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Benny Hinn im Land von Benny Hill unerwünscht


Auf Foxnews.com konnte man aktuell lesen (aus dem Englischen übersetzt):

„Benny Hinn wurde letzte Woche die Einreise nach Großbritannien für eine dreitägige Vortragsveranstaltung, bei der, gemäß seiner Homepage, Tausende von evangelikalen Christen seine Predigten hören wollten, verweigert.

Neue Einwanderungsregelungen gegen religiösen Extremismus forderten von ihm einen speziellen Nachweis (special certificate of sponsorship), den er nicht erbringen konnte.

Hinn behauptet, dass bereits vor ihm verschiedenen Predigern die Einreise verwehrt wurde. Sein Fall machte jedoch Schlagzeilen wegen seiner großen Bekanntheit als charismatischer Prediger, der ein Evangelium des Wohlstands lehrt. Wer Gott viel gibt, dem wird von Gott noch reichlicher gegeben werden, sagt er.

Mit seiner Philosophie hat Hinn bereits ein beträchtliches Einkommen generiert.“

Wer ist eigentlich dieser Benny Hinn?

Natürlich handelt es sich um einen der vielen evangelikal-fundamentalistischen „Heilspropheten“ aus dem Ami-Land, dem Tausende von Menschen bei seinen Predigtgroßveranstaltungen zu Füßen liegen. Heilungsgottesdienste liegen im Trend wie nie zuvor und damit beglückt der Guru die ganze Welt. Seine Auftritte gleichen einer Jahrmarktsveranstaltung mit enormem Showcharakter, die auch weltweit im Fernsehen übertragen werden. Der Herr, oft im weißen Anzug, als Muchel ibn Harum einst in Israel geboren, erinnert etwas an den verstorbenen Guru Baghwan, später Osho genannt. Auch wenn sich beide unterschiedlichen Lehren verschrieben haben, eint sie der Drang nach Macht und unbegrenztem Luxus, der natürlich zu einem Großteil von gläubigen Anhängern gespendet und finanziert werden muss.

Hinn ist ein knallharter, skrupelloser Geschäftsmann, der es meisterhaft versteht Geld zu generieren. Eigene Bücher und ein eigenes Produktlabel dürfen dabei nicht fehlen.

Wie man auf diese Sorte Mensch hereinfallen kann, ist eigentlich unbegreiflich. Watch him pray:

http://www.youtube.com/watch?v=LaHqI1p-wGM

Spezielle Kinderindoktrinations-Veranstaltungen gehören natürlich auch dazu:

http://www.youtube.com/watch?v=YVIPF_PmHuQ

Dass er seinen Müll in Großbritannien nicht abladen konnte, dürfte der Ex-Premier Tony Blair besonders bedauern, denn bei einer Rede an der Georgetown University in Washington, legte sich Blair so sehr für den Glauben und jegliche Glaubensrichtung ins Zeug, dass er es auch nicht lassen konnte, ein Feindbild gegen die säkulare Welt aufzubauen:

„We face an aggressive secular attack from without.“

Aha, wir sehen uns einem aggressiven Angriff säkularer Kräfte ausgesetzt???

So ein Bullshit, kann man da nur sagen, wenn man registriert, wie der Wahn gegen Vernunft und Wissenschaft immer mehr Methode bekommt und aus allen Ecken pfeift.

Irrationale Glaubenssysteme, egal ob religiös, esoterisch oder aus der Alternativ-Heilszene haben Hochkonjunktur. Ihr gemeinsames Zugpferd scheint das Versprechen auf unbegrenzte Heilung zu sein.

Dass die Realität da nicht mithalten kann, liegt auf der Hand. Nur, wie sorgt man dafür, dass der Verstand wieder mehr Einsatz findet, der Menschen vor utopistischen Illusionen schützt?

Vielleicht ist es wirklich an der Zeit, dass sich säkulare Denker so gut wie möglich vereinigen. Die „Brights“ machen es ja bereits vor.

  1. suppressive person
    12. Oktober 2009, 20:40 | #1

    Achja Benny Hinn. Der Mann der gern mal die Klimaanlage in seinem Veranstaltungsräumen auf kalt und volle Pulle dreht, damit die Gläubigen den heiligen Geist leichter spüren.

    Inwiefern ist der denn Osho ähnlich? Auch medikamenten- und drogenabhängig? 😉

    Wundert mich nicht dass die Briten ihn gar nicht erst einreisen lassen. Hubbard haben sie ja schließlich auch ausgewiesen.

    Die charismatische Bewegung ist ein Haufen für sich. Verkaufen sich als eine Art innerkirchlicher Erneuerungsbewegung sowohl innerhalb der evangelischen als auch der katholischen Kirche. Was so an sich auch funktioniert, da sie sich nur in privaten Gebetskreisen treffen und so nicht weiter auffallen. Das besondere bei ihnen ist, dass sie glauben "Gottesgaben" zu besitzen, worunter unter anderem Heilen durch Handauflegen ("Ich spürte wie es in seinem Kopf knackte und die Migräne war weg!"), Zungenreden und die Zukunft vorsehen zu können zählen. Tja dann lauern natürlich der Teufel und böse Geister überall. Die dann auf fleißig weggebet oder weggependelt werden müssen. Auch bekannt als "spiritual mapping". Stadtviertel sind dann angeblich von verschiedenen bösen Geistern und Dämonen bewohnt und müssen durch Gebetsmärsche und 24/7 Gebetsaktionen ausgetrieben werden. Irgendwie muss man sich ja beschäftigen.
    Auffällt die starke Überzeugung, dass alles Schlechte vom Teufel und alles Gute von Gott kommt und wer fest im Glauben ist, dem wird deshalb auch nur Gutes widerfahren. Dadurch geraten die Charismatiker richtig unter Druck, wenn Schicksalschläge schwere Krankheiten oder ähnliches sie treffen. Denn laut ihrem Glauben haben sie durch ihren mangelnden, religiösen Eifer das Unglück selbst verschuldet.

  2. 13. Oktober 2009, 16:13 | #2

    Ich muss ja bei dem Video mit der Benny-Hill-Musik immer an den ziemlich dämlichen Kiai-Master denken, der in diesem Video hier auf den "Mund" bekommt:
    http://www.youtube.com/watc

  3. Erika Demiri
    14. Oktober 2009, 07:03 | #3

    Das ist unverschämt.
    Wisst ihr nicht was ihr redet.
    Was Benny sagt, ist biblich.
    Lässtert nicht gegen den Heiligen Geist.

  4. 14. Oktober 2009, 08:21 | #4

    Na klar, ist das, was er macht, biblisch:

    „Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“
    http://de.wikipedia.org/wik

    Hier geht´s um den steinreichen Megascharlatan Benny Hinn, nicht den heiligen Geist.

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