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Indisches Gesundheitsministerium gefährdet Ausbildung hunderter Homöopathen

Erschütternd! Das indische Gesundheitsministerium hat einen Report verworfen, der die Schließung von 14 homöopathischen Colleges sowie Disziplinarstrafen gegen 24 weitere Institute empfahl. Den betroffenen Colleges wird vorgeworfen, dass die Ausbildung schlecht/unzufriedenstellend ist. Trotzdem hat das Ministerium entschieden, dass die Institute auch 2012 noch Studenten verdummen dürfen.

Wer jetzt glaubt, der Vorwurf wäre von Skeptikern gekommen, der irrt. Nee, viel besser: Die Schließung wurde vom „Central Council for Homeopathy“ empfohlen, weil dieser die Ausbildung als nicht adäquat bewertet haben. Stellt sich die Frage, wie haben die das festgestellt? Nach welchen Kriterien bewertet man ein Schwurbelinstitut? Nach der Qualität der Mittelchen kann es ja nicht sein. Zuckerkügelchen und Wasser sind auch in Indien nur Zuckerkügelchen und Wasser.

Es stellt sich heraus, wenn man sich die Regeln für Homöopathie-Colleges durchliest, dass jedes Hospital nicht weniger als 25 Betten haben muss, dazu mindestens 13 Professoren, 15 Vortragende, Chirurgen, Pathologen, Röngtentechniker, etc. etc. Chirurgen und so können aber auch halbtags angestellt sein. Logisch.

Die Institute haben einfach zu wenig Personal(!). In unseren Augen ist die Sache ganz klar. Die richten einfach nicht genug Schaden an! Die muss man dicht machen! Wenn ein Institut seine Volksverblödungsquoten nicht erfüllen kann, muss es dicht gemacht werden!

Und im Ministerium sitzt vermutlich ein Beamter, der denkt sich, warum sich den Stress antun, die Ausbildung ist sowieso für die Fische, wenn ich die dicht mache, habe ich nur Arbeit. Sollen sie doch weiter werkeln.

Und damit gefährdet das indische Gesundheitsministerium die Ausbildung hunderter Homöopathen…

 

Zum Abschluss noch ein Auszug aus dem ethischen Codex des CCH:

Though a practitioner of Homoeopathy is not bound to treat each and every one asking for his services except in emergencies, he shall, for the sake of humanity and the noble traditions of the profession, not only be ever ready to respond to the calls of the sick and the injured, but shall be mindful of the high character of his mission and the responsibility he incurs in the discharge of his professional duties.

Notfälle, ja klar. „Lassen Sie mich durch, ich bin Homöopath!“

  1. Eddie
    25. November 2011, 13:03 | #1

    Na wie ein homöopathisch behandelter Notfall aussieht, ist ja schon länger bekannt, oder ?

    http://www.youtube.com/watch?v=Uvvp2lYz1J8

  2. Benjamin
    26. November 2011, 16:34 | #2

    Alles Kurpfuscherei. Bei einem homöopatischen Notfall muss man erst einmal die Ursache bekämpfen: http://www.clipfish.de/special/myspass/video/3522776/ladykracher-homoeopathen-ohne-grenzen/
    😉

  1. 1. Januar 2013, 20:19 | #1

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