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New Scientist

Lieber New Scientist!

Eigentlich bist Du ein britisches Erzeugnis. Auch wenn Du keine wissenschaftliche Zeitung mit Peer Review bist, genießt Du durch die sorgfältige Auswahl deiner Autoren ein hohes Ansehen in Wissenschaftskreisen. Und weil Du dir Mühe gibst, bist Du aber trotzdem auch für Nicht-Fachleute verständlich. Wie schreibst Du selbst: „New Scientist wird für all jene Männer und Frauen herausgegeben, die sich für wissenschaftliche Entdeckungen interessieren und für deren industrielle, kommerzielle und soziale Folgen.

Wissenschaftjournalismus in Deutschland ist ein hartes Brot. Die Versuche reichen vom unsäglichen PM bis zum guten, aber trockenen Spektrum der Wissenschaft. Du hast dir da also viel vorgenommen, vor allem wenn man bedenkt, dass alles auch im Web stattfinden und man damit Geld verdienen muss. Immerhin – wir haben deinen Blog  überflogen und niemanden entdeckt, den wir auf Anhieb der Impfgegner-Geistheiler-Einsteingegner oder sonstwie Spinnerszene zuordnen dürfen. Daher setzen wir große Hoffnungen in dich! Wirst Du in Zukunft sachgerecht informieren, wenn das ZDF titelt, dass Genmais Krebs macht? Wirst Du klar Stellung beziehen, wenn wissenschaftliche Standards verletzt werden und die Publicity wichtiger ist als die Sache? Wir sind gespannt!

Enttäusch uns nicht!

Viel Glück!

 

  1. Headnicker
    17. Oktober 2012, 10:18 | #1

    Da fehlt ein Nebensatz: „Enttäusch uns nicht, sonst wirst du Mobbing und cyber bullying vom Feinsten erleben“.

    So wird doch ein Schuh draus!

  2. Ponder
    17. Oktober 2012, 11:11 | #2

    @Headnicker:

    Interpretiere ich deinen Kommentar richtig?
    Du bist einer, der sich von Psiram gemobbt und gebullied fühlt?

  3. Headnicker
    17. Oktober 2012, 12:25 | #3

    Ich bin einer, der Psiram Mobbing und Bullying vorwirft. Also interpretierst du meinen Kommentar leider falsch.

  4. Ratiomania
    17. Oktober 2012, 13:33 | #4

    @Kopfnicker:

    Mit Mobbing meinste bestimmt Cyber-Mobbing.

    Na denn kannste ja den bösen Psirammlern ein paar konkretere Sächlschen vorwerfen oder gar belegen;

    – Bloßstellung im Internet (Peinlichkeiten?)
    – permanente Belästigung
    – Verbreitung falscher Behauptungen

    Oder geht dat nüscht ? Ist jede Kritik gleich Mobbing? Oh weiha …

  5. Kumi
    17. Oktober 2012, 13:53 | #5

    @ Headnicker:

    Den Vorwurf kannste natürlich gerne machen (wird natürlich auch in der zigsten Wiederholung nicht wahrer), allerdings solltest du auch dafür Belege bringen.

    So wird ein glaubwürdiger Schuh draus.

  6. Mephisto
    17. Oktober 2012, 13:55 | #6
  7. Ratiomania
    17. Oktober 2012, 14:11 | #7

    @ Mephisto

    Vielleicht auch:
    Headnicker?

  8. Mephisto
    17. Oktober 2012, 14:28 | #8

    @Ratiomania
    Man weiß es nicht 😉

  9. observer
    17. Oktober 2012, 16:31 | #9

    Mephisto :
    @Headnicker
    Headnicker?

    wiehern erinnert stark an Eselwatch- da wird auch viel gewiehert

  10. FMH
    17. Oktober 2012, 20:43 | #10

    Um wieder einmal auf eine sprachliche Haarspalterei hinzuweisen: Das Sprichwort heißt korrekterweise „Andersrum/Umgekehrt wird ein Schuh draus.“ (eine Anspielung auf die Herstellung von Wendeschuhen) – und wurde hier konsequent falsch benutzt. Er bedeuted, dass genau das Gegenteil der Fall ist, was hier in keinem der beiden Fälle die gewünschte Aussage war.

  11. Kumi
    17. Oktober 2012, 22:27 | #11

    Egal. Hauptsache, et wird ’n Schuh draus.

  12. MagicGuitar
    18. Oktober 2012, 02:13 | #12

    Uuh, erwähne in Deutschland das Wort „Wissenschaft“ und schon wird auf dir rumgehackt, bis du im Boden begraben bist. „Alles Lug und Trug, alles Korrupt, usw.“ Wissenschaft genießt bei uns kein besonders hohes Ansehen…Naja, so schlecht wie es um unsere Bildung steht, wahrscheinlich kein Wunder. Esoterik ist nicht besonders kompliziert und dafür muss man keine Fachausdrücke lernen.

  13. Abe
    18. Oktober 2012, 19:30 | #13

    Wo machst du denn solche Erfahrungen, MagicGuitar? Ich habe noch nie lesen müssen, daß Wissenschaft „Lug und Trug“ sei.

    ——

    Jenes „Enttäusch uns nicht!“ lese ich auch wie eine subtile Drohung – im Subtext vermittelt man, daß der Zeitschrift auf Bewährung das Adjektiv wissenschaftlich verliehen wurde, aber man beobachte ganz genau, auf das sich auch keine Pseudowissenschaft einschleie.

  14. 19. Oktober 2012, 05:14 | #14

    Klar beobachten wir die. Und die zittern sicher schon, weil psiram sie genau beonachtet..

  15. Ratiomania
    19. Oktober 2012, 13:20 | #15

    @Abe

    Ja. Eine bösartige Drohung. Kritik ist ja Mobbing. Oder so.

    Und wie jeder damit erkennen kann, schädigt Kritik dauerhaft.

    Warum wird „kritisiert-werden“ noch nicht als Krankheit oder Schädigung beim Gesetzgeber, bei den Ermittlungsbehörden oder bei den Krankenkassen anerkannt?

    Ich bin empört! Niemand darf mit Kritik bedroht werden!

  16. inci
    19. Oktober 2012, 19:22 | #16

    Oder geht dat nüscht ? Ist jede Kritik gleich Mobbing? Oh weiha …

    das ist doch die masche schlechthin. ich beobachte das seit einigen jahren, daß kritik zunehmend als mobbing, persönlicher angriff oder ähnliches umgedeutet wird. ein zustand der auch seitens der politik wohlwollend geduldet (wenn nicht gar gefördert wird).

    dazu ein artikel aus dem tagesspiegel berlin:

    Laut Turley ist die Meinungsfreiheit inzwischen weltweit gefährdet – auch durch den Westen und die USA […] Das Recht auf freie Meinungsäußerung, sagt Turley, werde zunehmend im Namen der Toleranz und des gegenseitigen Respekts beschnitten. Die Gesellschaft tue aus guten Gründen das Falsche.

    http://tinyurl.com/8dz4wtd

  17. Bartimaeus
    12. Juni 2013, 23:59 | #17

    http://www.newscientist.de/
    „Abschied
    Der deutsche New Scientist hat sein Erscheinen eingestellt
    Am 31. Mai ist die letzte Ausgabe des deutschsprachigen New Scientist erschienen. Wir möchten uns bei Ihnen, unseren Lesern, bedanken: Für Ihr großes Interesse an unserem Magazin – online, digital und in gedruckter Form. Für Ihre vielen Kommentare auf der Website und in den sozialen Medien. Für Ihre Treue als Abonnenten. Und natürlich für die vielen aufmunternden Zuschriften in den vergangenen Wochen.“

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