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Von spirituellen Blutbildern, der Verehrung menschlicher Überreste und einer Art Hexensabbat

Mit Menstruationsblut besudelte TrommelDen meisten Frauen im gebärfähigen Alter ist ihre Menstruation samt deren Begleiterscheinungen und Beschwerden eher lästig. Doch eine bewährte Strategie vor allem in der Esoterikszene, etwas Unangenehmes schmackhaft zu machen, ist dessen spirituelle Überhöhung zu einem bedeutenden Ereignis, auch wenn es nur die körperliche Folge nicht im biologischen Sinne erfolgreichen (oder auch vielleicht gerade keines) Geschlechtsverkehrs ist.

Our moon blood is sacred substance. It starts as life-giving tissue that lines up our wombs monthly, in preparation for new life.

Unser Menstruationsblut ist eine geheiligte Substanz. Es fängt an als monatliches lebensspendendes Gewebe in unseren Schößen, um auf neues Leben vorzubereiten.


Um den täglichen Stuhlgang wird meist weniger Tamtam gemacht, obwohl er entsteht durch die lebensspendende Verdauung. Aber den kann man auch nicht so schön mit dem Mond verbinden, dem Urdingsda des Weiblichen.

Schmuck mit Plazentaresten.So kann die überbelichtete erleuchtete Künstlerin von Welt periodisch tiefschürfende Kunstwerke erschaffen, welche uns alle feinstofflich weiterbringen, wie zum Beispiel eine blutbesudelte handbemalte Trommel. Leider hat sie ihr Monatsblutungsblog irgendwann eingestellt. Es war eine Bereicherung!

Dass spiritusdurchflutete Menschen dazu neigen, mit menschlichen Überbleibseln Seltsames zu veranstalten, war ja bereits mehrmals Thema, wie zum Beispiel die Verehrung und Verzehrung der Hl. Plazenta. Wogegen der hier abgebildete Schmuck geradezu harmlos erscheint.

Der geballte pseudo-natürliche Wahnsinn versammelt sich allerdings auf einer Art Hexensabbat, von den Eso-Frauen als Frauenkongress betitelt. Keine Angst, für die Männchen gibt es ein Pendant! Aber das würde schlicht den Rahmen sprengen.

Jetzt ist die Zeit…
…uns mit den Quellen weiblicher Kraft wieder zu verbinden
…Liebe und Mitgefühl in unseren Herzen zu öffnen
…Schoßkraft zu erwecken und zu ehren
…unsere Kreativität zum Wohle aller einzusetzen
…weiblich intuitivem Wissen zu vertrauen
…Hingabe an das Göttlich Weibliche zu leben
…die Balance zwischen Männlichem und Weiblichem wieder herzustellen
…das Leben zu feiern
…uns mit Schwestern zu vernetzen und die Verantwortung für uns
und die nachfolgenden Generationen zu übernehmen.

Was auch immer diese Schoßkraft sein mag. Ein Schelm, wer Schweinkram dabei denkt.

Neben dem üblichen Meditations- und Yogazeug verwursten die Damen ebenfalls die Indianer und bieten auch einen „Mondplatz“ an:

Traditionell ist dies der Platz, an denen Frauen nach indianischer Tradition ihre Mondzeit gemeinsam verbringen, um zu lachen, zu singen, ihre weibliche Kraft und Verbundenheit zu spüren, auf das Göttliche lauschen und Visionen zu empfangen.

Wir möchten mit Euch diese Tradition neu beleben und heissen sowohl blutende Frauen willkommen sich hier mit ihrer Kraft und der Erde zu verbinden (auch ihr Blut der Erde zurückzugeben) als auch Frauen, die sich nach Rückzug und Besinnung im Trubel, nach Stille im Auge des Wirbelsturms sehnen.

Auf Euch warten die Elemente, Gemütlichkeit, die schützende Gebärmutterhöhle der Mondhütte, Bücher, Stille und Genuss des ganz mit sich Seins!!

(Aha? Alles klar?) (Da haben wir auch wieder das Blut!) Ansonsten gibt es Workshops zur Zeitenwende, zum gemeinschaftlichen Masturbieren und natürlich auch zum Menstruieren („Kraft und Magie der Menstruation“). Was man sich nun unter der „Weisheit der Gebärmutter“  vorstellen soll oder gar unter „ekstatischem Gebären“  (nein, lieber nicht, wirklich nicht!)?

 

  1. Timo
    4. Juni 2012, 23:55 | #1

    Also manche Sachen sind einfach so bescheuert, dass man sich tiefgehend wundert, dass es keine zynische Satire ist.

  2. nihil jie
    5. Juni 2012, 00:46 | #2

    @Timo

    Es war schon immer Satire, bloß es wagte bis vor kurzem noch keiner darüber öffentlich zu lachen. es war entweder verboten oder gesellschaftlich mit Sanktionen belegt wenn man dem etablierten gesellschaftlichen Bild der Dinge nicht zustimmte oder sogar es wagte es zu kritisieren oder darüber zu lachen… ein Sakrileg, Gotteslästerung, Verletzung der Gefühle der gläubiger oder Anhänger und ähnliches.

    zum Glück ändert sich das alles langsam aber dennoch stetig wie es scheint… dank der der vielfältigen Organisationen, Vereine und auch Blogs, zu denen nicht zuletzt auch EsoWatch gehört… an der stelle vielen großen Dank für die unermüdliche Aufklärungsarbeit ! 😉

  3. vektorfee
    5. Juni 2012, 04:24 | #3

    Sosehr ich das Bedürfniss verstehe, gegen Irrationalität und ihre Folgen einzutreten und so begeistert ich den Blog sonst lese: Ein klein bischen Anstand tut auch Satire hin und wieder ganz gut.
    Schon die ersten Zeilen wirken verletzend und kühl: Menstruation sei demnach “doch eher lästig” und nur die Folge von keinem oder nicht biologisch erfolgreichem Sex. Die nachfolgende Konstruktion einer “Esoszene” aus dem Nichts , so als hätte die Fortpflanzung und ihre Begleiterscheinungen nicht seit Jahrtausenden eine besondere Faszination für Menschen gehabt, wirkt lächerlich und es wird nirgends deutlich, wo genau der Schaden durch diese Kurse liegen soll. Die Verwendung solcher Begriffe wie Hexensabbat “Urdingsda des Weiblichen” und die allgegenwärtigen sexuellen Anspielungen und Witze lassen somit nur den Eindruck von Frust und Ablehnung gegenüber Frauen zurück. Kurzum, dem Artikel fehlt nur noch ein abschließendes “Frauen sind eben unlogisch”, um ihn in viel zu vielen Männerrunden dieser Welt zu einem echten Lacherfolg werden zu lassen. Um dem Unfug über das höhere Gut der Vernunft gleich zuvorzukommen:
    Eben diese verkrampfte und seelenlose Pseudorationalität und ihr paternalistischer Tonfall sind es, die Menschen und besonders auch Frauen zur Esoterik treiben. Solange Vernunft stets als männlich formuliert wird und weibliche Erfahrungen an den Rand gedrängt und lächerlich gemacht werden, ist es kaum verwunderlich, wenn “Gegenbewegungen” (zur Vernunft, nicht zum Sexismus) derartig erfolgreich sind. Als erster Artikel zu den Tags „Feminismus“ bzw. „weiblicher Feminismus“ wirkt diese Bruchlandung besonders traurig.
    [Edit: Etwas deutlicher formuliert und das Encodingproblem umgangen]

  4. Statistiker
    5. Juni 2012, 09:04 | #4

    @ Lisa, bitte lesen: „Keine Angst, für die Männchen gibt es ein Pendant! Aber das würde schlicht den Rahmen sprengen.“

    Sorry, wenn ich so etwas lese: „…schützende Gebärmutterhöhle der Mondhütte…“, dann frag ich mich: Ist das noch übersteigertes Geltungsbedürfnis oder schlicht und ergreifend Wahnsinn?????

  5. quantumzero
    5. Juni 2012, 09:05 | #5

    @vektorfee
    Da bin ich sehr froh ein männliches Wesen zu sein, nur ein Samenspender unabhängig vom Mond.
    Mache mir über die „abgegangenen“ Spermien keine Gedanken, wozu auch.

  6. vektorfee
    5. Juni 2012, 10:03 | #6

    @Statistiker
    Habe ich gelesen und nicht für erwähnenswert gehalten. Ein einzelner Verweis darauf, dass es wohl auch solche Männer gibt ändert nichts an Tonfall und Wirkung des Artikels.

    Zu der Mondhütte: Warum hälst du die Meditation in einer solchen und die Beschäftigung mit der eigenen Gebärfähigkeit für ein „übersteigertes Geltungsbedürfnis“ ?

    @quantumze
    Ich verstehe beim besten Willen nicht, worauf du hinauswillst.

  7. Mephisto
    5. Juni 2012, 11:03 | #7

    @Lisa/vektorfee:

    vektorfee :
    Eben diese verkrampfte und seelenlose Pseudorationalität und ihr paternalistischer Tonfall sind es, die Menschen und besonders auch Frauen zur Esoterik treiben.

    Ich habe hier (auf der logischen Ebene) ein Verständnisproblem. Vielleicht könnt ihr mir auf die Sprünge helfen:
    Die Kritik an einer das Weibliche überhöhenden Esoterik bzw. deren Tonfall treibt (besonders) Frauen in eben jene Esoterik?

  8. kumi
    5. Juni 2012, 12:24 | #8

    @ Lisa/vektorfee:

    Gerade meine Frau lacht sich über solchen Esoterikschwachsinn der verstrahlten Frauen regelmäßig kaputt. Und ja, die Menstruation ist ihr lästig: »Scheiß Erbsünde!« 🙂

    Und, ebenfalls ja, man darf sich über die Esomädels ebenso lustig machen wie über die Esokerle. Jeder (Esoweibchen wie Esomännchen) hat das Recht, gar trefflich verscheißert zu werden.

  9. Groucho
    5. Juni 2012, 13:38 | #9

    @vektorfee: Wir haben verschiedenste Autoren im Blog, und, wie Blogs halt so sind, mögen manche Beiträge durchaus etwas polarisieren. Wie wärs: Schreib halt einen netten Gegenblog zu dem Thema, ziehe die Männer durch den Kakao – Themen gibts da ja genug. Bringen wir dann. Kein Problem.

  10. Abgehört
    5. Juni 2012, 14:11 | #10

    @kumi: Recht so. Ich lache hier auch regelmäßig über den streicholzärmigen Nerd mit einer Stange Werzeugstahl vom Anus bis zum Hirnstamm.

  11. vektorfee
    5. Juni 2012, 16:15 | #11

    @Mephisto
    Ich bin nur eine, hatte ganz vergessen, dass ich mir schonmal ein Konto geklickt hatte und das Encoding ist beim Nachladen des Captchas wohl kaputt gegangen.

    Zur Sache: In die Esoterik treibt nicht die Kritik selbst, sondern die Art in der Sie ausgeübt wird: Verkürzt, verletzend, bevormundend und blind für die eigenen Fehler. Damit wirkt es so, als ginge es nicht darum, Vernunft für alle zu fördern, sondern nur darum einen Grund zu haben, Andere zu beschimpfen. Eben dadurch wirkt das Angebot, sich der eigenen Vernunft zu bedienen und selber zu denken, statt Unfug nachzubeten (der Mensch kommt irrational auf die Welt wird erst durch Bildung vernünftig) in den Augen der Betrachter zu einem Zerrbild. Wenn skeptisches und vernünftiges Denken so wirkt, als sei es die Klugscheißerei von Jungs und Männern, die sich hinter einer mit ihrer Bildung begründeten Überlegenheit verstecken um von dort aus gepflegt über den Rest der Welt, vor allem die Frauen herziehen zu können, wirkt ein derartiges Denken nicht gerade verlockend und der Rückzug in die rückschrittliche Welt der Esoterik, wird umso verlockender.
    Dort ist ein kindisches Wunschdenken kein Makel, sondern Ressource, ermöglicht es doch die Verbindung zu höheren Ebenen, Geistern und Engeln, dort sind Männer keine ernstzunehmenden Diskussionspartner, die im Zweifel auch mal Recht haben könnten, sondern leben schlicht in ihren eigenen Sphären. Der Mangel an Fähigkeiten, Einfluss und Geld ist ein Teil der göttlichen Fügung und die Überzeugung, tief im Inneren eine Göttin zu sein, wirkt ziemlich egopolsternd. Kurzum: Irrationalität fühlt sich verdammt gut an, deswegen ist sie ja auch so verbreitet, nicht nur bei Frauen.

    wie ein anderer Begriff für Klugscheißerei und Frauenverachtung wirkt, scheint das Gegenteil, also zum Beispiel ein Intuitions- und weiblichkeitsbetonter Aberglaube ziemlich sinnvoll, da weit weniger schmerzhaft und mit einem Zugewinn an persönlicher Macht und Freude verbunden. Und leider, leider, ist die Annahme das Vernunft etwas männliches ist, in Deutschland immer noch verbreitet und es gibt rückschrittliche Bewegungen, sie außerdem zu etwas mitteleuropäischem zu machen, das „den Migranten, vor allem den Türken“ schlicht abgeht.

  12. vektorfee
    5. Juni 2012, 16:33 | #12

    @kumi
    Schön, dann hat deine Frau wohl die gleichen Überlegenheitsgefühle und richtet damit auf die gleiche Weise Schaden an. Das man sich über Esomädels und -frauen lustig machen darf, habe ich nie bestritten, es ging mir darum, den Spott auf den Schwachsinn zu beschränken statt sie wegen ihres Aberglaubens zu „akzeptablen Zielen“ für sexistische Beschimpfungen und pubertäre Witze zu erklären. Was das verscheißern betrifft: Ich unterscheide da zwischen dem harmlosen Geplänkel zwischen Leuten auf Augenhöhe, den geradezu freundlichen Erinnerungen an die eigenen kleinen Schwächen und Fehler — und dem zielgerichtetem Spott gegen Ideen, die ich wirklich abstoßend finde und bei denen ich eine realistische Chance sehe dass sie sich ändern, wenn der Witz entsprechend zündet.
    Wichtig: Ideen, nicht Menschen, den letztere reagieren auf sowas im Allgemeinen mit Gegenangriffen und Verhärtung der eigenen Position.

  13. vektorfee
    5. Juni 2012, 16:44 | #13

    @Groucho
    Ich will mich aber nicht rächen indem ich gegen Männer hetze, ich will einfach nur weniger Schwachsinn in einem meiner Lieblingsblogs. Warum sollte ich daran interessiert sein, Sexismus durch ebensolchen zu legitimieren?

  14. vektorfee
    5. Juni 2012, 17:03 | #14

    Falls das nicht vernünftig rüberkam: Es geht mir nicht darum, dass der leider anonym veröffentlichte Artikel meine Gefühle verletzt hat und ich mich an dem namenlosen Autor / der Autorin rächen möchte, sondern darum, dass ich ihn für schlecht geschrieben und kontraproduktiv halte und gerne dazu beitragen würde, dass zukünftige Artikel besser werden.

    @Groucho
    Nochmal auf das Angebot der Mitarbeit zurückkommend: Ich wüsste im Moment nicht, wo ich anfangen sollte. Ein paar Tips an meine Emailadresse wären klasse.

  15. Mephisto
    5. Juni 2012, 17:16 | #15

    @vektorfee
    Okay. Ich kann die Frauenfeindlichkeit die Du offenbar in dem Blogbeitrag siehst, nicht erkennen, aber meine Frage ist beantwortet, ich weiß jetzt wo Deine Argumentation hin zielt. Danke.

  16. Ponder
    5. Juni 2012, 18:02 | #16

    @ Mephisto:

    Hab mal kurz über die Formulierungen geschaut und finde diese hier

    …dessen spirituelle Überhöhung zu einem bedeutenden Ereignis, auch wenn es nur die körperliche Folge nicht im biologischen Sinne erfolgreichen (oder auch vielleicht gerade keines) Geschlechtsverkehrs ist…

    tatsächlich mit einem gewissen Unterton behaftet, da dem kleinen Wörtchen „nur“ eine spezielle Deutung folgt, die in der Tat als für die (männlichen) Bedürfnisse „zweckgebunden“ (oder eben „nicht zweckdienlich“ ) verstanden werden kann.

    Ärztlich/psychologisch betrachtet, stellt das Auftreten der Menstruation für die sehr jugendliche Frau (oft noch entwicklungspsychologisch Kind) ein umwälzendes, ihr selbst und einzig ihr selbst zugehöriges zyklisches Ereignis dar, welches zunächst weder mit Geschlechtsverkehr noch mit Schwangerschaft verbunden ist und erst sekundär – „gelernt“ – in diesen Kontext gestellt wird.
    So gesehen ist die Menstruation primär ein zyklischer „biologisch anderer“ Zustand, mit dem sich Frauen irgendwie arrangieren müssen ohne dass Männer oder deren Bedürfnisse („Geschlechtsverkehr“) hier eine Rolle spielen.

    Geht das in etwa in die Richtung, die du meinst, vektorfee?

  17. stupidman
    5. Juni 2012, 18:06 | #17

    @vektorfee
    Ich kann in dem Artikel auch keinen überbordenden Sexismus oder Paternalismus feststellen. Wer mit’m vollen Tampon im Zustand voller Entrückung Bilder malt – entschuldige aber der macht sich nun mal voll zum Löffel. Ich wüßte nicht welche meiner Schwächen ich damit weglachen tue.
    Wenn ich sturzbetrunken in der Innenstadt auffalle durch Umfallen – ist mir am nächsten Morgen vollkommen klar, daß ich für den nächsten Einkauf eine Papiertüte überm Kopf benötige.
    Diese Mond-Frauen da oben scheinen diesbzgl. ziemlich schmerzbefreit zu sein.
    Ich kann Deine Argumentation aber durchaus nachvollziehen, daß derartige Beiträge sicher nicht gerade zur Selbstkritikfähigkeit der Damen beitragen wird.
    Tja… 🙂

  18. Groucho
    5. Juni 2012, 19:18 | #18

    vektorfee :

    @Groucho
    Nochmal auf das Angebot der Mitarbeit zurückkommend: Ich wüsste im Moment nicht, wo ich anfangen sollte. Ein paar Tips an meine Emailadresse wären klasse.

    Du bist doch im Forum angemeldet, hast dort PN.

  19. Statistiker
    5. Juni 2012, 21:11 | #19

    Was Vektorfee wohl ausdrücken will: Wenn man nicht A.Schwa. nach dem Mund redet, ist man ein faschistoider Egomane und dazu noch ein frauenfeindlicher Vergewaltigerkandidat.

    Also haben wir das Maul zu halten, denn Meinungsfreiheit gilt nur für A.Schwa.-Freunde.

    Tja, so sind die intoleranten Geister, die von Wissenschaft nichts wissen wollen…..

    *grummel*

  20. Mephisto
    5. Juni 2012, 21:12 | #20

    @Ponder

    Ponder :
    @ Mephisto:
    Hab mal kurz über die Formulierungen geschaut und finde diese hier

    …dessen spirituelle Überhöhung zu einem bedeutenden Ereignis, auch wenn es nur die körperliche Folge nicht im biologischen Sinne erfolgreichen (oder auch vielleicht gerade keines) Geschlechtsverkehrs ist…

    tatsächlich mit einem gewissen Unterton behaftet, da dem kleinen Wörtchen “nur” eine spezielle Deutung folgt, die in der Tat als für die (männlichen) Bedürfnisse “zweckgebunden” (oder eben “nicht zweckdienlich” ) verstanden werden kann.

    Naja, ich verstehe wo Du hin willst, aber die eigentliche Intention („nur“ als Kontrapunkt zur „spirituellen Überhöhung“) ist doch so deutlich, dass man schon ziemlich empfindlich sein muss, um darin ein Indiz für Sexismus zu sehen. Ich finde der Einschub „im biologischen Sinne erfolgreich“ schließt diese Interpretation nahezu aus, es sei denn man unterstellt genau diesem von vornherein eine Alibi-Funktion.

  21. inci
    5. Juni 2012, 21:13 | #21

    stupidman :@vektorfeeIch kann in dem Artikel auch keinen überbordenden Sexismus oder Paternalismus feststellen. Wer mit’m vollen Tampon im Zustand voller Entrückung Bilder malt – entschuldige aber der macht sich nun mal voll zum Löffel. Ich wüßte nicht welche meiner Schwächen ich damit weglachen tue.Wenn ich sturzbetrunken in der Innenstadt auffalle durch Umfallen – ist mir am nächsten Morgen vollkommen klar, daß ich für den nächsten Einkauf eine Papiertüte überm Kopf benötige.Diese Mond-Frauen da oben scheinen diesbzgl. ziemlich schmerzbefreit zu sein.Ich kann Deine Argumentation aber durchaus nachvollziehen, daß derartige Beiträge sicher nicht gerade zur Selbstkritikfähigkeit der Damen beitragen wird.Tja…

    geht mir ebenso. ich sehe da auch keinen sexismus. und ich habe schon mehrfach die erfahrung gemacht, daß gerade frauen, die ihre monatsblutung derart verherrlichen eigentlich ein problem mit ihrer sexualität haben. da wird dann das huldigen der monatsblutung als ersatzhandlung für sexuelle aktivität, hochstilisiert.

    interessant auch der anhänger mit placentaanteilen, der da zum verkauf feilgeboten wird. ich mache selber hobbymäßig schmuck und jetzt weiß ich wie ich das zeug zum teuren renner hochjazzen kann.

  22. Plazentafreak
    5. Juni 2012, 21:34 | #22

    Sorry, aber in dem Artikel kann ich leider auch keinen Sexismus erkennen, nur Sarkasmus über Personen, die ihre biologischen Ausscheidungen spirituell überhöhen. Würden die Betrunkenen dieser Welt Seminare veranstalten, um ihrem Erbrochenen zu huldigen, hätte das wahrscheinlich einen ähnlichen Artikel provoziert.

  23. Ponder
    5. Juni 2012, 22:01 | #23

    @ Mephisto:

    In meiner momentanen Funktion als advocatus feminae setze ich noch mal nach:

    Nicht das Wörtchen „nur“ ist vermutlich Anlass zum Ärgernis, sondern

    die folgende nicht neutrale (!!!) sondern wertende und reduzierende Beschreibung eines rein physiologischen Zustandes

    (gegen dessen mystisch-esoterische Überhöhung wir aus gutem Grund polemisieren)

    auf seine (tatsächlich vorhandene) biologische Zweckgerichtetheit

    wird als sexistisch empfunden, da sie aus maskuliner Sicht Verfügbarkeit oder Nicht-Verfügbarkeit impliziert (bzw die menstruierende Frau darauf reduziert) –

    anstatt diesem exklusiv weiblichen Phänomen (gegenüber der tatsächlich zweck- und/oder genussgerichteten männlichen Erektions-und Ejakulationsfähigkeit) – eine eigenständige Phänomenologie und Erlebnisqualität (PMS oder esoterisch überhöht…) – getrennt von allen sexuellen Implikationen(!!!) – zuzugestehen.

    Alles klar so weit? 🙂

  24. vektorfee
    5. Juni 2012, 22:40 | #24

    Ok, anscheinend bin ich wohl die einzige die diesen Kram sieht, deshalb nochmal in Langform. Mich stört, dass der Artikel:

    1) So tut als sei der Geburtsmystizismus irgend ein New-Age-Ding ohne jede Vorgeschichte und die Periode mit dem kühlen „eher etwas störendes“ beiseite wischt.
    2) Noch einen draufsetzt indem er all die betreffenden Erfahrungen (Hormonschwankungen, Unwohlsein, Blut, Schamgefühle, etc) mit dem Stuhlgang gleichsetzt.
    –So weit, so lieblos–
    3) Ohne in irgendeiner Weise zu sagen, warum genau er sich das Maul darüber zerreist, Bloggerinnen, Kongressbesucherinen, Meditations- und Yogapraktizierende in einen Topf schmeißt, ihnen jegliche Vernunftbegabung abspricht und sich ohne weitere Gründe zu nennen, über sie lustig macht. Wo ist der Kritikpunkt? Quacksalber verkaufen Patienten zynisch falsche Hoffnung, Freie-Energie-Betrüger zocken Leichtgläubige ab, Pseudowissenschaftler verschwenden die Zeit anderer Menschen — was machen Leute die sich mit ihrer Weiblichkeit beschäftigen falsch? Was ist schlecht daran, wenn Menschen versuchen sich selbst zu entdecken? Warum lässt sich diese Kritik nicht formulieren und warum bleibt es bei so verachtendem wie oberflächlichem Spott? Vielleicht..weil die Betroffenen Frauen sind und es keiner Erklärung bedarf, dass sie irrational sind?
    So schreibt jedenfalls niemand, der überzeugen will, nur jemand der sich über andere lustig machen möchte.
    4) All dies mit anzüglichen Bemerkungen, Witzen und Anekdoten pfeffert. (also Menstruation sofort mit Sex verbindet, in den Begriff der Schoßkraft wiederum etwas sexuelles hineininterpretiert, in tantrischen Praktiken „gegenseitiges Masturbieren“ sieht und sich nichtmal entblödet hinter ekstatischem Gebären etwas bestimmt ganz Unanständiges zu vermuten).

    Zusammengefasst scheint es also so, als hätte der Autor oder die Autorin es nicht für nötig befunden sich in irgeneiner Form mit, nun, einer ziemlich großen Gruppe von Leuten, auseinander zu setzen und stattdesesn auf den billigen rhetorischen Trick gesetzt, ihnen einfach jegliche Vernunft abzusprechen und sie zudem über ihre Sexualität zu beschämen. Für einen Menschen der sich skeptisch nennt, meiner Meinung nach ein Armutszeugnis.

    Auch wenn es noch so verlockend ist: Um gegen den allgegenwärtigen Schwachsinn anzukämpfen ist es nicht sinnvoll sich auf sein Niveau herabzubegben. Seine Anhänger haben weitaus mehr Erfahrung und Personalkraft.

    @Statistiker
    Ich habe weder Alice Schwarzer erwähnt noch irgendjemanden Vergewaltiger genannt.
    Es ist wirklich kindisch meine Position derartig mit Strohmannargumenten erledigen zu wollen.

  25. Ponder
    5. Juni 2012, 22:57 | #25

    @ vektorfee:

    Sch…ade… bin wohl doch kein Frauenversteher… 🙁

  26. vektorfee
    5. Juni 2012, 23:05 | #26

    @Ponder
    Ich kann echt nicht sagen, ob du gerade trollst, oder nur abhebst. Ist das von mir geschriebene so unintuitiv? Egal, ich versuche dir mal trotz der Erdbeerbowle zu folgen.

    „gegenüber der tatsächlich zweck- und/oder genussgerichteten männlichen Erektions-und Ejakulationsfähigkeit“
    Aus ebenfalls männlicher (nicht tatsächlicher) Sicht und einer reduzierten außerdem. Gerade Pubertierende erleben ihre Erektion oft als störend und es soll auch schon vorgekommen sein, dass Männer trotz eines Steifens Liebe empfunden haben. Kurzum: Es ist auch für Jungen üblich, sich erst allmählich mit ihrer Sexualität zu arrangieren und tausende Kulturartefakte über das Gewinnen / Beschützen / Auf-Händen-Tragens von Frauen (gut, in einigen Fällen auch Jungen) legen ein deutliches Zeugnis ab, auf welch seltsamen und divergenten Wegen das geschieht.
    Aber mal ganz offen: Wenn ich einen Text über sehr viele Männer schriebe und sie dabei ständig wie tumbe und agressive Idioten (ein so übliches wie primitives Klischee) darstellen würde ohne dies jemals ironisch zu brechen oder auch nur zu erklären…wäre das doch offensichtlicher Sexismus, oder? Warum soll das hier anders sein ?

  27. Plazentafreak
    5. Juni 2012, 23:12 | #27

    @vektorfee
    Nix gegen Entdecken des eigenen Körpers usw. Alles lässt sich übertreiben, und der Frauenkongress ist halt eine solche Übertreibung. Workshops wie „Kraft und Magie der Menstruation“, „Ekstatisches Gebären“, „Frauenheilkreise für die Zeitenwende“ etc. inklusive der dazugehörigen Beschreibungen hören sich nun mal schwer nach Eso und Dachschaden an. Der Kongress ist eben ein weiteres Exemplar im Eso-Kuriositätenkabinett. Das ist die Hauptaussage des Artikels. Wenn du manche Formulierungen als frauenfeindlich verstehst, dann hat das vielleicht auch mit einer (über-)sensiblen Wahrnehmung und Interpretation zu tun. In Punkt 4 bist übrigens du es, die Strohmänner aufbaut; ebenso in Punkt 3 (ich bitte dich: in dem Artikel steht doch nichts darüber, dass Frauen irrational sind). Die in Punkt 2 angesprochenen Prozesse sind alle biologisch-physikalisch und daher wertfrei; warum sollte man den Stuhlgang nicht mit den anderen Prozessen gleichsetzen? Etwas mehr Anerkennung für den Stuhlgang bitte 😉

  28. Ponder
    5. Juni 2012, 23:12 | #28

    @ vektorfee;

    Und nun noch mal langsam für alle Chauvies – was genau meinst du mit

    … als sei der Geburtsmystizismus irgend ein New-Age-Ding ohne jede Vorgeschichte und die Periode mit dem kühlen “eher etwas störendes” beiseite wischt…

    Die Formulierung „Geburtsmystizismus“ befremdet mich:

    was genau ist das „Mystische“ an Schwangerschaft und Geburt bzw warum kann das nicht als „ganz normaler“ biologischer Vorgang betrachtet werden?

    Und @ Periode:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4menstruelles_Syndrom

    Ich hab mal gegoogelt und herausgefunden, dass ca 75% der Frauen mehr oder weniger an prämenstruellen Beschwerden leiden, davon eine bestimmte Prozentzahl außerordentlich heftig.

    Da die PMS-Beschwerden mit Einsetzen der Regelblutung verschwinden, ist vorstellbar, dass die Menstruation als Erleichterung wahrgenommen und vielleicht auch gefeiert wird.

    Muss man aber deswegen gleich Trommeln mit Menstruationsblut bemalen?
    Ich meine:

    ist es wirklich so heftig??

  29. stupidman
    5. Juni 2012, 23:17 | #29

    @vektorfee:
    Ich denke Deine Message ist angekommen aber Du solltest uns tumben Jägerhirnen vielleicht die üblichen 2-3 Jahrhunderte für die Verabeitung der Information geben.

    Für die Zwischenzeit auch als Hintergrund sei Dir auch dieser Fred hier im Forum nahegelegt: https://forum.psiram.com/index.php?topic=8415.0

    @Ponder: HA HAaaa!!!

  30. Ponder
    5. Juni 2012, 23:20 | #30

    @ vektorfee:

    @Ponder
    Ich kann echt nicht sagen, ob du gerade trollst, oder nur abhebst.

    Zur ganz unmystischen Info:

    dies ist mein Heimatblog, nicht deiner…

    Ist das von mir geschriebene so unintuitiv?

    Intuition ist ja schön und gut, aber der Verständigung dient durchaus auch rational-deduktive Argumentation.
    Meine Intuition als Frauenversteher hat mich gerade Schiffbruch erleiden lassen – warum sollte es dir besser gehen?

    Egal, ich versuche dir mal trotz der Erdbeerbowle zu folgen.

    Ich bin verwirrt: trinkst du jetzt die Bowle oder ich? – Egal…

  31. vektorfee
    5. Juni 2012, 23:28 | #31

    @Plazentafreak
    Das mit dem Dachschaden, dem Übertreiben etc glaub ich gerne, mich stören, nach wie vor, nur Form und Tonfall. Hätte der Artikel sich darauf beschränkt über den Dachschaden und die Übertreibungen zu berichten, statt oberflächlich und sexistisch zu sein, hätte ich meine Griffel von der Tastatur gelassen.

    Inwiefern baue ich in 4) Strohmänner auf? Das Zeug steht im Artikel und zwar ohne jeden Grund. Was bitte haben diese sexuellen Anspielungen im Artikel verloren, wenn sie nicht dazu dienen sollen, Frauen runter zu machen? (Ja, Frauen promiskuitiv sind oder so etwas wie eine eigene Sexualität haben gelten im Allgemeinen als Schlampen, nein das ändert sich nicht indem man es dauernd sagt und nicht ernst meint, was ist so schwer daran von Männern und Frauen zu reden, ohne sie dauernd auf ihre Sexualität zu reduzieren?)

    Was Punkt 3 betrifft: Nein, da steht etwas von überbelichteten Künstlerinnen und wahnsinnigen Eso-Frauen. Gemeint sind damit unterschiedlos alle Kongressbesucherinnen. Möchtest du dich mit dieser meiner Position auseinandersetzen oder sie mir weiter (ebenso ohne jede Begründung) als (über)sensibel anlasten?

    Abschließend:
    Muss ich wirklich auf den Unterschied zwischen einem Baby und einem Haufen Kot eingehen oder verstehst du den Unterschied trotz allen Zynismus selber?

  32. Ponder
    5. Juni 2012, 23:36 | #32

    @ vektorfee:

    In meiner primitiven Manier greife ich mal nur den letzten Punkt auf:

    Abschließend:
    Muss ich wirklich auf den Unterschied zwischen einem Baby und einem Haufen Kot eingehen oder verstehst du den Unterschied trotz allen Zynismus selber?

    Die Analogie war nicht

    Stuhlgang : Baby

    sondern

    Stuhlgang : Menstruationsblut

  33. Plazentafreak
    5. Juni 2012, 23:45 | #33

    @vektorfee
    Punkt 4: z. B. im Artikel wird z. B. das ekstatische Gebären an einer Stelle erwähnt. („Was man sich nun unter der “Weisheit der Gebärmutter” vorstellen soll oder gar unter “ekstatischem Gebären” (nein, lieber nicht, wirklich nicht!)“), und zwar ohne sexuelle Konnotation, wie von dir unterstellt (= Strohmann).

    Punkt 3: Ja du hast Recht. Da ja alle Frauen Kongressbesucherinnen sind, ist deine Unterstellung natürlich völlig richtig, der Artikel behaupte, alle Frauen seien irrational.

    Den Tonfall des Artikels finde ich immer noch nicht sexistisch.

    Abschließend: Das ist eine rein emotionale Argumentation. Auf einer normativen Ebene gibt es natürlich einen Unterschied zwischen Baby und Kot, auf einer rein physikalischen Ebene keinen prinzipiellen. Die Physik ist halt deskriptiv.

  34. vektorfee
    5. Juni 2012, 23:51 | #34

    Ponder
    Zum Geburtsmystizismus: Es entsteht neues Leben. Teilweise zufällig. Im Bauch einer Frau. Das fanden früherer Kulturen bemerkenswert genug um Fruchtbarkeitskulte herauszubilden und auch heute noch wird die Gottesmutter Maria als Empfängerin des Heilands Jesus verehrt. Natürlich lässt sich das Ganze (mit viel Händewedeln und einigen „Wissenwirnochnichtgenau“s als „irgend ein“ biologischer Vorgang abfrühstücken, wobei die meisten Eltern anderer Meinung sein dürften. Die Heftigkeit der Gefühle für werdendes Leben zeigt sich auch bei Diskussionen um Abtreibungen, ja sogar bei der PID.

    Wenn man sich anschaut wieviel Brimborium die Herren der Schöpfung um Länge, Dicke und Standfestigkeit ihrer Penise und in nächster Linie um ihre Männlichkeit (Muskeln, Willenskraft, Dominanz, Furchtsame Abgrenzung zu allem Weiblichen, wenn nötig mit Gewalt gegen Schwuchteln) machen und sich vor Augen führt, dass die Regelblutung immer noch ein Tabuthema ist, ein bioligsches Ärgerniss dem mit Tampons und Binden beizukommen ist…..relativiert das nicht ein kleines bischen den Wahnsinn einer Künstlerin, die versucht, gegen diese kulturelle Überformung anzukämpfen? Es gibt unzählige Bilder, die mit Blut gemalt sind und kunstvolle Ausdrucke der eigenen DNA, letztere sogar in Webshops. Warum ist es Wahnsinn, wenn eine Frau mit Menstruationsblut malt?

  35. stupidman
    6. Juni 2012, 00:07 | #35

    @vektorfee:

    Sorry!!! Aber bei Deinen Vorlagen… 🙁

    Wenn Du Deine Tage hast, bist Du echt unaustehlich. 😉

    Ich habe bei EsoWatch noch keinen gefunden mit dem ich Schwanzvergleich machen mußte.

    Ich fürchte, Du hast das Thema hier leicht verfehlt…^^

  36. Ponder
    6. Juni 2012, 00:07 | #36

    @ vektorfee:

    Schön und gut, aber Esowatch fühlt sich eben nicht der mystischen Überhöhung natürlicher Phänomene verpflichtet.

    Im Gegenteil:

    die mag ja in bestimmgten Settings eine Funktion erfüllen, aber leider erweist sich mystische Überhöhung biologischer (oder auch physikalischer) Phänomene als Einfallstor für esoterisches Gedankengut.

    Eine – manchmal vielleicht als reduktionistisch empfundene – Rückbesinnung auf die biologischen Fakten hat auch eine im besten Sinne „erdende“ Funktion.

    Hier gleich Sexismus zu argwöhnen halte ich für überzogen.

    Ich kenne viele Frauen, die an ihrem PMS leiden und sich eingeschränkt fühlen, weil sie an manchen Tagen eben leider emotional instabil und unkonzentriert sind – oder weil sie einen unregelmäßigen Zyklus haben und dummer Weise gerade keine passenden Tampons dabei etc pp

    Wer schon mal auf einer Entbindungsstation gearbeitet hat, weiß um den typischen Geruch dort – ich kann da nichts Appetitliches oder Inspirierendes dran finden – aber Gerüche sind natürlich „Geschmacksache“

  37. vektorfee
    6. Juni 2012, 00:15 | #37

    @Ponder
    Ok, schon verstanden, du hast Hausrecht. Sollte aber einer Diskussion nicht im Wege stehen, oder ?
    Das nächste Argument ist ein bisschen fies. Ich habe mich bis jetzt echt um jedes einzelne Wort bemüht und versucht, meine Argumente so klar und deutlich wie möglich zu machen. Normalerweise funktioniert das und führt zu einer fruchtbaren Diskussion. Hier offenbar nicht, zumindest schreibe ich mir die Finger wund, ohne das Gefühl zu haben, irgendwas rüberzubringen. Wenn meine Argumente irrational erscheinen, sollte es ein leichtes sein, mich auf die entsprechenden Fehler hinzuweisen.

    Was die Geschlechterlücke betrifft: Ich habe dieses Kommunikationsproblem selten. Können wir einfach beim geschriebenen bleiben, ohne all zu viel zu interpretieren? Ich schreibe durchaus, was ich meine, ein weitergehendes Hineinfühlen ist idr. nicht notwendig.

    Die Erdbeerbowle hatte ich selber und bereue sie nicht, auch wenn ich Plazentafreaks Argument anscheinend unfairerweise wörtlich genommen habe „warum sollte man den Stuhlgang nicht mit den anderen Prozessen gleichsetzen?“, statt den Kontext (Menstruationsbeschwerden) zu beachten. Entschuldigung. Dennoch würde ich dem Indikator der Fähigkeit, Kinder zu empfangen nicht mit dem der Verdauungstätigkeit zusammenwerfen. Sicherlich, beides sind biologische Prozesse — genau wie die Seratoninausschüttung bei Glück, die Hormone beim Verliebtsein, die Stoffwechselvorgänge bei diversen Räuschen und bei Trauer… Und jeder dieser Zustände hat einen eigenen, individuellen Stellenwert. Ich muss irgendwie an die Szene aus a beautifull mind denken, indem der Mathematiker vor einem Kuss zu seiner Bekanntschaft sagt, dass es doch ohnehin nur um Körperflüssigkeiten gehe und man gleich zum Sex kommen könne. Ähnlich abgehoben hören sich manche Argumente hier an…

  38. Ponder
    6. Juni 2012, 00:18 | #38

    @ vektorfee:

    Das nächste Argument ist ein bisschen fies.

    Nur Mut! – Um welches Argument speziell handelte es sich doch gleich?

  39. vektorfee
    6. Juni 2012, 00:42 | #39

    @Plazentafreak
    Schön, von mir aus das mit dem dem exstatischen Gebären interpretationssache. Hängt mein Argument eben nur an 3 statt an 4 Textvorkommen. Und weiter?

    Punkt 3: Mein Argument war, dass der Artikel in verallgemeinender Weise über alle Kongressbesucherinnen spottet, ohne dies zu begründen und eine derartige Oberflächlichkeit darauf hindeutet, dass eine weitergehende Auseinandersetzung mit diesen Menschen sinnlos ist. Sexuelle Anspielungen, spezifisch weibliche Erfahrungen und eine wenig gelungene Wortwahl („Urdingsda des Weiblichen, Hexensabbat“) legen nahe, dass das zugrundeliegende Argumentationsmuster sexistisch ist.

    „Den Tonfall des Artikels finde ich immer noch nicht sexistisch.“
    Danke für deine Meinung. Kannst du sie begründen oder ist das ebenfalls überflüssig?

    „Auf einer normativen Ebene gibt es natürlich einen Unterschied zwischen Baby und Kot, auf einer rein physikalischen Ebene keinen prinzipiellen. Die Physik ist halt deskriptiv.“
    Ja, es gibt physikalische Modelle, die beides eine Masse nennen würden die mit verschiedenen Parametern angenähert werden kann. Ich frage mich nur, zu welchem Zweck eine solche Betrachtung dienen sollte?

  40. vektorfee
    6. Juni 2012, 00:47 | #40

    Ponder :
    @ vektorfee:

    Das nächste Argument ist ein bisschen fies.

    Nur Mut! – Um welches Argument speziell handelte es sich doch gleich?

    Dieses:

    Intuition ist ja schön und gut, aber der Verständigung dient durchaus auch rational-deduktive Argumentation.

    Ich bemühe mich um ein eben solches. Wenn ich daran scheitere bitte ich um faire Rückmeldung. Ich kann nämlich schon alleine Denken und Argumentieren — hoffe ich.

  41. Ponder
    6. Juni 2012, 00:52 | #41

    @ vektorfee:

    Ich bemühe mich um Einfühlungsvermögen – versprochen!
    Leider setzt auch mir mein biologisches Geschlecht Grenzen (an denen ich hart arbeiten werde…)

    Bedenke auch, vektorfee, dass der Vollmond ins Haus steht und obendrein ein Venustransit:

    http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/06/den-venustransit-gibt-es-auch-online.php#comment333704

    Vielleicht wäre statt der Erdbeerbowle Waldmeister indiziert gewesen? – Für Hypericum ist es ja noch ein bisschen früh.

  42. vektorfee
    6. Juni 2012, 01:39 | #42

    @Ponder

    Schön und gut, aber Esowatch fühlt sich eben nicht der mystischen Überhöhung natürlicher Phänomene verpflichtet.

    Ich habe nie vorgeschlagen den Kram gut zu finden oder zu unterstützen, ich bat lediglich um eine ausgewogenere Reflektion und eine zielgerichtere Kritik.

    die mag ja in bestimmgten Settings eine Funktion erfüllen, aber leider erweist sich mystische Überhöhung biologischer (oder auch physikalischer) Phänomene als Einfallstor für esoterisches Gedankengut.

    Die mystische Überhöhung ja, aber…

    Eine – manchmal vielleicht als reduktionistisch empfundene – Rückbesinnung auf die biologischen Fakten hat auch eine im besten Sinne “erdende” Funktion.

    Naturwissenschaft ist reduktionistisch und wird nicht nur so empfunden. Einen toten Menschen als das Würmerfutter zu bezeichnen, dass er bald sein wird ist trotzdem geschmacklos und an einer Regelblutung als unangenehme Folge von keinem oder nicht biologisch erfolgreichem Geschlechtsverkehr erkenne ich wenig erdendes, genauso wie an der Analogie zum Stuhlgang. Von mir aus ist es ein Versuch sich um eine kühl-rationale Sprache zu bemühen, aber seine zum Teufel sollen dann die dauernden sexuellen Anspielungen ? Du selbst hast vorhin die sexuelle Zweckgerichtetheit der Frau als mögliche Konnotation der Aussage herausgearbeitet (und dann anscheinend wieder verworfen).

    Ich hatte den Wunsch erwähnt, biologische Vorgänge mit Kultur und Sinnempfinden zu erfüllen und möchte diesen Wunsch gerne in Abgrenzung zu Mystizismus einerseits und Biologismus andererseits verstanden wissen, da beide der Sinnfrage nicht gerecht werden können. Der Mystizismus, weil er die Rationale Erklärungen ablehnt und der Biologismus, weil er vorgibt, Antworten zu haben, wo keine sind. Die naturwissenschaftliche Erkenntniss kann nicht erklären, wie eine Frau mit ihrer Gebärfähigkeit umgehen sollte, nur was passiert wenn sie sich so oder anders entscheidet. Diese Sphäre der persönlichen Entscheidung kann also nicht Gegenstand eines reduktionistischen Verständnisses sein. Die Beschäftigung mit dieser Frage bekloppt zu nennen, wenn Frauen sich für Göttinnen halten: geschenkt. Alle Besucherinnen eines spirituellen Kongresses und die Blutmaltante über einen Kamm zu scheren und der Frage jegliche Relevanz absprechen: Fragwürdig da der Schaden nicht offensichtlich ist und es einen möglichen Nutzen geben könnte. Für einen Esoblog immer noch absolut vertretbar. Das Ganze in herablassend und sexistisch klingender Weise zu tun (zumindest behaupte ich, dass der Artikel das tut): Doof.

    Hier gleich Sexismus zu argwöhnen halte ich für überzogen.

    Den Argwöhne ich nicht da sondern woanders, siehe auch:
    @vektorfee ,4) wobei ich zugeben muss, dass der letzte Punkt wirklich Interpretationssache ist.

  43. Ponder
    6. Juni 2012, 01:49 | #43

    @ vektorfee:

    Du selbst hast vorhin die sexuelle Zweckgerichtetheit der Frau als mögliche Konnotation der Aussage herausgearbeitet (und dann anscheinend wieder verworfen).

    Herausgearbeitet … ja? – Das kam bei mir so nicht an, dass das geglückt war.

    “ dann anscheinend verworfen“ – inwiefern?

    Alle Besucherinnen eines spirituellen Kongresses und die Blutmaltante über einen Kamm zu scheren und der Frage jegliche Relevanz absprechen:

    Fragwürdig da der Schaden nicht offensichtlich ist und es einen möglichen Nutzen geben könnte.

    Welches wäre der Nutzen?

  44. vektorfee
    6. Juni 2012, 01:51 | #44

    @Ponder
    Danke tausendfach, dass du dich so sehr um das Verständniss meiner leider so weibisch irrationalen Gedankengänge bemühst und so sehr an meiner Emotionalität verzweifelst, oh weißer Ritter der Netzwelt. Ach hätte ich doch nur Johannisbeerkraut in meinen Trunk getan, mein Gemüt wäre wesentlich erleichtert und vielleicht hätte meine Haut auch einen zarten Rotstich statt der nerdischen Blässe… Allein, ich fürchte mein Geschreibsel wird heute Nacht keine weitere Geistesbefruchtung oder Belustigung mehr hervorrufen und so begebe ich mich wohl alsbald zur Ruhe.

  45. Ponder
    6. Juni 2012, 01:56 | #45

    @ vektorfee:

    Für einen Esoblog immer noch absolut vertretbar.

    Mag sein.

    Nur: wir sind kein Esoblog, sondern DER EsoWATCH-Blog.

    Es lag eindeutig an deiner Erdbeerbowle, dass mein bewährtes Frauenverstehertum an dir scheitern musste, vektorfee!
    Zumindest das tröstet mich.

  46. Ponder
    6. Juni 2012, 02:01 | #46

    @ vektorfee:

    Ach hätte ich doch nur Johannisbeerkraut in meinen Trunk getan

    Contenance, werte Dame!

    Es handelt sich bei Hypericum nicht um JohannisBEERkraut, sondern um Johanniskraut .

    Nicht mal in der Botanik sind Sie Ihrer Sache sicher – das ist bestürzend…

    Schlafen Sie wohl und beehren Sie uns bald wieder 😉

    Vllt sollten Sie Ihren Nick von „vektorfee“ in „tooth fairy“ ändern?

  47. vektorfee
    6. Juni 2012, 02:15 | #47

    @Ponder
    Zu der sexuellen Zweckgerichtetheit: Du hast eine meiner Meinung nach ziemlich treffende Analyse einer Textstelle geschrieben, deren Besonderheiten mit denen die Analyse steht und fält, auch aus Schluderrei durchgehen könnten. Der Text ist sprachlich auf hohem Niveau, hat eingeklammerte diskursive Elemente, multiple Ausrufezeichen und gibt gleich eingangs zu, nicht unbedingt deine eigene Meinung zu sein. Eine mögliche Lesart wäre, den frustrierten Versuch zu machen, eine unhaltbare fremde Position zu verteidigen, eine andere die einer Parodie auf meine Beiträge, eine wiederum andere eine Art Psychoanalyse von mir um endlich zu einem vertretbarem Argument zu kommen. Eine naheliegende andere, dass du einfach einem interessanten Argument nachgehen wolltest. Nachdem ich versucht habe, meine Argumente deutlicher darzulegen, meintest du, wohl doch kein Frauenversteher zu sein und zogst damit –dachte ich– deine Analyse zurück. Dennoch griff ich sie später auf und versuchte sie noch zur Klarstellung etwas zu ergänzen / diskursiv zu erschließen. Dabei war ich wohl ziemlich paranoid, was die Intention des Textes anging. Es ist aber auch ein ziemlicher Schlagabtausch der Argumente hier 🙂

  48. vektorfee
    6. Juni 2012, 02:25 | #48

    Uff, da hab ich wohl ziemlich überspielt oder zuviel getrunken und wäre für eine abschließende Diskussion, über den Wert der menschliche Unvernunft (nicht Esoterik) bei hinreichend verzerrter Meinung über die Vernunft wohl eindeutig zu voreingenommen. Naja, wenigstens war es lustig.

  49. Ponder
    6. Juni 2012, 02:25 | #49

    @ vektorfee:

    Beruhigen Sie sich, meine Beste…

    Darf ich Sie zur Nacht mit Harfenklängen eines Freundes beglücken?

    http://www.youtube.com/watch?v=ZvaRMZPROSo

    Das hat etwas Beruhigendes und Erhebendes an sich, wie ich finde 😉

  50. Groucho
    6. Juni 2012, 03:39 | #50

    Würden die Betrunkenen dieser Welt Seminare veranstalten, um ihrem Erbrochenen zu huldigen, hätte das wahrscheinlich einen ähnlichen Artikel provoziert.

    Genial. Endlich ein Vergleich, der aufrecht geht und nicht hinkt.

  51. kumi
    6. Juni 2012, 09:06 | #51

    Vektorfee, einen (medizinisch gesehen) für den weiblichen Körper völlig normalen Vorgang wie die Menstruation – heutzutage – so spirituell derart zu überhöhen und Trommeln mit Blut vollzumalen (nicht aus rein künstlerischer Sicht – das könnte ich ja akzeptieren, denn Kunst darf alles) und sich in diesem Huschi Fuschi aus »uralten Zeiten« auch noch überlegen zu fühlen, ist ebenso total bescheuert wie die Vorstellung, es gäbe Männer, die den Sack anbeten und Sperma auf Trommeln reiben, den Mond als die wahre universelle Eizelle, zu der alles Männliche streben solle, hochleben lassen.

    Dann schriebe sicher jemand (vielleicht eine Frau) einen ähnlich bissigen Artikel zum ersten, zum frühzeitigen oder ausbleibenden Samenerguss (was neben der mangelnden Penislänge bekanntlich unser größtes Trauma ist).

    Ich kann aber schon nachvollziehen, was dir an diesem Artikel missfällt, wenn ich es auch nicht ganz teilen möchte.

  52. Mephisto
    6. Juni 2012, 10:50 | #52

    @Vektorfee:
    So, jetzt mit ein wenig Abstand nochmal mein Senf dazu:
     
    Der Blogeintrag mag an einigen Stellen kritikwürdig sein, aber deshalb gleich die Sexismus-Keule zu schwingen ist aus meiner Sicht zwei Nummern zu groß und daher unangebracht.
     
    Du kritisierst, dass alle Kongressbesucherinnen pauschal abgestempelt würden. Woraus leitest Du das ab? Ich finde im Text nur Bezugnahmen auf die VeranstalterInnen (wie ich das Binnen-I liebe! ;)).
     
    Über die sexuelle Zweckgerichtetheit (siehe @Ponders Argument) kann man diskutieren, aber wo ist denn das sexistisch? Eisprung und Menstruation stehen nicht allein auf weiter Flur. Sie schaffen die Voraussetzungen für einen Zeugungsprozess und dienen so letztlich der Fortpflanzung und diese wiederum ist das biologische Ziel des Gesamtprozesses.
    Ich finde es in diesem Sinne eher (gegen Männer gerichtet) sexistisch so zu tun als wäre Sexualität eine männliche Erfindung.
     
    Wieso hast Du mit der Formulierung „Mond …, dem Urdingsda des Weiblichen.“ ein Problem? Das ist für mich ein reiner Bezug auf die mystische Überhöhung des Weiblichen durch die EsoterikerInnen und noch nicht einmal überspitzt dargestellt. Noch dämlicher als einen Himmelkörper zum Ur-was-weiß-ich einer biologischen Eigenart (nämlich dem Geschlecht) zu machen geht es doch nun wirklich kaum noch.
     
    Ähnliches sehe ich beim Thema „Hexensabbat“. Ich vermute der Autor hat sich hier bewusst dafür entschieden an allen Stellen von „einer Art Hexensabbat“ zu sprechen. Dass der Bezug auf Hexen hier vornehmlich Frauen trifft halte ich angesichts des Themas (mystische Überhöhung des weiblichen) für unvermeidlich.
     
    Ohne Dich persönlich angreifen zu wollen: es ist bei mir der Eindruck entstanden, dass Du an den Text bereits mit der Erwartung herangegangen bist, etwas sexistisches darin zu finden.
     
    Meine erste Reaktion war übrigens auch „What’s the harm?“, aber der Umstand dass es Schlimmeres gibt, macht eine solche Mystifizierungsveranstaltung nicht nachvollziehbarer.

  53. S. K. Paden
    6. Juni 2012, 13:03 | #53

    Liebe Vektorfee, ich mag nicht beurteilen, ob dieser Blogbeitrag und einige Kommentare sexisisch sind oder ob hier nur ein paar skeptische Männchen eine Steilvorlage nicht ungenutzt lassen. Was in dem Artikel an Sublimierung weiblicher Geschlechtlichkeit beschrieben wird, ist ja wirklich unfassbar „dämlich“.
    Was mich als Frau einfach bloߟ ärgert ist die Tatsache, dass die Sublimierung von „Frau sein“ sich dermaߟen offensichtlich und eben „dämlich“ unbewußt selbst verarscht und für Ekel und Spott bei uns allen, egal welchen Geschlechts, sorgt. Nicht zuletzt gibt sie den Skeptiker-Männchen die Gelegenheit, UNTERSCHWELLIG und auch in dämlicher ASchwa-Manier (nur andersrum) alle Frauen herauszufordern. Das tut denen gut und das brauchen die, die Skeptiker-Männchen sind auch bloߟ Männchen.
    Ich hoffe, es geht dir gut und du hast keinen Kater.

  54. stupidman
    6. Juni 2012, 14:01 | #54

    Höhöhööhöhöö high 5!
    😉

    Puh, danke Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Sublimierung_%28Psychoanalyse%29

  55. Mephisto
    6. Juni 2012, 14:43 | #55

    S. K. Paden :
    …Nicht zuletzt gibt sie den Skeptiker-Männchen die Gelegenheit, UNTERSCHWELLIG und auch in dämlicher ASchwa-Manier (nur andersrum) alle Frauen herauszufordern….

    Das kann in dieser Form nicht stimmen, denn „ASchwa-Manier“ und „unterschwellig“ stehen in Widerspruch zueinander.

  56. Statistiker
    6. Juni 2012, 19:55 | #56

    Und kein Männchen würde in ASchwa-Manier schwallen…. da verknäueln sich die bösen Spermen, das Urbild alles Bösen….

  57. vektorfee
    6. Juni 2012, 21:04 | #57

    Mephisto :
    @Vektorfee:

    Der Blogeintrag mag an einigen Stellen kritikwürdig sein, aber deshalb gleich die Sexismus-Keule zu schwingen ist aus meiner Sicht zwei Nummern zu groß und daher unangebracht.

    Ok, das scheint diesem Kollektivtrauma hier noch am nächsten zu kommen. Von mir aus nehme ich den bösen bösen Killervorwurf Sexismus zurück und sage stattdessen, dass der Artikel in seinen Anspielungen, der Wortwahl, etc zu weit geht und die betroffenen Personen ohne Grund beschimpft und heruntermacht statt den Spott nur ihrem Wahnsinn zu widmen.(Siehe auch mein erstes Posting).

    Ich kann immer noch nicht nachvollziehen, warum es offenbar akzeptable Ziele für sonst unakzeptables Verhalten gibt und denke mir meinen Teil dazu.

    Du kritisierst, dass alle Kongressbesucherinnen pauschal abgestempelt würden. Woraus leitest Du das ab?

    „Der geballte pseudo-natürliche Wahnsinn versammelt sich allerdings auf einer Art Hexensabbat, von den Eso-Frauen als Frauenkongress betitelt. Keine Angst, für die Männchen gibt es ein Pendant! Aber das würde schlicht den Rahmen sprengen.“

    Die Parallelisierung mit männlichen Besuchern zeigt, dass hier Besucherinnen gemeint sind.

    Zu Ponders Argument:
    Ich hatte angemerkt, dass eine unsensible Herabwürdigung „eher lästig …zu einem Bedeutenden Ereignis aufgewertet“ und stumpfe Gleichsetzung mit dem Stuhlgang ziemlich kühl oder herzlos wirken. Ponder hat in der einseitigen Darstellung zudem eine Reduktion auf männliche Bedürfnisse analysiert, eine Position, die ich schon aus taktischen Gründen nicht hier angefangen hätte.

    Ich finde es in diesem Sinne eher (gegen Männer gerichtet) sexistisch so zu tun als wäre Sexualität eine männliche Erfindung.

    Wer tut das? Ich glaube du verstehst Ponders argument falsch.

    Wieso hast Du mit der Formulierung “Mond …, dem Urdingsda des Weiblichen.” ein Problem?

    Es ist ein Beispiel dafür, wie der Artikel ohne jede Begründung abwertet und verdammt und damit, im Unterschied zu gelungenem Spott, bloses Sich-das-Maul-Zerreisen ist.

    Noch dämlicher als einen Himmelkörper zum Ur-was-weiß-ich einer biologischen Eigenart (nämlich dem Geschlecht) zu machen geht es doch nun wirklich kaum noch./blockquote

    Im Gegenteil, es ist sogar naheliegend. Aus dem Stand würden einfallen: sein im Vergleich zur Sonne schwächeres Leuchten, seine Verändlicherlichkeit, seine Auswirkungen auf Lebewesen, seine seltsame Anziehungskraft auf Mondsüchtige, seine Rolle als Licht für Verliebte und seine Funktion als Indikator von biologischen Ereignissen. Alles Eigenschaften die sich mit sehr einfachen Analogien als weiblich deuten ließen. Natürlich ist es schön, dass wir über diesen Schwachfug hinaus sind. Trotzdem ist es ignorant und unproduktiv sich nicht mit auch unvernünftigen Position auseinander zu setzen und sich in der eigenen Überlegenheit zu gefallen.

    Ähnliches sehe ich beim Thema “Hexensabbat”. Ich vermute der Autor hat sich hier bewusst dafür entschieden an allen Stellen von “einer Art Hexensabbat” zu sprechen. Dass der Bezug auf Hexen hier vornehmlich Frauen trifft halte ich angesichts des Themas (mystische Überhöhung des weiblichen) für unvermeidlich.

    Nicht vornehmlich, sondern ausschließlich (siehe den Parallelismus zu den Männern) und von einer Art spricht deshalb, weil es schwerfallen dürfte diesen Kram in Verbindung mit Hexenzirkeln zu bringen, wenn man nicht gerade der Gleichung weiblich+mystizistisch = Hexe folgt.

    Ohne Dich persönlich angreifen zu wollen: es ist bei mir der Eindruck entstanden, dass Du an den Text bereits mit der Erwartung herangegangen bist, etwas sexistisches darin zu finden.

    Und ich sollte recht damit behalten, genauso wie in meiner Vorahnung, wie wohl die Kommentare ausfallen würden, sobald einmal das S-Wort gefallen ist. Und nun? Bin ich jetzt eine Hellseherin?

    Meine erste Reaktion war übrigens auch “What’s the harm?”, aber der Umstand dass es Schlimmeres gibt, macht eine solche Mystifizierungsveranstaltung nicht nachvollziehbarer.

    Wie schon einige Male geschrieben: Ich bin nicht gegen den Spot, ich bin gegen seine Zielrichtung. Und ich hätte, wäre der Artikel in ähnlich primitiver und herabwürdigender Weise mit Männern umgesprungen, genauso gemeckert.

  58. Ponder
    6. Juni 2012, 21:21 | #58

    @ vektorfee:

    Ich glaube du verstehst Ponders argument falsch.

    Ach, das ist doch nicht so tragisch!
    Ich hab doch selbst gemerkt, dass das argumentativ nicht überzeugend rausgearbeitet war.

    Du darfst mich – zum Zeichen meiner Empathie – Ponderosa nennen 😀

  59. vektorfee
    6. Juni 2012, 21:25 | #59

    kumi :
    Vektorfee, einen (medizinisch gesehen) für den weiblichen Körper völlig normalen Vorgang wie die Menstruation – heutzutage – so spirituell derart zu überhöhen und Trommeln mit Blut vollzumalen (nicht aus rein künstlerischer Sicht – das könnte ich ja akzeptieren, denn Kunst darf alles) und sich in diesem Huschi Fuschi aus »uralten Zeiten« auch noch überlegen zu fühlen, ist ebenso total bescheuert wie die Vorstellung, es gäbe Männer, die den Sack anbeten und Sperma auf Trommeln reiben, den Mond als die wahre universelle Eizelle, zu der alles Männliche streben solle, hochleben lassen.
    Dann schriebe sicher jemand (vielleicht eine Frau) einen ähnlich bissigen Artikel zum ersten, zum frühzeitigen oder ausbleibenden Samenerguss (was neben der mangelnden Penislänge bekanntlich unser größtes Trauma ist).
    Es geht aber nicht um Sex, sondern um Menstruation, bzw um einen esoterisch angehauchten Frauenkongress. Deshalb finde ich sexuelle Anspielungen dazu unangebracht.

    Ich kann aber schon nachvollziehen, was dir an diesem Artikel missfällt, wenn ich es auch nicht ganz teilen möchte.

    Wie schön dass mich jemand versteht *seufz*

  60. vektorfee
    6. Juni 2012, 22:34 | #60

    Liebe S.K. Paden,

    Keine Sorge, ich habe keinen Kater, nur das Gefühl, dass ich noch viel Ärger mit manchen Leuten hier erleben werde. Naja…

    Ich kann deinen Frust über solche Esotanten nachvollziehen und teile ihn, fühle mich aber auch dazu verpflichtet, die Menschen hinter dem Wahnsinn zu betrachten. Was DeAnna L’am (Die mit der Bluttrommel) in ihrem Blog schreibt, klingt nicht dem üblichen Egotrip. Ihr ist bewusst, dass sie ein gesellschaftliches Tabu bricht und sie benennt die Gründe dafür. Natürlich ist das mit dem heiligen Mondblut quatsch. Dennoch sehe ich in Sätzen wie „Yes, years of societal taboos may spring to mind, disguised as resistance, aversion, or judgments. Listen to them. Then inquire within: whose voices are talking to you?“ hauptsächlich eine Auflehnung gegen eine aufgezwunge Rolle. Eine Irrationale und letzten Endes kontrapoduktive Auflehnung, aber nichtsdestotrozt eine solche. Zudem engagiert sie sich scheinbar für die Erziehung junger Mädchen und schreibt Bücher darüber. Auf der Webseite des esoterisch angehauchten Frauenkongress (unter weibliches Erwachen) lese ich dann „[…]Unsere von männlichen Prinzipien dominierte Kultur befindet sich in einer tiefen Krise […]“. Natürlich geht dieser Teil im esoterischen Allerlei unter und man beschämt sich mit Unsinn. Aber der Blogpost geht mit keinem Wort auf diesen politischen Teil ein, nur das Tag erinnert daran. Ich frage mich: Hatte da jemand Angst sich ernsthaft mit Feminismus auseinandersetzen zu müssen und hat deshalb den leichteren Weg gewählt? Ein Artikel der mit „Bei allem Verständniss für feministische Kritik, manche Frauen spinnen einfach.“ begonnen hätte, hätte die pubertären Witzchen sicherlich nicht verkraftet und hätte auch inhaltlich ausgearbeiteter sein müssen um Bestand vor der durch ihn provozierten Kritik zu haben. Stattdessen drischt er lieber auf den gemeinsamen Feind der Besuchergruppe ein. Sehr unsportlich, aber der Grund dahinter könnter auch einer für das Kommentarverhalten Mancher hier sein. Aus deinem Geschriebenen spricht ein Gewisser Ärger über über männliche Skeptiker, ich mich bei Gelegenheit gerne mit dir darüber austauschen. Sehn wir uns im Forum?

    Viele Grüße
    Lisa

  61. Normalfrau
    7. Juni 2012, 00:03 | #61

    @ Lisa vektorfee
    Ich habe gerade zum 480. mal (Überschlagsrechnung) in meinem Leben menstruiert und war nur zweimal (im Alter von 15 Jahren) glücklich darüber. Sollte es irgendetwas Mystisches, Befreiendes oder Feministisch-Weibliches bei der Menstruation geben, so ist mir das wohl entgangen.

    Ich fand den Artikel gut und nicht sexistisch.

  62. Fozzie
    7. Juni 2012, 02:30 | #62

    Also ich frag mich worin das Problem darin bestehen soll, dass es eben solche Leute gibt die ihren körperlichen Vorgängen eine derart rituelle Bedeutung zuschreiben. Mir persönlich ist das auch fremd und es ist absolut irrational. Aber das scheint denen was zu geben und schaden tut es keinem. Wenn irgendwelche Naturvölker sowas praktizieren, dann finden wir das vielleicht interessant, aber wenn das jemand in unserer Umgebund tut, dann wird der gleich für dumm verkauft. Dumm ist aber für mich eher jemand der sowas so auslegt.

  63. Weib
    7. Juni 2012, 02:54 | #63

    Ich als Frau muss mich für weibliche Kommentare a là Vektorfee echt schämen. Hier wird ein weibliches Kollektivbewusstsein aufgebaut, das esoterisch verseucht ist. Der Artikel ist eindeutig gut und er bezieht sich eindeutig auf weibliche Wesen, die sich in esoterischer Manier mit der Thematik beschäftigen. Mit diesen naiven Traumtänzerinnen, die ihrer Blut- und Boden-Mystik frönen, weil es ihnen eventuell ansonsten zu gut geht und sie keine wirklichen Probleme haben, die zur Hochstilisierung eines Super-Gaus taugen, möchte ich niemals über einen Kamm geschert werden, nur weil ich Frau bin. Ich fühle mich nicht angesprochen, wenn es um bescheuerte Eso-Weiber geht, nur weil ich auch Weib bin, wo kommen wir denn da hin?

  64. Dr. Klaus Trophobie
    7. Juni 2012, 09:29 | #64

    vektorfee :
    Natürlich geht dieser Teil im esoterischen Allerlei unter und man beschämt sich mit Unsinn. Aber der Blogpost geht mit keinem Wort auf diesen politischen Teil ein, nur das Tag erinnert daran. Ich frage mich: Hatte da jemand Angst sich ernsthaft mit Feminismus auseinandersetzen zu müssen und hat deshalb den leichteren Weg gewählt?

    Ich denke nein. Denn auch wenn der Teig eines Berliners (andernorts als Pfannekuchen bekannt) noch so lecker, perfekt ausgebacken und mit einem Hauch Zucker bestäubt ist – wenn da Senf drin ist mag ich ihn nicht Essen!

    So seh ich das auch mit dem Esogeschwurbel, da mag zwar ein körnchen Wahrheit mit drin sein, aber das meist nur als Sinn zum Zweck. Und von daher (im Kontext einer Esokritik) keiner Erwähnung wert.
    In einer politisch-gesellschaflichen Diskussion ist das was anderes.

    vektorfee :
    “Der geballte pseudo-natürliche Wahnsinn versammelt sich allerdings auf einer Art Hexensabbat, von den Eso-Frauen als Frauenkongress betitelt. Keine Angst, für die Männchen gibt es ein Pendant! Aber das würde schlicht den Rahmen sprengen.”

    Die Parallelisierung mit männlichen Besuchern zeigt, dass hier Besucherinnen gemeint sind.

    Nein. Die Paralelleliserung will zeigen das es nicht nur bekloppte Frauen sondern auch (mindestens so) bekloppte Männer gibt.

    Die Veranstaltungen werden als Frauenkongress betitelt, was eine wunderbare Plattform der von dir bevorzugten gesellschafliche Diskussion wäre.
    Leider aber sind es Esoterikertreffen die den Mond und die Regelblutung (und sonstnochwas) verherrlichen, was sich (wie ich finde) mit „eine Art Hexensabbat“ schön griffig zusammenfassen lässt.

    vektorfee :

    Wieso hast Du mit der Formulierung “Mond …, dem Urdingsda des Weiblichen.” ein Problem?

    Es ist ein Beispiel dafür, wie der Artikel ohne jede Begründung abwertet und verdammt und damit, im Unterschied zu gelungenem Spott, bloses Sich-das-Maul-Zerreisen ist.

    Diese Beispiel wertet ab, aber nicht das Weib an sich sondern die Vergeschlechtlichung von Himmelskörpern. Der du angetan zu sein scheinst und es deshalb in den falschen Hals bekommst.

    vektorfee :
    Wie schon einige Male geschrieben: Ich bin nicht gegen den Spot, ich bin gegen seine Zielrichtung. Und ich hätte, wäre der Artikel in ähnlich primitiver und herabwürdigender Weise mit Männern umgesprungen, genauso gemeckert.

    Dein Problem dürfte sein das du dich selbst in Weg gestellt hast. Du hast dich bei dem Artikel (als Frau) angesprochen gefühlt und bist deshalb gekränkt. Insofern glaube ich nicht das du bei einem „männlichen“ Artikel genauso reagiert hättest.

    Fozzie :
    Wenn irgendwelche Naturvölker sowas praktizieren, dann finden wir das vielleicht interessant, aber wenn das jemand in unserer Umgebund tut, dann wird der gleich für dumm verkauft.

    Ich denke unsere Vorfahren (oder heute noch Naturvölker) haben solche Geschehnisse angebetet weil sie nicht verstanden was da vorgeht und aufgrund der Komplexität eine höhere Macht dahinter vermuteten (oder erhofften?). Heute kennen wir die Zusammenhänge. Deswegen halte ich es durchaus für angebracht einen, der mit vollem Ernst und Glauben einen Regentanz vollführt, als dumm zu bezeichnen. Denn offensichtlich ist er nicht in der Lage zu verstehen das Wetter von Sonne, Luft- und Wasserströmen bestimmt wird.

  65. stupidman
    7. Juni 2012, 09:32 | #65

    @Weib @Normalfrau
    DANKE! 🙂

    Ich war schon kurz davor mein Lachen zu verkaufen, angesichts gewisser Spaßbremsen hier^^

    Also darf ich weiter über bekloppte Eso-Tanten lachen aber gleich den Müll runterbringen wenn mir meine Frau das sagt.

    Muchas gracias señoritas!

  66. Ponder
    7. Juni 2012, 10:27 | #66

    Es läuft ganz einfach dem Wesen von Satire zuwider, auf die Empfindsamkeit des karikierten sujets bzw der damit verbundenen ProtagonistInnen Rücksicht zu nehmen.

    Das – und manchmal leider nur das – unterscheidet die Satire von einer psychoanalytischen Deutung.

    P.S.: Der letzte Satz war Satire.

  67. S. K. Paden
    7. Juni 2012, 10:38 | #67

    Die böse Schwiegermutter, die Ehegattin mit der Nudelrolle hinter Tür, die blöde Blondine oder die verklemmte alte Junfer taugen als Witzfigur, über die man misogynen Hohn ausschütten kann nicht mehr so richtig. Bastelt man halt einen modischeren Topos: die in Mutter Erde blutende Mond anbetende Esoterikerin. Die Jungs haben was zum dreckig lachen und die Mädels was zum sich von distanzieren und Vektorfee geht in die Falle, echauffiert sich und darf gepiesackt werden.

    Reizendes Szenario auf dem Eso(WATCH)Blog. Könnte man das auf die Erdbeerbowle schieben und es gut sein lassen? Müll runter bringen ist auch ne feine Idee!

    @“Puh danke Wikipedia stupid man“:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Misogynie

  68. Ponder
    7. Juni 2012, 10:53 | #68

    Naja, was mich vor dem Müll runterbringen doch noch interessieren würde:

    Ist diese Moonblood-Inszenierung nicht in sich schon diskriminierend, wenn man/frau davon ausgeht, dass statistisch gesehen Frauen ca 84 Jahre alt werden, davon aber nur in ca 50 % der Zeit menstruieren.

    Was machen denn die armen Frauen in der Menopause, wenn sie ihres Moonbloods und ihrer „Schoßkraft“ (was immer die Fantasie darunter versteht…) schmerzlich beraubt worden sind?

    Oder haben die ihre eigenen Rituale, wenn sie keine Trommeln mehr bemalen können? –

    Oder nehmen die dann Holunderbeerensaft?- Es gibt ja von H.C. Andersen das schöne Märchen vom Fliedermütterchen, der zeitlosen Frau, die zwischen Mädchen und Matrone changiert…da könnte man vielleicht anknüpfen.

    Jedenfalls könnte ich sofort mit ähnlichen rhetorischen Mitteln wie den von vektorfee gebrauchten ein Argument konstruieren, wie diskriminierend diese Rituale doch gegenüber alten Frauen sind.

    So what?

  69. Noes
    7. Juni 2012, 12:21 | #69

    Ich finde ehrlichgesagt eher diese esoterische Menstruationsblut-Verherrlichung diskriminierend:

    – viele Frauen nehmen dank der Pille Einfluss auf die Menstruation, die Blutung während der Pillenpause ist nämlich keine Menstruation, sondern für den Körper eine Abbruchblutung, da keine Schwangerschaft mehr vorgetäuscht wird.
    Was ist mit denen? Lehnen die aus egoistischen Motiven ihr Frausein ab oder wie?

    – Vor der ersten Blutung und nach der letzten Blutung ist man dann nich mehr magisch? Nett o.O

    – Wieso wird die Zeit der Mens so extrem betont? kann man nicht obwohl man blutet einfach 24/7 so sein wie immer? Muss ich wärend der Zeit besonders spirituell/mütterlich/künstlerisch/whatever sein? Warum nicht stattdessen zum Eisprung, der die Möglichkeit eines neuen Lebens darstellt?

    – Alle die nicht (monatlich) Bluten können werden ausgegrenzt (seien es Männer, Frauen mit gesundheitlichen Probleme, körperliche Abweichungen vom „normal“ Typus, etc..)

  70. gerdundsoweiter
    7. Juni 2012, 13:13 | #70

    ich glaube die vectorfee ist untervögelt… und irgendwie verstösst diese kunst auch gegen ne menge hygienischer regeln.

  71. Ponder
    7. Juni 2012, 13:17 | #71

    @ gerdetc:

    Das war nun leider ein typischer Griff ins Klo – bitte die Klappe halten!

  72. Gynofake
    7. Juni 2012, 13:56 | #72

    @Weibchen
    @Normalfraeulein

    Sorry, aber die Verkleinerungsform hab ich nur von Herrn Stupid Mann gemopst, der seinen beiden braven Damen als den Frolleins, (wenn auch sehr charmant auf spanisch) seinen Dank ausspricht dafuer, dass er weiter lachen darf.

    Sorgen mache ich mir konkret um Dich, Normalfraeulein: 480 mal menstruiert? Ein Ueberdurchschnittlicher hoher Blutverlust, fuer das Leben einer Normalfrau zwischen Pubertaet und Klimaterium gesehen. Da koennte durchaus einiges zuviel an Blut aus dem Hirn geflossen sein.

  73. S. K. Paden
    7. Juni 2012, 14:23 | #73

    @Ponder
    Ach menno, du hast ja Recht, ich widerspreche doch weder Dir noch anderen hier, die sachliche Argumente bringen.
    Vielleicht bin ich ja überempfindlich und das ganze ist wirklich Satire (eine gelungene satirische Beschreibung von Satire hast Du da übrigens vorgelegt).
    Ich rege mich einfach nur auf über den Ton, den manche hier ablassen und der zwangsläufig diese Griffe in den Klo provoziert. Das „untevögelt“ lag doch schon lange in der Luft. Es ist das typische „Argument“ der Misogynie und ich hab so das Bedürfnis nach „Wehret den Anfängen oder so“.
    Ich fand auch Deine Frauenversteher-Versuche irgendwie süß und tätest Du auch mir das Angebot machen, Dich Ponderosa zu nennen, nähm ich das an.

  74. vektorfee
    7. Juni 2012, 14:48 | #74

    Weib :
    Ich als Frau muss mich für weibliche Kommentare a là Vektorfee echt schämen. Hier wird ein weibliches Kollektivbewusstsein aufgebaut, das esoterisch verseucht ist.

    Interessant, wo findet das statt? Ich habe mir weder irgendwelche esoterischen Thesen zueigen gemacht, noch irgendwo gesagt, dass ich für alle Frauen spreche. Ich habe gesagt, dass ich den Artikel in weiten Teilen nicht gelungen finde und dies deutlich begründet. Ich habe sogar versucht, auf damit nicht im Zusammenhang stehende Argumente und Angriffe gegen Positionen, die ich nie geäußert hatte, fair einzugehen. Das Doofe ist, dass du es, genau wie viele andere hier, mir schwer machst auf dein Posting einzugehen, weil du nur Gefühlsäußerungen und Meinungsaußagen tätigst. Z.B:

    Der Artikel ist eindeutig gut und er bezieht sich eindeutig auf weibliche Wesen, die sich in esoterischer Manier mit der Thematik beschäftigen.

    Eindeutig ist ein ziemlich starkes Wort und könnte einige Belege verkraften. Hast du irgendwelche oder ist das nur so ein Gefühl von dir?
    Wenn du ein Vorbild sein und mich beschämen willst, finde ich das eher traurig.

    Mit diesen naiven Traumtänzerinnen, die ihrer Blut- und Boden-Mystik frönen, weil es ihnen eventuell ansonsten zu gut geht und sie keine wirklichen Probleme haben, […]

    Klar, alles Bekloppte die selber schuld sind. Du machst es dir einfach mit deinen Feindbildern. Denkst du nicht, dass du einem Menschen ein bischen mehr Respekt schuldest als derartige Pauschalisierungen? Dir sollte außerdem bewusst sein, dass der Ausdruck Blut-und-Boden-Mystik stark mit dem Nationalsozialismus assoziert ist. Sehr gewagt. Oder meinst du nur „irgendwas mit Blut und mit Erde“ und der Nazivergleich ist dir so rausgerutscht?

    […]
    die zur Hochstilisierung eines Super-Gaus taugen, möchte ich niemals über einen Kamm geschert werden, nur weil ich Frau bin.

    Ich auch nicht und eben deswegen habe ich angemerkt dass manche Formulierungen verbessert werden sollten um den Eindruck zu vermeiden, dass der Text dies tut.

  75. Groucho
    7. Juni 2012, 15:27 | #75

    komm halt mal auf den Boden, verktorfee.Es gibt für beide Argumentationen gute Gründe. Und wir haben hier eher intelligente Kommentatoren. Ist eine Chance.

  76. vektorfee
    7. Juni 2012, 15:59 | #76

    <blockquote cite="#com

    Dr. Klaus Trophobie :

    vektorfee :
    Natürlich geht dieser Teil im esoterischen Allerlei unter und man beschämt sich mit Unsinn. Aber der Blogpost geht mit keinem Wort auf diesen politischen Teil ein, nur das Tag erinnert daran. Ich frage mich: Hatte da jemand Angst sich ernsthaft mit Feminismus auseinandersetzen zu müssen und hat deshalb den leichteren Weg gewählt?

    Ich denke nein. Denn auch wenn der Teig eines Berliners (andernorts als Pfannekuchen bekannt) noch so lecker, perfekt ausgebacken und mit einem Hauch Zucker bestäubt ist – wenn da Senf drin ist mag ich ihn nicht Essen!

    So seh ich das auch mit dem Esogeschwurbel, da mag zwar ein körnchen Wahrheit mit drin sein, aber das meist nur als Sinn zum Zweck. Und von daher (im Kontext einer Esokritik) keiner Erwähnung wert.
    In einer politisch-gesellschaflichen Diskussion ist das was anderes.

    Sehe ich anders. Wenn man schon dazuschreibt, dass es um Feminismus geht, sollte man zumindest ein paar Worte auf die Abgrenzung verwenden und nicht einfach nur die Assoziationen MenstruationsmystizismusSpirtuellerKongressFeminismusFrauen aufbauen. Wenn man sich nicht damit beschäftigen möchte, sollte man es lieber weglassen oder explizit sagen, dass die Diskussion zu lang/kompliziert/polarisierend wäre.

    vektorfee :
    “Der geballte pseudo-natürliche Wahnsinn versammelt sich allerdings auf einer Art Hexensabbat, von den Eso-Frauen als Frauenkongress betitelt. Keine Angst, für die Männchen gibt es ein Pendant! Aber das würde schlicht den Rahmen sprengen.”
    Die Parallelisierung mit männlichen Besuchern zeigt, dass hier Besucherinnen gemeint sind.

    Nein. Die Paralelleliserung will zeigen das es nicht nur bekloppte Frauen sondern auch (mindestens so) bekloppte Männer gibt.
    Sie zeigt aber auch, dass vor dem „Keine“ Frauen gemeint waren, oder?

    Die Veranstaltungen werden als Frauenkongress betitelt, was eine wunderbare Plattform der von dir bevorzugten gesellschafliche Diskussion wäre.
    Leider aber sind es Esoterikertreffen die den Mond und die Regelblutung (und sonstnochwas) verherrlichen, was sich (wie ich finde) mit “eine Art Hexensabbat” schön griffig zusammenfassen lässt.

    Hast du irgendwas von der Webseite gelesen oder betest du den Blog nach?
    Du findest Hexensabbat den Begriff also schön, ich problematisch. Ich finde er ist ein Klischee dem sich nur bedient, wer nicht argumentieren kann oder möchte. Ich hätte mir gewünscht, dass der Autor mehr tut als derartig platt zu verteufeln und zwar alle Besucherinnen des Kongresses gleichzeitig, gleich stark und unabhängig von ihrer Motivation. Alles irgendwelche Blutanbeterinnen und Mondtänzerinnen. Wer es sich so einfach macht, verdient Kritik.

    vektorfee :

    Wieso hast Du mit der Formulierung “Mond …, dem Urdingsda des Weiblichen.” ein Problem?
    […]
    Diese Beispiel wertet ab, aber nicht das Weib an sich sondern die Vergeschlechtlichung von Himmelskörpern. Der du angetan zu sein scheinst und es deshalb in den falschen Hals bekommst.

    Unfug. Wenn du das wirklich ernst meinst, beleg es mir bitte an dem, was ich geschrieben habe.

    vektorfee :
    Wie schon einige Male geschrieben: Ich bin nicht gegen den Spot, ich bin gegen seine Zielrichtung. Und ich hätte, wäre der Artikel in ähnlich primitiver und herabwürdigender Weise mit Männern umgesprungen, genauso gemeckert.

    Dein Problem dürfte sein das du dich selbst in Weg gestellt hast. Du hast dich bei dem Artikel (als Frau) angesprochen gefühlt und bist deshalb gekränkt. Insofern glaube ich nicht das du bei einem “männlichen” Artikel genauso reagiert hättest.

    Ich habe

    Super, du weißt also besser als ich, was ich wirklich denke und kennst meine Motivation sehr genau. Vielleicht hälst du es deshalb nicht für notwendig dich mehr als nur oberflächlich mit dem ausseinander zu setzen, was ich schreibe. *seufz* Falls das ein Versuch war, mich wütend zu machen: Ich habe schon weitaus bessere gelesen. Falls du dachtest damit konstruktiv etwas beitzutragen: Wow, dein Menschenbild hat echt ne Macke. Ja, der Artikel hat mich durchaus gestört, aber ich traue mir durchaus genügend Impulskontrolle zu, um nicht völlig davon verblendet zu sein. Du offenbar nicht. Sehr bezeichnend. Was bitte soll an meinen Argumenten schlechter sein, wenn ich auch ein persönliches Anliegen daran habe? Dürfen nur Männer über frauenfeindliche Artikel diskutieren? Man sieht ja an diesem Kommentarthread mit wieviel Umsicht und Aufmerksamkeit für Kleinigkeiten die meisten das tun…

    […]
    Ich denke unsere Vorfahren (oder heute noch Naturvölker) haben solche Geschehnisse angebetet weil sie nicht verstanden was da vorgeht und aufgrund der Komplexität eine höhere Macht dahinter vermuteten (oder erhofften?). Heute kennen wir die Zusammenhänge. Deswegen halte ich es durchaus für angebracht einen, der mit vollem Ernst und Glauben einen Regentanz vollführt, als dumm zu bezeichnen. Denn offensichtlich ist er nicht in der Lage zu verstehen das Wetter von Sonne, Luft- und Wasserströmen bestimmt wird.

    Du schreibst, was alle hier –inklusive mir(!)– schreiben und erklärst mir mal wieder, dass die Esos dumm sind. Das weiß ich schon. Ich bin trotzdem dagegen, sie in so geschmackloser Weise herunter zu machen. Bitte sag mir, dass du nur zu schusselig oder faul bist um genau zu lesen, was ich geschrieben habe und mich nicht für zu dumm hälst, tatsächlich eine über die oberflächlichsten Polaritäten hinausgehende Meinung zu habben.
    Ich sollte echt mehr trinken.

  77. vektorfee
    7. Juni 2012, 16:02 | #77

    Args, Entschuldigung für den Formatierungsfehler. Das „ich habe“ gehört weg, und der Zitatblock danach ist natürlich auch quatsch.

  78. Dr. Klaus Trophobie
    7. Juni 2012, 16:12 | #78

    vektorfee :

    Weib :
    Ich als Frau muss mich für weibliche Kommentare a là Vektorfee echt schämen. Hier wird ein weibliches Kollektivbewusstsein aufgebaut, das esoterisch verseucht ist.

    Interessant, wo findet das statt?

    Bei dir:

    vektorfee :

    Noch dämlicher als einen Himmelkörper zum Ur-was-weiß-ich einer biologischen Eigenart (nämlich dem Geschlecht) zu machen geht es doch nun wirklich kaum noch.

    Im Gegenteil, es ist sogar naheliegend. Aus dem Stand würden einfallen: sein im Vergleich zur Sonne schwächeres Leuchten, seine Verändlicherlichkeit, seine Auswirkungen auf Lebewesen, seine seltsame Anziehungskraft auf Mondsüchtige, seine Rolle als Licht für Verliebte und seine Funktion als Indikator von biologischen Ereignissen. Alles Eigenschaften die sich mit sehr einfachen Analogien als weiblich deuten ließen. Natürlich ist es schön, dass wir über diesen Schwachfug hinaus sind. Trotzdem ist es ignorant und unproduktiv sich nicht mit auch unvernünftigen Position auseinander zu setzen und sich in der eigenen Überlegenheit zu gefallen.

    In Zusammenhang mit dem vorangegangenen liest sich der vorletze Satz wie ein Alibi.

    Ich verstehe auch nicht warum es produktiv sein sollte über Inhalte zu diskutieren die doch nur aus heißer Luft bestehen.

  79. Fozzie
    7. Juni 2012, 16:13 | #79

    Ich denke unsere Vorfahren (oder heute noch Naturvölker) haben solche Geschehnisse angebetet weil sie nicht verstanden was da vorgeht und aufgrund der Komplexität eine höhere Macht dahinter vermuteten (oder erhofften?). Heute kennen wir die Zusammenhänge. Deswegen halte ich es durchaus für angebracht einen, der mit vollem Ernst und Glauben einen Regentanz vollführt, als dumm zu bezeichnen. Denn offensichtlich ist er nicht in der Lage zu verstehen das Wetter von Sonne, Luft- und Wasserströmen bestimmt wird.

    Es besteht einfach keine Notwendigkeit sowas für dumm zu verkaufen und das doch zu tun ist einfach nur narzisstisch. So lange die betreffenden Personen sich damit nicht selbst oder anderen schaden geht das o.k.; und wenn man normalen körperlichen Vorgängen eine rituelle Bedeutung zuschreibt ist genau das der Fall.

  80. Plazentafreak
    7. Juni 2012, 16:34 | #80

    @Fozzie
    Die Kongressgebühr beträgt laut Kongresshomepage 195 €. Das Gehirn mit Eso-Kram gewaschen zu bekommen und dafür auch noch knapp 200 Euro zu verlieren, halte ich schon für einen Schaden.

  81. Grinsi
    7. Juni 2012, 17:27 | #81

    Oh oh, lange Texte.

    Erst mal, ja, bedingt kann ich Vektorfees ungutes Gefühl bezüglich einer etwas wenig feinfühligen Abwertung von „Frauenthemen“ im Blogbeitrag ein wenig nachvollziehen.

    Viele der heute erwachsenen, im Leben stehenden Frauen sind noch mit Vorstellungen aufgewachsen, dass Menstruation etwas Unreines ist, bäh pfui und peinlich, und ich bin mir sicher, viele Frauen erleben das auch heute noch so, teils bewusst, teils un- bzw. halbbewusst.

    Das Phänomen, einen vermeintlichen „Makel“, eine vermeintlichen „Schwäche“ durch eine überzogene Identifikation mit diesem „Makel“ und entsprechende öffentliche Selbstdarstellung auf der persönlichen Ebene überwinden zu wollen taucht ja relativ häufig auf, angefangen von Afroamerikanern, die sich bewusst als „Nigger“ bezeichnet haben/bezeichnen bis zu Homosexuellen, hier meiner Erfahrung nach vor allem die männlichen, die sich in überzeichneter Form mit ihrem Schwulsein darstellen, so dass es gelegentlich schon fast etwas nervig für das Umfeld ist, auch wenn dieses im Grunde keinerlei homophobe Neigungen hat.

    Ähnliches sehe ich schon auch hier.

    Allerdings halte ich es nicht wirklich für hilfreich, wenn ein solches Thema dann im Rahmen eines solchen Kongresses in geradezu lächerlich-plakativer Weise angegangen wird, zusammen mit allerlei Hokuspokus, der bestenfalls in den Bereich romantisch-verträumter Wunschvorstellungen gehört (ihr wisst schon, Matriarchatsmärchen, die weisen Frauen und so).

    Im übrigen, wie steht ihr, ich meine jetzt geziehlt die Herren, eigentlich zu exzessiven Extremsportarten, zu Veranstaltungen für die Herren mit Feuerläufen und der gleichen mehr? 🙂

  82. vektorfee
    7. Juni 2012, 17:31 | #82

    Groucho :
    komm halt mal auf den Boden, verktorfee.Es gibt für beide Argumentationen gute Gründe. Und wir haben hier eher intelligente Kommentatoren. Ist ein Chance.

    Und was willst du mir damit sagen?

  83. Dr. Klaus Trophobie
    7. Juni 2012, 17:34 | #83

    Fozzie :
    Es besteht einfach keine Notwendigkeit sowas für dumm zu verkaufen und das doch zu tun ist einfach nur narzisstisch.

    Eine zwingende Notwendigkeit sehe ich auch nicht. Aber man sollte es doch dürfen?

    Solche Themen ins lächerliche zu ziehen hilft den „Betroffenen“ ja auch nicht.

    wenn man normalen körperlichen Vorgängen eine rituelle Bedeutung zuschreibt

    Wieso sollte man völlig normalen Vorgängen überhaupt eine besondere Bedeutung zukommen lassen?

    Ich weiß ich begebe mich da auf dünnes Eis, schließlich sind Geburt und Tod als „normale körperliche Vorgänge“ auch ritualisiert…

    Bezogen auf das ursprüngliche Thema finde ich es jedenfalls Schade das dort um die Menstruation eine rein weibliche Festlichkeit aufgebaut wird statt die Zeit und Energie aufzuwenden um gegen alte (männliche) Vorurteile anzukämpfen.

  84. Ponder
    7. Juni 2012, 17:40 | #84

    @ all:

    Sorry, ich stehe leider immer noch unter dem Einfluss von virtueller Erdbeerbowle und las grad

    „Unser täglicher Stuhlgang wird meist weniger im Team gemacht…“

    Dem kann ich nur zustimmen!!

    Um den täglichen Stuhlgang wird meist weniger Tamtam gemacht, >/blockquote>

  85. Gynofake
    7. Juni 2012, 17:57 | #85

    @moesi (entschuldigung, aber das immer weiter abgleiten ins ASchwaBLÖD-Niveau hat mich jetzt zu diesem doofen Scherz höhöhöö verführt):

    Dochdoch es gibt da schon Notwendigkeiten Dummheit als Dummheit zu „verkaufen“ oder als solche zu bezeichnen. Nicht nur den von Plazentafreak (igittigittäxbäx, dieser Name, wird das Zeug mit oder ohne Messer und Gabel verzehrt und wird es vorher wenigstens angebraten?) vorgebrachten. Esoterik schadet immer – dem Fortschritt, der Aufklärung, der Bildung, dem aktuellen Menschen- oder hier Frauenbild, dem guten Geschmack, der Didaktik der Skeptikerbewegung, und vor allem und nicht zuletzt meinem Appetit! So!

    Und übrigens – Wer den Frauen die Göttlichkeit absprechen will, der soll mal über Folgendes nachdenken: Wir können bluten und bluten, tagelang, manchmal eine Woche lang. Und dann simmer immer noch nicht tot. Schafft kein Kerl!

  86. stupidman
    7. Juni 2012, 18:11 | #86

    Wenn ich jetzt anfangen würde z.B. meinem Ejakulat zu huldigen, das reine göttliche selbst in den ‚zig kleinen Kaulquappen zu sehen und den kalten Bauern stolz im Reagenzglasanhänger für alle sichtbar trage – werde ich wahrscheinlich als entmannter Misogynist auf einem Vektor gepfählt.

    Das ist sooooo ungerecht! Mennooooo….

    Idioten und IdiotInnen gibts nun mal. Manche heißen „DeAnna L’am“ andere Gerd. Wieder andere nennen sich selbst Doofkopp. Und es gibt welche, die sich aus grenzenloser Liberalität oder menstruativer Solidarität, ach was weiß denn ich, für Idioten in die Bresche werfen.

    Die sollen sich dann aber auch nicht wundern wenns mal kontra gibt. Wenn Ihre monströsen Argumente-Keulen die Mehrheit nicht vom Hocker hauen, sondern nur Kopfschütteln auslösen.

    So ich muß dann mal den grünen Punkt runterbringen.

  87. Gynofake
    7. Juni 2012, 19:28 | #87

    @stupidman
    Sag mal, Du, magst mir sagen, was ein kalter Bauer ist?

  88. Normalfrau
    7. Juni 2012, 20:23 | #88

    Gynofake :

    @Normalfraeulein

    Sorgen mache ich mir konkret um Dich, Normalfraeulein: 480 mal menstruiert? Ein Ueberdurchschnittlicher hoher Blutverlust, fuer das Leben einer Normalfrau zwischen Pubertaet und Klimaterium gesehen. Da koennte durchaus einiges zuviel an Blut aus dem Hirn geflossen sein.

    Ein Jahr hat 52 Wochen. Der Standardzyklus dauert 28 Tage, also 4 Wochen. Wenn du 52 Wochen durch 4 teilst, ergibt das 13 Menstruationszyklen im Jahr.
    Jetzt teile 480 durch 13. Du erhältst als Ergebnis die Anzahl der Jahre, die ich bereits menstruiert habe, nämlich 36,923 Jahre.
    Jetzt kannst du auch abschätzen, wie alt ich bin. Wo ist dein Problem?

  89. Normalfrau
    7. Juni 2012, 20:42 | #89

    Grinsi :
    Viele der heute erwachsenen, im Leben stehenden Frauen sind noch mit Vorstellungen aufgewachsen, dass Menstruation etwas Unreines ist, bäh pfui und peinlich, und ich bin mir sicher, viele Frauen erleben das auch heute noch so, teils bewusst, teils un- bzw. halbbewusst.

    Wie viele Frauen haben dir das gesagt, dass sie mit solchen Vorstellungen aufgewachsen sind? Ich habe das noch nie gehört. Vielleicht war das in vergangenen Jahrhunderten so, aber in den letzen 90 Jahren definitiv nicht. Menstruation ist bäh pfui, wenn sie überraschend eintritt und eine vesiffte Jeans oder ein durchgeblutetes Bettlaken bedeutet. Normalerweise ist sie nur nervig und lästig.

  90. stupidman
    7. Juni 2012, 22:10 | #90

    @Gynofake

    Gynofake :
    @stupidman
    Sag mal, Du, magst mir sagen, was ein kalter Bauer ist?

    Frag mal Tante Guugl… 🙂

    Und wenn Du schon dabei bist „Erdbeerwoche“ kann man(n) auch geich mal nachschlagen, das ist irgendwie ansprechender.

    @Normalfrau
    Danke für Deine nüchterne Art mit diesem Blödsinn-Thema umzugehen. Ich kann Dir nur zustimmen.

  91. Weib
    7. Juni 2012, 23:09 | #91

    Der sogenannte „Frauenkongress“ ist ein Linkverweis im Artikel. Verfolgt man den Link und liest die Inhalte aufmerksam, stellt man schnell fest, dass es einzig und allein um Esoterik geht. Warum regen sich die Eso-Versteherinnen hier nicht darüber auf, dass der Begriff „Frau“ für krude Esoterik missbraucht wird?? 😉

  92. stupidman
    8. Juni 2012, 00:06 | #92

    @Weib
    Naja, vielleicht haben gewisse holde Weiblichkeiten vergessen, sich spätestens seit den 70’gern auch mal weiter zu entwickeln… 😉

  93. quantumzero
    8. Juni 2012, 08:55 | #93

    @vektorfee
    Wie hat doch Frau Schröder, eine Frau gesagt?

    „Das Leben ist kein Ponnyhof!“

    Wenn sie schon erwachsen sind, dann scheinen ihre beiträge etwas kindlich, wenn sie noch nicht erwachsen sind, dann scheinen sie ganz natürlich kindlich.

    Wenn sie nicht erahnen können was ich damit sagen will, ein gratsistip: Werden sie erwachsen.

    Aufklärung täte auch gut. Dazu gibt es sehr gute literatur naturwissenschaftlicher art.

  94. inci
    8. Juni 2012, 12:28 | #94

    Normalfrau :

    Gynofake :
    @Normalfraeulein
    Sorgen mache ich mir konkret um Dich, Normalfraeulein: 480 mal menstruiert? Ein Ueberdurchschnittlicher hoher Blutverlust, fuer das Leben einer Normalfrau zwischen Pubertaet und Klimaterium gesehen. Da koennte durchaus einiges zuviel an Blut aus dem Hirn geflossen sein.

    Ein Jahr hat 52 Wochen. Der Standardzyklus dauert 28 Tage, also 4 Wochen. Wenn du 52 Wochen durch 4 teilst, ergibt das 13 Menstruationszyklen im Jahr.Jetzt teile 480 durch 13. Du erhältst als Ergebnis die Anzahl der Jahre, die ich bereits menstruiert habe, nämlich 36,923 Jahre.Jetzt kannst du auch abschätzen, wie alt ich bin. Wo ist dein Problem?

    ups, dann sind wir ja fast gleich alt 🙂

  95. inci
    8. Juni 2012, 12:47 | #95

    Dr. Klaus Trophobie :

    Ich denke unsere Vorfahren (oder heute noch Naturvölker) haben solche Geschehnisse angebetet weil sie nicht verstanden was da vorgeht und aufgrund der Komplexität eine höhere Macht dahinter vermuteten (oder erhofften?). Heute kennen wir die Zusammenhänge. Deswegen halte ich es durchaus für angebracht einen, der mit vollem Ernst und Glauben einen Regentanz vollführt, als dumm zu bezeichnen. Denn offensichtlich ist er nicht in der Lage zu verstehen das Wetter von Sonne, Luft- und Wasserströmen bestimmt wird.

    also, ob unsere vorfahren das tatsächlich angebetet haben, halte ich für eine recht wackelige theorie. ich denke, der zusammenhang dürfte auch klar gewesen sein.

    und was die angebliche dummheit des regentänzers betrifft: auch da besteht durchaus die möglichkeit, daß er die sonnen-luft- und wasserströme durch aus gut beobachtet hat, und den regentanz nur dann aufführt, wenn die entsprechenden verhältnisse gegeben sind. wie sollte er sonst seinen ruf als erfolgreicher regentänzer aufrecht erhalten?

    allerdings ist mir nicht bekannt, daß es erfolgreiche „regeltänzerinnen“ gab oder gibt…. 🙂

  96. vektorfee
    8. Juni 2012, 14:50 | #96

    Dr. Klaus Trophobie :

    vektorfee :

    Weib :
    Ich als Frau muss mich für weibliche Kommentare a là Vektorfee echt schämen. Hier wird ein weibliches Kollektivbewusstsein aufgebaut, das esoterisch verseucht ist.

    Interessant, wo findet das statt?

    Bei dir:

    vektorfee :

    Noch dämlicher als einen Himmelkörper zum Ur-was-weiß-ich einer biologischen Eigenart (nämlich dem Geschlecht) zu machen geht es doch nun wirklich kaum noch.

    Im Gegenteil, es ist sogar naheliegend. Aus dem Stand würden einfallen: sein im Vergleich zur Sonne schwächeres Leuchten, seine Verändlicherlichkeit, seine Auswirkungen auf Lebewesen, seine seltsame Anziehungskraft auf Mondsüchtige, seine Rolle als Licht für Verliebte und seine Funktion als Indikator von biologischen Ereignissen. Alles Eigenschaften die sich mit sehr einfachen Analogien als weiblich deuten ließen. Natürlich ist es schön, dass wir über diesen Schwachfug hinaus sind. Trotzdem ist es ignorant und unproduktiv sich nicht mit auch unvernünftigen Position auseinander zu setzen und sich in der eigenen Überlegenheit zu gefallen.

    In Zusammenhang mit dem vorangegangenen liest sich der vorletze Satz wie ein Alibi.
    Ich verstehe auch nicht warum es produktiv sein sollte über Inhalte zu diskutieren die doch nur aus heißer Luft bestehen.

    Da stehen ein paar naheliegende Beobachtungen, einfache Analogieschlüsse, ein Konjunktiv und eine mehr als deutliche Distanzierung, das ganze als Antwort darauf geschrieben, wie abgehoben und absurd es dem Mond zu vermenschlichen. Du konstruierst mir daraus ein „Alibi“ und weißt es natürlich besser. Anscheinend glaubst du, dass man etwas falsches aus vollem Herzen ablehnen muss und jegliche Beschäftigung damit zu vermeiden hat. Entsprechend können deine Argumente dagegen (gesetzt dem Fall du begegnest einmal einem Anhänger) nur platt und oberflächlich sein. Der Vorteil an der Beschäftigung mit offensichtlich falschen Ideen ist, über ihre spezifische Anziehungskraft zu reflektieren und damit anderen Schwachsinn zu enttarnen. DummeIdeen gefallen Menschen nicht ohne Grund und das Herausfinden dieses Grundes erlaubt auch die Weiterbildung und Immunisierung gegen derartige Beeinflussung.

  97. vektorfee
    8. Juni 2012, 15:02 | #97

    quantumzero :
    @vektorfee
    Wie hat doch Frau Schröder, eine Frau gesagt?
    “Das Leben ist kein Ponnyhof!”
    Wenn sie schon erwachsen sind, dann scheinen ihre beiträge etwas kindlich, wenn sie noch nicht erwachsen sind, dann scheinen sie ganz natürlich kindlich.
    Wenn sie nicht erahnen können was ich damit sagen will, ein gratsistip: Werden sie erwachsen.
    Aufklärung täte auch gut. Dazu gibt es sehr gute literatur naturwissenschaftlicher art.

    Danke. Ich bemühe mich sehr den Erwachsenen hier zu zeigen, dass sie doofer sind als sie meistens tun. Mir ist aber aufgefallen, dass du auch ein paar nichtsoganzkluge Sachen machst:
    1) Ist Siezen im Internet voll fies.
    2) Hast du mir nicht gesagt, was genau ich lesen soll. Es gibt nämlich ziemlich viele Bücher mit Naturwissenschaft drinn.
    3) Wie soll „erwachsen werden“ gehen und werde ich dann genauso wie ihr? HILFE
    4) Also normalerweise bemühen sich Leute, die oberklug rüberkommen wollen meistens wenigstens um Großundkleinschreibung. Alles andere ist Twitter und so.

    Trotzdem liebe Grüße
    Lisa

  98. vektorfee
    8. Juni 2012, 15:07 | #98

    Und damit sollte ich auch meinen Mund halten, bevor wir die hundert voll machen. Wenn’s am Schönsten ist, soll man aufhören 🙂

  99. Ponder
    8. Juni 2012, 15:44 | #99
  100. Dr. Klaus Trophobie
    8. Juni 2012, 19:36 | #100

    vektorfee :
    DummeIdeen gefallen Menschen nicht ohne Grund und das Herausfinden dieses Grundes erlaubt auch die Weiterbildung und Immunisierung gegen derartige Beeinflussung.

    Da hast du allerdings Recht. Könnte der Grund sein warum ich diesbezüglich nie durchdringe.

    Und ich kenne leider zu viele in meiner direkten Umgebung die dummen Ideen nachhängen.

    (Und das nicht nur um die 100 zu machen)

  101. Tenshi
    10. Juni 2012, 11:45 | #101

    Also, mein Freund hat mir gestern diesen Artikel gezeigt und hat gefragt, was ich davon halte.

    Als ich dann die Trommel sah, ist mir auf irgendeine (sprituelle *hust*) Art und Weise schlecht geworden…
    Das die Menstruation der Frau etwas naturwissenschaftlich interessantes ist, will ich nicht bestreiten, ich finde es Teilweise auch faszinierend wie das alles zusammenhängt und funktioniert, mit neuem Leben und blabla.

    Von Esoterik halte ich enorm viel Abstand, da ich fast alles davon als Schwachfug abtu. Den Artikel fand ich enorm witzig. Er ist gut geschrieben und hat meinen Magen wieder beruhigt.

    Dort ist nichts sexistisch, beleidigend oder Frauenfeindlich, er ist einfach nur witzig. Und es stimmt ja, alleine die Vorstellung, mit meinem Menstruationsblut auf irgendwas zu malen ist…ekelig. Ich meine, ich bin dann gut genug damit Beschäftigt, mit den Schmerzen klar zu kommen, als dann auch noch auf die Idee zu kommen, das Zeug irgendwo drauf zu schmieren, so schön isses auch nich.

    Wenn ich irgendwas mit Blut bemalen möchte, dann kann ich auch welches aus meinem Arm nehmen oder so…mal ehrlich? Wie riecht so ein…“Kunstwerk“ denn dann bitte?

    Ich als Frau finde jedenfalls, dass das absoluter Schwachsinn ist, Krank möchte man in diesem Zusammenhand auch gerne benutzen.
    Außerdem könnte man eher auf die Idee kommen, die „Künstlerin“ stellt die Frauen über die Männer…what ever…

    Naja, so auchmal meine Mainung dazu *Augenroll*

  102. Statistiker
    10. Juni 2012, 15:12 | #102

    Wie sagte die „Vektorfee“

    „doofer sind“

    Das sagt die alleswissende, ach so kluge, tolle und sensible, uns alle überstrahlende Vektorfee……

    und diese vektorfee kann kein Deutsch……..

    Tschüss, Vektorfee, Deine Deutschkenntnisse sind wie Deine sonsigen Ergüsse: Nichtssagend und blöd!!!!!!

  103. SHM
    17. Juni 2012, 07:28 | #103

    Ich hab diese Diskussion jetzt hier quergelesen. Meine Guete! Wie kann man aus einem kleinen Artikel, der zu Recht Schwachsinniges als solches bezeichnet, so eine Sexismus-Debatte hochziehen. Zum Fremdschaemen. Ich bin eine Frau und ich haette ihn aehnlich geschrieben.

  104. Yeti
    17. Juni 2012, 20:00 | #104

    „Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hatte, wurde er eines Morgens verhaftet.“ So beginnt Franz Kafkas rätselhafter Roman „Der Prozess“. Doch der Prozess findet niemals statt; das Gericht teilt ihm nie mit, wessen er angeklagt ist; er sollte es von sich aus wissen, und seine Unwissenheit ist ein weiterer Beweis seiner Schuld. Alles, was der Angeklagte sagt, tut oder unterlässt, belastet ihn unaufhörlich.
    Bei der Lektüre dieser Diskussion fällt mir auf, dass der Autor des Beitrages und alle, die sich damit identifizierten, mit einer mysteriösen Gerichtsbarkeit namens Vektorfee konfrontiert sind. Die Anklage wird nicht wirklich präzisiert: sie könnte in etwa lauten auf: „Grob fahrlässiges Unterlassen, wie eine Frau zu denken und zu fühlen“ – eventuell auch ausgedehnt auf den Tatbestand „Absichtliches Unterlassen, wie Vektorfee zu denken und zu fühlen.“ Nun hat es sich aber gezeigt, dass Vektorfee’s Denkweise – abhängig von erdbeerbowlenbedingten Blutalkoholspiegelschwankungen und periodischen Hormonspiegelschwankungen – ebenfalls auf unvorhersagbare Weise Schwankungen unterworfen ist.
    Und ähnlich dem traurigen Schicksal Josef K’s verfolgt diese rätselhafte Gerichtsbarkeit alle, die deren Unmut auf sich ziehen. Dazu reicht es schon aus, ein Mann zu sein – oder eine Frau, die nicht der Meinung ist, dass Männer vor Gericht gestellt gehören. Ähnlich wie in Kafkas Roman sind Logik oder Folgerichtigkeit keine Kriterien für die Amtsführung des Gerichtes – Das Siezen im Internet oder die Vernachlässigung der Groߟ- und Kleinschreibung reichen durchaus als Indiz dafür, dass „die Erwachsenen doofer sind, als sie meistens tun“. Was auch immer mann schreibt, flugs wird ihm ein Strick daraus gedreht und schon baumelt er am Galgen der political correctness.
    Soll sich vielleicht das Hohe Gericht gar noch damit abmühen, die Verteidigungsreden der Delinquenten zur Kenntnis zu nehmen? Wenn die Weisheit der Gebärmutter Recht spricht, hat das „Brimborium der Herren der Schöpfung um Länge, Dicke oder Standfestigkeit ihrer Penisse“ schnellstens zu schweigen. Wo kämen wir da hin, wenn sich ein Gericht, das von der Groߟen Muttergöttin selbst legitimiert ist, mit der kleinlichen Logik von gebärmutterlosen Wichten auseinandersetzte?
    Nun ist der Yeti aber kein Macho und möchte hier anmerken, dass er selbst mit der Diktion und dem Stil des ursprünglichen Artikels nicht ganz glücklich ist – aus seiner Feder (bzw. Tastatur) würde Derartiges wohl kaum kommen. Zwar macht der Ton die Musik; andererseits aber muss im Esowatch-Blog jeder damit rechnen, dass sich durchgeknallte Typen und ihre durchgeknallten Verrücktheiten den Spott der blogger zuziehen.

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