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Homöopathie ist Irrtum

Ein Gastbeitrag von Dr. med. Wolfgang Vahle, zuerst erschienen in Novo 68/67. Leider ist der Artikel immer noch aktuell, und wir möchten ihn aufgrund der ausführlichen Analyse einfach nochmal wiederholen – er ist es wert.

Mit nachfolgendem Text wage ich den Versuch, möglichst vielschichtig zu belegen, warum die Homöopathie von der wissenschaftlichen Medizin nicht anerkannt und als „Irrlehre“ bezeichnet wird.

Geschichte der Homöopathie
Die Homöopathie wurde vor ca. 200 von Samuel Hahnemann eingeführt in dem Bemühen, die Nebenwirkungen der damals verwendeten Medikamente („Drastika“!) zu beseitigen. Er erfand eine neue Lehre, die er auf seine Beobachtung stützte. Seine Lehre beinhaltet zwei wesentliche Lehrsätze: erstens: Krankheiten werden durch Medikamente geheilt, die ähnliche Symptome hervorrufen wie die Krankheit selbst und zweitens: die Wirkung der Medikamente wird durch Verdünnen (Hahnemann nennt das „Potenzieren“) verstärkt.

In der Tat ist die Homöopathie nebenwirkungsfrei. Sie ist allerdings auch wirkungsfrei!

Ähnlichkeitsprinzip
Das Prinzip der Ähnlichkeit ist bereits im Ansatz falsch. Erstens muss man wissen, dass Ähnlichkeiten in unserem Kopf entstehen! Ähnlichkeit hat etwas mit Mustererkennung zu tun. Und Mustererkennung hat etwas mit unserem Kopf, mit unserer Phantasie, Erfahrung, Biographie etc. zu tun! Ein bekanntes Beispiel ist der „Rorschach-Test: ein völlig irregulärer Tintenklecks wird von jeder Versuchsperson anders interpretiert! Jede Versuchsperson sieht Ähnlichkeiten mit ihnen vertrauten Bildern. Diese Ähnlichkeiten sind aber nicht objektiv vorhanden, sie werden „hineininterpretiert“.

Zweitens sind Ähnlichkeiten davon abhängig, wie genau meine Beobachtung, meine Untersuchung ist. Und die Untersuchungsmethoden sind wiederum von meinen Kenntnissen abhängig. Auch hier ein Beispiel zur Verdeutlichung: schaue ich als Nicht-Pilot in eine Flugzeugkanzel, dann sehe ich eine Reihe von ähnlichen Instrumenten: alle rund, alle mit Zifferblatt, alle mit Zeiger. Ein Pilot, der Wissen hat und weiß, worauf er schauen muss, sieht die Unterschiede: ein Instrument ist Höhenmesser, das andere Geschwindigkeitsmesser, wieder ein anderes Kompass. Ähnlichkeiten zwischen verschiedenen Objekten bedeutet gar nichts! Keinerlei Verwandtschaft, keinerlei Beziehung zwischen den Objekten! Mit zunehmender Genauigkeit treten denn auch zunehmende Unterschiede auf. Sehe ich das Blut zweier Patienten nur mit meinem bloßen Auge, dann sehen beide Blutproben ähnlich aus: rot und dickflüssig. Schaue ich mit dem Mikroskop, dann stellt sich heraus, dass die erste Blutprobe von einem Gesunden, die zweite von einem Patienten mit Leukämie stammt! Die Ähnlichkeit ist plötzlich verschwunden! Oder ein Beispiel aus heutiger Zeit: inzwischen können wir DNA-Analysen durchführen, also die Erbinformation lesen: nach dieser Methode gibt es keine zwei gleichen Lebewesen mehr auf der ganzen Welt (es sei denn, sie sind eineiige Mehrlinge oder gezielt „geklont“). Als Hahnemann lebte, gab es keine Elektronenmikroskope, keine Möglichkeit der chemischen Untersuchungen, kein EKG, kein EEG, keine Röntgenstrahlen, keine Computertomographie, Kernspintomographie, evozierte Potentiale usw. usw… Alle Beobachtungen Hahnemanns wurden mit den bloßen Sinnesorganen gemacht. Die Homöopathie von heute macht das noch genauso! Hahnemanns Lehre ist eine Bibel! Es wird nichts verändert! Die Homöopathie ist unfähig, zu lernen! Sie steht auf dem selben Stand wie vor 200 Jahren! Es werden wohl neue „Arzneimittelbilder“ erstellt – aber eben mit alten, völlig überholten und völlig untauglichen Mitteln!

Drittens reagiert unser Körper auf Störungen von außen nur mit begrenzten Reaktionen! Ich nenne wieder einmal Beispiele: es ist der Nase völlig egal, ob sie von einem Virus, einem Allergen, einem Bakterium, einem Operateur oder einem Witzbold mit Feder geärgert wird: sie reagiert immer mit Naselaufen, Schleimhautschwellung, Rötung, Niesen. Ist ja auch klar: die Nase hat kein blaues Blinklicht und sie kann nicht „tatütata“ machen! Wenn ich nur auf diese Reaktion schaue, dann kann ich sowohl mit Pfeffer, als auch mit Salz, als auch mit Paprika, Curry – was auch immer – ein Arzneimittelbild erstellen, was in diesem Punkt einer Erkältung gleicht! Oder im Falle einer Allergie: Birkenpollen führen bei einem Birkenpollenallergiker zum Niesen, Katzenhaare bei einem Katzenhaarallergiker. Das Niesen ist immer gleich; daraus kann man aber keineswegs schließen, dass Birkenpollen und Katzenhaare irgend etwas miteinander zu tun haben! Anders ausgedrückt: wäre der homöopathische Arzneimittelprüfer ein Birkenallergiker gewesen, dann hätte er „herausgefunden“, dass Birken gegen Schnupfen helfen (weil Birken ja bei ihm Schnupfen „machen“); wäre er Katzenallergiker gewesen, hätte er „herausgefunden“, dass Katzen gegen Schnupfen helfen. Dem Zufall sind Tür und Tor geöffnet! Kein Wunder, dass Hahnemanns Ur-Experiment (das mit der Chinarinde) nicht ein einziges Mal reproduziert werden konnte! Hahnemanns gesamtes Theoriegebäude hat sein Fundament in einem „fundamentalen“ Irrtum! Interessiert das irgendeinen Homöopathen? Natürlich nicht!

Ähnlichkeiten zwischen Arzneimittelbildern (Vergiftungserscheinungen, die von den „Arzneimitteln“ hervorgerufen werden!) und Krankheitserscheinungen sind also von vielen Dingen abhängig: von der Genauigkeit der Beobachtung, vom Reaktionsspektrum der Organe und von der Interpretationskunst des Homöopathen, der das Arzneimittelbild beschreibt. Dabei wird dieser sicher auch von seinem Wunschdenken beeinflusst sein: sucht er z. B. ein Arzneimittel gegen Heuschnupfen, dann wird er andere Symptome für wichtig (oder unwichtig) halten, als wenn er auf der Suche nach einem Mittel z. B. gegen Darminfekte ist. Im übrigen ist es wegen der enormen Vielzahl an Substanzen und der nicht minder großen Vielzahl an Krankheitssymptomen statistisch hochwahrscheinlich (eigentlich sogar sicher), dass sich Korrelationen zwischen beiden Gruppen finden lassen! Und hier „hilft“ uns Menschen wieder unser psychologischer Mechanismus, selbst im völligen Chaos noch Muster „erkennen“  zu „können“! Die Mustererkennung wurde von der Evolution hervorgebracht. Mustererkennung ist zwar fehlerbehaftet, aber schnell! Die Geschwindigkeit bietet trotz der Fehlerhaftigkeit Überlebensvorteile. Und: Die Evolution hat auch die Art des Fehlers berücksichtigt! „Falsch positive“ Warnungen haben keinen wesentlichen Überlebensnachteil, „falsch negative“ Entwarnungen hingegen sind verheerend! Wenn man ein ganzes Theoriegebäude auf ein derartig unsicheres, ja geradezu „schwammiges“ Fundament stellen will, dann sollte man um die Fehlerbehaftung wissen! Hahnemann konnte das noch nicht wissen. Seine Jünger von heute könnten das sehr wohl wissen! Man müsste sich halt bemühen, dieses Wissen zu erlangen! Das lateinische Wort „studere“ (deutsch „studieren“) bedeutet „eifrig sich bemühen“!

Aus der Ähnlichkeit (die aus naturwissenschaftlicher Sicht also beliebig ist) auf eine ursächliche Wirkung gegen eine Erkrankung zu schließen, ist in hohem Maße naiv! Die Homöopathen erinnern mich da wirklich an die Ureinwohner einer Südseeinsel: „während des Krieges haben sie gesehen, wie Flugzeuge mit jeder Menge guter Sachen landeten; nun möchten sie natürlich, dass das gleiche wieder passiert. Also haben sie so etwas Ähnliches wie Landebahnen angelegt und neben ihnen Signalfeuer angezündet; eine Hütte aus Holz haben sie auch gebaut, und in der sitzt ein Mann, der auf dem Kopf zwei so Dinger aus Holz hat, die wie ein Kopfhörer aussehen und von denen zwei Bambusstöcke wie Antennen abstehen – das ist der Flugkontrolleur. Und jetzt warten sie darauf, dass ein Flugzeug landet. Sie machen alles richtig. Der Form nach einwandfrei. Alles sieht genauso aus wie damals. Aber es haut nicht hin. Nicht ein Flugzeug landet.“  Feynman nennt das „Cargo-Kult-Wissenschaft“.

Potenzierung
Und was ist nun mit dem Prinzip der Wirkungsverstärkung durch Verdünnen? Mit Verlaub: das ist Quatsch! Eine Substanz, die aus einer Lösung entfernt worden ist, kann nicht mehr wirken! Bei Verdünnungen von C200  bedeutet das „C“, „dass jede Verdünnung im Verhältnis 1:100 durchgeführt und das noch 200 mal wiederholt wird. Das Ergebnis ist eine Verdünnung im Verhältnis 1:10^400 (10 hoch 400), also eine 1 mit 400 Nullen. Im ganzen Universum gibt es aber „nur“ 10^80 Atome (10 hoch 80; eine Eins mit 80 Nullen)“ 3 und das bedeutet, dass man diese Verdünnung nicht einmal im gesamten Universum bewerkstelligen kann! Man benötigt dazu sage und schreibe 10^320 Universen (10 hoch 320; eine Eins mit 320 Nullen)! Da kann man sich dann glücklich schätzen, wenn die Wirkung zumindest in unserem Universum geblieben ist! Mal ernsthaft: das soll wirken???

Die Homöopathen sagen: Ja! Sie glauben nämlich, dass sie es schaffen können, die „Information“ aus dem Molekül von diesem Molekül zu trennen und dem Lösungsmittel zuzuführen. Gerne werden da immer Vergleiche herangezogen: wenn man eine unbespielte und eine bespielte Videokassette wiege, dann erhalte man das gleiche Ergebnis, aber dennoch sei auf der einen eine Information (ein Film) und auf der anderen nicht. Was für ein kindisches Beispiel! Natürlich kann man nicht mit einer einzelnen Messmethode alle Eigenschaften der Materie erkennen! Ein Analogieschluss ist im naturwissenschaftlichen Bereich ohnehin nichtssagend – erst recht, wenn er auf der falschen Methodenwahl beruht! Abspielen der Videokassette in einem Abspielgerät wäre viel intelligenter gewesen als Wiegen der Kassette!

Es ist zwar richtig, dass „Information“ etwas körperloses ist (die Informationstheorie sagt, Information ist ein Maß für die Unwahrscheinlichkeit: je unwahrscheinlicher, desto informativer), aber sie ist, wenn man sie „zugänglich“ machen will, „speichern“, „verarbeiten“ und wieder „lesen“ will, natürlich an etwas Körperliches gebunden! Wenn die Arzneiinformation das Arzneimolekül braucht, dann braucht der Film die Magnetschicht der Videokassette. Entferne ich das Molekül aus der Lösung, dann ist das so, als kratze ich die Magnetschicht vom Trägermaterial! Nun glauben die Homöopathen, die Information sei zuvor auf das Lösungsmittel übergegangen und deshalb immer noch vorhanden. Also – ich hätte da schon noch ein paar Fragen dazu! Sie etwa nicht? Wenn die Information nach dem „Potenzieren“ im Wasser ist, ist sie dann nicht mehr im Arzneimolekül? Kann dann das Arzneimolekül ohne seine spezifische Information überhaupt noch weiter existieren? Oder ist die Information dabei vervielfältigt (kopiert) worden? Und wie geht das – kopieren? Wie das im Computer geht, wissen vielleicht einige. Da gibt es mehrere Speicher, Datenbusse, Controller und einen zentralen Prozessor, der alles koordiniert. Die Information muss an festen „Adressen“ hinterlegt werden, damit man sie später wiederfinden kann. Der Kopiervorgang benötigt Energie und das „Auslesen“ auch. Kompliziert, nicht wahr?

Und all das geschieht beim „Potenzieren“ quasi ganz von allein? Als Energiequelle reicht es aus, wenn man die Lösung schüttelt und fest aufstößt? Warum nimmt man kein elektrisches Rührgerät? Das verteilt doch auch die Moleküle und liefert Energie! Weil Hahnemann auch keins hatte! Deshalb nicht!

Homöopathieeffekte widersprechen den Naturgesetzen
Und wie soll das Lösungsmittel die Information speichern? Beim Speichern von Information muss sich ja irgend etwas verändern! Das Lösungsmittel kann sich aber nicht ändern! Alle Moleküle bleiben gleich! Nein – leider muss man feststellen: Wasser (oder Alkohol – ist ja egal) kann die Information gar nicht speichern, denn die Moleküle des Lösungsmittels sind „ununterscheidbar“, das heißt man kann keine unterschiedliche Anordnung von Wassermolekülen erkennen, man kann keine zusammengehörende Gruppe von Wassermolekülen im Umgebungswasser erkennen! Alles ist gleich wahrscheinlich. Und damit ist die Information gleich Null!

So genannte „cluster“, die angeblich aus Wassermolekülen (ununterscheidbaren Wassermolekülen!) bestehen und die Arzneiinformation speichern sollen, gibt es nicht – denn sie können nicht erkannt werden! Wie will man denn das Molekül aus der Lösung „schütteln“ und die Information ungestört in der Lösung lassen? So wie man einen Magneten aus einer Dose mit Eisenfeilspänen schüttelt und das ursprüngliche Arrangement der Eisenfeilspäne ungestört lässt? Ja, Leute! Wie denn?

Und was ist mit den Wasserstoffbrückenbindungen? Die gibt es zwar – aber sie haben nur eine „Haltbarkeit“ von einigen Picosekunden (billionstel Sekunden). In jeder Sekunde ordnen sich die Wasserstoffbrücken eine Billion mal um! Stellen Sie sich mal vor, Sie hätten ein Buch, in dem jeder Buchstabe eine Billion mal pro Sekunde wahllos durch andere Buchstaben ersetzt wird! Viel Spaß beim Lesen…

Immer wieder werden scheinbar unwiderlegbare Argumente zur Erklärung herangezogen, wie z. B. der „Welle-Teilchen-Dualismus“ oder die „Heisenberg’sche Unschärferelation“. Immer wieder wird die Quantenphysik berufen: sie ist so schwer zu verstehen! Da kann man schwafeln und dennoch Eindruck schinden! Und in dem Wort „Unschärferelation“ kommt ja wohl für jeden eindeutig zum Ausdruck, dass es noch etwas Unscharfes, etwas Nicht-Erklärbares gibt! Als Homöopath klammert man sich daran in der Hoffnung, wenigstens an dieser Stelle nicht widerlegt werden zu können! So ein Pech! Die Quantenphysik hat unsere Welt vorhersehbarer und verständlicher gemacht, als sie jemals zuvor war! Diese ach so unscharfe Quantenwelt hat uns die Atomuhr beschert! Die genaueste Uhr der Welt! Also: der Welle-Teilchen-Dualismus oder die Heisenberg’sche Unschärferelation erklären überhaupt nicht, wie man Information in einer homogenen Lösung aus nicht voneinander zu unterscheidenden Molekülen speichern kann!

Aber der 2. Hauptsatz der Thermodynamik erklärt uns, warum das nicht gehen kann! Bei jeder Temperatur über dem absoluten Nullpunkt – also immer! – wirbeln die einzelnen Moleküle chaotisch und nicht verfolgbar durcheinander! Die Unordnung (die Entropie) nimmt zu und der Informationsgehalt ab! Wie lange würde sich die Information im Lösungsmittel halten (wenn es denn jemals gelingen würde, sie da hinein zu bekommen)? Sie erinnern sich: Picosekunden! Das alles kümmert die Homöopathen überhaupt nicht!

Homöopathie hat eine Wirkung noch niemals zweifelsfrei beweisen können
„Ein großer Teil experimenteller Wissenschaft besteht darin, Tests zu konstruieren, die sicherstellen, dass das Ergebnis eines Experiments nicht das Ergebnis eines menschlichen oder eines Interpretationsfehlers ist. Die ‚unendliche Verdünnung’ ist ein solcher Test. Wenn der beobachtete Effekt nicht verschwindet, nachdem die Verdünnung Null erreicht hat, ist das ein klarer Beweis dafür, dass der Effekt nicht durch die getestete Substanz erzielt worden ist.“ – Wenn z. B. mein Auto weiterfährt, obwohl ich die ganze Seifenlösung aus dem Scheibenwaschtank herausverdünnt habe, ist das eben gerade kein Beweis dafür, dass Seifenlösung der stärkste Treibstoff der Welt ist, weil das Auto sogar noch ohne sie fährt! Es ist ein Beweis dafür, dass die Seifenlösung nichts mit dem Treibstoff zu tun hat! – Die Homöopathie erblickt aber gerade darin einen „Beweis“ für die hohe Wirksamkeit der Arzneimittel, wenn diese – ohne anwesend zu sein – noch wirken!

Der französische Homöopath Benveniste behauptete, entdeckt zu haben, dass die Information im Wasser in Form von elektromagnetischen Wellen gespeichert wird, die man mit Hilfe einer Spule um das Wasser herum sichtbar machen könne. Gemäß Benveniste könnte man die Informationen in einem Computer abspeichern und ins Internet stellen, sodass sie überall auf der Welt Wasser aktivieren können. Und wie speichert man elektromagnetische Wellen? Elektromagnetische Wellen „fliegen“ mit Lichtgeschwindigkeit davon und nehmen dabei noch Energie mit! Kühlt dann das Arzneimittel „von allein“ ab? Homöopathische Arzneimittel produzieren Elektrosmog?? – Man sollte eigentlich erwarten, dass jeder bemerkt, wie lächerlich das alles ist. Homöopathen finden das allerdings überhaupt nicht witzig!  – Inzwischen hat Benveniste seine Behauptung allerdings wieder zurückgezogen!

Übrigens: einen Beweis für diese abstrusen Behauptungen hat noch niemand erbracht! Es ist noch nicht einmal ein Denkansatz erkennbar, wie ein solcher Beweis aussehen könnte! Und wie wollen Homöopathen nachweisen, ob ein Medikament „echt“ ist und nicht etwa von einem „ungläubigen“ Apotheker „gefälscht“ wurde (indem er einfach das Arzneifläschchen am Wasserhahn auffüllt)? – Wie wollen Naturwissenschaftler jemals nachweisen können, dass Weihwasser geweiht ist??

Ja, warum eigentlich dieser ganze „Umweg“ über die Informationsbeladung des Lösungsmittels mit Informationen aus dem Arzneimittel? Warum soll man denn statt des eigentlichen Arzneimittels Wasser geben, das genau die gleiche Information enthält wie das Arzneimittel selbst? Um Nebenwirkungen zu verhindern? Nee – wenn die Information dieselbe ist, dann sind auch die Nebenwirkungen in der Lösung! Es sei denn, die Nebenwirkungen seien bei der Informationsübertragung gelöscht worden! Wahrscheinlich geht das auch durch das Schütteln und Stoßen: alles was der Homöopath gut findet, kopiert sich ins Wasser und alles, was er schlecht findet, bleibt freiwillig draußen! Noch irgendwelche Fragen?

Physikalisch und chemisch gesehen, ist damit völlig klar, dass wirkstofffreie Lösungen keine spezifischen Wirkungen haben können. Wechselwirkung zwischen Arznei und dem Körper des Patienten ist immer körperlicher Art. Wenn das Arzneimolekül entfernt ist, fällt jegliche Wechselwirkung zwischen Arzneimolekül und dem Körper des Patienten aus. Lediglich seelische Wirkungen können noch übrigbleiben. Der Placeboeffekt ist nicht an die Anwesenheit des Arzneimittels gebunden. – Homöopathen wollen aber nicht, dass die den Arzneimitteln zugeschriebene Wirkung eine Placebowirkung sei. Tja – Pech gehabt: dann müssen die Arzneien eben in der Lösung bleiben! Man kann nicht den Kuchen haben wollen und das Geld für den Kuchen auch noch!

Auch aus zwei weiteren Gründen kann das homöopathische Prinzip keine in sich geschlossene Heilungsmethode sein: Das Ähnlichkeitsprinzip muss bei Mangelerkrankungen und bei Vergiftungen versagen! Einen Mangel kann man nicht durch die Gabe von homöopathisch „potenzierten“ (also im Klartext bis zum Verschwinden verdünnten) Substanzen beheben. Und bei einer Vergiftung kann man nicht durch eine zusätzliche Gabe des Giftes (selbst wenn es bis zum Verschwinden verdünnt ist) entgiften! Homöopathen werden behaupten, dass die Homöopathie die Begriffe „Mangel“ und „Vergiftung“ gar nicht benötige. Das ist richtig – sie kennt sie ja nicht mal! Die Homöopathie ist allein auf die Symptome ausgerichtet! Wenn ich wegen eines Wassermangels Kopfschmerzen bekomme, dann ist nicht Wasser die naheliegende Lösung des Problems, sondern die homöopathische Verdünnung eines „Medikaments“, dass ist höherer Dosierung seinerseits Kopfschmerzen verursacht (z. B. Rotwein mit Käse). Ganz schön frech und dreist, der wissenschaftlichen Hochschulmedizin vorzuwerfen, sie kuriere nur an den Symptomen herum, während die Homöopathie auf einem ganzheitlichen Konzept aufbaue! Es ist genau ander herum!

System “Homöopathie”
Das System der Homöopathie hingegen ist interessant und beeindruckend. Da könnte man glatt noch etwas lernen! Es gibt einen Guru (Hahnemann) und seine Jünger, die jedes Wort von ihm „beten“ können. Die Homöopathie hat eine eigene Fachsprache geschaffen mit Begriffen, die in der naturwissenschaftlichen Welt nicht vorkommen oder dort völlig anders verstanden werden. Fragen Sie mal einen Mathematiker, was der unter „Potenzieren“ versteht. Bestimmt nicht das, was die Homöopathie darunter versteht. Die Krankheitslehre der Homöopathie entfernt sich mit jedem neuen Tag ein Stückchen weiter von der naturwissenschaftlichen Medizin. Da gibt es Begriffe wie „Psora“, „Miasma“ und „Lebenskraft“, die man aber nicht so genau erklären kann.

Prinzip “Ganzheitlichkeit”
Und der Begriff der „Ganzheitlichkeit“! Der klingt besonders gut! Endlich eine Lehre, die mich als Patienten mal „ganz“ sieht und nicht nur organweise! Die „ganzheitliche Sichtweise“ birgt aber Sprengstoff! Wenn jeder Mensch anders ist und ich jeden individuell behandeln möchte, dann gibt es keinerlei Erfahrungen, aus denen ich schöpfen kann! Sechs Milliarden Menschen auf der Welt und jeder braucht ein ganz besonderes, nur auf ihn zugeschnittenes Medikament! Wo soll ich das jemals nachschauen oder gar lernen können? Was hilft es mir, Herrn Meier geheilt zu haben, wenn nun Frau Müller vor mir steht? Ich kann ja nicht dasselbe Medikament nehmen, denn Frau Müller ist ein Individuum, das sich von Herrn Meier unterscheidet. Aber so streng sehen das die Homöopathen dann doch nicht; da machen sie dann Abstriche am Konzept der Ganzheitlichkeit.

Wenn ein Patient ganzheitlich gesehen wird, dann kann er nicht mehrere Krankheiten gleichzeitig haben! „Seine“ Krankheit ist als Einheit zu sehen, die mehrere Symptome auf sich vereint. Deshalb gibt es in der (klassischen) Homöopathie auch keine Medikamentenkombination, sondern nur ein Medikament, das genau ausgewählt sein muss.

Natürlich kann der Homöopath nicht alle Symptome berücksichtigen: niemand kann ja alle Informationen aus dem Körper eines Patienten kennen! Deshalb gibt es wichtige und unwichtige Symptome. Komisch ist, dass die wichtige Symptome allesamt mit den fünf Sinnen erfasst werden können (andere kannte Hahnemann noch nicht)! Aber Vorsicht: hier ist eine „Erfolgsgarantie“ eingebaut! Wird der Patient nämlich nach der Therapie gesund (das gibt es ja, weil es Placebowirkungen gibt), dann hat der Homöopath offenbar genau alle wichtigen Informationen gesammelt. Wird der Patient jedoch nicht gesund, dann sind ihm wichtige Informationen vorenthalten worden! Oder sie wurden verschleiert. Jedenfalls ist im Falle eines Misserfolges die Homöopathie selbst immer unschuldig! Alle Erfolge gehen auf das Konto Homöopathie, alle Misserfolge liegen außerhalb der Homöopathie begründet. Der Misserfolg allein ist schon Beweis dafür, dass die Homöopathie falsch angewendet wurde! Was wichtig ist und was unwichtig ist, stellt sich praktischerweise erst nach der Therapie heraus!

Das System der Zusatzeinschränkungen passt da auch sehr gut hinein. Dem Patienten werden alle möglichen sinnvollen und unsinnigen Einschränkungen auferlegt. Je mehr, desto besser. Gegen irgendeine wird er sicher mal verstoßen. Besonders bei der langen Heilungsdauer, die der Homöopathie als normal gilt! Wird der Patient gesund trotz des Verstoßes gegen eine Einschränkung: gut für die Homöopathie! Wird er nicht gesund: dann ist der Patient eben selbst für den Misserfolg verantwortlich!

Und was passiert mit dem Patienten, wenn er ein homöopathisches Arzneimittel genommen hat? Erstens: es kann ihm besser gehen. Das ist dann ein Erfolg für die Homöopathie. Zweitens: die Erkrankung bleibt erst mal eine Weile unverändert: das ist dann auch ein Erfolg für die Homöopathie, weil homöopathische Heilungen ja eigentlich langsam ablaufen sollen, damit sie nachhaltig sind. Also verzögerte Heilungen sind in der Homöopathie durchaus erwünscht und ein Zeichen der Wirksamkeit. Drittens: die Krankheit kann schlimmer werden. Das ist dann die berühmte „Erstverschlimmerung“: ein „sicheres“ Zeichen, dass die Homöopathie wirkt und das richtige Arzneimittel ausgesucht wurde! Schließlich sollen ja das „Arzneimittelbild“ und das Krankheitsbild ähnlich sein; wenn beide sich überlagern, kann es also auch mal schlimmer werden. Haben Sie es bemerkt? Egal, ob eine Krankheit nach eine homöopathischen Therapie besser wird, so bleibt oder schlechter wird: es ist immer ein Erfolg für die Homöopathie!

Homöopathie als zusätzliche – “komplementäre” – Therapie
Nun gibt es ja durchaus verantwortungsbewusste Homöopathen. Diese überweisen ihre Patienten an die wissenschaftlichen Medizin (sogenannte „Schulmedizin“ – ich bestehe inzwischen auf „Hochschulmedizin“: so viel Zeit muss sein!). Das ist auch nicht zu beanstanden und – obwohl eigentlich selbstverständlich – lobenswert! Aber wie werden diese überwiesenen Patienten in die Erfolgsstatistiken der Homöopathen aufgenommen? Als Misserfolge? – Nein! Sie verschwinden ganz einfach aus der Statistik! Im Nachhinein hat sich ja herausgestellt, dass die Homöopathie eigentlich für diesen Patienten nicht „zuständig“ war – also wird er aus der Statistik entfernt. Das ist aber falsch und nicht zulässig! Auf diese Weise verfälscht man eine Statistik! Der Standard bei statistischen Untersuchungen innerhalb der Hochschulmedizin heißt: „Intention-to-treat-Analyse“. Also – vorher muss festgelegt sein, welcher Patient in die Statistik aufgenommen wird. Stellt sich später heraus, dass die Homöopathie nicht helfen kann, muss der Patient dennoch in der Statistik bleiben und als Misserfolg gewertet werden.

Diese Charakteristika der Homöopathie sind die Garanten für den Erfolg! Sie lassen jede Statistik „schön“ aussehen! Ist doch klar: geht man von vielleicht 25 % „Heilung“ durch Placeboeffekt aus und streicht anschließend die restlichen 75 % Misserfolge wegen „Falschanwendung der Homöopathie“ oder nachträglich bemerkter „Nicht-Zuständigkeit“ der Homöopathie aus der Statistik heraus, dann bekommt man eine Erfolgsrate von 100 %. Da kann unsereiner ja nur neidisch werden! Das funktioniert übrigens auch in der Tiermedizin, denn die Placebowirkung ist auch bei Tieren nachgewiesen!

Selbstverständlich gibt es Möglichkeiten die Homöopathie zu testen! Prof. Lambeck, seines Zeichens Physiker, hat schon vor einiger Zeit vorgeschlagen, wie es funktioniert!

Evidence Based Medicine”
Höchster Standard in der wissenschaftlichen Medizin (“evidence based medicine” – EBM) ist also die „prospektive multizentrische, randomisierte, plazebokontrollierte Doppelblind-Intention-to-treat-Studie“. Kein Problem! Die Homöopathie-Studie kann an mehreren Orten durchgeführt werden. An jedem Studienort untersucht ein Homöopath die Patienten und schreibt ein homöopathisches Medikament auf. Der Patient geht damit in eine homöopathische Apotheke. Der Apotheker nimmt das Rezept entgegen und gibt es einem zweiten Apotheker im Labor. Dort steht der Studienleiter und entscheidet – z. B. auch mit Hilfe eines Computers – zufällig, ob der Patient das echte Medikament bekommt oder lediglich ein Placebo. Der Apotheker im Labor gibt das ausgewählte Präparat dem Apotheker im Laden. Und dieser gibt es dem Patienten. Weder der Patient noch der Apotheker im Laden noch der Homöopath wissen also, welcher Patient das Homöopathikum und welcher das Placebopräparat bekommen hat. Ein solches Studiendesign nennt man „doppelblind“. Es ist auch „randomisiert“ (die Teilnehmer in der „Verumgruppe“ und in der „Placebogruppe“ sind zufällig ausgewählt worden). Und es gilt die Intention-to-treat-Regel: Jeder Teilnehmer bleibt in seiner einmal zugeteilten Gruppe!

Therapeutische Wirkungen müssen in Studien belegt werden
Es gibt eine Reihe von Studien zur Homöopathie. Nur: Die Qualität der Studien ist unterschiedlich. Das oben beschriebene Studiendesign bietet den höchsten Qualitätsstandard. Und dann muss man noch wissen, dass keine Studie – auch die beste – nicht ohne Fehlerrisiko ist! Die allgemein anerkannt erlaubte Irrtumswahrscheinlichkeit beträgt höchstens 5 %. Das bedeutet, dass – im Falle der Homöopathie – von 100 Studien mindestens 95 Studien völlig richtig die Unwirksamkeit nachweisen, aber bis zu 5 Studien irrtümlich eine Wirksamkeit erkennen lassen können. Deswegen ist es erforderlich, dass wirklich auch alle Studien veröffentlicht werden – und nicht nur die 5 % der Studien, die ein erwünschtes Ergebnis zeigen! Durch die Nichtveröffentlichung der unliebsamen Studien entsteht ein falscher Eindruck! Diesen Fehler nennt man „Publikations-Bias“. Um ihn zu verhindern, müssen seit einigen Jahren alle Studien (nicht nur zur Homöopathie!) zuvor angemeldet werden! Angemeldete Studien ohne mitgeteiltes Ergebnis werden später automatisch als Misserfolg gewertet! Und: Einzelstudien sind nicht so wertvoll wie eine Gesamtschau über viele Studien, in die nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Qualität der Studie eingeht. Solche Untersuchungen nennt man „Metaanalysen“ – also eine Bewertung der gesamten Studienlage.

Warum dieser Aufwand? Viele Menschen sagen: „Mich interessieren Studien nicht. Mir hat die Homöopathie geholfen.“

Man muss sich selbst gegenüber schon ziemlich unkritisch sein, um nicht zu wissen, dass man sich selbst irren kann! Dass man sich insbesondere dann irren kann, wenn man ein bestimmtes Wunschergebnis (nämlich die Aussage „mir hat’s geholfen“) erzielen möchte. Dass man schon bei der Auswahl der Krankheiten, bei denen man Homöopathika einnimmt, (unbewusst) manipulieren kann (Erkältungen heilen auch ohne Medikamente und ohne Globuli aus, aber wenn man Globuli genommen hat, dann schreibt man die Auswertung auch den Globuli zu)! Dass es einen Effekt namens „selektive Wahrnehmung“ gibt. Dass man „Besserung der Krankheit“ und „Besseres Gefühl“ miteinander verwechseln kann und dass man auch bei gleichbleibender Krankheit trotzdem ein besseres Gefühl haben kann. Dass man ein zufälliges Ergebnis erzielten kann.

Die Aussage „mir hat’s geholfen“ ist immer nur eine anekdotische Einzelmeinung, die dem Patienten zwar wichtig ist – die aber keine allgemeingültigen Richtlinien für Ärzte sein kann! Was sollen wir Ärzte denn tun? Es gibt ja auch viele Menschen, die sagen: „Bei mir hat’s nicht geholfen!“ Sind deren Aussagen weniger wert?

Nein – wenn ich möglichst viele Irrtümer ausschließen möchte, dann bleibt nur die Methode “evidence based medicine“ (EBM), so wie sie oben beschrieben wurde.

Jetzt kommt die Auswertung: Je höher die Qualität der Studien und der Metaanalysen, desto geringer ist die beobachtete Wirkung der Homöopathie!

Positive Einzelbeobachtungen mögen erfreulich sein für den Beobachter. Für die Medizin als Ganzes sind positive Einzelbeobachtungen wertlos.

Und weil die Homöopathen das sehr gut wissen, beschweren sie sich darüber, dass solche Untersuchungen überhaupt durchgeführt werden! Da die Homöopathie eine individuelle Behandlung sei, könne man sie nicht allgemein untersuchen. Dass dieses „Studienverbot“ aber Quatsch und lediglich eine „Immunisierungs-Strategie“ ist, um die Homöopathie gegen Kritik zu immunisieren, zeigt der von Prof. Lambeck vorgeschlagene Studienaufbau! Jeder Studienteilnehmer erhält seine individuelle Medikamentenempfehlung durch seinen Homöopathen. Daran können Homöopathen nichts auszusetzen haben!

Solche Studien werden von Homöopathen also aus Eigennutz nicht erlaubt mit der fadenscheinigen Begründung, sie würden dem „Wesen der Homöopathie“ nicht gerecht! Nein, man soll schon den Homöopathen selbst überlassen, wie sie ihre Erfolge nachweisen wollen. – Wenn man wissen will, ob Teppiche fliegen können, darf man ja auch keinen Verkehrspiloten fragen: der weiß das ja nicht! Der fliegt ja nicht mit Teppichen! Da muss man schon so ehrlich sein und einen Teppichpiloten fragen! Nur der kann wahrhaft bezeugen, dass er mit Teppichen fliegen kann! – Die Homöopathen sagen, die Erfolge der Homöopathie seien unbestreitbar, aber eben auch unbeweisbar! Diesen Satz muss man zweimal lesen!

Binnenkonsens
Übrigens hat die Politik genau für diese Strategie der Homöopathie (und anderer alternativer Verfahren) eine Ausnahmegenehmigung erteilt! Sie heißt „Binnenkonsens“. Während Medikamente aus der seriösen Pharmaforschung eine ganze Batterie harter und teurer Studien absolvieren müssen, bevor sie zur Anwendung an Mensch und Tier freigegeben werden, müssen sich Homöopathen nur gegenseitig bescheinigen, dass ihre Homöopathika wirksam sind! Ohne weitere Begründung! Ohne Nachweise! Ein Stück aus dem Tollhaus!

Sehen Sie, was ich sehe? Eine geschlossene Gruppe von Jüngern, die sich um einen Guru (Hahnemann) scharen, ihre eigene Sprache verwenden, selbstgemachte Regeln für eine selbstgemachte „Wissenschaft“, selbstgemachte Regeln für den Umgang untereinander und mit außenstehenden Kritikern?

Richtig: es ist eine Sekte!

Sollten wir nicht die Homöopathen in Ruhe lassen? Was schaden die uns denn?

Scharlatanerie
Homöopathen pfuschen an der Gesundheit ihrer Anhänger herum! Sie nehmen Geld dafür und verhindern zuweilen eine notwendige und wirksame Therapie! Sie kosten unser aller Geld: Was glauben Sie denn, wie hoch die Kosten für die Arbeitsunfähigkeitszeiten sind, wenn man sich für die Heilung harmloser Krankheiten Wochen und Monate Zeit nimmt, nur damit die Heilung „nachhaltig“ ist? Was glauben Sie denn, wie hoch die Behandlungskosten der initialen Krankheitsverschleppung und der „Erstverschlimmerung“ sind?

Und was ist mit dem Satz, „wer heilt, hat Recht“? Dieser Satz verschleiert mehr, als er verdeutlicht! Da nun mal der Placeboeffekt in unserer Welt existiert, kann jeder mal die Gelegenheit haben, „heilen“ zu können! Die echten Profis unterscheiden sich von den Scharlatanen in der Heilungsquote! Wenn jemand in 20 % bis 25 % der Fälle heilt, dann versagt er in 75 % bis 80 % der Fälle! Wollen wir das hinnehmen??

Schon lese ich wieder die Berichte über angeblich Tausende und Zehntausende von Opfern der naturwissenschaftlichen Medizin! Verehrte Leserschaft! Diese Zahlen sind wertlos, weil sie absolut sind! Wo sind so viele Opfer der naturwissenschaftlichen Medizin zu finden? In Niedersachsen? In der Bundesrepublik? In Europa? In Amerika? In der ganzen Welt? Und wann war das? Letzte Woche? Letzten Monat? Letztes Jahr? Von 1940 bis 1960? Seit 1850? Und wie viele Patienten sind im gleichen Zeitraum überhaupt behandelt worden? Wie ist die prozentuale Quote? Das ist die einzig entscheidende Frage! Sie ist niedrig!! Und bei unheilbaren Krankheiten ist eine Heilung auch für die wissenschaftliche Hochschulmedizin nicht möglich! Wohl aber kann die wissenschaftliche Hochschulmedizin die Lebensqualität verbessern! Das geht aber in diese Horrorberichte nicht ein! Weil sie tendenziös sind! Sie unterstellen einfach auch den alten Satz „post hoc est propter hoc“ (danach ist deswegen). Bloß weil ein Sterbenskranker Schmerzpatient irgendwann nach der Gabe eines Schmerzmittels gestorben ist, ist er noch lange nicht wegen des Schmerzmittels gestorben! So kann man nicht argumentieren! – Bloß weil weit mehr als 95 % aller Menschen im Bett sterben, heißt das noch lange nicht, dass Betten Todesfallen sind!

Denken Sie mal darüber nach!

  1. MagicGuitar
    7. April 2013, 21:20 | #1

    Wirklich ein verdammt guter Artikel, der wirklich auch den letzten Winkel der Homöopathie beleuchtet und anschauliche Beispiele liefert. Ich mein ist klar, so ein Homöopathie-Anhänger will das nicht lesen und wird es auch nicht. Man kann ja nur hoffen, dass es wenigstens ein paar junge Mütter lesen, die immer wieder auf das Geschwafel solcher „Alternativmediziner“ hereinfallen und sich was von der „bösen Schulmedizin“ erzählen lassen.

    Den Punkt hätte er vielleicht sogar noch beleuchten müssen: Dass (junge) Eltern im Bestreben das Beste für ihr Kind zu tun genau das falsche machen, wenn sie sich von solchen Scharlatanen bequatschen lassen.

  2. HansClarin
    7. April 2013, 22:33 | #2

    Sehr schöner Artikel – aber für meinen Geschmack hätte es in 80% der Fälle statt eines Ausrufezeichens auch ein schnöder Punkt getan.

  3. 7. April 2013, 23:31 | #3

    Der Text ist von 2003, da wurdest Du noch ruckzuck aus Foren geschmissen, wenn Du Dir wagtest, die Homöopathie als Blödsinn zu bezeichnen.

  4. Groucho
    8. April 2013, 05:04 | #4

    HansClarin :

    Sehr schöner Artikel – aber für meinen Geschmack hätte es in 80% der Fälle statt eines Ausrufezeichens auch ein schnöder Punkt getan.

    Das ist halt der Stil des Autors, sehe es ihm nach, bei dem Inhalt sicher nicht schwer 😉

  5. 8. April 2013, 07:35 | #5

    Hallo,
    Der Artikel ist natürlich gut, aber leider ist (mindestens) ein haarsträubender Fehler drin, der doch ziemlich peinlich ist. Denkt mal über folgendes nach:

    Zitat:

    „Bei Verdünnungen von C200 bedeutet das „C“, „dass jede Verdünnung im Verhältnis 1:100 durchgeführt und das noch 200 mal wiederholt wird. Das Ergebnis ist eine Verdünnung im Verhältnis 1:10^400 (10 hoch 400), also eine 1 mit 400 Nullen. Im ganzen Universum gibt es aber „nur“ 10^80 Atome (10 hoch 80; eine Eins mit 80 Nullen)“ 3 und das bedeutet, dass man diese Verdünnung nicht einmal im gesamten Universum bewerkstelligen kann! Man benötigt dazu sage und schreibe 10^320 Universen (10 hoch 320; eine Eins mit 320 Nullen)!“

    Es wird also behauptet, dass man grundsätzlich keine C200 Potenzierung (Verdünnung) herstellen kann („das bedeutet, dass man diese Verdünnung nicht einmal im gesamten Universum bewerkstelligen kann!“). Das ist leider falsch.
    Nehmen wir einmal an, dass die Ausgangsmenge 1 ml wäre, dann wird diese mit 99 oder 100 ml vermengt und schon hat man C1. Das macht man insgesamt 200 Mal und schon hat man C200. Man benötigt also nur 200 x 100 ml (99ml), was 20 Litern Lösungs-/Verdünnungmittel (Wasser, Alkohol etc…) entspricht. Mehr als 20 Liter braucht man in diesem Beispiel nicht.
    Man benötigt keine 10 hoch 80 Atome oder 10 hoch 400 Atome. Die würde man nur benötigen, wenn man in einem einzigen Schritt sofort auf C200 verdünnen wollen würde.

    Ich weiß nicht, ob ich einen Denkfehler mache, aber ich kann leider keinen finden, also überlegt selbst einmal, ob meine Kritik berechtigt ist und falls ja, ändert das. 😉
    Viele Grüße
    Stephan

  6. Martin
    8. April 2013, 09:23 | #6

    @Stephan
    Dieser Vergleich soll ja nur zeigen, wieviel ‚Atome/Moleküle‘ Lösungsmittel du rechnerisch brauchst, um sicherzustellen, dass mindestens ein Wirkmolekül nach der Potenzierung verbleibt.
    Es geht nur um die Relation.

  7. Gisander
    8. April 2013, 09:25 | #7

    @ Stephan
    Allerdings machst Du da einen Denkfehler. Denn Deine Potenzierungsschritte werden so immer kleiner. Der letzte ist nur noch ein Trippelschritt gegenüber dem Siebenmeilenstiefelschritt des ersten.

    Es mag sein, dass die Homöopathika-Hersteller auch so rechnen, aber dann verlagert das die Täushung nur auf eine andere Ebene.

  8. observer
    8. April 2013, 10:08 | #8

    Ein weiterer Fehler in dem Artikel :
    Homöopathische Arzneien sind nicht unbedingt nebenwirkungsfrei. So kann mit D6 Verdünnung eines Pilzes eine Penicillinallergie behandelt werden. Da ist aber noch Penicillin drinnen, was für Allergiker zu einem anaphylaktischen Schock führen kann.

  9. 8. April 2013, 11:36 | #9

    @Martin:

    Na ja, in dem Artikel steht als Behauptung drin: „[…] das bedeutet, dass man diese Verdünnung nicht einmal im gesamten Universum bewerkstelligen kann!“.

    Es gibt aber C200-Glaubuli zu kaufen. Wenn ich die Behauptung wortwörtlich nehme, dann ist dies laut Autor ja nicht möglich, weil man so eine Verdünnung nicht einmal mit dem gesamten Universum erreichen kann.

    Was denn nun?

    Mag schon sein, dass man auf die Relation hinweisen will, aber ich würde den Satz in dieser Form nicht schreiben und auch diese Rechnung ist fragwürdig, und ich habe ja erklärt, warum.

    Man muss eine derartige Verdünnung, wie C200, ja nicht in einem Schritt machen, sondern in 200 Schritten und dafür braucht man nicht das gesamte Universum und auch nicht 10 hoch 320 Universen, sondern eben nur 20 Liter oder sogar weniger.

    Ich meine, wir sind uns ja alle darüber einig, dass diese ganzen „Hochpotenzen“ völlig lächerlich sind (Homöopathie sowieso), weil da eh kein einziges Wirkstoffmolekül mehr vorhanden ist, aber dennoch sollte man es nicht so schreiben.

  10. 8. April 2013, 11:45 | #10

    @Gisander:

    „Allerdings machst Du da einen Denkfehler. Denn Deine Potenzierungsschritte werden so immer kleiner. Der letzte ist nur noch ein Trippelschritt gegenüber dem Siebenmeilenstiefelschritt des ersten.“

    Hä? Wovon redest du? Ich verstehe nur Bahnhof, bei dem, was du schreibst.

    Pass auf: Man nimmt 1 ml des Wirkstoffes und vermischt das mit 99 ml Wasser. Das Ergebnis sind 100 ml. Davon nimmt man wieder 1 ml und vermischt es mit 99 ml Wasser.

    Und das ganze macht man 200 Mal. Dann hat man eine C200 Verdünnung von dem Wirkstoff. Das sind keine Trippelschritte, sondern das ist jedes Mal eine Verdünnung um den Faktor 1:100. Das ist linear, eine Verdünnungsgerade mit der Steigung 1/100 oder 100, je nachdem, wie man es in ein Koordinatensystem einzeichnen will, bzw. die x- und die y-Achse beschriftet.

    Oder war dir nicht klar, wie die Verdünnung praktisch gemacht wird?

    Und gerade deshalb braucht man, um diese Verdünnungsschritte durchzuführen nicht das gesamte Universum bzw. 10 hoch 320 Universen. Und deshalb kann es natürlich C200 Verdünnungen geben. Daher sind diese beiden Behauptungen falsch oder zumindest irreführend.

    Man kann in der Apotheke C200 Glaubuli kaufen, ernsthaft, das geht.

    Oder nicht?

  11. 8. April 2013, 12:44 | #11

    @Stephan:

    Natürlich kann man die Verdünnungsschritte noch viel häufiger wiederholen.
    (Beispiel: http://www.apotheken-umschau.de/do/extern/medfinder/medikament-arzneimittel-information-Acidum-nitricum-C1000-DHU-Globuli-A27566.html )

    Das Ergebnis wird aber nicht die gewünschte „Verdünnung“ sein.

    Ab D23 verdünnt man wirkstofffreies Lösungsmittel mit wirkstofffreiem Lösungsmittel.

    Um wirklich eine Lösung zu haben, die mindestens 1 Atom/Molekül eines Wirkstoffes drin hat (was das absolute Minimum ist), bräuchte man die 10^320 Universen, die nur aus Alkohol-Wasser-Gemisch bestehen.

    Diese 10^320 Schnapsuniversen würden von dem einzelnen Atom/Molekül informiert werden.

    Die Chance dass das Atom/Molekül wirklich drin ist und nicht nur seine „Information“, wenn man davon ein 10ml-Fläschchen abfüllt, ist jenseits von allem Vorstellbaren.

    So hochreine Lösungsmittel gibt es aber sowieso nicht. Da sind reine Gedankenspiele.

  12. Gisander
    8. April 2013, 12:45 | #12

    @ Stephan
    Du hast natürlich Recht – aber nur, wenn Du nur ein einziges braunes Fläschchen betrachtest. Dann hast Du eine fertig konfektionierte Packung c200 irgendwas. Nur: davon leben Heel, DVU, Reckeweg und so weiter ja nicht, sondern von jeweils zehntausenden Vekaufsverpackungen pro Tag. Du musst also nach jedem Potenzierungsschritt ALLE gewonnenen Portionen weiterverd… äh, potenzieren. In Deinem Beispiel muss man also nicht nur den einen Milliliter der ersten Potenz verd… Schiet, ich werd’s nicht los, potenzieren, sondern die restlichen 99 ml auch. Und das auf jeder Stufe. Und das dann zweihundertmal hintereinander. Und das pro Hersteller zehntausende Male am Tag. Jeweils!

  13. 8. April 2013, 12:52 | #13

    Am Anfang reicht es wirklich, ganz kleine Mengen zu verdünnen, umso weniger muss man verwerfen.

    Man kann in den letzten Verdünnungsschritten ja das Volumen jeweils verzehn- oder verhundertfachen.

  14. ogrim
    8. April 2013, 12:52 | #14

    @ Stephan
    Das Problem dabei ist jetzt aber, dass man am Schluss entweder gar kein Wirkstoffmolekül mehr drinnen hat oder aber mindestens eines. Und bei einem hat man eben nicht die Verdünnung von 1:100^200 sondern 1:33*10^23.

  15. 8. April 2013, 13:03 | #15

    @Cohen:

    Ich habe Chemie studiert, ich kenne (und verstehe) die Avogadro-Konstante.

    Wenn ich dich richtig verstehe, dann geht es dir darum, dass man nur dann von einer C200 Verdünnung reden kann, wenn noch wenigstens ein Molekül/Atom der „angeblichen Wirksubstanz“ vorhanden ist. Und um dieses eine Molekül „garantieren“ zu können, muss man die Verdünnung in einem Schritt machen, nicht in 200 einzelnen, und dafür bräuchte man 10 hoch 320 Universen.

    Ist das so ungefähr das, was du sagen wolltest?

    Du meinst also, dass C200 Glaubuli zu Unrecht als „echte“ C200 Verdünnung bezeichnet oder angesehen werden, weil die Anzahl der Wirkmoleküle praktisch null ist. Und mit 0 im Zähler ist egal, was im Nenner steht, keine Verdünnung mehr quantitativ zu benennen, weil 0 geteilt durch irgendwas immer 0 ist (von geteilt durch 0 will ich jetzt mal nicht reden).
    Bei D24 besteht immerhin noch eine 10%ige Chance, dass ein Molekül enthalten ist. Bei D25 besteht noch eine 1%ige Chance, bei D26 eine 0,1%ige Chance und so weiter.

    Na ja, wie dem auch immer sei…ich finde diese Textpassage immer noch etwas unglücklich, weil Sie behauptet oder impliziert, dass man es keine C200 Glaubuli geben kann.

    Aber man kann C200 Glaubuli kaufen, also sollte man entweder diese Behauptung herausnehmen oder man sollte dazuschreiben, dass C200 Glaubuli eigentlich streng genommen, keine C200 Verdünnung sind.

    Was denn nun?

  16. 8. April 2013, 13:12 | #16

    @ogrim:

    Ich habe Cohen ja gerade geantwortet, im Prinzip streift es das, was du schreibst:

    „Das Problem dabei ist jetzt aber, dass man am Schluss entweder gar kein Wirkstoffmolekül mehr drinnen hat oder aber mindestens eines. Und bei einem hat man eben nicht die Verdünnung von 1:100^200 sondern 1:33*10^23.“

    Es geht um das grundsätzliche Problem, dass man keine „Verdünnung“ mehr angeben kann, wenn man 0 Wirkmoleküle in dem Ergebnis drin hat. Weil 0 geteilt durch 20 Liter Wasser oder durch 10 hoch 320 Universen, immer 0 ergibt.

    Und wenn sich, aller Wahrscheinlichkeit zum Trotz, ein Molekül, nach den 200 Verdünnungsschritten, immer noch im Ergebnis befinden würde, dann hätte man eine niedrigere Verdünnung als 1:100^200. Das meinst du, oder?
    Wie kommst du auf 1:33*10^23?

  17. 8. April 2013, 13:22 | #17

    Den Text gibt´s seit 10 Jahren, es ist ein Gastbeitrag.
    Warum sollen wir den jetzt noch umschreiben?
    Es reicht doch, wenn wir die sprachlichen Ungenauigkeiten in den Kommentaren erörtern.

    Man könnte evtl. ein Sternchen einfügen und einen Nachtrag dranhängen.
    Es geht wirklich darum, dass es praktisch nicht möglich ist, so eine Verdünnung wirklich zu haben.

    Es ist einfach völlig egal, was die Homöopathiefirma bei Hochpotenzen aufs Etikett druckt, weil sich der Inhalt der Flaschen nicht vom Inhalt der Flaschen mit anderem Etikett unterscheiden lässt.

    Stephan :

    @Cohen:

    Ich habe Chemie studiert, ich kenne (und verstehe) die Avogadro-Konstante.

    Bei D24 besteht immerhin noch eine 10%ige Chance, dass ein Molekül enthalten ist. Bei D25 besteht noch eine 1%ige Chance, bei D26 eine 0,1%ige Chance und so weiter.

    Das kommt aber auch darauf an, mit wieviel man das Schütteln beginnt.
    Wenn die Ursubstanz eine hohe molare Masse hat und man mit etwa 10g in 100 ml Wasser anfängt, ist man noch eher in dem Bereich, wo kein Molekül mehr drin sein kann.

    Die verdünnen komplette Bienen oder Pflanzenextrakte.
    Bei organischen Molekülen ist man schnell bei etwas höheren molaren Massen.
    Proteine haben ein paar zehntausend g/mol.
    Flavonoide (typische sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe) vllt. 350 g/mol.

    10 Gramm vo einem Flavonoid schon bloß 1/35 (ca. 0,029) mol in 100 ml Wasser, bevor man überhaupt die Verdünnerei anfängt.

    Und dann liegen die oft noch als Glykosid vor, d.h. die Moleküle sind noch schwerer, weil man noch ein paar Zucker dazuaddieren muss und dann bestehen Pflanzen sowieso zum Großteil aus Wasser (Urtinkturen werden meist aus Frischpflanzen hergestellt) …

  18. ogrim
    8. April 2013, 13:38 | #18

    @ Stephan
    Ja das war mein Grundgedanke dabei.
    Die 1:33*10^23 warn nur eine schnelle Überschlagsrechnung 100g Wasser durch 18g/mol
    mal 6,022*10^23 Moleküle/mol sind ca 33*10^23.
    Hab ich dabei jetzt iwas übersehen?

  19. Minerva
    8. April 2013, 13:39 | #19

    Den Homöopathen geht es nicht um einzelne Moleküle in ihren Potenzierungen, sondern um feinstoffliche Informationen und für die gilt die schönde Physik eurer materialistischen Gedankengänge nicht.

    Und überhaupt steht auf meinem Schreibtsich das überhaupt allergrößte: Vacuum C9 – potenziertes Nichts! Es interessiert mich wirklich brennend, wie das hergestellt wurde.

  20. 8. April 2013, 13:47 | #20

    Es gibt auch Erdstrahlen als „hom. Arzneimittel“, die sind noch nichtser als Vakuum.

    http://www.homeda.de/HOMEDA_RADIUS_TERRAE_C30.3300.0.html

    🙂

  21. Waldi
    8. April 2013, 13:47 | #21

    Vacuum C9. Wow. Ich war ja immer schon begeistert von Homöopathie, aber das ist genial.
    Was passiert, wenn jemand je die Tinktur Vacuum C200 erschafft? Wird man beim Öffnen des Deckels in das kleine, braune Fläschchen gesaugt? Erschaffen wahnsinnige Homöopathen so vielleicht gar das berüchtigte „Echte Vakuum“, vor dem Physiker in Artikeln wie diesem hier warnen:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/higgs-boson-physiker-halten-universum-fuer-instabil-a-884216.html
    Ist der Untergang des Universums durch Homöopathie möglich ? Fragen über Fragen…..:P

    😛

  22. Horstibaer
    8. April 2013, 13:56 | #22

    Ach Leute,

    es ist doch ganz einfach: Wenn man Vacuum potenziert bekommt man irgendwann Antimaterie und mit der kann man bekanntlich einen Warp-Antrieb versorgen.

    Raumfahrt dank Homöopathie. wer hätte das gedacht 😉

  23. The Doctor
    8. April 2013, 14:00 | #23

    @ Waldi:

    Du hast das Ähnlichkeitsprinzip immer noch nicht kapiert: potenziertes Vakuum erzeugt kein Vakuum, es hilft gegen Vakuum. Also ist potenziertes Vakuum eine Art gigantischer Fön, mit dem Du zur Not sogar die Sonne auspusten kannst.

  24. Minerva
    8. April 2013, 14:07 | #24

    Positronium C7 habe ich auch – während ich Praktikanten erkläre, wie hirnrissig die Homöopathie ist, knuspern wir die gern.

    Potenziertes Vakuum wurde aus Vakuum gemacht – es hilft wahrscheinlich gegen ein Leeregefühl, zum Beispiel zwischen den Ohren. Vermute ich jetzt mal, aber ich bin ja nur Laie…

  25. excanwahn
    8. April 2013, 14:15 | #25

    @ Minerva

    Ein Schälchen mit Globuli wird solange neben ein Vakuum gestellt, bis die Zuckerkügelchen gesättig sind. Dann löst man die Zuckerkügelchen auf, verdünnt bis C9, sprüht das informierte Wasser wieder auf Globuli – und bringt den für die Prozedur verantwortlichen Mitarbeiter zurück in die therapeutische Wohngruppe.
    Ist doch ganz einfach.

  26. Waldi
    8. April 2013, 14:24 | #26

    The Doctor :@ Waldi:Du hast das Ähnlichkeitsprinzip immer noch nicht kapiert: potenziertes Vakuum erzeugt kein Vakuum, es hilft gegen Vakuum. Also ist potenziertes Vakuum eine Art gigantischer Fön, mit dem Du zur Not sogar die Sonne auspusten kannst.

    Stimmt! Sie haben recht! Wie konnte mir das entgehen? Aber zumindest eröffnet es völlig neue Möglichkeiten für die Luftfahrt – die Zukunft gehört dem homöopathischen Raketenantrieb. 😛

  27. Dark_Tigger
    8. April 2013, 14:41 | #27

    Ich hab ja seit ich angefangen hab mich mit dem Thema zu beschäfftigen eine Frage:
    Wenn ich „Arzeneiikum blödesium“* D30 hab, reden wir ja von einer flüssigen Verdünnung.
    Verkauft wird mir der Kram aber in kleinen Zuckerkugeln. Wie kommen wir jetzt eigentlich von dem einen zu dem anderen. Wird die Flüssigkeit da drauf gesprenkelt? Und wie viel von der Mischung passt auf so ein Globulli? Und wie stell ich sicher das die Lufzfeuchtigkeit die Potenz nicht unkontrolliert weiter erhöht? Fragen über Fragen

    *hilft gegen Kopfschmerzen bei akuter Dummheit

  28. 8. April 2013, 15:28 | #28

    Kuckst Du hier:
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ReqsIM_fahg#t=70s

    Endlich mal youtube als Quelle!!!
    🙂 🙂 🙂

  29. nihil jie
    8. April 2013, 15:41 | #29

    würde das übertragen von Molekül-eigener Information nicht den Energieerhaltungssatz nicht verletzen ? ich weiß nicht, ob ich da nicht falsch liege (ich weiß nicht wie in der Physik mit dem Begriff Information hantiert wird) aber nach meiner Vorstellung von Teilchen werden sie durch ihren eigenen Informationsgehalt selbst beschrieben… und der lässt sich nur „auflösen“ und in einen Informationszustand überführen wenn das Teilchen vernichtet wird… zb. in einer Anihilation. wenn zb. zwei Atome (nehmen wir mal zwei H und ein O Atom) ein Molekül bilden, dann verändert sich auch der Informationsgehalt des neuen Gebildes, der Typisch für ein Wassermolekül ist… und NUR für ein Wassermolekül typisch ist. und genau dieser macht ein Molekül einer Gruppe von Molekülen die genau diese Information „tragen“ so Einzigartig.
    auf der Ebene des Mikrokosmos sind Informationen sehr essentiell… sie beschreiben Masse, Ladung, Spin usw usw…. also einen fülle von Eigenschaften die das Wesen eines Teilchen selbst beschreiben… sie sind praktisch das Teilchen. also wie können sie „verschoben“ werden ? geschweige denn kopiert… denn eine Kopie bedeuten würde, dass man z.B. Massen, Spins usw. verdoppeln könnte…. wie soll denn das funktionieren ohne dass man den Energieerhaltungssatz nicht verletzt ?…. oder welche Informationen außer der von mir genannten, tragen die Teilchen sonnst noch in sich von denen Esoteriker wissen aber ich nicht… vor allem solche die sich kopieren oder verschieben lassen ohne dass dem Ausgangsteilchen nichts fehlt oder noch weiter existiert kann ohne sich auf zu lösen um den Energieerhaltungssatz nicht zu verletzen ?

    fragen über fragen…. 😀

  30. nihil jie
    8. April 2013, 15:43 | #30

    Korrektur…

    „würde das übertragen von Molekül-eigener Information nicht den Energieerhaltungssatz nicht verletzen ?“

    das zweite „nicht“ muss weg 😀

  31. H.K.
    8. April 2013, 15:54 | #31

    The Doctor :@ Waldi:Du hast das Ähnlichkeitsprinzip immer noch nicht kapiert: potenziertes Vakuum erzeugt kein Vakuum, es hilft gegen Vakuum. Also ist potenziertes Vakuum eine Art gigantischer Fön, mit dem Du zur Not sogar die Sonne auspusten kannst.

    Potenziertes Vakuum hilft nicht gegen Vakuum, sondern gegen „Vakuums-Beschwerden“.
    Also gegen diejenigen Symptome, die ein Gesunder (Astronaut?) bekommt, wenn er – ohne Schutzanzug! – z.B. die Luke der ISS öffnet: Atembeschwerden, Kreislaufbeschwerden, Schwindel, drohende Ohnmacht, Tinnitus, stechende Kopfschmerzen, die immer schlimmer werden, , Exophthalmus, Lähmungen, „kochendes Blut“ und das Gefühl, gleich zu platzen.

    Oh Mann, ihr habt aber auch gar nicht gelernt. Ich kenn nämlich einen, der hat Heilpraktiker studiert. Ob er es im Selbstversuch herausgefunden hat, ist nicht überliefert.

  32. Vampirella
    8. April 2013, 18:49 | #32

    Inhaltlich top, aber nach jedem einzelnen Satz ein Ausrufezeichen geht gar nicht.

    Das nervt ohne Ende und könnte den Autor zugleich auch als rechthaberischen Schreihals disqualifizieren, in den Augen der Kritiker.

  33. 8. April 2013, 18:59 | #33

    Siehe hier:

    Cohen :

    Der Text ist von 2003, da wurdest Du noch ruckzuck aus Foren geschmissen, wenn Du Dir wagtest, die Homöopathie als Blödsinn zu bezeichnen.

    2003 war die Homöopathie noch ziemlich sakrosankt.

  34. Tamia
    8. April 2013, 19:07 | #34

    Boaar bitte geht sterben…. haha
    Hauptsache alles negativ sehen… pummt euch mit Pharmascheiße zu …nur zu das verlängert das leben….nicht. watever ihr meint ja sowieso das ihr Recht habt…
    Also vergiftet euch weiter !! PeAcE 🙂

  35. The Doctor
    8. April 2013, 19:19 | #35

    Potenziertes Vakuum hilft nicht gegen Vakuum, sondern gegen “Vakuums-Beschwerden”.

    Also gegen „Morbus Kobold“? Genial!

  36. Gelmir
    8. April 2013, 19:59 | #36

    Hej Tamia, gehe bitte auch weiterhin zum Schamanen Deiner Wahl, egal wie schwer die Erkrankung auch sein möge. Gehe bitte nie und nimmer nicht zu einem richtigen Arzt.
    Du würdest damit vielen einen großen Gefallen tun.
    Danke!

  37. Statistiker
    8. April 2013, 20:24 | #37

    Hmmm, also ich war eben erstmal pinkeln nach dem Lesen der Kommentare. Beim Pinkeln hab ich dabei einiges verschüttelt in der Keramik. Wenn ich nächstes Jahr nach malle in den Urlaub fahre, besteht dann das gesamte Meer aus Urin? Nach der „Wassergedankenübertragung“ (harharhar) müsste das ja eine perfekte Eigenurintherapie ergeben….

    Was machen eigentlich zwei Gläser Wasser, wenn dasselbige ein Gedächtnis hat? Sich Stories aus 4,5 Milliarden Jahren erzählen? Grausamer Gedanke, vor lauter Geplapper könnte ich ja nicht mehr schlafen….. Wasser, halts Maul!!!!!!

  38. Groucho
    8. April 2013, 20:42 | #38

    Tamia :

    Boaar bitte geht sterben…. haha
    Hauptsache alles negativ sehen… pummt euch mit Pharmascheiße zu …nur zu das verlängert das leben….nicht. watever ihr meint ja sowieso das ihr Recht habt…
    Also vergiftet euch weiter !! PeAcE :)

    Danke für die Todeswünsche, echt ganzheitlich und sanft ey.

    Was hat Pharmakologie denn mit Homöopathie zu tun? Wird Homöopathie richtig, weil man Medikamente schlecht findet?

  39. 8. April 2013, 21:38 | #39

    Wenn ich die Sache mit der Informationsübertragung richtig verstanden habe, muss dazu geschüttelt werden. Wie kommt die Information dann eigentlich vom Medikament auf den Körper? Der wird ja nicht geschüttelt.

  40. Gefährliche Bohnen
    8. April 2013, 23:01 | #40

    Joseph Kuhn :Wenn ich die Sache mit der Informationsübertragung richtig verstanden habe, muss dazu geschüttelt werden. Wie kommt die Information dann eigentlich vom Medikament auf den Körper? Der wird ja nicht geschüttelt.

    Da kommt mir der ultimative Einfall:
    Mich schüttelt es ja schon beim Gedanken an einige Ingredienzien der Homöospaten. Die perfekte Therapie! Man nehme einen Gedanken an ein Mittel, schüttele sich et voilà – ganz ohne Schämmie und sogar ganz ohne alles!!!

  41. MagicGuitar
    8. April 2013, 23:54 | #41

    Komisch: Ein Bekannter meiner Großeltern ist schwer Zuckerkrank, schwört aber auf Homöopathie. Ihm scheint hingegen noch nie aufgefallen zu sein, dass es keinen potenzierten Zucker gegen seine Zuckerkrankheit gibt 😀

    Und auch keinen potenzierten Alkohol gegen die Alkoholkrankheit. Allein das müsste schon der Beweis der Untauglichkeit sein…Aber ihr habt ja gehört: Wir sind einfach zu materialistisch! Und in einer Überflussgesellschaft ist es schon beinahe ketzerisch zu glauben, dass alles nur von der Materie und nicht von „Feinstofflichem“ abhängt.

  42. PeterKer
    9. April 2013, 07:31 | #42

    Hier noch ein paar Highlights, was es noch so an Kügelchen gibt:
    Electricitas Elektrizität
    Gravitas Schwerkraft
    Luna zubereitet aus den Strahlungen des Herbstvollmondes am 7. 10. 1987
    Lux Jupiteris stellae errantis (Lux-ju) Jupiter-Strahlen | Jupiter rays
    Lux Saturnis Stellae errantis (Lux-sat) Saturn Strahlen | light of planet Saturn
    Lux rosea (Lux-ro) Rosa Licht | Pink Light
    Spectrum (Lux-sp) Lichtspektrum | spectrum of light
    Ultrasonitus (Ultrason) Ultraschall | Ultrasonic
    Magnetis polus arcticus (M-arct) magnetischer Nordpol | North Pole of the Magnet
    Magnetis polus australis (M-aust) magnetischer Südpol | South Pole of the Magnet
    Lux foraminis nigris (Lux-fo-n) Schwarzes Loch | Black Hole
    Tempesta Gewitter
    Naufragium Helvetia Schiffswrack
    Carbon Dioxide CO2
    Lux Solis eclipsium (Lux-sol-ec) Sonnenfinsternisstrahlen | Solar Eclipse Ray
    TDM Mülleri Eintausend D-Mark
    Mobile Phone Radiation (Mobil-ph) Handy-Strahlung | Mobile Phone Radiation

    Ich stelle mir ein verdünntes Lichtspektrum recht spannend vor. Bei der CO2 Verdünnung wird man sich möglicherweise in der Zubereitung wohl an die Erfahrungen halten, welche man bei der Vakuumverdünnung gefunden hat.
    Man stelle sich vor, man hätte allen Passagieren der Titanic die Schiffswrack Globuli gegeben – sie hätten wahrscheinlich alle überlebt. Magnetische Pole werden wohl gegen Desorientierung helfen. TDM Mülleri können wahrscheinlich Armut bekämpfen, oder übermäßigen Konsum – da bin ich mir noch nicht ganz sicher.

  43. Künstler
    9. April 2013, 08:21 | #43

    Und richtig lustig wird es bei LM 30 …

  44. grober_unfug
    9. April 2013, 10:25 | #44

    Moin,
    zu den Vakuum Globulis, da könnten die Thesen des Wissenschaftlers Dieter Broers zur Klärung beitragen, laut seiner Mega-Frequenz-Therapie können normale wissenschaftliche Messinstrumente im Vakuum nur nichts messen.

    Hier (http://www.hdg-hollerbach.de/mega-frequenz-therapie.html) schreibt Hollerbach darüber:

    Das dritte Auge ist ein Wahrnehmungsorgan des Hyperraumes und eine Antenne für den Raum jenseits der dritten Dimension. Der Hyperraum ist ein Energie- und Informationsspeicherraum, in der Quantenphysik auch als Vakuum oder Nullpunktfeld bezeichnet. (Der Hyperraum wurde deshalb Vakuum genannt, weil physikalische Messinstrumente nichts messen können; jedoch ist dieses Vakuum nicht leer, sondern ein Raum von höchster Energie- und Informationsdichte.)

    Seht ihr das Problem mit der Herstellung ist gelöst, nur weil ihr das Vakuum (muss mit der Epifüße zusammenhängen) nicht sehen könnt heisst das ja nicht, dass man es nicht in Globulis füllen kann. Nur ihr (na gut ich auch) könnte es nicht, es liegt also an uns!

  45. Gisander
    9. April 2013, 11:08 | #45

    @ grober_unfug

    Der Doktor Hollerbach ahnt ja gar nicht, wie wahr das alles ist:

    „Die MF-Therapie ist eine Erfindung von Dieter Broers.“

    Treffender kann man das kaum ausdrücken.

  46. Nibbler
    9. April 2013, 12:33 | #46

    jedoch ist dieses Vakuum nicht leer, sondern ein Raum von höchster Energie- und Informationsdichte.)

    Klingt für mich wie eine verschwurbelte Ausrede für Das, was sich so in den Köpfen dieser Herren so abspielt….
    @ Tamia:
    Also laut Hahnemann kannst Du die Homöopathie jetzt für Dich als Behandlungsmethode vergessen, der sagt :
    „Gegenstände des Zornes, des Grames, des Aergernisses, müssen möglichst vermieden oder entfernt werden, wenn die Heilung nicht gehindert oder gar unmöglich gemacht werden soll.“
    Tja, Pech.
    Aber hier ein absolut unschulmedizinischer Ratschlag:
    Statt den Flokati von Omma zu rauchen und sich mit Matetee vollzupumm(p?)en (macht auch Alles HP unwirksam und bringt so agressive Vibrations, so), mal lieber eine Tüte Deutsch kaufen, das hat mich auch gehelft, ganz invali…,interwi….dual…, also so im Ganzen so, eben gansheitlich.

    Licht & Liebe
    auch an Alle BrüderInnen und SchwesterInnen

  47. nihil jie
    9. April 2013, 16:51 | #47

    noch mal ein Nachtrag… 😉

    Moleküle sind manchmal deswegen chemisch aktiv, weil sie eine bestimmte räumliche geometrische Struktur aufweisen. da haben wir zb. irgend ein Stoff der geometrisch sehr komplex ist… und den Homöopathen nach, wird diese „Information“ auf ein einfach strukturiertes Wassermolekül übertragen…. 😀
    jetzt hätte ich eine Erklärung seitens der Homöopathen wie das funktioniert…. diesen trick müssen sie mir mal genauer erklären…

  48. gesine
    9. April 2013, 18:38 | #48

    Wie kommt die Information dann eigentlich vom Medikament auf den Körper?

    Eine unglaublich dämliche Frage, Joseph: Hüpfen!. Selbstverständlich auf einem Lederkissen, am besten mit Buchfüllung und auf keinen Fall in den Knien oder sonstwie abfedern.

    BrüderInnen und SchwesterInnen

    Auch Blödsinn, Nibbler, selbst wenn ich vielleicht anredegerecht Korinthen aus dunkler Materie kacke: Seit der fünften deutschen lauten Pronomen-Verschiebung heißt es eindeutig und unwiderruflich „Brüder und Schwestsies“.

  49. fahldr
    9. April 2013, 20:30 | #49

    Eine Pointe, die noch fehlt: Die Grosszahl der h. Therapien wird mit Globuli durchgeführt – Zuckerkügelchen, auf die der (ethanolische, nicht wässrige) Extrakt aufgesprüht wird und dann… verdunstet. Weg ist die (hypotetische) Information.

    Übrigens, sehr hübsch sind auch Placebo-Globuli (die werden so bezeichnet von den Homöopathie-Herstellern verkauft. Hab leider kein Bild dazu gefunden, aber die stehen bei uns auch in der Apotheke).

  50. grober_unfug
    9. April 2013, 21:52 | #50

    @Gisander
    Ist mir so gar nicht aufgefallen. 😀
    Ach zum Glück stellen die sich immer wieder selbst ein Bein, nicht auszumalen was passieren würden wenn die alle mal tatsächlich ihre Gedanken ordnen täten, die Differenzen vergessen würden und zusammen arbeiten täten.

    fahldr :Übrigens, sehr hübsch sind auch Placebo-Globuli (die werden so bezeichnet von den Homöopathie-Herstellern verkauft. Hab leider kein Bild dazu gefunden, aber die stehen bei uns auch in der Apotheke).

    Gegen was helfen die denn? Gegens Krankmachen am Montag morgen? Das müsste ja der Arbeitgeber am Freitag geheim verabreichen.

  51. Minerva
    10. April 2013, 18:24 | #51

    fahldr :Übrigens, sehr hübsch sind auch Placebo-Globuli (die werden so bezeichnet von den Homöopathie-Herstellern verkauft. Hab leider kein Bild dazu gefunden, aber die stehen bei uns auch in der Apotheke).

    Aber wenn die Placeboglobuli in der Nähe von informierten Globuli aufbewahrt werden, wie verhindert ihr eine feinstoffliche quantenoptimierte Kontamination?

    Schon allein die schlechten Gedanken, die eure wissenschaftsbetonierte materialistische blasslila Aura ausstrahlt, kann sich nur negativ auf unschuldige Placeboglobuli auswirken.

    Ihr sollte euch beim BfArm stellen und eure Schuld gestehen. GESTEHET!

  52. Andreas
    11. April 2013, 11:05 | #52

    Na ja, für die wahren Gläubigen (Tamia und co.) gibt es dann ja noch die Steigerung:
    http://www.homeda.de/KSV_KoerperSubstanzVerduennung_Autonosode_Eigennosode.77.0.html
    (wird nur nicht aus Hirngewebe angeboten – hmmm)

  53. Bernd
    16. April 2013, 09:31 | #53

    Ich suche gerade den flattr-Button..n naja, wahrscheinlich vergebich auf dieser Seite. Schade.

    Ich glaube man müsste an dem Artikel gar nicht so viel umschreiben, um ihn einem gläubigen, der zum lernen bereit ist, vorlegen zu können.

  54. Myria
    17. April 2013, 09:55 | #54

    Was ich an der ganzen Sache nicht verstehe ist, woher die Hersteller Wasser nehmen, das sich sonst an nix erinnert. Oder wie man erreicht, dass das Wasser alle vorherigen Informationen löscht, bevor man es mit der Ursubstanz schüttelt.
    Oder was passiert, wenn ich mit meinem Essen aus Versehen ein Molekül runterschlucke, das bei meiner Erkrankung kontraproduktiv ist. Oder woher weiß mein Körper, welches der vielen Moleküle in meinem Magen-Darm-Trakt das aus den Globuli oder der Tinktur ist?

  55. Jay
    17. April 2013, 18:32 | #55

    Genau das habe ich mich auch schon oft gefragt. Dabei liest man doch immer wieder, dass im Trinkwasser winzige Rückstände von Medikamenten (Anti-Baby-Pille, Schmerzmittel, Antidepressiva…) vorhanden sind, die sich auch in den Kläranlagen nicht restlos rausfiltern lassen.
    Dementsprechend (homöopathisch gedacht) müsste ein einfacher Schluck Kranwasser ja einem Medikamentencocktail gleich kommen.

  56. 71hAhmed
    17. April 2013, 19:41 | #56

    @ Jay:
    Das ist ein Trugschluß, da normales Trikwasser und die darin enthaltenen Rückstände nicht ordnungsgemäß homöopathisch zubereitet wurden. Ohne rituelles Verschütteln und auf Leder klopfen ist das hundsgewöhnliches Wasser ohne wertsteigernde gesundheitsrelevante Informationen.

  57. The Doctor
    17. April 2013, 19:51 | #57

    Aber was passiert denn eigentlich mit dem ganzen Wasser, was bei den vielen Potenzierungen übrig bleibt? Das sind immerhin 90% bei jeder D-Potenzierung und sogar 99% bei jeder C-Potenzierung (von den LM-Potenzierungen wollen wir hier mal gar nicht reden).

    Wird dieses Wasser noch in irgendeiner Weise „desinformiert“? Oder geht das ganz einfach ins Abwasser? Und was passiert, wenn sich haufenweise Restwasser aus der 70., 80. oder 90. Potenzierungsstufe einer C200-Potenz im Wasserkreislauf anreichert?

  58. 17. April 2013, 20:51 | #58

    Das Wasser wird durch rote Schläuche geleitet und dabei desinformiert:
    http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6schwasser

    😉

  59. 71hAhmed
    17. April 2013, 20:56 | #59

    @ The Doctor:
    Wieso bleibt da was übrig? Das wird alles in der Produktion weiterbenutzt, es wäre doch betriebswirtschaftlicher Wahnsinn, so gut informiertes Wasser einfach wegzuschütten und jedesmal neu anzufangen.
    Überleg mal, wie viele Liter C200 du bei vollständiger Nutzung aus einem Liter „Ursuppe“ basteln kannst.
    Die arbeiten wahrscheinlich immer noch daran, Opas Urliter aufzubrauchen.

  60. The Doctor
    17. April 2013, 22:10 | #60

    Okay, dann stellt sich aber die Frage, warum es die Menschheit überhaupt noch gibt? Ich meine: Millionen Männer onanieren jeden Tag auf dem Klo. Das dabei „abgesonderte“ Sperma geht dann den Weg allen Abwassers. Bei der darauf folgenden Verdünnung müsste daraus doch ein hochpotentes Verhütungsmittel entstehen, welches jede Frau (zumindest in der „zivilisierten Welt“) über den Wasserkreislauf jeden Tag wieder zu sich nimmt.

    Also: woher kommen dann die ganzen Babies in Europa???

  61. 18. April 2013, 16:43 | #61

    Also das sich das Gewicht einer bespielten Videokasette nicht von dem einer unbespielten unterscheidet ist auch nicht richtig. Wir können den unterschied vielleicht nicht messen, aber er ist vorhanden. Irgendwer hat das (zumindest für USB-Sticks nachgerechet und ich denke der Unterschied ist auch bei Kassetten gültig.)

  62. Groucho
    18. April 2013, 17:17 | #62

    KeinAnfang :

    Also das sich das Gewicht einer bespielten Videokasette nicht von dem einer unbespielten unterscheidet ist auch nicht richtig. Wir können den unterschied vielleicht nicht messen, aber er ist vorhanden. Irgendwer hat das (zumindest für USB-Sticks nachgerechet und ich denke der Unterschied ist auch bei Kassetten gültig.)

    Wie das? Wenn auf meinem Schreibtisch ungeordnet 10 Stifte liegen, und ich richte die dann parallel aus, dann wird alles schwerer?

  63. Myria
    18. April 2013, 17:49 | #63

    Jetzt weiß ich auch, warum ich zugenommen habe, ich war bei einer MRT Untersuchung.

  64. 71hAhmed
    18. April 2013, 22:19 | #64

    The Doctor :

    Okay, dann stellt sich aber die Frage, warum es die Menschheit überhaupt noch gibt? Ich meine: Millionen Männer onanieren jeden Tag auf dem Klo. Das dabei “abgesonderte” Sperma geht dann den Weg allen Abwassers. Bei der darauf folgenden Verdünnung müsste daraus doch ein hochpotentes Verhütungsmittel entstehen, welches jede Frau (zumindest in der “zivilisierten Welt”) über den Wasserkreislauf jeden Tag wieder zu sich nimmt.

    Ohne die rituelle Verschüttelung ist das bloß viel Wasser mit Beimischungen und KEIN wirksames Mittel im Sinne homöopathischer Mittel.

    …verdünnt und anschließend mit einer festgelegten Zahl von Schlägen geschüttelt wird.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Versch%C3%BCtteln

    The Doctor :

    Also: woher kommen dann die ganzen Babies in Europa???

    Übertragung durch Badewasser? 😉

  65. fahldr
    18. April 2013, 23:04 | #65

    Soweit ich informiert bin, benutzt man die Placebo-Globuli um Tiere und Kinder an die Einnahme zu gewöhnen, bevor man sie dann den „echten“ Globuli aussetzt 🙂

  66. Joe
    19. April 2013, 10:34 | #66

    @ Tamia

    Tamia, wenn man so wie Du hohle Nuss offenbar zu doof ist, auf einer inhaltlichen Ebene zu argumentieren, dann sollte man lieber schweigen.

  67. flipp
    24. April 2013, 22:48 | #67

    Super Kommentar verlauf, schon lange nicht mehr soviel gelacht!

    Als Gott die Welt erschaffen hat, hatte er wahrscheinlich die falsche Potenzierung seiner Globuli zu sich genommen und nun stehen wir vor solchen Problemen?

    Was nun mit der Homöopathie? Sollte man sie nicht als Irrlehre erklären, anstatt einer besser Glaubenslehre??

  1. 7. April 2013, 23:26 | #1
  2. 9. April 2013, 06:28 | #2
  3. 9. April 2013, 20:43 | #3
  4. 16. April 2013, 16:58 | #4
  5. 21. April 2013, 20:57 | #5
  6. 5. Mai 2013, 14:28 | #6
  7. 21. September 2013, 20:58 | #7