Home > Allgemein, Impfen > Warum Bill Gates mein Held wurde

Warum Bill Gates mein Held wurde

Ich mochte Windows nie besonders und hatte den folgenden Spruch lange als Signatur:
„In a world without walls and fences, who needs windows and gates?“

Steve Jobs war cool und Linus Torvalds der Größte.

Bill Gates? Ein skrupelloser Geschäftsmann, wie er im Buche steht. Als er die Torte ins Gesicht bekam habe ich gelacht, über Windows Millenium noch mehr.

Heute ist Bill Gates mein Held. Warum? Ganz einfach. Wäre er nicht, würde die Welt heute anders aussehen. 5 Millionen Menschen ärmer, Tendenz steigend …

Vor mehr als 15 Jahren begann Bill Gates seinen Maßstab des Erfolges zu ändern. Der Maßstab war nicht mehr Verkauf, Lizenzen, Marktanteile, auf der Messlatte wurden stattdessen „gerettete Leben, Kinder die nicht verkrüppelt werden“ aufgetragen. Die Gründung seiner Stiftung, die heute die zweitgrößte und außerdem die größte transparente private Stiftung der Welt (Die „IKEA-Stiftung“ ist wohl größer, aber nicht transparent und nur auf dem Papier wohltätig) ist, war eine große Sache. Beeindruckend ist jedoch für mich vor allem, dass Bill Gates ein rationaler Denker ist und bleibt. Die neue Metrik des Erfolges beherzigend, begann er als effizienter und knallharter Geschäftsmann mit dem Ziel die Welt zu verbessern, zu agieren. Hirn regiert über Herz. Wohlfahrt, die nach Ergebnissen strebt, nicht dazu ein schlechtes Gewissen zu beruhigen.

Sehr früh erkannte die Bill & Melinda Gates Foundation (damals noch William H. Gates Foundation) Überbevölkerung als ein Problem mit weitreichenden Konsequenzen. Die Lösungsstrategien lagen scheinbar auf der Hand: Frauen über Verhütungsmittel aufklären, Geburtenkontrolle.

Impfungen ergaben in dieser Logik keinen Sinn. Dann jedoch kamen die Zahlen, die Statistiken. Hans Rosling erklärt das sehr schön:


(Auf der TED-Seite sind Untertitel in 41 Sprachen vorhanden)

Wenn die Kindersterblichkeit sinkt, sinkt, scheinbar paradoxerweise, auch die Geburtenrate. Die Logik ist aber eigentlich einfach, wenn die Menschen wissen, dass ihre Kinder überleben, bekommen sie weniger.

Bill Gates, der Rationalist, sah diese Daten und Statistiken und änderte Meinung und Strategie. Neues Ziel: Senkung der Kindersterblichkeit. Das ist ein Punkt der Rationalisten, Skeptiker, Wissenschaftler auszeichnet: Wenn die Daten nicht zur Theorie passen, verwirft man die Theorie. Nicht die Daten.

Die Daten zeigten weiterhin, dass der beste/kostengünstigste Weg um die Kindersterblichkeit zu senken, Impfungen waren. Das Pferd wurde gesattelt und bestiegen. Die Bill & Melinda Gates Foundation wurde gegründet, noch etwas mehr Kleingeld hineingesteckt.

Und dann kam das Problem: Es gab nicht genügend Impfstoffe! Die Pharmariesen produzierten nicht genug. Warum sollten sie? Warum sollten sie Impfstoffe herstellen, für die Ärmsten der Armen, die sich das Zeug sowieso nicht leisten können? Er stand vor dem Problem, dass es nicht einmal jemand gab, dem er einen Scheck ausstellen konnte…

Es mag als Schock für Impfgegner kommen, aber Impfstoffe waren kein großes Geschäft. Die letzten Ereignisse um Wakefield und Thimerosal verbesserten die Situation auch nicht.

Um die Versorgung zu garantieren musste zuerst ein Markt geschaffen werden, Anreize gegeben werden. Etwas, das der knallharte Geschäftsmann Gates verstand. Zusammen mit UN, Unicef, Weltbank, Pharmafirmen, … stampfte er die Global Alliance for Vaccines & Immunisation aus dem Boden. Er knallte sein Scheckbuch auf den Tisch und schuf einen Markt für Impfstoffe. Garantien der Entwicklungsländer zur Finanzierung von Impfprogrammen, 750 Millionen aus seiner Tasche und ein Abkommen zu einem prüfbaren Verteilungssystem. Die Gates Foundation warf letztens noch etwas Kleingeld ein (also 1 Millarde).

Es hat sich ausgezahlt. Die Kosten für Impfstoffe fielen dramatisch, Rotarix fiel seitdem z.B. von 102 Dollar auf 2,50 Dollar pro Impfung. 5 Millionen Tote (viele davon Kinder) konnten vermieden werden. Im nächsten Jahrzehnt sollen weitere 10 Millionen Menschen durch Impfungen gerettet werden. Die Kinderlähmung steht vor der Ausrottung, die Masern sollten eigentlich recht schnell zu schaffen sein, auch gegen Malaria gibt es einen ersten Impfstoff.

Der von Gates „gerettete“ Impfstoff bietet 50% Schutz. Das ist zwar wenig, aber bei Malaria nimmt man, was man kriegen kann.

5 Millionen Menschen haben Bill Gates und seiner Initiative ihr Leben zu verdanken. Wer sonst kann so etwas von sich behaupten?

Autor: Mr. Bojangles

  1. yttrium
    8. Dezember 2011, 23:29 | #1

    Norman Borlaug. Das war jetzt einfach.

  2. 9. Dezember 2011, 00:11 | #2

    Treffer!
    Superantwort auf eine rhetorische Frage. 😀

  3. Antitainment
    9. Dezember 2011, 00:19 | #3

    Ergo, Daumen hoch für Norman Borlaug und Bill Gates.

    (Achtung Tischkante verstärken und Kaffee wegstellen, Greenpeace incoming – http://www.youtube.com/watch?v=tIvNopv9Pa8)

  4. 9. Dezember 2011, 00:24 | #4

    Gleich mal einbetten:

  5. rory
    9. Dezember 2011, 08:09 | #5

    Die hier in Wort gefasste Fußfälligkeit gegenüber einem milliardenschweren de-facto Monopolisten (ist vom PC die Rede, wird sozusagen naturwüchsig ein Windoofs PC unterstellt) ist nur schwer erträglich, wer braucht Helden? Doch wohl eher Esoteriker ;). In der Tat können nur wenige von sich behaupten, etwas „Kleingeld“ (also etwa 1 Milliarde) für eine gute Sache fallengelassen zu haben.

  6. Wolfgang
    9. Dezember 2011, 08:32 | #6

    Kann das wer bei G+ und Facebook auf Chuck Norris Profil posten? Kompliment für den Beitrag!

  7. Restposten
    9. Dezember 2011, 09:13 | #7

    „Wenn die Kindersterblichkeit sinkt, sinkt, scheinbar paradoxerweise, auch die Geburtenrate. Die Logik ist aber eigentlich einfach, wenn die Menschen wissen, dass ihre Kinder überleben, bekommen sie weniger.“

    ich glaube die erklärung ist zu kurz gefasst. In Entwicklungsländern bedeuten viele Kinder einen sicheren Ruhestand, ich denke das ist das Hauptmotiv für die Bevölkerungsentwicklung (von Verhütung mal abgesehen)

  8. Ponder
    9. Dezember 2011, 10:31 | #8

    In Entwicklungsländern bedeuten viele Kinder einen sicheren Ruhestand, ich denke das ist das Hauptmotiv für die Bevölkerungsentwicklung (von Verhütung mal abgesehen)

    Ich glaube, diese Erklärung ist zu kurz gefasst:

    In vielen Entwicklungsländern (und einigen Schwellenländern) bedeuten männliche Nachkommen einen sicheren Ruhestand.
    Für Töchter muss Mitgift/Brautpreis bezahlt werden. Infolgedessen werden viele Babys mit dem falschen Geschlecht einfach umgebracht.

  9. Gerry
  10. M
    9. Dezember 2011, 13:45 | #10

    Ja danke lieber Bill 🙁

    http://infowars.wordpress.com/2011/07/10/die-agenda-fur-bevolkerungsreduktion-%e2%80%93-kein-philanthropisches-unterfangen-teil-i/

    Das etwas andere Gesicht des Bill Gates über das nicht gerne berichtet wird!!!!!

  11. observer
    9. Dezember 2011, 13:47 | #11

    Eine Afrikanerin hat mir mal erzählt, dass ihre Mutter 12 Kinder hatte, sie nur mehr vier- weil diese jetzt alle überleben (Masernsterblichkeit auch heute noch bis 8%).
    Das bedeutet weniger Schwangerschaften und zwischen den Schwangerschaften kann sie sich besser um die Kinder kümmern und Fähigkeiten erlernen (lesen, schreiben, nähen etc pp).

    Das nennt man „added value of vaccination“

  12. Dasistallesdoof
    9. Dezember 2011, 13:58 | #12

    Faktoren für den Rückgang von Geburtenraten in Entwicklungs und Schwellenländern gibt es viele. Einer der wichtigsten ist jedoch fast immer die Bildung der Frauen und der Zugang zu Verhütungsmitteln. Eine gute Ausbildung bedeutet spätere Heirat der Mutter, Geringer Anzal an Kindern, Frühere Suche nach medizinischer Versorgung und Bereitstellung einer besseren ERnährung. Dies führt zu einer geringeren Fertilität und im Endeffekt zu einer wiederum besseren Ausbildung der Kinder.

    Sicher ist der Ansatz von Gates auch sehr wichtig, aber das beste was man machen kann ist Frauen eine möglichst gute Ausbildung zu ermöglichen. Leider ist dies auch eine sehr schwere Aufgabe denn oft sind die Frauen durch die Kultur ihrer Länder daran gehindert eine bessere Ausbildung zu bekommen.

  13. Martin
    9. Dezember 2011, 14:14 | #13

    Das etwas andere Gesicht des Bill Gates über das nicht gerne berichtet wird!!!!!

    Och bitte…. musste natürlich auch wieder ein Verschwördepperl hier auftauchen.
    Was ist denn eigentlich *Eure* geheime Agenda? Die Errichtung der Debilokratie?

  14. Martin
    9. Dezember 2011, 14:16 | #14

    @Martin
    Das war natürlich als Antwort auf Post #10 gemeint…

  15. Antitainment
    9. Dezember 2011, 18:28 | #15

    @Gerry
    Was möchte der Künstler uns damit sagen – Wo ist die besagte Studie?
    (Die Seite des Rodale Institute hat tolle bunte Bildchen, inhaltlich herrscht da gähnende Leere)

  16. Minerva
    9. Dezember 2011, 18:57 | #16

    Ich habe mal eine sehr beeindruckende Reportage aus Brasilien gesehen. In Brasilien ist die Geburtenrate pro Frau innerhalb einer Generation massiv gesunken, weil die Frauen dort beschlossen haben, nicht mehr so viele Kinder haben zu wollen. Der Lebensstandard mit weniger Kindern ist höher. Nötig waren zu dieser Erkenntnis Bildung und Verhütungsmittel, nicht gefragt wurden offenbar Männer und schon garnicht die katholische Kirche.

  17. Mr. Bojangles
    9. Dezember 2011, 21:46 | #17

    Ich bin ganz bei euch, die Rolle der Frau ist extrem wichtig. Die Senkung der Kindersterblichkeit ist nur der erste Schritt auf dem Weg. Quasi die Grundlage.

    Afrikas Eltern wünschen sich im Schnitt immer noch 4-5 Kinder (in Niger sogar 7) und bekommen oft noch mehr, da Verhütung nicht in ausreichendem Maß verfügbar ist. Viele Frauen dürfen auch aus „familiären Gründen“ nicht verhüten.
    Quelle: Abortion Worldwide, Seiten 40, 54: http://www.guttmacher.org/pubs/AWWfullreport.pdf

    Mit dem sinken der Kindersterblichkeit sinkt die Anzahl der gewünschten Kinder. Damit wird die Motivation zu verhüten geschaffen. Die Möglichkeit dazu muss man den Frauen natürlich dann ebenso geben.

    Die Stiftung von Bill & Melinda Gates ist natürlich auch in dem Bereich tätig, nur war das nicht Fokus des Artikels.

  18. inci
    10. Dezember 2011, 10:35 | #18

    Mr. Bojangles : Ich bin ganz bei euch, die Rolle der Frau ist extrem wichtig. Die Senkung der Kindersterblichkeit ist nur der erste Schritt auf dem Weg. Quasi die Grundlage.
    Afrikas Eltern wünschen sich im Schnitt immer noch 4-5 Kinder (in Niger sogar 7) und bekommen oft noch mehr, da Verhütung nicht in ausreichendem Maß verfügbar ist. Viele Frauen dürfen auch aus “familiären Gründen” nicht verhüten.Quelle: Abortion Worldwide, Seiten 40, 54: http://www.guttmacher.org/pubs/AWWfullreport.pdf
    Mit dem sinken der Kindersterblichkeit sinkt die Anzahl der gewünschten Kinder. Damit wird die Motivation zu verhüten geschaffen. Die Möglichkeit dazu muss man den Frauen natürlich dann ebenso geben.
    Die Stiftung von Bill & Melinda Gates ist natürlich auch in dem Bereich tätig, nur war das nicht Fokus des Artikels.

    aber die senkung der kindersterblichkeit kann nur ein aspekt sein. weitaus größere effekte dürften meiner meinung nach anstrengungen sein, den menschen bildung, und daraus resultierend wachsenden wohlstand zu gewährleisten. den bekommt man aber nicht, in dem man afrika, oder auch andere länder der „dritten“ welt immer nur ein plätzchen an der spendentafel reserviert, sie aber niemals in die küche lässt. so kommt man nicht nach vorne.

    wie sähe es in deutschland (und europa) aus, wenn man nach dem 2. weltkrieg so vorgegangen wäre, wie z.b. in afrika. dann säßen wir vermutlich noch heute in den trümmern, und ein paar quacksalber würden darüber streiten, ob es besser wäre, die trümmersteine am linken oder am rechten straßenrand zu stapeln. unterstützt von etlichen ausländischen pressure-groups, die beim trümmersteine stapeln den genderaspekt als zu kurz gekommen betrachten würden.

  19. Mr. Bojangles
    10. Dezember 2011, 12:07 | #19

    inci :

    aber die senkung der kindersterblichkeit kann nur ein aspekt sein. weitaus größere effekte dürften meiner meinung nach anstrengungen sein, den menschen bildung, und daraus resultierend wachsenden wohlstand zu gewährleisten.

    Ja, die Senkung der Kindersterblichkeit kann nur ein Aspekt sein. Aber es ist der, mit dem Bill Gates „eingestiegen“ ist. Es war der Faktor mit der höchsten Kosteneffizienz! Der meiste Impact pro Dollar. Man muss auch bedenken, dass wir heute zurückblicken und eine Welt, die mit Impfstoffen relativ gut versorgt ist, sehen.

    Wir haben heute die Chance, Krankheiten wie Masern und Kinderlähmung auszurotten.

    Das alleine schafft natürlich keinen Wohlstand. Es ist vielleicht vergleichbar damit, den Sumpf trockenzulegen, damit man auf dem nun trockenen Boden ein Haus bauen kann.

    den bekommt man aber nicht, in dem man afrika, oder auch andere länder der “dritten” welt immer nur ein plätzchen an der spendentafel reserviert, sie aber niemals in die küche lässt. so kommt man nicht nach vorne.

    Das ist Großteils auch ein „Problem“ der 80er Jahre. Als man glaubte, man wirft einfach Geld nach Afrika, beruhigt sein Gewissen und alles wird gut. Ich will damit nichts gegen die diversen Hilfsorganisationen sagen, aber es ist Ernüchterung eingekehrt. Es ist Don Quijotes Kampf gegen Windmühlen.

    Man benötigt nachhaltige, konkrete Strategien. Impfungen sind eine davon. Stärkung der Frau hat sich wie oben angesprochen als eine der wichtigsten Säulen der Veränderung herauskristallisiert.

    wie sähe es in deutschland (und europa) aus, wenn man nach dem 2. weltkrieg so vorgegangen wäre, wie z.b. in afrika.

    Die Situation in Europa lässt sich da nicht vergleichen. Europa hatte eine ganz andere Infrastruktur, hatte Strom, Kraftwerke, ausgebildete Ärzte, Ingenieure, … 1947 war die Berliner U-Bahn bereits wieder in Betrieb, wir hatten auch einiges zu bieten. Wir hatten hervorragende Wissenschaftler und Patente, die die Besatzungsmächte quasi im Gegenzug für den Marshallplan an sich genommen haben. Siehe z.B.:
    http://www.guardian.co.uk/science/2007/aug/29/sciencenews.secondworldwar

  20. 10. Dezember 2011, 13:46 | #20

    Dummerweise beginnt jetzt Bill Gates anscheinend, auf dem trockengelegten Sumpf das Haus zu bauen. Sein nächster Schritt: „cheap and very safe“ Atomenergie (http://t.co/jvjeRP3v), entwickelt zusammen mit seinem alten Weggefährten Nathan Myhrvold (http://t.co/bUHYsqvQ). Nein danke, der Mann mag – auch – Gutes tun, aber er denkt immer noch die falschen Wege.

  21. Ernst
    10. Dezember 2011, 16:22 | #21

    @Thomas Arbs
    Das ist großartig! Ich hoffe, ich erlebe noch den Umschwung zur dezentralen Stromerzeugung mittels Minikraftwerken. Und so ein Thoriumreaktor von der Größe eines 60-Fuß-Containers, der für ein Jahrzehnt ständig genug Energie für ein großes Dorf liefert ist einfach großartig! Man denke nur an Afrika. Von der co2-Emission will ich gar nicht erst anfangen. Oder von den 360KV-Leitungen. Oder von den Fledermausschreddern oder oder oder

    Wer das ablehnt, kann nur von der Energielobby gekauft sei! 🙂

  22. 10. Dezember 2011, 16:25 | #22

    Jaklar, sobald das Wort „Atom“ auftaucht, muss es ja zwangsläufig falsch sein. Es wäre da halt gut, wenn man sich über Reaktortypen informieren würde und nicht alles in einen Topf schmeißen. Laufwellenreaktoren sind eine Antwort auf die Fehler, die man bei der Atomkraft z.B in D. gemacht hat (viel zu große, nur aktiv beherrschbare Systeme, Abfallproblematik), indem sie z.B. inhärent sicher sind, es keine Proliferationsprobleme gibt. Gerade in Entwicklungsländern mit schlechter Infrastruktur ist es enorm wichtig, dezentrale, stabile und vor allem Wartungsfreie Systeme zu entwickeln. Mit alternativen Energien kommt man nicht weit ohne ausgeklügelte Netzinfrastruktur, und die gibts nun mal in diesen Ländern eher nicht. Man sollte sich schon mal tiefer in die Problematik reindenken, sonst klingt das alles bisschen nach dem Spruch „Was, sie haben kein Brot, sollen sie doch Kuchen essen!“ und eurozentrischer Arroganz.

    Noch ein Wiki-Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Laufwellen-Reaktor

  23. genomu
    24. Dezember 2011, 01:35 | #23

    „Bisher gelang es noch keinem der vorgenannten Wissenschaftler und Institutionen, einen lauffähigen Laufwellenreaktor zu konstruieren, jedoch gründete Intellectual Ventures eine Schwestergesellschaft namens TerraPower mit dem Ziel, einen kommerziell einsatzfähigen TWR zu konzipieren und zu erbauen“
    Das Ding will also erstmal erfunden werden.

    “ TerraPower hat verschiedene Designs mit Ausgangsleistungen zwischen 300 MW und ≈1000 MW ausgearbeitet.“
    Müssen recht große Dörfer sein, die 300MW verbraten.

  24. 24. Dezember 2011, 02:47 | #24

    Das Ding will also erstmal erfunden werden.

    Nein. Konstruiert. Und ja. Man muss dazu irren, wirren und neue Wege beschreiten. Ohne das wäre eine Kommunikation wie hier eben, per Bildschirm und Netz, nicht denkbar.

  1. 9. Dezember 2011, 17:35 | #1
  2. 10. Dezember 2011, 19:46 | #2
  3. 26. Januar 2012, 20:57 | #3
  4. 9. Februar 2013, 23:15 | #4
  5. 24. März 2014, 22:44 | #5