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Der neue Beitrag über Klehr bei youtube

Wie eine Witwe den Krebsscharlatan Klehr erfolgreich durch die Instanzen verklagte und wie Behörden seit 20 Jahren nichts gegen Klehr gebacken kriegen:

Umstrittener Krebsarzt: Geld verdienen mit Todgeweihten – quer – Bayerisches Fernsehen – ARD
Das ist der Ausschnitt über Klehr aus der Sendung, auf die wir am Donnerstag aufmerksam gemacht hatten.

Mal sehen, wie lange der Film noch bei youtube steht, Klehr ist sehr klage- und abmahnfreudig, wie dieser aktuelle Blogeintrag bei kidmed zeigt:

Nikolaus Klehr – Galavit und die Abmahnung eines Bloggers bei kidmed.org.

Bei buskeismus.de gab es nämlich wieder einmal Post von Klehrs Anwalt.

  1. 40_Fieber
    13. November 2011, 11:02 | #1

    > Bei buskeismus.de gab es nämlich wieder
    > einmal Post von Klehrs Anwalt.

    Klehr und sein Anwalt tun wirklich alles Erdenkliche für eine ordentlich schlechte Presse :-).
    Wer auf Schälike feuert zeigt zumindest deutlich, daß sein Abmahnunwesen von keiner Sachkenntnis getrübt ist.

    Es werden noch Wetten entgegen genommen, ob Klehr und Sven Krüger es diesmal bis nach Heise online schaffen.

  2. 13. November 2011, 17:05 | #2

    RA Dr. Sven Krüger hat auch gegen meine Richtigstellung abgemahnt. Habe das zweite Mal richtiggestellt. Beide Male mahnte RA Dr. Sven Krüger allerdings in eigener Sache ab, setzt sich sozusagen vor Prof. Dr. Nikolaus Klehr.

    Siehe: http://bit.ly/rTECaA Das Tehater wird bestimmt seine Fortsetzung finden. Die Leidtragenden sind die Krebskranken und deren Angehörige und Freunde. Die Medizin und die Mediziner geraten in Verruf, wenn sich die Mediziner gegen die Klagerwut von Prof. Dr. Klehr nicht wehren können bzw. nicht wollen.

    Ich wäre schon tot, hätte ich auf Prof. Dr. Nikolaus Klehr 1999 gehört bzw. auf das gehört, was in seinem Namen mir seinerzeit von seinem Institut geraten und geschrieben wurde.

  3. 40_Fieber
    13. November 2011, 18:03 | #3

    Rolf Schälike :
    Beide Male mahnte RA Dr. Sven Krüger allerdings in eigener Sache ab, setzt sich sozusagen vor Prof. Dr. Nikolaus Klehr.

    Klehr wurde, wegen des illegalen Imports von Galavit, zu einer Geldstrafe von 7000 € verurteilt.
    Die Dokumente dazu sind seit Jahren nicht mehr im Netz. Sowas nutzten Klehr/Krüger bei Abmahnungen gerne aus. Die Presseberichte lagen jedoch im Archiv von Kidmed.

    Von „an Machenschaften nicht beteiligt“ und „davon nichts gewußt“, kann also keine Rede sein.

  4. Proscribere
    14. November 2011, 01:08 | #4

    Wie lange es wohl dauert, bis die ehrenwerten „Infokrieger“(-nazis) wieder in den Youtubekommentaren auftauchen, um den armen Oberguru zu verteidigen? 🙂

    Find es traurig, was so alles für kranke Leute rumlaufen und diese Leute auch noch riesen Erfolg haben mit dem Müll, den die verzapfen.

  5. Ly Schwatzmaul
    14. November 2011, 02:30 | #5

    Also solch eine Methode ist interessant…….
    Äusserst interessant……
    Sagtmal, wie kann es sein, dass ein approbierter Mediziner offensichtlich keine Ahnung von den unterschiedlichen Zelltypen hat?
    Also „Killerzellen“ hört sich zwar prima an, nur ist bislang nicht bekannt, daß Killerzellen ein „Gedächtnis“ besitzen. Es gibt zwar NK 1.1-T-Zellen, welche einen degenerierten T-Zellrezeptor ausbilden (allerdings nur mit einer verkürzten Alphakette) und somit den T-Zellen zuzuordnen sind, wenn man deren Genese außer acht läßt, allerdings verhalten sie sich (weitestgehend) wie alle anderen NK-Zellen.
    Sie haben kein Gedächtnis.
    Was also soll also eine Blutentnahme mit anschließender „mystischer“ Behandlung (er verrät ja nicht, was genau er dort macht) und anschließender Reinfundierung der entnommenden Zellen denn bringen? Der behandelde hat offensichtlich nicht mal im Ansatz eine Ahnung davon, wie er verschiedene Zelltypen separieren kann und diese dann anschließend proliferieren lassen kann (das ganze wohl gemerkt im Reagenzglas). Ein Umpuffern in adäquate Applikationsmedien ist scheinbar auch unter seiner Würde.

    Dass so ein Mensch offensichtlich unzureichend und falsch aufbereitete Proben (s. z.B. PBMC Präp´s) einem Schwerkranken zusendet mit der Anweisung, den Inhalt der Ampullen einfach zu infundieren (ob i.V., i.P. s.c., etc. ist völlig egal) ist nicht der einzige Skandal. Der andere ist, daÃß er offensichtlich fachlich nicht ansatzweise beurteilen kann, was er da grade macht (er ist halt (möchtgern) Dermatologe und hat jahrelang nicht mal die Entwicklungen der Dermatologie verfolgt (da bin ich sicher, weil er eigentlich beim derzeitigen immunologischen Fortschritt ein Interesse an Autoimmunkrankheiten hätte entwickeln müssen……).
    Der „Behandelnde“ ist größenwahnsinnig.

    Was nutzt nun seine Behandlung?
    Nada? Zero? Nichts? Niente?
    Daß man darüber diskutieren muß, ob einem „Austherapierten“ in engen Grenzen und bei enger Überwachung Möglichkeiten angeboten werden, sich als „Versuchsobjekt“ zur Verfügung stellen, das ist unbestritten, aber es darf niemals dazu kommen, das der Betroffene (oder seine Angehörigen) unbegründete Hoffnungen pflegt oder gar für seinen selbstlosen Einsatz ( er ist ein „Versuchskaninchen“ und niemand wird ihm eine Garantie für Erfolg oder Fehlschlag für das Gesamtexperiment geben können (vielleicht ist er ja sogar in der Placebogruppe)) einen finanziellen Mehraufwand stemmen muß.

    Es ist schlimm, daß verantwortliche Aufsichtsbehörden offensichtlich einem solchen Fall offensichtlich wegen Zeitmangel oder Desinteresse nicht nachgehen können.
    Was wollen denn diese Behörden?
    Jeder weiß, daß diese überlastet sind. Jeder weiß, daß dort z.T. ein Kampf gegen Windmühlen geführt wird.

    Aber meine Damen und Herren an entsprechender Stelle……
    Sie könnten m.e. ihre Aufgaben ohne großen Mehraufwand wahrnehmen, wenn Sie an wirklich bedrohlicher Stelle intervenierten. Und das massiv. Die rechtlichen Konsequenzen können Sie natürlich besser absehen als ich, aber ich appelliere an Sie.
    LG
    Ly

  6. 14. November 2011, 09:52 | #6

    Allein die fachlichen Argumente hätten gereicht, Klehrs Machenschaften einmal gründlicher zu hinterfragen.

    Zu den Behörden muss ich aber noch folgendes sagen: In dem Panorama-Bericht wurde (sinngemäß) folgendes gesagt: Die Bezirksregierung Oberbayern wollte Klehr die Approbation entziehen und hatte es wohl bereits in die Wege geleitet. Klehr nahm sich diesen Gauweiler als Anwalt und daraufhin hat ein „hoher Staatsbeamter“ der bayrischen Regierung bei der Behörde interveniert und Klehr hatte ratzfatz seine Zulassung wieder.

  7. 40_Fieber
    14. November 2011, 13:43 | #7

    Ly Schwatzmaul :
    Sagtmal, wie kann es sein, dass ein approbierter Mediziner offensichtlich keine Ahnung von den unterschiedlichen Zelltypen hat?

    Hat er. Aber mit solchen Nebensächlichkeiten sollte man sich nicht aufhalten, wenn man 100 Mio erschwindeln will.
    Klehr ist es völlig egal, was Zellen tun, denn der betrügerische Kram muß ja nicht funktionieren.
    Angeblich – laut Patentschrift – zentrifugiert er das Blut und bebrütet dann die weißen Blutkörperchen. Ob er das tatsächlich tut, oder die Proben einfach tagelang irgendwo in der Ecke stehen… es ist eh einerlei.

  8. Fundstück
    15. November 2011, 01:27 | #8

    Erfolg war mein Ziel – Die Ärztin Velia W.

    Velia ist in Mexiko geboren – ihr Vater ist irischstämmiger Kanadier, ihre Mutter ist Chinesin. Sie ist in verschiedenen Ländern Lateinamerikas aufgewachsen. Zum Studium zog es sie nach Europa. Sie begann in London Medizin zu studieren.

    In der Notfallabteilung des Royal Free Hospitals lernte sie einen Arzt aus Deutschland kennen. Die beiden verliebten sich und heirateten. Sie haben vier Kinder miteinander und in der Nähe von Nürnberg eröffneten sie eine gemeinsame Praxis.

    Velia ist eine ehrgeizige Frau, sie wollte immer schon in allen Bereichen erfolgreich sein, Arbeit und Familie unter einen Hut bringen. Umso schlimmer war es für sie, als es in der Ehe kriselte. Nach langem Ringen scheiterte die Beziehung und Velia fiel in eine schwere Depression. Zum Schluss war sie völlig abgemagert und am Ende ihrer Kraft. In dieser scheinbar aussichtslosen Situation wandte sie sich der traditionellen chinesischen Medizin zu, mit der sie sich bereits nach dem Studium beschäftigt hatte. Dank dieser alternativen Heilmethode hat sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen.

    Weil sie die heilende Wirkung der traditionellen chinesischen Medizin am eigenen Leib erfahren hat, setzte sie in der Folge auch beruflich auf die alternative Heilmethode. Mit Kräutern, Akupunkturnadeln, Massagen und Diäten behandelt sie seither Allergien, Schlafstörungen, Depressionen, aber auch Krebs. Viele Patienten, die von Schulmedizinern aufgegeben wurden, strömen in Velias kleine Praxis im fränkischen Fürth. Sie kommen gern zu der Ärztin, die auch ein offenes Ohr für private Sorgen ihrer Patienten hat

    VIDEO: http://www.megavideo.com/?v=DG5VT9OF

  9. Antitainment
    15. November 2011, 08:59 | #9

    @Fundstück
    Hä, was soll das sein und wie passt das hier rein?
    Märchenstunde für Intelligenzallergiker…https://www.psiram.com/de/index.php?title=TCM

  10. zwingenberger
    15. November 2011, 10:59 | #10

    Das ist vermutlich die da: http://www.veliawortman.de/velia
    Nichts ungewöhnliches, nur der ganz normale Unsinn. Einige Dinge kannte ich noch nicht beim Namen (Gua Chua – Erzeugen von Einblutungen in die Haut zur Behandlung von Bronchitis – hmpf!), aber man lernt eben nie aus.

  11. Heinrich Breidenbach
    15. November 2011, 13:26 | #11

    Auf den Punkt gebracht!
    Es geht ja nicht darum, dass Menschen mit der Not von verzweifelten Patienten Geschäfte machen wollen. Das ist leider „normal“, davon muss man leider ausgehen. Es geht darum, dass sie daran nicht gehindert werden und dass die zur Aufsicht berufenen Instanzen versagen. Dieses Problem ist ein allgemeines und geht weit über den konkreten Fall des „Krebsarztes“ Dr. Klehr hinaus. Aber er ist ein gutes Beispiel dafür. Das wird in dem Beitrag auf den Punkt gebracht.
    Gratulation!

  12. admin
  13. die 1171te Reinkarnation Rudis
    28. November 2011, 16:36 | #13

    Gibt´s überhaupt irgendjemand, der Klehr überlebt hat?

  14. 28. November 2011, 17:31 | #14

    die 1171te Reinkarnation Rudis :

    Gibt´s überhaupt irgendjemand, der Klehr überlebt hat?

    Wird schon Leute geben. Krebs ist nicht immer tödlich. Allerdings ziemlich selten nicht.
    In den Beitrag wird auch erwähnt, wie Klehr seine 30 „erfolgreichsten“ Fälle ans Klinikum Nürnberg einreichte im Rahmen einer Untersuchung zu alternativen Methoden. Man konnte keinerlei Evidenz feststellen.

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