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Was impfende Eltern ihren Kinder vorenthalten

Das zweite M in MMR-Impfung steht für Mumps.
Bei einer Mumpsinfektion kann es schon mal ans Eingemachte gehen:

Mumpsorchitis

Der Patient bekommt plötzlich starke Schmerzen in dem betroffenen Hoden. Dazu kommt eine Schwellung und starke Rötung. Die Schmerzen können so stark sein, dass eine Untersuchung der Hoden nur unter lokaler Betäubung möglich ist. Fast immer hat der Patient hohes Fieber (bis 40°Celsius).

Das klingt vielleicht ein bisschen abstrakt. Dieser kanadische Spot zeigt es anschaulicher:

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  1. wolfgang
    23. Februar 2009, 10:41 | #1

    Ja und diese Hodenentzündung kann zu Infertilität führen.
    Im öst.Bundesland Salzburg gabs malbei Einführung der Mumps Impfung zwei Gemeinden, in einer wurde kaum geimpft in der anderen hohe Impfraten.
    Der Gemeindearzt wurde gefragt warum in seiner Gemeinde so wenig geimpft wurde, er wußte die Gründe nicht so recht, er hats angeboten.
    In der anderen Gemeinde wurde auch der Gemeindearzt gefragt, warum denn so eine hohe Impfbeteiligung gegeben sei. Er sagte ganz einfach. Ich frage alle Mütter der zu impfenden Kinder, ob sie Großmütter werden wollen?

    Einfache Argumente sind meist am wirksamsten.

  2. 23. Februar 2009, 11:47 | #2

    "Einfache Argumente sind meist am wirksamsten."

    Deswegen habe ich den Blogpost auch so kurz gehalten. Der Spot ist selbsterklärend.

  3. Xenophanes
    24. Februar 2009, 10:13 | #3

    Ich mag keine Esoteriker, auch keine Nazis, bin kein "Anthro" und lasse meine Kinder sicher nicht auf eine Walldorf-Schule.

    Trotzdem lasse ich meine Kinder nicht impfen. Das hat mir zuerst mein gesunder Menschenverstand gesagt, dann habe ich mich ausgiebig bei Impf-Kritikern und -Befürwortern in Vorträgen und Büchern informiert. Beide haben sicher gute Argumente:

    Ohne Impfung gehe ich für meine Kinder ein winziges höheres Risiko einer mit bleibenden Schädigungen oder tödlich verlaufenden Infektion ein, bekomme dafür ein physisch und psychisch lebenslang gesünderes Kind. Muss jeder selber für seine Kinder und sich entscheiden; die gleichmachende Impfpflicht der DDR gehört Gottseidank der Vergangenheit an.

    Was soll eigentlich diese Verquickung von Impf-Themen mit all dem Eso-Gedöns hier in diesem Blog?

  4. Chilli
    24. Februar 2009, 10:19 | #4

    [quote]Was soll eigentlich diese Verquickung von Impf-Themen mit all dem Eso-Gedöns hier in diesem Blog?
    [/quote]

    Wenn man sich wirklich mit Impfgegnern beschäftigt hat, müsste man das eigentlich wissen.

  5. Anonym
    24. Februar 2009, 10:29 | #5

    [quote]Ohne Impfung gehe ich für meine Kinder ein winziges höheres Risiko einer mit bleibenden Schädigungen oder tödlich verlaufenden Infektion ein, bekomme dafür ein physisch und psychisch lebenslang gesünderes Kind. Muss jeder selber für seine Kinder und sich entscheiden[/quote]

    Zunächst mal gibt es keinen einzigen stichhaltigen Beweis das ein ungeimpftes Kind physisch und psychisch gesünder ist, um das gleich mal festzuhalten.
    Und wem verdankst du das es nur ein winzig höheres Risiko ist? Richtig, der grossen Mehrheit die zum Glück ihre Kinder impfen lässt. Kurz: Du profitierst und schmarotzt von der Impfbereitschaft der anderen.
    Jeder muss selbst für sein Kind entscheiden? Und du entscheidest am besten auch gleich mit für Kinder noch nicht geimpft werden können oder bei denen der Impfschutz versagt?
    Einerseits profitieren und gleichzeitig die Schädigung Dritter in Kauf nehmen, du bist eigentlich viel schlimmer als die Impfkritiker der es wenigstens aus Überzeugung sind…

  6. 24. Februar 2009, 10:55 | #6

    Xenophanes:
    "Was soll eigentlich diese Verquickung von Impf-Themen mit all dem Eso-Gedöns hier in diesem Blog?"

    Weil Impfgegnerei irrational, gefährlich und richtig dumm ist.

    Wieso ein gegen Krankheiten ungeschütztes Kind lebenslang gesünder sein soll, kannst Du mir auch gerne mal erklären.
    Was ist so toll an den Krankheiten?
    Wie doof kann man sein, dass man seine eigenen Kinder als Rückzugsökosystem für von der Ausrottung "bedrohte" Krankheitserreger zur Verfügung stellt.

  7. Godesberg
    24. Februar 2009, 11:06 | #7

    @Xenophanes

    Wenn alle so denken würden wie Sie hätten wir nicht mehr ein "winziges höheres Risiko" sondern die Gewissheit dass ein Kind z.B. an Masern erkrankt. Das Risiko dass es daran stirbt beträgt 1:1000. Würden Sie in ein Flugzeug steigen das nach reichlich Turbulenzen mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:1000 abstürzt?

    Sie vermutlich nicht, aber andere würden das tun und die möchten auch das möglichst viele mit einsteigen. Rational ist dieses Verhalten nicht zu erklären und nun kommt die Esoterik ins Spiel.

    Da gibt es Leute die Flugzeug fliegen und Ihre Passagiere mit falschen Versprechungen ins Flugzeug lotsen. Die sagen ihnen dass die Turbulenzen gut für sie sind, oder dass es gefährlicher ist den Bus zu nehmen, der fast nie ne Panne hat.

    Bevor ich zu sehr ins Bild abgleite nehme ich mal dass Sie verstanden habe was ich meine.

    Sie brauchen Esoterik um zu erklären dass Leute nicht rational denken.

  8. Xenophanes
    24. Februar 2009, 12:24 | #8

    @ Chili
    Ich habe mich nicht mit Impfgegnern persönlich beschäftigt (wozu auch?), sondern mit deren Argumenten. und weder die beiden Fachbücher noch die Kinderärztin oder die Homöopathin kamen wir esoterisch vor. Sonst hätte ich sie auch nicht konsultiert.

    @ Anonym
    Wovon schmarotze ich denn? Ich akzeptiere Kinderkrankheiten und Grippe und wer weiß, gegen was man heutzutage noch impfen könnte, weil ich der Überzeugung bin, dass Gegenmittel in der Gesamtbilanz schädlicher sind. Ich verzichte also gern auf etwaigen Impfschutz von Ihnen und Ihren Angehörigen.

    @ Cohen
    Du (den Respekt eines "Sie" durch Beleidigungen verwirkt) plädierst für Rationalität im Umgang mit Impfen und lässt Dich zu so einer emotionalen Tirade hinreißen?

    @ Godesberg
    Wenn ich ein Ziel erreichen möchte, würde ich die Absturzwahrscheinlichkeit von 1:1000 in Kauf nehmen. Aber – und hier gebe ich Ihnen Recht – nur dann, wenn dies wirklich mein Ziel ist und es mir nicht von sendungsbewussten Dritten oktroyiert wurde.
    Ich bin ein durchweg rationaler Mensch: Schachspieler, studierter Wirtschaftler, studierter Philosoph, verdiene mit einer sehr rationalen Tätigkeit mein Geld, habe nichts Prinzipielles gegen die Pharma-Industrie und mag Impfungen dennoch nicht.

    Eben weil meine Ratio und meine Beobachtungsgabe mir zeigen, dass sich der menschliche Körper und die Natur nirgends ohne Gegenreaktionen übertölpeln lassen. Womöglich ist das metaphysisch, aber sicher nicht esoterisch.

  9. Chilli
    24. Februar 2009, 12:36 | #9

    @ Xenophanes:

    Welche Argumente waren das, die sie vom Impfen ihrer Kinder abgehalten haben? Ich habe noch kein stichhaltiges Impfgegner-Argument gesehen. Sie könnten mir das bitte mal erklären.

  10. Xenophanes
    24. Februar 2009, 13:45 | #10

    @ Chili
    Ich bin sicher, dass es Dutzende Foren gibt, in denen die Für- und Wider-Argumente in Hunderten Posts ausgetauscht sind. Lassen wir diese Grundsatzdebatten dort.
    Ich bin in einem anderen Zusammenhang zufällig auf diese Website geraten, mich hat dann der Konnex von Esoterik und Impfen interessiert, der ist etwas klarer geworden.
    Vielleicht gibt es wirklich diese "esoterischen" Missionierer, die andere mit trügerischen Behauptungen vom Impfen abhalten möchten – offensichtlich gibt es solche allerdings auch auf der Seite der Impf-Befürworter.
    Ich wünsche allen Mitlesern Gesundheit.

  11. 24. Februar 2009, 13:46 | #11

    Xenophanes:
    "@ Cohen
    Du (den Respekt eines "Sie" durch Beleidigungen verwirkt) plädierst für Rationalität im Umgang mit Impfen und lässt Dich zu so einer emotionalen Tirade hinreißen?"

    Beifall und Bewunderung für "aufgeklärtes" und "kritisches" Denken gibt´s von mir bei diesem Thema nicht.
    Wenn jemand seine Kinder im Auto vollqualmt oder Minderjährige zum Saufen animiert, gehe ich genauso hoch. Ich bin auch nur ein Mensch mit Mitgefühl.

  12. Godesberg
    24. Februar 2009, 14:14 | #12

    @Xenophanes

    Sie schreiben:
    "Wenn ich ein Ziel erreichen möchte, würde ich die Absturzwahrscheinlichkeit von 1:1000 in Kauf nehmen."

    Welches Ziel würden Sie mit einer Masernerkrankung ihres Kindes erreichen wollen?

    Es würde mich sehr interessieren wie Sie bei der Antwort um ein irrationales Argument herumkommen.

  13. Xenophanes
    24. Februar 2009, 14:46 | #13

    @ cohen
    "Ich bin auch nur ein Mensch mit Mitgefühl."
    Das Mitgefühl spreche ich Dir ab. Du lebst nur in Deiner Welt und fühlst ganz gewiss nicht mit anderen mit.

    @ Godesberg
    Das Ziel ist natürlich nicht die Masernerkrankung! Krude Unterstellung. Sondern die lebenslange körperliche und geistige Wohlbehaltenheit.

  14. Chilli
    24. Februar 2009, 14:55 | #14

    @ Xenophanes

    In den einschlägigen Foren habe ich nur irrationales Zeug gelesen. Deshalb interessiert mich Ihre Intention schon. Oder haben Sie etwa keine Ahnung?

    Sie wissen schon, wie hochansteckend Masern sind, und dass allein die Impfung dem vorbeugt? Das ist keine Ideologie, sondern Tatsache.

  15. 24. Februar 2009, 15:06 | #15

    Mitgefühl mit Natalie und ihrer Familie:
    http://www.kinderaerzte-im-

    Mitgefühl mit Micha und seiner Familie:
    http://www.kinderaerzte-im-…&

    Vielleicht fragen Sie mal bei denen nach dem Sinn von Impfungen (Bundesverband Polio e.V.):
    http://www.polio.sh/index.p

  16. Torsten
    24. Februar 2009, 15:34 | #16

    Die Schweizer Behörden erwägen jetzt ernsthaft ein "impf-Obligatorium", nachdem eine Waldorfschule nach der anderen die Masern weiterverbreitet und das Ziel der WHO: "Ausrottung der Masern bis 2010" nicht mehr zu erreichen ist, Zitat:

    "Obligatorisches Impfen soll Masern ausrotten

    Herber Schlag gegen alternative Impfgegner: Der Vorstand der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz greift jetzt zur ultima ratio und will wegen der besorgniserregenden Lage bei der Verbreitung von Masern ein Impfobligatorium prüfen. (…) Quelle: SDA/ATS"

    Es wird auch geprüft, inwieweit sich Impfgegner strafbar machen:

    http://www.sonntagszeitung….

    "MASERN: DRUCK AUF SCHWEIZ

    (…)

    Der Berner Strafrechtsprofessor Hans Vest macht auf einen ganz anderen Aspekt der Impfmüdigkeit aufmerksam: Laut Artikel 231 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) werden die vorsätzliche und die fahrlässige Verbreitung jeglicher gefährlicher Krankheiten als Tatbestand erfasst. Seiner Ansicht nach fallen Masern unter den Begriff «gefährliche Krankheit». So ist es durchaus möglich, dass sich neben den Exponenten des Gesundheitswesens irgendwann auch einmal die Richter mit impfmüden Bürgern befassen müssen."

  17. 24. Februar 2009, 15:41 | #17

    @Xenophanes:
    So sieht Keuchhusten aus:
    http://www.youtube.com/watc

    Wie war das mit dem Mitgefühl, Impfgegner?

    Ich kenne persönlich Kinder, denen die Impfung und die Behandlung des Keuchhustens mit funktionierenden Medikamenten vorenthalten wurde.

  18. Xenophanes
    24. Februar 2009, 15:53 | #18

    @ Chili
    "Sie wissen schon, wie hochansteckend Masern sind, und dass allein die Impfung dem vorbeugt?"

    Das ist nicht korrekt. Meines Wissens ist der einzig wirksame Schutz gegen Masern, die Krankheit durchgestanden zu haben. Und sagen Sie jetzt nicht, dass die paar Prozent, die trotz Impfung Masern bekommen, zu vernachlässigen seien – sonst komme ich Ihnen mit der Flugzeug-Analogie 🙂

    @ cohen
    "Vielleicht fragen Sie mal bei denen nach dem Sinn von Impfungen (Bundesverband Polio e.V.):"
    Sind das diejenigen, die viele Jahre lang in alle Klassenzimmer die Plakate "Kinderlähmung ist grausam, Schluckimpfung ist süß" gehängt hatten?
    Vielleicht könntest Du mal darüber nachdenken, ob wir nicht in wenigen Jahren auch zu anderen Impfungen eine ganz andere Meinung gewinnen?

    So, diese Argumente sind aber sicher schon vielfach ausgetauscht, hat für mich nichts mehr mit Esoterik zu tun. Ade.

  19. GeMa
    24. Februar 2009, 15:56 | #19

    Cohen, Du solltest wirklich mehr Mitgefühl mit qualmenden Eltern zeigen. Leute, die Alkohol an Jugendliche verkaufen, brauchen auch mehr Verständnis und Anerkennung – sonst gehts noch ab vom Umsatz, das wäre suboptimal. 🙁
    Ein durch Masern retardiertes Kind ist selbstredend psychisch und physisch stabiler und unversehrter, als geimpfte, die nie in den Genuß solcher Stabilität kommen können. Mein persönlich unvergeßliches Beispiel ist der Sohn unserer Nachbarn, neben denen wir als Kinder aufwuchsen. Der erwachsene Kerl musste ständig beaufsichtigt werden. Trotzdem konnten kleine Jungs gar nicht so schnell weglaufen, wie er an ihnen dran war.
    In dem Fall – man muß ausnahmsweise hier leider sagen – bestand keine Infertilität. Seine Tochter hatte später keine Chance wegzulaufen.
    Impfgegner stehen doch auf Anekdoten. Also Bitte – eine Andekdote aus dem prallen Leben. Die nicht nur den durch Masern Geschädigten betraf (keinen Schulabschluß, ein Leben als Hilfsarbeiter – neben seinem nichtgeschädigten Bruder mit Uniabschluß), sondern seine ganze Familie und noch Menschen aus dem Umfeld schwer beeinträchtigt hat (einer der damaligen Jungs hat es nicht verarbeiten können, nicht schnell genug gerannt zu sein und sich als junger Erwachsener umgebracht).
    Was es ganz praktisch und nicht rein metaphysisch heißt, dieses "geringfügige Risiko" zu verwirklichen, interessiert doch die wenigsten Schwurbler. Erst wenn es passiert, ist das Geschrei nach Unterstützung groß. Dann können Ärzte gar nicht schnell genug springen für die aufgeklärten, individualistischen Selbstentscheider und Medikamente (mit Nebenwirkungen!) nicht schnell genug reingepumpt werden.
    Gibt es nicht genug Krankheiten, die einem einen Strich durch die Lebensplanung machen können – bzw. seinen Kindern? Muß man sich wirklich zusätzlich noch ein paar solcher Möglichkeiten warmhalten?

  20. GeMa
    24. Februar 2009, 16:16 | #20

    @Torsten
    Auch ein Aspekt.
    Die U1/U2 kann doch nicht zum Lotteriespiel verkommen, weil evt. ein infektiöses Kind im Wartezimmer sitzt. Mit Krankheiten, die man seinen eigenen Kindern nicht zumuten will.

  21. Chilli
    24. Februar 2009, 16:44 | #21

    Soso, man schützt sich vor einer schweren Krankheit, indem man sich damit ansteckt. Jetzt ist es also raus! Also wollen Sie auch, dass sich Ihre Kinder mit Masern infizieren, weil sie ja nur so geschützt werden müssen! (welch widersprüchliche Aussage, ein Schutz dient ja dazu, damit ein Ereignis NICHT eintritt)

    Das nennt man auch Körperverletzung und Kindesmisshandlung.

    Und gegen Flugzeugabstürze schützt man sich, indem man die Maschine nicht mehr wartet und keine Sichherheitsprüfungen macht.

  22. 24. Februar 2009, 16:56 | #22

    Xenophanes:
    "So, diese Argumente sind aber sicher schon vielfach ausgetauscht, hat für mich nichts mehr mit Esoterik zu tun. Ade."

    Was für Argumente?

  23. wolfgang
    25. Februar 2009, 13:36 | #23

    also mit Kinderrechten bzw der Kinderrechtskonvention hat sich der alte Grieche auch noch nicht befasst

    kann man in Pädiatrie Lehrbüchern oder auch da nachlesen

    http://www.kindesmisshandlu

    siehe besonders die Einteilung und Formen der Vernachlässigung in der Tabelle.

    Und mit der Größenordnung mit der er tote Kinder in Kauf nimmt auch nicht. Ohne Masernimpfung gäbe es in DE etwa 650 maserntote Kinder pro Jahr. Das sind in der Altersgruppe bis 14 jhr mindestens doppelt so viele als im Strassenverkehr ums Leben kommen.

    Bei der jetzigen Masernepidemie in der Schweiz 8 Enzephalitis Fälle (auf 3380 Masernfälle)

    Und von Herdenimmunität hat der Philosoph auch noch nichts gehört- bei zunehmender Durchimpfung sinkt der Infektionsdruck (nicht nur bei Masern) , der interepidemische Abstand vergrößert sich, die Kinder haben gute Chancen weit mehr als 5 Jahre ohne Masern zu leben (90% der Maserntoten sind < 5 Jhr), später stirbt man kaum noch, aber Encephalitisrate ist höher.
    Was bedeutet man hat eigentlich nur die Wahl zwischen früher tot oder später blöd.

    Und was sagt da der Philosoph
    <i>Ohne Impfung gehe ich für meine Kinder ein winziges höheres Risiko einer mit bleibenden Schädigungen oder tödlich verlaufenden Infektion ein, bekomme dafür ein physisch und psychisch lebenslang gesünderes Kind.</i>

    Enzephalitis macht sicher keine lebenslang physisch und psychisch gesunden Kinder

    <i> Muss jeder selber für seine Kinder und sich entscheiden; die gleichmachende Impfpflicht der DDR gehört Gottseidank der Vergangenheit an.</i>

    Diese Impfpflicht hat unmittelbar nach Einführung die Maserntodesrate von 1965-68 in der DDR 132 Maserntoten bis 1972 auf null reduziert.
    Und Global von 6 Mio maserntoten Kinder auf ca 197.000 pro jahr reduziert.

    Es gibt auch philosophische Pflichten in einer Gemeinschaft.

  24. Scardanelli
    25. Februar 2009, 17:35 | #24

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    bezeichnend ist auch wieder einmal der Argumentationsstil des Herren Impfkritikers – so schon tausendmal gesehen, immer wieder gern genommen, leider so tot, wie ein Pferd nur sein kann – nur haben das unsere Herrschaften "ich bin ja soooo kritisch und aufgeklärt" irgendwie noch nicht mitbekommen.

    Ich darf das hier nochmal exemplarisch durchexerzieren:

    Part 1: Man schläg irgendwo in einem Forum auf, stellt sich als hochbelesenes Individuum vor, das sich seine eigene Meinung gebildet hat und im Laufe dieses Prozesses dahintergekommen ist, dass man selbst Impfen scheiße findet. Sachargumente gibts aber keine, nur so Wischi-Waschi-Gemurmel a la "Ich will, dass meine Kinder psychisch und physisch"-Blablabla (das rekurriert in diesem Fall auf den fast schon kriminellen Anthroposophen-Seim von der Wichtigkeit der Krankheit et.al.)

    Part2: Jemand aus dem Forum fragt nach Argumenten – es kommen keine, nur der Hinweis, dass man schon woanders alle Argumente vorgelegt habe. Hinweis auf die eigene Bildung u./o. ein Anekdötchen

    Part3: Von der Seite der evidenzbasierten Medizin (anders kann ich es nicht ausdrücken) kommt eine scharfe Kritik (in diesem Fall war sie, glaube ich, von cohen oder chilli)

    Part4: Impfgegner schmollt, weil (vordergründig) der Argumentationsstil seiner Gegner ja so verletzend sei (Lieblingsspruch in diesem Stadium: "Beschimpfungen sind die Argumente derer, die über keine Argumente verfügen" o.s.ä.). Eigentlich aber soll das nur den eigenen Mangel an Argumenten überdecken.

    Part 5: Ich darf zitieren: "So, diese Argumente sind aber sicher schon vielfach ausgetauscht, hat für mich nichts mehr mit Esoterik zu tun. Ade." i.e.: "Ihr seid alle doof, mit Euch kann man ja nicht diskutieren" etc., etc. ad nauseam. Danach: Exeunt Impfgegner.

    Ich nenne es: Die fünf Stadien der Impf-Diskussion.

    Untertänigst

    S.

  25. 25. Februar 2009, 17:50 | #25

    Schön zerpflückt, Scardanelli.
    Darum wird es heute noch einen netten Blogeintrag hier geben, der Impfgegner eher allgemein beschreibt 🙂

  26. Chilli
    25. Februar 2009, 17:52 | #26

    😀

    Hast recht. Und, wie kann man es anders (besser) handhaben?

  27. Ella
    25. Februar 2009, 19:29 | #27

    Ich konnte als Kind nahezu nicht geimpft werden, weil ich ständig kränkelte. Somit hatte ich Röteln, Masern, Windpocken, Scharlach und Keuchhusten, also alles außer Mumps. Zudem bekam ich die Windpocken nochmals im Alter von 19.

    Ich empfand alle diese Kinderkrankheiten als sehr unangenehm und teilweise als sehr schmerzhaft. Nie im Leben wäre ich anhand meiner eigenen Erfahrung darauf gekommen mein Kind nicht impfen zu lassen und ich bin absolut froh, dass dadurch mein Kind keine einzige Kinderkrankheit durchmachen musste.

    Für Eltern, die ihren Kindern Krankheiten gönnen, aus welchen Gründen auch immer, habe ich kein Verständnis.

  28. 26. Februar 2009, 09:08 | #28

    Statistik wird leider gerne so wahrgenommen, wie sie einem passt.
    Bei einem negativ- Risiko von 1:1000 wird gerne als unwahrscheinlich abgetan, hält die gleichen Leute aber unter umständen nicht davon ab, bei einer Chance von 1:13983816 jede Woche ihr Geld zur Lottoannahmestelle zu tragen..

  29. Ella
    3. März 2009, 14:05 | #29

    Vom 3.März 2009:

    Masern-Epidemie in Hamburg

    "In Hamburg registrierte die Gesundheitsbehörde seit Beginn dieses Jahres mehr als hundert Fälle von Masern. Vor dem Hintergrund größerer Masernausbrüche in ganz Europa über Ländergrenzen hinweg fordert das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin dringend zur Schutzimpfung auf. „Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit“, sagte RKI-Präsident Jörg Hacker. Wie gefährlich Masern werden kann, zeigte sich insbesondere im Jahr 2006, als es nach der Bilanz des RKI rund 2300 Masernfälle in Deutschland gab, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen. Sie führten zu 7 Gehirnentzündungen, einer Hirnhautentzündung, 45 Mittelohrentzündungen, 51 Lungenentzündungen und 2 Todesfällen. 15 Prozent der Erkrankten mussten im Krankenhaus behandelt werden."
    http://www.bild.de/BILD/New

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