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England will Hogwarts nach Hause holen

Offenbar hat man in Großbritannien gehört, dass Deutschland mit Hogwarts an der Oder Anspruch auf den Titel der besten Zauberakademie weit und breit erhebt. Das kann man natürlich nicht auf sich sitzen lassen! Um das Problem zu lösen, wurde ein neuer Gesundheits-Staatssekretär bestellt.

Die Presse honoriert das bereits! Das Magazin New Scientist schreibt: „Hail Jeremy Hunt, the new minister for magic“. In wissenschaftlichen Kreisen herrscht wohl vollstes Vertrauen, dass der Mann ein neues Zeitalter der Magie einführen wird.

Für den Job qualifizieren ihn entweder sein fester Glaube an die Wirksamkeit der Homöopathie oder seine wieselhafte Krisenfestigkeit. Ein klitzekleines Problem mit seinen Abrechnungen und ein paar Pfund Steuern wegzuschummeln haben ihm offenbar nicht geschadet. Die 100.000£ stören doch keinen, macht doch jeder.

Besonders talentiert hat er sich aber vor allem als Staatssekretär für Kultur gezeigt, als er sich im Rahmen der der Ermittlungen zu „Murdochgate“ (Einem Telefon-Hacking-Skandal in den das Murdoch-Imperium verwickelt war) als exzellenter Einstecker erwies. Vor dem Untersuchungsausschuss wurde er sozusagen durchgeprügelt.

Privat und im Voraus Rupert Murdoch zu einem Übernahmeangebot für einen Pay-TV-Anbieter zu gratulieren und dann selbst die Bewertung der Rechtmäßigkeit zu übernehmen sowie den Deal zu beschleunigen, könnte man als „verdächtig“ auslegen. Aber der Premier hielt ihm die Stange und blockte Ermittlungen ab.

Amüsantes Detail dazu am Rande: Als er gefragt wurde, warum er sich bei einer Murdoch-Party vor Reportern (oder zumindest irgendjemand) hinter einem Baum versteckt habe, hatte er eine wirklich interessante Erklärung dafür parat: „There may or may not have been trees“

Nichts Genaues weiß man nicht. Mal sind Bäume da, mal nicht.

Obwohl es die Meinung gab, das war es mit der politischen Karriere, schaffte Hunt es nicht nur seinen Job zu behalten – nein, der neue Posten kommt einer Beförderung gleich.

Natürlich gibt es auch kritische Stimmen; der Telegraph fragt, ob die Bestellung ein Witz sein soll und setzt nach, dann könne man ja gleich jemanden, der den 2. Weltkrieg auf 1986 datiert, ins Bildungsministerium setzen.

Und der Vorsitzende der British Medical Association sprach von einem Desaster für das staatliche Gesundheitssystem NHS (National Health Service).

Aber von ein paar kritischen Stimmen darf man sich doch die Zuckerkügelchen nicht versalzen lassen. Aber ganz wichtig: das können wir Deutschen nicht auf uns sitzen lassen, wir müssen nachziehen und jemand mit entsprechenden Qualitäten besetzen. Vielleicht Guttenberg als Bildungsminister? Der kann mit Jeremy Hunt an Qualifikationen locker mithalten. Oder einen Walach für Gesundheit? (Der könnte ja vielleicht auch einen neuen Job gebrauchen)

  1. Ponder
    6. September 2012, 20:34 | #1

    Aber ganz wichtig: das können wir Deutschen nicht auf uns sitzen lassen, wir müssen nachziehen und jemand mit entsprechenden Qualitäten besetzen. Vielleicht Guttenberg als Unterrichtsminister? Der kann mit Jeremy Hunt an Qualifikationen locker mithalten. Oder einen Walach für Gesundheit? (Der könnte ja vielleicht auch einen neuen Job gebrauchen)

    Ach was!

    Alles Anfänger!!

    Mein Geheimtipp:

    Gerald Hüther!!!

    http://www2.evangelisch.de/themen/wissen/hauptstadtkongress-medizin-wie-ein-85-jaehriger-chinesisch-lernt41075

    http://www.aerzteblatt.de/archiv/107919

    …Aber Maßnahmenbündel allein reichen nicht aus, um die Menschen fit für neue Herausforderungen und eine längere Lebensarbeitszeit zu machen. Die Mitarbeiter müssen erfahren, dass sie wichtig sind und gebraucht werden, dass sie ihre Potenziale entfalten und sich einbringen können.

    Dies sind Erkenntnisse aus der neurobiologischen Präventionsforschung, die Prof. Dr. Gerald Hüther den Teilnehmern der VDBW-Herbsttagung vermittelte. Die Fähigkeit des menschlichen Hirns, sich zu entwickeln und auf neue Anforderungen einzustellen, bleibe bis ins Alter erhalten – aber nur, wenn die Mitarbeiter emotional mitgenommen würden.
    Thomas Gerst, Redakteur für Gesundheits- und Sozialpolitik

    Das Üben einzelner Lernschritte führe zu nichts; wenn sich etwas ändern solle, müsse es unter die Haut gehen. „Das Hirn wird so, wie man es mit Freude und Begeisterung nutzt“, bekräftigte Hüther. Die Unternehmen müssten von der Ressourcenausnutzungs- zur Potenzialentfaltungskultur übergehen, oder etwas plakativer ausgedrückt: „Man kann nicht ewig Zitronen auspressen, sondern man muss anfangen, Zitronenbäumchen zu pflanzen.“

    Diesen Impuls in die Unternehmen zu tragen, sieht der Neurobiologe Hüther als eine Hauptaufgabe der Arbeitsmedizin; so werde sie sich vielleicht eines Tages überflüssig machen.

  1. 7. September 2012, 20:26 | #1
  2. 16. September 2012, 11:32 | #2

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