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Wie wird man Wunderheiler

So kommt man zur Esoterik war gestern das Thema. Zufällig (ja, es gibt Zufälle) äußerte sich Colin Goldner in dem sehr hörenswerten Feature des DLF, „Ich sehe was, was du nicht siehst“,Von Heilern, Wunderheilern und der Suche nach dem Glück, klar darüber, was die selbsternannten Heiler antreibt:

Behauptet wird ja immer – findet sich fast durchgängig durch sämtliche biografischen Angaben – dass die einzelnen Praktiker durch ein besonders Welten- bewegendes Ereignis, durch eine Offenbarung, durch einen göttlichen Fingerzeig oder einen göttlichen Anstoß darauf gekommen sein, nun als Heiler wirken zu können, sie seien geführt worden durch einen Lichtstrahl oder der Gleichen; in aller Regel wird auch behauptet, dass nicht das geringste ökonomische oder finanzielle Interesse dahinter stehe. Tatsächlich aber zeigt sich bei näherer Ansicht, dass die Biografien der Geist- und Wunderheiler insofern übereinstimmen, als es sich, um es sich etwas bodenständig auszudrücken, durchwegs um verkrachte Existenzen handelt, die ansonsten kein wirtschaftliches Bein auf den Boden bekommen haben. Vielfach sind es Menschen, die aus einer tatsächlichen ökonomischen und auch persönlichen Krise heraus agieren und nun sehen, dass sie als Geist- und Wunderheiler auf der einen Seite enorme Macht ausüben können über andere Menschen, dass sie finanziell sich sanieren können auf diese Weise und zum Dritten, und das erscheint mir doch ganz wesentlich, auf eine sehr unauffällige Art ihre eigenen neurotischen und oder psychotischen Störungen kultivieren und pflegen können. Bei diesen Geist- und Wunderheilern, wenn sie als solche firmieren, fällt es weiter gar nicht auf, wie gestört sie sind, weil es zu ihrem Erscheinungsbild sozusagen, zu ihrem Arbeitsprofil gehört.

Das Manuskript der Sendung kann man hier als pdf abrufen.
Das Nachhören funktioniert bisher leider noch nicht.
Colin Goldner Buch „Die Psychoszene“ ist immer noch das Standardwerk über den esoterischen Psychomarkt und der DLF eine der letzten Bastionen des Qualitätsjournalismus.

  1. 9. Januar 2010, 14:32 | #1

    Dr. med. Michael Ehrenberger interviewt den Aura Chirurgen Gerhard Klügl im Herbst 2007 in Wien:

    http://www.tv-gesundheit.at

    MUAHHHHHHHH !!!

  2. booner
    9. Januar 2010, 15:48 | #2

    Oh oh… bald steht der DLF auch noch unter Beobachtung von Herrn Fritzsche! DLF.WATCH oder so…

  3. 9. Januar 2010, 16:33 | #3

    UNGLAUBLICH !!!
    https://forum.psiram.com/i

  4. nihil jie
    9. Januar 2010, 17:03 | #4

    in manche fällen finde ich wirklich schade, dass die ärzteschaften sich an den hippokratischer eid halten müssen… 😉 mich würde echt mal interessieren was passieren würde, wenn so manch ein arzt seinen patienten fragen würde… waren sie schon bei einem heiler ? wenn ja kann ich sie nicht mehr behandeln *tztz oder beim apotheker… "wie bitte ? sie brauchen die antibaby pille ? gehen sie doch da wo sie immer hingehen.. holen sie sich was homöopathisches" 🙂
    ich denke, dass dann der aufschrei sehr sehr gross wäre. zum glück bin ich kein arzt… denn ich bin ein arschloch genug um so einen eid einfach mal nebenbei ausser kraft zu setzen. zum glück gibt es in der beziehung eher überwiegend ehrlichere und mehr professionelle menschen als mich 😉

  5. nihil jie
    9. Januar 2010, 17:05 | #5

    und noch mal was für den herrn Goldner 🙂

    http://diewahrheit.at/video

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