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Fatale Kombination aus Esoterik und Paranoia

Ein Gastbeitrag von Horstibär

Wozu Wahnvorstellungen in Kombination mit einem esoterisch-irrationalem Weltbild führen können, zeigt der Fall der 5 ermordeten Kinder von Darry. Die Mutter gab an, ihre Kinder wären von Dämonen besessen und sie müsste sie „Auf der anderen Seite in Sicherheit bringen“.

Ein ausführlicher Bericht wird heute Abend um 21:10 Uhr auf N-TV wiederholt und ist hier online.

  1. Adromir
    8. Juli 2008, 12:13 | #1

    Tut mir leid, aber ich finde diesen Beitrag sogar höchst bedenklich. Hier werden Kausalitäten aufgestellt, die so nicht haltbar sind.
    Ich denke, daß der Vorfall wenig bis gar nichts mit Esoterik zu tun hat, da ja noch nicht mal klar ist, ob das "esoterisch-irrationale Weltbild" (kann/ darf man das in diesem Falle überhaupt so nennen) nicht Produkt ihrer Schizophrenie ist. Also krankheitsbedingt.

    Insofern finde ich den Beitrag sehr unpassend um als Diskussionsbestandteil eingebracht zu werden.

  2. Horstibaer
    8. Juli 2008, 13:03 | #2

    Hallo!

    Erst mal Danke für deine Anmerkung. Darf ich fragen ob Du den Beitrag gesehen hast? Dort wird meiner Ansicht nach dieser Zusammenhang mehr als deutlich. Das man aus den wenigen Zeilen hier im Blog diese Verbindung nicht eindeutig herstellen kann ist klar. Ich wollte aber auch ehr auf den Beitrag neugierig machen.

    Falls du den Beitrag doch gesehen hast habe ich ihen wohl anders verstanden als Du.

  3. Adromir
    8. Juli 2008, 16:12 | #3

    Hab ihn mir gerade angeschaut (beim Verfassen des Kommentares noch nicht).

    Trotzdem bleibt die Frage: Was kam zuerst? Esoterische Spinnerei und dann die Krankheit? Oder anders herum?

    Sprich, was war letztendlich Kausal für die Tat.

    Und selbst wenn das esoterische Weltbild dafür ursächlich sein sollte, eignet sich das Beispiel für die Grundsätzliche Debatte über Esoterik?

    Ich lasse mir als Naturwissenschaftlich geprägter Mensch ja schließlich auch nicht für ethisch sehr fragwürdige Dinge, die im Namen der Wissenschaft gemacht wurden, mitverantwortlich machen. Ich denke, auf einen solchen Boden sollte man diese Diskussion nicht stellen.

  4. 8. Juli 2008, 16:33 | #4

    Thomas und ich sind deiner Meinung, Adromir: https://forum.psiram.com/i

  5. Horstibaer
    8. Juli 2008, 17:18 | #5

    Naja, jeder reagiert eben anders wenn er mit Esoterik konfrontier wird:

    Manche Leute opfern ihre Freizeit um Projekte wie Esowatch auf die Beine zu stellen.

    Andere kaufen sich für hunderte oder tausende von Euro Heilsteine oder Zuckerkügelchen.

    Psyschich labile Menschen können sich eben in ihrem Wahn bestärtk fühlen mit dramatischen Folgen.

  6. Adromir
    8. Juli 2008, 19:50 | #6

    >>Psyschich labile Menschen können sich >>eben in ihrem Wahn bestärtk fühlen mit >>dramatischen Folgen.

    @Horstibaer: Da gebe ich dir recht. Ich denke aber auch, daß das nicht unbedingt als Argument gegen Esoterik taugt, es sei denn, jemand aus der Esoterikszene habe vorsätzlich oder fahrlässig diesen Wahn durch aktives Handeln gefördert.

    Ich will damit Esoterik bei weitem nicht in Schutz nehmen, aber (je nachdem wie die Umstände dieses Falles nun liegen) könnte ich mir auch eine Schlagzeile (in Bildmanier) wie "Hausarzt unfähig! Kinder tot, weil er den Wahn seiner Patientin nicht erkannte!".

    Natürlich ist Esoterik in Kombination mit psychischen Störungen gefährlich. Viel schlimmer ist in diesem Falle aber die zu Grunde liegende psychische Störung und nicht unbedingt die Esoterik.

    Für mich einfach ein sehr zweischneidiges Argument (Achtung, jetzt wird’s polemisch!), fast so, als wenn man die Experimente Mengeles gegen medizinische Forschung ins Feld führen würde.

    Trotz meiner Kritik: Ich finde es auf alle Fälle Klasse, was ihr hier auf die Beine stellt!

  7. Horstibaer
    8. Juli 2008, 20:05 | #7

    "Hausarzt unfähig! Kinder tot, weil er den Wahn seiner Patientin nicht erkannte!".

    Fast genau das wurde im Beitrag ja auch gesagt. Da ging es glaube ich um eine Dame vom Psychologischen Dienst die den verzweifelten Ehemann wenige Tage vorher mit der Frau wieder heim geschickt hat. Auch das hat sicherelich zur Katastrophe beigetragen. Ebenso sehe ich eben eine Teilschuld bei den Menschen mit denen sich die Frau laut Spiegel-TV in Esoterikforen ausgetauscht hat. Es ist eben eine Frage des Weltbildes.

    Gleiches gilt (soweit ich die Thematik kenne, bin kein Medizinhistoriker) für die "medizinische Forschung" von Mengele. Verblendet von der Rassenidiologie der Nazis hat sich Mengele weit von jeder Ethik entfernt, obwohl ehr (wie gesagt: soweit ich weiss) naturwissenschaftlich zu werke gegangen ist.

  8. Horstibaer
    8. Juli 2008, 20:07 | #8

    PS:
    Ich hoffe es ist nicht unerwünscht, dass ich mit meinem ersten Beitrag so eine Kontroverse lostrete.
    Ich finds jedenfalls toll hier zu diskutieren!

  9. Adromir
    8. Juli 2008, 20:33 | #9

    Nur wenn man sich und andere Dinge in Frage stellt und überdenkt, kann man sich weiter entwickeln.

    Das ist doch der Grundlegende Unterschied zwischen Esoterik und Wissenschaft!

  10. 8. Juli 2008, 21:11 | #10

    @Horstibär: Ne, der Beitrag ist doch OK. Er regt zur Kontroverse an, klar. Ich kann beide Sichtweisen verstehen. Wird halt mal a bisserl diskutiert, was ja bei anderen Beiträgen oft kaum möglich ist, da sie das Eso-Blöde so eindeutig zeigen, dass man wenig Diskussionsbedarf hat.

    Sicher ist es in der üblen Storry so, dass Esoterik nicht der Primärauslöser war. Aber eben ein zusätzlicher Baustein, der "Erklärungs"muster geliefert hat.

  11. Horstibaer
    8. Juli 2008, 21:19 | #11

    Naja, dann bin ich bei euch ja richtig. Ich habs in anderen Comms schon erlebt das Diskusionen absolut unerwünscht waren. Schön dass es hier anders ist!

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