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Philosoph bestätigt CERN-Neutrino-Experiment

Zeitreisen sind möglich.

Der Optiker unter den Philosophen, der mit der legendären Bügellänge, Peter Sloterdijk, hat sich zu Rudolf Steiner geäußert. Andreas Lichte hat das bei den Ruhrbaronen recht trefflich kommentiert. Den Artikel werden wir die nächsten Tage auch noch mal zwecks Penetranz veröffentlichen.

Gleichzeitig kann man bei Detritus (Scilogs) ebenso eine wunderbar nüchterne Analyse von Steiners Blödsinn lesen. So richtig schön ist, was Detritus da an einem fast schon verschütteten Zitat von Karl Popper ausgegraben hat:

Jeder Intellektuelle hat eine ganz besondere Verantwortung. Er hatte das Privileg und die Gelegenheit, zu studieren; dafür schuldet er es seinen Mitmenschen (oder „der Gesellschaft“), die Ergebnisse seiner Studien in der einfachsten und klarsten und verständlichsten Form darzustellen. Das Schlimmste – die Sünde gegen den heiligen Geist – ist, wenn die Intellektuellen versuchen, sich ihren Mitmenschen gegenüber als große Propheten aufzuspielen und sie mit orakelnden Philosophien zu beeindrucken. Wer’s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er’s klar sagen kann. […] Was ich oben (Punkt 1) die Sünde gegen den heiligen Geist genannt habe – die Anmaßung des dreiviertel Gebildeten –, das ist das Phrasendreschen, das Vorgeben einer Weisheit, die wir nicht besitzen. Das Kochrezept ist: Tautologien und Trivialitäten gewürzt mit paradoxem Unsinn. Ein anderes Kochrezept ist: Schreibe schwer verständlichen Schwulst und füge von Zeit zu Zeit Trivialitäten hinzu. Das schmeckt dem Leser, der geschmeichelt ist, in einem so ‚tiefen‘ Buch Gedanken zu finden, die er selbst schon mal gedacht hat.

Wie kann es sein, dass Popper Sloterdijk vorab kritisiert hat? Wie kann man es so treffend ausdrücken, ohne das Geschwurbel von extremen Langbügel-Brillenträgern vorher gehört zu haben?

Das ist quasi das Rätsel zum Wochenende.

 

  1. zwingenberger
    24. Oktober 2011, 16:14 | #1

    Des Rätsels Lösung ist doch einfach:

    Sloterdijk hat von Steiner keine Ahnung. Der interessiert ihn nicht die Bohne. Sloterdijk interessiert letztlich nur eines: der eigene medienwirksame Auftritt.

    Für dieses Podiumsgedöns hat Sloterdijk vermutlich null Vorbereitung gebraucht. Einfach ein paar wohlfeile Dampfblasen ventilieren, von denen er meint, sie seien in diesem Kreise irgendwie konsensfähig, den Rest besorgt die Autorität der Person.

    An dem Inhalt der Dampfblasen selbst hat sich seit Poppers Zeiten nichts geändert.

  2. 24. Oktober 2011, 17:03 | #2

    zwingenberger :

    Des Rätsels Lösung ist doch einfach:

    Leider ja. Das ist das Problem daran.

  3. Ralf
    24. Oktober 2011, 17:58 | #3

    möchte mal sagen:

    Dummschwätz schützt vor Strafe nicht!

    Genau richtig, daß der Dummschwätzer Sloterdijk seinen Namen bei Esowatch lesen kann.

  4. snemelc
    24. Oktober 2011, 22:37 | #4

    Da die rein theoretischen Teilchen, die sich mit Überlichtgeschwindigkeit fortbewegen Tachyonen sind und deren Existenz unter anderem bedeuten könnte, dass Nachrichten aus der Zukunft in die Vergangenheit geschickt werden könnten, macht der Bruch der Kausalität in diesem Zusammenhang durchaus Sinn.

  5. 25. Oktober 2011, 00:18 | #5

    snemelc :

    Da die rein theoretischen Teilchen, die sich mit Überlichtgeschwindigkeit fortbewegen Tachyonen sind und deren Existenz unter anderem bedeuten könnte, dass Nachrichten aus der Zukunft in die Vergangenheit geschickt werden könnten, macht der Bruch der Kausalität in diesem Zusammenhang durchaus Sinn.

    Ja, das ist wie mit dem Hund. Wenn er nicht geschissen hätte, hätte er …

  6. Blätterwald
    25. Oktober 2011, 10:44 | #6

    SPIEGELonline, Heute in den Feuilletons

    „Die Angst vor der Gurukratie hat sich gelegt“

    In der „Welt“ plädiert Peter Sloterdijk für Rudolf Steiner. Bei den Ruhrbaronen plädiert Rudolf Steiner gegen sich selbst […]

    Andreas Lichte von den Ruhrbaronen ist nicht so einverstanden mit Peter Sloterdijks Rudolf-Steiner-Exhumierung. Zu Sloterdijks Behauptung, Steiner ermögliche eine Koexistenz der Menschen auf dem Planeten, stellt er Steiners Zitat über Menschen in Afrika: “Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, dass sie alles Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist… Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.” Und später dann: “Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.”

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,793793,00.html

  7. zwingenberger
    25. Oktober 2011, 12:45 | #7

    Sloterdijk hat vor vielen Jahren zugegebenermaßen ein richtig intelligentes Buch geschrieben, die Kritik der Zynischen Vernunft. Davon zehrt sein Ruhm heute noch. In den vergangenen Jahren hat er sich hauptsächlich dadurch im Gespräch gehalten, dass er stockreaktionäre oder ultraliberale Thesen unters Volk brachte. Sollte er sich mit Steiner ernsthaft auseinandergesetzt haben, bekäme dann auch der bizarre Begriff von der „Vertikalität“ noch ein schales Beigschmäckle: Wir Weiße Rasse hier oben, Ihr Schwarzes Negervolk da unten. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass ein Großdenker inhumanes Gedankengut in prätentiösen Neologismen versteckt.

  8. Statistiker
    25. Oktober 2011, 14:25 | #8

    Schleuterdick, Schleuterdick….. ist das nicht dieser komische Kerl, der alle Steuern für fiese Enteignung hält und lieber Leute verhungern lassen will nach dem Motto: „Wer nicht so schön und reich ist wie ich, hat eben selber schuld und soll meinetwegen krepieren“? Naja, wer sich für neoliberale Gesindelpolemik hergibt, von dem ist nichts zu erwarten….

  9. ATC
    25. Oktober 2011, 14:44 | #9

    So ist das mit dem“Minderwertigen“:Die einen wollen den Tod von Menschen mit geistigem Handicap(Singer et al),die anderen halten „Neger“für Triebgebeutelt,und die anderen „treibens“mit mit den „Sozialschmarotzern“.Und wiederum andere von der Giordano-Bruno-Stiftung behaupten schon im Jugendalter,sie seien Affenmenschen und haben das bis heute nicht austherapiert.https://www.jugend-forscht.de/index.php/article/detail/2557 und verleihen sich untereinander Preise.Fragt sich dann bloß,ob politisches Bewußtsein etwas mit Affengenen zu tun hat,oder ob winston Churchill besser noch leben sollte.

  10. Sker
    26. Oktober 2011, 00:23 | #10

    Ja genau, „Singer will den Tod von Menschen mit geistigem Handicap“. Ja genau!

    Achja und keine Angst. Menschen sind keine Affen, Menschen sind Menschen und Affen sind Tiere. Gott hat die Menschen gemacht und dann hat Gott die Tiere gemacht, zu unsere Belustigung. Keine Ahnung was die da von der GBS erzählen. Ja genau!

  11. Negerroman
    28. Oktober 2011, 09:17 | #11

    „Nach Rudolf Steiner sind reinrassig arische halbe Neger grau“

    heißt der Artikel. Kann man mal sehen, wofür Peter Sloterdijk, Rudolf Steiner, sich einsetzt

    sehr gute Illustration von Rudolf Steiner Rassenwahn

    http://weblog.hundeiker.de/item/4334

  12. Antitainment
    28. Oktober 2011, 12:48 | #12

    @Sker
    Endlich einer mit Durchblick – Manche haben Singer ja völlig falsch verstanden, denn eigentlich jagt er Rollstuhlfahrer mit der Schrotflinte und klaut Kokosnüsse. 🙂

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