die Publikation bis in die 80er Jahre von den Homöopathen erfolgreich unterdrückt), muss jedem klar sein: es gibt keine geheime Kraft, die dieser „Medizin“ Wirkung verschafft. Alle späteren Versuche, die Wirksamkeit wissenschaftlich zu beweisen, erfinden das Fahrrad neu und sind Marketinginstrumente. Weil aber jede Generation dazu verurteilt ist, die Fehler der früheren zu wiederholen, gibt es in gewissen Abständen neue Reviews, Metaanalysen oder Stellungnahmen wissenschaftlicher Gremien hierzu. Sie stellen keine neuen Erkenntnisse fest, sondern verteidigen lediglich die bisherigen gegen neue Nachrichten über vollbrachte Wunder. Diese Messen sind alle gesungen. Wenn also der Gesundheitswissenschaftler Prof. Gerd Glaeske kürzlich meinte:

bei homöopathischen Mitteln fehlt bisher grundsätzlich bei allen Mitteln, die homöopathisch daherkommen, ein Wirksamkeitsnachweis

dann ist das eine Aussage, die niemanden aufregen kann. Doch was ist das?

Für diese Aussage hat der mittelständische Hersteller Hevert-Arzneimittel Glaeske über einen Anwalt abmahnen lassen.

Wer hier „mittelalterlich“ liest, dem kann verziehen werden.

Geschäftsführer Mathias Hevert von Hevert-Arzneimittel zum Vorgehen gegen Prof. Glaeske. Er sagte mit deutlichen Worten […]: „Hevert-Arzneimittel wird zukünftig noch entschlossener gegen Homöopathie-Kritiker vorgehen und Personen juristisch angehen, wenn sie falsche Aussagen über die Homöopathie verbreiten und damit Rufschädigung betreiben, was geschäftsschädigende Auswirkungen für uns haben kann.“

Und auch hier ist ein wenig inhaltliche Hilfestellung erforderlich: statt „noch entschlossener“ muss es heißen „noch unverschämter“. Man muss schon weit laufen, um heutzutage Beispiele für ähnliche Grotesken zu finden. Natalie Grams beharrt trotz anwaltlicher Ermahnung darauf, dass 2 + 2 = 4 ist:


Twitter

Mehr Details zum aktuellen Anlass z. B. hier:


  1. Ludwig Griesselich: Hygea: Centralorgan für die homöopathische oder specifische Heilkunst. C. T. Groos, 1835, S. 324 – 330 [online hier]

Immun gegen Fakten – Die wundersame Welt der Impfgegner

4. Mai 2019 5 Kommentare

In der Videothek des ORF ist zur Zeit noch ein Beitrag zum Thema Impfen und Impfgegner zu sehen. Dieser Beitrag wird noch bis zum 9. Mai 2019 zu sehen sein. Wir möchten hier eine unbedingte Empfehlung aussprechen, sich den Beitrag anzusehen.

Der österreichische Journalist Hanno Settele nimmt sich des Themas auf, man muss sagen, grandiose Weise an. Er diskutiert unter anderem kurz mit dem österreichischen Arzt Klaus Bielau, den viele als spirituellen Nachfolger des verstorbenen Johann Loibner betrachten.

Der Impfgegner Klaus Bielau im Gespräch mit Hanno Settele. Im Hintergrund ein DorfpanoramaZum Beitrag von Hanno Settele

Das kurze Gespräch ist ein Genuss, der Impfgegner Bielau wiederholt im Grunde mantraartig nur immer wieder die krude These, dass Menschen nicht durch Bakterien und Viren krank werden, sondern Krankheit eine Frage der Lebensweise ist. Oder anders gesagt: Jeder Kranke ist selbst schuld. Mit der richtigen Einstellung wird man nicht krank.

Der Genuss an der Stelle ist, wie elegant Settele den Impfgegner Bielau mit pointierten Fragen zerlegt, man kann richtig sehen, wie dieser überhaupt nicht weiß, was er sagen soll und wie er reagieren soll. Man sieht richtiggehend, dass Bielau in einer Blase lebt, in der er sich nie kritischen Fragen stellen muss.

Die Ärztekammer hat übrigens inzwischen auch reagiert und Bielau bei der Disziplinarbehörde gemeldet. Leider steht, wie man am Fall Loibner gesehen hat, zu befürchten, dass es wenig bringen wird.

Obwohl diese Szene sicherlich ein Highlight ist, ist auch der Rest der Dokumentation durchdacht und sehenswert.

Link zur TVThek des ORF:
https://tvthek.orf.at/profile/Dok-1/13844820/Dok-1-Immun-gegen-Fakten-Die-wundersame-Welt-der-Impfgegner/14012241

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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 14, 2019)

7. April 2019 16 Kommentare

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Wer bereit ist, einen Unsinn zu glauben, wird früher oder später auch anderen Unsinn glauben. Das mag eine Verallgemeinerung sein, tatsächlich gibt es aber etwa einen Zusammenhang zwischen dem Glauben an „Alternativmedizin“ und Verschwörungstheorien, wie Medical Tribune berichtet. Sicher lassen sich auch noch weitere Zusammenhänge finden, wenn man genauer hinschaut. Das ist für uns ein Grund, Glaubenssysteme verschiedenster Art zu dokumentieren und Gegenargumente zu liefern. Dabei können wir jederzeit Hilfe gebrauchen. Wer sich mit Wiki-Systemen ein wenig auskennt, kann uns etwa bei der Pflege und Neuanlage von Artikeln unterstützen. Aber auch Hinweise zu Verbesserungsmöglichkeiten und neuen Themen sind immer willkommen. Also: Meldet Euch im Forum oder per E-Mail, schreibt uns bei Facebook und Twitter oder lasst hier im Blog einen Kommentar da!

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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 12, 2019)

24. März 2019 5 Kommentare

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MMS, Backpulver, Zeolith, kolloidales Silber, Aprikosenkerne – die Liste der angeblich von der bösen Pharmaindustrie unterdrückten Wundermittel ist schier endlos. Allen gemeinsam ist, dass sie bestenfalls nutzlos, schlimmstenfalls gesundheitsgefährdend sind oder dazu führen, dass eine wirksame Behandlung ernsthafter Krankheiten unterlassen wird. Warum die Kunde vom unbekannten Allheilmittel sich heute noch schneller verbreitet als die von der Zaubertinktur aus Schlangenöl vor hundert Jahren, ist klar: Das Internet ist das ideale Medium, um jeglichen Unsinn blitzschnell bis in die letzte Ecke des Planeten zu transportieren. Unser Wiki ist ein Versuch, dieser umfassenden Fehlinformation ein wenig evidenzbasiertes Wissen entgegenzustellen. Unterstützung dabei ist natürlich immer willkommen, weshalb wir Euch gerne ermutigen möchten, bei uns mitzuhelfen, selbst Aufklärung zu betreiben, darüber zu schreiben, Podcasts und Videos zu veröffentlichen und Euch in Kommentarschlachten zu stürzen, um der Stimme der Vernunft etwas mehr Gewicht zu geben. Ein kurzer Hinweis genügt, und wir berichten auch gerne über Eure Aktivitäten im nächsten Wochenrückblick.

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Die Wahrheit in der Wissenschaft – oder die Wahrheit in Bild der Wissenschaft?

17. März 2019 12 Kommentare

Die Zeitschrift „Bild der Wissenschaft“, die im Untertitel den stolzen Anspruch erhebt, „Deutschlands erstes Wissenschaftsmagazin“ zu sein, hat einen Sonderband 2018 herausgegeben. Darin werden in kurzen und allgemeinverständlichen Beiträgen „50 Sternstunden der Wissenschaft“ vorgestellt.
Der Leser wird gewiss nicht überfordert, sondern dort abgeholt, wo ihn die Redaktion vermutet. Wie stets bei solchen Anthologien mag man die eine Sternstunde vermissen oder die andere für weniger stellar halten; damit wollen wir uns jetzt aber nicht weiter aufhalten. Ein kurzer Abschnitt aus der Einleitung ist es, der unsere Aufmerksamkeit fesselte:

Doch wie definiert man Wahrheit?
Wahr bedeutet, dass sich eine wissenschaftliche Erkenntnis auf eine logisch einwandfreie Aussage beziehen muss. Dazu ist eine Basis für die Erkenntnis von Wahrheit erforderlich.

Doch wie kann man die finden? Auch hier gibt uns die Wissenschaft eine klare Antwort: Die Basis für die Erkenntnis von Wahrheit im Sinne von Wissen kann nur im Konsens gewonnen werden. Denn eine Realität – und damit Wahrheit – im absoluten Sinne gibt es nicht. Deshalb ist eine Trennung von Wissen und Meinung auch in der Wissenschaft letztlich unmöglich.

Erst der kommunikative Austausch unter Forschern ermöglicht die Bildung von Wissenschaft im Prozess des Erkennens, Prüfens, Modifizierens oder Verwerfens von Erkenntnissen. Am Schluss bleibt der ernüchternde und gleichzeitig tröstliche Satz: Wahr ist, was die Scientific Community kommuniziert – und als wahr annimmt.

Brauchen wir Trost, und finden wir das „tröstlich“? Versuchen wir, uns klarer zu machen, was uns da eben mitgeteilt worden ist.
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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 10, 2019)

10. März 2019 4 Kommentare

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Wer erklärt, warum Homöopathie wirkungsloses Zuckerzeugs ist, will sich deswegen noch lange nicht bei jeder Erkältung „mit Antibiotika vollpumpen“. Wer die Vorteile von Kernkraftwerken beim Klimaschutz aufzählt, verdammt deswegen nicht unbedingt alle regenerativen Energiequellen. Und wer sich für Impfungen ausspricht, steht deswegen nicht auf „Chemie im Körper“ oder ist ein Fan der Pharmaindustrie. Selbst in der Politik wird mit diesem unsäglichen Stilmittel der totalen Übertreibung gearbeitet. Aktuell erleben wir das bei der Urheberrechts-Richtlinie der EU: wer mit Artikel 11 und 13 inhaltlich nicht einverstanden ist, will angeblich Künstlern das Einkommen wegnehmen und alles kostenlos herunterladen. Nur weil man sich für etwas ausspricht, muss man nicht automatisch das Gegenteil ablehnen und umgekehrt. Irgendwie scheint die Fähigkeit, besonnen und differenziert zu argumentieren, immer mehr verloren zu gehen. Idealerweise sollte das schon in der Grundschule erlernt und geübt werden. Nur mit aufmerksam geführten, sachlichen Debatten lassen sich vernünftige Ergebnisse erzielen. Alles andere ist rhetorische Kriegsführung. Unser Wochenrückblick bietet einen Streifzug durch einige aktuelle Aufreger-Themen. Eure Gedanken dazu lesen wir gerne im Forum, im Blog, auf Twitter und Facebook, wo wir uns auch über frische #Psirama-Links freuen.

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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 9, 2019)

3. März 2019 Keine Kommentare

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„Wie können Sie es wagen, sich zu medizinischen Themen zu äußern, obwohl Sie kein Arzt sind?“. „Sie sind kein Physiker, also glaube ich Ihnen auch nichts, was Sie über die Relativität erzählen“. Solche und ähnliche Sprüche finden sich immer wieder in Grundsatzdiskussionen über wissenschaftliche Themen. Wissenschaft ist für alle da, und eine Menge Wissen ist offen verfügbar und lässt sich bei ausreichendem Ehrgeiz auch gut erschließen und verstehen. Ob eine Aussage wahr ist oder nicht, hängt natürlich nicht davon ab, von wem sie kommt. Wer allerdings wenig weiß, muss sich auf Autoritäten verlassen oder sich am eigenen (Irr-)Glauben festklammern. In beiden Fällen ist die Gefahr groß, zu völlig falschen Schlüssen zu kommen. Dazu kommt: Im Internet findet sich neben nützlichem Wissen auch eine Menge Unsinn, der interessant präsentiert wird, aber Menschen dümmer macht. So kommt es, dass etwa Youtube-Stars für Aussagen zu Impfungen, Pseudomedizin, Gesundheitsmythen oder für wilde Verschwörungsgeschichten verehrt werden, obwohl die dargebrachten Inhalte realitätsfern und schlicht nachprüfbar falsch sind. Auch wir bei Psiram sind nicht auf allen Fachgebieten studierte Experten. Allerdings geben wir uns größte Mühe, alle gesammelten Informationen auf Korrektheit abzuklopfen. Gelingt das einmal nicht, sind wir für Korrekturen jederzeit dankbar, ebenso wie für #Psirama-Links. Auf die Nachrichten in diesem Wochenrückblick sollte man sich ebenfalls nicht hundertprozentig verlassen. Da unsere Leserschaft aber im kritischen Denken geübt ist, haben wir nicht nach Glaubwürdigkeit vorsortiert.

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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 8, 2019)

24. Februar 2019 4 Kommentare

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Facebook-Benutzer lesen Artikel nicht, bevor sie sie teilen und Youtube-Gucker glauben jeden Blödsinn. Diese Behauptung ist natürlich maßlos übertrieben, aber irgend jemand wird sie schon auf irgendwelchen Plattformen zitieren und verbreiten. Beim Umgang mit Medien gibt es allerdings wirklich einigen Lernbedarf auf Seiten der Nutzer, wie mehrere Artikel in diesem Wochenrückblick zeigen. Was können wir also tun, um dafür zu sorgen, dass Informationen kritischer rezipiert, bewertet und weitergegeben werden? Zunächst einmal sollten wir mit gutem Beispiel voran gehen und jeden Artikel aufmerksam lesen und die darin enthaltenen Informationen sorgfältig prüfen. Das mag zwar etwas Aufwand verursachen, aber es lohnt sich und bereitet letztendlich auch Freude, wenn man Sinn und Unsinn voneinander trennen kann. Macht Euch doch einfach mal den Spaß und fragt Eure Facebook-Freunde oder Twitter-Timeline, was in einem gerade geteilten Artikel wirklich drin steht. Vielleicht fangen dann manche Leute an, über ihre Klickgewohnheiten nachzudenken. Eure Linkvorschläge, geprüft oder ungeprüft, nehmen wir gerne hier entgegen.

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Psirama – Der Psiram-Wochenrückblick (KW 7, 2019)

17. Februar 2019 Keine Kommentare

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Vor einem Jahr wurde das „Münsteraner Memorandum Homöopathie“ veröffentlicht. Die nun erschienene „Homöopathie-Deklaration“ vom „Dialogforum Pluralismus in der Medizin“ darf man wohl als so etwas wie eine Antwort auf das Memorandum verstehen. Während der Münsteraner Kreis streng darauf achtete, jeden Punkt mit überprüfbaren Fakten zu unterlegen, wirkt die „Deklaration“ dagegen mehr wie ein wütendes Fußaufstampfen, vermischt mit persönlichen Angriffen gegen Homöopathiekritiker und dem Versuch, die Realität neu zu definieren. In diesem Wochenrückblick finden sich Texte vom INH, von Edzard Ernst und Joseph Kuhn (Gesundheits-Check) mit sachlichen Einordnungen des Homöopathen-Dekrets. Außerdem hat Holm Hümmler einen langen und beachtenswerten Text darüber geschrieben, was Lücken in der Wissenschaft nicht bedeuten, nämlich dass sie mit beliebigem Unsinn gefüllt werden dürfen. Bitte lasst uns Links für die nächste #Psirama-Folge hier und diskutiert die Artikel der vergangenen Woche mit der notwendigen Skepsis.

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