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Hilfe, wir sind linke Faschisten!

Es ist schon erstaunlich, in welche Schubladen man als jemand, der bei Esowatch mitmacht, so gesteckt wird: Erst Rechts-, dann Linksfaschismus, neoliberal, konservativ – fehlt noch was?

Christian Grauer meint, Esowatch wäre linksfaschistisch. Er ist offensichtlich ein Anthroposoph, und offensichtlich so gebildet, dass er ein Buch über ontologischen Monismus zu schreiben in der Lage war. Umso mehr (oder auch ganz im Gegenteil) überrascht, zu welch absurden Konstruktionen er sich versteigt, wenn er sich auf den virtuellen Anthroschwanz gestiegen fühlt:
Esobashing: Aufklärung oder Linksfaschismus?
Als erstes macht er einen neuen Volkssport im Internet aus: „Esobashing“. Dass dies völlig absurd ist, kann jeder mit einer Suchmaschine sofort nachvollziehen, wenn er einen esoterisch angehauchten Begriff eingibt: Das Netz quillt geradezu über von Esoterik, verglichen dazu sind kritische Seiten seltene Fundstücke.

Dann beginnt er einen Strohmann (Das Unterstellen von Behauptungen, die nicht getätigt wurden) aufzubauen:

Aber gerade weil ich die Szene gut kenne bin ich auch regelmäßig belustigt über die donquijoteske Art, mit der die Esobasher sie als den ultimativen Sündenpfuhl entlarven und undurchdringbare Verschwörungstheorien aufbauen, die sich nicht nur auf Anthroposophen und Waldorfs richten, sondern auch die staatlichen Stellen einbeziehen, die derlei esoterisches Treiben ja offenbar gestatten und womöglich – anthroposophisch unterwandert! – auch noch fördern und decken.

Von einem „ultimativen Sündenpfuhl“ spricht nur er selbst. Wenigstens Esowatch bezieht sich auf konkrete Fälle, wo ganz offensichtlich etwas faul ist. Herr Grauer distanziert sich dann natürlich ebenso von diesen konkreten Vorfällen. Was Herr Grauer nicht begreift oder begreifen will ist, dass diese Vorfälle kein Zufall sind, etwas, was überall mal passiert, wenn falsche Personen an der falschen Stelle agieren. Steiners autoritäre Beliebigkeitsdidaktik, die Kinder nicht individuell, sondern als zu formende Masse sieht, befördert eben genau solche Zwischenfälle. Its a feature, not a bug, Herr Grauer:
Kindesmisshandlung und Terror

Herr Grauer macht es sich dann sehr leicht, den Standardvorwurf aller Esos zu bringen: Die Kritiker wären nur unvollständig informiert etc. Das Gegenteil ist meistens richtig. Gerade in verschiedensten Diskussionen zeigt es sich, dass Kritiker meist besser informiert sind, als Anhänger esoterischer Lehren. Das Argument ist ausgelutscht und sehr billig. Da echte Argumente gegen die Kritik natürlich rar sind, wird es trotzdem einfach mal genommen.

Ein Highlight muss man zitieren:

Wenn ich dann allerdings Foren lese, wie Esoblog oder NWA, wo unzulänglich informierte Zeitgenossen sich an der Pauschalisierung ihrer Halbwahrheiten selbstbefriedigen und sich in ihrem Kampf gegen die esoterische Verschwörung gegenseitig aufgeilen, dann schwanke ich zwischen kopfschüttelndem Schmunzeln und dem Ausbilden eines Magengeschwürs ob des blutunterlaufenen Fanatismus.

Das ist die Sprache von jemandem, der keine Argumente hat: Selbstbefriedigen, Aufgeilen, blutunterlaufener Fanatismus.

Danach beklagt er sich über Polemik.

Und immer wieder baut er Strohmänner auf. Niemand bezeichnet Anthroposophen pauschal als Idioten. Wenigstens nicht bei Esowatch. Und die Gleichung „eso=irrational=böse“ ist eine ebensolche Unterstellung.

Für Herrn Grauer wird es dann weniger amüsant – für mich im Gegenteil, weil er zur Kür im Gedankenknoten ansetzt: Er bringt es fertig, der Kritik an einem totalitären System zu unterstellen, dass sie ein solches zum Ziel hätte: Gleichschaltung und Normpädagogik.

Da kann man wirklich nur Staunen, zu welchem Aberwitz anthroposophisches Denken hinführt.

  1. thomas
    1. September 2008, 22:16 | #1

    "Denunziationslust"- ein schönes Wort. Mal sehen: http://de.wikipedia.org/wik… :

    "Im ethischen Sinn wird allgemein von Denunziation gesprochen, wenn in einem nicht freiheitlichen System Menschen bei staatlichen Vollzugsbehörden angezeigt werden, obwohl dem Anzeigenden klar sein muss, dass er sie damit der Gefahr der politisch motivierten Verfolgung aussetzt."

    Denken Sie nicht, dass wir in einem freiheitlichen System leben, Herr Hau?

  2. Felix Hau
    1. September 2008, 21:47 | #2

    "Steiners autoritäre Beliebigkeitsdidaktik, die Kinder nicht individuell, sondern als zu formende Masse sieht, befördert eben genau solche Zwischenfälle."

    "Er bringt es fertig, der Kritik an einem totalitären System zu unterstellen, dass sie ein solches zum Ziel hätte"

    Alleine diese beiden Sätze rechtfertigen Grauers Text noch im Nachhinein vollständig:
    Komplette Ahnungslosigkeit gepaart mit hysterischem Alarmismus und Denunziationslust – willkommen in der zeitgenössischen Blockwartszene.
    Widerlich.

  3. w.g.
    1. September 2008, 22:01 | #3

    Felix Hau ist Redakteur der anthroposophischen Zeitschrift "info 3".

    Info 3 bedankt sich auch schon mal bei der "Jungen Freiheit", Zitat:

    “Kollegen-Kritik

    Die “Junge Freiheit” nun ja, wer sie denn mag, und wer sie denn braucht. In der Ausgabe vom 19. Oktober jedenfalls kommt auch Info3 vor, im Kulturteil nämlich und in der Rubrik “Zeitschriftenkritik”. Dabei fällt der Blick in unsere September-Ausgabe sehr sachlich aus: Kritiker Werner Olles referiert den Leitartikel über “Ideen-Wirtschaft” und hat sich außerdem dafür interessiert, wie sich Info3 zu den unter Rassismus-Verdacht geratenen Passagen aus dem Gesamtwerk Steiners verhält. Spätestens hier hätte ich von einem am rechten Rand positionierten Blatt Seitenhiebe in Sachen “politisch korrektes Verhalten” gegen uns erwartet – Fehlanzeige. Statt dessen folgt, man muss schon fast sagen, eine Ausnahme-Passage in der versammelten Medienlandschaft Deutschlands, weil hier einmal schlicht der Sachverhalt referiert wird, den die Niederländische Untersuchungskommission zum Thema Rassismus bei Steiner bereits vor Jahren veröffentlicht hat: zwölf nach heutigem Recht justiziable “Stellen” und 50 diskriminierend wirkende Passagen auf 90.000 Seiten Gesamtwerk, aber keine “Rassenlehre”. Ob man sie nun mag, ob man sie nun braucht, die “Junge Freiheit” und wenn jetzt tausendmal die Steiner-Kritiker von Linksaußen hier aufjaulen – dafür Respekt.”

    Klar, bei der "Jungen Freiheit" kann man wohl davon ausgehen, dass das keine "Linksfaschisten" sind …

  4. Jens Gerlach
    1. September 2008, 22:03 | #4

    Widerlich, Herr Hau, ist das, was Ihre Gesinnungsgenossen mit Kindern machen.

    Ihr Kommentar spricht im Übrigen für sich selbst, unterstreicht noch einmal den Text, auf den er sich bezieht.

    Vielen Dank dafür,

    J.G.

  5. 1. September 2008, 23:08 | #5

    Komisch, dass Herrn Hau auch nix anderes an "Argumentation" einfällt, als Unwissen zu unterstellen. Kann er denn nicht mal vernünftig in der Akasha-Chronik lesen?

  6. Roadrunner
    1. September 2008, 23:29 | #6

    Klar, dass er allen Gegnern Unwissen unterstellen muss, schliesslich haben die Anthros das Wissen mit den Löffeln gefressen.
    Und wenn er in der Akasha-Chronik lesen könnte, dann wäre ihm klar, dass hier karmische Kräfte am Wirken sind. Ich kann das Gejaule der Anthros nicht verstehen 😉

  7. Skrzypczajk
    2. September 2008, 01:59 | #7

    Sein Selbstverständnis als Westentaschendemagoge, dem Substanz nichts und Wortgeklingel alles bedeutet, unterstreicht Grauer sehr schön in der Antwort auf die Frage nach Belegen für seine Behauptungen (Kommentar #1.1).

  8. Christoph
    2. September 2008, 17:25 | #8

    Angesichts der bevorstehenden Veröffentlichung eines Buchs von Michael Grandt über Waldorfschulen, schrieb Christian Grauer am 23. August über den Autor:

    <i>“Ungeziefer gedeiht da, wo man selbst nicht sauber macht!"</i>

    Zweiffellos die Sprache und Denkweise eines lupenreinen Demokraten.

  9. 2. September 2008, 20:39 | #9

    Hallo Christoph! Sehr interessant, has Du eine Quelle für dieses Zitat?

  10. Christoph
    2. September 2008, 20:55 | #10

    Ja (selbstverständlich), habe sie euch gerade per mail zugesandt.

    Christoph

  11. 2. September 2008, 22:13 | #11

    Meine lieben antifaschistischen Nicht-Mehlkäferpopöchen und Nicht-Mückenfürzchen,
    Tapfere Aufklärer gegen Irrationalität,
    Werte Kämpfer!

    Einer Ameise gleich, möchte ich euch emsig Grauers eigene Erklärung zum Thema "Ungeziefer" anbieten. Voilà:

    Christian Grauer am 24.8.:
    <i>"Ich ziehe meinen Beitrag von gestern hiermit zurück, weil er so, wie ich ihn geschrieben habe, nicht gemeint war und in seiner Wortwahl und den Assoziationen, die er weckt, in der Tat völlig unmöglich ist! Ich bitte um Entschuldigung für diesen Aussetzer meiner Qualitätskontrolle!

    Ich meinte mit "Ungeziefer" keine Menschen sondern das, was als unbearbeitete Problemstellen je länger desto berechtigter Kritik auf sich zieht (z.B. Steiners Rassismus, Waldorfmobbing etc.) und auch unberechtigt pauschalisierender Kritik erst den Boden bereitet, weil man sie nicht einfach ignorieren kann. Der Gegensatz schmutzig-sauber bezog sich nicht auf Kritiker vs. Anthros, sondern auf die positiven Seiten der Anthroposophie vs. deren "dunkle Ecken", in denen Anthros ungerne sauber machen, sondern sie vor Kritikern gerne nur einfach als sauber deklarieren oder alles abstreiten, um sie weiter unter den Teppich zu kehren. Kurz gefasst sollte mein missratener Vergleich auf Deine Frage nach dem Grund für die unausgesetzten Angriffe an die Anthroszene nur lauten: selber schuld."</i>

    Liebe Geziefer-Grüße
    Christoph Kühn

  12. 2. September 2008, 22:27 | #12

    Danke Herr Kühn,

    das erinnert sehr an Herrn Günther Hermann Oettinger, der Hans Filbinger als Gegner des Nationalsozialismus vorstellte, resp. verabschiedete, dann aber das schließlich doch nicht so gemeint haben wollte.

    Wie erklären Sie sich den Satz von Grauer? Hätte der auch von Ihnen sein können? Von mir jedenfalls nicht, nicht einmal bezogen auf Anthroposophen, denen derartiges entfährt.

    Christoph

  13. 2. September 2008, 23:36 | #13

    Lieber Christoph, der Du hier ameisengleich uns das zuträgst: Sei gedankt!

    Ich muss gestehen, selten habe ich eine solch schwache Ausrede gelesen. Da ist der Autor nun Philosoph und Buchautor, jemand, bei dem sich alles um Sprache dreht. Und dann ist der Satz auch noch durch die "Qualitätskontrolle" gerutscht. Eiei.

    Selber, als Nicht-Buchautor und Nicht-Philosoph kann ich nur konstatieren, das bei mir sowas nie in die "Qualitätskontrolle" kommen würde, weil mir gar nicht einfallen würde, bei Menschen oder Gedanken überhaupt von Ungeziefer zu sprechen.

    gezieferliche Grüße zurück,

    Rincewind

  14. 3. September 2008, 00:21 | #14

    Hallo Rincewind,

    das haben Sie ja noch viel „schöner“ formuliert als ich es vermochte.

    Damit aber wirklich keine unnötigen Missverständnisse entstehen:

    „Da ist der Autor nun Philosoph“

    Laut eigener Angabe!

    „und Buchautor“

    in einem anthroposophischem Verlag!

    „jemand, bei dem sich alles um Sprache dreht“

    Jemand, bei dem sich alles um die Perversion der Sprache dreht!

    Christoph

  15. 3. September 2008, 00:41 | #15

    @ "Rincewind" und "Christoph": Da reiht sich bei euch ein argumentum ad hominem ans nächste. Habt ihr Grauers Buch überhaupt gelesen?

  16. Christoph
    3. September 2008, 00:45 | #16

    Immer hübsch der Reihe nach, Herr Kühn:

    Hätte der Ungeziefer-Satz nun auch von Ihnen stammen können oder nicht?

    Christoph

  17. 3. September 2008, 01:41 | #17

    Lieber Herr Kühn,
    die Ausgangsbasis dieses Blogbeitrages hier sind nicht Herrn Grauers Werke, sondern Herrn Grauers Fabulieren darüber, dass hier bei Esowatch "Linksfaschisten mit blutunterlaufenenem Fanatismus" am Werke wären. Wenn Sie jetzt jammern, man würde hier mit ad hominems auf den armen Herrn Grauer eindreschen, dann sollten Sie schon noch mal über Ursache und Wirkung nachdenken. Etwas, was von Anthroposophilen mit verblüffender Regelmäßigkeit verwechselt wird.

    Aber wahrscheinlich hat da auch nur die "Qualitätskontrolle" von Herrn Grauer versagt.

    Und nein, Herrn Grauers Werk werde ich mir mit Sicherheit nicht antun. Die Stunden mit Steiner-Lektüre haben mir völlig gereicht.

    Rincewind

  18. 3. September 2008, 01:53 | #18

    Hallo Christoph (der ameisige),

    na, jeder Mensch ist doch ein Philosoph. Und Verlag ist Verlag.
    Da gibts doch nichts zu rütteln dran.

    Wie sich langsam rausstellt, ist das wohl eher ein Problem der "Qualitätskontrolle".

    Rincewind

    P.S.:Im Selbstversuch – nach Steinerlektüre (mit Hegel gelang es mir auch schon), war ich in der Lage, Endlos-Schwurbelsätze zu bilden, die ich sofort danach selber nicht verstanden habe. Muss zugeben, es hat Spaß gemacht. Vielleicht wollen die nur spielen?

  19. Christoph
    3. September 2008, 02:01 | #19

    Was ist denn nun Herr Kühn,

    Hätte der Ungeziefer-Satz nun auch von Ihnen stammen können oder nicht?

  20. 3. September 2008, 02:15 | #20

    Einen Antroposophen auf eine Aussage festnageln? Kühnes Vorhaben!

  21. Christoph
    3. September 2008, 02:28 | #21

    „Kühnes Vorhaben!“

    Schön gesagt. 😀

  22. leser
    3. September 2008, 08:49 | #22

    Dieser Beitrag und die Kommentare bestätigen Grauers Thesen (und merken es nicht einmal).

    Selbstgerechter Anspruch auf ideologisches Monopol. Ausgrenzung, Diffamierung, Dialogunfähigkeit.

    Rituale der Selbstvergewisserung, auf intellektuell niedrigstem Niveau.

    Man kann sich der Aussage Felix Haus nur anschließen: widerlich

  23. thomas
    3. September 2008, 12:23 | #23

    Dialogunfähigkeit? Christoph und ich haben Fragen gestellt und keine Antworten erhalten..

  24. 3. September 2008, 12:53 | #24

    @leser:

    wie würden Sie eigentlich "Ungeziefer, blutunterlaufene Fanatiker, Linksfaschisten" einstufen? Intellektuell hohes Niveau?

  25. 3. September 2008, 13:20 | #25

    "Säkularer Religionsstaat" ist auch lustig formuliert.
    Ich meine, man könnte ja mal ein Fremdwörterbuch zurHand nehmen, bevor man solchen Quatsch in die Tastatur hackt.

  26. Christoph
    3. September 2008, 14:34 | #26

    Das Lustige daran ist, dass ihm die Wortbedeutungen durchaus bekannt sind und er sowas für besonders "geistvoll" hält.

  27. Leser
    3. September 2008, 16:18 | #27

    "wie würden Sie eigentlich "Ungeziefer, blutunterlaufene Fanatiker, Linksfaschisten" einstufen? Intellektuell hohes Niveau?"

    Einzelne Begriffe aus ihrem Zusammenhang zu reißen, um dadurch einen Autoren zu diffamieren, dessen Text man entweder nicht verstanden hat, oder mit dessen Inhalten sich auseinanderzusetzen man nicht in der Lage ist, – wie sie es mit dieser polemischen Frage unternehmen – , und wie es überhaupt der Stil ihres Blogs ist, das ist intellektuell niedrigstes Niveau.

  28. 3. September 2008, 16:48 | #28

    Darauf lassen wir doch einfach mal Rudi himself antworten:
    "Was nützt es denn, wenn wir den Leuten wieder und wieder sagen, wir seien keine Sekte, wenn wir uns so verhalten, wie wenn wir eine Sekte wären…"

  29. Leser
    3. September 2008, 17:28 | #29

    @ cohen

    Na dann begründen Sie doch bitte mal, was diese ausschließlich billigstes Klischee bedienende, wenn auch in ein Steinerzitat gekleidete Unterstellung mit meinem Kommentar zu tun hat.

  30. 3. September 2008, 17:38 | #30

    Steht nicht geschrieben:
    "Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt.
    Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird."

  31. Leser
    3. September 2008, 17:58 | #31

    Ach, Sie sind ja ein ganz schlaues Bübchen, hahahahaa

    Da sich Ihre Dialogfähigkeit auf die Produktion von polemischem Unsinn reduziert, wünsche ich Ihnen und den Ihnen Gleichgearteten auch weiterhin viel Spaß in Ihrem Deppenasyl.

  32. 3. September 2008, 18:06 | #32

    Das Praktische ist, dass ich mir diese Scheiße nicht ausdenken muss.
    Ich brauche sie nur zu suchen.
    Ich diskutiere nicht mit Gläubigen über den Sinn oder den Unsinn der Reinkarnation und den Gehalt von Steiners Hirngespinsten.
    Es wäre sinnlos.

  33. 3. September 2008, 18:16 | #33

    Sie bezeichnen Steinerzitate als polemischen Unsinn?

    "Deppenasyl" ist lustig. Anthros scheinen einen Spezialbegabung im Erfinden von Beschimpfungen zu haben.

    Ist aber psychologisch verständlich. Wer dauernd aus krudestem Unfug seines Meisters versucht, irgendeinen Sinn herauszudestillieren um vor sich selbst nicht wie ein Idiot dazustehen, wird zwangsläufig aggressiv.

  34. Andreas Lichte
    3. September 2008, 19:07 | #34

    also … ich hab mir vorgenommen … aus den gesammelten Anthro-Beleidigungen … ein Libretto … zu einer Zwölftonmusik-Oper zu schreiben:

    ist so schön dissonant!

    Ich war schon:

    – Shoah-Verharmloser, Dorion Weickmann, http://www.waldorf.net/html

    – aus dem reaktionären konfessionellen Lager, z.B. Christoph Kühn, http://goysworld.blogspot.c

    – eine löchrige linke Socke, http://www.beatagenten.de/b

    – Alkoholiker, oder sowas … http://www.beatagenten.de/b

    – Stasi-Mitarbeiter [verliehen von Felix Hau]

    – Linksfaschist (wie alle hier)

    – …

    – "von denen der eine als notorischer Querulant schon seit Jahren seine Phantasien über die Seminarerlebnisse VERMARKTET, unter anderem auch auf Tagungen die von evangelischen Sektenbeauftragten organisiert werden" [Lorenzo Ravagli]

    Logikfehler – "Querulanten vermarkten" – spielen in meinem Libretto keine Rolle – ist doch schliesslich Kunst, was die Anthroposophen so alles aus der "Geistigen Welt" schöpfen, oder?

  35. graham
    3. September 2008, 19:28 | #35

    ich stehe der anthroposophie und der waldorfbewegung äußerst kritisch gegenüber. dieser blog und die entsprechenden kommentare sind mir allerdings wirklich allzu dämlich.
    wenn sie den unsäglichen thesen grauers nichts besseres entgegenzusetzen haben, sollten sie es besser bleibenlassen.
    macht keinen spass!

  36. w.g.
    3. September 2008, 20:00 | #36

    … nur mal angenommen, Sie – "graham" – sind kein Anthroposoph, der super-schlau wie Felix Hau nur hier rummstänkern will …

    was setzen denn Sie den unsäglichen Thesen Grauers entgegen?

    ich warte …

    (wobei man sich fragen kann, ob man dem Grauer-Schwachsinn überhaupt irgendetwas entgegensetzen sollte – hat Grauer soviel Aufmerksamkeit überhaupt verdient?)

  37. Christian Grauer
    3. September 2008, 21:50 | #37

    Wer watcht eigentlich Esowatch?

    http://www.presse-kostenlos

  38. Christian Grauer
    3. September 2008, 22:27 | #38

    Hallo?

  39. Christian Grauer
    3. September 2008, 22:37 | #39

    Geht doch. Der Versuch, nach meinem ersten Kommentar einen weiteren zu posten endete mit dem Hinweis, meine IP-Adresse sei auf der Blacklist von Esowatch. Aber es geht ja doch…

    Ich weiß ja nicht, welchen Wahrheitsgehalt der Link hat, den ich gepostet habe – hört sich etwas wild an. Ich glaube die Staatsanwaltschaft München I hat anderes zu tun. Ich weiß auch nicht, was die Rechte Szene mit diesen "Informationen" hier anfangen will. Gibt es dazu eine Stellungnahme von Esowatch?

    Also wer "watcht" Esowatch noch außer diesem Holger Meyer? Warum klärt Esowatch, das für seine "Aufklärungsarbeit" berühmt sein will, nicht über sich selbst auf? Warum versucht Esowatch mit seinem Wiki die Wikipedia-Site zu imitieren? Ihr schreibt so schön über Foodwatch: "Einerseits ist es zwar zu begrüßen, dass jemand anderen auf die Finger schaut, andererseits brauchen solche Organisationen Geld. Und Geld bekommt man nur, wenn die Tätigkeit in der Öffentlichkeit als wertvoll angesehen wird. Und dies wiederum ist eine Frage der PR. Und hier wird der Grat oft sehr schmal zwischen dem schüren irrationaler Ängste und seriöser Aufklärung." Ich würde diese Frage gerne auch an Esowatch stellen…

  40. 3. September 2008, 22:38 | #40

    Hallo Herr Grauer

    Leute, deren Ideologie in EsoWatch thematisiert wurde und die deshalb wechselweise mit dem Vorwurf eines Links- oder Rechtsextremismus aufwarten, weil ihnen das als geeignetes Mittel der Diffamierung erscheint. Leute wie Sie. Das wissen Sie doch. Worauf zielt denn Ihre Frage ab? Sie sind doch sonst nicht so einsilbig.

    J.G.

  41. 3. September 2008, 22:39 | #41

    Hallo Hallo?

  42. Christian Grauer
    3. September 2008, 23:01 | #42

    PS: zum Inhalt Eurer "Replik" möchte ich mich nicht wirklich ausführlich äußeren. Es ist Eure Meinung gegen meine Meinung, das ist legitim. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass mein Artikel sich nicht ausschließlich um Esowatch dreht.

    Es ist mir auch wichtig klarzustellen, dass ich weder Esowatch noch pauschal alle Kritiker als Linksfaschisten bezeichnet habe und dass dies auch nicht meine Meinung ist. Ich habe an genügend Stellen selbst Kritik an der Anthroposophie, an Steiner und Anthropsophen geäußert, so dass ein solches schwachsinniges Pauschalurteil auch auf mich zutreffen müsste. Ich habe vielmehr versucht zu zeigen, dass ein Teil der Kritik sich auf typisch linke Ideologeme bezieht, insbesondere die Irrationalismuskritik, die in faschistoider Manier dazu verwendet werden, jegliche Form von Pluralität, die über den eigenen Tellerrand hinausreicht, zu bekämpfen. In dieser Form von Agitation sehe ich den Linksfaschismus. Sie werden in meinem Artikel vergeblich nach der hier mehrfach kolportierten Unterstellung suchen, ich hielte Esowatch, alle Kritiker oder gar sämtliche Demokraten für Linksfaschisten. Ich spare mir, weitere Unterstellungen, die hier und anderswo über mich verbreitet werden, zu entkräften. Ich beschränke mich auf diesen Punkt, weil es mir wichtig ist, klarzustellen, dass sich mein Artikel nicht gegen ernstzunehmende Kritik und Kritiker wendet (zu denen ich allerdings Esowatch nach allem, was ich hier gelesen habe, nicht zählen kann. Insbesondere der Artikel, indem aus den Gesichtszügen eines Menschen auf dessen Geisteskrankheit geschlossen wird, halte ich für einen veritablen Skandal! Das hat mit Aufklärung nichts zu tun, sondern ist das extremste denkbare Gegenteil davon.)

    Zu den Diskussionen in den Kommentaren *kann* ich mich nicht äußern, weil mein Fahrschacht leider nicht bis auf dieses Diskussionsniveau hinunter reicht…

  43. 3. September 2008, 23:30 | #43

    Helge Schneider mag ich, aber Leute, die mich als Fascho bezeichnen, die Kindergehirne mit rassistischem und esoterischen Unfug über Atlantis und Wurzelrassen füttern und die diese Kinder auf dem Altar einer irrsinnigen Pseudomedizin opfern, mag ich nicht.

  44. 3. September 2008, 23:33 | #44

    Ah, jetzt sind Sie da. Willkommen Herr Grauer!
    Die Geschichte mit der Unterstellung der rechten Szene betreiben Fans von uns, die stocksauer sind, weil wir behaupten, dass ein Perpetuum Mobile nicht möglich ist.

    Sie nun ordnen uns der linken (faschistischen) Szene zu.

    Eventuell könnten wir einen Minimalkonsens darin finden, die Option, darüber lauthals zu lachen, als mögliche Option in betracht zu ziehen.

    Esowatch braucht kein "Watching". Esowatch verfolgt keine Ziele außer die der Aufklärung. Esowatch beschreibt, nennt Quellen und überlässt es dem Leser, welche Meinung er sich dann bildet. Im Gegensatz zu Anthroposophen besetzen wir keine wichtigen Positionen in der Politik, betreiben keine Wirtschaftsunternehmen, Banken, Universitäten und Stiftungen.

    Im Blog geht es natürlich etwas blumiger zu. Man sagt dann zu "bedenklich" gerne auch mal "idiotisch".

    Sie sind dieser Sprache ja auch nicht abgeneigt, wobei -diese Kritik sei mir gestattet – den Unterschied zwischen deftig und absolut daneben nicht immer im Griff haben.

    Ihre Frage, warum Esowatch angeblich Wikipaedia imitiert, ist – Verzeihung – dumm.

    Wie Sie unschwer erkennen können, betreiben Anthroposophen ebenso Wikis, z.B. dieses:

    http://wiki.anthroposophie….

    Der Vorwurf, Anthroposophen würden sich des "Wikis" bemächtigen, wird unsererseits bestimmt nicht kommen.

    Dass sich aufgrund der frei verfügbaren Wiki-Software strukturelle Ähnlichkeiten ergeben, wird wohl niemand bezweifeln. Daraus einen Vorwurf zu stricken, ist hingegen mindestens grotesk.

    Die Frage mit dem Geld darf ich Ihnen auch gerne beantworten: Einen vernünftigen Server zu haben, kostet ungefähr soviel, wie auf ein Zeitschriften-Abonnement zu verzichten. Gleichzeitig schreiben täglich Millionen von Menschen Beiträge in Blogs und Foren. Und immer, wenn es ihnen gegen den Strich geht , sind die bezahlt, gell?

    Wir bündeln nur. Und die absurde Vermutung, hier wären gekaufte Vasallen am Werke, spiegelt stark zurück auf das eigene Denken. Wie kann man nur auf so eine Idee kommen? Alles, was einem widerspricht, muss korrupt und gekauft sein?

    Sie werden es nicht glauben, es gibt auch idealistische Werte, z.B. die der Aufklärung. Die Ansichten Steiners stehen denen diametral gegenüber.

    Sie machen es sich deutlich zu einfach, aus Ihrer Steiner-Religion alle anderen, die dagegen argumentieren, als blutunterlaufene Fanatiker und "Linksfaschisten" – was immer das auch bedeuten mag – zu bezeichnen.

    rincewind

  45. 3. September 2008, 23:41 | #45

    Hallo, Herr Grauer,

    ich hatte Sie schon einmal nach Beispielen für Ihre abstrusen Unterstellungen hinsichtlich esoblog und rudolf-steiner-blogspot gebeten.

    Was Sie über beide geschrieben haben, kann ja in Ihrem sonderbaren Manifest jeder nachlesen.

    Nennen Sie uns doch bitte einmal die konkreten Stellen, von nachgewiesen falschen Behauptungen, linksextremer Topoi, „blutunterlaufenem Fanatismus“ etc. etc.

    Warum wiederholen Sie sich immer wieder aufwendig, anstatt einfach kurz ein paar beispielhafte Passagen in den beiden Blogs konkret zu benennen. Das wäre doch nun wirklich das schnellste, unkomplizierteste und überzeugendste.

    J.G.

  46. Christoph
    4. September 2008, 01:07 | #46

    Herr Kühn will uns leider ebenfalls partout nicht sagen, ob ihm so ein kleiner "Ungeziefer-Satz" auch mal kurz hätte rausrutschen können.

    Merkwürdig, dass die einfachsten Fragen immer zum sofortigen Stillschweigen führen, bei den Rittern des Geistes.

    Christoph

  47. Christoph
    4. September 2008, 01:24 | #47

    Apropos,

    in derselben Quelle, wo Grauer sich so schön auszudrücken wusste, schrieb Herr Kühn:

    „Bei der AGiD und auch in Dornach ist NWA 1 bekannt. Offenbar hat die Internet-Informationshoheit über anthroposophische Belange dort nicht die höchste Priorität.“

    Gemeint ist damit, dass sich die Herren Kühn u.a. bei den Anthro-Zentralen in Stuttgart und Dornach bemüht haben, dass das rudolf-steiner-blogspot mit juristischen Mitteln aus dem Weg geräumt wird. Leider vergeblich, die „Internet-Informationshoheit“ der Anthroposophen ist im Grundgesetz nicht vorgesehen.

    Soviel noch zu dem besonderen Pluralismus-Verständnis dieser Truppe, das Herr Grauer ja gerade wieder anführte.

    Christoph

  48. Jalla
    4. September 2008, 12:30 | #48

    Hallo Herr Grauer,

    Sie werfen Esowatch u.a. vor, "jegliche Form von Pluralität, die über den eigenen Tellerrand hinausreicht, zu bekämpfen". Könnten Sie das bitte anhand einiger Beispiele präzisieren? So nackt erinnert mich dieser Vorwurf nur an den alten Klein-Fritzchen-Witz, in dem er seinen Lehrer als intolerant bezeichnet, weil der sein "1+1=3" nicht als richtig akzeptieren will. Jeder mag ja seinen eigenen Tellerrand haben, aber Eso-Lügen lassen auch durch das Pochen auf Pluralität nicht zu Tatsachen umbiegen.

  49. Jens Gerlach
    4. September 2008, 19:30 | #49

    Ihr solltet Herrn Grauer vielleicht über den Spam-Filter infolge des letzten Ansturms aufklären.

    Er schreibt auf seiner Seite, gerne antworten zu wollen, aber zensiert zu werden.

    Helft ihm doch ein wenig, damit er antworten kann.

    Er hat sicher viele gute Erklärungen auf Lager.

    J.G.

  50. 4. September 2008, 20:52 | #50

    Ist jetzt fies von mir, aber irgendwie beruhigt es mich, dass ihre es auch regelmäßig mit nervigen Vollhonks zu tun habt 😉

  51. 4. September 2008, 21:19 | #51

    Ich habe einen Blog-Eintrag gepostet, was soll ich noch tun? Alle können hier posten, nur der Herr Grauer nicht? Könnte es sein, dass das Problem auf Seiten von Herrn Grauer liegt?

    Wenn wir den Spam-Filter entfernen haben wir im nu wieder alles vollgespammt, und ich kanns dann löschen.. nene.

  52. 4. September 2008, 21:45 | #52

    Wenn Herr Grauer nicht über einen anonymen Server postet – was in dem Fall ja auch Unsinn wäre – muss das gehen. Warum sollte er ausgesperrt werden? Ich glaube mal, das ist eine Ausrede.

  53. 4. September 2008, 21:47 | #53

    @Netzklempnerin: Ja, anthroposophische Fans sind schon was besonderes, so wie Deine speziellen Freunde auch. Was nicht weiter verwundert 😉

  54. Leon W.
    4. September 2008, 22:00 | #54

    Den Steiner-Kritikern hier würde ich empfehlen, sich in Sachen Hegel mal etwas zurückzuhalten; sie disqualifizieren sich so vollständig für seriöse Leser, die auf diese Seite gelangen. Es soll noch Dinge auf dieser Welt geben, in die man sich einzuarbeiten hat, bevor man sie versteht. Man nennt so etwas auch Wissenschaft (in diesem Fall: Philosophie).

    Dass es nicht leicht ist, sich in ein Denken wie das von Leibniz, von Kant, Fichte, Schelling oder Hegel einzuarbeiten, kann ich gut verstehen. Wenn man sich allerdings noch in einer solchen Einarbeitungsphase befindet, sollte man sich mit despektierlichen Äußerungen zurückhalten. Ein Tipp: Die verstehende Lektüre der "Phänomenologie des Geistes" oder der "Wissenschaft der Logik" fiele leichter, wenn man sich in ein Proseminar über Hegel an einer Uni setzt, dort erhält man dann das nötige know how. Außerdem gibt es Menge guter Sekundärliteratur.

    Ist nur ein gut gemeinter Ratschlag, damit Ihre Seite hier nicht den Ruf des Ignoranten- und Banausentums bekommt.

    Ein Mann wie Hegel hat sich übrigens nicht angemaßt, in Medizin und Pädagogik einzugreifen, wie Steiner das gemacht hat (was Karl Marx aus Hegel gemacht hat, ist nicht Hegels Schuld). Auch gibt es bei Hegel keine okkulte Dimension, ebenso keinen Rückgriff auf okkulte Traditionen, wie das bei Steiner offensichtlich ist, sondern er entwickelt sein Denken primär aus der neuzeitlichen philosophischen Tradition (von Descartes an), ist auch durchaus nachvollziehbar, weil er seine Methodik eingehend erläutert und sich nicht auf so etwas wie mystische Schau beruft.

    Ich stehe Steiner übrigens reserviert gegenüber, eben weil er sich durchgängig auf seine "mystische Schau" beruft, das Wesentliche aus okkulten Traditionen, auch aus sehr trüben Quellen wie der Mme. Blavatsky schöpft. Im Grunde wird man ununterbrochen auf seine "Sehergabe" verwiesen, die in den meisten der Texte, die ich gelesen habe, höchst mysteriös bleibt (auch hier ein Riesenunterschied zu Hegel).

    Die Frage bleibt, wer von seinen Anhängern das tatsächlich verstehend (und nicht nur glaubend) nachvollzogen hat. Ich vermute, es dürfte nur ein kleiner Bruchteil sein, vielleicht im Promillebereich liegend, und auch hier wäre nicht klar, ob sich die Leute nicht vielleicht in eine Psychose hineingesteigert haben). So bleibt es wohl eine reine Glaubenssache, die von mir aus in geschlossenen Zirkeln diskutiert und praktiziert werden könnte, aber nicht in die Medizin hereingetragen werden sollte. Auch halte ich es für nicht verantwortlich, Kinder mit diesen unausgewiesenen und offensichtlich rein spekulativen Dogmen in Berührung kommen zu lassen (denn es hat mit wirklicher "Philosophie der Freiheit" in Wahrheit nichts zu tun).

    Zum Schluss noch ein nicht ganz ernstzunehmender Gedanke, könnte man den Politikern ja vorschlagen: Wenn Rudolf-Steiner-Schulen zugelassen sind, müssten ja eigentlich auch Aleister-Crowley-Schulen zugelassen werden (mit Master-Therion, Thelema, Babalon-Anbetung und so. Das künstlerische Element wäre hier übrigens auch gegeben, durch magische Anrufungen etwa und Crowley-Tarot; Eurythmie braucht kein Mensch). Wie gesagt, müsste man der Politik mal deutlich machen. Letztlich schöpfen doch beide, trotz unterschiedlicher Ausrichtung, aus ein und derselben magischen, okkulten Dimension.

  55. Jens Gerlach
    4. September 2008, 22:10 | #55

    Hallo, hallo,

    ich weiß doch, dass ihr nicht zensiert, sondern Herrn Grauer sehr gerne zu Wort kommen lassen möchtet.

    Das sollte nur auch mal gesagt werden, angesichts dessen Version, weshalb eine Antwort von ihm _angeblich_ ausbliebe.

    J.G.

  56. 4. September 2008, 22:17 | #56

    Hallo Leon W,
    danke für den Kommentar. Und kommen Sie mal von der Palme runter. Hegel und Steiner kann man inhaltlich freilich nicht vergleichen. Das war meinerseits ein nicht ganz ernst gemeinter Kommentar.

    Ich mag Hegel nicht besonders und erachte das, was Schopi über ihn geschrieben hat, für durchaus treffend. Ich glaube, das müssen auch Hegelfans zugeben: Er hat es trefflich verstanden, das, was er sagen wollte, sehr gut zu verklausulieren.

    Kurz gesagt: Ich mag Hegel nicht, akzeptiere ihn aber.
    Steiner mag und akzeptiere ich nicht. Psychopathologisch gesehen war der Mann höchstwahrscheinlich schwer krank.

    Sollte also der Eindruck entstanden sein, ich würde die beiden in die gleiche Schublade stecken, so stimmt das natürlich nicht.

    Rincewind

  57. Christian Grauer
    4. September 2008, 23:37 | #57

    Lieber Herr Gerlach,

    Sie wollen es vorgekaut und ausführlich, weil sie zu faul sind, selbst zu lesen? Bitte, können Sie haben. Ich komme allerdings nicht umhin, etwas ausführlicher zu werden, weil die Wahrheit nunmal kein Multiple-Choice-Test ist, wie Sie sich das gerne vorstellen. Im Grunde ist es albern, aber ich will versuchen, Ihnen zu antworten und zu erläutern, warum ich zu dem in meinem Artikel gefällten Urteil über Esowatch und eine Reihe anderer Anthroposophie-Kritiker komme.

    Ich habe bereits betont, dass sich meine Kritik nicht ausschließlich und auch keineswegs vorwiegend an Esowatch richtet. Ich darf Ihnen sogar sagen, dass ich grundsätzlich gegen das Anliegen, das Esowatch ausgibt, überhaupt nichts einzuwenden habe. Es gibt tatsächlich sehr viel Unsinn, Scharlatanerie und teilweise auch wirkliche Gefahren in dem nahezu endlosen Spektrum esoterischer, spiritistischer, religiöser und parapsychologischer Bewegungen. Und selbstverständlich gibt es da auch Skandale und Fehlverhalten. Ich nehme da weder die Kirchen noch die Anthroposophie aus. Und es ist legitim und zu begrüßen, wenn jemand darüber sachlich informiert. D.h. es WÄRE zu begrüßen, denn Esowatch informiert zwar, aber leider nicht sachlich. Und genau das ist das Problem.

    Mein Artikel richtet sich also nicht primär gegen die Kritik, die vorgebracht wird, sondern gegen die Art und Weise, wie sie vorgebracht wird und mit welcher Absicht sie vorgebracht wird. Insbesondere habe ich keine Probleme damit, wenn Misstände an Schulen, rassistische Äußerungen bei Steiner oder seinen Anhängern, mögliche Kindesmisshandlungen und dergleichen angeprangert werden. Was ich kritisiere ist einmal die Pauschalisierung, mit der Anthroposophen unter Generalverdacht gestellt werden, wenn in irgend einer Institution etwas vorfällt. Und noch mehr die Instrumentalisierung dieser Vorfälle zur Diffamierung der Anthroposophie als solcher und einer ganzen Gruppen von Menschen, die mit dem Vorfall nichts zu tun haben, außer dass sie die selben Bücher lesen. Den Nachweis über einen systematischen Zusammenhang bleibt Esowatch aber schuldig. Es behauptet ihn einfach, bringt aber weder Beweise noch Begründungen. Es wird einfach konstatiert: „Gewalt ist dem anthroposophischen ‚Denken‘ immanent.“ („rincewind“ https://blog.psiram.com/in… ) Begründung? Fehlanzeige. Der Einzelfall wird einfach zum Normalfall erklärt, ohne sich an der Tatsache zu stören, dass er dann eigentlich in allen, immerhin in den meisten Waldorfschulen vorkommen müsste und nur in diesen. Das tut er aber nachweislich nicht. Solche Fälle sind in Waldorfschulen ebenso die Ausnahme wie in anderen Schulen. Warum berichtet Esowatch nicht über Missbrauch an staatlichen Schulen? Und warum erklärt es Gewalt nicht auch dem Denken der Bundesrepublik Deutschland, dem Grundgesetz oder der konventionellen Pädagogik als immanent? Ich hatte in einer staatlichen Schule einen Lehrer, der geprügelt hat. Ich wäre bislang nie auf die Idee gekommen, Alexander v. Humboldt dafür verantwortlich zu machen…

    Wenn also Esowatch schreibt „Von einem ‚ultimativen Sündenpfuhl‘ spricht nur er selbst. Wenigstens Esowatch bezieht sich auf konkrete Fälle,“ dann ist das schlicht eine Illusion: Esowatch bezieht sich nicht nur auf konkrete Fälle, sondern pauschalisiert, sonst würde es nicht wenige Zeilen später erklären: „Its a feature, not a bug“. Wollen Sie bestreiten, dass eine Bewegung, die gezielt und systematisch Institutionen zum Zwecke der Misshandlung von Kindern („feature“) ein ultimativer Sündenpfuhl wäre? Mein Vorwurf, die Esobasher hielten die Anthroposophie für einen ultimativen Sündenpfuhl ist also durchaus zutreffend. Um diese von Esowatch vertretene Ansicht zu erkennen, genügt es eben nicht, wie Sie es hier immer mit dem unschuldigen Staunen eines Waldorfschülers im Gesicht fordern, irgend einen Satz zu zitieren. Das scheint hier ja auch die einzige bekannte hermeneutische Methode zu sein; die Wissenschaft und Literatur hat seit der Steinzeit allerdings auch noch um einiges raffiniertere Methoden entwickelt, mit denen Sie sich dringend beschäftigen sollten!

    (Fortsetzung folgt…)

  58. Christian Grauer
    4. September 2008, 23:38 | #58

    Auch mein Vorwurf, die Esobasher sähen hinter der Anthroposophie eine straff organisierte Lobby mit einer professionellen Öffentlichkeitsarbeit, wird von Esowatch immer wieder bestätigt. So schreibt „thomas“, nach allem was ich schließen muss einer der Autoren von Esowatch (man korrigiere mich bitte): „Ein Irrsinn, der mM nach vor dem Hintergrund der gut funktionierenden Anthroposophen-Lobby gesehen werden muss.“
    https://blog.psiram.com/in
    oder „cohen“, ebenfalls Autor: „Eins ist klar, die Anthros spielen auf der Klaviatur der Öffentlichkeitsarbeit sehr geschickt.“
    https://blog.psiram.com/in

    Das ist aber für jeden, der die Anthroposophische Öffentlichkeitsarbeit kennt, einfach nur ein Brüller. Sonst nichts. Offenabar kennt aber Esowatch die Öffentlichkeitsarbeit nicht so gut. Wie es überhaupt nicht immer sonderlich informiert wirkt – ein weiterer Vorwurf von mir! Aber wie auch, schließlich kommt Esowatch nach eigenem Bekunden (s.o.) ohne fremde Geldmittel aus. Da kann man natürlich nur spärlich recherchieren, denn fundierte Recherche ist aufwändig! Da reicht ein bisschen Googlen nicht aus. So finden sich in dem Wikipedia-Klon, der natürlich aus ganz zufälligen Gründen identisch aussieht (eine Farbangabe im CSS zu ändern, ein Hintergrundbild zu ändern ist natürlich soooo viel Arbeit. Und Esowatch hat ja kein Geld. Das können nur andere wie Anthrowiki sich leisten, die haben ja eine Lobby im Hintergrund… Nie und nimmer versucht Esowatch damit, eine Ähnlichkeit mit Wikipedia vorzutäuschen und damit auf das Image der OpenSource-Enzyklopäde zu spekulieren. Nein nein…), Informationen, die so lächerlich falsch sind, dass es schmerzt. Über Rudolf Steiner steht zu lesen, er habe sich für die Widergeburt Jesu Christi gehalten. (https://www.psiram.com/ind…) Fein! Wer nur ein Mindestmaß an Sachkenntnis hat, weiß, dass sich eine solche Ansicht in Steiners Werk nicht findet – folgerichtig bleibt Esowatch natürlich auch einen Beleg schuldig, was hier übrigens auch ein „feature“ ist… – sondern sich mit seinen vielen Darstellung über Christus in jeder Hinsicht widerspricht. Nicht zuletzt wurde er aus der Theosophischen Gesellschaft ausgeschlossen, weil er die These vertrat, dass sich Christus überhaupt nicht, in keinem Menschen je wiederverkörpern würde.

    Das ist ein Beispiel für meinen Vorwurf der Uninformiertheit. Auch er ist also zutreffend und ich konnte ihn sogar mit einem Beispiel belegen, das ganz nach Ihrem Gusto linear zitierbar ist! Wenn man den Artikel im Wiki über „Waldorf Pädagogik“ liest, dann wird es vollkommen haarsträubend. Da ist nicht nur über weite Strecken das Thema verfehlt (der Autor schreibt über Märchen statt über Pädagogik) sondern die Darstellung ist so unsachlich und polemisch auf die billigsten Stereotypen über Waldorfpädagogik ausgerichtet, dass ein Stammtischwitz dagegen Nobelpreisverdächtig wirkt. Der Autor ignoriert nicht nur die mittlerweile umfangreiche (nicht-anthroposophische) wissenschaftliche Literatur zur Waldorfpädagogik sondern hat offenbar nicht auch nur den Hauch einer persönlichen Erfahrung. Klar, wieder fehlt das Geld zum recherchieren… Da liest man dann z.B.: „Die folgenden sieben Jahre [7. bis 14. Lebensjahr, cg] stehen unter dem Motto ´Die Welt ist schön´. Der Unterricht ist ausgefüllt mit Geschichten, Fabeln, Legenden und Bildern. Wie ein roter Faden durchziehen die Märchen von Hänsel und Gretel, von Dornröschen und Aschenputtel den Unterrricht.“ Es folgt die Nacherzählung eines Märchens (Gänsemagd) und eine ausführliche Kritik an diesem Märchen als Kinderliteratur. Das wars. Damit ist der Lehrplan der Klassen 1 bis 8 dargestellt. Das versteht Esowatch unter sachlicher Information.

    Bei aller Liebe und Verständnis für Kritik, bitte gestehen Sie mir zu, dass ich mich die nächste halbe Stunde einem Lachkrampf widme. Sie verlangen hoffentlich nicht von mir eine Gegendarstellung. Abgesehen nämlich davon, dass diese Darstellung ganz offensichtlich an Blödheit nicht zu überbieten ist, frage ich mich wirklich ernsthaft, was für ein Bild der Welt ein Autor hat, der tatsächlich davon ausgeht, dass in Deutschland und weltweit seit ca. 90 Jahren öffentliche Schulen existieren, in deren 1. bis 8. Klasse ausschließlich Märchen, Fabeln und Legenden erzählt werden. Sonst nichts. Kein Matheunterricht, kein Lesen, kein Deutsch, keine Sprachen, keine Geographie etc… Hätte ich diesen Wikieintrag schon gekannt, als ich meinen Artikel geschrieben habe, wäre der in Bezug auf Esowatch noch um einiges belustigender ausgefallen, das kann ich Ihnen versichern!

    (Fortsetzung folgt…)

  59. Christian Grauer
    4. September 2008, 23:39 | #59

    Noch einen gefällig? Im Wikieintrag über Anthroposophie lese ich, „Sie [die Anthroposophisce Gesellschaft] verfügt über weitverzweigte Wirtschaftsbetriebe (Wala, Weleda, Demeter), über eigene Banken, Finanzgesellschaften, Film- und Fernsehproduktionsstätten, Krankenhäuser, Studienzentren und private Hochschulen“ (https://www.psiram.com/ind…) Noch so ein Brüller. Weleda wurde von Steiner gegründet und ist mit der AAG verknüpft. In der Tat. Ein Studienzentrum und eine Hochschule ist das Goetheanum auch gerne. Ansonsten, insbesondere bei den „weitverzweigten Wirtschaftsbetrieben“: Fehlalarm. Die AAG verfügt da über gar nichts. Aber diese leere Behauptung wirkt natürlich enorm diffamierend. Sektenmafia mit Schwarzgeldern aus der Wirtschaft und so. Da kann man schon mal ein bisschen Flunkern um Wirkung zu erzielen. Und die Vokabel „verfügt“ scheint wohl gerade so vage, dass man sich nicht komplett angreifbar macht. Aber Verfügen hat durchaus eine klare juristische Bedeutung, die hier schlicht zu einer falschen Darstellung führt. Demeter ist schon mal kein Wirtschaftsbetrieb, sondern ein Verband (Recherche kostet…), Wala ist ein unabhängiges Privatunternehmen. Dann wird’s leider unkonkret „Banken, Finanzgesellschaften etc.“. Nein, die AAG betreibt weder Banken noch Finanzgesellschaften oder dergleichen. So richtig lustig ist aber die Vorstellung, die AAG betriebe Fernsehproduktionsstätten. Und gleich mehrere!!! Klar, Ahriman7 und 3Glied! Mit Bodo von Plato als Nachrichtensprecher und Michaela Glöckler als Moderatorin von „Gesundheit heute“. Sebastian Gronbach kommentiert „Anthro Alaaf“ und Sergej Prokofieff die Reality-Soap „Wir fanden einen Pfad“! Der nächste Lachkrampf wartet schon.

    Nun kommen wir zum Vorwurf des Faschismus und der – wie Felix es sehr treffend nannte – Blockwartsmentalität. Auch da dürfen Sie wieder keine simplen „Zitate“ von mir erwarten, sondern müssen sich schon bemühen, Kontext und Zusammenhänge zu erkennen. Der Blick wird wieder auf das Wiki gelenkt. Dort finden sich einschlägige Dossiers über unliebsame Protagonisten der Esoszene, in denen wie beim Beispiel Detlef Hardorp listenförmig dessen „Skandale“ aufgeführt sind. Inhaltlich etwas aufgepumpt, weil sich sachlich nicht wirklich viel findet, aber in schönster Stasi-Manier: „Hardorp fällt auch durch seine unkritische Steinerbewunderung auf.“, „Herr Hardorp kommt aus einer anthroposophisch orientierten Familie, sein Onkel Benedictus Hardorp ist Altpräsident von Weleda.“, „Die Diskussion um den Rassismus in Steiners Werk hofft Hardorp zu entschärfen, indem er ihn durch ein moderneres Vokabular kaschiert“. Also Hardorp ist Subversiv (er „kaschiert“ den Rassismus), er ist „auffällig“ und er pflegt imperialistische – äh verzeihung anthroposophische Kontakte zu einem einschlägig bekannten Onkel… Dass das nicht nur zufällige Lapsus sind wird deutlich, wenn man den folgenden Kommentar von „thomas“ liest: „Was Dr. Hardorp betrifft: Der ist jetzt weit oben auf meiner Liste, danke für die vielen Hinweise. Ein Bild von ihm hab ich auch schon aus dem Netz. Das wird ein FEST :-)“ https://blog.psiram.com/in
    (Wenig später erscheint das Dossier über Hardorp auf dem Esowatch-Wiki) Wir führen also eine „Liste“ und feiern es als „Fest“, wenn man wieder jemanden Denunzieren kann. Aha.

    Weiter geht es mit meinem Vorwurf, Anthroposophen würden pauschal als Idioten bezeichnet. Und wir reden hier nicht von Polemik oder einem etwas zu scharf geratenen Schimpfwort. Danach würde kein Hahn krähen. Nein, es geht um eine handfeste Pathologisierung, die gleich mehrfach zitierbar ist (haben Sie eigentlich diese Seiten hier gar nicht gelesen???): „Sowas mögen Anthroposophen gar nicht, wenn etwas an die Öffentlichkeit gelangt, was den Irrwitz dieses idiotischen Glaubenssystems in seiner echten Ausprägung zeigt. Sie möchten halt gern verrückt und normal zugleich sein. Leider ist das eine Konstellation, die häufig zu einer echten psychischen Erkrankung führt, oder von psychisch Erkrankten dankbar angenommen wird.“ (https://blog.psiram.com/in…), „Steiner hatte Scheiße im Schädel“ (https://blog.psiram.com/in…), „Ein irrwitziger Verein huldigt dem Wahnsinn. Es wäre schön, wenn sich hier mal ein echter Profi in Sachen Psychiatrie melden würde.“ („rincewind“ auf https://blog.psiram.com/in…)

    (Fortsetzung folgt…)

  60. Jens Gerlach
    5. September 2008, 01:10 | #60

    Sehr geehrter Herr Grauer,

    bevor Sie fortfahren,

    niemand hat Sie jemals für die Kommentare zu Ihrem Artikel verantwortlich gemacht.

    In einem heißt es z.B.:

    „Das Faktische ist per se autoritär …“

    Nein, was ich wissen wollte, ist, wo sich in den Beiträgen des EsoBlogs, EsoWiki und Rudolf-Steiner-Blogspots linksextremistische, falsche und fanatische Passagen finden. Ich antworte gern auch auf einige Ihrer bisherigen Darlegungen, sage Ihnen das nur, damit Sie nicht allzu abwegige Pfade beschreiten.

    J.G.

  61. leser
    5. September 2008, 09:53 | #61

    Christian Grauers Brief an Jens Gerlach hier in ganzer Länge:

    http://www.schachtelhalm.ne

  62. Leon W.
    5. September 2008, 15:31 | #62

    Hallo Rincewind, bin auch schon runter von der Palme. Ja, "Schopi" ist zumindest literarisch wertvoll, ob er aber über seine Schmähungen hinaus auch tatsächlich was verstanden hat, bleibt fraglich. Wie dem auch sei – ich hatte befürchtet, dass hier gegen jedwede Form von philosophischer Spekulation agitiert werden könnte. Gut, wenn dem nicht so ist.

  63. Jens Gerlach
    5. September 2008, 18:01 | #63

    Hallo "Leser",

    danke für den Link.

    Da mich Herr Grauer so nachdrücklich um eine Stellungnahme gebeten hat, bin ich dem soeben nachgekommen.

    J.G.

  64. 5. September 2008, 18:01 | #64

    Hallo Leon W., nee, so ignorant sind wir nun wirklich nicht, Philosophen unter der Rubrik Esoterik zu verorten.

    Aber Schopis Schmähungen sind schon lustig insofern, dass sich manche hier von dem Ton gestört fühlen, wie z.B. Herr Grauer. Dabei ging es früher ebenso zur Sache 🙂

    Schopenhauer:
    "Hegel, von oben herunter zum großen Philosophen gestempelt, ein platter, geistloser, ekelhaft-widerlicher, unwissender Scharlatan, der, mit beispielloser Frechheit, Aberwitz und Unsinn zusammenschmierte, welche von seinen feilen Anhängern als unsterbliche Weisheit ausposaunt und von Dummköpfen richtig dafür genommen wurden, wodurch ein so völliger Chorus der Bewunderung entstand, wie man ihn nie zuvor vernommen hatte. Die einem solchen Menschen gewaltsam verschaffte, ausgebreitete geistige Wirksamkeit hat den intellektuellen Verderb einer ganzen gelehrten Generation zur Folge gehabt."

    Ob er nun recht hat oder nicht, weiß ich nicht. Ev. war er ziemlich sauer. Ich bin eher ein Fan Poppers, aber von dem sagen ja dann die Philosophen, dass er gar keiner wär.

    Seis, wies sei, auf der Ebene kann man jedenfalls (meistens) noch normal diskutieren und muss keine Psychiater als Vermittler einschalten 😉

  65. leser
    5. September 2008, 22:00 | #65

    Danke für die Stellungnahme Herr Gerlach!

  66. leser
    5. September 2008, 22:07 | #66

    Christian Grauer hat in seinem Brief an Jens Gerlach einige Bespiele genannt, wo das Esowiki nachweisbare Falschinformationen, verbreitet. Die Betreiber dieses wikis sollten diese Einträge entsprechend nachbessern.

    http://www.schachtelhalm.ne

  67. Christoph
    5. September 2008, 23:21 | #67

    "nachweisbare Falschinformationen"

    Genau.

    Herr Hardorp ist nämlich eine absolut integere Persönlichkeit und anthroposophische Firmen sind vollkommen unabhängig, haben mit Anthroposophie eigentlich gar nichts zu tun.

    Der Grauer, der hat’s echt drauf.

  68. Gockel
    5. September 2008, 23:57 | #68

    Für sektoide Gruppierungen sind die eloquenten Relativierer um ein Vielfaches nützlicher als die ahnungslosen Mitläufer.

    Denn erstere diskutieren…

  69. leser
    7. September 2008, 10:40 | #69

    @ Christoph

    Dass Steiner sich für die Reinkarnation von Jesus Christus hielt, dass der Waldorfschulunterricht aus Märchen- und Fabeln bestünde, etc. sind demnach Ihrer Meinung nach sachliche, korrekte Informationen, dass die Anthroposophische Gesellschaft?
    ( ) Ja
    ( ) Nein

  70. Andreas Lichte
    7. September 2008, 12:21 | #70

    @ leser

    Ihre Fragen … wer soll sich nach dieser bizarren Endlos-Debatte noch dafür interessieren?

    Hier mal ne "andere" Antwort:

    http://www.novo-magazin.de/

    Rudolf Steiner in Berlin

    Von Markus Beauchamp, Nicole Glocke und Andreas Lichte.

    Rudolf Steiner, der Jesus Christus des kleinen Mannes, ist in Berlin und hält hier Vorträge. Das „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ hat ihm dazu die Räume und die Stimmen gegeben: Mit tausend Zungen verkünden die Dozenten des Waldorf-Seminars die Botschaften ihres „Menschheitsführers“, die sie aus der geistigen Welt empfangen, bzw. aus der 370-bändigen Steiner-Gesamtausgabe. Das Publikum besteht aus angehenden Waldorf-Lehrern, in der Hauptsache verbogenen Menschen, die ihr Manko auf Steiner abgewälzt haben: Wenn aber eine den geliebten Arbeitsplatz nicht bekommen kann, Hartz-IV-Empfängerin ist, einer überhaupt unbefriedigt ist, so ist das noch kein Grund, in der Pädagogik herumzuschludern.

    Wir haben so etwas von unüberzeugten Menschen überhaupt noch nicht gesehen. Die ganze Dauer der Vorträge hindurch geht uns das nicht aus dem Kopf: Aber die glauben ja kein Wort von dem, was sie da sprechen! (Und da tun sie auch recht daran.)

    Wenn’s mulmig wird, retten sich die Dozenten in diese unendlichen Kopula, über die schon Schopenhauer so wettern konnte: das Fühlen, das Denken, das Wollen – das „Seelisch-Geistige“, das Sein. Je größer der Begriff, desto kleiner bekanntlich sein Inhalt – und die Dozenten hantieren mit Riesenbegriffen.

    Immer, wenn die Dozenten Steiners Botschaften aus der geistigen Welt übersetzen, denken wir über diese Menschen nach: Was für eine Zeit! Kerle, etwa wie arme Schauspieler, die sommerabends zu Dornach, wenn’s regnet, im „Goetheanum“ eine „Konferenz“ geben, alles aus zweiter Hand, ärmlich, schlecht stilisiert … und das hat Anhänger! Wie groß muss die Sehnsucht in den Massen sein, die verlorengegangene Religion zu ersetzen! Welche Zeit!

    Das sagen wir, ehemalige Seminaristen des „Seminars für Waldorfpädagogik Berlin“, die wir Augen- und Ohrenzeugen dieses Menschheitsspektakels geworden sind. Und das sagt Kurt Tucholsky, aus dessen Bericht „Rudolf Steiner in Paris“ die einleitenden Absätze fast wörtlich übernommen sind. Der einzig wirkliche Unterschied: Im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ maßen sich die Dozenten Steiners Rolle an.

    Wir berichteten der Berliner Schulaufsicht über die dortige Steiner-Heiligenverehrung, über die dort vorgenommene ideologische Schulung, über eine durch und durch esoterische „Ausbildung“, die dem Berliner Schulgesetz Hohn spricht, Zitat: „§ 98 Genehmigung [von Privatschulen]: (3) Die Genehmigung ist … zu erteilen, wenn … 2. die Lehrkräfte eine wissenschaftliche Ausbildung und Prüfung nachweisen, die hinter der Ausbildung der Lehrkräfte an öffentlichen Schulen nicht zurücksteht, oder die wissenschaftliche Eignung der Lehrkräfte durch gleichwertige freie Leistungen nachgewiesen werden kann.“

    Wir teilten der Berliner Schulaufsicht übereinstimmend mit, dass am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ eine „wissenschaftliche Ausbildung“, wie sie das Gesetz fordert, nicht stattfindet. Die Antwort des Leiters der Berliner Schulaufsicht, Landesschulrat Hans-Jürgen Pokall: „Wie Sie wissen, ist die Bundesrepublik Deutschland an Schulen in freier Trägerschaft sehr interessiert, nicht nur wegen des Artikels 7 Grundgesetz, sondern vor allem, weil unsere Gesellschaft davon lebt, dass möglichst viele sich auch und gerade im Bildungsbereich mit eigenen Ideen und Initiativen beteiligen … Es ergibt sich aus unserer Sicht keine Notwendigkeit einer besonderen staatlichen Aufsichtspflicht.”

    An derzeit 206 deutschen Waldorfschulen kann also mit staatlichem Gütesiegel unterrichtet werden, was Kurt Tucholsky schon 1924 als Scharlatanerie entlarvte. Ein Vergleich mit dem Originaltext („Rudolf Steiner in Paris“, in: Deutsches Tempo, rororo, 1990, Seite 360ff.) sei dem Leser wärmstens empfohlen, auch weil Tucholsky noch weit mehr zu berichten hat, getreu dem Motto „zu wahr, um schön zu sein“.

  71. leser
    7. September 2008, 19:35 | #71

    Ist scho gut, Herr Lichte,
    … es ist alles klar…

    😉

  72. 7. September 2008, 21:57 | #72

    Jo, leser, durch Herrn Lichte wird vieles klar. Eine nette Koinzidenz von Name und Tun.

  73. Christoph
    8. September 2008, 00:50 | #73

    "Eine nette Koinzidenz von Name und Tun."

    Das gilt für Felix Hau auch. 🙂

  74. Christoph
    8. September 2008, 01:03 | #74

    PS

    @ „Leser“

    Ich hatte ja schon mal Herrn Kühn gefragt, den Sie sicher gar nicht kennen, ob ihm vielleicht auch so ein „Ungeziefer-Satz“ in die Tastatur geschliddert wäre?

    Wär es denn möglich, mit dem Mut der Anonymität diese Frage zu beantworten?

    Christoph

  75. 8. September 2008, 01:28 | #75

    Bitte Christoph,

    vor sowas:
    "
    "Eine nette Koinzidenz von Name und Tun."
    Das gilt für Felix Hau auch. 🙂
    "

    immer eine Cola-Warnung setzten. Die Oberflächen dieser neuen Bildschirme sind ziemlich empfindlich.

  76. leser
    8. September 2008, 10:25 | #76

    @ Christoph

    Dazu habe ich bereits in einem Kommentar zu schachtelhalm Stellung genommen.

    Wo bleibt Ihre antwort zu meiner bescheidenen Frage???

    Beispiele aus "esowiki": Steiner hielt sich für eine Reinkarnation von Jesus Christus, Waldorfschule Unterstufenstoff bestünde aus Märchen und Fabeln.

    Halten Sie das für sachlich richtige Informationen?

    Ich warte…

  77. Christoph
    8. September 2008, 16:11 | #77

    @ Leser

    Ob Steiner sich für eine Reinkarnation des Christus gehalten hat, weiß ich nicht. Auf jeden Fall beanspruchte er für sich eine Selbstvergöttlichung als ein übermenschlicher Geistesführer. Und die Anthroposophen glauben ihm das, denn nicht anderes ist ja „Anthroposophie“.

    Dass in Waldorschulen massiv Sagen, Mythen, Fabeln, Märchen etc. zum Einsatz kommen ist allgemein bekannt und wird meines Wissens auch von niemandem bestritten, außer von Ihnen vielleicht.

    Christoph

  78. leser
    10. September 2008, 14:56 | #78

    Hallo Christoph,

    vielen Dank, dass Sie geantwortet haben. Allerdings entzieht es sich meinem Verständnis, warum Sie sich hier versuchen herauszuwinden, anstatt sich mir anzuschließen (esowiki beinhaltet Falschinformationen). Es kann doch wohl nicht in Ihrem Interesse sein, dass Falschinformationen verbreitet werden, auch wenn es sich um Themen aus dem Gebiet der Esoterik handelt, dem Sie – das sei Ihnen selbstverständlich zugestanden – kritisch gegenüberstehen.

    "Von Rudolf Steiner ist bekannt dass er sich für die Reinkarnation von Jesus Christus für das 19. oder 20. Jahrhundert hielt" heißt es auf esowiki, und das würde auch nicht wahrer, wenn Steiner für sich eine Selbstvergöttlichung beansprucht hätte, wie Sie versuchen, die Falschinformation zu legitimieren.

    Dass an den Waldorfschulen Märchen etc. "zum Einsatz" kommen (und meiner Ansicht nach auch aus gutem Grund) ist mir natürlich bekann, doch nicht ausschließlich, wie der esowiki Eintrag über die Waldorfschulen in wahrlich naiver Weise zu vermitteln sucht.

    Ich kann es durchaus nachvollziehen, dass es Bedarf für ein Forum geben mach, das sich kritisch mit Esoterik beschäftigt.

    Aber doch nicht auf diese Weise… Finden Sie nicht, Philipp?

    Wieso verteidigen Sie eine Pseudo-Referenzressource, deren Einträge anstatt zu informieren, Falschheiten und Lügen verbreitet. Wenn es Ihnen wirklich um eine wie auch immer geartete "Aufklärung" ginge, so müssten Sie doch daran interessiert sein, dass dort keine nachweisbaren Falschinformationen verbreitet werden.

  79. leser
    10. September 2008, 15:30 | #79

    "…Finden Sie nicht, Philipp?…"

    🙂 Ich meinte natürlich Christoph! Sorry.

  80. andreas Lichte
    10. September 2008, 15:43 | #80

    "Wie groß muss die Sehnsucht in den Massen sein, die verlorengegangene Religion zu ersetzen! Welche Zeit!" Tucholsky

    Wie gross muss die Sehnsucht des "lesers" sein, seinen Glauben an Rudolf Steiner zu verteidigen …

    Rudolf Steiner hat der Welt soviel Müll hinterlassen, dass es hier niemanden interessiert, wenn Sie zum xten Mal an irgendwelchen Details rummäkeln. Mir antworten Sie – bitte, bitte! – NICHT.

  81. leser
    10. September 2008, 16:31 | #81

    Keine Sorge Herr Lichte. Eine Diskussion mit einem gerupften Huhn wie Ihnen interessiert mich überhaupt nicht.
    Mit gescheiterten Existenzen, deren einzig verbliebener Lebensinhalt darin besteht, Ihren ehemaligen Arbeitgeber oder Ausbilder zu diffamieren, kann man ohnehin nur Mitleid empfinden :`-(

  82. Andreas Lichte
    10. September 2008, 17:22 | #82

    @ leser

    das war aber lieb von Ihnen, dass Sie mir so überaus freundlich geantwortet haben …

    vielleicht ein Grund mehr für die anderen hier Anwesenden, nicht mehr auf Ihre Fragen einzugehen.

    "Diffamieren" kann ich meine ehemalige Ausbilder – das "Seminar für Waldorfpädagogik Berlin" – übrigens nicht: Was ich sage, kann ich alles belegen, es gibt Zeugen, mehrere. Und meine Aussage wurde schon fürs Gericht protokolliert.

  83. leser
    10. September 2008, 17:41 | #83

    "vielleicht ein Grund mehr für die anderen hier Anwesenden, nicht mehr auf Ihre Fragen einzugehen."

    :)))
    Schämen Sie sich eigentlich gar nicht, sich hier in solcher Sandkastenmanier öffentlich zu verbreiten?

    Sonst kein Kommentar. Ich kann Ihnen höchstens wünschen, dass Sie irgendwann doch noch die Füße auf den Boden bekommen.

  84. andreas Lichte
    10. September 2008, 17:51 | #84

    @ leser

    wie "verbreite ich mich denn hier öffentlich"?

    Meine Füsse stehen ganz fest auf dem Boden, vor allem auf dem Boden der Tatsachen … was ich von den mir bekannten Anthroposophen nicht sagen kann: die schweben abwechselnd auf Wolke sieben, oder versinken ganz tief im Steiner-Sumpf.

    Ach ja: da Sie so liebenswürdig sind, würde ich Sie gerne kennenlernen – nennen Sie mir doch mal ihren Namen!

  85. leser
    10. September 2008, 18:27 | #85

    "wie "verbreite ich mich denn hier öffentlich"?"

    🙂 Lichte haut Leser sein Sandschäufelchen auf den Kopf – Leser wehrt sich – Lichte plärrt: "da seht ihrs, mit dem da nicht mehr spielen!" So verbreiten Sie sich hier, und das ist wie unschwer zu erkennen ist, Sandkastenmanier.

    "Meine Füsse stehen ganz fest auf dem Boden, vor allem auf dem Boden der Tatsachen … was ich von den mir bekannten Anthroposophen nicht sagen kann: die schweben abwechselnd auf Wolke sieben, oder versinken ganz tief im Steiner-Sumpf."

    So? Ich kenne viele, die ganz praktisch mit beiden Beinen im Leben stehen, Ihrer Arbeit nachgehen, etwas bewirken, statt nur zu labern.
    So viel Interesse ehrt mich. Ich bin gerührt!

  86. andreas Lichte
    10. September 2008, 19:50 | #86

    @ leser

    "mit Ihnen SPIELEN" – ist das "Höhere (Selbst-) Erkenntnis"?

    Sie haben vergessen, mir Ihren Namen zu nennen. Dann könnten wir vielleicht woanders weiterspielen, wo es keinen nervt.

    Etwas "bewirkt" hat sicher auch der "Gilde-Griff" … und das unqualifizierte Personal der "KJHE Alte Ziegelei Rädel" insgesamt. Heute kam die Meldung, dass der rbb in der gerichtlichen Auseinandersetzung mit den anthroposophischen Trägern in allen Punkten Recht bekommen hat …

    siehe: "Anthroposophische Kinderquäler", https://blog.psiram.com/in

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