Home > Allgemein > Der Preis des bewussten Lebens (3) – Ganzheitlich abdichten

Der Preis des bewussten Lebens (3) – Ganzheitlich abdichten

 

Bei der Firma PROBIOSA in Alfter bei Bonn ist „Ganzheitlichkeit“ Trumpf, und unter diesem Aspekt gibt es hier unter vielem anderem auch Mineralerden zur Nahrungsergänzung, insbesondere „Zeolit“ und „Myolit“. Dabei handelt es sich um zwei in der Anwendungsempfehlung ähnliche Mineralpräparate.

Über „Zeolith“ weiß unser Wiki mehr: https://www.psiram.com/de/index.php?title=Klinoptilolith

Schauen wir uns also Myolith einmal näher an.

Myolit wird in Kapselform angeboten. Angeblich soll es bei Entschlackung und Darmreinigung, die in einschlägigen Kreisen obsessiv propagiert wird, helfen und aus 100 % „Clarit 125“ bestehen. Dies ist nun kein Begriff aus Mineralogie oder Petrografie, sondern der Handelsname eines Produkts der Firma Süd-Chemie in München, die zur Clariant-Gruppe gehört, einem Spin-off der Chemiesparte der Sandoz AG und ein Nachfolgeunternehmen der Hoechst AG.

Das als pdf abrufbare Datenblatt zeigt: es handelt sich um alkalisch aktivierten Bentonit, ein tonhaltiges Mischmineral mit starker Wasseraufnahme- und Quellfähigkeit (bevor Mutmaßungen zur „Aktivierung“ aufkommen: bei der  „alkalischen Aktivierung“ wird durch einen Ionentausch einfach nur Calciumbentonit zu einem Natriumbentonit umgebaut).

Technisch kann man mit Bentonit alles mögliche anstellen – nur aufs orale Einwerfen muss man erst einmal kommen. Die üblichen Anwendungen reichen von Abdichtungen im Tiefbau über Katzenstreu bis zum Klären von Wein. Bentonit kann in Flüssigkeiten Schwebstoffe binden, daher ist es unter Aquariumbetreibern gebräuchlich. Clarit 125 wird von Süd-Chemie speziell für die Lebensmittelindustrie angeboten, als Klärungsmittel für Wein und Säfte, und ich kann mir recht gut vorstellen, was für einen Ast sich der Produktmanager gelacht haben könnte, wenn er seinen Weinverschönerer als „ganzheitliches“ NEM wiederfand. Als Lebensmittelzusatz trägt Bentonit übrigens die Bezeichnung E 558 und wird dort als Trennmittel und als Trägersubstanz für Farbstoffe verwendet . So haben wir uns „Ganzheitlichkeit“ immer vorgestellt!

Die Preise für Bentonit differieren je nach Anwendung und Aufbereitung: für Gartenbau und Aquarium ist es ca. 1 €/100 g, bei der Weinbehandlung 2 bis 5 €/100 g. Als Katzenstreu gibt es 10 kg schon für 3 €. Will man mit E 558 den eigenen Darm reinigen, muss man den Beutel etwas weiter auftun: bei PROBIOSA kosten 90 Myolit-Kapseln, von denen täglich ein bis zwei Stück eingeworfen werden sollen, knapp 35 €.

Übrigens weist PROBIOSA vorsichtshalber selbst darauf hin, dass das Präparat bei oraler Einnahme nicht ganz ohne ist:

Die angegebene empfohlene Verzehrmenge darf nicht überschritten werden.“

Womöglich entfaltet der Bentonit sonst an ganz ungeeignetem Ort seine abdichtenden Eigenschaften.

Teil 1: Das letzte Hemd …

Teil 2: Spiegel und Salz, Gott erhalts!

Teil 4: Der gute (Grund)Ton

Teil 5: Wer eine Meise hat, hat auch Likör

  1. observer
    21. Oktober 2011, 15:51 | #1

    Die Nahrungsergänzungsmittel sind ja überhaupt so eine Sache,

    Für Impfgegner ist Squalen in Mengen von 10 mg als Adjuvans ganz gefährlich- als Nahrungsergänzungsmittel wird es täglich in Mengen von 1 gr eingeworfen und hat überhaupt keine nebenwirkungen.

    Womit ich nicht behaupten möchte, dass die Sache mit Pandemrix und Narkolepsie schon geklärt ist.

  2. Minerva
    21. Oktober 2011, 18:31 | #2

    Und ich werfe die gebrauchte Katzenstreu weg – da lässt sich doch sicher noch was ganzheitliches draus stricken…

  3. Antitainment
    21. Oktober 2011, 23:37 | #3

    Na wenn man den teuersten Kaffee aus „Katzenexkrementen“ holt, dann wäre da doch für Geschäftstüchtige auch ne Marktlücke in deinem gebrauchten Katzenstreu drin.
    Eine süße Katze ist doch sanfte Natur pur, das dürfte dann doch auch für Katzenverdautes gelten – Die kuschelweiche Katzenentschlackungskur für nur 59,99 Euro im praktischen wiederverschließbaren und garantiert schwingungsneutralen 300g Plastebeutel.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kopi_Luwak

  4. quantumzero
    22. Oktober 2011, 17:35 | #4

    Ganz so ist es wiederum nicht, denn:

    „“Durch ein spezielles Verfahren wird das Mineral aktiviert und ist nach der Veredelung mittels der aufgeprägten Frequenzen bioenergetisch so ausgerichtet, dass es den Stoffwechsels, die Immunkraft und die Beweglichkeit aktiviert.““

    Das macht den wirklichen Unterschied zu Katzenstreu und Co, bitt bei einer Beurteilung sollte genau dieser Umstand gewürdigt werden. Denn das aufbringen der Frequenzen ist Schwerarbeit. Doch was passiert, wenn ich mit meinem Mobiltelefon in der Nähe der Kapseln telefonier? Sind die Informationen dann weg?

  5. Minerva
    22. Oktober 2011, 21:17 | #5

    Wer sagt denn, das meine Katzen das Bentonit nicht ebenfalls veredelt und mit felinen Frequenzen bioenergetisch ausgerichtet haben? Ich kann versichern, dass die jedes Mal beim Veredeln intensiv in der Einstreu scharren und dabei einen überirdisch übersinnlichen Gesichtsausdruck haben – geradezu entrückt sind sie!

    Warum wohl sonst haben die alten Ägpter Katzen verehrt? Die waren damals den Zwischenwelten noch soviel näher als wir heute *mitdemHenkelkreuzwedel*

  6. Wiesodenn
    22. Oktober 2011, 21:24 | #6

    @quantumzero

    Ich habe meine Katzen ausgebildet. Sie prägen die Frequenzen auf das Mineral. Die grobstofflichen braunen Frequenzen werden nachher ausgesiebt.

    Dann wird das veredelte Mineral noch geruchsoptimiert und farblich etwas angepasst und in Pillenform gepresst-

  7. Antitainment
    22. Oktober 2011, 23:21 | #7

    Katzen sind ja wohl enorm bioenergetisch, wie dieses Video ganz klar unter Beweis stellt.
    http://www.youtube.com/watch?v=q-j7OhI5V2s
    Wie wir alle wissen ist ein Youtube-Video generell über allen Zweifel erhaben und gilt immer als die Mutter aller Quellen und Belege – Wer jetzt anderer Meinung ist gehört ganz klar zur Pharmamafia!

  8. Renate
    23. Oktober 2011, 19:23 | #8

    Ausserdem, Katzen lieben die Sonne und die Energie der Sonne kommt naturlich auch in den Betonit, wenn die Katzen es benutzt haben.

  9. Statistiker
    25. Oktober 2011, 14:22 | #9

    Vor dem Pressen der Pillen aus dem gebrauchten Katzenstreu gehört aber noch etwas erbrochener Räucherfisch dazu, denn wie jeder weiß, lieben Katzen ja Fisch. Und durch das Räuchern wird die Fischenergie potenziert und durch das Erbrechen ist das Verschütteln ebenfalls gewährleistet. Ich empfehle Heilbutt, der schmiert besonders schön. Makrele ist etwas grätig, aber bei Vollmond zusammen mit Schillerlocke ist das im vierten Quadranten des heiligen Idiotus auch okay….

  10. The_Vanguard
    25. Oktober 2011, 15:35 | #10

    Minerva :Warum wohl sonst haben die alten Ägpter Katzen verehrt? Die waren damals den Zwischenwelten noch soviel näher als wir heute *mitdemHenkelkreuzwedel*

    Und Schrödinger hat das wissenschaftlich bewiesen! Mit Quanten und so!

    http://dresdencodak.com/2006/02/13/trouble-in-memphis/

  11. 3. November 2011, 15:19 | #11

    Naja ich glaub, die durchschnittlichen Käufer von dem Zeug sind schon ganz gut „abgedichtet“ oben ‚rum…

  1. 22. Oktober 2011, 12:02 | #1

Spamschutz: Setzen Sie einen Haken im ersten, zweiten, dritten und vierten Kästchen

Spam protection: Check the first, second, third and forth box



      

css.php