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Waldorfschule: Dr. Detlef Hardorp verkauft Rudolf Steiners Rassismus als Multikulti

Steiner Rassen
Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg, behauptet, dass sich Rudolf Steiner für eine multikulturelle Gesellschaft engagiert habe. Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

Ausgerechnet an Rudolf Steiners berüchtigtem „Arbeitervortrag“ – „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923 – versucht Detlef Hardorp zu belegen, dass Rudolf Steiner kein Rassist sei.

Steiner sagt dort, Seite 54f.:

„Erfindungen sind in Asien sehr wenig gemacht worden. Verarbeitet kann dann die Geschichte werden; aber Erfindungen selber, durch die sie das, was durch die Erfahrung mit der Außenwelt entspringt, verwenden, das können die Asiaten nicht machen.

Zum Beispiel war es einmal so mit einem Schraubendampfer. Den haben die Japaner den Europäern abgeguckt, und nun wollten sie auch allein fahren. Vorher fuhren immer die Europäer und haben die Geschichte dirigiert. Nun wollten sie einmal allein fahren. Die englischen Ingenieure sind zurückgeblieben an der Küste. Plötzlich gerieten die Japaner draußen, die dann das Schiff geleitet haben, in helle Verzweiflung, denn das Dampfschiff drehte sich fortwährend um sich selber.
Sie kriegten es nicht heraus, wie sie zu der Drehung die richtige Fortbewegung hinzubringen konnten. Die Europäer, die das wußten, die grinsten natürlich furchtbar am Ufer. Also dieses selbständige Denken, das der Europäer im Umgang mit der Umgebung entwickelt, das haben die Asiaten nicht. Die Japaner werden daher alle europäischen Erfindungen ausbilden; aber selber etwas ausdenken, das werden die Japaner nicht.

Es ist einmal so beim Menschengeschlecht, daß die Menschen über die Erde hin eigentlich alle aufeinander angewiesen sind. Sie müssen einander helfen. Das ergibt sich schon aus ihrer Naturanlage.“

Der Deutlichkeit halber noch einmal kurz zusammengefasst, Steiner behauptet: Asiaten haben kein selbständiges Denken. Asiaten können keine eigenen Erfindungen machen. Asiaten können nur die Europäer nachahmen. Deshalb müssen die Europäer den Asiaten helfen.

Hardorp macht daraus aber dies, Zitat aus Hardorps Artikel „Die Menschen sind über die Erde hin aufeinander angewiesen“:

„Steiner hat Differenzen in der Naturanlage zwischen Menschengruppierungen nicht geleugnet. Daraus leitet er aber keinen Rassismus ab, sondern im Gegenteil die Notwendigkeit einer symbiotischen Zusammenarbeit innerhalb einer multikulturellen Gesellschaft. Steiner in dem umstrittenen Arbeitervortrag: »Es ist einmal so beim Menschengeschlecht, dass die Menschen über die Erde hin eigentlich alle aufeinander angewiesen sind. Sie müssen einander helfen. Das ergibt sich schon aus der Naturanlage.« Das ist das erwähnenswerte eigentliche Fazit des umstrittenen Vortrages, das ist Steiners Haltung zur multikulturellen Gesellschaft in einer globablisierten Welt.“

Hardorp zitiert Steiner sinnentstellend, indem er den Kontext des Steiner-Zitats verschweigt. So verkehrt Hardorp die rassistischen Ausführungen Rudolf Steiners in ihr Gegenteil. Hardorps Fazit ist das Ergebnis anthroposophischer „Zitierkunst“, wie sie auch der prominente Anthroposoph Lorenzo Ravagli praktiziert.

Aber Hardorp wirft sein eigenes Verfahren Kritikern Rudolf Steiners vor, Zitat Hardorp:

„Um Rudolf Steiner als »Rassisten« zu brandmarken, werden immer wieder dieselben Bruchstücke aus einem Vortrag zitiert, den er [vor] einer Versammlung von Bauarbeitern am 3. März 1923 hielt.“

Nein, ich möchte hier keine weiteren „Bruchstücke“ zitieren, ich möchte die Leser bitten, doch den gesamten Vortrag Steiners zu lesen, um sich selber ein Urteil zu bilden. Soviel sei verraten: Steiner wird noch weit deutlicher, als in dem obigen Zitat, irgendwie muss er ja sein Programm „erklären“, Zitat Steiner: „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.“

Ich könnte nun – Zeile für Zeile – Hardorps Artikel „Die Menschen sind über die Erde hin aufeinander angewiesen“ richtig stellen, hier sei aber nur noch beispielhaft ein weiteres von Anthroposophen gebetsmühlenhaft wiederholtes „Argument“ für Waldorf-„Multikulti“ herausgegriffen, Zitat Hardorp:

„(…) dass Waldorfschulen bereits in der Zeit des Apartheidregimes (!) in Südafrika die Rassentrennung im Unterricht aufgehoben haben (…)“

Dazu sagt der amerikanische Historiker Peter Staudenmaier bei „waldorf-critics“ (meine Übersetzung):

„(…) Max Stibbe war ein lautstarker Verteidiger der Apartheid und verbrachte das letzte Jahrzehnt seines Lebens im Weiss-regierten Südafrika. Er gründete die Waldorfschule in Pretoria, die bis heute nach ihm benannt ist.

Stibbes Vermächtnis lebte nach seinem Tod im Jahre 1973 für Jahrzehnte weiter, nicht nur in Südafrika, sondern auch in den Niederlanden. Stibbe war eine der Hauptfiguren, die die „Rassenkunde“ zu einem Teil der Waldorfpädagogik machten. Die rassistischen Artikel, die Stibbe in den Sechzigerjahren in „Vrije Opvoedkunst“ [„Freie Erziehungskunst“] veröffentlichte, bildeten die Grundlage für „Rasse-Völkerkunde“-Kurse in Niederländischen Waldorfschulen bis weit in die Neunzigerjahre.“

Es ist also besser, niemals ungeprüft einem Funktionär der Waldorfschulen zu glauben, und schon gar nicht Detlef Hardorp, denn was ist von einem Anthroposophen zu halten, der wie Hardorp auch noch Rudolf Steiner zum eigentlichen Entdecker der Quantenphysik verklärt?

Die Einordnung von Rudolf Steiners Rassismus überlasse ich Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, den ich für die Ruhrbarone interviewte, Zitat Hopmann:

„Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Steiner zu einer eigenen Weltanschauung amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein kann. Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist.“

  1. Andreas Lichte
    13. September 2011, 11:06 | #1

    Waldorfschule und Nationalsozialismus

    “(…) Waldorf-Sprecher betonten nach 1933 immer wieder das Bekenntnis der Waldorfpädagogik zur „kulturellen Mission der Deutschen“ und distanzierten Waldorf scharf von „internationalen pädagogischen Reformbestrebungen“, wobei sie sich auf die tiefe Verwurzelung der Waldorf-Bewegung im deutschen Volk beriefen. Im März 1935 schickte die Vereinigung der Waldorfschulen ein langatmiges Memorandum an Rudolf Hess, einen der wichtigsten Fürsprecher der Waldorf-Bewegung in der Nazihierarchie. Unter dem Titel „Natur und Aufgaben der Waldorfschulen“ erklärte das Memorandum, dass Waldorf-Schulen „in kleinem Maßstab das verwirklichten, was die Volksgemeinschaft im nationalsozialistischem Staat im Großen anstrebt“ (…)“

    zitiert aus: Peter Staudenmaier, “Der urspüngliche politische Kontext der Waldorf-Bewegung”, Artikel bei Esowatch: https://blog.psiram.com/?p=2973

    Der Historiker Peter Staudenmaier entlarvt die anthroposophische Lüge, die Anthroposophie und die Waldorfschulen seien im Widerstand gegen den Nationalsozialismus gewesen – man vergleiche:

    Detlef Hardorp, Zitat „Die Menschen sind über die Erde hin aufeinander angewiesen“: “In der Zeit des Nationalsozialismus waren die Waldorfschulen und die Anthroposophie verboten, weil sie, so die Begründung, dem an der Rassenidee orientierten Weltbild des Nationalsozialismus diametral entgegengesetzt seien.”

  2. 13. September 2011, 15:42 | #2

    Aha, Erfineden können sie also nicht, die Asiaten. Nun ja, sehen wir einmal von Schwarzpulver, Flugdrachen, Rakete, Kanone, Seismometer, durchgeschotteten hoichseetauglichen Schiffen und dergleichen ab… (hab ich noch was vergessen?).

    Der Steiner, der war schon recht dämlich, wie mir scheint…

  3. Librarian
    13. September 2011, 17:57 | #3

    @ Gunnar „(hab ich noch was vergessen?).“

    Ja, z.B.: Papiergeld, Buchdruck, die Hausnummer und Nudeln ^^

  4. 13. September 2011, 18:00 | #4

    Danke für diesen Artikel!

  5. Mythos
    13. September 2011, 19:50 | #5

    Und die Nudeln möchte ich nicht missen 😉

    http://www.copat.de/mn_erfindungen.htm

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Nobelpreistr%C3%A4ger_f%C3%BCr_Physik

    http://www.youtube.com/watch?v=Nq80Ya4VTf0&feature=related

    Interessanter Beitrag mit dem Kritikern Prof. Zander und Prof. Dr. Ullrich

    Es geht also auch ohne Polemik!
    Sachliche Fakten auch kritische – gern!
    Engstirnige, dogmatische misanthropische Polemik – Nein Danke 😉

  6. Searcher
    14. September 2011, 11:02 | #6

    Man darf es sich wirklich nicht ersparen, Steiner im Original zu lesen! Wie sieht das ganze wohl „übersetzt“ im Waldorf-Unterricht 2011 aus, was wird den Kindern gelehrt?

  7. Yahoo
    14. September 2011, 14:29 | #7

    @ Searcher
    Welches Buch hast du denn schon ganz gelesen von Steiner? Ich meine so mehr als 50 Seiten?

    Hier mal etwas aus dem Unterricht!

    http://www.youtube.com/watch?v=p7kem-c-2QI

  8. Waldorf
    14. September 2011, 14:34 | #8

    @ Yahoo #6

    das ist nicht aus dem Waldorf-Unterricht, aber trotzdem für Waldorf-Dünnbrettbohrer

  9. Andreas Lichte
    14. September 2011, 19:00 | #9

    @ Searcher

    du schreibst: „Man darf es sich wirklich nicht ersparen, Steiner im Original zu lesen!“

    Der Spruch dazu geht so: „Wer Rudolf Steiner liest, hat Schmerzensgeld verdient.“

    Damit die Schmerzensgeldforderung nicht zu gross wird, habe ich oben im Artikel nur das allernötigste zitiert, um zu klären, wie dreist Dr. Detlef Hardorp die Öffentlichkeit täuscht. Steiners Wahsinn kommt aber erst wirklich rüber, wenn man mehr aus dem Vortrag liest:

    ————————————————————

    „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3709:dritter-vortrag-dornach-3-maerz-1923&catid=247:ga-349-vom-lebens-des-menschen-und-erde-&Itemid=19

    “(…) Wenden wir das auf den Menschen selber im Weltenraum an. Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, daß sie alles Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist. Es geht nicht durch den ganzen Körper durch, sondern hält sich an die Oberfläche der Haut, und da wird die Haut dann selber schwarz.

    So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich ver arbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls so. (Es wird gezeichnet.) Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammen hängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn. (…)”

    Rudolf Steiner

  10. Yahoo
    14. September 2011, 23:32 | #10

    Schaut mal, ( hört mal) wie sich wirkliche Fachleute und durchaus Kritiker mit Dr.Rudolf Steiner auseinandersetzten.

    http://www.youtube.com/watch?v=Nq80Ya4VTf0&feature=related

    Wer hier allerdings billigste Diffamierungen eines im wahrsten Sinne des Wortes ausgewiesenen 🙂 Fachmanns, der nie Berufspraxis erlangt und nie als Lehrer arbeiten durfte, erwartet, der wird enttäuscht sein. 😉
    Lichtes Beiträge haben die Qualität , einmal bildlich gesehen, eines Elektrikers mit 2 Lehrjahren Berufsausbildung, der nie in seinem Fach gearbeitet hat und jetzt eine komplizierte große elektronische Anlage steuern will und verstehen will. Dazu ist er offensichtlich nicht kompetent genug und augenscheinlich überfordert.

    Also, hier 2 Kritiker Steiners: Prof. Zander und Prof. Ullrich:
    http://www.youtube.com/watch?v=Nq80Ya4VTf0&feature=related

    Seit Prof. Zander im Dialog mit den Anthroposophen ist, möchte unser Beinaheelektriker Lichte ihm auf die Ketzterliste setzten. Das Problem ist nur, dass ihn keiner ernst nimmt . 🙂

    Ist ja auch nicht sonderlich glaubwürdig, wenn mam mit dem „Sektenbeauftragten“ der ev. Lirche durch die Lande tingeln möchte . Daraus wurde dann mal wieder nichts.

    Sekte (lat. secta „Richtung“, von sequi, „folgen“, in der Bedeutung beeinflusst von secare, „schneiden, abtrennen“) ist eine ursprünglich wertneutrale Bezeichnung für eine philosophische, religiöse oder politische Gruppierung, die durch ihre Lehre oder ihren Ritus im Konflikt mit herrschenden Überzeugungen steht. Insbesondere steht der Begriff für eine von einer Mutterreligion abgespaltene religiöse Gemeinschaft. So ist das Christentum als Sekte aus dem Judentum hervorgegangen. 😉

    Lichte sitzt im Glashaus, wirft mit Steinen und merkt mal wieder garnix 🙂

    Die protestantische Kirche war inhaltlich wie organisatorisch zersplittert, die 28 Landeskirchen waren im Deutschen Evangelischen Kirchenbund nur locker zusammengeschlossen. Die nationalsozialistische Machtübernahme wurde zunächst überwiegend positiv aufgenommen. Bereits ab 1932 existierte die „Glaubensbewegung Deutsche Christen“. Diese Vereinigung protestantischer Nationalsozialisten hatte bei den Synodalwahlen in der Altpreußischen Union, der größten evangelischen Landeskirche, im September 1932 fast ein Drittel der Stimmen erhalten. Die Gleichschaltung der protestantischen Kirche von innen heraus schien der NS-Führung daher möglich. Nach massiver Propaganda gewannen am 23. Juli 1933 die Deutschen Christen die Kirchenwahlen in der neugeschaffenen einheitlichen Reichskirche und stellten damit die Bischöfe in fast allen evangelischen Landeskirchen. Am 27. September wurde Hitlers „Bevollmächtigter für die Angelegenheiten der Evangelischen Kirche“, Ludwig Müller (1883-1945), Reichsbischof. Für die Reichskirche strebte er die Einführung des Führerprinzips an und überführte im Dezember 1933 die evangelischen Jugendverbände in die Hitler-Jugend.

    Bereits am 5. September hatte die Altpreußische Union den für Beamte geltenden „Arierparagraphen“ auch für protestantische Geistliche eingeführt. Die Deutschen Christen forderten nun seine Einführung in der gesamten Reichskirche und verwarfen gleichzeitig das Alte Testament als „jüdisch“. Gegen diese Anschauungen richtete sich der Protest vieler Kirchenmitglieder. Im September 1933 rief deshalb der Pfarrer Martin Niemöller den gegen die Deutschen Christen gerichteten Pfarrernotbund ins Leben. Das Programm der Deutschen Christen und die Befürwortung des „Arierparagraphen“ sah er als Verfälschung der christlichen Lehre an. Der Pfarrernotbund wurde zu einer der wichtigsten Wurzeln der Bekennenden Kirche, die sich ab 1934 formierte. Die Bekennende Kirche verstand sich als „rechtmäßige evangelische Kirche“ in Deutschland und berief sich auf ein „kirchliches Notrecht“. Mit ihrer offenen Gehorsamsaufkündigung gegenüber Reichsbischof Müller scheiterte der Versuch der Nationalsozialisten, die Reichskirche gleichzuschalten. Als politischen Widerstand begriff die Bekennende Kirche ihre Tätigkeit zunächst aber nicht. Der Versuch der Selbstbehauptung und die Artikulation abweichender Meinungen reichte jedoch aus, um vom NS-Regime als staatsfeindlich klassifiziert zu werden. Die Verfolgung der Bekennenden Kirche nahm zu, als im August 1936 eine Denkschrift an Hitler öffentlich wurde, in der sie die Existenz von Konzentrationslagern (KZ) angeprangerte und die „nationalsozialistische Weltanschauung“ verwarf.

    Die katholische Kirche in Deutschland war in den Jahren 1930 bis 1933 vielfach als Kritikerin des Nationalsozialismus aufgetreten. Nachdem sich jedoch Hitler mehrmals kirchenfreundlich äußerte und in seiner Regierungserklärung am 23. März 1933 die beiden großen christlichen Kirchen als „wichtigste Faktoren zur Erhaltung unseres Volkstums“ bezeichnete, relativierte die katholische Kirche ihre bisherige Kritik. Ihr Ziel war nun die rechtliche Sicherung ihrer institutionellen Sonderrechte. Im April 1933 ging von der deutschen Regierung die Initiative zu einem Reichskonkordat mit dem Vatikan aus, das am 20. Juli unterzeichnet wurde. Das Konkordat beinhaltete das Ende des politischen Katholizismus, garantierte der katholischen Kirche aber institutionelle Selbstverwaltung, das Fortbestehen der katholischen Bekenntnisschulen und die Freiheit des Bekenntnisses sowie seiner öffentlichen Verbreitung. Bereits im Herbst 1933 stellte der Episkopat jedoch fest, daß das NS-Regime das Konkordat fortwährend brach. Ab 1935 wurden in einer Verleumdungskampagne zahlreiche katholische Geistliche wegen angeblicher Sittlichkeits- und Devisenvergehen angeklagt und verfolgt, Eingaben des Episkopats blieben ohne Erfolg. Daraufhin erschien 1937 die päpstliche Enzyklika „Mit brennender Sorge“, in der Papst Pius XI. (1857-1939) die Konkordatsbrüche anklagte. Nach der Verlesung der Enzyklika von den Kanzeln erreichten die Verfolgungen von katholischen Geistlichen in Deutschland einen Höhepunkt. Zahlreiche Verfolgte flohen ins Ausland.

    Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 strebte das NS-Regime einen „Burgfrieden“ mit den Kirchen an. Die Verfolgung von Geistlichen nahm daher ab. Allerdings wurden sowohl die kirchliche Publizistik als auch die Militärseelsorge in erheblichem Maße behindert. Mit Kriegsbeginn begann im Deutschen Reich auch der Mord an unheilbar Kranken und Behinderten. Die „Euthanasie“-Aktionen waren Gegenstand kirchlichen Protestes. Nach Predigten des Münsteraner Bischof Clemens August Graf von Galen im Sommer 1941 nahmen Proteste in der Bevölkerung derart zu, daß die Mordaktionenoffiziell gestoppt, heimlich jedoch weitergeführt wurden. Zur Verfolgung der Juden schwiegen die Kirchen hingegen zu lange. Weder zu den Nürnberger Gesetzen von 1935, noch zum Pogrom vom 9. November 1938 äußerten die Amtskirchen sich öffentlich. Auch nach Beginn der Deportationen deutscher Juden in die Vernichtungslager im Oktober 1941 kam es zu keinem ähnlichen Protest wie gegen die „Euthanasie“. Nur indirekt verurteilten die katholischen Bischöfe in Kanzelworten und mit der Verlesung eines „Menschenrechtshirtenbriefs“ im März 1942 den NS-Völkermord. Einzelne Christen, die den Verfolgten zu helfen versuchten, bezahlten ihr Engagement aus Nächstenliebe zumeist mit der Einlieferung in ein KZ und wie der Berliner Dompropst Bernhard Lichtenberg häufig mit dem Leben.

    Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erkannten die katholischen Bischöfe in einem Hirtenwort vom 23. August 1945 die Mitschuld der katholischen Kirche an den Verbrechen des Nationalsozialismus an. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland veröffentlichte am 18./19. Oktober 1945 das sogenannte Stuttgarter Schuldbekenntnis. Neben den beiden großen Kirchen existierten in Deutschland zahlreiche Freikirchen. Besonders unter der nationalsozialistischen Verfolgungen zu leiden hatten die etwa 25.000 Zeugen Jehovas oder Ernste Bibelforscher, die nicht nur den „Hitlergruß“, sondern auch den Kriegsdienst verweigerten. Nahezu 10.000 Zeugen Jehovas wurden als eigene Häftlingsgemeinschaft zeitweise in Konzentrationslagern inhaftiert, wo rund 1.200 von ihnen starben.

    (cp)

  11. Antitainment
    15. September 2011, 00:13 | #11

    @yahoo
    Gibt es eventuell die Möglichkeit sachlich, kurz und in eigenen Worten die Kritik anzubringen. Diese ewigen Copy-Paste-Collagen nerven einfach nur und haben zudem noch das Thema verfehlt.

  12. Searcher
    15. September 2011, 08:44 | #12

    @Andreas Lichte

    Ich bezog mich oben auf die im Artikel verlinkten „Arbeitervorträge“ – jeder Satz selbstredend, die Offenbarung einer kranken Geisteshaltung. Die haben Anthroposophen nun als fertiges Weltbild im Regal stehen,
    hermetisch geschlossen, nicht zu hinterfragen, „wahr“ vor hundert Jahren, ebenso wie heute und in Zukunft. „Licht und Wärme aufsaugende und egoistische, weil diese nicht wieder abstrahlende Neger…“. Was für ein Irrwitz.

    Es ist einfach skandalös, dass basierend auf dem Steinerschen Machwerk Kinder ausgebildet werden – und das auch noch staatlich anerkannt!

  13. Egoist
    15. September 2011, 08:45 | #13

    @Yahoo

    Vielen Dank für deinen Beitrag, der durchaus mit dem Thema zu tun hat.

    Der Einwand von Antitainment scheint erneut ein Ablenkungsmanöver zu sein.
    Der hier Lichte vorgebrachte Rassismus- Vorwurf und Sektenvorwurf wird nicht unerwidert bleiben.
    1. wir sind nicht hier, um Antitainment zu bespaßen, falls sich das ergeben sollte ist das o.k.
    2. Wahrheit ist in der Regel immer etwas komplizierter und differenzierter
    3. Antitainment sollte sich doch einmal die Copypastetattacken von Lichte anschauen.
    wenn er sich dazu ebenso äußern würde, könnte man ihn ernst nehmen- so leider nicht.

    Ich bin der Meinung, du hast alles ziemlich deutlich benannt:

    „Wer hier allerdings billigste Diffamierungen eines im wahrsten Sinne des Wortes ausgewiesenen 🙂 Fachmanns, der nie Berufspraxis erlangt und nie als Lehrer arbeiten durfte, erwartet, der wird enttäuscht sein. 😉
    Lichtes Beiträge haben die Qualität , einmal bildlich gesehen, eines Elektrikers mit 2 Lehrjahren Berufsausbildung, der nie in seinem Fach gearbeitet hat und jetzt eine komplizierte große elektronische Anlage steuern will und verstehen will. Dazu ist er offensichtlich nicht kompetent genug und augenscheinlich überfordert.

    Also, hier 2 Kritiker Steiners: Prof. Zander und Prof. Ullrich:
    http://www.youtube.com/watch?v=Nq80Ya4VTf0&feature=related

    In den Beiträgen von Professor Zander und Professor Ullrich wird selbstverständlich auf das Thema eingegangen. Dazu muss man sich dann einmal hochwertige Kritik anhören. Die Polemik eines Lichte oder Waldorf ist dagegen bequemer.

    Also weiter so, ich werde bei Gelegenheit von Zeit zu Zeit dazu stoßen.

    PS: die angeblich“aufklärerischen, antirassistischen, antifaschistischen Bemühungen von Lichte sind dermaßen egoistisch, dass man sie am ehesten noch mit dem Auftreten von Werbeagenturen oder Banken vergleichen kann, die ganz altruistisch nur zu unserem Wohl und unserem Besten arbeiten. Ziemlich unglaubwürdig.

  14. 15. September 2011, 09:20 | #14

    @Egoist
    Ich verstehe Ihr Problem nicht. Steiner war Rassist – daran lassen die einschlägigen Stellen keinen Zweifel. Steiner war offenbar in dieser Hinsicht ehrlicher als seine heutigen Verteidiger, als er sich nicht gescheut hat, seine Ansichten über die verschiedenen Rassen klar auszusprechen. Vielleicht hilft es Ihnen, das anzuerkennen, wenn Sie bedenken, dass der Rassismus in den Zwanzigern so normal war wie er heute ein Skandal ist. Wenn sie also ihre Verteidigung umstellen würden auf: „Steiner war ein Kind seiner Zeit“, dann kämen Sie der Wahrheit viel näher. Das berührt aber überhaupt nicht den Punkt, dass solche Auffassungen heute völlig diskreditiert sind und dass, wer sie revisionistisch aufbürsten will, mit verdientem Hohn gestraft wird.

  15. Waldorf
    15. September 2011, 09:20 | #15

    @ Egoist / Yahoo

    geh doch woanders spielen! Vielleicht da, wo die Menschen entweder „blond und blauäugig“ oder „Anthroposophen“ sind:

    „Aber mit der Zeit verliert sich die Blondheit, weil das Menschengeschlecht schwächer wird. Und die Erdenmenschheit würde vor der Gefahr stehen, daß die ganze Erdenmenschheit eigentlich dumm würde, wenn nicht das kommen würde, daß man eine Geisteswissenschaft haben wird, eine Anthroposophie, die nicht mehr auf den Körper Rücksicht nimmt, sondern aus der geistigen Untersuchung selbst heraus die Gescheitheit wieder holt, wenn ich so sagen darf […]

    Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit. Geradeso wie sie wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit ihren Nahrungssäften, geben sie ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Haare und Augen hinein.“

    Rudolf Steiner, „Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre“ GA 348 p 102

    Quelle: Esowatch, „Steiner Zitate“, https://www.psiram.com/de/index.php?title=Steiner_Zitate

  16. Yahoo
    15. September 2011, 11:59 | #16

    @Egoist

    Na klar: Wir machen weiter hier: Geschwurbel wird erwidert, sachlich. – Herzlichen Gruß
    —————————————–

    Leider haben Mentha T. & Consorten noch nicht mitbekommen, dass sie weit abseits stehen, keine Kinder ihrer Zeit sind und schon garnich 😉 nicht up to date sind.

    Anbei 2 links.
    Der eine ist der Bericht der Kommission des Europarats gegen Rassismus und Intoleranz, die einen Vorwurf an deutsche Schulen im Allgemeinen erhoben haben und mit keinem Wort Rudolf Steiner oder die Waldorfpädagogik erwähnen und hervorheben.

    Der andere Link führt zu einem erläuterndem Bericht im Migrationsmagazin, die zu dem gleichen „Ergebnis“ kommt und auf den Bricht der Eurparatskommission hinweist. -Bitte lesen

    Aber Menta trecenta kann sicherlich von offizieller Stelle andere Belege beibringen, oder?
    🙂

    Ich verstehe sie auch nicht M.T.: Warum haben sie sich noch nicht gewagt haben, mit ihren gewagten Unterstellungen und Verleumdungen vor ein Gericht zu gehen. Ja genau: weil sie wissen, dass sie keine Chance haben mit Verleumdungen vor Gericht durchzukommen.

    Inkonsequnz und Feigheit muss ich ihnen leider daher vorwerfen.

    Ich weiss, die deutschen Gerichte sind verpflichtet , gerechtfertigten Vorwürfen von geistiger Substanz nachzugehen und warten auf eine Anklageschrift 😉

    Wo ist ihr Problem? Ja genau: es liegtvon keiner e i n z i g e n offiziellen Stelle eine ähnliche Einschätzung vor, die dem Geschwurbel im Entferntesten nahe kommt.
    Falls Sie den Blödsinn wirklich g l a u b e n , den se hier von sich geben, wäre es doch eine Verpflichtung so etwas zur Anzeige zu bringen.
    Dann käme das ganze aus dem miefigen und eingestaubten Wohnzimmer an die frische Luft.

    Hier die versprochenen links 🙂

    http://www.migazin.de/2009/05/27/europaische-kommission-gegen-rassismus-und-intoleranz-ubt-scharfe-kritik-am-deutschen-schulsystem/

    http://www.coe.int/t/dghl/monitoring/ecri/Country-by-country/Germany/DEU-CbC-IV-2009-019-ENG.pdf

  17. 15. September 2011, 15:38 | #17

    @Waldorf

    „Ich verstehe sie auch nicht M.T.: Warum haben sie sich noch nicht gewagt haben, mit ihren gewagten Unterstellungen und Verleumdungen vor ein Gericht zu gehen. Ja genau: weil sie wissen, dass sie keine Chance haben mit Verleumdungen vor Gericht durchzukommen.“ – – –

    äh nein? vielleicht weil Steiner tot ist? Eine so dumme Antwort habe ich lange nicht bekommen, wow.

  18. Waldorf
    15. September 2011, 15:48 | #18

    @ Mentha Trecenta

    ich glaube, du meinst „Yahoo“, jedenfalls ist die „dumme Antwort“ von „Yahoo“, dem „Hinterwäldler-Anthroposoph“: http://www.dict.cc/?s=yahoo

  19. Antitainment
    15. September 2011, 15:52 | #19

    Mensch Mentha, man muss erst vor Gericht als Rassist anerkannt sein, damit man auch einer ist.
    Wer Menschen auf Grund unterschiedlicher Hautfarben diskreditiert, diskriminiert und diffamiert darf folglich erst dann ein Rassist genannt werden, wenn er gerichtlich verurteilt wurde.

    @egoist
    1) Warum sind Sie denn hier?
    Bisher bespaßen Sie und ihr Kollege im Geiste mich nur ungewollt, aber das kann ja nicht das erklärte Ziel sein.
    Wenn Sie sich lediglich gegenseitig anerkennend auf die anthroposophische Schulter klopfen wollen, warum dann hier?
    Ich würde ihren PR-Berater feuern, der Mann/die Frau hat keine Ahnung von seinem/ihrem Job.
    2) Na also raus mit der Wahrheit. Erleuchten Sie mich und erklären Sie mir ihre komplexe und differenzierte Wahrheit, ich bin ganz Ohr.
    3) Überraschung: Ein Strohmann.

  20. 15. September 2011, 16:16 | #20

    @Waldorf

    🙂 na klar, tschuldige bitte!

  21. Waldorf
    15. September 2011, 16:30 | #21

    @ Mentha Trecenta

    „na klar, tschuldige bitte!“

    mit einem Anthroposoph verwechselt! Zur Strafe: 1000 Seiten Steiner lesen! Und die Kosten für die anschliessend nötige psychiatrische Behandlung selber tragen 😉

  22. Yahoo
    15. September 2011, 16:31 | #22

    @Mentha Trecenta

    Hier die versprochenen links 😉

    http://www.migazin.de/2009/05/27/europaische-kommission-gegen-rassismus-und-intoleranz-ubt-scharfe-kritik-am-deutschen-schulsystem/

    http://www.coe.int/t/dghl/monitoring/ecri/Country-by-country/Germany/DEU-CbC-IV-2009-019-ENG.pdf

    Ist das „sparsam“ 🙂 ! Der große Hoffnungsträger der esowatcher kneift mit billigster Ausrede 😉
    Ich würde sie noch nicht einmal zur Verteidigung ihrer Thesis zulassen. Das ist ihnen doch peinlich, oder?
    😉

  23. Egoist
    15. September 2011, 16:51 | #23

    @ Mentha Trecenta
    Zitat Menta Trecenta:
    „daran lassen die einschlägigen Stellen keinen Zweifel.“

    Ihre e i n s c h l ä g i g e n S T E L L E N hahahahahahah
    die würde ich gerne mal sehen.
    Aber das sie durch ebensolche am Denken gehindert werden, ist offenbar! 🙂 🙂 🙂

  24. Toiletman
    15. September 2011, 16:54 | #24

    Kann es sein, dass Yahoo und Egoist Sockenpuppen sind? Die Art des Schreibens und der Begriffe sind so extrem ähnlich.

  25. Antitainment
    15. September 2011, 17:01 | #25

    @Toiletman
    Ein Sockenpuppenfestival – Des Steiners neue Kleider.
    In allen Rollen: Egoist aka Yahoo aka Olala aka HighNoon.
    Ist bei Kritikern und Publikum allerdings komplett abgewatscht worden. Undurchsichtige Handlung, miese Inszenierung, lausige Akteure und massive logische Fehler.

  26. Antitainment
    15. September 2011, 17:07 | #26

    @Toiletman
    Ein Sockenpuppenfestival – Des Steiners neue Kleider.
    In allen Rollen: Egoist aka Yahoo aka Olala aka HighNoon.
    Ist bei Kritikern und Publikum allerdings komplett abgewatscht worden. Undurchsichtige Handlung, miese Inszenierung, lausige Akteure und massive logische Fehler. 😀

  27. 15. September 2011, 17:15 | #27

    @Toiletman: Das täuscht nicht. Wird wohl bald wieder eines pädagogischen Eingriffs bedürfen …

  28. Hector
    15. September 2011, 17:37 | #28

    @Mentha Trecenta

    Sehr geehrte M.T,

    leider müssen wir Ihnen mitteien, dass sie zur Verteidigung ihrer Thesis nicht zugelassen werden, da diese keinerlei geistige Subsanz erkennen lässt.

    Ich kann ihnen den running gag nicht ersparen: Wo nichts ist, ist auch nichts zu verteidigen. 😉

    Ihr wohlwollender Mentor

    Hector

    Pflichtlektüre:
    http://www.migazin.de/2009/05/27/europaische-kommission-gegen-rassismus-und-intoleranz-ubt-scharfe-kritik-am-deutschen-schulsystem/

    http://www.coe.int/t/dghl/monitoring/ecri/Country-by-country/Germany/DEU-CbC-IV-2009-019-ENG.pdf

  29. die 9999999. Reinkarnation Rudis
    15. September 2011, 17:45 | #29

    @Mentha Trecenta
    Hallo Mentha,
    du fragst, warum kein Anthro sagen kann: „Steiner war ein Kind seiner Zeit“
    na weil der doofe Rudi doch hellsichtig war! Er hat diese Informationen doch direkt aus dem Äther empfangen…
    Die Anthroposophie ist eine Religion, und Steiner ist sein Messias! Der hat ein Unfehlbarkeitsdogma!
    Deshalb empfinden diese Äußerungen eingefleischte Anthros gar nicht rassistisch, sondern das ist dann quasi unhinterfragbar. Prophezeit vom Rudi Mohammad Steiner selbst, also über jeden Zweifel und Zeitgeist erhaben! Die Weissagung entzieht sich beim Gläubigen jeder Kontrolle. Die verstehen im Grunde gar nicht was jemand meint, wenn er sagt „Steiner war Rassist“.

  30. 15. September 2011, 17:53 | #30

    @Egoist
    Die einschlägigen Stellen sind oben in Kommentar 9# zitiert. Ganz egal, wie sie zum Zitierenden stehen, das Zitierte werden Sie wohl nicht als gefälscht von der Hand weisen können. Zweitens passt mir Ihr Tonfall nicht. Diskussion beendet..

  31. Searcher
    15. September 2011, 20:06 | #31

    @Yahoo
    „Wo ist ihr Problem? Ja genau: es liegtvon keiner e i n z i g e n offiziellen Stelle eine ähnliche Einschätzung vor, die dem Geschwurbel im Entferntesten nahe kommt.“

    Was ist mit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, die Steiner- Büchern einen rassistischen Inhalt bescheinigt?
    http://www.ruhrbarone.de/index.php?s=Rudolf+Steiner+Rassismus

  32. 16. September 2011, 21:27 | #32

    @Hector

    „Sehr geehrteR Mentha“ bitte. Ansonsten BLABLA

  33. Jurist
    17. September 2011, 09:43 | #33

    @ Searcher

    Rudolf Steiner ist Rassist. Das sieht doch jeder selber, wenn er Steiner im Original liest. Aber wenn es noch mehr offizielle Stellen sein sollen:

    http://npd-blog.info/wp-content/uploads/2009/02/bpjm_antrag1.pdf

    „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

    Indizierungsantrag nach dem Jugendschutzgesetz (JuSchG)

    Hiermit wird beantragt, die Bücher

    „Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie“ (GA 121)

    und

    „Geisteswissenschaftliche Menschenkunde“ (GA 107)

    von Rudolf Steiner

    Verfahrensbeteiligter:

    Rudolf Steiner Verlag, Dornach, Schweiz,

    gemäß § 18 Abs. 1 JuSchG in die Liste der jugendgefährdenden Medien aufzunehmen.

    (…) Die Rassen diskriminierenden Aussagen in den Werken Rudolf Steiners sind als besonders gravierend zu betrachten, da es sich keinesfalls um Zufallsprodukte oder durch den Zeitgeist bedingte rassistische Stereotype handelt. Sie sind vielmehr als Ausprägungen einer spezifisch Steinerschen esoterischen Rassenkunde zu sehen, siehe dazu das Gutachten Jana Husmann- Kasteins insgesamt, bzw. speziell Andreas Lichte, Kapitel 1 (S. 3 – 8): „Steiners Menschheitsentwickelung1 als Ursache von Rassismus.“ (…)“

  34. The_Vanguard
    17. September 2011, 15:43 | #34

    Am lustigsten finde ich ja Hardorps Aussage „Steiner hat Differenzen in der Naturanlage zwischen Menschengruppierungen nicht geleugnet. Daraus leitet er aber keinen Rassismus ab […]“

    Dass Hardorp hier bereits Rassismus betreibt scheint ihm ehrlich völlig zu entgehen. (Ver)leugnen ist die Verneinung etwas real existierendem – er geht also tatsächlich von der Existenz rassischer Unterschiede aus. Genauso gut könnte er sagen „Ich behaupte ja gar nicht, dass sich die Neger dümmer als die Weißen benehmen müssen, nur weil sie von Natur aus dümmer sind.“

    Ich glaube ihm dabei sogar, dass er sich selbst (und auch Steiner) nicht für einen Rassisten hält. Sonst hätte er wohl so einen Blödsinn nicht einfach in die Welt gestreut. Es ist wohl einfach eine Eigenschaft der anthroposophischen Lehre, einem einen solchen Kryptorassismus auf dem blinden Fleck unterzujubeln.

  35. Searcher
    17. September 2011, 21:09 | #35

    @ Jurist
    „Rudolf Steiner ist Rassist. Das sieht doch jeder selber, wenn er Steiner im Original liest.“

    Ich sehe das genauso, wollte @Yahoo („…keine einzige offizielle Stelle …“) nicht so stehen lassen – danke für die genaue Info.

    Was Steiner zu einem doch besonderen Kind seiner Zeit macht, ist, dass er die zweifellos verbreiteten Rassevorteile nicht einfach übernahm und teilte, sondern sich berufen fühlte, ein Erklärungsmodell zusammenzuschustern und so versuchte, diesem Rassismus ein „wissenschaftliches“ Mäntelchen umzuhängen und ihm damit Vorschub leistete.

    Dass es dazu keine Distanzierung von den heutigen (oder doch vorgestrigen?) Vertretern der Anthroposophie gibt, ist systemimmanent und disqualifiziert für jeden ethischen Diskurs.

  36. 18. September 2011, 19:40 | #36

    “Steiner war ein Kind seiner Zeit”

    Schön wär’s.

    Ohne ins Detail zu gehen:

    1. Rudolf Steiner war nicht auf der Höhe seiner Zeit, sondern weit dahinter zurück.

    2. Nicht zu seiner Zeit, sondern in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erstarkte seine Sekte.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie

  37. Ullrich
    19. September 2011, 15:31 | #37

    @ Searcher

    „ethischer Diskurs“ im Zusammenhang mit dem „Krypto“-Rassisten Detlef Hardorp?

    Detlef hardorp ist auch für anderes unethisches Verhalten bekannt, https://www.psiram.com/de/index.php?title=Detlef_Hardorp

    „… Hardorp ist in mehrere Skandale verwickelt:

    Rädel: Als bildungspolitischer Sprecher ist er für die aggressive, juristische Verteidigung gegen die Missbrauchsvorwürfe[1] gegen die Waldorfeinrichtung in Rädel verantwortlich. Den Kritikern warf er unter anderem die Bildung einer „kriminellen Vereinigung“ vor. Ferner versuchte er, sie durch absurde Schadensersatzforderungen einzuschüchtern. Die betroffenen Eltern nannte er „Alkoholiker und Prostituierte“.[2]

    Berlin-Zehlendorf: Auch in den Bauskandal um die Zehlendorfer Waldorfschule ist Hardorp verwickelt. Um den Neubau der Schule hat sich ein juristisches Tauziehen entwickelt, ausgelöst durch die Weigerung der Schule, einen schriftlich fixierten Vergleich mit den Anwohnern einzuhalten.[3] Der BGH bezeichnet die Rechtsauffassung der Waldorfschule als „bemerkenswert fernliegend“.[4] Erst durch Vermittlung des ehemaligen Berliner Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen und mit viel Geld konnte der Abriss abgewendet werden.[5]

    Berlin-Kladow: An der Eugen-Kolisko-Schule für Waldorfpädagogik haben Eltern und Lehrer monatelang ohne sachgerechten Schutz ein asbestverseuchtes Gebäude umgebaut. Der Vereinsvorstand hat die Gesundheitsgefahren auch auf ausdrückliche Nachfrage hin immer heruntergespielt.[6] …“

    und das ist nur das, was öffentlich wurde. Man spricht wohl besser von „religiös krimineller Vereinigung“ Anthroposophie, statt von „Sekte“ Anthroposophie, „Sekte“ ist viel zu harmlos

  38. kuras
    7. April 2012, 14:40 | #38

    ;-)))) hab ich neulich noch auf „anthroblog“ gelesen und kopiert gehabt, ist aber wieder gelöscht worden inzwischen ;-))) …

    ZEHNTER VORTRAG Dornach, 9. September 1924
    Arbeitervorträge – GA 354 Die Schöpfung der Welt und des Menschen. er
    #G354-1969-SE160 – Die Schöpfung der Welt und des Menschen. erdenleben und Sternenwirken

    ZEHNTER VORTRAG
    Dornach, 9. September 1924

    Guten Morgen, meine Herren! Vielleicht ist eine Möglichkeit, daß Sie noch weitere Fragen haben?

    Schriftliche Frage: Mars steht in Erdnähe. Welchen Einfluß hat das auf die Erde? Was weiß man überhaupt vorn Mars?

    Dr. Steiner: „Nun, sehen Sie, in der letzten Zeit war ja immer wie­der und wieder die Rede, daß der Mars in Erdnähe stehe, und die Zeitungen haben in der allerunnützesten Weise, in der törichtesten Weise eigentlich von dieser Erdnähe des Mars gesprochen. Denn wir müssen durchaus auf diese äußeren Verhältnisse in der Planetenkonstellation, die mit entsprechenden Stellungen von der Erde und so weiter zusam­menhängen, nicht den allergrößten Wert legen, weil diese Einflüsse, die von daher kommen, eigentlich keine besonders großen sind. Es ist überhaupt merkwürdig, daß in der letzten Zeit so viel von der An-näherung des Mars an die Erde die Rede war, weil ja jeder Planet, zum Beispiel auch der Mond, sich fortwährend der Erde nähert, und die Planeten sind schon in einem Zustande, der damit endigen wird, daß sie sich alle wiederum mit der Erde vereinigen werden, ein Körper mit ihr werden.
    Allerdings, wenn man sich das so vorstellt, wie sich zumeist heute die Menschen die Planeten vorstellen, daß sie ebensolche feste Körper wie die Erde seien, dann könnte man schon erwarten, wenn sie mit der Erde zusammenkommen werden, daß sie alle lebenden Wesen auf der Erde überall anschlagen! Aber das wird nicht der Fall sein, denn die Planeten haben nicht dieselbe Festigkeit wie die Erde selber. Wenn der Mars zum Beispiel wirklich herunterkommen würde und sich mit der Erde vereinigen würde, dann würde er selber nicht das feste Land verheeren können, sondern er würde nur die Erde überschwemmen können. Denn der Mars besteht, soweit man dieses untersuchen kann -man kann ja diese Dinge eigentlich niemals mit bloß physischen In­strumenten untersuchen, sondern man muß da schon die Geisteswis­senschaft, das geistige Schauen zu Hilfe nehmen -, wenn man sich also einläßt darauf, den Mars wirklich kennenzulernen, so besteht er vor allem aus einer mehr oder weniger flüssigen Masse, nicht so flüssig wie unser Wasser, aber, sagen wir, wie Gelee und solche Dinge. Also in dieser Weise ist er flüssig. Er hat allerdings auch feste Bestandteile, aber diese sind auch nicht so wie die auf unserer Erde, sondern sie sind so, wie etwa die Geweihe oder Hörner bei Tieren sind.“ ….

    so, so… Überflutung …

  39. kuras
    7. April 2012, 17:50 | #39

    ….und das hier ist auch geil…die Franzosen von damals, hätten ihn dafür belangen können, wenn sie es mitbekommen hätten…:

    „Was die französische Sprache aufrecht erhält, ist der Furor, das Blut der Franzosen. Die Sprache ist eigentlich tot, und sie wird als Leichnam fortgesprochen. Das ist am allerstärksten an der fanzösischen Poesie des 19. Jhd hervorgetreten. Korrumpiert wird die Seele ganz sicher durch den Gebrauch der französischen Sprache. Sie gewinnt nichts als die Möglichkeit einer gewissen Phraseologie. Das wird auch übertragen auf andere Sprachen bei denjenigen, die das Französische mit Enthusiasmus sprechen. Es liegt dies vor, daß gegenwärtig die Franzosen dasjenige, was ihre Sprache als Leichnamsprache aufrechterhalten hat, das Blut, auch noch selbst verderben. Die schreckliche Kulturbanalität der Verpflanzung der schwarzen Menschen nach Europa, es ist eine furchtbare Tat, die der Franzose an anderen tut. Sie wirkt in noch schlimmerer Weise auf Frankreich selbst zurück. Auf das Blut, auf die Rasse wirkt das unglaublich stark zurück. Das wird wesentlich die französische Dekadenz fördern. Das französische Volk als Rasse wird zurückgebracht. (GA 300/2, 175 S 282)

  40. Andreas Lichte
    11. Juni 2012, 12:56 | #40

    “Kann Celia Schönstedt kein Französisch? Französisch und die Waldorfschule …

    Ich fragte die Pressesprecherin beim „Bund der Freien Waldorfschulen“, Celia Schönstedt, nach einer Stellungnahme zu „Französisch“, der, Zitat Rudolf Steiner, „Leichnamsprache“, die „die Seele korrumpiert“ (…)

    Rudolf Steiner über Französisch

    (..) „Was die französische Sprache aufrecht erhält, ist der Furor, das Blut der Franzosen. Die Sprache ist eigentlich tot, und sie wird als Leichnam fortgesprochen. Das ist am allerstärksten an der französischen Poesie des 19. Jahrhunderts hervorgetreten. Korrumpiert wird die Seele ganz sicher durch den Gebrauch der französischen Sprache. Sie gewinnt nichts als die Möglichkeit einer gewissen Phraseologie. Das wird auch übertragen auf andere Sprachen bei denjenigen, die das Französische mit Enthusiasmus sprechen.

    Es liegt dies vor, daß gegenwärtig die Franzosen dasjenige, was ihre Sprache als Leichnamssprache aufrechterhalten hat, das Blut, auch noch selbst verderben. Die schreckliche Kulturbrutalität der Verpflanzung der schwarzen Menschen nach Europa, es ist eine furchtbare Tat, die der Franzose an anderen tut. Sie wirkt in noch schlimmerer Weise auf Frankreich selbst zurück. Auf das Blut, auf die Rasse wirkt das unglaublich stark zurück. Das wird wesentlich die französische Dekadenz fördern. Das französische Volk als Rasse wird zurückgebracht.“ [Seite 282]

    Rudolf Steiner, „Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule 1919 bis 1924 – Konferenz vom Mittwoch 31. Januar 1923, 16–19 Uhr“, GA 300b

    „Est-ce que vous parlez français? Cette ‘langue cadavérique’, citation Rudolf Steiner?“ (…)”

    zum vollständigen Artikel: http://www.ruhrbarone.de/kann-celia-schoenstedt-kein-franzoesisch-franzoesisch-und-die-waldorfschule/

  41. Andreas Lichte
    11. Juni 2012, 12:59 | #41

    “Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute

    (…) Was der Historiker Helmut Zander als End- und Höhepunkt von Steiners Rassendenken zitiert, „Die weiße war nun »die zukünftige, die am Geiste schaffende Rasse« (GA 349,67 [1923])“, wird bei Detlef Hardorp zu, Zitat Hardorp, „Steiners Haltung zur multikulturellen Gesellschaft in einer globalisierten Welt“. Dieses Weisswaschen „gelingt“ Hardorp durch selektives und sinnentstellendes Zitieren Steiners, siehe: „Waldorfschule: Dr. Detlef Hardorp verkauft Rudolf Steiners Rassismus als Multikulti“ (…)“

    zum vollständigen Artikel: http://www.ruhrbarone.de/hitler-steiner-mussolini-anthroposophie-und-faschismus-gestern-und-heute/

  42. Andreas Lichte
    11. August 2012, 10:36 | #42

    “Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’

    (…) Anthroposophen arbeiteten in allen für sie wichtigen Praxisfeldern mit nationalsozialistischen Organisationen zusammen, im Überblick:

    – Waldorfschulen: „Das Motto der Waldorfbewegung im »Dritten Reich« lautete: »Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft.«1 Ihrer Selbstdarstellung zufolge lieferte die anthroposophische Pädagogik einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Deutschlands durch »die Pflege des völkischen Gedankens und die Betonung des Wesens und der Aufgaben des deutschen Geistes« und stand damit »im Einklang mit der Grundgesinnung des nationalsozialistischen Staates«.2“3

    – Anthroposophische Medizin: „Die Vereinigung anthroposophischer Ärzte stellte eine Hauptstütze der NS-treuen »Reichsarbeitsgemeinschaft für eine Neue Deutsche Heilkunde dar«.“4

    – „Biologisch-dynamische“ Landwirtschaft: „1935 wurde der »Reichsverband für biologisch-dynamische Wirtschaftsweise« korporatives Mitglied der nationalsozialistischen »Deutschen Gesellschaft für Lebensreform« (Motto: »Die Weltanschauung der Deutschen Lebensreformbewegung ist der Nationalsozialismus«).“5 (…)

    Credits: Die Darstellung der Geschichte der Anthroposophie im Verhältnis zum Nationalsozialismus ist eine Kurzzusammenfassung der Forschung von Peter Staudenmaier, seit August 2011 Professor für „Modern German History“ an der Marquette University (…) Die Darstellung wurde von Peter Staudenmaier durchgesehen.”

    zum vollständigen Artikel mit Quellenangaben: http://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/

  1. 26. Oktober 2011, 18:52 | #1