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Tullio Simoncini therapy found another victim

Brian William Haw, peace protester and symbol of the anti-war movement over the policies of both the United Kingdom and the United States in Afghanistan and later Iraq, has died in Berlin in the early hours of 18 June 2011. Haw was well known for protest before the UK parliament, where he lived in a camp since 2001. The British Newspaper „The Guardian“ commented his death with the following words:
„Brian did not stop the Iraq war, but he will be remembered as a man who stood against it and put his life at the disposal of those who were against that hideous operation. He will be sadly missed and his death marks the end of a historic enterprise by a man who gave everything to support his beliefs.“

Haw was admitted to a hospital on September 23, 2010, where he was diagnosed with lung cancer. The doctors proposed an operation to remove some of the cancer and then chemotherapy and while it is moot to speculate about his 5 year prognosis, it probably looked grim. Unfortunately for Brian Haw, he was visited by David Icke in the hospital during that time, the same David Icke, that is known for his belief that earth was ruled by reptiloid shapeshifters (among them The Queen, Bill Clinton and Jack Bauer!). And David Icke convinced Brian that there was this revolutionary treatment by this suppressed Italian doctor: Tullio Simoncini.

Tullio Simoncini claims that cancer is no more than a fungus and that it can be cured with baking soda (sodium bicarbonate) only. To explain the fungus, Simoncini argues this is due to “excess acidity” of the body, which allows the fungus free rein. Needless to say, Simoncini has lost his medical approbation years ago, has 3 convictions for fraud, has been sued by the families of several victims and has been convicted for the wrongful death of a patient.

David Icke arranged for Brian to have this „revolutionary treatment“ through one Mike Lambert at the Shen Clinic, a clinic where you can be cured of basically anything. With alternative medicine of course, no proven treatments, please! On December 18, 2010 Icke asked for for money to cover treatment on his website and announced just a couple of days later that funds were sufficient.

On New Year’s Day Brian Haw left for Germany, to a „clinic“ in Berlin. On April 9, 2011 the webmaster of brianhaw.tv announced that Brian Haw’s treatment consisted of intravenous Vitamin C and Sodium Bicarbonate. Brian Haw is dead now.

  1. Sebastian
    20. Juni 2011, 23:38 | #1

    This Shen Clinic (Isle of Wight England) is promoting convicted italian quack Simoncini:

    http://www.theshenclinic.com/en/treatments/simoncini

  2. quantumzero
    21. Juni 2011, 09:28 | #2

    Brian wird nicht wirklich abgehen in der Welt. Therapien, die selbstgewählt sind, das sind grundsätzlich alle, gehen auch manchmal in die Hose, besser ins Grab.

    Gitb es von diesen Quacksalbern auch Statistiken, die belegen, dass Vitamin C und Bak-Soda bei Lungenkrebs einen Heilerfolg hervorbringen?
    Würde mich ja fast wundern, dass es keinen Mediziner (approbiert) gibt, der das nicht „wissenschaftlich“ untersucht hat.

  3. mossmann
    21. Juni 2011, 11:26 | #3

    @quantumzero: Man kann sich darüber aufregen, dass Brian so einen törichten Weg gegengen ist, keine Frage. Aber wie soll ich bitteschön einen Kommentar wie: „Brian wird nicht wirklich abgehen in der Welt.“ verstehen?

  4. quantumzero
    21. Juni 2011, 17:05 | #4

    @mossmann
    Genau so wie ich es geschrieben habe, niemand wird abgehen wenn das Zeitliche endet.

    Der Kreislauf des Lebens ist für unseren Zeitbegriff unendlich, eine stete Wiederholung.

    Nur unser menschliches Leben können wir einigermaßen überschauen, bis es eben endet.
    Aus eigenem Antrieb, wie eben Brian, oder durch Fremdeingriff, das wäre dann Gewalt.

  5. Skepsis
    21. Juni 2011, 21:35 | #5

    quantumzero :
    ….
    Nur unser menschliches Leben können wir einigermaßen überschauen, bis es eben endet.
    Aus eigenem Antrieb, wie eben Brian, oder durch Fremdeingriff, das wäre dann Gewalt.

    Ach ja? Der Artikel weckt aber nicht den Eindruck, als ob Brian sich mit seinem Schicksal abgefunden hatte. Sonst wäre er nicht bei diesem Quacksalber gelandet. Und für mich ist das Gewalt, die dieser ‚Arzt‘ ausgeübt hat! Einfach psychische Gewalt, indem man einem Menschen in einer ausweglosen Lage sich als einzigen möglichen Retter mit Absolutheitsanspruch präsentiert .

    Gruß

  6. sakasiru
    21. Juni 2011, 22:20 | #6

    Wenn die Lage auswegslos ist, dann kann auch ein Quacksalber nichts verschlimmern. Wenn nichts bleibt, dann bleibt die Hoffnung. Ich würde den Patienten nicht dafür verurteilen, dass er neue Wege gesucht hat, ich verurteile aber den Arzt, der völlig unfundiert behauptet, Krebs heilen zu können und damit Reibach macht. Interessant wäre zu wissen, ob er genau weiß dass er Quatsch erzählt oder wirklich dran glaubt, in Backpulver den Stein der Weisen gefunden zu haben…

  7. Sebastian
  8. Sebastian
    21. Juni 2011, 23:55 | #8

    Er liess sich in Berlin wohl zu Hause bei einem Freund oder Freundin behandeln, wie dieser Blogbeitrag zeigt:

    Re: Powerless to move camp in Parliament Sq
    by crazations » Sat Apr 09, 2011 5:19 pm

    Hi Heven,

    Thanks for posting this.

    Brian Haw is currently living in my flat in Germany while having treatment for his lung cancer – the good news is that he had an MRI scan this week and he’s on the mend – by the way, his treatment consists of intraveneous Vitamin C and Sodium Bicarbonate (not at the same time!) – THIS IS ILLEGAL IN THE UK !!!! – WTF !!!! – IT’S VITAMIN C !!!! – AND BAKING SODA !!!!

    In his forced absence, Babs Tucker has been carrying on the Peace Campaign – and anyone that wants to learn how to take on the corrupt legal system should have a look at her blogs on their website: BrianHaw.tv

    http://tpuc.org/forum/viewtopic.php?f=4&t=31526#p218258

    Dennoch ist immer wieder von einer „clinic“ die Rede. Vielleicht meldet sich irgendwann noch jemand und kann das genauer erzählen.

  9. 22. Juni 2011, 00:21 | #9

    sakasiru :

    Wenn die Lage auswegslos ist, dann kann auch ein Quacksalber nichts verschlimmern. Wenn nichts bleibt, dann bleibt die Hoffnung. Ich würde den Patienten nicht dafür verurteilen, dass er neue Wege gesucht hat,

    Einen Patienten, dem der Tod bevorsteht, kann und darf man nicht verurteilen, es ist doch klar, dass man da zum letzten Strohhalm greift. Umso schlimmer die Quacksalber, die genau auf diese fehlende Urteilsfähigkeit der Betroffenen in dieser Ausnahmesituation spekulieren.

    ich verurteile aber den Arzt, der völlig unfundiert behauptet, Krebs heilen zu können und damit Reibach macht. Interessant wäre zu wissen, ob er genau weiß dass er Quatsch erzählt oder wirklich dran glaubt, in Backpulver den Stein der Weisen gefunden zu haben…

    Solche Leute bescheißen sich in der Regel selber und reden sich ein, dass sie recht haben. Ist ja auch schwer auszuhalten, wenn man realisiert, dass man Menschen sinnlos vorzeitig in den Tod laufen lässt, nur weil man eine fixe Idee hat.

    Solche Leute sind in der Regel nicht kriminell, sondern „nur“ gemeingefährlich.

  10. quantumzero
    22. Juni 2011, 08:33 | #10

    @Skepsis
    >>>>Aus eigenem Antrieb, wie eben Brian, oder durch Fremdeingriff, das wäre dann Gewalt.

    Das habe ich geschrieben, der eigene Antrieb heisst in so einem Falle Hoffnung! Unsere Handlungen sind nicht immer rational.

    Stell dir einfach vor, du bekommst die Diagnose: Sie leben noch etwa 3-6Wochen, austherapiert! Welchen Strohhalm nehmen sie?

    Bin jedoch keinesfalls ein Befürworter solcher Heilsversprecher, doch wenn sich jemand dafür entscheidet ist es eben so. Auch wenn es eine besondere Art der Selbsttötung sein kann. Ich weiss schon, in D ist das ja ein Tabuthema, da könnte man ja wirklich zum Verschwörungstheoretiker werden, akzeptieren wir ganz einfach, dass das eigene Leben nur einem selbst gehört, ja?

  11. Skepsis
    22. Juni 2011, 20:17 | #11

    @quantumzero
    Ich glaube, wir vertreten die selbe Meinung: Ich mache Brian Haw keinerlei Vorwürfe. Wie Rincewind schon schreibt: Ein Patient, dem der Tod vor Augen steht, greift nach jedem Strohhalm. Ganz ehrlich: Keine Ahnung, wie ich mich in einer solchen Situation verhalten würde (oder werde). Natürlich bin ich jetzt der festen Überzeugung, irrationalen Heilversprechen zu widerstehen. Ob es in der konkreten Situation dann aber auch zu soviel Ratio reicht: Ich weiß es nicht.

    Mein Vorwurf gilt diesem ‚Arzt‘: Er macht, wie tausende anderer Quacksalber auch, sich die Hoffnungs- und Aussichtslosigkeit solcher Menschen zu nutze und beutet sie schamlos aus. In diesem konkreten Fall fällt es mir auch schwer zu glauben, dass dieser Herr selbst an sein Pülverchen glaubt. Dass das Humbug ist sollte schon einem Medizinstudenten auffallen, geschweige denn einem (ehemals) approbierten Arzt.

    Gruß

  12. Stöber
    23. Juni 2011, 13:00 | #12

    Für mich ist das Geschehen schwer nachzuvollziehen.
    Selbst mit rudimentärem chemischen Grundwissen sollte man doch erkennen, dass Backtreibmittel und Vitamin C keinen Tumor vernichten können.

    Er war zwar kein ‚echter‘ Journalist, aber hat der seine Quellen und Aussagen, für die er kämpfte, genauso schlecht recherchiert/verstanden?

    Wenn Quacks wie Hamer allerlei halbwegs glaubwürdiges Material auf ihre Opfer werfen (diese ‚bildgebenden Verfahren‘ etc), dann kann ich mir gut vorstellen, dass jemand drauf reinfällt.

    Aber Backpulver und Ascorbinsäure? Da war der Kerl extrem gutgläubig. Und sein persönliches Umfeld ist auch kritikwürdig.

  13. quantumzero
    23. Juni 2011, 18:04 | #13

    @Stöber
    http://www.pascoe-global.com/sites/vc/content/e4279/e4322/index_ger.html
    Würdest du als Journalist einem Nobelpreisträger widersprechen???

    Für die Laien:
    http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/news/tumorbremse-vitamin-c-spritze-gegen-krebs_aid_322497.html
    Wie kritikwürdig ist da noch das persönliche Umfeld?

    Es ist traurig, doch auch das ist Wissenschaft. Genau da liegt auch das Problem der Glaubwürdigkeit. Es ist nicht möglich, sich als Betroffener ein gültiges Bild zu machen. Das Heilpraktikergesetz dazu ermöglicht es Scharlatanen mit und ohne medizinischen Kenntnissen Hoffnung zu erwecken, damit auch viel Geld zu verdienen.

    Für mich bleibt nur noch eines: Kopfschütteln.

  14. tim4tw
    24. August 2011, 10:25 | #14

    quantumzero :
    @Stöber
    http://www.pascoe-global.com/sites/vc/content/e4279/e4322/index_ger.html
    Würdest du als Journalist einem Nobelpreisträger widersprechen???

    Wenn jemand einen Nobelpreis bekommt, so ist der meist schon 80 Jahre alt und vertattert. Die meisten Nobelpreisträger haben ihre gute Zeit schon lange hinter sich. Deshalb kann man sehr wohl Aussagen von Nobelpreisträgern kritisch sehen, so z.B. wie der eine (vor ca. nem Jahr war das imo), der behauptete er könne DNA teleportieren und solch Unsinn.

  15. air
    24. August 2011, 21:13 | #15

    liebe leute – warum vergesst ihr den placebo effekt? wenn jmd. daran glaubt, dass backpulver und vitamin c ihn kurieren kann, dann ist das auch durchaus möglich.
    oder gilt das nur für zuckerkügelchen? machen wir hier einen unterschied zwischen sacharose und natriumbikarbonat? ^^
    und ja: auch bei schweren krankheiten funktioniert der placebo effekt. es gibt in der schweiz eine homöopathische klinik für krebserkrankungen. und man höre und staune, aber die haben auch erfolge vor zu weisen.

    menschen sinnlos oder vorzeitig in den tod zu schicken sind zwei absolute aussagen, die man nicht treffen kann. erstens kann es durchaus sinnvoll sein früher zu sterben, als die hölle auf erden durch chemotherapie bspw. durch zu machen. zweitens weiß man genau so wenig, ob der glaube an solche behandlungen nicht doch funktioniert.

    ich seh aufjedenfall keinen großen unterschied zwischen einem arzt mit chemotherapeutikum und einem heilpraktiker mit natriumbikarbonat – außer, dass ersteres das volkvermögen aufzehrt.
    aber sinn & unsinn der chemo ist hier nicht das thema. 😉

  16. 24. August 2011, 21:47 | #16

    @air: Sorry, Sie erzählen Unsinn. Placebo ist in erster Linie ein Effekt der Wahrnehmung und Eingensuggestion. Dazu noch lustige statistische Effekte (Ab wann wird Krankheit als solche wahrgenommen) Nicht unwichtig, so es um das Wohlbefinden des Patienten geht, aber ALLE, wirlkich alle vernünftig konzipierte entsprechenden Studien zeigen: Man überlebt deswegen nicht länger, ist man ernsthaft erkrankt.
    Sie dürfen auch gerne erklären, warum man heute mit Brustkrebs eine Überlebenswahrscheinlichkeit nach 5 Jahren von 95%, bei Leukämie bei Kindern fast 100% hat, was vor 20 Jahren noch undenkbar war. Bringen Sie Fakten und keine Anekdoten, wo Homöopathie z.B. besser wirkt als z.B. Tamoxifen als „Chemo“Therapie bei entsprechenden Tumoren. Chemo in Anführungszeichen übrigend des wegen, weil dieser Stoff ursprünglich in der kanadischen Eibe gefunden wurde. Also mal wieder die „wunderbare“ Natur.

    Im Übrigen werden in Studien Medikamente gegen Placebos getestet, sie fallen durch, wenn sie nicht besser sind. Wir haben inzwischen einen etwas höheren Anspruch an Wirksamkeit und befinden uns im 21 Jhdt.

  17. Tony
    6. September 2011, 04:21 | #17

    Yes, alkaline like sodium bicarbonate can rid cancer.
    Whilst not effective in 100% of cases, it is far more effective and cheaper than the FDA approved methods.

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