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Natürlich, ganzheitlich, sanft.

Unter diesem Label segelt auch die Traditionelle Chinesische Medizin hier in Deutschland, um die Bedürfnisse verschiedenster Zwangsromantiker zu erfüllen, denen wirkliche Probleme abhanden gekommen sind. Ein großer und wichtiger Zweig der TCM beschäftigt sich mit der Qual und Ausrottung verschiedenster Tierarten, hier z.B mit dem asiatischen Tiger zur Herstellung von Zaubermitteln aller Art. Dabei gehen die Anbieter dieser Mittel alles andere als sanft vor:

Ganzheitlichkeit kann man natürlich diesem Konzept nicht absprechen. Tatsächlich wird alles vom Tiger verarbeitet. Das Tigerhirn z.B. soll gegen Faulheit und Pickel helfen, laut TCM.

Aber hilft es denn wirklich? Nein. Das wissen wir heute. Bzw. die Stoffe, die helfen (z.B. Fett bei bestimmten Ausschlägen) können wir problemlos anderweitig besorgen.

Es ist pervers: Wir spielen einer Art wie dem Pandabär , der hoffnungslos in einer evolutionären Sackgasse steckt, artgerechte Pornofilme vor, um ihn zur Fortpflanzung anzustacheln und rotten gleichzeitig potente Arten aus, weil ein Teil dieser Menschheit es nach ein paar Hundert Jahren immer noch nicht geschafft hat, sich mittelalterlichem Analogiedenken zu entziehen. Wie blöd muss man eigentlich sein zu meinen, gemahlenes Horn des Nashorns stärke die Potenz, nur weil es einem erigierten Penis ähnlich sieht?

Man sollte allerdings nicht den Fehler begehen, sich über die Chinesen lustig zu machen. Gebildete Chinesen wundern sich einerseits schon lange, wie sehr die Deutschen auf diesen Mist reinfallen und gehen selbstverständlich zu wissenschaftlich ausgebildeten Ärzten und andererseits haben wir hier selber die gleiche „Denk“weise in Form von Anthroposophie und Homöopathie, um nur die bekanntesten Vertreter zu nennen.

  1. e.c.
    15. Februar 2009, 21:37 | #1

    auffällig ist, daß die walla-walla-fraktion irgendwie so gefühlsmäßig alles annimmt, was das etikett "uralt" und "weit weg" trägt.

    während hierzulande alles bekuschelt wird, was sich nicht wehren kann, ist alles toll, wenn es nur irgendwie exotisch klingt.
    weist man darauf hin, heißt es meist: "du hast ja keine ahnung".

    was sagen inzwischen die gkv, von akupunktur mal abgesehen?

  2. 17. Februar 2009, 09:21 | #2

    Letztens erzählte eine TCM- Seite ganz stolz, daß in China jeder 10. mit TCM behandelt wird. Da scheinen jedenfalls die anderen 9 schlau/ vermögend genug sein, sich medizinisch behandeln zu lassen..

  3. 28. März 2009, 08:41 | #3

    http://www.sciencebasedmedi

    "Tigers

    In 1900 there were 100,000 tigers in India, now there are less than 5,000. China now has under 100 tigers, as they are killed and chopped up into their constituent parts for many worthless medical therapies, including, but not limited to"

    Wer des Englischen mächtig ist, sollte dort ruhig mal stöbern.

  4. marko
    28. Mai 2009, 14:51 | #4

    trotzallem
    ein gutes leben
    wünsch
    ich noch

    😉

  5. DarkmaryO
    19. Oktober 2011, 21:09 | #5

    Ach du meine Güte, die ganzen Leichen. Unfassbar 😮

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