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Causa Mollath – Verschwörung oder Wahn

6. Juli 2013

Für einen Psychiater gehört es zur täglichen Arbeit, mit anzusehen, wie psychisch Erkrankte ihre bürgerliche Existenz zertrümmern und ihre Angehörigen chronisch in Angst und Schrecken oder zumindest in Daueranspannung versetzen. Bedrückend ist häufig, dass es kein einfaches „Da muss doch …“ gibt, denn die fehlende Krankheitseinsicht und die deshalb fehlende Bereitschaft, sich behandeln zu lassen, gehört zu den konstituierenden Merkmalen bei einigen solcher Erkrankungen. Für den Betroffenen selbst oder für dessen Umwelt sind diese Krankheitszustände nur selten unmittelbar gefährlich, womit sich eine Unterbringung, geschweige denn eine Therapie, ohne Einverständnis verbietet.

Die eigentliche Tragik in der Causa Mollath liegt darin, dass sich infolge einer unglücklichen Verkettung von Umständen auch ansonsten völlig nüchtern und klar denkende Menschen von der Existenz einer Verschwörung überzeugen. Nur das Ausmaß variiert – von einer Clique von Steuerbetrügern mit Drähten in die selbstherrliche bayerische Justiz bis hin zu einer Einbeziehung von Ministerien, von den willfährigen Handlangern in der forensischen Psychiatrie bis hin zu den menschenverachtenden Bütteldiensten der Psychiatrie überhaupt und allgemein. Die von Anwälten präsentierten geschickt arrangierten Textfragmente und Interpretationen werden als nicht mehr hinterfragbare Wahrheit aufgenommen – dabei hätte ein Anwalt, der nicht Partei ist, seinen Beruf verfehlt.

Aber ebenso, wie sich die Wucherungen des Wahns wie Schalen um den Kern einer wirklichen oder eingebildeten Kränkung legen können, so kann sich eine Verschwörungstheorie an möglichen Verfahrensfehlern in einem Gerichtsprozess entzünden.

In dieser Sache kann nicht von jedem Beobachter Sachverstand abverlangt werden. Was von denjenigen, die dazu publizieren, verlangt werden kann, ist Augenmaß, Umsicht und Gewissenhaftigkeit. Selbst seriöse Kommentatoren verlieren gelegentlich die Bodenhaftung. So wird einem psychiatrischen Gutachter subtil angelastet, er hätte den „Tatablauf, wie er in den Urteilsgründen steht, nicht unterstellen“ müssen. Statt also den Hergang unbesehen hinzunehmen, hätte er das rechtkräftige Urteil mit seiner eigenen kriminalistischen Expertise verwerfen sollen?

Die Angelegenheit ist zu komplex und in ihren Auswirkungen zu wenig überschaubar, als dass sie eine geeignete Folie für Selbstdarstellungen oder Projektionen einer allgemeinen Unzufriedenheit mit gesellschaftlichen Verhältnissen wäre. Gründliche Aufklärung, gegebenenfalls Revision des Urteils ja – Entlarvung nein.

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  1. Richard Wharfinger
    6. Juli 2013, 17:39 | #1

    Wirkt ein bisschen wie verfrüht gepostete Fragmente von etwas, das mal ein zusammenhängender, konsistent argumentierender Essay mit klar erkennbarem Aufbau und Gedankengang werden sollte. Zumindest ich kann nicht erkennen, worauf du hinaus willst, wer deine Argumentationsgegner sind, und was du — außer dem Verzicht auf die Thematisierung gesellschaftlicher Verhältnisse — als weitere Vorgehensweise vorschlägst.

  2. pelacani
    6. Juli 2013, 18:11 | #2

    Ich bin nicht zuständig für die Probleme der bayrischen Justiz. Aber ich plädiere für mehr Besonnenheit und weniger demonstrative Empörung. Einfach „Gustl Mollath“ bei Google eingeben und wahllos klicken.

  3. MagicGuitar
    6. Juli 2013, 19:20 | #3

    @ Richard Wharfinger
    Es geht darum, dass es idiotisch ist die gesamte Psychiatrie, Justiz, Sachverständige, usw. zu verurteilen oder gar eine gigantische Verschwörung zu unterstellen, nur weil mal ein Fehler unterläuft.

    Mollath hat wahllos Leute des Betrugs verdächtig und war eindeutig Paranoid. Dass zufällig einige seiner Anschuldigungen zutrafen und das ausgerechnet bei einer Bank, naja, wer wundert sich bitte darüber? Nur leider vernebelt das einigen eindeutig die Sicht, wenn sie auch plötzlich überall Verschwörungen sehen, alle hacken auf dem armen Mann herum, ohne wirklich zu verstehen, warum er eigentlich eingewiesen wurde.

    Und es ist ganz klar bestätigt, dass einzig seiner alleinigen Weigerung der Mitwirkung ihn dort festhält. Aber das wollen viele halt nicht sehen. Ein großer Justizskandal ist ja auch viel spannender.

  4. giovanni
    6. Juli 2013, 19:21 | #4

    völlig überflüssiger und blutleerer „wir wissen, dass wir am besten nix wissen“-Artikel, der PSIRAM völlig unwürdig ist. Aber selbst einstmals als „Qualitätsmagazine“ geachtete Publikationsorgane wie der Spiegel versuchen sich auf dieser, für mich schon fast esoterisch angehauchten Mantra-Schiene: lasst uns einfach mal angesichts der täglich zunehmenden Meldungen über den Verlust unserer Persönlichkeitsrechte daran glauben, dass das, was uns unser Häuptlinge so vorsetzen, schon seine Richtigkeit haben muss, denn wenn dem nicht so wäre, müsste ich ja verrückt werden…

  5. Groucho
    6. Juli 2013, 19:29 | #5

    Nachdem so vielen das Blut in den Kopf geschossen ist zu dem Thema, ist ein „blutleerer“ Artikel doch gar nicht so schlecht. Mistgabeln, Feuer und Morgensterne mögen wir nun mal nicht, so in der Masse als Argument.

  6. Richard Wharfinger
    6. Juli 2013, 20:11 | #6

    MagicGuitar : Es geht darum…

    danke, das ist mal ein klares Statement. Vielleicht sollte man den obigen Beitrag durch es ersetzen. …auch wenn ich in der Sache nicht 100% übereinstimme. Insbesondere der logische Zirkel im ersten Absatz — die Krankheit bestünde maßgeblich in der mangelnden Einsicht in die Diagnose ebendieser Krankheit — ist m.E. Humbug.

    eindeutig Paranoid

    Zudem halte ich es für, freundlich gesagt, etwas anmaßend, wenn Blogger und Blogleser meinen, sie können anstelle echter Experten eigene Diagnosen abgeben oder umgekehrt die (natürlich ebenso anmaßende) Kritik an Diagnosen von Experten widerlegen. AFAIK sind die am Fall beteiligten Ärzte und Psychologen meist durch ein mehrjähriges Studium gegangen, haben, bevor man sie auf Leute loslässt, die ein oder andere Prüfung absolviert, üben diese ihre Tätigkeit als Beruf aus, und haben (was der Hauptunterschied ist) mit dem Mann, um den es hier geht, tatsächlich Kontakt gehabt — so ist zumindest zu hoffen. Nichts davon kann für uns hier gelten, weshalb man mit Hobbydiagnosen aus der Ferne m.E. etwas vorsichtig sein sollte.

  7. pelacani
    6. Juli 2013, 20:27 | #7

    der logische Zirkel im ersten Absatz … ist m.E. Humbug

    Bitte zur Schlüssigkeit dieses Absatzes den Psychiater Deines Vertrauens befragen (oder wenigstens Dein Erachten mit Standard-Lehrbüchern der Psychiatrie abgleichen).

    Zudem halte ich es für, freundlich gesagt, etwas anmaßend, wenn Blogger … meinen, sie können anstelle echter Experten eigene Diagnosen abgeben

    Völlig d’accord, mit einem Zusatz: das bezieht sich auch auf die Abwesenheit von Diagnosen.

  8. giovanni
    6. Juli 2013, 20:49 | #8

    Wenn es nicht um das Schicksal eines Menschen ginge, könnte ich ja diese als „Exklusivitätsmerkmal“ zu Markte getragene Coolness vielleicht einfach nicht so ganz ernst nehmen. Aber wie meint doch Prof. Kröber, der „Obersprecher“ dieser neuen Anti-Empathie-Bewegung: Wer sich (heutzutage) für irgendwas anderes als seine eigenen Interessen einsetzt, muss einen Wahn haben…
    (Quellen brauche ich ja bei diesem er- und belesenen Kreis von Altruisten nich weiter benennen).

    Und Mistgabeln, Feuer und Morgensterne finden nur in den Köpfen der immer mehr in die Enge geratenden Täter statt, die langsam ihren Abflug Richtung Opfer-Status vorbereiten.

    Ich freue mich schon auf den nicht mehr allzufernen Tag, an dem all diese „nix genaues hammer ned gwusst“-Kommentatoren sich zumindest einen neuen Niknamen zulegen werden (müssen), denn das Internet vergisst bekanntlich nichts…

    Denn eines ist für mich klar: Mollaths Verteidiger wird nicht eher Ruhe geben bis (Achtung: Warnung an alle Sensibelchen: Helm aufsetzen!) die ganze Mischpoke für ihr Tun bestraft wird – sei es juristisch, wie auch moralisch…

    Derweil könnt ihr hier noch eine Weile über die innere Wahrscheinlichkeit der Schlüssigkeit einer differentialdiagnostischen Analyse von zufällig zutreffenden Anschuldigungen unter besonderer Berücksichtigung von Ebbe und Flut philosophieren.

  9. Groucho
    6. Juli 2013, 20:57 | #9

    Ich freue mich schon auf den nicht mehr allzufernen Tag, an dem all diese “nix genaues hammer ned gwusst”-Kommentatoren sich zumindest einen neuen Niknamen zulegen werden (müssen), denn das Internet vergisst bekanntlich nichts…

    Ja, genau das habe ich mit Mistgabel gemeint. Schon ist die erste Drohung da, weil man ev. eine differenzierte Ansicht hat.

  10. giovanni
    6. Juli 2013, 21:09 | #10

    ja, schon klar… wenn man Groucho heisst und seinen Marx nicht gelesen hat, kann es schon passieren, dass man „Sich der Lächerlichkeit preisgeben“ mit einer drohenden Mistgabel verwechseln kann…

  11. segeln
    6. Juli 2013, 21:23 | #11

    @Giovanni
    kannst Du bitte eine Quelle nennen für das Zitat von Prof. Kröber?
    Ich gehöre nicht zu diesem er-und belesenen Kreis von Altruisten.

  12. giovanni
  13. segeln
    6. Juli 2013, 21:55 | #13

    @Giovanni
    leider kann ich dieses Zitat dort im Artikel nicht finden. Habe ihn dreimal durchgelesen

  14. bayle
    6. Juli 2013, 22:04 | #14

    segeln :@Giovanni kannst Du bitte eine Quelle nennen für das Zitat von Prof. Kröber

    giovanni :gerne: http://www.heise.de/tp/artikel/39/39441/1.html

    „Keine Übereinstimmung gefunden“

  15. Sarkastiker
    6. Juli 2013, 22:19 | #15

    Der Fall Mollath ist wohl weder für die Bamberger Justiz noch für das BKH bzw. die dort tätigen Ärzte ein Fall mit dem man für sich werben könnte.

    Die Verletzungen die Mollath seiner Ehefrau zugefügt haben soll werden von einem Gutachten bestätigt dessen Zustandekommen mehr als fragwürdig ist, das auf dem Briefbogen einer Ärztin von derem Sohn (auch Arzt) niedergeschrieben wurde ohne dass dies erkennbar wäre.

    Weder der Erstgutachter noch der erste externe Gutachter haben Herrn Mollath untersucht. Der erste Gutachter der mit Herrn Mollath sprach hat keinen Wahn attestiert, wurde jedoch durch die beiden vorigen Gutachten überstimmt.

    Vor lauter Besonnenheit sollte man die Fakten nicht vergessen.

  16. Ponder
    6. Juli 2013, 22:19 | #16

    giovanni :Denn eines ist für mich klar: Mollaths Verteidiger wird nicht eher Ruhe geben bis (Achtung: Warnung an alle Sensibelchen: Helm aufsetzen!) die ganze Mischpoke für ihr Tun bestraft wird – sei es juristisch, wie auch moralisch…

    Ach so, Batman ist Mollaths Verteidiger…

    Das ändert natürlich alles!

  17. giovanni
    6. Juli 2013, 22:25 | #17

    ja, schon klar… veräppeln kann ich mich auch selber. Erstens war die Aussage nicht als wörtliches Zitat gekennzeichnet und zweitens hilft – falls man wirklich will – verstehendes Lesen eher als ein byte-to-byte-Vergleich…

    Ich sage nur: so im Bereich von „Das Krankhafte am Wahn ist die „Eigenbeziehung ohne Anlass“… im weiteren gibt es umfangreiche Diskussionsbeiträge, die zumindest teilweise auf etwas höherem Niveau als hier sind. Aber ich sehe schon: Ihr möchtet lieber in Eurem Saft schmoren… so far well… (und der Himmel möge Euch gnädig sein, dass Euch nicht eines Tages der §63 auf den Kopf falle…)

  18. giovanni
    6. Juli 2013, 22:33 | #18

    P.S.: Sorry, Letzteres war übrigens nicht als Drohung gemeint…

  19. Ponder
    6. Juli 2013, 22:34 | #19

    giovanni :ja, schon klar… veräppeln kann ich mich auch selber. Erstens war die Aussage nicht als wörtliches Zitat gekennzeichnet und zweitens hilft – falls man wirklich will – verstehendes Lesen eher als ein byte-to-byte-Vergleich…Ich sage nur: so im Bereich von “Das Krankhafte am Wahn ist die “Eigenbeziehung ohne Anlass”… im weiteren gibt es umfangreiche Diskussionsbeiträge, die zumindest teilweise auf etwas höherem Niveau als hier sind. Aber ich sehe schon: Ihr möchtet lieber in Eurem Saft schmoren… so far well… (und der Himmel möge Euch gnädig sein, dass Euch nicht eines Tages der §63 auf den Kopf falle…)

    Sehr schön !

    „Gefühlt zitiert“ sozusagen.

    Bleiben wir doch bei der Quelle:


    Könnten wir nicht an den Punkt kommen, wo man sich darauf verständigt, dass – und Sie haben das ja auch bereits erwähnt – die Rückfallgefahr für die öffentliche Person Mollath nun deutlich geringer ist?

    Hans-Ludwig Kröber: Ja, dem würde ich soweit folgen.


    Wenn sie mit diesem Satz – und Sie liegen doch auch in der Bewertung gemeinsam mit Ihren Kollegen – kommen, dann könnten Sie damit doch den Weg freimachen?

    Hans-Ludwig Kröber: Nein, könnte ich nicht. Das Problem ist: Mollath wäre schon längst draußen, wenn er kooperativer wäre. Wenn er einer neuen Begutachtung zugestimmt hätte und es nicht zur Bedingung machen würde, dass ihm das Gutachten vorher vorgelegt würde.
    Das Problem ist weiter: Ich war an einer Fortdauerentscheidung beteiligt. Diese Untersuchung ist vorgeschrieben. Wenn sich gegenüber dem Einweisungszeitpunkt nichts geändert hat, dann entscheidet die Strafvollstreckungskammer für Fortdauer. Wenn nun, was in fünf Prozent der Fälle geschieht, Patienten nicht zur Kooperation bereit sind oder auch nicht zu Anhörungen erscheinen, dann wird auf der Grundlage des Einweisungsbeschlusses entschieden. Diese Entscheidung ist bei Mollath jährlich gefallen. Sie ist auch nach dem Gutachten von Professor Friedemann Pfäfflin 2011 gefallen, der ihn eingehend untersucht und gesprochen hat.

  20. Ponder
    6. Juli 2013, 22:41 | #20

    giovanni :P.S.: Sorry, Letzteres war übrigens nicht als Drohung gemeint…

    Nein, Batman natürlich war das nicht als Drohung gemeint.

  21. MagicGuitar
    6. Juli 2013, 22:49 | #21

    Richard Wharfinger :

    MagicGuitar : Es geht darum…

    Insbesondere der logische Zirkel im ersten Absatz — die Krankheit bestünde maßgeblich in der mangelnden Einsicht in die Diagnose ebendieser Krankheit — ist m.E. Humbug.

    Depressionen, Schizophrenie, etc., es gibt sehr viele Krankheiten, wo der Betroffene gar keine Krankheitseinsicht haben kann. Diese flicken das dann immer geschickt in ihre Wahnrealität ein, indem sie ein Komplott gegen sie konstruieren. Genauso Mollath. Es ist unmöglich diese Leute vom Gegenteil zu überzeugen.

    eindeutig ParanoidZudem halte ich es für, freundlich gesagt, etwas anmaßend, wenn Blogger und Blogleser meinen, sie können anstelle echter Experten eigene Diagnosen abgeben oder umgekehrt die (natürlich ebenso anmaßende) Kritik an Diagnosen von Experten widerlegen. AFAIK sind die am Fall beteiligten Ärzte und Psychologen meist durch ein mehrjähriges Studium gegangen, haben, bevor man sie auf Leute loslässt, die ein oder andere Prüfung absolviert, üben diese ihre Tätigkeit als Beruf aus, und haben (was der Hauptunterschied ist) mit dem Mann, um den es hier geht, tatsächlich Kontakt gehabt — so ist zumindest zu hoffen. Nichts davon kann für uns hier gelten, weshalb man mit Hobbydiagnosen aus der Ferne m.E. etwas vorsichtig sein sollte.

    Ja richtig, ich stelle ja auch keine Diagnose, sondern zweifel jene der Gutachter nicht an.
    Nur da Mollath eine so riesiege Plattform geboten wurde, ist es ihm gelungen eine große Zahl von Menschen mit seinem Wahn zu „infizieren“. Er sitze natürlich zu unrecht in der Psychiatrie, sei selbstverständlich völlig gesund, das alles war nur ein riesiges Komplott mit seiner Frau, der Staatsanwaltschaft, des Gerichts, etc.

    Die Medien haben daran ehrlich gesagt die Hauptschuld, weil sie einen fetten Justizskandal gewittert haben. Erst letzten Monat hat der Spiegel einen mehrseitigen Artikel zu dem Thema herausgebracht, in welchem der Gesamte Prozess und die Vorgeschichte aufgezeigt wurden. Das Urteil des Artikels war eindeutig: Es lag kein Fehler vor, dass Mollath in manchen Punkten recht hatte war reiner Zufall und dass er immer noch in der Psychiatrie sitze sei allein seiner mangelnden Mitwirkung zuzuschreiben. Er hat mehrere Leute bedroht, gestalkt, vor Gericht wirre Verschwörungstheorien und haufenweise nutzlose „Dokumente“ vorgelegt, deren Nutzen er nicht erklären konnte.

    Aber zumindest bis dahin wurde das Thema (auch vom Spiegel) systematisch ausgeschlachtet und die Verschwörungstheorien und die Vorbehalte gegen die Justiz und die Polizei kräftig geschürt.

    Und um Psiram in Schutz zu nehmen: Ich finde insofern gehört der Artikel schon hier her. Ich mein das ist doch Wahnsinn, wie es eine kranke Person schafft ein halbes Land mit seinem Wahn zu infizieren. Vielleicht auch mal einen Artikel über die Türkei, auch dort pulsieren kräftig die Verschwörungstheorien.

  22. giovanni
    6. Juli 2013, 23:07 | #22

    Ich kann leider doch noch nicht ganz loslassen… weil intellektuell ist der einfach zu schön: eine behauptete Verschwörungstheorie soll mittels einer anderen Verschwörungstheorie ad absurdum geführt werden ! („Nur da Mollath eine so riesiege Plattform geboten wurde, ist es ihm gelungen eine große Zahl von Menschen mit seinem Wahn zu “infizieren” (…) „Die Medien haben daran ehrlich gesagt die Hauptschuld, weil sie einen fetten Justizskandal gewittert haben.“)

    Nur noch ganz kurz für die verbleibenden Klardenker:

    keine Anlass-Tat – keine psychiatrische Begutachtung
    keine psychiatrische Begutachtung – kein MRV
    kein MRV – Mollath frei wie zahlreiche andere Menschen.

    Ist das wirklich so schwer zu verstehen ?

  23. Ponder
    6. Juli 2013, 23:15 | #23

    giovanni :Nur noch ganz kurz für die verbleibenden Klardenker:keine Anlass-Tat – keine psychiatrische Begutachtung keine psychiatrische Begutachtung – kein MRV kein MRV – Mollath frei wie zahlreiche andere Menschen.Ist das wirklich so schwer zu verstehen ?

    Leider nein:

    Die Anlasstaten sind vom ursprünglichen Urteil bestätigt.

    Folge: normaler Weise Knast wegen gefährlicher Körperverletzung.

    Wegen Verdacht auf psychische Erkrankung (Verurteilter hat sich der Exploration durch Psychiater mehrfach entzogen…) wird Mollath als nicht schuldfähiger Täter in eine forensische Klinik überstellt.

    Da er sich jeder Folgebegutachtung konsequent verweigert, gibt es für die psychiatrischen Gutachter keine Grundlage, auf „nicht gefährlich“ zu gutachten.

    Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

  24. MagicGuitar
    7. Juli 2013, 00:19 | #24

    @ giovanni
    Wo unterstelle ich denn da bitte eine Verschwörung? Ich stelle nur fest, dass ihm eine Plattform geboten wurde, wie sonst keinem psychisch Kranken.
    So jemandem überhaupt eine Plattform zu bieten, halte ich für grenzwertig.

    Auch das wochenlange rätselraten der Presse war nicht unbedingt vorteilhaft, um sich eine eigene Meinung zu bilden.
    Aber der erwähnte Spiegelartikel war 6 Seiten lang! Das kann keine Tageszeitung und auch keine Nachrichtensendung bieten. Hinzu kommt, dass das Ganze schon 7 Jahre her ist.

    Man muss also kein großer Verschwörungstheoretiker sein, um zu sehen, woher die öffentliche Unterstzützung für Mollath herkommt. Der spielt halt einfach nur weiter seine Spielchen.

    Und die Presse hat halt einen großen Justizskandal gewittert. Das wollten die Leute eben hören! Es hat auch genügend Journalisten gegeben, die das Gerichtsurteil verteidigt haben. So ist es ja nicht. Nur die waren teilweise doch starken Shitstorms oder gar Bedrohungen militanter Mollath-Anhänger ausgesetzt.

    Hier sehe ich schon eine gewisse Parallele zu gewissen Esoterikern oder Alternativmedizinern, die sich selbst eine große Plattform verschaffen und es verstehen andere in ihre Wahnwelt zu lotsen.

  25. Sarkastiker
    7. Juli 2013, 00:22 | #25

    > Die Anlasstaten sind vom ursprünglichen Urteil bestätigt.
    Das ursprüngliche Urteil über diese eigentlich nicht bewiesene Körperverletzung ist der Ausgangspunkt für die Aufregung!

    > Folge: normaler Weise Knast wegen gefährlicher Körperverletzung.
    Bei Ersttätern in Deutschland eher ausnahsweise.

    > …Da er sich jeder Folgebegutachtung konsequent verweigert, …
    Falsch, 2007 wurde Mollath im Berzirksklinkium Mainkofen vom leitenden Arzt Dr. Simmerl eingehend untersucht. Dr. Simmerl stellte in seinem Gutachten fest das Mollath „psychopathologisch unauffällig und geschäftsfähig“ ist. Daraufhin beauftragte die Strafvollstreckungskammer Nürnberg einen Berliner Professor mit einem Gegengutachten. Dieses ist aus der Ferne und ohne persönliche Inaugenscheinnahme zustande gekommen.

    > Ist das wirklich so schwer zu verstehen?
    Ehrlich gesagt, Ja!

  26. Sarkastiker
    7. Juli 2013, 00:27 | #26

    MagicGuitar :@ giovanni Hier sehe ich schon eine gewisse Parallele zu gewissen Esoterikern oder Alternativmedizinern, die sich selbst eine große Plattform verschaffen und es verstehen andere in ihre Wahnwelt zu lotsen.

    Diese Argumentation ist aber schon unterstes Niveau, oder?

  27. giovanni
    7. Juli 2013, 00:43 | #27

    Träum‘ weiter. Es gibt eben Menschen, die sind in der Vergangenheit verhaftet (keinerlei Drohung) und es gibt (viele) vermutlich epidemisch wahnhaft infizierte Menschen, die sich mit der Gegenwart befassen. Und welche den Batman nicht nur aus’m Comic-Heft kennen… Lesen soll bilden: die Staatsanwaltschaft (Regensburg), also eigentlich eher die mit dem bösen Part, wenn es um die Verfolgung von bösen Taten geht, also diese (auch wahnsinnig gewordene ?) Staatsanwaltschaft hat sich doch tatsächlich erfrecht, dem Landgericht Regensburg allen Ernstes vorzuschlagen, das ergangene Urteil von 2006 a u f z u h e b e n, weil falsch. Das kann doch nicht sein – höre ich schon – davon habe ich ja noch gar nix gelesen, und überhaupt, sowas Irres kann gar nicht sein, weil das kann ich mir schlichtweg nicht vorstellen… Ich setze noch eins drauf: auch der Batman hat – aber der ist ja eh von Hause aus völlig unglaubwürdig, weil fürchterlich parteiisch – auch so einen irren Vorschlag – allerdings mit noch anderen Argumenten – eingereicht. Wahnsinn, was da alles so passiert, ohne dass wir das mitkriegen… total verrückte Welt. Und das Beste ist dann noch: keiner fragt uns um unser Einverständnis.

    BTW: es ist einfach immer wieder faszinierdend, zu lesen, wie jemand ohne Schamesröte unwahre Dinge behauptet, oder liegt die Begutachtung durch Prof. Pfäfflin 2011 etwa noch zu wenig in der Vergangenheit ? Wie sagte doch noch Prof. Kröber (s.o. in fett) ? Kooperation. Und was hat die Mollath 2011 gebracht ? Mittlerweile 3 Jahre kostenlose Aufenthaltsverlängerung. Und dabei hätte doch der achso begriffstutzige Mollath die einmalige Chance gehabt, dem Professore seine ureigene Version vorzutragen und schwupps wäre er freigekommen, sagt Kröber… wenn’s nicht so traurig wäre…

    Verzeihung, welche Schmierenkomödie wird denn da eigentlich gespielt ?

  28. MagicGuitar
    7. Juli 2013, 01:24 | #28

    Sarkastiker :

    MagicGuitar :@ giovanni Hier sehe ich schon eine gewisse Parallele zu gewissen Esoterikern oder Alternativmedizinern, die sich selbst eine große Plattform verschaffen und es verstehen andere in ihre Wahnwelt zu lotsen.

    Diese Argumentation ist aber schon unterstes Niveau, oder?

    Wieso Argumentation? Ich argumentiere doch gar nicht.
    Ich finde es nur erstaunlich, wie leicht sich manche Leute eine riesige Plattform schaffen können, auf welcher sie ihre gestörten Ideen ausbreiten können.
    Was spielt es schon für eine Rolle, ob das irgendein Esoteriker, Kurpfuscher oder eben ein Gustl Mollath ist, der nachhaltig das Vertrauen in die Gerichte und Polizei schädigt?

  29. Sarkastiker
    7. Juli 2013, 01:55 | #29

    Jemand der begründete (oder auch nicht) Zweifel an einem Urteil hat schädigt nachhaltig das Vertrauen in Gerichte und Polizei?
    Gerade in diesem Fall kann imho das Zustandekommen des Urteils und die Qualität der folgenden medizinischen Gutachten durchaus diskutiert werden ohne das man gleich von gestörten Ideen sprechen muss.
    Und man kann deshalb in eine Reihe mit Esoterikern, Kurpfuscher etc. gestellt werden?
    Natürlich ist das keine Argumentation, aber trotzdem unterste Schublade.

  30. Abe81
    7. Juli 2013, 03:11 | #30

    Vielleicht ist mir der geschilderte Fall entgangen, da ich manchmal tagelang keine Zeitung lese, aber davon abgesehen, ist der Artikel unglaublich schlecht strukturiert. Man hat keine Ahnung, worauf das anfängliche Geraune abzielt, da es weder eine Exposition gibt, noch eine Überleitung zum spezifischen Fall, der nach dem anfänglichem Lamento der eigentliche Gegenstand des Artikels sein soll.

    Auch entspricht es eher der Vorstellung des Alltagsverstandes, daß „psychisch Erkrankte[n]“ keine Krankheitseinsicht desw. keine Behandlungsmotivation hätten. Das ist viel zu sehr verallgemeinert, wie es dem Bild von „psychischer Erkrankung“ entspricht, das man eher aus kulturindustriellen Produkten kennt. Ein entscheidendes Merkmal ist, ob die Krankheit ich-synton oder ich-dyston ist; weswegen z.B. auch Persönlichkeitsstörungen so schwer zu behandeln sind. Man merkt auch hier dem Autor an, daß er weder Therapeut noch Psychiater zu sein scheint.

    Ich bin generell auch dem Argument gegenüber skeptisch, man sei ja selbst kein Experte, wie könne man sich ein Urteil erlauben (gerne von Homöopathen benutzt), aber der Habitus des Autors ist dermaßen dem Alltagsverständnis von psychischer Krankheit verhaftet, daß er es sich in diesem Fall den Vorwurf der mangelnden Expertise gefallen lassen muss.
    Das interessierte Mißverständnis speist sich natürlich aus der Empörumg über diesen Fall, über den ich mir kein Urteil erlauben kann, aber das rechtfertigt ja nicht dieses menschlich-allzumenschliche Geraune und diese eilfertige Apologie der Institution Psychiatrie. Diese ist bestimmt nicht mehr der Ort, an dem es wie in „einer flog übers Kuckuck…“ zugeht, dennoch ist das die ahnungsloseste aller medizinischen Disziplinen sollte auf Psiram eher der Gegenstand der Kritik sein, anstatt hier so autoritätshörig wie unkritisch für ein „Vertrauen in Gerichte und Polizei“ zu plädieren – ganz schön unskeptisch, dafür daß man diese ideelle Nähe zur Skeptikerbewegung hegt. Beim Rechtspositivismus hört der Skeptizismus dann wohl auf…

  31. Künstler
  32. bayle
    7. Juli 2013, 08:41 | #32

    @ Abe81
    Wenn ein Blog und ein Kommentar zusammenstoßen, und es klingt hohl, ist das allemal im Blog?
    Lichtenberg.

  33. giovanni
    7. Juli 2013, 09:05 | #33

    ich habe seinerzeit PSIRAM noch unter dem alten Namen esowatch kennen- und schätzen gelernt. Was sich aber hier in der Zwischenzeit „weiterentwickelt“ hat, lässt meinen Glauben und mein Vertrauen in diese Plattform ganz mächtig schwinden: der o.a. Artikel über den „Fall Mollath“ – der erste überhaupt (!) – fällt – wie bereits anderweitig angemerkt – ziemlich unbedarft und trotzdem von Anfang an sehr einseitig fokussiert mit der Tür ins Haus. Für Jemanden, der die ganze Materie kennt, stellt sich sofort die Frage: was will uns der ungenannte Autor (nicht mal ein klitzekleiner Nick?) eigentlich mitteilen ? Will er seine Leser in den Fall „Mollath“ einführen ? Nein. Will er seine Leser an seinem Unverständnis und Unbehagen an diesen „komplexen“ Fall (es fällt mittlerweile auf, dass alle, die die Aufklärung eher verhindern wollen, gerne den Begriff „komplex“ bemühen) teilhaben lassen ? Schon eher. Wer aber einen Plot – der zugegebenermassen bei jedem Produzenten und Regisseur nur ungläubiges, kräftiges Kopfschütteln hervorrufen würde – von hinten aufzurollen versucht, missachtet einfach die elementarsten Autorenpflichten. Was sich dann auch prompt in der daran anknüpfenden Diskussion gezeigt hat: nichteinmal die markantesten Elemente dieses Falls können als bekannt vorausgesetzt werden.

    Der bisherige Höhepunkt dieses dumpfen Law-and-Order-Sehnsuchts- und Verzweiflungs-Lamentos unter andauernder Faktenresistenz gipfelt dann in folgender Aussage: „Ich finde es nur erstaunlich, wie leicht sich manche Leute eine riesige Plattform schaffen können, auf welcher sie ihre gestörten Ideen ausbreiten können. Was spielt es schon für eine Rolle, ob das irgendein Esoteriker, Kurpfuscher oder eben ein Gustl Mollath ist, der nachhaltig das Vertrauen in die Gerichte und Polizei schädigt?“

    Und in solch einem Fall muss sich der Autor bzw. die nach meinem Empfinden von ihm missbrauchte Plattform schon fragen (lassen): cui bono ? Passt das wirklich zu den Zielsetzungen dieser Plattform ? Fördert dieser Artikel wirklich die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in diese Plattform ?
    Aber wenn ich mir dann den letzten Kommentar von bayle lese, weiss ich eigentlich definitiv, wo ich da gelandet bin… Allen einen schönen Sonntag.

  34. Sweeper
    7. Juli 2013, 10:08 | #34

    @giovanni:

    Was sich dann auch prompt in der daran anknüpfenden Diskussion gezeigt hat: nichteinmal die markantesten Elemente dieses Falls können als bekannt vorausgesetzt werden.

    Nun ja, im Psiram-Forum läuft seit geraumer Zeit ein Endlos-Faden, in dem so ziemlich alle Details im Umfeld des ursprünglichen Urteils entlang der verfügbaren Quellen durchgekaut wurden. Du kannst daher davon ausgehen, dass der Autor weiß, wovon er schreibt.

    Passt das wirklich zu den Zielsetzungen dieser Plattform ? Fördert dieser Artikel wirklich die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in diese Plattform ?

    Was war noch mal die Kernaussage dieses Blogbeitrags? – Ach ja:

    Die eigentliche Tragik in der Causa Mollath liegt darin, dass sich infolge einer unglücklichen Verkettung von Umständen auch ansonsten völlig nüchtern und klar denkende Menschen von der Existenz einer Verschwörung überzeugen…

    …In dieser Sache kann nicht von jedem Beobachter Sachverstand abverlangt werden. Was von denjenigen, die dazu publizieren, verlangt werden kann, ist Augenmaß, Umsicht und Gewissenhaftigkeit…

    … Gründliche Aufklärung, gegebenenfalls Revision des Urteils ja – Entlarvung nein.

    Aber vielleicht kannst du mir erklären, giovanni, ob es unmittelbar vor Wiederaufnahme des Verfahren einer fairen Urteilsfindung dient, wenn die Spekulationen einerseits heftig ins Kraut schießen, so als ob die Wiederaufnahme allein schon einen Beweis für einen Justizirrtum und Psychiatrieskandal darstellt und andererseits Vertreter einer demgegenüber zurückhaltenden oder skeptischen Haltung durch Drohungen mundtot gemacht werden, wie etwa dieser Herr:

    http://geraldmackenthun.de/mollath/

  35. Andreas
    7. Juli 2013, 10:13 | #35

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der/die unbekannte AutorIn ungefähr 99% der im Netz vorhandenen Informationen zu den Ungereimtheiten im Fall Mollath nicht gelesen hat.
    Ob man in diesem Fall von einer „Verschwörung zum Schaden von Mollath“ im eigentlichen Sinn reden kann – darüber kann man streiten. ABER: Es gibt einen gewaltigen Berg von Ungereimtheiten und fragwürdigen Entscheidungen, die im nachhinein „schön geredet“ werden sollen.
    Ansonsten stimme ich meinen Vorkommentatoren hinsichtlich der Qualität des Artikels zu.

  36. Paulchen
    7. Juli 2013, 10:38 | #36

    Da bedanke ich mich mal bei giovanni für die tollen Kommentare.

    Ich möchte dann noch ein kurzes Video vom „VT“ Christoph Süß hinterlassen.
    http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/quer/130613-quer-thema-merk-100.html

    und auf Wikipedia verweisen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gustl_Mollath

    Soviel Faktenresistenz wie hier von psiram an den Tag gelegt wird, kennt man eigentlich nur von deren Zielgruppe.

  37. Phineas
    7. Juli 2013, 10:39 | #37

    Ich finde es ja krass, wie leichtgläubig Menschen sich einfach einer populären Meinung anschließen ohne überhaupt in der Lage zu sein den Wahrheitsgehalt überprüfen zu können.
    Für interessierte: http://en.wikipedia.org/wiki/Availability_cascade
    Das trifft es ganz gut.

    Und jetzt noch was sarkastisches:
    Ich habe nen Vorschlag zu machen. Wir schaffen den Strafprozess ab. Eigentlich braucht man nämlich nur Rechtsanwälte. Die haben einfach immer recht. Gibt es doch mal ein Problem, lässt man einfach bloggende Juristen abstimmen.
    Und Psychiatrische Erkrankungen werden nur noch von einem Bürgertribunal demokratisch diagnostiziert. Unter Anleitung kompetenter Juristen. Also natürlich bloggenden Juristen.

  38. Wolfgang Druschinski
    7. Juli 2013, 11:01 | #38

    Die eigentliche Tragik in der Causa Mollath liegt darin, dass sich infolge einer unglücklichen Verkettung von Umständen auch ansonsten völlig nüchtern und klar denkende Menschen von der Existenz einer Verschwörung überzeugen.

    Nachdem, was die SZ aufgedeckt hat, scheint es sich tatsächlich um einen Justizskandal zu handeln. Wie stets bei einem Skandal basteln jedoch die Trittbrettfahrer der wohlfeilen Systemkritik eine Verschwörung daraus. Es ist richtig, im psiram-Blog darauf hinzuweisen, dass man darauf nicht hereinfallen sollte.

    Selbstverständlich kann man die Faktenlage unterschiedlich würdigen – wenn man jedoch als Ausgangspunkt eine Verschwörung gegen Mollath nimmt, wird man dazu kaum noch in der Lage sein. Sondern jedes Faktum in die Verschwörungsannahme einpassen oder wegignorieren. Das wird weder dem Schicksal von Mollath gerecht, noch hilft es der Aufklärung des Falls.

  39. Sarkastiker
    7. Juli 2013, 11:08 | #39

    @ Phineas
    Noch ein Kommentar der Qualität „Wer an der deutschen Rechtsprechung oder an der Korrektheit psychiatrischer Gutachten zweifelt gehört in die Esoterikecke.“

  40. Sweeper
    7. Juli 2013, 11:27 | #40

    giovanni :BTW: es ist einfach immer wieder faszinierdend, zu lesen, wie jemand ohne Schamesröte unwahre Dinge behauptet, oder liegt die Begutachtung durch Prof. Pfäfflin 2011 etwa noch zu wenig in der Vergangenheit ? Wie sagte doch noch Prof. Kröber (s.o. in fett) ? Kooperation. Und was hat die Mollath 2011 gebracht ? Mittlerweile 3 Jahre kostenlose Aufenthaltsverlängerung. Und dabei hätte doch der achso begriffstutzige Mollath die einmalige Chance gehabt, dem Professore seine ureigene Version vorzutragen und schwupps wäre er freigekommen, sagt Kröber… wenn’s nicht so traurig wäre…Verzeihung, welche Schmierenkomödie wird denn da eigentlich gespielt ?

    Ich glaube, du bringst da was durcheinander, giovanni.

    Der Gutachter Kröber hat darauf hingewiesen, dass eine wesentliche Voraussetzung für eine Begutachtung die Kooperationsbereitschaft des Patienten darstellt.
    Die Kooperationsbereitschaft allein kann aber kein Kriterium dafür sein, wie ein psychiatrisches Gutachten inhaltlich ausfällt.

    In diesem Fall:

    Pfäfflin führte später in einem Gutachten aus, dass Mollaths Angaben weiterhin als „wahnhafte Störung“ anzusehen seien und bestätigte damit die Einweisungsdiagnose. Mollaths Gedanken, so Pfäfflin, kreisten dabei um einen „fernen Punkt von Unrecht“, das sich in der Welt ereigne und der den Kristallisationspunkt der wahnhaften Störung darstelle.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Friedemann_Pf%C3%A4fflin

  41. Phineas
    7. Juli 2013, 11:29 | #41

    @ Sarkastiker
    Ahhhh…ein Strohmann. Toll. Ich bin beeindruckt.

  42. Statistiker
    7. Juli 2013, 12:05 | #42

    @ guitar: „Mollath hat wahllos Leute des Betrugs verdächtig und war eindeutig Paranoid.“

    Dies bezeichne ich jetzt mal als wahllose Verdächtigung. Dass sie paranoid sind, behaupte ich im Gegensatz zu Ihnen nicht. Aber peinlich ist so eine Aussage auf jeden Fall.

    Es stimmt schon, Psiram hat nachgelassen und wird langsam selbst zur VTler-seite……

  43. ErpelderNacht
    7. Juli 2013, 12:10 | #43

    @ MagicGuitar

    Mollath hat nicht wahllos Leute beschuldigt und ist und war nicht paranoid.

    Das wird mittlerweile sogar von der Staatsanwaltschaft, die ja bekanntlich keine Freunde von Verurteilten sind, in ihrem Wiederaufnahmeantrag so gesehen: (Achtung PDF 8,5MB), Seite 89, Überschrift „Neue Tatsachen betreffend die ‚Wahnausweitung auf unbeteiligte Dritte‘ “

    http://strate.net/de/dokumentation/Mollath-Wiederaufnahmeantrag-StA-Regensburg-2013-03-18.pdf

    Wer alle Wiederaufnahmegründe kompakt lesen will, lese den Blog von Henning Müller, der Professor für Strafrecht, Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzug an der Uni Regensburg ist und sich intensiv mit dem Fall Mollath auseinandersetzt.

    http://blog.beck.de/2013/03/26/fall-mollath-die-wiederaufnahmeantr-ge-unter-der-lupe

    Gruß, EdN

  44. Bernd Schneider
    7. Juli 2013, 12:20 | #44

    man möge sich mal bei der dauernden Verlinkung der seite von Rechtsanwalt Strate klarmachen, dass er, würde er z.B. eine Nebenklage gegen Herrn mollath vertreten, mit der gleichen Vehemenz Beweise für dessen Unzurechenbarkeit verbreiten würde.

    Und einen Blogbeitrag mit folgendem Resümee als VT zu denunzieren? Wie ausgewogen soll man sowas denn noch formulieren.

    Die Angelegenheit ist zu komplex und in ihren Auswirkungen zu wenig überschaubar, als dass sie eine geeignete Folie für Selbstdarstellungen oder Projektionen einer allgemeinen Unzufriedenheit mit gesellschaftlichen Verhältnissen wäre. Gründliche Aufklärung, gegebenenfalls Revision des Urteils ja – Entlarvung nein.

  45. ErpelderNacht
    7. Juli 2013, 12:29 | #45

    @ Ponder

    Hallo Ponder,

    Auch dazu lohnt sich ein Blick in die Originalquellen, freundlicherweise auf der Homepage von Gustl Mollaths Rechtsanwalt Gerd Strate veröffentlicht..

    Herrn Mollath wurden in seinem Gerichtsverfahren und davor von seinem Richter Otto Brixner elementare Rechte verweigert, zum Beispiel das auf einen Rechtsanwalt.

    Sein ihm zugewiesener Pflichtverteidiger wurde trotz mehrmaliger Anträge von Mollath und vom Verteidiger selber nicht von seiner Aufgabe entbunden, obwohl dieser Zeuge der Anklage gegen Mollath wurde.

    Ponder, jetzt stell dir vor, Du wirst wegen z.B. Diebstahl angeklagt, und dein Pflichtverteidiger sagt gegen dich aus…das ist Mollath passiert.

    Nachprüfen kann man das zum Beispiel im Wiederaufnahmeantrag von Mollaths Verteidiger (PDF, 1MB) ab Seite 52:

    http://strate.net/de/dokumentation/Mollath-Wiederaufnahmeantrag-2013-02-19.pdf

    Wer es kompakter haben möchte, dem empfehle ich wieder den Blog von Henning Müller, Strafrechtsprofessor, in dem er die Wiederaufnahmeanträge unter die Lupe nimmt:

    http://blog.beck.de/2013/03/26/fall-mollath-die-wiederaufnahmeantr-ge-unter-der-lupe

  46. ErpelderNacht
    7. Juli 2013, 12:35 | #46

    @ MagicGuitar

    [quote] Wieso Argumentation? Ich argumentiere doch gar nicht.
    Ich finde es nur erstaunlich, wie leicht sich manche Leute eine riesige Plattform schaffen können, auf welcher sie ihre gestörten Ideen ausbreiten können.
    Was spielt es schon für eine Rolle, ob das irgendein Esoteriker, Kurpfuscher oder eben ein Gustl Mollath ist, der nachhaltig das Vertrauen in die Gerichte und Polizei schädigt? [/quote]

    Ein geisteskranker Irrer kann das Vertrauen in Gerichte und Polizei nicht schädigen, wenn er fair behandelt wird.

    Das können nur Gerichte und Polizei selber.

  47. Bernd Schneider
    7. Juli 2013, 12:47 | #47

    ErpelderNacht :@ MagicGuitar [quote] Wieso Argumentation? Ich argumentiere doch gar nicht. Ich finde es nur erstaunlich, wie leicht sich manche Leute eine riesige Plattform schaffen können, auf welcher sie ihre gestörten Ideen ausbreiten können. Was spielt es schon für eine Rolle, ob das irgendein Esoteriker, Kurpfuscher oder eben ein Gustl Mollath ist, der nachhaltig das Vertrauen in die Gerichte und Polizei schädigt? [/quote]Ein geisteskranker Irrer kann das Vertrauen in Gerichte und Polizei nicht schädigen, wenn er fair behandelt wird.Das können nur Gerichte und Polizei selber.

    Das ist Unsinn wenn der Kranke krude Verschwörungstheorien in Umlauf bringt und es schafft dass die von einer Vielzahl von Menschen geglaubt werden untergräbt das natürlich das Vertrauen.

  48. Bernd Schneider
    7. Juli 2013, 12:51 | #48

    Und wir sollten bei den ganzen Verlinkten Juristenseiten weiter im Auge behalten, dass es sich dabei grossteils entweder um eine spezielle Auswahl der Fakten handelt um Herrn Mollath möglichst freisprechen zu können oder um juristische Spitzfindigkeiten und Bewertungsvarianten um ein Wiederaufnahmeverfahren rechtfertigen zu können. Natürlich hat nach der ganzen Hype um Herrn mollath auch die Staatsanwaltschaft ein Interesse daran den Fall nochmal aufzurollen, um sich nicht dem Verdacht der Manipulation auszusetzen.

  49. Ponder
    7. Juli 2013, 12:52 | #49

    ErpelderNacht :
    Hallo Ponder,Auch dazu lohnt sich ein Blick in die Originalquellen, freundlicherweise auf der Homepage von Gustl Mollaths Rechtsanwalt Gerd Strate veröffentlicht..Herrn Mollath wurden in seinem Gerichtsverfahren und davor von seinem Richter Otto Brixner elementare Rechte verweigert, zum Beispiel das auf einen Rechtsanwalt.Sein ihm zugewiesener Pflichtverteidiger wurde trotz mehrmaliger Anträge von Mollath und vom Verteidiger selber nicht von seiner Aufgabe entbunden, obwohl dieser Zeuge der Anklage gegen Mollath wurde.

    Also das lese ich im Urteilstext etwas anders – Seite 8:

    Dort steht, dass der Pflichtverteidiger Dolmany beantragte, von seinem Mandat entbunden zu werden, weil das Vertrauensverhältnis zum Mandanten Mollath erschüttert sei.
    Dieser habe ihn über eine Stunde lang in seiner Kanzlei festgesetzt und mit Fäusten gegen die Eingangstür getrommelt.

    Am 04.08.2005 beantragte die Staatsanwalt Nürnberg-Fürth, dem Antrag des Rechtsanwalt Dolmany stattzugeben und Mollath einen neuen Pflichtverteidiger beizuordnen (S. 9 im Urteilstext).

    http://www.gustl-for-help.de/download/2006-08-08-Mollath-Urteil-Landgericht.pdf

    Gerade weil im Vorfeld eines anstehenden neuen Verfahrens so vieles einfach ungeprüft behauptet wird, lohnt es sich, die Originaldokumente – so sie denn verfügbar sind – genau und vorurteilsfrei zu studieren.

  50. Bernd Schneider
    7. Juli 2013, 12:57 | #50

    Und um den Diskurs was hier von der Free Molli Seite in Richtung Verschwörungstheorie gehen könnte einer der besten links die ich zu dem Thema kenne….

    http://www.antifaschismus2.de/verschwoerungstheorien/ueber-verschwoerungsideologien/245-was-ist-eine-verschwoerungstheorie-und-was-nicht

    Weil Verschwörungstheorien normalerweise nicht in Form von simplen Behauptungen, sondern in Gestalt von scheinbar kritischen Fragen daherkommen. Ihr Signum ist die Skepsis, der Zweifel am Augenscheinlichen, die Suche nach verborgenen Zusammenhängen. Diese Haltung ist zwar die Grundlage jedes menschlichen Forschungsdrangs, wird aber in der Verschwörungstheorie bis zum Exzess gesteigert: das Mißtrauen gegen den bloßen Augenschein steigert sich zum Mißtrauen gegen die bloße Empirie: Verschwörungstheoretiker lokalisieren das wahre Sein nicht im Schein, sondern dahinter: eben im Reich der Theorie. Deswegen nennt man sie ja zu Recht Theoretiker (wobei es sich selbstredend nicht um eine Theoriebildung im wissenschaftlichen Sinne handelt, da die empirische Grundlage fehlt). Die Wahrheit suchen sie nicht auf der Ebene des Sichtbaren, sondern auf der des Vorstellbaren. Im Grunde sind die Verschwörungstheoretiker die letzten Metaphysiker. Die eigentliche Wirklichkeit liegt für sie verborgen im Unsichtbaren.

  51. ErpelderNacht
    7. Juli 2013, 13:16 | #51

    Bernd Schneider :Und wir sollten bei den ganzen Verlinkten Juristenseiten weiter im Auge behalten, dass es sich dabei grossteils entweder um eine spezielle Auswahl der Fakten handelt um Herrn Mollath möglichst freisprechen zu können oder um juristische Spitzfindigkeiten und Bewertungsvarianten um ein Wiederaufnahmeverfahren rechtfertigen zu können. Natürlich hat nach der ganzen Hype um Herrn mollath auch die Staatsanwaltschaft ein Interesse daran den Fall nochmal aufzurollen, um sich nicht dem Verdacht der Manipulation auszusetzen.

    Dir steht es frei, andere Juristenseiten zu verlinken, die meinen, Mollath sei zu Recht in der Forensik.
    Juristen sind durch ihren Beruf auf logisches Denken geprägt, daher wirst Du keine finden.

    Denn was nicht zu rechtfertigen ist, kann man nicht rechtfertigen.

  52. Lambrusco
    7. Juli 2013, 13:36 | #52

    Die Juristen vom Landgericht Bayreuth z.B.?

    Zudem stuft die Strafvollstreckungskammer Mollath weiterhin als gefährlich ein. In dem Schreiben heißt es, man gehe davon aus, dass von Mollath außerhalb des Maßregelvollzugs rechtswidrige Taten zu erwarten seien. Er verweigere nach wie vor jegliche therapeutische Behandlung. Nach den letzten beiden Fortdauerentscheidungen von 2011 und 2012 haben sich demnach keine Veränderungen ergeben.

  53. Sweeper
    7. Juli 2013, 13:38 | #53

    @ ErpelderNacht:

    Dir steht es frei, andere Juristenseiten zu verlinken, die meinen, Mollath sei zu Recht in der Forensik.
    Juristen sind durch ihren Beruf auf logisches Denken geprägt, daher wirst Du keine finden.

    Da machst du es dir wohl etwas zu einfach. Ich habe weiter oben # 34 einen Link zu einem Blog des Psychologen und Journalisten Mackenthun gesetzt, der den Hype um die Causa Mollath offenbar aus etwas skeptischem Blickwinkel kommentiert hat. Aufgrund von anonymen Drohungen hat er sich aus der Kommentierung des Falls bzw dessen öffentlicher Rezeption zurückgezogen.

    Um das Verhältnis von Justiz und psychiatrischen Gutachtern mal etwas sachlicher zu beleuchten, gibt es in der ZEIT ein ziemlich aufschlussreiches und besonnenes Interview zur Causa Mollath mit dem Gutachter im Fall Beate Zschäpe:

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-06/psychiatrie-mollath-krankheit-unterbringung-interview-henning-sass

  54. Matthias
    7. Juli 2013, 13:38 | #54

    Es ist vollkommen egal, ob die Juristen, die im Fall Mollert einen Justizirrtum und/oder eine Verschwörung sehen, die Faktenlage selektiv zitieren oder nicht. Wenn in diesen selektiven Zitaten grobe Fehler angesprochen werden, die in einem Rechtsstaat so nicht vorkommen dürfen (zumindest nicht ohne in der Berufung schleunigst korrigiert zu werden – und „schleunigst“ ist in diesem Fall wohl alles Andere als anwendbar), dann ist das Skandal. Egal ob Herr Mollert nun im landläufigen Sinne in die Klapse gehört oder nicht.

    Außerdem: Ob jemand tatsächlich paranoid ist oder nicht, kann nicht nur ein Psychiater bewerten. Dazu muss man die Fakten prüfen und berücksichtigen. In einer kafkaesken psychischen Ausnahmesituation, in der jemand versucht, Straftaten aufzudecken und es glaubt ihm keiner, möchte ich nicht stecken. Ich traue keinem Psychiater auf der Welt zu, einen solchen Menschen von jemandem zu unterscheiden, der tatsächlich paranoid ist!

  55. Phineas
    7. Juli 2013, 13:41 | #55

    @ ErpelderNacht
    Hä? Mollath ist in der Klinik, weil Juristen das für nötig halten!
    Die bloggen nur nicht.

    Die Nennung deiner Quellen hat ja durchaus seine Berechtigung. Man sollte aber nicht den Fehler machen anzunehmen es gäbe niemanden, fachlich ähnlich qualifizierten, der andere Auffassungen vertritt.
    Hinzu kommt dass, die Informationen im Netz selektiv veröffentlicht werden und fast ausschließlich von Mollaths Interessenvertretern stammen.
    Den wenigsten Menschen (also Laien) ist klar, wo genau die Linie zwischen Juristerei und Psychiatrie verläuft. Diese Linie wird aber von einigen wenigen Juristen, die aber die öffentliche Meinung prägen, wiederholt in kompetenzüberschreitender Art verletzt.

  56. Paulchen
    7. Juli 2013, 14:09 | #56

    Phineas : Hinzu kommt dass, die Informationen im Netz selektiv veröffentlicht werden und fast ausschließlich von Mollaths Interessenvertretern stammen

    LOL

    „Oberstaatsanwalt Meindl kommt zu einem für die 7. Nürnberger Strafkammer unter Richter Brixner geradezu desaströsen Gesamturteil: Ziel der von der Großen Strafkammer behaupteten Unwahrheiten „konnte es nur sein, die Voraussetzungen der Unterbringung“ in die geschlossene Psychiatrie „ausreichend und überzeugend begründen zu können“.“
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/vorwuerfe-gegen-gustl-mollath-bar-jeder-beweisfuehrung-1.1707511-2

  57. bayle
    7. Juli 2013, 14:26 | #57

    Matthias :Ob jemand tatsächlich paranoid ist oder nicht, kann nicht nur ein Psychiater bewerten. Dazu muss man die Fakten prüfen und berücksichtigen. In einer kafkaesken psychischen Ausnahmesituation, in der jemand versucht, Straftaten aufzudecken und es glaubt ihm keiner, möchte ich nicht stecken. Ich traue keinem Psychiater auf der Welt zu, einen solchen Menschen von jemandem zu unterscheiden, der tatsächlich paranoid ist!

    Wozu dann überhaupt Fachgutachten?

  58. Lambrusco
    7. Juli 2013, 14:41 | #58

    Paulchen :

    Phineas : Hinzu kommt dass, die Informationen im Netz selektiv veröffentlicht werden und fast ausschließlich von Mollaths Interessenvertretern stammen

    LOL“Oberstaatsanwalt Meindl kommt zu einem für die 7. Nürnberger Strafkammer unter Richter Brixner geradezu desaströsen Gesamturteil: Ziel der von der Großen Strafkammer behaupteten Unwahrheiten “konnte es nur sein, die Voraussetzungen der Unterbringung” in die geschlossene Psychiatrie “ausreichend und überzeugend begründen zu können”.” http://www.sueddeutsche.de/bayern/vorwuerfe-gegen-gustl-mollath-bar-jeder-beweisfuehrung-1.1707511-2

    Mir fehlt da etwas die ausgewogenheit des autors, mal davon abgesehen dass er ja mit der „Grossen Mollathverschwörung“ und seinem Buch darüber einen Haufen Geld verdient fragt man sich ob man nach so einer Buchwerbung noch ausgewogenen Journalismus erwarten kann.das

    „Olaf Przybilla und Uwe Ritzer, Journalisten der „Süddeutschen Zeitung“, kannten lange Gerüchte über den Fall Mollath. Als sie bei ihren Recherchen auf ein internes Dokument der Hypovereinsbank stießen, begannen sie einen der größten Justiz-, Psychiatries-, Banken- und Politskandale der Bundesrepublik aufzudecken: Gustl Mollath beschuldigt seine Frau und andere Banker, illegaler Geldgeschäfte. Niemand schenkt ihm Gehör. Stattdessen wird er in die Psychiatrie eingewiesen,wo er seit sieben Jahren sitzt. Mollath wird von Psychiatern weggesperrt, die ihn nie untersucht haben. Das interne Dokument der Hypovereinsbank beweist, dass Mollaths Anschuldigungen zutreffen. Man verheimlicht die Akte und lässt ihn in der Anstalt schmoren. Und wer den Fall kennt, glaubt nicht an ein zufälliges Versagen von Justiz und Psychiatrie. Dieses Buch erzählt die ganze Affäre Mollath und prangert das skandalöse Versagen des Rechtsstaats an.“

  59. Phineas
    7. Juli 2013, 15:01 | #59

    Paulchen :

    Phineas : Hinzu kommt dass, die Informationen im Netz selektiv veröffentlicht werden und fast ausschließlich von Mollaths Interessenvertretern stammen

    LOL“Oberstaatsanwalt Meindl kommt zu einem für die 7. Nürnberger Strafkammer unter Richter Brixner geradezu desaströsen Gesamturteil: Ziel der von der Großen Strafkammer behaupteten Unwahrheiten “konnte es nur sein, die Voraussetzungen der Unterbringung” in die geschlossene Psychiatrie “ausreichend und überzeugend begründen zu können”.” http://www.sueddeutsche.de/bayern/vorwuerfe-gegen-gustl-mollath-bar-jeder-beweisfuehrung-1.1707511-2

    Und was willst du mir damit sagen? Tatsächlich geht es in dem Artikel um eine frühere unveröfffentlichte Version des Wiederaufnahmeantrages, der irgendwie zur SZ gelangen konnte und dann verbreitet wurde.
    Ich weiß aber immer noch nicht, was du eigentlich ausdrücken wolltest.

  60. Paulchen
    7. Juli 2013, 15:02 | #60

    @Lambrusko
    Das ist ein Zitat von Meindl. Hat also mit Olaf Przybilla und Uwe Ritzer nicht direkt zu tun.

  61. Lambrusco
    7. Juli 2013, 15:14 | #61

    …wenn Dich mal jemand fragen sollte man kann die Auswahl der Zitate durchaus selektiv betreiben…., das ist ja übrigens das Problemm grosser Teile der „Free Molli Fraktion“.

  62. bayle
    7. Juli 2013, 15:19 | #62

    Paulchen :

    Phineas : Hinzu kommt dass, die Informationen im Netz selektiv veröffentlicht werden und fast ausschließlich von Mollaths Interessenvertretern stammen

    LOL“Oberstaatsanwalt Meindl kommt zu einem für die 7. Nürnberger Strafkammer unter Richter Brixner geradezu desaströsen Gesamturteil …

    Wie geht es in dem von Dir verlinkten Beitrag weiter?

    So urteilt der Oberstaatsanwalt in seinem Entwurf. Warum aber ist davon nichts in den Wiederaufnahmeantrag eingegangen? Meindl erklärt das im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung so …

    Und vgl noch #48

  63. ErpelderNacht
    7. Juli 2013, 15:22 | #63

    Sweeper :@ ErpelderNacht:

    Dir steht es frei, andere Juristenseiten zu verlinken, die meinen, Mollath sei zu Recht in der Forensik. Juristen sind durch ihren Beruf auf logisches Denken geprägt, daher wirst Du keine finden.

    Da machst du es dir wohl etwas zu einfach. Ich habe weiter oben # 34 einen Link zu einem Blog des Psychologen und Journalisten Mackenthun gesetzt, der den Hype um die Causa Mollath offenbar aus etwas skeptischem Blickwinkel kommentiert hat. Aufgrund von anonymen Drohungen hat er sich aus der Kommentierung des Falls bzw dessen öffentlicher Rezeption zurückgezogen.Um das Verhältnis von Justiz und psychiatrischen Gutachtern mal etwas sachlicher zu beleuchten, gibt es in der ZEIT ein ziemlich aufschlussreiches und besonnenes Interview zur Causa Mollath mit dem Gutachter im Fall Beate Zschäpe:http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-06/psychiatrie-mollath-krankheit-unterbringung-interview-henning-sass

    Mackenthun kenne ich nicht, und das ist auch kein Juristenblog.

  64. Phineas
    7. Juli 2013, 15:31 | #64

    Lambrusco :…wenn Dich mal jemand fragen sollte man kann die Auswahl der Zitate durchaus selektiv betreiben…., das ist ja übrigens das Problemm grosser Teile der “Free Molli Fraktion”.

    Nicht nur das. Die SZ suggeriert auch noch, dass diese frühe Version besonders viel Wahrheit enthalten würde. Schreiben aber, dass man das nicht so übernahm, weil man es nicht „beweisen“ konnte. An anderer Stelle werden aber durchgehend „fehlende Beweise“ zur Entlastung Mollaths herangezogen.

  65. Sweeper
    7. Juli 2013, 15:41 | #65

    ErpelderNacht :Mackenthun kenne ich nicht, und das ist auch kein Juristenblog.

    Mein Punkt war eigentlich:

    es ist bedenklich, dass kritische Blogger von radikalen Mollath-Sympathisanten bedroht und zum Schweigen gebracht werden.

    Man muss nicht Jurist sein, um sachkundige Beiträge im Fall Mollath zu veröffentlichen.
    Mackenthun ist Psychotherapeut – immerhin geht es in der Causa Mollath auch um die Würdigung der psychiatrischen Fragestellung. Dazu äußern sich die o.g. Juristenblogger doch auch gern fachfremd.

    Wenn man anscheinend keine bloggenden Juristen findet, die sich dem derzeitigen Tenor nicht anschließen wollen, dann kann man daraus nicht ableiten, dass die in juristischen Blogs vertretenen Auffassungen die einzig möglichen sind.
    Es mag auch einfach daran liegen, dass sich einige Juristen an die gute Gewohnheit halten, im Vorfeld einer anstehenden Wiederaufnahmeentscheidung hinsichtlich eigener Bewertungen und Interpretationen Zurückhaltung zu üben.

  66. Paulchen
    7. Juli 2013, 16:35 | #66

    @ bayle
    Wenn schon komplett bitte, denn nicht jeder leidet unter einer Leseschwäche..

    „So urteilt der Oberstaatsanwalt in seinem Entwurf. Warum aber ist davon nichts in den Wiederaufnahmeantrag eingegangen? Meindl erklärt das im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung so: Für den Antrag habe er, Meindl, nach möglichen Rechtsbeugungen von Richter Brixner gesucht – solche wären ein Wiederaufnahmegrund.

    Gemeinsam mit dem Nürnberger Generalstaatsanwalt Hasso Nerlich habe er schließlich aber entschieden, mögliche Rechtsbeugungen nur dann in den Antrag aufzunehmen, wenn man hätte nachweisen können, dass Brixner das Recht im Urteil „mit Absicht gebeugt“ habe.“
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/vorwuerfe-gegen-gustl-mollath-bar-jeder-beweisfuehrung-1.1707511-2

  67. Paulchen
    7. Juli 2013, 16:42 | #67

    Phineas und Lambrusco
    Das Zitat von dem Oberstaatsanwalt gefällt euch nicht?
    Manipuliert durch geldgeile Journalisten, die nur Kohle mit dem Bücherverkauf machen wollen?
    Komplett aus dem Zusammenhang gerissen?
    Weiter so……. Ich liebe euch, denn ich habe Spaß daran mich über VT’ler zu belustigen.

  68. bayle
    7. Juli 2013, 16:50 | #68

    Paulchen, Du bist einfach nur langweilig mit Deinen ewigen Provokationsversuchen.

  69. Lambrusco
    7. Juli 2013, 16:59 | #69

    Verschwörer die Cherrypicking betreiben, nicht mehr lang und Gustl mollath hat Thermit im Trinkwasser gehabt.
    Herr Mollath wird wohl leider wie immer das Verfahren ausgeht das am schlimmsten betroffene Opfer seiner geifernd hyperventilierenden „Freunde“ sein.

  70. Ponder
    7. Juli 2013, 17:17 | #70

    Hi Paulchen,

    kannst du mir mal helfen?
    Ich habe die im Netz kursierende Version des Urteils

    http://www.gustl-for-help.de/download/2006-08-08-Mollath-Urteil-Landgericht.pdf

    mal zu dem Wiederaufnahmeantrag von Strate

    http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-Wiederaufnahmeantrag-2013-02-19.pdf

    in Verbindung gesetzt.
    Dabei bin ich auf widersprüchliche Angaben hinsichtlich des Pflichtverteidigers gestoßen.

    Im Urteilstext heißt es auf S. 8, dass der Pflichtverteidiger Dolmany am 15.06.2005 Antrag auf Entbindung von seinem Mandat gestellt hat. Im Vorfeld war es offenbar zu gewaltsamem Betragen Mollaths vor oder in Dolmanys Kanzlei gekommen.
    Lt. Urteilstext S. 9 hat die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am 04.08.2005 beantragt, dieser Mandatsentbindung stattzugeben und dem Angeklagten einen neuen Verteidiger beizuordnen.

    Das widerspricht den Darstellungen im Strate-Antrag (ab S. 86).
    Dort heißt es:

    Mit seinem Schreiben vom 15.6.2005 an das Amtsgericht Nürnberg war Rechtsanwalt Dolmány aus seiner Rolle als Beistand herausgetreten und in eine Parteirolle
    gegen seinen Mandanten gewechselt…

    …Dass der VRiLG Brixner dennoch an Rechtsanwalt Dolmány bis zum Ende der Hauptverhandlung als gerichtlich bestelltem Verteidiger festhielt und die mehrfachen Entbindungsanträge des Gustl Mollath wie auch des Rechtsanwalts Dolmány überging, stellt sich als strafbare Rechtsbeugung gemäß § 339 StGB dar.
    Eine strafbare Rechtsbeugung ist auch darin zu sehen, dass er die wiederholten Eingaben des Gustl Mollath, Rechtsanwalt Dolmány von seinem Amt als gerichtlich bestellter Verteidiger zu entbinden, nicht als Beschwerde behandelt und als solche dem Oberlandesgericht zur Entscheidung vorgelegt hat…

    In Folge ist von mehreren Eingaben Mollaths mit Datum Mai und Juli 2006 zu lesen.
    Dann heißt es (S.90)

    Atmosphärisch besonders schlimm ist in diesem Falle, dass sich diese Rechtsbeugung – wie der Hinweis des Rechtsanwalts Dolmány auf die erforderliche Behandlung der Eingaben Mollaths als Beschwerde und der Antrag des Staatsanwalts Schorr auf Aufhebung der Beiordnung Rechtsanwalt Dolmánys zeigen – in flagranti unter den sehenden Augen der übrigen Verfahrensbeteiligten vollzog. Sie wehrten sich nur zaghaft und ließen dann – eingeschüchtert oder gleichgültig – dem Rechtsbruch seinen Lauf.

    Hier, in Strates Darstellung, fallen plötzlich der in 2005 gestellte und von der Staatsanwaltschaft unterstützte Antrag Dolmanys und die Hauptverhandlung in 2006 zusammen. Zwischen der Antragstellung und der Verhandlung liegt ein ganzes Jahr:

    da kann doch von „in flagranti“ und „sehenden Auges – eingeschüchtert oder gleichgültig“ keine Rede sein ??

  71. Paulchen
    7. Juli 2013, 17:30 | #71

    @ bayle
    Das war hart und hat mich schwer verletzt. Ich geh jetzt zur Psychiaterin (meine Freundin) und lass mich ordentlich durchkn….n.
    So long Mädels

  72. bayle
    7. Juli 2013, 18:24 | #72

    Paulchen :@ bayle Das war hart und hat mich schwer verletzt.

    Ich bin sicher, Du wirst es überleben 😉

    Ich geh jetzt zur Psychiaterin (meine Freundin) und lass mich ordentlich durchkn….n.

    Wahrscheinlich hältst Du es mit Konstantin Wecker: „man muss ja nicht immer reden“ – sonst hättest Du wohl weniger so unqualifiziertes Zeug abgelassen. So long.

  73. Sweeper
    7. Juli 2013, 19:22 | #73

    Ich habe mich nun mal quer durch den beck-blog gelesen – auch durch einen Teil der Kommentare.
    Dabei stieß ich auf Folgendes:

    1. RA Strate hat tatsächlich (wie von mir schon befürchtet) ein Verfahren am Hals, weil er im Vorfeld der anstehenden Wiederaufnahme so öffentlichkeitswirksam im Sinne seines Mandanten tätig ist.

    …wie wichtig eine wirksame Vertretung gegenüber den Medien sein kann. Auch der Anwalt Gustl Mollaths, der renommierte Strafverteidiger Dr. h.c. Gerhard Strate, bemüht sich um eine solche. Dabei ist er nun mit den Behörden aneinandergeraten:
    Wie auf seiner Homepage zu lesen ist, hat die Staatsanwaltschaft Hamburg wegen des Anfangsverdachts der verbotenen Mitteilung über Gerichtsverhandlung ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet…

    http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/gustl-mollath-gerhard-strate-litigation-pr-verteidigung-oeffentlichkeitsarbeit-pressemitteilungen/?googlenews=1&cHash=b5f8c4460fd0f1228dc961b415005e95

    2. Der Kröber-Interviewer Dill (ZEIT) wendet sich an den Juristen Prof. Müller mit folgenden Worten:

    Kommentarseite 13

    #1
    Dr. Alexander Dill

    04.07.2013

    Sehr geehrter Herr Professor Müller,

    es ist an der Zeit, sich Folgendes zu vergegenwärtigen:

    1.) Alle Beteiligten vertreten im Fall Mollath systemisch bedingte Positionen und handeln daher nicht als autonome Subjekte, sondern als Repräsentanten und Protagonisten einer Rechts-, Berufs-und Geistesordnung, in der sie eine eng festgelegte Rolle einnehmen. Die Sprengung dieser systemischen Grenzen setzt eine starke Persönlichkeit voraus, die bereit ist, die Kritik aus ihrem jeweiligen Soziotop bis zum Ausschluss zu ertragen.

    2.) Dies gilt auch für jene, die annehmen, Mollath sei in die Psychiatrie gekommen und dann dort geblieben, weil systemtragende Kreise von ihm gefährliche Informationen befürchteten. Es wird sich zeigen, ob es in der Nürnberger Justiz gravierende Fehler bei der Beweisaufnahme und Beweisbewertung gab.
    Dass aber die psychiatrischen Gutachter auch nur im entferntesten Zusammenhang mit einer behaupteten „bayerischen“ Verschwörung stehen, ist m.E. völlig auszuschliessen.

    3.) Die sich überlagernden Systeme der Rechtfertigungen aller Positionen führen zu Interferenzen, die im Gespräch mit Prof. Kröber wie in den Reaktionen darauf gut sichtbar werden.
    Neben Justiz, Psychiatrie und Politik hat sich nun durch die Berichterstattung ein vierter Handlungs- und Deutungskomplex in einer Eigendynamik entwickelt, der die gleichen Mechanismen der Ausblendung von missliebigen Fakten hervorbringt, wie die anderen Komplexe.
    Jedes dieser Systeme sucht, sich über seine Paradigmen zu erhalten und zu beweisen und seine Mitglieder zu mobilisieren. In jedem dieser Systeme ist „Mollath“ ein potentielles Argument der Diagnose des Versagens anderer Systeme, aus dem sinnentleerte Systeme ihre letzte Legitimität schöpfen.

    Allen fällt es nämlich schwer, sich einzugestehen, dass sie sich möglicherweise nicht nur ein bißchen, sondern schwer geirrt haben.

    Ein Interview ist ein Weg, dabei zumindest die eigenen Irrtümer etwas zu minimieren.

    Wären Sie auch zu einem Gespräch mit mir bereit?

    Beste Grüße Ihres

    Dr. Alexander Dill

    Basel Institute of Commons and Economics

  74. Bernd Schneider
    7. Juli 2013, 20:30 | #74

    Sweeper :Ich habe mich nun mal quer durch den beck-blog gelesen – auch durch einen Teil der Kommentare. Dabei stieß ich auf Folgendes:1. RA Strate hat tatsächlich (wie von mir schon befürchtet) ein Verfahren am Hals, weil er im Vorfeld der anstehenden Wiederaufnahme so öffentlichkeitswirksam im Sinne seines Mandanten tätig ist.

    …wie wichtig eine wirksame Vertretung gegenüber den Medien sein kann. Auch der Anwalt Gustl Mollaths, der renommierte Strafverteidiger Dr. h.c. Gerhard Strate, bemüht sich um eine solche. Dabei ist er nun mit den Behörden aneinandergeraten: Wie auf seiner Homepage zu lesen ist, hat die Staatsanwaltschaft Hamburg wegen des Anfangsverdachts der verbotenen Mitteilung über Gerichtsverhandlung ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet…http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/gustl-mollath-gerhard-strate-litigation-pr-verteidigung-oeffentlichkeitsarbeit-pressemitteilungen/?googlenews=1&cHash=b5f8c4460fd0f1228dc961b415005e95

    2. Der Kröber-Interviewer Dill (ZEIT) wendet sich an den Juristen Prof. Müller mit folgenden Worten:

    Kommentarseite 13#1 Dr. Alexander Dill04.07.2013Sehr geehrter Herr Professor Müller, es ist an der Zeit, sich Folgendes zu vergegenwärtigen: 1.) Alle Beteiligten vertreten im Fall Mollath systemisch bedingte Positionen und handeln daher nicht als autonome Subjekte, sondern als Repräsentanten und Protagonisten einer Rechts-, Berufs-und Geistesordnung, in der sie eine eng festgelegte Rolle einnehmen. Die Sprengung dieser systemischen Grenzen setzt eine starke Persönlichkeit voraus, die bereit ist, die Kritik aus ihrem jeweiligen Soziotop bis zum Ausschluss zu ertragen.2.) Dies gilt auch für jene, die annehmen, Mollath sei in die Psychiatrie gekommen und dann dort geblieben, weil systemtragende Kreise von ihm gefährliche Informationen befürchteten. Es wird sich zeigen, ob es in der Nürnberger Justiz gravierende Fehler bei der Beweisaufnahme und Beweisbewertung gab. Dass aber die psychiatrischen Gutachter auch nur im entferntesten Zusammenhang mit einer behaupteten “bayerischen” Verschwörung stehen, ist m.E. völlig auszuschliessen.3.) Die sich überlagernden Systeme der Rechtfertigungen aller Positionen führen zu Interferenzen, die im Gespräch mit Prof. Kröber wie in den Reaktionen darauf gut sichtbar werden. Neben Justiz, Psychiatrie und Politik hat sich nun durch die Berichterstattung ein vierter Handlungs- und Deutungskomplex in einer Eigendynamik entwickelt, der die gleichen Mechanismen der Ausblendung von missliebigen Fakten hervorbringt, wie die anderen Komplexe. Jedes dieser Systeme sucht, sich über seine Paradigmen zu erhalten und zu beweisen und seine Mitglieder zu mobilisieren. In jedem dieser Systeme ist “Mollath” ein potentielles Argument der Diagnose des Versagens anderer Systeme, aus dem sinnentleerte Systeme ihre letzte Legitimität schöpfen.Allen fällt es nämlich schwer, sich einzugestehen, dass sie sich möglicherweise nicht nur ein bißchen, sondern schwer geirrt haben.Ein Interview ist ein Weg, dabei zumindest die eigenen Irrtümer etwas zu minimieren.Wären Sie auch zu einem Gespräch mit mir bereit?Beste Grüße IhresDr. Alexander DillBasel Institute of Commons and Economics

    +1….. Daswürde ich auch gerne so gut ausdrücken können…..

  75. Dolge
    7. Juli 2013, 23:47 | #75

    Die gesamte Causa Mollath ist durch mangelnde Informationen, dadurch, dass man als Internet-Kommentator keinen Zugang zu allen Dokumenten, zu Mollath persönlich hat und dadurch dass man über keinerlei psychiatrische Expertise verfügt, ein übles Minenfeld, von dem welchem man tunlichst die Finger lassen sollte. Inbesondere sollte man meiner Meinung nach darauf bedacht sein, zu vermeiden, sich in eine der beiden großen Richtungen (Mollath ist psychisch krank / Mollath ist nicht psychisch krank) festzulegen.

    ALLE Informationen zum Thema kann man nur aus zweiter oder dritter Hand haben, in JEDEM Fall von Leuten mit einer eigenen Sicht der Dinge und einer Agenda, aus der heraus die Information willkürlich vielfältig gedreht, aus dem Zusammenhang gerissen oder schlicht gefälscht werden kann. Egal wie sehr man sich um eine sachliche Sicht der Dinge bemüht, spätestens seit der medialen „Aufarbeitung“ ist das für nicht direkt an der Sache beteiligte unmöglich. Dabei sollte man es belassen.

    Ich finde den Anteil des Artikels gut, der davor warnt, sich hier in die Fallstricke des subjektiven Journalismus zu begeben, möchte aber anmerken, dass dies für beide Richtungen (psychisch kranker/ psychisch gesunder Mollath) zu gelten hat. Da der „Skandal“ letztlich mit der Tatsache steht und fällt, ob Mollath zu Recht (krank) oder nicht (gesund) in der Psychiatrie sitzt, und man keine Möglichkeit hat, das objektiv festzustellen ist hier kein Blumentopf zu gewinnen.

  76. Paulchen
    8. Juli 2013, 10:59 | #76

    Hallo Ponder, schön mal wieder was von dir zu lesen.
    Wenn du es recherchiert hast, wird es wohl so sein.
    Ehrlich gesagt interessiert mich der Punkt aber nicht sonderlich. Strate ist Rechtsanwalt. So what.

    Ponder, haste schon das Gutachten (Rundbrief) von Dr. Friedrich Weinberger gelesen? Das ist ziemlich interessante Lektüre wie ich finde.
    http://www.gustl-for-help.de/download/Auszug_Mollath_Rundbrief_W.v.Baeyer-Gesellschaft_1.11.pdf

    Was ich ja besonders witzig finde, Mollaths Ex-Frau ist ua. als Geistheilerin unterwegs und zockt mit der Masche die Leute ab.
    https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:http://www.petra-maske.de/index.php/ueber-mich.html
    Da soll mal einer sagen, das Anlageberater nicht flexibel in der Geldbeschaffung sein können.

    Ps: Sweet Captcha geht leider immer noch nicht über https:

  77. Bernd Schneider
    8. Juli 2013, 11:45 | #77

    Auf jeden Fall ist es im Zuge der Wahrheitsfindung und unter Beachtung der diversen Mord- und Verstümmlungsdrohungen einiger Durchgeknallter der „Free Molli Fraktion“ ganz reizend von Dir die Adresse der Dame weiterzuverbreiten, naja wir kämpfen halt nur für die körperliche unversehrtheit von IHM.

  78. Bernd Schneider
    8. Juli 2013, 11:53 | #78

    Paulchen :Hallo Ponder, schön mal wieder was von dir zu lesen. Wenn du es recherchiert hast, wird es wohl so sein. Ehrlich gesagt interessiert mich der Punkt aber nicht sonderlich. Strate ist Rechtsanwalt. So what. – Ponder, haste schon das Gutachten (Rundbrief) von Dr. Friedrich Weinberger gelesen? Das ist ziemlich interessante Lektüre wie ich finde. http://www.gustl-for-help.de/download/Auszug_Mollath_Rundbrief_W.v.Baeyer-Gesellschaft_1.11.pdf – Was ich ja besonders witzig finde, Mollaths Ex-Frau ist ua. als Geistheilerin unterwegs und zockt mit der Masche die Leute ab. https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:http://www.petra-maske.de/index.php/ueber-mich.html Da soll mal einer sagen, das Anlageberater nicht flexibel in der Geldbeschaffung sein können. – Ps: Sweet Captcha geht leider immer noch nicht über https:

    Spannend, kann es sein dass dem guten Mann Mollath ziemlich wurscht ist und er ihn nur als vehikel für sein „Freudbashing“ benutzt, das hier ist doch bestimmt was für Ponder…..

    „Korrekt. ADHS hat einen sehr hohen hereditären Aspekt. Von einer Erbkrankheit (genauer gesagt: von einer vererbten Anlage zur Krankheit zu sprechen) ist im Zusammenhang mit ADHS nicht nur gerechtfertigt, sondern sogar notwendig.
    Der hereditäre Aspekt wird in Deutschland meist ignoriert. Die größte institutionalisierte Ignoranz in Deutschland, sozusagen das Zentrum der Vernebelung der ADHS-Grundtatsache der Erblichkeit, bildet in Deutschland das Sigmund-Freud-Institut“

    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erwachsenen/23573-adhs-erbkrankheit-5.html#post302214
    http://www.psychiatrie-und-ethik.de/wpinfcde/category/zz_autoren/weinberger/

  79. Paulchen
    8. Juli 2013, 11:59 | #79

    Da steht kein Adresse, oder meinste die Esotuse wohnt im Webspace?

  80. Bernd Schneider
    8. Juli 2013, 12:01 | #80

    http://www.psychiatrie-und-ethik.de/wpinfcde/warum-kritik-der-psychoanalyse-zu-ihrer-wiederein%C2%ADfuhrung-nach-45/

    „In etwa gleich­zeitig waren Anfang der 70er der so­­wje­ti­sche Psychiatriemißbrauch, hierzulande aber die Psych­iatrie-Re­form und, in sie integriert, die Etablie­rung der Psychoanalyse in Gang ge­kom­men. In gleicher Weise und gleich­zeitig er­hob ich so gegen sie Einspruch. Aus­gie­big konnte ich diesen an­fangs noch im Deutschen Ärz­te­blatt publizieren. Es be­fand sich damals[4] noch nicht in 68er Hän­den. Diesem meinem, unserem Vor­gehen gegen Mißbräuche der Seelen(heil)kunde der verschiedenen Art begegneten von Anfang an von Seiten der Psy­cho­ana­ly­tiker schärfster Widerstand, der gleiche Aus­druck entgeisterter Mißbilligung, still (mitunter auch laut) kochen­der Wut, wie ich ihn auch in der Mitgliederversammlung der DGPN 1972 in Wies­baden erlebt hatte (RB 1/88, S. 60). Sie hat­te ich aufgefordert – wer wagte es sonst? ­-, gegen den Mißbrauch des Fachs in der Sowjetunion vorstellig zu werden. Der Haß der Freudianer aber traf und trifft, wie häufig in Sekten, be­son­ders Re­ne­ga­ten,[5] sol­che, die etwa ein Berufsleben lang Psycho­the­ra­pie ausübten, gar „psychoana­lyti­sche Me­thoden be­nützten“ (Jaspers, s.u.), die die „psycho­somatischen Ge­büh­ren­zif­fern“ wie Freud­­schen Axiome jedoch mieden und da­mit dem auf­ge­stellten Geßler-Hut den Gruß verweigerten.“

    Den Bock zum Gärtner gemacht?

  81. Bernd Schneider
    8. Juli 2013, 12:06 | #81

    Paulchen :Da steht kein Adresse, oder meinste die Esotuse wohnt im Webspace?

    Wo müsste man wohl schauen (wenn nicht gerade bei den Impressumsverbrechern von psiram) um an die Adresse zu kommen *grübel*

  82. Bernd Schneider
    8. Juli 2013, 12:08 | #82

    Weiter Zitate von Herrn Weinberger? Super Quelle danke Paulchen.

    “ Wie die Ärzte der Klinik unterstellte der Spiegel Mollath eine „wahn­hafte Ausweitung“ seiner Beschuldi­gungen u.a. auf einen dort tätigen Oberarzt. Dabei hat dieser real auf jene Betreuung (=Ent­mündigung) gedrängt, durch die Mollaths vormals beträchtliches Vermögen im Nu verschwand. Ein gutes Jahr später fand der Mainkofener Psychiater Dr. Simmerl für die Betreuung nicht mehr den geringsten Grund. Merks „letzter“ Gutachter Prof. Pfäfflin – den wirklich letzten, aktuellsten, für Mollath zeu­genden, mich, überging sie – stellte in seiner Expertise Mollath dem Fall Michael Kohlhaus an die Seite. Wie Pfäfflin scheute sich jetzt auch Spiegel-online nicht, Mollath mit einem Mör­der und Brand­schatzer vergangener Zeiten zu vergleichen, be­kannt aus einer berühmten Erzählung Heinrich von Kleists. Dabei war bei jenem von Geisteskrankheit gar keine Rede. Mit solch hergehol­tem, unpassenden Vergleichen und krassen Verzeichnungen versuchen manche, auch manche Medien die Wirklichkeit umzudeuten, die öffentliche Meinung zu manipulieren.

    Dr. Friedrich Weinberger, derzeit Gustl Mollaths letzter Gutachter,“
    http://www.psychiatrie-und-ethik.de/wpgepde/neues-verwirrspiel-um-gustl-mollath/

  83. Paulchen
    8. Juli 2013, 12:53 | #83

    Bernd Schneider :

    Paulchen :Da steht kein Adresse, oder meinste die Esotuse wohnt im Webspace?

    Wo müsste man wohl schauen (wenn nicht gerade bei den Impressumsverbrechern von psiram) um an die Adresse zu kommen *grübel*

    Da kommt keine Adresse bei meinem Link. Der Name ist weitreichend bekannt. Einfach bei Google eingeben. Schon auf Seite eins kommt der ganze Esokram. Die Frau ist kein Geheimnis und wer den Browser nach dem Einschalten seines PCs findet, findet idR. auch eine Suchmaschine und schwupps…..
    Tu mal hier nicht so, als wenn ich die Frau in Lebensgefahr bringe…

    „…das hier ist doch bestimmt was für Ponder…..“

    Ich denke der ganze Rundbrief ist was für Ponder. Würde mich freuen, wenn er den zerlegt und seine Meinung dazu schreibt.

  84. Lambrusco
    8. Juli 2013, 13:05 | #84

    Paulchen :

    Bernd Schneider :

    Paulchen :Da steht kein Adresse, oder meinste die Esotuse wohnt im Webspace?

    Wo müsste man wohl schauen (wenn nicht gerade bei den Impressumsverbrechern von psiram) um an die Adresse zu kommen *grübel*

    Da kommt keine Adresse bei meinem Link. Der Name ist weitreichend bekannt. Einfach bei Google eingeben. Schon auf Seite eins kommt der ganze Esokram. Die Frau ist kein Geheimnis und wer den Browser nach dem Einschalten seines PCs findet, findet idR. auch eine Suchmaschine und schwupps….. Tu mal hier nicht so, als wenn ich die Frau in Lebensgefahr bringe… – “…das hier ist doch bestimmt was für Ponder…..” – Ich denke der ganze Rundbrief ist was für Ponder. Würde mich freuen, wenn er den zerlegt und seine Meinung dazu schreibt.

    Na dann wasche doch schön weiter deine Hände in Unschuld.

  85. Lambrusco
    8. Juli 2013, 15:01 | #85

    Lambrusco :

    Paulchen :

    Bernd Schneider :

    Paulchen :Da steht kein Adresse, oder meinste die Esotuse wohnt im Webspace?

    Wo müsste man wohl schauen (wenn nicht gerade bei den Impressumsverbrechern von psiram) um an die Adresse zu kommen *grübel*

    Da kommt keine Adresse bei meinem Link. Der Name ist weitreichend bekannt. Einfach bei Google eingeben. Schon auf Seite eins kommt der ganze Esokram. Die Frau ist kein Geheimnis und wer den Browser nach dem Einschalten seines PCs findet, findet idR. auch eine Suchmaschine und schwupps….. Tu mal hier nicht so, als wenn ich die Frau in Lebensgefahr bringe… – “…das hier ist doch bestimmt was für Ponder…..” – Ich denke der ganze Rundbrief ist was für Ponder. Würde mich freuen, wenn er den zerlegt und seine Meinung dazu schreibt.

    Na dann wasche doch schön weiter deine Hände in Unschuld.

    Sorry, da sind mir wohl die Pferde etwas durchgegangen, ich unterstelle Dir expecit weder das eine noch das andere.

  86. echt?
    8. Juli 2013, 16:18 | #86

    Meine subjektive Bewertung: Der Text ist unausgegoren. Wenn man etwas zu einem solch komplexen Thema schreiben will, muss man schon ein paar Fakten darstellen.

    Einen Kritikpunkt habe ich an den psychiatrischen Gutachten schon. Na klar ist es schwierig, etwas zu einem Menschen zu schreiben, wenn der sich nicht untersuchen lassen will. Ich kann auch nichts über den Zustand einer Wohnungseinrichtung schreiben, wenn mich der Eigentümer oder Mieter nicht reinlässt. Allerdings schreibe ich dann auch nur diese Tatsache auf und enthalte mich weiterer Spekulationen über die Inneneinrichtung.

    Auf Seiten der Justiz erschreckt die Unfähigkeit mit Fehlern umzugehen. Eine Verwörung wäre mir da fast lieber, als dass das der Normalzustand der bayerischen Justiz sein sollte.

    Grüßt echt?

  87. pelacani
    8. Juli 2013, 16:38 | #87

    Wenn man etwas zu einem solch komplexen Thema schreiben will, muss man schon ein paar Fakten darstellen.

    Gern. Welche?

  88. echt?
    8. Juli 2013, 17:56 | #88

    „Unglückliche Verkettung von Umständen“

    Denn aus dieser „unglücklichen Verkettung“ resultiert ja die Meinung, es sei eine Verschwörung. Man könnte es vielleicht mal halb mathematisch machen. Du definierst eine Hypothese und testests sie. Dabei legt man vorher das Signifikanzniveau fest. Sicher ist das schwierig und lässt auch Raum für Wertungsfragen, ist aber sicher besser, als einfach zu postulieren, dass es sich nicht um eine Verschwörung handelt.

    Grüßt echt?

  89. pelacani
    8. Juli 2013, 18:43 | #89

    I may be wrong in this. My judgement errs often, just as is the case with other men’s – but it is my judgement, be it good or bad.

    Mark Twain.

  90. Paulchen
    8. Juli 2013, 19:08 | #90

    @ Lambrusco
    Kein Problem. Dein „Sorry“ macht dich sympathisch.

  91. echt?
    8. Juli 2013, 19:38 | #91

    So, gestärkt durchs gute Essen, noch einige Gedanken.

    Wenn man sich etwas mit Wahrscheinlichkeitsrechnung beschäftigt, wird einem schnell klar, dass man selten eine Null oder Eins erhält. Es gibt natürlich Ausnahmen, etwa die sichere Wahrscheinlichkeit für das eigene Ableben.

    Insofern stellen die Bemessungsnormen, etwa DIN EN 1990, auch nicht auf „sicher“ ab, sondern begrenzen die Versagenswahrscheinlichkeit. Das Zielniveau könnte man an „echten“ Verschwörungen kalibrieren. Um es nachvollziehbar zu machen, könnte man eine feste Anzahl von Standardfragen formulieren. Z. B.:

    1. Wie viele Menschen müssten vom Sachverhalt wissen und dürften dies nicht an Dritte herantragen?

    2. Welche finanziellen Mittel wären erforderlich um die Verschwörung durch zu führen?

    3. Wie hoch ist der finanzielle Nutzen für die an der Verschwörung Beteiligten?

    4. Wie hoch ist das Risiko, dass die an der Verschwörung Beteiligten auf sich nehmen?

    5. Wie wahrscheinlich ist es, dass die Verschwörung aufgedeckt wird?

    Dazu müsste man einen Katalog aufstellen, der verbale Einschätzungen in Wahrscheinlickeiten umsetzt.

    Grüßt echt?

  92. echt?
    8. Juli 2013, 19:43 | #92

    Mal zurück zum Thema Mollath,

    ich habe mir die Mühe gemacht, die Dissertation von Dr. Leipziger zu lesen. Keine Angst, jetzt kommt nichts von „Plagiat“ oder Ähnlichem. Mir ging es einfach darum, mal zu schauen, wie andere Fachdisziplinen wissenschaftlich arbeiten.

    Mein ernünchtertes Fazit: Dr. Leipziger beherrscht nicht einmal die Grundrecheneinheiten – hart, aber es ist leider so.

    Nun genug für heute!

    Grüße von echt?

  93. Stöber
    8. Juli 2013, 21:18 | #93

    Ich finde, der beste Beitrag bislang war von @dolge (Nr 75) und drückt intelligent aus, was man bei der aktuellen Sachlage tun sollte: Abwarten und auf mehr Informationen plädieren.

    Aber weil ein Stammtisch ohne unfundierte Meinung langweilig wäre:
    Mich persönlich würde es nicht wundern, wenn der Mollath tatsächlich apeshit-crazy ist UND seine Fruwe ne eiskalte Schlange mit guten Connections.
    (Die sind ja auch ein hübsches Paar: Ein agitiert Fixierter und ne erweckte Esoterikerin, geiler Haushalt.)
    Dass die Justiz auch gerne ihre Aussetzer hat und einen Schuppenpanzer aus sich gegenseitig überlappenden Rückversicherungen und Verantwortungsschiebereien trägt, ist imho auch nicht diskussionswürdig weil altbekannt.

    Man wird sehen. Beachtenswert ist jedenfalls die enorme Aufmerksamkeit. Aber wie so oft, wenn die Herde blökend in eine Richtung rennt, sollte man nicht mitrennen. 🙂

  94. gelegentlich
    8. Juli 2013, 22:50 | #94

    Wie ich einräume bin ich hier hinein gestolpert. Es gab einen Link in einem Blog, der so ist, wie „psiram“ offenbar gerne wäre:
    http://gabrielewolff.wordpress.com/2013/07/06/der-fall-mollath-das-endspiel/comment-page-1

    Ich zähle zu den leidenschadftlichen Anti-Esoterikern und habe seit letztem Herbst so ziemlich Alles, was im Netz greifbar war, zu diesem Fall gelesen. Das im Hinterkopf kann ich über o.g. extrem flachen, inhaltslosen Artikel nur den Kopf schütteln. Völlig unkritisch werden interessengebundene Lobby-Artikel, etwa von Frau Lakotta im Spiegel, die unschwer zu dechiffrieren sind, als seriös eingeordnet. Ein früher angesehener Gutachter wie Kröber, der Herrn Mollath begutachtete, ohne ihn überhaupt gesprochen zu haben, nur nach Aktenlage (wofür ich als Naturwissenschaftler sofort Berufsverbot verhängen würde!), und der einem als Zitierkartell auftretenden Gutachtermafia zuzuordnen ist, gibt in o.g. Interview mit Herrn Dill auf: ich habe recht weil ich unrecht hatte. Eine durchsichtigere und flachere Verteidigung eines lukrativen eigenen Geschäftsmodells kann man sich schwer vorstellen.

    Nein, Leute, packt Eure Sachen,bitte. Realismus geht ganz anders! Der Fall Mollath ist der schlechthinnige Justizskandal in Bayern. Punkt.

  95. Groucho
    9. Juli 2013, 00:57 | #95

    Stöber :

    Ich finde, der beste Beitrag bislang war von @dolge (Nr 75) und drückt intelligent aus, was man bei der aktuellen Sachlage tun sollte: Abwarten und auf mehr Informationen plädieren.

    Ist ja eigentlich nichts anderes, als der Blogartikel sagt.

    Aber weil ein Stammtisch ohne unfundierte Meinung langweilig wäre:
    Mich persönlich würde es nicht wundern, wenn der Mollath tatsächlich apeshit-crazy ist UND seine Fruwe ne eiskalte Schlange mit guten Connections.
    (Die sind ja auch ein hübsches Paar: Ein agitiert Fixierter und ne erweckte Esoterikerin, geiler Haushalt.)
    Dass die Justiz auch gerne ihre Aussetzer hat und einen Schuppenpanzer aus sich gegenseitig überlappenden Rückversicherungen und Verantwortungsschiebereien trägt, ist imho auch nicht diskussionswürdig weil altbekannt.

    Man wird sehen. Beachtenswert ist jedenfalls die enorme Aufmerksamkeit. Aber wie so oft, wenn die Herde blökend in eine Richtung rennt, sollte man nicht mitrennen.

    Kommt meiner Einschätzung nahe. Was aber wirklich das Interessante ist, ist die Radikalisierung. Sozialpsychologisch ist das ein schon fast erschreckendes Phänömen. Mollath liefert in der Kombination eine unwiderstehliche Leimrute: Bayerische Justiz (gibts wohl wirklich einige etwas dunkle Fälle), Psychiatrie (als Ersatz für Knast, da kriegen wir jeden rein, der nicht für uns ist) und die Juristerei, die natürlich mit völlig anderer Logik auf dem Platz erscheint. Da muss der Gustl ja per se völlig normal sein. Fühlt man doch, weil man hat es selber ja schon immer gewusst, dass da nur Reptiloiden unterwegs sind.

  96. bayle
    9. Juli 2013, 06:56 | #96

    gelegentlich : Ich … habe seit letztem Herbst so ziemlich Alles, was im Netz greifbar war, zu diesem Fall gelesen.

    Hast Du irgendwo den vollständigen Text von einem der Gutachten gefunden?

  97. echt?
    9. Juli 2013, 07:07 | #97

    Die Gutachten findet man nicht im Netz. Vermutlich hat sie Frau Lakotta. Herr Dr. Strate hat sie natürlich auch, zitiert daraus jedoch nicht.

  98. echt?
    9. Juli 2013, 07:13 | #98

    Hier ein Originalton von Herrn Mollath zur Verschwörungsfrage:

    http://www.donaukurier.de/nachrichten/bayern/Muenchen-Ich-bin-der-Unruhestifter;art155371,2788327

    „Halten Sie es für möglich, dass in Ihrem Fall einfach nur Fehler passiert sind, oder glauben Sie an eine Verschwörung?

    Mollath: Das kann ich nicht beurteilen. Wie es tatsächlich war, wissen nur diejenigen, die da agiert haben. Es gibt Indizien, die teilweise auf so etwas hindeuten. Aber ich habe keine Wahnvorstellungen. Ich kann unterscheiden zwischen Indiz, Vermutung und Beweis. Ohne Beweise kann man nicht sagen: So war es. Es mag sein, dass einige aktiv Einfluss genommen und dabei vielfältige Systemfehler ausgenutzt haben, also die Unzulänglichkeiten von vielen einzelnen Personen.“

    Besser kann man es eigentlich nicht sagen.

    Findet echt?

  99. drdwo
    9. Juli 2013, 09:24 | #99

    „…denn die fehlende Krankheitseinsicht und die deshalb fehlende Bereitschaft, sich behandeln zu lassen, gehört zu den konstituierenden Merkmalen bei einigen solcher Erkrankungen“.
    Wer behauptet, dass Menschen auch wahnhaft seien könnten, wenn sie keinerlei Anzeichen eines Wahns zeigten, immunisiert seine Diagnose gegenüber Kritik. Sie ist dann nicht widerlegbar. Der Philosoph Karl Popper bezeichnet eine derartige Selbstimmunisierungsstrategie als „doppelt verschanzten Dogmatismus“. Die Diagnose ist weder valide, noch lässt sie sich widerlegen.

  100. Sweeper
    9. Juli 2013, 09:33 | #100

    drdwo :„…denn die fehlende Krankheitseinsicht und die deshalb fehlende Bereitschaft, sich behandeln zu lassen, gehört zu den konstituierenden Merkmalen bei einigen solcher Erkrankungen“. Wer behauptet, dass Menschen auch wahnhaft seien könnten, wenn sie keinerlei Anzeichen eines Wahns zeigten, immunisiert seine Diagnose gegenüber Kritik. Sie ist dann nicht widerlegbar.

    Also Sie als sachverständiger Gutachter, Dr.Dwo, haben bei Mollath keinerlei Anzeichen des Wahns feststellen können?

  101. drdwo
    9. Juli 2013, 09:39 | #101

    @bayle Zwei der Gutachten sind öffentlich:
    http://strate.net/de/dokumentation/Mollath-BKH-2013-03-04.pdf
    http://strate.net/de/dokumentation/Mollath-BKH-2013-04-16.pdf
    Mollath bleibt danach hauptsächlich auf Grund seines „bösen Blicks“ eingesperrt. Da sollten sich allen Anti-Esoterikern eigentlich die Nackenhaare sträuben. Weiter oben war von einer Klage gegen Strate die Rede. Die wurde inzwischen als unbegründet abgewiesen:
    http://strate.net/de/dokumentation/Mollath-AG-Hamburg-2013-06-27.pdf.
    Wer sich über den Fall aus erster Hand informieren möchte, kann folgendes Video anschauen:
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=vXAMx9-m8AE

  102. drdwo
    9. Juli 2013, 09:43 | #102

    @ Sweeper
    Mehrere Gutachter, z.B. Simmerl und Weinberger haben genau das getan. Sie hätten mich selbst wahrscheinlich ähnlich bewertet. Ausserdem behaupte ich, keinen Wahn zu haben, bin mit Hilfe des doppelt verschanzten Dogmatismus also offensichtlich krank. Oder?

  103. Phineas
    9. Juli 2013, 09:46 | #103

    drdwo :„…denn die fehlende Krankheitseinsicht und die deshalb fehlende Bereitschaft, sich behandeln zu lassen, gehört zu den konstituierenden Merkmalen bei einigen solcher Erkrankungen“. Wer behauptet, dass Menschen auch wahnhaft seien könnten, wenn sie keinerlei Anzeichen eines Wahns zeigten, immunisiert seine Diagnose gegenüber Kritik. Sie ist dann nicht widerlegbar. Der Philosoph Karl Popper bezeichnet eine derartige Selbstimmunisierungsstrategie als “doppelt verschanzten Dogmatismus”. Die Diagnose ist weder valide, noch lässt sie sich widerlegen.

    Also bitte…..kein Mensch diagnostiziert eine psychische Störung nur aufgrund fehlender Krankheitseinsicht. Das ist ja albern….

  104. bayle
    9. Juli 2013, 09:55 | #104

    @ drdwo
    Dein Beitrag weckt gewisse Zweifel, ob Dir der Unterschied zwischen Symptomfreiheit und fehlender Krankheitseinsicht klar ist.

  105. drdwo
    9. Juli 2013, 10:23 | #105

    @ bayle
    Zur Symptomfreiheit: Drei Gutachter haben Mollath exploriert:
    Simmerl – symptomfrei, Weinberger – symptomfrei. Und Pfäfflin, da wird die Sache kompliziert. Sein Untersuchungsergebnis lautet eigentlich auch „weitgehend symtomfrei“, nur hat er dieses Ergebnis in seiner Abschlussbewertung umgedeutet. Bleiben noch die aufgrund der Urteildbegründung argumentierenden Leipziger und Kröber. Und diese Urteilsbegründung Brixners wurde durch die Staatsanwaltschaft im Rahmen der Ermittlungen zum Wiederaufnahmeantrag inzwischen widerlegt.

  106. drdwo
    9. Juli 2013, 10:28 | #106
  107. bayle
    9. Juli 2013, 10:32 | #107

    @ drdwo
    Dann darf ich wohl auch Dich fragen: Hast Du irgendwo den vollständigen Text von einem der Gutachten gefunden?

  108. Sweeper
    9. Juli 2013, 10:36 | #108

    @drdwo:

    Weinberger muss außen vor bleiben. Er ist sicherlich ein ehrbarer und verdienstvoller Mann; aber er war kein vom Gericht bestellter Gutachter, sondern von einer Privatinitiative beauftragt.
    Pfäfflin hingegen war sogar ein Wunschgutachter Mollaths bzw dessen Verteidigers.
    Und natürlich kommt hinzu, dass eine floride Symptomatik, die damals zum Urteil führte, unter den eher ruhigen Bedingungen eines beschützenden und klar strukturierten stationären Settings in den Hintergrund tritt.
    Betrachtet man sich aber die im Netz verbreiteten Briefe Gustl Mollaths und stellt seiner Sicht der Dinge die Schilderungen anderer Zeugen im WA-Antrag von Strate gegenüber, dann kann auch ein Laie erkennen, dass Herr Mollath unter tragisch verzerrten Wahrnehmungen gelitten hat. Anders als viele Menschen mit einer querulatorischen Persönlichkeit (die sich meist aufs Briefeschreiben beschränken) wurde er aber aktiv:
    er machte sich gezielt auf den Weg, um „Verdächtige“ auszuspähen und zu stoppen, weil er sie überführen wollte – wovon ihn aus seiner Sicht andere in verdunkelnder Weise abhielten. Bei diesen Aktionen ist ihm manchmal in gefährlicher Weise die Sicherung durchgebrannt.

  109. drdwo
    9. Juli 2013, 10:41 | #109

    Bis auf die beiden Gutachten auf strate.net sind die Gutachten nicht öffentlich. Sie wurden aber von den Fachexperten Dr. Arnold Torhorst, Dr. Maria Fick, Dr. Rudolf Sponsel, Dr. Hans Simmerl, Prof. Dr. Dieckhöfer und Dr. Weinberger methodenkritisch analysiert. Mit immer gleichem Ergebnis: Die Gutachten von Leipziger und Kröber entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage.

  110. Phineas
    9. Juli 2013, 10:43 | #110

    Sweeper :@drdwo:Weinberger muss außen vor bleiben. Er ist sicherlich ein ehrbarer und verdienstvoller Mann; aber er war kein vom Gericht bestellter Gutachter, sondern von einer Privatinitiative beauftragt.

    Das ist nicht weiter schlimm. Praktisch jeder darf einen Gutachter beauftragen.

  111. Sweeper
    9. Juli 2013, 10:46 | #111

    @drdwo:

    Eben weil es bei psychiatrischen Gutachten eine Schweigepflicht zum Schutz des Patienten gibt, kann ich mir nicht vorstellen, dass irgendwelche Experten, die nicht vom Gericht bestellt wurden, einfach Akteneinsicht nehmen dürfen.

    Ich befürchte, dass alle diese Experten sich bei ihrer Bewertung nur auf die Fragmente beziehen können, die über den Urteilstext oder sonst irgendwie indirekt an die Öffentlichkeit kamen.
    Ich lasse mich aber gern vom Gegenteil überzeugen.
    Weinbergers Einschätzung habe ich gelesen und hätte da einige Fragezeichen – aber das sprengt hier den Rahmen.

  112. drdwo
    9. Juli 2013, 10:50 | #112

    @ Sweeper
    Zum Thema „stoppen“. Wenn sie sich auf die Reifenstechereien beziehen: Ist ihnen bekannt, was in diesem Zusammenhang durch die Staatsanwaltschaft inzwischen ermittelt wurde? Vieles ergibt sich aus den Akten, in Strates Wiederaufnahmeantrag, den sie anscheinend nicht gelesen haben, wunderbar nachzulesen. Das Zusammenspiel zwischen POK Grötsch, Amtsrichter Eberl und Leipziger in diesem Zusammenhang ist ja der Hauptgrund, warum das Thema „Verschwörung“ hier überhaupt diskutiert wird.

  113. Sweeper
    9. Juli 2013, 10:50 | #113

    Phineas :

    Sweeper :@drdwo:Weinberger muss außen vor bleiben. Er ist sicherlich ein ehrbarer und verdienstvoller Mann; aber er war kein vom Gericht bestellter Gutachter, sondern von einer Privatinitiative beauftragt.

    Das ist nicht weiter schlimm. Praktisch jeder darf einen Gutachter beauftragen.

    Klar. Aber das heißt nicht, dass jedes Gutachten in einem juristischen Verfahren gleich wertig ist. Sonst könnten beliebig viele, einander widersprechende Gutachten ein Verfahren völlig lahm legen.

  114. Phineas
    9. Juli 2013, 10:53 | #114

    Sweeper :@drdwo:Eben weil es bei psychiatrischen Gutachten eine Schweigepflicht zum Schutz des Patienten gibt, kann ich mir nicht vorstellen, dass irgendwelche Experten, die nicht vom Gericht bestellt wurden, einfach Akteneinsicht nehmen dürfen.

    Tschuldigung ,das ich nochmal besserwisserisch was
    hinzufüge. Ein Gutachter unterliegt gegenüber dem Auftraggeber NICHT der Schweigepflicht.

  115. drdwo
    9. Juli 2013, 10:57 | #115

    @ Sweeper
    Sie haben Recht, es waren Experten, denen von Mollath Akteneinsicht gewährt wurde. Sie können daraus eine Befangenheit konstruieren, aber wie soll sich ein Betroffener dann gegen unwissenschaftliche Fehlgutachten wehren können? Und bei Pfäfflin müssen wir den wissenschaftlichen Teil der Begutachtung von dem Teil trennen, der sich auch das (inzwischen widerlegte) Urteil bezieht. Die Ergebnisse waren widersprüchlich, Mollath war mit wissenschaftlichen Methoden kein Wahn nachzuweisen.

  116. Sweeper
    9. Juli 2013, 11:01 | #116

    drdwo :@ Sweeper Zum Thema “stoppen”. Wenn sie sich auf die Reifenstechereien beziehen: Ist ihnen bekannt, was in diesem Zusammenhang durch die Staatsanwaltschaft inzwischen ermittelt wurde? Vieles ergibt sich aus den Akten, in Strates Wiederaufnahmeantrag, den sie anscheinend nicht gelesen haben, wunderbar nachzulesen. Das Zusammenspiel zwischen POK Grötsch, Amtsrichter Eberl und Leipziger in diesem Zusammenhang ist ja der Hauptgrund, warum das Thema “Verschwörung” hier überhaupt diskutiert wird.

    Nein, ich beziehe mich auf die erste ungeplante Begegnung von Mollath und Wörthmüller.
    Da war Mollath auf dem Weg, um ein neues Komplott aufzudecken. Ohne dass er Wörthmüller kannte, erzählte er ihm schon Details von seinem Verdacht, auf Wörthmüllers Nachbarn bezogen.
    Dieser Vorfall allein ist schon ein starkes Indiz für die Krankheit Mollaths.
    Aufgrund dieses Vorfalls hat sich Wörthmüller ja (nach einigem Zögern) als Gutachter für befangen erklärt. An dieses verständliche Zögern Wörthmüllers knüpft sich jetzt im Netz aber schon eine ganz neue Verschwörungstheorie.

    Das ist der eigentliche Irrwitz an der ganzen Geschichte:
    statt abzuwarten, ob sich bestimmte Verwerfungen nicht auch auf „normale“ Umstände zurückführen lassen bzw ob es noch fehlende Informationen gibt, die einen Widerspruch „normal“ auflösen, wird immer weiter drauf los spekuliert und konstruiert und alles in den Wahn einer Riesen- Schwarzgeld- Psychiatrie-Bayernsumof-Verschwörung gegen Mollath hineinverwoben.

  117. drdwo
    9. Juli 2013, 11:01 | #117

    @ Phineas
    Selbstverständlich unterliegt ein Gutachten der ärztlichen Schweigepflicht, der „Auftraggeber“, das Gericht, hat natürlich Einsicht. Die Gutachten an Journalisten wie Lakotta und Rückert weiterzugeben, ist allerdings ein Unding.

  118. Bernd Schneider
    9. Juli 2013, 11:05 | #118

    „Einer davon [der Opfer der Reifenstechereien] berichtet heute, Mollath habe ihn zuvor besucht, ihm einen scharf geschliffenen Schraubenzieher gezeigt, ihm von seinem Hass auf die Banken erzählt und dass er in Verbindung stehe mit Harald Schmidt; der gebe ihm im Fernsehen Handzeichen, er sei auf seiner Seite.“ …. vielleicht sollte man ja mal Harald schmidt um ein Gutachten bitten.

  119. drdwo
    9. Juli 2013, 11:06 | #119

    @ Sweeper
    Sorry, ich dachte sie beziehen sich auf Mollaths „Wahn“, nicht auf die Verschwörungstheoretiker unter seinen Unterstützern. Da sollten wir streng unterscheiden. Ist eigentlich jedem hier klar, dass ein „Wahn“ alleine keine Zwangseinweisung begründet? Das geht nur im Zusammenhang mit Allgemeingefährlichkeit, und diese wurde Mollath nie nachgewiesen (nach Meinung der Staatsanwaltschaft, die den Wiederaufnahmeantrag stellte).

  120. Sweeper
    9. Juli 2013, 11:09 | #120

    Phineas :

    Sweeper :@drdwo:Eben weil es bei psychiatrischen Gutachten eine Schweigepflicht zum Schutz des Patienten gibt, kann ich mir nicht vorstellen, dass irgendwelche Experten, die nicht vom Gericht bestellt wurden, einfach Akteneinsicht nehmen dürfen.

    Tschuldigung ,das ich nochmal besserwisserisch was hinzufüge. Ein Gutachter unterliegt gegenüber dem Auftraggeber NICHT der Schweigepflicht.

    Also dazu kann ich nur sagen:
    selbst ein unbescholtener psychiatrischer Patient hat nur begrenzt Anspruch auf Einsicht in die Dokumentation seines Arztes. Psychiatrische Dokumentationen unterliegen in besonderem Umfang der Schweigepflicht – und das ist gut so (wenn auch für den betroffenen Patienten und/oder dessen Angehörige oft ärgerlich und grundsätzlich eine Schwachstelle im Hinblick auf möglichen Machtmissbrauch)
    Von daher sollte es mich sehr wundern, wenn ein privat engagierter Experte unbeschränkt Zugang zu brisanten Gutachten erhält, in denen der Schweigepflicht unterworfene Patientendaten enthalten sind.
    Aber denkbar ist theoretisch natürlich alles…

  121. Bernd Schneider
    9. Juli 2013, 11:12 | #121

    drdwo :@ Sweeper Sorry, ich dachte sie beziehen sich auf Mollaths “Wahn”, nicht auf die Verschwörungstheoretiker unter seinen Unterstützern. Da sollten wir streng unterscheiden. Ist eigentlich jedem hier klar, dass ein “Wahn” alleine keine Zwangseinweisung begründet? Das geht nur im Zusammenhang mit Allgemeingefährlichkeit, und diese wurde Mollath nie nachgewiesen (nach Meinung der Staatsanwaltschaft, die den Wiederaufnahmeantrag stellte).

    Na was denn nun, deutet es eher auf Wahnvorstellungen hin wenn jemand glaubt erwürde geheime Zeichen aus dem fernsehen bekommen oder nicht? Und in wie weit wurde solche Details von den „Gegengutachtern“ gewürdigt?

  122. Phineas
    9. Juli 2013, 11:38 | #122

    @ Sweeper
    mhm…dir scheint noch nicht so klar geworden sein, dass es in meinem privaten und beruflichen Umfeld niemanden gibt, dessen Beruf nicht mit Psy.. anfängt. Und damit meine ich nicht, dass ich Drehtürpatient bin….
    Grüße
    P.G.

  123. bayle
    9. Juli 2013, 11:51 | #123

    drdwo :Bis auf die beiden Gutachten auf strate.net sind die Gutachten nicht öffentlich. Sie wurden aber von den Fachexperten Dr. Arnold Torhorst, Dr. Maria Fick, Dr. Rudolf Sponsel, Dr. Hans Simmerl, Prof. Dr. Dieckhöfer und Dr. Weinberger methodenkritisch analysiert. Mit immer gleichem Ergebnis: Die Gutachten von Leipziger und Kröber entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage.

    Keiner dieser Experten scheint forensische Expertise i. e. S. zu haben. Der erregte Tonfall dieser „methodenkritischen Analysen“ und die Generalisierungstendenzen machen misstrauisch. Und ich erlaube mir, mich selbst zu zitieren: Ich reagiere empfindlich, wenn ich dazu aufgefordert werde, etwas zu verurteilen, ohne dass ich mich voll darüber informieren kann, was ich eigentlich verurteilen soll.

    drdwo :Ist eigentlich jedem hier klar, dass ein “Wahn” alleine keine Zwangseinweisung begründet?

    Ich denke schon.

  124. drdwo
    9. Juli 2013, 12:00 | #124

    @ Sweeper
    Die Befangenheit Weinbergers ist eine interessantes Thema. Was würde passieren, wenn Weinberger den Erwartungen seines Auftraggebers nicht entsprechen würde? Die Mollath-Unterstützer würden ihn nicht mehr beauftragen. So what? Was passiert wenn Leipziger nicht den Erwartungen des Gerichts entspricht? Er hat einen Patient weniger (wirtschaftlicher Schaden), erhält keine Aufträge mehr vom Gericht, sein berufliches „Netzwerk“ bricht zusammen. Wer ist mehr befangen? Schauen wir konkreter auf Leipziger: Er versuchte seine Auftraggeber zufriedenzustellen, sah jedoch seine berufliche Reputation bedroht: „Mit mehrere Jahre zurückliegender häuslicher Gewalt kann ich keine Allgemeingefährlichkeit begründen, ich brauche noch etwas anderes“. Worauf auf einmal die nicht beweisbaren Reifenstechereien ins Spiel kamen – und bar jeder ingenierwissenschaftlicher Argumentation zur „potentiellen gefährlichen Körperverletzung“ hochgezoomt wurden. Und Leipziger soll nicht befangener sein als Weinberger?

  125. Sweeper
    9. Juli 2013, 12:19 | #125

    drdwo :Ist eigentlich jedem hier klar, dass ein “Wahn” alleine keine Zwangseinweisung begründet? Das geht nur im Zusammenhang mit Allgemeingefährlichkeit, und diese wurde Mollath nie nachgewiesen (nach Meinung der Staatsanwaltschaft, die den Wiederaufnahmeantrag stellte).

    Ob es jedem klar ist, weiß ich nicht, hoffe es aber.

    Zurück zu den Fakten:

    die psychiatrischen Gutachter haben sich auf ihr Fachgebiet zu beschränken.
    Sie haben daher primär nicht in Frage zu stellen, ob vorgelegte Beweismittel oder juristisch festgestellte Sachverhalte zuverlässig und glaubwürdig sind. Insofern werden sie die bis dahin juristisch gesammelten Tatbestände (nennt man das im Juristensprech so?) vorwiegend dahingehend betrachten, ob sie mit dem nach bestimmten wissenschaftlichen Kriterien erhobenen Gesamteindruck der zu begutachtenden Persönlichkeit kongruent sind.
    Wie glaubwürdig und zuverlässig dieses Beweismaterial tatsächlich ist, das da in der Causa Mollath zusammengetragen wurde, haben Juristen zu prüfen.
    So lange dem WA-Antrag nicht stattgegeben wurde, gilt für die Gutachter das, was damals im Urteilsspruch festgestellt wurde (egal ob es sich so zugetragen hat oder nicht).

    Auch ohne Berücksichtigung der Reifenstechereien gab es mehrere Vorfälle, in denen sich Herr Mollath (zumindest in bestimmten erregten Zuständen) eher aktiv-bedrohend als resignativ-zurückgezogen verhalten hat. Die unglückliche Episode in/vor RA Dolmanys Kanzlei gehört dazu.
    Die Sache mit dem Verteidiger Dolmany ist nach meiner ganz persönlichen Sicht ein deutliches Kriterium, dass Herr Mollath tatsächlich dazu neigte, die Beherrschung völlig zu verlieren. Und wenn das Gericht Herrn Mollath tatsächlich gezielt „mundtot“ hätte machen wollen, dann hätte es doch einen anderen Verteidiger bestellt und Dolmanys Zeugenaussage im Prozess sehr wirkungsvoll gegen Mollath verwerten können.

  126. Sweeper
    9. Juli 2013, 12:23 | #126

    Phineas :@ Sweeper mhm…dir scheint noch nicht so klar geworden sein, dass es in meinem privaten und beruflichen Umfeld niemanden gibt, dessen Beruf nicht mit Psy.. anfängt. Und damit meine ich nicht, dass ich Drehtürpatient bin…. Grüße P.G.

    Na ja – ich kann so ziemlich dasselbe von mir sagen. Und mit Neu… Und ich habe auch betroffene Menschen im engeren Umfeld. Und nun?

  127. drdwo
    9. Juli 2013, 12:42 | #127

    @ Sweeper
    Zur Frage, was Psychiater in Frage stellen dürfen, ein Zitat von Prof Müller:
    „Zum Zeitpunkt des ersten Gutachtens (von Dr. Leipziger) gab es noch keine rechtskräftige Feststellung. Ergibt sich (aus den Akten), dass die in der Anklage beschriebenen Taten anders abgelaufen sind bzw. ergeben sich Gründe (z.B. aus der in den Akten erkennbaren Motivlage der Ehefrau), dafür, dass es nicht so gewesen ist, braucht der Gutachter nichts zu unterstellen. Zudem: Formell ist nur der Tenor der Entscheidung rechtskräftig festgestellt. Der Gutachter muss den Tatablauf, wie er in den Urteilsgründen steht, nicht unterstellen.“ Hat hier jemand eine Quelle, mit der diese Aussage widerlegt werden kann?

  128. Phineas
    9. Juli 2013, 12:48 | #128

    @ Sweeper
    Bitte nicht falsch verstehen. Ich mein das echt nicht böse. Aber ich bilde mir ein, anhand deines Umgangs mit Fachbegriffen sehr gut einschätzen zu können, wo ich dich einzuordnen habe. Weiter will ich das wirklich nicht ausführen, weil es da doch schnell zu Missverständnissen kommen kann.
    Nochmal: Ich will dir nicht ans Bein pissen.

  129. Sweeper
    9. Juli 2013, 12:49 | #129

    @drdwo:

    Das ist richtig.
    Aber da wir den Volltext des Gutachtens von Dr. L. nicht kennen (oder gibt es ihn online?), wissen wir nicht, wie er tatsächlich begründet hat. Wir kennen nur die Fragmente aus dem Urteilstext, oder?
    Keinesfalls konnte Dr.L. den attestierten Fall ehelicher Gewalt in Zweifel ziehen – damit würde er ja automatisch die Ex-Ehefrau ins Unrecht setzen. Das wäre eine Kompetenzüberschreitung.
    Und wie oben ausgeführt: es gab noch weitere Tätlichkeiten Mollaths, nämlich die in 2005 in Dolmanys Kanzlei. Das ist brisant, denn der Verteidiger gehörte wohl weder zum Bekannten-und Verwandtenkreis der Ex-Ehefrau noch zum behaupteten „Schwarzgeld-Komplott“.

  130. Sweeper
    9. Juli 2013, 13:03 | #130

    Phineas :@ Sweeper Bitte nicht falsch verstehen. Ich mein das echt nicht böse. Aber ich bilde mir ein, anhand deines Umgangs mit Fachbegriffen sehr gut einschätzen zu können, wo ich dich einzuordnen habe. Weiter will ich das wirklich nicht ausführen, weil es da doch schnell zu Missverständnissen kommen kann. Nochmal: Ich will dir nicht ans Bein pissen.

    Vielleicht handhabt man es in deinem beruflichen Umfeld mit der Schweigepflicht im Umgang mit psychiatrischen Patienten einfach etwas unbürokratischer?
    Und damit genug von meiner Seite hierzu.

    Falls du den Volltext der hier immer wieder erwähnten Gutachten kennst, P.G., dann nenne doch bitte aus Gründen der Nachvollziehbarkeit eine Quelle, wo man sie einsehen kann – insbesondere die von Leipziger und Pfäfflin.
    Im Fall Weinbergers war es jedenfalls – lt dessen Webseite, auf der man sein Gutachten oder Teile daraus nachlesen kann- so, dass er zunächst Schwierigkeiten hatte, überhaupt zum Patienten Zutritt zu bekommen.

    Mir geht es in meiner Argumentation hier nur um den Punkt, dass offenbar jeder, der sich für berufen hält, ständig irgendwelche Fragmente aus Gutachten zitiert – ohne dass dies bis auf wenige Ausnahmen verifizierbar wäre und ohne Rücksicht darauf, was dieses öffentliche Räsonieren im Blick auf den Betroffenen bedeutet.

    Leider hat Gustl Mollath zugestimmt, dass sein wirrer Briefwechsel für Hinz und Kunz lesbar im Netz steht.

    Ebenso unprofessionell finde ich übrigens, wenn Weinberger – bei aller guten Absicht – öffentlich Kollegen schwer beschuldigt.

  131. drdwo
    9. Juli 2013, 13:03 | #131

    @ Sweeper
    Zu Dolmany finden wir im Strates Wiederaufnahmeantrag:

    „Nach der in dem Antrag vom 15.6.2005 durch Rechtsanwalt Dolmány gegebenen Sachverhaltsschilderung hatte Mollath zur Unzeit, nämlich an einem Freitagabend um 20.30 Uhr, an der Kanzleitür geklingelt. Als nach einem kurzen
    Wortwechsel Rechtsanwalt Dolmány Herrn Mollath nicht hereinlassen wollte
    und ihm vorschlug, telefonisch einen Besprechungstermin zu vereinbaren, habe
    Mollath mit den Fäusten gegen die Tür getrommelt. Er habe Angst empfunden
    und deshalb noch über eine Stunde in der Kanzlei verharrt, bis er sie dann –
    offenbar unbehelligt – verließ. Wie lange das „Trommeln“ andauerte, wird in
    dem Schreiben nicht mitgeteilt. Offensichtlich war es eine ohne Zwang und aus
    eigener Initiative getroffene Maßregel der Vorsicht, verbunden mit der schlichten Unlust auf eine unliebsame Begegnung, dass Rechtsanwalt Dolmány noch
    einige Zeit in seiner Kanzlei verblieb. Seite 58
    Was wird in Brixners Urteil daraus? Ein Fall der strafbaren Freiheitsberaubung! Das liest sich so:
    „Mit Schreiben vom 15.06.2005 beantragte der Pflichtverteidiger, Rechtsanwalt Dolmany, seine Entbindung als Pflichtverteidiger des Angeklagten, da
    sein Vertrauensverhältnis zu diesem erschüttert sei. U.a. habe der Angeklagte
    bereits mit den Fäusten an die Eingangstür seiner Kanzlei getrommelt und ihn,
    Rechtsanwalt Dolmany, für den Zeitraum von etwa einer Stunde daran gehindert, seine Kanzlei zu verlassen.“

  132. bayle
    9. Juli 2013, 13:11 | #132

    @ drdwo

    drdwo :„Formell ist nur der Tenor der Entscheidung rechtskräftig festgestellt. Der Gutachter muss den Tatablauf, wie er in den Urteilsgründen steht, nicht unterstellen.” Hat hier jemand eine Quelle, mit der diese Aussage widerlegt werden kann?

    Ja hier, ich!

    Selbst seriöse Kommentatoren verlieren gelegentlich die Bodenhaftung. So wird einem psychiatrischen Gutachter subtil angelastet, er hätte den „Tatablauf, wie er in den Urteilsgründen steht, nicht unterstellen“ müssen. Statt also den Hergang unbesehen hinzunehmen, hätte er das rechtkräftige Urteil mit seiner eigenen kriminalistischen Expertise verwerfen sollen?

    Das steht einen Meter weiter oben. 😉
    Und ich hätte noch zu ergänzen: Ja wenn Prof. Müller hier so eindeutig recht hat, dann können wir ja den Gutachter gleich ganz außen vor lassen, denn formell ist der Richter in seiner Entscheidung nicht an das Gutachten gebunden.

  133. Sweeper
    9. Juli 2013, 13:18 | #133

    @drdwo:

    Nun musst du aber aufpassen, dass du selbst nicht drauflos spekulierst. Wir wissen nicht, was sich da abgespielt hat.
    Es ist kein Spaß, wenn man in seiner Kanzlei festsitzt, weil draußen jemand eine Stunde lang randaliert. Wir wissen auch nicht, ob Mollath einen Termin beim RA hatte oder einfach von sich aus auftauchte und Dolmany von anderen Terminen abhielt. Wir wissen auch nicht, warum Dolmany nicht die Polizei holte.
    Ich sagte doch:
    wenn Brixner daraus richtig hätte Profit schlagen wollen, dann hätte er doch nicht Dolmany dazu „verdammt“ , weiterhin Mollaths Pflichtverteidiger zu sein. Der Vorfall und der Antrag Dolmanys lagen da doch schon mehrere Monate zurück.
    Mit einem neuen Pflichtverteidiger hätte Dolmany als Zeuge gegen Mollath auftreten können.

  134. Bernd Schneider
    9. Juli 2013, 13:37 | #134

    Wir wissen z.B. auch nicht ob erauf die Polizei verzichtet hat um Herrn Mollath zusätzlichen Ärger zu ersparen.

  135. drdwo
    9. Juli 2013, 13:41 | #135

    @ Sweeper
    Brixner wäre ohne Dolmany als Verteidiger besser gefahren? Ohne einen Verteidiger, der alles Mögliche tat, nur nicht seinen Mandanten verteidigen? Und auf den Mollath nicht ohne Grund sauer war, schließlich drohte ihm lebenslänglich in einer Geschlossenen.

  136. drdwo
    9. Juli 2013, 13:48 | #136

    @ Sweeper
    Kritisiert dieser Blog hier nicht allgemein unwissenschaftliches Vorgehen? Konkret kritisiere ich hier einen Zirkelschluss: Das Urteil begründet sich auf dem Gutachten, der Gutachter bezieht sich ausschliesslich auf Brixners erwiesene Tatsachenverdrehungen. Die Diagnose einer „wahnhaften Störung“ nach ICD10: F 22.0 darf jedenfalls überhaupt nur gestellt werden, wenn der Wahncharakter vorgebrachter Äußerungen eindeutig erwiesen und ihr Realitätsgehalt wirklich ausgeschlossen sind, was im vorliegenden Fall nie geprüft wurde.

  137. Bernd Schneider
    9. Juli 2013, 13:50 | #137

    Oder war Herr Mollath sauer weil ihm sein Anwalt nict geglaubt hat dass er von Harald Schmidt heimlich Handzeichen während seiner sendungen bekommt? Das wird das WA ja dann wohl hoffentlich klären.

  138. Sweeper
    9. Juli 2013, 13:52 | #138

    drdwo :@ Sweeper Brixner wäre ohne Dolmany als Verteidiger besser gefahren? Ohne einen Verteidiger, der alles Mögliche tat, nur nicht seinen Mandanten verteidigen? Und auf den Mollath nicht ohne Grund sauer war, schließlich drohte ihm lebenslänglich in einer Geschlossenen.

    Wie gesagt:

    das ist deine Interpretation.
    Dolmany hatte seinen Antrag im Sommer 2005 gestellt – vermutlich nach Mollaths Aktion vor seiner Tür. Die Formulierung, an die ich mich erinnere, lautete etwa „das Vertrauen sei zwischen dem Mandanten und ihm schwer gestört“.

    Das große Rätsel ist, warum er bei der Hauptverhandlung 2006 gegen seinen erklärten Willen (und auch entgegen dem Bescheid der Staatsanwaltschaft im August 2005, er sei vom Mandat zu entbinden) dennoch Pflichtverteidiger sein musste und mehrmalige Anfragen von seiner Seite im Vorfeld vom Gericht unbeantwortet blieben.

    Ich gehe nicht davon aus, dass Dolmany Mollath schaden wollte – aber es bestand aus seiner Sicht auch keine Voraussetzung mehr, sich aktiv um seinen Mandanten zu kümmern.
    Außerdem gab es noch den Wahlanwalt Ophoff – der leider sein Mandat kurz vor der Hauptverhandlung niederlegte. Warum, das erfahren wir nicht.

  139. bayle
    9. Juli 2013, 14:02 | #139

    drdwo :der Gutachter bezieht sich ausschliesslich auf Brixners erwiesene Tatsachenverdrehungen.

    Das ist mit großer Sicherheit schlicht und einfach falsch, zumindest was die Diagnose angeht. Was die Einschätzung der Gefährlichkeit angeht – keine Ahnung; ich kenne das Gutachten nicht vollständig.

  140. Phineas
    9. Juli 2013, 14:07 | #140

    drdwo :@ Sweeper Kritisiert dieser Blog hier nicht allgemein unwissenschaftliches Vorgehen? Konkret kritisiere ich hier einen Zirkelschluss: Das Urteil begründet sich auf dem Gutachten, der Gutachter bezieht sich ausschliesslich auf Brixners erwiesene Tatsachenverdrehungen. Die Diagnose einer “wahnhaften Störung” nach ICD10: F 22.0 darf jedenfalls überhaupt nur gestellt werden, wenn der Wahncharakter vorgebrachter Äußerungen eindeutig erwiesen und ihr Realitätsgehalt wirklich ausgeschlossen sind, was im vorliegenden Fall nie geprüft wurde.

    Kannst du vielleicht mal dein Zitat als solches kennzeichnen! Und im gleichen Kommentar „unwissenschaftliches Vorgehen“ kritisieren. Mann..Mann..

  141. drdwo
    9. Juli 2013, 14:21 | #141

    @ bayle
    „Das ist mit großer Sicherheit schlicht und einfach falsch“ Und das soll keine wilde Spekulation sein? Gibt es dazu wenigstens eine Begründung?

  142. drdwo
    9. Juli 2013, 14:27 | #142

    @ drdwo
    Mir fällt auf, dass hier einige Kommentatoren auf der Sach-Ebene, andere wiederum auf der persönlichen Ebene argumentieren. Auf einen Schlagabtausch auf der persönlichen Ebene habe ich ehrlich gesagt keine Lust.

  143. psychotiker
    9. Juli 2013, 14:36 | #143

    gäääähn,

    noch so ein blog in dem sich amateurjuristen, -psychiater und -psychologen zu völlig haltlosen kommentaren versteigen.
    ich empfehle http://gabrielewolff.wordpress.com zu lesen, hier wird genau den obigen forderungen:
    „In dieser Sache kann nicht von jedem Beobachter Sachverstand abverlangt werden. Was von denjenigen, die dazu publizieren, verlangt werden kann, ist Augenmaß, Umsicht und Gewissenhaftigkeit“
    entsprochen. wer solche forderungen stellt sollte sich im eigenen blog zumindest daran halten gelle.

    dort gibt es auch entsprechende links z.b. zu prof. diekhöfer oder rudolf sponsel welche die „gut/schlechtachten“ (je nach standpunkt des betrachters) einer methodenkritischen überprüfung unterzogen haben, mit zurecht vernichtendem ergebnis. was mit mollath passierte ist ein völlig normaler vorgang in der psychiatrie, der auch dich treffen kann, jederzeit.

    im übrigen gilt, weder psychiatrie, noch psychologie haben auch nur im geringsten irgendwas mit „wissenschaft“ zu tun. es handelt sich um nichts weiter als kaffeesatzleserei.
    man sollte sich auch mal das dsm (diagnostic and statistical manual of mental disorders, diagnostisches und statistisches handbuch psychischer störungen) 1 bis 5 anschauen, ich garantiere ein wirklich amüsantes lesevergnügen (ein wenig „gesunder menschenverstand“ vorausgesetzt). heutzutage gilt z.b. auch wut als psychische störung.

    das mit der krankheitseinsicht von der die psychiater immer schwafeln ist besonders lustig. aristoteles hat schon um 340 v. chr die geschichte mit dem zirkelschluss thematisiert um den es sich dabei handelt. (alle gänse haben 2 beine, alle mädchen haben 2 beine ergo alle mädchen sind gänse)

    um gewissen anwürfen zuvor zu kommem, ich bin, was die menschliche psyche angeht zumindest, qua definitionem, vom fach – psychologe, transaktionsanalytiker

    ach und ja, ich habe mich bereits mitte der 90er aus der offiziellen psychokiste verabschiedet weil ich nicht mehr mit diesen menschenverachtenden angeblichen spezialisten der menschlichen psyche, vulgo psychiater, zusammenarbeiten wollte.
    ich wollte keine kriminellen machenschaften mehr decken (wahnkranke werden mit für diese „krankheitsform“ keinesfalls zugelassenen neuroleptika behandelt).

    in der forensik bei uns werden z.b. immer noch patienten zwangsmedikamentiert, obwohl das durch urteil des bvg seit 2001 verboten ist. z.b. mit zyprexa, lilly, der hersteller, hat bisher an insgesamt über 46.000 betroffene in den usa ca. 1,7 milliarden dollar an entschädigungen zahlen müssen, usw, usw

  144. Sweeper
    9. Juli 2013, 14:49 | #144

    @psychotiker:

    Ja, Gabriele Wolff ist eine unterhaltsame Geschichtenerzählerin.
    Sie sollte ein Buch schreiben.

    Zu deinem psychiatriekritischen Thema (welches hier übrigens off-topic ist, deshalb nur ausnahmsweise meine Antwort)

    hier beschreibt Frau Prof. Herpertz, die dir sicher ein Begriff ist, für eine Anhörung im Bundestag die praktischen Probleme:

    http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a06/anhoerungen/archiv/33_Zwangsma__nahme/04_Stellungnahmen/Stellungnahme_Herpertz.pdf

  145. psychotiker
    9. Juli 2013, 17:14 | #145

    @ Sweeper
    also doch, eher unreflektiertes geschwätz, keine kritische auseinandersetzung mit dem thema. lies doch mal. g. wolff ist ehemalige oberstaatsanwältin also ebenfalls, qua definitionem, durchaus kompetent. oder prof. müller im beck-blog.

    ich habe den hinweis auf den wolff-blog hinterlassen damit du dich rechtlich mal ein bisschen kundig machen kannst. z.b. über die geschichte mit dem verteidiger. der, nach mollaths aktion vor seiner kanzlei eben in einem, für ihn nicht lösbaren, interessenskonflikt stand, da er spätestens ab diesem zeitpunkt eben auch zeuge gegen mollath war. insofern war mollath also unverteidigt. aber das sind ja lediglich juristische spitzfindereien die man ja nicht zu beachten braucht, die vernachlässigbar sind oder was?

    genau diese geisteshaltung (wenn der in der forensik, vulgo irrrenhaus, sitzt, muss an den vorwürfen ja was dran sein) hat mollath da hin gebracht wo er jetzt ist.

    dass das geschmiere von lapp, lakotta und konsorten, das hauptsächlich aus halbwahrheiten, hörensagen oder bewussten tatsachenverdrehungen besteht hier unreflektiert als argumentationshilfe genutzt wird, spricht bände über die geistige und vor allem moralisch-ethische haltung der jeweiligen schreiber.

    im übrigen ist das thema mollath nicht nur ein justitz, sondern auch ein psychiatrie thema also beileibe nicht „off-topic“. ich schlage vor das gehirn einzuschalten und sich schlau zu machen bevor man postet. wir können uns ja nochmal unterhalten wenn du gelernt hast einen gedanken mehr als 30cm von dir wegzudenken ohne, dass er gleich zu dir zurückkommt.

  146. Sweeper
    9. Juli 2013, 17:25 | #146

    @psychotiker:

    im übrigen ist das thema mollath nicht nur ein justitz, sondern auch ein psychiatrie thema also beileibe nicht “off-topic”.

    Ja, aber das Thema medikamentöse Zwangsbehandlung gehört hier bei Mollath nicht hinein.
    (Auch nicht Elektrokrampftherapie; auch nicht Psychiatrie im Nationalsozialismus oder in der DDR etc)

    Ich unterhalte mich nur mit dir, wenn du von Beleidigungen absiehst – ansonsten plädiere ich für deine Sperrung.

    ich habe den hinweis auf den wolff-blog hinterlassen damit du dich rechtlich mal ein bisschen kundig machen kannst. z.b. über die geschichte mit dem verteidiger.

    Danke für deine Mühe – die Geschichte ist mir auch ohne den Wolff-Blog ziemlich geläufig, und wenn du erst mal die Kommentare gelesen hättest statt loszupoltern, dann wärst du selbst drauf gekommen:
    https://blog.psiram.com/2013/07/causa-mollath-verschworung-oder-wahn/#comment-26015

    Im übrigen: mit dreistem und schlechtem Benehmen wirst du hier keinen Blumentopf für Herrn Mollath gewinnen – sonst könnten Leser denken, alle

    vom fach – psychologe, transaktionsanalytiker

    benehmen sich so schlecht wie du.

  147. Statistiker
    9. Juli 2013, 17:34 | #147

    @sweeper: ie stellen hier Behauptungen ins Netz, ohne jemals auch nur eine zu belegen. Schlechter Stil. Um es mal höflich zu sagen. Ich könnte auch sagen: Sie arbeiten mit unbelegten Unterstellungen und bauen darauf eine Argumentation auf. Sprich: Sie setzen Axiome und belegen daraufhin etwas, was falsch ist. Sorry, aber das ist Ihr Stil……

  148. Paulchen
    9. Juli 2013, 17:49 | #148

    Geiler Text psychotiker. Knackig und direkt.

  149. Sweeper
    9. Juli 2013, 17:54 | #149

    Paulchen :Geiler Text psychotiker. Knackig und direkt.

    Nur leider nichts Substanzielles… oder habe ich was übersehen?

    Man kann sich auch im Forum anmelden. Da gibt es einen 30 Seiten langen Mollath-Faden.
    Aber vorne anfangen mit lesen bevor man postet.
    Und die Quellenlinks studieren… 😉

  150. bayle
    9. Juli 2013, 18:01 | #150

    drdwo : Brixners erwiesene Tatsachenverdrehungen

    Dieses Detail ist mir noch durchgeschlüpft. Sie sind erst dann als Tatsachenverdrehungen erwiesen, wenn das in einem neuen Prozess festgestellt worden ist.

    drdwo :@ bayle “Das ist mit großer Sicherheit schlicht und einfach falsch” Und das soll keine wilde Spekulation sein? Gibt es dazu wenigstens eine Begründung?

    Kein Psychiater auf der Welt würde seine Diagnose ausschließlich auf den Schwarzgeld-Bericht stützen, und auch der Wortlaut des Urteils widerspricht dem.

    @ psychotiker

    um gewissen anwürfen zuvor zu kommem, ich bin, was die menschliche psyche angeht zumindest, qua definitionem, vom fach – psychologe, transaktionsanalytiker

    Definitionsgemäß von Psychiatrie keine Ahnung. Und je ahnungsloser, desto überheblicher.

  151. Paulchen
    9. Juli 2013, 18:02 | #151

    Sweeper :

    Paulchen :Geiler Text psychotiker. Knackig und direkt.

    Nur leider nichts Substanzielles… oder habe ich was übersehen?

    Ja haste sweeper.

  152. Sweeper
    9. Juli 2013, 18:52 | #152

    Paulchen :

    Sweeper :

    Paulchen :Geiler Text psychotiker. Knackig und direkt.

    Nur leider nichts Substanzielles… oder habe ich was übersehen?

    Ja haste sweeper.

    Irgendwas, das nicht schon weiter oben im Blog vorkam?
    Z.B. die Frage nach dem Verteidiger?
    Vielleicht kannst du mal präzisieren statt mich raten zu lassen.

  153. echt?
    9. Juli 2013, 19:45 | #153

    Eine Anmerkung zum Blog von Frau Gabriele Wolff. Wie schon jemand treffend geschrieben hat: der Blog hat das Niveau, welches man eigentlich hier erwarten dürfte.

    Grüßt echt?

  154. bayle
    9. Juli 2013, 20:44 | #154

    @ echt?
    Noch eine Anmerkung zum Blog von Frau Gabriele Wolff:
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142100;topicseen#msg142100
    Und noch eine:
    #144

  155. Sweeper
    9. Juli 2013, 20:46 | #155

    echt? :Eine Anmerkung zum Blog von Frau Gabriele Wolff. Wie schon jemand treffend geschrieben hat: der Blog hat das Niveau, welches man eigentlich hier erwarten dürfte.Grüßt echt?

    Ich bin auf der Suche nach einigen fehlenden Informationen auf ihr Blog geraten und war erstaunt, dass sie recht freizügig Fakten und Interpretationen mischt.
    Die Art und Weise, wie sie auf Originalschriften von Mollath verweist und das dort Niedergeschriebene unbesehen als Fakten betrachtet (wenn auch aus seiner Perspektive sicherlich seiner subjektiven, aber verzerrten Wahrheit entsprechend) hat mich sehr befremdet. Das ließ jede kritische Distanz vermissen; zumal mittlerweile – spätestens im WA-Antrag und in der Stellungnahme dazu – die Schilderungen der jeweils anderen Seite zum Vergleich herangezogen werden können.

    Seit ich die Schriftstücke von Herrn Mollath gelesen habe, hat er mein tiefes Bedauern – das bedeutet aber nicht, dass ich deswegen seine Wahrnehmungen und Einschätzungen für plausibel halte. Sie sind m.E. hochgradig eingefärbt durch seine ganz spezielle Weltsicht.
    Ich weiß nicht, ob man ihm – gerade im Hinblick auf seine Zukunft – einen Gefallen tut, das alles ins Netz zu stellen…

  156. Sweeper
    9. Juli 2013, 20:55 | #156

    Statistiker :@sweeper: ie stellen hier Behauptungen ins Netz, ohne jemals auch nur eine zu belegen. Schlechter Stil. Um es mal höflich zu sagen. Ich könnte auch sagen: Sie arbeiten mit unbelegten Unterstellungen und bauen darauf eine Argumentation auf. Sprich: Sie setzen Axiome und belegen daraufhin etwas, was falsch ist. Sorry, aber das ist Ihr Stil……

    Na, dann bitte im Forum unter Mollath die paar 30 Seiten lesen…

    Welche Behauptung war nun hier und jetzt im Blog konkret gemeint?
    So allgemein rumklagen, das wird nichts.

  157. echt?
    9. Juli 2013, 21:07 | #157

    Zunächst mal, ich sehe keine Verschwörung in dem Fall, jedenfalls nicht von staatlicher Seite, das sehen übrigens Frau Wolff und Prof. Müller ebenso. Ich sehe individuelles Versagen in der Justiz und auch bei den Gutachtern. Möglicherweise war ein eng begrenztes Netzwerk aktiv, ob das schon eine Verschwörung ist – das ist sicher eine Frage der Definition.

    Noch mal zur Justiz: Sie zeigt in dem Fall keinerlei Vermögen mit Fehlern umzugehen.

    Zu den Gutachtern: Es fing mit Frau Dr. Kracht an. Ein Ferngutachten. Auch andere Gutachter haben sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ohne Exploration einer Person oder eines Objektes ein Gutachten zu erstellen, das geht einfach nicht. Wenn Prof. Pfäfflin wirklich seine Gefährlichkeitsprognose aus dem schriftlichen Gutachten in der Verhandlung geändert hat, geht das auch nicht.

    Im Übrigen sehe ich hier leider, gegenseitige Vorwürfe, dass diese oder jene Unterlagen ja gar nicht vorliegen würden und deshalb Schlüsse nicht möglich seien – und trotzdem werden per Ferndiagnose genau solche Schlüsse gezogen. Das finde ich unseriös und nicht das Niveau, welches Esowatch auszeichnen sollte.

    Grüßt echt?

  158. Paulchen
    9. Juli 2013, 21:30 | #158

    Wer sich über den Fall aus erster Hand informieren möchte, kann folgendes Video anschauen: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=vXAMx9-m8AE

    Normalerweise klicke ich ja nich auf YT-Vids, aber das Video ist sehenswert. Danke für den Link.
    Anschauen lohnt sich.

  159. gelegentlich
    9. Juli 2013, 21:37 | #159

    @bayle:
    Bitte danach im Blog von Gabriele Wolff, auf den ich verlinkt hatte, nachfragen. Ich habe Urlaub und all meine Unterlagen sind daheim. Desungeachtet bin ich der Meinung, dass ein Gutachter, der nur nach Aktenlage arbeitet, die fragliche Person gar nicht selber untersucht hat, sofort seine Gutachtertätigkeit für immer zu beenden hat. Er hat das Prinzip von Wissenschaftlichkeit nicht verstanden. Das ist interessengeleitete Scharlatanerie.

  160. Sweeper
    9. Juli 2013, 21:46 | #160

    gelegentlich :Desungeachtet bin ich der Meinung, dass ein Gutachter, der nur nach Aktenlage arbeitet, die fragliche Person gar nicht selber untersucht hat, sofort seine Gutachtertätigkeit für immer zu beenden hat. Er hat das Prinzip von Wissenschaftlichkeit nicht verstanden. Das ist interessengeleitete Scharlatanerie.

    Zu diesem ganzen Komplex „Gutachten“ gibt es eine offizielle Stellungnahme und Klarstellung der Anwaltskanzlei, die die Interessen der forensischen Abteilung der Bezirkskliniken Bayreuth vertritt:

    http://www.bezirkskliniken-oberfranken.de/pdf/bayreuth/forensik/Stellungnahme_zum_Fall_Mollath_2013.07.03.pdf

    Die sollte man als Diskussionsgrundlage zumindest zur Kenntnis nehmen.

  161. Sweeper
    9. Juli 2013, 21:50 | #161

    Sorry – beim Kürzen des Zitats ist wohl ein Zeichen unter den Tisch gefallen und der Smiley entstanden.
    War keine böse Absicht.

    …Desungeachtet…

    muss es natürlich heißen.

  162. segeln141
    9. Juli 2013, 21:55 | #162

    drdwo :@ bayle “Das ist mit großer Sicherheit schlicht und einfach falsch” Und das soll keine wilde Spekulation sein? Gibt es dazu wenigstens eine Begründung?

    @drdwo
    Mit Begründungen hat es bayle nicht so.
    Im Forum von Psiram hat er folgendes zu dieser Aussagen von B.Lakotta im Print-Spiegel:

    „Einer davon [der Opfer der Reifenstechereien] berichtet heute, Mollath habe ihn zuvor besucht, ihm einen scharf geschliffenen Schraubenzieher gezeigt, ihm von seinem Hass auf die Banken erzählt und dass er in Verbindung stehe mit Harald Schmidt; der gebe ihm im Fernsehen Handzeichen, er sei auf seiner Seite.“

    geschrieben:

    „Das kann weder Frau Lakotta erfunden haben, noch ihr Zeuge. “
    Auf meine oft wiederholte Frage:
    „Warum kann weder B. Lakotta noch der Zeuge das nicht erfunden haben?“
    kam nichts,zero,nada,niente.
    Nur Geschwurbel, wenn überhaupt.

  163. bayle
    9. Juli 2013, 22:04 | #163

    gelegentlich :@bayle: Bitte danach im Blog von Gabriele Wolff, auf den ich verlinkt hatte, nachfragen. Ich habe Urlaub und all meine Unterlagen sind daheim.

    Du meinst also, Frau Wolff hat den kompletten Text aller Gutachten verlinkt? Ich habe das Gefühl, Dein „so ziemlich Alles, was im Netz greifbar war, zu diesem Fall gelesen“ war nicht besonders gründlich.

  164. bayle
    9. Juli 2013, 22:52 | #164

    echt? : Zu den Gutachtern: Es fing mit Frau Dr. Kracht an. Ein Ferngutachten.

    Nein. Das war kein Gutachten, sondern ein Attest. Und es war völlig angemessen. Lies es genau: was wird attestiert? Was wird empfohlen?

    Auch andere Gutachter haben sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ohne Exploration einer Person oder eines Objektes ein Gutachten zu erstellen, das geht einfach nicht.

    Diese Unterstellung, die zudem sachlich falsch wäre, selbst wenn es keine Exploration gegeben hätte, wird durch ihre häufige Wiederholung nicht plausibler.

    und trotzdem werden per Ferndiagnose genau solche Schlüsse gezogen.

    Wo?
    Vgl. #7

    @ segeln141
    Du Ärmster, bald wirst Du Dich bei der UNO über mich beschweren müssen.
    @den bisher arglosen Leser:
    Was ich wirklich gesagt habe, kann man hier
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142735#msg142735
    oder hier
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142875#msg142875
    nachprüfen.

  165. gelegentlich
    10. Juli 2013, 09:33 | #165

    @sweeper
    Du meinst also, Frau Wolff hat den kompletten Text aller Gutachten verlinkt? Ich habe das Gefühl, Dein “so ziemlich Alles, was im Netz greifbar war, zu diesem Fall gelesen” war nicht besonders gründlich.“

    Nein, Frau Wolff hat Gutachten, die der ärztlichen Schweigepflicht unterliegen, natürlich nicht veröffentlicht. Dergleichen habe ich auch nicht behauptet. Der Satz „Du meinst also, Frau Wolff hat den kompletten Text aller Gutachten verlinkt?“ ist also nicht mehr als die übliche Taktik, einen Strohmann aufzubauen, um diesen dann spektakulär schlachten zu können.

    „Auch andere Gutachter haben sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ohne Exploration einer Person oder eines Objektes ein Gutachten zu erstellen, das geht einfach nicht.“

    Und diese Erwiderung verfehlt den Einwand vollständig:
    „Diese Unterstellung, die zudem sachlich falsch wäre, selbst wenn es keine Exploration gegeben hätte, wird durch ihre häufige Wiederholung nicht plausibler.“

    Wenn es tatsächlich Gutachten ohne Exploration gäbe wäre die forensische Psychiatrie eine Scharlatanerie, gegen welche sich Jeder, der Esoterik nicht mag, vehement zur Wehr setzen sollte. Im Übrigen hat man bei der Lektüre des Threads den Eindruck, hier würden mindestens 2 Kommentatoren ihr Geschäftsmodell verteidigen. Um Wissenschaftlichkeit kann es nicht gehen, wenn eine PR-Lobby-Journalistin wie Frau Lakotta affirmiert wird.

    Den traurigen Höhepunkt freilich wird hier erreicht:

    „Zu diesem ganzen Komplex “Gutachten” gibt es eine offizielle Stellungnahme und Klarstellung der Anwaltskanzlei, die die Interessen der forensischen Abteilung der Bezirkskliniken Bayreuth vertritt:
    http://www.bezirkskliniken-oberfranken.de/pdf/bayreuth/forensik/Stellungnahme_zum_Fall_Mollath_2013.07.03.pdf
    Die sollte man als Diskussionsgrundlage zumindest zur Kenntnis nehmen.“

    Also: ich habe den Angeklagten gefragt. Er ist unschuldig. Beleg? Seine Aussage. Das soll Einer ernst nehmen?

    Als Naturwissenschaftler wende ich mich weiterhin gegen jede Art von Esoterik, aber genauso gegen Versuche, unter dem Deckmantel „Wissenschaftlichkeit“ seine Schäfchen trocken zu halten. Der Blog von Frau Wolff ist eine erfreuliche Alternative dazu.

  166. Sweeper
    10. Juli 2013, 09:42 | #166

    @ gelegentlich:

    1. Du verwechselst hier zwei Adressaten. Der erste Teil deiner Antwort bezieht sich wohl teilweise auf bayle.

    2.

    Den traurigen Höhepunkt freilich wird hier erreicht:

    Sweeper:
    “Zu diesem ganzen Komplex “Gutachten” gibt es eine offizielle Stellungnahme und Klarstellung der Anwaltskanzlei, die die Interessen der forensischen Abteilung der Bezirkskliniken Bayreuth vertritt:
    http://www.bezirkskliniken-oberfranken.de/pdf/bayreuth/forensik/Stellungnahme_zum_Fall_Mollath_2013.07.03.pdf
    Die sollte man als Diskussionsgrundlage zumindest zur Kenntnis nehmen.”

    Also: ich habe den Angeklagten gefragt. Er ist unschuldig. Beleg? Seine Aussage. Das soll Einer ernst nehmen?

    Das ist dein trauriger Höhepunkt, den du damit erreicht hast.
    Wenn eine anwaltliche Stellungnahme der Gegenseite nicht einmal mehr zur Kenntnis genommen wird, dann sollte man sich nicht auf „Wissenschaftlichkeit“ herausreden.
    Du beziehst offenbar dein „Wissen“ vorwiegend aus der subjektiv gefärbten Darstellung/Interpretation im Blog von Gabriele Wolff und immunisierst dich gegen mögliche andere offizielle Darstellungen durch selektives Ausblenden.
    Damit bist du leider unterwegs in eine Geisteshaltung, die mit kritischem Denken nicht mehr viel gemeinsam hat.

  167. Phineas
    10. Juli 2013, 10:10 | #167

    gelegentlich :@sweeper

    Wenn es tatsächlich Gutachten ohne Exploration gäbe wäre die forensische Psychiatrie eine Scharlatanerie, gegen welche sich Jeder, der Esoterik nicht mag, vehement zur Wehr setzen sollte.

    Da offensichtlich angenommen wird, dass Juristen und im besonderen bloggende Juristen, nichts als objektive Tatsachen verbreiten, hier ein Zitat vom Prof Müller an einen Kommentatoren seines Blogs:

    […]Sie haben ganz recht, dass es unter bestimmten Umständen auch ohne psychiatrische Exploration eine sachverständige Begutachtung geben muss – die Wahrheitsfindung, die im Strafprozess (auch in Alltagsfällen) möglich sein muss, kommt manchmal nicht ohne diese Krücke aus, die Sie ja ganz richtig beschrieben haben. Allerdings geht es im vorliegenden Fall ja nicht um die Frage, ob Gutachten ohne Exploration generell fehlerhaft sind (insofern widerspreche ich aus juristischer Sicht einigen Kommentatoren), sondern welche Voraussetzungen dabei einzuhalten sind, wie die Gutachten konkret aussehen und wie sie dann vom Gericht – „kritisch“ – gewürdigt werden müssen.[…]

  168. gelegentlich
    10. Juli 2013, 10:19 | #168

    @sweeper
    „Das ist dein trauriger Höhepunkt, den du damit erreicht hast.
    Wenn eine anwaltliche Stellungnahme der Gegenseite nicht einmal mehr zur Kenntnis genommen wird, dann sollte man sich nicht auf “Wissenschaftlichkeit” herausreden.“
    Nein, ich habe nicht gesagt dass ich den nicht zur Kenntnis genommen habe. Ich habe nur gesagt dass ich dieses Schreiben nicht als Beleg, sondern als Aussage „pro domo“, werte. Ein Angeklagter verteidigt sich. Sein gutes Recht, aber nur eine Facette gegenüber zahlreichen anderen. Im Verhältnis zu dem, was über diese Station bekannt geworden ist, erscheint mir das nicht sehr glaubhaft.

    „Du beziehst offenbar dein “Wissen” vorwiegend aus der subjektiv gefärbten Darstellung/Interpretation im Blog von Gabriele Wolff und immunisierst dich gegen mögliche andere offizielle Darstellungen durch selektives Ausblenden.
    Damit bist du leider unterwegs in eine Geisteshaltung, die mit kritischem Denken nicht mehr viel gemeinsam hat.“

    Ich verweise mal auf die Berichte der Opposition zum Untersuchungsausschuss.

    Tja, ich habe wirklich versucht Alles zu lesen was ich erreichen konnte. Auch die Darstellungen von Rückert, Lakotta und Otto Lapp. Mein Resümee dazu ist: extrem einseitiger parteiischer Kampagnenjournalismus, der sich sehr häufig mit den veröffentlichten Fakten beißt. Die Tatsache, dass Frau Maske laufend mit Otto Lapp spricht, aber mit Niemandem sonst, sagt mir etwas. Dass offenbar Herr Leipziger aus seinem (Schweigepflicht!) Gutachten gegenüber Frau Lakotta zitiert hat auch.

    Im Blog von Frau Wolff werden Fakten, Interpretationen und Kommentar beispielhaft auseinander gehalten. – Der Fall Mollath zeigt einen Saustall ohnegleichen. Ob man Herrn Mollath für krank halten sollte oder nicht weiß ich nicht. Ein Gutachter, der sich mehrfach mit seinem Auftraggeber berät, dieser dann mit der Polizei, um mehr „Material“ anzufordern, damit er das Ziel des Gutachtens (Wegsperren) erreichen kann, ist ein Fall für den Staatsanwalt und sofort zu entlassen.

  169. segeln141
    10. Juli 2013, 10:38 | #169

    bayle :

    @ segeln141 Du Ärmster, bald wirst Du Dich bei der UNO über mich beschweren müssen. @den bisher arglosen Leser: Was ich wirklich gesagt habe, kann man hier https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142735#msg142735 oder hier https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142875#msg142875 nachprüfen.

    Dieser arglose Leser wird im ersten Link exakt den zitierten Satz finden.
    Im 2.Link wird er die ultimative, an Ärmlichkeit nicht zu unterbietende Kapitulation von bayle finden.
    „ist gar keine Frage, auch wenn hinten dran ein Fragezeichen steht.“
    Schlimmer geht`s nimmer.
    Dass er meint, man müsse wegen ihm die UNO anrufen, zeigt seine Selbstherrlichkeit und Selbstgerechtigkeit.

  170. Bernd Schneider
    10. Juli 2013, 10:46 | #170

    Ob man Herrn Mollath für krank halten sollte oder nicht weiß ich nicht.

    Das ist genau der springende Punkt, obwohl das, auch im Sinne von Herrn Mollath, die eigentliche Frage ist.

  171. segeln141
    10. Juli 2013, 12:06 | #171

    bayle :

    @ segeln141 Du Ärmster, bald wirst Du Dich bei der UNO über mich beschweren müssen. @den bisher arglosen Leser: Was ich wirklich gesagt habe, kann man hier https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142735#msg142735 oder hier https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142875#msg142875 nachprüfen.

    In der Tat, was man da lesen kann im ersten Link ist die von mir zitierte „Feststellung“ von bayle:
    “Das kann weder Frau Lakotta erfunden haben, noch ihr Zeuge. ”
    Im zweiten Link wird nun meine Frage:
    “Warum kann weder B. Lakotta noch der Zeuge das nicht erfunden haben?”
    zur „Nichtfrage“ erklärt:
    „ist gar keine Frage, auch wenn hinten dran ein Fragezeichen steht.“
    Das zu bayle und seinen Begründungen, wenn man nachfragt.
    Ein im Forum schreibender Forist empfahl mir einen Link, aus dem ich entnommen:
    „Wenn man zu gewissen Themen nicht einmal Fragen stellen darf, stimmt etwas nicht.“

  172. bayle
    10. Juli 2013, 12:20 | #172

    gelegentlich : Im Übrigen hat man bei der Lektüre des Threads den Eindruck, hier würden mindestens 2 Kommentatoren ihr Geschäftsmodell verteidigen. Um Wissenschaftlichkeit kann es nicht gehen, wenn eine PR-Lobby-Journalistin wie Frau Lakotta affirmiert wird.

    Das ist offenbar eine Verdächtigung, die das Fehlen von Sachargumenten kaschieren soll. Wenn ich hier schreibe, dass die ganze Geschichte mich am Geldverdienen hindert, weil sie Zeit frisst, dann wird das als Schutzbehauptung quittiert werden. Wenn Du an ehrlicher Diskussion interessiert bist, dann solltest Du dich nicht mit Deinem Eindruck beruhigen, und auch nicht glauben, dass die Inhalte der Texte von Frau Lakotta auf diese Weise neutralisiert werden können.

    Im Blog habe ich gestern geschrieben: „Auf diese Weise wird sich herausstellen, dass auch ich gekauft bin, Psiram ja sowieso.“ Hat nicht lange gedauert.

    Als Naturwissenschaftler wende ich mich … gegen Versuche, unter dem Deckmantel “Wissenschaftlichkeit” seine Schäfchen trocken zu halten.

    Dein Verhalten ist eines Wissenschaftlers unwürdig, IMHO.

    gelegentlich :Also: ich habe den Angeklagten gefragt. Er ist unschuldig. Beleg? Seine Aussage. Das soll Einer ernst nehmen?

    „Wer wird jemals für schuldig befunden werden,“ rief der vehemente Delphidius aus, „wenn es genügt zu leugnen?“
    „Und wer“ erwiderte [Kaiser] Julian, „wird jemals unschuldig sein, wenn es ausreicht zu behaupten?“ [Edward Gibbon, Decline and Fall of the Roman Empire, Kap 19]

    gelegentlich :Ob man Herrn Mollath für krank halten sollte oder nicht weiß ich nicht.

    Du weißt es nicht, aber Frau Gabriele Wolff weiß es:

    Wie mag die Begegnung zwischen einem politisch engagierten Pazifisten, einem Globalisierungskritiker, einem frühen Streiter gegen Kapitalflucht, Märktemacht und Waffenhandel, und einem systemkompatiblen einflußreichen und mit der Macht gut vernetzten Chefarzt wohl verlaufen sein?
    http://gabrielewolff.wordpress.com/2013/01/01/der-fall-gustl-mollath-rosenkrieg-und-versagen-von-justiz-psychiatrie-v/

  173. bayle
    10. Juli 2013, 12:29 | #173

    @ segeln141
    Wechsle den Riemen Deiner Gebetsmühle.

  174. Sweeper
    10. Juli 2013, 12:38 | #174

    Gabriele Wolff ist vor allem Kriminalschriftstellerin:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gabriele_Wolff

    An ihrem neuen Buch, welches sich wahnsinnig gut verkaufen wird, schreiben in ihrem Blog alle Kommentatoren mit, und das Opus wird vergriffen sein, bevor das erste Exemplar der ersten Auflage gedruckt ist.

    Wie formulierte es „gelegentlich“ in #168 (Zusammenhang leicht geändert…):

    Mein Resümee dazu ist: extrem einseitiger parteiischer Kampagnenjournalismus, der sich sehr häufig mit den veröffentlichten Fakten beißt

  175. psychotiker
    10. Juli 2013, 12:46 | #175

    lol,

    na wenigstens hat mein post ja eine anregendere diskussion angestossen.

    schön, dass auch die wahnhafte realitätsverweigerung resp. dissoziative wahrnehmungsstörungen gewisser menschen in diesem forum dadurch für jeden, so er denn bereit ist, deutlich geworden sind.

    beleidigendes habe ich übrigens nicht geschrieben, sieht man mal davon ab, dass es menschen gibt, für die die wahrheit natürlich beleidigend ist, insofern habe ich das also doch………… 😉

    leipziger und kamarilla wirds freuen, neue patienten in aussicht.

    wie sang schon mick 1965 and though she’s not really ill there’s a little yellow pill

  176. gelegentlich
    10. Juli 2013, 12:55 | #176

    @Bernd Schneider
    Da bin ich nicht Ihrer Meinung. Die Frage ist nicht ob Mollath „krank“ ist. Die Frage ist: ist er gefährlich?

    Zu diesem Problem gibt es bisher nur eine immer noch rechtsgültige Festlegung aus einem Prozess, der unter Mißachtung elementarster Regeln von einem befangenen Richter (Zeuge Westenrieder) ohne tatsächlichen Beweis (Reifenstechen; unechtes oder gar falsches Gutachten des Arztes) zustande gekommen war. Mollath ist nach Wiederaufnahme des Verfahrens auf der Grundlage dessen, was man heute weiß, freizulassen, die für diese Freiheitsberaubung Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.

    Bezüglich der Meinung von Prof. MÜller: ich bin kein Jurist. Und in diesem Blog geht es um Wissenschaftlichkeit. Ich bin Naturwissenschaftler. Ein „Gutachten“, das ohne Messung/Experiment/Überprüfung zustande kam, ist keines. Und die Interpretation eines Psychiaters, der nur aufgrund von Akten urteilt, ist im Zweifelsfall eo ipso weniger wert als das Gutachten eines Psychiaters, der selber explorieren konnte.

    Ich empfehle das Interview von Kröber mal kritisch zu lesen. Selten habe ich erlebt dass Einer so gekonnt auf das Glatteis geführt wurde. Ergebnis, für mich: ein Scharlatan. „Ich habe recht obwohl ich unrecht hatte“. Nach seiner „Definition“ von krank könnte und müßte man einen ziemlich großen Teil der Bevölkerung aus dem Verkehr ziehen, erst recht der Gemeinde der Internetkommentatoren. Wahnhaft wie die sind beziehen die ja Alles auf sich selbst.

  177. bayle
    10. Juli 2013, 12:56 | #177

    psychotiker :lol,die wahnhafte realitätsverweigerung resp. dissoziative wahrnehmungsstörungen gewisser menschen in diesem Forum …beleidigendes habe ich übrigens nicht geschrieben

  178. Sweeper
    10. Juli 2013, 12:56 | #178

    @ Psychotiker:

    Mir scheint, du leidest vorwiegend an Aufmerksamkeits-Defizit…
    Ansonsten empfehle ich, Dr. Ici Wenn zu meditieren:

    „Das Eigentümliche am Wahn ist die Illusion, klar zu denken“

  179. psychotiker
    10. Juli 2013, 13:06 | #179

    @ Sweeper

    ads/adhs eine erfindung des amerikanischen psychiaters eisenberg wie er selbst vor seinem tod 2006 zugab.

    ansonsten dachte ich, dass es sich hier um einen der wissenschaft verpflichteten blog handelt.

    selbstreferentielles zitieren hat aber mit wissenschaft etwa soviel zu tun wie hadertauers 10 seiten promotion.

    sorry aber mir ist dieses lala hier intellektuell zu dürftig.

  180. Sweeper
    10. Juli 2013, 13:07 | #180

    psychotiker :@ Sweeper ads/adhs eine erfindung des amerikanischen psychiaters eisenberg wie er selbst vor seinem tod 2006 zugab.ansonsten dachte ich, dass es sich hier um einen der wissenschaft verpflichteten blog handelt.selbstreferentielles zitieren hat aber mit wissenschaft etwa soviel zu tun wie hadertauers 10 seiten promotion.sorry aber mir ist dieses lala hier intellektuell zu dürftig.

    Schön.
    Du verhältst dich genau wie erwartet 😀

  181. Bernd Schneider
    10. Juli 2013, 13:18 | #181

    Da bin ich nicht Ihrer Meinung. Die Frage ist nicht ob Mollath “krank” ist. Die Frage ist: ist er gefährlich?

    Das hatten wir schon im Forum, das Interesse an den juristisch/politischen Zusammenhängen, mir geht es mehr um Herrn Mollath als Person, und nicht so ums Rechthaben, wenn wir alle es zusammen schaffen, dass er die für seine Situation die beste Behandlung erfährt sollten wir froh sein. Falsch ist es meiner Meinung nach in jeder der beiden Richtungen Krank- oder Gesundschreibungen zu stellen das gibt die Faktenlage wirklich nicht her.

  182. Phineas
    10. Juli 2013, 13:27 | #182

    gelegentlich :@Bernd Schneider Ich bin Naturwissenschaftler. Ein “Gutachten”, das ohne Messung/Experiment/Überprüfung zustande kam, ist keines. Und die Interpretation eines Psychiaters, der nur aufgrund von Akten urteilt, ist im Zweifelsfall eo ipso weniger

    Oh…ich auch. Du willst also damit sagen eine Metaanalyse, eine peer-review u.s.w. sind unwissenschaftlich, weil ich nicht persönlich gemessen habe, sondern nur lese was andere gemacht haben und das dann beurteile?

  183. Bernd Schneider
    10. Juli 2013, 14:03 | #183

    gelegentlich :@Bernd Schneider Da bin ich nicht Ihrer Meinung. Die Frage ist nicht ob Mollath “krank” ist. Die Frage ist: ist er gefährlich?Zu diesem Problem gibt es bisher nur eine immer noch rechtsgültige Festlegung aus einem Prozess, der unter Mißachtung elementarster Regeln von einem befangenen Richter (Zeuge Westenrieder) ohne tatsächlichen Beweis (Reifenstechen; unechtes oder gar falsches Gutachten des Arztes) zustande gekommen war. Mollath ist nach Wiederaufnahme des Verfahrens auf der Grundlage dessen, was man heute weiß, freizulassen, die für diese Freiheitsberaubung Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.Bezüglich der Meinung von Prof. MÜller: ich bin kein Jurist. Und in diesem Blog geht es um Wissenschaftlichkeit. Ich bin Naturwissenschaftler. Ein “Gutachten”, das ohne Messung/Experiment/Überprüfung zustande kam, ist keines. Und die Interpretation eines Psychiaters, der nur aufgrund von Akten urteilt, ist im Zweifelsfall eo ipso weniger wert als das Gutachten eines Psychiaters, der selber explorieren konnte.Ich empfehle das Interview von Kröber mal kritisch zu lesen. Selten habe ich erlebt dass Einer so gekonnt auf das Glatteis geführt wurde. Ergebnis, für mich: ein Scharlatan. “Ich habe recht obwohl ich unrecht hatte”. Nach seiner “Definition” von krank könnte und müßte man einen ziemlich großen Teil der Bevölkerung aus dem Verkehr ziehen, erst recht der Gemeinde der Internetkommentatoren. Wahnhaft wie die sind beziehen die ja Alles auf sich selbst.

    Das das leider nicht so einfach ist, hier in einem sehr ausführlichen Interview mit Paul Hoff.
    http://www.srf.ch/player/radio/kontext/audio/die-krux-mit-psychiatrischen-diagnosen?id=cc00d441-f20f-4a3e-9aef-89d79a2cc67d

  184. Sweeper
    10. Juli 2013, 14:18 | #184

    (Halbwegs) Neues:

    Die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) sieht im Fall Gustl Mollath keine Verletzung der Grundrechte. Das geht aus einer Pressemitteilung der Ministerin hervor.

    Merk hatte bereits am Freitag vergangener Woche eine Stellungnahme an das Bundesverfassungsgericht in der Causa Mollath abgegeben. Das Gericht hatte die Ministerin und die Bundesanwaltschaft um eine Stellungnahme gebeten, da ihm seit Januar 2012 eine Verfassungsbeschwerde vorliegt. In der Pressemitteilung von Merk heißt es, dass im Fall Gustl Mollath bis im Jahr 2011 keine Grundrechte von Mollath verletzt worden sein sollen. Außerdem betont die Ministerin ausdrücklich gegenüber dem Gericht, dass sie es gewesen sei, die den Wiederaufnahmeantrag der Staatsanwaltschaft veranlasst und damit die Möglichkeit geschaffen habe, die Vorwürfe, die zur Unterbringung von Herrn Mollath geführt haben, erneut zu überprüfen.“…

    http://www.heise.de/tp/blogs/8/154613?zanpid=1790018597062841345

  185. Paulchen
    10. Juli 2013, 14:34 | #185

    @ segeln141

    Wenn Bayle schon die Schmierereien von Lakotta zur Wahrheitsfindung, oder der Bestätigung seines Weltbildes heranzieht, musste dich nicht wundern, wenn da nix kommt.

    Das dann aus einer Frage mal eben „Ist doch keine Frage“ gemacht wird, steigert den Popcornkonsum ins unermessliche……

  186. Sweeper
    10. Juli 2013, 14:39 | #186
  187. Bernd Schneider
    10. Juli 2013, 14:46 | #187

    „Schmierereien“ ? ….ist schon gut……

  188. bayle
    10. Juli 2013, 14:57 | #188

    @ Paulchen
    Ich begrüße Deinen seelsorgerischen Einsatz. Dein Trost wird ihn sicher beruhigen. Da kannst Du Dich wenigstens ein bisschen nützlich machen.

  189. Paulchen
    10. Juli 2013, 15:33 | #189

    Bayle, das war doch als Tipp gemeint. Wenn die Quellen schon Bullshit sind, die die Meinung des Schreibers untermauern sollen, dann kommt halt auch nur Bullshit bei der Diskussion raus.
    Hab ich selber von den Esos und Pseudos in langen aussichtslosen Diskussionen lernen müssen. Da redeste gegen Wände.
    Also holt man sich lieber Popcorn, lehnt sich zurück und geniesst die Show.

  190. segeln141
    10. Juli 2013, 15:38 | #190

    „So wird einem psychiatrischen Gutachter subtil angelastet, er hätte den „Tatablauf, wie er in den Urteilsgründen steht, nicht unterstellen“ müssen. Statt also den Hergang unbesehen hinzunehmen, hätte er das rechtkräftige Urteil mit seiner eigenen kriminalistischen Expertise verwerfen sollen?“
    so hat der Blogger oben geschrieben.
    Nun, die Rechtslage sieht anders aus: Nicht das rechtskräftige Urteil hätte er verwerfen sollen sondern nur den Tatablauf kritischer hinterfragen bzw. nicht unterstellen müssen.
    Denn nur aus dem Tenor des Urteils erwächst Rechtkraft und nicht aus den Urteilsgründen.

  191. segeln141
    10. Juli 2013, 15:44 | #191

    Paulchen : „Wenn die Quellen schon Bullshit sind, die die Meinung des Schreibers untermauern sollen, dann kommt halt auch nur Bullshit bei der Diskussion raus.“

    Exakt Paulchen, die Quellen von bayle waren Bullshit, wie ja jeder nachlesen kann.
    Aber dass er über jedes Stöckchen springt,was man ihm hinhält, zeigt doch nur, dass ihm seine fehlende Begründung und die Frage zur Nichtfrage erklären doch sehr peinlich ist.Und es trifft ihn natürlich besonders,dass alle das lesen und beurteilen können.

  192. Sweeper
    10. Juli 2013, 15:45 | #192

    segeln141 : Nun, die Rechtslage sieht anders aus: Nicht das rechtskräftige Urteil hätte er verwerfen sollen sondern nur den Tatablauf kritischer hinterfragen bzw. nicht unterstellen müssen.

    Was ist noch mal der genaue Unterschied zwischen einem gerichtlich beauftragten Sachverständigen und einem Ermittler?

  193. 40_Fieber
  194. 40_Fieber
    10. Juli 2013, 15:53 | #194

    München/Bad Staffelstein (dpa/lby) – Die FDP und Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) denken wegen des Falls Gustl Mollath über Gesetzesänderungen nach, die eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie erschweren. Die FDP will neue Standards und Kontrollen festlegen, wie Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) dem «Münchner Merkur» (Mittwoch) sagte. Dabei geht es um den Paragrafen 63 des Strafgesetzbuchs, der die Unterbringung in der Psychiatrie regelt. So soll jede Einweisung befristet werden. Die Gutachter, die die Insassen beurteilen, sollen wechseln.

  195. Sweeper
    10. Juli 2013, 16:03 | #195

    40_Fieber :http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.justizministerin-schwenkt-um-betreuer-soll-mollath-auf-die-freiheit-vorbereiten.7f9d398e-1136-4c84-b679-c88db336c635.html

    Also das finde ich sehr erfreulich, aber nicht wirklich spektakulär:

    Das Justizministerium habe die Staatsanwaltschaft gebeten, gemeinsam mit dem Bezirkskrankenhaus in Bayreuth Möglichkeiten der Lockerungen anzubieten, damit Mollath wieder ein soziales Umfeld aufbauen könne.

    Denn in einer Stellungnahme der Forensik Bayreuth heißt es, dass Herrn Mollath schon seit längerem Lockerungen angeboten wurden, die er aber teilweise nicht in Anspruch nahm.

    http://www.bezirkskliniken-oberfranken.de/pdf/bayreuth/forensik/Stellungnahme_zum_Fall_Mollath_2013.07.03.pdf

    S.5, etwa Mitte

  196. Paulchen
    10. Juli 2013, 16:12 | #196

    Cool.

  197. Bernd Schneider
    10. Juli 2013, 16:31 | #197

    …na fein bleibt zu hoffen, dass das gut geht *daumendrück*

  198. 40_Fieber
    10. Juli 2013, 16:34 | #198

    Immerhin sieht die Seehofer-Verschwörung das was ich auch sehe: Die Diskrepanz der Dauer Forensik und normalen Vollzug ist erschreckend. Das kann so nicht angehen und es kann schon gar nicht Sache der Ärzte sein die Länge einer Inhaftierung unverhältnismäßig über Jahre auszudehnen. Auch dann nicht, wenn sich das „Therapie“ nennt.
    Das ist ein ethisches Minenfeld:

    http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/article/842377/leitartikel-unterbringungsgesetz-aufgaben-psychiatrie-rande-des-aerztlichen-eides.html

  199. Bernd Schneider
    10. Juli 2013, 16:43 | #199

    Also ich möchte nicht in der Haut der Gutachter stecken geht alles gut haben sie die Patienten freiheitsberaubt, geht es schief…….

  200. Bernd Schneider
    10. Juli 2013, 16:44 | #200

    Interessant wird ja die Begründung und das Verfahren sein.

  201. gelegentlich
    10. Juli 2013, 16:55 | #201

    (Vorab: ich schreibe aus dem Ausland und kann sweetcaptcha nicht bedienen, mit keinem Browser. Um nicht laufend den Administrator bitten zu müssen werde ich bis nächste Woche nichts mehr beitragen können)
    @Phineas
    „Oh…ich auch. Du willst also damit sagen eine Metaanalyse, eine peer-review u.s.w. sind unwissenschaftlich, weil ich nicht persönlich gemessen habe, sondern nur lese was andere gemacht haben und das dann beurteile?“

    Nein, ich will sagen dass eine Metaanalyse keine Analyse ist, sondern eine nachrangige Ausarbeitung. In allen Erfahrungswissenschaften 2. Wahl. Deshalb zählt sie auch weniger. Und schon gar nicht würde man auf die Idee kommen damit für eine dritte Person so etwas wie Freiheitsentzug begründen zu wollen.

    @Bernd Schneider
    Herr Mollath meint er sei nicht krank. Er will keine Behandlung. Und definitiv keine von jenen Leuten, denen er aufgrund eines unglaublichen Justizskandals im Moment ausgeliefert ist und die sich, entgegen den eigenen Ansprüchen an Wissenschaftlichkeit und Seriosität, seit Jahren dazu verabredet haben ihn dort zu behalten. Wenn es keine objektivierbare Möglichkeit zur Feststellung seiner Gefährlichkeit gibt müssen erst einmal die Justizfehler beseitigt, die für diese Freiheitsberaubung Verantwortlichen bestraft werden – und dann sollte dieser Saustall „forensische Psychiatrie/Bayern“ aufgeräumt werden.

    Im Übrigen fälllt mir hier auf, von der unsäglichen Qualität des threadstartenden Artikels abgesehen (gerade auch im Vergleich zum Blog von Frau Wolff) dass hier Einige genauso unterwegs sind wie ich es aus unzähligen Foren von Esoterikern, PI usw. kenne. Ich will hier @Sweeper und @bayle nennen. Deren „Technik“, die sich wunderbar in diesem Thread besichtigen läßt, ist offensichtlich. Psiram wird kontrovers beurteilt. Zu meiner Überraschung muss ich sehen: tonangebende Leute hier verhalten sich wie in esoterischen Blogs.

  202. Sweeper
    10. Juli 2013, 17:11 | #202

    @ gelegentlich:

    …Im Übrigen fälllt mir hier auf, von der unsäglichen Qualität des threadstartenden Artikels abgesehen (gerade auch im Vergleich zum Blog von Frau Wolff) dass hier Einige genauso unterwegs sind wie ich es aus unzähligen Foren von Esoterikern, PI usw. kenne. Ich will hier @Sweeper und @bayle nennen. Deren “Technik”, die sich wunderbar in diesem Thread besichtigen läßt, ist offensichtlich…

    Welche „Technik“ denn bloß?
    Meine Technik besteht darin, meine Aussagen so gut es geht zu prüfen und zu belegen (falls das mal nicht so ist, bitte ich um konkrete Hinweise) und auf ad hominems und Allgemeinplätze zu verzichten.
    Außerdem bemühe ich mich um eine allgemeinverständliche Ausdrucksweise – deshalb verschätzt sich vielleicht manch einer mit mir 😉 …

    Mir kommt es auf eine sachliche Diskussionsbasis an.
    Allerdings lasse ich mich nicht gern pauschal beschuldigen und mag auch Trollpostings wie die von „Psychotiker“ nicht leiden.

    Wenn du mich also des Trollens beschuldigst, dann solltest du dies möglichst mit konkretem Beispiel tun.
    Sonst handelst du exakt so, wie du es mir gerade vorwirfst.

  203. Sweeper
    10. Juli 2013, 17:15 | #203

    Und zur Qualität von Gabriele Wolffs Blog:

    Sie ist eben eine professionelle Krimiautorin.
    Die Qualität kann Psiram nicht bieten – dazu zahlt die Pharmaindustrie zu schlecht 😉

    Sweeper :Gabriele Wolff ist vor allem Kriminalschriftstellerin:http://de.wikipedia.org/wiki/Gabriele_WolffAn ihrem neuen Buch, welches sich wahnsinnig gut verkaufen wird, schreiben in ihrem Blog alle Kommentatoren mit, und das Opus wird vergriffen sein, bevor das erste Exemplar der ersten Auflage gedruckt ist.Wie formulierte es “gelegentlich” in #168 (Zusammenhang leicht geändert…):

    Mein Resümee dazu ist: extrem einseitiger parteiischer Kampagnenjournalismus, der sich sehr häufig mit den veröffentlichten Fakten beißt

  204. Bernd Schneider
    10. Juli 2013, 17:18 | #204

    Herr Mollath meint er sei nicht krank.

    Dann hoffen wir doch mal alle, dass er recht hat.

    Den blog von Frau Wolff als ausgewogen zuu bezeichnen finde ich persönlich etwas optimistisch und zugegebenermassen hatte ich den Eindruck dass die Fraktion die heir versucht hat nicht nur Herrn Mollaths Sicht auf die Dinge zu sehen, sondern auch diverse Wiedersprüche die sich in diesem Bild zeigen mitzuwerten um einiges weniger verbohrt als die anderen, das mag aber täuschen. Als letztes möchte ich nochmal auf den Ausgangsartikel zurückkommen der m.E. die Sachlage ganz gut zusammenfasst.

  205. psychotiker
    10. Juli 2013, 18:00 | #205

    nur mal so……….

    http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowelt/kommentar-der-mollath-untersuchungsausschuss-eine-kritische-bilanz-100.html

    br, staatstragender rundfunk, eigentlich unverdächtig………….

    aber die haben bestimmt auch sowas wie ad(h)s oder dissoziative wahrnehmungsstörungen oder wahn(vorstellungen) jedenfalls sowas in der richtung………..

    lala, unausgewogen, verbohrt

    lustiger wissenschaftsblog die herren leipziger, kröber, pfäfflin, hadertauer, brixner und kamarilla lassen grüssen
    riesenpopcorn

  206. Sweeper
    10. Juli 2013, 18:06 | #206

    @ psychotiker:

    aber die haben bestimmt auch sowas wie ad(h)s oder dissoziative wahrnehmungsstörungen oder wahn(vorstellungen) jedenfalls sowas in der richtung…

    Wieso gerade ADHS? – Da hab ich mich weiter oben schon gewundert.
    Du neigst zu off-topic und freier Assoziation.

    Hat alles nichts mit dem eigentlichen Blogthema zu tun:

    das handelt von der Berichterstattung über den Fall Mollath und die dort beobachtbare Tendenz zu Verschwörungstheorien:

    Die eigentliche Tragik in der Causa Mollath liegt darin, dass sich infolge einer unglücklichen Verkettung von Umständen auch ansonsten völlig nüchtern und klar denkende Menschen von der Existenz einer Verschwörung überzeugen. Nur das Ausmaß variiert.

  207. psychotiker
    10. Juli 2013, 18:17 | #207

    vielleicht nochwas zu: http://de.wikipedia.org/wiki/Gabriele_Wolff

    kleines zitat: „Gabriele Wolff ist die zweite Tochter von Alois Wolff (Fernmeldeoberinspektor) und Anneliese Wolff (ehemalige Postbeamtin). Sie wuchs in Düsseldorf auf. Nach dem Abitur im April 1974 studierte sie Rechtswissenschaften. Von 1985 bis 1992 arbeitete sie als Staatsanwältin in Duisburg. Seit 1989 ist sie mit Jeremy Gordon verheiratet.

    Weitere beruflichen Stationen lagen in Neubrandenburg, Düsseldorf, Neuruppin und Potsdam. Von 1994 bis 2009 war sie als Oberstaatsanwältin in Neuruppin tätig. Seit April 2009 ist sie nicht mehr im Justizdienst tätig.“

    hm.. in #202 sieht das aber ganz anders aus, dort heißt es Zitat: „Sweeper :Gabriele Wolff ist vor allem Kriminalschriftstellerin“

    geb. 1955 also so ca. 58 jahre alt, seit 2009, hmmm…. also seit so ca. 4 jahren nicht mehr im staatsdienst…. sind mmmmmhhhhh so ca. 24 jahre staatsanwältin 24 verglichen mit 4 ganz klar 4 jahre ist doch deutlich länger als 24. quod erad demonstrantum

    ein jeder mach sich nach kräften selbst lächerlich…………..wissenschaftsblog lol

    kann ja sein, dass ich eine gewisse leseschwäche habe oder ad(h)s oder……. oder……oder

    kann aber auch sein, dass hier merk-mässig durch selektive zitate oder weglassungen, bei denen man die nicht so gut in die eigene realität passende weltsicht die wiklichkeit ein bischen merk-mässig eben zurechtbiegt……..

    fefe würde sagen …………………mehr popcorn

  208. Sweeper
    10. Juli 2013, 18:42 | #208

    @ psychotiker:

    Weißt du, dafür ist der Quellenlink zum Wiki-Artikel da.
    So muss man das nicht alles hier in den Blog schreiben (da verliert doch jeder dann den Überblick), sondern eben nur das momentan zum Thema Wichtige – den Rest kann man aber in der Quelle nachlesen.

    Und da ist für unsere Diskussion hier wichtig, dass Frau Wolff eben anscheinend (als geübte Krimi-Autorin) eine süffige Story aus den Fakten und Vermutungen um Mollath zimmert. Dabei schießt sie m.M.n. an manchen Stellen übers Ziel hinaus – etwa wenn sie Dokumente von Mollath nicht auf den realen Faktengehalt und die zusätzliche charakteristische wahnhafte Überhöhung hin prüft.
    Sie schreibt also mit ihrem Hintergrundwissen als Juristin und mit ihrem Interesse als Autorin – die jetzt bestimmt an einem Bestseller arbeitet.

    In dieser Hinsicht unterscheidet sie sich also gar nicht von Frau Lakotta.
    Warum sollte also Frau Wolff prinzipiell gegenüber Frau Lakotta glaubwürdiger sein?
    Zumal sie als Krimi-Autorin geübt darin ist, einen Plot hin und her zu wenden und die Leser zu täuschen – allein der Spannung wegen.

    Warum wird Frau Lakotta (und nicht auch Frau Wolff) also hier von manchen Kommentatoren verdächtigt, die Unwahrheit zu schreiben (etwa einen Zeugen zu „erfinden“) ?

    Ist das nicht selektive Wahrnehmung?

  209. segeln141
    10. Juli 2013, 18:42 | #209

    gelegentlich :Im Übrigen fälllt mir hier auf, von der unsäglichen Qualität des threadstartenden Artikels abgesehen (gerade auch im Vergleich zum Blog von Frau Wolff) dass hier Einige genauso unterwegs sind wie ich es aus unzähligen Foren von Esoterikern, PI usw. kenne. Ich will hier @Sweeper und @bayle nennen. Deren “Technik”, die sich wunderbar in diesem Thread besichtigen läßt, ist offensichtlich. Psiram wird kontrovers beurteilt. Zu meiner Überraschung muss ich sehen: tonangebende Leute hier verhalten sich wie in esoterischen Blogs.

    Der threadstartende Artikel war nicht von „unsäglicher Qualität“ sondern einfach nur schlecht und von wenig aktueller Sachkenntnis geprägt.

    sweeper möchte etwas von Deiner Kritik ausnehmen. sweeper ist etwas chaotisch und hat keine stringente Systematik in ihrem Versuch, sich einen Überblick von der causa Mollath zu machen.

    Die letzten 3 Sätze kann ich voll unterstreichen.

    Psiramer verhalten sich, so wie ich sie erlebt habe und immer wieder erlebe, oft genauso wie Esoteriker:

    Nur sie haben die Weisheit gepachtet und sind in vielen Äußerungen wenig faktenbasiert.
    Ganz schnell wird man in ihr übliches Raster eingeordnet: VT-ler.

    Erlebe ich gerade selbst, aber wie bei bayle kommt auf Nachfrage nichts konkretes.

    Bayle meinte mit 2 Beispielen meiner Texte mein VT zu belegen, ich konnte ihm dann locker nachweisen anhand der Texte, dass dort nichts, aber überhaupt nichts von VT zu entdecken war.
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.450
    post #453

  210. Paulchen
    10. Juli 2013, 19:00 | #210

    @ psychotiker
    Sweeper gehört nicht zum Team Telekom. Da täuscht der erste Eindruck wegen der Schnittmengen…..:)

  211. Paulchen
    10. Juli 2013, 19:08 | #211

    @ Sweeper
    Mit dem geistigen Durchfall machst du gerade Conrebbi Konkurenz.

  212. Sweeper
    10. Juli 2013, 19:08 | #212

    Paulchen :@ psychotiker Sweeper gehört nicht zum Team Telekom. Da täuscht der erste Eindruck wegen der Schnittmengen…..:)

    Stimmt, mein Freund 😉
    Aber wo treibst du dich in letzter Zeit rum??

  213. Ponder
    10. Juli 2013, 19:20 | #213

    Paulchen :Hallo Ponder, schön mal wieder was von dir zu lesen. Wenn du es recherchiert hast, wird es wohl so sein. Ehrlich gesagt interessiert mich der Punkt aber nicht sonderlich. Strate ist Rechtsanwalt. So what. – Ponder, haste schon das Gutachten (Rundbrief) von Dr. Friedrich Weinberger gelesen? Das ist ziemlich interessante Lektüre wie ich finde. http://www.gustl-for-help.de/download/Auszug_Mollath_Rundbrief_W.v.Baeyer-Gesellschaft_1.11.pdf

    Ja, hab ich gelesen.
    Allerdings steht auf Weinbergers Seite auch, dass ihn sein Auftraggeber vorher ausgiebig aus seiner eigenen Perspektive über die Abläufe präpariert hat – nicht so günstig für die Unvoreingenommenheit eines neutralen privaten Gutachters:

    Genauere Informationen zu seinem Fall, Einsicht insbesondere in das Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth vom 8.8.2006 und das Einweisungsgutachten eines Dr. L. vom 25.7.2005 gingen mir erst Mitte März 2011 von Mitgliedern eines „Arbeitskreises Solidarität mit Gustl Mollath“ zu. Vieles blieb mir beim Lesen dieser Dokumente unklar. Einen besseren Durchblick verschaffte mir eine Darstellung der Abläufe durch Dr. jur. Wilhelm Schlötterer, der ebenfalls besagtem Arbeitskreis angehört und seit einiger Zeit schon mit der bayerischen Ministerialbürokratie im Clinch liegt. Nachdem ich den Eindruck gewann, ich könnte von psychiatrischer Seite aus zu einer angemessenen Beurteilung des Falles beitragen, nahm ich den Auftrag der Arbeitsgemeinschaft zur Begutachtung an.

  214. segeln141
    10. Juli 2013, 19:46 | #214

    gelegentlich :.Im Übrigen fälllt mir hier auf, von der unsäglichen Qualität des threadstartenden Artikels abgesehen (gerade auch im Vergleich zum Blog von Frau Wolff) dass hier Einige genauso unterwegs sind wie ich es aus unzähligen Foren von Esoterikern, PI usw. kenne. Ich will hier @Sweeper und @bayle nennen. Deren “Technik”, die sich wunderbar in diesem Thread besichtigen läßt, ist offensichtlich. Psiram wird kontrovers beurteilt. Zu meiner Überraschung muss ich sehen: tonangebende Leute hier verhalten sich wie in esoterischen Blogs.

    Der threadstartende Artikel war nicht von “unsäglicher Qualität” sondern einfach nur schlecht und von wenig aktueller Sachkenntnis geprägt.

    sweeper möchte ich etwas von Deiner Kritik ausnehmen. sweeper ist etwas chaotisch und hat keine stringente Systematik im Versuch, sich einen Überblick von der causa Mollath zu verschaffen.

    Die letzten 3 Sätze kann ich voll unterstreichen.

    Psiramer verhalten sich, so wie ich sie erlebt habe und immer wieder erlebe, oft genauso wie Esoteriker:

    Nur sie haben die Weisheit gepachtet und sind in vielen Äußerungen wenig faktenbasiert.
    Ganz schnell wird man in ihr übliches Raster eingeordnet: VT-ler.

    Erlebe ich gerade selbst, aber wie bei bayle kommt auf Nachfrage nichts konkretes.

    Bayle meinte mit 2 Beispielen meiner Texte mein VT zu belegen, ich konnte ihm dann locker nachweisen anhand der Texte, dass dort nichts, aber überhaupt nichts von VT zu entdecken war.
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.450
    post #453

  215. Paulchen
    10. Juli 2013, 20:23 | #215

    Ponder, du meinst also Schlötterer hätte Einfluss auf das Gutachten im Vorfeld genommen, aber am Gutachten selber haste nix auszusetzen?

  216. Ponder
    10. Juli 2013, 20:47 | #216

    Paulchen :Ponder, du meinst also Schlötterer hätte Einfluss auf das Gutachten im Vorfeld genommen, aber am Gutachten selber haste nix auszusetzen?

    Paulchen, das Problem scheint mir da zu liegen:

    Es lässt sich ja gar nicht vermeiden, dass Weinberger von Schlötterers Sicht geprägt war.
    Manches verstehe ich bei Weinberger auch nicht so ganz.
    Ich müsste mir viel Zeit nehmen, um ihm nicht Unrecht zu tun.
    Er wirft den Kollegen vor, diese hätten bei Mollath die „Primärpersönlichkeit“

    de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4morbide_Pers%C3%B6nlichkeit

    nicht genügend gewürdigt, (so in etwa habe ich die Formulierung in Erinnerung).
    Wie soll das bei einem über 50jährigen möglich sein, der seit Jahren in einem „künstlichen Biotop“ sitzt und aus dessen Kindheit und Jugend wohl keine genaueren Angaben, Berichte von Eltern, Schulzeugnisse mit Kopfnoten etc vorlagen?
    Das ist jetzt nur ein Beispiel.

    Und ich weiß eben nicht, ob Weinberger überhaupt vollständige Akteneinsicht nehmen durfte.
    Gestört hat mich, dass er auf seiner Webseite starke Vorwürfe und Beschuldigungen gegen die Kollegen ausspricht. Das finde ich unangemessen für einen Gutachter.

    Weißt du übrigens, dass Herr Mollath momentan vorzieht, die Wiederaufnahme seines Verfahrens in der Klinik abzuwarten?

    http://www.gustl-for-help.de/download/2013-07-08-ELL-Mollath-BKH-BT-MinJ-Aussage-OA-Zappe.pdf

  217. Sweeper
    10. Juli 2013, 21:06 | #217

    segeln141 :sweeper möchte etwas von Deiner Kritik ausnehmen. sweeper ist etwas chaotisch und hat keine stringente Systematik in ihrem Versuch, sich einen Überblick von der causa Mollath zu machen.

    Ach so.

    Deshalb kommt mir die Causa so verworren vor…

  218. segeln141
    10. Juli 2013, 21:08 | #218

    8.
    Ein interessantes Detail des Untersuchungsausschusses ist, dass die Berufspolitikerin Merk sklavisch eine vorbereitete Stellungnahme ablas, während der „Spinner“ Gustl Mollath völlig frei vortrug. Er konnte im Gegensatz zur Ministerin auch sein Alter korrekt angeben. 371
    […]
    ——————————————————–

    371
    Zitat aus dem Protokoll vom 14.06.2013, S. 3: „Beate Merk, 57 Jahre, Juristin. Ladungsanschrift: Prielmayerstraße 7 in München“.

    http://www.bayernspd-landtag.de/downl/Minderheitenbericht%20U-Ausschuss%20Mollath%2009.07.2013.pdf#page=142

    Beate Merk ist am 1.8.1957 geboren.
    Absolut spannender Minderheitenbericht

  219. segeln141
    10. Juli 2013, 21:11 | #219

    Sweeper :

    segeln141 :sweeper möchte etwas von Deiner Kritik ausnehmen. sweeper ist etwas chaotisch und hat keine stringente Systematik in ihrem Versuch, sich einen Überblick von der causa Mollath zu machen.

    Ach so.Deshalb kommt mir die Causa so verworren vor…

    War das nicht nett von mir?
    Sollte natürlich heißen:
    Sweeper möchte ich etwas von Deiner Kritik ausnehmen.

  220. bayle
    10. Juli 2013, 21:30 | #220

    gelegentlich : Ich will hier @Sweeper und @bayle nennen. Deren “Technik”, die sich wunderbar in diesem Thread besichtigen läßt, ist offensichtlich. … Zu meiner Überraschung muss ich sehen: tonangebende Leute hier verhalten sich wie in esoterischen Blogs.

    Ich schätze mal, wenn Du in der Lage gewesen wärst, Deine Kritik auch nur eine Spur konkreter zu machen, dann hättest Du das getan. Es ist wohl müßig, darauf mehr zu antworten als

    Sweeper : Trollpostings

    segeln141 : Und es trifft ihn natürlich besonders,dass alle das lesen und beurteilen können.

    Vor allem, Mann ist der dämlich, dass der das auch noch selbst verlinkt hat. Und, hat der denn gar kein Schamgefühl? Der macht einfach weiter:

    segeln141 :Denn nur aus dem Tenor des Urteils erwächst Rechtkraft und nicht aus den Urteilsgründen.

    vgl hier:
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142106#msg142106
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142114#msg142114
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142511#msg142511

    segeln141 :Bayle meinte mit 2 Beispielen meiner Texte mein VT zu belegen, ich konnte ihm dann locker nachweisen anhand der Texte, dass dort nichts, aber überhaupt nichts von VT zu entdecken war.https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.450 post #453

    Weil der Link noch nicht ganz der zielführende ist, helfe ich mal ein bisschen aus:
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142577#msg142577

  221. Sweeper
    10. Juli 2013, 21:58 | #221

    segeln141 :

    Ach so.Deshalb kommt mir die Causa so verworren vor…

    War das nicht nett von mir?

    Doch .
    Ich bin immer froh, wenn mir jemand mal auf die Sprünge hilft und ich verstehe, woran es liegt.

    😀

  222. segeln141
    10. Juli 2013, 22:00 | #222

    bayle :

    segeln141 :Bayle meinte mit 2 Beispielen meiner Texte mein VT zu belegen, ich konnte ihm dann locker nachweisen anhand der Texte, dass dort nichts, aber überhaupt nichts von VT zu entdecken war.https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.450 post #453

    Weil der Link noch nicht ganz der zielführende ist, helfe ich mal ein bisschen aus: https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142577#msg142577

    Bayle ist offensichtlich so verwirrt, dass er garnicht bemerkt hat, dass in meinem Link exakt auf seinen, jetzt von ihm als „zielführend“ beschriebenen Link, wörtlich Bezug genommen wird, wie jeder überprüfen kann.
    Na ja, er verheddert sich halt in seiner Apologie.

    „Wer mich reinlegen will muss entschieden früher aufstehen“

  223. segeln141
    10. Juli 2013, 22:07 | #223

    Sweeper :

    Doch . Ich bin immer froh, wenn mir jemand mal auf die Sprünge hilft und ich verstehe, woran es liegt.

    Daher finde ich auch manche Kommentare zu Dir sehr harsch und ungerecht.
    Aber das liegt auch daran, dass ich Dich aus dem Forum etwas kennengelernt habe und mir dort Deine „Sprunghaftigkeit“ in der Beurteilung der Causa Mollath aufgefallen ist.
    MfG
    segeln141

  224. Groucho
    10. Juli 2013, 22:28 | #224

    Paulchen :

    @ Sweeper
    Mit dem geistigen Durchfall machst du gerade Conrebbi Konkurenz.

    Erste und letzte Warnung, benimm Dich, oder Du fliegst endgültig raus. Ein Minimalniveau muss auch für Dich machbar sein.

  225. Sweeper
    10. Juli 2013, 22:36 | #225

    Groucho :

    Paulchen :@ Sweeper Mit dem geistigen Durchfall machst du gerade Conrebbi Konkurenz.

    Erste und letzte Warnung, benimm Dich, oder Du fliegst endgültig raus. Ein Minimalniveau muss auch für Dich machbar sein.

    Ach, ich komm schon klar, Groucho.
    Nur die Haaten komm inn Gaaten – oder so. 😉

  226. Paulchen
    10. Juli 2013, 22:56 | #226

    Ok lassen wir das mit dem Gutachten.

    Weißt du übrigens, dass Herr Mollath momentan vorzieht, die Wiederaufnahme seines Verfahrens in der Klinik abzuwarten?

    Mollath will nicht den abgenagten Knochen von der Merk haben, den sie jetzt urplötzlich im geistigen Sinneswandel Mollath hinschmeisst, sondern die ganze Keule. Rehabilitierung im vollen Umfang. Würd auch nicht anders machen.
    Wenn die Merk mit der Storry durchkommt ist er eh frei, hat aber der Entlassung wegen Verhältnismäßigkeit nicht zugestimmt. Ein guter Ausgangspunkt für weitere „Schandtaten“.

  227. Sweeper
    10. Juli 2013, 23:00 | #227

    @ Paulchen:

    Ein guter Ausgangspunkt für weitere “Schandtaten”.

    Was meinst du mit „Schandtaten“?

    Ich hoffe vor allem, er kommt hinterher mit seinem Leben zurecht.

  228. Paulchen2 :)
    10. Juli 2013, 23:44 | #228

    Groucho :

    Paulchen :@ Sweeper Mit dem geistigen Durchfall machst du gerade Conrebbi Konkurenz.

    Erste und letzte Warnung, benimm Dich, oder Du fliegst endgültig raus. Ein Minimalniveau muss auch für Dich machbar sein.

    Klar das gerade du was suchst um mich entsorgen zu können. […]

    Rest zensiert. P.

  229. Bernd Schneider
    11. Juli 2013, 05:14 | #229

    Paulchen :Ok lassen wir das mit dem Gutachten.

    Weißt du übrigens, dass Herr Mollath momentan vorzieht, die Wiederaufnahme seines Verfahrens in der Klinik abzuwarten?

    Mollath will nicht den abgenagten Knochen von der Merk haben, den sie jetzt urplötzlich im geistigen Sinneswandel Mollath hinschmeisst, sondern die ganze Keule. Rehabilitierung im vollen Umfang. Würd auch nicht anders machen. Wenn die Merk mit der Storry durchkommt ist er eh frei, hat aber der Entlassung wegen Verhältnismäßigkeit nicht zugestimmt. Ein guter Ausgangspunkt für weitere “Schandtaten”.

    Vielleicht hat ihm aber auch nur Harald Schmidt Zeichen gegeben noch eine Weile drin zu bleiben?

  230. Bernd Schneider
    11. Juli 2013, 05:14 | #230

    Paulchen :Ok lassen wir das mit dem Gutachten.

    Weißt du übrigens, dass Herr Mollath momentan vorzieht, die Wiederaufnahme seines Verfahrens in der Klinik abzuwarten?

    Mollath will nicht den abgenagten Knochen von der Merk haben, den sie jetzt urplötzlich im geistigen Sinneswandel Mollath hinschmeisst, sondern die ganze Keule. Rehabilitierung im vollen Umfang. Würd auch nicht anders machen. Wenn die Merk mit der Storry durchkommt ist er eh frei, hat aber der Entlassung wegen Verhältnismäßigkeit nicht zugestimmt. Ein guter Ausgangspunkt für weitere “Schandtaten”.

    Vielleicht hat ihm aber auch nur Harald Schmidt Zeichen gegeben noch eine Weile drin zu bleiben?

  231. bayle
    11. Juli 2013, 07:02 | #231

    segeln141 :
    Bayle ist offensichtlich so verwirrt, dass er garnicht bemerkt hat, dass in meinem Link exakt auf seinen, jetzt von ihm als “zielführend” beschriebenen Link, wörtlich Bezug genommen wird, wie jeder überprüfen kann. Na ja, er verheddert sich halt in seiner Apologie.“Wer mich reinlegen will muss entschieden früher aufstehen”

    Wäre jetzt nicht so das Problem, vor 16:10 Uhr aufzustehen, aber lohnt sich das für jemanden, dessen Gewährsmann in Sachen Psychiatrie der Hochstapler G. Postel ist?
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142238#msg142238

  232. Bernd Schneider
    11. Juli 2013, 07:46 | #232

    Paulchen2 🙂 :

    Groucho :

    Paulchen :@ Sweeper Mit dem geistigen Durchfall machst du gerade Conrebbi Konkurenz.

    Erste und letzte Warnung, benimm Dich, oder Du fliegst endgültig raus. Ein Minimalniveau muss auch für Dich machbar sein.

    Klar das gerade du was suchst um mich entsorgen zu können. […]Rest zensiert. P.

    Paulchen2 🙂 :

    Groucho :

    Paulchen :@ Sweeper Mit dem geistigen Durchfall machst du gerade Conrebbi Konkurenz.

    Erste und letzte Warnung, benimm Dich, oder Du fliegst endgültig raus. Ein Minimalniveau muss auch für Dich machbar sein.

    Klar das gerade du was suchst um mich entsorgen zu können. […]Rest zensiert. P.

    Du hast nicht zufällig Frauen bewusstlos gewürgt oder Reifen zerstochen, dann könnte…..

  233. Ponder
    11. Juli 2013, 08:57 | #233

    Paulchen :Ok lassen wir das mit dem Gutachten.

    Weißt du übrigens, dass Herr Mollath momentan vorzieht, die Wiederaufnahme seines Verfahrens in der Klinik abzuwarten?

    Mollath will nicht den abgenagten Knochen von der Merk haben, den sie jetzt urplötzlich im geistigen Sinneswandel Mollath hinschmeisst, sondern die ganze Keule. Rehabilitierung im vollen Umfang. Würd auch nicht anders machen.

    Also eine ganz neue Verhandlung?
    Aber ob das klug wäre?
    Dann trifft er ja vor Gericht alle wieder, von denen er sich schlecht behandelt fühlt.
    Dolmany wird dann vermutlich auch als Zeuge gegen ihn auftreten.

    Glaubst du, dass Mollath psychisch stabil genug ist, um das auszuhalten? – Sonst ginge die Sache doch nach hinten los.

  234. Sweeper
    11. Juli 2013, 09:12 | #234

    segeln141 :

    Sweeper :

    Doch . Ich bin immer froh, wenn mir jemand mal auf die Sprünge hilft und ich verstehe, woran es liegt.

    Daher finde ich auch manche Kommentare zu Dir sehr harsch und ungerecht. Aber das liegt auch daran, dass ich Dich aus dem Forum etwas kennengelernt habe und mir dort Deine “Sprunghaftigkeit” in der Beurteilung der Causa Mollath aufgefallen ist. MfG segeln141

    Du zeigst Empathie.
    Ja, das kommt bestimmt manchmal etwas sprunghaft rüber.
    Könnte aber möglicherweise einfach daran liegen, dass ich nicht alles poste, was ich in der Causa Mollath denke. 😉

  235. Lambrusco
    11. Juli 2013, 10:00 | #235

    Sweeper :

    segeln141 :

    Ach so.Deshalb kommt mir die Causa so verworren vor…

    War das nicht nett von mir?

    Doch . Ich bin immer froh, wenn mir jemand mal auf die Sprünge hilft und ich verstehe, woran es liegt.

    *rofl* Auf jeden Fall ein netter kleiner Forentrick. „Wir beide sind ja auch der Meinung dass segeln gar nicht so verbohrt ist wie er hier immer tut sondern halt nur jemand dem es schwer fällt seine Denkfehler zuzugeben und dem man desswegen den Raum geben muss zurückzurudern ohne das Gesicht zu verlieren, das wird aber bestimmt noch etwas dauern oder siehst du das anders sweeper?“

  236. Sweeper
    11. Juli 2013, 10:03 | #236

    Lambrusco :

    Sweeper :

    segeln141 :

    Ach so.Deshalb kommt mir die Causa so verworren vor…

    War das nicht nett von mir?

    Doch . Ich bin immer froh, wenn mir jemand mal auf die Sprünge hilft und ich verstehe, woran es liegt.

    *rofl* Auf jeden Fall ein netter kleiner Forentrick. “Wir beide sind ja auch der Meinung dass segeln gar nicht so verbohrt ist wie er hier immer tut sondern halt nur jemand dem es schwer fällt seine Denkfehler zuzugeben und dem man desswegen den Raum geben muss zurückzurudern ohne das Gesicht zu verlieren, das wird aber bestimmt noch etwas dauern oder siehst du das anders sweeper?”

    Du sprichst mir aus der durch und durch sprunghaften Seele…

  237. Phineas
    11. Juli 2013, 15:37 | #237

    phineas : @gelegentlich
    “Oh…ich auch. Du willst also damit sagen eine Metaanalyse, eine peer-review u.s.w. sind unwissenschaftlich, weil ich nicht persönlich gemessen habe, sondern nur lese was andere gemacht haben und das dann beurteile?”

    Nein, ich will sagen dass eine Metaanalyse keine Analyse ist, sondern eine nachrangige Ausarbeitung. In allen Erfahrungswissenschaften 2. Wahl. Deshalb zählt sie auch weniger. Und schon gar nicht würde man auf die Idee kommen damit für eine dritte Person so etwas wie Freiheitsentzug begründen zu wollen.

    Okay, also doch kein „Berufsverbot“ für die ganzen Scharlatane. Die Sekundäranalyse, den nichts anderes ist ein Gutachten „nach Aktenlage“, „zählt“ also nur weniger.
    Ich habe auch immer angenommen die Metaanalyse (und damit meine ich mal die structured review inbegriffen) ist der Goldstandard der EbM. Habe ich mich da geirrt?

    Nichtsdestotrotz ist es natürlich richtig, dass das Vorhandensein einer persönliche Exploration ein wichtiges Würdigungskriterium darstellt. Sich bei der Beweiswürdigung aber alleine darauf zu verlassen, wäre sehr eindimensional, wenn nicht sogar vollkommen realitätsfern.

  238. Phineas
    11. Juli 2013, 15:43 | #238

    ups….ich meinte natürlich „systematic review“ und nicht „structured review“.

  239. segeln141
    11. Juli 2013, 15:56 | #239

    bayle :

    aber lohnt sich das für jemanden, dessen Gewährsmann in Sachen Psychiatrie der Hochstapler G. Postel ist? https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142238#msg142238

    Bayle scheint nicht nur schlecht lesen sondern auch schlecht hören zu können:
    Prof.Kröber sagt im Interview bei Boulevard Bio:
    „Zum einen ist natürlich sicherlich richtig, was Herr Postel gesagt hat , dass man sich ein bestimmtes Vokabular erlernt und gebraucht dass man sich da schon [nicht verständlich]….eine Eintrittskarte erwirbt. Man merkt die Fehler nicht so unmittelbar.“
    http://www.youtube.com/watch?v=tErmeEDcJwY
    ab 1:23

  240. bayle
    11. Juli 2013, 16:34 | #240

    @ segeln141
    Ich habe den Link nicht mal angeklickt, weil ich, im Gegensatz offenbar zu vielen Diskutanten, meine Information über Psychiatrie nicht aus Fernseh-Shows beziehe. Findest Du es erstaunlich, dass man einen Fake-Chirurgen schneller entlarvt als einen Fake-Psychiater, der sich die Terminologie aufgedrückt hat? Das ist eine der Strategien der „Mollathisten“: die Skandalisierung des Normalen.

  241. segeln141
    11. Juli 2013, 16:47 | #241

    Lustiges von G.Postel Comedy at it`s best:

    Hier das beste Video: recht aktuell vom 23.2.2013 mit Bezug (in den Bildern) zu Mollath:
    http://www.youtube.com/watch?v=MHSbvbCzmKs

    Daraus:“ Über was haben sie denn promoviert in der Medizin ?“

    Und dann habe ich gesagt: “über kognitiv induzierte Verzerrungen in der stereotypen Urteilsbildung“ …„das ist eine Aneinanderreihung leerer Begriffe“

    Der [Vorsitzende der Bewerbungskommission] sagte darauf :“ sie werden sich bei uns wohlfühlen“

    http://www.youtube.com/watch?v=NlZdvdmntlc

    http://www.youtube.com/watch?v=kriF6coPYCA

    „Wer die psychiatrische Sprache beherrscht, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn in das Gewand des Akademischen stecken.“

  242. bayle
    11. Juli 2013, 17:03 | #242

    Klar, die ganze Psychiatrie ein einziges Fake, genau so wie das gesamte Mittelalter.

  243. segeln141
    11. Juli 2013, 17:05 | #243

    Um es mal klarzustellen:
    Ich möchte keineswegs die Zunft der Psychiater in „die Pfanne“ hauen.
    Nur soviel: „wo Rauch aufgeht ist auch Feuer (gewesen)“
    Man sollte sich auch mal etwas Amüsantes gönnen.

  244. Sweeper
    11. Juli 2013, 17:15 | #244

    bayle :Klar, die ganze Psychiatrie ein einziges Fake, genau so wie das gesamte Mittelalter.

    Die Psychiatrie wurde sozusagen elegant in einer Fußnote erledigt.

    😀

  245. Bernd Schneider
    11. Juli 2013, 17:27 | #245

    Vielleicht nochmal der link, mit einem Interview eines Psychaters in dem man erkenen kann um was es da eigentlich geht und das sich die Pschatrie durchaus über ihre Grenzen bewusst ist….. http://www.srf.ch/player/radio/kontext/audio/die-krux-mit-psychiatrischen-diagnosen?id=cc00d441-f20f-4a3e-9aef-89d79a2cc67d

  246. Sweeper
    11. Juli 2013, 17:32 | #246

    Das alte Attest:

    http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/ein_grund_der_wiederaufnahme_wackelt_168481

    Nürnberg/Bayreuth

    11.07.2013 13:55 Uhr
    Fall Mollath: Grund der Wiederaufnahme wackelt

    Von Otto Lapp

    Nürnberg/Bayreuth. Auf den ersten Blick schaut es aus wie eine Formalie. Und doch haben die beiden Buchstaben „i. V.“ ziemlich viel Sprengkraft. Womöglich kippt durch die Recherchen des Kuriers einer der drei Gründe für das beantragte Wiederaufnahmeverfahren im Fall Mollath. Dies bestätigte ein Sprecher der Justiz…

  247. segeln141
    11. Juli 2013, 18:37 | #247

    Durch diesen “Fund” (?) wackelt gar nichts in der Argumentation von OStA Meindl. Das “Original” der Urkunde, die im Strafverfahren gegen Mollath verwendet wurde, befindet sich in den Akten. Nur auf dieses Original kommt es für § 359 Nr. 1 StPO an.

    Außerdem: Wenn der Praxisvertreter Markus Reichel tatsächlich für seine Mutter handeln wollte (“i.V.”), wäre es ja noch schlimmer. Denn das Attest kann nur ausstellen (strafrechtlicher Herstellerbegriff), wer die Untersuchung ausgeführt hat. Bisher sagte Markus Reichel (gegenüber der Staatsanwaltschaft und der Presse), er habe untersucht. “i.V.” wäre vom Erklärungsgehalt nur sinnvoll, wenn seine Mutter (oder sein Vater) untersucht hätte und er – “auf Zuruf” – deren Befundergebnisse zu Papier gebracht hätte.

  248. bayle
    11. Juli 2013, 18:49 | #248

    segeln141 :Ich möchte keineswegs die Zunft der Psychiater in “die Pfanne” hauen.

    Da haben die Psychiater ja noch mal richtig Glück gehabt. 🙂 Aber was sagt uns dann die ganze Postel-Show in unserem Zusammenhang?

  249. Paulinchen
    12. Juli 2013, 00:01 | #249

    segeln141 :Um es mal klarzustellen: Ich möchte keineswegs die Zunft der Psychiater in “die Pfanne” hauen. Nur soviel: “wo Rauch aufgeht ist auch Feuer (gewesen)” Man sollte sich auch mal etwas Amüsantes gönnen.

    Einige Psyschaters scheinen aber ziemlich verstört durch die Gegend zu rennen. Die Gakern wie die Hühner. Ja die Götter vor der Couch.

  250. bayle
    12. Juli 2013, 07:06 | #250

    @ Paulinchen
    Paulinchen (wie originell), das mit der Couch, das sind die Psychoanalytiker und nicht die Psychiater, und sie sitzen nicht vor, sondern hinter der Couch. Ansonsten voll der Durchblick, aber so was von. ;-).

  251. 40_Fieber
    12. Juli 2013, 07:37 | #251

    bayle :@ Paulinchen Paulinchen (wie originell), das mit der Couch, das sind die Psychoanalytiker und nicht die Psychiater, und sie sitzen nicht vor, sondern hinter der Couch.

    Und wie viele Psychiater sind Psychoanalytiker, bzw. glauben dran?

    http://www.t-online.de/eltern/gesundheit/id_64379132/psychiater-schlagen-alarm-jedes-fuenfte-kind-mit-psychischer-stoerung.html

    Geburtsumstände prägen
    Kaiserschnitte sieht er außerdem als weitere Ursache mit enormen Einfluss auf die Psyche des Kindes. Die Folge sind Störungen ausgelöst durch eine gestörte Mutter-Kind-Bindung.

  252. Bernd Schneider
    12. Juli 2013, 08:20 | #252

    http://diepresse.com/home/panorama/welt/1429305/Fall-Mollath_Was-ist-wahr-was-Wahn
    Mal wieder der Versuch einer ausgewogenen Darstellung des Falles Mollath

  253. inci
    12. Juli 2013, 08:49 | #253

    Paulchen :Hallo Ponder, schön mal wieder was von dir zu lesen. Wenn du es recherchiert hast, wird es wohl so sein. Ehrlich gesagt interessiert mich der Punkt aber nicht sonderlich. Strate ist Rechtsanwalt. So what. – Ponder, haste schon das Gutachten (Rundbrief) von Dr. Friedrich Weinberger gelesen? Das ist ziemlich interessante Lektüre wie ich finde. http://www.gustl-for-help.de/download/Auszug_Mollath_Rundbrief_W.v.Baeyer-Gesellschaft_1.11.pdf – Was ich ja besonders witzig finde, Mollaths Ex-Frau ist ua. als Geistheilerin unterwegs und zockt mit der Masche die Leute ab. https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:http://www.petra-maske.de/index.php/ueber-mich.html Da soll mal einer sagen, das Anlageberater nicht flexibel in der Geldbeschaffung sein können. – Ps: Sweet Captcha geht leider immer noch nicht über https:

    Das mit der Ex von Mollath ging mir auch durch den Kopf. Es wäre sicher viel interessanter, darüber mal etwas zu berichten, als über die Causa Mollath.

    Die strotzt zwar nur so von Widersprüchen und Ungereimtheiten und anderen Seltsamkeiten, wie der jetzt bekannt gewordenen Erbschaft, die die Ex von Herrn Mollath, nach dem Selbstmord eines ihrer damaligen Kunden bekommen hat. Die Ehefrau des Verstorbenen erhielt nur den Pflichtteil, die Ex von Herrn Mollath aber 800.000 DM.

  254. Sweeper
    12. Juli 2013, 09:10 | #254

    40_Fieber :

    bayle :@ Paulinchen Paulinchen (wie originell), das mit der Couch, das sind die Psychoanalytiker und nicht die Psychiater, und sie sitzen nicht vor, sondern hinter der Couch.

    Und wie viele Psychiater sind Psychoanalytiker, bzw. glauben dran?…. Geburtsumstände prägen Kaiserschnitte sieht er außerdem als weitere Ursache mit enormen Einfluss auf die Psyche des Kindes. Die Folge sind Störungen ausgelöst durch eine gestörte Mutter-Kind-Bindung.

    Ein LInk auf einen populärwissenschaftlichen Artikel willst du jetzt nicht als Beleg anführen, oder?
    Weinbergers Gutachten zum Beispiel kommt mir „gefühlt“ noch ziemlich psychoanalytisch vor – zumindest die Sprache ist „altmodisch“. Dabei setzt er sich ja – lt. Homepage – gerade für Psychoanalysekritik ein … was ich wieder erfreulich finde.

    Allgemeinplätze und Pauschalunterstellungen helfen unds nicht weiter und sind auch nicht wissenschaftlich.
    Mollaths Gutachter haben – allen voraan Kröber – in Fachzeitschriften publiziert.
    Wenn du darin eine psychoanalytische Sichtweise findest, dann her damit.
    Alles andere läuft auf stereotypes vorurteilsbehaftetes Psychiatriebashing hinaus – unwissenschaftlich.

  255. Paulinchen
    12. Juli 2013, 09:35 | #255

    @ bayle
    Psychologischer Psychotherapeut heisst die Ausbidung. Eine Vorraussetzung für die Ausbildung ist ein Diplom in Psychologie.

    @ 40_Fieber
    LOL Kaiserschnitt…

  256. bayle
    12. Juli 2013, 09:45 | #256

    @ Paulinchen
    Genau. Psychotherapie, Psychologie, Psychoanalyse, Neurologie, Psychiatrie, Neurochirurgie, Neuropsychologie, Physiologie, Physiotherapie – alles eins, alles Macke!

  257. bayle
    12. Juli 2013, 10:13 | #257

    @ 40_Fieber
    Ich habe, ähm, den Zusammenhang noch nicht ganz begriffen. Hat sich der Herr Häßler im Fall Mollath geäußert? Ist er gar Gutachter?

  258. bayle
    12. Juli 2013, 12:04 | #258

    segeln141 :Durch diesen “Fund” (?) wackelt gar nichts in der Argumentation von OStA Meindl. Das “Original” der Urkunde, die im Strafverfahren gegen Mollath verwendet wurde, befindet sich in den Akten. Nur auf dieses Original kommt es für § 359 Nr. 1 StPO an.Außerdem: Wenn der Praxisvertreter Markus Reichel tatsächlich für seine Mutter handeln wollte (“i.V.”), wäre es ja noch schlimmer. Denn das Attest kann nur ausstellen (strafrechtlicher Herstellerbegriff), wer die Untersuchung ausgeführt hat. Bisher sagte Markus Reichel (gegenüber der Staatsanwaltschaft und der Presse), er habe untersucht. “i.V.” wäre vom Erklärungsgehalt nur sinnvoll, wenn seine Mutter (oder sein Vater) untersucht hätte und er – “auf Zuruf” – deren Befundergebnisse zu Papier gebracht hätte.

    Das ist eben der Unterschied zwischen den mollathistischen Juristen nebst ihren furchtlosen Janitscharen und den Laien im Rest der Welt. Die Juristen vermuten, dass der Arzt seine Kompetenz überschritten hat, als er „i.V.“ schrieb, und der Rest der Welt fragt sich: wenn es nun noch einen Beleg gibt, dass er seine Frau gewürgt hat, ist (oder war) er vielleicht doch gefährlich?

  259. ErpelderNacht
    12. Juli 2013, 17:32 | #259

    Ponder :Hi Paulchen,kannst du mir mal helfen? Ich habe die im Netz kursierende Version des Urteilshttp://www.gustl-for-help.de/download/2006-08-08-Mollath-Urteil-Landgericht.pdfmal zu dem Wiederaufnahmeantrag von Stratehttp://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-Wiederaufnahmeantrag-2013-02-19.pdfin Verbindung gesetzt. Dabei bin ich auf widersprüchliche Angaben hinsichtlich des Pflichtverteidigers gestoßen.Im Urteilstext heißt es auf S. 8, dass der Pflichtverteidiger Dolmany am 15.06.2005 Antrag auf Entbindung von seinem Mandat gestellt hat. Im Vorfeld war es offenbar zu gewaltsamem Betragen Mollaths vor oder in Dolmanys Kanzlei gekommen. Lt. Urteilstext S. 9 hat die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am 04.08.2005 beantragt, dieser Mandatsentbindung stattzugeben und dem Angeklagten einen neuen Verteidiger beizuordnen.Das widerspricht den Darstellungen im Strate-Antrag (ab S. 86). Dort heißt es:

    Mit seinem Schreiben vom 15.6.2005 an das Amtsgericht Nürnberg war Rechtsanwalt Dolmány aus seiner Rolle als Beistand herausgetreten und in eine Parteirolle gegen seinen Mandanten gewechselt……Dass der VRiLG Brixner dennoch an Rechtsanwalt Dolmány bis zum Ende der Hauptverhandlung als gerichtlich bestelltem Verteidiger festhielt und die mehrfachen Entbindungsanträge des Gustl Mollath wie auch des Rechtsanwalts Dolmány überging, stellt sich als strafbare Rechtsbeugung gemäß § 339 StGB dar. Eine strafbare Rechtsbeugung ist auch darin zu sehen, dass er die wiederholten Eingaben des Gustl Mollath, Rechtsanwalt Dolmány von seinem Amt als gerichtlich bestellter Verteidiger zu entbinden, nicht als Beschwerde behandelt und als solche dem Oberlandesgericht zur Entscheidung vorgelegt hat…

    In Folge ist von mehreren Eingaben Mollaths mit Datum Mai und Juli 2006 zu lesen. Dann heißt es (S.90)

    Atmosphärisch besonders schlimm ist in diesem Falle, dass sich diese Rechtsbeugung – wie der Hinweis des Rechtsanwalts Dolmány auf die erforderliche Behandlung der Eingaben Mollaths als Beschwerde und der Antrag des Staatsanwalts Schorr auf Aufhebung der Beiordnung Rechtsanwalt Dolmánys zeigen – in flagranti unter den sehenden Augen der übrigen Verfahrensbeteiligten vollzog. Sie wehrten sich nur zaghaft und ließen dann – eingeschüchtert oder gleichgültig – dem Rechtsbruch seinen Lauf.

    Hier, in Strates Darstellung, fallen plötzlich der in 2005 gestellte und von der Staatsanwaltschaft unterstützte Antrag Dolmanys und die Hauptverhandlung in 2006 zusammen. Zwischen der Antragstellung und der Verhandlung liegt ein ganzes Jahr:da kann doch von “in flagranti” und “sehenden Auges – eingeschüchtert oder gleichgültig” keine Rede sein ??

    Fakt ist, Dolmany war trotz mehrmaliger Bitten von der Staatsanwaltschaft, Herrn Dolmany und von Herrn Mollath selber bis zum Ende nicht vom Mandat entbunden worden und die Begründung Dolmanys für seine Bitte um Entbindung wurde sogar mit in die Urteilsbegründung übernommen.

    Ein Rechtsanwalt soll dem Beschuldigten beistehen und ihn nicht belasten. Dolmany konnte gar nicht sein Verteidiger sein. Stellt euch vor, ihr wärt angeklagt, und euer Anwalt sagt gegen euch aus.

    Mollath war unverteidigt.

  260. Sweeper
    12. Juli 2013, 18:05 | #260

    @ErpelderNacht:

    Fakt ist, Dolmany war trotz mehrmaliger Bitten von der Staatsanwaltschaft, Herrn Dolmany und von Herrn Mollath selber bis zum Ende nicht vom Mandat entbunden worden und die Begründung Dolmanys für seine Bitte um Entbindung wurde sogar mit in die Urteilsbegründung übernommen.

    Ein Rechtsanwalt soll dem Beschuldigten beistehen und ihn nicht belasten. Dolmany konnte gar nicht sein Verteidiger sein. Stellt euch vor, ihr wärt angeklagt, und euer Anwalt sagt gegen euch aus.

    Mollath war unverteidigt.

    Er hatte einen Wahlverteidiger – RA Ophoff – der kurz vor der Hauptverhandlung das Handtuch warf. Warum, ist nicht bekannt.

    Ponder:
    Hier, in Strates Darstellung, fallen plötzlich der in 2005 gestellte und von der Staatsanwaltschaft unterstützte Antrag Dolmanys und die Hauptverhandlung in 2006 zusammen. Zwischen der Antragstellung und der Verhandlung liegt ein ganzes Jahr:da kann doch von “in flagranti” und “sehenden Auges – eingeschüchtert oder gleichgültig” keine Rede sein ??

    Und keiner hat dagegen Einspruch erhoben – selbst der Staatsanwalt nicht, obwohl die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth sich im Jahr zuvor dem Antrag Dolmanys auf Entbindung seines Mandats ausdrücklich angeschlossen hatte.
    Warum hat das weder den anwesenden Staatsanwalt noch die beiden Schöffen gestört, von denen einen (Westenrieder) auf einmal (?) das Gewissen plagt?

    Das alles kann doch nicht dem (barock agierenden?) Richter und dem Gutachter Leipziger allein in die Schuhe geschoben werden, oder was hat man davon zu halten?

  261. ErpelderNacht
    12. Juli 2013, 18:06 | #261

    bayle :

    drdwo :Bis auf die beiden Gutachten auf strate.net sind die Gutachten nicht öffentlich. Sie wurden aber von den Fachexperten Dr. Arnold Torhorst, Dr. Maria Fick, Dr. Rudolf Sponsel, Dr. Hans Simmerl, Prof. Dr. Dieckhöfer und Dr. Weinberger methodenkritisch analysiert. Mit immer gleichem Ergebnis: Die Gutachten von Leipziger und Kröber entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage.

    Keiner dieser Experten scheint forensische Expertise i. e. S. zu haben. Der erregte Tonfall dieser „methodenkritischen Analysen“ und die Generalisierungstendenzen machen misstrauisch. Und ich erlaube mir, mich selbst zu zitieren: Ich reagiere empfindlich, wenn ich dazu aufgefordert werde, etwas zu verurteilen, ohne dass ich mich voll darüber informieren kann, was ich eigentlich verurteilen soll.

    Rudolf Sponsel ist als forensischer Sachverständiger öffentlich vereidigt laut seiner CV:
    http://www.sgipt.org/org/bbiogr/rs.htm

    Hans Simmerl wurde vom Amtsgericht Straubing mit seinem Mollath-Gutachten beauftragt:
    http://www.gustl-for-help.de/chronos.html <—- Punkt 94

    Die anderen kenne ich nicht, bzw. hab jetzt nicht die Muße, weiter zu recherchieren. Diese beiden sollten aber ausreichen, um die Vermutung des Mangels forensischer Expertise zu beantworten.

  262. ErpelderNacht
    12. Juli 2013, 18:19 | #262

    Sweeper :@drdwo:Nun musst du aber aufpassen, dass du selbst nicht drauflos spekulierst. Wir wissen nicht, was sich da abgespielt hat. Es ist kein Spaß, wenn man in seiner Kanzlei festsitzt, weil draußen jemand eine Stunde lang randaliert. Wir wissen auch nicht, ob Mollath einen Termin beim RA hatte oder einfach von sich aus auftauchte und Dolmany von anderen Terminen abhielt. Wir wissen auch nicht, warum Dolmany nicht die Polizei holte. Ich sagte doch: wenn Brixner daraus richtig hätte Profit schlagen wollen, dann hätte er doch nicht Dolmany dazu “verdammt” , weiterhin Mollaths Pflichtverteidiger zu sein. Der Vorfall und der Antrag Dolmanys lagen da doch schon mehrere Monate zurück. Mit einem neuen Pflichtverteidiger hätte Dolmany als Zeuge gegen Mollath auftreten können.

    Och komm, das Gerichtsverfahren hat doch gezeigt, daß Dolmany sowohl Pflichtverteidiger als auch Belastungszeuge gegen den Beschuldigten sein konnte 😉

    Unstrittig ist: Mollath ging auf einen Freitag Abend zu Dolmany, der aber keine Lust hatte, mit ihm zu sprechen und ihn auf Montag vertröstete. Um nicht mit ihm aufeinanderzutreffen, arbeitete Dolmany noch eine Stunde länger.

    https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=vXAMx9-m8AE

  263. Sweeper
    12. Juli 2013, 18:29 | #263

    @ErpelderNacht:

    Och komm, das Gerichtsverfahren hat doch gezeigt, daß Dolmany sowohl Pflichtverteidiger als auch Belastungszeuge gegen den Beschuldigten sein konnte 😉

    Was blieb ihm wohl übrig, wenn der Richter darauf bestand, dass er die Verteidigung übernehmen muss – trotz des Vorfalls im Jahr zuvor, als Mollath vor der Kanzlei randalierte und Dolmany das Vertrauen zwischen sich und Mollath als schwer beeinträchtigt bezeichnete? Er muss wohl, wenn ich es recht erinnere, während der Gerichtsverhandlung immerhin darauf hingewiesen haben, dass Mollaths Eingaben zur Verteidigung übergangen worden sind. Ich an seiner Stelle hätte auch keine Lust, einen querulierenden Mandanten zu verteidigen, der vor meiner Tür randaliert. Mich wundert eher, dass Dolmany nicht die Polizei gerufen hat… aber das hatten wir doch alles weiter oben in den Kommentaren schon mal.

    Unstrittig ist: Mollath ging auf einen Freitag Abend zu Dolmany, der aber keine Lust hatte, mit ihm zu sprechen und ihn auf Montag vertröstete. Um nicht mit ihm aufeinanderzutreffen, arbeitete Dolmany noch eine Stunde länger.

    Da steht vermutlich Aussage gegen Aussage.
    Falls es zu einem neuen Verfahren kommt, wird das sicherlich zur Sprache kommen.
    Dann wird Dolmany – ungehindert durch ein Mandat – vermutlich seine Sicht auf den Vorfall etwas weniger zurückhaltend schildern. Darauf können wir jetzt schon gespannt sein.
    Ob es Mollath damit dann besser geht? – Ich fürchte, nein.

  264. ErpelderNacht
    12. Juli 2013, 18:53 | #264

    Bernd Schneider :

    Herr Mollath meint er sei nicht krank.

    Dann hoffen wir doch mal alle, dass er recht hat.Den blog von Frau Wolff als ausgewogen zuu bezeichnen finde ich persönlich etwas optimistisch und zugegebenermassen hatte ich den Eindruck dass die Fraktion die heir versucht hat nicht nur Herrn Mollaths Sicht auf die Dinge zu sehen, sondern auch diverse Wiedersprüche die sich in diesem Bild zeigen mitzuwerten um einiges weniger verbohrt als die anderen, das mag aber täuschen. Als letztes möchte ich nochmal auf den Ausgangsartikel zurückkommen der m.E. die Sachlage ganz gut zusammenfasst.

    Hast Du den Ausgangsartikel geschrieben? Sorry, aber der hat keine nachvollziehbare Botschaft.

  265. ErpelderNacht
    12. Juli 2013, 19:02 | #265

    Ponder :

    Paulchen :Ok lassen wir das mit dem Gutachten.

    Weißt du übrigens, dass Herr Mollath momentan vorzieht, die Wiederaufnahme seines Verfahrens in der Klinik abzuwarten?

    Mollath will nicht den abgenagten Knochen von der Merk haben, den sie jetzt urplötzlich im geistigen Sinneswandel Mollath hinschmeisst, sondern die ganze Keule. Rehabilitierung im vollen Umfang. Würd auch nicht anders machen.

    Also eine ganz neue Verhandlung? Aber ob das klug wäre? Dann trifft er ja vor Gericht alle wieder, von denen er sich schlecht behandelt fühlt. Dolmany wird dann vermutlich auch als Zeuge gegen ihn auftreten.Glaubst du, dass Mollath psychisch stabil genug ist, um das auszuhalten? – Sonst ginge die Sache doch nach hinten los.

    Der ist nach sieben Jahren Zwangseinweisung so abgebrüht, das steht der durch…

  266. bayle
    12. Juli 2013, 19:08 | #266

    ErpelderNacht :Diese beiden [Sponsel und Simmerl, b.] sollten aber ausreichen, um die Vermutung des Mangels forensischer Expertise zu beantworten.

    Sponsel ist Psychologe, kein Psychiater. Und nur so, ohne Betriebsblindheit und ohne in das korrupte System eingebunden zu sein, konnte er erkennen, dass da etwas ganz furchtbar schief läuft:

    PsychiaterInnen wurden und werden von allen Herrschaftssystemen nicht nur missbraucht, sondern es fanden sich immer und überall PsychiaterInnen, die in willfähriger Kollaboration aktiv mitmachten und weiterhin mitmachen. Dieser Missbrauch ist vor allem aus totalitären Systemen, rechts- oder links- faschistischen (z.B. unter Stalin, Hitler, Pinochet, DDR) allgemein bekannt. Weniger bekannt und meist verleugnet oder bagatellisiert wird, dass auch bürgerliche, scheinbar rechtsstaatliche, westliche Systeme wie z.B. die USA, die Bundesrepublik Deutschland oder Österreich einen beträchtlichen Missbrauch mit Hilfe psychiatrischer Sachverständiger betreiben. Ständig wird Recht missachtet und gebrochen, der gesunde Menschenverstand mit Füßen getreten, elementare wissenschaftliche Prinzipien und Regeln, Gründlichkeit und Sorgfalt sowie die Berufsethik grob missachtet, so dass man sagen muss: die Bundesrepublik Deutschland ist in Sachen Forensischer Psychiatrie teilweise kein Rechtsstaat mehr, sondern gemahnt streckenweise an ein übel anmutendes Gulagsystem, in dem Politik, Gesetzgeber, Justiz und Psychiatrie auf unheilvolle und fatale Weise zusammenwirken …
    http://www.sgipt.org/forpsy/NFPMRG/PFFPGMRJ.htm

    Übrigens weiß Sponsel auch:

    Rechnet man z.B. die Daten – repräsentative Statistiken werden vom Rechtssystem wohlweislich nicht durchgeführt – die Dinger & Koch (1992) mitteilten, hoch, so ergibt sich, dass offenbar 72% der Sachverständigen auf eine persönliche Exploration verzichtet haben – was ihnen, und das ist das eigentlich schlimme – die RichterInnen vermutlich nicht nur einfach durchgehen ließen …
    http://www.sgipt.org/forpsy/NFPMRG/PFFPGMRJ.htm

    Also nicht nur M. Nun wird es langsam Zeit für einen Sturm auf die Bastille. „Allons, enfants de la patrie…!“

    Simmerl war mit einem Betreuungsgutachten beauftragt. Betreuungsgutachten gehören in den Tätigkeitsumfang eines jeden Psychiaters, sie haben nichts mit Strafrecht zu tun.

  267. pelacani
    12. Juli 2013, 19:25 | #267

    ErpelderNacht :

    Hast Du den Ausgangsartikel geschrieben? Sorry, aber der hat keine nachvollziehbare Botschaft.

    Nein, das war ich. Und wenn er keine nachvollziehbare Botschaft hat, warum dann der ganze Rumor in den Kommentaren?

  268. ErpelderNacht
    12. Juli 2013, 20:04 | #268

    pelacani :

    ErpelderNacht :Hast Du den Ausgangsartikel geschrieben? Sorry, aber der hat keine nachvollziehbare Botschaft.

    Nein, das war ich. Und wenn er keine nachvollziehbare Botschaft hat, warum dann der ganze Rumor in den Kommentaren?

    Weil er keine nachbollziehbare Botschaft hat.

  269. ErpelderNacht
    12. Juli 2013, 20:08 | #269

    Sweeper :

    Unstrittig ist: Mollath ging auf einen Freitag Abend zu Dolmany, der aber keine Lust hatte, mit ihm zu sprechen und ihn auf Montag vertröstete. Um nicht mit ihm aufeinanderzutreffen, arbeitete Dolmany noch eine Stunde länger.

    Da steht vermutlich Aussage gegen Aussage. Falls es zu einem neuen Verfahren kommt, wird das sicherlich zur Sprache kommen. Dann wird Dolmany – ungehindert durch ein Mandat – vermutlich seine Sicht auf den Vorfall etwas weniger zurückhaltend schildern. Darauf können wir jetzt schon gespannt sein. Ob es Mollath damit dann besser geht? – Ich fürchte, nein.

    Dolmanys Version mit seinem Antrag auf Entbindung ist wörtlich in Strates Wiederaufnahmeantrag wiedergegeben, Seite 56.

    http://strate.net/de/dokumentation/Mollath-Wiederaufnahmeantrag-2013-02-19.pdf

    Mollaths Version über diesen Vorfall kenne ich nicht.

  270. ErpelderNacht
    12. Juli 2013, 20:23 | #270

    Sweeper :@ErpelderNacht:

    Fakt ist, Dolmany war trotz mehrmaliger Bitten von der Staatsanwaltschaft, Herrn Dolmany und von Herrn Mollath selber bis zum Ende nicht vom Mandat entbunden worden und die Begründung Dolmanys für seine Bitte um Entbindung wurde sogar mit in die Urteilsbegründung übernommen.Ein Rechtsanwalt soll dem Beschuldigten beistehen und ihn nicht belasten. Dolmany konnte gar nicht sein Verteidiger sein. Stellt euch vor, ihr wärt angeklagt, und euer Anwalt sagt gegen euch aus.Mollath war unverteidigt.

    Er hatte einen Wahlverteidiger – RA Ophoff – der kurz vor der Hauptverhandlung das Handtuch warf. Warum, ist nicht bekannt.

    Siehste, er war unverteidigt.

    Sweeper :@ErpelderNacht:

    Ponder: Hier, in Strates Darstellung, fallen plötzlich der in 2005 gestellte und von der Staatsanwaltschaft unterstützte Antrag Dolmanys und die Hauptverhandlung in 2006 zusammen. Zwischen der Antragstellung und der Verhandlung liegt ein ganzes Jahr:da kann doch von “in flagranti” und “sehenden Auges – eingeschüchtert oder gleichgültig” keine Rede sein ??

    Und keiner hat dagegen Einspruch erhoben – selbst der Staatsanwalt nicht, obwohl die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth sich im Jahr zuvor dem Antrag Dolmanys auf Entbindung seines Mandats ausdrücklich angeschlossen hatte. Warum hat das weder den anwesenden Staatsanwalt noch die beiden Schöffen gestört, von denen einen (Westenrieder) auf einmal (?) das Gewissen plagt?Das alles kann doch nicht dem (barock agierenden?) Richter und dem Gutachter Leipziger allein in die Schuhe geschoben werden, oder was hat man davon zu halten?

    Brixner war der vorsitzende Richter.
    Brixner hat das Urteil alleine unterschrieben.

    Damit ist er dafür alleine verantwortlich.

    Wußtest Du, daß Brixner Mollaths Verteidigungsschrift noch nicht mal gelesen hat?
    Stichwort „Dieses Konvolut ist mir nicht bekannt.“
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/fall-mollath-richter-ignorierte-beweismittel-1.1677499

    Diese Schrift hat mittlerweile laut Medienberichten zu 19 Verfahren wegen Steuerhinterziehung geführt.

  271. Sweeper
    12. Juli 2013, 20:26 | #271

    @ErpelderNacht:

    Am 15.6.2005 meldet sich der Rechtsanswalt Dolmány beim Amtsgericht Nürnberg und stellt einen „Antrag auf Entbindung als Pflichtverteidiger“, den er wie folgt begründet:
    „In Sachen Mollath Gustl Ferdinand wegenKörperverletzung
    beantrage ich die Entbindung als Pflichtverteidiger des Angeklagten. Der Angeklagte hat bis heute noch nie Rücksprache genommen mit dem Unterfertigten. Der Angeklagte misstraut offensichtlich dem Unterfertigten und hat ihm gegenüber auch mitgeteilt, dass er einen Wahlverteidiger habe. Vor einigen Wochen, erinnerlich an einem Freitag-Abend gegen 20.30 Uhr, wollte der Angeklagte Zutritt zu den Kanzleiräumen des Unterfertigtensich verschaffen. Er klingelte. Unterfertigter, der alleine in der Kanzlei noch arbeitete, öffnete die Türe nicht, sondern sprach durch die Türe hindurch und fragte, was der Angeklagte wolle. Er teilte mir mit, dass er nur heute in Nürnberg sei und mit dem Unterfertigten reden wolle. Unterfertigter bat ihn, sich einen Termin telefonisch geben zu lassen. Sprechzeiten an einem Freitag-Abend um 20.30 Uhr gäbe es nicht. Daraufhin trommelte der Angeklagte mit seinen Fäusten auf die Eingangstür. Unterfertigter hatte Angst, die Kanzlei zu verlassen und wartete dann noch über eine Stunde, bis er die Kanzlei verließ.

    Sag ich ja:
    er hatte einen Wahlverteidiger. Zusätzlich war er dreist, wollte Dolmany auf einmal sofort sprechen und randalierte ausdauernd vor dessen Kanzleitür.
    Ein ganz normales, gesundes Verhalten.

  272. ErpelderNacht
    12. Juli 2013, 20:44 | #272

    Sweeper :@ErpelderNacht:

    Am 15.6.2005 meldet sich der Rechtsanswalt Dolmány beim Amtsgericht Nürnberg und stellt einen „Antrag auf Entbindung als Pflichtverteidiger“, den er wie folgt begründet: „In Sachen Mollath Gustl Ferdinand wegenKörperverletzung beantrage ich die Entbindung als Pflichtverteidiger des Angeklagten. Der Angeklagte hat bis heute noch nie Rücksprache genommen mit dem Unterfertigten. Der Angeklagte misstraut offensichtlich dem Unterfertigten und hat ihm gegenüber auch mitgeteilt, dass er einen Wahlverteidiger habe. Vor einigen Wochen, erinnerlich an einem Freitag-Abend gegen 20.30 Uhr, wollte der Angeklagte Zutritt zu den Kanzleiräumen des Unterfertigtensich verschaffen. Er klingelte. Unterfertigter, der alleine in der Kanzlei noch arbeitete, öffnete die Türe nicht, sondern sprach durch die Türe hindurch und fragte, was der Angeklagte wolle. Er teilte mir mit, dass er nur heute in Nürnberg sei und mit dem Unterfertigten reden wolle. Unterfertigter bat ihn, sich einen Termin telefonisch geben zu lassen. Sprechzeiten an einem Freitag-Abend um 20.30 Uhr gäbe es nicht. Daraufhin trommelte der Angeklagte mit seinen Fäusten auf die Eingangstür. Unterfertigter hatte Angst, die Kanzlei zu verlassen und wartete dann noch über eine Stunde, bis er die Kanzlei verließ.

    Sag ich ja: er hatte einen Wahlverteidiger. Zusätzlich war er dreist, wollte Dolmany auf einmal sofort sprechen und randalierte ausdauernd vor dessen Kanzleitür. Ein ganz normales, gesundes Verhalten.

    Ja watt denn nun? Hatte er einen Wahlverteidiger oder nicht, als er zwangspsychiatrisiert 2006 wurde?

  273. Groucho
    12. Juli 2013, 20:51 | #273

    ErpelderNacht :

    pelacani :

    ErpelderNacht :Hast Du den Ausgangsartikel geschrieben? Sorry, aber der hat keine nachvollziehbare Botschaft.

    Nein, das war ich. Und wenn er keine nachvollziehbare Botschaft hat, warum dann der ganze Rumor in den Kommentaren?

    Weil er keine nachbollziehbare Botschaft hat.

    Also, ich fand ihn ganz gut. Weil er zur Besonnenheit mahnt. Anscheinend stört das einige Kommentatoren, da sie sowas als komlpette Verharmlosung empfinden, weil ja eh klar ist, dass Mollath mindestens ein Opfer des Großkapitals ist, unterstützt von den willfährigen Schergen der Justiz und Psychiatrie. Anders kann es ja gar nicht sein, oder?

  274. ErpelderNacht
    12. Juli 2013, 22:27 | #274

    Sweeper :@ErpelderNacht:

    Am 15.6.2005 meldet sich der Rechtsanswalt Dolmány beim Amtsgericht Nürnberg und stellt einen „Antrag auf Entbindung als Pflichtverteidiger“, den er wie folgt begründet: „In Sachen Mollath Gustl Ferdinand wegenKörperverletzung beantrage ich die Entbindung als Pflichtverteidiger des Angeklagten. Der Angeklagte hat bis heute noch nie Rücksprache genommen mit dem Unterfertigten. Der Angeklagte misstraut offensichtlich dem Unterfertigten und hat ihm gegenüber auch mitgeteilt, dass er einen Wahlverteidiger habe. Vor einigen Wochen, erinnerlich an einem Freitag-Abend gegen 20.30 Uhr, wollte der Angeklagte Zutritt zu den Kanzleiräumen des Unterfertigtensich verschaffen. Er klingelte. Unterfertigter, der alleine in der Kanzlei noch arbeitete, öffnete die Türe nicht, sondern sprach durch die Türe hindurch und fragte, was der Angeklagte wolle. Er teilte mir mit, dass er nur heute in Nürnberg sei und mit dem Unterfertigten reden wolle. Unterfertigter bat ihn, sich einen Termin telefonisch geben zu lassen. Sprechzeiten an einem Freitag-Abend um 20.30 Uhr gäbe es nicht. Daraufhin trommelte der Angeklagte mit seinen Fäusten auf die Eingangstür. Unterfertigter hatte Angst, die Kanzlei zu verlassen und wartete dann noch über eine Stunde, bis er die Kanzlei verließ.

    Sag ich ja: er hatte einen Wahlverteidiger. Zusätzlich war er dreist, wollte Dolmany auf einmal sofort sprechen und randalierte ausdauernd vor dessen Kanzleitür. Ein ganz normales, gesundes Verhalten.

    Was mir grad auffällt:

    Aus “ Unterfertigter bat ihn, sich einen Termin telefonisch geben zu lassen. Sprechzeiten an einem Freitag-Abend um 20.30 Uhr gäbe es nicht. Daraufhin trommelte der Angeklagte mit seinen Fäusten auf die Eingangstür. Unterfertigter hatte Angst, die Kanzlei zu verlassen und wartete dann noch über eine Stunde, bis er die Kanzlei verließ.“
    machst Du
    Zusätzlich war er dreist, wollte Dolmany auf einmal sofort sprechen und randalierte ausdauernd vor dessen Kanzleitür.

    Woher hast Du das „ausdauernd“?

  275. ErpelderNacht
    12. Juli 2013, 22:54 | #275

    Groucho :

    ErpelderNacht :

    pelacani :

    ErpelderNacht :Hast Du den Ausgangsartikel geschrieben? Sorry, aber der hat keine nachvollziehbare Botschaft.

    Nein, das war ich. Und wenn er keine nachvollziehbare Botschaft hat, warum dann der ganze Rumor in den Kommentaren?

    Weil er keine nachbollziehbare Botschaft hat.

    Also, ich fand ihn ganz gut. Weil er zur Besonnenheit mahnt. Anscheinend stört das einige Kommentatoren, da sie sowas als komlpette Verharmlosung empfinden, weil ja eh klar ist, dass Mollath mindestens ein Opfer des Großkapitals ist, unterstützt von den willfährigen Schergen der Justiz und Psychiatrie. Anders kann es ja gar nicht sein, oder?

    Eine Verschwörungs-Verschwörungstheorie….

    Ich meine, es ist die Angst, daß es einen selber treffen kann, daß da ein Richter ist, der einen aus fadenscheinigen Gründen einfach so wegsperrt und Du kannst dich nicht dagegen werden.

  276. bayle
    13. Juli 2013, 02:12 | #276

    @ ErpelderNacht
    Diesen Aspekt haben wir noch nicht berührt, und er ist wichtig: die Abnormenschranke in uns und die Stigmatisierung psychisch Kranker. Hier werden Urängste mobilisiert.

  277. Groucho
    13. Juli 2013, 02:25 | #277

    bayle :

    @ ErpelderNacht
    Diesen Aspekt haben wir noch nicht berührt, und er ist wichtig: die Abnormenschranke in uns und die Stigmatisierung psychisch Kranker. Hier werden Urängste mobilisiert.

    Kafka. Der Prozess.

  278. bayle
    13. Juli 2013, 05:56 | #278

    Groucho :

    bayle :@ ErpelderNacht Diesen Aspekt haben wir noch nicht berührt, und er ist wichtig: die Abnormenschranke in uns und die Stigmatisierung psychisch Kranker. Hier werden Urängste mobilisiert.

    Kafka. Der Prozess.

    Aber auch ein bisschen Angst vor Scheintod.

  279. Bernd Schneider
    13. Juli 2013, 09:13 | #279

    Freddy Kruger…….

  280. Bernd Schneider
    13. Juli 2013, 09:51 | #280

    Bernd Schneider :Freddy Kruger…….

    Krueger

  281. Sweeper
    13. Juli 2013, 14:04 | #281

    @ErpelderNacht:

    https://blog.psiram.com/2013/07/causa-mollath-verschworung-oder-wahn/#comment-26164
    Was mir grad auffällt:

    Aus ” Unterfertigter bat ihn, sich einen Termin telefonisch geben zu lassen. Sprechzeiten an einem Freitag-Abend um 20.30 Uhr gäbe es nicht. Daraufhin trommelte der Angeklagte mit seinen Fäusten auf die Eingangstür. Unterfertigter hatte Angst, die Kanzlei zu verlassen und wartete dann noch über eine Stunde, bis er die Kanzlei verließ.”
    machst Du
    Zusätzlich war er dreist, wollte Dolmany auf einmal sofort sprechen und randalierte ausdauernd vor dessen Kanzleitür.

    Woher hast Du das “ausdauernd”?

    Die Dreistigkeit leite ich aus Dolmanys Schilderung ab:

    … Der Angeklagte hat bis heute noch nie Rücksprache genommen mit dem Unterfertigten… Vor einigen Wochen, erinnerlich an einem Freitag-Abend gegen 20.30 Uhr, wollte der Angeklagte Zutritt zu den Kanzleiräumen des Unterfertigten sich verschaffen. Er klingelte…

    D.h.: Er hatte bis dato keine Terminvereinbarung getroffen, kam am Wochenende (Freitagabend) zufällig aufs Geratewohl vorbei:

    Er teilte mir mit, dass er nur heute in Nürnberg sei und mit dem Unterfertigten reden wolle.

    und erwartete, dass Dolmany spontan Zeit für ihn hat. Das nenne ich schon dreist und unangemessen.
    Statt sich mit Dolmanys Angebot zufrieden zu geben:

    Unterfertigter bat ihn, sich einen Termin telefonisch geben zu lassen. Sprechzeiten an einem Freitag-Abend um 20.30 Uhr gäbe es nicht

    kriegte Mollath offenbar einen Rappel:

    Daraufhin trommelte der Angeklagte mit seinen Fäusten auf die Eingangstür.

    Das „ausdauernd“ folgere ich aus dem Satz:

    Unterfertigter hatte Angst, die Kanzlei zu verlassen und wartete dann noch über eine Stunde, bis er die Kanzlei verließ.
    M.a.W.: er wird so lange gewartet haben, bis er sicher sein konnte, dass Mollath tatsächlich abgezogen war – also bis der Lärm vor der Tür definitiv verstummt war. Die Wartezeit betrug über eine Stunde…

    Wie gesagt: ich bin gespannt darauf, wie Dolmany den Vorfall dereinst vor Gericht im Detail schildern wird. Und ebenso gespannt bin ich auf die Information, warum der Wahlanwalt Ophoff sein Mandat kurz vor der Verhandlung zurückgab.

  282. ErpelderNacht
    13. Juli 2013, 15:07 | #282

    Sweeper :@ErpelderNacht:

    https://blog.psiram.com/2013/07/causa-mollath-verschworung-oder-wahn/#comment-26164 Was mir grad auffällt:Aus ” Unterfertigter bat ihn, sich einen Termin telefonisch geben zu lassen. Sprechzeiten an einem Freitag-Abend um 20.30 Uhr gäbe es nicht. Daraufhin trommelte der Angeklagte mit seinen Fäusten auf die Eingangstür. Unterfertigter hatte Angst, die Kanzlei zu verlassen und wartete dann noch über eine Stunde, bis er die Kanzlei verließ.” machst Du Zusätzlich war er dreist, wollte Dolmany auf einmal sofort sprechen und randalierte ausdauernd vor dessen Kanzleitür.Woher hast Du das “ausdauernd”?

    Die Dreistigkeit leite ich aus Dolmanys Schilderung ab:

    … Der Angeklagte hat bis heute noch nie Rücksprache genommen mit dem Unterfertigten… Vor einigen Wochen, erinnerlich an einem Freitag-Abend gegen 20.30 Uhr, wollte der Angeklagte Zutritt zu den Kanzleiräumen des Unterfertigten sich verschaffen. Er klingelte…

    D.h.: Er hatte bis dato keine Terminvereinbarung getroffen, kam am Wochenende (Freitagabend) zufällig aufs Geratewohl vorbei:

    Er teilte mir mit, dass er nur heute in Nürnberg sei und mit dem Unterfertigten reden wolle.

    und erwartete, dass Dolmany spontan Zeit für ihn hat. Das nenne ich schon dreist und unangemessen. Statt sich mit Dolmanys Angebot zufrieden zu geben:

    Unterfertigter bat ihn, sich einen Termin telefonisch geben zu lassen. Sprechzeiten an einem Freitag-Abend um 20.30 Uhr gäbe es nicht

    kriegte Mollath offenbar einen Rappel:

    Daraufhin trommelte der Angeklagte mit seinen Fäusten auf die Eingangstür.

    Das “ausdauernd” folgere ich aus dem Satz:

    Unterfertigter hatte Angst, die Kanzlei zu verlassen und wartete dann noch über eine Stunde, bis er die Kanzlei verließ. M.a.W.: er wird so lange gewartet haben, bis er sicher sein konnte, dass Mollath tatsächlich abgezogen war – also bis der Lärm vor der Tür definitiv verstummt war. Die Wartezeit betrug über eine Stunde…Wie gesagt: ich bin gespannt darauf, wie Dolmany den Vorfall dereinst vor Gericht im Detail schildern wird. Und ebenso gespannt bin ich auf die Information, warum der Wahlanwalt Ophoff sein Mandat kurz vor der Verhandlung zurückgab.

    Moin,

    hier kann man nochmal den Dolmany auf Video über diesen Vorfall hören:
    http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kontrovers/130515-kontrovers-mollath-100.html <—ab Minute Zwei und zehn Sekunden…

    Klingt in meinen Ohren ganz anders, wie im Urteil verkündet, und wie eine ausdauernde einstündige Randale schon gar nicht.

    Daß das nicht klug von Mollath war, da stimme ich dir zu. Aber daß Dolmany aus Angst noch eine Stunde nach dem Vorfall in seinem Büro blieb, dafür kann Mollath nichts, das war Dolmanys Entscheidung.

    Er bekam als Pflichtverteidiger einen von Psychiatrisierung bedrohten Mandanten zugewiesen. Den hatte er sich nicht ausgesucht, den kannte er ja noch nicht. Daß er erstmal vorsichtig war, das verstehe ich schon.

    Dolmany wollte entbunden werden.
    Nur der Richter Brixner ließ ihn nicht.

    Wie bewertest Du diesen Sachverhalt?
    Die Nichtentbindung?

  283. Sweeper
    13. Juli 2013, 16:19 | #283

    …Daß das nicht klug von Mollath war, da stimme ich dir zu. Aber daß Dolmany aus Angst noch eine Stunde nach dem Vorfall in seinem Büro blieb, dafür kann Mollath nichts, das war Dolmanys Entscheidung.

    Wenn einer sich gewaltsam aufführt, dann kann er nichts dafür, dass der andere eingeschüchtert ist und Angst hat?
    Verkehrte Welt, würde ich sagen.

    Er bekam als Pflichtverteidiger einen von Psychiatrisierung bedrohten Mandanten zugewiesen. Den hatte er sich nicht ausgesucht, den kannte er ja noch nicht. Daß er erstmal vorsichtig war, das verstehe ich schon.

    Zumal Mollath wohl in der irrigen Vorstellung lebte, dass sein Verteidiger ihm quasi jederzeit zur Verfügung stehen müsse, – er selbst hat aber wohl nicht viel dazu getan, aktiv um Termine anzusuchen. (Meine Interpretation einiger schriftlicher Mollath-Statements)

    Dolmany wollte entbunden werden.
    Nur der Richter Brixner ließ ihn nicht.

    Wie bewertest Du diesen Sachverhalt?
    Die Nichtentbindung?

    Keine Ahnung.
    Rein theoretisch könnte es auch so gewesen sein (die Informationen fehlen ja leider), dass alle Beteiligten bis kurz vor der Verhandlung davon ausgegangen sind, dass es den RA Ophoff als Mollaths Wahlverteidiger ja gibt und dass dieser die Verteidigung übernimmt.
    Ob der allerdings überhaupt von seinem „Glück“ wusste??
    Ich halte es auch für denkbar, dass Mollath – bei all seinen schriftlichen Eingaben – vergessen hat, Ophoff selbst rechtzeitig über die Verhandlung zu informieren und dass Ophoff dann entsprechend kurzfristig das Handtuch warf und Brixner doch Dolmany „in die Pflicht“ nahm – notgedrungen sozusagen.
    Das ist aber reine Spekulation meinerseits.
    Hier gibt es einen völligen blinden Fleck bei sonst umfangreichen Informationen.

  284. ErpelderNacht
    13. Juli 2013, 21:31 | #284

    Sweeper :

    …Daß das nicht klug von Mollath war, da stimme ich dir zu. Aber daß Dolmany aus Angst noch eine Stunde nach dem Vorfall in seinem Büro blieb, dafür kann Mollath nichts, das war Dolmanys Entscheidung.

    Wenn einer sich gewaltsam aufführt, dann kann er nichts dafür, dass der andere eingeschüchtert ist und Angst hat? Verkehrte Welt, würde ich sagen.

    Er bekam als Pflichtverteidiger einen von Psychiatrisierung bedrohten Mandanten zugewiesen. Den hatte er sich nicht ausgesucht, den kannte er ja noch nicht. Daß er erstmal vorsichtig war, das verstehe ich schon.

    Zumal Mollath wohl in der irrigen Vorstellung lebte, dass sein Verteidiger ihm quasi jederzeit zur Verfügung stehen müsse, – er selbst hat aber wohl nicht viel dazu getan, aktiv um Termine anzusuchen. (Meine Interpretation einiger schriftlicher Mollath-Statements)

    Dolmany wollte entbunden werden. Nur der Richter Brixner ließ ihn nicht.Wie bewertest Du diesen Sachverhalt? Die Nichtentbindung?

    Keine Ahnung. Rein theoretisch könnte es auch so gewesen sein (die Informationen fehlen ja leider), dass alle Beteiligten bis kurz vor der Verhandlung davon ausgegangen sind, dass es den RA Ophoff als Mollaths Wahlverteidiger ja gibt und dass dieser die Verteidigung übernimmt. Ob der allerdings überhaupt von seinem “Glück” wusste?? Ich halte es auch für denkbar, dass Mollath – bei all seinen schriftlichen Eingaben – vergessen hat, Ophoff selbst rechtzeitig über die Verhandlung zu informieren und dass Ophoff dann entsprechend kurzfristig das Handtuch warf und Brixner doch Dolmany “in die Pflicht” nahm – notgedrungen sozusagen. Das ist aber reine Spekulation meinerseits. Hier gibt es einen völligen blinden Fleck bei sonst umfangreichen Informationen.

    Ich sehe schon, wir kommen auf keinen gemeinsamen Nenner 😉

    Ich hab im Gabriele Wolff Blog nachgefragt; Ophoff legte sein Mandat am 28.03.2013 nieder.
    http://gabrielewolff.wordpress.com/2013/07/06/der-fall-mollath-das-endspiel/comment-page-2/#comment-15790

    Das waren vier Monate vor der eintägigen Verhandlung.

    Währenddessen war er in der in der Hochsicherheits-Forensik in Straubing verräumt, er wurde entmündigt (unter „Betreuung gestellt“), und sein Betreuer verkaufte ihm sein Haus unter seinem Arsch weg. Wie hätte er da einen anderen Anwalt finden können?

    Gekauft hat es übrigens die Exfrau.

    Beleg:
    http://www.gustl-for-help.de/chronos.html <—ab Punkt 75…

  285. bayle
    13. Juli 2013, 21:58 | #285

    ErpelderNacht :Währenddessen war er in der in der Hochsicherheits-Forensik in Straubing verräumt, er wurde entmündigt (unter “Betreuung gestellt”), und sein Betreuer verkaufte ihm sein Haus unter seinem Arsch weg. Wie hätte er da einen anderen Anwalt finden können?Gekauft hat es übrigens die Exfrau.Beleg: http://www.gustl-for-help.de/chronos.html <—ab Punkt 75…

    Über die Raffgier von Frau M. liest man übrigens auch:

    Folgt man ihrer Erzählung, so lässt sie im Mai 2002 einen Mann in einem vermüllten
    Haus zurück. Kein Jahr sei vergangen, ohne dass er einen Rechtsstreit führte. Überall hätten sich seine Beweismittel für alles Mögliche getürmt: einen Wasserschaden, die strittige Lackierung eines Ferraris, den Hunger in der Welt. Zum Essen hätten sie den Bügeltisch aufgeklappt. „Wenn ich aus der Bank kam, saß er bei runtergelassenen Rollos vor dem Fernseher, sah immer nur Kriegsnachrichten, nächtelang. Dann kriegte er seinen Trulli: Die Welt war schlecht, ich war schlecht, und dann ging es los.“

    Sie macht Karriere bei der Bank, finanziert das gemeinsame Leben. Er restauriert Oldtimer, doch das Geschäft läuft nie. Bis zum Jahr 2000 steckt Petra Mollath laut Gerichtsurteilen umgerechnet 210 000 Euro in seine Firma, als sie damit aufhört, muss er dichtmachen. Bei
    der Trennung ist er hoch verschuldet.
    [B. Lakotta „Ich trete aus dem Rechtsstaat aus“, DER SPIEGEL 27/2013, S 40ff]

    Frau Lakotta ist, so scheint es, die derzeit bestgehasste Journalistin der Bunderepublik.

  286. Sweeper
    14. Juli 2013, 09:46 | #286

    @ErpelderNacht:

    Vielen Dank für den Hinweis.
    Nach genauer Durchsicht der Kommentarspalte fand ich die dazu gehörige Quelle auch hier in #70:
    https://blog.psiram.com/2013/07/causa-mollath-verschworung-oder-wahn/#comment-25916

    Unklar bleibt aber – und das geht auch aus dem Strate-doc nicht hervor, <i<warum Ophoff plötzlich sein Mandat niederlegte.
    Dolmany hingegen (und die Staatsanwaltschaft) muss davon ausgegangen sein, dass Mollaths Wunschanwalt (und damit primär zuständig)Ophoff war und blieb. Dies geht auch aus dem WA-Antrag hervor – S. 5 unten:
    „Zustellung der Anklage und des Verbindungsbeschlusses an Ophoff; Mitteilung darüber an Dolmany“ sowie lediglich „Mitteilung“ an Mollath selbst mit dem Zusatz: „Zur Unterrichtung; die Zustellung erfolgt an Ihren Verteidiger“ – also an RA Ophoff.

    Nachdem RA Strate ja für seinen WA-Antrag ausgiebig Einsicht in die Strafakten hatte, wundert es mich, dass er sich hinsichtlich RA Ophoff bzw dessen kuzfristiger Mandatsniederlegung mit einem kurzen Vermerk begnügt. Hier wäre doch nun gerade weitere Recherche/ Information nötig gewesen.

  287. Sweeper
    14. Juli 2013, 10:35 | #287

    @ErpelderNacht:

    Nachtrag zu

    Das waren vier Monate vor der eintägigen Verhandlung.

    Währenddessen war er in der in der Hochsicherheits-Forensik in Straubing verräumt, er wurde entmündigt (unter “Betreuung gestellt”), und sein Betreuer verkaufte ihm sein Haus unter seinem Arsch weg. Wie hätte er da einen anderen Anwalt finden können?

    Offiziell zuständig für Mollaths Verteidigung war RA Ophoff von dem Tag, an dem er die Zustellung der Anklage und des Verbindungsbeschlusses erhielt (lt WA-Antrag Strate S.5 erging diese am 14.10.2005) bis zur Niederlegung des Mandats am 28.03. 2006 (WA-Antrag S.7). Alles was in diesem Zeitraum geschah, fällt demnach in Ophoffs Mandat:

    etwa der Unterbringungsbefehl vom 17.03. 2006, gegen den Mollath „handschriftlich Einspruch einlegte“.
    War dies vielleicht eigenmächtig ohne Rücksprache mit RA Ophoff geschehen – und womöglich unter Verwendung von Formulierungen, die aus Sicht des Verteidigers eher kontraproduktiv waren? – Hier können wir nur spekulieren … die WA wird es zeigen.

    Interessantes Detail:
    Am 22.03.2006 erging der Bescheid, dass die Anhörung auf den 31.03. 2006 terminiert sei.
    Am 28.03 2006 – also sehr kurzfristig (was war der Grund?) – legte Ophoff das Mandat nieder; am 31.03. erfolgte die Anhörung.

  288. ErpelderNacht
    14. Juli 2013, 11:10 | #288

    Sweeper :@ErpelderNacht:Nachtrag zu

    Das waren vier Monate vor der eintägigen Verhandlung.Währenddessen war er in der in der Hochsicherheits-Forensik in Straubing verräumt, er wurde entmündigt (unter “Betreuung gestellt”), und sein Betreuer verkaufte ihm sein Haus unter seinem Arsch weg. Wie hätte er da einen anderen Anwalt finden können?

    Offiziell zuständig für Mollaths Verteidigung war RA Ophoff von dem Tag, an dem er die Zustellung der Anklage und des Verbindungsbeschlusses erhielt (lt WA-Antrag Strate S.5 erging diese am 14.10.2005) bis zur Niederlegung des Mandats am 28.03. 2006 (WA-Antrag S.7). Alles was in diesem Zeitraum geschah, fällt demnach in Ophoffs Mandat:etwa der Unterbringungsbefehl vom 17.03. 2006, gegen den Mollath “handschriftlich Einspruch einlegte”. War dies vielleicht eigenmächtig ohne Rücksprache mit RA Ophoff geschehen – und womöglich unter Verwendung von Formulierungen, die aus Sicht des Verteidigers eher kontraproduktiv waren? – Hier können wir nur spekulieren … die WA wird es zeigen.Interessantes Detail: Am 22.03.2006 erging der Bescheid, dass die Anhörung auf den 31.03. 2006 terminiert sei. Am 28.03 2006 – also sehr kurzfristig (was war der Grund?) – legte Ophoff das Mandat nieder; am 31.03. erfolgte die Anhörung.

    Moin,

    Du wirst noch auf viel mehr Ungereimtheiten kommen.
    Der Fall Mollath ist voll davon.

    Das Niederlegen des Mandats durch Ophoff ist nur eine winzig kleine Nebensache.
    Sobald man sich in den Fall einliest, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus.

    Und irgendwann bekommt man den Eindruck, daß Gustl Mollath – seine Unschuld unterstellt, an der ich keinen Zweifel habe – keine Chance hatte.

    Gruß, EdN

  289. Sweeper
    14. Juli 2013, 11:24 | #289

    @ErpelderNacht:

    Das Niederlegen des Mandats durch Ophoff ist nur eine winzig kleine Nebensache.

    Oder ein weiterer Hinweis auf Mollaths damals offenbar blühende querulatorische Symptomatik… der u.U. kein Verteidiger gewachsen war…

    Es fällt im Strate-doc auf, dass Dolmany – obwohl er zeitweise offiziell gar nicht zuständig war und auch nicht von offizieller Seite informiert wurde (z.B. über den Termin zur Eröffnung des Unterbringungsbefehls – S. 6 unten) immer wieder nachfragt, ob mit seiner Pflichtverteidigung tatsächlich noch gerechnet wird. In dieser Hinsicht hat er sich sehr korrekt verhalten.

    Dass es Ungereimtheiten auf Seiten der Justiz gibt: kein Zweifel!
    Aber ob hinter den spekulativen Deutungen (bei de facto Unkenntnis der Strafakten) nicht manchmal ganz banale Tatsachen, Irrtümer, stehen? – Die Wiederaufnahme wird es zeigen. Ich hoffe, es kommt tatsächlich dazu!

  290. Joachim Bode
    14. Juli 2013, 11:29 | #290

    @ Sarkastiker
    Die erste Voraussetzung für Kommentare im aufklärerischen Bereich (was sich dieses Forum offensichtlich als Voraussetzung genommen hat), ist ein Minimum an Sachkenntnis, was bei nicht wenigen Kommentatoren fehlt. Da wird einfach behauptet und verdreht, ohne von der Faktenlage auch nur wenig berührt zu sein. Das macht die Diskussion unerfreulich, fast nutzlos und überflüssig. Dabei gibt die Quellenlage (Urkunden) genug her, um auf höchstem Kenntnis-Niveau dieskutieren zu können. Aber oft ist das Kopf-in-den-Sand-Stecken bequemer, man kann dann auch – ungetrübt von Sachkenntnis – besser über andere herziehen mit der Behauptung, die hätten ja keine Ahnung….. Frau Lakotta gehört übrigens auch zu dieser Gruppe. Wer es wirklich will, kommt dieser Frau relativ schnell auf die Schliche.

  291. bayle
    14. Juli 2013, 11:45 | #291

    ErpelderNacht : seine Unschuld unterstellt, an der ich keinen Zweifel habe

    Roma locuta, Causa finita est. Weitere Diskussion ist dann ja überflüssig. Ich darf dann auch mal Popper zitieren:

    Im Augenblick betrachten wir nur allgemeine Theorien.
    Zu diesen kann man zwei wichtige Haltungen einnehmen, die wir beachten müssen:
    (a) Die Haltung des unkritischen Verifikationisten: Man sucht nach ‚Verifikationen‘, ‚Bestätigungen‘ oder ‚Instantiationen‘ und für gewöhnlich findet man sie. jede beobachtete ‚Instanz‘ einer Theorie hält man für eine ‚Bestätigung‘ der Theorie.
    (b) Die kritische oder falsifikationistische Haltung …
    [K. Popper, Realismus und das Ziel der Wissenschaft, S. 271f]

  292. bayle
    14. Juli 2013, 11:58 | #292

    @ Joachim Bode
    Ich wäre Dir verbunden, wenn Du Deine Kritik auch nur eine Spur konkreter, am Beispiel, formulieren könntest. Ich gebe zu, dass ich am meisten von Einwänden genervt bin, die nichts als Stimmung transportieren.
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142822#msg142822

  293. ErpelderNacht
    14. Juli 2013, 12:46 | #293

    Sweeper :@ErpelderNacht:

    Das Niederlegen des Mandats durch Ophoff ist nur eine winzig kleine Nebensache.

    Oder ein weiterer Hinweis auf Mollaths damals offenbar blühende querulatorische Symptomatik… der u.U. kein Verteidiger gewachsen war…Es fällt im Strate-doc auf, dass Dolmany – obwohl er zeitweise offiziell gar nicht zuständig war und auch nicht von offizieller Seite informiert wurde (z.B. über den Termin zur Eröffnung des Unterbringungsbefehls – S. 6 unten) immer wieder nachfragt, ob mit seiner Pflichtverteidigung tatsächlich noch gerechnet wird. In dieser Hinsicht hat er sich sehr korrekt verhalten.Dass es Ungereimtheiten auf Seiten der Justiz gibt: kein Zweifel! Aber ob hinter den spekulativen Deutungen (bei de facto Unkenntnis der Strafakten) nicht manchmal ganz banale Tatsachen, Irrtümer, stehen? – Die Wiederaufnahme wird es zeigen. Ich hoffe, es kommt tatsächlich dazu!

    Den letzten Satz unterschreibe ich mit 😉

  294. Sweeper
    14. Juli 2013, 13:38 | #294

    @ErpelderNacht:

    Dass es Ungereimtheiten auf Seiten der Justiz gibt: kein Zweifel! Aber ob hinter den spekulativen Deutungen (bei de facto Unkenntnis der Strafakten) nicht manchmal ganz banale Tatsachen, Irrtümer, stehen? – Die Wiederaufnahme wird es zeigen. Ich hoffe, es kommt tatsächlich dazu!

    Den letzten Satz unterschreibe ich mit 😉

    Allerdings ist der Gedanke nicht abwegig, dass für Gustl Mollath selbst ein neues Verfahren zum persönlichen Desaster führen könnte:
    es bietet alle Chancen, dass sein querulatorisches Verhalten wieder angetriggert wird – mit allen Verwicklungen, die das nach sich ziehen könnte…:

    …Einzelne Querulanten sind nicht so geartet, daß sie endlos denselben Gedanken zwangsmäßig wälzen müssen, sondern können sich mit der Zeit bis zu einem gewissen Grade zu beruhigen. Aber wenn sie darauf durch ein neues ähnliches Erlebnis aufgescheucht werden, stürzen sie sofort von neuem in den Kampf. Diese Naturen bringen es fertig, ihr ganzes Leben hindurch mit den allerverschiedensten Personen die mannigfachsten Rechtshändel auszutragen und frisch anzugreifen, die untereinander kaum etwas zu tun haben. Allein völlig erledigt sind darum die alten Dinge für solche Streitfexe doch nicht. Gelegentlich kommen sie immer wieder auf die verflossenen Streitfragen zurück und vermengen sie mit den neuen, sei es, daß sie gewaltsame Verknüpfungen vermittels ihrer überlebendigen Phantasie herstellen und wahnhaft ausspinnen, sei es, daß tatsächlich eine Figur aus dem alten Kampffeld zufällig in dem neuen mitauftaucht und die Erinnerungen herausfordert…

    Hinweise zur Quelle des Textes (noch unveröffentlicht; Vorabdruck) im Psiram-Forum:
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142971#msg142971

  295. ErpelderNacht
    14. Juli 2013, 16:11 | #295

    Sweeper :@ErpelderNacht:

    Dass es Ungereimtheiten auf Seiten der Justiz gibt: kein Zweifel! Aber ob hinter den spekulativen Deutungen (bei de facto Unkenntnis der Strafakten) nicht manchmal ganz banale Tatsachen, Irrtümer, stehen? – Die Wiederaufnahme wird es zeigen. Ich hoffe, es kommt tatsächlich dazu!

    Den letzten Satz unterschreibe ich mit

    Allerdings ist der Gedanke nicht abwegig, dass für Gustl Mollath selbst ein neues Verfahren zum persönlichen Desaster führen könnte: es bietet alle Chancen, dass sein querulatorisches Verhalten wieder angetriggert wird – mit allen Verwicklungen, die das nach sich ziehen könnte…:

    …Einzelne Querulanten sind nicht so geartet, daß sie endlos denselben Gedanken zwangsmäßig wälzen müssen, sondern können sich mit der Zeit bis zu einem gewissen Grade zu beruhigen. Aber wenn sie darauf durch ein neues ähnliches Erlebnis aufgescheucht werden, stürzen sie sofort von neuem in den Kampf. Diese Naturen bringen es fertig, ihr ganzes Leben hindurch mit den allerverschiedensten Personen die mannigfachsten Rechtshändel auszutragen und frisch anzugreifen, die untereinander kaum etwas zu tun haben. Allein völlig erledigt sind darum die alten Dinge für solche Streitfexe doch nicht. Gelegentlich kommen sie immer wieder auf die verflossenen Streitfragen zurück und vermengen sie mit den neuen, sei es, daß sie gewaltsame Verknüpfungen vermittels ihrer überlebendigen Phantasie herstellen und wahnhaft ausspinnen, sei es, daß tatsächlich eine Figur aus dem alten Kampffeld zufällig in dem neuen mitauftaucht und die Erinnerungen herausfordert…

    Hinweise zur Quelle des Textes (noch unveröffentlicht; Vorabdruck) im Psiram-Forum: https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142971#msg142971

    Ich schrieb ja schon, daß ich Mollath für unschuldig halte und ich glaube, daß er die ihm vorgeworfenen Anlaßtaten nicht begangen hat.

    Und da ist es unerheblich, ob er wahnsinnig ist oder nicht.
    Wahnsinn ist nicht verboten.

    Gruß, EdN

  296. Sweeper
    14. Juli 2013, 16:13 | #296

    @ErpelderNacht:

    Um dir zu veranschaulichen, warum die Frage nach dem Mandat von RA Ophoff sehr wohl eine wichtige Rolle spielt (die von RA Strate seltsamer Weise nicht beachtet wird…), sei auf Folgendes hingewiesen:
    Seit heute, 14.07.2013, gibt es ein brandaktuelles Schriftstück von RA Strate:

    http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-LG-Regensburg-2013-07-14.pdf

    Darin geht es um angebliche Ungereimtheiten in den Aussagen der Petra M., die sich auf die Räumung des Hauses und das Auffinden eines Attestes beziehen. Über den fraglichen Zeitraum schreibt Strate aktuell:

    …Da Gustl Mollath seit dem 27.2.2006 untergebracht war und nicht beobachten konnte, was mit seinem Haus und seiner Habe währenddessen geschah, konnte er diesem Vortrag nicht substantiiert entgegentreten…

    Falsch:
    zu diesem Datum war RA Ophoff noch Wahlverteidiger und hätte sich im Auftrag Mollaths der Sache annehmen können.

  297. pelacani
    14. Juli 2013, 16:20 | #297

    ErpelderNacht :

    Wahnsinn ist nicht verboten.

    Womit Du Dich in schönster Übereinstimmung mit dem Blog-Beitrag befindest. 😉

  298. Sweeper
    14. Juli 2013, 16:30 | #298

    @ErpelderNacht:

    Und da ist es unerheblich, ob er wahnsinnig ist oder nicht.
    Wahnsinn ist nicht verboten.

    Nein, aber das war auch nicht mein Punkt, oder?
    „Querulantenwahn“ ist auch etwas anderes als das Stereotyp „wahnsinnig“ suggeriert.
    Es geht ja momentan um die Frage, warum der Verteidiger, der Mollaths Vertrauen hatte – RA Ophoff – plötzlich (unmittelbar vor der Anhörung) das Handtuch warf.
    Um zu illustrieren, womit er bei Mollath rechnen musste, sei auf eine Textstelle aus einem gescannten Mollath-Doc verwiesen (S. 38), in der Mollath seine spezielle Version eines Gespräches mit RA Ophoff wiedergibt.
    Ehrlich gesagt: mit einem solchen Klienten wird man als Verteidiger nur unglücklich – da steht womöglich bei der Verhandlung eine spontane Aussage des eigenen Mandanten gegen die abgesprochene Verteidigungsstrategie.

  299. Joachim Bode
    14. Juli 2013, 17:18 | #299

    @ bayle
    Hier die gewünschte „Spur“ zweier Beispiele:

    Bereits im 3. Beitrag dieses Themas (6.7.13 19:20Uhr, von MagicGuitar) wird behauptet:

    1.
    „… weil mal ein Fehler unterläuft…“
    Die Wiederaufnahmeanträge von Staatsanwaltschaft und Verteidigung listen allein für das Urteil gegen Mollath auf mehr als 300 Seiten zahlreiche massivste Fehler auf, die jeder für sich allein haarsträubend sind. Zahllose weitere Fehler von Juristen und Sachverständigen vor und nach dem Urteil können ohne weiteres im Netz gefunden werden, zum größten Teil urkundlich belegt.

    2.
    „Mollath hat wahllos Leute des Betrugs verdächtigt…“
    Inzwischen – fast ein Jahrzehnt nach Mollaths „Verdächtigung“ – ermitteln Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung gegen rund 20 Leute, die Mollath angezeigt hat.
    Damals schon hat die HVB die Anzeige Mollaths bestätigt, soweit sie nachprüfbar war. Dies führte zu nicht unerheblichen Konsequenzen in der Bank.

    Weitere Beispiele sind problemlos möglich, aber ich habe wenig Lust, Leuten das Lesen beizubringen, die nicht lesen wollen.
    Mag jeder seine Lebenszeit so verschwenden, wie er lustig ist.

  300. Sweeper
    14. Juli 2013, 17:34 | #300

    Nachtrag zu #298:

    Um zu illustrieren, womit er bei Mollath rechnen musste, sei auf eine Textstelle aus einem gescannten Mollath-Doc verwiesen (S. 38), in der Mollath seine spezielle Version eines Gespräches mit RA Ophoff wiedergibt.

    Die fehlende Quelle ist
    http://www.gustl-for-help.de/download/2003-2005-Mollath-Dokumente.pdf

  301. ErpelderNacht
    14. Juli 2013, 17:43 | #301

    Sweeper :@ErpelderNacht:Um dir zu veranschaulichen, warum die Frage nach dem Mandat von RA Ophoff sehr wohl eine wichtige Rolle spielt (die von RA Strate seltsamer Weise nicht beachtet wird…), sei auf Folgendes hingewiesen: Seit heute, 14.07.2013, gibt es ein brandaktuelles Schriftstück von RA Strate:http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-LG-Regensburg-2013-07-14.pdfDarin geht es um angebliche Ungereimtheiten in den Aussagen der Petra M., die sich auf die Räumung des Hauses und das Auffinden eines Attestes beziehen. Über den fraglichen Zeitraum schreibt Strate aktuell:

    …Da Gustl Mollath seit dem 27.2.2006 untergebracht war und nicht beobachten konnte, was mit seinem Haus und seiner Habe währenddessen geschah, konnte er diesem Vortrag nicht substantiiert entgegentreten…

    Falsch: zu diesem Datum war RA Ophoff noch Wahlverteidiger und hätte sich im Auftrag Mollaths der Sache annehmen können.

    Ophoff war nur bis 28.03.2006, einem Dienstag, sein Verteidiger. Am folgenden Freitag, dem31.03. beschloß das Gericht, dass er weiterhin eingesperrt werden solle. Am 07.04..2006, genau eine Woche später, wurde er entmündigt.

    http://www.gustl-for-help.de/chronos.html#p81 <— #81 bis #84

    Sein Pflichtverteidiger rührte sich nicht und er konnte sich keinen neuen Anwalt suchen, schon alleine, weil er sich physikalisch nicht aus der Anstalt entfernen konnte und Brixner ihm einen anderen Pflichtverteidiger versagte.

    Was hätte er tun können?
    Wie hätte er sich effektiv wehren können?

  302. ErpelderNacht
    14. Juli 2013, 17:43 | #302

    pelacani :

    ErpelderNacht :Wahnsinn ist nicht verboten.

    Womit Du Dich in schönster Übereinstimmung mit dem Blog-Beitrag befindest.

    Jo! 😉

  303. ErpelderNacht
    14. Juli 2013, 17:51 | #303

    Sweeper :Nachtrag zu #298:

    Um zu illustrieren, womit er bei Mollath rechnen musste, sei auf eine Textstelle aus einem gescannten Mollath-Doc verwiesen (S. 38), in der Mollath seine spezielle Version eines Gespräches mit RA Ophoff wiedergibt.

    Die fehlende Quelle ist http://www.gustl-for-help.de/download/2003-2005-Mollath-Dokumente.pdf

    Ich weiß nicht, was Du damit sagen willst.

  304. echt?
    14. Juli 2013, 19:29 | #304

    Es ist egal, ob man mt einem Klienten „unglücklich“ wird. Wenn man danach gehen würde, hätte man seinen Beruf verfehlt. Wer sollte dann noch richtige Kriminelle, wie z.B. Mörder verteidigen?

  305. bayle
    14. Juli 2013, 20:16 | #305

    Joachim Bode :@ bayle Hier die gewünschte „Spur“ zweier Beispiele:Bereits im 3. Beitrag dieses Themas (6.7.13 19:20Uhr, von MagicGuitar) wird behauptet:

    Dann sag „Magic Guitar“ und nicht „was bei nicht wenigen Kommentatoren fehlt“

    Die Wiederaufnahmeanträge von Staatsanwaltschaft und Verteidigung listen allein für das Urteil gegen Mollath auf mehr als 300 Seiten zahlreiche massivste Fehler auf, die jeder für sich allein haarsträubend sind. Zahllose weitere Fehler von Juristen und Sachverständigen vor und nach dem Urteil können ohne weiteres im Netz gefunden werden, zum größten Teil urkundlich belegt.

    Die schiere Anzahl der Seiten, auf denen mögliche Fehler aufgelistet werden, sagt a priori gar nichts darüber, ob sie schwerwiegend sind. Ich bin nicht kompetent, über die Juristen zu urteilen, aber vgl. Post #55. Was die Sachverständigen angeht, vgl. Post #123 und Post #266. Kann sein, es hat Verfahrensfehler gegeben (sieht ganz danach aus), und kann sein, sie waren schwerwiegend. Noch sind es mutmaßliche Verfahrensfehler. Die Grundthese der Mollath-Verteidigung ist doch: Mollath wurde in die Psychiatrie gesperrt, weil er einen Schwarzgeldskandal aufgedeckt hat, und um diese Grundthese werden die Einzelheiten arrangiert. Ich halte diese These, so suggestiv sie auch vorgetragen wird, für nicht plausibel.

    … aber ich habe wenig Lust, Leuten das Lesen beizubringen, die nicht lesen wollen. Mag jeder seine Lebenszeit so verschwenden, wie er lustig ist.

    Geht mir genauso. Vor allem, weil noch zu ergänzen ist: nicht gläubig hinnehmen, sondern auch noch drüber nachdenken.

  306. Sweeper
    14. Juli 2013, 20:29 | #306

    @ErpelderNacht:

    Ich weiß nicht, was Du damit sagen willst.

    Hältst du es für plausibel, dass Herr Mollath in diesem Brief an Nerlich und Eberl vom 23.09.2004 ein authentisches Zitat von RA Ophoff wiedergibt?
    „Als RA Ophoff…hörte…, sagte er kreidebleich: ‚Die schrecken ja auch vor Mord nicht zurück!‘, sprang auf und wollte gehen…“…“Seien Sie doch froh,als ich Sie besuchte, hätten Sie doch auch blödgespritzt sein können…“ etc. (Es schließt sich Mollaths eigenwillige Darstellung von Wörthmüllers „Gefälligkeitsgutachten“ an – Wörthmüllers eigene Schilderung des Sachverhalts ist anderswo dokumentiert.)
    Bei Strate ist dokumentiert, dass Ophoff am 27.09. 2004 per Fax Beschwerde gegen die Beobachtung zur Vorbereitung eines forensischen Gutachtens einlegte.
    Es liegt nahe, dass es in den Strafakten noch weitere Unterlagen gibt, die über die genauen Einzelheiten der Aktivitäten des RA Ophoff bzw über die von ihm gewählten Begründungen Auskunft geben könnten. Vor allem wird er sein Mandat so kurz vor der Anhörung im März 2006 nicht ohne Begründung niedergelegt haben.
    Ich halte es zumindest denkbar, dass es im Vorfeld zu einer massiven Meinungsverschiedenheit zwischen Mollath und Ophoff gekommen ist, die letzteren (ähnlich wie seinerzeit Dolmany) schließlich dazu brachte, das Mandat zu beenden.

    Je länger ich es bedenke, um so mehr wundert es mich, dass sich RA Strate an dieser Stelle mit Informationen so zurückhält.
    Könnte ein Beweggrund dafür sein, dass andernfalls der öffentlich erweckte Eindruck von richterlicher Willkür (Brixner besteht auf Dolmany als Pflichtvereidiger) mit einem Fragezeichen versehen würde?

  307. bayle
    14. Juli 2013, 20:41 | #307

    @ echt?
    Und wenn der Mandant sich dauernd ins Knie schießt und schließlich behauptet, sein Anwalt stecke mit „denen“ unter einer Decke? So was soll es geben …

  308. ErpelderNacht
    14. Juli 2013, 21:58 | #308

    Sweeper :@ErpelderNacht:

    Ich weiß nicht, was Du damit sagen willst.

    Hältst du es für plausibel, dass Herr Mollath in diesem Brief an Nerlich und Eberl vom 23.09.2004 ein authentisches Zitat von RA Ophoff wiedergibt? “Als RA Ophoff…hörte…, sagte er kreidebleich: ‘Die schrecken ja auch vor Mord nicht zurück!’, sprang auf und wollte gehen…”…”Seien Sie doch froh,als ich Sie besuchte, hätten Sie doch auch blödgespritzt sein können…” etc. (Es schließt sich Mollaths eigenwillige Darstellung von Wörthmüllers “Gefälligkeitsgutachten” an – Wörthmüllers eigene Schilderung des Sachverhalts ist anderswo dokumentiert.) Bei Strate ist dokumentiert, dass Ophoff am 27.09. 2004 per Fax Beschwerde gegen die Beobachtung zur Vorbereitung eines forensischen Gutachtens einlegte. Es liegt nahe, dass es in den Strafakten noch weitere Unterlagen gibt, die über die genauen Einzelheiten der Aktivitäten des RA Ophoff bzw über die von ihm gewählten Begründungen Auskunft geben könnten. Vor allem wird er sein Mandat so kurz vor der Anhörung im März 2006 nicht ohne Begründung niedergelegt haben. Ich halte es zumindest denkbar, dass es im Vorfeld zu einer massiven Meinungsverschiedenheit zwischen Mollath und Ophoff gekommen ist, die letzteren (ähnlich wie seinerzeit Dolmany) schließlich dazu brachte, das Mandat zu beenden.Je länger ich es bedenke, um so mehr wundert es mich, dass sich RA Strate an dieser Stelle mit Informationen so zurückhält. Könnte ein Beweggrund dafür sein, dass andernfalls der öffentlich erweckte Eindruck von richterlicher Willkür (Brixner besteht auf Dolmany als Pflichtvereidiger) mit einem Fragezeichen versehen würde?

    Ja, ich halte die zitierte Begebenheit mit Ophoff durchaus für plausibel. Und das mit dem Gefälligkeitsgutachten durch Worthmüller wurde von ihm bestätigt, das ist einer der Wiederaufnahmegründe, die die Staatsanwaltschaft zitierte.
    Beleg:
    http://strate.net/de/dokumentation/Mollath-Wiederaufnahmeantrag-StA-Regensburg-2013-03-18.pdf
    ab Seite 89 „Wahnausweitung auf unbeteiligte Dritte“

    Das in der Verbindung bringen Worthmüllers mit den Schwarzgeldgeschäften war für Brixner im Urteil der Beleg, daß Mollath diesen „Schwarzgeld-Wahn“ auf Andere übertrug. Dabei hatte sich Worthmüller selber für befangen erklärt, und das mit der Verbindung zu seinem Nachbarn und den Schwarzgeldvorwürfen begründet.

    Der Rest ist Spekulation.

    Ich halte Mollath für geistig gesund, Du nicht.
    Da werden wir nicht übereinkommen.
    Da müssen wir mit leben.

    Gruß
    Erpel

  309. ErpelderNacht
    14. Juli 2013, 22:10 | #309

    @ Sweeper

    Nachtrag:
    Als ich damals Ende der 90er den Kriegsdienst fünf Jahre nach meinem Grundwehrdienst verweigerte, wurde mein Antrag das erste mal abgelehnt.

    Ich hatte damals den Wehrdienst geleistet, weil ich plötzlich arbeitslos wurde und nicht weiter wußte.

    Da las ich im Internet ein Urteil bezüglich Kriegsdienst, in dem es hieß, eine Pflicht zur Bereitschaft zum Martyrium besteht nicht. Über dieses Argument wurde meine Verweigerung doch anerkannt.

    Das Gleiche halte ich auch dem Ophoff zu Gute: Vielleicht wollte er sich nicht mit Diehl anlegen? Auch für Ophoff gilt keine Pflicht zur Bereitschaft zum Martyrium.

  310. bayle
    14. Juli 2013, 22:29 | #310

    ErpelderNacht :Ich halte Mollath für geistig gesund

    Da spricht offenbar der Profi. Ich darf noch einmal auf #7 verweisen.

  311. Bernd Schneider
    15. Juli 2013, 11:26 | #311

    Das Gleiche halte ich auch dem Ophoff zu Gute: Vielleicht wollte er sich nicht mit Diehl anlegen? Auch für Ophoff gilt keine Pflicht zur Bereitschaft zum Martyrium.

    Interesssanter Gedanke, könnte allerdings auch sein, das die Cousine von Diehls Muuters Friseuse, den Onkel von Ophoffs Stammetger auf einer Kreuzfahrt auf dem Untermain getroffen hat und…..

  312. Bernd Schneider
    15. Juli 2013, 11:27 | #312

    Mutters, Stammetzger *tschuldigung*

  313. Joachim Bode
    15. Juli 2013, 12:26 | #313

    @ bayle

    Schlimm, wenn jemand (bayle) die eigene Anfrage nicht mehr in Erinnerung hat.
    Deshalb zur Erinnerung (bayle 292):

    „…. Kritik auch nur eine Spur konkreter, am Beispiel, formulieren…“

  314. Joachim Bode
    15. Juli 2013, 12:36 | #314

    „Die Grundthese der Mollath-Verteidigung ist doch: Mollath wurde in die Psychiatrie gesperrt, weil er einen Schwarzgeldskandal aufgedeckt hat, und um diese Grundthese werden die Einzelheiten arrangiert.“

    So bayle in 305.

    Bei so viel Phantasie wäre ein guter(!) Psychiater für ihn sehr vonnöten.

  315. Sweeper
    15. Juli 2013, 13:00 | #315

    Joachim Bode :“Die Grundthese der Mollath-Verteidigung ist doch: Mollath wurde in die Psychiatrie gesperrt, weil er einen Schwarzgeldskandal aufgedeckt hat, und um diese Grundthese werden die Einzelheiten arrangiert.”So bayle in 305.Bei so viel Phantasie wäre ein guter(!) Psychiater für ihn sehr vonnöten.

    Die Replik geht zwar nicht an mich, aber zumindest die „Verteidiger“ der Fraktion „Gustl for Help“ scheinen dieser Vorstellung kritiklos anzuhängen:

    Willkommen auf meiner Website!

    Ich darf mich kurz vorstellen: Gustl Mollath, mein Name.
    Mein Anliegen: Fairness für mich, Fairness für andere, für uns alle: ein entgleistes Justiz- und Regierungssystem wieder in die richtige Spur zu bringen.
    Nachdem mein Kontakt zur Außenwelt auf perfide Weise derzeit so gut wie unterbunden ist, benötige ich dazu Ihr Interesse.

    (M)eine unglaubliche Geschichte oder: wie es einer Bank mit Regierungsbeteiligung fast gelungen wäre, Schwarzgeldverschiebungen zu vertuschen und einen Kritiker ohne Lobby über den Missbrauch forensischer Psychiatrie und fachlicher Gutachten mundtot zu machen…

    http://www.gustl-for-help.de/

    Und zum Beweis der Ernsthaftigkeit dieses Unterfangens gibt es nicht zuletzt die Strafanzeige:

    http://www.gustl-for-help.de/download/2003-12-09-Mollath-Anzeige-GenStAnw.pdf

  316. Sweeper
    15. Juli 2013, 13:10 | #316

    @Joachim Bode:

    Ansonsten deutet Ihre Beschränkung auf ein ad hominem wohl darauf hin, dass Sie in der Sache nichts Erhellendes beizutragen haben.

  317. bayle
    15. Juli 2013, 13:29 | #317

    @ Joachim Bode
    Ja glaubst Du denn, Herr Strate versteht nichts von seinem Job und zieht sich die Hosen mit der Kneifzange an? Es ist doch wohl seine verdammte Pflicht als Verteidiger, die Dinge so zu arrangieren, dass möglichst ein Freispruch für Herrn M. herauskommt! Aber das kann doch nicht im Ernst bedeuten, dass ich seinen Wiederaufnahmeantrag als die Heilige Schrift anzusehen habe. Deine Sache, wenn Du das so halten willst.

    Ich bin geneigt, die folgende Verallgemeinerung des Godwinschen Gesetzes vorzuschlagen: je weniger sich jemand in einer Diskussion inhaltlich zu helfen weiß, desto gereizter sein Tonfall und desto globaler seine Vorwürfe. Dies dient dazu, die geplante Rückzugsroute mit Stinkbomben freizuschießen.

  318. Paulaner
    15. Juli 2013, 13:41 | #318

    Aber das kann doch nicht im Ernst bedeuten, dass ich seinen Wiederaufnahmeantrag als die Heilige Schrift anzusehen habe. Deine Sache, wenn Du das so halten willst.

    Nana. Nur weil deine Bibel von Lakotta geschrieben wurde. Strate bringt immerhin Fakten.

  319. Joachim Bode
    15. Juli 2013, 13:48 | #319

    Warum erinnern mich die Reaktionen an den getroffenen Hund, der bellt?

  320. Sweeper
    15. Juli 2013, 13:52 | #320

    Joachim Bode :Warum erinnern mich die Reaktionen an den getroffenen Hund, der bellt?

    Weil Sie offenbar gelockert und sinnfrei assoziieren?

  321. Sweeper
    15. Juli 2013, 13:57 | #321

    Paulaner : Strate bringt immerhin Fakten.

    Und offenbar viele Spekulationen – siehe Stellungnahme des Oberstaatsanwalts Dr. Meindl zum WA-Antrag im von Strate selbst eingestellten Dokument S.152 und davor:

    http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-Wiederaufnahmeantrag-StA-Regensburg-2013-03-18.pdf

  322. bayle
    15. Juli 2013, 14:38 | #322

    Der Name Lakotta taucht hier ja öfter auf:

    gelegentlich :Völlig unkritisch werden interessengebundene Lobby-Artikel, etwa von Frau Lakotta im Spiegel, die unschwer zu dechiffrieren sind, als seriös eingeordnet.

    Joachim Bode :Wer es wirklich will, kommt dieser Frau relativ schnell auf die Schliche.

    psychotiker :… das geschmiere von lapp, lakotta und konsorten

    gelegentlich :eine PR-Lobby-Journalistin wie Frau Lakotta affirmiert

    gelegentlich :extrem einseitiger parteiischer Kampagnenjournalismus

    Paulchen :Wenn Bayle schon die Schmierereien von Lakotta zur Wahrheitsfindung, oder der Bestätigung seines Weltbildes heranzieht

    Paulaner :Nur weil deine Bibel von Lakotta geschrieben wurde. Strate bringt immerhin Fakten.

    Das sind offenbar weitere Belege für die erste baylesche Erweiterung von Godwin’s Gesetz, s. #317; nicht für die zweite (die Rückzugsvorbereitung).

    @ Joachim Bode
    100% reines Pöbeln ist langweilig. Ich bitte mir mehr Originalität aus.

  323. pelacani
    15. Juli 2013, 14:59 | #323

    Paulaner :

    Nur weil deine Bibel von Lakotta geschrieben wurde. Strate bringt immerhin Fakten.

    Hier können wir deutlich machen, was uns unterscheidet. Ich entscheide mich nach der a-priori-Wahrscheinlichkeit, wem ich eher Glauben schenke. Und je mehr man vom Fach ist, um so eher sieht man diese auf der Seite von Lakotta. Passt einfach viel besser, unkomplizierter i. S. von Ockhams Rasiermesser.

  324. Paulaner
    15. Juli 2013, 16:02 | #324

    @ pelacani
    Ja, genau das unterscheidet uns.
    Ich halte mich einfach an Fakten, denn wenn ich glauben/beten will, gehe ich in die Kirche.

    Normalerweise mache ich mir die Arbeit nicht wenn ich merke, es hat eh keinen Sinn, aber ein Beispiel bringe ich dann doch zu Lakotta.

    Lakotta schreibt zu Simmerl:

    Ich habe mit Dr. Simmerl gesprochen. Er bestätigte mir, dass er Mollath sehr wohl für deutlich gestört gehalten habe, und dass er sich, was das betrifft, in vielen Medien nicht korrekt wiedergegeben sieht.

    http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelblog/fall-gustl-mollath-beate-lakotta-ueber-die-zweifel-an-der-opferrolle-a-873836.html

    Stellungsnahme von Simmerl:

    Meine Aussage – auch in anderen Medien – ging immer in die Richtung, dass ich bei meiner Untersuchung mit Sicherheit keine psychotische Symptomatik und nach meiner Einschätzung auch keinen aktuellen Wahn (9/2007) feststellen konnte.

    Weitere Aussagen zur Gefährlichkeit, Schuldfähigkeit etc. habe ich nie getroffen.

    http://www.gustl-for-help.de/analysen.html#Simmerl2

    Auch ist es für Lakotta üblich ihren ganzen falschen Kram nicht zu korrigieren.

  325. Bernd Schneider
    15. Juli 2013, 16:28 | #325

    Wie hätte er auch können, Simmerl:

    „Eine endgültige diagnostische Zuordnung ist aus Sicht des Unterzeichners aber weiterhin strittig.“

    „Die Strafakten standen mir für ein Betreuungsgutachten nicht zur Verfügung, so dass ich sie auch gar nicht hätte einbeziehen können.“

  326. bayle
    15. Juli 2013, 16:33 | #326

    Paulaner :@ pelacani Ja, genau das unterscheidet uns. Ich halte mich einfach an Fakten, denn wenn ich glauben/beten will, gehe ich in die Kirche. Normalerweise mache ich mir die Arbeit nicht wenn ich merke, es hat eh keinen Sinn

    Du glaubst, dass Du dich an Fakten hältst. Und die Arbeit hat nie Sinn.

    Paulaner :Lakotta schreibt zu Simmerl:

    Ich habe mit Dr. Simmerl gesprochen. Er bestätigte mir, dass er Mollath sehr wohl für deutlich gestört gehalten habe, und dass er sich, was das betrifft, in vielen Medien nicht korrekt wiedergegeben sieht.

    Der Unterschied der Stellungnahmen ist nicht so groß, wie Du vielleicht annimmst. Sie sind anders akzentuiert, das ja. Frau Mollath behauptet nicht, dass Simmerl einen Wahn diagnostiziert hätte, sondern nur, dass er ihn für deutlich gestört gehalten hat. Was schreibt Lakotta einen Satz zuvor?

    Allerdings haben Sie die Diagnose nicht komplett wiedergegeben, sondern nur das, was den Anschein erweckt, Dr. Simmerl habe Mollath für gesund gehalten. Tatsächlich diagnostizierte er aber „am ehesten eine Persönlichkeitsstörung mit querulatorisch-fanatische Zügen (ICD 10- Nr. F 60.0)“ (siehe Seite 38 des Gutachtens)

    Wenn das falsch ist, warum hat sich dann Gustl for Help nicht dankbar auf diese Passage gestürzt? Der Knall-Effekt wäre doch viel größer gewesen.

  327. bayle
    15. Juli 2013, 16:49 | #327

    Und noch eine Ergänzung. Wenn Simmerl sagt:

    Weitere Aussagen zur Gefährlichkeit, Schuldfähigkeit etc. habe ich nie getroffen.

    Dann ist das zwar formal korrekt, aber dennoch eine subtile Irreführung der Öffentlichkeit.
    Ein Gutachten muss eine Frage beantworten; eine bloße Befunderhebung ist kein Gutachten. Die Beweisfragen in einer Betreuungssache beziehen sich natürlich auf die Betreuung und nicht auf die Gefährlichkeit (z. B. benötigt der Betroffene Hilfe beim Umgang mit Ämtern und Behörden, in Wohnungsangelegenheiten etc.). Deswegen stand ihm auch die Strafakte nicht zur Verfügung. Er hätte zu den Fragen „Gefährlichkeit, Schuldfähigkeit etc.“ gar nicht Stellung nehmen können, denn das war keine Beweisfrage.

  328. Gawlow
    15. Juli 2013, 17:45 | #328

    Auf gut Deutsch.
    Lakotta schreibt das Mollath bekloppt ist, das bestätigt ihr auch Dr. Simmerl am Telfon und das was die Presse sonst so über Simmerl geschrieben hat entspricht nicht den Tatsachen.
    Wie nennt man sowas?

  329. bayle
    15. Juli 2013, 17:50 | #329

    @ Gawlow
    Es würde mir helfen zu verstehen, was Du meinst, wenn Du Deine Einwände – gegen Lakotta? gegen Simmerl? Gegen Gustl for Help? gegen mich? gegen Paulaner? um ein Weniges ausführlicher formulieren könntest.

  330. Gawlow
    15. Juli 2013, 18:03 | #330

    Lakottas Schreibstiel ist ausreichend dokumentiert.
    Beispiel gefällig?
    http://www.humana-conditio.de/?p=191
    Ansonsten
    https://tinyurl.com/p7h3qs6

  331. bayle
    15. Juli 2013, 18:12 | #331

    Gawlow :Lakottas Schreibstiel ist ausreichend dokumentiert.

    Wenn Du ihren Stil meinst: kann sein. Aber ich war mehr auf der Suche nach sachlichen Fehlern. Dein Link produziert in dieser Hinsicht nur heiße Luft. Und „Such selber“ ist da nicht die ausreichende Antwort.

  332. Sweeper
    15. Juli 2013, 18:24 | #332

    @Gawlow:

    In dem verlinkten Text „Humana Conditio“ befindet sich (mindestens) ein gravierender Fehler:

    Doch vorab möchte ich auf die Seiten von Rudolf Sponsel verweisen, der, aus einer immer sachlichen und distanzierten Perspektive, den Fall begleitet und kommentiert. Wer sich für den Fall Mollath interessiert kommt neben den juristischen Einlassungen Garcias, Stadlers Hennings und Wolffs nicht an der psychiatrischen Perspektive Sponsels vorbei.

    Sponsel ist nicht Psychiater, sondern Psychologe.
    Seine Perspektive ist – ich habe seine Seiten zu Mollath eingehend studiert – auch nicht sachlich, sondern klar voreingenommen. An manchen Stellen fragt man sich, ob er sich nicht sogar völlig vergaloppiert. Im Psiram-Forum wurde das schon entsprechend kommentiert:
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142856#msg142856

  333. Gawlow
    15. Juli 2013, 18:42 | #333

    @ bayle

    Aber ich war mehr auf der Suche nach sachlichen Fehlern. Dein Link produziert in dieser Hinsicht nur heiße Luft.

    Respekt. Und das in unter 9 Minuten.

  334. bayle
    15. Juli 2013, 18:51 | #334

    Gawlow :Auf gut Deutsch. Lakotta schreibt das Mollath bekloppt ist, das bestätigt ihr auch Dr. Simmerl am Telfon und das was die Presse sonst so über Simmerl geschrieben hat entspricht nicht den Tatsachen.

    Immerhin war Dein Post #330 insofern hilfreich, als nun verständlich wird, was Du hier gemeint hast: Die Welt ist Dir irgendwie zu kompliziert. Dir fehlen die einfachen, klaren Lösungen. Die Übersetzung in Dein Deutsch ist aber zu schlicht ausgefallen. Deswegen versuche ich es noch einmal: das, was hier von Paulaner mit letzter Anstrengung als Fehler von Frau Lakotta angeführt worden ist, war gar keiner.

    Gawlow :@ bayle Respekt. Und das in unter 9 Minuten.

    Da genügen 2 Minuten, dann muss man sich erstmal die Augen wischen, weil sie so von Speichel zugesprüht sind.

  335. Gawlow
    15. Juli 2013, 19:45 | #335

    Danke User Bayle für die offenen Worte.
    Bist du zufällig Psychiater wenn ich fragen darf?

  336. bayle
    15. Juli 2013, 20:54 | #336

    Gawlow :Danke User Bayle für die offenen Worte.

    Nach 330 Posts hier mal vorbeischlittern und in die Ecke spucken fällt aus wegen is nich. Wenn Du sachliche Fragen hast, wirst Du auch sachliche Antworten von mir bekommen, soweit ich welche habe.

    Gawlow :Bist du zufällig Psychiater wenn ich fragen darf?

    Hast Du da Zweifel? Andere nicht:

    gelegentlich :Im Übrigen hat man bei der Lektüre des Threads den Eindruck, hier würden mindestens 2 Kommentatoren ihr Geschäftsmodell verteidigen.

  337. Gawlow
    15. Juli 2013, 22:19 | #337

    Da fällt mir spontan folgende Fabel ein.
    „Der Fuchs und die Trauben“

    Der Fuchs biss die Zähne zusammen, rümpfte die Nase und meinte hochmütig: „Sie sind mir noch nicht reif genug, ich mag keine sauren Trauben.“ Mit erhobenem Haupt stolzierte er in den Wald zurück.
    Die Moral von der Geschichte ist: „Es ist leicht etwas zu verachten, was man nicht erreichen kann…“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Fuchs_und_die_Trauben

  338. bayle
    15. Juli 2013, 22:39 | #338
  339. gelegentlich
    16. Juli 2013, 16:12 | #339

    @bayle
    „Hast Du da Zweifel? Andere nicht:“
    Und als „Beleg“:
    „gelegentlich :Im Übrigen hat man bei der Lektüre des Threads den Eindruck, hier würden mindestens 2 Kommentatoren ihr Geschäftsmodell verteidigen.“
    Die alte Strohmanntechnik: geschrieben wurde dass man den Einduck hat. In der Replik wird unterstellt man hätte keine Zweifel daran, man wüßte es also. Das ist nicht das Gleiche. Liest man den Thread erkennt man den Mechanismus. Kein einmaliger Lapsus.
    Der Ruf von Lakotta und Lapp ist hinüber, weil woanders ausreichend tiefschürfend ihre Manipulationen belegt wurden. U.A. von Ursula Prem und Sascha Pommerenke.
    Prof. Kröber hat seinen guten Ruf zerstört als er ein Gutachten abgab, ohne einen eigenen Befund erhoben zu haben.
    Also formuliere ich es anders: ob Mollath wahnhaft krank war oder nicht weiß ich nicht. Nach dem bisher dort Gezeigen (veröffentlichte Unterlagen) sind jene forensischen Psychiater, die ihn dort hin gebracht haben, und die eine Art Zitierkartell untereinander bilden, welches mit interessierten Gerichten verbandelt ist, nicht geeignet das festzustellen.
    In den USA gab es den Fall eines Richters, der Anteile an einem privaten Gefängnis in seinem Wirkungsbereich gekauft hat. Bei Unterbelegung sorgte er für Auslastung. Teile der Affäre Mollath machen einen ähnlichen Eindruck.
    Dem Mann ist nachweislich Unrecht widerfahren. Darum geht es in erster Linie. Der „Beleg“ für häusliche Gewalt war keiner: er war unecht oder vielleicht sogar gefälscht. Dafür, dass er die Reifenstechereien zu verantworten hat, gab es gar keinen Beweis.Vielmehr ist bekannt geworden, dass zwischen dem Richter, der ein Wegsperren wünschte, und dem Gutachter Leipziger illegitime Absprachen getroffen wurden.
    Daher stinkt die Sache so, dass man der Disziplin „forensische Psychiatrie“ hoffentlich heftig auf die Finger klopft. Wie bisher kann es nicht weitergehen.

  340. Bernd Schneider
    16. Juli 2013, 17:03 | #340

    Was Du wieder machst ist den Fall in lauter juristische Spitzfindigkeiten aufzusplittern, die eigentliche Frage nämlich ob Herr Mollath womöglich Hilfe benötigt um sich und andere nicht zu gefährden stellst Du nicht, und immunisierst Dich gegen Fragestellungen die in diese Richtung weisen könnten. An den ganzen falschen Mollathfreunden ärgert mich am meisten, dass sie sich zwar in der Rolle des unerschrockenen Aufdeckers gefallen, die Person Gustl Ferdinand Mollath aber komplett aus den Augen verlieren.

  341. segeln141
    16. Juli 2013, 17:21 | #341

    Joachim Bode :Warum erinnern mich die Reaktionen an den getroffenen Hund, der bellt?

    Lieber Herr Bode,
    wie haben Sie sich denn hier zu diesem Blog verirrt?
    Bei Prof.Müller,Gabriele Wolff geht es doch viel sachkundiger zu.
    Im Wolff-Blog habe ich meine Erfahrungen hier im Psiram-blog unter meinem Klarnamen thematisiert.
    Erpeldernacht hat das gelesen und punktgenau auf den Poster hier (bayle) getippt.
    Ich habe jetzt mal zufällig hier reingeschaut und finde Sie und natürlich auch Ihren „Kontrahenten“
    BTW: Ihre ironisch-satirischen Beiträge beim opablog sind grandios.
    So,nun gehe ich wieder zu den sach- und faktenbasierten Blogs.
    Ich melde mich mal dort bei Ihnen.

  342. Sweeper
    16. Juli 2013, 17:35 | #342

    @segeln141:

    Im Wolff-Blog habe ich meine Erfahrungen hier im Psiram-blog unter meinem Klarnamen thematisiert.

    Warst du derjenige, der dort mit Klarnamen schrieb, er wolle weder im Forum noch im Psiram-Blog fürderhin posten? 😀
    Hielt ja nicht lange an, der gute Vorsatz, gell?

    Es gibt ja nun auch was Neues:
    http://www.br.de/nachrichten/mittelfranken/mollath-gutachten-unterbringung-100.html

    …Mollaths Verteidiger Gerhard Strate hat die Entscheidung als Fortschritt bezeichnet. Erstmals habe damit ein Gericht neue Tatsachen im Fall Mollath anerkannt, sagte Strate dem Bayerischen Rundfunk. Er habe sich eine konkretere Terminvorgabe für das neue Gutachten und die daraus folgende Entscheidung gewünscht, so Strate weiter. Mollath werde sich nicht von dem neuen Gutachter untersuchen lassen, kündigte Strate an. Sein Mandant habe genug von der Psychiatrie.

    Das verspricht spannend zu werden, denn:

    Das OLG fordert nun ein weiteres, externes Gutachten, also von einem bisher nicht mit dem Fall betrauten Experten. Anhand dessen müsse das Landgericht Bayreuth dann erneut über die Fortdauer der Unterbringung entscheiden. Einen zeitlichen Rahmen hierfür gibt es nicht, so Pressesprecher Truppei weiter…

    Ob Herr Strate es schafft, seinen Mandanten doch zu einer erneuten – externen – Begutachtung zu überreden?
    Und wer wird das große Los ziehen, dieser Gutachter sein zu „dürfen“?

  343. gelegentlich
    16. Juli 2013, 17:52 | #343

    @Bernd Schneider
    „Was Du wieder machst ist den Fall in lauter juristische Spitzfindigkeiten aufzusplittern, die eigentliche Frage nämlich ob Herr Mollath womöglich Hilfe benötigt um sich und andere nicht zu gefährden stellst Du nicht, und immunisierst Dich gegen Fragestellungen die in diese Richtung weisen könnten. An den ganzen falschen Mollathfreunden ärgert mich am meisten, dass sie sich zwar in der Rolle des unerschrockenen Aufdeckers gefallen, die Person Gustl Ferdinand Mollath aber komplett aus den Augen verlieren.“
    Ja wie denn das? Haben Sie eine telepathische Exploration des Menschen Mollath vorgenommen, den alle Anderen hier, mich engeschlossen, nicht persönlich kennen.Wenn Sie ihn nicht kennen ist Ihre Aussage inahaltslos, im Kontext sogar demagogisch. Wie, bitte schön, können Sie sich um den Menschen kümmern?
    Niemand braucht Spitzfindigkeiten. Eine unechte Urkunde im Gerichtsverfahren und die vollständige Abwesenheit von Beweisen zum Reifenstechen reichen um das Urteil zu annullieren. Er ist umstandslos freizulassen. Ob er sich krank fühlt und von wem er Hilfe beansprucht ist ihm zu überlassen. Vermutlich wird er sich von der „Branche“, die sich gerade bis auf die Knochen blamiert hat (siehe oben! Zynisch menschenverachtendes Vorgehen danach: einfach fortschreiben ohne Befund, voneinander abschreibne usw.), nicht helfen lassen wollen. Täte ich auch nicht. Und, wohlgemerkt auf der Basis des Veröffentlichten urteilend: anständige Menschen dürften Leipziger und Kröger vermutlich nicht die Hand reichen.

  344. Bernd Schneider
    16. Juli 2013, 18:04 | #344

    Erstaunlich woher du die Chuspe nimmst diese Menschen anonym so zu beleidigen.

  345. gelegentlich
    16. Juli 2013, 18:16 | #345

    @Bernd Schneider
    Welche Menschen sind denn gemeint? Ich beziehe mich auf die veröffentlichten Unterlagen/Daten.
    Leipziger hat mit dem Richter Eberl „kooperiert“ und indirekt darum gebeten die Polizei möge doch bitte mehr verwertbares Material finden, damit er ein Gutachten zum Wegsperren hinbekommt. Seit Monaten wird darüber geschrieben. Ich kenne kein Dementi.
    Damit ist dann über Leipziger Alles gesagt.

    Der Sachverhalt Kröber ist auch klar: er hat ein Gutachten ohne Exploration gemacht. Ich bin Naturwissenchaftler: daher ist klar dass Alles unter einem Berufsverbot einer unverdienten Gnade gleichkommt. Der Mann mag viele Meriten haben – das hier alleine zerstört sie alle. Und er hatte Jahre Zeit dafür sich zu korrigieren, sich zu entschuldigen und an einer Abhilfe mitzuarbeiten. Stattdessen gibt er sich den Rest im Interview mit Alexander Dill.
    Und dann würde ich es positivbewerten wenn Sie meine Frage mal beantworten: wie kommen Sie zu der Behauptung, Ihnen ginge es um den Menschen Mollath, den Sie nicht kennen und somit auch nicht beurteilen können?

  346. bayle
    16. Juli 2013, 19:44 | #346

    gelegentlich :Die alte Strohmanntechnik: geschrieben wurde dass man den Einduck hat. In der Replik wird unterstellt man hätte keine Zweifel daran, man wüßte es also. Das ist nicht das Gleiche.

    Das ist doch scheinheilig. Es ist eine Denunziation. Es ist der Versuch, Sachargumente mit Vermutungen über ihre Herkunft, über das materielle Interesse des Kontrahenten abzubügeln, weil eine ernsthafte Erwiderung fehlt. In diesem Sinne ist es selbstverständlich das Gleiche. Vgl. #172

    Der Ruf von Lakotta und Lapp ist hinüber, weil woanders ausreichend tiefschürfend ihre Manipulationen belegt wurden. U.A. von Ursula Prem und Sascha Pommerenke.

    Ich warte weiter auf den Beleg für sachliche Fehler von Frau Lakotta, vgl #322. Bis dahin ist deren Ruf ausschließlich in den Augen der Mollathisten hinüber.

    Liest man den Thread erkennt man den Mechanismus. Kein einmaliger Lapsus.

    Ich stimme zu. Der Mechanismus besteht darin, auf konkrete Wiederlegungen allgemeiner Vorwörfe die nächsten allgemeinen Vorwürfe hervorzuholen.

    gelegentlich :Prof. Kröber hat seinen guten Ruf zerstört als er ein Gutachten abgab, ohne einen eigenen Befund erhoben zu haben.

    vgl. #96, 107, #160, #164; ich glaube nicht, dass das stimmt, sondern dass diese Darstellung der „fehlenden Exploration“ eine unzulässige Verkürzung ist. Um die allerfriedlichste Antwort zu bemühen: was hätte Herr Kröber statt dessen tun sollen? Und für Dr. Leipziger, dem der gleiche Vorwurf gemacht wird, s. gleich. Achtung, Verblitzungsgefahr! Schweißerbrille aufsetzen:

    In vielen Berichten geht man fälschlicherweise davon aus, dass die Weigerung eines Angeklagten, mit dem gerichtlich beauftragten oder sonstigen Sachverständigen Gespräche zu führen, zur Folge habe, dass ein psychiatrisches Gutachten lege artis nicht erstellt werden kann. Tatsächlich ist dies nicht so. Gespräche mit dem Angeklagten sind nur ein Teil der forensischen Tätigkeit, die im Rahmen einer Untersuchung zum Zwecke der Erstellung eines forensischpsychiatrischen Gutachtens notwendig ist.
    Im vorliegenden Fall hat es nicht nur durchaus Gespräche zwischen dem Sachverständigen Dr. Leipziger und Herrn Mollath gegeben, die dann auch in dem in der Hauptverhandlung vom 08.08.2006 erstatteten Gutachten eingeflossen sind, sondern es wurde darüber hinaus – wie immer in solchen Fällen -zuvor durch den Sachverständigen sämtliches Aktenmaterial hinzugezogen, gesichtet und ausgewertet. Es fanden in das Gutachten Eingang Gespräche, die der Angeklagte freiwillig und nach entsprechender Belehrung gegenüber dem Gutachter sowie dem Klinikpersonal gemacht hat. Es wurden entsprechende Verhaltensbeobachtungen durch die Ärzte, wie auch das Pflegepersonal einbezogen. Diese Verhaltensbeobachtung fand über einen längeren Zeitraum statt und der Sachverständige hat selbstverständlich an der Hauptverhandlung vom 08.08.2006 teilgenommen und sowohl die vom Angeklagten in dieser Verhandlung gemachten Äußerungen, ais auch die von ihm im Laufe des Verfahrens übergebenen, selbst gefertigten Schriftstücke, wie auch die im Rahmen der Beweiserhebung eingeführten Ergebnisse bei der Gutachtenserstellung einfließen lassen.
    Die Darstellung, eine ordnungsgemäße Begutachtung habe schon allein deshalb nicht stattfinden können, weil der Angeklagte nicht bereit war, mit dem Sachverständigen ausführliche Explorationsgespräche zu führen, ist also falsch.
    http://www.bezirkskliniken-oberfranken.de/pdf/bayreuth/forensik/Stellungnahme_zum_Fall_Mollath_2013.07.03.pdf
    [Hervorhebung durch mich]

    gelegentlich :In den USA gab es den Fall eines Richters …

    WTF?

    gelegentlich :Der “Beleg” für häusliche Gewalt war keiner: er war unecht oder vielleicht sogar gefälscht.

    Ich habe mich auch mal in den Blogs der Mollathisten umgesehen: was da alles zu diesen Attesten zusammenspekuliert wird, ist schon grotesk. Die unmöglichsten Theorien werden auf die abenteuerlichste Weise diskutiert. Nur eine einzige Theorie wird mit keiner Silbe diskutiert: die Atteste könnten die Realität widerspiegeln. Das kommt in der Gedankenwelt der Verteidigung überhaupt nicht vor. Vgl. #291

    gelegentlich :Dafür, dass er die Reifenstechereien zu verantworten hat, gab es gar keinen Beweis.

    Aber, fast schämt man sich es zu sagen, ein rechtskräftiges Urteil.

    gelegentlich :Daher stinkt die Sache so, dass man der Disziplin “forensische Psychiatrie” hoffentlich heftig auf die Finger klopft.

    Am besten abschaffen. Sagt ja auch Herr Sponsel, vgl. #266. Nur wird die Erschießung der Boten die Nachrichtenlage nicht besser machen.

    Insgesamt aber scheint es sich bei dem gesamten Post um einen Vorgang zu handeln, den der Philosoph Paul Feyerabend so beispielhaft zusammengefasst hat:

    Und wie oft geschieht es doch, daß das stolze und dünkelhafte Urteil eines Fachmanns von einem Laien zurechtgewiesen wird!

  347. ErpelderNacht
    16. Juli 2013, 19:59 | #347

    @ Sweeper
    … Das OLG fordert nun ein weiteres, externes Gutachten, also von einem bisher nicht mit dem Fall betrauten Experten. Anhand dessen müsse das Landgericht Bayreuth dann erneut über die Fortdauer der Unterbringung entscheiden. Einen zeitlichen Rahmen hierfür gibt es nicht, so Pressesprecher Truppei weiter…

    Ob Herr Strate es schafft, seinen Mandanten doch zu einer erneuten – externen – Begutachtung zu überreden?
    Und wer wird das große Los ziehen, dieser Gutachter sein zu “dürfen”?

    Strate wird imho seinen Mandanten sogar dazu abraten.

    Er hat das Mandat als „pro-bono-Mandat“ übernommen, er verdient damit kein Geld.
    Das macht ein Anwalt nur, wenn er von der Unschuld überzeugt ist.

    Das kann man hier herauslesen:
    http://www.strate.net/de/publikationen/verteidiger_in_der_wiederaufnahme.html

    Der Verteidiger in der Wiederaufnahme

    ……Ein Wiederaufnahmegesuch verlangt stets eine Vielzahl von Recherchen. Nicht jede Fährte, die verfolgt wird, führt zum Ziel: Zeugen sind verstorben oder verweigern sich, Spuren sind verwischt oder lassen sich nicht mehr untersuchen, Akten sind vernichtet oder verschwunden, laienhaft aufgestellte Hypothesen lösen sich nach sachverständiger Beratung in nichts auf. Ein Verteidiger kann aus all diesen Sackgassen und Irrpfaden nur dann auf den Weg der Erkenntnis zurückgelangen, wenn er von der Grundüberzeugung geleitet ist, tatsächlich fündig zu werden, und von der inneren Zuversicht angetrieben wird, nach der Plage vieler vergeblicher Anläufe endlich das Beweisstück in der Hand halten zu können, das dem anzugreifenden Urteil den Garaus bereitet. Allein das einer inneren Gewißheit nahekommende Gespür dafür, daß der Verurteilte unschuldig sei, schafft für alle Mühen ein Motiv.

    Gruß, EdN

  348. ErpelderNacht
    16. Juli 2013, 20:00 | #348

    ….sorry für das mißglückte Zitieren. Das hab ich noch nicht begriffen, wie das hier funktioniert…

  349. bayle
    16. Juli 2013, 20:06 | #349

    @ ErpelderNacht
    Am besten auf „Zitat“ klicken, den ganzen Text aus dem Zielfeld rauskopieren, in einem externen Editor bearbeiten, seinen Senf dazugeben und zurück ins Zielfeld. Word geht, aber besser was mit Syntax-Highlighting, z. B. Notepad++. Man gewöhnt sich dran.

  350. bayle
    16. Juli 2013, 20:10 | #350

    segeln141 :

    Joachim Bode :Warum erinnern mich die Reaktionen an den getroffenen Hund, der bellt?

    Lieber Herr Bode, … Ihre ironisch-satirischen Beiträge beim opablog sind grandios.

    Grandios wie eine Kriegsgaleere in voller Takelage. Auf einer Sandbank.

  351. bayle
    16. Juli 2013, 20:19 | #351

    gelegentlich :Ich bin Naturwissenchaftler: daher ist klar dass Alles unter einem Berufsverbot einer unverdienten Gnade gleichkommt.

    Auf welcher Datenbasis ist Dir das klar? Auf der Basis von ein paar selektierten Zitatfetzen aus einem Dir fremden Fach. Da ist überhaupt nichts klar, außer Deiner Anmaßung.

    bayle :Dein Verhalten ist eines Wissenschaftlers unwürdig, IMHO.

  352. gelegentlich
    16. Juli 2013, 20:38 | #352

    @bayle
    „Um die allerfriedlichste Antwort zu bemühen: was hätte Herr Kröber statt dessen tun sollen?“
    Ganz einfach. Sich weigern unter diesem Umständen ein Gutachten anzufertigen.
    „Ich habe mich auch mal in den Blogs der Mollathisten umgesehen: was da alles zu diesen Attesten zusammenspekuliert wird, ist schon grotesk. Die unmöglichsten Theorien werden auf die abenteuerlichste Weise diskutiert. Nur eine einzige Theorie wird mit keiner Silbe diskutiert: die Atteste könnten die Realität widerspiegeln. Das kommt in der Gedankenwelt der Verteidigung überhaupt nicht vor. Vgl. #291“
    Was die Realität war wissen Sie nicht und ich auch nicht. Das ist aber in diesem Moment vollständig egal. Weil das Attest eine unechte Urkunde war und somit keine Rolle in diesem Prozeß hätte spielen dürfen. Das ist das Einzige das zählt.

    „Aber, fast schämt man sich es zu sagen, ein rechtskräftiges Urteil.“

    Ja, aber aus den aufgeführten Gründen ein Skandalurteil, was selbst dem Oberstaatsanwalt Meindl einleuchtete, der erstmalig als Staatsanwalt eine Wiederaufnahme des Verfahrens beantragte. Dass dieses Urteil noch rechtskräftig ist heißt also im Sinne eines Arguments => gar nichts!
    Zur Qualität der Journalistin Lakotta in diesem Fall:

    http://www.newsandbuy.de/Mollath_Presse.htm
    http://www.humana-conditio.de/?p=249

    „Nur wird die Erschießung der Boten die Nachrichtenlage nicht besser machen.“
    Ich bin gegen die Todesstrafe. Aber Leute, die, siehe oben, gar nicht hingeguckt haben sind keine Boten, weil sie keine Botschaft mitzuteilen haben. Aktenlage – ist das ist Alles und Nichts für Jemanden, der interpretieren will.

  353. gelegentlich
    16. Juli 2013, 20:52 | #353

    @bayle
    „Auf welcher Datenbasis ist Dir das klar? Auf der Basis von ein paar selektierten Zitatfetzen aus einem Dir fremden Fach. Da ist überhaupt nichts klar, außer Deiner Anmaßung.“

    Nein. Ich habe mir die Stellungnahmen von Kröber angesehen. Er hat nicht selbst exploriert – und dennoch ein Gutachen erstellt. Das bestreitet er nicht. Das ist die Datenbasis.
    Wer ohne den Gegenstand untersucht zu haben „Gutachten“ anfertigen will muss hinnehmen, dass andere Menschen sich gegen Scharlatanerie und Unwissenschaftlichkeit wehren.

    „Dein Verhalten ist eines Wissenschaftlers unwürdig, IMHO.“
    Aha, die von Ihnen laufend kritisierte allgemeine Aussage. Was bitte ist unwürdig? Das Bestehen auf Empirie gegenüber der Akteninterpretation?

  354. bayle
    16. Juli 2013, 21:29 | #354

    gelegentlich :@bayle “Um die allerfriedlichste Antwort zu bemühen: was hätte Herr Kröber statt dessen tun sollen?” Ganz einfach. Sich weigern unter diesem Umständen ein Gutachten anzufertigen.

    Das ist kennzeichnend für Denkweise von Free Mollath: G. M. ist ein Freiheitskämpfer. Und jeder Gutachter ist allein durch die Tatsache, dass er ein Gutachten erstellt, ein Scherge, der ein Berufsverbot (Dein O-Ton) bekommen wird. Schöne neue forensische Sponsel-Psychologie, die das verruchte Erbe dieser Scheinwissenschaft antreten wird.

    gelegentlich :Was die Realität war wissen Sie nicht und ich auch nicht. Das ist aber in diesem Moment vollständig egal.

    Glaube ich Dir aufs Wort, dass Dir die Realität vollständig egal ist. Du hast ja genügend Belege dafür angeführt.

    gelegentlich :Weil das Attest eine unechte Urkunde war und somit keine Rolle in diesem Prozeß hätte spielen dürfen. Das ist das Einzige das zählt.

    Da lügt sich die Mollath-Fraktion tapfer in die eigene Tasche. Wenn im Prozess Zweifel an der Echtheit des Attests aufgetaucht wären, dann hätte man Herrn Reichel als Zeugen geladen und die Krankenblätter durchgesehen. Herr Reichel hat sich ja jüngst dazu geäußert, und was wäre wohl dabei herausgekommen? Dass Frau M. nicht geschlagen worden ist?

    gelegentlich :Zur Qualität der Journalistin Lakotta in diesem Fall:

    Ich habe weder Kosten noch Mühe gescheut und selbst diese Links angeklickt. Sie sind, wie alle bisherigen, unbrauchbar für die Feststellung konkreter sachlicher Fehler von Frau Lakotta. Sie transportieren heiße Luft. Bitte widerlege mich und zitiere eine Textpassage aus diesen Schriftstücken, die etwas anderes beweist.

    Entschuldige, dass ich beim Du geblieben bin. Wenn ich zum Sie wechsle, wird es noch dramatischer.

  355. bayle
    16. Juli 2013, 22:00 | #355

    gelegentlich :“Dein Verhalten ist eines Wissenschaftlers unwürdig, IMHO.” Aha, die von Ihnen laufend kritisierte allgemeine Aussage. Was bitte ist unwürdig? Das Bestehen auf Empirie gegenüber der Akteninterpretation?

    Nein, Dein anmaßendes Beharren auf vielfach widerlegten Positionen und Das Ableiten von ehrenrührigen Schlüssen. Du bist ja nicht einmal in der Lage, die gerade eben erst (noch einmal) dargelegten Positionen auch nur zur Kenntnis zu nehmen, geschweige denn zu diskutieren.
    Von der Pro-Mollath-Fraktion wird ja gerne „verstehendes Lesen“ empfohlen, weil ihre Vorturnerin so ironisch-grandios war, solches ihren Kontrahenten zu empfehlen. Ich schließe mich dieser Empfehlung an. #172, #237, #346.

  356. Sweeper
    16. Juli 2013, 22:09 | #356

    @ErpelderNacht:

    Studier mal bitte dieses aktuelle Doc unter dem Aspekt, was es zum bisherigen Ablauf der externen Gutachten aussagt:

    http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-OLG-Bamberg-Beschluss-2013-07-16.pdf

    Und mit welcher Begründung darauf bestanden wird, dass ein neuer externer Gutachter zugezogen wird. Und warum Pfäfflin sich weigert …

  357. gelegentlich
    16. Juli 2013, 22:11 | #357

    „Das ist kennzeichnend für Denkweise von Free Mollath: G. M. ist ein Freiheitskämpfer. Und jeder Gutachter ist allein durch die Tatsache, dass er ein Gutachten erstellt, ein Scherge, der ein Berufsverbot (Dein O-Ton) bekommen wird. Schöne neue forensische Sponsel-Psychologie, die das verruchte Erbe dieser Scheinwissenschaft antreten wird.“

    Sorry, es wird nicht besser durch Unterstellungen. Ich habe nicht von Schergen gesprochen sondern davon, dass Jemand, der den Gegenstand nicht untersucht hat, dann halt kein Gutachten machen kann. Wer es trotzdem tut ist…

    „Herr Reichel hat sich ja jüngst dazu geäußert, und was wäre wohl dabei herausgekommen…“

    Es ist vollständig egal was Herr Reichel sagt sobald es um den Prozess geht. Ein Lehrling darf kein Attest schreiben. Tut er es dennoch ist es ein unechtes Dokument. Und darauf kann kein Urteil beruhen, sonst ist es ein Fehlurteil. Ob Herr Mollath Frau Mollath geschlagen hat oder umgekehrt spielt für diesen Punkt keine Rolle.
    Frau Lakotta, Frau Rückert von der Zeit und Otto Lapp sind auf der Basis im Internet leicht zugänglicher Dokumente sozusagen ausdiskutiert, ihr offenkundiges Erkenntnisinteresse bloß gestellt. Das muss hier genügen.
    Und im Übrigen habe ich jetzt Anderes zu tun. Ich bleibe nach wie vor engagierter Anti-Esoteriker. Aber für Wissenschaftlichkeit sollten Leute eintreten die den beobachtbaren Fakten Vorrang vor parteiischen Interpretationen einräumen. Ob man von diesem Thread auf Psiram insgesamt schließen kann weiß ich nicht. Ich habe jedenfalls keinen Appetit bekommen das zu prüfen.

  358. Sweeper
    16. Juli 2013, 22:22 | #358

    @gelegentlich:
    Auch dir empfehle ich, dass in #356 verlinkte Dokument zu studieren – da wird auch erklärt, wann und warum notfalls forensische Gutachten nach Aktenlage erstellt werden dürfen. Das vernichtendste Gutachten (von Pfäfflin) wurde übrigens nach Exploration erstellt.

    Ein Lehrling darf kein Attest schreiben. Tut er es dennoch ist es ein unechtes Dokument.

    Hier verwechselts du etwas:
    „Unecht“ ist das Attest, weil der Untersucher und Aussteller nicht die im Briefkopf angegebene Ärztin war, sondern ihr Praxisassistent. Ein Praxisassistent ist aber kein „Lehrling“, sondern ein approbierter Arzt, der in diesem Fall vermutlich am Ende seiner Ausbildung zum Allgemeinmediziner stand. Abgesehen vom Attest gibt es ja Aufzeichnungen („Karteikarten“), und der Arzt ist bereit, vor Gericht zu der Angelegenheit befragt zu werden.

  359. bayle
    16. Juli 2013, 22:28 | #359

    Oh je, ich habe ihn wieder vergrault. Ich will jetzt nicht nachtreten, aber „Ein Lehrling darf kein Attest schreiben“, das ist doch einfach Quark, selbst wenn das der Herr Professor persönlich gesagt haben sollte. Wenn er in der Praxis als Arzt tätig gewesen ist, dann war er approbiert.

  360. gelegentlich
    16. Juli 2013, 22:39 | #360

    Nein, nicht vergrault. Nur geht mir das Prinzip, recht haben durch endlose Wiederholung des gleichen Sachverhalts und der immer gleichen rhetorischen Stilmittel auf die Nerven.

    Wann und unter welchen Umständen ein approbierter Arzt ein Attest formulieren darf und wer das zu unterschreiben hat ist doch klar geregelt. Aus diesem Grund bleibt es unecht und deshalb ist das Urteil hinfällig.
    Es geht primär um das Urteil und nur in zweiter Linie um forensische Gutachten. Denn ohne ein rechtlich einwandfrei zustande gekommenes Urteil muss sich Niemand in dieser Weise begutachten lassen.
    @bayle: wen er approbiert war darf er dennoch kein solches Attest unterschreiben. Und nur darum geht es hier erstrangig.
    @Sweeper: und genau deshalb ist der approbierte Arzt im Bezug auf => dieses Attest eine Art Lehrling. Was soll das Zeugnis eines solchen Arztes nach rund 10 Jahren vor Gericht „wert“ sein? Zumal seine Aussagen denen der Frau Mollath widersprachen?
    Und tschüss!

  361. Bernd Schneider
    16. Juli 2013, 22:44 | #361

    Langsam wird es Zeit für einen Blogeintrag „Beate Lakotta – eine Ehrenrettung“, Neudeutsch heißt das was da auf sie einprasselt wohl „shitstorm“

  362. Bernd Schneider
    16. Juli 2013, 22:47 | #362

    gelegentlich :Nein, nicht vergrault. Nur geht mir das Prinzip, recht haben durch endlose Wiederholung des gleichen Sachverhalts und der immer gleichen rhetorischen Stilmittel auf die Nerven.Wann und unter welchen Umständen ein approbierter Arzt ein Attest formulieren darf und wer das zu unterschreiben hat ist doch klar geregelt. Aus diesem Grund bleibt es unecht und deshalb ist das Urteil hinfällig. Es geht primär um das Urteil und nur in zweiter Linie um forensische Gutachten. Denn ohne ein rechtlich einwandfrei zustande gekommenes Urteil muss sich Niemand in dieser Weise begutachten lassen. @bayle: wen er approbiert war darf er dennoch kein solches Attest unterschreiben. Und nur darum geht es hier erstrangig. @Sweeper: und genau deshalb ist der approbierte Arzt im Bezug auf => dieses Attest eine Art Lehrling. Was soll das Zeugnis eines solchen Arztes nach rund 10 Jahren vor Gericht “wert” sein? Zumal seine Aussagen denen der Frau Mollath widersprachen? Und tschüss!

    ……..Spitzfindigkeiten nichts als Spitzfindigkeiten …..

  363. bayle
    16. Juli 2013, 23:05 | #363

    Man kann natürlich die falschen Anwürfe oder die richtigen Tatsachen endlos wiederholen, das ist ein gelinder Unterschied.
    Und hier, ganz frisch eingetroffen, noch eine Wiederholung des gleichen Sachverhalts, diesmal durch das OLG Bamberg (danke, sweeper):

    Zwar kann der Untergebrachte nicht zur Mitwirkung bei der Gutachtenserstattung gezwungen werden, gleichwohl stehen einem Sachverständigen Erkenntnisquellen offen (Akteninhalt, Behandlungsunterlagen im Maßregelvollzug, Explorationsergebnisse bisheriger Gutachter, Eindruck im Rahmen einer gerichtlichen Anhörung usw.). So war auch der Sachverständige Prof. Kröber durchaus in der Lage, aufgrund der ihm zur Verfagung stehenden Erkenntnisquellen ein schriftliches Gutachten vorzulegen. Die Weigerungshaltung des Untergebrachten hat insoweit nur zur Folge, dass ein ohne persönliche Exploration erstattetes Gutachten gleichwohl anerkannten wissenschaftlichen Standards (bei deren sonstiger Einhaltung) genügt.
    http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-OLG-Bamberg-Beschluss-2013-07-16.pdf

    Ich will nicht kleinlich sein, aber:

    gelegentlich :@bayle: wen er approbiert war darf er dennoch kein solches Attest unterschreiben. Und nur darum geht es hier erstrangig.

    Dann zeig mir doch mal bitte den Paragrafen des Bürgerlichen Gesetzbuches, oder wenigstens den in der Berufsordnung für Ärzte, wo das steht. Aber das ist ein Nebenkriegsschauplatz.

  364. Sweeper
    16. Juli 2013, 23:07 | #364

    @gelegentlich:

    Du machst es dir zu einfach.

    wen er approbiert war darf er dennoch kein solches Attest unterschreiben. Und nur darum geht es hier erstrangig.

    „Approbation“ bedeutet primär, dass man ärztlich tätig sein darf.

    Das Problem mit dem Attest ist hier einformales, nicht ein inhaltliches. Vermutlich wusste der Arzt einfach nicht, dass es jemals vor Gericht verwendet werden sollte. Unabhängig von diesem Formfehler bezeugt das Attest aber (v.a. mit den zuordenbaren Originalaufzeichnungen) den ursprünglichen Untersuchungsbefund und die Umstände der ehelichen Gewalt.
    Aus diesem Grund wird der Arzt in einem neuen Verfahren auch aussagen.

    Ansonsten informier dich mal darüber, was Allgemeinmediziner lernen und können müssen, bevor du hier despektierlich von „Lehrling“ sprichst (haste ungeprüft von einigen Demagogen wie „Max Mustermann“ und Sobottka übernommen…) :

    http://www.allgemeinmedizin.uni-wuerzburg.de/fileadmin/medizin/_temp_/M10FAAllgemeinmedizin.pdf

    Die Praxisassistenz wird meist nach der obligatorischen Zeit in der Klinik (Innere Medizin und Chirurgie) abgeleistet – bis dahin hat man schon einiges an Erfahrungen gesammelt

  365. gelegentlich
    17. Juli 2013, 09:20 | #365

    „Und hier, ganz frisch eingetroffen, noch eine Wiederholung des gleichen Sachverhalts, diesmal durch das OLG Bamberg (danke, sweeper):“
    Sorry, dieses OLG Bamberg ist Partei. Und hat das Ziel auf Zeit zu spielen. Das Argument ist also nichts wert. Der Knackpunkt beim ganzen Problem ist die Wiederaufnahme. Das sind nur taktische Rückzugsgefechte.

    „Das Problem mit dem Attest ist hier einformales, nicht ein inhaltliches.“
    Richtig. Formal, aber in diesem Fall => entscheidend. Ein auf dieser Basis gefälltes Urteil ist nichtig. Und deshalb gibt es für Herrn Mollath überhaupt keinen Grund sich von Irgendjemand untersuchen zu lassen. Das Skandalurteil fällt auf juristischem Weg.

    @bayle:
    „Dann zeig mir doch mal bitte den Paragrafen des Bürgerlichen Gesetzbuches, oder wenigstens den in der Berufsordnung für Ärzte, wo das steht. “
    Schauen Sie bitte danach im Wolff-Blog. Umfangreich dargelegt. – Ich sage ja nicht ein junger Arzt sei ein dummer Junge. Aber er hat im Bezug auf solch ein Attest, das vor Gericht vorgelegt werden kann, keinen Führerschein und darf nicht Auto fahren. Tut er es dennoch…

    Zu Frau Lakotta mag ich nichts mehr weiter aufführen. Man kann solange Lobby-Ariktel schreiben bis man damit auffällt. Ist der Ruf erst ruiniert… und das gilt in anderer Form auch für die forensische Psychiatrie. Die hat nicht vertragen dass sie sozusagen mit der Taschenlampe angeleuchtet wurde.

  366. Sweeper
    17. Juli 2013, 10:45 | #366

    Offener Brief der MitarbeiterInnen der Klinik für Forensische Psychiatrie am Bezirkskrankenhaus Bayreuth:

    http://www.bezirkskliniken-oberfranken.de/pdf/bayreuth/forensik/Offener_Brief_MA_Forensik_2013.07.11.pdf

    …Vielleicht fragen Sie sich, warum wir so spät öffentlich reagieren?

    Als in der Psychiatrie Beschäftigte sind wir von Berufs wegen mit abweichenden Meinungen und Denkeinstellungen konfrontiert und notwendigerweise verfügen wir über ein hohes Maß an Toleranz, Respekt und Verständnis. Mit dem Phänomen, dass unsere Arbeit derartig negativ öffentlich zur Diskussion steht, sind wir tatsächlich erstmalig in dieser Dimension konfrontiert, d.h. wir haben bisher auch keine Erfahrungen im ‚Sich-wehren-müssen’ gemacht. Mittlerweile ist ein Maß an Verzerrung bis hin zu Verleumdung erreicht, welches von uns nicht mehr hingenommen werden kann! …

  367. gelegentlich
    17. Juli 2013, 10:56 | #367

    @Sweeper
    Tja, mitgegangen, mitgehangen! Die hatten schließlich 7 Jahre Zeit, Kröber etwas weniger. Und wenn man ein“…hohes Maß an Toleranz,…“ dadurch zeigt, dass man in der Zwangspsychiatrie ein T-Shirt mit der Aufschrift „Omon“ trägt…

    Wer verstehen will warum Frau Lakotte (wie auch Frau Rückert und Herr Kröber) ein ähnliches Problem mit ihrem Image haben:
    http://opablog.net/2013/07/01/verachtung/

  368. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 11:05 | #368

    opablog (?) …. na das ist aber mal eine Superquelle…. den link zu den pornoinhalten spar ich mir mal…. man möge sich mit dem Trutherunsinn rund um das WTC begnügen…. aber schön dass du auf die Ähnlichkeit rund um die Mollathhysterie hinweist….
    http://opablog.twoday.net/topics/911/

  369. Sweeper
    17. Juli 2013, 11:18 | #369

    @gelegentlich:

    Du bringst aber wirklich alles durcheinander.
    Was können denn die Mitarbeiter der Forensischen Psychiatrie dafür, welcher Patient ihnen aus welchem Grund auch immer zur Behandlung zugewiesen wird? – Sollen die nun bei jedem aktiv nachforschen, ob er vielleicht bei ihnen verkehrt ist? Das müssten sie nämlich, wenn man zugrunde legt, dass das, was hier für Mollath gefordert wird, dann auch für jeden anderen Patienten gelten müsste.
    Ebenso müsste nach deiner Logik gelten, dass kein Arzt in irgendeiner Sache eine Bescheinigung ausstellen darf, die ihm in seiner beruflichen Praxis noch nicht untergekommen ist. Nach deiner Logik müsste gelten, dass ein Kind, welches Opfer eines Sexualstraftäters geworden ist, eben einfach Pech gehabt hat, wenn auf einem entsprechenden ärztlichen Attest leider ein Formfehler vorliegt. Merkst du nicht, wie absurd das Gedankengebäude ist, welches nötig wird, um Herrn Mollath als „Opfer“, seine Ex-Frau aber als „Täterin“ darzustellen?

    Im übrigen weise ich noch mal auf die aktuelle Entscheidung des OLG Bamberg hin.
    Dort heißt es in der Begründung u.a.:

    …Der Sachverständige Prof. Pfäfflin hat in seinem schriftlichen Gutachten vom 12.02.2011 ausgeführt, es läge die Annahme nahe, der Untergebrachte werde zukünftig wieder den Anlasstaten vergleichbare Taten begehen .
    Art, Häufigkeit und Schweregrad der zu erwartenden Delikte könnten allerdings nicht sicher quantifiziert werden.
    Bei seiner mündlichen Anhörung am 09.05. 2011 erläuterte der Sachverständige diese Ausführungen und gab an, im schriftlichen Gutachten eine zu weiche Formulierung verwendet zu haben. Vielmehr halte er die Wahrscheinlichkeit (der Begehung) neuer Straftaten durch den Untergebrachten für sehr hoch. Nach den Berichten des Bezirskrankenhauses hat sich hieran seitdem nichts geändert…

    S.14:
    http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-OLG-Bamberg-Beschluss-2013-07-16.pdf

    Pfäfflin hat Mollath exploriert. Er war ein Gutachter, den die Verteidigung vorgeschlagen hat.

  370. gelegentlich
    17. Juli 2013, 11:19 | #370

    @Bernd Schneider
    Endlich mal eine Stellungnahme die zeigt, welch Geistes Kind Sie sind:
    „opablog (?) …. na das ist aber mal eine Superquelle…. den link zu den pornoinhalten spar ich mir mal…. man möge sich mit dem Trutherunsinn rund um das WTC begnügen…“
    Womit Sie sich selbst in den Boden gerammt haben. Jeder Mitleser braucht nur den von mir gegebenen Link selber nachzulesen:
    http://opablog.net/2013/07/01/verachtung/
    Dann wird er auch verstehen warum man Ihnen nur zurufen kann: verschwinden Sie! Vorher noch ein Dankeschön dafür, dass Sie Ihre Richtung, Ihre Tendenz für Außenstehende nachvollziehbar maximal möglich besudelt haben: „…pornoinhalten…“

  371. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 11:26 | #371

    gelegentlich :@Bernd Schneider Endlich mal eine Stellungnahme die zeigt, welch Geistes Kind Sie sind: “opablog (?) …. na das ist aber mal eine Superquelle…. den link zu den pornoinhalten spar ich mir mal…. man möge sich mit dem Trutherunsinn rund um das WTC begnügen…” Womit Sie sich selbst in den Boden gerammt haben. Jeder Mitleser braucht nur den von mir gegebenen Link selber nachzulesen: http://opablog.net/2013/07/01/verachtung/ Dann wird er auch verstehen warum man Ihnen nur zurufen kann: verschwinden Sie! Vorher noch ein Dankeschön dafür, dass Sie Ihre Richtung, Ihre Tendenz für Außenstehende nachvollziehbar maximal möglich besudelt haben: “…pornoinhalten…”

    Aber gerne….. noch nicht gefunden (?) ich mag seine Schweinereien hier nicht verlinken, die Gedankenwelt des alten Lustgreises ist wohl auch ausreichend mit seinen Stellungnahmen zu den World Trade Spinnern beschrieben. Ich hatte schon mal gefragt inwieweit man Herrn Mollath etwas gutes tut, wenn man sich und damit ja auch ihn mit solchen Vollpfosten gemein macht.

  372. Gawlow
    17. Juli 2013, 11:54 | #372

    LOL eine Klemmbuchse. Pornos, ne das geht nicht.
    Das diskreditiert natürlich den Gastbeitrag von F. Fischer und der Wahrheitsgehalt ist wiederlegt.
    Zwei mal drei macht vier,
    widewidewitt und drei macht neune,
    ich mach mir die Welt,
    widewide wie sie mir gefällt.

  373. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 11:57 | #373

    Gawlow :LOL eine Klemmbuchse. Pornos, ne das geht nicht. Das diskreditiert natürlich den Gastbeitrag von F. Fischer und der Wahrheitsgehalt ist wiederlegt. Zwei mal drei macht vier, widewidewitt und drei macht neune, ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt.

    Es diskreditiert tatsächlich den blog wenn sich herausstellt dass es sich wieder nur um die Publikation eines Verschwörungsgläubigen handel, und es zieht leider auch die Mollathianer mit runter, die sich abseits der grossen Weltverschwörung Sorgen um Herrn Mollath machen.

  374. Gawlow
    17. Juli 2013, 12:06 | #374

    Ist das denn so schwer. Die Daten sind überprüfbar. Da muss man weder auf Pornseiten noch auf Trutherseiten suchen.
    War aber ein netter Versuch von dir, nur war es ein Eigentor.

  375. ErpelderNacht
    17. Juli 2013, 12:17 | #375

    Mollaths Anwältin hat Anzeige erstattet wegen Veränderung der Krankenakten….

    http://www.heise.de/tp/blogs/8/154650

    Die Anwältin führte weiter aus, dass die Krankenakten ihres Mandanten verändert worden seien und sie deshalb Anzeige erstattet habe. Außerdem werde sie nun überprüfen, ob die Berichtigung des Protokolls der Anhörung vor dem Gericht in Bayreuth, die von ihr ausgegangen ist, „überhaupt Eingang in die Strafvollstreckungsakte gefunden hat“.

    Und da wundern die sich, daß man mißtrauisch gegenüber der Forensik wird…

    Gruß, EdN

  376. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 12:20 | #376

    F. Fischer ist das der mit den schönen Plakaten?
    http://opablog.net/2013/06/16/public-enemy-no-1-das-gustl-mollath-plakat-i/

    …und Sätzen wie:
    Beate Lakotta und Beate Merk sind die “Irischen Banker” im Fall Mollath.
    Aus dem „Verachtungsbeitrag“, der auch wieder nichts als Spitzfindigkeiten und ad hominem Argumente mit den entsprechenden Beleidigungen enthält?

    Vielleicht noch mal aus dem Eingangsbeitrag zitiert:

    „In dieser Sache kann nicht von jedem Beobachter Sachverstand abverlangt werden. Was von denjenigen, die dazu publizieren, verlangt werden kann, ist Augenmaß, Umsicht und Gewissenhaftigkeit. Selbst seriöse Kommentatoren verlieren gelegentlich die Bodenhaftung. So wird einem psychiatrischen Gutachter subtil angelastet, er hätte den „Tatablauf, wie er in den Urteilsgründen steht, nicht unterstellen“ müssen. Statt also den Hergang unbesehen hinzunehmen, hätte er das rechtkräftige Urteil mit seiner eigenen kriminalistischen Expertise verwerfen sollen?“

  377. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 12:22 | #377

    ErpelderNacht :Mollaths Anwältin hat Anzeige erstattet wegen Veränderung der Krankenakten….http://www.heise.de/tp/blogs/8/154650

    Die Anwältin führte weiter aus, dass die Krankenakten ihres Mandanten verändert worden seien und sie deshalb Anzeige erstattet habe. Außerdem werde sie nun überprüfen, ob die Berichtigung des Protokolls der Anhörung vor dem Gericht in Bayreuth, die von ihr ausgegangen ist, “überhaupt Eingang in die Strafvollstreckungsakte gefunden hat”.

    Und da wundern die sich, daß man mißtrauisch gegenüber der Forensik wird…Gruß, EdN

    Bernd Schneider :F. Fischer ist das der mit den schönen Plakaten? http://opablog.net/2013/06/16/public-enemy-no-1-das-gustl-mollath-plakat-i/…und Sätzen wie: Beate Lakotta und Beate Merk sind die “Irischen Banker” im Fall Mollath. Aus dem “Verachtungsbeitrag”, der auch wieder nichts als Spitzfindigkeiten und ad hominem Argumente mit den entsprechenden Beleidigungen enthält?Vielleicht noch mal aus dem Eingangsbeitrag zitiert:“In dieser Sache kann nicht von jedem Beobachter Sachverstand abverlangt werden. Was von denjenigen, die dazu publizieren, verlangt werden kann, ist Augenmaß, Umsicht und Gewissenhaftigkeit. Selbst seriöse Kommentatoren verlieren gelegentlich die Bodenhaftung. So wird einem psychiatrischen Gutachter subtil angelastet, er hätte den „Tatablauf, wie er in den Urteilsgründen steht, nicht unterstellen“ müssen. Statt also den Hergang unbesehen hinzunehmen, hätte er das rechtkräftige Urteil mit seiner eigenen kriminalistischen Expertise verwerfen sollen?”

    Und die Anzeige ist der Beweis dafür dass das auch in das Verfahren beeinflussender Weise geschehen ist?

  378. Sweeper
    17. Juli 2013, 12:23 | #378

    @ErpelderNacht:

    Mollaths Anwältin hat Anzeige erstattet wegen Veränderung der Krankenakten….
    …Und da wundern die sich, daß man mißtrauisch gegenüber der Forensik wird…

    Und? – So lange im Dunklen bleibt, worum es überhaupt geht und so lange einfach irgendetwas behauptet wird, ist das völlig nichtssagend.

  379. bayle
    17. Juli 2013, 12:27 | #379

    gelegentlich :Sorry, dieses OLG Bamberg ist Partei.

    Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Und so ist jedermann Partei, der die Wahrheit(TM) nicht erkannt hat. Irgendwann wird auch noch das Bundesverfassungsgericht Partei sein, und dann bleibt ja noch der UNO-Menschenrechtshof. O-Ton Wolff:

    Die Wahrheit jedenfalls nimmt sie nicht zur Kenntnis.

    gelegentlich :Und deshalb gibt es für Herrn Mollath überhaupt keinen Grund sich von Irgendjemand untersuchen zu lassen.

    Weil die Psychiater lügen. Das Gericht Nürnberg-Fürth lügt. Das OLG Bamberg lügt. Frau Lakotta lügt. Frau Merk lügt. Psiram lügt. Denn wir sind im Besitz der Wahrheit(TM), und jeder, der das nicht gleich einsieht, ist verbohrt/gekauft/arrogant und gehört mit Berufsverbot belegt.

    gelegentlich :@bayle:
    “Dann zeig mir doch mal bitte den Paragrafen des Bürgerlichen Gesetzbuches, oder wenigstens den in der Berufsordnung für Ärzte, wo das steht.” Schauen Sie bitte danach im Wolff-Blog. Umfangreich dargelegt. … Aber er hat im Bezug auf solch ein Attest, das vor Gericht vorgelegt werden kann, keinen Führerschein und darf nicht Auto fahren.

    Was ich dort gefunden habe, sind abenteuerliche, tolldreiste Wiederholungen und Varianten dieser absurden Behauptung, aber nicht die Rechtsgrundlage.

    gelegentlich :Zu Frau Lakotta mag ich nichts mehr weiter aufführen. Man kann solange Lobby-Ariktel schreiben …

    Machst Du aber dann doch:

    gelegentlich :Wer verstehen will warum Frau Lakotte (wie auch Frau Rückert und Herr Kröber) ein ähnliches Problem mit ihrem Image haben: http://opablog.net/2013/07/01/verachtung/

    Der sachliche Kern dieses Artikels ist verblüffenderweise, dass Frau Lakotta einen Fehler korrigiert hat, auf den sie hingewiesen worden ist.

  380. ErpelderNacht
    17. Juli 2013, 12:33 | #380

    Sweeper :@ErpelderNacht:Studier mal bitte dieses aktuelle Doc unter dem Aspekt, was es zum bisherigen Ablauf der externen Gutachten aussagt:http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-OLG-Bamberg-Beschluss-2013-07-16.pdfUnd mit welcher Begründung darauf bestanden wird, dass ein neuer externer Gutachter zugezogen wird. Und warum Pfäfflin sich weigert …

    Moin,

    Hab noch nicht alles durchgelesen, daher das hier vorab…

    Da lese ich Pfäfflin…in seiner Beauftragung durch die Strafvollstreckungskammer sollter er für das erneute Gutachten als Fakt hinnehmen, daß die Anlaßtaten so, wie sie in Brixners Urteil von 2006 beschrieben worden sind, wirklich stattgefunden hätten.

    http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-StVK-Beschluss-2013-04-26.pdf <–letzte Seite

    Mit so einer Vorgabe kann man in diesem Fall als Gutachter nur verlieren. Kein Wunder, daß er den Auftrag abgelehnt hat. Daß er beschimpft wurde und wird, glaube ich wohl.

    Gruß, EdN

  381. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 12:35 | #381

    Zur ausgeglichenen Datenbewertung durch F.Fischer http://opablog.net/2013/06/10/klaus-leipzigers-psycho-ein-weiteres-gustl-mollath-plakat/, andere nenen sowas Propaganda.

  382. bayle
    17. Juli 2013, 12:55 | #382

    ErpelderNacht :Da lese ich Pfäfflin…in seiner Beauftragung durch die Strafvollstreckungskammer sollter er für das erneute Gutachten als Fakt hinnehmen, daß die Anlaßtaten so, wie sie in Brixners Urteil von 2006 beschrieben worden sind, wirklich stattgefunden hätten.http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-StVK-Beschluss-2013-04-26.pdf <–letzte Seite

    Nur eben, dass das völlig rechtskonform ist. Irgendwo im Mollath-Faden im Forum gab es dazu eine Literaturstelle. Das ist, soweit ich das verstanden habe, die Rechtsgrundlage für Gutachten überhaupt. In jedem Erstgutachten muss man so verfahren, denn die Anlasstaten sind ja noch nicht rechtssicher festgestellt. Wie schon gesagt: eine Strategie der Mollathisten ist die Skandalisierung des Normalen.

  383. bayle
    17. Juli 2013, 13:02 | #383
  384. gelegentlich
    17. Juli 2013, 13:41 | #384

    @bayle
    Auf meine Bemerkung
    „Und deshalb gibt es für Herrn Mollath überhaupt keinen Grund sich von Irgendjemand untersuchen zu lassen.“
    kam von Ihnen:
    „Weil die Psychiater lügen. Das Gericht Nürnberg-Fürth lügt. Das OLG Bamberg lügt. Frau Lakotta lügt. Frau Merk lügt. Psiram lügt. Denn wir sind im Besitz der Wahrheit(TM), und jeder, der das nicht gleich einsieht, ist verbohrt/gekauft/arrogant und gehört mit Berufsverbot belegt.“
    Sehen Sie jetzt warum Sie keine Glaubwürdigkeit haben? Ich hatte geschrieben: das Urteil ist ein Skandalurteil, weil es, von den widerlichen Umständen der Vorbereitung durch Eberl und Leipziger und der Prozeßführung durch Brixner (lesen Sie mal die rezenten Stellungnahmen des erfahrenen Schöffen Westenrieder dazu, steht im Netz, zur Not über den Wolff-Blog einsehbar) abgesehen, auf tönernen Füßen steht:
    – dem unechten Dokument („Attest“)
    – der Tatsache, dass die Reifenstechereien durch Mollath nur behauptet wurden, nicht aber bewiesen werden konnten
    Daraus folgt zwingend die Notwendigkeit der Wiederaufnahme und die Tatsache, dass ein freier Mann sich nicht gegen seinen Willen untersuchen lassen muss, von solchen Leuten schon gar nicht. Sie haben schlicht in selten durchsichtiger Weise Behauptungen mir zu unterstellen versucht. Das ist Alles.
    Herr Schneider, hier offenbar der Flegel fürs Grobe, setzt sich nicht mit dem von mir genannten Link auseinander, sondern behauptet der Autor hätte irgendwo irgendwie was mit Porno zu tun. Nun, ob der wichst, ob der schwul ist, ob er asexuell ist sagt in diesem Zusammenhang was genau?
    Und die Anzeige von Frau Löblein ist bislang – eine Anzeige. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    „Entschuldige, dass ich beim Du geblieben bin. Wenn ich zum Sie wechsle, wird es noch dramatischer.“
    Mein Gott, das trifft mich ins Mark. Die Vorstellung, was sich hinter dem an sich unscheinbaren Wort „noch“ verbergen könnte…

  385. Gawlow
    17. Juli 2013, 13:50 | #385

    Du hast das PDF nicht gelesen.
    http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-OLG-Bamberg-Beschluss-2013-07-16.pdf
    @ bayle
    Das ist, soweit ich das verstanden habe, die Rechtsgrundlage für Gutachten überhaupt. In jedem Erstgutachten muss man so verfahren, denn die Anlasstaten sind ja noch nicht rechtssicher festgestellt.

  386. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 13:53 | #386

    @gelegentlich… es wird auch nicht dadurch ein Skandaurteil in dem sie das unter dauernder Missachtung der Gegenargumente gebetsmühlenhaft wiederholen.

  387. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 13:57 | #387

    Gawlow :Du hast das PDF nicht gelesen. http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-OLG-Bamberg-Beschluss-2013-07-16.pdf @ bayle Das ist, soweit ich das verstanden habe, die Rechtsgrundlage für Gutachten überhaupt. In jedem Erstgutachten muss man so verfahren, denn die Anlasstaten sind ja noch nicht rechtssicher festgestellt.

    Nochmal, Herr Strate ist hier Partei, und gottseidank auf der Seite von Herrn Mollath! Wäre er nämlich z.B. Vertreter eines potentielen Nebenklägers würde er mit genauso grosser Professionalität die gleichen Unterlagen dafür verwenden um herrn Mollath möglichst lange in den Knast zu bekommen und eine hohe Entschädigung für seine Opfer zu erreichen, und da wäre auch nichts schlimmes dran, man sollte das aber nicht vergessen bevor man die Argumente von der Seite Strates wertet.

  388. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 14:05 | #388

    Gawlow :Du hast das PDF nicht gelesen. http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-OLG-Bamberg-Beschluss-2013-07-16.pdf @ bayle Das ist, soweit ich das verstanden habe, die Rechtsgrundlage für Gutachten überhaupt. In jedem Erstgutachten muss man so verfahren, denn die Anlasstaten sind ja noch nicht rechtssicher festgestellt.

    Was war jetzt nochmal daran unverständlich?
    Am 12.02.2011 erstattete der Sachverständige Prof. Dr. Pfäfflin ein schriftliches Gutachten
    nach ausführlicher Exploration des Untergebrachten. Die rnündliche Anhörung des Sachverständigen Prof. Dr. Pfäfflin fand am 09.05.2011 statt. Aufgrund dieses Gutachtens und der jeweiligen Berichte der Klinik ordnet die Strafvollstreckungskammer mit den bereits
    genannten Beschlüssen vom 09.06.2011 und vom 30.07.2012 jeweils die Fortdauer der
    Unterbringung des Beschwerdeführers in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

  389. gelegentlich
    17. Juli 2013, 14:09 | #389

    „…es wird auch nicht dadurch ein Skandaurteil in dem sie das unter dauernder Missachtung der Gegenargumente gebetsmühlenhaft wiederholen.“
    Dann schauen wir uns einfach mal an was Oberstaatsanwalt Meindl, immerhin der Beförderungspraxis einer Beate Merk unterworfen, zu diesem Urteil zu sagen hat. Und machen uns Gedanken darüber, warum erstmalig ein Staatsanwalt die Wiederaufnahme beantragt, wodurch dieses Urteil dann endgültig beurteilt würde.
    Es ist wirklich nicht schwierig:
    – unechtes Dokument
    – keine Beweise für die Reifenstechereien
    – eine lügende Zeugin voller Belastungseifer

  390. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 14:19 | #390

    Warum sollte er das wohl, um den Rechtsfrieden wieder herzustellen natürlich, und um wenn es irgendgeht der ministerin dadurch vor der wahl noch den Allerwertesten zu retten. Was wäre denn für die Staatsanwaltschaft die Alternativeß ein ewiger „shitstorm2 mit Unterstellungen und beleidigungen von den Lustgreisen, Honigmännern und und Sobottkas dieses Landes.
    „StA-Gruppenführer Schütz (Leibstandarte Beate Merk)“ etc. etc. etc.

  391. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 14:23 | #391

    Aber die rettung naht!
    „Freunde hoffen nun auch auf Unterstützung von Filmstar Sandra Bullock. Die in Nürnberg aufgewachsene Hollywood-Schauspielerin habe zusammen mit Gustl Mollath die örtliche Rudolf-Steiner-Schule besucht, berichtete der Mollath-Unterstützer Gerhard Dörner der Nachrichtenagentur dpa. Er wolle demnächst nach San Francisco reisen und die Schauspielerin treffen. Es sei durchaus möglich, dass auch ihr das Schicksal des 56-Jährigen nicht gleichgültig sei.“

  392. gelegentlich
    17. Juli 2013, 14:28 | #392

    Bitte weiter so! Sie dürfen sich gerne auch noch steigern. Schließlich soll der Leser, der in diesen Thread stolpert, sich ja ein Bild von psiram machen.

    „Was wäre denn für die Staatsanwaltschaft die Alternative…“

    Das ist sicher das juristische Tor des Monats. Recht muss durch Unrecht ersetzt werden, weil leider der blöde Pöbel anders nicht beruhigt werden kann? Sind Sie CSU-Mitglied? Falls Sie dieses Kompliment vertragen.

  393. Gawlow
    17. Juli 2013, 14:35 | #393

    Oder gar Psychiater mit CSU Parteibuch?

    Obwohl Seehofer ist gerade not amused.
    http://www.merkur-online.de/aktuelles/politik/seehofer-ueber-bayerns-justiz-3009490.html#

  394. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 14:38 | #394

    gelegentlich :Bitte weiter so! Sie dürfen sich gerne auch noch steigern. Schließlich soll der Leser, der in diesen Thread stolpert, sich ja ein Bild von psiram machen.“Was wäre denn für die Staatsanwaltschaft die Alternative…”Das ist sicher das juristische Tor des Monats. Recht muss durch Unrecht ersetzt werden, weil leider der blöde Pöbel anders nicht beruhigt werden kann? Sind Sie CSU-Mitglied? Falls Sie dieses Kompliment vertragen.

    Ich weiss zwar nicht wie sie immer wieder auf diese seltsamen Strohmänner kommen, ich halte die Zustimmung der Staatsanwaltschaft zu einem Wiederaufnahmeverfahren tatsächlich auch zu einem Teil dem öffentlichen Interesse geschuldet. Das sie sich selber dem Pöbel zuordnen deckt sich bei Betrachtung der Qualität Ihrer Beiträge und der intellektuellen Durchdringung der Problematik tatsächlich mit meiner Einschätzung. Wie schon mehrfach erwähnt kann man ja nur für Herrn Mollath hoffen dass diese gedankenlose Hysterie ihm nicht irgendwann zum Schaden gereicht.

  395. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 14:40 | #395

    Gawlow :Oder gar Psychiater mit CSU Parteibuch?Obwohl Seehofer ist gerade not amused. http://www.merkur-online.de/aktuelles/politik/seehofer-ueber-bayerns-justiz-3009490.html#

    Wie bei jedem Verschwörungsgläubigen, alles was meiner Ansicht widerspricht, ist automatisch selber Teil der Verschwörung. Vielleicht bin ich ja Frau Merk?

  396. Sweeper
    17. Juli 2013, 14:47 | #396

    @Gawlow:

    Das ist das Irritierende an den Mollathisten: sie stürzen sich auf jede neue Meldung, die ihnen Oberwasser verspricht, statt einen kühlen Kopf zu bewahren und erst mal abzuwarten:

    http://www.br.de/nachrichten/seehofer-justiz-mollath-100.html

    Ein Zeitungsbericht über einen genervten Ministerpräsidenten im Fall Mollath, hat mächtig für Wirbel gesorgt. Nun dementierte der bayerische Regierungschef seinen Rundumschlag in Richtung Justizministerin Merk und ihrem Ressort. ..

    …Laut dem Bayerischen Rundfunk sagte Seehofer am Rande der Plenarsitzung, dass Kabinettssitzungen einen internen Charakter hätten. Der-oder diejenigen, die die Presse informierten, spielten ihr eigenes Spiel…

    …Laut dem Merkur soll in der Affäre Mollath vor allem die Verfahrensdauer den Ministerpräsidenten aufgeregt haben…

    Sturm im Wasserglas also – so wie die anfängliche Wolff-Blog-Hysterie über das jetzt erst aufgetauchte Attest – welches vermutlich zunächst vom Anwalt der P.M. an die zuständige Stelle gefaxt wurde, die dann das Original per Dienstwagen abholen ließ, damit es nicht verloren geht – immerhin wird es für die neue Verhandlung benötigt…falls eine solche stattfindet.

  397. gelegentlich
    17. Juli 2013, 14:57 | #397

    @Sweeper
    Nun haben Sie statt Herrn Schneider meine Bitte um Steigerung erhört:
    „…Laut dem Bayerischen Rundfunk sagte Seehofer am Rande der Plenarsitzung, dass Kabinettssitzungen einen internen Charakter hätten. Der-oder diejenigen, die die Presse informierten, spielten ihr eigenes Spiel…“
    Das ist also ein klares Dementi der Art „Das habe ich mit Sicherheit nicht gesagt“?
    Setzt Wissenschaftlichkeit, für die dieser Blog sich ja einsetzen will, Naivität und in diesem Fall auch Dummheit voraus? Oder wollen Sie selbst Herrn Seehofer um ein klares Dementi bitten? Ein kühler Kopf würde das sogleich tun. Weil im Moment Seehofer das ja eben nicht dementiert hat.

    Das zuerst aufgetauchte Attest ist selber eine Intrige, um die Öffentlichkeit auf den falschen Gegenstand zu fokussieren. Entscheidend ist ja nur, dass in der Verhandlung dies ein unechtes Dokument war und als Attest der Mutter von Herrn Reichel bezeichnet wurde.

    In einer neuen Verhandlung kann es gar keine Rolle spielen weil der angeblich untersuchende Arzt zu diesem Zeitpunkt, siehe oben, noch gar keinen Führerschein hatte.
    Fazit: Sie befördern hier Esoterik, und nicht ihr Gegenteil.

  398. Gawlow
    17. Juli 2013, 14:58 | #398

    Du meinst dich.

    „Warum sollte er das wohl, um den Rechtsfrieden wieder herzustellen natürlich, und um wenn es irgendgeht der ministerin dadurch vor der wahl noch den Allerwertesten zu retten.“

    Nette VT, die du dir da zusammengereimt hast.
    Frau Merk hat sich bestimmt über die Amtshilfe des OS Meindl gefreut.

  399. Sweeper
    17. Juli 2013, 15:12 | #399

    @gelegentlich:
    Sie reden wirres Zeug:

    Das zuerst aufgetauchte Attest ist selber eine Intrige, um die Öffentlichkeit auf den falschen Gegenstand zu fokussieren. Entscheidend ist ja nur, dass in der Verhandlung dies ein unechtes Dokument war und als Attest der Mutter von Herrn Reichel bezeichnet wurde.

    In einer neuen Verhandlung kann es gar keine Rolle spielen weil der angeblich untersuchende Arzt zu diesem Zeitpunkt, siehe oben, noch gar keinen Führerschein hatte.
    Fazit: Sie befördern hier Esoterik, und nicht ihr Gegenteil.

    Sie drehen sich die Wirklichkeit so, wie es Ihrer irrationalen Überzeugung gemäß ist und können daher gar nicht mehr zwischen Fakt und Fiktion unterscheiden.
    An der Anlasstat „eheliche Gewalt“ wurde niemals und nirgendwo offiziell ein Zweifel erhoben – außer von Mollath und seinen verblendeten Anhängern.
    Auch im mehrfach verlinkten Bamberger Bescheid vom 16.07.2013 wird darauf hingewiesen, dass eben dieser Vorfall als maßgeblich dafür angesehen wird, dass man Herrn Mollath nicht einfach freilassen kann. Sie müssten sich halt die Mühe machen, das Dokument auch (verstehend!) zu lesen. (S.13 unten)

    Und natürlich wird Dr. Markus Reichel in einem WA-Verfahren zu diesem Attest befragt werden:
    nicht weil das Attest inhaltlich in Zweifel gezogen würde, sondern weil ihm ein Formfehler unterlaufen ist, der es als Urkunde vor Gericht unbrauchbar macht.
    Merken Sie nicht, wie sehr Sie sich mit Ihrer Verschwörungstheorie ins Unrecht setzen?

    Selbst wenn – hypothetisch – P.M. an unlauteren Bankgeschäften beteiligt gewesen sein sollte, dann wird sie nach allem, was man wissen kann, dennoch Opfer von Gustl Mollaths gewalttätigem Ausraster gewesen sein. Und dafür stand er damals vor Gericht und wurde nur wegen seiner wahnbedingten Schuldunfähigkeit nicht verurteilt.

  400. bayle
    17. Juli 2013, 15:13 | #400

    gelegentlich :“Weil die Psychiater lügen. Das Gericht Nürnberg-Fürth lügt. Das OLG Bamberg lügt. Frau Lakotta lügt. Frau Merk lügt. Psiram lügt. Denn wir sind im Besitz der Wahrheit(TM), und jeder, der das nicht gleich einsieht, ist verbohrt/gekauft/arrogant und gehört mit Berufsverbot belegt.” Sehen Sie jetzt warum Sie keine Glaubwürdigkeit haben?

    Oh … Ja, ich sehe jetzt, warum ich keine Glaubwürdigkeit habe. Das waren wirklich meine Worte. 🙂

    gelegentlich :Ich hatte geschrieben: das Urteil ist ein Skandalurteil

    Nanu? Aber das sind ja eigentlich auch meine Worte! Das Gericht lügt, wenn es daran festhält, dass es sich nicht um ein Skandalurteil handelt. Es gibt ernsthafte Hinweise darauf, dass es Verfahrensfehler gegeben hat. Das sollte geprüft werden:

    Gründliche Aufklärung, gegebenenfalls Revision des Urteils ja – Entlarvung nein.

    Mehr nicht. Dabei kann von Skandal, der das Ansehen der forensischen Psychiatrie und von was weiß ich noch von wem besudelt, überhaupt keine Rede sein.

    gelegentlich :lesen Sie mal die rezenten Stellungnahmen des erfahrenen Schöffen Westenrieder dazu, steht im Netz

    Habe ich. Er ist ein Laie. Man sieht nur Dinge, die man kennt: alles andere trägt nur zu einer diffusen Atmosphäre bei. Er kann nicht mehr differenzieren, warum er damals den Eindruck hatte, die Verurteilung war rechtens, obwohl er heute von sich glaubt, er könnte das.

    gelegentlich :… auf tönernen Füßen …

    Hatten wir alles schon. Geschenkt.

  401. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 15:15 | #401

    Gawlow :Du meinst dich.“Warum sollte er das wohl, um den Rechtsfrieden wieder herzustellen natürlich, und um wenn es irgendgeht der ministerin dadurch vor der wahl noch den Allerwertesten zu retten.”Nette VT, die du dir da zusammengereimt hast. Frau Merk hat sich bestimmt über die Amtshilfe des OS Meindl gefreut.

    Über was sich Frau Merk freut magst du besser wissen, dass es inzwischen ein Interesse von Politik und Justiz gibt den Fall Mollath zu lösen dürfte ja inzwischen unbestritten sein. Ob das allerdings im endeffekt wirklich für die Person Gustl mollath gut ausgeht kann ch nur hoffen, nachdem was sich da an Spinnern vtlern und sonstigen Spinnern hinter ihm gesammelt hat. nicht auszudenken er hätte wirklich eine paranoide Störung was diese Übersteigerung und dieses unreflektierte Geglaube ihn ihm auslösen mögen. Aber sowas ist ja den meisten Mollathianern egal, Hauptsache sie können ander Menschen denunzieren, beschimpfen und beleidigen.

  402. gelegentlich
    17. Juli 2013, 15:27 | #402

    @Sweeper
    Was die Anlasstat „eheliche Gewalt“ angeht wissen Sie sowenig wie ich. Da steht Aussage gegen Aussage. Wobei eine Aussage nun mal nicht sehr gewichtig ist: die Dame hat extremen Belastungseifer nachgewiesen, sich vielleicht sogar des Prozessbetrugs schuldig gemacht, wird im Bericht der HVB als verstockt und nicht der Wahrheit verpflichtet beschrieben… jede Aussage von Herrn Reichel ist wertlos, weil er damals nicht für solch eine Untersuchung qualifiziert war und sein Ergebnis den Aussagen von Frau Mollath widerspricht.
    „…wurde nur wegen seiner wahnbedingten Schuldunfähigkeit nicht verurteilt.“ Eine absolut vermessene Aussage! Der Richter Brixner hat die Glaubwürdigkeit der einzigen Zeugin ja überhaupt nicht geprüft. Ihr „Neuer“ war schließlich sein Handballkumpel. Wenn das Wörtchen wenn nciht wär…
    @Bernd Schneider
    Bitte weiter so! Ihre Ausfälle in Ihrer eigenen Schreibe befördern meine Absichten auf das Beste.
    „Ob das allerdings im endeffekt wirklich für die Person Gustl mollath gut ausgeht kann ch nur hoffen, nachdem was sich da an Spinnern vtlern und sonstigen Spinnern hinter ihm gesammelt hat. nicht auszudenken er …“
    Nur an Ihrer Legasthenie sollten Sie noch arbeiten. Es gibt Geschmäckler und Ästheten unter den Lesern.
    @bayle
    Ich wußte es. Ein Forentroll. Alle sind Laien außer Mutti…

  403. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 15:34 | #403

    „Nur an Ihrer Legasthenie sollten Sie noch arbeiten. Es gibt Geschmäckler und Ästheten unter den Lesern.“
    ….am Ende bleiben dann halt immer die Schreibfehler die jemand, der angesehene Mediziner und Journalisten denunziert, beleidigt und entehrt dann auch gerne mal zu einer Legasthenie umdeutet.

  404. Sweeper
    17. Juli 2013, 15:37 | #404

    @gelegentlich:

    @Sweeper
    Was die Anlasstat “eheliche Gewalt” angeht wissen Sie sowenig wie ich. Da steht Aussage gegen Aussage…

    Traurig für Sie, dass Sie den Inhalt des doc (S.13/14) nicht begreifen können:
    http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-OLG-Bamberg-Beschluss-2013-07-16.pdf

    Hier steht nicht – wie es Ihrem Wunschdenken entspricht – „Aussage gegen Aussage“, sondern es wurde rechtskräftig festgestellt.

    …Andererseits stellen die Körperverletzungsdelikte zum Nachteil der geschiedenen Ehefrau des Untergebrachten eine massive Beeinträchtigung eines hochwertigen Rechtsgutes, nämlich der körperlichen Unversehrtheit dar.
    Sie beinhalteten in der rechtskräftig festgestellten und damit den Senat bindenden Form zugleich ein erhebliches Gefährdungspotential für das Leben des Opfers…

    Diese „rechtskräftig festgestellte und damit … bindende Form“ kann erst durch ein neues Verfahren aufgehoben werden.
    In diesem neuen Verfahren wird P.M. in dieser Sache aussagen wie auch der Arzt Markus Reichel, der den Vorfall damals attestiert hatte und folglich Zeuge ist.

  405. Sweeper
    17. Juli 2013, 15:40 | #405

    @ Admins:
    In meinem Beitrag #404 ist ein „blockquote zu viel drin – bitte entfernen, damit es nicht unverständlich wird:

    Ab „Traurig für Sie…“ fängt meine Antwort an – inclusive des Zitats aus dem Strate-Doc.

  406. gelegentlich
    17. Juli 2013, 15:46 | #406

    @Sweeper
    „Rechtskräftig“ heißt dass wir jetzt in Anbetungsstarre verfallen müssen?
    Dazu sagt ein sehr erfahrener Rechtsanwalt aus jener Region:
    „…ich habe den Beschluss des OLG Bamberg nochmals geprüft und festgestellt, dass darin so viele inhaltliche Fehler, Halbwahrheiten und Spekulationen enthalten sind, dass man in einem einfachen post gar nicht darauf eingehen kann.“
    http://gabrielewolff.wordpress.com/2013/07/06/der-fall-mollath-das-endspiel/comment-page-3/#comment-16459
    Schaun mer mal…
    P.M. mag aussagen. Würden Sie von dieser Dame ein gebrauchtes Auto kaufen? Zumal sie ihrem eigenen Arzt widersprochen hat. Entweder lügt der oder sie. Viel Glück im neuen Verfahren.

  407. ErpelderNacht
    17. Juli 2013, 15:51 | #407

    bayle :

    ErpelderNacht :Da lese ich Pfäfflin…in seiner Beauftragung durch die Strafvollstreckungskammer sollter er für das erneute Gutachten als Fakt hinnehmen, daß die Anlaßtaten so, wie sie in Brixners Urteil von 2006 beschrieben worden sind, wirklich stattgefunden hätten.http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-StVK-Beschluss-2013-04-26.pdf <–letzte Seite

    Nur eben, dass das völlig rechtskonform ist. Irgendwo im Mollath-Faden im Forum gab es dazu eine Literaturstelle. Das ist, soweit ich das verstanden habe, die Rechtsgrundlage für Gutachten überhaupt. In jedem Erstgutachten muss man so verfahren, denn die Anlasstaten sind ja noch nicht rechtssicher festgestellt. Wie schon gesagt: eine Strategie der Mollathisten ist die Skandalisierung des Normalen.

    Ich sehe das genau andersrum:
    Die Normalisierung des Skandalösen ist das, was empört.

  408. bayle
    17. Juli 2013, 16:02 | #408

    gelegentlich :@bayle Ich wußte es. Ein Forentroll. Alle sind Laien außer Mutti…

    Ich entnehme diesem Beitrag, dass Du zur Sache (insbesondere zu #379, #400) nichts mehr sagen willst. Ist ja vielleicht auch besser so. 😉

  409. Sweeper
    17. Juli 2013, 16:07 | #409

    @gelegentlich:

    “Rechtskräftig” heißt dass wir jetzt in Anbetungsstarre verfallen müssen?
    Dazu sagt ein sehr erfahrener Rechtsanwalt aus jener Region:
    “…ich habe den Beschluss des OLG Bamberg nochmals geprüft und festgestellt, dass darin so viele inhaltliche Fehler, Halbwahrheiten und Spekulationen enthalten sind, dass man in einem einfachen post gar nicht darauf eingehen kann.”

    Ja, zu meinem Vergnügen lese ich ab und zu im Krimi-Gabi-Blog mit 😀
    Ob das ein „sehr erfahrener Rechtsanwalt“ ist, der an Frau Wolff die Bitte richtet, den Beschluss des OLG Bamberg zu kommentieren, ist völlig irrelevant. Ebenso, was die Frau Kriminalschriftstellerin dazu sagt.

    Ich werde aber die Seite von RA Strate im Auge behalten – vielleicht reklamiert der ja „inhaltliche Fehler, Halbwahrheiten und Spekulationen“
    Ich fürchte aber, dass den Mollathisten erst nach und nach klar werden wird, was in diesem Text vom OLG Bamberg tatsächlich steht – und das ist eine überzuckerte bittere Pille für die Verteidigung (wenn mich mein laienhafter Verstand nicht täuscht).

    Vor allem weist das OLG Bamberg der RAin Mollaths eine Mitverantwortung daran zu, dass kein externer Gutachter zugezogen wurde:

    Im angefochtenen Beschluss vom 10.06.2013 hat die Kammer insoweit ausgeführt, von der Einholung eines weiteren (externen) Gutachtens abgesehen zu haben, nachdem der Untergebrachte durch seine Verteidigerin habe vortragen lassen, dass ein weiteres Gutachten überflüssig sei und zu unterbleiben habe. Eine solche „überflüssige und geradezu groteske Maßnahme“ lehne er (der Untergebrachte) ab. Die fortdauernde Ablehnung sei durch die Ausführungen im Schreiben der Verteidigerin vom
    03.06.2013 untennauert worden, indem der Auftrag der Kammer an den Sachverständigen Prof. Dr. Pfäfflin, eine ergänzende Stellungnahme zu dem von ihm erstatteten Gutachten vorzulegen, als „unsinnig“ bezeichnet worden sei…

    Anschließend legt das OLG Bamberg mittels der von mir weiter oben zitierten Passage jedoch dar, warum es einen neuen externen Gutachter für unverzichtbar hält (und warum notfalls eben ein externes Gutachten wieder nach Aktenlage zu erstellen ist).
    Keinesfalls wird Herr Mollath ohne dieses externe Gutachten auf freien Fuß kommen – so weit dies in den Entscheidungsbereich des OLG Bamberg fällt.

  410. bayle
    17. Juli 2013, 16:07 | #410

    gelegentlich :@Sweeper “Rechtskräftig” heißt dass wir jetzt in Anbetungsstarre verfallen müssen? Dazu sagt ein sehr erfahrener Rechtsanwalt aus jener Region: “…ich habe den Beschluss des OLG Bamberg nochmals geprüft und festgestellt, dass darin so viele inhaltliche Fehler, Halbwahrheiten und Spekulationen enthalten sind, dass man in einem einfachen post gar nicht darauf eingehen kann.”

    Rechtssicherheit ist ein Schmarrn. Was wir brauchen, ist mehr Anarchie. Und im übrigen die übliche Leier:

    Ich könnte tausend Gründe nennen, wenn ich nur welche wüsste.

  411. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 16:08 | #411

    „Glück im neuen Verfahren.“

    „Die Angelegenheit ist zu komplex und in ihren Auswirkungen zu wenig überschaubar, als dass sie eine geeignete Folie für Selbstdarstellungen oder Projektionen einer allgemeinen Unzufriedenheit mit gesellschaftlichen Verhältnissen wäre. Gründliche Aufklärung, gegebenenfalls Revision des Urteils ja – Entlarvung nein.“

    Irgendwie hat er immer noch nicht verstanden, dass es hier um Gerechtigkeit und Gesundheit für Herrn Mollath geht und nicht um ein Fussballspiel geht.

  412. bayle
    17. Juli 2013, 16:12 | #412

    @ ErpelderNacht
    Hast Du wirklich das Gefühl, dass das eine Antwort ist, die irgendwie mit dem Problem zu tun hat?

  413. gelegentlich
    17. Juli 2013, 16:29 | #413

    @Sweeper
    „Keinesfalls wird Herr Mollath ohne dieses externe Gutachten auf freien Fuß kommen – so weit dies in den Entscheidungsbereich des OLG Bamberg fällt.“
    Klar, zusammen mit der Einschränkung im letzten Halbsatz. Das OLG Bamberg ist Teil eines Justizsystems, das als oberste Priorität offenbar hat, sich jede Kritik an seinen inneren Zuständen zu verbitten, seien diese noch so haarsträubend. Und das auf Zeit spielt. Dieses jüngste Urteil aus Bamberg ist nur ein entsprechender Zug.
    Der in einem Skandalurteil zu Unrecht verurteilte G. Mollath wird dadurch freikommen dass die Rechtsgültigkeit des ursprünglichen Urteils aufgehoben werden wird, zur Not durch das Bundesverfassungsgericht. Er wird sich dann keinem Gutachten von Einem dieser „Zunft“ stellen müssen. Diese, durch diesen Fall ganz zu Recht ins Gerede gekommene „Branche“, steht erst mal auf dem Prüfstand und wird deshalb wohl andere Sorgen haben. Die bei dieser Defensivarbeit verbrannten Namen (Eberl, Brixner, Leipziger, Kröber, Lakotta, Rückert) ebenso.
    @bayle
    „Rechtssicherheit ist ein Schmarrn. Was wir brauchen, ist mehr Anarchie. Und im übrigen die übliche Leier:
    Ich könnte tausend Gründe nennen, wenn ich nur welche wüsste.“
    Sagte ich doch: Forentroll. Für diese Nummer einfach zu klein. Flache Unterstellungen bleiben flache Unterstellungen. Sie müssen Ihre Esoterik dynamisch verstärken. Im Sinne von: Magie – der Glaube des Primitiven an die Allmacht seiner Gedanken.

  414. bayle
    17. Juli 2013, 16:33 | #414

    @ gelegentlich
    Komisch, wenn ich der Forentroll bin, warum versuchst Du Dich dann an einer Antwort?
    Aber gut, eine Antwort kann man das ja eigentlich nicht nennen.

  415. Sweeper
    17. Juli 2013, 16:45 | #415

    @gelegentlich:

    Der in einem Skandalurteil zu Unrecht verurteilte G. Mollath wird dadurch freikommen dass die Rechtsgültigkeit des ursprünglichen Urteils aufgehoben werden wird, zur Not durch das Bundesverfassungsgericht. Er wird sich dann keinem Gutachten von Einem dieser “Zunft” stellen müssen.

    Nun, dann gibt es eben ein neues Verfahren. Dagegen ist nichts einzuwenden.
    Aber damit Herr Mollath nicht vorzeitig freikommt, besteht ja das OLG Bamberg auf einem neuen Gutachten. Das hat ja auch Gabriele Wolff eigentlich begriffen:

    https://forum.psiram.com/index.php?topic=11591.msg143803#msg143803

  416. gelegentlich
    17. Juli 2013, 17:02 | #416

    @Sweeper
    Ach, das ist Frau Wolff und vielen Anderen schon lange klar. Daher auch der Vorwurf der Zeitschinderei, denn die WA müßte sachlogisch zuerst kommen. Die Gründe dafür liegen ewig und ein paar Tage auf dem Tisch. Die Taktierereien von GStA Nerlich haben das bisher aufschieben können. Aber es wird wohl nicht mehr lange dauern. Kein Mensch braucht dann noch so etwas wie => diese forensische Psychiatrie. Deren Geschäftsmodell hat lange genug funktioniert. Hier sieht man eben, was dabei heraus kam.
    @bayle
    Weil ich mit eigenen Augen sehen möchte dasss man „schwach“ steigern kann.

  417. Sweeper
    17. Juli 2013, 17:10 | #417

    @gelegentlich:

    Kein Mensch braucht dann noch so etwas wie => diese forensische Psychiatrie. Deren Geschäftsmodell hat lange genug funktioniert. Hier sieht man eben, was dabei heraus kam.

    Sie sind schon ein kleiner Naivling. Die Forensische Psychiatrie ist m.W. der einzige Zweig der Psychiatrischen Kliniken, der noch nicht an irgendwelche Konzerne (wie etwa Asklepios) gegangen ist. Wo sollen denn da bitte Gewinne erwirtschaftet werden?
    Tun Sie mir mal den Gefallen und recherchieren Sie, was die Unterbringung eines Patienten im Maßregelvollzug kostet im Vergleich zum normalen „Knast“.
    Sie leben offenbar in Wolkenkuckucksheim…

    http://www.wiwi.uni-frankfurt.de/fileadmin/user_upload/dateien_abteilungen/abt_ewf/LS_Entorf/doc/Research/Evaluation/Erfolgs-_und_Kostenmessung_im_Massregelvollzug__2007.pdf

  418. bayle
    17. Juli 2013, 17:13 | #418

    gelegentlich :Kein Mensch braucht dann noch so etwas wie => diese forensische Psychiatrie. Deren Geschäftsmodell hat lange genug funktioniert.

    Du kannst nicht über Sponsels Schatten springen, vgl. #266, #354

  419. ErpelderNacht
    17. Juli 2013, 17:27 | #419

    bayle :@ ErpelderNacht Hast Du wirklich das Gefühl, dass das eine Antwort ist, die irgendwie mit dem Problem zu tun hat?

    Da ich nicht weiß, was in deinen Augen das Problem ist, kann ich dir diese Frage nicht beantworten.
    Was ist denn das Problem? Wie definierst Du es?

  420. gelegentlich
    17. Juli 2013, 17:41 | #420

    @Sweeper @bayle
    Herzlichen Dank, diese Beiträge machen mich glücklich! Sponsel kenne ich übrigens lediglich aus Beiträgen bei Wolff undProf. Müller. Ich bin auch kein Psychologe.
    Aber ich wollte den hier Mitlesenden zeigen, dass es diesem Blog keineswegs um den Menschen Mollath geht, sondern um die Verteidigung des Geschäftsmodells forensische Pychiatrie. Wenn man ihn jetzt liest und auch dazu sein Hinterrundgespräch im Forum ist die Sache glasklar.
    Der Fall Mollath ist das Ergebnis einer trüben Kooperation zweifelhafter Justizfiguren und zweifelhafter forensischer Psychiater. Als er zum Skandal wurde hat man publizistische Schützenhilfe bei geeigneter Lobbypresse geholt: Rückert, Lakotta, Lapp.
    Beide Kooperationspartner haben ein massives Interesse am Abstreiten, Lügen, Vertuschen gehabt und haben es noch. Unter normalen Umständen hätte dieser Verbund gehalten, obwohl das Brixner-Urteil und sein Zustandekommen auch für jeden juristischen Laien ein absoluter Skandel ist. Aber es stehen Landtagswahlen an und Mollath hat jetzt 2 brillante Verteidiger. Wenn jetzt Seehofer Merk fallen läßt, wie heute geschehen (sein Dementi ist ja in Wirklichkeit gar keines, im Gegenteil!) läßt man jetzt dieses Schiff sinken. Der Skandal ist politisch nicht mehr vermittelbar. Und der forensischen Psychiatrie wünsche ich einen schnellen reibungslosen Tod. Spargelstechen erbringt auch Geld! Und: es ist vergleichsweise ehrliche Arbeit!

  421. Sweeper
    17. Juli 2013, 17:51 | #421

    @gelegentlich:

    Aber ich wollte den hier Mitlesenden zeigen, dass es diesem Blog keineswegs um den Menschen Mollath geht, sondern um die Verteidigung des Geschäftsmodells forensische Pychiatrie.

    Schön, dass Sie es noch mal erwähnen 😀
    Worin genau besteht nun dieses Geschäftsmodell?
    Ich erlaube mir, dazu an meinen Kommentar

    https://blog.psiram.com/2013/07/causa-mollath-verschworung-oder-wahn/#comment-26384

    zu erinnern.
    Wo werden in diesem „Geschäftsmodell“ nun die Gewinne erwirtschaftet?
    Sind die Gutachter heimlich die Betreiber der Forensischen Kliniken?

    Wenn jetzt Seehofer Merk fallen läßt, wie heute geschehen (sein Dementi ist ja in Wirklichkeit gar keines, im Gegenteil!)

    Ach richtig: im Geheimen gilt immer das Gegenteil dessen, was kommuniziert wird.
    Das weiß jeder Eingeweihte….

  422. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 18:03 | #422

    @gelegentlich…. na jetzt ist es raus, geht doch gleich viel besser,oder? ….übrigens wussten sie schon, dass die Mafia in NY sich beim Abtransport der Trümmer des WTC eine goldene Nase verdient hat?

  423. bayle
    17. Juli 2013, 18:05 | #423

    @ ErpelderNacht
    Ich lehne mich mal aus dem Fenster. Wir sollten uns zunächst über ein paar Grundannahmen einigen:
    1. Es gibt psychisch kranke und deswegen vermindert schuldfähige Straftäter
    2. Es wird diesen Straftätern nicht gerecht, sie für ihre Taten wie einen Gesunden zu bestrafen.
    3. Wenn diese Straftäter weiter gefährlich sind, dann muss die Allgemeinheit vor ihnen geschützt werden.
    4. Es bedarf Sachverstandes festzustellen ob jemand 1. psychisch krank und 2. deswegen weiterhin gefährlich ist.
    5. Der Sachverstand wird vom Gericht befragt, und er gibt ein Gutachten ab.

    Wie man sehr gut an #420 erkennen kann, ist das nicht allgemeiner Konsens, und es ist nicht müßig, das abzuhaken.

    Jetzt erhebt sich die Frage: von welchen Tatsachen, abgesehen von einer medizinischen Diagnose, soll der Gutachter in seiner Gefährlichkeitsprognose ausgehen, wenn vom Gericht noch keine Taten festgestellt worden sind? Offenbar von den teils fiktiven, noch nicht festgestellten. Ist es dann nicht anschließend Sache des Gerichts, festzustellen, ob diese zunächst notwendig teils fiktiven Taten wirklich passiert sind? Und ist es dann nicht Aufgabe des Gerichts, nach dieser Feststellung der Gefährlichkeitsprognose zu folgen – oder diese in die Tonne zu treten?

    Was ist Dein alternativer Vorschlag, wenn der Sachverständige nicht von notwendig teils fiktiven Anlasstaten ausgehen soll?

    Was bedeutet der Satz „Die Normalisierung des Skandalösen ist das, was empört“?

  424. gelegentlich
    17. Juli 2013, 18:07 | #424

    @Sweeper
    „Wo werden in diesem “Geschäftsmodell” nun die Gewinne erwirtschaftet?
    Sind die Gutachter heimlich die Betreiber der Forensischen Kliniken?“
    Ad 1: weiß ich nicht, interessiert mich auch nicht. Vielleicht ist es sogar ein defizitäres Geschäftsmodell? Mir ging es darum, dass Diejenigen, die in diesem Thread angeblich den Menschen Gustl Mollath und sein Wohl in den Mittelpunkt stellten, ein anderes Ziel hatten. Das ist deutlich geworden. Dafür habe ich mich bedankt.

    Ad 2: Leipziger leitet doch solch eine Einrichtung. Und er ist, was Tagungen/Fortbildungen und ähnliche geldwerte Anlässe angeht, mit Kröber in einem Boot. Und Madame Lakotta und Madame Rückert werden zu wichtigen Evens natürlich auch eingeladen und am Büffet charmiert. Der schmierige Lapp wohl (noch?) nicht.

    Seehofer: wo sind wir denn hier? Seehofer hat heute nicht gesagt, die zitierten Äußerungen seinen nicht gefallen. Wäre es ihm wichtig könnte er ja klagen. Er hat, so wie @bayle das hier immer versucht, davon ablenken wollen: wer Kabinettsinterna veröffentlicht habe seine eigenen Ziele. Das ist nichts Geheimes. Jeder Leser weiß dann: er hat Merk fallen gelassen. Sie stört. Und die unabhängige Justiz, die offenbar ein Saustall ist, der sich nicht mal um den Preis bereit ist zu korrigieren dass ihr Schiirmherr, die CSU, darüber vielleicht die Macht verliert, ist ihm ebenfalls ein Dorn im Auge. Mir auch. Aber aus anderen Gründen. Meine Freude darüber, dass ihm jetzt der Stein (jahrzehntelane amigohafte Fehlbeförderungen in diesem Bereich) auf die Füße fällt, ist nicht klammheimlich.
    Ich freue mich wennd diese falschen Schlangen verschwinden (müssen).

  425. bayle
    17. Juli 2013, 18:26 | #425

    gelegentlich :Aber ich wollte den hier Mitlesenden zeigen, dass es diesem Blog keineswegs um den Menschen Mollath geht, sondern um die Verteidigung des Geschäftsmodells forensische Pychiatrie. Wenn man ihn jetzt liest und auch dazu sein Hinterrundgespräch im Forum ist die Sache glasklar.

    OMG, was für ein aufrechter Held, wie sind wir jetzt ertappt. Aber ich will nicht behaupten, dass ich das nicht habe kommen sehen:
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142740#msg142740
    Und jetzt gehe ich zum Sie über: Sie sind einfach nur ein Denunziant.

  426. Sweeper
    17. Juli 2013, 18:35 | #426

    @gelegentlich:

    Ad 2: Leipziger leitet doch solch eine Einrichtung. Und er ist, was Tagungen/Fortbildungen und ähnliche geldwerte Anlässe angeht, mit Kröber in einem Boot. Und Madame Lakotta und Madame Rückert werden zu wichtigen Evens natürlich auch eingeladen und am Büffet charmiert. Der schmierige Lapp wohl (noch?) nicht.

    Mal ehrlich: so stellt sich Klein-Fritzchen die große Welt vor.

    Es gibt in der Medizin ganz andere Bereiche, in denen tatsächlich viel Geld verdient wird und wo auch Firmeninteressen eine Rolle spielen. Meistens geht es dabei um teure Geräte oder andere Neuentwicklungen – Medikamente, neue Materialien/Hardware im operativen Bereich etc.
    Die forensischen Patienten sind zu einem großen Teil Sucht-Patienten:

    …Die meisten der zur Zeit 220 Patienten seien allerdings Drogenabhängige. Hauptübel ist für den Mediziner momentan die aus Osteuropa eingeschmuggelte synthetische Droge Chrystal. Sie treibe viele junge Leute in die Sucht, das sorge für ein volles Haus. „Wir haben eine Überbelegung von 30 bis 40 Prozent“, berichtet Zappe…
    http://www.schwaebische.de/region/wir-im-sueden/bayern_artikel,-Fall-Mollath-zeigt-das-Dilemma-der-Gerichtspsychiatrie-Seelen-Kur-hinter-Panzerglas-_arid,5468340.html

    Psychiater, die sich für die Forensik entscheiden, benötigen sehr viel Idealismus und ein besonderes Interesse an Menschen, die „anders gestrickt“ sind. Innerhalb der psychiatrischen Disziplinen ist es sicherlich die am wenigsten „attraktive“ – insbesondere für die Karriere. Natürlich veranstalten auch die Forensiker Workshops und Fachkongresse. Aber aus o.g. Gründen ist das Sponsoring – Interesse der Industrie dort eher begrenzt.

  427. Bernd Schneider
    17. Juli 2013, 18:38 | #427
  428. Sweeper
    17. Juli 2013, 18:54 | #428

    @gelegentlich:

    Zu Seehofer:

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/ministerpraesident-zum-fall-mollath-seehofer-dementiert-attacke-auf-justizministerin-1.1723521

    .

    …Der Merkur zitierte Seehofer jedenfalls mit den Worten: „Wofür brauchen wir dann noch ein Justizministerium?“

    Diese Worte sorgten am Mittwoch für Aufregung. Und Seehofer dementierte sie entschieden. „Das ist falsch“, sagte Seehofer gleich mehrmals, das habe „mit der Wahrheit nichts zu tun“. Und fügt einen Satz an, der sich einreiht in seine Zitate großer politischer Philosophie: „Alles, was ich weiß, ist falsch.“

    Auch seine Kritik an der Justiz relativierte der Ministerpräsident. Er betonte gegenüber Journalisten, für ihn stehe die Unabhängigkeit der Justiz an „oberster Stelle“…

    …Anmerkung der Redaktion: Nachdem Seehofer sich zu dem Bericht des Münchner Merkur geäußert hatte, wurden seine Aussagen nachträglich in dem Artikel ergänzt.

    Da ist es wohl wieder mal mit ihm durchgegangen – kein Wunder.

  429. gelegentlich
    17. Juli 2013, 18:54 | #429

    @bayle
    Sie sind eh der Größte. Das ist jetzt jedem Mitleser klar. Ich habe das nicht so kommen sehen. Es hat mich aber auch nicht weiter interessiert. Dieser Forentroll-Stil ist mir sonst eher von PI-affinen Blogs bekannt. Wo die Freunde der Wissenschaftlickeit halt im Netz hausen.
    @Sweeper
    Das mag ja Alles sein. Das ändert aber in => diesem Fall nichts daran, dass ein Psychiater (Leipziger) mit einem Richter (Eberl) konspiriert hat, der dann die Polizei bat besseres Material zu beschaffen, mit dem sich das Wegsperren begründen ließ. Und dass die forensischen Psychiater ein elastischen „Netz“ miteinander aufgebaut haben, ähnlich einem Zitierkartell, um die Sache „fortzuschreiben“. Und als das Kind in den Brunnen gefallen war gab es keine Selbstreinigung,wozu man auch einigen „eigenen“ Leuten auf die Zehen hätte steigen müssen, sondern man hat mit m.E. zweifelhaften, windigen Mitteln (Lakotta, Rückert, Lapp) gearbeitet, um die eigene Position zu halten. Auf Kosten des Weggesperrten eben. Erwarten Sie dafür Sympathie? Bis heute halten Sie hier den durchsichtigsten Manövern (Bamberg) die Stange, damit bloß der eigenen Sache nichts passiert.
    Selbst schuld, würde ich sagen. Viel Erfolg – in einem anderen Leben, an einem anderen Ort.

  430. bayle
    17. Juli 2013, 19:03 | #430

    @ gelegentlich
    Eine wunderbare Theorie, alles so schön rund. Unwiderlegbar, nicht falsifizierbar.

  431. bayle
    17. Juli 2013, 19:12 | #431

    @ ErpelderNacht

    gelegentlich :Ad 2: Leipziger leitet doch solch eine Einrichtung. Und er ist, was Tagungen/Fortbildungen und ähnliche geldwerte Anlässe angeht, mit Kröber in einem Boot.

    Frage an Dich, ErpelderNacht: ist das keine Skandalisierung des Normalen?

  432. Sweeper
    17. Juli 2013, 19:17 | #432

    @gelegentlich:

    Das mag ja Alles sein. Das ändert aber in => diesem Fall nichts daran, dass ein Psychiater (Leipziger) mit einem Richter (Eberl) konspiriert hat, der dann die Polizei bat besseres Material zu beschaffen, mit dem sich das Wegsperren begründen ließ. Und dass die forensischen Psychiater ein elastischen “Netz” miteinander aufgebaut haben, ähnlich einem Zitierkartell, um die Sache “fortzuschreiben”.

    Das wird zwar gern so kolportiert, ist aber Blödsinn.
    Denn ursprünglich stand das Thema Reifenstecherei gar nicht zur Diskussion – da ging es nur um gefährliche Körperverletzung. Das allein hätte auch schon ausgereicht, um Mollath ins Gefängnis zu bringen (natürlich nicht so lange).
    Die Frage der Schuldfähigkeit war auch da schon zu klären – das geht aus der Bescheinigung von P.M.s Psychiaterin hervor, die Frau Mollath damals nahe legte, eine psychiatrische Erkrankung ihres Mannes abklären zu lassen.

    Was jetzt über Leipziger kolportiert wird (er bitte um mehr „Material“ oder so ähnlich), entspricht dem ganz normalen Vorgehen beim Erstellen eines Sachverständigengutachten.
    Der Gutachter kann ja nicht selbst ermitteln, sondern muss die beauftragende Behörde ersuchen, ihm das nötige Material zur Verfügung zu stellen.
    Daraus wird jetzt im Nachhinein in der öffentlichen Darstellung, das Körperverletzungsdelikt „habe wohl nicht ausgereicht“.

    Wenn du die Chronologie der Ereignisse in Strates WA-Antrag anschaust, dann lag aber zwischen diesem ersten Anlass/Hauptverhandlung (2003) und der „Reifenstecherei“ ein längerer Zeitraum, und das zweite Verfahren wurde dem ersten „hinzuverbunden“. Der ursprüngliche Gutachter war nicht Leipziger, sondern Dr. Thomas Lippert. Schon damals verweigerte Mollath eine Begutachtung, ließ sich offenbar während der Verhandlung (2004) auch nicht vom Sachverständigen Lippert befragen und bewirkte mit dieser Totalverweigerung den ersten Unterbringungsbeschluss zwecks Exploration.
    Das endete dann in der Sache mit Wörthmüller; damals kam RA Ophoff ins Spiel (was Mollath aber nicht daran hinderte, auch selbst schriftliche Eingaben zu machen, in denen sich formal Fallbezogenes mit Spekulativem und Wahnhaften mischt).

    http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-Wiederaufnahmeantrag-StA-Regensburg-2013-03-18.pdf

  433. bayle
    17. Juli 2013, 19:31 | #433

    @ Sweeper

    Sweeper :Der ursprüngliche Gutachter war nicht Leipziger, sondern Dr. Thomas Lippert. Schon damals verweigerte Mollath eine Begutachtung

    Aber sweeper, das ist doch menschlich völlig verständlich und nicht ein bisschen Ausdruck einer psychischen Erkrankung. Wo er doch da schon so schreckliche Erfahrungen mit der Psychiatrie gemacht hatte.

  434. Sweeper
    17. Juli 2013, 19:36 | #434

    Nachtrag:

    Sweeper: Das wird zwar gern so kolportiert, ist aber Blödsinn.
    Denn ursprünglich stand das Thema Reifenstecherei gar nicht zur Diskussion – da ging es „nur um gefährliche Körperverletzung“. Das allein hätte auch schon ausgereicht, um Mollath ins Gefängnis zu bringen (natürlich nicht so lange).

    Nun wird ein älterer Artikel noch mal rausgekramt – den habe ich schon vor Tagen gelesen, aber er kommt brandaktuell daher und bringt genau das zum Ausdruck, was ich persönlich so infam und zynisch an dem ganzen Mollath-Hype finde:

    „Wenn Mollath seine Frau damals erschlagen hätte und wegen Totschlags verurteilt worden wäre, wäre er wohl schon längst wieder frei“, sagt ein hochrangiges Mitglied der CSU-Führung bitter…

    Aber um die Frau geht es ja gar nicht – die ist „natürlich“ eine eiskalte Lügnerin und hat sowohl Gerichte als auch Gutachter an der Nase herumgeführt, um ihren Mann zu entsorgen. Völlig klar! Und deshalb muss das Attest eine Fälschung und der Arzt ein „Azubi“ sein.

    http://www.welt.de/regionales/muenchen/article118101381/Gustl-Mollath-kann-neue-Hoffnung-schoepfen.html

  435. gelegentlich
    17. Juli 2013, 20:05 | #435

    @Sweeper
    Das ist natürlich eine andere, aber in sich durchaus stimmige Deutung. Den Menschen Mollath aber kennen Sie und ich nicht. Das Gleiche gilt für Frau Mollath.
    Wie dem auch sei. Die Dame hatte es jedenfalls zusammen mit ihrem späteren Mann Maske geschafft ihre lokal sehr einflußreiche Subkultur darauf einzustimmen er sei wahnkrank. Und das in dem Moment , in welchem die HVB als oberstes Ziel die Vermeidung von Schlagzeilen haben mußte. Wenn sie am Ende einer gescheiterten Ehe in einer verzweifelten Lage gewesen sein sollte war jedenfalls ihre dynamisch-intrigante Methodik die falsche. Und offenbar voller Lügen.
    Der Prozess unter Brixner, dabei muss man wohl auf der Basis des Veröffentlichten ausgehen, war ein Justizskandal. Die Wiederaufnahme ist unausweichlich. Und zwar als nächsten Schritt anzugehen. Wenn unabhängig voneinander ein Strafrechtsprofessor wie Müller sagt, so etwas wie diesen Prozess hätte er noch nie erlebt und sogar ein viel stärker in ganz andere Interessen eingebundener Oberstaatsanwalt Meindl die WA fordert heißt das für mich viel mehr als die psychiatrische Gutachtenfuchtelei.
    „Ihr“ Herr Kröber hat „Ihrer“ Sache im Telepolis einen Bärendienst erwiesen. Nach seiner Definition von Wahn wäre jeder Teilnehmer einer Vietnam-Demo damals wahnkrank. Warum bezieht der das auf sich? Da liegt doch wirklich sooo weit weg!“
    Zu Lakotta/Rückert/Lapp muss man nichts mehr sagen. Freunde zu haben ist gut – die falschen Freunde zu haben ist gefährlich. Darauf hätten die am Wohlergehen der forensischen Psychiatrie Interessierten eben früher achten müssen.

  436. ErpelderNacht
    17. Juli 2013, 20:43 | #436

    @ bayle

    Mal was Anderes.

    Was bist Du von Beruf?

  437. bayle
    17. Juli 2013, 21:05 | #437

    gelegentlich :Zu Lakotta/Rückert/Lapp muss man nichts mehr sagen. Freunde zu haben ist gut – die falschen Freunde zu haben ist gefährlich. Darauf hätten die am Wohlergehen der forensischen Psychiatrie Interessierten eben früher achten müssen.

    Der Name Lakotta taucht hier in den Kommentaren 66x auf. Häufig unprovoziert und praktisch nie ohne diffamierende Epitheta, so wie im Islam der Name des Propheten nicht genannt werden darf ohne ein begleitendes PBUH (peace be upon him). Etwa 8x kommt er bei Kommentatoren vor, die in ihr nicht von vornherein das leibhaftige Böse sehen. Es gab mehrere Aufforderungen, die globale Kritik (das ist ein Euphemismus) zu konkretisieren, z. B. #186, #208, #322. Es gab einen einzigen Versuch, da genauer zu werden, und er ist kläglich gescheitert (#326)

    Aber das pressiert überhaupt nicht, gelegentlich fährt unverdrossen mit der Herabsetzung fort, völlig im Einklang mit seiner peer group. Dieser Hass hat durchaus schon eine religiöse Qualität.

  438. Sweeper
    17. Juli 2013, 21:07 | #438

    @ErpelderNacht:

    ErpelderNacht :@ bayle Mal was Anderes.Was bist Du von Beruf?

    Ich antworte mal stellvertretend – weil mich das grad ärgert!

    Hier gibt es einen Kommentar von bayle, der sich expressis verbis an dich richtet und in dem sachliche Fragen gestellt werden:

    https://blog.psiram.com/2013/07/causa-mollath-verschworung-oder-wahn/#comment-26397

    Warum antwortest du nicht darauf?
    Was soll stattdessen ein ad personam ?

  439. bayle
    17. Juli 2013, 21:09 | #439

    ErpelderNacht :@ bayle Mal was Anderes.Was bist Du von Beruf?

    Hochstapler. Wenn Du die Kommentare aufmerksam gelesen hast, dann weißt Du ja von segeln141, dass es kein Problem ist, sich die psychiatrische Terminologie aufzudrücken.

  440. ErpelderNacht
    17. Juli 2013, 21:22 | #440

    bayle :

    ErpelderNacht :@ bayle Mal was Anderes.Was bist Du von Beruf?

    Hochstapler. Wenn Du die Kommentare aufmerksam gelesen hast, dann weißt Du ja von segeln141, dass es kein Problem ist, sich die psychiatrische Terminologie aufzudrücken.

    Warum so aggressiv?

  441. bayle
    17. Juli 2013, 21:24 | #441

    @ErpelderNacht

    bayle :1. Es gibt psychisch kranke und deswegen vermindert schuldfähige Straftäter 2. Es wird diesen Straftätern nicht gerecht, sie für ihre Taten wie einen Gesunden zu bestrafen. 3. Wenn diese Straftäter weiter gefährlich sind, dann muss die Allgemeinheit vor ihnen geschützt werden. 4. Es bedarf Sachverstandes festzustellen ob jemand 1. psychisch krank und 2. deswegen weiterhin gefährlich ist. 5. Der Sachverstand wird vom Gericht befragt, und er gibt ein Gutachten ab.

    Ich hatte übrigens zwischen 4. und 5. eine These vergessen:
    4a. Der Sachverständige für psychische Erkrankungen ist der Psychiater.
    Das scheint mir wichtig. Kannst Du mir bis hierher folgen?

  442. ErpelderNacht
    17. Juli 2013, 21:32 | #442

    bayle :@ErpelderNacht

    bayle :1. Es gibt psychisch kranke und deswegen vermindert schuldfähige Straftäter 2. Es wird diesen Straftätern nicht gerecht, sie für ihre Taten wie einen Gesunden zu bestrafen. 3. Wenn diese Straftäter weiter gefährlich sind, dann muss die Allgemeinheit vor ihnen geschützt werden. 4. Es bedarf Sachverstandes festzustellen ob jemand 1. psychisch krank und 2. deswegen weiterhin gefährlich ist. 5. Der Sachverstand wird vom Gericht befragt, und er gibt ein Gutachten ab.

    Ich hatte übrigens zwischen 4. und 5. eine These vergessen: 4a. Der Sachverständige für psychische Erkrankungen ist der Psychiater. Das scheint mir wichtig. Kannst Du mir bis hierher folgen?

    Nein.

  443. ErpelderNacht
    17. Juli 2013, 21:35 | #443

    @ bayle

    Ich kenne mich da nicht so aus. Du willst doch auf irgendwas hinaus.

    Schreib es doch einfach.

  444. bayle
    17. Juli 2013, 21:51 | #444

    ErpelderNacht :@ bayle Ich kenne mich da nicht so aus. Du willst doch auf irgendwas hinaus.Schreib es doch einfach.

    Du machst mich ratlos. Mir ist unklar, wie ich mich noch deutlicher machen kann; bitte #423 in der Fassung von #441 Satz für Satz lesen und innehalten, sowie Du nicht mehr folgen kannst. Bitte dann diese Stelle posten. Wenn Du in einem Durchgang ohne Stocken bis zum Schluss gelangst, dann bitte die beiden Fragen am Ende beantworten.

  445. gelegentlich
    17. Juli 2013, 22:02 | #445

    Rein technische Frage: wie geht diese Seite eigentlich mit versehentlich doppelt eintreffenden Kommentaren um?

  446. gelegentlich
    17. Juli 2013, 22:04 | #446

    (Erneuter Versuch)

    @bayle
    „Es gab einen einzigen Versuch, da genauer zu werden, und er ist kläglich gescheitert (#326)
    Aber das pressiert überhaupt nicht, gelegentlich fährt unverdrossen mit der Herabsetzung fort, völlig im Einklang mit seiner peer group. Dieser Hass hat durchaus schon eine religiöse Qualität.“
    #326 ist lachhaft. Ich hatte 2 Links mit ausführlichen Besprechungen von Lakotta gegeben. Ihre Artikel hatte ich mir seinerzeit angesehen, auch die Kritiken ihrer Artikel. WelchesFazit ich daraus ziehe ist klar. Das hat mit peer group nichts zu tun. Verallgemeinern Sie bitte nicht die eigenen, offenbar etwas infantilen Gesellungsformen. „Hass“ trifft es nicht. Mietmaul trifft es besser. /Rückert/Lapp/Kröber muss man sich jeweils dazu denken.
    Ist aber Alles nachrangig. Vorrangig ist die WA. Dann entfällt ohnehin dieses psychiatrische Bohei vollständig. Ob der Mann damals wahnhaft krank war dürfte nicht mehr zu ermitteln sein, jedenfalls nicht mit den bisher gezeigten, ähm, „Praktiken“.
    Wenn wir über Wissenschaft reden wollen reden wir bitte über Wissenschaft und nicht über solche Psychiatrie. Einen Biologen, der verspicht Ihr Karma zu messen, halten wir ja auch nicht für einen Wissenschaftler. Diese Debatte will ich nicht vertiefen.
    Der Skandal Mollath trifft die forensische Psychiatrie, weil sie sich kritiklos zum Büttel hat machen lassen. Dafür wird sie jetzt zahlen. Es trifft also nicht die Falschen.

  447. gelegentlich
    17. Juli 2013, 22:13 | #447

    „Es gab einen einzigen Versuch, da genauer zu werden, und er ist kläglich gescheitert (#326)
    Aber das pressiert überhaupt nicht, gelegentlich fährt unverdrossen mit der Herabsetzung fort, völlig im Einklang mit seiner peer group. Dieser Hass hat durchaus schon eine religiöse Qualität.“
    #326 ist lachhaft. Ich hatte 2 Links mit ausführlichen Besprechungen von Lakotta gegeben. Ihre Artikel hatte ich mir seinerzeit angesehen, auch die Kritiken ihrer Artikel. WelchesFazit ich daraus ziehe ist klar. Das hat mit peer group nichts zu tun. Verallgemeinern Sie bitte nicht die eigenen, offenbar etwas infantilen Gesellungsformen. „Hass“ trifft es nicht. Mietmaul trifft es besser. /Rückert/Lapp/Kröber muss man sich jeweils dazu denken.
    Ist aber Alles nachrangig. Vorrangig ist die WA. Dann entfällt ohnehin dieses psychiatrische Bohei vollständig. Ob der Mann damals wahnhaft krank war dürfte nicht mehr zu ermitteln sein, jedenfalls nicht mit den bisher gezeigten, ähm, „Praktiken“.
    Wenn wir über Wissenschaft reden wollen reden wir bitte über Wissenschaft und nicht über solche Psychiatrie. Einen Biologen, der verspicht Ihr Karma zu messen, halten wir ja auch nicht für einen Wissenschaftler. Diese Debatte will ich nicht vertiefen.
    Der Skandal Mollath trifft die forensische Psychiatrie, weil sie sich kritiklos zum Büttel hat machen lassen. Dafür wird sie jetzt zahlen. Es trifft also nicht die Falschen.

  448. ErpelderNacht
    17. Juli 2013, 23:00 | #448

    bayle :

    ErpelderNacht :@ bayle Ich kenne mich da nicht so aus. Du willst doch auf irgendwas hinaus.Schreib es doch einfach.

    Du machst mich ratlos. Mir ist unklar, wie ich mich noch deutlicher machen kann; bitte #423 in der Fassung von #441 Satz für Satz lesen und innehalten, sowie Du nicht mehr folgen kannst. Bitte dann diese Stelle posten. Wenn Du in einem Durchgang ohne Stocken bis zum Schluss gelangst, dann bitte die beiden Fragen am Ende beantworten.

    Vielleicht ist es dir noch nicht aufgefallen: Ich halte Gustl Mollath für unschuldig, daß er die ihm vorgeworfenen Anlaßtaten, Wahn, Reifenstechereien, Freiheitsberaubung und Schläge gegen seine Exfrau alle nicht begangen hat.

    Darum sind für mich die Diskussionen um die psychiatrischen Gutachten nur insoweit von Interesse, wie sie erstens zur heutigen Situation beitrugen und inwieweit dort Absicht, speziell bei Klaus Leipziger, hintersteckt, und ob man ihn dafür zur Verantwortung ziehen kann.

    Wenn das Wiederaufnahmeverfahren kommt und Mollath freigesprochen wird, und davon gehe ich aus, dann wird da ein ganz großes Fass aufgemacht. Dann geht es um Vorwürfe der Rechtsbeugung, der schweren Freiheitsberaubung und der Urkundenfälschung im besonders schweren Fall zu Lasten von Gustl Mollath. Davon ist nur die Rechtsbeugung verjährt, bei den restlichen geht es um Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren.

    Und das will imho die bayerische Justiz nicht, darum wird da immer weiter rumgeeiert und versucht, Mollath loszuwerden, ohne dass der den Aluhut los wird.

    http://dejure.org/gesetze/StGB/267.html
    http://dejure.org/gesetze/StGB/239.html
    http://dejure.org/gesetze/StGB/339.html

  449. Groucho
    18. Juli 2013, 00:56 | #449

    gelegentlich :

    Rein technische Frage: wie geht diese Seite eigentlich mit versehentlich doppelt eintreffenden Kommentaren um?

    Sie kommen halt doppelt, ein Zeitdelta gibt es immer, auf identischen Inhalt wird nicht geprüft. Einer kann bei Bedarf von einem Mod. gelöscht werden, falls erkannt und gewünscht.

    Wobei das in diesem Thread angesichts der Kommentarzahl wohl kaum mehr die Übersichtlichkeit erhöht.

  450. Groucho
    18. Juli 2013, 01:34 | #450

    @ Lieber Nachterpel,
    ich wollte mich hier ja nicht groß einmischen, darum nur kurz: Du gibst eine feste Überzeugung von Dir. Diese beruht auf Prämissen, die nicht zu hinterfragen sind.
    Du konstruierst aus diesen durchaus sehr logisch zwingend scheinende Sachverhalte.

    Das Problem sind nur die Prämissen. Für die Konstruktion einen Krimis wäre das alles super. Nur haben wir es in diesem Fall eher mit einer Dekonstruktion zu tun. Wir sollten nicht beweisen wollen, was uns spontan als unmittebar evident erscheint. Man gleitet damit nur zu leicht selber in eine Wahnhaftigkeit ab.

    Alle Teilnehmer der „Mollathisten“ können sich da leicht prüfen, indem sie sich die Frage stellen, ob sie nach Aufrollung und Wiederaufnahme der Causa bereit wären, ihre Sicht unter Umständen zu revidieren.

    Bei einigen wird das mit Sicherheit nicht der Fall sein. Es wird dann eine Ober-Ober-Mauschelei vermutet werden. Und sollte dies untersucht werden mit gleichem Ergebnis, eine Ober-Ober-Ober-Mauschelei. Sprich, man ist dann dort gelandet, was eine echte Verschwörungstheorie ausmacht, eine solipsistische Denkweise; sich im Kreise drehend selbst verstärkenden Argumenten.

    Das Gefährliche an der Sache ist, dass man sich von sowas auch als ansonsten kluger und reflektierender Mensch sehr leicht reinziehen lässt, wenn man die passenden Presettings im Kopf hat, die in diesem Falle schon fast (man verzeihe mir C.G. Jung) als archetypisch sind: Bayerische Justiz (siehe Schlötterer), Psychiatrie (die sind ja selber irre), Banken (die gehen stets über Leichen) und natürlich Politik (alle korrupt).

    Und dann kommt die Lichtgestalt, an dem sich alles schon immer Gewusste kristllisieren kann.

    Ich sage nicht, dass das so ist, und schon gar nicht, dass es keine Mauscheleien, Seilschaften etc. gibt oder gab, aber wer sich dieser verführerischen Prämissen-Leimrute nicht bewusst ist, sollte nochmal in sich gehen.

    (Mist, ich wollte eigentlich nichts Längeres dazu sagen 😉 )

  451. sol1
    18. Juli 2013, 02:19 | #451

    Da hier permanent die Tatsache heruntergespielt wird, daß der Aussteller des Attests nicht qualifiziert für diese Aufgabe war, lohnt sich ein Blick auf die Stellungnahme von Friedrich Weinberger zum Telepolis-Interview mit Kröber:

    Am Anfang eines Verfahrens steht nicht das rechtskräftige Urteil, dem dann das Gutachten Psychiaters folgt. Der Gutachter kommt viel­mehr vor dem rechtskräftigen Urteil ins Spiel. Natürlich ist es da seine Aufgabe Dinge auch anzuzweifeln. Denn Angeklagt- ist nicht Für-schuldig-Erklärtsein.

    Das Attest der Ärztin, besser: ihres Sohnes über die Verletzungen der Ehefrau stellt deren Glaub­­würdigkeit in Frage. Hätte Mollath seine Frau bis zur Bewußtlosigkeit ge­würgt, wären petechiale (stecknadelkopfgroße) Einblutungen in der Mundschleimhaut, in den Bindehäuten der Augen und hinter den Ohren zu finden gewesen. Solche aber sind nicht doku­mentiert. Zu den angeblichen Würgemale am Hals (medial /ventral) aber ist zu sagen: Beim Würgen führen zur Bewußtlosigkeit der Sauer­stoffmangel im Gehirn durch Abdrücken der großen Halsarterien, zu den Petechien die Abflußstauung des Blutes vom Kopf. Es ent­stehen in der Regel auch Kratzspuren und Hautabriebe am Hals. Auch sie wurden nicht do­ku­men­tiert. Eben­sowenig wurden Angaben über Druck- und Schluckschmerzen dokumentiert, die beim Würgen bis zur Bewußtlosigkeit zu erwarten wären. Hier hätte es der Feststellungen eines rechts­medizinisch erfahrenden Arztes bedurft, um die Aussagen der damaligen Ehefrau ju­ristisch verwertbar zu machen. Ohne sie kann „alles (sehr wohl) eine böse Anschuldigung“ sein.

    http://www.psychiatrie-und-ethik.de/wpgepde/stellungnahme-zum-interview-von-telepolis-mit-prof-krober/

  452. Bernd Schneider
    18. Juli 2013, 07:46 | #452

    @ sol1 Nur das Herr Dr. Körber eben über die Zeit nach dem Urteil gesprochen.

  453. gelegentlich
    18. Juli 2013, 08:31 | #453

    @Groucho
    „Du gibst eine feste Überzeugung von Dir. Diese beruht auf Prämissen, die nicht zu hinterfragen sind.
    Du konstruierst aus diesen durchaus sehr logisch zwingend scheinende Sachverhalte.“

    Nur gilt das für alle hier „pro-Psychiatrie“ Argumentierenden in gleicher Weise.
    „(man verzeihe mir C.G. Jung)“
    C.G. Jung ist aber unverzeihlich! 😉
    Zumindest wenn es um Wissenschaftlichkeit geht. Ansonsten ein anregender Autor.

    „Und dann kommt die Lichtgestalt, an dem sich alles schon immer Gewusste kristllisieren kann.“
    G. Mollath ist für mich keine Lichtgestalt. Er ist ein Mensch, dem schlimmes Unrecht widerfahren ist. Das aufzulösen ist freilich Sache der Justiz.

    „Bayerische Justiz (siehe Schlötterer), Psychiatrie (die sind ja selber irre), Banken (die gehen stets über Leichen) und natürlich Politik (alle korrupt).“
    Schlötterer: der schrieb, in seiner Situation, das ja nicht aus Übermut
    Psychiatrie: nicht irre, aber verdammt oft verdammt unwissenschaftlich und in Bedrängnis zur Forentrollerei neigend
    Banken: nicht „stets“, aber gehen heutzutage mehr denn je über Leichen
    Politik: auf keinen Fall stets korrupt; der Mechanismus des Interessenausgleichs läßt das leider oft so erscheinen.
    Im Fall Mollath kommt dazu, dass eine lokale „Elite“, miteinander gut vernetzt, damals ganz zu Recht verängstigt wegen dieser realen Schwarzgeldaffären, sich intern verabredet hatte Mollath für wahnhaft zu halten. Mit bemerkenswerten Folgen. Die Vokabel dafür („Verschwörung“) ist eigentlich egal.

  454. bayle
    18. Juli 2013, 09:02 | #454

    ErpelderNacht :dann wird da ein ganz großes Fass aufgemacht.

    Dein Denkfehler ist: „Wenn er die Taten nicht begangen hat, dann ist das ein Beweis dafür, dass er psychisch gesund ist.“ Das wäre kein Beweis. Es wäre ein Beweis dafür, dass er nicht gefährlich ist. Deswegen der ganze Zirkus um die Anlasstaten. Und ich darf dann zu Protokoll nehmen: eine der Strategien der Mollathisten ist die Skandalisierung des Normalen.
    Ansonsten bin ich nicht so sicher, dass es gelingen wird, Vorsatz nachzuweisen, selbst wenn es sich um eine Fehldiagnose und ein Fehlurteil gehandelt haben sollte. Das wäre noch einmal etwas völlig anderes. Vgl. den Blogbeitrag.

    sol1 :Da hier permanent die Tatsache heruntergespielt wird, daß der Aussteller des Attests nicht qualifiziert für diese Aufgabe war

    Da kommt eine Frau in die Praxis, die sagt: „Schauen Sie. Mein Mann hat mich gewürgt und geschlagen.“ Aha, ein Ehestreit, kommt auch in besseren Familien vor. Dann beschreibt der Arzt, was er sieht. Er geht dabei nicht hochgradig professionell vor, denn er ist ja kein Gerichtsmediziner. Er ist einfach Arzt.
    Jahre später kommt der Herr Weinberger, der von Herrn Schlötterer darüber aufgeklärt worden ist, dass G. M. unschuldig ist. „Hab‘ ichs doch gleich gewusst!“, sagt der Herr Weinberger, denn er wusste vorher schon so viel Übles von den Psychiatern. Er nimmt sich nun ein Buch über Rechtsmedizin, dreht es auf den Kopf, legt den Zettel von dem Arzt daneben und ruft: „Ha! Hier steht ja noch viel mehr. Der lügt, der Arzt. Und in den Ellbogen hat sie sich auch selbst gebissen.“
    Der Arzt soll nicht berechtigt gewesen sein zu beschreiben, was er sieht? Die Aussagekraft dieser Beschreibung zu würdigen, ist Sache des Gerichts, klar. Aber da ist Weinberger als Sachverständiger wohl nicht die erste Adresse.

    Natürlich ist es da seine Aufgabe Dinge auch anzuzweifeln.

    Natürlich ist das nicht seine Aufgabe. Hatten wir hier schon ein Dutzend Mal, in allen Formulierungen und Varianten, zuletzt ausführlich hier, #423. Ist noch nicht so lange her, könnte selbst der Neuankömmling, der im Sauseschritt durch die bisherigen Posts eilt, noch aus den Augenwinkeln wahrgenommen haben.

    @ gelegentlich
    Nun versuchst Du ja doch wieder, mit dem Forentroll zu reden. Aber der hat jetzt keine Lust mehr.
    Je öfter Du erwähnst, dass Du Wissenschaftler bist, um so mehr beschleichen mich Zweifel. Ich versuche es aber dennoch einmal so: Der Quotient aus Sachargument zu Beschimpfung ist nahe Null, ganz genau wie in Deiner peer group, die du so schön verlinkt hast. Da ist nichts, was nicht schon ad nauseam besprochen ist.

  455. gelegentlich
    18. Juli 2013, 09:56 | #455

    „Nun versuchst Du ja doch wieder, mit dem Forentroll zu reden. Aber der hat jetzt keine Lust mehr.“

    Nein – das ist für die Tribüne.

    „Je öfter Du erwähnst, dass Du Wissenschaftler bist, um so mehr beschleichen mich Zweifel. “
    Für diesen Zweifel gilt das Gleiche wie für das einzige Stilmittel, das Sie verwenden: er ist irrelevant.

  456. bayle
    18. Juli 2013, 09:59 | #456

    gelegentlich :(Erneuter Versuch) @bayle

  457. Gawlow
    18. Juli 2013, 10:43 | #457

    Nein – das ist für die Tribüne

    Das Publikum dankt.

  458. Gawlow
    18. Juli 2013, 10:51 | #458

    Frau Lorenz-Löblein legt nach.

    Fall Mollath: Anwältin wirft Chefarzt Falschaussage vor
    http://www.heise.de/tp/artikel/39/39540/1.html

  459. gelegentlich
    18. Juli 2013, 10:55 | #459

    Bitte, gern geschehen!

    Mit der ungebetenen Empfehlung: was Blogkultur angeht mag man sich bei Frau Wolff ein Scheibchen abschneiden. Sie ist sicher auch eine gute Geschichtenerzählerin. Vor Allem aber ist sie eine brillante, sehr sachliche Analytikerin, die ihr Erkenntnisinteresse klar und transparent formuliert.

  460. Bernd Schneider
    18. Juli 2013, 10:57 | #460

    gelegentlich :Bitte, gern geschehen!Mit der ungebetenen Empfehlung: was Blogkultur angeht mag man sich bei Frau Wolff ein Scheibchen abschneiden. Sie ist sicher auch eine gute Geschichtenerzählerin. Vor Allem aber ist sie eine brillante, sehr sachliche Analytikerin, die ihr Erkenntnisinteresse klar und transparent formuliert.

    Zur „blogkultur“ von Frau Wolff.
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=11591.30

  461. gelegentlich
    18. Juli 2013, 11:02 | #461

    @Bernd Schneider
    Danke, hatte ich schon gelesen: Daumen nach unten! Mehr muss man dazu einfach nicht sagen. Einfach mal selbst vergleichen genügt durchaus. Der Sportsgeist mag noch einräumen: wenn man eine schlechte Sache zu vertreten hat macht es einfach mehr Mühe.

  462. Sweeper
    18. Juli 2013, 11:08 | #462

    Gawlow :Frau Lorenz-Löblein legt nach.Fall Mollath: Anwältin wirft Chefarzt Falschaussage vor http://www.heise.de/tp/artikel/39/39540/1.html

    Und für ihre unbelegten Behauptungen und Spekulationen, mit denen sie Rufmord betreibt, wird sie sich mit Sicherheit verantworten müssen.

  463. Gawlow
    18. Juli 2013, 11:10 | #463

    @ bayle

    Der Name Lakotta taucht hier in den Kommentaren 66x auf. Häufig unprovoziert und praktisch nie ohne diffamierende Epitheta, so wie im Islam der Name des Propheten nicht genannt werden darf ohne ein begleitendes PBUH (peace be upon him). Etwa 8x kommt er bei Kommentatoren vor, die in ihr nicht von vornherein das leibhaftige Böse sehen.

    Das ist Quatsch. Das Lakottas Name so oft erscheint ist logisch, da Psiram sie als glaubwürdige Quelle bezeichnet.

    Es gab einen einzigen Versuch, da genauer zu werden, und er ist kläglich gescheitert

    Das siehst du so. Ich sehe da eher ein kläglich gescheiterten Versuch von dir.

  464. Bernd Schneider
    18. Juli 2013, 11:15 | #464

    http://de.wikipedia.org/wiki/Falsche_Verd%C3%A4chtigung
    Falsche Verdächtigung
    Vielleicht wird es da ja jetzt für Frau Mollath und für Frau Lorenz-Löblein eng?

  465. bayle
    18. Juli 2013, 11:26 | #465

    @ Gawlow
    Von Dir kam bisher überhaupt noch nichts zur Sache, noch nicht mal was Falsches. Ein bisschen kommst Du mir vor wie die Ottonische Milz, die sich auch zur Faust ballen will.

  466. Sweeper
    18. Juli 2013, 11:30 | #466

    Fasst m.E. hervorragend wieder mal zusammen, worum es eigentlich geht – Alexander Dill:

    http://www.heise.de/tp/artikel/39/39534/1.html

    …Während die Systeme von Justiz, Psychiatrie und Politik sich bisher erfolglos durch ihre jeweils glaubhaft versicherte Un- und Teilzuständigkeit am Fall Mollath abmühen, ist mit der öffentlichen Meinung ein viertes System, das der Öffentlichkeit, in den Fall eingetreten. Es setzt die anderen Systeme mit 100.000 Crowd-Ferngutachtern unter Druck. Das Internet wird dabei zum Volksgerichtshof, wobei das Ergebnis des Votings konstant bleibt: Mollath, so die „kompakte Majorität“ (ein Begriff aus Ibsenss Drama „Der Volksfeind“) sei unschuldig und gesund, müsse demnach umgehend entlassen werden…

    …Die Vertreter und Anhänger der jeweiligen Systeme fordern von den Vertretern und Anhängern der jeweils anderen Systeme das Eingeständnis, Fehler gemacht zu haben. Solange ihnen diese Einsicht und die dann zu zeigende Reue fehlen, so die Parteien, seien sie wahlweise als arrogante Systembüttel oder aber als verdammenswerte Unmenschen zu kritisieren…

    …Im Falle Mollath vertreten die Beteiligten keineswegs ihre subjektive Position, sondern werden auf ihre jeweiligen Funktionen reduziert, sprechen also für einen Sachverhalt aus einer bestimmten, etwa juristischen oder ärztlichen Perspektive. Bei Gesprächen im Vorfeld dieses Artikels wurde deutlich, dass bereits diese Feststellung einer systemischen Gleichrangigkeit von mindestens vier beteiligten Systemen bei Beteiligten auf Widerspruch und Wut stößt. Es sei „noch zu früh“ sagte einer der Beteiligten, das Systemische am Fall anzugehen. Erst müssen alle Fehden ausgefochten, alle Instanzen entschieden haben…

    Den letzten Satz habe ich im Beck-Blog gelesen.
    Am meisten „Wut“ spüre ich bei den mehr oder weniger dezidiert antipsychiatrischen Positionen in den diversen Blogs – so auch hier.

  467. Bernd Schneider
    18. Juli 2013, 11:58 | #467

    Sweeper :Fasst m.E. hervorragend wieder mal zusammen, worum es eigentlich geht – Alexander Dill:http://www.heise.de/tp/artikel/39/39534/1.html

    …Während die Systeme von Justiz, Psychiatrie und Politik sich bisher erfolglos durch ihre jeweils glaubhaft versicherte Un- und Teilzuständigkeit am Fall Mollath abmühen, ist mit der öffentlichen Meinung ein viertes System, das der Öffentlichkeit, in den Fall eingetreten. Es setzt die anderen Systeme mit 100.000 Crowd-Ferngutachtern unter Druck. Das Internet wird dabei zum Volksgerichtshof, wobei das Ergebnis des Votings konstant bleibt: Mollath, so die “kompakte Majorität” (ein Begriff aus Ibsenss Drama “Der Volksfeind”) sei unschuldig und gesund, müsse demnach umgehend entlassen werden……Die Vertreter und Anhänger der jeweiligen Systeme fordern von den Vertretern und Anhängern der jeweils anderen Systeme das Eingeständnis, Fehler gemacht zu haben. Solange ihnen diese Einsicht und die dann zu zeigende Reue fehlen, so die Parteien, seien sie wahlweise als arrogante Systembüttel oder aber als verdammenswerte Unmenschen zu kritisieren……Im Falle Mollath vertreten die Beteiligten keineswegs ihre subjektive Position, sondern werden auf ihre jeweiligen Funktionen reduziert, sprechen also für einen Sachverhalt aus einer bestimmten, etwa juristischen oder ärztlichen Perspektive. Bei Gesprächen im Vorfeld dieses Artikels wurde deutlich, dass bereits diese Feststellung einer systemischen Gleichrangigkeit von mindestens vier beteiligten Systemen bei Beteiligten auf Widerspruch und Wut stößt. Es sei “noch zu früh” sagte einer der Beteiligten, das Systemische am Fall anzugehen. Erst müssen alle Fehden ausgefochten, alle Instanzen entschieden haben…

    Den letzten Satz habe ich im Beck-Blog gelesen. Am meisten “Wut” spüre ich bei den mehr oder weniger dezidiert antipsychiatrischen Positionen in den diversen Blogs – so auch hier.

    Auch schön der Schlussatz:
    „Was aber, wenn es für die Mediation bereits zu spät ist? Dann wird eines der vier Systeme siegen und die anderen in Schmach und Schande zurücklassen. Ob der Sieger dann tatsächlich der Person Gustl Mollath bei der Gestaltung eines neuen Lebensweges helfen kann, darf vorerst bezweifelt werden.“

  468. sol1
    18. Juli 2013, 12:12 | #468

    Da kommt eine Frau in die Praxis, die sagt: “Schauen Sie. Mein Mann hat mich gewürgt und geschlagen.” Aha, ein Ehestreit, kommt auch in besseren Familien vor. Dann beschreibt der Arzt, was er sieht.

    Wie kann er „Würgemale“ „sehen“?

    Gerhard Strate schreibt dazu in seinem Schriftsatz vom

    Bei der angeblich am 14.8.2001 durchgeführten Untersuchung unterblieb die Fertigung von Lichtbildern. „Würgemale“ sind nicht die Beschreibung eines Befundes, sondern eine Befundinterpretation. „Würgemale“, also Spuren eines Würgevorganges am Hals, können ein völlig unterschiedliches Aussehen haben: Es kann sich um kleine strichförmige Hautvertrocknungen handeln, um bunte, strichförmige oder punktförmige braunrote Kratzer (von den Fingernägeln des Täters); manchmal finden sich auch kleine Blutunterlaufungen7, manchmal auch deutlich imponierende Fingernageldruckspuren8. Die Erwähnung von „Würgemalen“ ist also nicht die Schilderung einer Beobachtung, sondern die Behauptung einer Meinung. Schon dies lässt gravierende Zweifel an der Professionalität des Attest-Verfassers zurück.

    Diese sind umso mehr angebracht, als „Würgemale“ (gemeint wahrscheinlich: kleine Blutunterlaufungen) unterhalb des Kehlkopfes gegen ein zielgerichtetes Würgen sprechen, sondern einen gegen den Hals gerichteten Fernhaltegriff nahelegen. Die charakteristischen Würgespuren entstehen meist links und rechts des Kehlkopfes:

    „Die meisten Hautunterblutungen und –vertrocknungen liegen links vom Kehlkopf; weitere einzelne, oft sehr kräftig unterblutete, rundlich bis unregelmäßig begrenzt, liegen rechts vom Kehlkopf, oft unter dem rechten Kieferwinkel.“9

    7 Forster/Ropohl, Medizinische Kriminalistik am Tatort, Stuttgart 1983, S. 101/102
    8 Forster, Praxis der Rechtsmedizin, Stuttgart 1986, S. 135
    9 Prokop/Göhler, Forensische Medizin, Stuttgart 1976, S. 116

    http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-LG-Regensburg-2013-06-20.pdf

    Er geht dabei nicht hochgradig professionell vor…

    Die Untertreibung des Jahres.

    …denn er ist ja kein Gerichtsmediziner.

    Warum hat er dann nicht seine Patientin an einen Arzt verwiesen, der auf diesem Gebiet erfahren ist? Warum hat er noch nicht einmal seine Mutter hinzugezogen, die ihn ja als Auszubildenden zu beaufsichtigen hatte?

    Jahre später kommt der Herr Weinberger, der von Herrn Schlötterer darüber aufgeklärt worden ist, dass G. M. unschuldig ist. “Hab’ ichs doch gleich gewusst!”, sagt der Herr Weinberger, denn er wusste vorher schon so viel Übles von den Psychiatern…

    Warum wird Friedrich Weinberger als „Herr Weinberger“ eingeführt? Offenbar nur um von der Tatsache abzulenken, daß Weinberger selbst Psychiater ist. Das ist eine der typischen Manipulationen, mit denen die Stammgäste dieses Blogs arbeiten.

    Natürlich ist das nicht seine Aufgabe. Hatten wir hier schon ein Dutzend Mal, in allen Formulierungen und Varianten…

    Das wird aber durch Wiederholungen nicht sinnvoller.

    Selbsternannte „Skeptiker“, die anderen Leuten verbieten wollen, Dinge anzuzweifeln – kann es etwas lächerlicheres geben?

  469. Bernd Schneider
    18. Juli 2013, 12:20 | #469

    Selbsternannte “Skeptiker”, die anderen Leuten verbieten wollen, Dinge anzuzweifeln – kann es etwas lächerlicheres geben?

    Nicht unbedingt es kommt drauf an was sie im Programm haben (911, Chemtrails, Reptiloide, Reichsflugscheiben, NWO…….), welche Fakten sie vorbringen und ob sie zur Selbstreflektion fähig sind.

  470. Gawlow
    18. Juli 2013, 12:20 | #470

    „Das Internet wird dabei zum Volksgerichtshof, wobei das Ergebnis des Votings konstant bleibt: “
    Der Vergleich mit einem Volksgerichtshof ist mehr als unpassend. Herr Dill hat das Internet anscheinend nicht verstanden, sonst würde er sich Nazivergleiche verkneifen.

  471. ErpelderNacht
    18. Juli 2013, 12:31 | #471

    bayle :

    ErpelderNacht :dann wird da ein ganz großes Fass aufgemacht.

    Dein Denkfehler ist: “Wenn er die Taten nicht begangen hat, dann ist das ein Beweis dafür, dass er psychisch gesund ist.” Das wäre kein Beweis. Es wäre ein Beweis dafür, dass er nicht gefährlich ist. Deswegen der ganze Zirkus um die Anlasstaten. Und ich darf dann zu Protokoll nehmen: eine der Strategien der Mollathisten ist die Skandalisierung des Normalen.

    Die Frage, ob Gustl Mollath krank oder gesund ist, ist irrelevant. Es geht in den Wiederaufnahmeanträgen einzig und alleine um die Frage, ob er die ihm vorgeworfenen Anlaßtaten begangen hat oder nicht.

    http://dejure.org/gesetze/StGB/63.html

    So, und jetzt genieße ich weiter meine Mittagspause.

    Gruß, EdN

  472. Sweeper
    18. Juli 2013, 12:33 | #472

    @sol1:

    Wie kann er “Würgemale” “sehen”?

    Können wir uns als erstes darauf einigen, dass weder Sie noch ich noch RA Strate noch Herr Dr. Weinberger die Patientin gesehen haben – sondern nur der befundende Arzt?

    Als Nächstes: Es hilft überhaupt gar nichts, wie RA Strate aus irgendwelchen Lehrbüchern zu zitieren, was da unter „Würgemal“ subsummiert ist – so denkt ein Jurist, der Definitionen sucht, aber kein Mediziner, der einen Befund zu formulieren hat.
    Und wenn – ich habe das Attest nicht gelesen – eine Frau in eine Allgemeinpraxis kommt (abwegig zu meinen, sie ginge zu einem Rechtsmediziner!) und glaubhaft versichert, es sei zu einer ehelichen Gewalttat gekommen, dann werden die Läsionen dokumentiert , wie sie sich präsentieren.
    Wenn nun also – neben weiteren Zeichen roher Gewalt am ganzen Körper – zum Beispiel blaue Flecken am Hals die Position der Finger anzeigen (und womöglich mehrere kleine Abdrücke vorn und zwei größere hinten zu finden sind), dann wird wohl kein vernünftig denkender Mensch davon ausgehen, dass es sich hierbei um die Relikte eines temperamentvollen Liebes-Vorspiels handelte. Es handelt sich – gerade am Hals – um Spuren grober, potenziel lebensbedrohlicher Gewalteinwirkung.
    Ob da nun „Würgemale“ geschrieben wurde oder sonst etwas, das ist eine juristisch-rabulistische Spitzfindigkeit. Darüber hinaus handelt es sich um eine zynische Bagatellisierung einer ehelichen Gewalttat.

    Warum wird Friedrich Weinberger als “Herr Weinberger” eingeführt? Offenbar nur um von der Tatsache abzulenken, daß Weinberger selbst Psychiater ist.

    Also auch weder Allgemeinmediziner noch Gerichtsmediziner. So what?

    Das ist eine der typischen Manipulationen, mit denen die Stammgäste dieses Blogs arbeiten.

    Blödsinn. Hier schreiben die Stammforisten anonym, d.h. sie können ihre Expertise auch nicht öffentlich als „argument by authority“ geltend machen, sondern müssen versuchen, mit Sachargumenten zu überzeugen.

  473. Sweeper
    18. Juli 2013, 12:38 | #473

    Gawlow :“Das Internet wird dabei zum Volksgerichtshof, wobei das Ergebnis des Votings konstant bleibt: ” Der Vergleich mit einem Volksgerichtshof ist mehr als unpassend. Herr Dill hat das Internet anscheinend nicht verstanden, sonst würde er sich Nazivergleiche verkneifen.

    Herr Dill hat sich die Freiheit genommen, den Begriff wörtlich zu nehmen:

    die „vierte Kraft“, die Öffentlichkeit, das „Volk“ sitzt zu Gericht und weiß schon genau, dass Mollath ein Justizopfer ist, seine Ex-Frau eine falsche Schlange, Frau Lakotta eine Schmieren-Journalistin etc pp.
    Und wer es wagt, das auch nur vorsichtig skeptisch zu hinterfragen – wie es Psiram mit diesem eher blanden Blogpost tut – gerät in den Verdacht, die „große Verschwörung“ zu verschleiern.

  474. sol1
    18. Juli 2013, 12:43 | #474

    …ich habe das Attest nicht gelesen…

    Man merkt es.

    …müssen versuchen, mit Sachargumenten zu überzeugen.

    Das schaffen die Stammforisten allerdings nur bei sich selbst und nicht bei den Gastlesern – vielleicht deswegen, weil die „Sachargumente“ gar keine sind?

  475. sol1
    18. Juli 2013, 12:46 | #475

    Nicht unbedingt es kommt drauf an was sie im Programm haben (911, Chemtrails, Reptiloide, Reichsflugscheiben, NWO…….)…

    Diese Merkwürdigkeit aus dem medizinischen Befund kann es durchaus mit Chemtrails aufnehmen:

    Nach Ansicht der Verteidigerin, habe auch Mollaths Ex-Frau eine Falschaussage geleistet. Einerseits habe diese vor Gericht ausgesagt, die angebliche Bisswunde habe nicht geblutet, andererseits habe das Gericht aber eine Narbe gesehen. „Ohne Blut, keine Narbe“, so Lorenz-Löblein.

  476. Sweeper
    18. Juli 2013, 12:48 | #476

    sol1 :

    …ich habe das Attest nicht gelesen…

    Man merkt es.

    …müssen versuchen, mit Sachargumenten zu überzeugen.

    Das schaffen die Stammforisten allerdings nur bei sich selbst und nicht bei den Gastlesern – vielleicht deswegen, weil die “Sachargumente” gar keine sind?

    Und wo war hier gerade ein Sachargument verborgen? –
    Nur für den Fall, dass ich es übersehen habe?
    Sie sind auch nur ein pöbelnder Wichtigtuer, und das nach 472 Postings.

  477. Sweeper
    18. Juli 2013, 12:57 | #477

    sol1 :

    Nicht unbedingt es kommt drauf an was sie im Programm haben (911, Chemtrails, Reptiloide, Reichsflugscheiben, NWO…….)…

    Diese Merkwürdigkeit aus dem medizinischen Befund kann es durchaus mit Chemtrails aufnehmen:

    Nach Ansicht der Verteidigerin, habe auch Mollaths Ex-Frau eine Falschaussage geleistet. Einerseits habe diese vor Gericht ausgesagt, die angebliche Bisswunde habe nicht geblutet, andererseits habe das Gericht aber eine Narbe gesehen. “Ohne Blut, keine Narbe”, so Lorenz-Löblein.

    Frau Lorenz-Löblein streut letztlich auch nur Aussagen in die Welt, die keiner nachprüfen kann.
    Wenn angeblich ein handschriftliches Dokument nicht mehr in der Krankenakte liegt, dann kann dies bedeuten, dass die Staatsanwaltschaft es schon an sich genommen hat.

    Das alles wird ja zum Glück – inclusive der Zeugenaussage des Arztes zum Aufnahmebefund und Attest – Gegenstand des neuen Verfahrens sein.

    Bis dahin sollten sich die fanatischen Mollathisten in Gelassenheit üben statt ihrer Fantasie in aller Öffentlichkeit derart ungezügelten Lauf zu lassen.
    Natürlich rührt die Anwältin die Werbetrommel für ihr Geschäft…

  478. Gawlow
    18. Juli 2013, 12:57 | #478

    Sweeper, wenn du deinen Text liest, sollten die parallelen zum Volksgerichtshof offensichtlich sein.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Volksgerichtshof

  479. sol1
    18. Juli 2013, 12:59 | #479

    Der Vergleich mit einem Volksgerichtshof ist mehr als unpassend…

    …ist aber auch nicht neu:

    Was tut dann euer Cyber-Volksgerichtshof als Nächstes, wenn ihr den Guttenberg abgeschossen haben werdet? Die untreue Nachbarin denunzieren oder den Studenten, der in seiner Bude eine kleine Hanfplantage betreibt, euch aber nichts abgibt. Oder gibt es neue erfolgversprechende Großprojekte für eure „Armee anonymer (ha!) Denunzianten“?

    http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Forum:Cyber-Volksgerichtshof

  480. Sweeper
    18. Juli 2013, 13:02 | #480

    Gawlow :Sweeper, wenn du deinen Text liest, sollten die parallelen zum Volksgerichtshof offensichtlich sein. https://de.wikipedia.org/wiki/Volksgerichtshof

    Schön – weiter so!
    Ein sicheres Zeichen, dass von deiner Seite nichts mehr zur Sache zu erwarten ist 😀
    War aber nicht wirklich überraschend – das hat schon weiter oben jemand bemerkt und geäußert:
    https://blog.psiram.com/2013/07/causa-mollath-verschworung-oder-wahn/#comment-26453

    Kam inzwischen etwas Sachliches von dir? – Nein, nur eine Invektive in Richtung Dill.

  481. bayle
    18. Juli 2013, 13:05 | #481

    sol1 :Gerhard Strate schreibt dazu in seinem Schriftsatz vom

    … „Würgemale“, also Spuren eines Würgevorganges am Hals, können ein völlig unterschiedliches Aussehen haben: Es kann sich um kleine strichförmige Hautvertrocknungen handeln …

    Ja, auch der Herr Strate ist da voll der Profi. „Hautvertrocknungen“ sind Spuren an Toten.

    sol1 :Warum hat er dann nicht seine Patientin an einen Arzt verwiesen, der auf diesem Gebiet erfahren ist?

    Haben Sie schon mal versucht, einen Rechtsmediziner an die Strippe zu kriegen? Kennen Sie die Situation der Rechtsmedizin in Deutschland? Wissen Sie, wieviele Institute es da gibt? Und wie viele Großstädte? Wie gesagt: Skandalisierung des Normalen.

    sol1 :Warum hat er noch nicht einmal seine Mutter hinzugezogen, die ihn ja als Auszubildenden zu beaufsichtigen hatte?

    „Mama, komm‘ mal kurz, hier ist eine Frau, die hat da so Blutergüsse. Ich weiß jetzt nicht, soll ich schreiben, ‚Bluterguss‘ oder soll ich schreiben ‚Hämatom‘? Vielleicht war seine Mutter gerade zum Hausbesuch? So was soll es geben, stell Dir vor. Mir fallen weitere banale Erklärungen ein. Ich kenne das vollständige Attest nicht, wenn Du es kennst, lass‘ es uns wissen, am besten Link.

    A posteriori können wir ja sicher sein, dass der Herr Strate (PBUH) diese Fragen stellen wird, wenn er hoffentlich Gelegenheit dazu bekommt. Aber es ist affig, die Möglichkeit dieser Frage a priori als Beweis für die Erfindung des Attests zu werten.

    sol1 :Warum wird Friedrich Weinberger als “Herr Weinberger” eingeführt?

    Weil der Herr Weinberger ein Psychiater mit antipsychiatrischen Neigungen ist. Wenn jemand voreingenommen ist, dann er. Es ist mir völlig klar, dass dies in den Augen der Mollathisten kein Makel, sondern ein Vorzug ist.
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg141639#msg141639

  482. gelegentlich
    18. Juli 2013, 13:06 | #482

    @Sweeper
    „Und wer es wagt, das auch nur vorsichtig skeptisch zu hinterfragen – wie es Psiram mit diesem eher blanden Blogpost tut – gerät in den Verdacht, die “große Verschwörung” zu verschleiern.“
    Nein. Er gerät in Verdacht pro domo zu sprechen, für seine eigenen Interessen. Das ist legitim. Diese zu verschleiern ist nicht legitim.
    Die Position von Dill ist, mit Blick auf die Tribüne, natürlich die eleganteste. Wenn verschiedene Parteien streiten glaubt man ohne weitere Überlegungen, die mahnende Stimme „in der Mitte“ sei die Stimme der Vernunft.
    Vermutlich wird man nach so langer Zeit nicht mehr zweifelsfrei ermitteln können was da zwischen den Eheleuten ablief und ob Mollath wahnkrank war (damals). Eine sofortige WA könnte aber mindestens die juristische Seite klären. Auch den Punkt mit den Reifenstecherein. Wer wann, wie und warum da zugange war läßt sich ja klären. Und daraus lassen sich die nötigen juristischen Konsequenzen ziehen. Forensische Psychiatrie ist da auf keiner Ebene nötig.
    @sol1 hat es auf den Punkt gebracht:
    „Selbsternannte “Skeptiker”, die anderen Leuten verbieten wollen, Dinge anzuzweifeln – kann es etwas lächerlicheres geben?“

    „…die “vierte Kraft”, die Öffentlichkeit, das “Volk” sitzt zu Gericht und weiß schon genau, dass Mollath ein Justizopfer istdie “vierte Kraft”, die Öffentlichkeit, das “Volk” sitzt zu Gericht und weiß schon genau, dass Mollath ein Justizopfer ist…“
    Diese „vierte Kraft“ ist selbstredend auf Expertenurteile angewiesen. Wenn ein Henning Müller, Strafrechtsprofessor, erklärt so etwas wie diesen Brixner-Prozeß habe er noch nicht gesehen, und OStA Meindl in seiner Position (!) eine WA beantragt, erstmalig in der Rechsgeschiche, heißt das eben was. Da braucht man keine Mediation. Man braucht die Wiederaufnahme.

  483. sol1
    18. Juli 2013, 13:06 | #483

    Und wo war hier gerade ein Sachargument verborgen?

    Wo war ein Sachargument in Ihrem vorherigen Posting?

    Nichts als Spekulationen über das, was in einem Attest stehen könnte, das Sie nicht gelesen haben – obwohl es verlinkt wurde.

    Sie sind auch nur ein pöbelnder Wichtigtuer…

    Ich bin ja nicht der einzige, der für die Tribüne postet.

  484. Bernd Schneider
    18. Juli 2013, 13:06 | #484

    Das mit dem Volksgerichtshof ist tatsächlich peinlich, ändert aber ansonsten nichts an der Qualität des Artikels.

  485. Bernd Schneider
    18. Juli 2013, 13:15 | #485

    sol1 :

    Der Vergleich mit einem Volksgerichtshof ist mehr als unpassend…

    …ist aber auch nicht neu:

    Was tut dann euer Cyber-Volksgerichtshof als Nächstes, wenn ihr den Guttenberg abgeschossen haben werdet? Die untreue Nachbarin denunzieren oder den Studenten, der in seiner Bude eine kleine Hanfplantage betreibt, euch aber nichts abgibt. Oder gibt es neue erfolgversprechende Großprojekte für eure “Armee anonymer (ha!) Denunzianten”?

    http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Forum:Cyber-Volksgerichtshof

    Da geht jetzt aber was durcheinander, Facebook,
    Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg, 236000, „Gefällt mir“-Angaben
    Wir wollen Guttenberg zurück , 434000, „Gefällt mir“-Angaben…..
    Da hätte der also der „Volksgerichtshof“ wohl freigesprochen.

  486. Sweeper
    18. Juli 2013, 13:17 | #486

    @gelegentlich:

    @sol1 hat es auf den Punkt gebracht:
    “Selbsternannte “Skeptiker”, die anderen Leuten verbieten wollen, Dinge anzuzweifeln – kann es etwas lächerlicheres geben?”

    Ach so:
    zur Besonnenheit zu mahnen und eben nicht unkritisch nachzuplappern, was die Menge der „Ferngutachter“ (Dill) vor-schreibt, wird im Handumdrehen erweitert zu „anderen Leuten verbieten, Dinge anzuzweifeln“.

    Na dann. Ihr Demokratieverständnis lebt wohl davon, dass es nur eine Meinung geben kann, gelle?

  487. bayle
    18. Juli 2013, 13:21 | #487

    Bernd Schneider :Das mit dem Volksgerichtshof ist tatsächlich peinlich, ändert aber ansonsten nichts an der Qualität des Artikels.

    Sehe ich auch so; nicht zuletzt, weil es dem Diskutanten die Gelegenheit bietet, sich am Inhalt des Textes vorbeizumogeln und sich im Recht zu fühlen.

    Im Ernst aber: die Mollathisten mit ihren maßlosen Forderungen, wie z. B. gelegentlich, erinnern mich an manche Menschen, denen z. B. durch einen Behandlungsfehler ein wirkliches oder auch nur eingebildetes Leid geschehen ist. Unerbittlich wird derjenige, der verantwortlich ist oder den sie für verantwortlich halten, durch alle Instanzen verfolgt. Entschädigungszahlungen, Schmerzensgeld, ja Verurteilungen des Täters sind nicht zufriedenstellend. In ihrer illusionären Verkennung der Wirklichkeit (und ihrer eigenen Intentionen) jagen sie einer Genugtuung nach, die sie nie erhalten können. Nur, dass solche Leute nicht in Rudeln auftreten.

  488. Bernd Schneider
    18. Juli 2013, 13:23 | #488

    Man braucht die Wiederaufnahme.

    Wie der Blogersteller schon schrieb:
    „Die Angelegenheit ist zu komplex und in ihren Auswirkungen zu wenig überschaubar, als dass sie eine geeignete Folie für Selbstdarstellungen oder Projektionen einer allgemeinen Unzufriedenheit mit gesellschaftlichen Verhältnissen wäre. Gründliche Aufklärung, gegebenenfalls Revision des Urteils ja – Entlarvung nein.“

  489. gelegentlich
    18. Juli 2013, 13:27 | #489

    @Sweeper
    „zur Besonnenheit zu mahnen und eben nicht unkritisch nachzuplappern, was die Menge der “Ferngutachter” (Dill) vor-schreibt, wird im Handumdrehen erweitert zu “anderen Leuten verbieten, Dinge anzuzweifeln”.
    Erstens affirmieren Sie und nicht ich die Ferngutachter, also die Mehrzahl der bei Mollath tätig gewordenen forensischen Psychiater. Zweitens ist es so dass ich an keiner Stelle geschrieben habe es könne nur eine Meinung geben. Nur sage ich ganz offen: so wie die „Stammforisten“ hier auftreten erscheinen sie mir nicht glaubhaft, voreingenommen, auf die Wahrung ihrer eigenen Interessen bedacht. Mögen sie weiterhin tun, aber dann bitte diese auch offen benennen. Auch wenn man anonym postet kann man ja sagen was man beruflich macht. Ich selber bin Biologe. Und ich lasse mir von einem „Wissenschaftler“ wie Kröber nicht sagen, ich sei wahnhaft, weil ich das Schicksal Mollaths auf mich beziehe, wo es mich doch gar nichts angeht.

  490. Bernd Schneider
    18. Juli 2013, 13:33 | #490

    Nur sage ich ganz offen: so wie die “Stammforisten” hier auftreten erscheinen sie mir nicht glaubhaft, voreingenommen, auf die Wahrung ihrer eigenen Interessen bedacht.

    Was A. nicht stimmt und daher B. eine Frechheit ist und C ein durchschaubares Mnöver um die Gegenseite zu diffamieren. Ungefähr so als würde ich Ihnen unterstellen sie würden die forensische Psychatrie angreifen damit sie sich weiter an kleinen Kindern……..

  491. bayle
    18. Juli 2013, 13:35 | #491

    @ gelegentlich
    Weiste was: ich gestatte Dir hiermit, so zu tun, als sei ich Psychiater, von mir aus auch forensischer Psychiater. Bau‘ ruhig Deine Argumentation auf dieser hypothetischen Anlasstat auf.

  492. Gawlow
    18. Juli 2013, 13:49 | #492

    Sweeper :

    Gawlow :Sweeper, wenn du deinen Text liest, sollten die parallelen zum Volksgerichtshof offensichtlich sein. https://de.wikipedia.org/wiki/Volksgerichtshof

    Schön – weiter so! Ein sicheres Zeichen, dass von deiner Seite nichts mehr zur Sache zu erwarten ist War aber nicht wirklich überraschend – das hat schon weiter oben jemand bemerkt und geäußert: https://blog.psiram.com/2013/07/causa-mollath-verschworung-oder-wahn/#comment-26453Kam inzwischen etwas Sachliches von dir? – Nein, nur eine Invektive in Richtung Dill.

    Hat da der pawlowsche Hund gebellt?

  493. gelegentlich
    18. Juli 2013, 14:00 | #493

    @bayle
    Danke. Tue ich doch schon längst, bisher halt unbestätigt. Ob das eine „Anlasstat“ ist weiß ich nun nicht…
    @Bernd Schneider
    „Was A. nicht stimmt und daher B. eine Frechheit ist und C ein durchschaubares Mnöver um die Gegenseite zu diffamieren. “
    Kann man glauben oder nicht. Ich glaube es nicht. Die Sprache klingt einfach nicht, ähm, vertrauenerweckend. Was das diffamieren angeht brauchen Sie eh keine Nachhilfe. Also sind Sie Motivationstrainer?

  494. bayle
    18. Juli 2013, 14:02 | #494

    gelegentlich :@bayle Danke. Tue ich doch schon längst, bisher halt unbestätigt.

    Also was soll das wichtigtuerische Theater?

  495. Groucho
    18. Juli 2013, 14:07 | #495

    @gelegentlich: Was für Interessen verfolgen den hier die Stammposter? Also jenseits dessen, ihre Meinung zu äußern? Würd ich auch gerne mal wissen. Bin ja schon länger dabei, aber mir ist das Klandestine daran noch nicht klar.

  496. Bernd Schneider
    18. Juli 2013, 14:09 | #496

    gelegentlich :@bayle Danke. Tue ich doch schon längst, bisher halt unbestätigt. Ob das eine “Anlasstat” ist weiß ich nun nicht… @Bernd Schneider “Was A. nicht stimmt und daher B. eine Frechheit ist und C ein durchschaubares Mnöver um die Gegenseite zu diffamieren. ” Kann man glauben oder nicht. Ich glaube es nicht. Die Sprache klingt einfach nicht, ähm, vertrauenerweckend. Was das diffamieren angeht brauchen Sie eh keine Nachhilfe. Also sind Sie Motivationstrainer?

    es scheint mir also…..dass sie kleine Kinder…..und die Psychatriekritik nur benutzen um…… darf ich wohl dann im Zuge der Chancengleichheit auch glauben oder nicht, genauso faktenfrei und aus dem Bauch heraus? Also ist das was sie als Biologie bezeichnen eher eine zwischenmenschliche Wissenschaft und Ihre Forschungsobjekte………………?
    Ja Diffamierung ist schon eine unschöne Sache. Wie war das noch?
    “ Er gerät in Verdacht pro domo zu sprechen, für seine eigenen Interessen. Das ist legitim. Diese zu verschleiern ist nicht legitim.“
    „Nur sage ich ganz offen: so wie die “Stammforisten” hier auftreten erscheinen sie mir nicht glaubhaft, voreingenommen, auf die Wahrung ihrer eigenen Interessen bedacht.“

  497. bayle
    18. Juli 2013, 14:11 | #497

    @ Gawlow
    Milz an Großhirn: soll ich mich auch ballen?

  498. gelegentlich
    18. Juli 2013, 14:12 | #498

    @Bernd Schneider

    Die Gedanken sind frei – aber nicht unbedingt realitätsstiftend.

    Bis frühestens heute abend! Wo man sich über die Sache intellektuell ansprechend und fair informieren kann hatte ich ja schon gesagt.

  499. Bernd Schneider
    18. Juli 2013, 14:16 | #499

    Na zumindest nicht in Ihren Beiträgen.

    „…..und die sich, entgegen den eigenen Ansprüchen an Wissenschaftlichkeit und Seriosität, seit Jahren dazu verabredet haben ihn dort zu behalten……
    ……die für diese Freiheitsberaubung Verantwortlichen……
    Saustall “forensische Psychiatrie/Bayern
    tonangebende Leute hier verhalten sich wie in esoterischen Blogs.
    von einem befangenen Richter
    Ein Gutachter, der sich mehrfach mit seinem Auftraggeber berät, dieser dann mit der Polizei, um mehr “Material” anzufordern, damit er das Ziel des Gutachtens (Wegsperren) erreichen kann
    Das ist interessengeleitete Scharlatanerie.“

  500. Groucho
    18. Juli 2013, 14:37 | #500

    @Bernd Schneider: aber … aber, es ist doch so offensichtlich unmittelbar evident! Das leuchtet doch alles spontan ein! Und wem das nicht so geschieht, der ist entweder dumm oder bezahlt. So funktioniert wissenschaftliches, rationales Denken. (Vorsichtshalber: das war Ironie)

  501. Bernd Schneider
    18. Juli 2013, 14:48 | #501

    (Vorsichtshalber: das war Ironie)

    Danke jetzt wär ich beinahe drauf reingefallen, du bist aber auch einer…… 🙂

  502. Gawlow
    18. Juli 2013, 14:51 | #502

    bayle :@ Gawlow Milz an Großhirn: soll ich mich auch ballen?

    Was willst du mir sagen? Wenn du meinst ich wäre angeknabbert, dem ist nicht so.

  503. Groucho
    18. Juli 2013, 15:42 | #503

    Bernd Schneider :

    (Vorsichtshalber: das war Ironie)

    Danke jetzt wär ich beinahe drauf reingefallen, du bist aber auch einer…… :)

    Nun, wie der Verlauf der Diskussion zeigt, ist es sinnvoll, das Stroh sofort wegzuräumen. Bevor sich jemand langweilt und das Basteln anfängt.

  504. Sweeper
    18. Juli 2013, 15:56 | #504

    @Groucho:

    Dafür dass es angeblich im Psiram-Blog so „niveaulos“ und „unwissenschaftlich“ zugeht, entfalten die Mollathisten-Sendboten aber doch einen beachtlichen missionarischen Eifer 😀

    An der Originalität der Strohmänner und ad hominems könnten sie aber noch etwas arbeiten, finde ich.
    Immerhin sind wir inzwischen bei Kommentar > 500 angelangt; damit haben sie den Beginner-Level eigentlich hinter sich gelassen.

  505. bayle
    18. Juli 2013, 16:34 | #505

    Bernd Schneider :

    (Vorsichtshalber: das war Ironie)

    Danke jetzt wär ich beinahe drauf reingefallen, du bist aber auch einer……

    Das war doch für die Tribüne! 😉 😉

  506. sol1
    18. Juli 2013, 16:56 | #506

    …wird im Handumdrehen erweitert zu “anderen Leuten verbieten, Dinge anzuzweifeln”.

    Da habe ich nichts erweitert.

    bayle blaffte mich wegen dieser Passage in dem von mir zitierten Weinberger-Text an:

    Der Gutachter kommt viel­mehr vor dem rechtskräftigen Urteil ins Spiel. Natürlich ist es da seine Aufgabe Dinge auch anzuzweifeln.

    Na dann. Ihr Demokratieverständnis lebt wohl davon, dass es nur eine Meinung geben kann, gelle?

    Verstehen Sie unter „zur Besonnenheit mahnen“ solche witzlosen Ad-hominem-Attacken?

  507. bayle
    18. Juli 2013, 17:45 | #507

    sol1 :

    Natürlich ist das nicht seine Aufgabe. Hatten wir hier schon ein Dutzend Mal, in allen Formulierungen und Varianten…

    Das wird aber durch Wiederholungen nicht sinnvoller.

    Die Wiederholungen sind nur deshalb nötig, weil stoisch immer dasselbe längst widerlegte Zeug angeschleppt wird. Ich brauche nur den Adressaten vom #444 zu ändern:

    bayle :

    ErpelderNacht :@ bayle Ich kenne mich da nicht so aus. Du willst doch auf irgendwas hinaus.Schreib es doch einfach.

    Du machst mich ratlos. Mir ist unklar, wie ich mich noch deutlicher machen kann; bitte #423 in der Fassung von #441 Satz für Satz lesen und innehalten, sowie Du nicht mehr folgen kannst. Bitte dann diese Stelle posten. Wenn Du in einem Durchgang ohne Stocken bis zum Schluss gelangst, dann bitte die beiden Fragen am Ende beantworten.

    sol1 :Selbsternannte “Skeptiker”, die anderen Leuten verbieten wollen, Dinge anzuzweifeln – kann es etwas lächerlicheres geben?

    Ich kann mich nicht erinnern, mich je selbst zum Skeptiker ernannt zu haben. Quelle bitte.

  508. sol1
    18. Juli 2013, 17:56 | #508

    Ich kenne das vollständige Attest nicht…

    Aha – noch so einer, der in Dutzenden von Postings gegen die angeblich so fanatischen „Mollathisten“ hetzt, aber es nicht für nötig hält, sich über die elemantaren Fakten zu informieren.

    Weil der Herr Weinberger ein Psychiater mit antipsychiatrischen Neigungen ist. Wenn jemand voreingenommen ist, dann er.

    Nicht-Psychiater dürfen also keine Kritik an der Psychiatrie üben, weil sie vom Fach nicht genug verstehen. Psychiater dürfen keine Kritik an der Psychiatrie üben, weil sie damit ihre „antipsychiatrischen Neigungen“ beweisen.

    Selbstimmunisierung leicht gemacht…

  509. sol1
    18. Juli 2013, 18:13 | #509

    Ich kann mich nicht erinnern, mich je selbst zum Skeptiker ernannt zu haben. Quelle bitte.

    Im Forum ist „Der Fall Mollath“ in der Rubrik „Skeptisches Denken“ eingeordnet worden, woraus zu schließen ist, daß die Forumsmitglieder sich diesem Fall mit „skeptischem Denken“ nähern wollen.

    Daß sie das nicht tun, dafür ist bayle das beste Beispiel mit diesem Brüller:

    Das kann weder Frau Lakotta erfunden haben, noch ihr Zeuge.

    und seinem endlosen Herumgeeiere auf die Nachfrage:

    Warum kann weder B. Lakotta noch der Zeuge das nicht erfunden haben?

  510. Sweeper
    18. Juli 2013, 18:17 | #510

    @sol1:

    Nicht-Psychiater dürfen also keine Kritik an der Psychiatrie üben, weil sie vom Fach nicht genug verstehen.

    Quatsch.
    Meine Aussage in
    https://blog.psiram.com/2013/07/causa-mollath-verschworung-oder-wahn/#comment-26460
    war, dass Herr Weinberger als Psychiater wohl nicht per se qualifiziert ist, den Inhalt eines allgemeinärztlichen Attests aus der Ferne zu kritisieren – und ansonsten ebensowenig wie Sie, ich oder RA Strate, die wir alle nicht die Patientin exploriert haben.

    Dass Sie entweder arge Probleme mit dem Textverständnis haben oder ein Rabulistiker sind, der einem gern das Wort im Munde umdreht, sei nur am Rande erwähnt.

    Zum Attest: bei Ihrer rabulistischen Pirouette ist Ihnen anscheinend entgangen, dass mein o.g. Kommentar einen anderen inhaltlichen Fokus hatte:

    unabhängig von Spitzfindigkeiten in der Formulierung (auf die u.a. RA Strate abhebt) ist es vor allem ein Dokument, welches schwere Körperverletzung an der P.M. bescheinigt, und zwar mit Zeichen der Umklammerung des Halses (wahrscheinlich von hinten). Und nur darauf kommt es im Kern an. Im übrigen habe ich mir das doc daraufhin inzwischen extra noch einmal angesehen.

  511. Sweeper
    18. Juli 2013, 18:21 | #511

    sol1 :Daß sie das nicht tun, dafür ist bayle das beste Beispiel mit diesem Brüller:

    Das kann weder Frau Lakotta erfunden haben, noch ihr Zeuge.

    und seinem endlosen Herumgeeiere auf die Nachfrage:

    Warum kann weder B. Lakotta noch der Zeuge das nicht erfunden haben?

    Ach wie originell!

    Geht das jetzt schon wieder los?
    Die Frage ist längst beantwortet, und zwar hier:

    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg142872#msg142872

    Warum ein gewisser Forist die Frage dennoch gebetsmühlenartig wiederholt hat, werden wir wohl nie ergründen. Ich tippe auf einen Zwangsgedanken.

  512. Sweeper
    18. Juli 2013, 18:22 | #512

    Tschuldigung – der Smiley im Zitat war ganz und gar nicht meine Absicht *rolleyes*

  513. bayle
    18. Juli 2013, 18:23 | #513

    sol1 :

    Ich kenne das vollständige Attest nicht…

    Aha – noch so einer, der in Dutzenden von Postings gegen die angeblich so fanatischen “Mollathisten” hetzt, aber es nicht für nötig hält, sich über die elemantaren Fakten zu informieren.

    Diffuse Anwürfe, aber kein Link. Immer die gleiche Leier. Wo ist das vollständige Attest, um das ich Dich in aller Freundlichkeit gebeten hatte? Und das ist Dein ganzer Kommentar zu meinem Kommentar?

    sol1 :Psychiater dürfen keine Kritik an der Psychiatrie üben, weil sie damit ihre “antipsychiatrischen Neigungen” beweisen.

    Du vermittelst jetzt nicht den Eindruck, dass Du weißt, was Antipsychiatrie ist. In nuce bedeutet sie, die schwerer psychisch Kranken auf der Straße verkommen zu lassen oder, wenn straffällig geworden, in den Knast zu sperren. Eine menschenfeindliche Ideologie, IMHO.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Antipsychiatrie

  514. bayle
    18. Juli 2013, 18:30 | #514

    sol1 :und seinem endlosen Herumgeeiere auf die Nachfrage:

    Warum kann weder B. Lakotta noch der Zeuge das nicht erfunden haben?

    Du scheinst eine stereotype dranghafte Unruhe für eine investigative Großtat zu halten. sol1, Heißest Du … Heißest Du … Heißest Du etwa Segelstilzchen? 😀

  515. sol1
    18. Juli 2013, 18:57 | #515

    …dass Herr Weinberger als Psychiater wohl nicht per se qualifiziert ist, den Inhalt eines allgemeinärztlichen Attests aus der Ferne zu kritisieren – und ansonsten ebensowenig wie Sie, ich oder RA Strate, die wir alle nicht die Patientin exploriert haben.

    Als Psychiater hat Herr Weinberger eine ärztliche Ausbildung. Und bei Rechtsanwalt Strate gehört es zu seinem Job, rechtsmedizinische Gutachten (oder Zettel, die als solche getarnt werden) zu analysieren.

    Zwar gibt es lediglich eine Person, die Frau M. exploriert hat (genauer gesagt, die behauptet, sie exploriert zu haben) – aber die war nachweislich für diese Aufgabe nicht qualifiziert.

  516. Sweeper
    18. Juli 2013, 19:03 | #516

    sol1 :

    …dass Herr Weinberger als Psychiater wohl nicht per se qualifiziert ist, den Inhalt eines allgemeinärztlichen Attests aus der Ferne zu kritisieren – und ansonsten ebensowenig wie Sie, ich oder RA Strate, die wir alle nicht die Patientin exploriert haben.

    Als Psychiater hat Herr Weinberger eine ärztliche Ausbildung. Und bei Rechtsanwalt Strate gehört es zu seinem Job, rechtsmedizinische Gutachten (oder Zettel, die als solche getarnt werden) zu analysieren.Zwar gibt es lediglich eine Person, die Frau M. exploriert hat (genauer gesagt, die behauptet, sie exploriert zu haben) – aber die war nachweislich für diese Aufgabe nicht qualifiziert.

    @sol1:
    Ehrlich gesagt: Sie machen sich hier lächerlich!
    Warum soll ein in Facharztausbildung befindlicher Allgemeinmediziner, der seine Praxisassistenzzeit ableistet und die Patientin untersucht, nicht qualifiziert sein – der Psychiater Weinberger (der vermutlich außer in seiner MA-Zeit nie einen chirurgischen Patienten gesehen hat) aber wohl und gar RA Strate, der keinerlei medizinische Ausbildung hat? Und beide „aus der Ferne“ – also „nach Aktenlage“, was sie wiederum den psychiatrischen Gutachtern vorwerfen?
    Das ist absurdes Theater, was Sie hier an „Argumentation“ an den Tag legen.

  517. bayle
    18. Juli 2013, 19:08 | #517

    sol1 :Und bei Rechtsanwalt Strate gehört es zu seinem Job, rechtsmedizinische Gutachten (oder Zettel, die als solche getarnt werden) zu analysieren.

    bayle :Ja, auch der Herr Strate ist da voll der Profi. “Hautvertrocknungen” sind Spuren an Toten.

  518. sol1
    18. Juli 2013, 19:09 | #518

    Die Frage ist längst beantwortet, und zwar hier…

    Wie albern ist das denn?

    Das läuft ja darauf hinaus, daß es Falschbeschuldigungen nicht geben könne, weil sie irgendwann vor Gericht auffliegen könnten.

    Dabei zeigt sich ja gerade im Fall von Mollaths Ex-Ehefrau, wie man sich mit unbedachten Äußerungen gegenüber Journalisten in die Bredouille bringen kann.

    Petra Maske macht mit ihren Lügen auch vor einem Richter nicht halt. Dann schon gar nicht vor einem Staatsanwalt. Das sollte auch der Generalstaatsanwalt im Kopf behalten.

    http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-LG-Regensburg-2013-07-14.pdf

    Warum sollte sich der von Lakotta zitierte Zeuge (der aus dem Freundeskreis der Geistheilerin stammt) geschickter anstellen?

  519. sol1
    18. Juli 2013, 19:13 | #519

    Du vermittelst jetzt nicht den Eindruck, dass Du weißt, was Antipsychiatrie ist. In nuce bedeutet sie, die schwerer psychisch Kranken auf der Straße verkommen zu lassen oder, wenn straffällig geworden, in den Knast zu sperren.

    Dann schauen wir mal in den Wikipedia-Artikel:

    Als Antipsychiatrie werden mehrere politische und soziale Bewegungen bezeichnet, denen eine kritische bis ablehnende Haltung gegenüber der Psychiatrie gemeinsam ist.

    (…)

    Unter den Antipsychiatern gibt es unterschiedliche Auffassungen, die von der Kritik an der institutionellen Psychiatrie (speziell dem Klinikalltag), ihrer Krankheitsbeschreibungen und Behandlungen, bis zur vollkommenen Ablehnung von psychiatrischen Diagnosen und Behandlungsmethoden reicht. Ein Teil der Antipsychiater versteht sich trotz ihrer Kritik als Psychiater und Ärzte.

    Selbst wenn also Weinberger ein „Antipsychiater“ wäre (ein Beweis dafür wurde hier nicht erbracht, heißt das also noch lange nicht, daß er befürwortet, „die schwerer psychisch Kranken auf der Straße verkommen zu lassen oder, wenn straffällig geworden, in den Knast zu sperren“.

  520. sol1
    18. Juli 2013, 19:17 | #520

    Wo ist das vollständige Attest, um das ich Dich in aller Freundlichkeit gebeten hatte?

    Das ist in diesem Thread verlinkt.

    Wenn Sie es nicht gesehen haben, belegt das Ihren Mangel an Neugier.

    P. S.: Von irgendeiner „Freundlichkeit“ ist in Ihren Postings weit und breit nicht zu sehen.

  521. Sweeper
    18. Juli 2013, 19:17 | #521

    sol1 :

    Die Frage ist längst beantwortet, und zwar hier…

    Wie albern ist das denn?Das läuft ja darauf hinaus, daß es Falschbeschuldigungen nicht geben könne, weil sie irgendwann vor Gericht auffliegen könnten.Dabei zeigt sich ja gerade im Fall von Mollaths Ex-Ehefrau, wie man sich mit unbedachten Äußerungen gegenüber Journalisten in die Bredouille bringen kann.

    Petra Maske macht mit ihren Lügen auch vor einem Richter nicht halt. Dann schon gar nicht vor einem Staatsanwalt. Das sollte auch der Generalstaatsanwalt im Kopf behalten.

    http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-LG-Regensburg-2013-07-14.pdfWarum sollte sich der von Lakotta zitierte Zeuge (der aus dem Freundeskreis der Geistheilerin stammt) geschickter anstellen?

    Es ist ein Unterschied, ob RA Strate sich hier mit unbelegten Anwürfen gegen Frau P.M. aus dem Fenster lehnt – „denn er weiß, was er tut“ und hat wohl genug Geld, um notfalls einen Prozess wegen Verleumdung zu führen.
    Ich finde diese Formulierung von RA Strate völlig inakzeptabel.

    Warum eine bekannte Journalistin sich nicht erlauben kann, sich so weit aus dem Fenster zu lehnen und erst recht nicht ein Zeuge aus dem Umfeld Mollaths, liegt klar auf der Hand:

    sie würden ihre Reputation /ihre berufliche Zukunft völlig leichtfertig aufs Spiel setzen und dabei keinerlei Gewinn davon haben außer einer flüchtigen Sensationsmeldung. Womöglich riskieren sie sogar Racheakte – zu anonymen Drohungen ist es ohnehin schon gekommen.

  522. sol1
    18. Juli 2013, 19:23 | #522

    Warum soll ein in Facharztausbildung befindlicher Allgemeinmediziner, der seine Praxisassistenzzeit ableistet und die Patientin untersucht, nicht qualifiziert sein…

    Um Gabriele Wolff zu zitieren:

    Ein Arzt, der “Würgemale” unterhalb des Kehlkopfes befundet, hat vermutlich noch niemals in seinem Leben Würgemale gesehen, nicht mal im Pschyrembel, geschweige denn in einem rechtsmedizinischen Fachwerk.

    http://gabrielewolff.wordpress.com/2013/07/06/der-fall-mollath-das-endspiel/comment-page-2/#comment-15569

  523. Gawlow
    18. Juli 2013, 19:29 | #523

    bayle :

    sol1 :Und bei Rechtsanwalt Strate gehört es zu seinem Job, rechtsmedizinische Gutachten (oder Zettel, die als solche getarnt werden) zu analysieren.

    bayle :Ja, auch der Herr Strate ist da voll der Profi. “Hautvertrocknungen” sind Spuren an Toten.

    @ bayle
    Strate geht darum, dass „Würgemale“ als Beschreibung nicht ausreicht.

    „‚Würgemale‘ sind nicht die Beschreibung eines Befundes, sondern eine Befundinterpretation. ‚Würgemale‘, also Spuren eines Würgevorganges am Hals, können ein völlig unterschiedliches Aussehen haben: Es kann sich um kleine strichförmige Hautvertrocknungen handeln, um bunte, strichförmige oder punktförmige braunrote Kratzer (von den Fingernägeln des Täters); manchmal finden sich auch kleine Blutunterlaufungen, manchmal auch deutlich imponierende Fingernageldruckspuren. Die Erwähnung von ‚Würgemalen‘ ist also nicht die Schilderung einer Beobachtung, sondern die Behauptung einer Meinung. Schon dies lässt gravierende Zweifel an der Professionalität des Attest-Verfassers zurück.“

  524. sol1
    18. Juli 2013, 19:29 | #524

    Du scheinst eine stereotype dranghafte Unruhe für eine investigative Großtat zu halten. sol1, Heißest Du … Heißest Du … Heißest Du etwa Segelstilzchen? 😀

    [gutachtermodus]bayle leidet nicht nur an einem „Segelwahn“, er bezieht nunmehr auch beliebige weitere Personen in diesen Wahn ein.[/gutachtermodus]

    Dann wollen wir mal für ihn hoffen, daß er niemals von Dr. Leipziger begutachtet wird.

  525. segeln141
    18. Juli 2013, 19:35 | #525

    sol1 :

    Im Forum ist “Der Fall Mollath” in der Rubrik “Skeptisches Denken” eingeordnet worden, woraus zu schließen ist, daß die Forumsmitglieder sich diesem Fall mit “skeptischem Denken” nähern wollen.Daß sie das nicht tun, dafür ist bayle das beste Beispiel mit diesem Brüller:

    Das kann weder Frau Lakotta erfunden haben, noch ihr Zeuge.

    und seinem endlosen Herumgeeiere auf die Nachfrage:

    Warum kann weder B. Lakotta noch der Zeuge das nicht erfunden haben?

    Gratuliere sol1.Gut erkannt!
    So geht es eben dort zu.

  526. sol1
    18. Juli 2013, 19:35 | #526

    Ich finde diese Formulierung von RA Strate völlig inakzeptabel.

    Sie sind hier ja auch der eifrigste Verteidiger der Geistheilerin.

    …sie würden ihre Reputation /ihre berufliche Zukunft völlig leichtfertig aufs Spiel setzen und dabei keinerlei Gewinn davon haben außer einer flüchtigen Sensationsmeldung.

    „Bekannte Journalisten“ haben auf der Jagd nach „flüchtigen Sensationsmeldungen“ schon viel größere Böcke geschossen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hitler-Tageb%C3%BCcher

  527. Sweeper
    18. Juli 2013, 19:38 | #527

    sol1 :

    Warum soll ein in Facharztausbildung befindlicher Allgemeinmediziner, der seine Praxisassistenzzeit ableistet und die Patientin untersucht, nicht qualifiziert sein…

    Um Gabriele Wolff zu zitieren:

    Ein Arzt, der “Würgemale” unterhalb des Kehlkopfes befundet, hat vermutlich noch niemals in seinem Leben Würgemale gesehen, nicht mal im Pschyrembel, geschweige denn in einem rechtsmedizinischen Fachwerk.

    Das ist ja das Elend – diese ewige Kompetenzüberschreitung der Juristen.
    Frau Wolff sollte lieber weiter Krimis schreiben – da kann sie ihre Leser unterhalten, und man nimmt es nicht ganz so übel, wenn sie sich ein Urteil anmaßt, welches ihr nicht zusteht.

    Herr Garcia hat sich heut auch schon mal arg bei ihr im Blog vertan, als er pausbäckig postete:
    „Suchtkranke sind nicht psychisch krank!“
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=11591.msg143941#msg143941

  528. Sweeper
    18. Juli 2013, 19:50 | #528

    sol1 :

    Ich finde diese Formulierung von RA Strate völlig inakzeptabel.

    Sie sind hier ja auch der eifrigste Verteidiger der Geistheilerin.

    …sie würden ihre Reputation /ihre berufliche Zukunft völlig leichtfertig aufs Spiel setzen und dabei keinerlei Gewinn davon haben außer einer flüchtigen Sensationsmeldung.

    “Bekannte Journalisten” haben auf der Jagd nach “flüchtigen Sensationsmeldungen” schon viel größere Böcke geschossen:http://de.wikipedia.org/wiki/Hitler-Tageb%C3%BCcher

    Irrtum.
    Ich mag nur generell keine Vorverurteilungen und akzeptiere – so lange nichts anderes von einem Gericht beschlossen und verkündet wird – ein rechtskräftiges Urteil.

    Wer ohne handfeste Beweise jemand der Lüge vor Gericht bezichtigt, der spielt ein gewagtes Spiel.
    Es sieht im Moment danach aus, dass de facto alle „Lügner“ sein müssen, weil bzw damit Herr Mollath durch und durch das unschuldige Justizopfer ist. Deshalb darf man auch alle beschimpfen und verdächtigen, die daran begründete Zweifel äußern.
    Hier setzt m.E. das rationale Denken komplett aus.

    Ich halte es für wahrscheinlich, dass in der Causa Mollath viele Schlampereien passiert sind und dass er u.a. auch Opfer der rigiden Bestimmungen im Maßregelvollzug geworden ist. Es wird Zeit, dass der Gesetzgeber hier etwas ändert.
    Ansonsten ziehe ich es vor abzuwarten, was das WA-Verfahren an den Tag bringt, bevor ich über einzelne Personen oder eine ganze Berufsgruppe kübelweise Dreck auskippe – was offenbar zum guten Ton bei denen gehört, die sich für „Kämpfer für die Gerechtigkeit“ halten…

  529. Sweeper
    18. Juli 2013, 20:09 | #529

    @segeln:

    Für einen „running gag“ ist das Manöver doch inzwischen etwas abgenudelt, finde ich.
    Ansonsten erinnere ich an meinen Kommentar #342:

    https://blog.psiram.com/2013/07/causa-mollath-verschworung-oder-wahn/#comment-26272

    @segeln141:

    Im Wolff-Blog habe ich meine Erfahrungen hier im Psiram-blog unter meinem Klarnamen thematisiert.

    Warst du derjenige, der dort mit Klarnamen schrieb, er wolle weder im Forum noch im Psiram-Blog fürderhin posten? 😀
    Hielt ja nicht lange an, der gute Vorsatz, gell?

    Aber im Opa-Blog ist es vermutlich etwas fade – und etwas zu „verschwörerisch“ .

  530. bayle
    18. Juli 2013, 20:41 | #530

    Sonnensegel, allmählich werdet ihr pflegeleichter.
    @ sol1
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg143359#msg143359
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg143363#msg143363

    @ sol1
    Das Thema war, dass er mit einen antipsychiatrischen Neigungen voreingenommen ist.

    @ sol1
    vgl. #513

    @ sol1
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=10168.msg119417#msg119417

    @ Gawlow
    WTF?

    @ sol1 , @ segeln141 , @ segeln141
    Ihr gehört zu den Leuten, denen einfach nichts peinlich ist.

    @ sol1
    WTF?

  531. Gawlow
    18. Juli 2013, 20:43 | #531

    Sweeper, wenn dir so langweilig ist, wieso schreibst du hier so rege mit? Ich würde es begrüßen, wenn die jeweiligen Personen hier nicht weiter Kommentieren die dazu keine Lust haben. Es gibt ja schließlich genug Hobbys in die man Zeit investieren kann.

    Sweeper schreibt im Forum

    „Team Psiram, was meint ihr?

    Nachdem im Blog nun alles mehrfach wiedergekäut wurde und eine neue Runde „ceterum censeo“ in Gestalt von notorischen Wiederholungstätern sich andeutet, könnte man den Kommentarbereich dort doch endlich dicht machen, oder?

    Vermutlich bin ich nicht der einzige, der sich zu Tode langweilt…“

  532. Gawlow
    18. Juli 2013, 20:47 | #532

    @ bayle
    WTF?

    Du kannst ruhig fragen, wenn du was an dem Text nicht verstehst. Ich werde versuchen es dir zu erklären.

  533. gelegentlich
    18. Juli 2013, 20:48 | #533

    @Sweeper
    „Aber im Opa-Blog ist es vermutlich etwas fade – und etwas zu “verschwörerisch”.“
    Dafür ist hier die spreizend vorgeführte Kinderironie, die sich entzückt selbst auf die Schulter klopft, unvergleichlich besser resp. lustiger. Im Herzen jung geblieben…

  534. bayle
    18. Juli 2013, 20:50 | #534

    @ Gawlow
    Ja, ich habe da eine Frage. Welches Ziel verfolgst Du hier mit der Hartnäckigkeit eines Betrunkenen?

  535. Sweeper
    18. Juli 2013, 20:50 | #535

    @Gawlow:

    wieso schreibst du hier so rege mit?

    Hauptsächlich für die Tribüne – und für meine Korpsbrüder 😀 😀 😀

    Beantworte mir doch bitte mal die Frage, die mir noch niemand beantworten konnte, Gawlow:

    Warum unterschlägt/verschweigt RA Strate, dass Mollath sehr wohl einen Verteidiger hatte, nämlich RA Ophoff, der auch ganz offiziell die Benachrichtigung über den Verbindungsbeschluss erhalten hat – im Gegensatz zu Dolmany?

  536. Gawlow
    18. Juli 2013, 21:01 | #536

    @ bayle
    Ich habe kein Ziel. Und wieso versuchst du mich zu beleidigen?
    Der Text von Strate ist ja nun wirklich nicht schwer zu verstehen und was er damit aussagen will. Wenn du was nicht verstehst, man kann über alles reden.

    @Sweeper keine Ahnung was du meinst. Da kann ich dir nicht helfen.

  537. bayle
    18. Juli 2013, 21:14 | #537

    Gawlow :@ bayle Ich habe kein Ziel.

    Ach so, Du postest wahllos vor Dich hin. Dann habe ich Dich wohl verkannt.

  538. Groucho
    18. Juli 2013, 21:19 | #538

    Der Kommentarbereich wird jetzt geschlossen, nachdem sich nach über 500 Kommentaren immer wieder alles im Kreis dreht. Wer diesbezüglich noch Mitteilungsbedürfnis hat, darf das gerne im Forum tun:
    https://forum.psiram.com/index.php?topic=11591.0;topicseen

  1. 6. Juli 2013, 21:36 | #1
Kommentare sind geschlossen