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Akupunktur im ärztlichen Alltag

Eine lesenswerte Diskussion im Ärzteblatt:

Solange wir Orthopäden in BW für die Basisversorgung unserer Patienten für das ganze Quartal 25,47 € zur Verfügung haben und nochmals 10,93 € (=42,9 %) für die Akupunktur dazu erhalten können, für jämmerliche zusätzliche 6,67 € (= 26,2 %) jedoch die gesamte Rö-Diagnostik eines ganzen Quartales abdecken müssen (bei weit höheren Investitionen, Sachkosten, Personalanforderung, Quali-Sicherung, Film- und Rö-Konstanzprüfungen, etc.), ist diese ambulante medizinische Welt einfach nicht in Ordnung. Ein Verfahren, welches in Studien keinen durchgehend reproduzierbaren Effekt aufweist und nach meinen langjährigen Erfahrungen im Wesentlichen durch einen meist nur vorübergehenden Zuwendungseffekt geprägt ist, kann und darf einfach nicht die finanziellen Ressourcen unserer Basisversorgung auffressen. Der aktuelle Beitrag im Ärzteblatt sollte den Herren in der Gebührenkommission die Ohren klingeln lassen!

Hier weiterlesen.

  1. Superkalifragilistisch
    21. August 2010, 14:17 | #1

    Das Gleiche gilt für den ganzen Psychosomatik Trend. Ich halte das ja für blosse Verlegenheits- und Modediagnosen. Daraus, dass nicht bewiesen ist, dass die seelische Verfassung gar keinen Effekt auf unserer Krankheiten hat, zaubern die Psychoonkel und Frauenmagazine den Ursprung der Krankheit aus der Seele und die Kassen zahlen bis zum Abwinken für Psychoanalyse und sonstigen Hokus Pokus. Jedenfalls hatte ich letzlich dem Orthopäden gegenüber schon fast ein schlechtes Gewissen, ihn im Quartal ein zweites Mal aufzusuchen. An mir hat er nichts verdient.

  2. Lämpchen
    21. August 2010, 17:28 | #2

    Ich finde das sind alle Foren interessant zu dem Thema, auch die Stellungnahme dieser (in meinen Augen) obskuren „Akupunkturfachgesellschaft“.

    http://www.aerzteblatt.de/v4/foren/forum.asp?forumid=199

  3. notatall
    21. August 2010, 18:04 | #3

    Es macht vielleicht ein wenig Sinn, sich die „Vergangenheit“ der TCM zu lesen, da gehen einem die Augen in Tränen, über die vollkommene Dummheit winiger westlicher Mediziner!
    Mao Tse Tung hat gegen den Westen eindeutig gewonnen!!!!

    http://www.shen-nong.com/eng/history/modern.html

    Gilt besonders für Ärzte! Auch die sollten sich über die Geschichte der TCM informieren, doch es gibt ja auch welche die mit der NGM arbeiten!!!
    Altes Wissen ist manchmal so wertvoll wie alte Deppen!!!!

  4. Hubert
    22. August 2010, 03:33 | #4

    @notatall

    Ich sag den Typen, die mir damit kommen, dass das (egal was jetzt) ja uraltes Wissen ist, immer folgendes: Das Wissen, dass die Erde eine Scheibe ist, ist viel uralter als das Wissen, dass sie eine Kugel ist.
    Darauf kommt dann meistens nichts mehr 😉

  5. BSR
    22. August 2010, 13:51 | #5

    Akupunktur und arme Würstchen, bleibt zu warten welche „Inovationen“ unser Gesundheitssystem noch erreichen.
    http://www.wurstakademie.com/wp-content/uploads/07_wurstallerlei/postkarten/b_postkarte-nuernberg-wurst-abnehmen-akupunktur.jpg

  6. lernender
    27. August 2010, 18:47 | #6

    Akupunktur und Wirkung – mir klingelt nur das Wort Toleranz in den Ohren.

  7. Sin
    28. August 2010, 01:09 | #7

    Muss alles nicht sein … Schmu ist das Übel Aller
    Vielleicht sollten mal die Chefetagen der Krankenkassen ein bisschen ihre Gehälter kürzen dann wäre für ALLEs, auch für die alternativ Medizin, mehr Geld da und keiner braucht mehr meckern .
    Aber auch …
    murren der Ärzte kann zusätzlich kritisiert werden -wer sich bei der telefonischen Bestellung eines Pillenrezeptes an der Rezeption jahrelang ne Aufklärungsgespräch bezahlen lässt, der muss auch mit den Konsequenzen klar kommen .

    Da steckt ne bissel mehr dahinter , der Dorn sitzt ganz woanders

  8. lernender
    28. August 2010, 10:42 | #8

    Schizophrenieähnliche Aussagen habe ich hier nicht erwartet. Ich staune wirklich.

  9. Sin
    29. August 2010, 00:09 | #9

    Man(n) lernt nie aus lieber lernender 😉
    Und noch was …ICH komm aus der Krankenpflege ! 🙂

  10. Hubert
    29. August 2010, 05:10 | #10

    Sin :
    Muss alles nicht sein … Schmu ist das Übel Aller
    Vielleicht sollten mal die Chefetagen der Krankenkassen ein bisschen ihre Gehälter kürzen dann wäre für ALLEs, auch für die alternativ Medizin, mehr Geld da und keiner braucht mehr meckern .
    Aber auch …
    murren der Ärzte kann zusätzlich kritisiert werden -wer sich bei der telefonischen Bestellung eines Pillenrezeptes an der Rezeption jahrelang ne Aufklärungsgespräch bezahlen lässt, der muss auch mit den Konsequenzen klar kommen .
    Da steckt ne bissel mehr dahinter , der Dorn sitzt ganz woanders

    Was gibt es denn zu richtiger Medizin für eine Alternative ? Deinen Aberglauben etwa ? Bevor ich mir billige, verdünntgeklopfte Hundegacke auf die Zunge lege finanzier ich doch lieber noch den Urlaub von der Krankenkassen-Chefetage.

  11. lernender
    29. August 2010, 10:48 | #11

    @Hubert
    Hundegacke – excrementum caninum – in C1000 riecht sogar nach Hundekot – bei mir funktioniert das – warum die Zellen aus der Ausstrahlung dann unangenehme Gerüche machen ist mir allerdings unklar. Experimente am eigenen Leib sind manchmal sehr erfrischend und das wirklich.

    Nur mal probieren fällt mir dazu ein. 😉

  12. notatall
    29. August 2010, 12:08 | #12

    @Hubert
    Hubert, sieh doch das nicht gar so eng.
    Eigenurin Behandlungen sind ja ebenfalls möglich.
    Ob das auch mit festen Ausscheidungen des Manschen funktioniert, weiß ich nicht. Um den „lernenden“ zu zietieren: Nur mal probieren!
    Wenn’s hilft könnten wir sicher ein gutes Geschäft machen!

    Seit die ESO’s auf Hundekacke als Geschäftsmöglichkeit gekommen sind, sind die Straßen und Parks frei von den Exkrementen. Als Essenz auch zu gebrauchen!!!

  13. lernender
    29. August 2010, 12:09 | #13

    @ Hubert

    Die Antwort habe ich gefunden, nett, Dich kennenzulernen.

  14. lernender
    29. August 2010, 12:21 | #14

    @notatall
    Geschäfte mache ich nur auf möglichst wissenschaftlicher Basis, benutze allerdings allerdings häufiger den intuitiven Verstand und nicht die Veranlagung.
    Und Experimente unkonventioneller Art am eigenen Leibe hatte ich bitter nötig.
    Aber sieh es nicht so eng.

  15. Praxiskoller
    12. September 2010, 18:46 | #15

    In der Schweiz ist es ähnlich: Auch hier werden unwissenschaftliche Pseudo-Heilmethoden von den Kassen übernommen. Aus dem Grund, dass man mehr Mitglieder gewinnt, vermute ich mal. Und auf der anderen Seite werden wissenschaftlich erwiesene Methoden nicht bezahlt, weil sie z.B. neu sind, obwohl sie bei Nichtanwenden wesentlich weniger Kosten nach sich ziehen würden. Das gilt für Diagnostik genauso wie für Therapien.
    Es ist himmelschreiend und ungerecht, aber niemand unternimmt etwas dagegen!

  16. Praxiskoller
    12. September 2010, 18:48 | #16

    Korr: „… bei Nichtanwenden wesentlich MEHR Kosten nach sich ziehen…“

  1. 21. August 2010, 13:03 | #1
  2. 22. August 2010, 00:32 | #2

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