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Stimmt für die Sozialhelden und rettet Leben!

Wir haben bereits über die Initiative „Geben gibt“ berichtet, die einen Preis für soziales Engagement vergibt. Der Publikumspreis, der per Internet-Abstimmung entschieden wird und immerhin mit 10.000 Euro dotiert ist, birgt die Gefahr, in absurde Hände zu fallen. Die Sozialhelden haben es drauf. Sie sind momentan auf Platz 1. Zu Recht, denn sie bewegen wirklich etwas mit ihren kreativen und witzigen Ideen.
Auf Platz 2 werden sie gerade verfolgt von den „Homöopathen ohne Grenzen„, einem irrwitzigen Verein, der hauptsächlich von seiner grenzenlosen Selbstüberschätzung lebt. Größenwahn in Reinkultur. (Zwischenbemerkung: Liebe Leser, stimmt ab! Es kann nicht sein, dass dieser menschenverachtende Ignorantenverein diesen Preis gewinnt)
Größenwahn in zweierlei Hinsicht: Sie stellen sich mit den „Ärzten ohne Grenzen“ auf eine Stufe, klauen deren Slogan und meinen, mit Zuckerkügelchen ernsthafte Erkrankungen heilen zu können. Ein unbestreitbarer Vorteil der Anwendung der Homöopathie in Entwicklungsländern ist natürlich der, dass die Behandelten meist verstorben sind, bevor sie registrieren könnten, dass man sie mit Milchzuckerkügelchen schlicht verarscht hat.
Was würden die „HOG“ mit dem Preisgeld wohl anfangen? Ganz einfach: Sie würden sich noch mehr Flüge in exotische Gegenden leisten, sich wichtig vorkommen, sich für zu Hause fotografieren lassen und den Kranken vor Ort durch die Gabe von Milchzuckerkügelchen wirksame Medikamente vorenthalten. Anders kann man es wohl kaum sehen.
Machen wir einen Vergleich:

Erkrankungen, die Ärzte ohne Grenzen in Entwicklungsländern behandeln, sind z.B.:

Cholera:
Ärzte ohne Grenzen: Cholera kann behandelt werden. Entscheidend ist der rasche und gezielte Ersatz des Wasser- und Mineralstoffverlustes (Natrium, Kalium), da der krankmachende Prozess in dem extremen Flüssigkeitsverlust (Dehydratation) besteht. Bei Bedarf und Angebot können zusätzlich Antibiotika wie Chinolon oder ein Makrolid-Antibiotikum eingesetzt werden.
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Homöopathen ohne Grenzen: Milchzuckerkügelchen schlucken lassen. (Dass Homöopathie bei Cholera jemals gewirkt haben soll, ist nicht bekannt. Hahnemanns damaliger „Erfolg“ gegen die Cholera bestand darin, auf die sonst üblichen rabiaten Methoden, wie z.B. Aderlass, zu verzichten und damit weniger Tote zu produzieren.)

Durchfallerkrankungen:
Ärzte ohne Grenzen: Behandelt dehydrierte Patienten mittels einer oralen Rehydratationslösung, die kurz ORS (oral rehydratation solution) genannt wird. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Glukose und Elektrolyten (wie Natrium und Kalium), die in Wasser aufgelöst wird. Allerdings gibt es auch viele Patienten, die gleichzeitig so stark erbrechen, dass sie nicht mittels ORS behandelt werden können. In diesen Fällen erhalten die Patienten mittels intravenöser Infusionen Flüssigkeit und Elektrolyte. Es gibt Patienten, die so schnell Flüssigkeit verlieren, dass ihnen gleich zwei venöse Zugänge gelegt werden müssen. Da bei völlig dehydrierten Patienten die Venen aufgrund des Flüssigkeitsverlustes kollabieren (zusammenfallen), besteht die Schwierigkeit für Ärzte und Pflegepersonal darin, überhaupt eine funktionsfähige Vene zu finden. Bei Erkrankungen mit bestimmten bakteriellen Durchfallerregern wie beispielsweise den Shigellen werden zusätzlich Antibiotika eingesetzt, da die Krankheit sonst zu schwerwiegenden Komplikationen führt.
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Homöopathen ohne Grenzen: Milchzuckerkügelchen schlucken lassen, sofern sie die Erkrankung überhaupt diagnostizieren können. (Dass Homöopathie bei Durchfallerkrankungen jemals gewirkt haben soll, ist nicht bekannt.)

Ebola:
Ärzte ohne Grenzen: Es gibt keine spezifische, antivirale Behandlung gegen den EBO-Virus. Deshalb stehen bei der Behandlung symptomatische Maßnahmen im Vordergrund. Soweit es im akuten Fall möglich ist, sollte eine Schocksituation verhindert werden und die Aufrechterhaltung der Nierenfunktion erfolgen. Der Flüssigkeitsverlust wird mittels oraler Rehydratationslösungen ausgeglichen. Darüber hinaus erhalten die Patienten Schmerzmittel und – im Falle von weiteren Infektionen – auch Antibiotika. Injektionen und parenterale Flüssigkeitszufuhr (Infusionen) müssen auf ein Minimum reduziert werden.
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Homöopathen ohne Grenzen: Milchzuckerkügelchen schlucken lassen, sofern sie die Erkrankung überhaupt diagnostizieren können. (Dass Homöopathie bei Ebola jemals auch nur lindernd gewirkt haben soll, ist nicht bekannt.)

Hirnhautentzündung (Meningitis):
Ärzte ohne Grenzen: Vereinzelte Meningitisfälle können im Krankenhaus mehrmals täglich mit einer intravenösen Gabe von einem, meist auch zwei verschiedenen Antibiotika behandelt werden. Bei einer großen Epidemie, bei der zum Teil mehrere hundert Fälle am Tag behandelt werden müssen, ist ein solches Vorgehen nicht mehr möglich. In diesem Fall hat sich für Ärzte ohne Grenzen die Gabe einer öligen Suspension des Chloramphenicol bewährt. In dieser Form hat das Medikament eine lange Wirkdauer, so dass eine einmalige intramuskuläre Gabe ausreicht und die Wirkung 24 Stunden und länger anhält. Die meisten Patienten können sogar mit einer einzigen Injektion geheilt werden.
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Homöopathen ohne Grenzen: Milchzuckerkügelchen schlucken lassen, sofern sie die Erkrankung überhaupt diagnostizieren können. (Dass Homöopathie bei Meningitis jemals gewirkt haben soll, ist nicht bekannt.)

AIDS:
Ärzte ohne Grenzen: Bei der Therapie einer HIV-Infektion sowie Aids wird zweigleisig vorgegangen: Sobald opportunistische Infektionen auftreten, werden diese entsprechend medikamentös behandelt. Sinkt die Zahl der CD4-Zellen unter einen bestimmten Grenzwert, erhalten die Patienten so genannte antiretrovirale Medikamente. Diese Arzneimittel können die Krankheit nicht heilen, sie können jedoch das Leben der Betroffenen deutlich verlängern und ihre Lebensqualität verbessern. Die Industrieländer verfügen mittlerweile über ein großes Spektrum an spezifischen antiretroviralen Medikamenten, die durch eine Hemmung der Virusvermehrung zu einer Rückbildung der HIV-bedingten Symptome führen und einer Verschlechterung des Krankheitsprozesses entgegenwirken. Unterschiedliche Stoffgruppen bieten eine Vielfalt von Behandlungsmöglichkeiten. Um eine größtmögliche Wirkung zu erzielen und der Bildung von Resistenzen entgegenzuwirken, werden in der Regel drei verschiedene Präparate miteinander kombiniert (Dreifachtherapie). Auch schwangere HIV-positive Frauen erhalten vor der Geburt eine antiretrovirale Behandlung. Die Übertragungsrate des Virus kann dadurch deutlich gesenkt werden.
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Homöopathen ohne Grenzen: Milchzuckerkügelchen schlucken lassen. Ihre Behauptung, eine homöopathische Behandlung wäre zudem auch billiger, ist so dreist, dass sie ihresgleichen sucht. Tatsächlich sind die Kosten geringer, doch wem nützt ein noch so kleiner Preis, für etwas, das völlig wirkungslos ist.

Leishmaniose:
Ärzte ohne Grenzen: Unbehandelt führt Kala Azar in 90 Prozent zum Tode. Deshalb ist es wichtig, die Therapie schnell einzuleiten. Die Verdachtsdiagnose Kala Azar muss mittels eines Antikörpersuchtests bestätigt werden, der die Antikörper, die der Patient als Immunantwort auf den eingedrungenen Erreger gebildet hat, aufweist. Zudem können die Erreger bei unklarem Testergebnis in den Lymphknoten direkt nachgewiesen werden. Behandelt wird Kala Azar mit dem Medikament Pentostam (Natrium-Stibogluconat). Es wird über 30-40 Tage intramuskulär injiziert.

Homöopathen ohne Grenzen: Milchzuckerkügelchen schlucken lassen, sofern sie die Erkrankung überhaupt diagnostizieren können. (Dass Homöopathie bei Leishmaniose jemals gewirkt haben soll, ist nicht bekannt.)

Lungenentzündung:
Ärzte ohne Grenzen: Eine Lungenentzündung wird fast immer mit Antibiotika behandelt. Dies trifft auch für viral verursachte Pneumonien zu. Die Viren können zwar nicht antibiotisch bekämpft werden, doch häufig macht eine zusätzliche Infektion mit Bakterien (bakterielle Superinfektion) die Anwendung von Antibiotika notwendig.
Detsails

Homöopathen ohne Grenzen: Milchzuckerkügelchen schlucken lassen, sofern sie die Erkrankung überhaupt diagnostizieren können. (Dass Homöopathie bei Lungenentzündung jemals gewirkt haben soll, ist nicht bekannt.)

Malaria:
Ärzte ohne Grenzen: Für die Behandlung der Malaria stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Die Therapie richtet sich nach der Erregerart, dem Schweregrad der Erkrankung und dem Vorliegen von Resistenzen. In endemischen Malariagebieten wurden unkomplizierte Fälle bislang mit dem kostengünstigen Medikament Chloroquin behandelt. Doch in den vergangenen Jahren haben die Erreger zunehmend Resistenzen gegen diesen Wirkstoff entwickelt, wodurch er seine Wirksamkeit verloren hat. In Ländern wie Tansania, Kenia und Uganda beispielsweise sind die Erreger in bis zu 90 Prozent der Fälle gegen Chloroquin resistent geworden. Alternativ kann das ebenfalls preiswerte Pyrimethamin-Sulfadoxin verwendet werden.
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Homöopathen ohne Grenzen: Milchzuckerkügelchen schlucken lassen, sofern sie die Erkrankung überhaupt diagnostizieren können. (Dass Homöopathie bei Malaria jemals gewirkt haben soll, ist nicht bekannt.)

Masern:
Ärzte ohne Grenzen: Es gibt keine spezifische Behandlung gegen Masern. Die Teams von Ärzte ohne Grenzen konzentrieren ihre Arbeit deshalb darauf, die Komplikationen der Erkrankung zu behandeln. Alle zusätzlichen bakteriellen Infektionen werden mit Antibiotika behandelt. Darüber hinaus erhalten die Patienten ausreichend Flüssigkeit, und durch die Gabe von Vitamin A wird das Immunsystem gestärkt. Damit lassen sich der Schweregrad der Erkrankung sowie die Letalitätsrate (Sterberate) bei Risikopatienten, wie beispielsweise unterernährten Kindern in ärmeren Ländern, senken.
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Homöopathen ohne Grenzen: Milchzuckerkügelchen schlucken lassen, sofern sie die Erkrankung überhaupt diagnostizieren können. (Dass Homöopathie bei Masern jemals gewirkt haben soll, ist nicht bekannt, und gegen den wirksamsten Schutz, die präventive Impfung, sind die HOGs natürlich auch.)

Schlafkrankheit:
Ärzte ohne Grenzen: Die Behandlung der Schlafkrankheit bringt häufig beträchtliche Nebenwirkungen mit sich. Sie sollte deshalb nur stationär durchgeführt werden. Grundsätzlich stehen vier Medikamente für die Therapie der Schlafkrankheit zur Verfügung: Pentamidin, Suramin, Melarsoprol und Eflornithin (DFMO).
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Homöopathen ohne Grenzen: Milchzuckerkügelchen schlucken lassen, sofern sie die Erkrankung überhaupt diagnostizieren können. (Dass Homöopathie bei der Schlafkrankheit jemals gewirkt haben soll, ist nicht bekannt.)

Tuberkulose:
Ärzte ohne Grenzen: Zur Behandlung der Tuberkulose wendet Ärzte ohne Grenzen die von der WHO empfohlene sorgfältig kontrollierte Therapie, die DOTS-Strategie (Directly Observed Treatment Short Course) an. Diese ist zwar effektiv, aber schwierig umzusetzen.
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Homöopathen ohne Grenzen: Milchzuckerkügelchen schlucken lassen, sofern sie die Erkrankung überhaupt diagnostizieren können. (Dass Homöopathie bei Tuberkulose jemals gewirkt haben soll, ist nicht bekannt.)

Und natürlich fehlt es den „Homöopathen ohne Grenzen“ nie an einer Pseudoerklärung für ihren wirkungslosen Quatsch: „Fieber als natürliche und gute Reaktion des Körpers zu erkennen ist dabei manchmal ebenso gefragt, wie Pickel zu akzeptieren, sind diese doch ein Zeichen für einen gesunden Ausscheidungsprozess der Haut und Signal dafür, dass der Körper sich auf dem richtigen Weg befindet.“
„Homöopathen ohne Grenzen“ bringen es wahrscheinlich auch noch fertig, bei einem bewegungslosen Menschen ohne Pulsschlag mit erstarrten Gliedmaßen und merklichem Verwesungsgeruch, dies als Behandlungsfortschritt zu deuten. Der Aufenthalt 2 m unter der Erde in einer Holzkiste wird dann einfach als vorübergehende Verschlechterung interpretiert.

Wie es um die Ethik der grenzenlosen Homöopathen steht, wird auch klar, wenn man Folgendes liest:
„In den Ländern, in denen wir arbeiten, gibt es Erkrankungen, die in Europa nahezu unbekannt sind. Dementsprechend ist der Erfahrungsschatz der Homöopathie bei der Behandlung dieser Erkrankungen gering. Es ist daher notwendig, hierzu zu forschen und die Ergebnisse aus verschiedenen Projekten zu vergleichen.
Beispiel: Homöopathen ohne Grenzen Madagaskar präsentierte in einer Studie die Mittel, die am häufigsten Erfolg bei der Behandlung der Folgen von Unterernährung zeigten. Es wurden auch Differentialdiagnosen der einzelnen Mittel erstellt. Diese Erfahrungen sollen nun in weitere Projekte einfließen.“
http://www.hom-og.de/index.php?​id=125&L=%271
(Bei Unterernährung braucht es übrigens keine Differentialdiagnosen, sondern lediglich etwas zu essen)

Sie nehmen die Erkrankten also als Versuchskaninchen, obwohl es ohne Zweifel für diese Erkrankungen bewährte Methoden gibt. Aber in diesen Ländern wird ja leicht und früh gestorben; somit fällt es auch nicht auf, wenn die Zuckerkügeli nicht wirken.
„Homöopathen ohne Grenzen“ gehen zudem in diese Länder, um Einheimische in Homöopathie auszubilden. Geld wird verschwendet statt wirkliche Entwicklungshilfe zu leisten. Noch größere Sterberaten sind damit vorprogrammiert.

Homöopathen ohne Grenzen: „Wie jede humanitäre Organisation sind wir zur Finanzierung unserer Projekte auf Spenden angewiesen. Über Spenden bestreiten wir zur Zeit über 90% unserer finanziellen Mittel.“
Humanitär? Wirklich? Wer Geld zum Fenster rausschmeißen möchte, kann hier spenden; wer helfen will, sollte sein Geld den „Ärzten ohne Grenzen“ zur Verfügung stellen. Die Sozialhelden, die sich wirklich seriös engagieren, in einem solchen Fall zu wählen, ist ein Muss, wenn man den Betrug an den Ärmsten der Armen verhindern möchte. Dass dieser selbstgerechte HOG Idiotenhaufen für seine nutzlosen Menschenversuche auch noch einen Preis bekommen soll, ist wirklich nicht hinnehmbar.

Es ist eine Farce und Unverschämtheit, was sich diese Leute anmaßen.
Und ausgerechnet sie sollen noch 10.000 Euro geschenkt bekommen für „soziales“ Engagement? Ein Preis für Selbstdarstellung und -überschätzung wäre eher angemessen, und der sollte besser aus einem Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung bestehen.

Nebenbei bemerkt, „Homöopathen ohne Grenzen“ würden die Zusatzbezeichnung „Geldgeil ohne Grenzen“ locker verdienen. Wussten Sie eigentlich schon, dass der Kiloeimer Glaubulis im Großhandel maximal 35 Euro kostet? Aber klar: „Alle am Projekt Beteiligten arbeiten ehrenamtlich. Flug, Unterkunft, unsere srilankischen Übersetzer sowie ein Teil der homöopathischen Arzneimittel werden durch Ihre Spenden finanziert.“
Kostenloser Urlaub für ein wahnwitziges Hausfrauenprojekt, bei dem man sich auch noch als Gutmensch vorkommt, indem man Leute vor Ort verarscht.

Weiterhin heißt es: „Kann ich Homöopathen ohne Grenzen auch im Nachlass bedenken?
Neben einer Spende möchten viele gerne über Ihr Leben hinaus dafür sorgen, das HOG den Menschen in Armuts – und Krisengebieten mit den Mitteln der klassischen Homöopathie hilft. Die Geschäftsstelle in Hamburg berät Sie zu Fragen zum Thema Testament und Nachlass.“
http://ohnegrenzen.org/uploads/m​edia/unterstuetzen_wie_01.pdf

Leute, stimmt ab!

  1. 1. November 2009, 17:08 | #1

    Ich bin zutiefst schockiert, wie hier die Homöopathie verunglimpft wird. Keineswegs handelt es sich um wirkstofffreie Kügelchen aus Milchzucker, die da verteilt werden – von Anfang an besteht echte Homöopathie aus wirkstofffreien Kügelchen aus Sucrose und vielleicht etwas Stärke.

    Da Milchzucker nicht (zumindest mir) süß schmeckt, wäre das unter-der-Zunge-zergehen-lassen ja wohl kaum so attraktiv, wenn es nicht Zucker wäre, der da die nicht vorhandenen Wirkstoffe in meine Zellen kotransportierte.

  2. Martin M. Meier
    1. November 2009, 17:47 | #2

    Hi!

    Eine Anmerkung von einem mehr als interessierten Leser des Blogs.
    Ich bin froh, dass es EsoWatch gibt, das gibt mir das Gefühl, nicht als einziger nicht völlig bekloppt zu sein, etwas, was man als junger Vater in Berlin, umzingelt von esoversessenen Eltern und angehenden Heilpraktikern leider viel zu oft von sich denken kann.

    Ich verstehe daher auch den oft wütenden und polemischen Ton, man versucht aufzuklären, Denklöcher zu stopfen, so gut es irgend geht, und kaum hat man eins zu, reissen woanders 35 neue auf. Das mag frustrieren.

    Aber ich bitte ehrlich und inständig darum, und das trifft auf den vorliegenden Text regelrecht klassisch zu, mir das Denken nicht abzunehmen. Überlasst mir als Leser das Abkotzen über die Fakten, die Ihr berichtet, sonst nervts nämlich etwas.
    Und "feindlich gesinnte" Leser bestärkt es viel zu leicht in ihrer eh schon oft verschwörungstheoretisch abgesicherten Meinung, dass Ihr die verbiesterten fanatischen Vollkoffer seid, als die sie sich eigentlich erkennen sollten.

    So. Jetzt gehe ich zu Swarowski, kauf mir nen Glaswürfel, und lass Metatron eine Runde für mich arbeiten.

    Ach übrigens.Ich habe dann auch für die Sozialhelden gestimmt, aber das Ranking konnte ich nicht aufrufen. Entweder war ich zu blöd, oder mein Computer. Wir sind uns da noch nicht ganz einig.
    Bei der Durchsicht dachte ich kurz, es gäbe da so einige Projekte, die Eure Aufmerksamkeit verdienen könnten…

    Aber jetzt reichts mir.

    bis bald

    M

  3. 1. November 2009, 17:59 | #3

    Martin,
    im Wiki sind wir völlig ohne Polemik, im Blog kotzen wir manchmal ab. Ohne Rücksicht, so wenig wie Homöopathen Rücksicht auf Leben nehmen.

  4. 1. November 2009, 18:01 | #4

    P.S.: Martin: Ab heute ist das Ranking unsichtbar geschaltet. Du bist nicht zu blöd.

  5. Kurt
    1. November 2009, 18:04 | #5

    Ja, ja, immer dieses überbordernde Harmoniebedürfnis. Scheiße darf natürlich nicht als Scheiße bezeichnet werden.

  6. Sonde
    1. November 2009, 18:10 | #6

    Gegen diese dreckige Homöopathen-Mafia kann man nicht polemisch genug sein. Das politische Ziel muss sein, solche Leute vor den Kadi zu kriegen. Dafür brauchen wir eine bessere Gesundheitspolitik, die die Kranken schützt und nicht die Quacksalber und Scharlatane begünstigt.

  7. GeMa
    1. November 2009, 18:17 | #7

    Martin M. Meier ich hab für Sozialhelden gestimmt und auch für andere, wirklich gute Projekte, die dort vorgestellt werden. Man kann doch für mehrere abstimmen.
    Problem ist, alle guten Projekte, die es 10x mehr verdient haben, gevotet zu werden, hatten gar keine faire Chance. Ihnen fehlte die Abstimmlobby, die sofort für die HOGwarts hinter den Kulissen aktiv wurde. Oder einfach die von den HOGs bezahlte Werbeagentur.

    Das Ranking selbst ist heute abgeschaltet worden. Bis vor kurzem war davon nicht die Rede. Angeblich, damit die Spannung steigt. Ich persönlich glaube das nicht. Möchte jemand eine Prognose hören? Genau. So wird es laufen. Wie geschmiert.

  8. 1. November 2009, 19:01 | #8

    Doch GeMa, von der Abschaltung des Rankings war m.W. schon länger die Rede gewesen, mind. seit 14 Tagen.
    Die Zulassung der HOG ist und bleibt der Hauptskandal.

  9. GeMa
    1. November 2009, 19:40 | #9

    Ah, o.k. dann habbschs übersehen.

  10. asdf
    1. November 2009, 20:41 | #10

    >Man kann doch für mehrere abstimmen.

    Stimmt, das kann man inzwischen, das ging vorher nicht. Ich finde das ja sehr merkwürdig, daß man das aktuelle Ranking nicht mehr sehen kann – das ist nicht sehr vertrauenserweckend…

  11. Eine Hausfrau
    1. November 2009, 21:29 | #11

    Was mich ECHT nervt ist das Abkanzeln der Hausfrauen ("Hausfrauen-Projekt"). Ja. Wir haben noch die 50er. Ich sitze den ganzen Tag zuhause und überlege nur, was ich koche und wie ich meinen Mann befriedige. Am Weltgeschehen nehme ich nicht teil. Deswegen kann man mir auch andichten, ich würde per se die HOG unterstützen, denn ich habe ja keine Ahnung und das liegt nun mal gerade im Trend, hat die Gabi von nebenan mir gestern beim, äh, was ist da grade en vogue, Latte Macchiato erzählt. Ich veranstalte auch auf jeden Fall Masern-Partys und lese den ganzen Tag Frauenzeitschriften. Hausfrau ist absolut ein prima Synonym für hirnlose Herdentiere, die ihr Geld nur für Scheiß ausgeben. Genau so sind wir! Ja!

    Danke mal wieder!

    (Nein, zum Thema habe ich weiter nichts zu sagen, außer dass ich auch fassungslos bin, dass so etwas wie die HOG einen Preis bekommen soll. Es ist ja schön und gut, sowas in Wohlstandsländern anzufangen, wo es sich die Leute aufgrund ihrer guten Gesundheit ab und zu erlauben können, sich beschubsen zu lassen; kann man auch drüber streiten, aber es auch lassen. Aber in Ländern mit solchen Gesundheitsstandarts wie Sri Lanka oder Madagaskar, nein, tut mir leid.)

  12. Eine Hausfrau
    1. November 2009, 21:46 | #12

    …achso, und deren Statement klingt für mich so. "Spenden Sie, damit wir in viele schöne ferne Länder fahren und einfach mal rumforschen können, welche von unseren Mittelchen denn bei was so helfen könnten." Wundert mich eigentlich. Denn ich dachte immer, sowas wie Homöopathie entsteht vor allem dann, wenn man keine schlimmen Krankheiten mehr kennt und überhaupt erst dadurch auf die Idee kommen kann, die Schulmedizin sei der letzte Humbug. Aber wenn die nun in die Dritte Welt fahren, sehen die auch mal ganz andere Kaliber, scheinen aber dennoch an ihrem Weltbild festzuhalten… es ist merkwürdig.

    An der Homöopathie finde ich immer am spannendsten, dass 68,2% der Homöopathen sich gegen das Impfen von Kindern aussprechen, der Anteil ihrer eigenen geimpften Kinder aber 85,5% beträgt. ("WIR impfen – probiert IHR aus, was passiert, wenn mans nicht macht.") Quelle da. http://www.impfinformatione… Jetzt muss ich kochen oder sowas.

  13. 1. November 2009, 21:54 | #13

    Hallo Hausfrau!
    Eine selbstbewusste Hausfrau muss doch über sowas stehen! Ich entschuldige mich aber trotzdem für den Vergleich, es hätte bessere gegeben.

  14. Martin M. Meier
    1. November 2009, 22:56 | #14

    Bin ich der einzige, für den: ‚Homöopathen nehmen keine Rücksicht auf Leben‘ und seien gar eine ‚Mafia‘ genauso klingt wie: ‚Ich lasse meine Kinder nicht impfen, nur weil die böse Pharmaindustrie das will‘ ?
    Einfach dumm und mit Verlaub "beschissen" (schließlich sollte man Scheiße beim Namen nennen…)

    Ich selbst glaube nicht an Homöopathie und sehe es auch genauso, dass sie in einer Organisation wie "HOG" aufhaltenswerte Ausmaße annimmt, aber deswegen Homöopathen grundsätzlich als (ich baue aus einigen Zitaten sinngemäß zusammen) mafiös organisierte Lobby von Lebensverachtern zu bezeichnen, maße ich mir nicht an. Und das hat nichts mit Harmoniebedürfnis zu tun, sondern mit schlichtem Menschenverstand.

    Jemand meinte in den Kommentaren, dass das Wiki frei von Polemik sei, man sich das im Blog aber leiste. Ich halte das für Quatsch.
    Ich durchforste ein umfangreiches Wiki nie nur so, sondern immer nur teilweise zur Beantwortung einer Frage. Ein Blog ist näher, wird jeden Tag gelesen, sobald was Neues da ist. Ist also für mich zumindest viel mehr das Gesicht der Seite, als das andere (ohne dessen Wert schmählern zu wollen)
    Doch Polemik der angesprochenen Art vermindert die Glaubwürdigkeit. Und zwar nicht nur der eigenen an sich wichtigen und guten Arbeit, sondern letztendlich aller, die mit den gleichen Argumenten versuchen, die Sache des gesunden Menschenverstandes zu vertreten. Punkt. Man schießt sich damit nicht nur selbst ins Knie, sondern schlicht ALLEN, die auf der gleichen Seite stehen.

    Mein Vorschlag (und ich bin sicher, dass er nicht viel Harmonie auslösen wird) ist folgender: Alle, die mal ihren Lebensfrust irgendwo in eierschaukelnd (damen suchen sich bitte entsprechende analogien selbständig) einträchtiger virtueller runde abbellen müssen, suchen sich dafür eins der x-tausend Internetforen, wo das zu jeder Sekunde des Tages passiert und lassen EsoWatch seine besondere Qualität.
    Ist das ein guter Vorschlag?

    Ich finde, ja.

    Mit sozialistischer Pionierblase

    M

  15. 1. November 2009, 23:28 | #15

    Martin, bzgl. Polemik hättest Du meine vorbehaltlose Unterstützung, wenn es hier um Ansichtssachen wie philosophisch-religiöse Themen handeln würde (uh oh!). Es geht aber direkt und unmittelbar um Gesundheit. Um Gesundheit von Menschen, die sich ggf. nicht wehren können. Und da ist das zweigleisige Vorgehen notwendig: erstens muss man Dreck genauso nennen (Blog) und den Dreck akribisch darstellen (Wiki). Also nicht wirklich Quatsch.
    Sonde hat tatsächlich eine "Mafia" erwähnt. Im Wortsinne halte ich das auch für nicht angemessen – aber: hier greift durchaus ein anthroposophisches Rädchen ins homöopathische, ganz ohne Verschwörungstheorie auf individueller Basis.

    Solltest Du den Eindruck haben, wir hätten Schaum vor dem Mund bzgl. der Ignoranz der HOG: tatsächlich, das ist wirklich so! Es geht hier eben NICHT um eine paar nette spinnerte Leute, die aus Nettigkeit was Falsches tun.
    Stattdessen geht es um eine Organisation, die planmäßig den Verstand ausschaltet, der eigenen irrationalen Heilslehre ein paar Neger opfert und dabei als Trittbrettfahrer der ÄOG auftritt.

  16. 1. November 2009, 23:32 | #16

    Hallo MMM,
    natürlich nehmen Homöopathen keine Rücksicht auf Leben, sonst würden sie ja nicht so Dämelkram machen. Ob das aus Dummheit oder Absicht oder sonstwas geschieht, ist für den, der unnötig draufgeht, relativ egal.

    Dann das Wiki: Es ist weitestgehendst polemikfrei. Soll auch so sein, Fakten und Belege. Ob man das dann als Quatsch empfindet, was im Blog abgeht, ist Geschmackssache, wir tun es halt einfach. Wird ja niemand gezwungen, das zu lesen. Polemik heißt übrigens nicht, Lügen zu verbreiten, sondern nur etwas überspitz darzustellen. Damit es in möglichst vielen Hinterstübchen mal scheppert. Es gibt verschiedene Wege, über die man durchaus streiten kann.

    Es ist definitiv so, dass durch Homöopathen ohne Grenzen Menschen unnötig sterben, indem sie ihnen unwirksames Zeug andrehen. Wie viele Paare Samthandschuhe soll man denn für solche Idioten Deiner Meinung nach anziehen?

    Der letzte Teil Deines Kommentars ist schlechte Polemik. Hier leidet keiner unter sexuellem Frust, der sich dann in Artikeln äußert. Das ist nur schlüpfrig-langweilig, sowas zu unterstellen.

  17. Martin M. Meier
    2. November 2009, 01:35 | #17

    Auch auf die Gefahr hin, als besonders naseweis zu gelten, ich muss meinen beiden Vorrednern in je, wenn auch nur einem, aber in beiden Fällen wichtigen Punkten widersprechen. Also:

    Wenn es Euch darum geht, aufzudecken, was für menschenverachtende Machenschaften hinter etwas wie HOG steht, kann man Euch auf eine gewisse indirekte Art als Anwälte der potentiellen Opfer verstehen, die durch wissentliches oder unwissentliches Ausschalten des gesunden Menschenverstandes leiden werden. Ein Anwalt wird vor Gericht sicher auch mal ausfällig werden, aber das bringt ihm für gewöhnlich weniger Punkte, als beinhart zu argumentieren. Das hat absolut nichts mit Kuschelkurs zu tun. Ich frage mich ernsthaft, wie man sowas denken kann.
    Ich meine, wenn diese Leute von HOG u.a. wahnhaft sind, bestärkst du sie durch Anbellen nur in ihrem Wahn. Sind sie berechnende Verbrecher, haben sie das Angebellt werden eh schon einkalkuliert.
    Nein, nein, nein. Ich bleibe dabei. Ich verstehe den Schaum vorm Mund, ich habe ihn selber. Sich die Arbeit zu machen, von dieser HOG-Nummer zu berichten, ist gut, vielleicht ein ganz kleines Stückchen Hilfe für die "Neger", die hier die Opfer werden. Der polemische Ton macht das wieder etwas kleiner. Diesen Homö-Verein werde ich härter hassen, wenn Du mir einfach die Fakten vorlegst und mich meine eigene Wut entwickeln lässt. Lässt Du mir diese Freiheit nicht, verliere ich ein ganz kleines Stück Vertrauen zu Dir und in der Folge auch zu Deinem Text.

    Und das führt direkt zum nächsten Punkt, dem ich widersprechen will, im nächsten Kommentar, denn Polemik heisst nicht einfach, etwas zu überspitzen, sondern ist, in der heute meist verwendeten Wortbedeutung, viel mehr der Versuch, durch Überspitzung einer Argumentation mit allen Mitteln zum Durchbruch zu verhelfen. Zur Begründung, warum ich das für schlicht falsch halte, siehe vorherigen Abschnitt.

    Von "sexuellem Frust" habe ich nie gesprochen. Ich vermute, die Worte "eierschaukelnd" und der Teil danach, haben Dich auf diese Fährte geführt. Nun, ich kenne diesen Ausdruck als Analogie zu "Selbstbeweihräucherung", also nicht sexuell, in der folge auch nicht schlüpfrig… Falls Du diesen Ausdruck nicht kanntest, bitte ich für das Missverständnis um Entschuldigung.
    Was nun die Langeweile angeht: Ich finde Streit nie langweilig, manchmal extrem stressend, oft unnötig, ok, aber langweilig? Nie.
    Das einzige, was ich langweilig finde, ist, die Äußerungen des Anderen als langweilig abzutun, um den Streit möglichst überlegen und unberührt wirkend beiseite wischen zu können.

    M

  18. Martin M. Meier
    2. November 2009, 01:49 | #18

    ups. jetzt muss ich mich mal selber an die kandare nehmen. also nochmal. das letzte von mir war zwar grundsätzlich wahr, aber zugegeben überheblich geschrieben. denn verletzen wollte ich euch, die ihr euch diese arbeit hier macht, nun wirklich nicht.

    Mir wäre es lieber, man streitet sich, bis man einen wirklichen gemeinsamen punkt gefunden hat (und wenns nur die erschöpfung ist), als dass man etwas wegwischt.

    meine bemerkung im vorletzten kommentar über die lebensfrusterei bezog sich im übrigen auf die kommentare, und nicht auf den blogtext selber. ich hatte eine meinung abgegeben und war auf widerspruch eingestellt, aber, wie soll ich sagen, einige kommentare regten mein gehirn an, und andere, offenbar unvermeidbar bei onlinestreits (und auf die bezog ich mich), waren wie nutzlose zwischenrufe. und mich frustriert sowas…

  19. 2. November 2009, 02:55 | #19

    Hallo Martin,

    was Du schreibst, ist verstanden worden und auch intern immer mal für eine Diskussion gut. So Recht wie Du hast, gibt es dazu trotzdem einfach unterschiedliche Ansichten. Die basieren zum Teil auf persönlichem "Geschmack" und zum Teil darauf, dass man nicht jeden Menschen auf dieselbe Art ansprechen/erreichen kann. Deshalb geht es im Blog mal lauter und mal leiser zur Sache.
    Nimm es locker. Wir haben Dich ja verstanden und würden uns freuen, wenn Du trotzdem immer wieder vorbeischaust.

    Gruß
    EsoTypo

  20. Martin M. Meier
    2. November 2009, 08:10 | #20

    Mach ich. Schon allein wegen all der Informationen, die mich interessieren und an die ich allein wohl kaum rankäme.

    M

  21. GeMa
    2. November 2009, 11:50 | #21

    Sozialhelden Interview : http://blog.gwup.net/2009/1

  22. Superkalifragilistischexpliagiletisch
    2. November 2009, 12:25 | #22

    Es ist wirklich widerlich und menschenverachtend. Geht es hier nicht mal darum kranken Menschen, die sonst völlig von medizinischer Versorgung abgeschnitten sind zumindest das Gefühl zu geben, man kümmere sich um sie. Nein, es geht darum den medizinischen Standard dort wo er ohnehin schon schlecht ist noch weiter zu verschlechtern. Wir sollten uns was schämen, dass wir Förderpreise vergeben, die dafür sorgen, dass anderswo in der Welt ohnehin schon arme Leute elendig zu Grunde gehen, statt richtige Hilfe zu erhalten. Aber was regt man sich auf, sind ja wohl eh nur dumme Neger, was Frau von Wedel? Unglaublich noch dazu, dass eine Gesundheitsministerin das Ganze unterstützt. Zugegeben, weniger unglaublich, wenn man bedenkt, dass dies Frau v.d.Leyen ist.

  23. Daisy
    2. November 2009, 17:48 | #23

    Was ist am aggressiven Ton dieses Blogbeitrags schlimm? Der Autor ist überzeugt, dass Homöopathie nicht wirkt, erst recht nicht bei schweren Krankheiten. Er ist auch überzeugt, dass die Schulmedizin einige dieser Krankheiten erwiesenermaßen heilen oder zumindest lindern kann. Logischerweise folgt für ihn, dass man Menschenleben aufs Spiel setzt, wenn man Homöopathie als Entwicklungshilfe propagiert und dadurch möglicherweise den Einsatz wirkungsvollerer Maßnahmen verhindert.

    Natürlich gibt es Menschen, die Homöopathie anders bewerten (ich gehöre nicht dazu).

    Aber dass man unbedingt sachlich bleiben und peinlich genau darauf achten muss, niemanden zu beleidigen, wenn man glaubt, dass Menschenleben unnötig gefährdet werden, das denke ich nicht. Es ist jedenfalls menschlich, es nicht zu tun.

  24. suppressive person
    2. November 2009, 19:51 | #24

    "Diesen Homö-Verein werde ich härter hassen, wenn Du mir einfach die Fakten vorlegst und mich meine eigene Wut entwickeln lässt. Lässt Du mir diese Freiheit nicht, verliere ich ein ganz kleines Stück Vertrauen zu Dir und in der Folge auch zu Deinem Text."
    Jap da kann ich nur zustimmen. Allein die Gegenüberstellung wie Ärzte ohne Grenzen Cholera etc. behandeln gegenüber den Homöopathen (Zuckerkügelchen für alles wenns überhaupt diagnotiziert werden kann… ganzheitliche Behandlung alles klar!), ist schon entlarvend genug.

    Eure Polemik wird die regelmäßig Leser eures Blogs wie mich nicht vertreiben. Keine Sorge ^^
    Aber die wahren Eso-Gläubigen und solche die es noch werden wollen, schreckt ihr damit ab. Da sie über die Polemik nicht hinwegsehen können/wollen. Außerdem wer will schon gern wie ein Idiot behandelt oder Verbrecher genannt werden (selbst wenn er sich wie einer verhält)?

    Mir gehts selber ganz schön auf den Keks, dass dieser Eso-Humbug zunehmend an Momentum gewinnt. Hab auch schon mit bei verschiedenen Gelegenheiten mit Bekannten über Homöopathie etc. diskutiert. Was wenig gebracht hat. Wie überzeugt man jemand, der fest davon überzeugt ist, das Homöopathie wirkt? Wie jemand, der immer mehr zum Impfgegner wird, weil er sich mit Dutzenden Bücher(aber eben den falschen) belesen hat. Oder jemanden, der Analogien in der "Logik" von Irisdiagnostik, der GNM und dem neuesten Schwachsinn ( jede faule Stelle am Zahl steht für ein anderes psychisches Trauma, das gelöst werden muss, damit der Zahn wieder gesund wird) entdeckt und deshalb noch überzeugter ist?

    Ich versuch dann nachzufragen und auf sachliche Fehler hinzuweisen. Aber das bringt leider zu selten was. Irgendeine Idee wie man da vorgeht???

    Deshalb kann ich euren Frust voll verstehen. Ist halt die Frage, was ihr mit eurem Blog erreichen wollt. Einfach nur abkotzen und polemisieren? Okay gut. Wieviel Leute wollt ihr damit erreichen?
    Für mich ist das Blog auch das Aushängeschild von Esowatch. Hab hier angefangen zu lesen und erst später ins Wiki geschaut. Schau auch jetzt nur ins Wiki wenn ich was genauer will, was zugegeben ziemlich häufig vorkommt.

    Achja danke für eure, tolle Arbeit und diese wichtige Seite!

    So genug Bewußtseinsstrom für heute

  25. Kurt
    2. November 2009, 20:37 | #25

    @ suppressive person

    Die Artikel hier dürfen sehr wohl polemisch sein, weil sie auch Fakten mitbringen.

    Es ist ein großer Unterschied, ob jemand nur polemisiert, oder ob handfeste Informationen geliefert werden, die zusätzlich polemisch kommentiert werden.

    Wer in dem ganzen ganzheitlichen Eso-Quack-Dreck drin steckt, den holst du auch nicht raus, ganz egal, wie du es anstellst.

    Ergo, hat man immer nur eine Chance bei ganz anfänglichen Sympathisanten, die noch nicht indoktriniert sind und bei Zweiflern aus der Szene, die bereits selbst negative Erfahrungen gemacht haben und somit wieder anfangen zu denken.

    Somit ist es schon richtig, dass man diesen Leuten den Ernst der Lage knallhart vor die Nase hält.

  26. Badrobot
    3. November 2009, 12:05 | #26

    Ich hatte vor Wochen der Frau Dr. Dingenskirchen, welche im wissenschaftlichen Beirat von "Geben gibt" sitzt, mein Mißfallen gegenüber der Nominierung von HOG geäußert.

    Sie antwortete prompt, das sie meine Ansichten zur Homöopathie nicht teile, meine Bedenken aber der Jury vorlegen werde, wie dies mit allen Zuschriften zu diesem Thema geschähe.

    Na denn, wenns hilft. Diese Aktionen von HOG sind dermaßen menschenverachtend, da schwillt mir der Kamm. Besonders die sprachliche Nähe zu "Ärzte ohne Grenzen", deren Arbeit ich sehr schätze, macht mich auch leicht agressiv…

  27. Markus2
    5. November 2009, 13:12 | #27

    Wenn diese "Homöopathen ohne Grenzen" tatsächlich bei Allem Milchzuckerkügelchen verteilen, dann werden sie angesichts der in diesen Regionen weit verbreiteten Laktoseintoleranz aber böse auf die Nase fallen.

    Denn die durch ihre "Medikation" ausgelöste Übelkeit und Flatulenz wird man ihnen sicherlich nicht so schnell vergessen.

  28. 6. November 2009, 00:36 | #28

    Nebelscheinwerfer an, und weiter geht’s! Die Höos ziehen sonst ab!

    http://www.geben-gibt.de/on

    "Das Ranking wird am 1. November unsichtbar geschaltet, damit die Spannung, wer den Publikumspreis 2009 schließlich gewonnen hat, bis zum 5. Dezember aufrecht erhalten bleibt. Die Abstimmungsmöglichkeit bleibt hiervon natürlich unberührt."

    http://www.geben-gibt.de/on

    Bundesratte ;0)

  29. 24. Januar 2013, 12:29 | #29

    Anfangs dachte ich, dass hier kritisch auf hohem Niveau über kontroverse Dinge geredet wird. Meist merkt man ja erst was so genannte „Experten“ taugen, wenn man selbst vom Fach ist und liest, was über bestimmte Themen geschrieben wird. Ich habe mich viele Jahre mit der Homöopathie beschäftigt und bin auch heute noch weit davon entfernt, wirklich alles zu wissen in dem Bereich. Aber es reicht, um die Wirkungsweise zu verstehen, und erfolgreich einzusetzen. Bei Mensch & Tier, wobei Tiere sich beispielsweise wenig von Placebos beeindrucken lassen. Aber das nur so nebenbei.

    Wenn man schon über die Homöopathie ablästert, sollte man sich wenigstens mal vorher etwas damit beschäftigen, und grundlegende Dinge wissen. Aber hier treffen sich wohl sowieso nur Gleichgesinnte, die gemeinsam auskotzen wollen und eine vorgefasste Meinung haben. Dümmer geht´s nimmer…

    Na dann viel Spaß noch, aber bitte erhebt nicht den Anspruch, ernst genommen zu werden in Eurer „Kritik“, die ja doch nur ein undifferenzierter geistiger Durchfall ist.

  30. Gaspode
    24. Januar 2013, 12:48 | #30

    “ Ich habe mich viele Jahre mit der Homöopathie beschäftigt und bin auch heute noch weit davon entfernt, wirklich alles zu wissen in dem Bereich. Aber es reicht, um die Wirkungsweise zu verstehen…“

    Dann erklär doch bitte mal die Wirkungsweise.

  31. Mephisto
    24. Januar 2013, 12:52 | #31

    @Ulli
    Na wenn Du schon verstanden hast wie Homöopathie wirkt, dann sollte es Dir doch ein Leichtes sein zu belegen dass sie wirkt. Ich bin gespannt (und ich vermute ich bin da nicht der einzige).

  32. Maxi
    24. Januar 2013, 16:11 | #32

    @Ulli
    Ich z.B. hatte keine vorgefasste Meinung, ich habe mich auch sehr lange mit Homöopathie beschäftigt und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass da nix wirkt und wirken kann.
    Geht anderen hier sicher auch so, eine vorgefasste Meinung hat hier keiner, das sind alles kritisch denkende Menschen. Ich würde mich auch freuen, wenn HP wirken würde, könnten wir viel Geld sparen, ist aber leider Wunschdenken.

  33. Gisander
    24. Januar 2013, 16:46 | #33

    Lieber Ulli,

    das mit den Tieren glaube ich erst, wenn Du mir einen Beleg für die Wirksamkeit der Kügelchen bei Fischen und Molchen lieferst. Und im übrigen wüsste ich gerne, wie ein Anamnesegespräch mit einem Pferd verläuft.

  34. Groucho
    24. Januar 2013, 17:46 | #34

    @Gisander: Immerhin lesen Pferde nicht im Liegen, trinken keinen Kaffee und onanieren m.W. eher nicht. Ist doch schon mal ein Indiz, dass Homöopathie bei Pferden eher wirken könnte.

  35. 24. Januar 2013, 17:59 | #35

    Gisander, da werden die Besitzer gefragt. Und die sind dann, wenn sie sich auf so ein Gespräch einlassen, von der gläubigen Sorte, und erzählen brav, was mit dem Hottehüh alles ist, ob es ein schweres Fohlendasein hatte, lieber Leckerli mit Bananengeschmack als Heu frisst, manchmal ganz laut pupsen muss usw. Und vor allem hat es immer ganz dolle Angst vorm Schulveterinär. Alles kein Problem.

  36. Mephisto
    25. Januar 2013, 12:16 | #36

    Tja, sieht aus als könnte oder wollte auch Ulli die Wirksamkeit der Homöopathie nicht belegen, geschweige denn uns aufklären, wie sie denn nun funktionieren soll.

    Vielleicht hat er ja keine Zeit, weil er seine Rede für den Medizin-Nobelpreis vorbereiten muss?

  1. 23. Mai 2010, 15:05 | #1
  2. 29. Oktober 2012, 01:39 | #2
  3. 30. Oktober 2012, 22:13 | #3