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Australischer Schaf-Bock-Erfassungsbogen

Aus NZZ Folio:

Peter Brugger teilt die Menschen in zwei Kategorien ein: Böcke und Schafe. Er ist ein Bock. Die Schafe finden er und seine Mitarbeiter mittels Handzetteln in Esoterikläden und Studentencafés: «Probanden gesucht für Experiment zur Neuropsychologie von Rateverhal ten /aussersinnlicher Wahrnehmung», Leute, die «ausser sinnliche Wahrnehmung nicht nur für möglich» halten, sondern «eigene parapsychologische Fähigkeiten in alltäglichen Situationen einsetzen». Auf demselben Zettel werden auch Böcke angeworben, «Skeptiker», die «nicht an parapsychologische Phänomene oder aussersinnliche Wahrnehmung wie Präkognition, Telepathie, Hellsehen» glauben. Leute wie er.

Peter Brugger ist Leiter der Neuropsychologischen Abteilung am Universitätsspital Zürich, doch das allein macht ihn nicht zum Bock. «Es gibt gläubige Professoren und skeptische Eisenleger», sagt er. Bildung hat nichts damit zu tun. Aber was dann? Warum sehen die einen in den Sternen das Schicksal, die anderen bloss Materiekugeln, die eine Kernfusion zum Leuchten bringt? Warum greifen die einen zu den Tarotkarten, um in die Zukunft zu blicken, die andern zum Börsenteil? Warum befürchten die einen, von einem Ufo entführt zu werden, die anderen nur, die nächste Folge von «Raumschiff Enterprise» zu verpassen? Diese Fragen beschäftigen Brugger seit mehr als 15 Jahren.

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  1. 26. April 2010, 09:49 | #1

    Der Mensch hat Schwierigkeiten mit dem Zufall, darauf läuft es wirklich fast immer hinaus.

  2. nihil jie
    27. April 2010, 17:43 | #2

    also ich kann mich damit nicht identifizieren… also, ich gehöre eindeutig zur der dritten kategorie… wolf im schafspelz 😉

  3. 27. April 2010, 19:27 | #3

    Wer glaubt, hat eigentlich Angst.
    Und vor allem Angst davor, in ein bodenloses Loch aus Angst zu fallen, wenn er aufhört zu glauben, weil er obendrein glaubt, zu glauben würde einen irgendwie über nichtexistente Löcher tragen, die Esoterik, Religion, Verschwörungstheorien etc. zwecks Selbstrechtfertigung behaupten.
    Dass die eigenen Füße reichen – soweit reicht die Vorstellungskraft nicht.

    Das ist allerdings nur eine von mir aufgestellte These.

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