Home > Allgemein > Ein Monatskommentar

Ein Monatskommentar

Wir bloggen zwar üblicherweise keine Monatsübersicht, diesmal möchten wir jedoch ein paar Worte zu einigen Themen dieses Monats verlieren (P.A. Straubinger, Harald Walach, Giordano Bruno Stiftung).

Zuerst einmal zu P.A. Straubinger und „Am Anfang war das Licht“:

Wie RelativKritisch berichtet, hat Herr Straubinger inzwischen auf den Tod von „Anna Gut“ reagiert und auf der Facebook-Seite des Films einen Stellungnahme eingestellt, in der er jegliche Schuld von sich bzw. von seinem Film weist. Beim Lesen des Kommentars bleibt ein fader Geschmack zurück.

Herr Straubinger ist offensichtlich noch immer der Meinung, eine „journalistisch einwandfreie“ Dokumentation gedreht zu haben. Dass Kritiker des Films vom ersten Tage an die Befürchtung geäußert haben, dass es zu Nachahmern kommen könnte, hat wenig Eindruck hinterlassen.

Es ist wohl wesentlich leichter, den weichen und sanften Weg der Esoterik zu gehen als den harten und steinigen Weg kritischer Journalistik.

Ein weiteres Thema war Herr Walach und die „Doktorarbeiten“, die von seinem Institut vergeben werden. Joseph Kuhn von den Scienceblogs hat das Thema aufgegriffen und zeigt sich ebenso entsetzt wie wir.

Einer der Kommentatoren dort hat es sehr schön zusammengefasst

Dieser Studiengang ist ein Geschäft, bei dem alle Seiten profitieren, mit Ausnahme der Patienten, die dann auf die so Ausgebildeten hereinfallen.

Die Homöopathie-Firma Heel stiftet eine Professur, Walach kann seinen Schmarrn verbreiten und die Teilnehmer erhalten für 10.000€ einen Titel. Dafür müssen sie nur 12 Tage/ Semester an Wochenenden vor Ort sein. Ist zwar etwas teurer als ein Doktor h.c. von einer Titelschmiede für 39 Euro, aber dafür von einer an sich renommierten, anerkannten Institution (zumindest war sie das einmal, die Viadrina wird immer mehr zum Gespött).

Wir wundern uns ein wenig, dass sich die Studenten und Professoren der Viadrina das gefallen lassen.

Das dritte große Thema dieses Monats war der Artikel zur Giordano Bruno Stiftung. Der Artikel hat eine wahrhafte Kommentarflut/Kommentarschlacht ausgelöst. Aus unserer Sicht war das mehr ein Weckruf, ein Schuss vor den Bug.

In den Kommentaren finden sich viele kritische Anmerkungen, viele davon zu Frau Paul, aber auch einige zur GBS selbst. Wir sind gespannt, ob und wenn ja, welche Konsequenzen die Stiftungsmitglieder aus der Geschichte ziehen werden und hoffen, dass die Stiftung mit einem geschärften Selbstverständnis aus der Diskussion hervorgeht.

Immerhin hat sich Michael Schmidt-Salomon im Blog gemeldet und Stellung bezogen. Zudem gibt es jetzt auf den Seiten der GBS einen Link, der auf unseren Blogartikel verweist . Auch wenn viele Leser die Reaktion von Michael Schmidt-Salomon für zu dürftig hielten – lobenswert ist diese Reaktion dennoch. Es wurde nicht wie üblich versucht, unangenehme Kritik einfach auszusitzen.

Zur Ernährung noch 1-2 Worte, auch wenn wir da keine Experten sind: Jede Diät, die Sie nicht ihr ganzes Leben lang durchhalten können, wird nicht funktionieren. Wenn man zur Hochzeit nächsten Monat 5 Kilo abnehmen will, damit der Anzug/das Kleid besser sitzt, sind viele Diäten geeignet.

Aber wenn man ernsthaft sein Gewicht reduzieren will, schafft man das nur, wenn man bereit ist, sich für immer so zu ernähren. Und dann muss das Essen weiterhin Spaß machen, es darf keine Qual sein. Das ist vielleicht ein Prinzip, dass man im Hinterkopf behalten sollte, egal welche Diät man in Betracht zieht.

Ansonsten haben wir, wie wir glauben, in diesem Monat ein paar schöne Beiträge im Bereich Wissenschaft veröffentlicht, die wir für sehr lesenswert halten.

  1. Christa Herzog
    7. Mai 2012, 21:42 | #1

    Bin zum ersten Mal hier und muss noch etwas umschauen, aber die Sache mit dem Journalisten, die hat einen unangenehmen Beigeschmack. Die lernen, dass sie über Leichen gehen müssen, Menschen reinlegen, um zu Ihrer Story zu kommen, auch dann, wenn jemand draufgeht. Generell ists wichtig, dass sie aufdecken. aber halt nicht immer.

  2. Werner
    26. Mai 2012, 19:22 | #2

    Einen verdienten Mann wie Ekkehard Friebe unter „Eso-Watch“ zu stellen ist verlogen. Die wissenschaftlichen Fakten ignorierenden Vertreter des Urknall-Dogmas gehören da eigentlich rein und bestimmt nicht Leute die starke Einwände gegen den sektenänlichen Urknall-Schwachsinn vorbringen! Hawking fabuliert von „imaginärer Zeit“, Greene sieht uns am „Ereignishorizont eines zukünftigen schwarzen Lochs“. So ein Stuss von „Wissenschaftlern“ ist dann kein Eintrag bei „Eso-Watch“ wert oder wie?

    Astronom Halton Arp durfte in den USA nicht mal mehr durchs Teleskop schauen, weil er Beobachtungen machte, die der Urknall-Theorie widersprechen. Wer genauer sucht, findet einen Abgrund mafiöser Strukturen vor, der in alle Gesellschaftsschichten reicht, die dumm gehaltene Öffentlichkeit merkt so gut wie nichts. Aber wer das ausspricht muss ja ein Verschwörungstheorethiker sein.

    Die klassische, auf Ursache/Wirkung aufbauende, mechanistische Physik wird von mittelalterlichen Machtstrukturen unterbunden. Bei „Relativ Kritisch“ köcheln die Mitglieder nur im unkritischen Saft ihres Einstein-Luftschlosses, keine Spur von Kritik. Zum Glück gibts das Internet, irgendwann sind die Tage dieser Lügenmaschinerie gezählt. Fangt schon mal an zu zählen.

  3. Groucho
    26. Mai 2012, 20:57 | #3

    Ah, Frau Lopez, Sie hier?

  4. Maro
    27. Mai 2012, 14:34 | #4

    Werner :

    Astronom Halton Arp durfte in den USA nicht mal mehr durchs Teleskop schauen, weil er Beobachtungen machte, die der Urknall-Theorie widersprechen.

    Wie setzt man denn in den USA dises Verbot durch?
    Laufen dem jetzt Agenten in Schwarz hinterher um zu verhindern das er sich bei Hinz oder Walmarkt ein neues Teleskop kauft?
    Das ist so eineindeutig dummes Geschwaetz, dass es nicht mal Wert ist zu diskutieren WAS der da eigentlich nicht mehr sehen darf, LAECHERLICH.

    Ich lade den Mann und alle die so etwas glauben gerne ein gemeinsam in der naechsten Sternwarte duchs Okular zu sehen. Mal sehen ob ihn da auch jemand hindert….. *Facepalm*

  5. Antitainment
    27. Mai 2012, 14:58 | #5

    Wenn @Werner jetzt mit dem Einschalten eines Anwaltes droht, dann ist es Fr. Lopez im Blog-U-Boot. ;D

    @Maro
    Aber natürlich! Die USA sind die Superbösewichte auf diesem Planeten – Gibt doch auch ne Doku über diesen Unterdrückungsapparat. Heißt glaube ich „Men in black“ und ein dritter Teil steht wohl auch in den Startlöchern; muss also was dran sein. 11Elf und Blitzdingens 😉

  1. Bisher keine Trackbacks

Spamschutz: Setzen Sie einen Haken im zweiten und dritten Kästchen

Spam protection: Check the second and third box



      

css.php