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Bio-Rassisten fordern: Tod der schlechten Erbsubstanz!

Sämtliche auf der Erde bekannten Lebensformen auf Kohlenstoffbasis sind randvoll mit Genen. Geht nicht anders, irgendwie muss ja das Datenmaterial für die Fortpflanzung übertragen werden können. Seit Jahrmillionen ist alles Lebendige vollgegent, von der ersten Amöbe über die Dinosaurier bis heute, sei es in Mensch oder in einer Kartoffel oder im Mais.

Das war noch nie besonders schlimm in der Menschen Auge, vor allem nicht, als sie noch keine Gene kannten (trotzdem gab es schon Gene, die hat nicht der Mensch sich ausgedacht). Und diese Gene wurden auch schon immer, von Anbeginn der Zivilisation auch gezielt manipuliert. Zunächst gemendelt und gedarwint, dazwischen von alleine mutiert. Später dann züchteten die Menschen gezielt per Auslese, Inzucht und dergleichen bestimmte Merkmale in Pflanzen (Dagegen haben meist auch reine Pflanzenfresser nichts, von den Urköstlern mal abgesehen!) und Tiere, um den Ertrag zu steigern und die Widerstandskraft zu erhöhen.

Das alles veränderte die Erbsubstanz, all das war schon Genmanipulation. Nur dauerte das etwas länger als heute und war mühsamer. Und nicht immer effektiv. Aber die Erbsubstanz wurde verändert, und fast niemanden störte dies, denn dies war biologisch-dynamisch.

Heute haben wir Gentechnik. Gezielt packt man bestimmte Sequenzen in die DNA-Stränge. Der so erzeugte Mais wird gerne noch auf dem Versuchsfeld abgefackelt, mit Genen „verseuchter“ Honig muss aus dem Handel genommen werden.

Doch- worin besteht der Unterschied zu anderen Genen, außer, dass die „natürlich“ veränderten Organismen nicht für giftig gehalten werden, weil sie mit künstlicher Befruchtung oder Bestäubung und gezieltem Inzest manipuliert wurden? Was soll an Inzest-Genen gesünder sein? Und was kann der arme Honig dafür?

Und- was, bitteschön, ist heutzutage nicht vom Menschen beeinflusst?

  1. 24. Oktober 2011, 16:06 | #1

    viel zum Thema (ich habe nicht alles gelesen) -> http://www.ngo-online.de/tags/gentechnik/

    besonders Jörg Bergstedt kann viel zur MAFIA sagen

  2. Wolfgang
    24. Oktober 2011, 16:31 | #2

    Ein Argument könnte sein, dass bei der natürlichen Selektion keine artfremden Gene eingebracht werden. Jedoch stimmt das erstens nicht: Ein beträchtlicher Teil (etwa 8% [1]) sogar unseres Genoms stammt aus horizontalem Gentransfer. Und zweitens könnte jedes artfremde Gen natürlich auch durch Selektion entstehen.

    Ich hätte da schon eine Idee, was getan werden könnte, würden die Leute, die das einfach nicht kapieren können oder wollen, Überhand nehmen: Es wird gezielt in Nutzorganismen nach den betroffenen Genen gesucht, die diese Züchtung ausmachen. Ist das betreffende Gen publiziert, kann ab diesem Moment von Gentechnik gesprochen werden. Ich bin neugierig, wie lange es noch Restriktionen gibt, wenn die Kuh verboten wird.

    1. Lander E, et al.: Initial sequencing and analysis of the human genome. Nature 2001, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11237011

  3. Detektiv
    24. Oktober 2011, 19:02 | #3

    Nach meinem Eindruck empfinden diejenigen, die Gentechnik in irgendeiner Form ablehnen, die Gentechnik meist diffus als gefährlich. Insofern finde ich es gut und richtig, wenn – so wie hier – sich in diesem Punkt auch mal logisch dazu geäußert wird.

    Für mich ist das Problem aber an einer anderen Stelle. Wie ist denn das mit den Konzernen, die Gene und gentechnisch veränderte Lebewesen patentieren möchten? Welchen Druck üben solche Konzerne auf einzelne Menschen aus? Wer macht die Bauern von den eigenen Produkten quasi-abhängig? Wer sorgt auch mit dafür, dass das angebaute Obst und Gemüse immer weniger variiert und stattdessen immer mehr genormt ist? Das wiederum auch mit fatalen ökologischen Folgen bedingt durch die Art und Weise des Anbaus. Auch bei der Tierhaltung wird die Gentechnik bald eine größere Rolle spielen.

    Diese negativen Seiten der Gentechnik darf man m.E. nicht ausblenden. Das hängt bei dieser Thematik unmittelbar zusammen. In meinen Augen ist es geradezu naiv, Gentechnik als ungefährlich zu erklären (was sie prinzipiell ja auch sein kann), während bedingt durch die Begleiterscheinungen auch sehr negative Erscheinungen zutage treten.

  4. 24. Oktober 2011, 19:57 | #4

    Detektiv :

    Wie ist denn das mit den Konzernen, die Gene und gentechnisch veränderte Lebewesen patentieren möchten?

    Das ist doch genau das Problem. Zumindest in D. wird „dank“ idiotischer Umwelt-Terroristen schon fast jede öffentliche Forschung verhindert. Dafür hagelt es umso mehr Patente aus dem Ausland. Von Firmen, die damit Geld verdienen wollen.
    Der Umgang mit Gentechnik in D. ist ein einziger Schildbürgerstreich.

  5. Wolfgang
    24. Oktober 2011, 21:17 | #5

    Wie ist denn das mit den Konzernen, die Gene und gentechnisch veränderte Lebewesen patentieren möchten?

    Neben dem was Rincewind sagt: Warum wird dieses Thema (insbesondere von den grünen Parteien in Österreich und Deutschland) bei der Gentechnik immer so hervor gehoben? Das hat primär rein gar nichts mit der Gentechnik an sich zu tun… Patente sind überall ein schwieriges Thema. Zum Einen brauche ich sie, sonst behindere ich Fortschritt, da er zu wenig profitabel ist. Zum Anderen sind sie eine Fortschrittsbremse, weil es schwieriger wird modular zu arbeiten.

    Aber noch einmal: Was hat das mit Gentechnik zu tun? Es ist ein Thema, das gut durchdacht und ständig überdacht sein soll, aber nicht anders als in jeder anderen Sparte in der es Patente gibt…

  6. Ly Schwatzmaul
    24. Oktober 2011, 22:24 | #6

    Detektiv :
    Nach meinem Eindruck empfinden diejenigen, die Gentechnik in irgendeiner Form ablehnen, die Gentechnik meist diffus als gefährlich. Insofern finde ich es gut und richtig, wenn – so wie hier – sich in diesem Punkt auch mal logisch dazu geäußert wird.
    Für mich en Produkten quasi-abhängig? Wer sorgt auch mit dafür, dass das angebaute Obst und Gemist das Problem aber an einer anderen Stelle. Wie ist denn das mit den Konzernen, die Gene und gentechnisch veränderte Lebewesen patentieren möchten? Welchen Druck üben solche Konzerne auf einzelne Menschen aus? Wer macht die Bauern von den eigenüse immer weniger variiert und stattdessen immer mehr genormt ist? Das wiederum auch mit fatalen ökologischen Folgen bedingt durch die Art und Weise des Anbaus. Auch bei der Tierhaltung wird die Gentechnik bald eine größere Rolle spielen.
    Diese negativen Seiten der Gentechnik darf man m.E. nicht ausblenden. Das hängt bei dieser Thematik unmittelbar zusammen. In meinen Augen ist es geradezu naiv, Gentechnik als ungefährlich zu erklären (was sie prinzipiell ja auch sein kann), während bedingt durch die Begleiterscheinungen auch sehr negative Erscheinungen zutage treten.

    Hmmm Detktiv, ich denke das ist nicht ganz so leicht.
    Natürlich werden Konzerne, die ein bestimmtes Geschäftsmodell vertreten und die Erfolg mit iher Geschäftsstrategie bzw. Philosophie einen gewissen Erfolg haben, einerseits hoch gelobt, aber andererseits massiv angegangen.
    Aus Sicht der universitären Marktwirtschaft ist es sicherlich ein Problem, daß Patente auf bestimmte Sorten oder gar Züchtungen vergben werden können.
    Das ganze hat natürlich abstruse Formen angenommen, nur was soll denn die Lösung sein?
    Zurück zur „Mutter Natur“?
    Wollen wir in einem Staat leben, in dem Menschen leben, welche ihre persönlichen Befindlichkeiten zum Anlaß nehmen dürfen, über das Wohl von anderen zu entscheiden?
    Meines erachtens nach ein klares „Nein!“
    Daß es Schwierigkeiten in unserem Rechts- und Gesellschaftssystem gibt, davon bin ich überzeugt. Auch halte ich derzeitige Entwicklungen, grade im Bereich der Tagespolitik zum Thema „Gentechnik“ derzeit für fragwürdig.
    Die Frage, die sich ein kleiner Forscher immer stellt und stellen wird, ist folgende: „Kann meine Entdeckung irgendwem in irgendeinem Bereich helfen?“
    Schwierig wird es dann, wenn klar wird, welches Potential eine unabdingbare Technik hat (wenn man in Zukunft 10 Mrd. Menschen ernähren könnte, obwohl wir es heute noch nichtmal schaffen, Hungersnöte einzudämmen).
    Aber leider gibt es Szenarien, die recht absurd erscheinen, wo aber die Wissenschaft nicht mehr beisteuern kann, als gut gemeinte Ratschläge für die Zukunft…..
    Schade daß man darauf immer weniger (bzw. gar nicht mehr) hört, sondern lieber Politik macht.
    Bedauerlich ist auch, daß jeder glaubt bei solchen Themen informiert zu sein und daher seinen Senf abgeben mag, da er ja so schlau ist und den Überblick hat.
    Naja, den zweiten totalen Ausgabenstopp an meinem Institut muß ich grade durchmachen. (Ich sitze quasi hier, werde mit ´ner halben Stelle bezahlt und kann nix anderes machen als mit Kollegen Schnacken, muß aber anwesend sein).
    Vielleicht wär es ja besser, wenn alle frei über diese Gelder verfügen könnten. Dann hätten wir viele interessant Ideen, nur weiter bringen wird es die Allgemeinheit nicht.
    Forschung ist teuer.
    Forschung ist nur bedingt planbar.
    Der Ausgang ist ungewiß.
    Naja, so isses halt. Komisch niemand sagt, er will Geld für andererleute Nachwuchs investieren.
    Kann ich verstehen, aber den Effekt werden wir bald sehr deutlich spüren.
    Jede Gesellschaft bekommt was sie verdient.
    Gruß
    Ly Schwatzmaul

  7. ATC
    24. Oktober 2011, 23:43 | #7

    Es ist das MEM,das zusammen gehört.Oder die Meme,oder die Memmele-Sekte,die sich gerade formiert.Oder wie Harald Schmidt sagt:“Es gibt nur die Kreationisten,bums,und die Welt ist fertig.
    http://www.pnn.de/wirtschaft/575675/
    Tja,Ly Schwatzmaul,klingt vieles heutzutage nach großer Sektensehnsucht und Hirnabschalten wollen.Bei diesen ganzen übergelaufenen(-geschnappten)Querfrontlern.

  8. Detektiv
    25. Oktober 2011, 20:37 | #8

    @Rincewind: Richtig, wenn Patente bei einem Unternehmen liegen (das ja nun mal zwangsläufig Gewinn erwirtschaften muss), wird damit kein Hungerproblem gelöst. Wem „gehören“ aber die Ergebnisse staatlich geförderter Forschung in Deutschland?

    @Wolfgang: Was die Problematik der Patentierung und Vermarktung gentechnisch veränderter Organismen bedeuten kann, kann man (für einen ersten Überblick) beim Lesen des Wikipedia-Artikels über Monsanto erahnen. Auch die Diskussionsseite dort ist interessant. Da nun über 90% des weltweit verwendeten gentechnisch veränderten Saatguts von Monsanto stammen, ist die Wirtschaftspolitik und politische Einflussnahme dieses Konzerns eben fast immer unmittelbar mit dem Thema Gentechnik verbunden. Das ist so ähnlich wie bei Computerbetriebssystemen: Windows ist bei weitem nicht das einzige OS von Bedeutung. Aufgrund des Verbreitungsgrades kommt man aber daran nicht vorbei.

  9. Wolfgang
    25. Oktober 2011, 22:30 | #9

    @Detektiv: Und noch immer hat das nichts mit Gentechnik zu tun. Aber so wird argumentiert… darum geht es mir. Wenn Monsanto ein Problem ist, dann sollte man gegen Monsanto vor gehen und nicht gegen Gentechnik. Wenn Microsoft ein Problem ist, sollte man gegen Microsoft vorgehen und nicht gegen Computer. Ist das so schwierig zu verstehen?

  10. quantumzero
    26. Oktober 2011, 09:02 | #10

    >>>Und- was, bitteschön, ist heutzutage nicht vom Menschen beeinflusst?<<<<

    Was ist nicht wechselseitig beeinflusst?
    Haben Pilze einen noch grösseren Einfluss als wir Menschen?
    Vieles nehmen wir mit unseren sehr eingeschränkten Sinnen nicht wahr, daher hat es die Filmwirtschaft leicht, Filme zu produzieren, die etwas gefährliches vorgaukeln.

    Die kritische Wahrnehmung wird in der Regelschule nicht gelehrt, darin sehe ich eine der Ursachen dass besonders alternative Parteien grösseren Zulauf haben, die Grünen und Co. bieten einfache Lösungen an, das wird von einer großen Bevölkerugnsgruppe gewünscht, die Medien spielen da hervorragend mit, wie gerade jetzt in der "Eurokrise" zu verfolgen ist.

    Vielleicht gelingt es der doch sehr einzementierten Wissenschaft ind das Bewußtsein der Völker hervorzutreten und wirklich aufzuklären.

    In der Bevölkerung ist eher Wissenschaftsfeindlichkeit zu vernehmen, das muss ehest beseitigt werden. Es ist zwar schön und gut, wenn ein Volksschüler nach 4 Klassen den Müll sortenrein in dei Container werfen kann, jedoch keine Ahnung hat woher denn die Fruchtzwerge kommen oder seine Frühstücksschokolade……

    Die Science Busters wären so eine Möglichkeit, es gibt jedoch noch viele andere Initiativen, die alle bemüht sind, doch wenn die Hauptmedien nicht dahinterstehen, haben die Alternativen das Sagen, leider.

    Die Mehrzahl der Anhänger alternativer Parteigänger kommt aus dem Lehrerumfeld!!

  11. ATC
    26. Oktober 2011, 11:41 | #11

    @quantumze
    http://www.wdrmaus.de
    http://www.tivi.de/fernsehen/loewenzahn/start/
    http://www.checkeins.de/willi-wills-wissen.html
    http://www.jean-pütz.net/

    So,liebe Freunde,und wers etwas derber willl,der schaut für die kleinen Racker unter uns:Bernd,das Brot.

  12. quantumzero
    26. Oktober 2011, 14:47 | #12

    @ATC
    Ja, gut:
    Erreichst du damit die Lehrer und Eltern?
    Wer erklärt es den Kindern?
    Dort liegt das Problem!

    Wie hoch sind die Einschaltquoten dieser Sendungen?

  13. Detektiv
    26. Oktober 2011, 14:54 | #13

    @Wolfgang: Kein Zusammenhang? Vielleicht nicht im Genotyp, aber beim Phänotyp… 😉

    Im Ernst: Natürlich hast Du recht damit, dass man gegen die Ursache eines Problems vorgehen sollte. Mit meinem Einwand wollte ich auch nur sagen, dass es aufgrund der aktuellen Situation im Bereich Gentechnik m.E. nicht ausreicht darauf hinzuweisen, dass die Technik selbst ungefährlich ist.

    Eine Bevölkerung, die mehrheitlich in Verkennung der/ihrer Realität anscheinend eine abstruse Vorstellung von der „guten Natur“ gepaart mit diffusen Ängsten vor „Chemie“ und „Genmanipulation“ hat, wird man so nicht erreichen.

  14. 26. Oktober 2011, 16:10 | #14

    Noch eine Bemerkung zu den Patenten und der vielbeschworenen Abhängigkeit: Europäische Bauern benutzen seit Jahrzehnten zu großen Teilen Hybridsaatgut, d.h. sie kaufen jedes Jahr neues (sie könnten zwar Saatgut aufbewahren und aussäen, was aber sehr viel geringere Beträge bringt als frisches Saatgut der selben Sorte): Mein Punkt ist, dass wir eben keine Abhängigkeit der Bauern von den Saatgutherstellern beobachten können, ergo auch nichts ähnliches bei GMOs zu erwarten steht. BTW ist das, wie schon oft gesagt, eine rein ökonomische Frage und hat mit Genttechnik nicht die Bohne was zu tun.

  15. Detektiv
    26. Oktober 2011, 17:36 | #15

    Mentha Trecenta :
    Noch eine Bemerkung zu den Patenten und der vielbeschworenen Abhängigkeit: Europäische Bauern benutzen seit Jahrzehnten zu großen Teilen Hybridsaatgut, d.h. sie kaufen jedes Jahr neues (sie könnten zwar Saatgut aufbewahren und aussäen, was aber sehr viel geringere Beträge bringt als frisches Saatgut der selben Sorte): Mein Punkt ist, dass wir eben keine Abhängigkeit der Bauern von den Saatgutherstellern beobachten können, ergo auch nichts ähnliches bei GMOs zu erwarten steht. BTW ist das, wie schon oft gesagt, eine rein ökonomische Frage und hat mit Genttechnik nicht die Bohne was zu tun.

    „…könnten, aber… “ Wie ich das sehe, beschreibst Du damit sehr anschaulich eine De-facto-Abhängigkeit.

    Bei Monsantos gentechnisch veränderten Pflanzen ist die Abhängigkeit aber noch deutlich ausgeprägter, da zum Kauf neuen Saatguts jedes Jahr gezwungen wird.

  16. Biene
    26. Oktober 2011, 17:55 | #16

    detlev :
    viel zum Thema (ich habe nicht alles gelesen) -> http://www.ngo-online.de/tags/gentechnik/
    besonders Jörg Bergstedt kann viel zur MAFIA sagen

    zu Jörg Bergstedt würde mich auch mal ein bisschen Hintergrundinfo interessieren. Vielleicht ist der einen Wiki Eintrag wert? Bisher scheint der mir ein weiterer Verschwörungstheoretiker zu sein der durchs Land zieht, und in Biosupermärkten Leute rekrutiert um GVO-Versuchsfelder platt zu trampeln. Dass dabei auch Forschung zerstört wird, die vielleicht irgendwann darauf hinführt, Insulin oder Impfstoffe in Pflanzen zu erzeugen um diese eines Tages Menschen in Ländern zugänglich zu machen, die nicht einfach zum Arzt für eine Impfung gehen können, scheint diese Leute nicht zu interessieren. Aber vielleicht sind ein Großteil der GVO-Gegner auch Impfgegner, dann passt es ja wieder 🙂

    Bei einer Kreuzung von zwei Arten werden übrigens ganze Genome zusammengeworfen, ohne dass man weiß was danach passiert. Bei der Gentechnik wird gezielt meist nur ein Gen verändert oder eingebracht, und dabei erwartet man schon eine bestimmte Funktion des neuen Gens. Somit müsste man eigentl diese ganzen Sicherheitstudien erst recht bei allen durch Kreuzung hervorgegangenen Arten durchführen….

  17. mythbuster
    26. Oktober 2011, 18:56 | #17

    Reden wir doch mal Klartext: Die Gentechnik wird von Konzernen dazu missbraucht einen zentralen Sektor unserer Versorgung unter ihre Kontrolle zu bringen. Dasselbe ist bereits mit anderen Teilen der Wirtschaft passiert. Die Fleischwirtschaft erzeugt durch industrielle Methoden billige Produkte, aber gleichzeitig wird im Marketing gelogen das sich die Balken biegen und die kleinbäuerliche Produktion vorgegaukelt.Genau so funktioniert das beim Gemüse.
    Ich sehe nicht im geringsten ein, warum ich auch nur den aufklärerischen kleinen Finger rühren soll um denen auch noch zu helfen mit allen möglichen (ganz bestimmt nicht ungesunden) Dreck ins Essen zu mischen und die letzten Lebensmittelerzeuger unter ihre Kontrolle zu bekommen, denen dann nichts anderes mehr übrig bleibt als sich den Regeln des Profits zu unterwerfen und genau so zu handeln wie ich es *nicht* für richtig halte.
    Ich habe genug damit zu tun die sonstigen Scharlatane, Bauernfänger und andere Pappnasen zu entlarven als mich an die Seite von Leuten zu stellen, die öffentlich verbreiten, dass man auch noch die Wasserverteilung privatisieren muss (Wie das der Vorstandsvorsitzende von Nestle gerne tut). DAS ist wirklich gruselig.
    Und ein weiterer Aspekt:
    Wenn man 50 Jahre lang beteuert alle Risiken einer Technologie im Griff zu haben und einem dann dieselbe Technologie um die Ohren fliegt – was deren Gegner schon immer behauptet haben- braucht man sich nicht zu wundern, das der Normalbürger solchen Beteuerungen nicht mehr geneigt ist das Ohr zu leihen. Ja, es ist ungerecht, wenn Biogenetiker die Suppe auslöffeln müssen, die ihnen Atomingenieure eingebrockt haben. Aber vielleicht sollten sie dann mal lieber die Zeit nutzen, damit diesmal wirklich garantiert nix schief geht – zum Beispiel indem man versucht noch besser zu verstehen, was man da eigentlich tut. So weit ich das weiß stochern Genetiker heute auch nur im Trüben herum und probieren mal hier, mal da.

    Gruß,
    Mythbuster

  18. 26. Oktober 2011, 19:10 | #18

    Du nennst Dich mythbuster und wirfst hier selbst mit Mythen um Dich. Schönes Eigentor.

  19. Ly Schwatzmaul
    26. Oktober 2011, 20:37 | #19

    mythbuster :
    Reden wir doch mal Klartext: Die Gentechnik wird von Konzernen dazu missbraucht einen zentralen Sektor unserer Versorgung unter ihre Kontrolle zu bringen. Dasselbe ist bereits mit anderen Teilen der Wirtschaft passiert. Die Fleischwirtschaft erzeugt durch industrielle Methoden billige Produkte, aber gleichzeitig wird im Marketing gelogen das sich die Balken biegen und die kleinbäuerliche Produktion vorgegaukelt.Genau so funktioniert das beim Gemüse.
    Gruß,
    Mythbuster

    Gut, reden wir Klartext. Die Fleischerzeuger sitzen mittlerweile z.B. in Dänemark. Die Verarbeitung findet in Deutschland statt. Der Vertrieb ist dann Europaweit……..
    Vorsichtig formuliert: „Deutschland ist, was die Fleischverarbeitung angeht in der EU ein Billiglohnland.“
    So, was genau kritisiert Du denn nun bitte?

  20. 26. Oktober 2011, 22:03 | #20

    Leider muss ich Euch da widersprechen. Die Abneigung der Gentechnik ist ein natürliches, gottgegebenes Bedürfnis des Menschen. Sonst hieße es ja nicht geGen etwas zu sein. Ist doch ganz klar.

    Zur Urkost habe ich mir auch mal ein paar Gedanken gemacht: http://dieausrufer.wordpress.com/2011/03/23/ur-sprung/

  21. 26. Oktober 2011, 22:17 | #21

    @mythbuster

    Ist Aufklärung nicht Aufklärung? Wenn es gute Argumente gegen die Privatisierung von Wasser gibt, sollte man die Leute damit überzeugen. Außerdem springt man ja nicht Nestle beim Thema Wasser zur Seite, wenn man über Gentechnik aufklärt.

  22. mythbuster
    27. Oktober 2011, 11:37 | #22

    @Ly Schwatzmaul
    Wer da was tut interessiert mich in dem Zusammenhang weniger. Es geht um das WIE. Massentierhaltung ist keine schöne Sache. Wenn es aber um den Verkauf geht, dann werden Bauernhöfe vorgeführt (in der Werbung), wie sie mal vor hundert Jahren funktioniert haben. Das ist doch verlogen!
    In gewisser weise wird das aber großflächig praktiziert: Frag mal rum wie viele Eltern ihren Kindern nicht zumuten wollen, dass man das Fleisch das man essen will vorher töten muss.

    Gruß,
    Mythbuster

  23. mythbuster
    27. Oktober 2011, 12:48 | #23

    @merdeister
    Nee. Aber bei der Gen-Debatte geht es eigentlich um die Macht der Nahrungsmittelkonzerne: Durch die Verbesserung bestimmter Eigenschaften und deren Patentierung wollen diese die komplette Kontrolle über den Produktionsprozess erlangen. Das optimiert den Gewinn, weil sie dann dem Bauern den kompletten Prozess vorschreiben können und ihn zum Zulieferer in einem industriellen Prozess machen. Wie das dann aussieht kannst Du Dir z.B. in der Autoindustrie anschauen, in der den Zulieferern sogar vorgeschrieben wird welchen Gewinn sie machen dürfen.
    Wenn aber die Steuerung der Produktion bei Konzernen liegt, dann wird jede ethische Frage nebensächlich und Qualität ein Begriff der nichts mehr mit Geschmack, sondern nur noch mit Effizienzfaktoren zu tun hat.

  24. mythbuster
    27. Oktober 2011, 12:49 | #24

    @Cohen
    Und um welche Mythen soll es sich da handeln? Da bin ich aber sehr gespannt!

  25. Statistiker
    27. Oktober 2011, 20:07 | #25

    den Troll Mythbuster fütter ich nicht. Zu doof……

  26. mythbuster
    28. Oktober 2011, 13:45 | #26

    Statistiker :
    den Troll Mythbuster fütter ich nicht. Zu doof……

    Troll? *seufz*
    Sicher. Ist ja kein Sachthema mehr sondern nur ne politische Bewertung. Hat ja mit dem Thema nix zu tun. Wir tauschen uns ja hier NUR über die Wahrheit aus.
    Was ist nun schlimmer? Ein Troll zu sein oder ein Zyklop?

  27. 28. Oktober 2011, 15:17 | #27

    @mythbuster

    Der Mythos, wir würden nur im „Trüben fischen“ zum Beispiel. Wer keine Ahnung hat, sollte vielleicht etwas vorsichtiger mit solchen Äußerungen sein.

    Wie ich es sehe, hast du auch keine Belege für deine steile These der Weltherrschaft der Lebenmittelproduzenten gebracht.

    Ich erwarte da aber auch nichts.

  28. Antitainment
    28. Oktober 2011, 16:13 | #28

    /esomodus on
    mythbuster ist doch ganz klar von der Pestizid-/Herbizid-/Insektizidindustrie-Lobby-Mafia gesponsort, die ja wohl die Weltherrschaft anstrebt.
    Beweise liefere ich gerne über dubiose Internetseiten oder aber den immergültigen Youtube-Videos.
    (Irgendeine DDT-Schauergeschichte lässt sich locker ausgraben und steht dem strohigen Atomindustrievergleich in nichts nach)
    /esomodus off

  29. 29. Oktober 2011, 11:39 | #29

    Wie eine bürokratische Erschwerung des Marktzuganges zu einer Abnahme von Monopolen führt, hätte ich gern mal nachvollziehbar vorgerechnet. 🙂

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