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Warum ich die Homöopathie hasse

Zeitgenossen finden es manchmal erstaunlich, wenn man sich so gegen eine alternative „Heylkunst“ engagiert.
Schließlich kann es doch nicht schaden, wenn die Leute sich Placebos einwerfen und dann, wenn es doch nicht hilft, trotzdem zum Arzt gehen.
Das Problem ist die Verschleppung von Diagnose und Therapie.
Das ganz große Problem sind die Kinder von Eltern, denen Idioten eingeredet haben, dass Homöopathie eine Therapie ist. Homöopathie wirkt nicht. Diese Kügelchen bewirken nicht mehr, als ein paar Krümel Zucker.
Sie bestehen aus blankem Zucker. Der Aufdruck auf dem Etikett sagt nichts über die Inhaltsstoffe dieser kleinen Fläschchen aus. Der wirksame Bestandteil ist Zucker. Daran sollte man immer denken, wenn man sich die folgende Schilderung einer Mutter aus einem Homöopathenforum durchliest. Das Baby hat starke Schmerzen, Fieber und eine Herpesinfektion:

Hallo,
ich leg einfach mal los:
mein Sohn (15 Monate) hat letzte Woche Donnerstag Nacht fast 40 C Fieber bekommen. Da er sehr unruhig war, gab ich ihm ein Viburcol Zäpfchen. Am nächsten Tag hat er an der Oberlippe ein kleines Fieberbläschen bekommen. Da er keine Erkältung hatte, habe ich ihn erstmal fiebern lassen. Er bekam eine rote heisse und eine weisse kalte Wange. Sein Zahnfleisch ist sehr dunkelrot und immer noch so sehr geschwollen dass die Zähnchen fast nicht mehr zu sehen sind. Die Stelle wo die Eckzähne wären sind ebenfalls geschwollen und geht sehr in die Spitze. Deswegen habe ich angenommen dass er wahrscheinlich zahnt. Da er immer noch mit Fieber auch tagsüber um 39,5 C zu kämpfen hatte und feste Nahrung verweigerte bzw. wieder ausgespuckt hatte und auch sonst war er, bzw. ist er sehr untröstlich habe ich ihn 3 x 5 Globuli Belladonna D12 gegeben und Nachts auch mal Osanit Kügelchen. Sollte noch anmerken, dass er eingentlich nachts gestillt werden will, aber jetzt verweigert er öfter die Brust und will lieber kalten Tee oder Wasser trinken. Das Fieber ist seit Montag früh weg. Leider hat sich der Herpes sehr verbreitet. An der Oberlippe innen hat es mit weissen gefüllten Punkten angefangen, mittlerweile ist fast die ganze Oberlippe innen eitrig gelb, bildet vorne Krusten und riecht sehr steng. An der Unterlippe bilden sich seit Gerstern auch weisse Pünktchen die wachsen. Die Zunge ist auch belegt und hat vorne so Pickelchen. Gerstern hat mir der Kinderarzt Merc. C30 (leider ist es nicht ausgeschrieben) mitgegeben. Habe ihm gestern 3×3 Globuli gegeben und heute 4 Gaben (4 Globulis im Glas aufgelöst).Und gebe ihm auch Kamillentee zum trinken. Sein Allgemeinzustand hat sich zwar gebessert, er isst wieder etwas feste Nahrung, die Lippen sind nicht mehr so geschwollen aber der Herpes macht mir noch Sorgen. Ausserdem wacht er fast stündlich auf, weint und lässt schwer beruhigen. Oft muss ich sogar den Raum wechseln und wo anders mit ihm schlafen. Sollte ich mit dem Mittel aufhören? Was soll ich tun? Habe nicht wirklich viel Ahnung davon und in den Bücher von Ravi Roy habe ich leider nix darüber gefunden.
Schon mal herzlichen Dank für Euere Hilfe.

Liebe Grüße
Jen

Die Mutter hat tagelang an ihrem leidenden Kind mit unwirksamen Scheinmedikamenten rumgepfuscht. Ein so genannter Arzt war wohl auch involviert. Warum kommen solche Sumpfkühe nicht auf die Idee, die Homöopathie erstmal an sich selbst auszuprobieren, und zwar, wenn es richtig wehtut?
Sie quacksalbern lieber mit ihrem angelesenen medizinischen Parawissen an ihren wehrlosen Kindern herum.
Homöopathie ist nicht sanft. Homöopathie ist brutal.

  1. buchstaeblich
    1. Oktober 2008, 15:19 | #1

    Man sollte Anzeige erstatten, zur Not gegen Unbekannt, die Polizei ist in der Lage herauszufinden, wo die "gute Mutti" sitzt.

  2. Roadrunner
    1. Oktober 2008, 15:47 | #2

    Hab neulich wegen einer infizierten Verletzung ein Antibiotikum gebraucht. Innerhalb kürzester Zeit ist die schmerzhafte Entzündung zurückgegangen und die Verletzung abgeheilt. Nebenwirkungen des Antibiotikums: Keine. Das nenn ich sanfte Medizin.
    Die Öffentlichkeit hat zum Großteil keine Ahnung, wie stark die PR der Alternativmedizinlobby bereits den Sprachgebrauch beinflusst hat.

  3. 1. Oktober 2008, 15:55 | #3

    @ buchstaeblich

    Das höre ich immer wieder: Man sollte, man könnte, man hätte u.s.w. Aber warum tut es niemand? Es kostet doch nichts außer ein bisschen Arbeit das aufzuschreiben und an die zuständige Staatsanwaltschaft zu schicken.

    Hier nachfolgend ein Beispiel. Darauf rief mich sogar der ermittelnde Kriminalbeamten an, der noch Fragen zu Details hatte. Das Verfahren läuft entweder noch, oder es ist positiv abgeschlossen. Als Normalbürger erfährt man da automatisch nichts mehr. Es kommt nur eine Nachricht, wenn des Verfahren eingestellt wurde. Und das war bis jetzt nicht der Fall.

    47 – Wieder ein Todesopfer durch GNM-Quacksalberei? – Staatsanwaltschaft ermittelt

    Es ist sektentypischer Sprachgebrauch bei den Hamer-Anhänger: Wenn es mal mit der GNM nicht klappt – und das ist die Regel – , dann hat irgendjemand die GNM nicht richtig verstanden oder falsch angewendet. Angela Skorzinski aus 78603 Renquishausen (in der Petitionsliste von Martin Gabling – siehe Eintrag Nr. 25 – ist die ganze Familie Skorzinski verzeichnet) berichtet am 7. November im GNM Forum von solch einem missglückten Heilungsversuch:

  4. 1. Oktober 2008, 15:56 | #4

    „Kann es sein, dass in diesem Forum so etliche die GNM noch nicht wirklich verstanden haben? Dass so etliche auch noch nicht verstanden haben, auf welche Art die GNM von diversen Gruppen vereinnahmt und gegen Bares in veränderter Weise wieder ausgespuckt wird? Und dass Patienten zum Teil mit ihrem Leben dafür bezahlen müssen, dass sie einem Mix von sog. Spiritualität und GNM auf dem Leim gehen, weil sie selbst noch nicht wirklich die Grundlagen der GNM verstanden haben, und ja, dass jene Sterbefälle natürlich Dr. Hamer zur Last gelegt werden? Ein Beispiel möchte ich hier schildern, und ich bin mir sicher, dass diese Frau um die es hier geht, und mit der ich über einige Monate in engem Kontakt stand, wollen würde, dass ich ihren Fall als Warnung für andere hier veröffentliche. Diagnose: Intraductales Mamma-Ca Keine OP, keine Chemo, keine Bestrahlung In der Heilungsphase massives Anschwellen der Brust und auch des Armes durch geschlossene Nierensammelrohre! Siehe Syndrom! Sie erhielt den Rat einen Arzt der GNM aufzusuchen, der, so erfuhr ich nicht nur von ihr, sondern auch von dessen Frau im Gespräch, bis auf einen Tag in der Woche SM praktizierte, an jenem anderen Tag allerdings empfing er Patienten, die die GNM kennen und anwenden wollten. Kosten zum damaligen Zeitpunkt: 130; Euro in der ersten Stunde Jede weitere Stunde 110; Euro oder sagar nur 100; Euro. Kann ich im Moment nicht mehr so genau sagen. Unser Thema waren nun eigentlich in erster Linie die geschlossenen Nierensammelrohre, weniger das Mamma-Ca. das sich ja ganz offensichtlich in der Heilungsphase befand, und eine Gürtelrose, unter deren Schmerzen Heilungsphase) sie ganz massiv litt. Es stellte sich heraus, dass niemand in ihrer Familie darüber Bescheid wußte, welchen Weg sie für sich gewählt hatte, und dass ihr dieses Alleinsein auf ihrem Weg eigentlich das Gefühl des Mutterseelen-allein-gelassen-werdens vermittelte. Ich riet ihr dringend, sich wenigstens eine Person in ihrem Familien- oder auch Freundeskreis zu suchen, und diese zu bitten, ihr einfach, ohne zu werten, oder einen eigenen Vorschlag unbedingt anbringen zu müssen, zuzuhören und es gelten zu lassen, welchen Weg sie als den richtigen für sich gewählt hatte und warum. Noch bevor sie diesen Vorschlag in die Tat umsetzte, besuchte sie ein weiteres Mal den (Meta!-) Arzt der GNM und dieser riet ihr nun, die geschlossenen Nierensammelrohre durch eine Visualisierung von einem Strand auf dem sie sich befinde, umgeben vom Meer, dazu zu bewegen, sich zu öffnen…. Die Visualisierung sollte also die Nierensammelrohre davon überzeugen, dass ja alles in Ordnung sei! Nun, sie visualisierte einige Tage, nachts schlief sie im Sitzen, weil das Ödem in der Brust und im Arm sie schmerzte. Ein weiteres Mal suchte sie den Arzt auf, und sie erzählte ihm, woher dieses Gefühl des Alleinseins ihrer Meinung nach herrührte, und er griff den Faden auf, und er riet ihr, eine Familienversammlung einzuberufen, und der Familie die Wahrheit zu sagen… Nun, einen einzigen Vertrauten, den sie so dringend gebraucht hätte, gewann sie dadurch nicht. Die Mehrheit gewann! Und nun bat ihr Mann sie eindringlich, endlich in eine Klinik zu gehen, weil er ihre Schmerzen nicht mehr aushalten würde… Sie ging in eine Klinik und überlebte die erste Nacht dort nicht. Wer die GNM nicht wirklich verstanden hat, kann und darf sie nicht praktizieren! Das hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun! Wer mit einer derart verstümmelten GNM auch noch satt Geld verdient, der….! Hätte der Arzt ihre Situation wirklich verstanden und hätte er ihr einen weisen Rat geben können, sie könnte noch leben. Haarscharf daneben ist eben auch vorbei! Auch das hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun! Angela“
    URL: http://www.gnm-forum.com/ph

    Nach unseren Unterlagen ist oder war Angele Skorzinski Leiterin des Hamer-Stammtisches in 72355 Schömberg, der sich regelmäßig im Landgasthof „Obere Säge“ traf. Trutz Helsing hatte deshalb Anfang dieses Jahres den Gasthof wie auch den Leiter des Gesundheitsamtes beim Landratsamt Zollernalbkreis angeschrieben. Daraufhin hatte die „Obere Säge“ den Stammtisch rausgeschmissen. Ob und wie Frau Skorzinski gegenwärtig für die GNM aktiv ist, ob sie noch einen „Studienkreis“ leitet, ist uns nicht bekannt.

    Ede Zimmermann würde folgende Fragen stellen: Wer ist die Frau, die an Brustkrebs verstarb? Wer beeinflusste sie, sich nicht in Fachärztliche Behandlung zu begeben, sondern einen „Arzt der GNM“ aufzusuchen? Wer ist dieser Arzt? Liegen ärztliche Versäumnisse bzw. Unterlassungen vor, die zum Tod der Frau führten? Ist jemand für den Tod der Frau strafrechtlich verantwortlich?
    Wie wir erfahren konnten, interessiert sich die Staatsanwaltschaft Rottweil seit letzter Woche ebenfalls für die Beantwortung dieser Fragen. Die Ermittlungen wurden eingeleitet: Aktenzeichen 10 UJs 6999/06.

    # posted by Arbeitskreis Enigma @ Freitag, Dezember 08, 2006 0 comments
    Donnerstag, November 23, 2006

  5. 1. Oktober 2008, 17:00 | #5

    Ein kleines Beispiel, ich habe seit Jahrzehnten an Heuschnupfen gelitten, die Mittel der Schulmedizin waren nur wirksam, wenn ich mich überwiegend bei schönen Wetter in geschlossenen Räumen aufgehalten haben.
    Vor 5 Jahren hat mir eine homöopathische Ärztin solche von Ihnen angegriffenen Kügelchen gegeben, die ich immer zu Beginn der Heuschnupfenzeit nehme. Seither habe ich noch an ein oder zwei Tagen im Jahr entsprechende, aber deutliche geringere Beschwerden, ok, letztes Jahr waren es 5 Tage.
    Wenn das ein Placeboeffekt ist, ok, Hauptsache es hilft.
    Ich gehe nie zu einem Heilpraktiker sondern immer zu einem homöop. Arzt, der die Grenzen der Homöopathie kennt und falls erforderlich auch schulmedizinische Maßnahmen ergreift.

  6. 1. Oktober 2008, 17:57 | #6

    Tja Wabe.
    Scheint, Sie sind ordentlich suggestibel und die Allergie ist von alleine besser geworden.
    Übriges:
    Der Plural von Anekdote ist nicht Daten.

    Wo bleiben sie die homöopathische Antibabypille, das homöopathische Schmerzmittel oder das homöopathische Epilepsiemittel?
    Die einzigen scheinbaren "Erfolge" gibt´s bei Sachen, die von alleine verschwinden.

  7. 1. Oktober 2008, 18:57 | #7

    Solche Geschichten, von der Wirksamkeit von was auch immer, gibt’s ja massenhaft. Für die Gläubigen sind das Beweise, für Skeptiker eben nur das was sie sind: Geschichten. So wie die Geschichte von dem Gelähmten, der von Lourdes nach Hause zurückkehrt, zwar immer noch nicht wieder laufen kann, aber neue Reifen auf seinem Rollstuhl hat. Da muss ja was dran sein 🙂

  8. Roadrunner
    1. Oktober 2008, 18:57 | #8

    Ich hab auch seit zwanzig Jahren Heuschnupfen, wobei es in de letzten Jahren deutlich besser geworden ist. Dieses Jahr hatte ich nur ganz geringe Probleme, und ich hab auch keine Medis gebraucht.
    Ich lauf dann aber zur Gräßerblüte auch nicht durch die Wiesen.
    Das ist halt so bei Allergien. Ich hab ein Antihistaminikum, das ich nehme, wenn die Beschwerden lästig werden, und dann hilft das auch vorzüglich.

  9. Skrzypczajk
    1. Oktober 2008, 19:00 | #9

    Leichter Heuschnupfen gehört ja zu den Paradefällen, wo Homöopathen auf "Erfolge" verweisen können. Wenn es schlimmer ist und der Patient einen dicken Hals, Asthma und Atemnot kriegt, kann sich ja ein "Schulmediziner" damit herumschlagen.

    Wenn die Allergie nicht übermäßig stark ist, ist es außerdem tatsächlich oft so, dass die Beschwerden am Anfang (wenn z.B. bestimmte Bäume durch einsetzendes warmes Wetter zu blühen beginnen) besonders stark sind und in den folgenden Tagen nachlassen. Wenn ich da auf dem Höhepunkt der Beschwerden ein paar Globuli einwerfe, haben die "geholfen".

    Und die Ärztin? Entweder glaubt sie tatsächlich an das Wassergedächtnis oder dass homöopathische Präparate aus irgendeinem geheimnisvollen Grund nicht wie andere Medikamente geprüft werden können. Dann gehört sie für mich wegen mangelnder Fachkenntnisse nicht als Ärztin auf Leute losgelassen.

    Oder sie weiß genau, dass die homöopathisch hergestellten Zuckerperlen (egal, was auf der Packung steht) genau so wirksam oder unwirksam sind wie Zuckerperlen pur. Dann sagt sie sich vielleicht "naja, der Patient erwartet schließlich, dass er etwas zum Einnehmen verschrieben bekommt, und der Placebo-Effekt ist auch nicht zu unterschätzen, dann kann ein homöopathisches Mittel nicht schaden". Dann verscheißert sie aber die Patienten, zumindest die – und das sind sehr viele -, die über Homöopathie nichts wissen und damit nur verbinden, dass sie "irgendwie sanfter" sein soll. Ob das die vertrauensvolle Arzt – Patient – Beziehung ist, wie ich sie mir vorstelle, hm… Und völlig auf hört der Spaß, wenn man, wie oben beschrieben, damit an Kindern herumpfuscht.

    Ja, natürlich gibt es auch bei homöopathischen Präparaten eine Arzneimittelprüfung. Üblicherweise werden da aber aus den Berichten einer Handvoll Leute über deren Befindlichkeit, nachdem man ihnen das Mittel gegeben hat, sehr weitreichende Schlüsse gezogen, bei welchen Beschwerden das Mittel geeignet ist. Da kommt dann z.B. heraus, dass excrementum caninum C200 gegen Bauchbeschwerden bei Schulproblemen hilft, aber auch gegen übermäßiges Verlangen nach Dosenfisch. (Letzteres Beispiel nachzulesen hier: http://www.homoeopathiefors…)

  10. 1. Oktober 2008, 19:05 | #10

    Excrementum Canium soll ja auch gegen Arbeitslosigkeit helfen. Ich frage mich, wie da Homöopathen die Arzneimittelprüfung gemacht haben …

  11. 1. Oktober 2008, 19:05 | #11

    Wabe: Ich kann mit derselben Begründung das Rauchen als Heilmittel empfehlen. Ich habe früher an Asthma gelitten. Und zwar so richtig, mit allen Erscheinungen, die man sich vorstellen kann.

    Hypersensibilisierung klappte nicht, Desensibilisierung auch nicht. Alles, was die Medizin damals wußte, wurde angewandt. Es wurde nicht besser.

    Als ich dann mit dem Rauchen anfing, war das Asthma weg. Und zwar derartig weg, daß ich bei der Bundeswehr damit nicht mehr durchkam und T2+ gemustert wurde.

    Natürlich weiß ich, daß es nicht am Rauchen lag. Nonsenskorrelation nennt man das. Nur, weil zwei Dinge zum selben Zeitpunkt passieren, heißt das nicht zwingend, daß sie auch in einem Wirkungsverhältnis zueinander stehen.

  12. Roadrunner
    1. Oktober 2008, 19:12 | #12

    >>>Üblicherweise werden da aber aus den Berichten einer Handvoll Leute über deren Befindlichkeit, nachdem man ihnen das Mittel gegeben hat, sehr weitreichende Schlüsse gezogen, bei welchen Beschwerden das Mittel geeignet ist.

    Auch so eine Sache bei der ich mir für dumm verkauft vorkommen würde. Die Homöopathie tut ja immer so wie individuell sie wäre, stattdessen wird nach Symptomen repertorisiert, die bei einer kleinen Anzahl von Menschen angeblich aufgetreten sind. Wo man hinschaut bei der Homöopathie, überall zeigt sich was für ein Unsinn das ganze Gedankengebäude enthält.

    Homöopathie ist nur deshalb so populär, weil deren Vertreter Selbstheilung und Placeboeffekt zu verkaufen wissen. OK, das passiert auch in der etablierten Medizin, aber in vielen Fällen stehen da halt doch wirksame Präparate zur Verfügung.

  13. 2. Oktober 2008, 09:51 | #13

    Soll jeder an sich selbst experimentieren, aber Kinder so zu quälen
    >:(.

    Entweder ist man so krank, das man *wirksame* Medizin benötigt oder man wird von alleine gesund.

    Homöopathie ist der Luxus von Gesunden und eingebildeten Kranken, für wirklich Kranke ist sie lebensgefährlich.

    Mich hebt´s, wenn ich sowas lese!

  14. nihil jie
    2. Oktober 2008, 11:44 | #14

    @wabe
    ich habe früher allergie gegen tomaten bekommen und auch erdberen. da war ich noch ein kind. die andere sorge die meine eltern hatten war dass ich den putz von der wand immer wieder ass 🙂 ja… kein witz… in polen waren früher die wohnungen mit kalk geweisselt bevor es tapeten gab. das erzählten sie unseren arzt dann auch der einen verblüfenden zusammenhang feststellte. er meinte… dem kind fehlt kalzium. tja.. also ich bekam zusätzliches kalzium. nach kurzer zeit waren auch die allergien weg. jetzt die frage… waren seine schlussvolgerungen richtig oder war die wirkung der kalziumtableten nur ein placeboeffekt ? hätte es jee andere "mittelchen" auch geschaft mich von der allergie zu befreien ?

    *die geschichte ist wahr* 🙂

  15. wolfgang
    2. Oktober 2008, 12:13 | #15

    von der HP eines ärztlichen Homöopathen

    http://www.dr.loibner.net/
    Was alles ist Homöopathie?

    Homöopathie – ist eine Arzneitherapie.

    Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet: Ähnliches mit Ähnlichem heilen. zB. beim Schneiden von Zwiebeln beginnen die Augen zu brennen und die Nase zu fließen. Ein solcher Schnupfen wird durch Allium cepa, die Küchenzwiebel geheilt.

    Die Heilung erfolgt sanft, Arzneien, die nach der Ähnlichkeitsregel verwendet werden, wirken schonend. – Sie sind bereits in geringster Dosis wirksam.

    Die Heilung tritt gewiß ein. Solange noch eine Spur von Kraft im Körper vorhanden ist, kommt mit Hilfe des homöopathischen Heilmittels die Heilung in Gang.

    Die Heilung erfolgt prompt. Bei akuten, erst seit kurzer Zeit bestehenden Störungen der Gesundheit ist die Besserung sehr bald zu erwarten. Besteht die Krankheit schon über lange Zeit, etwa mehrere Jahre, setzt die Besserung erst allmählich ein.

    Die Heilung ist ganz. Sowohl örtliche Übel, aber auch das Allgemeinbefinden und die Gemütsverfassung werden gebessert. Die Arznei wirkt auf den ganzen Menschen.
    Die Heilung verläuft ohne Schaden für den Patienten. Die milde Dosis reicht, die Heilprozesse des Körpers anzuregen.

    Wer kann homöopathisch behandeln?
    Jeder, der sich mit der Methode und dem Menschen ernstlich beschäftigt. Schwere Krankheiten soll nur der erfahrene Arzt behandeln.

    Bei welchen Krankheiten wirkt die Homöopathie?
    Bei allen akuten und chronischen Leiden.

  16. 2. Oktober 2008, 16:09 | #16

    Homöopathie ist Humbug und unseriös

    Das ist ganz einfach: Wenn jemand ein Märchen hat, es anderen erzählt und dabei auch sagt, dass es sich um ein Märchen handelt, dann ist das seriös. Wenn jemand ein Märchen hat und anderen weis zu machen versucht, das sei die Realität, dann ist das unseriös. Besonders ist es dann unseriös, wenn er das Märchen auch noch verkauft. Und Homöopathie ist ein Märchen.

    Hier ein ausführlicher Artikel über die Homöopathie auf der Internet-Seite der GWUP:
    http://www.gwup.org/themen/

    Und hier erklärt uns James Randi die Homöopathie aus seiner Sicht:
    http://www.youtube.com/watc

    Ich würde die Homöopathie auf folgende Weise veranschaulichen:

    Nehmen sie eine Flasche Wodka, gehen sie damit auf die Mole im Hafen von Lindau und schütten sie den Inhalt in den Bodensee. Nun verbindet sich der Wodka auf geheimnisvolle Weise informationsmedizinisch mit dem Wasser des Bodensees und nach einer gewissen Zeit ist der ganze Bodensee ein einziger homöopathischer Fusel. Und wie sehen die Beweise der Homöopathen dazu aus? Etwa so: Tausende Russen trafen sich in Schaffhausen, tranken Rheinwasser, waren fröhlich und tanzten.

    Die Tatsache, dass Homöopathie weitgehend akzeptiert wird, dass fast alle Heilpraktiker und sogar viele Ärzte sie anwenden, dass es Kurse dazu in Volkshochschulen gibt etc. macht die Homöopathie noch nicht seriös. Es ist eher ein Skandal. Für deren Seriosität fehlt bislang ein stichhaltiger, wissenschaftlich Nachweis zur Wirksamkeit, die über den normalen Placebo-Effekt hinausgeht. Alle bisherigen exakten Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass es einen solchen Nachweis niemals geben wird, denn die Hahnemann’schen Phantasien sind damals wie heute nichts weiter als pseudowissenschaftlicher Humbug.

    Gute Gründe, sich NICHT homöopathisch behandeln zu lassen:

    1. Homöopathie geht per definitionem von den Symptomen der Krankheit aus und lehnt kausales Ursachendenken ab

    2. In reinstem Wasser und Alkohol, die man beim "Potenzieren" zum Verdünnen nimmt, kommen in Spuren fast alle wichtigen, natürlichen Elemente vor, die es gibt. Diese Verschmutzungen sind viel höherer konzentriert als der angestrebten Verdünnung entspricht. Woher "weiß" das zu verdünnende Heilmittel, dass allein nur es potenziert werden soll?

    3. Die Theorie, dass Gleiches mit Gleichem kuriert werde und dass beim "Potenzieren" sich "feinstoffliche Information" vom Wesen der Ursubstanz auf den Verdünnungsstoff übertrage, wobei "Stoffliches sich schrittweise in Unstoffliches verwandle", ist wissenschaftlich unbelegt

    4. Unterschiedlichste Homöopathieschulen melden ähnliche Heilerfolge wie andere paramedizinische Methoden, die vermutlich alle auf Placebo-Effekten beruhen

    5. Homöopathie ist eine irrationale, dogmatische, autoritäre, in sich geschlossene Heilslehre, die keinen Widerspruch zulässt

    6. Wer an die Homöopathie glaubt, ist, bewusst oder unbewusst skeptisch gegenüber der Wissenschaftlichen Medizin: Mit der Angst vor der "schädlichen Chemie" ist ein "Nocebo-Effekt" verbunden, der die Wirkung von gut bewährten konventionellen Verfahren beeinträchtigt

    7. Es entstehen Kosten ohne belegten Nutzen

    8. Bei ernsten Erkrankungen wird die Therapie oft fahrlässig verzögert, was bei vielen Patienten zum Tod geführt hat

  17. Conni
    6. Oktober 2008, 09:19 | #17

    Homöopathen sind überflüssig!

    Die Mittelchen der Homöopathie sind, wie ja weder weiß, in Wasser verschüttelte, nicht (mehr) vorhandene Wirkstoffe. Und dafür wird Geld ausgegeben. Viel Geld.
    Doch der Homöopathie-Fan kann viel sparen. Viel Geld.
    Egal, oh Niedrig- oder Hochpotenzen dem Wesen seines Wehwechen eher entsprechen, kann er sich das Mittel sehr leicht und vor allem kostenlos besorgen.
    So kann man sich zur Beschaffung niedrig potenzierter Mittel an den Betreiber seiner örtlichen Kläranlage wenden.
    Der Auslauf der selben, also wo das potenzierte und geschüttelte Präparat in den Vorfluter (also Fließgewässer) entlassen wird, enthält sicher noch eine Reihe hilfreicher Substanzen. Wenn nicht, wird sich das Wasser sicher daran erinnern, dass es einmal mit ziemlich vielen Substanzen verdreckt war.

    Hier kann man u.a. folgendes finden:
    Hundescheiße, Benzol, Blattläuse, Chlor, Formaldehyd, Blei , manchmal sogar Bettwanze und Kakerlaken. Kondomgummi soll auch vorkommen. Letztere Information stammt aus dem Wasser so mancher Toilettenspülung. Ob es auch den Namen des Benutzers kennt, hat die Homöopathie noch nicht erforscht. Menschenkopfläuse sollen Gerüchte zufolge wieder häufiger vorkommen, wenn diese nach er letzten Entlausung des Familienstammhalter im Abfluss der Badewanne verschwinden.

    Will man Hochpotenzen anwenden, empfiehlt es sich vorsichtshalber, das gereinigte Abwasser nochmals zu verdünnen, besser ist besser.

    Für ausgefallenere und höchstpotenzierte Mittel kann man getrost Grundwasser zu sich nehmen. Vielleicht erinnert es sich, dass es vor Millionen Jahren einmal Kontakt mit Saurierscheiße hatte. Immerhin schlummerte es sehr lange unter der Erde und hat womöglich sein Gedächtnis etwas länger behalten. Auch ist hat es die Erinnerung an die verschiedenen Mineralien des Bodens und der geologischen Schicht, aus der es stammt. Ich denke da an:

    Wogegen das allerdings helfen soll, müsste man erst eine Arzneimittelprobe machen.

    Granit könnte z.B. gut gegen Betonköpfigkeit helfen, Kalksedimente gegen Demenz, Debilität oder Wahnvorstellungen.

    Und das Grundwasser wird immer sehr ärgerlich, wenn es sich an die letzte Düngeaktion des im Einzugsgebiet ackernden Landwirts erinnert. Ach nein, Nitrat ist nicht mehr homoöpathisch, das ist schon allopathisch, jedenfalls in manchen Gebieten.

    Und so ist es ganz homöopathisch-logisch, dass unser Trinkwasser aus dem Wasserhahn das erinnerungsschwerste alles Wässer ist, immerhin hat des schon einige Reinigungs- und Verschmutzungsprozesse hinter sich, als um bei der Fachsprache zu bleiben, Anreicherungs- und Potenzierungsprozesse.

    Für Hardliner kommen auch natürliche Wässer aus diversen Gebieten mit katastrophalen Umweltstörfällen in Frage. Grundwasser aus Seveso z.B. könnte gut gegen Dioxinvergiftungen helfen, also wenn man z.B. Bio-Eier gegessen hat. Und es könnte ausgezeichnet gegen schlimme Akne helfen.

    Wasser aus Tschernobyl wäre dem Hahnemannschen Simili-Prinzip gemäß gegen die Strahlenkrankheit anwendbar, aber auch gegen Haarausfall, Übelkeit und Leukämie.

    Selbst unser triviales Flusswasser hat da so einige Potentiale. Man müsste sich nur die Flora im Quellgebiet anschauen. Wenn z.B. im Einzugsgebiet des Rheins Tollkirschen wachsen, und hie und da mal eine Beere ins Wasser fällt, hat man mindesten schon ab Köln Belladonna-Hochpotenz. Oder auch Blattläuse. Oder Fliegenpilz. Flusskrebse sowieso. Oder wenn eine Rote Waldameise in der Quelle ersoffen ist. Oder eine Zecke. Das kommt alles vor und dem Wasser entgeht nichts von alledem. Es merkt sich das nämlich alles. Jawohl!

  18. Dr.med.R.Didier, Werther bei Bielefeld
    13. Oktober 2008, 00:18 | #18

    Tod durch Arzneimittel

    Nach Angaben des Leiters des Instituts für Klinische Pharmakologie an der medizinischen Hochschule in Hannover ( MHH) müsse jährlich mit 58.000 Todesfällen allein in internistischen Abteilungen der deutschen Krankenhäuser gerechnet werden, weil Fehler bei der Medikamentenbehandlung gemacht würden, die potenziell vermeidbar wären.
    Damit stürben in deutschen Kliniken weitaus mehr Menschen durch unerwünschte Medikamentennebenwirkungen,als bisher angenommen.

    Hierüber sollte hier mal nachgedacht werden, wie grausam Medikamente sind!

    hxxp://www.rainerdidier.de

  19. 13. Oktober 2008, 01:47 | #19

    Geehrter Herr Didier,

    Wen meinen Sie bei der MHH? Das Institut für Klinische Pharmakologie wird momentan von Prof. Stichtenoth kommissarisch geleitet. Oder meinten Sie Prof. Frölich, der bis 2003 dort war?

    Nachdem Sie ja wirklich Dr. der Medizin zu sein scheinen, möchte ich Sie gleich darauf hinweisen, dass wir hier zwar polemisch, aber nicht idiotisch schreiben. Gleiches erwarten wir von Kommentaren, natürlich nur, wenn möglich.

    Ich fühle mich gerade intellektuell von Ihnen beleidigt. Bitte unterlassen Sie hier den schleimigsten aller Statistik-Tricks, nämlich mit einer Absolutzahl ohne Vergleich zu agieren.

    Ich will ja nicht besonders unhöflich sein, aber ev. ist Ihnen nicht aufgefallen, dass Ihre Schlussfolgerung nicht wirklich stringent ist, denn es geht nicht um die Grausamkeit von Medikamenten, sondern um Fehler bei der Anwendung. Sie schließen aus Anwendungsfehlern Grausamkeit der Methode. Das ist – mit Verlaub – ein ganz dämlicher Fehler. Vor allem, wenn man Medizin studiert hat.

    Verschlagen Sie Ihre Hömöopathika mit dem Kopf?

    Ein Mediziner, der Pharmakologie undifferenziert als "grausam" bezeichnet, kann nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Tut mir leid.

    Rincewind

  20. Conni
    13. Oktober 2008, 08:07 | #20

    In obigem Posting werden Anwendungsfehler bei der Medikation (welche? falsche Dosierung, falsche Indikation, Wechselwirkung mit anderen Präparaten, Nebenwirkung besonders wegen vorbestehender Erkrankungen) benutzt, um Medikamente pauschal als „grausam“ zu bezeichnen.

    Ohne zu differenzieren, ohne mitzuteilen, welche Medikamente denn „grausam“ sein sollen und warum. Und man weiß erst recht nicht, aus welcher Quelle die Zahl stammt (die man eigentlich mit der Anzahl der Todesfälle OHNE Medikamente vergleichen müsste)

    Und dann soll ich den Kommentar ernst nehmen?

  21. 13. Oktober 2008, 15:41 | #21

    Bei der Homöopathie ist schon die Anwendung ein Fehler.
    Sie wollen wohl ihren neuen Blog, den ich jetzt nicht verlinken werde, pushen, Herr Didier?
    "Homöopathische Erstanamnese (Dauer 1-2 Stunden): 125,- bis 185,- Euro"
    Sie kommen sicher vor Lachen kaum in den Schlaf, wenn Sie daran denken, wieviel die Leute, für ein bisschen Voodoo auzugeben bereit sind.
    Wenn man eine neugierige Person ist, dann hat man bestimmt seinen Spaß mit so einer Erstanamnese. Was man da alles fragen darf, es könnte ja alles! ein Symptom sein.
    Außerdem kann man nichts falsch machen, es gibt praktische Ausreden:
    "Kaffee, feiner chinesischer und anderer Kräuterthee; Biere mit arzneilichen, für den Zustand des Kranken unangemessenen Gewächssubstanzen angemacht, sogenannte feine, mit arzneilichen Gewürzen bereitete Liqueure, alle Arten Punsch, gewürzte Schokolade, Riechwasser und Parfümerieen mancher Art, stark duftende Blumen im Zimmer, aus Arzneien zusammengesetzte Zahnpulver und Zahnspiritus. Riechkißchen, hochgewürzte Speisen und Saucen, gewürztes Backwerk und Gefrornes mit arzneilichen Stoffen, z. B. Kaffee, Vanille u.s.w. bereitet, rohe, arzneiliche Kräuter auf Suppen, Gemüße von Kräutern, Wurzeln und Keim-Stengeln (wie Spargel mit langen, grünen Spitzen), Hopfenkeime und alle Vegetabilien, welche Arzneikraft besitzen, Selerie, Petersilie, Sauerampfer, Dragun, alle Zwiebel-Arten, u.s.w.; alter Käse und Thierspeisen, welche faulicht sind, (Fleisch und Fett von Schweinen, Enten und Gänsen, oder allzu junges Kalbfleisch und saure Speisen; Salate aller Art), welche arzneiliche Nebenwirkungen haben, sind eben so sehr von Kranken dieser Art zu entfernen als jedes Uebermaß, selbst das des Zuckers und Kochsalzes, so wie geistige, nicht mit viel Wasser verdünnte Getränke; Stubenhitze, schafwollene Haut-Bekleidung, sitzende Lebensart in eingesperrter Stuben-Luft, oder öftere, bloß negative Bewegung (durch Reiten, Fahren, Schaukeln), übermäßiges Kind-Säugen, langer Mittagsschlaf im Liegen (in Betten), Lesen in wagerechter Lage, Nachtleben, Unreinlichkeit, unnatürliche Wohllust, Entnervung durch Lesen schlüpfriger Schriften, Onanism oder, sei es aus Aberglauben, sei es um Kinder-Erzeugung in der Ehe zu verhüten, unvollkommner, oder ganz unterdrückter Beischlaf; Gegenstände des Zornes, des Grames, des Aergernisses, leidenschaftliches Spiel, übertriebene Anstrengung des Geistes und Körpers, vorzüglich gleich nach der Mahlzeit; sumpfige Wohngegend und dumpfige Zimmer; karges Darben~ u.s.w. Alle diese Dinge müssen möglichst vermieden oder entfernt werden, wenn die Heilung nicht gehindert oder gar unmöglich gemacht werden soll. Einige meiner Nachahmer scheinen durch Verbieten noch weit mehrer, ziemlich gleichgültiger Dinge die Diät des Kranken unnöthig zu erschweren, was nicht zu billigen ist."

  22. Skrzypczajk
    13. Oktober 2008, 17:12 | #22

    @rincewind: Die Zahl wurde offenbar 2003 von Prof. Frölich verbreitet (aber das hast du inzwischen sicher selbst recherchiert):

    http://www.klinikum-nuernbe

    Ansonsten – Meine Freundin arbeitet in einer Herzklinik. Medikamente einstellen, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, die Wechselwirkungen verschiedener Präparate, die Nebenwirkungen, das alles ist wirklich schwierig. Alternativ könnte man sich diese Mühe natürlich sparen und die Leute gleich verrecken lassen; vielleicht wäre das im Sinne von Herrn Dr. Didier ja weniger grausam. Da er laut seiner Vita keine Erfahrungen in solchen oder anderen "internistischen Abteilungen" hat, wäre Herrn Didier ist zu empfehlen, sich über den Alltag dort zu informieren, bevor er so undifferenzierten und überheblichen Mist ins Internet kippt.

  23. 13. Oktober 2008, 19:03 | #23

    @ Skrzypczajk: Nein, das hatte ich noch nicht recherchiert, ich hab bloß schnell mal nachgeschaut (ganz ohne Internet – man stelle sich das vor ;-)) wer die Leiter des Instituts sind/waren. Also danke für den Link! Und da steht ja alles genauso drin: Die Sache ist komplex, Fehler geschehen. Was Homöopathen daraus ableiten, ist nur irre: Medikamente sind nutzlos/grausam und zudem ein "Beweis" für die Homöopathie als beabsichtigte indirekte Schlussfolgerung. Da fragt man sich, ob die je Tassen im Schrank hatten …

  24. Roadrunner
    13. Oktober 2008, 19:57 | #24

    @ Skrypczajk
    >Alternativ könnte man sich diese Mühe natürlich sparen und die Leute gleich verrecken lassen;

    Die Quacksalber machen das anders, da macht man ein EKG oder einen Lungenfunktionstest und schickt die Patienten dann wenns brenzlig wird zur "Schulmedizin", damit die eigene Statistik stimmt…

  25. Skrzypczajk
    14. Oktober 2008, 03:34 | #25

    @Rincewind: Da gibts sicher besssere Links. Ich weiß gar nicht mehr, wonach ich gegoogelt hab, jedenfalls war das der erstbeste Link, der im Zusammenhang mit "58000" und "Medikamente" nicht auf Eso- oder Homöo-Seiten oder Kent-Depesche führte…

    @Roadrunner: Sich sein Ärztedasein so einzurichten, dass man nie auch nur in die Nähe einer kritischen Situation kommt, finde ich ja noch ok, aber dann aus der Kuschelecke heraus falsch verstandene Meldungen nachplappern und "Medikamente sind grausam" tröten, :kotzsmilie:

    Ich denke immer – das hat jetzt nur indirekt mit der Sache zu tun -, im Medizinstudium müsste viel mehr Mathe vorkommen, wenigstens bis zu den vier Grundrechenarten.

  26. Skrzypczajk
    14. Oktober 2008, 03:41 | #26

    Oh, das letzte war doof, nehme ich zurück. Notiz an mich: Bei Schlaflosigkeit nicht um 3 Uhr morgens ins Internet gehen.

  27. Hühnchenmann
    4. Januar 2009, 13:27 | #27

    Den Beitrag möchte ich noch dahingehend erweitern, dass leider genauso wie an wehrlosen Kindern auch an wehrlosen Tieren herumgepfuscht wird – oft erst, bis der Patient schon moribund ist.
    Als TA habe ich leider auch schon häufig von Tierheilpraktikern per Telefondiagnose fast zu Tode therapierte Patienten gesehen, oder Patienten, die statt einer wirksamen Therapie teures Wasser erhalten.

  28. Papavera
    4. Januar 2009, 15:00 | #28

    @ Hühnchenmann: Und dann bejammern sie sich noch in diversen Foren, dass das arme Viech draufgegangen ist:

    z.B. hier: http://www.therapage.de/dre

  29. Dr. K.
    20. Mai 2009, 13:42 | #29

    Hier gibt es viele Deppen und Homöopathie-"Hasser" (warum auch immer).

  30. 20. Mai 2009, 15:02 | #30

    Bislang ist hier nur EIN Depp aufgetaucht, das ist der, der kapazitiv nicht in der Lage ist, dem Blogbeitrag "Warum ich die Homöopathie hasse" zu entnehmen, warum es hier Homöopathie-Hasser gibt.

    Muss man sich mal vorstellen, 11 Wörter geschrieben, und schon vollends die Hose runtergelassen:
    – kann oder will nicht lesen bzw. hat große semantische Probleme
    – kann Argumente komplett durch Meinungsstärke ersetzen
    – schreibt trotzdem einen vollständigen Satz, Word sei Dank,
    – beschimpft gerne andere als Deppen.
    – hasst wahrscheinlich nicht Homöopathie
    Wer könnte das schon alles in 11 Wörtern ausdrücken? Wer, außer unserem herzlich willkommen geheißenen Dr. K. ?

  31. 3. Juni 2009, 13:49 | #31

    ich denke bei starken Schmerzen oder Beschwerden ist es nicht unbedingt notwendig sich auf die Homöopathie zu verlassen. Aber es gibt ja auch sehr viel "schwache" Fälle, bei denen man durchaus zunächst mal ein homöopatisches Mittel eine Chance geben könnte

  32. 3. Juni 2009, 15:06 | #32

    Ja? Solchen Spezialitäten wie Meditonsin, die merklich Quecksilber enthalten, ohne einen Nachweis der Wirksamkeit?
    Bei starken Schmerzen oder Beschwerden ist es unbedingt nötig, zum Arzt zu gehen, aber nicht zu einem homöopathischen Quacksalber.

  33. Grützwurst
    12. November 2009, 14:03 | #33

    Ganz so eng muss man es mit der Homöopathie nicht nehmen, sie ist durchaus als Therapie gegen "Wehwehchen" geeignet, aber für den Gebrauch an Krankheiten nicht empfehlenswert. Dennoch im Falle einer Erkältung lieber diese Placebos, als gleich die Leber mit Wick Day Med oder MediNait zu malträtieren.

  34. T.F.
    13. November 2009, 12:35 | #34

    Ich teile die Meinung des Verfassers, aber frage mich in wie weit die Art und Weise, wie hier eine sehr radikale Position eingenommen wird, evtl. kontraproduktiv für das eigentliche Vorhaben sein könnte.

    Hassen ist ein verdammt starkes Wort und trägt eine emotinale Komponente mit sich, die eine rationale Diskussion von vornherein schwierig erscheinen lässt.

    Vielleicht könnte man im Forum mal darüber diskutieren, wie man am besten mit Homöopathie-Glaubigen umgehen sollte bzw. ob und wie es vielleicht möglich ist, sie wieder auf den "rechten Weg" der Schulmedizin zu bringen.

    Grüße
    The-Fnord

  35. Spucki
    15. Dezember 2009, 16:50 | #35

    Interessant ist, dass viele Menschen, die Homöopathie als tolles Heilmittel betrachten, gar nicht wissen, worum es sich dabei handelt. Auf Nachfrage hört man dann die üblichen Begriffe wie "sanft, "unbedenklich", "natürlich" oder "pflanzlich". Vor allem letzteres klingt immer gut, nicht nur im Zusammenhang mit Homöopathie. Dummerweise ist Homöopathie weder pflanzlich noch natürlich.

    Auf welchen Prinzipien Homöopathie wirklich basiert, wissen viele gar nicht. Auf meine Nachfrage an einen überzeugten Homöopathie-Anwender, was er sagen würde, wenn ihm ein Arzt ein Medikament ohne Wirkstoffe verschreibt und er das auch noch bezahlen muss, kam die Antwort: "Den würde ich anzeigen!". Was will man dazu noch sagen?

  36. Kitty88
    14. Januar 2013, 22:18 | #36

    Ihr habt doch Alle einen an der Klatsche! Ich bin selber Heilpraktikerin, zwar nicht für Menschen sondern für Tiere aber die Mittel sind dieselben in der Human- wie in der Veterinärhoöopathie. Ich komme ursprünglich aus der Schulmedizin und habe dieser bewust den Rücken gekehrt, weil wir Dinge lernen mußten die unsere Tiere nur noch kränker gemacht haben, anstatt sie zu heilen obwohl andere Methoden/schulmedizinische Methoden bekannt waren, die nicht nur nachweislich zur Heilung führten, sondern auch um einiges günstiger für den Tierhalter waren und genau das war der Grund warum diese Erkentnisse abgelehnt wurden, man kann nicht genug dran verdienen.
    Ähnlich ist es mit de Homöopathie, sie kann nicht bei allen Erkrankungen helfen aber bei vielen führt sie zu dauerhafter Genesung, was die Schulmedizin häufig nicht schafft, weil es nicht gewünscht ist, hier werden Hauterkrankungen lieber mit Cortison und Antibiotika unterdrückt damit man nachher noch schön an der daraus resultierenden Herzerkrankung verdienen kann! Die Homöopathie ist nicht Alles aber die Schulmedizin erst recht nicht! Es ist wichtig das ein vernünftiges Zusammenspiel zwischen Homöopathie und Schulmedizin stattfindet, wenn etwas homöopathisch behandelt werden kann, dann sollte man es homöopathisch behandeln, wenn aber die Schulmedizin gebraucht wird, dann ist es am Homöopathen dies seinem Patienten in meinem Fall Patientenhalter auch unmisverständlich mitzuteilen! Das Problem ist, dass es leider viel zuviele Menschen gibt die sich Heilpraktiker schimpfen aber keine Ahnung haben von dem was sie machen wodurch wir seriösen Homöopathen natürlich mit in Miskredit gezogen werden.
    Ich kann nur jeden bitten der Homöopathie eine Chance zu geben aber gleichzeitig möchte ich die Menschen auch darum bitten sich Ihren Homöopathen sorgfältig zu wählen und Erkundigungen über Ihn einzuziehen wo er seinen Beruf erlernt hat,wie seine Ausbildung ausgesehen hat, ob er sich auch noch auf anderem Weg wissenschaftlich (medizinisch, biologisch, chemisch….) weitergebildet, bzw.ob so ein/e Studium/Ausbildung im Vorfeld stattgefunden hat. Die Homöopathie ist eine sehr gute Heilmethode und wer heilt hat Recht ich habe schon viele Patienten geheilt, also hab ich Recht!!!

  37. 12345
    14. Januar 2013, 23:24 | #37

    @Kitty88, Du bist ganz doll betroffen und empört, dass Du auf einen fast 4,5 Jahre alten Artikel so hochemotional ohne jede Sachargumentation reagierst?

  38. Groucho
    14. Januar 2013, 23:25 | #38

    Schöne Satire, danke!

  1. 5. März 2017, 21:01 | #1