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Kindesmissbrauch durch alternative Heilmethoden – Teil IV: René Gräber

Die Mittelohrentzündung:

Die akute Mittelohrentzündung ist keine seltene Erkrankung. Sie ist einer der häufigsten Beratungsanlässe in einer allgemeinmedizinischen Praxis.[1] Sie tritt häufig im Kindesalter auf, da in diesem Alter die Eustachische Röhre noch kurz und weit ist und damit das Aufsteigen von Bakterien aus dem Nasenrachenraum erleichtert wird. Auch Säuglinge können an einer Mittelohrentzündung erkranken.
Die Erkrankung beginnt mit einer ein bis zwei Tage andauernden Entzündungsphase mit pulsierenden Ohrenschmerzen, Fieber, pochenden Ohrgeräuschen, Hörminderung und eventuell einem druckschmerzhaften Warzenfortsatz des Schläfenbeins. Auch Übelkeit und Erbrechen können auftreten. Eine virale Mittelohrentzündung klingt nicht selten mit dieser Phase ab. Bei der bakteriellen Mittelohrentzündung kommt es in den darauf folgenden drei bis acht Tagen (Abwehrphase) häufig zu einem spontanen Trommelfelldurchbruch mit Austritt von Eiter. Anschließend klingen Schmerzen und Fieber ab. Diese Phase wird durch Gabe eines Antibiotikums oft deutlich verkürzt und eine Trommelfellperforation wird vermieden. In diesem Zeitraum ist das Hörvermögen auf dem betroffenen Ohr deutlich eingeschränkt. Nach weiteren zwei bis vier Wochen ist die Mittelohrentzündung in der Regel abgeheilt.

Komplikationen:

  • Mastoiditis (Entzündung des knöchernen Warzenfortsatzes des Schläfenbeins).
  • Das erneute Auftreten von Schmerzen, eitrigem Ausfluss aus dem Ohr und einer schmerzhaften Schwellung hinter der Ohrmuschel nach zwei bis drei Wochen – bei Kindern auch früher – sind typisch für eine Mastoiditis. Eine Mastoiditis ist eine Operationsindikation.
  • Hirnhautentzündung oder Hirnabszess
  • Entzündung des Innenohres (Labyrinthitis) mit Schwindel und Ertaubung.
  • Gesichtsnervlähmung
  • Sepsis
  • Sinusvenenthrombose

Häufige Mittelohrentzündungen können zu Vernarbungen des Trommelfells und Verwachsungen im Bereich der Gehörknöchelchen führen und eine bleibende Hörstörung (Schallleitungsschwerhörigkeit) zur Folge haben.

Therapie:

Körperliche Schonung, abschwellende Nasensprays oder -tropfen, entzündungshemmende Schmerzmittel, wie beispielsweise Ibuprofen.
In der Regel heilt eine Mittelohrentzündung auch ohne Behandlung. Dies kann die Erfolge alternativmedizinischer Behandlungen erklären. Ein Abwarten ist daher unter ärztlicher Kontrolle für die ersten ein bis zwei Tage zu vertreten. Wenn in dieser Zeit keine drastische Besserung eintritt, ist zur Verkürzung des Krankheitsverlaufes und vor allem wegen der Möglichkeit schwerer, auch lebensbedrohlicher, Komplikationen die Gabe eines geeigneten Antibiotikums dringend zu empfehlen (z. B. Amoxicillin oder bei Penicillinallergie Azithromycin oder Clarithromycin).
Komplikationen bedürfen einer umgehenden operativen Intervention.

Eine Mittelohrentzündung ist wirklich sehr ernst zu nehmen und das Risiko von Komplikationen, Folgeerkrankungen und irreversiblen Schäden extrem hoch. Nicht umsonst heißt es in Wikipedia, keine Therapie während der ersten ein bis zwei Tage nur unter Aufsicht und Zustimmung eines Arztes.

All dies interessiert die „Alternativ-Heil-Propagandisten“ jedoch nicht. Hier wird gequacksalbert auf Teufel komm raus und das in der Hauptsache an kleinen Kindern.

René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge, „klärt auf“:

(Mitglied im Fachverband Deutscher Heilpraktiker und in der Deutschen Gesellschaft für Ernährung)

„Häufig hört man, dass eine Mittelohrentzündung wegen der Gefahr des Gehörverlustes immer Antibiotika-Behandlung braucht. Dies ist im Prinzip möglich, dennoch sehe ich so viele Kinder, die mehrmals im Jahr wegen einer Mittelohrentzündung mit Antibiotika behandelt werden und gerade dadurch in deren Immunlage weiter geschwächt werden.

Durch eine rechtzeitig eingeleitete alternative Therapie ist jede Form einer Mittelohrentzündung zu beherrschen. Ich empfehle allerdings dringend, dass Sie professionellen Rat suchen und in diesem Fall nicht selbst „probieren“.“

„Kinder hören den ganzen Tag: das darfst du nicht, das sollst du nicht, das musst du, tu endlich, mach das und mach dies. Eine Entzündung ist immer ein sichtbar gewordener Konflikt und spielt sich natürlich demzufolge im Ohr ab: Krankheit macht ehrlich!“

Wir erinnern uns an Rüdiger Dahlke!

Gräbers angepriesene „Alternative Therapieverfahren“ bei Mittelohrentzündung:

AKUPUNKT-MASSAGE
nach Penzel
Diese Therapieform ist bestens geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.

Siehe Akupunktmassage nach Penzel

Ernährung
Viel trinken, um Stoffwechselprodukte der Entzündung auszuschwemmen und den Wasserverlust durch das Fieber auszugleichen. Keine Milch (mehr dazu auch unter „Milch trinken“, kein Schweinefleisch, keine Süßigkeiten während der Entzündung.

Siehe Milchlüge

Frischpflanzentropfen
(Urtinkturen)
Lassen Sie sich aus folgenden Urtinkturen eine Mischung herstellen:
30 ml Sonnenhut, je 20 ml Silberweide, Kamille, Pappel und 10 ml Hirtentäschchen.

Gemmo-Therapie
Bis zur Linderung stündlich 1-2 Stöße Johannisbeer-Knospenmazerat in den Mund sprayen.

Siehe Gemmotherapie

Orthomolekular-Medizin
Empfohlene Tagesdosis:

Für Kinder bis zu 6 Jahren (ältere brauchen u.U. eine höhere Dosis).

Multivitamin-Supplement für Kinder sollte 2.500 IE Vitamin A und 10 mg Vitamin E enthalten. Dies für eine gesunde Immunabwehr.

Vitamin C: 250 mg; Verbessert die Immunfunktion.

Zink: 10 mg; Wirkt Schleimhautabschwellend und verbessert die Immunfunktion.

Siehe Orthomolekulare Medizin und Alternativmedizinische Immunschwäche

Phytotherapie
Einen Tropfen Schwarzkümmelöl & Teebaumöl ins Ohr träufeln. Wegerichsaft ins Ohr, Knoblauch ins Ohr, Ohrkerzen: Knoblauch

Säure-Basen-Haushalt
Ganz allgemein: kohlenhydrat- und säurearme Ernährung. Besorgen Sie sich so genannte pH-Indikator-Streifen. Wenn Ihr Morgenurin unter 7,0 liegt, ist Ihr Organismus übersäuert.
In diesem Falle können Sie die Ratschläge auf dieser Seite befolgen.

Siehe Übersäuerung

Schüssler-Salze
Wenn aus dem Ohr gelbes Sekret (Eiter) fließt, nehmen Sie um 9 Uhr und um 16 Uhr je 1 Tablette Silicea D6 unter die Zunge und lassen sie zergehen.

Als innerliche Mittel wirken Belladonna D4 (alle 2 Stunden 5 Tropfen) und Ferrum phos. D6 (alle 2 Stunden 2 Tabletten) wechselweise.

Siehe Schüssler-Salze

Zahnstörfeld
Tote Zähne stören grundsätzlich den ganzen Organismus. Auch Amalgam-Füllungen sind gefährlich. Sie sollten sie durch einen in diesen Sachen erfahrenen Zahnarzt sanieren lassen.

Siehe Amalgamlüge

Sonstiges
Fencheldampfbäder über den Ohren und das Auflegen von Kohlblättern sind bewährte Hausmittel. Wechsel-Fußbäder machen. Abwechselnd in warmes und kaltes Wasser stellen, bis die Füße entweder warm oder kalt sind. Diese Prozedur 10 mal wiederholen.
Schreienden Kindern geben Sie stündlich 2 homöopathische Kügelchen (Globuli) von Chamomilla D6.

Ein Zwiebelwickel hinter den Ohren verhilft zur Ableitung. Solange das Ohr fliesst und eitert, wirkt Hepar sulf. D4 günstig.

Siehe Homöopathie

Bei der Fülle der Anleitungen verdient entweder der Heilpraktiker mit jeder Mittelohrentzündung richtig Kohle, denn es sieht nicht so aus, als ob es darum ginge aus dem Sammelsurium eine passende Therapie für den individuellen Krankheitsfall auszuwählen. Es entsteht eher der Einduck, all dies angewandt und man ist auf der sicheren Seite.

Andererseits ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass heutige erfahrene „Selbstbehandler-Mütter“ bei den konkreten Anleitungen gerne auf einen Heilpraktiker verzichten und ihr krankes Kind mit allem Angegebenen eigenständig traktieren. Es geht dabei nicht darum, dass es einen Unterschied machen würde, ob eine Mutter oder ein Heilpraktiker dem Kind eine effektive Therapie verweigert, sondern um die Gefahr der Nicht-Behandlung, die sich dadurch vergrößert.

Wer sich bei Mittelohrentzündungen seiner Kinder so verhält und selbstverständlich behauptet, dass es  immer geholfen habe und auch nie Komplikationen gab, der sollte täglich dafür danken, dass er so viel Glück hatte. Was jedoch nie verheimlicht werden kann, ist die Tatsache, dass Kinder für längere Zeit Schmerzen, Krankheit und „Rumdoktern“ erdulden müssen, obwohl es in der Regel innerhalb von 3 Tagen ausgestanden sein könnte. Es ist einfach Kinderquälerei und das lässt sich beim besten Willen nicht beschönigen.

  1. Hlodyn
    25. Februar 2010, 15:28 | #1

    Ja das ist auch so eine super Heilpraktikerkrankheit! Heilt ja in der Regel wirklich von alleine und komplikationslos aus (naja die Schmerzen sind schon heftig, aber das Kind soll sich nicht so haben! Besser als die böse Schulmedizin!). Aber im Internet liest man ja öfter von Fällen, wo das Kind wochenlang mit verschiedensten „Behandlungen“ gequält wird! Würde ich sowas mitbekommen würde ich das ans zuständige Jugendamt melden, auch wenn das wenig aussicht auf erfolg hat, wird man zumindest veranlassen das Kind einem Arzt vorzustellen!

  2. inci
    25. Februar 2010, 22:21 | #2

    Hlodyn : Würde ich sowas mitbekommen würde ich das ans zuständige Jugendamt melden, auch wenn das wenig aussicht auf erfolg hat, wird man zumindest veranlassen das Kind einem Arzt vorzustellen!

    da würde ich meine hand aber auch nicht für ins feuer legen. gerade in jugendämtern arbeiten sehr viele öko-esoterische weibliche, kinderlose und nicht gebundene fachkräfte, die allerlei hokus pokus mitunter äußerst offen gegenüber stehen.

  3. herzlich
    26. Februar 2010, 09:43 | #3

    @inci
    Ja, inci, du hast den nagel auf den kopf getroffen. Wie es scheint, wird seit langer zeit das gesundheitswesen umgebaut, richtung privatwirtschaftlich, da ist es legitim, jeden blödsinn zu verbreiten, eine qualitätskontrolle ist nicht möglich, da ohnehin jede/r „therapeutIn“ macht was denen gerade so einfällt, je nach einer sogenannten „ausbildung“. Wie heisst es doch so treffen: „Mehr Privat, weniger Staat!“ Lasst sie doch machen wie und was sie wollen, ich mache halt nicht mit, das erzähle ich auch anderen!!!! Frau Schwarzer lässt Grüssen!

  4. Bad Robot
    26. Februar 2010, 14:31 | #4

    „Wenn aus dem Ohr gelbes Sekret (Eiter) fließt, nehmen Sie um 9 Uhr und um 16 Uhr je 1 Tablette Silicea D6 unter die Zunge und lassen sie zergehen.“

    Und will das Kind nicht hören, bekommt es halt eine Otitis….AAAHHHHHH!

  5. 26. Februar 2010, 17:33 | #5

    Damit ihr endlich mal kapiert, was „Ganzheitlich“ bedeutet 😀

    Abartiges Geschwurbel:

    Teil 2

    https://www.psiram.com/de/index.php?title=Meridian

  6. 26. Februar 2010, 18:20 | #6

    Was für ein Wahnsinn! Unterstellt der Medizin, keine Ahnung von systemischen Zusammenhängen zu haben, nur „Symptombehandlung“ und schmeißt dann ein durch nichts belegtes Meridiansystem drüber und schwafelt von Energie. Diese Dame soll mal zeigen, wie sie einen grauen Star über den Magen behandelt. Das ist wirklich abartig.

  7. Suzie
    26. Februar 2010, 21:32 | #7

    Ich kann der Frau irgendwie nicht folgen! Die zählt alles auf, was ihr gerade so einfällt. Ohne vernünftigen Zusammenhang.

    Jeder Mediziner, ja jeder Medizin-Student müsste sich doch verarscht vorkommen….wenn er den Quark hört. Die werden ja gar nicht (mehr) gebraucht…. und sind am Megenkrebs sogar schuld.
    Das Video sollte man wirklich in ein Mediziner-Forum reinstellen.
    Qualvolle Operation… die hat doch einen Knall…. die soll froh sein, wenn sie im Ernstfall unters Messer darf.
    Das ist wirklich unerträglich!

  8. inci
    27. Februar 2010, 22:27 | #8

    Rincewind :Was für ein Wahnsinn! Unterstellt der Medizin, keine Ahnung von systemischen Zusammenhängen zu haben, nur “Symptombehandlung” und schmeißt dann ein durch nichts belegtes Meridiansystem drüber und schwafelt von Energie. Diese Dame soll mal zeigen, wie sie einen grauen Star über den Magen behandelt. Das ist wirklich abartig.

    keine ahnung von ganzheitlicher medizin, was? das wird das chakra des dritten auges bemüht und schon läuft die chose wieder…………

  9. inci
    27. Februar 2010, 22:49 | #9

    @herzlich,

    das gesundheitswesen war schon immer „wirtschaftlich“ organisiert. alleine die niedergelassenen mediziner sind alle selbständige unternehmer. auch krankenhäuser mußten schon immer wirtschaftlich handeln, sonst hätten sie ihren betrieb einstellen müssen.

    was sich geändert hat, ist, daß das, was an geldern über die kassen und KVen an die jeweiligen akteure gezahlt wird, seit einigen jahren regeln aus der privatwirtschaft unterworfen wird.

    das heißt auf der einen seite,immer höhere beiträge von den versicherten (GKV + PKV), dafür aber gleichzeitig auch immer höhere zuzahlungen durch die versicherten, bzw. entweder vollzahlung oder abschluß neuer versicherungen. z.b. augen + zähne.

    gleichzeitig wurde ein enormer präventions-popanz (u.a. auch mit alternativen heilmethoden, ayurvedischem schnick schnack, etc.) mit den geldern der versicherten bezahlt.

    ich sehe es daher als skandal, daß jemand der schlechte augen hat, dafür bestraft wird, in dem er dafür noch extra blechen muß, jemand der tantrisches yoga in der freizeit macht, das von seiner kasse bezahlt bekommt.

    angefangen hat damit die AOK, die sich vor jahren schon in „gesundheitskasse“ umbenannte. damit war der paradigmenwechsel in der krankenversicherung klar benannt.

    man ist nur noch sekundär an der behandlung von patienten und deren heilung interessiert. denn auch wenn es eine hohe patientenfallzahl pro land gibt, die fallzahl der gesunden menschen ist um ein vielfaches höher.

    und da liegt das geschäft. ausnahmslos alle pharmazeutischen hersteller von medikamenten oder medizinischen produkten haben ihr stärkstes wachstum nicht in der entwicklung von neuen zielgerichteten therapien, sondern im bereich life-style.

    alle präventionsmaßnahmen, sei es gegen das rauchen, gegen das trinken, gegen übergewicht haben die zielgruppe der gesunden im auge. da paßt es natürlich gut ins konzept wenn man „ganzheitlich“ von der individualisierung des gesundheitswesens spricht, und den leuten vorgaukelt, mit yoga und ähnlichem schnick schnack könnten sie sich der natur in den weg stellen und das altern – der hauptgrund für 90% aller erkrankungen – damit aufhalten.

    zu dem thema noch ein verweis hierauf:

    https://www.thieme-connect.com/DOI/DOI10.1055/s-0030-1247579

    würde man wieder zu dem altbewährten konzept der solidarischen krankenkasse zurückkehren, und nur tatsächliche kosten für die behandlung (weg mit allen präventionsprogrammen und kostenübernahmen für alles, was nicht explizit der patientenbehandlung dient) wäre genug geld in den töpfen, um allen menschen wieder die gleiche qualität und quanität an medizinischer versorgung zu kommen zu lassen.

    und wenn man schon dabei ist, kann man mit den pharmafirme auch mal tacheles reden. interessanterweise sind pharmafirmen in der lage mit krankenkassen rabattverträge zu schließen, wieso sollte das nicht auch dem gesundheitsministerium gelingen.

  10. 28. Februar 2010, 00:09 | #10

    einvermuttlichgutertextinciaberfürmichistkleinschreibungetwasschwie
    rigzulesenichlassdafürleerzeichenwegichhoffeihrverstehtdas.

  11. inci
    28. Februar 2010, 09:06 | #11

    @Rincewind,

    deshalb mache ich ja auch leerzeichen und zeilenabstände………;-)

  12. Bad Robot
    1. März 2010, 21:51 | #12

    …Mammakarzinom durch Kontaktlinsen, Gastritis durch Wurzelfüllungen…ab 4:30 kommt es wirklich knallhart in dem Video….brain suck…

  13. nursoamRande
    6. März 2010, 14:28 | #13

    Inhaltlich ein guter Beitrag, wie immer. Die Überschrift „Kindesmissbrauch“ führt aber in die Irre, weil sich „Missbrauch“ immer auf sexuelle Handlungen bezieht, treffender wäre „Kindesmisshandlung“ gewesen.

  14. 6. März 2010, 14:38 | #14

    @ nursoamRande

    Ne, ne, schau mal, was bei Wikipedia steht:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Missbrauch

  15. nursoamRande
    6. März 2010, 15:11 | #15

    @Kurt
    Im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch wird unter „Kindesmissbrauch“ aber nun mal sexueller Missbrauch an Kindern verstanden, weil es einen entsprechen § im StGB gibt, siehe auch weiter unten im wiki-Artikel. Dagegen ist mit „Kindesmisshandlung“die körperliche oder seelische Misshandlung ohne sexuelle Komponente gemeint.

    Der Begriff „Missbrauch“ an sich ist natürlich weiter gefasst, aber Kindesmissbrauch bezieht sich aufs Sexuelle.

  16. Sarah-Li
    16. April 2010, 15:23 | #16

    Argl, bekomme gerade live mit, wie macht- und ratlos man in solchen Fällen als unbeteiligter „Zeuge“ ist. Eine flüchtige Bekannte schreibt, ihrem Kind wurden Röhrchen vorgeschlagen, nachdem das Antibiotikum nicht viel gebracht hat bisher. Nun will sie erstmal 10 Tage lang mit Homöopathischen Bienengift therapieren und „wenn das nicht hilft“ mal zum HNO-Arzt.
    Meine Einwände wurden mit „naja eigentlich auch skeptisch, aber die Hoffnung stirbt zuletzt“ abgewiesen. Ich verstehs, dass man sein Kind so lange wie möglich von einer Operation fern halten möchte, aber zehn Tage nichts tun und abwarten BEVOR man mal zum HNODoc geht scheint mir schon sehr gewagt…meine Frage daher: Macht sich der Hausarzt in so einem Fall eigentlich strafbar? Normale Homöos müssen ja an kompetente Stellen weiterleiten, wenn was drastisches vorliegt, aber was ist, wenn der (homöopathisch angehauchte) Arzt so handelt wie dieser?

  17. 16. April 2010, 16:55 | #17

    Sarah-Li,

    Wenn ein Arzt einen Patienten behandelt, so kommt damit – rechtlich betrachtet – ein Behandlungsvertrag zustande. Der Arzt haftet als Arzt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Arzthaftung

    Heilpraktiker dagegen haften als Laien und sie dürfen sehr wohl eine Zeit lang mit Glaubulis und Co rumpfuschen, Ausnahme sind meldepflichtige Krankheiten.

  18. Sarah-Li
    17. April 2010, 17:25 | #18

    @Kurt
    Hallo Kurt,
    vielen Dank für die Info! War immer der Meinung dass die Homöopathen noch etwas strengeren Regeln unterliegen als dem leider der Fall ist. Gut zu wissen, wies da aussieht, danke!

  19. Martin
    5. Juli 2010, 14:38 | #19

    @Kurt
    In der chinesischen Medizin finden teilweise Herzoperationen mit lokaler, auf Akupunktur basierender Betäubung statt.

  20. 5. Juli 2010, 15:00 | #20

    Das ist doch ein Propagandamärchen Maos.

    http://www.sciencebasedmedicine.org/?p=540

    The answer to the question, then, is clear. Most Westerners—Michael DeBakey, John Bonica, and Arthur Taub being exceptions—who observed ‘acupuncture anesthesia’ in China during the Cultural Revolution seem to have failed to recognize what was going on right under their noses. No surprise, then, that many Westerners continued to have an insatiable appetite for the exotic ‘healing’ wares of the Mysterious Orient, and even post-Mao China has been only too willing to accomodate them.

  21. 5. Juli 2010, 15:08 | #21

    @Martin: Man kann auch Menschen bei Bewusstsein ein Bei oder Arm amputieren, oder den Schädel aufsägen und im Hirn rummatschen. Geht alles. Die Frage ist nur, ob wir sowas wirklich als Standard wollen.

  22. Klacku
    7. August 2010, 10:47 | #22

    Bei sowas muss man echt den Kopf schütteln. Bei schwereren Erkrankungen darf auf keinen Fall Alternativmedizin eingesetzt werden, außer der Arzt erlaubt es begleitend zu einer richtigen Therapie.
    Meistens setzen diejenigen zuerst auf Alternativmedizin und wenns nicht besser wird gehen sie zum Arzt. Wenns dann noch Folgeschäden gibt, jammern sie den Arzt voll warum und wieso. Plötzlich ist der Arzt wieder der erste Schritt.

    Trotzdem darf man diese alternativen Methoden nicht einfach verurteilen. Mir helfen sie in gewissen Dingen schon weiter. Meinen Heuschnupfen z.B. verhindere ich mit den Schüssler Salzen. Aber wenn ich Grippe habe, ist der erste Weg zum Arzt, der zweite ins Bett und Bettruhe. Nach einer Woche ist man wieder ganz fit, auch ohne Schüssler.

  23. 42
    7. August 2010, 12:53 | #23

    Du verhinderst keinen Heuschnupfen mit Schüssler Salzen. Schüssler Salze sind genau so ein Blödsinn wie das, was die Frau da oben erzählt.

  24. Andromeda
    17. November 2010, 15:41 | #24

    Es gibt eine völlig neue Methode genannt Alpha-Synapsen-Programmierung. Es ist aus den Erkenntnissen der Gehirnforschung entstanden und kombiniert Quantenphysik und Computerkenntnisse. Die Entdeckerin Lissy Götz ist Programmiererin. Diese Methode soll offensichtlich super gut funktionieren und kann ohne weiteres mit der Schulmedizin verbunden werden.

  25. Johannes9126
    18. November 2010, 08:04 | #25

    @ Andromeda:

    Klingt nach Bullshit. Genauer gesagt der übliche Bullshit, der die lange bekannten Phänomene verkennt: Autosuggestion und Positives Denken.

  26. Kurt
    19. November 2010, 19:51 | #26
  27. Schüssler Salze abnehmen
    14. August 2011, 20:28 | #27

    Möchte nur sagen, ich danke Ihnen für die selektive Informationen, die Sie verteilt haben. Nur weiter komponieren diese Art von Post (Schüssler Salze abnehmen). Ich werde Ihre patriotische Leser. Dankt immer wieder.

  28. 14. August 2011, 20:43 | #28

    Während der Ära des Nationalsozialismus wurde die Anwendung der Schüßler-Salze staatlicherseits gefördert. 1942 versuchte der Reichsführer-SS, Heinrich Himmler, der ein Freund der Naturheilkunde war, die Wirksamkeit zu belegen. Im KZ Dachau wurden Experimente an 40 katholischen Priestern durchgeführt, indem z.B. durch Einspritzen von Eiter Blutvergiftungen hervorgerufen wurden. 10 Personen starben. Schüßler-Salze erwiesen sich, wie damals eigentlich schon bekannt war, als völlig wirkungslos.

    https://www.psiram.com/de/index.php?title=Sch%C3%BCssler

  29. Funkelauge
    16. Oktober 2011, 02:30 | #29

    Ein Hallo in die Runde, ich bin hier mehr durch Zufall gelandet und muss sagen dass ich es einerseits gut und wichtig finde, kritisch zu sein und für sich zu prüfen was einem gut tut. Auf der anderen Seite bin ich auch echt sauer bzw. total abgenervt von solchen Sprüchen wie „Kindesmissbrauch durch alternative Heilmethoden“ und ähnliche Aussagen Eurer Postings. Ihr macht das – in überzogenem Maße – was ihr den Alternativlern unterjubeln wollt: Verurteilt, klagt an und meint, Eure Meinung sein das einzig Wahre. Tretet an gegen ein Feindbild. Besonders schlimm die Meinung, Prävention und bewusstes Handeln seien rausgeschmissenes Geld, dabei weiß man durch viele Krankenkassen- und klinische Studien, dass ein verfestigtes Krankheitsbild dauerhafte Behandlungs- Rehabilitations- und Frühberentungskosten nach sich ziehen kann. Und natürlich sind die vielen psychischen Erkrankungen, die weiter alarmierend zunehmen, auch nur Einbildung einer Esoszene???
    Ich rate allen Schwangeren dazu per Kaiserschnitt zu gebären, weil die Medizin es heute möglich macht und man sich Schmerzen ersparen kann. Super! Ich finde hier auf dieser Seite leider keine konstruktiven Themen sowie eine Auseinandersetzung, die auf beiden Seiten Positives wie Negatives darstellt oder gar eine Verbindung herstellt. Der übliche alt hergebrachte Kram von „Richtig“ und „Falsch“. Vielleicht sollte es wieder eine Hexenverbrennung geben? Sorry, gut gemeintes Forum mit Potenzial, leider nichts für offene Menschen, die Interesse an einem erwachsenen Austausch haben.

  30. 16. Oktober 2011, 15:58 | #30

    Funkelauge :
    Ein Hallo in die Runde, ich bin hier mehr durch Zufall gelandet …

    Ja klar. Immer diese Zufälle.

    Funkelauge :
    Besonders schlimm die Meinung, Prävention und bewusstes Handeln seien rausgeschmissenes Geld, …

    Wessen Meinung soll das sein? Bitte konkrete Beispiele nennen, wo das von wem gesagt wird.

    Funkelauge :
    Ich rate allen Schwangeren dazu per Kaiserschnitt zu gebären, weil die Medizin es heute möglich macht und man sich Schmerzen ersparen kann. Super!

    Kannst Du gern tun. Hier kenne ich keinen, der das tut.

    Funkelauge :
    Vielleicht sollte es wieder eine Hexenverbrennung geben? Sorry, gut gemeintes Forum mit Potenzial, leider nichts für offene Menschen, die Interesse an einem erwachsenen Austausch haben.

    Dafür, dass Du so „offen“ bist, arbeitest Du Dich aber mächtig an Deinen eigenen Strohmännern ab. Für einen erwachsenen Austausch ist es im Gegensatz dazu aber nötig, sich mit dem auseinanderzusetzen, was die anderen auch wirklich geschrieben haben.

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