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Dies sind nicht die Raum-Zeit-Tore, die Ihr sucht.

Wir haben ja vor kurzem über den Hauptschulaufsatz berichtet, den Herr Walach und sein Institut als Masterarbeit angenommen haben. Diverse Zeitungen haben das Thema auch aufgegriffen, was beim Institut nicht sehr gut ankam und auch zu Klagen führte. Der Präsident der Viadrina, Gunter Pleuger, erklärte, sich vor dem 8. Juni nicht äußern zu wollen, da an diesem Tag der Bericht der Strukturkommission erwartet wird und er diesem nicht vorgreifen wolle. Da der Bericht ja nun fällig ist, warten wir gespannt auf einen Kommentar des Herrn Pleuger zu der Kozyrev-Arbeit.

Man muss durchaus zugeben, Herr Walach verteidigt die Arbeit mit einer diffizilen Strategie, die an Obi-Wan Kenobi erinnert:

Walach/Schmidt in einem Offenen Brief:

„Die Tatsache, dass die Arbeit Kozyrev widerlegt ist von den aufbrausenden Kritikern offensichtlich übersehen worden.“

Die Masterarbeit:

„Die Wirksamkeit der Spiegel halte ich für erwiesen wegen: – der Ergebnisse der Vorexperimente – der Ergebnisse im Testarm 2 “offen” für den Spiegel“

Ganz klar. Widerlegt und erwiesen sind ja praktisch dasselbe.

In einer Unterlassungserklärung an die FAZ wird behauptet:

Die falsche Tatsachenbehauptung wird auch nicht dadurch richtig, dass seitens des Instituts unseres Mandanten eine Zusammenarbeit mit der DGEIM beabsichtigt war.

Dazu die DGEIM:

Ebenfalls in Kooperation mit der deutschen Fachgesellschaft DGEIM wird nun auch in Berlin ab Sommersemester 2010 zusätzlich zu den bisher bestehenden Wahlpflichtmodulen das neue Wahlpflichtmodul
energy medicine von der Europa-Universität Viadrina (Frankfurt / Oder) angeboten.

(Quelle: DGEIM)

Ja, das ist ja ganz etwas anderes. Im einen Fall wird von Zusammenarbeit geredet, im anderen Fall von Kooperation.

Wir schlagen übrigens eine sofortige Abmahnung an die DGEIM vor. Wie kommen die dazu, so etwas zu behaupten?

In diesem Sinne kann man auch diese Äußerung von Herrn Walach sehen:

Dass sie nun öffentlich geworden ist, ist nicht in Ordnung und ist auch ohne unser Wissen und ohne Wissen und Billigung des Autors geschehen …

(Quelle: Blog von Harald Walach)

Messerscharf gefolgert, Dr. Walach! Dass die Arbeit öffentlich wurde, ist das eigentliche Problem. Hätte sie keiner online gestellt, wäre die Welt in Ordnung geblieben (Herr Walach sollte konsequenterweise die Fostac AG abmahnen).

Des Weiteren wird angemahnt, dass der Kurs in energy medicine nicht wie behauptet „erst nach erheblicher Kritik wieder abgesagt“ wurde. Denn diese Behauptung stimmt wohl nicht:

Der ausschließliche Grund bestand in der zu geringen Teilnehmerzahl …

Der Kurs wurde also nicht abgesagt, weil er unwissenschaftlich und eine Schande ist – nein, wenn er mehr Leute interessiert hätte, wäre er wohl tatsächlich durchgeführt worden. Ja, das macht alles gleich viel besser.

In einem weiteren Text behauptet Herr Walach:

Wir haben mit einigen Autoren, die auf “scienceblogs” schreiben eine Diskussion zu diesem Thema geführt und sind in wesentlichen Punkten sogar zu einer Übereinstimmung gekommen.

Zumindest Joseph Kuhn, einer der Scienceblogger, die das Thema aufgegriffen haben, bestreitet diese Behauptung:

Mit mir ist in keinem der entscheidenden Punkte, die die Masterarbeit betreffen, eine Übereinstimmung erreicht worden. Ich wüsste auch nicht, wo hierfür eine Grundlage bestehen sollte.

(Quelle: Blog von Joseph Kuhn)

Obwohl wir keine Rücksprache mit Florian Freistetter gehalten haben, würden wir wetten, dass auch mit ihm keine Übereinstimmung erzielt wurde. Wir wetten sogar, dass er nicht einmal angeschrieben wurde.

Nun ist uns alles klar: „Dies sind nicht die Raum-Zeit-Tore, die wir suchen.“

Aber noch eine Nebelgranate zum Abschluss.
Sehr schön auch der Kommentar vom Pressesprecher(?) Andreas Giesen:

Sowohl das experimentelle als auch das konzeptuelle Vorgehen der Arbeit ist dabei strikt wissenschaftlich. “Esoterisch” ist an dieser Arbeit allenfalls die untersuchte Theorie.

Dieses Argument ist ernsthaft verblüffend. Hier ein paar Links, die erklären, warum die Arbeit NICHT strikt wissenschaftlich ist:
* Wissenschaftstheorie, Wissenschaftspraxis, Wissenschaftspolitik – die unendliche Geschichte esoterischer Betätigungen an der Viadrina
* Pseudowissenschaft an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt: Professor Harald Walach und der Kozyrev-Spiegel
* Ein Walach versteht die Welt nicht mehr…

Es ist Kennzeichen guter Wissenschaft auch vermeintliche “Tabuthemen” ergebnisoffen einer konzeptuellen und empirischen Prüfung zu unterziehen.

Sehen wir auch so, die Arbeit prüft ganz offensichtlich völlig neutral und ergebnisoffen:

Am ehesten umschreiben kann man es vielleicht mit: Aufladen, wie an einem Akku – schwerelos – zeitlos – wooohlfüüühlen.“

Die Macht ist stark in dir, Andreas!

Um uns den qualitativen Standards der Kozyrev-Arbeit anzunähern, wollen wir des Qualitätsstandards an dem Institut mit unserem Lieblingszitat aus Star Wars gedenken: „Er ist tot, Jim.“

  1. Thorsten
  2. 8. Juni 2012, 08:19 | #2

    Geil! Wir haben Star Trek und Star Wars verwechselt. 😀

  3. stupidman
    8. Juni 2012, 09:36 | #3

    Damit spielt Ihr in einer Liga mit Schalke 05! 🙂

  4. Mr. Bojangles
    8. Juni 2012, 09:49 | #4

    Wie im Satz schon steht, wollten wir uns den qualitativen Standards der Kozyrev-Arbeit annähern. 😀

  5. 8. Juni 2012, 09:52 | #5

    So, jetzt habe ich den Witz auch kapiert. Danke!

    Ich stand echt auf der Leitung.

  6. 8. Juni 2012, 10:03 | #6

    „Wir wetten sogar, dass FF nicht einmal angeschrieben wurde.“

    Die Wette gewinnt ihr…

  7. Ponder
    8. Juni 2012, 12:16 | #7

    Der Präsident der Viadrina, Gunter Pleuger, erklärte, sich vor dem 8. Juni nicht äußern zu wollen, da an diesem Tag der Bericht der Strukturkommission erwartet wird und er diesem nicht vorgreifen wolle. Da der Bericht ja nun fällig ist, warten wir gespannt auf einen Kommentar des Herrn Pleuger zu der Kozyrev-Arbeit.

    Ich froooi mich ja so! – Bald ist es so weit! 😀

  8. Zweckpessimist
    8. Juni 2012, 14:06 | #8

    Lieber nicht zu viel erwarten. Er hat ja nicht gesagt, dass er sich nach dem 8. Juni äußern will.

  9. Gisander
    8. Juni 2012, 14:22 | #9

    Kleine sprachliche Notiz: bei der Viadrina stehen vielleicht nicht die Raumzeittore rum, die wir suchen, wohl aber die Raumzeittoren.

  10. Maggs
    8. Juni 2012, 15:30 | #10

    Der Herr Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach verstrickt sich da ganz schön.
    Owei, wie das wohl ausgehen wird? Was entscheidet eigentlich diese Strukturkommision, das ist doch kein Untersuchungsausschuss oder so?
    Übrigens: Bundespräsidenten sind schon wegen geringeren „Unstimmigkeiten“ zurückgetreten, zumindest vor vorletzte.
    Ich bin gespannt, wie s weiter geht. Jedenfalls ernst nehmen kann ich Herrn W. jetzt erst recht nicht mehr, sprich wissenschaftlich gesehen ist er … äh, was sagte Pille grad nochmal?

  11. Ponder
    8. Juni 2012, 15:49 | #11

    @ Maggs:

    äh, was sagte Pille grad nochmal?

    „Hüllenbruch auf Deck 6 !!!“

  12. celsus
    8. Juni 2012, 15:58 | #12

    Schön, die Realitätsabweichungen von Herrn Walach noch mal so gesammelt auf einem Haufen zu sehen.

    Wenn man jeweils nur die Einzelfälle betrachtet, hätte man ja durchaus auf Missverständnisse schließen können.

  13. Ponder
    8. Juni 2012, 16:12 | #13

    Die Missverständnisse und Konfusionen greifen offenbar auch intern um sich:

    Hier der Originalwortlaut der Abmahnung an die FAZ:

    http://intrag.info/Unterlassung_FAZ/Viadrina_FAZ_Stefan_Locke_MOSER_BEZZENBERGER_Abmahnung_2011-05-02.pdf

    darin heißt es u.a.:

    2.

    Ebenso (journalistisch unsauber) berichten Sie davon, dass der Studiengang “Komplementäre Medizin, Kulturwissenschaft, Heilkunde“ am Institut unseres Mandanten angeboten und „erst nach erheblicher Kritik wieder abgesagt“ wurde.

    Bei den unbefangenen Lesern des Beitrages erwecken Sie hierdurch den zwingenden Eindruck, dass ausschließlicher Grund für die Absage des Studienganges die zuvor geäußerte Kritik gewesen sei.

    Abgesehen davon, dass sich die „vermeintliche Kritik“ in erster Linie auf einen (sogar zum Teil unwahren) Artikel in der Süddeutschen Zeitung reduziert, war auch diese „Kritik“ zu keinem Zeitpunkt der Grund für die Absage des Studienganges.

    Der ausschließliche Grund bestand in der zu geringen Teilnehmerzahl.

    Es wurde doch niemals und nirgendwo behauptet, dass der gesamte Studiengang abgesagt worden sei – immer handelte es sich ausschließlich um das umstrittene Modul Energy Medicine.

    M.a.W.:

    Die Abmahnung ist in diesem Punkt überflüssig!

  14. 9. Juni 2012, 12:50 | #14

    Macht doch mal was über Wolfgang Künzel und die Psychophysiker, statt diesen Spiegel-Typen.

    Wolfgang Kpnzel gibt sich als bester Hypnotiseur deutschlands aus, und hat noch nichtmal eine Hypnoseausbildung, sondern ist Elektroinstallateur. Trotzdem murkst er an der Psyche der Leute herum.

    Der Spiegeltyp ist weit weniger gefährlich als dieser Typ, der die Leute zu Boden knallt und sie dann am Bauch befingert und mit ihnen fast herumknutscht.

    http://www.youtube.com/watch?v=ZuTgtkmxOwg

  15. FMH
    9. Juni 2012, 13:18 | #15

    @M Gerlach
    Ist eine Hypnoseausbildung nicht auch nur so etwas wie ein Diplom in angewandter Telekinese?

  16. Andreas
    11. Juni 2012, 09:58 | #16

    > Die Macht ist stark in dir, Andreas! <
    Ich weiss 😉

    Ich bin übrigens kein Pressesprecher des IntraG, ich kümmere mich lediglich u.a. um die Webseiten, ich bin ITler, ich arbeite nicht als Wissenschaftler.

    Was ich in der Diskussion (u.a.) interessant finde, ist die Definition von "Esoterik" wie sie Esowatch verwendert. Esoterik in seiner eigentlichen Wortbedeutung ist eine Geheimlehre, die nicht öffentlich weitergegeben wird, sondern nur in eingeweihten Zirkeln. In dem Moment, wo etwas offen gelehrt wird – oder öffentlich unter die Lupe genommen – ist es keine Esoterik mehr. Ob etwas wissenschaftlich ist, ist dann eine andere Frage.

    Inhaltlich halte ich den meisten hier als "esoterisch" kritisierten Methoden selbst wenig bis nichts. Nicht einmal mit Homöopathie kann ich viel anfangen, denke aber, dass wenn es vielen Menschen nutzt – warum auch immer – dann sollen sie es machen. In der Heilkunde zählt für mich, was wirkt, warum auch immer. Ob etwas wissenschaftlich ist, ist dann eine andere Frage.

    Dass die Wissenschaft diese Dinge aber untersuchen (nicht unkritisch lehren!) sollte, das steht auf einem anderen Blatt. In der laufenden Globalisierung kommen fremdkulturelle Erfahrungssysteme wie TCM und Ayurveda in unsere Kultur. Wer, wenn nicht die Wissenschaft, soll hier prüfen, ob das taugt und ob es sicher ist. In der modernen TCM ist glücklicherweise schon viel aussortiert worden, was rein auf Aberglauben basiert und trotz tausendjähriger Tradition teilweise regelrecht schädlich ist. Da muss die Spreu vom Weizen getrennt werden! Andere Techniken wie die Akupunktur – warum auch immer sie wirkt – haben sich als so effektiv heraus gestellt, dass sie teilweise schon von grossen gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Da haben wir als Gesellschaft einen Nutzen von.

    In der Esowatch-Definition von "Esoterik" als etwas, wo mit (Aber)glauben Geld verdient werden soll, ohne dass es einen medizinischen oder gesellschaftlichen Nutzen hat, da bin ich 100% mit Euch: Das muss ausgemerzt werden. Man muss vielleicht nur aufpassen, wo man das Kind mit dem Bade ausschüttet, weil man sich die Dinge nicht richtig anschaut und sich an dem ersten – durch die eigenen Brille gefärbten – Eindruck reibt.

    Freundliche und herzliche Grüsse! Andreas

  17. Andreas
    11. Juni 2012, 10:19 | #17

    Ach ja, zu dem Punkt FAZ / DGEIM: Das erste Zitat meint, dass die falsche Behauptung Hartmut Müller sei als Dozent vorgesehen gewesen nicht dadurch richtig wird, dass eine Zusammenarbeit vorgesehen war. Niemand bestreitet, dass dieses Modul geplant war. Eure Argumentation im Artikel ist also hinfällig. Es ist allerdings so, dass es eine enge Auswahl von Themen gab, die in das Modul einfliessen sollten, keinesfalls sollte das gesamte – teilweise kritisch zu betrachtende – Curriculum der DGEIM übernommen werden. Und keinesfalls war jemals Hartmut Müller als Dozent oder Global Scaling als Inhalt vorgesehen. Und zwar weder vom IntraG aus, noch als evtl. an das IntraG heranzutragender Kontext von Seiten der DGEIM aus. Das hat inzwischen sogar das Landgericht Köln nach sorgfältiger Prüfung in einer einstweiligen Verfügung festgestellt.

  18. 11. Juni 2012, 11:06 | #18

    Schauen Sie sich die Masterarbeit an, über die gerade überall diskutiert wird. Gleich im ersten Satz und noch etliche weitere Male im Text wird auf Hartmut Müller und Global Scaling verwiesen.

  19. Andreas
    11. Juni 2012, 11:31 | #19

    @mathlog Das sind ja zwei verschiedene paar Schuhe. Wenn ein Student in einer Masterarbeit an der Uni Hamburg auf Einstein und die Relativitätstheorie Bezug nimmt, heisst das auch nicht, dass Einstein an der entsprechenden Fakultät als Dozent vorgesehen ist oder war 😉

    (Ich persönlich halte von der Masterarbeit wenig, weder stilistisch noch in Bezug auf das Thema oder die Interpretation der Ergebnisse durch den Autor. Sowas wie diesen Spiegel halte ich für das, was ich „esoterischen Materialismus“ nennen würde: es geht bei solchen Apparaturen i.d.R. nicht um Erkenntnis, weder spirituell noch wissenschaftlich betrachtet, sondern um Manipulation und Geldmacherei. Ob die Arbeit aber rein sachlich betrachtet verdient hat, zur Erlangung des Mastergrades zugelassen worden zu sein, kann und will ich nicht beurteilen, weil das nicht mein Kompetenzbereich ist…)

  20. Andreas
    11. Juni 2012, 11:57 | #20

    > Ganz klar. Widerlegt und erwiesen sind ja praktisch dasselbe. <

    Wenn ich das richtig verstehe, verhält sich das so: Was die Sache nach Aussen hin etwas unübersichtlich macht, ist dass der Autor und die Professoren die Ergebnisse verschieden interpretieren. Sie teilen die Begeisterung des Autors für die geringen Abweichungen von der statistischen Erwartbarkeit bei einem Teilbereich der Testungen nicht. Relevant ist, dass im Ganzen die Versuche widerlegen, dass der Spiegel eine Wirkung hat. Was die Abweichung in diesem Sub-Set zu bedeuten hat, wäre weiter zu untersuchen. Man kann das als Anlass nehmen, sich das weiter anzuschauen, für einen hinreichenden Beleg, wie das der Autor selbst in seinem persönlichen Fazit wohl annimmt, reicht das auf keinen Fall. WENN diese Abweichung eine Bedeutung hätte, dann läge es vielleicht auch nicht am Spiegel, sondern an anderen Faktoren (eben den Faktoren, die im Sub-Set anders sind, als bei den übrigen Testungen). Es kann aber auch sein, dass sich ein bisher unentdeckter Fehler eingeschlichen hat.

    Die eigentlich nur relevante Frage ist für mich da, ob das Fazit und die Motivation des Autors einer solchen Arbeit für die Akzeptanz als Masterarbeit eine Bedeutung hat, wenn der Kern der Arbeit und des Versuchsaufbaus wissenschaftlichen Kritierien genügt. Ich weiss zu wenig über die Masstäbe für eine Masterarbeit, um das beurteilen zu können. (Ich habe noch auf "Magister Artium" studiert und danach das wissenschaftliche Feld verlassen ;))

  21. Hans
    11. Juni 2012, 12:27 | #21

    Zitat Andreas:

    Was ich in der Diskussion (u.a.) interessant finde, ist die Definition von „Esoterik“ wie sie Esowatch verwendert. Esoterik in seiner eigentlichen Wortbedeutung ist eine Geheimlehre, die nicht öffentlich weitergegeben wird, sondern nur in eingeweihten Zirkeln. In dem Moment, wo etwas offen gelehrt wird – oder öffentlich unter die Lupe genommen – ist es keine Esoterik mehr. Ob etwas wissenschaftlich ist, ist dann eine andere Frage.

    Darum geht es schon seit sehr langer Zeit überhaupt nicht mehr. Die wenigen Leute die aus der Distanz Esoterik erforschen wollen sind für Esowatch überhaupt nicht relevant. Oder siehst Du bei uns einen Artikel zu Antoine Faivre ? Nein, das was da an der Viadrina aufgeführt und regelrecht vertickt wird für 10.000 Euro ist eine scheinakademische Unterstützung der heutigen modernen Gebrauchsesoterik, also des milliarden schweren Esoterikmarktes. Das beste Beispiel dafür ist der Kommerz um den Kozyrev-Spiegel, der von der Firma Fostac für zig tausend Euro angeboten wird. Und zufällig da findet sich die Kopie der Arbeit. Das muss doch zu denken geben.

    Ich bin mir sicher: keiner bei Esowatch hat etwas gegen eine seriöse, distanzierte und wissenschaftliche Esoterikforschung. Aber viele bedauern es, dass leichtgläubige Kranke, psychisch Labile oder schlicht naive Menschen derart eiskalt abgezockt werden.

  22. Andreas
    11. Juni 2012, 12:55 | #22

    @Hans:

    > Aber viele bedauern es, dass leichtgläubige Kranke, psychisch Labile oder schlicht naive Menschen derart eiskalt abgezockt werden. das was da an der Viadrina aufgeführt und regelrecht vertickt wird für 10.000 Euro ist eine scheinakademische Unterstützung der heutigen modernen Gebrauchsesoterik, also des milliarden schweren Esoterikmarktes. Das beste Beispiel dafür ist der Kommerz um den Kozyrev-Spiegel, der von der Firma Fostac für zig tausend Euro angeboten wird. Und zufällig da findet sich die Kopie der Arbeit. <

    Das hat ja wieder zwei Seiten. Dass eine wissenschaftliche Arbeit (über deren Qualität sich auf jeden Fall streiten lässt) von Dritten für eigene Zwecke missbraucht wird, ist ja nun leider nicht zu verhindern. Das passiert überall. Ich persönlich würde an Stelle des Autors sogar Rechtsmittel gegen die Firma in Erwägung ziehen, damit sie das nicht verwenden können.

    Was aber den Studiengang angeht, da habe ich natürlich als Betreuer der E-Learning-Plattform einen sehr umfassenden Überblick über die gelehrten Inhalte und habe auch schon als Gast an ein paar Veranstaltungen teilgenommen. Wenn ich solche Kritik lese, denke ich immer, bevor man etwas derart massiv kritisiert, sollte man es sich erstmal wirklich genau anschauen. 90% der gelehrten Inhalte und Forschungsergebnisse haben nichts mit Esoterik zu tun und sind sogar derart, dass man sie aus der Ecke nicht dafür missbrauchen kann. Diese umstrittene Masterarbeit ist nicht beispielhaft, sondern absolute Ausnahme, ein Sonderfall.

    Der Studiengang wurde von einer unabhängigen Akkreditierungsagentur akkreditiert, mit ein paar Empfehlungen und Auflagen, die alle bereits in der neuen SPO umgesetzt sind. Das wäre sicher nicht geschehen, wenn der Studiengang das wäre, wie Du es hier formulierst. Eine solche Agentur ist ihrerseits akkreditiert und müsste um ihre Existenz fürchten, wenn sie nicht die notwendigen Maßstäbe ansetzen würde und etwas durchwinken würde, was nicht akkreditierbar ist. Es KANN also so schlimm nicht sein.

    Wenn man natürlich die Homöopathie in diesen – wie Du es formulierst – "milliardenschweren Esoterikmarkt" einrechnet (ohne das wäre der Markt wohl kaum milliardenschwer), dann kommen wir an einem streitbaren Punkt an. Das ist dann aber wirklich Ansichtssache.

    Und man sollte in dieser ganzen Argumentation auch nicht vergessen, wo wirklich die übelste millilardenschwere Lobbyarbeit geleistet wird: in der sog. Schulmedizin! Die meiste drittmittelfinanziert Klientelforschung in der gesamten Wissenschaft findet mit Sicherheit auf Druck der klassischen Pharmaindustrie statt. Nirgendwo anders werden derart viele wirkungslose oder gar schädliche Produkte auf den Markt gedrückt und an gutgläubige Menschen verkauft, oft bezahlt von der Gemeinschaft über die Kassen. DAS ist das eigentliche Trauerspiel in der westlichen Medizin, dagegen ist der alternative Bereich – in Teilen sicher kritisierbar – ein Witz.

    Aus meiner Sicht gehört in beiden Bereichen gründlich ausgemistet, das beste aus beiden Welten aussortiert und mit der Schulmedizin als Basis die brauchbare alternative Medizin eben KOMPLEMENTÄR (nicht als Ersatz) zur Balance und Ergänzung eingegliedert. Das würde das gesamte Gesundheitssystem entlasten und Gesundheit zum menschlichen Faktor statt zum Profit-Faktor machen.

    Lieben Gruss! Andreas

  23. Andreas
    11. Juni 2012, 12:59 | #23

    Da ich nicht editieren kann, ich schrieb: > 90% der gelehrten Inhalte und Forschungsergebnisse haben nichts mit Esoterik zu tun und sind sogar derart, dass man sie aus der Ecke nicht dafür missbrauchen kann. <

    Das ist unglücklich ausgedrückt. Es wird gar keine Esoterik gelehrt (es sei denn eben, man zählt Homöopathie usw. dazu); was ich meinte, war dass selbst bei den behandelten Inhalten, bei den Objekten der wissenschaftlichen Betrachtung, über 90% nichts mit Esoterik zu tun haben.

  24. Ponder
    11. Juni 2012, 12:59 | #24

    @ Andreas:

    Herzlich willkommen!

    Das muss eine kippelige Situation sein für jemand, der auf dem IntraG-Portal u.a. für Public Relations zuständig ist.

    Mein Mitgefühl!

    Grad schreibt Ulrich Berger auf „Kritisch gedacht“ zu den Vorgängen:

    http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2012/06/hogwarts-an-der-oder-hochschulstrukturkommission-stuft-intrag-viadrina-auf-ramschniveau-herab.php

    Ansonsten haben wir auch im Forum einen Diskussionsfaden zum Thema:

    https://forum.psiram.com/index.php?topic=5306.msg59188#msg59188

  25. Andreas
    11. Juni 2012, 13:20 | #25

    Hallo Ponder, danke für das Willkommen 🙂 Als Webmaster bin ich ja nicht wirklich für PR „zuständig“ – ich „verwalte“ sozusagen eher den Informationsfluss. Ich würde allerdings aus Prinzip nichts mit meiner Arbeit unterstützen, was ich nicht im Grossen und Ganzen für unterstützenswert halte – selbst als reiner ITler würde ich das nicht tun. (Wir haben ja glücklicherweise ein Sozialsystem, das es möglich macht, zu überleben, ohne seine ethischen Prinzipien zu verraten…)

    Das Urteil der Strukturkommission ist ja wirklich vernichtend. Und daher jetzt für alle Kritiker ein gefundenes Fressen 🙂 Mir scheint jedoch, dass da ganz andere Interessen eine Rolle spielen, als eine sachliche Beurteilung der wissenschaftlichen Qualität des Instituts und des Studiengangs. Denn dem Bericht merkt man an, dass keiner der sog. „Experten“ sich den Studiengang wirklich angeschaut hat. Alle Informationen, die diesem Urteil zugrunde liegen, sind aus zweiter oder dritter Hand.

    Wenn man die Hintergründe mal gründlich untersuchen würde, würde man vermutlich feststellen, dass da etwas inszeniert wurde, um anderen Interessen bestimmter Lobbygruppen gerecht zu werden. Dass Esowatch, GWUP usw. aber nun auf der Basis dieses Berichtes ihre Kampagne noch leichter ausweiten, ist ja nicht verwunderlich.

    So ganz klar ist mir die wirkliche Motivation der ganzen Aktionen und Debatten nicht, zumal sie so emotional geführt werden. Welches Bedürfnis steckt dahinter? Könnte man, wenn es um die Wissenschaft an sich geht, die ganze Debatte nicht sachlicher und mit mehr transparentem Informationsaustausch führen? Das ganze wirkt mehr wie ein Informationskrieg, wo vielleicht bei einer weniger emotionalen Zielsetzung mehr Diplomatie zum Zuge kommen könnte 😉

  26. Andreas
    11. Juni 2012, 13:41 | #26

    > Interessen bestimmter Lobbygruppen <
    Nachtrag – ich meine nicht Esowatch oder GWUP, sondern politische und wirtschaftliche Interessengruppen im Kontext Brandenburg.

  27. Ponder
    11. Juni 2012, 13:46 | #27

    @ Andreas Giesen:

    Lieber Andreas,

    ich finde mutig, dass du dich hier mit Klarnamen der Diskussion stellst den anonymen Foristen von Esowatch stellst.

    Ein Grund, warum wir leider anonym bleiben müssen, wird in Ulrich Bergers Blogartikel beschrieben (seine Erfahrung steht in diesem Fall auch für die anderer Foristen; ansonsten mal guugeln: “Klehranlage” )

    Mysteriöser Weise fand Ulrich Bergers offizielle e-mail-Anfrage an die Herren Schröder, Walach und Pleuger den Weg in ein mehr oder weniger anonymes Stalkingportal, welches zumindest in sehr enger inhaltlicher Verbindung zu den Webseiten eines Claus Fritzsche zu stehen scheint.

    Dessen neueste Konfabulationen sind brandaktuell auf dem IntraG-Portal zu lesen:

    http://intrag.info/aktuell/2012/06/11/viadrina-hoaxes-von-bernd-kramer-spiegel-online-sebastian-herrmann-suddeutsche-zeitung-und-stefan-locke-f-a-z/
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass du (ich wähle einfach die zwanglose, unter Foristen und Blogkommentatoren übliche Form der Anrede) mit solcherlei Machenschaften in einen Topf geworfen werden willst.

    Aus diesem Grund kann ich dir nur wärmstens ans Herz legen, dir mit Hilfe unseres Wiki sowie der einschlägigen Blogartikel und Diskussionen zum Thema z.B. auf den ScienceBlogs ein unfassendes Bild zu machen – „Pseudowissenschaft“ ist hier sicher das bessere Stichwort als „Esoterik“ –

    bevor du hier heldenhaft mit deinem guten Namen für die Seltsamkeiten des IntraG die Fahne hochhältst.

    Lieben Gruß,

    Ponder

  28. Andreas
    11. Juni 2012, 14:02 | #28

    Hallo Ponder, man kann die Sache halt immer von mehreren Seiten sehen… Ihr blickt mehr auf die „Seltsamheiten“ (aus Eurem Blickwinkel) – ich sehe auch und vor allem die guten (wissenschaftlich teilweise innovativen, aber fundierten) Seiten der Sache, die aus meinem Blickwinkel absolut überwiegen. Insofern empfinde ich mich weder als heldenhaft, noch sehe ich eine Gefährdung meines „guten Namens“ 😉 Wenn ich mich irgendwo einmische, dann tue ich das offen und transparent, das ist einfach meine Art.

    Dass ihr mit Fritzsche einen Kleinkrieg führt, ist mir auch schon deutlich geworden. Auf die Abgründe dieses Informations-Schusswechsels möchte ich mich gar nicht einlassen, das ist eine Sache zwischen Interessengruppen, die mit persönlichen Elementen durchmischt sind, was auf beiden Seiten seine Wahrheiten hat.

    Was aber diese aktuelle Analyse der Medienkampagne angeht, so hat er die Sache aus meiner Sicht durchaus treffend zusammengefasst. Es ist eine Tatsache, dass trotz besseren Wissens bestimmte Behauptungen zirkuliert sind, die immer wieder ohne Nachfrage bei den Primärquellen, was saubere journalistische Arbeit gewesen wären, von einem in den anderen Artikel übernommen wurden. Ich habe mal Publizistik studiert. FAZ, SZ und Spiegel hatten bei mir mal ein hohes Ansehen (bei aller Detailkritik, die man haben kann oder anderen politischen Weltanschauung, die man haben kann) – diese ist durch diese Artikel deutlich gesunken. Wenn in anderen Bereichen da auch so unsauber gearbeitet wird, dann haben diese grossen Flagschiffe deutscher Publizistik ein Qualitätsproblem.

  29. Ponder
    11. Juni 2012, 14:17 | #29

    @ Andreas:

    Vielleicht interessiert es dich, dass wir hier bei EW damals den Studiengang insbesondere auf seine Rückbindung an seriöse „schulmedizinische“ Inhalte (vertreten durch die entsprechende fachliche Legitimation und Expertise der Dozenten) überprüft haben.

    Damals hatte Hartmut Schröder noch wesentlich mehr „offizielle“ Präsenz in dem ganzen Gebilde, und die ursprünglichen Module sowie die angegliederten Lehrpraxen bzw deren damalige Internetpräsenz haben einen würdigen Platz in unserem Wiki-Archiv gefunden.

    Was mir als akademisch-„schulmedizinisch“ geprägten Menschen sofort ins Auge sprang:

    weder Herr Schröder noch Herr Walach noch Herr Schmidt verfügen über irgendeine ärztliche Qualifikation.
    Dies ist auch einer der Kernkritikpunkte der Strukturkommission.
    Man muss sich eigentlich nur die Referenzen, die CVs und die Veröffentlichungen der Dozenten ansehen um abschätzen zu können, wie „wissenschaftlich“ der CAM-Studiengang aufgebaut ist.

    Zu den angeschlossenen Lehrpraxen ( in ihrer damaligen Zusammensetzung; ich habe das nicht weiter verfolgt) gäbe es auch einiges zu sagen – aber das ist ein neues Thema.

  30. The_Vanguard
    11. Juni 2012, 14:32 | #30

    Lieber Andreas, du demonstrierst in deinen Posts leider eine unscharfe und teilweise auf falschen Annahmen basierende Sichtweise, die elementar mit der hier diskutierten Problematik verknüpft ist. Ich greife mir mal grad folgenden Absatz von dir heraus, in dem das besonders deutlich zu Tage tritt:

    Andreas :
    Und man sollte in dieser ganzen Argumentation auch nicht vergessen, wo wirklich die übelste millilardenschwere Lobbyarbeit geleistet wird: in der sog. Schulmedizin! Die meiste drittmittelfinanziert Klientelforschung in der gesamten Wissenschaft findet mit Sicherheit auf Druck der klassischen Pharmaindustrie statt. Nirgendwo anders werden derart viele wirkungslose oder gar schädliche Produkte auf den Markt gedrückt und an gutgläubige Menschen verkauft, oft bezahlt von der Gemeinschaft über die Kassen. DAS ist das eigentliche Trauerspiel in der westlichen Medizin, dagegen ist der alternative Bereich – in Teilen sicher kritisierbar – ein Witz.
    Aus meiner Sicht gehört in beiden Bereichen gründlich ausgemistet, das beste aus beiden Welten aussortiert und mit der Schulmedizin als Basis die brauchbare alternative Medizin eben KOMPLEMENTÄR (nicht als Ersatz) zur Balance und Ergänzung eingegliedert. Das würde das gesamte Gesundheitssystem entlasten und Gesundheit zum menschlichen Faktor statt zum Profit-Faktor machen.

    Um Tim Minchin zu zitieren: „Weißt du, wie man alternative Medizin nennt, deren Wirksamkeit bewiesen wurde? Medizin!“
    Wird ein Mittel auf den Markt gebracht, das keine Wirkung hat, so handelt es sich dabei um esoterischen Mumpitz – egal, ob es von Big Pharma oder dem Schamanen deines Vertrauens kam. Auch das Global Scaling, das in der Arbeit zitiert wird, hat sich einen wissenschaftlichen Anstrich gegeben, ist aber doch nur Hokus-Pokus.
    Andererseits ist jedes Mittel, das eine nachweisbare Wirkung hat, Medizin im eigentlichen Sinne, auch wenn es sich nur um das handeln sollte, was irgendein Bauer wahllos auf seiner Wiese aufgesammelt hat.

    Der wissenschaftliche Anspruch besteht nun darin, das eine von dem anderen unterscheiden zu können. Gelingt es nun nicht, eine existierende Wirkung nachzuweisen, oder wird – wie im Fall der Arbeit – eine Wirkung postuliert die nicht existiert, so handelt es sich dabei nicht um Wissenschaft (und ist auch keine akademische Auszeichnung wert).

  31. celsus
    11. Juni 2012, 14:33 | #31

    @Andreas

    Also ich weiß nicht, Andreas. Jetzt in eine Strukturdiskussion der Medienlandschaft auszuweichen halte ich für etwas weit ab vom Thema.
    Sicher lässt sich da extrem viel kritisieren und diskutieren, aber hier geht es einfach um wissenschaftliche Standards an Universitäten, nicht um die Berichterstattung darüber.

    Dass Herr Walach auf diesen Zug aufspringt und Medienverschwörungen wittert, wundert mich dagegen überhaupt nicht. Was bleibt ihm anderes? In der Sache selbst hat er ja nichts mehr zu bieten, das Thema ist durch, die Blamage (zu recht) maximal.

  32. Andreas
    11. Juni 2012, 14:34 | #32

    Hmm… Da geht es offensichtlich darum, welche Maßstäbe man an die Sache anlegt. Wissenschaft ist ja nicht = Schulmedizin. Das IntraG ist als Institut der Kulturwissenschaft angegliedert, es gab wohl Gründe, warum die Viadrina keine medizinische Fakultät aufbauen durfte. Es kann also von der Grundlage her schonmal keine medizinische Professur geben! Hier kritisiert die Kommission etwas, dessen Ursache in den früheren Vorgaben des Landes liegt! Da beisst sich die Katze in den eigenen Schwanz. Ein Schwergewicht – nicht nur die Hälfte, sondern wirklich ein Schwergewicht des Studiengangs ist ausdrücklich geisteswissenschaftlich, nicht medizinisch. Die Studenten haben bereits eine medizinische Ausbildung und sind zu einem grossen Teil selbst schon Doktoren, Ärzte mit eigener Praxis usw. Der Mehrwert des Studiums liegt in einer kulturwissenschaftlichen Betrachtung und Hinterfragung der Medizin in verschiedenen Kulturkreisen. Zusätzlich gibt es wahlweise praktische Zusatzqualifikationen in alternativmedizinischen Methoden (angeboten durch Kooperationspartner). Hier werden keine Mediziner grundausgebildet, die dann ohne echte Basis praktizieren könnten… Wer schon Mediziner ist, bekommt einen weiteren Horizont und Zusatzqualifikationen nach eigener Auswahl, wer keiner ist (bzw. nicht schon Heilpraktiker usw.), kann auch mit einem KWKM MA nicht heilerisch praktizieren.

    Wenn man sich die am gleichen Tag wie der Bericht der Strukturkommission publizierten Nachrichten über die geplante Hochschulentwicklung in Brandenburg anschaut, dann wird man feststellen, dass ab 2013 eine privat finanzierte! klassische Medizinerausbildung durch einen Verbund christlicher Klinken Brandenburgs in Frankfurt /Oder geplant ist. Nachtigall ick hör Dir trappsen… 😉

  33. Andreas
    11. Juni 2012, 14:36 | #33

    Der letzte Kommentar ging @ponder (wg. Bezug)

  34. Andreas
    11. Juni 2012, 14:42 | #34

    @The_Vangua(…?) Ich sehe in unseren Ausführungen generell keinen Widerspruch, im Gegenteil. Das meine ich ja mit dem Ausmisten – das, was wirkt von dem zu trennen, von dem, was nicht wirkt (und nur dem Profit dienen soll)…

    Was die Arbeit angeht, das ist halt wirklich grenzwertig, in diesem Einzelfall. Nur dass diese Arbeit eben NICHT exemplarisch ist für das, was da im Ganzen geleistet wird. Da gibt es auch Masterarbeiten, die z.B. ein Konzept entwickelt haben für eine mobile zahnärztliche Versorgung, das sogar in Brandenburg umgesetzt werden soll, weil es strukturelle Probleme der (zahn)ärztlichen Versorgung in den strukturschwachen ländlichen Gegenden löst. DAS ist exemplarisch für die Bandbreite der Masterarbeiten. Leider hat es das Institut versäumt, diese Bandbreite offen zu kommunizieren. Masterarbeiten sind im Grossen und Ganzen ja nicht für eine Publikation gedacht.

  35. Andreas
    11. Juni 2012, 14:51 | #35

    @celsus Die Bemerkungen zur Medienlandschaft hatte ja einen Kommentar von Ponder zum Anlass, in dem er auf den Fritzsche-Blogartikel hinweist. Insofern ist das kein Ausweichen…

    Wenn es um wissenschaftliche Standards geht, in einer sachlichen Weise, und das wirklich die Zielsetzung ist, diese zu erhalten bzw. zu verbessern, dann könnte das aber auch sachlicher ablaufen. Dann müsste man sich in diesem Fall die gesamte Bandbreite des Instituts und Studiengangs mal unvoreingenommen richtig anschauen und nicht aus einem einzelnen aus dem Kontext gegriffenen Element eine Überlagerung konstruieren, die man dem Ganzen überstülpt, wobei das Wesentliche aus dem Blick gerät.

    Wenn es um wissenschaftliche Standards geht, dann halte ich die Kompetent einer akkreditierten Akkreditierungsagentur für wesentlich aussagekräftiger als die Blogartikel einiger Wissenschaftler, die selbst ihre persönliche (Welt)anschauung in Bezug auf Wissenschaft habe, über die man sich streiten kann (ich betrachte streitbare Wissenschaft, die Streitkultur der Wissenschaft als integralen Bestandteil des wissenschaftlichen Paradigmas)…

    Wenn so eine Agentur nun alles monatelang intensiv prüft, dann Empfehlungen ausspricht, wie den wissenschaftlichen Standards noch besser gerecht werden kann – und den Studiengang akkreditiert und den Wert und die Qualität der Lehre und Forschung ausdrücklich bestätigt – das kann man aus so einer Diskussion einfach nicht ausklammern!

    Es sollte jeden Kritiker zumindest dazu anregen, genauer hinzuschauen, ob man da nicht vielleicht mal eine andere Brille aufsetzen könnte.

  36. Mephisto
    11. Juni 2012, 15:00 | #36

    Andreas :
    …Was die Arbeit angeht, das ist halt wirklich grenzwertig, in diesem Einzelfall. Nur dass diese Arbeit eben NICHT exemplarisch ist für das, was da im Ganzen geleistet wird…

    Aber ist auf die (berechtigte) Kritik an dieser Arbeit mit einem Eingeständnis eigener Fehler reagiert worden? Nein. Stattdessen wurde sie mit Klauen und Zähnen verteidigt. Dass das den Verdacht aufkommen lässt, dass es dahingehend grundsätzliche Probleme an der Viadrina gibt, kann nicht verwundern.
     
    Es mag auch sein, dass an der Viadrina ansonsten gute Arbeit geleistet wird, aber sollte man deshalb berechtigte Kritik zurückhalten?

  37. Andreas
    11. Juni 2012, 15:27 | #37

    @mephisto > Es mag auch sein, dass an der Viadrina ansonsten gute Arbeit geleistet wird, aber sollte man deshalb berechtigte Kritik zurückhalten? <

    Na an der Viadrina eh, die hat immerhin 6500 Studenten und eine besondere Spezialisierung für einen internationalen Blickwinkel in den geisteswissenschaftlichen Fakultäten…

    1. Viadrina ist nicht = IntraG, dieses ist blos ein einzelnes Institut
    2. Kritik kristallisiert sich, allerdings meist aus weltanschaulichen Gründen, am IntraG, das aber aus irgendwelchen Gründen als "Achillesferse" für die Viadrina herhalten soll. (Warum eigentlich??)
    3. IntraG / KWKM ist nicht = Masterarbeit eines Studenten

    Ich kann nichts dazu sagen, ob die Qualität dieser Masterarbeit ausreichend ist, um sie für den MA anzunehmen. Die Argumentation der Profs / Gutachter ist für mich aber genauso schlüssig, wie die Kritik. Ist es ein Fehler? Ich weiss es nicht. Mir scheint es dazu eher einfach verschiedene Positionen zu geben, die beide ihre Berechtigung haben und sich auf verschiedene Aspekte konzentrieren, die eine mehr auf die Kritikpunkte, die andere mehr auf die wissenschaftlich fundierten Anteile. Was überwiegt? Wo ist die Grenze, damit das als Masterarbeit nicht annehmbar ist? Ich weiss es nicht… Gibt es eine klar definierte Grenze?

    Ich muss auch daran denken, wie man mal eine Studie gemacht hat über die Benotungen bei Oberstufenlehrern für eine Klausur. (Es war im Fach Deutsch glaube ich). Die gleiche Arbeit mit der gleichen Fragstellung wurde von einer grossen Zahl Lehrer unabhängig von einander benotet. Im Ergebnis war von 1 bis 5 alles vertreten!!

  38. The_Vanguard
    11. Juni 2012, 15:38 | #38

    Andreas :
    @The_Vangua(…?)

    The_Vanguard

    Ich sehe in unseren Ausführungen generell keinen Widerspruch, im Gegenteil. Das meine ich ja mit dem Ausmisten – das, was wirkt von dem zu trennen, von dem, was nicht wirkt (und nur dem Profit dienen soll)…

    In deinen Ausführungen oben postulierst du ein dualistisches Medizinmodell – „Schulmedizin“ auf der einen Seite, „Alternativmedizin“ auf der anderen, und meinst, dass die irgendwie vermählt werden sollen. Diese Einteilung ist nicht korrekt.
    Es gibt nur das System der wissenschaftlichen Medizin. Davon unabhängig existieren Vermaktungsmodelle von Medikamenten/Therapien, die sich in der Regel eher rational-argumentativer oder intuitiv/mystifizierender Terminologien bedienen, um ihre Produkte an den Mann zu bringen. Diese Komplexe sind aber zwei verschiedene Paar Stiefel. Das von dir angesprochene „Ausmisten“ bezieht sich deshalb auf die wirtschaftliche Realität, nicht auf die wissenschaftliche Realität.

    Was die Arbeit angeht, das ist halt wirklich grenzwertig, in diesem Einzelfall.

    Nein, da ist nichts grenzwertig. Die Arbeit kommt zu dem Schluß, dass diese Spiegel funktionieren würden, und ist damit falsch.

    Nur dass diese Arbeit eben NICHT exemplarisch ist für das, was da im Ganzen geleistet wird.

    An der Diskussion über die Viadrina nehme ich nicht teil. Mir geht es nur um die von dir hier demonstrierte Sichtweise.

    Um noch genauer darauf einzugehen:

    Wer, wenn nicht die Wissenschaft, soll hier prüfen, ob das taugt und ob es sicher ist.

    „Die Wissenschaft“ existiert so nicht. Sie ist kein gesichtsloser Moloch mit laborkitteltragenden Auswüchsen, der am Stadtrand in einem Bungalow aus Waschbeton haust. Wissenschaft ist unser Name für die Methode, allgemeingültige Aussagen treffen zu können. Genausogut könntest du fragen „Was, wenn nicht ein Browser, sollte mir diese Website anzeigen?“

    Andere Techniken wie die Akupunktur – warum auch immer sie wirkt – haben sich als so effektiv heraus gestellt, dass sie teilweise schon von grossen gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Da haben wir als Gesellschaft einen Nutzen von.

    Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass etwas effektiv ist, nur weil es von den Krankenkassen bezahlt wird. Genauso ist es nicht richtig, dass die Gesellschaft stets von dem Nutzen des Individuum profitieren würde. Desweiteren muss etwas, nur weil es rein von Profitgier motiviert ist, automatisch schlecht oder wirkungslos sein. All das sind Beispiele dafür, wo die wissenschaftliche Realität durch deine Meinung und Erwartungen verzerrt wird – was sicherlich auch das Problem der hier zu Grunde liegenden Arbeit war.

  39. Mephisto
    11. Juni 2012, 15:48 | #39

    @Andreas
    Was genau war an meinem Posting so missverständlich? Streiche „Viadrina“ setze „IntraG“, der Sinn bleibt der selbe.
    Es bleibt auch bei der Frage: Soll berechtigte Kritik zurückgehalten werden, weil auch gute Arbeiten von den Studenten der selben Einrichtung geschrieben wurden? Ich sehe das nicht so. Kritik muss nun mal den Finger in die Wunde legen, auch dann wenn das umgebende Gewebe gesund ist.

  40. Andreas
    11. Juni 2012, 15:52 | #40

    @The_Vanguard In diesem Fall: Die Akupunktur wurde – zuerst von der TK – nach sehr intensiven und langwierigen Studien und „Feldversuchen“ mit reingenommen für bestimmte Indikationen, weil sie sich als Wirksam herausgestellt hat.

    Für die Arbeit wurde eine Versuchsreihe unternommen, die je nach Setting verschiedene Ergebnisse gezeigt hat. In den meisten Settings zeigte sich keine signifikante Abweichung, in einem Setting jedoch zeigte sich eine statistisch signifikante Abweichung. Somit sind beide Interpretationen zunächst richtig: Die Versuche widerlegen die Wirksamkeit, unter bestimmten Bedingungen jedoch gibt es eine Abweichung, die zumindest Anlass für weitere Forschung geben könnte, um diese Ergebnisse zu widerlegen oder zu bestätigen und zu klären, was zu diesen Ergebnissen geführt hat. Je nachdem, auf welchen Aspekt der Versuchsreihe man sich bezieht, kann man interpretieren: Es widerlegt die Wirksamkeit; oder: es gibt zumindest Anlass, eine mögliche Wirksamkeit weiter zu untersuchen. Die Interpretation des Autors scheint mir voreingenommen und übertrieben, die Interpretation der Prüfer sachlich richtig. Die Frage, die ich jetzt nicht beantworten kann ist: ist eine voreingenommene Interpretation des Autors genügend fehlerhaft, um eine Arbeit nicht anzunehmen, oder reicht das quasi für eine abwertende „Benotung“, aber nicht für eine Disqualifikation – wenn der Versuch an sich und dessen Dokumentation als wissenschaftliche Arbeit solide ist?

  41. Andreas
    11. Juni 2012, 15:55 | #41

    > Kritik muss nun mal den Finger in die Wunde legen, auch dann wenn das umgebende Gewebe gesund ist. <
    Wenn das Ziel ist, die Wunde zu heilen, um das gesunde Gewebe zu retten – sicherlich. Aber wenn man die Kritik auf das Ganze ausweitet, um es zu vernichten, ist dieses medizinische Bild nicht mehr passend. Wenn ich den Finger in die Wunde lege, und sie infiziere, um den gesamten Organismus zu zerstören, dann ist das wohl kaum die Handlung eines Heilers 😉

  42. Mephisto
    11. Juni 2012, 16:19 | #42

    @Andreas
    Die Kritik kommt in dieser Sache von zu vielen Seiten, um eine einheitliche Zielstellung („heilen“ oder „vernichten„) annehmen zu können (es sei denn man vermutet eine gesteuerte Kampagne), aber dass jemand das IntraG, die Viadrina oder sonst etwas in diesem Zusammenhang vernichten will wäre mir neu.

  43. Ponder
    11. Juni 2012, 16:23 | #43

    @ Andreas:

    Die Vermischung der Ebenen (für die jene „Masterarbeit“ exemplarisch steht – angefangen bei der völlig schwammigen Ausgangshypothese…) stellt das Problem dieses Studiengangs dar.

    Mein Lieblingsbeispiel ist nach wie vor die Anästhesistin, welche das „Heilen mit Zeichen“ Praneohom

    https://www.psiram.com/de/index.php?title=Neue_Hom%C3%B6opathie

    im Rahmen des Masterstudiengangs akademisch „upgraden“ wollte:

    Ein weiterer Erfolg ist, dass die PraNeoHom Eintritt in die Europa Universität gefunden hat über die Ärztin Kristin Rahel Mühlberger aus Berlin.

    Sie hat die PraNeoHom Ausbildung 2004 bei mir absolviert und ist zusätzlich seit 2005 PraNeoHom Dozentin.
    Zur Zeit studiert sie berufsbegleitend an der Europa Universität Viadrina „Komplementärmedizin – Kulturwissenschaften – Heilkunde“.

    Wie mit ihrem Professor besprochen wird sie ihre Masterarbeit über Körbler und das Thema Wasserinformation schreiben. Auch wurde ihr angeboten dieses Thema zur Promotionsarbeit auszuweiten.
    Ihre Praxis soll akademische Lehrpraxis werden und dies bedeutet, dass sie angeschlossen ist an die Universität.

    Mit diesem Riesenschritt, und ich möchte mich hiermit ganz herzlich bedanken bei Kristin Rahel Mühlberger, erfährt die PraNeoHom einen kräftigen Aufwind in Richtung Etablierung im Rahmen der alternativen Heilmethoden.

    http://www.praneohom.de/fileadmin/praneohom.group/upload/download/Newsletter/Newsletter_III_Juli_09.pdf

    Man beachte die Formulierungen – genau darum geht es imho strategisch bei dem Konstrukt IntraG.

  44. Andreas
    11. Juni 2012, 17:17 | #44

    @Ponder: Ich bin ja nun seit Anfang an mit dabei – und zwar in einer für meine bevorzugte Beobachter-Haltung günstigen Position, da ich über die Lernplattform Kontakt zum Team sowie zu allen Studenten und Dozenten habe und auf alle Lehrinhalte Zugriff habe. Gäbe es eine solche Strategie, würde ich das wissen. Es gibt sie nicht. Wenn mal von Aussen versucht wird, sowas für eigene Zwecke zu nutzen, ist das kaum zu verhindern. Es mag sogar sein, dass einzelne Personen, die am Studiengang teilnehmen, versuchen ihre Interessengebiete akademisch aufzuwerten (oder besser: sie in ihrer Wirkung zu untersuchen und zu verifizieren), eine konzertierte Strategie anzunehmen ist aber eine Projektion einer Verschwörungserwartung und trifft die Wahrheit nicht. Das würde ja auch implizieren, dass es sowas wie einen Auftrag oder Anreiz aus der „esoterischen Szene“ gäbe, womöglich auch noch monetärer Art. Das würde aber voraussetzen, dass es eine einheitliche Interessenvertretung dieser Szene gäbe, die es sicherlich nicht gibt, es gibt keine „Szene“, nur Einzelkämpfer. Eine derart organisierte Szene zu vermuten, ist wieder eine Verschwörungserwartung. Auch würde man dann annehmen, dass Geld zum Institut fliessen müsste, denn ohne eine einheitliche Organisation gäbe es keine andere Form, den nötigen Anreiz-Druck für eine derartige Strategie eines ganzen Instituts zu schaffen. Das ist auch nicht der Fall. Ganz im Gegenteil ist da ganz viel individuelles (in dem Ausmaß nicht bezahlbares) Engagement notwendig, um das Ganze möglich zu machen.

  45. Ponder
    11. Juni 2012, 17:41 | #45

    @ Andreas:

    Nun, hier bin ich anderer Auffassung.

    Es handelt sich bei dem von mir erwähnten Beispiel nicht um einen Einzelfall.

    Peter Conrads Arbeit steht in enger Verbindung mit der Firma Fostac

    https://www.psiram.com/de/index.php?title=Fostac

    Eine weitere Masterarbeit bzw Resultate daraus wurden hier publiziert:

    http://www.my-quantec.cl/de/pdf/025_dt_Heuschnupfen.pdf

    https://www.psiram.com/de/index.php?title=Quantec

    Eine akademische Lehrpraxis

    http://www.naturarzt-flechsig.de/naturheilkundepraxis/akademische-lehrpraxis/

    entpuppt sich als Knotenpunkt eines ganzen Netzwerks von alternativen Heilern und Anbietern

    http://www.ars-medendi-gmbh.de/blog/

    (Netter Nebenbefund für mich persönlich ist die Referenz auf Gerald Hüther 😀 )

  46. Andreas
    11. Juni 2012, 19:40 | #46

    Teil 1: Zwei von hundert Masterarbeiten sind wohl kaum hinreichende Beweisführung, zumal angenommen werden kann, dass hier im Einzelfall die Arbeiten missbraucht werden, ohne dass eine diesbezügliche Absicht des Autors vorlag. Und selbst wenn es vereinzelt eine solche Absicht des Autors geben sollte, so lässt das nicht auf eine strategische Absicht des Instituts schliessen. Allenfalls darauf, dass man im Einzelfall bestimmte Einflüsse nicht bemerkt (und daher nicht unterbunden) hat.
    Teil 2: Ein „Netzwerk von alternativen Heilern und Anbietern“ ist für mich jetzt nicht per se etwas schlechtes 🙂 Dass in einem solchen Netzwerk womöglich auch wieder ein paar schwarze Schafe grasen, ist wohl im menschlichen Lebensraum nicht zu vermeiden.

  47. Ly Schwatzmaul
    11. Juni 2012, 20:13 | #47

    Warum hab ich eigentlich grad den Eindruck, daß hier mit zweierlei Maß gemessen wird, wenn hier mal ein offizieller unter Klarnamen aber in Zivil auftritt? Der erste Post von Andreas ist alleine schon in weiten Teilen schlüpfriges Gerede (Du gehst nicht konkret auf die konkreten Vorwürfe ein Andreas) und sachlich auch in vielen Dingen falsch (Akupunktur hat erwiesenermaßen keinen über den Placeboeffekt herausgehenden Effekt).
    Komisch….. Andere Blogger, die hier sowas bringen, bekommen zurecht irgendwie andere Antworten…

  48. Ponder
    11. Juni 2012, 20:22 | #48

    @ Andreas:

    eil 1: Zwei von hundert Masterarbeiten sind wohl kaum hinreichende Beweisführung, zumal angenommen werden kann, dass hier im Einzelfall die Arbeiten missbraucht werden, ohne dass eine diesbezügliche Absicht des Autors vorlag.

    Quatsch!

    Peter Conrad hat auch andere Dinge bei Fostac oder einer Tochterfirma veröffentlicht.
    Glaubst du, Manfred Doepp von der DGEIM, der die Fostac-Kurse anbietet und das Paper in seinen Kursunterlagen hat, hätte es dem Peter Conrad nachts unterm Kopfkissen weggeklaut?!

    Zu den anderen Masterarbeiten:

    Harald Walach steht auf dem Standpunkt, dass die gar nicht öffentlich einsehbar sein sollen – ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt!

    Diese Auffassung Walachs ist übrigens in einer seiner IntraG- Stellungnahmen zu lesen und sollte dir daher sehr gut geläufig sein.

    Die Arbeiten aus Graz/Schloss Seggau, für die Treugut teilweise gutachterlich tätig ist, sind fein säuberlich in einem Katalog gelistet.

    Das ist immerhin transparent.

  49. Andreas
    11. Juni 2012, 20:33 | #49

    @Ly… Vielleicht liegt das daran, dass ich keine Agenda habe und spürbar wirklich aus privater Motivation schreibe und an einem echten Austausch interessiert bin. Ich hab weder den Anspruch noch einen Auftrag hier konkret auf irgendwelche konkreten Vorwürfe einzugehen; ich habe aber eine konkrete Meinung zu vielen dieser Dinge und die unterscheidet sich offensichtlich des öfteren von anderen Meinungen hier. Das macht die Sache interessant. Wir können hier weder alles ansprechen noch alles klären, das ist wohl auch nicht der Sinn der Sache von Blogkommentaren. Ich wäre enttäuscht, wenn ich hier unfreundlich gebasht werden würde; ich tus ja auch nicht mit Euch… 🙂

    Na und mit der Akupunktur, ich hab keine Lust da in der Tiefe drauf einzsteigen, mir ist das nur aufgefallen mit den langwierigen Untersuchungen im Auftrag der TK – und Lesch im ZDF hat neulich kein gutes Haar an der Homöopathie gelassen, aber in der gleichen Sendung die Akupunktur wegen ihrer teilweise erwiesenen Wirksamkeit über Placebo hinaus durchaus gut dastehen lassen. Um das zu vertiefen, müsste jemand Studien aus beiden Richtungen auf den Tisch bringen, sonst können wir hier sinnlos hin- und herdiskutieren und keiner weiss seine Aussage wirklich zu belegen…

  50. Ponder
    11. Juni 2012, 20:34 | #50

    @ Ly Schwatzmaul:

    Na ja, wir werden ihn nicht schon „vor unserer Haustür“ vermöbeln – immerhin hab ich weiter oben einen Link ins Forum gesetzt.
    Da gehts etwas mehr zur Sache – und man kann nicht überall gleichzeitig sein.

    https://forum.psiram.com/index.php?topic=5306.135

  51. Andreas
    11. Juni 2012, 20:39 | #51

    @Ponder: Ich sag ja, wenn im Einzelfall eine Beeinflussung unerkannt bleibt, dann muss das nicht auf eine Strategie hinweisen. Wie eben bei Conrad offensichtlich. Ich glaube, dass die Lehre für das IntraG sein wird, transparenter zu werden – und genauer hinzuschauen, wo bei einem Studenten unangemessene Ausseneinflüsse sein könnten.

    Walach hat nicht gesagt, dass die Masterarbeiten nicht öffentlich sein sollen, sondern dass Masterarbeiten nicht als wissenschaftliche Publikation gedacht sind – wie eine Promotion, wo eine Publikation ja sogar Voraussetzung ist. Es geht darum, dass die Arbeiten inhaltlich nicht dazu da sind, um in den wissenschaftlichen Diskurs eingebracht zu werden, sondern eine interne Prüfung darstellen, ob jemand befähigt ist, wissenschaftlich zu arbeiten.

    Es ist durchaus geplant, exemplarisch Masterarbeiten zu veröffentlichen, um die gesamte Bandbreite transparenter zu machen. Da muss sich nichts verstecken…. Im Gegenteil.

  52. Andreas
    11. Juni 2012, 20:41 | #52

    > Na ja, wir werden ihn nicht schon “vor unserer Haustür” vermöbeln – immerhin hab ich weiter oben einen Link ins Forum gesetzt. … – und man kann nicht überall gleichzeitig sein. <
    Wer weiss, frag mal ein Quant LOL

  53. Ly Schwatzmaul
    11. Juni 2012, 20:41 | #53

    Genau, insbesondere Fachleute wie Lesch (den ich leider persönlich unbekannterweise sehr schätze) die fachlich sicherlich die richtigen Ansprechpartner als Physiker in dieser Frage sind *ironie aus (wobei das in der Klammer nicht ironisch zu sehen ist)* sollten solche Fragen als erstes klären.
    Ich schätze Physiker sehr, denn die haben Fähigkeiten, von welchen ich nur zu träumen vermag, aber ob der Vortragende (recherchiert hat die Details für betreffende Sendung aber sicher auch wer anders) hier zu mehr als einem Argument ad hominem heranzuziehen ist, das bezweifle ich.
    Interessant, daß Deine Argumentation sich darauf aufbaut…..

  54. Ponder
    11. Juni 2012, 20:59 | #54

    @ Andreas:

    Walach hat nicht gesagt, dass die Masterarbeiten nicht öffentlich sein sollen, sondern dass Masterarbeiten nicht als wissenschaftliche Publikation gedacht sind

    Schwammige, vieldeutige Aussagen scheinen ein bevorugtes Stilmittel von ihm zu sein.

    Man sollte so was dann eben nicht „Master-Arbeit“ nennen – das weckt falsche Erwartungen.

    Und die Idee, alle Arbeiten zugänglich zu machen, wäre doch die beste Gelegenheit, Qualität zu demonstrieren.

    Ich weiß übrigens nicht, wie du auf diese seltsame Formulierung kommst:

    eine konzertierte Strategie anzunehmen ist aber eine Projektion einer Verschwörungserwartung und trifft die Wahrheit nicht. Das würde ja auch implizieren, dass es sowas wie einen Auftrag oder Anreiz aus der “esoterischen Szene” gäbe, womöglich auch noch monetärer Art. Das würde aber voraussetzen, dass es eine einheitliche Interessenvertretung dieser Szene gäbe, die es sicherlich nicht gibt, es gibt keine “Szene”, nur Einzelkämpfer. Eine derart organisierte Szene zu vermuten, ist wieder eine Verschwörungserwartung

    Ist dies von Esowatch jemals in dieser Form so unterstellt worden?
    Was ich erkennen kann ist, dass die nichtärztlichen Heilberufe – egal welcher Couleur – den Masterstudiengang als Chance zum akademischen Upgraden begreifen.
    Das geben die auch ganz offen zu verstehen – etwa in Heilpraxis.net
    Parallel dazu kämpft euer Dr. Boxberg darum, dass z.B. Physiotherapeuten als Heilberuf mit „Patienten-Erstkontakt“ anerkannt werden – vergleichbar also einem Hausarzt.

    In das selbe Horn tutet der Gesundheits-xyz Gerd Glaeske – Quelle irgendwo bei Joseph Kuhn im Blog –

    Natürlich ist das kein Zufallswirken von Einzelkämpfern, sondern gesundheitspolitische Lobby-Arbeit.

    Oder andersherum:

    aus der Sicht von Harald Walach und seinem bezahlten Spindoctor Claus Fritzsche stecken GWUP, einige Journalisten und der „Internetpranger Esowatch“ unter einer Decke – grad wieder gelesen in Fritzsches CAM-Media Watch- Blog , den das IntraG in voller Schönheit zitiert.

    Ich kann dir versichern, dass das absurd ist – aber das wird dich auch nicht überzeugen

  55. Ly Schwatzmaul
    11. Juni 2012, 22:01 | #55

    Nein Ponder, die von Andreas vorgebrachten Punkte sind in etwa so überzeugend wie die von anderen Menschen, welche ein geschlossenes Weltbild haben und dann darauf pochen, daß dieses Bild unerwünscht ist. Mal ehrlich.
    Andreas.
    Worüber wollen wir persönlich und privat im Hinblick auf eine völlig inakzeptable Masterarbeit an der Universität, an welcher Du Beruflich arbeitest, sprechen wenn Du nichts anderes machst, als die groben Fehltritte (wobei schon vor Jahren von angemahnt wurde, daß es zu solchen kommen wird, wenn ein Studiengang unter derartigen Modalitäten angeboten würde) einzelner zu relativieren.
    Schlimm ist hier halt (und das scheinst Du nicht zu sehen), daß es natürlich immer wieder solche Fehltritte gibt, daß man allerdings um das zu verhindern nur dafür Sorge tragen kann, daß es sinnvolle Aufsichtsgremmien geben sollte.
    Wie wäre es denn, wenn ich Mitglied in dem Aufsichtsgremium des betreffenden Studiengangs der Viadrina würde? Hättest Du ein Problem damit?

  56. 11. Juni 2012, 22:29 | #56

    @ Andreas: Sie schreiben oben: „Ich kann nichts dazu sagen, ob die Qualität dieser Masterarbeit ausreichend ist, um sie für den MA anzunehmen.“ An anderer Stelle schreiben Sie, dass Sie selbst einen akademischen Abschluss haben, d.h. Sie kennen die Usancen von Studienabschlussarbeiten durchaus. Dann können Sie der Frage, ob das Werk von Herrn Conrad als Masterarbeit angenommen werden darf, nicht auf diese Weise ausweichen. Schon formal genügt sie nicht den Ansprüchen, die man an eine Masterarbeit stellen muss. Dies und andere offenkundige Kritikpunkte sind in verschiedenen Blogs, auch in meinem, thematisiert worden. Es gibt dazu keine vernünftige Reaktion seitens des INTRAG, weder von Herrn Walach, noch von Herrn Schmidt, noch von Ihnen, aus welcher Rolle heraus Sie auch immer schreiben mögen. In der Wikipedia-Diskussion sprachen Sie statt dessen von einer „Hetzkampagne“. Wer sich der Kritik an wissenschaftlichen Qualitätsmängeln nicht stellen will, darf sich nicht wundern, wenn das irgendwann Folgen hat. Das ist jetzt mit der Stellungnahme der Hochschulstrukturkommission geschehen. Nach all dem, was in den letzten 6 Wochen geschehen ist, meine ich, die Kommission hat recht, da ist nichts mehr zu retten, das INTRAG kann der notwendigen Überwindung der auch andernorts kritisierten biomedizinischen Einseitigkeiten keinen Dienst mehr erweisen, es schadet diesem Anliegen nur noch.

  57. Andreas
    11. Juni 2012, 22:33 | #57

    @Ponder: Ich finde die Formulierung gar nicht schwammig, und auch nicht ausweichend. Ob es möglich ist, alle Arbeiten zu publizieren wage ich zu bezweifeln; immerhin müssen die Autoren damit einverstanden sein. Das ist auch nirgendwo in der Wissenschaft Praxis, dazu sind diese Arbeiten einfach nicht gedacht. Dass aber ein repräsentativer Ausschnitt sichtbar gemacht wird, dafür setze ich mich gerne ein.

    > Natürlich ist das kein Zufallswirken von Einzelkämpfern, sondern gesundheitspolitische Lobby-Arbeit. aus der Sicht von Harald Walach und seinem bezahlten Spindoctor Claus Fritzsche <
    Was ich ganz sicher weiss, ist dass Fritzsche nicht von Walach oder dem IntraG bezahlt wird. Der arbeitet zumindest in der Hinsicht gänzlich unabhängig.

  58. Andreas
    11. Juni 2012, 22:36 | #58

    @Ly_Schwatzmaul: > Wie wäre es denn, wenn ich Mitglied in dem Aufsichtsgremium des betreffenden Studiengangs der Viadrina würde? Hättest Du ein Problem damit? <
    Ich weiss ja nichts über Deine Qualifikation, aber ich hätte kein Problem mit irgend jemandem, solange er/sie 1. fachlich qualifiziert und 2. unvoreingenommen und unabhängig ist.

  59. Ly Schwatzmaul
    11. Juni 2012, 22:40 | #59

    Ups……
    Ich bin aber weder fachlich Qualifiziert, und unvoreingenommen bin ich auch nicht :). Darf ich trotzdem?

  60. Ly Schwatzmaul
    11. Juni 2012, 22:45 | #60

    Aber bedingt unabhängig bin ich….. Wess Brot ich ess, des Lied ich sing……. Aber ich denke, daß wär für mich kein wirkliches Ziel….. Egal was man mir monatlich bietet……
    Aber mal so am Rande, was verdient ein solcher Mitarbeiter eigentlich?
    Und wenn Du das nicht weißt, was bietest Du mir als unqualifizierer Kraft denn nun schlussendlich?

  61. Ly Schwatzmaul
    11. Juni 2012, 22:47 | #61

    Achja, auf meine Fragen hast Du aber immer noch noch nicht geantwortet…….
    Aber ist halt so, wenn man in der Defensive ist. Da nimmt man jedes Jobangebot….

  62. Andreas
    11. Juni 2012, 22:53 | #62

    @Joseph Kuhn: (Jetzt werd ich durch Sie / Dich aus meinem bevorzugten Du herausgerissen 🙂 Ich pass mich mal dem Gesprächspartner an, biete aber auch hier freundlichst das „Du“ an…)

    Ich habe vor Bologna studiert und zwar das Hauptstudium abgeschlossen, aber den Magister nicht mehr erlangt, weil ich danach aufgehört habe, um mich in der IT selbständig zu machen. Daher bin ich zwar irgendwie als „Akademiker“ disqualifiziert, aber trotzdem nicht völlig unbeleckt, was die Wissenschaft angeht 😉

    Mit den Magister-Kriterien habe ich mich daher nie befasst, und die Bologna-Kriterien kamen ja erst „nach meiner Zeit“. Insofern weiche ich nicht aus, ich kann das wirklich nicht beurteilen und das ist auch nicht mein Job. Ich sage hier wirklich nur aus einer privaten (aber natürlich nicht von meiner Arbeit unbeinflussten) Sichtweise heraus das, wo ich auch hinter stehen kann. Hinter einem Urteil zu diesem Thema kann ich nicht stehen, weil ich dazu nicht kompetent bin, also äußere ich mich dazu nicht und stelle lieber offen die Fragen in den Raum, die mich tatsächlich auch beschäftigen.

    Ich wundere mich auch ein wenig darüber, dass diese Arbeit so gelobt wurde. Ich kann das nur so interpretieren, dass der Umfang des Versuchsaufbaus die anderen Schwächen aus der Sicht der Gutachter aufgewogen hat.

    Wie eine Hetzkampagne erschien mir die Sache zu dem Zeitpunkt; Wikipedia vergisst nichts 😉 Aber wie soll das aussehen: plötzlich erscheinen falsche Aussagen beinahe gleichzeitig in verschiedenen Blogs und Zeitungen und werden dann von weiteren Zeitungen – zumindest teilweise durch in dem Kontext schon bekannte Autoren – ungeprüft aufgegriffen. All das basierend auf eine falsch interpretierte Information, die vom ursprünglichen Autor bereits als falsch erkannt und zurück gezogen wurde. Auf dieser nicht existierenden Basis wird eine Reihe von Argumentationen aufgebaut, die sich scheinbar im Kreisschluss verifizieren, aber eben nur scheinbar, weil die Basis fehlt.

    Was schlechte Wissenschaft wäre, ist auch schlechter Journalismus: Auf etwas, das bereits widerlegt ist, eine neue Theorie zu basieren und es nicht neu zu untersuchen, sondern dem anhand der falschen Basis eine scheinbare Wahrheit überzustülpen. Nach dem Motto: Ipse dixit! 😉

  63. Andreas
    11. Juni 2012, 23:00 | #63

    @Ly_Schwatzmaul: Welche Fragen waren das nochmal? Also nein, ich hätte nichts gegen ein unabhängiges qualifiziertes Aufsichtgremium, das sicher auch nicht zu anderen Schlüssen kommen würde, als die Akkreditierungsagentur, aber vielleicht im laufenden Betrieb weitere Anregungen zur Qualitätsverbesserung liefern könnte. 🙂 Und nein, Du darfst nicht trotzdem, wenn Du nicht qualifiziert bist. Keine Chance.

    Ich funktioniere aber auch so: Egal was man mir monatlich bietet, ich sing kein Lied, von dem ich nicht überzeugt bin. Ich verdiene auch nicht mehr als ich als ALG II bekommen würde, also warum abmühen, wenn es mich nicht inhaltlich überzeugen würde…. Anders ausgedrückt: Ich bin nicht käuflich.

  64. Ly Schwatzmaul
    11. Juni 2012, 23:03 | #64

    Du bist übrigens auch nicht qualifiziert hier als Privatperson solche Dinge abzulassen, aber das sei Dir gegönnt.

  65. Ly Schwatzmaul
    11. Juni 2012, 23:05 | #65

    Daß Du funktionierst, das bestreitet niemand :).

  66. Andreas
    11. Juni 2012, 23:09 | #66

    @Joseph Kuhn: Ich habe vor Bologna studiert und nach dem Hauptstudium aufgehört, um mich selbständig zu machen im IT-Bereich, den ich mir autodidaktisch schon parallel aufgebaut hatte. Ich weiss also nichts über die Magister-Kriterien, und noch weniger über die Masterkriterien nach Bologna. Und wenn ich keine Ahnung habe, dann „halte ich lieber die Fresse“ wie man so schön sagt. Das ist also kein Ausweichen, meine Fragen, die ich in den Raum stelle sind echt und sind die Fragen, die ich mir auch stelle – und wo ich sicher auch nochmal nachhaken werde.

    Was Wikipedia angeht: Das erschien mir zu der Zeit so und Wikipedia vergisst ja nichts 😉 Aber wie soll das auch aussehen, wenn man weiss, dass die wesentlichen Informationen, auf die mehrere fast gleichlautende Artikel aufbauen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt (während der Arbeit der Struktukommission) rausgehauen werden, falsch sind und den Autoren zu dem Zeitpunkt offensichtlich als falsch bekannt waren. Die Quelle, auf der die Aussagen beruhten, hatte die Informationen bereits länger als falsch zurückgezogen und Nachfragen bein Institut fanden entweder nicht statt oder wurden ignoriert.

    Eine solche Konstruktion wäre in der Wissenschaft unhaltbar: Eine widerlegte Theorie ohne erneute Prüfung als Basis zu nehmen und sich für die neue Argumentation darauf zu berufen. Das wäre Ipse-Dixit-Wissenschaft – und ist in diesem Fall auf jeden Fall schlechter Journalismus, wenn es nicht abgesprochen gewesen sein sollte.

  67. Ly Schwatzmaul
    11. Juni 2012, 23:09 | #67

    Aber Du magst mir schon zugestehen, daß ich mir arge Gedanken um Deine Person mache (sind morgen wieder weg, weil nur Bullshit von Dir kam und ich morgen anderes zu tun hab, als mich mit Unsinn zu beschäftigen), ich muß halt morgen Müll wegräumen und daß ist gut so :).

  68. 12. Juni 2012, 00:21 | #68

    Dass die Arbeit von Conrads akademischen Ansprüchen an eine Masterarbeit in keinster Weise genügt, ist zumindest für jeden Universitätslehrer eine Offensichtlichkeit. Das gilt sowohl formal als auch inhaltlich. Da kann auch die doppelte Verblindung seines Bastelexperiments nichts retten, auch wenn Walach meint, wenn es nur doppelblind ist und irgendeinen Hypothesentest (dass es der falsche ist, ist offenbar egal) drin vorkommt, ist es schon Wissenschaft. Dass Walach ein krudes Wissenschaftsverständnis hat, ist allerdings nichts Neues.

    Und was die Nichtveröffentlichung von Abschlussarbeiten angeht, verweise ich mal auf den IntraG-Newsletter 2009, wo es um das Problem möglicherweise minderwertiger Doktorarbeiten ging. Da heißt es zuerst: „Daher muss an dieser Stelle betont werden, dass die Teilnehmer des philosophischen/philologischen Zweitstudiums häufig nebenher arbeiten und man an ihre Abschlussarbeiten nicht die Maßstäbe anlegen darf, die gemeinhin an geisteswissenschaftliche Doktoranden gestellt werden.“ Und dann: http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/intrag1.jpg. Das ist doch an Peinlichkeit nicht zu überbieten!

  69. Ponder
    12. Juni 2012, 00:24 | #69

    Hallo Ulrich 😀

    Schön, dass du uns beehrst!

    Hier ist der IntraG-Vertreter grad persönlich zu sprechen:

    https://forum.psiram.com/index.php?topic=5306.msg100326#msg100326

  70. Stöber
    12. Juni 2012, 14:47 | #70

    Wow, die alten Nerd-Reflexe funktionieren noch. Der letzte Satz hat mir die Fußnägel hochgerollt!
    In diesem Sinne noch ein Zitat aus Babylon 5: ‚KHAAAAAAAAAAN!‘

    *scnr*

  71. Pertu M.
    13. Juni 2012, 03:26 | #71

    @M Gerlach
    Sehr interessant, was man findet wenn man googelt nach „Esowatch Wolfgang Künzel“ er hat sich vorher schon in seinem Blog vorsorglich gegen Esowatch geäussert. Beriets 2010!!!

    Vielleicht sollte man über die Hypnoseakademie keinen Eintrag schreiben. Ich dachte bisher, dass Esowatch und die Psychophysik vielleicht zusammenstecken und daher nichts über Künzels Hypnoseakademie enthalten ist, obschon ja sogar Philippi entsprechend gewürdigt wird. Da habe ich mich geirrt.

    Bei Künzel findet man die gleichen Bekämpfungen der Schulmedizin, die Künzel sogar SM abkürzt und sich gegen die Immuntheorie ausspricht, weil sie unwissenschaftich sei.

  72. 14. Juni 2012, 00:22 | #72

    Im letzten Satz des Artikels aus Science findet sich eine Stellungnahme eines neutralen Experten…

    Mastering Clairvoyance

    A recent master’s degree thesis at European University Viadrina Frankfurt (Oder) in Germany is generating waves—though not the “time waves” the student was looking for.

    Orthopedist Peter Conrad had set out to study a hollow aluminum cylinder known as a Kozyrev mirror, which proponents claim opens a spacetime channel that enables a person to communicate telepathically, see aliens and UFOs, and even contact the dead.

    In what thesis supervisor Harald Walach of the Institute for Transcultural Health Studies at Oder calls a “smart experiment,” Conrad tested whether the mirror also facilitated clairvoyance. Test subjects held on to wires either connected to a small Kozyrev mirror or to a mockup. A piece of paper with a number written on it was placed in the cylinders. In one set of experiments, he found, people connected to a Kozyrev mirror were significantly better than average at guessing the numbers.

    The work won Conrad his master’s degree last year—but some scientists see it as part of a worrying trend of pseudoscience finding a home in publicly funded universities. Responding to those critics, Walach wrote in a statement: “This is an exploratory finding, that can be seen as a sign for clairvoyance.”

    Walach’s institute has sparked debate before when it included energy medicine, faith healing, and other esoteric practices on its curriculum in 2010. Those plans were later scrapped. But there have been similar situations at other universities in recent years. “It appears that such nonsense clusters at certain institutes and around certain professors,” says German-born Edzard Ernst, professor of complementary medicine at the University of Exeter in the United Kingdom. “It is regrettable and alarming when German universities produce such hogwash disguised as science.”

  73. Ponder
    19. Juni 2012, 16:36 | #73

    @ all:
    Hier gibt es eine brandaktuelle Stellungnahme von Harald Walach:

    http://intrag.info/archiv/Masterarbeit-Conrad-Kozyrev-Spiegel_Fazit_Harald-Walach.pdf

  74. Maxi
    19. Juni 2012, 17:59 | #74

    „Alle Akteure haben die Bedeutungsebenen vermischt“ – aaaaha, das ist also der Grund, weshalb keiner den Herrn Walach versteht.
    Man hat beim Lesen des Textes den Eindruck, er will den Gegner totquatschen, wenn er schon keine Argumente hat. Diese Endlostexte dauernd, auch von Andreas Giesen im Forum, sind dermaßen ermüdend, man gibt dann einfach irgendwann auf, was ja vielleicht vom Schreiber beabsichtigt ist.

  75. Mephisto
    20. Juni 2012, 14:52 | #75

    Ich habe mich mit Walachs neuem „Werk“ (Link siehe Ponders Beitrag) befasst und es ist bei mir der Eindruck entstanden, dass hier jemand versucht seine Kritiker über Wissenschaflichkeit zu belehren, der selbst ein eher merkwürdiges Bild von Wissenschaft und Wissenschaftlichkeit hat.
     
    Im Großen und Ganzen unterstellt er seinen Kritikern pauschal uninformiert zu sein und ihn praktisch nur deshalb zu kritisieren, weil er sich mit exotische Themen befasst. Er gesteht formale Schwächen der kritisierten Arbeit von Peter Conrad ein, aber nur um sie anschließend wieder zu relativieren und als rein formale Kleinigkeiten erscheinen zu lassen.
    Außerdem meint er, Masterarbeiten seien nur „Rohmaterial“ und müssten erst dann wissenschaftlichen Ansprüchen genügen, wenn sie im Nachhinein zu peer-review-fähigen Dokumenten verarbeitet würden. (Vielleicht sollte ihm mal jemand sagen, dass Leute aufgrund solcher Arbeiten Titel bekommen, die sie als Menschen ausweisen sollen, die ein Fachgebiet auf wissenschaftlicher Ebene verstehen und beurteilen können.)
     
    Da er meint auf vier Ebenen missverstanden worden zu sein und dass seine Kritiker blindwütig auf ihn losgehen ohne sich mit den Fakten vertraut zu machen (so habe ich ihn zumindest verstanden), werde ich mich hier auf Zitate aus dem Dokument beziehen.

     
    FORMALE EBENE

    Walach
    „die Arbeit von Peter Conrad ist in einem formalen Sinn nicht gut. Die Zitationen verweisen teilweise auf sekundäre Quellen. Der Sprachduktus ist holperig und die Art und Weise, wie die Ergebnisse interpretiert wurden, ist an mehreren Stellen fragwürdig. […] Diese [die formale] Ebene war und ist mir allerdings in diesem Kontext weniger wichtig, als die methodische und inhaltliche Ebene.“

    Ich frage mich, ob Herrn Walach der Sinn der formalen Anforderungen klar ist, die an eine wissenschaftliche Arbeit gestellt werden oder ob er sie einfach für lästiges Beiwerk hält. Besonders das korrekte Zitieren und eine vernünftige Auswahl der Quellen ist fundamental wichtig, da sich eine solche Arbeit auf diese Quellen stützt. Wer derartige Zusammenhänge nicht versteht und/oder berücksichtigt, hat aus meiner Sicht den Titel eines „Master“ nicht verdient.
     

    Walach
    „Eine Masterarbeit ist kein Endprodukt, sondern ein Zwischenprodukt. Erst im Verein mit der Prüfung ist sie vollständig. Die Mängel – wie die Ergebnisse zu interpretieren sind, wie die Arbeit kontextualisiert werden sollte – haben wir in der Prüfung aufgegriffen und mit dem Kandidaten besprochen. Für ihn war es eine Lernerfahrung, und um genau das geht es bei einer Masterarbeit.“

    Ich dachte immer bei einer Masterarbeit geht es darum, nachzuweisen dass man das Themengebiet beherrscht. An dieser Stelle sollte das Lernen der grundlegenden Fakten und Fähigkeiten abgeschlossen sein. Natürlich ist es Sinn und Zweck der Wissenschaft, Neues zu lernen, aber wenn man einen Master-Titel haben möchte, sollte man nachweisen können, das man das „Handwerkszeug“ eines Wissenschaftlers beherrscht.
     

    Walach
    „Im Zweifelsfall ist mir eine Arbeit, die formal nicht sonderlich gut und wissenschaftlich ist, im Kern aber solide und kreativ, lieber als eine, die formal korrekt – aber inhaltlich so langweilig ist, dass der Staub schon aus den Seiten kommt, bevor man sie öffnet.“

    Glaubt Herr Walach, eine wissenschaftliche Arbeit diene dazu den Leser zu unterhalten? Ich bin anderer Meinung. Ich würde erwarten, dass sie ihr Thema sachlich richtig und methodisch korrekt behandelt, ob der Autor dabei besonders kreativ war oder nicht, mag relevant sein, wenn es um Kunst geht, aber in diesem Fall: Thema verfehlt!
     
    METHODISCHE EBENE

    Walach
    „Vielfach gibt es auch hier das Missverständnis, es gäbe „wissenschaftlichere“ und „unwissenschaftlichere“ Methoden. Das halte ich für Unfug. Es gibt nur Methoden, die einer Frage angemessen sind und daher wissenschaftlich sauber, und solche, die es nicht sind.“

    Das wiederum halte ich für Unfug. Wünscheltutengehen z.B. halte ich per se für eine eher unwissenschaftliche Methode.
     

    Walach
    „Und hier, finde ich, muss man zugestehen: Conrad hat wissenschaftlich gearbeitet“ […] „Dass man diese Verblindung noch strikter durchführen könnte als mit Zahlen in undurchsichtigen Umschlägen – z.B. mit Hilfe von echten Zufallszahlen aus einem Zufallsgenerator in einem miniaturisierten Computer innerhalb des Spiegels – ist klar und müsste bei einem strikter kontrollierten Nachfolge-Experimente gemacht werden. Das halte ich für den Rahmen eines vergleichsweise kleinen Pilot-Experimentes im Rahmen einer dreimonatigen Masterarbeit für einen pragmatisch nicht mehr zu vertretenden Aufwand.“

    Das sehe ich anders. Gerade bei einem solch zentralen Aspekt des Experimentes sollte für die grundlegendsten Mechanismen wissenschaftlichen Arbeitens Zeit sein. Auch verstehe ich nicht was so aufwendig daran sein soll, ein Notebook, Netbook, Tablet-PC oder Smartphone mit einem entsprechenden Programm in die Versuchsanordnung einzubringen. …ganz abgesehen davon, dass ein Zufallsgenerator eben keine echten Zufallszahlen erzeugt, aber geschenkt, damit wäre zumindest die Verblindung nachvollziehbar gegeben gewesen.
     
    In einer Fußnote auf Seite 3 spricht Walach von „konventioneller Wissenschaft“ und „Mainstream-Wissenschaft„. Das zeigt wohl schon wohin die Reise geht: kreative (Walachsche) vs. konventionelle Mainstream-Wissenschaft.
     
    In der gleichen Fußnote:

    Walach
    „Es ist übrigens nur an dieser Stelle, also dort, wo es um die geometrischen Maßstäbe eines verkleinerten Spiegels geht, dass Überlegungen zum Global Scaling ins Spiel kommen, das so viele Kritiker auf die Barrikaden gebracht hat. Ich verstehe nicht, wie eine geometrische Maßstabsüberlegung, die eine mathematische Konstante ins Spiel bringt, so viel Emotion auslösen kann.“

    Es war natürlich nur eine „geometrische Maßstabsüberlegung“ die kritisiert wurde, nicht etwa die Auffassung, das Global Scaling unwissenschaftlicher Unfug und somit als Basis für jedwede Überlegung in einer wissenschaftlichen Arbeit untauglich ist.
     

    Walach
    „Die Arbeit liefert damit zumindest einen ersten Hinweis auf mögliche Telepathie, die es weiter zu untersuchen gilt. Das hat die Gemüter erhitzt. Denn viele sehen bereits im Beforschen solcher Dinge ein Sakrileg und belegen diese Tatsache selbst mit dem Prädikat „unwissenschaftlich“.“

    Warum muss Walach zu solch offensichtlich nicht haltbaren Vorwürfen greifen? Fällt jemandem ein anderer Grund ein, als der Kritiker mundtot machen zu wollen?
     
    INHALTLICHE EBENE

    Walach
    „Dennoch war es in der Tat so, dass an vielen Stellen der Debatte „Wissenschaftlichkeit“ am Inhalt festgemacht wurde und nicht an der Methode. Es wird dann davon ausgegangen, dass nur das, was momentan akzeptierte Erkenntnis ist, Wissenschaftlichkeit beanspruchen kann.“

    Im Klartext: alle Kritiker sind Wissenschaftsdogmatiker. Kennen wir das nicht irgendwoher?
    Oder mit den Worten des Herrn Walach:

    Walach
    „Würde man Wissenschaftlichkeit so definieren, gäbe es keinen Fortschritt.“

    Noch Fragen?
     
    SOZIALE UND MEDIALE EBENE

    Walach
    „Stattdessen ging ein regelrechter Aufregungssturm los, den wir im ersten Moment nicht anders denn als eine gezielte Kampagne deuten konnten.“

    Immerhin: Walach verabschiedet sich vom Kampagnen-Vorwurf. Hört, hört!
     

    Walach
    „Denn wenn es jemand um echtes Interesse gegangen wäre, hätte er uns dann nicht zunächst fragen können, was wir uns dabei gedacht haben? […] All die Fragen, die wir dann in mühsamer Kleinarbeit hinterher beantworten mussten hätten im Vorfeld geklärt werden können. Dann wäre möglicherweise weniger Aufregung entstanden.“

    Ach, das arme Opfer. Er hätte es lieber gehabt die Kritiker hätten sich alle einzeln bei ihm gemeldet. Konnte ja niemand ahnen, dass er gerne x-mal die selben Antworten schreibt. 😉
     

    Walach
    „Dies führt zur sozialen Dimension: Wissenschaftlichkeit ist ein sozial zu verhandelnder Begriff.“

    …was aber eben nicht heißt, dass, wenn man nur lange genug verhandelt, jeder Unsinn wissenschaftlich wird.
     
    Und dann kommt was kommen musste:

    Walach
    „Cui bono?“

    Welche Relevanz hat diese Frage, wenn es doch gar keine gezielte Kampagne gab? Sehr merkwürdig.
     

    Walach
    „Es wird viel geschrieben und auch viel gehetzt im Internet. Und schnell passiert es, dass die wirren Vorstellungen einiger über die Wissenschaft uninformierter Blogger über die Adelung durch schlecht recherchierende Medien zu scheinbaren Fakten und gewichtigen Urteilen über ganze Institutionen erhoben werden.“

    Ob er wohl so uninformierte Blogger wie Florian Freistetter meint?
     

    Walach
    „Ich kann in dieser ganzen Aufregung wenig konstruktive Impulse erkennen, sondern eher eine aus dogmatischer Haltung gespeiste Besserwisserei, die mich sehr an die Haltung der Inquisition im Spanien des 17. Jahrhunderts erinnert.“

    Jaja, keiner versteht so schlecht wie jemand der nicht verstehen will.
     

    Walach
    „Kaum einer derer, die Kritik geäußert haben, hat sich je ausführlich informiert über das, was wir sonst noch machen.“

    Hier zündet Walach IMHO eine klassische Nebelkerze. Für die Frage ob Conrads Masterarbeit als solche taugt ist es völlig unerheblich was Walach und Co. „sonst noch machen“.
     

    Walach
    „die Forschung innerhalb der Komplementärmedizin hat zu Strukturbildungen und zu Akademisierungen geführt. Das gefällt nicht jedem. Denn es betrifft auch Pfründe und bedroht Machtstrukturen.“

    Jahaaa, die pöhse dogmatische Wissenschaftslobby mal wieder. Die haben nämlich alle Angst vor der Komplementätmedizin (aka Alternativmedizin), denn wenn rauskommt, dass die alles viiiel besser kann, dann bricht ja das ganze Pharmakartell-gesteuerte Lügengebäude der sogenannten „Medizin“ in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Ich sage euch: da läuft eine ganz große Verschwörung!!!11einself!
     
    Danke Herr Walach, mir reicht’s.

  76. Ponder
    20. Juni 2012, 15:35 | #76

    @ Mephisto:

    Joseph Kuhn hat in seinem Blog einen weiteren Briefwechsel mit Stefan Schmidt, IntraG, veröffentlicht (ausdrücklich von letzterem genehmigt):

    http://www.scienceblogs.de/gesundheits-check/2012/04/wissenschaftstheorie-wissenschaftspraxis-wissenschaftspolitik-die-unendliche-geschichte-esoterischer-betatigungen-an-der-viadrina.php#comment337416

    Ich bin auf einen speziellen Punkt zum divergenten Verständnis in der Frage „Wissenschaftliche Methodik“ weiter unten in einem Kommentar noch mal eingegangen.

  77. Mephisto
    20. Juni 2012, 16:03 | #77

    @Ponder
    Danke. Sehr erhellend.
     
    Wie man Peter Conrad angesichts solch gravierender Mängel bis heute sauberes wissenschaftliches Arbeiten bescheinigen kann, ist und bleibt mir ein Rätsel, aber immerhin zeigt es mit wes Geistes Kind man es bei Harald Walach zu tun hat.

  1. 9. Juni 2012, 14:25 | #1
  2. 8. Juli 2012, 01:07 | #2
  3. 19. Oktober 2012, 22:47 | #3