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Psychotherapie

Wir wollen dazu ein paar Artikel schreiben und die Szene beleuchten, aber leider mangelt es uns da noch an kompetenten Mitstreitern. Gibt es unter unseren Lesern einen Psychotherapueten, der evidenzbasiert arbeitet und uns ein paar Fragen beantwortet? Kontakt wie immer an info ät esowatch dot com

 

KategorienAllgemein, Pseudomedizin Tags:
  1. 8. März 2011, 17:50 | #1

    Welche „Szene“ ist denn genau gemeint? Die „schwarzen Schafe“ innerhalb der psychologischen Psychotherapeuten, also derjenigen, die ein Psychologie erfolgreich absolviert haben? Oder der große Rest, der sich „nur“ Psychotherapeut nennen darf, weil er z.B. eine Ausbildung zum Heilpraktiker gemacht hat?

    Ich weiß nicht, ob er hier mitliest, aber Jochen Paulus scheint mir ein kompetenter Ansprechpartner zu dem Thema zu sein: http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/989757&_z=798884

    Bislang hatte ich nur kurzen Kontakt zu ihm (und habe ein paar Artikel von ihm gelesen), doch machte er auf mich den Eindruck, dass er an Aufklärung auf diesem Gebiet Interesse hat. Fragt doch einfach mal per Mail bei ihm an: http://www.jochenpaulus.de/

  2. Jack
    9. März 2011, 05:18 | #2

    In Sachen Psychotherapie schau ich mir gerne ein paar Artikel/ Texte an und ergänze nach bestem Wissen und Gewissen, wobei ich nicht eine Richtung vertreten möchte und aus dieser Perspektive alle anderen als „unwissenschaftlich“ abtun würde. Verhaltenstherapie und Psychoanalyse sind die zwei Richtlinientherapien, die von den Kassen übernommen werden, was für mich nicht bedeutet, das andere Techniken weniger wirkungsvoll sind oder sein müssen. Man kann in jedem Verfahren – auch den seriösen – Kritikpunkte finden oder sie kritisch diskutieren, ohne sie abwerten zu müssen.

  3. admin
    9. März 2011, 10:17 | #3

    Vielen Dank, wir haben einen nützlichen Kontakt gefunden 🙂

  4. Antitainment
    9. März 2011, 19:15 | #4

    Finde diese Idee sehr spannend und nuetzlich, um sich endlich mal einen Ueberblick ueber diesen Dschungel an existierenden Therapieformen zu verschaffen und die Nuetzlichen von den Unnuetzen zu trennen.
    Gerade die Psychoanalyse nach Freud scheint viel Quack etabliert zu haben – Stecke bald in der Lektuere von Michel Onfray – Le crepuscule d’une idole. L’affabulation freudienne.

  5. 9. März 2011, 20:08 | #5

    Die „Euphorie“, Antitainment, hier endlich Licht ins Dunkle zu bringen, teile ich nicht. Psychotherapie dürfte wohl das am meisten esoterisch „durchseuchte“ wissenschaftliche Gebiet sein.
    Nach vielen Jahrzehnten weiß man inzwischen eigentlich nur eines: Verhaltenstherapie wirkt. Psychoanalyse ist eher kontraproduktiv. Aber die haben sich eh längst aus der Wissenschaft verabschiedet. Gilt es nur noch, die ca. 10.000 Derivate davon zu analysieren und zu bewerten …

  6. Sarah-Li
    9. März 2011, 21:28 | #6

    @Rincewind

    Nach vielen Jahrzehnten weiß man inzwischen eigentlich nur eines: Verhaltenstherapie wirkt. Psychoanalyse ist eher kontraproduktiv.

    Hast Du da irgendeinen Link oder ne Studie zur Hand, die diese Aussage stützt? Vom Gefühl her würde ich das komplett unterschreiben (ich hab selten so viel krudes Herumgeschwurbel in meinem Studium erlebt als bei den Psychoanalytischen Gebieten), aber bisher fehlten mir da immer die untermauernden Fakten. Und was heißt „eher kontraproduktiv“? In allen Bereichen im Schnitt? Oder in Bezug auf ein bestimmtes Störungsbild?
    (Hab bisher nur Studien die Verhaltenstherapie bei Angststörungen als überlegen herausstellen, gelesen)

    @Topic: Was ich mir thematisch auch mal wünschen würde, wäre eine Übersicht über den Einsatz von aus der Luft gegriffenen Verfahren bei der Personalauswahl, falls sich auch da jemand für finden liesse. Hat zwar nicht direkt was mit Esoterik in dem Sinne zu tun, aber ich meine mich an eine Studie zu erinnern, in der Personaler befragt wurden, was sie ihren Bewerbern bzw Mitarbeitern so an (vermeintlich) psychologischen Tests vorlegen würden und ua wird nicht selten ein (absolut keinen Gütekriterien genügender)Test eingesetzt, der von der Wahl von Farben und Formen auf (vermeintliche) Persönlichkeitseigenschaften schliesst. MMn rangiert das eigentlich durchaus in der Liga von Grapho- und Astrologie..

  7. 9. März 2011, 22:13 | #7

    @Sarah-Li: Nein, sorry, das war eine spontane Bauchantwort, müsste ich suchen. Gibt es aber. Es ist allerdings ein Kondensat aus sehr langer Beobachtung. Aber ev hilft unser EW-Artikel zur PA weiter:
    https://www.psiram.com/de/index.php?title=Psychoanalyse
    Gibts auch ganz gute Links zur weiteren Erläuterung.

    Mit kontraproduktiv meine ich, dass die PA sehr gerne Menschen komplett von der Deutung des Behandelnden abhängig macht. Nicht die „Heilung“, sondern die Beziehung Patient – Behandler wird zum zentraler Gegensand. Die Analogien zur Homöopathie sind offensichtlich.

    M.W. ist Verhaltenstherapie die einzige, die tatsächlich positive Studien vorlegen kann. Ihr Problem ist natürlich, dass sie einfach pragmatisch an die Sachen rangeht, ohne größere theoretischen Erklärungsmodelle zu liefern.

    All das ist letztlich auf Pawlows Forschungen zurückzuführen, was natürlich ziemlich ernüchternd ist. Zum einen, weil man seitdem offenbar nichts wirklich Besseres gefunden hat, und zudem den Mensch an sich beleidigt, wenn man ihn so auf Konditionierung reduziert … aber das funktioniert wenigstens.

    Ja, und ich denke schon, dass sich der ganze Personalerkram auf unbelegte, quasi esoterische Methoden bezieht. Lies mal den Link.

  8. Antitainment
    9. März 2011, 23:46 | #8

    Die Euphorie liegt bei mir im Beruflichen begraben, Geschwurbel steht bei mir auf dem Tagesmenü.
    Ich bin quasi täglich mit allerlei Aussagen konfrontiert und würde gerne mein Klientel nicht als Versuchskarnickel für Esoterik/Pseudowissenschaften ins Feld schicken, da die so oder so in der Misere stecken – Selbst wenn es nur ein kleine Lichtlein sein sollte, dann wäre es schon hilfreich.
    Meine Vorfreude erstreckt sich weniger auf mögliche Ergebnisse dieses Aufrufs sondern der Möglichkeit einer kritischen Auseinandersetzung – Im schlimmsten Fall bin ich genauso schlau wie vorher, also hab ich nix zu verlieren.

    @Sarah-Li
    Ist zwar keine Studie und ich weiß noch nicht ob das Werk was taugt oder bereits in deutscher Sprache erhältlich ist, aber, wie bereits oben erwähnt, hat sich Michel Onfray der freudschen PA angenommen und hat damit in Frankreich bereits die praktizierenden Freud-Anhänger auf die Palme gebracht.

  9. quantumzero
    10. März 2011, 07:39 | #9

    @Rincewind
    >>>>>>>>All das ist letztlich auf Pawlows Forschungen zurückzuführen, was natürlich ziemlich ernüchternd ist. Zum einen, weil man seitdem offenbar nichts wirklich Besseres gefunden hat, und zudem den Mensch an sich beleidigt, wenn man ihn so auf Konditionierung reduziert … aber das funktioniert wenigstens.<<<<<<<<<<

    Ja, Rincewind, wir sind auch nur Säugetiere nicht mehr und auch nicht weniger, der Rest ist in unserer Vorstellungswelt, davon existieren derzeit etwa 6,9Milliarden.

    Als kleiner Tip: Franz M.Muketits: Der freie Wille, die Evolution einer Illusion; ISBN 978-3-7776-1509-7

  10. Christian
    10. März 2011, 10:09 | #10

    „Ja, Rincewind, wir sind auch nur Säugetiere nicht mehr und auch nicht weniger …“

    Das musst du mal meinem Ex-Psychoanalytker erklären. Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte – lustig, der Analytiker:

    „Herr x [ich], wir wollen doch nicht die Rollen tauschen!“

    Zu spät, hatten wir schon. Es fing damit an, dass ich über Woody Allen gesprochen habe, über:

    „Zelig“ – das menschliche Chamäleon, http://de.wikipedia.org/wiki/Zelig

    Spannend auch, dass mein Analytiker – in meiner Erinnerung sehr verschwommen – russische Mafiosi behandelte …

  11. Toiletman
    15. März 2011, 19:39 | #11

    Auch Mafiosi brauchen Therapeuten. Oder denkst du, dass die intelligenteren davon ALLE einfach so mit dem ganzen Mord und Todschlag zurechtkommen ohne Probleme. Und dann darf der Therapeut ja niemanden was erzählen. Was glaubst du was für eine Erleichterung das für so einen Gangsterboss ist, wenn er einfach mal über alles reden kann ^^

  12. 1. April 2011, 16:07 | #12

    Backlinks are incoming links to a website or web page. Inbound links were originally important (prior to the emergence of search engines) as a primary means of web navigation; today their significance lies in search engine optimization (SEO).

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