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Dalai Lahmarsch

Der exilierte Gottkönig von Tibet und Friedensnobelpreisträger wird insbesondere wegen seiner „Weisheit“ vor allem im Westen verehrt. Diese Weisheit äußert sich unter anderem folgendermaßen:

„Ein Bewusstsein wird dadurch bestimmt, dass ein Objekt erscheint, unabhängig davon, wie das Objekt erscheint, korrekt oder falsch. Zum Beispiel tritt bei einem Bewusstsein, das fälschlich an inhärente Existenz glaubt, die Erscheinung von inhärenter Existenz auf. Da diese Erscheinung dem Bewusstsein tatsächlich erscheint, wird gesagt, dass es in Bezug auf diese Erscheinung gültig ist; es wird sogar gesagt, dass es eine unmittelbar wahrnehmende gültige Erkenntnis in Bezug auf diese Erscheinung ist. Somit ist selbst ein verkehrtes Bewusstsein, das an die inhärente Existenz seines Objekts glaubt, gültig in Bezug auf die Erscheinung von inhärenter Existenz.“ (taz)

Bestes Geschwurbel. Und: „Wir leben nicht, um zu glauben, sondern um zu lernen…“ – Aber an einen Gottkönig sollen wir glauben, anstatt zu lernen, dass es keine Götter gibt? Der arme, besitzlose Mönch mit der Rolex am Handgelenk, der hobbymäßig Uhren repariert, die er gar nicht besitzen dürfte, steht einem nicht mehr als solchem existierenden Staat Tibet vor, in welchem unter den so friedfertigen Lamas bis tief in das soeben vergangene Jahrhundert Dieben schon mal die Augen ausgestochen wurden. Noch zur Regierungszeit des derzeitigen Gurumonarchen wurden jedenfalls gerne zur Strafe Nasen abgeschnitten, Augen ausgestochen und Hände abgehackt.

Tibet war ein feudalistischer Staat mit Leibeigenschaft und einem mittelalterlichen Rechtssystem.

Der Chef, pardon, seine keusche Heiligkeit, der Dalai Lama, wird jeweils bei Bedarf, also nach dem Tod des bisherigen, von einer „Expertenkommission“ aus Mönchen gesucht. Sie suchen nach der nächsten „Inkarnation“ des Sönam Gyatsho, welcher seinerseits den Titel „Dalai Lama“ recht profan vom damaligen Mongolenherrscher Altan Khan verliehen bekam. Wenig spirituellen Ursprungs zwar, aber dies wird heutzutage gerne ignoriert. Der dabei gewonnene Junge (Mädchen sind, ähnlich wie bei der katholischen Kirche, grundsätzlich nicht erleuchtungs-, aber begattungsfähig) muß zwar noch ein paar Prüfungen bestehen, ehe er angenommen wird, doch unabhängige Beobachter sind bei diesen nicht zugegen, ehe das Kind seiner Mutter entrissen wird.

Dass der derzeitige gütige Dauergrinser auch an derartigen Unfug glaubt wie das unterirdische Reich „Agharta“ (was er mit der rechtsesoterischen Thule-Gemeinschaft gemein hat) hindert auch niemanden, der sein kryptisches Geseihere zu verstehen glaubt, ihn zu verehren. Besonders beliebt ist er in der Hausfrauenesoterik, aber auch zur Theosophischen Gesellschaft, die auf die durchknallte Esoterikerin und Rassistin Helena Blavatsky zurückgeht, hat er gute Kontakte. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt…

  1. Bismarck
    19. Mai 2010, 22:33 | #1

    Toller Beitrag. Es ist schön endlich mal jemanden zu sehen, der hinter die Fassade des „Gottkönigs“ schaut. Er hat sein Land verloren und versucht nun im Westen Unterstützung zu finden, um die ach so bösen Chinesen vertreiben. Was man auch immer von Rotchinas Annexion Tibets halten mag, Tibet wurde modernisiert und die Menschen aus einem mittelalterlichen System mit Leibeigenschaft und eine skurillen Strafrecht befreit. Die „Gutmenschen“ im Westen sollten sich einmal überliegen, wie sie vom Dalai Lama für seine Zwecke missbraucht werden. Da steckt sehr viel passive Aggression dahinter. Wer da an Frieden denkt, hat die Sache nicht in der tiefe begriffen. Ghandi war ja auch kein „friedlicher“ Menschen. Auch er hat passive Aggression verwendet, um seine Machtgelüste zu befriedigen. Auch beim Dalai Lama geht es im Grunde nur um eine Sache: Macht! Aber es gibt zum Glück auch immer mehr Menschen im Westen, die begreifen, dass mit dem Buddhismus nichts Gutes zu uns gekommen ist.

  2. 20. Mai 2010, 00:03 | #2

    Danke.

    Religion bedeutet ohnehin nur, dass die Wahnvorstellungen und Halluzinationen ihrer „Propheten“ zur Wahrheit erklärt werden.

  3. Toiletman
    20. Mai 2010, 01:38 | #3

    Ich halte den Lamaismus auch für reinen Humbug aber um Macht geht es dem Dalai Lama nicht. Wer dies behauptet, kennt schlicht die Faktenlage nicht. Er ist nurnoch das religiöse Oberhaupt der Tibeter, der die weltliche Macht abgegeben hat und sie auch für Tibet garnicht will. Er hat wohl wirklich uneigennützige Ziele, auch wenn man die Religion für Unsinn hält. Man muss sich auch die Biographie des Herren zu Gemüte führen. Er hat die brutale Theokratie garnicht selbst als Erwachsener miterlebt.
    Die Eroberung Tibets durch China hat letztlich nicht viel am Leiden des Volkes geändert. Statt die Tibeter tatsächlich zu befreien war China viel mehr an den Resourcen (wie dem ganzen Gold in den vielen Klöstern) und dem Land an sich interessiert. Es wird nicht die einheimische Bevölkerung sekularisiert sondern einfach massenweise chinesische Siedler dort angesiedelt.

  4. Rheinlaender
    20. Mai 2010, 04:28 | #4

    Toiletman :
    Ich halte den Lamaismus auch für reinen Humbug aber um Macht geht es dem Dalai Lama nicht. Wer dies behauptet, kennt schlicht die Faktenlage nicht. Er ist nurnoch das religiöse Oberhaupt der Tibeter, der die weltliche Macht abgegeben hat und sie auch für Tibet garnicht will. Er hat wohl wirklich uneigennützige Ziele, auch wenn man die Religion für Unsinn hält.

    Das Amt des Dalia Lama war noch nie unpolitisch, und zu denken, dass dies sich nun geaendert habe, ist wohl wirklichkeitsfern. Sowenig wie das Amt des Papste jemals unpolitisch war, so wenig des des Dalia Lama.

    Herrscher, einmal aus dem Amt getrieben, versuchen alles um dieses wieder zu gewinnen.

    Man muss sich auch die Biographie des Herren zu Gemüte führen. Er hat die brutale Theokratie garnicht selbst als Erwachsener miterlebt.

    Unterstellt man ihm nun, etwas sehr doof zu sein und nicht sich darum zu kuemmern, was passiert ist – in seinem Namen?

    Die Eroberung Tibets durch China hat letztlich nicht viel am Leiden des Volkes geändert.

    Nun, ob es den Tibertern vorher besser ging, mag ich nicht zu beurteilen, aber, dass eine autotratisch-theokraische Regierung fuer ein Volk Elend bedutet sicher – und das eine „semi“-aufklaerte Herrschaft weniger uebel ist auch.

    Statt die Tibeter tatsächlich zu befreien war China viel mehr an den Resourcen (wie dem ganzen Gold in den vielen Klöstern) und dem Land an sich interessiert.

    Zunaechst: Wo kam das „ganze Gold“ her? Weiter: Dieses gold ist wohl im chin. Staatshaushalt eher „Petty Cash“.

    Selbst Deine Argumentation fuer bare Muenze genommen: Dan waere dies immer noch ein fortschrittlicher Akt, wie die Aufhebung der Kloester durch King Henry VIII, of goof Memory.

  5. DF
    20. Mai 2010, 12:03 | #5

    Der Dalai Lama ist weltliches und religiöses Haupt der Tiberter/innen. Den politischen Führungsanspruch will der DL, sollte Tibet das irgendwann wieder erlangen, abgaben (wie großzügig). Vielleicht an die „Exilregierung Tibets“, die auch noch nichts von Demokratie gehört hat, ist ja von niemandem gewählt.

    Der Einmarsch der Chinesen ist im Prinzip das beste, was den Tibeter/innen passieren konnte, befreit vom Feudalismus haben sie jetzt mehr Möglichkeiten sich vom chinesischen Staatskapitalismus zu befreien. Endlich gibt es Krankenhäuser, echte Religionsfreiheit, endlich werden keine kleinen Kinder mehr ins Kloster gesteckt, sondern nur noch im jugendlichen Alter, was die vielen Tibetfreunden in Deutschland ja überhaupt nicht mehr gefällt („Tibet den Tibetern“).

    Weitere Infos:
    Sehr spannend: http://podster.de/episode/574171 – Radiobeitrag mit dem Sinologen Felix Weumer
    Und hier ein Interview mit Sinologen Ingo Nentwig bei GFP: http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57210

    Und da die Sache so ernst ist noch ein Hinweis auf ein YT-Video:
    http://www.youtube.com/watch?v=7ddc9vv1Uwo

    In dieser wird die Frage gestelt, was die Römer, äähh, Chinesen als Gegenleistung erbracht haben

  6. 20. Mai 2010, 16:53 | #6

    jaja, unser geliebter kuttenking dalai, schwurfelt so in seinem lamaprana und kotzt uns seine unverdaubaren „lebensweisheiten“ aus die er löffelweise vorgekaut haben möchte, n´ echter tibetischer exportschlager. eben so wie seine „Fünf Tibeter“ – http://www.esoulk.de/images/stories/5tibeter.png

  7. mossmann
    20. Mai 2010, 17:22 | #7

    Bismarck :
    Was man auch immer von Rotchinas Annexion Tibets halten mag, Tibet wurde modernisiert und die Menschen aus einem mittelalterlichen System mit Leibeigenschaft und eine skurillen Strafrecht befreit.

    Das mag sein, aber wollten Sie im Land ihrer „ach so bösen“ Chinesen leben? Ich finde die Chinesen nicht nur „ach so böse“, sondern schon zum Teil ziemlich fies. Zwei Übel miteinander zu vergleichen, ist immer problematisch.

    Bismarck :Die “Gutmenschen” im Westen sollten sich einmal überliegen, wie sie vom Dalai Lama für seine Zwecke missbraucht werden.

    Hilfe, mir wird schlecht! Ich kann nicht weiterlesen! Bitte benutzen Sie nicht den Begriff „Gutmenschen“ der gehört – vor allem in Anführungszeichen – in Kommentarfunktionen zu Artikeln von DER WELT und der BILD, und sollte dort auch bleiben.
    Sorry.

  8. Toiletman
    20. Mai 2010, 18:00 | #8

    Ich sagte nie, dass er unpolitisch sei. Noch, dass ich ihn mag. Aber ich vermag zwischen persönlicher Sympathie und objektiver (bzw. philosophisch zumindest intersubjektiver) Welt zu unterscheiden. In vielen Regionen der Welt war es in der Vergangenheit so, wie in Tibet. Das heißt aber nicht, dass sich Tibet nicht auch ohne China modernisiert hätte und dass die frühere Theokratie an der Macht geblieben wäre. Das unterdrückte Volk hätte sich gegen die Theokratie erfolgreich wehren können aber nicht gegen die Chinesen, die eine ungleich größere Macht haben als die alten Herrscher. Von echter Religionsfreiheit lässt sich in China beim besten Willen nicht reden und in der Zeit, in der Tibet annektiert wurde war es noch wesentlich schlimmer als heute.

  9. Rheinlaender
    20. Mai 2010, 19:21 | #9

    mossmann :

    Bismarck :
    Was man auch immer von Rotchinas Annexion Tibets halten mag, Tibet wurde modernisiert und die Menschen aus einem mittelalterlichen System mit Leibeigenschaft und eine skurillen Strafrecht befreit.

    Das mag sein, aber wollten Sie im Land ihrer “ach so bösen” Chinesen leben? Ich finde die Chinesen nicht nur “ach so böse”, sondern schon zum Teil ziemlich fies. Zwei Übel miteinander zu vergleichen, ist immer problematisch.

    Da bin ich mir nicht so sicher: Mal auf etwas sicheren, europaeischen, Boden bleibend: Sicher war der Aufgeklaerte Absolutismus aus moderner Sicht ein Uebel, aber er war immer besser fuer die meisten als das was vorher war, sicher war das Roemische Reich aus moderner Sicht skandaloes, man denke nur an die Sklavenhaltung, aber es war immer noch besser als Jahrhunderte Krieg zwischen div. Staaten, etc.

    Man kann schon zwischen Uebeln unrterscheiden, sogar Marx tat dies, als die britische Herrshcaft in Indien als Ausbeutungsbetungsregime kennzeichnete, aber darauf hinwies, dass diese Ausbeutung fuer Indien einen konkreten Fortschritt darstellt.

    Man soll doch nicht zu tun, als „traditonelle Gesellschaften“ ihre Mitgliedern nicht geistig und koerperlich in Fesseln werfen.

    Fortschritt basiert primaer auf der Zerstoerung bestehender Strukturen: Langsam und evolutionaer oder radikal und gewlatsam, aber ohne diese zerstoerende Gewalt kein Fortschritt.

  10. 22. Mai 2010, 01:38 | #10

    Wenn ich das recht gelesen habe, war er bei den letzten Verstümmelungen immerhin schon 15. Da sollte man doch schon eine Art Gewissen haben, selbst in seiner Positzion.

  11. Blubbi
    22. Mai 2010, 12:52 | #11

    Also, so sehr ich den Dalai Lama auch nicht ausstehen kann und gerne jedem, der es hören will, erkläre, dass es sich um einen Tyrannen handelt, der ein System neu errichten will, das sich mit den Taliban messen konnte, muss ich dennoch anmerken:

    Das war kein Geschwurbel, sondern ein völlig klarer Gedankengang den jeder, der auch mit Kant kann, versteht.

  12. 22. Mai 2010, 15:06 | #12

    @Blubbi: Ich kann diesem Gedankengan nur entnehmen, dass er logisch konsistent ist. Aber das sind auch Sätze aus Kindermund. Und als Aussage: Wir denken uns die Realität. Und das wiederum ist (für mich wenigstens) Geblubber.

    Ich halte es da eher mit Popper, der zurecht meinte, was man klar denken kann, kann man auch klar sagen.

    Des Lamas Aussage oben scheint wohl mehr für die deutsche Befindlichkeit formuliert, die eher Unverständlichem per se eine tiefere Bedeutung zuordnet.

  13. Toiletman
    23. Mai 2010, 04:59 | #13

    Der Dalai Lama wurde als Kind seinen Eltern weggenommen und absolut abgesondert Aufgezogen, wirklich fernab des normalen, des realen Tibet. Das Buch von Heinrich Harrer damals ist sehr interessant zu dem Thema, wie der Dalai Lama aufwuchs. Einige hier scheinen einen Beissreflex zu haben, der alles, was irgendwie esoterisch ist, vollkommen zu verteufeln anstatt es realistisch zu sehen. Ob man der Religion des Lamas zustimmt oder nicht ist vollkommen egal. Andere Länder, andere Sitten. Ich halte jede Religion für Unsinn und geistige Faulheit. Es gibt vielleicht einen Gott aber die philosophische Idee von Gott ist etwas anderes als die verschiedenen Götterbilder der Religionen, die mehr über die Menschen aussagen als über die mögliche Natur des Kosmos. Aber das ist hier vollkommen egal. Wir müssen uns für die Beurteilung nur das anhören, was das erm der Lama sagt und tut. Er gibt sich sogar kompromissbereit und will nur die kultur und religion seines volkes schützen. Er will seine Macht abgeben an eine demokratische Regierung. Das ist einfach so und etwas anderes könnte er auch garnicht machen, da er sonst die unterstützung des westens verlöre. Auch ohne Religion sind die meisten seiner Forderungen verständlich. Wirkliche Autonomie bzw. sogar Unabhängigkeit. Dies würde unter das Selbstbestimmungsrecht der Völker fallen. Stopp der massiven Ansiedlung von Chinesen in Tibet. Dies ist auch verständlich. Die chinesische Politik in Tibet und Xinjiang ist nämlich nicht die sekularisierung der einheimischen sondern die assimilation dieser in die chinesische nationalität. Die ökonomische und politische Macht wird überall Chinesen verliehen und nicht den dort heimischen Ethnien.

  14. Kurt
    24. Mai 2010, 20:04 | #14

    Das Zitat als Beweis für Geschwurbel heranzuziehen, halte ich für nicht gelungen. Da hat Colin Goldner bessere Zitate in petto. Außerdem weiß ich nicht, warum angeführtes Zitat schlimmer sein soll als Zitate von Deleuze, Gramscii, Focault oder wie sie alle heissen. Schon ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat aus dem Marxschen „Kapital“ sorgt für ähnliche Verwirrung.
    Der obige Artikel hat übrigens die „aparteste“ Strafe im alten Tibet ausgelassen. Das war Hautabziehen. Dissidenten wurden schon mal am Ortseingang an einen Pfahl gebunden und je nach Schwere der Schuld wurde ihnen die Haut der Brust oder des Rücken mehr oder weniger abgezogen. Bei lebendigem Leib, versteht sich. Und dann durften sie noch ein paar Tage als Abschreckung hängen bleiben.
    Und ansonsten halte ich weniger die Auftritte vom Dalai Lama in der deutschen Öffentlichkeit für problematisch als vielmehr die Neigung gewiser Teile der deutschen Bevölkerung, den Lamaismus maßlos zu idealisieren. Quasi als neue Heilslehre, nachdem Christentum, Bhagwahn und Sozialismus sich als doch nicht so glänzend erwiesen.
    Klerikergeschwurbel gibt es in Deutschland genug. Da müssen wir nicht warten, bis Seine Heiligkeit, der 14. Dalai Lama, mal wieder vorbeikommt.
    Noch was schönes zum Schluß. Wusstet ihr schon, daß er entschieden hat, sich für sein nächstes Leben nicht in China/Tibet zu reinkarnieren? Nur in welchem Land es sonst sein soll, hat er noch nicht entschieden.

  15. 24. Mai 2010, 20:25 | #15

    Kurt, such dir mal einen anderen Nick zum Kommentieren, dieser gehört mir.

  16. Ernst
    1. Juni 2010, 13:40 | #16

    Es bleibt in der Frage nach einem Nachfolger des Herrn Tenzin Gyatso spannend und treibt eine ganze Menge Menschen um. Ich finde das interessanter als eine Papstwahl. http://www.buddhistchannel.tv/index.php?id=70,9234,0,0,1,0

  17. Ray
    21. Dezember 2011, 13:42 | #17

    Auf ein Volk am Boden scheissen und anschliessend noch draufpissen!
    Ihr kotzt mich an!
    Ich habe diese Website gefunden, weil ich Bekannte habe die dem Chemtrail-wahn verfallen sind und mich über die Qualität und Wissenschaftlichkeit des Wikiartikels gefreut.
    Leider musste ich bei der weiteren Betrachtung feststellen dass esowatch doch auch einen blinden Fleck hat. Werdet ihr von einer kath. Kirchenorganisation betrieben oder gefördert? Es wundert mich doch sehr wie gnädig zB das Thema Exorzismus beschrieben wird, man bekommt ja richtig Mitleid mit den armen Schweinepriestern die ihre wichtige Arbeit wegen der doofen Gesetze nicht optimal ausführen können.
    Zu eurer Information:
    In Tibet wurde der Buddhismus in allen seinen Aspekten so erhalten wie er in Indien an der Nalanda ‚Universität‘ existiert hat. Der tibetische Kanon ist so gut erhalten, dass er gerne bei der Rekonstruktion der Sanskrit-originale verwendet wird.
    Das ‚westliche‘ Verständnis des Buddhismus leidet unter Vorurteilen welche durch die Projektion von bestimmten abendländischen Ideen von Religion entstanden sind und durch Anwendung christlich geprägter theologischer Begriffe auf eine ganz andere Weltanschauung mitbedingt ist.
    Das ‚Zölibat‘ hat im Buddhismus zB eine ganz andere Funktion als in der christlichen Theologie! Was das Vajrayana angeht: Saraha (ein indischer Geistlicher) sagte nach der Vereinigung mit einer Wissensfrau, dass er jetzt genau wisse dass er ein echter Mönch ist, denn es ist nichts Gewöhnliches passiert, d.h. er ist nicht der Sünde der Lust erlegen, sondern hat sich vollkommen beherrscht. Welchen stärkeren Beweiss gibt es? (Ja, ich kenne die Ansicht von Theravadins dazu.)
    Jemand, der wie ich, jahrelang unter Tibetern im indischen Exil gelebt hat weiss, die sind schon ein ganz wildes Völkchen (zB, Khampafrauen sind meist sehr kräftig und es heisst das sie ihre Männer schlagen), aber zu behaupten dass es ihnen durch die Unterdrückung und Bevormundung durch die chinesischen Kommunisten besser ginge, der solle mir doch mal erklären, warum immernoch zahlose Tibeter die Gefahren auf sich nehmen und über den Himalaya nach Nepal und Indien ins Exil flüchten.
    Was das aus dem Zusammenhang gerissene Zitat angeht: vereinfacht, es besagt nichts weiter als dass jemand der zB halluziniert das er die Farbe Blau sähe, in dem Aspekt nicht irrt das ihm Blau erscheint. Eine ganz gewöhnlich erkenntnisstheoretische Betrachtung. Von der buddhistischen Philosopie könnte sich die Pseudowissenschaft der Theologie, die es sowieso nur durch die Macht Roms gibt und erhalten wird, eine gehörige Scheibe abschneiden!

  18. Ray
    21. Dezember 2011, 14:34 | #18

    Im tibetischen Buddhismus glaubt niemand an ein unterirdisches Reich ‚Agharta‘ und mit Theosophie hat’s auch nix zutun! Karma, Wiedergeburt etc. werden vollst

  19. Ray
    21. Dezember 2011, 14:35 | #19

    Im tibetischen Buddhismus glaubt niemand an ein unterirdisches Reich ‚Agharta‘ und mit Theosophie hat’s auch nix zutun! Karma, Wiedergeburt etc. werden vollständig anders erklärt. Karma und Wiedergeburt sind das Ergebnis der Nicht-existenz einer unsterblichen, unveränderlichen Seele. Eine Entwicklung zur Erlösung über mehrere Leben gibt es nur wenn man den Stromeintritt verwirklicht hat, also wenn bestimmte Qualitäten dem Bewusstseinstrom dauerhaft zueigen geworden sind. Mit ‚Entselbstung‘ hat es auch nix zu tun, denn wie soll man entfernen was es garnicht gibt?

    Also, was soll diese Lügerei? Noch nicht einmal ein Link vorhanden der die Behauptung erklären könnte… 🙁

  20. Ozean der Weisheit
    21. Dezember 2011, 15:21 | #20

    Komm mal wieder runter!

    In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.

    Um dem Zorn oder der Abneigung entgegenzuwirken, müssen wir Güte entwickeln.

    Es gibt viel Leid. Wir sollten die Ursachen aber nicht draußen suchen, zum Beispiel in der Wirtschaft, sondern zugeben, daß wir alle destruktive Emotionen haben, und dann sollten wir uns fragen, welcher Art diese destruktiven Emotionen sind; wir sollten sie gründlich prüfen, analysieren, und ihre Auswirkungen sehen.

    Geduld zu üben ist die wirksamste Methode,
    unseren inneren Frieden zu wahren.

  21. Ray
    31. Dezember 2011, 16:43 | #21
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