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Esoterik bei Daniele Ganser

Kein Mensch mag es gerne, kritisiert zu werden – und doch ist Kritik ein wesentlicher Bestandteil wissenschaftlichen Arbeitens, nicht erst seit Adornos kritischer Theorie. Möchte man eine wissenschaftliche Arbeit publizieren, muss man selbige zurecht erst verteidigen. Wenn die Argumentation der Kritik anderer Experten standhält, wenn sie die Peer-Reviews überlebt, erst dann kann man von einer wissenschaftlichen Arbeit sprechen. Aber auch in anderen Kontexten könnte man sich im Idealfall bei Diskussionen mit inhaltlichen Argumenten konstruktiv auseinandersetzen und diese nicht von vornherein abwehren. Besonders Personen des öffentlichen Lebens sollten sich öfters daran erinnern, dass fundierte Kritik nicht per definitionem „Hate Speech“ ist, sondern Zweifel ein wichtiges erkenntnistheoretisches Instrumentarium zum Begreifen des zu eruierenden Gegenstandes darstellt.

Verschwörungstheoretikern indes scheint am Gegenteil gelegen zu sein. Sie versuchen sich den Vorwürfen zu entziehen, diffamieren ihre Kritiker als böswilligen „Mainstream“ und stigmatisieren sich selbst als Opfer einer unlauteren Kampagne. Auf diese Weise kehren sie Kritik, ohne auf selbige inhaltlich eingehen zu müssen, in einen Vorteil um, denn sie werten diese per se ab und ihren Sprecherstandort außerhalb des wissenschaftlichen Betriebes als „authentisch“ auf. Michael Butter beschreibt diese Mechanik in seinem Buch „Nichts ist wie es scheint“ (S. 84 ff. ) sehr präzise, und ich folge hier seiner Einschätzung.

Dieses suggestiven Tricks eingedenk verwundert es nicht, dass Methoden, wie man sich gegen Kritik wappnen kann, ohne darauf eingehen zu müssen, seit jeher Einzug in jene publizierenden Kreise halten, die mehr daran interessiert sind, ihre Theorien lukrativ zu verkaufen als sich einer kritischen Expertenöffentlichkeit zum Behufe der Wahrheitsfindung zu stellen. Ein besonderes Phänomen im Bereich der „alternativen Medien“ im Generellen und bei Verschwörungstheoretikern im Besonderen ist es nun, dass sich eine Art pseudowissenschaftliches Thai-Chi als Methodik entwickelt: Einerseits um Kritik psychisch als auch inhaltlich abzuwehren, aber auch, indem esoterische Konzepte in die Erklärung ihres Weltbildes paradigmatisch einfließen. Ganz aktuell sei hier das Beispiel Daniele Gansers, dem Historiker und selbsternannten Friedensforscher, genannt. Das Thema „Achtsamkeit“ gewinnt im Themenmix Gansers immer mehr Raum, ja, es kommt bei ihm zu einer Fusion, in der sich die Themen Zeitgeschichte/Politik auf der einen und Esoterik auf der anderen Seite gegenseitig zu bedingen scheinen – inhaltlich wie auch methodisch. Anhand aktueller Interviews und Vorträge des „Friedensforschers“ möchte ich dieser Verquickung von Esoterik und Pseudowissenschaft am Beispiel der „Methode Ganser“ etwas nachgehen.

Spätestens mit seinem Artikel „Der erbitterte Streit um den 11. September“ im Tages-Anzeiger vom 9. September 2006 (PDF) verlässt Daniele Ganser den Weg fundierter inhaltlicher Auseinandersetzung und geht dazu über, Arbeitsweisen über mögliche Szenarien von 9/11 und hier insbesondere über den Einsturz des siebten Gebäudes des World Trade Centers (WTC7) an den Tag zu legen, die jeglicher Seriosität ermangeln. Anfangs hält sich Ganser zwar mit eigenen Thesen noch zurück – später wird er zu immer mehr Ereignissen wie beispielsweise zu den Terroranschlägen auf die Redaktion von Charlie Hebdo oder den Breitscheidplatz unhaltbare Thesen aufstellen – doch hier sieht man schon das Grundmuster seiner Vorgehensweise. Alleine der Titel suggeriert, es gebe einen berechtigten fachlichen Zweifel an der offiziellen Version zum Terroranschlag von 9/11 (der „erbitterte Streit“), was er wissenschaftlich nie unterfüttert. Er ist sich nicht zu schade, Aussagen der Schauspieler Charly Sheen und Sharon Stone als Belege für eine breite öffentliche Skepsis bezüglich der offiziellen Berichte des 9/11 Comission Reports und des NIST-Reports heranzuziehen. Eine ausführliche Auseinandersetzung zu dem Artikel und den Vorträgen von Daniele Ganser erbringt eine mittlerweile 12-teilige YouTube-Reihe des Kanals „Verschwörung und Fakten“.  Die dort angeführten Beispiele wie auch das Kapitel über ihn in Michael Butters Buch (S. 83 ff.) lassen erkennen, dass Ganser an einer fundierten Auseinandersetzung mit dem Thema 9/11 von Angang an nicht gelegen war. Infolgedessen verliert er 2018 wegen Unwissenschaftlichkeit auch seine letzte Anstellung an der Universität St. Gallen. In Vorträgen und Interviews behauptet der Historiker zwar, wegen der Brisanz seiner „9/11-Forschung“ des Wissenschaftsbetriebs verwiesen und als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt worden zu sein, doch schon die heftige Kritik an seiner Doktorarbeit („his volume could be characterized as a journalistic work with a big spoonful ofconspiracy theories“) deutet darauf hin, dass seine Methode System hat, denn es gibt seinerseits bis heute keine offizielle Forschungsarbeit zum Thema.

Diesem Vorgehen scheint eine ähnliche Strategie zugrunde zu liegen wie vielen esoterischen Konzepten oder spirituellen Lehren: Eine unhinterfragte Sichtweise auf die Welt wird als Ausgangsbedingung aller folgender Erklärungen gesetzt. Oder anders ausgedrückt: Der Ausgangsframe bedingt alle folgenden Deduktionen. Das esoterische Paradigma ist im Grunde eine konstruktivistische Weltsicht: Die Welt außerhalb des ‚Ich‘ wird durch die eigene Wahrnehmung verzerrt. Oft wird auch von einer „falschen Identifikation“ mit den eigenen Gedanken gesprochen, so z.B. in der Beschreibung der „Leerheit“. In der Esoterik wird der Urfehler (nicht zu verwechseln mit der christlichen Ursünde) darin gesehen: „Die Logik der materialistischen Wissenschaft schlägt fehl, wenn die Beobachter betrachtet werden.“ (ebd.) Zugrunde liegt die Annahme, man könne keine wahren Aussagen über die Welt tätigen. Ausgehend von diesem unhinterfragbaren Dogma (Gott, Leerheit, Karma, Wiedergeburt) differenzierten sich viele unterschiedliche religiöse Systeme aus, wobei in der neueren westlichen Gesellschaft Buddhismus und Yoga besonderen Anklang finden. Fatal ist es, wenn diese Weltsicht auf, wenn auch pseudowissenschaftliche, historische Analysen angewendet wird, denn man könnte folgern, dass man arbiträr im Grunde alles oder nichts behaupten kann, so die Erkenntnis über die Welt dogmatisch als unzureichend angenommen wird.

„Wie veränderst Du mit dem richtigen Wasser Deine Energie?“, „Meditation zur Verjüngung“ oder „Wie kommt Ihr in Kontakt zur geistigen Welt?“, das sind Titel der Videos auf dem YouTube-Kanal von Bettina Geitner. In ihren zahlreichen Interviews dreht sich thematisch alles um esoterische Inhalte wie Energien, Schwingungen, heilendes Wasser, Homöopathie oder Channeling. Als Gäste empfängt sie Größen der Esoterikszene wie beispielsweise „Mister Water“ Erich Meidert (Wasserstoffwasser), Kurt Tepperwein, den Esoterik-Unternehmer mit Wohnsitz auf Teneriffa, oder auch Barbara Bessen, das Channelmedium der „Engelwesenheit“ Kryon. Ein Gast indes fällt aus der Reihe: Daniele Ganser. Das Thema lautet Achtsamkeit, ein Dauerbrenner in der Esoterikszene. Auf den ersten Blick mag das verwundern, doch wer seine Vorträge seit 2017 verfolgt, weiß, dass er in seinen „Analysen“ aktueller politischer Ereignisse immer wieder Anleihen aus der Esoterik nimmt. Beispielhaft sei hier sein Vortrag am 3.3.2018 in Basel genannt: „Was man dann wieder tun muss, das ist das, was ich Ihnen schon erklärt habe, Sie müssen Ihre Gedanken und Gefühle beobachten“. Hier geht es konkret um Kritik an seiner Person bzw. seinen Inhalten. Auf diese geht er aber nicht dezidiert ein, sondern immunisiert sich gegen selbige, indem er vorschlägt, „Gedanken und Gefühle zu beobachten“.

In einem Vortrag über den Kosovokrieg weitet Ganser das Thema Achtsamkeit viel expliziter aus. Bevor er auf das eigentliche Thema eingeht, erklärt er, was er unter Framing versteht:

Framing bedeutet, dass man einen gedanklichen Deutungsrahmen aufbaut und dass danach all Ihre Gedanken sich in diesem Rahmen bewegen. […] So, wie sich die Kugeln auf dem [Billard-] Tisch bewegen, bewegen sich beim Framing Ihre Gedanken innerhalb eines abgesteckten Raumes, ohne, dass Sie sich dessen bewusst sind. (Min. 3:00)

Nur 3 Minuten später setzt er selbst den ersten Frame:

Im Moment beobachten Sie etwas ganz anderes, nämlich die Aktivierung des Terror-Frames. Sie hören viel mehr über ‚Terror‘ als über ‚UNO‘. Und nur durch das Wort wird der Frame aktiviert. (Min. 9:16)

Diese Aussage, dass die Zuschauer als Teil der Gesellschaft viel mehr über das Thema „Terror“ als „UNO“ hören, ist erst einmal eine bloße Annahme. Eine Quelle dazu, beispielsweise quantitative Sozialstudien zur Medialisierung des Themas Terrorismus, bleibt Ganser schuldig; stattdessen stellt er eine (evtl. sogar berechtigte) Annahme als faktische Gegebenheit dar. Viel deutlicher wird diese Methode eine Minute später, wenn er den „Terror-Frame“ in Bezug zum Terroranschlag von 9/11 setzt, welcher seiner Meinung nach zum Zeitpunkt des Vortrages noch ungeklärt sei, und bezüglich des Einsturzes von WTC7 behauptet: „Da sind wir jetzt in der Forschung immer noch dran, Feuer oder Sprengung, ist ein riesen Thema“. (Min 10:16)

Dass der Einsturz von WTC7 ein „riesen Thema“ sei und „wir in der Forschung“ selbiges behandelten, ist schlichtweg falsch: Weder ist Daniele Ganser zu diesem Zeitpunkt in einem Forschungsprojekt zu 9/11 engagiert (Expertenzueignung „wir in der Forschung“), noch ist der Einsturz zu diesem Zeitpunkt im Wissenschaftsbetrieb an den Universitäten ein „riesen Thema“. Wenn Ganser die Zuschauer im selben Vortrag auffordert, Frames mit Achtsamkeit zu durchbrechen, so kann man sich an dieser Stelle fragen, welche er konkret meint. Dass sich diese Vorgehensweise durch alle seine Vorträge zieht, deutet darauf hin, dass es sich um eine Art Grundmuster handelt.

Die Videoproduzentin für esoterische Themen, Bettina Geitner, fragt Daniele Ganser ganz am Anfang ihres Interviews, wie die unterschiedlichen Themenbereiche Politik und Achtsamkeit zusammenpassten. Seine Antwort darauf: „Wenn man das länger untersucht, sieht man, dass doch beides verbunden ist.“ Und weiter: „Wir leben ja jetzt in dem sogenannten Zeitalter des Krieges gegen den Terrorismus. Das ist ein Zeitalter, das durchsetzt ist mit Gewalt und mit Lüge.“ Angelehnt an die Herkunft des Wortes „Terror“, so Ganser weiter, lebten wir in einem Zeitalter der Angst.

Und nun ist es offensichtlich, das sagt die Friedensforschung immer wieder, dass die Angst nicht ausgelöscht werden kann mit einem Maschinengewehr oder mit einem Flugzeugträger oder mit Geheimagenten. […] Angst kann eigentlich nur transformiert werden durch Achtsamkeit. (Min. 1:29)

Es sei hier nur am Rande erwähnt, dass die Friedensforschung, als ein Unterbereich der Politischen Soziologie, versucht, mit wissenschaftlichen Methoden interdisziplinär auf Basis der Fachgebiete Soziologie, Politologie und Psychologie maßgeblich politische/staatliche Intergruppenkonflikte zu beschreiben und Lösungsszenarien zu etablieren. Hier arbeitet – so weit bekannt – Daniele Ganser in keiner wissenschaftlich anerkannten Forschungsgruppe mit, er publiziert hierzu keine wissenschaftlichen Arbeiten und hat in keinem offiziellen Institut einen wissenschaftlichen Auftrag. Alleine der Wortstamm „-forschung“ ist hier also irreführend, es gibt keine Forschung seinerseits zum Thema. Aber auch das Theorie- und Begriffsarsenal seiner Bücher und Vorträge lassen zentrale Aspekte der soziologischen Konfliktforschung vermissen.

Was hier geschieht, ist die oben angesprochene Fusion zeitgeschichtlicher Betrachtung und esoterischer Konzepte, die Daniele Ganser als „Friedensforschung“ deklariert. Es verwundert an dieser Stelle also nicht, wenn ihn sein grafischer Neujahrsgruß in den Sozialen Medien in Denkerhaltung umgeben von Dalai Lama, Mahatma Gandhi und seinem Buch „Illegale Kriege“ zeigt.

Man kann hier festhalten, dass „Friedensforschung“ für Daniele Ganser offensichtlich keine wissenschaftlich staatspolitische und soziologische Konfliktforschung darstellt, sondern mehr mit dem Lesen eines Dalai Lama-Buches zu tun hat. Er unterfüttert seine pseudowissenschaftlichen Vorträge mit Konzepten der Esoterik und gibt dieser Melange den Anstrich „Forschung“. Seine neuen Vorträge wie „Imperium USA – die skrupellose Weltmacht“ bestreitet er mit dementsprechendem Personal: Es unterstützen ihn Christiane Borowy, eine Soziologin, die als Körperpsychotherapeutischer Coach und Sängerin arbeitet, Meditationskurse anbietet und auf Rubikon Artikel über Frieden und Achtsamkeit schreibt, in denen sie sich wiederum auf Daniele Ganser bezieht. Ebenso tritt im Rahmen seines Vortrages Andrea Stoffers auf, eine Heilpraktikerin für Psychotherapie, die maßgeblich im Bereich Traumatherapie tätig ist.

Die Vermengung und Interdependenz esoterischer Grundannahmen und die Darstellungsweisen zeitgeschichtlicher, politischer Aspekte in Danieles Gansers Erklärungsmodell könnten noch wesentlich eingehender untersucht werden. Ein Artikel reicht dafür nicht aus. Trotzdem erkennt man hier ansatzweise, auf welcher „methodologischen“ Basis seine Narrative fußen: Es ist ein zum Teil menschlich nachvollziehbares, aber wissenschaftlich naives Weltbild, das Konflikte auf ein „beobachte deine Gedanken, dann ist alles gut“ zu reduzieren versucht. In diesem Weltbild sind die USA das böse Imperium und Kritiker seiner Arbeit schlichtweg zu wenig achtsam. Konflikte qualitativ wissenschaftlich, beispielsweise methodologisch systemtheoretisch, strukturalistisch oder quantitativ zu erklären, liegt diesem Weltbild fern. Neben der simplifizierten Erklärung der Welt hat das esoterische Konzept im Falle Daniele Gansers einen weiteren nicht zu bestreitenden Vorteil: Es immunisiert gegen Kritik am eigenen Vorgehen und setzt den Sprecher in eine moralisch erhöhte, nur auf „Frieden“ bedachte Position. Dass Konflikte soziologisch wie auch psychologisch wesentlich komplexer sind, spielt für ihn keine Rolle. Letztlich wäre dieser Erklärungsansatz wohl auch bezogen auf die zu erzielende Reichweite nicht attraktiv und lukrativ genug.

Es bleibt die Frage: Warum sollte man nicht in einer Gesellschaft, in der Meinungsfreiheit einen erheblichen Teil des demokratischen Fundaments darstellt, unwissenschaftliche Theorien aufstellen oder religiös-spirituelle Ansichten vermengen und publizieren dürfen? Die Antwort ist, dass es in der skeptischen Auseinandersetzung im öffentlichen Diskurs nicht darum geht, andere (legale) Meinungen oder Sichtweisen zu unterbinden, sondern darum, suggestive, manipulative und inhaltlich falsche Formen der Redebeiträge als solche zumindest zu identifizieren. Gerade mit der Zunahme populistischer Medialisierung, in der reduzierte, zugespitzte und simplifizierte Meinungen über Politik, Gesellschaft, Zeitgeschehen wie auch Medizin und Physik schneller durch das Grundrauschen der öffentlichen Debatte herausstechen als sachliche Beiträge und damit mehr Reichweite erzielen, ist eine kritische Auseinandersetzung umso wichtiger. Gerade Personen des öffentlichen Lebens wie Daniele Ganser, die sich den Anstrich wissenschaftlichen Arbeitens geben und mit ihren Vorträgen nicht nur ihr Geld verdienen, sondern auch erheblich zur Meinungsbildung beitragen, haben eine besondere gesellschaftliche Verantwortung. Nützen sie ihre Sonderstellung zum genauen Gegenteil, indem sie den Blick auf die zu untersuchenden Themen manipulativ verengen und die Themen vorsätzlich simplifizieren, Aspekte auslassen oder Quellen unsauber handhaben, ist es die Pflicht derjenigen, die dieser Methode gewahr werden, selbige zu kritisieren und und ihre Fehler zu benennen.

  1. Christ343
    31. Januar 2020, 20:18 | #1

    Nicht-seriöse Esoterik ist z. B. die Reinkarnationstherapie unter Hypnose. Seriös ist z. B. die Öko-Theosophie (bitte googlen). Seriös ist auch Rudolf Steiners Anthroposophie.

  2. RainerO
    31. Januar 2020, 23:24 | #2

    Na toll, Werbung für einen Rassisten.
    Wann wird denn endlich dieser Theosophie-Bullshitter nachhaltig vor die Tür gebeten?

  3. borstel
    1. Februar 2020, 12:21 | #3

    Aber vielen Dank für den Begriff „One-Trick-Pony“ im Zusammenhang mit 343, kannte ich alternder weißer Mann noch nicht! Überhaupt, wie 343 auf die Idee kommt, daß das, was er da verbreitet, mit „Christ“-Sein zu tun hat (was immer sonst wir vom Christentum halten mögen), ist schon ein Beweis dafür, daß bei ihm eine Menge durcheinander geht.

  4. 2. Februar 2020, 12:37 | #4

    RainerO :
    Wann wird denn endlich dieser Theosophie-Bullshitter nachhaltig vor die Tür gebeten?

    Jetzt.

  5. Amy
    5. Februar 2020, 08:37 | #5

    Es wäre super, wenn ihr aus dem Brettscheidplatz noch Breitscheidplatz machen könntet

  6. LaDeesse
    5. Februar 2020, 14:39 | #6

    @Amy
    Danke für den Hinweis.

  7. borstel
    15. Februar 2020, 13:01 | #7

    Etwas OT: Danke für den Artikel zu Heinz Pommer: Ergänzend habe ich etwas gesucht, das die Ionisation auf Filmmaterial durch radioaktive Partikel gut demonstriert und bin hierauf gestoßen: https://www.youtube.com/watch?v=AGbsW9_47No – vllt. ist es hilfreich, den Link in den Artikel einzubinden. Obwohl das Ereignis solange her ist, war es mir schwer erträglich, die Bilder anzusehen…

  8. 15. Februar 2020, 14:00 | #8

    @borstel: Dank für den Hinweis! Aber bitte in Zukunft Hinweise über das Forum geben, die Anmeldung (gerne anonym) tut nicht weh.

    Ja, der Link passt in den Artikel. Es handelt sich um eine analoge Videoaufnahme auf Magnetband. Allerdings sind die Artefakte eher schwer erkennbar. Aber gut für einen Vergleich.

    Gruss von Abrax!

  9. Autoradiographie
    15. Februar 2020, 20:55 | #9

    Das damalige Pripyat und Tschernobyl Filmmaterial wurde im darauffolgendem Jahr auf einer Sonderschau, während der Berlinale, zum ersten mal gezeigt. Es war wie der oa. Film 16mm photochemisches Filmmaterial. Kein Video. Die mehrfach im Film hintereinander auftauchenden größeren weißen Flecken erklären sich durch stark radioaktive Staubpartikel (Fallout) die bei den Aufnamen mit in den belichteten Filmwickel gerieten und von daher mit ihrer Strahlung auch benachtbarte Filmschichten belichteten, welches das kurze mehrfache Aufflackern in Abschnitten erklärt.
    Bei Magnetbandaufzeichnung währen, wenn überhaupt, ganz andere Schäden zu beobachten.

    MfG. Radiograph

  10. 18. Februar 2020, 15:08 | #10

    Viellen Dank für die Info. Ich werde sehen dass das noch heute korrigiert wird. Ich hatte mir das Video (ich meine die Kopie des Films) mehrmals angesehen und habe lange rumgerätselt obs ein Video oder ein Film ist. Das ist bei der Beurteilung und auch im Zusammenhang wichtig. Ich kam zum falschen Ergebnis dass es ein Video ist. Das Problem ist ja dass man bei YT sowieso nur Videos sieht, und natürlich keine Filmvorführungen. Und bei der Umwandlung entstehen (je nach Technik, Vorführgerät, Scanner, Software..) neue Artefakte. Tschernobyl war April 1986. Ein Jahr vorher gabs die ersten 8mm Video 8 Camcorder, zuvor schon Betamax. Russische Anwender wird es daher 1986 nur wenige gegeben haben. Wir hatten darüber zwar nachgedacht, aber nicht nachgeprüft. Ich hatte angenommen dass es die 8mm Camcorder schon Anfang der 80er gab. Aber das war nur ne Vermutung. Ob das nun in den Errata-Eintrag muss: ich glaube eher nicht.

    Das es ein „autoradiographischer“ Film-Artefakt ist, gehört das Video nicht mehr in die „erste Reihe“ der Vergleichs“videos“. Die anderen genannten Beispiele von Videos passen aber, da es ja im Artikel um Artefakte in Videos geht. 2001 wird ja nicht „gefilmt“ worden sein.

    Vielen Dank an unsere kritischen Mitleser! Ohne euch wäre das Wiki in einem schlechteren Zustand.

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