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Impfgegner – What’s the harm?

Wir haben hier im Blog sehr viele Artikel zu Impfgegnern und es stellt sich die Frage: Warum? Warum die Mühe?

Die Antwort liegt im Leid, das die Impfgegner verursachen. Wir könnten hier, wie wir es schon getan haben, z.B. Natalie ins Feld führen, aber so tragisch solche „Einzelschicksale“ sind, so kann man doch daraus keine Folgerungen ableiten. Es könnte ja theoretisch ein beliebig seltenes Ereignis sein.

Masern:

Fangen wir daher mit einer Betrachtung der Masern an, von denen man in den 1990ern noch annahm, dass sie bis 2010 ausgerottet seien.
Dann kam der Studienfälscher Wakefield mit der Behauptung, dass der MMR Impfstoff Autismus verursache. Nachdem er seinen angeblichen Fund öffentlich gemacht hatte, fielen die Impfraten. Hatte Großbritannien 1996 noch eine 92%ige Durchimpfungsrate bei Masern, fiel diese bis 2002 um 8% ab, manche Teile Londons erreichten 2003 sogar nur mehr 61%. Das Ergebnis war, dass man 2006 wieder 3.705 Masernfälle erlebte und den ersten Toten seit 1992 zu beklagen hatte. (Anm.: Sterbefälle, die in den Jahren 1993 – 2005 in der GB-Statistik unter Masern angeführt sind, rühren von Langzeitschäden/Nachwirkungen von Masern wie SSPE her). 2008 wurden die Masern in Großbritannien wieder für endemisch erklärt.

In den Niederlanden, Deutschland, Schweiz und einigen anderen Ländern sind Masernausbrüche an Waldorfschulen keine Seltenheit. Die Anthroposophie lehnt Impfungen ab …

Der Measles Monthly Monitoring Bericht vom August hat für dieses Jahr 28.307 Fälle und 8 Tote durch Masern in Europa gezählt. Und das Jahr ist noch nicht um. Fälle wie der von Natalie sind leider kein so extrem seltenes Ereignis, wie man es sich wünschen würde. Das RKI hat seine Schätzung zu SSPE gerade auf 1:200 bei Kleinkindern korrigiert, bei 28.307 Fällen ist leider zu erwarten, dass einige dabei sein werden …

Amerika, Keuchhusten:
Vor der Impfung starben jedes Jahr zwischen 5.000 und 10.000 Menschen an Keuchhusten, heute immer noch 30 pro Jahr. Keuchhusten war in den 70ern nahe der Ausrottung, als eine britische Studie die Impfung mit Gehirnschäden in Verbindung brachte. Die Studie war zwar schnell zertrümmert, doch die Impfraten fielen. Dann, 1982, der Hit in den USA: eine „Dokumentation“ namens „Vaccine Roulette“, die sich um Fakten nicht die Bohne scherte und eine wahre Hysterie auslöste – dafür gewann sie einen Emmy. Impfstoffhersteller wurden mit unbegründeten Klagen überschüttet, wobei „unbegründet“ in den USA nicht unbedingt ein Problem ist … Die Impfstoffpreise stiegen ins unermessliche, die Regierung war gezwungen einzugreifen.

Es gelang, die Lage unter Kontrolle zu bringen, aber auch heute noch sind Impfgegner in den USA sehr erfolgreich. Die Krankheit feiert ein „Comeback“. Immer mehr Eltern entscheiden sich, nicht zu impfen. Obwohl die Impfung zu 90% wirksam ist, reicht das aufgrund der fehlenden Herdenimmunität nicht. Eine Studie hat ermittelt, dass 1 von 20 ungeimpften Kindern Keuchhusten bekommt. Im Vergleich dazu nur eines von 500 bei Geimpften. Da immer noch wesentlich mehr Kinder geimpft sind, beträgt der Anteil der Ungeimpften an der Gesamtzahl nur ca. 12 %. Impfgegner gehen mit dieser Zahl hausieren, da sie offensichtlich Statistik entweder nicht verstehen können oder nicht verstehen wollen.

Zwischen 1999 und 2004 starben laut einer Untersuchung 91 Babies an Keuchhusten, alle waren jünger als 7 Monate, 58% waren unter 2 Monate alt. In der Conclusio der Studie wurde auf die unzureichend vorhandene Herdenimmunität als Ursache hingewiesen.

Kinderlähmung:
Muslimische Fundamentalisten haben sich irgendwann in den Kopf gesetzt, dass Impfungen böse sind. In Pakistan und Afghanistan wurden Fatwas gegen die Impfung gegen Kinderlähmung ausgesprochen. Ebenso in Nigeria. Das Ergebnis war, die Kinderlähmung kehrte in einigen vormals „gesäuberten“ Gebieten zurück. Nicht nur in Nigeria selbst, auch in den Nachbarländern traten vermehrt Fälle auf. Wie genetische Tests zeigten, war nun einer der Exportartikel Nigerias die Kinderlähmung. 2006 traten dort auch mehr als die Hälfte aller weltweit registrierten Fälle von Kinderlähmung auf. Da selbstverständlich auch andere Impfungen abgelehnt wurden, kam es auch zu Masernepidemien; 2007 kostete ein Ausbruch 200 Kindern das Leben.

Heute sind Indien, Pakistan, Afghanistan und Nigeria die einzigen Länder, in denen die Kinderlähmung wirklich noch heimisch ist.

Diese Liste könnte leider nahezu beliebig erweitert und fortgesetzt werden. Impfgegner kosten Leben.

  1. Ponder
    22. November 2011, 15:16 | #1

    Hier eine aktuelle Pressemeldung der Bundeszentrale füt gesundheitliche Aufklärung:

    http://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/?nummer=706

    Die Zahl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einer Masernerkrankung nimmt gerade deutlich zu.

    Was machen denn die Leute, die (hoffentlich) wissen, das sie keinen Impfschutz haben?
    Infektiös (Tröpfcheninfektion) sind die Masern doch schon, bevor sich jemand ernsthaft krank fühlt.

    Und kann der jüngere Hausarzt, der bislang wenig oder keine Masernfälle gesehen hat, diese überhaupt noch diagnostizieren? – Oder der Heilpraktiker gar?

  2. Timbu
    22. November 2011, 17:39 | #2

    Keuchusten, 58% waren unter 2 Monate alt – beängstigend, dass in Deutschland meist erst bei der U4 geimpft wird, also im 3.–4. Lebensmonat

  3. Mephisto
    22. November 2011, 17:49 | #3

    @Timbu
    Genau deswegen ist die sog. Herdenimmunität so wichtig. Kinder unter 3-4 Monaten können/sollten (aus welchen Gründen auch immer) noch nicht geimpft werden und sind deshalb darauf angewiesen, dass eine Ansteckung soweit wie möglich ausgeschlossen wird, indem möglichst alle anderen durch entsprechende Impfungen geschützt sind.

  4. 22. November 2011, 21:23 | #4
  5. steffen
    23. November 2011, 07:40 | #5

    @Ponder
    Leute ohne Impfschutz ignorieren die Gefahren. Es trifft ja nur die anderen und die Kinderkrankheiten sind ja nicht so gefährlich. „Meine Schwester hat es damals in den 50ern auch gehabt und lebt heute immernoch!“ Mit Hinweis auf die böse Chemie und die böse Pharmaindustrie werden dann homöopathische Mittel ausgepackt. Vielleicht kommt noch der örtliche medizinische Laie vorbei, überreicht an der Haustür die „Homöopathische Notfallapotheke“, erzählt noch dass man nicht impfen braucht und dass seine eigenen 3 oder 4 Kinder auch nicht geimpft sind und diese sich prächtig entwickeln.
    Mir platzt bei sowas der Kragen – und ich bin leider argumentativ auf der sehr schwachen Seite, da man gegen die ignoranz und arroganz der Impfgegner in Anbetracht der Datenlage nur schwer ankommt.

  6. observer
    23. November 2011, 15:40 | #6

    besonders die ärztlichen Impfgegner sind ein Problem. Und die hören auch nicht auf, sogar dann nicht wenn man über Hirte und Albonica (der ist auch AIDS-leugner) feststellt, dass sie konsistent die Unwahrheit sagen. Hier

    http://www.saez.ch/pdf/2005/2005-25/2005-25-777.PDF

    und es hat ja Jahre gedauert, bis die Ärztekammer der infektiologischen crash Pilotin Dr.N Wohlgemuth untersagte weiter auf ihrer HP zu verbreiten, dass sich Bakterien, Viren und Pilze bei Bedarf ineinander umwandeln.
    Ordinieren darf sie ja weiterhin als „Ärztin“

    Und für Eltern ist es ja recht bequem bei stark gesunkenem Infektionsdruck mit den Kindern als Trittbrettfahrer unterwegs zu sein- das geht lange gut und wenn halt schief geht, kann man ja immer noch zum Arzt gehen und mit Masern Prodromi andere Kinder anstecken wie Nathalie.

  7. observer
    24. November 2011, 11:29 | #7

    Also mit Poliomyelitis seh ich das optimistischer.

    Ja es hat in Nordnigeria (Kano) ein Impfstopp gegeben, anschließend wurde Poilio in 22 bereits Poliofreie (meist islamische) Länder (Jemen, Indonesien) exportiert- begünstigt auch durch die Hadsch. Inzwischen wird in Kanu aber wieder geimpft.

    In Indien schaut die Lage aber weit besser aus. Nur ein Poliofall am 13.1.2011- die längste Zeit ever in der Indien keine Poliofälle zu verzeichnen hatte.

    Im benachbarten Pakistan/Afghanistan schauts schon schlechter aus- trotzdem nur zwei Poliomyelitis Fälle vom Typ 3 dieses Jahr. Typ 3 scheint also aus Asien zu verschwinden- da gibt es gute Chancen.

    Nur in Afrika ist Typ 1 und 3 noch verbreitet. Und es gibt wieder reinfected countries.

    Diese non-endemic countries hatten aber bereits Polio unter Kontrolle bzw eliminiert. Es ist also eine gewisse medizinische Infrastruktur da, um Polio nochmals zu eliminieren.

    Dass so etwas prompt funktionieren kann hat letztes Jahr Tajikistan gezeigt. 460 Fälle in 2010- heuer keine einziger.

    Details hier

    http://www.polioeradication.org/Dataandmonitoring/Poliothisweek.aspx

    Und wenn Polio mal global eradiziert ist, kommt das Masernvirus dran.

    Das Rinderpestvirus aus dem wahrscheinlich das Masernvirus durch Mutation den Artensprung vor 1200 Jahren geschaft hat, ist übrigens seit 2011 global bereits eliminiert.

  8. paranoid android
    24. November 2011, 11:54 | #8

    @ observer: Das Problem besteht darin, die Bemühungen um die Polio-Ausfrottung aufrecht zu erhalten. Dafür braucht es Geld, und daran hakt es in der momentanen Wirtschaftslage gewaltig. Hätte es den Rückschritt in Nigeria nicht gegeben, wäre man jetzt vermutlich schon viel näher am Ziel. So besteht die Gefahr, dass noch zehn Jahre weiter gewurschtelt wird, weil es einfach an Mitteln fehlt. Daumen drücken, dass es nicht so kommt. Indien ist schonmal ein positives Zeichen.

  9. observer
    24. November 2011, 12:41 | #9

    @paranoid

    Ja Indien ist ein gutes Zeichen. Und Nigeria- das war ja wirklich paranoid (sic!). Geldmangel?
    Also was da an Geld im Pakistanisch/Afghanischen Grenzgebiet für Kampfmassnahmen vernichtet wird- damit könnte man Polio locker mehrmals ausrotten.

    Das Problem ist, dass Polioimpfteams nicht leicht in diese Gebiete kommen- manche wurden bereits erschossen oder fielen Attentaten zum Opfer.

    aus http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0264410X10014957

    „We estimate incremental net benefits of the GPEI=global polio eradication initiative between 1988 and 2035 of approximately 40–50 billion dollars“

    Die Sache würde 8 Mio Kinder vor der Verkrüppelung bewahren und auch noch jede menge Geld einsparen. Nur investieren muss man jetzt.

  10. Ano Nym
    24. November 2011, 21:04 | #10

    Als katholischer und anthroposophischer Ökodogmatiker bin ich für die Bewahrung der Schöpfung. Darf man man unter dieser Prämisse dann so nonchalant die Ausrottung einer Art fordern, wie Sie es hier tun? Oder wollen Sie etwa bestreiten, dass es sich bei den Viren um Lebewesen handelt, nur weil sie zu ihrer gedeilichen Existenz zwingend auf Wirtszellen angewiesen sind?

  11. Antitainment
    25. November 2011, 02:23 | #11

    Hängt davon ab wie man Leben definiert und bei Viren wirds ein wenig schwierig, aber geübte Trolle können sowas ganz entspannt ignorieren.
    Daher nehmen wir um der Diskussion Willen mal an, dass man Viren einwandfrei als Lebewesen klassifizieren kann.
    Selbst unter dem Blickwinkel ist es vollkommen in Ordnung Viren, die für den menschlichen Organismus gefährlich sind, ihrer Lebensgrundlage zu berauben, denn es stehen Menschenleben auf dem Spiel – Eine andere Haltung dazu nennt man auch menschenverachtend.
    Wie geht der katholische und anthroposophische Ökodogmatiker denn mit einem Rudel hungriger Wölfe um, dass ihm und seiner Familie ans Leder will?
    Kleiner Tipp, Wölfe sind Natur pur, vorrangig komplett unreligiös, lassen sich von Strohmannargumenten selten vom eigentlichen Ziel ablenken und reagiern auch bei Beten, Namen tanzen und Blumenwerfen eher ergebnisorientiert.

  12. Antitainment
    25. November 2011, 02:48 | #12

    Um das Gedankenexperiment zu vervollständigen sollte ich noch hinzufügen, dass es sich bei dem Rudel Wölfe um das letzte Rudel Wölfe auf dem Planeten handelt, nicht dass mir hier noch jemand anhängt ich würde gerne alle Wölfe ausrotten…ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

  13. Mephisto
    25. November 2011, 11:21 | #13

    @Ano Nym
    Ich übernehme mal die Annahme von Antitainment und blende die Frage aus, ob Viren überhaupt als Lebewesen angesehen werden sollen/müssen und hätte gern mal beantwortet, warum „Virus tötet Mensch“ ethisch vertretbarer sein soll als „Mensch tötet Virus“. Oder wollen Sie etwa bestreiten, dass es sich bei den Menschen um Lebewesen handelt, nur weil einige von ihnen ihre Spezies nicht als Teil der Natur wahrnehmen wollen?

  14. Ano Nym
    25. November 2011, 13:10 | #14

    Antitainment :
    Hängt davon ab wie man Leben definiert

    Jetzt wird man mir sicher wieder einen Verstoß gegen das Goodyear-Gesetz vorwerfen, aber solche Definitionen haben schon die Nazis unternommen. Wir wissen ja, wo das geendet ist.

    Eine andere Haltung dazu nennt man auch menschenverachtend.

    Das ist doch Anthropozentrismus in Reinstform.

    Wie geht der katholische und anthroposophische Ökodogmatiker denn mit einem Rudel hungriger Wölfe um, dass ihm und seiner Familie ans Leder will?

    Waren Sie früher in einer KDV-Prüfungskommission tätig? Im Übrigen spricht Ihr hier offenbartes Wolfsbild für sich. Und gegen Sie.

  15. Ponder
    25. November 2011, 13:38 | #15

    @ ano nym:

    Die von Ihnen beanspruchte katholische Position zur Gleichberechtigung von Viren und höheren Lebewesen, insbesondere Menschen, interessiert mich nun doch !

    Wollen Sie damit nahe legen, der Papst sei gegen Kondome, um den Bakterien und Viren eine faire Chance zu geben?

    Es ist mir außerdem neu, dass die katholische und anthroposophische Lehre eine größere gemeinsame Schnittmenge haben – ich bin allerdings weder das eine noch das andere und daher kein Insider, der das beurteilen könnte.

    Ihr Plädoyer für die lieben Viren erinnert mich allerdings an eine etwas überzogene Auslegungsweise der Gepflogenheit einiger buddhistischer oder sonstwie östlicher Mönche, die mit einem Besen Ameisen verscheuchen, damit sie nicht zertreten werden, da sie unglücklich inkarnierte was-weiß-ich- Karma-Belastete sein könnten.

  16. Ano Nym
    25. November 2011, 13:39 | #16

    Mephisto :
    @Ano Nym
    Ich übernehme mal die Annahme von Antitainment und blende die Frage aus, ob Viren überhaupt als Lebewesen angesehen werden sollen/müssen und hätte gern mal beantwortet, warum “Virus tötet Mensch” ethisch vertretbarer sein soll als “Mensch tötet Virus”.

    Da müssen Sie einen Humanethiker fragen. Dass man ihren Urteilen aber nicht vertrauen darf, zeigt ja die Besetzung der Ethikkommission, in der – Gott sei Dank – ein gehöriges Maß theologischen Sachverstands das Schlimmste verhindern hilft.

    Oder wollen Sie etwa bestreiten, dass es sich bei den Menschen um Lebewesen handelt, nur weil einige von ihnen ihre Spezies nicht als Teil der Natur wahrnehmen wollen?

    Ich weiß nicht, was Sie damit sagen wollen. Aber ganz bestimmt ist das von Niedertracht durchsetzt.

  17. DeDe
    25. November 2011, 13:39 | #17

    Ich hab nichts dagegen, daß Ano Nym und Anhang sich selbst dem Leben der Viren opfern. Ich als Vegetarier hab aber kein Problem damit, ein paar Arten auszurotten. Natur und Leben: leben nicht.

  18. Ano Nym
    25. November 2011, 13:57 | #18

    Ponder :
    @ ano nym:
    ich bin allerdings […] kein Insider, der das beurteilen könnte.

    Das ist der einzige Satz in Ihrem Beitrag, der mir plausibel erscheint.

    Ihr Plädoyer für die lieben Viren erinnert mich allerdings an eine etwas überzogene Auslegungsweise der Gepflogenheit einiger buddhistischer oder sonstwie östlicher Mönche, die mit einem Besen Ameisen verscheuchen, damit sie nicht zertreten werden, da sie unglücklich inkarnierte was-weiß-ich- Karma-Belastete sein könnten.

    Als Katholik weiß ich – wie es z.B. Dr. Rüttgers einmal ähnlich formulierte -, dass meine Relgion die richtige ist. Dennoch muss ich sagen, dass das eine ausgesprochen nette Geste gegenüber den Ameisen ist. Mir sind allerdings auch andere Berichte zu Ohren gekommen, in denen behauptet wird, Mönche schlügen Affen zu Tode. Aber solche Berichte haben ja häufig rein politische Gründe.

  19. Ponder
    25. November 2011, 14:12 | #19

    @ ano nym:

    Vielleicht beruhigt es Sie, dass die Viren in der sonst so kalten und zynischen Welt der Naturwissenschaften ein kleines Reservat haben, wo sie ungestört ihr (Un)Wesen treiben können: die virologischen Labors.

    Man könnte nun den Virologen den Vorwurf der Apartheid machen und weiter diskutieren, ob die Haltung auf Hühner-Embryonen nicht ein Verstoß gegen das Embryonenschutzgesetz ist.
    Aber Sie haben ja schon ganz richtig bemerkt: diese komplexen Fragen kann nur eine Ethikkommission beurteilen. 😉

    Spaß beiseite:

    Bei den missionarischen Impfgegnern handelt es sich um skrupellose und oft sehr geschäftstüchtige Menschen, die aus niederen Beweggründen unter dem Vorwand einer pharmakritischen Haltung und unter Ausnützung von elterlichen Ängsten die Gesundheit und das Leben von Menschen aufs Spiel setzen.

    Daher halte ich es nicht für verantwortungsvoll, dies per Kommentar zu einer Nonsens-Diskussion zu verniedlichen.

    Dennoch ein schönes – und hoffentlich nachdenkliches – Wochenende!

    MfG, Ponder

  20. waldorf
    25. November 2011, 14:27 | #20

    Anthroposophen tun alles, was in ihrer Macht steht, um Masern-Viren eine Zukunft zu geben:

    https://www.psiram.com/de/index.php?title=Masernausbrüche_an_Waldorfschulen

    „Masernausbrüche an Waldorfschulen

    Durch die impfkritische Einstellung vieler Anthroposophen, insbesondere zur MMR-Impfung, treten regelmäßig Masernausbrüche an Waldorfschulen auf. Die Krankheit wird dabei besonders unter Waldorfschulen und deren Umfeld übertragen.[2] Masern sind gemäß der anthroposophischen Medizin eine „Kinderkrankheit“, aus der das Kind angeblich gestärkt hervorgehen soll und die bei „guter Pflege“ homöopathisch „gut behandelbar“ sei. Nachfolgend sind einige der Masernausbrüche aufgeführt, die nachweislich an Waldorfschulen ihren Ursprung nahmen. Mit einer gewissen Dunkelziffer ist zu rechnen […]“

  21. waldorf
    25. November 2011, 16:24 | #21

    „Experte kritisiert „missionarische Blindheit“: Waldorfschulen als Zentren von Masernausbrüchen

    fzm – In Deutschland sind die Erkrankungen an Masern deutlich angestiegen. Im letzten Jahr erkrankten in Deutschland 406 Menschen, in diesem Jahr wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) bis 2. November 2011 bereits 1573 Erkrankungen gemeldet, darunter auch viele ungeimpfte Erwachsene. Waldorfschulen waren dabei in den letzten Jahren mehrfach Ausgangspunkt von Masern-Ausbrüchen. Ein renommierter Alternativmediziner kritisiert in der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2011) die weltanschaulich begründete Impfverweigerung der Eltern. Den Anhängern der anthroposophischen Medizin wirft er „missionarische Blindheit gegenüber den Fakten“ vor.

    Seit 2003 ist es im deutschsprachigen Raum zu sieben Masern-Ausbrüchen an Waldorfschulen gekommen, berichtet Professor Edzard Ernst vom Peninsula College of Medicine and Dentistry in Exeter. Zuletzt waren im April 2011 Kinder an den Waldorfschulen in Freiburg und Offenburg erkrankt. Im letzten Jahr hatte es Ausbrüche in Essen und Berlin gegeben. Bei dem größten Ausbruch 2003 in Coburg erkrankten insgesamt 1191 Personen, am häufigsten Kinder.

    Den Grund für die Ausbrüche sieht Professor Ernst in der niedrigen Impfrate der Kinder. Anhänger der von Rudolf Steiner begründeten anthroposophischen Medizin betrachten Kinderkrankheiten als wichtige Meilensteine in der Entwicklung einer Persönlichkeit. Professor Ernst: Sie glauben, dass die Kinder physische und mentale Stärke gewinnen, wenn sie sich mit Masern infizieren. Dies beuge späteren Krankheiten, inklusive Krebs vor. Diese Behauptung ist aus Sicht des Experten weder plausibel noch durch Studien schlüssig belegt. „Anthroposophen sind ähnlich wie andere Impfgegner häufig durch eine missionarische Blindheit gegenüber den Fakten gekennzeichnet“, wirft Professor Ernst den Eltern der Waldorfschüler vor. Die ablehnende Haltung zur Impfung müsse kritisch hinterfragt werden, da Masern zu sehr ernsten Komplikationen führen können. Außerdem könnte es zum Verlust der Herdenimmunität der Gesamtbevölkerung kommen. Damit meint Professor Ernst, dass Ausbrüche an Waldorfschulen auf ältere Menschen mit nicht ausreichendem Impfschutz übergreifen könnten. Den Ärzten rät der Experte, durch intensives Aufklären der Eltern Schäden zu vermeiden.

    Edzard Ernst wurde 1948 in Wiesbaden geboren. Nach Lehrtätigkeiten in Hannover und Wien, wurde er an das Peninsula College of Medicine and Dentistry in Exeter berufen, wo er ab 1993 den weltweit ersten Lehrstuhl für Komplementärmedizin innehatte.

    E. Ernst:
    Anthroposophische Medizin verursacht Masern-Ausbrüche.
    DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2011; 136 (44):
    S. 2271-2272.
    DOI 10.1055/s-0031-129204“

    Quelle: http://www.thieme.de/SID-A6472491-C0644283/presseservice/38558.html

  22. Kemmi
    27. November 2011, 16:39 | #22

    Kennt jemand ein Buch, dass man als Gegendarstellung zu „Impfen – Pro & Contra: Das Handbuch für die individuelle Impfentscheidung“ verschenken kann?
    Ich will dies Eltern (medizinischen Laien) schenken, die oben genanntes Buch gelesen haben und für wahr halten.

    Das dumme ist, dass eine offizielle Impfbroschüre sofort als „von der Pharmaindustrie“ enttarnt wird und gar nicht erst gelesen wird.
    In dem Buch sollten also die Pseudo-Argumente der Impfgegner stehen und dazu deren Widerlegung. Bei gleichzeitiger Einstreuung von ein paar Fakten und des Nutzens der Impfung. Und der Gefahr bei Nicht-Impfung.
    Das Buch muss auf deutsch sein. Die Eltern, für die es bestimmt ist können kein Wort englisch.
    Könnt mir da jemand weiterhelfen?
    Schon mal vielen Dank.

  23. observer
    27. November 2011, 16:49 | #23

    Na ja das Pocken Virus haben wir ja auch noch nicht ausgerottet- lediglich das Pockenvirus in freier Wildbahn. Also auf ihr anthroposophischen Ökodogmatiker. Befreit das Pockenvirus aus den US/rusischen Tiefkühltruhen. Und laßt es als Aerosol, die Lungen aller unter 30 Jährigen besiedeln, die sind nämlich alle ungeimpft.

    Bis 30% Todesrate beim Menschen sollte uns der Spezieserhalt der Pockenviren doch wert sein?

    Und dann gleich auch noch die globalen Polioimpfaktionen einstellen. Krüppel sollen ja was Rührendes haben.

  24. 27. November 2011, 16:59 | #24

    @Kemmi:
    Der kritische Impfratgeber
    von Dr.med. Gabi Hoffbauer
    http://www.amazon.de/kritische-Impfratgeber-Schutz-Risiken-Impfkalender/dp/3426669021

    ist da empfehlenswert.

  25. Antitainment
    27. November 2011, 17:07 | #25

    Ich bin gerade dabei die PETV zu gründen – People for the ethical treatment of viruses.
    In enger Zusammenarbeit mit der Virus Liberation Front wollen wir auf die unethische Haltung in Petri-Schalen aufmerksam machen und sind auch bereit, bei Befreiungsaktionen die notwendigen Schritte zu unternehmen.
    Auch die ersten C-Promis werden sich für die anstehende Werbekampagne nackt in großen Petrischalen präsentieren, um die Unmenschlichkeiten in heutigen Laboratorien plakativ und für jeden verständlich an den Mann und die Frau zu bringen.
    Auch Viren haben ein Recht auf Rechte und wollen geliebt werden – Stoppt die Ausbeutung von Viren und Einzellern!
    (Demnächst auch in ihrer Fußgängerzone)

  26. Klopstein
    27. November 2011, 17:14 | #26

    Viren gibts doch gar nicht! Oder nur von Stefan Lanka zerifizierte.

  27. Mr. Bojangles
    27. November 2011, 17:27 | #27

    @Kemmi:
    Impfen – Wissen was stimmt vielleicht, als Rezension siehe diesen lesenswerten Text:
    http://kleinstadtelse.twoday.net/stories/38738400/

    Autor ist allerdings Vorsitzender der Ständigen Impfkommission, was eventuell in Bezug auf deine „Zielpersonen“ nicht so gut ist.

  1. 9. Februar 2013, 23:15 | #1
  2. 18. Mai 2013, 11:49 | #2

Spamschutz: Setzen Sie einen Haken im ersten und dritten Kästchen

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