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Ein Wunder! Kroatin spricht nach Koma Deutsch!

Laut einer „Meldung“ unter anderem der sehr begrenzt kompetenten Medizinredaktion des Portals „web.de“ spricht eine 13Jährige Kroatin nach vierundzwanzig Stunden Koma zwar kein Kroatisch mehr, dafür jedoch fließend Deutsch, eine Sprache, die sie gerade erst zu lernen begonnen hatte.

Prompt hagelt es dort Kommentare. Von den sich ständig wiederholenden Witzen abgesehen meinen viele, es gebe Dinge zwischen Himmel und Erde. Von Reinkarnation einer früheren deutschen Existenz ist die Rede. Von Menschen, die plötzlich gar biblische Sprachen sprechen. Angebliche Krankenschwestern behaupten, das Phänomen zu kennen (allerdings sind da etliche andere, die nach jahrzehntelanger Berufserfahrung eben dies nicht von sich behaupten können). Laien- und Profiesoterikschwurbler geben ihren Senf dazu ab, die wenigen fundierten kritischen Stimmen gehen unter.

In diesen Meldungen wird ein „Experte für Psychiatrie“ zitiert. Er heißt Dr. Mijo Milas und besticht vor allem dadurch, daß sein angebliches Expertentum durch Unauffindbarkeit wissenschaftlicher Fachpublikationen glänzt und sein Name auch sonst nur im Zusammenhang mit dieser Meldung auftaucht.

Weiter fällt auf, dass das Deutsche Ärzteblatt sowie andere seriöse wissenschaftliche Magazine über diesen angeblichen Fall nicht berichten. Und dass so etwas immer nur ganz weit weg geschieht.

Mal sehen, wann sich die ersten Verschwörungstheoretiker zu Wort melden.

Ein Wunder!

  1. Peter Blank
    14. April 2010, 10:26 | #1

    Ob Wunder oder nicht, ich kann die Sitiation ganz gut nachvollziehen. Meine Frau lag 2008 selbst 2 Monate im Koma. Als sie danach aufwachte, konnte sie zwar Deutsch verstehen, aber nicht antworten. Die Ärzte und das Pflegepersonal dachten damals, dass sie nicht mehr reden könnte, aber sie irrten sich. Ich habe mich dann mit meiner Frau auf Englisch unterhalten. Das ging perfekt. Mit der Zeit kam dann aber zum Glück der deutsche Wortschatz wieder. Die Zeit, in der sie Englisch gelernt hatte, liegt auch ca. 20 Jahre zurück, allerdings hatte sie die Sprache auch immer wieder mal im Urlaub und auch beruflich angewendet.
    Mit freundlichen Grüßen
    Peter B.

  2. PG
    14. April 2010, 10:37 | #2

    @Peter Blank
    Bloss ist es bei einer 13jährigen wohl eher unwahrscheinlich, dass ein verschütt gegangener Wortschatz wieder an die Oberfläche geholt wurde.

    Möglich ist, dass sie 2-3 Laute von sich gegeben haben, die dem nicht unbedingt perfekt auf Deutsch justierten kroatischen Ohr deutsch geklungen haben und man nun davon ausgeht, dass der Rest wohl auch deutsch sein dürfte (was man bloß leider nicht versteht).

    Zum Thema „passiert immer weit, weit weg“ – Was sagt denn die Presse in Südosteuropa zu dem Thema?

  3. Hlodyn
    14. April 2010, 13:51 | #3

    In den Kommentaren ist mir der von TruckerCase aufgefallen. Seine Erklärung gefällt mir sehr gut und ist auch verständlich:

    erstens hies es seitens der eltern nur „sie war weit davon entfernt deutsch fliessend zu sprechen!
    erstens ist das relativ, zweitens hätte sie es schon gut gekonnt, nur halt nicht wirklich fliessend…

    das gehirn ist wie eine datenbank, je öfter wie was erleben, desto mehr verbindungen werden geknüpft, wenn das gehirn eine erinnerung abruft werden die relevantesten ergebnisse abgefragt. das grosse problem beim lernen neuer sprachen ist: die alte sprache….wohnheiten hindern uns daran neue regeln zu lernen…
    man sieht es schön an den artikeln, man benutzt immer die art der muttersprache, nicht die der neuen…
    oder jeder kennt es selber „einmal gelernte fehler die man länger machte, verlernen sich nur sehr schwer“

    ich vermute es liegt daran:
    die alte sprache wird in einem anderen teil des gehirns gespeichert, während die neue, noch frische wiederrum im gedächnis gespeichert wird. der teil, in dem die muttersprache war, wurde beschädigt, die fähigkeit diese sprache zu sprechen verschwand demnach, die deutschkenntnisse sind jedoch noch unter den aktuelleren erinnerungen, also präsent, da nun die gewohnte sprache fort ist, hinderte diese auch nicht mehr die neue sprache….

    amnesiepatienten wissen auch nichts mehr bzw nur bruchstücke, können aber noch sprechen… erinnerungen und sprache werden halt unterschiedlich gespeichert….

    just my 2 cents…

    ich denke nicht das es einen esoterischen hintergrund hat =D

  4. Parvenu
    14. April 2010, 19:45 | #4

    OK. Wir fassen zusammen:
    1) Vor dem Unfall konnte sie Deutsch, bloß nicht perfekt
    2) Nach dem Unfall sprach sie Deutsch, bloß nicht perfekt
    Ergo: das Wunder bestand darin, dass sie nach einem Unfall erstmal ihre eigene Sprache vergessen hatte. Faszinieren!

  5. Superkalifragilistisch
    14. April 2010, 19:49 | #5

    Erinnert mich an die herrliche Geschichte mit dem „Piano-Mann“:

    Die Geschichte wurde vor allem von den Medien sehr hochgespielt. Während in vielen Berichten vor der Identifikation die Rede davon war, dass der Piano-Mann konzertreif Klavier gespielt hätte, soll er – entgegen der Darstellung in den Zeitungen – immer nur die gleiche Taste angeschlagen haben. In den Medien kam auch eine Diskussion auf, inwieweit man bei diesem und ähnlich gelagerten Fällen von gespielten und vorgetäuschten Erinnerungslücken ausgehen kann oder muss.

  6. 14. April 2010, 22:18 | #6

    Bei web.de wird die Geschichte allerdings so dargestellt, als würde sie jetzt besser Deutsch sprechen als zuvor. Und das wäre in der Tat sehr seltsam.

  7. VTFD
    15. April 2010, 01:18 | #7

    Das soll sich am Krankenhaus in Split abgespielt haben. Wahrscheinlich nur einer dieser Impfschäden, da gabs es doch hier vor kurzem einen Blog zu einer angeblich „Impfgeschädigten“, die dann statt Amerikanisch Australisch sprach, später aber aus Versehen wieder Amerikanisch sprach wenn sie nicht gerade interviewt wurde.

    Theresa Neumann („Resl von Konnersreuth“) ist auch so eine die auf wundersame Weise plötzlich Aramäisch habe sprechen können. In Wirklichkeit hatte sie ein paar Worte aufgeschnappt.

    Die ganze Story steht und fällt von was ? Der Angabe der Eltern.

  8. niedlich
    15. April 2010, 03:43 | #8

    Bin gerade im sympathischen neue-mediz.in forum auf diesen Link gestoßen:
    http://www.youtube.com/watch?v=sW-6qfPula0&feature=player_embedded .
    Übrigens sehr sehenswert.
    Es wird ja immer wieder erzählt, dass das menschliche Gehirn nur einen Bruchteil seiner Fähigkeiten ausnutz. Diese Aussage gilt in der Regel dazu, schlechte Bücher zu diesem Thema zu verkaufen. Gleichzeitig hat diese Aussage natürlich auch einen sehr wahren Kern.
    Die Hirnleistung von Daniel Tammet und Kim Peak ist wirklich unglaublich.
    In der Doku gibt es auch das Bsp. eines Mannes, der als Kind einen Ball an den Kopf bekommen hatte und seitdem schlagartig eine neue und sehr ungewöhnliche Fähigkeit hatte. Dass also ein Koma das Gehirn eines Patienten so neu verdrahtet kann, dass es anschließend völlig neue Fähigkeiten besitzt, ist mehr als wahrscheinlich. Daher hat mich der Bericht von der Kroatin jetzt auch nicht prinzipiell erstaunt (obwohl ich glaube, dass der spezielle Fall hier eine Ente ist). Es wäre ja zum Beispiel möglich, dass diese Kroatin bis zu ihrem 5. Lebensjahr viel Kontakt zu Deutschen gehabt hat und sie die deutsche Sprache irgendwo unbewusst im Gehirn abgelegt hat. Das Koma hat das verborgene Wissen dann wieder freigelegt.

  9. Hanni
    15. April 2010, 20:45 | #9

    Beim Durchsuchen anderssprachiger Nachrichten bin ich auf etwas gestoßen…

    In einem kroatischen Text wurde in der Übersetzung „Psychater Mijo Milas“ angezeigt, im Orginal steht allerdings „psihijatra Miju Milasa“. Und unter diesen Namen findet sich (auf kroatsichen Seiten) schon wesentlich mehr. Könnte sich ja mal jemand ansehen, dem das kroatische nicht ganz so fremd ist wie mir…

  10. Unglaublich
    15. April 2010, 21:39 | #10

    Sollte die Story wahr sein, was bei web.de und anderen Medien in Frage gestellt werden darf, würde das einer Theorie von mir entsprechen. Die besagt, dass wir Menschen zwar sehr schnell und leicht lernen können, aber durch einen Teil unseres Körpers, der wohl auch für unsere Emotionen zuständig ist, daran gehindert werden. Wenn die Behinderung wegfällt, ist das erworbene Wissen eventuell sogar vorhanden. Ich komme auf sowas, da ich in den letzten Jahren bei mir nach lügenden und zwingenden Emotionen forschte – meine Umwelt gab mir Anlass dazu. Auf einer Wanderung, auf der ich Zeit hatte, machte ich einen Versuch, mich ohne Karte zu orientieren, obwohl eine im Rucksack war. Ich lief also grundsätzlich falsch, was gegen Zufälle spricht, sondern eher für einen unbewußten Willen zum Mißerfolg. Als ich dann meine Entscheidungen an einem Wegkreuz prüfte, probierte ich nachdem ich schon losgegangen war den Weg aus, den ich nicht mal in Betracht ziehen durfte und wurde innerlich gewarnt, dass das der Falsche wäre. Ich ging ihn trotzdem – Zeit war vorhanden und Kondition auch. Diese Entscheidung war die erste richtige Entscheidung und auch im Alltag bekomme ich meine Fähigkeiten wieder zurück, wenn ich alle Ideen, die mir wichtig und richtig erscheinen zurückweise und nach anderen suche. Das und nicht nur das spricht für ein bösartiges Unbewußtes. Wers nicht glaubt, sollte mal überlegen, ob Kritik und Worte jemandem weh tun können. Fast alle Menschen haben diese Erfahrung gemacht, obwohl Worte nur informationstragender Schall sind. Zwar ist Schall ab ca. 120dBA schon mal schmerzhaft, aber bei normaler Lautstärke schmerzt das Ohr nicht. Und wer erklärt mir, warum eine Information weh tut? Das ist ein seltsames Phänomen – wie ich finde – das uns abhält davon zu lernen. Ausgerechnet in dem System in unserem Gehirn, das über unsere Emotionen bestimmt, wird über unser Gedächtnis und unsere Wahrnehmung entschieden und ich sehe die meisten Menschen eher ziemlich blind in der Welt herumlaufen. Ob die Idee mit dem Teufel in der Religion doch stimmt, der uns verführt? Um das zu können, müsste er in uns wirken und jeder von uns hat seinen eigenen im Körper. Dann hätte der Tarotkartenzeichner bei der Karte „Der Teufel“ voll ins Schwarze getroffen. Dafür spricht auch die individuelle Wahrnehmung der Menschen und der Umstand, dass sie sich oft Menschen suchen, die die gleichen Fehlwahrnehmungen haben. Ergebnis ist dann eine „kollektiv individuelle“ Wahrnehmung und wenn viele das Gleiche wahrnehmen, sieht man seine Wahrnehmung als die Richtige an. Ein Beispiel ist die Gruppe derer, die Lästern als Spass sehen. Es gibt genug Menschen, die das anders sehen und trotzdem gibt es viele, die das auch glauben. Wer aber Lästern als Spaß sieht, ist immer auf der Suche nach Negativem, um seinen Wunsch nach Spaß zu befriedigen und hat wohl darum oft auch Zeichen von Schadenfreude über eigene Niederlagen. Darum stehen die Emotionen auch bei mir im Ruf, der Teufel in den Religionen zu sein, wobei auch Gedanken dazuzugehören scheinen. Und das ist irgendwie ganz irdisch und real zu erkennen. Wer glaubt, ich verallgemeinere nur Einzelnes, der irrt, denn ich kenne sehr viele dieser Leidenschaff(t)en. Dafür ist die viel geschmähte Sexualität aber – im Gegensatz zum Lästern – etwas Lebendiges und biologisch erklärbar. Und ausgerechnet das Lebendige wird von vielen mit Schuld und Sünde verbunden? Und Mediziner halten Angst, die uns zu den dümmsten Verhaltensweisen bringtund zu zwingen sucht für sinnvoll? Wegen dieser Seltsamkeiten halte ich die oben beschriebene Geschichte für möglich, zumal die Frau dort, wo sie jetzt deutsch spricht, nichts damit anfangen kann. Sehr wahrscheinlich ist sie aber nicht.

  11. Hanni
    15. April 2010, 21:40 | #11

    Anscheinend ist der Experte doch ein so unbeschriebenes Blatt: Ein Beispiel für „Miju Milasa“

    Original kroatisch:
    http://www.slobodnadalmacija.hr/Hrvatska/tabid/66/articleType/ArticleView/articleId/57397/Default.aspx

    Google-Übersetzung dieser Seite:
    Für allgemeine soziale Diagnose, fragten wir 70-jährige pensionierte Psychiater Mijo Milas. Milas, obwohl er vor fünf Jahren im Ruhestand, immer noch funktioniert, folgen alle Zeitungen, schrieb eine ausführliche Analyse und sorry, sagt er, in welche Richtung es ging Kroatien. Auch ist Milas permanenter Experte der County Court

  12. sunrun
    16. April 2010, 10:24 | #12

    Wunder, Göttliche Eingabe… alles Blödsinn, ganz logische Verknüpfungen…
    Ich bin erschrocken das selbt Arzte von Wunder sprechen… ich würde eher sagen Schädigung bestimmter Hirnareale…

    Das Menschliche Gehirn ist ein ganz besonderes. Große Bereiche unseres Gehirns sind nur dafür da Eindrücke,, visuelle und auch Akustische zu filtern und auszuklammern. Wir würden verrückt werden wenn wir nur einen Minute alles bewusst wahrnehmen würden, was unsere Sinne erfassen können.
    Diese Dämpfungsfunktion vom Gehirn ist eine absolute Schutzmaßnahme.
    Passiert es nun, das bestimmte Teile des Gehirne ausfallen… geschädigt werden, fallen unter Umstände auch dies Filter aus.
    Siehe diverse Menschen…

    Beispiele:
    Stephen Witshire zeichnet Rom aus dem Gedechnis… Ursache Baseballschlag an den Kopf, Gehirnareale durch Unfall geschädigt.

    Daniel Tammet lernt Isländisch in einer Woche, wo selbst Begabte mitunter Jahre benötigen…
    Autist, oder Savant genannt, mit einer besonderen Inselbegabung… bestimmte Gehirnfunktionen sind nicht angelegt..

    Viele Autisten können sich nicht artikulieren weil sie von klein auf mit diesen brutalen Massen an Informationen, die das Gehirn filtern sollte, nicht umgehen können, sie ziehen sich in ihre eigene Stille zurück.. Daniel schon..

    Die kleine Kroatin… es ist einfach so zu erklären, das ein Teil der Erinnerungen verloren gingen leider im Bereich, in dem die Muttersprache abgelegt war.. und all das was sie je in deutsch hörte oder lernte (Sie fing ja an deutsch zu lernen) war als einziges Kommunikationsmittel jetzt ohne Filter präsent. Was macht das Gehirn… Verlust der Muttersprache… umswitschen auf das was vorhanden ist!!!!

    Das zeigt welche gewaltige Macht in unseren Köpfen vorhanden ist… leider liebt die Masse der Leute nur das was durch den Filter kommt… und das ist bei einer Menge Leute verdammt wenig…

  13. Unglaublich
    16. April 2010, 19:41 | #13

    Die Menschen glauben nur, dass Sie ohne den Filter im Gehirn verrückt würden und der Filter selbst lässt es sie glauben. Könnte das sein? Denn alle Dummheit der Menschen gibt es nur durch diesen Filter. Und der scheint seine negative Funktion auch noch zu rechtfertigen. Meiner sprach jedenfalls schon häufiger für mich. Oder kennen Sie nicht die Situationen, in denen Sie etwas sagen, was gar nicht mehr zu Ihren Ansichten gehört? Ich glaube nicht, dass die Erinnerungen der kleinen Kroatin in ihrem Gehirn verloren gegangen sind. Denn ich habe zwar an manche Dinge keine Erinnerung, wie an gelesene Karten z.B., aber das filternde Unbewußte schon. Und danach kann es mir zielgerichtet dann die Möglichkeiten anbieten, die nicht zum Ziel führen, um mir klarzumachen, dass unser Gehirn alles vergißt und ich auch ansonsten zu blöd bin. Ich glaube nur nichts mehr davon.

  14. Windle
    21. April 2010, 17:50 | #14

    Tja, aber sollte diese Meldung der Realität entsprechen, bleibt leider nur festzuhalten, daß dieser außergewöhnliche Fall sicherlich weiterer Untersuchung bedarf, dieser aber durchaus nicht generellen Prinzipien der Wissenschaft widerspricht, sondern eher auf eindrucksvolle Weise zeigt, daß wissenschaftliche Erkenntnis durchaus spannend sein kann und sicherlich auch noch momentan genügend Fragen unbeantwortet lassen muß. Der Sensationsjournalistische Aspekt an dieser Meldung ist aber leider wieder unverkennbar. Hier äußern sich leider wieder Journalisten, die diesen Fall (so er denn existiert) als interessant einstufen (wie viele Wissenschaftler sicherlich auch) in einer Art und Weise, die leider nur erkennen läßt, daß sie von der Materie und allgemeinen wissenschaftlichen Prinzipien keinerlei Ahnung haben und gerne eigene wilde Spekulationen in die Berichterstattung einfließen lassen. Mir fällt ja schon seit langem auf, daß wir in unserer derzeitigen Gesellschaft aufgrund von innerer leere immer neue Sensationen brauchen (So müssen jedes Jahr viele neue Superstars her, jeder Winter ist ein Rekordwinter, jeder Sommer ein Rekordsommer etc.), aber daß solch ein Bedürfnis zu solchen Pressemeldungen und damit verbundenen Reaktionen führt….. Mir wird langsam echt angst und bange…..

  15. Klaus
    25. Juni 2010, 03:05 | #15

    Ich glaube an diese Geschichte .
    Wenn wir mal Religiös an die Sache ranngehen .
    Die meisten Menschen Glauben an dem Leben nach dem Tot . ( Hölle oder Himmel )
    Haben Sie sich schon mal gefragt , mit welche Sprache Sie dort reden werden ?
    Wie ich gehört habe soll es im Kuran stehen : das Alle Menschen dort Arabisch reden werden .
    Ohne Übungen ohne Garnichts .Einfach so . ! erstaunlich .

  16. Toiletman
    25. Juni 2010, 05:18 | #16

    Naja, letztlich ist das garkein Wunder sondern einfach medizinisches Neuland. Die Fakten scheinen so zu sein. Sie lernte mehrere Jahre Deutsch in der Schule, was in Osteuropa ganz normal ist. Nach dem Koma sprach sie besser Deutsch als vorher aber kein Kroatisch mehr obwohl sie letzteres immernoch genauso gut verstand, sie konnte es nur nicht mehr selbst sprechen. Es scheint, dass sie durch das Koma einen Hirnschaden hatte, der sich auf ihre Sprachverarbeitung auswirkte und Deutsch zeitweilig ihre „Muttersprache“ wurde und sie sich besser an die deutschen Vokabeln, die sie ja bereits lernte und die nicht aus dem Nichts kamen, erinnerte. So ein Wechsel der „Muttersprache“ ist garnichts neues sondern passiert normalerweise nur über einen sehr langen Zeitraum und graduell.

    Sehr interessanter Fall aber weit entfernt von einem Wunder. Vielleicht kann man dadurch etwas mehr über die neurobiologische Basis von Sprache lernen. Ist nur leider schwer experimentell reproduzierbar…naja…zumindest nicht solange es Ethik-Kommissionen gibt 😀

  17. Campari
    28. Juli 2010, 22:26 | #17

    Ich glaube nicht (mehr) an Reinkarnation. Ich glaube vielmehr, dass das Gehirn mehr Potenzial hat, als wir es wahrhaben wollen oder annehmen.
    Wir behalten eigentlich nur Dinge, die für uns wichtig sind. Aber was objektiv wichtig ist, ist nicht wirklich vergessen, sondern nur irgendwo abgelegt.

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