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Fragestunde zu Impfungen bei Stiftung Warentest

Morgen, am Mittwoch, 14. März, findet von 13 bis 14 Uhr bei Stiftung Warentest eine Fragestunde zum Thema Impfen statt. Man kann bereits im vorhinein Fragen stellen und es ist auch schon eine Liste von 14 Fragen gestellt worden. Für Menschen, die am Thema interessiert oder unsicher sind, sicher eine gute Gelegenheit sich zu informieren.

Die Stiftung hat ja vor kurzem mit einer Serie zur Bewertung von Impfungen begonnen und Teil 1 „Impfen: Impfungen für Kinder“ bereits veröffentlicht.

Diese Bewertung wurde in gewisser Hinsicht auf ärgerliche Weise von den Medien rezipiert; so berichteten diverse Zeitungen wie z.B. Bild unter Schlagzeilen wie: „Stiftung Warentest rät von Windpocken-Impfung ab“. Ärgerlich, weil die Stiftung grundsätzlich zu jeder anderen Impfung rät und die Empfehlungen sogar über die der STIKO hinausgehen. Es ist daher schade, dass die Schlagzeile so formuliert wurde. Eine positive Schlagzeile wie: „Stiftung Warentest rät zum Impfen“ war vermutlich zu langweilig.

Bei der Windpocken-Impfung begründen die Tester ihre Entscheidung übrigens damit, dass durch die Impfung kein erwiesenermaßen lebenslanger Impfschutz gegeben ist und Erwachsene, die mit der Krankheit konfrontiert werden, wesentlich schlimmer betroffen sind. Vor allem Schwangere sind gefährdet. Das ist sicher eine Argumentationslinie, die man verfolgen kann, aber das RKI ist da anderer Meinung. (siehe Epidemiologisches Bulletin hier und hier)

Im wesentlichen argumentiert das RKI mit empirischen Daten aus den USA, wo die breite Windpocken-Impfung schon vor Jahren eingeführt wurde und die befürchteten vermehrten Erkrankungen Erwachsener nicht aufgetreten sind. Die Herdenimmunität erweist sich hier wohl wieder einmal als starke Kraft. Wir empfinden daher in diesem Punkt eher das Robert-Koch-Institut als höhere Autorität und teilen die Meinung von Stiftung Warentest in diesem Fall nicht.

Nichtsdestotrotz haben sich die Tester ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt und werden sicher in der Lage sein, alle Fragen zum Thema Impfen für Kinder zu beantworten.

  1. Adromir
    13. März 2012, 10:42 | #1

    Sehr interessantes Dokument

    …mit einer höheren Wahrscheinlichkeit verbunden, dass Eltern Impfnebenwirkungen in der Befragung angaben. Die stärkste diesbezügliche Determinante – die zudem mit einer geringen Irrtumswahrscheinlichkeit statistisch abgesichert werden konnte – war eine kritische elterliche Impfeinstellung: Eltern, die eine oder mehrere Impfungen nicht hatten geben lassen, weil sie es für besser hielten, dass ihr Kind die jeweilige Erkrankung selbst durchmacht, gaben mehr als dreimal so häufig Impfnebenwirkungen an als Eltern, die diese Einstellung nicht hatten.

    http://www.rki.de/cln_234/nn_199626/DE/Content/Infekt/Impfen/Nebenwirkungen/Impfnebenwirkungen__Kinder__Jugend__02,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Impfnebenwirkungen_Kinder_Jugend_02.pdf

  2. Volvox
    13. März 2012, 11:29 | #2

    „Impfungen nehmen dem Körper die Chance zur natürlichen Auseinandersetzung mit der Erkrankung.“ (87%)

    Ich habe mich ja schon im Forum darüber ausgelassen, aber kann es sein, dass die „Impfkritiker“ ein wenig sadistisch sind? Man muss sich diesen Satz mal auf der Zunge zergehen lassen… abartig.

  3. Groucho
    13. März 2012, 12:20 | #3

    @Volvox: Die Leute haben schlicht keine Ahnung mehr, was Kinderkrankheiten bedeuten, weil sie nicht mehr sehen, dass mit „Kinder“ nicht harmlos und Kinderkram gemeint ist, sondern Krankheiten, die Kinder bekommen können, die viel Leid, lebenslange Behinderung und Tod mit sich führen und gegen die man ursächlich kaum behandeln kann.

    Wer so einer Aussage zustimmt, hat in der Regel schlicht keine Ahnung und brabbelt was nach, was irgendwie nach Natur und sanft klingt. Wer eine Ahnung hat, und diese Aussage trotzdem vertritt, der durfte dann als Sadist durchgehen. Dürften von den normalen Eltern die Wenigsten sein.

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