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Uraltes Wissen, diesmal zur Homöopathie

„Hhom_MKomöopathie (griech.), ein von Samuel Hahnemann (s. d.) erfundenes Heilsystem, dessen Name nur zu verstehen ist, sobald man das Hauptprinzip der H. begriffen hat. Dieses Prinzip geht von dem Dogma aus, daß jedes Heilmittel im gesunden Körper eine Krankheit hervorrufe, wie solche auch selbständig entstehen kann, und daß es darauf ankomme, eine jede Krankheit durch das ihr ähnliche (homoios) Mittel (similia similibus) zu bekämpfen. Es würde zu weit führen, das mystische, überall den Erfahrungen der Chemie, Physik und Pathologie widersprechende System, das, anstatt auf Beobachtungen, auf gänzlich unbewiesenen Glaubenssätzen aufgebaut ist, hier auszuführen, zumal eine treue Wiedergabe bei den vielfachen Änderungen, welche die H. täglich erfährt, ganz unmöglich wäre. Das philosophische Beiwerk ist auch nicht von so großer praktischer Bedeutung wie die Heilmethode selbst. Hier steht obenan wiederum ein Satz, der so aller täglichen Erfahrung widerstreitet, daß wohl nur das unbegreiflich Paradoxe viele gläubige Menschen fesseln mag; er lautet: „Je geringer die Dosis der Arznei, um so größer die Wirkung!“ Wer diesen Glaubensartikel auf die tägliche Nahrung ausdehnte, würde wohl bald bekehrt werden; allein die H. treibt mit ihm einen eigentümlichen Kultus: „Durch anhaltendes Schütteln und Reiben wird die Wirkung der Arzneien am meisten verstärkt und zwar bis zu völliger Auflösung des arzneilichen Stoffes zu lauter arzneilichem Geiste. Dies geht so weit, daß selbst solche Substanzen, die im rohen Zustand gar keine arzneiliche Wirksamkeit haben, wie Blattgold, Blattsilber, Kohle, je länger sie gerieben und verdünnt werden mit und durch unarzneiliche (also unarzneiliche mit unarzneilichen) Substanzen, um so höhere arzneiliche Kraft entwickeln. So wirkt z. B. das Gold in der 12. Verdünnung so stark, daß bloßes Daranriechen schon hinreicht, die zum Selbstmord treibende Melancholie in einer Stunde zu vernichten und volle Liebe zum Leben zurückzurufen.“

Nichts wirklich Neues, wird sich der geneigte PsiramBlog-Leser sagen. Und tatsächlich ist das nicht neu – sondern altes Wissen. Es steht in Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892.

Besonders gut hat uns dieser Satz gefallen:

Diese Probe dürfte ausreichen, um zu zeigen, daß die H. dem gesunden Verstand mehr als dem kranken Körper zumutet, und es ist bedauerlich, daß aus Mangel an Kritik die H. von vielen Dilettanten und Dilettantinnen selbst in Fällen betrieben wird, bei denen im Vertrauen auf die Zuckerkügelchen die rechtzeitige ärztliche Hilfe verabsäumt wird.

(Mit Dank an Kommentator „turtle of doom“ in pharmamas Blog für den Hinweis auf Retrobib und PsiramforistIn Susanna für den Tipp)

 

  1. 26. Juni 2013, 16:02 | #1

    Wenn Wasser ein Gedächtnis hätte, wären wir alle längst jämmerlich verreckt…

  2. ajki
    26. Juni 2013, 17:18 | #2

    Wenn „wir“ ein Gedächtnis hätten, wär‘ die „CAM“ schon längst jämmerlich verreckt… 😉

  3. Astrid
    26. Juni 2013, 17:20 | #3

    Wenn Wasser ein Gedächtnis hätte wären „Kaviar“ und „Natursekt“ bei langem nicht so verpönt 😀

  4. Headnicker
    26. Juni 2013, 20:48 | #4

    Wenn ihr Hirn hättet, würdet ihr was vernünftiges mit eurer Zeit anfangen.

  5. StephanCGN
    26. Juni 2013, 20:59 | #5

    @Headnicker :

    Wenn Du Argumente hättest, müsstest Du nicht so einen Unsinn schreiben.

    Zumindest hattest Du ja auch genügend Zeit, dein inhaltsleeres Sätzlein zum besten zu geben.

  6. RealHunter
    26. Juni 2013, 23:06 | #6

    Wie dilettantisch muss man sein, um einen Artikel fast nur aus einem Zitat bestehen zu lassen? Bitte mal einen besseren Stil entwickeln, denn so etwas nervt mich unheimlich! Und statt des Kommas gehört ein Gedankenstrich in die Überschrift. Bitte nachbessern!

  7. 26. Juni 2013, 23:19 | #7

    Du kannst Dein Psiramabo jederzeit und ohne Fristen kündigen.
    Das wird von uns total fair gehandhabt.

  8. 27. Juni 2013, 09:53 | #8

    @RealHunter
    Bist Du schlecht drauf oder was? Insgesamt musst Du mit Psiram ja sehr zufrieden sein, wenn Dir solche stilistischen Kleinigkeiten – über die man in einem Blog durchaus geteilter Meinung sein kann – so sauer aufstoßen.

  9. Groucho
    27. Juni 2013, 10:58 | #9

    Mephisto :

    @RealHunter
    Bist Du schlecht drauf oder was? Insgesamt musst Du mit Psiram ja sehr zufrieden sein, wenn Dir solche stilistischen Kleinigkeiten – über die man in einem Blog durchaus geteilter Meinung sein kann – so sauer aufstoßen.

    Nun, auch das Anspruchsdenken wird immer anspruchsvoller. Wir werden wohl im Psiram-Building eine neue Etage für Satzzeichenkontrolle einrichten müssen, nachdem schon die Service-Hotline für falsch gesetzte oder fehlende Komata überlastet ist.

  10. susanna
    27. Juni 2013, 12:50 | #10

    @ RealHunter
    Ein Gedankenstrich? *grübel*

    Es will mir partout keine Satzzeichenregel einfallen, nach der ein Komma irgendwo durch einen Gedankenstrich ersetzt werden müsste.

    Aber Du kannst mir da sicher helfen? Am besten mit der Nummer des § in der „Amtlichen Regelung der deutschen Rechtschreibung“? (Sonst muss ich wieder so lange suchen. Wo dieser erstzunehmende Einwand jetzt doch meine Neugier geweckt hat…)

  11. nihil jie
    27. Juni 2013, 15:23 | #11

    ich verstehe die Aufregung nicht so ganz. das hier ist ein Blog. und das bedeutet mitunter, dass manche „Artikel“ sogar aus einer Überschrift und einem Bild bestehen können… sogar ohne Kommentar darunter.

  12. Un Bekannt
    27. Juni 2013, 16:22 | #12

    Wenn den Jungs mal wieder die Argumente ausgehen, dann müssen sie nach jedem Korn picken…
    ansonsten finde ich das Zitat aus Meyers Konversationslexikon durchaus schon abendfüllend. Ich lach garantiert noch in ein paar Stunden darüber..

  13. Gast
    27. Juni 2013, 18:51 | #13

    Wo doch gerade hier Homöopathie Thema ist mal ein Frage? Warum hat Psiram keinen Wiki Eintrag über die hömopathischen Bach Blüten Notfall Tropfen RESCUE und die RESCUE Creme? Habe gerade mal versucht was kritisches über Rescue zu googlen, finde aber nichts.
    Danke

  14. gesine
    27. Juni 2013, 19:12 | #14

    Etage für Satzzeichenkontrolle

    Komma mit die Kommata, Doppelpunkt-Punkte punktieren, lange Semikolonnen in Gang 42

    da sehe ich doch sonen grammarnazi in vollem -äh- Staat die Meute einpeitschend mitten im Saal residieren, lässige Zigarre wäre auch nicht schlecht — Job für Groucho-Double, Groucho?

    oder fehlende Komata

    meine Oma ihr Koma is wech! :p

    Ist doch klar, warum Gewisse genervt sind: Lesbare Daten lassen die Selbstrechtfertigung ‚bösartige Kampagne der letzten Jahre‘ schwanken und machen die Dissonanz nervender.

  15. Gisander
    27. Juni 2013, 19:16 | #15

    Gast :Wo doch gerade hier Homöopathie Thema ist mal ein Frage? Warum hat Psiram keinen Wiki Eintrag über die hömopathischen Bach Blüten Notfall Tropfen RESCUE und die RESCUE Creme? Habe gerade mal versucht was kritisches über Rescue zu googlen, finde aber nichts. Danke

    Wir haben auch Bachblüten: https://www.psiram.com/de/index.php/Bachbl%C3%BCten

    „Rescue“-Mittelchen sind im Bachblüten-Denk so etwas wie die 39. Essenz; wenn man alle Reste von den 38 regulären Essenzen, die gerade übrig sind, zusammenkippt, bekommt man Rescue-Dingens. So ähnlich muss das wohl gehen.

  16. L. Gott
    27. Juni 2013, 19:40 | #16

    Besonders gut hat uns (Katzi, Hamsti und mir) dieser Satz gefallen:

    Headnicker :Wenn ihr Hirn hättet, würdet ihr was vernünftiges mit eurer Zeit anfangen.

    Bashing gegen bashing, kurz und prägnant. Bravo!

  17. 27. Juni 2013, 21:17 | #17

    Headnicker :Wenn ihr Hirn hättet, würdet ihr was vernünftiges mit eurer Zeit anfangen.

    Eben, die haben Hirn, und sie haben es benutzt und deshalb einfach diesen alten Text kopiert, anstatt das ganze nochmal selbst aufzuschreiben. Inhaltlich hat sich seitdem ja nicht viel geändert, außer dass es jetzt haufenweise Studien gibt, die in dieselbe Kerbe schlagen. Es gibt andere Leute, denen man das Hirn wünschen würde, endlich die Realität zur Kenntnis zu nehmen.

  18. 27. Juni 2013, 21:24 | #18

    RealHunter :(…)Und statt des Kommas gehört ein Gedankenstrich in die Überschrift. Bitte nachbessern!

    Nö, das Komma geht schon in Ordnung. Stattdessen hätte der Artikel aber in Fraktur gesetzt werden müssen. Ich habe vor Jahren mal eine Ausgabe von Meyers Großem Konversationslexikon (24 Bände, glaube ich) aus den 1880er Jahren in den Händen gehabt, und das war zweispaltig in Fraktur gesetzt. Das hätte man hier wenigstens übernehmen können! In Antiqua wirken diese alten Texte gar nicht richtig!

  19. Gisander
    27. Juni 2013, 21:35 | #19

    Ob es schon jemandem aufgefallen ist: dem Zitat kann man entnehmen, dass Sam Hahnemann selbst nur das Pfui-Wort „Verdünnung“ gebrauchte. Also nix „Potenzierung“ – letztere ist eine nachträglich hinzu erfundene Schönfärberei.

  20. L. Gott
    27. Juni 2013, 22:30 | #20

    @ gnaddrig
    Kopieren kann jeder, das ist keine Leistung.

    Der Arzt Samuel Hahnemann trifft Ende des 18. Jahrhunderts auf eine Medizin, die den Menschen mehr schadet als hilft. Im Zeitalter der „heroischen Medizin“ gehören Aderlässe, blutiges Schröpfen und Klistiere zum Standard-Repertoire der Mediziner. Sie verabreichen ihren Patienten Brechmittel und Gifte wie Quecksilber – auf der Grundlage von Theorien, die seit der Antike überliefert sind und nie praktisch überprüft wurden.

    Hahnemann wendet sich von dieser Medizin mit Schrecken ab. Doch bald entdeckt er die Wirkung von extrem verdünnten Arzneien. Er experimentiert eifrig – zunächst an sich selbst, dann auch mit seinen Schülern. Immer mehr Patienten wenden sich an den „Martin Luther der Medizin“, wie Hahnemann sich selbst einmal bezeichnet. Er erzielt Erfolge mit Medikamenten, die sehr wenig, ja teilweise gar nichts mehr der Ausgangssubstanz enthalten.

    Quelle: http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/sendungen/die-geschichte-der-homoeopathie/die-geschichte-der-homoeopathie102.html

  21. 27. Juni 2013, 22:49 | #21

    @ L. Gott

    Spätestens seit dem Schiffbruch des einen adligen Verteidigungsministers sollte klar sein, dass richtiges Kopieren so trivial auch wieder nicht ist…

  22. L. Gott
    27. Juni 2013, 23:28 | #22

    @ gnaddrig

    Was?
    Die Kunst des Kopierens liegt im weglassen. Besonders wenn man von einem Publikum ausgeht, von dem man annimmt, das es sich mit Nebensächlichkeiten wie Details oder Ausgewogenheit nicht so recht anfreunden kann. Andere* wiederum nennen so was Stimmungsmache und Pseudoaufklärung; bösen Zungen** reden gar von und willfähriger Lobbyarbeit. Gut‘ Nacht 😉

    *Katzi; **Hamsti et al.

  23. bayle
    28. Juni 2013, 07:21 | #23

    L. Gott :Kopieren kann jeder, das ist keine Leistung.

    Aber man sollte den Text, den man kopiert, wenigstens vorher noch gelesen haben. „Doch bald entdeckt er die Wirkung von extrem verdünnten Arzneien …“, „Er erzielt Erfolge mit Medikamenten …“ – Der Erfolg bestand darin, den natürlichen Verlauf der Erkrankungen zugelassen zu haben, aber was hat das mit Homöopathie zu tun?

    L. Gott : Die Kunst des Kopierens liegt im weglassen.

    Offensichtlich.

  24. susanna
  25. susanna
    28. Juni 2013, 09:05 | #25

    @ susanna
    Schön, das Weglassen übe ich dann noch mal…

    Aber so wird der GWUP-Beitrag wenigstens angemessen gewichtet. Mindestens doppelt so wertvoll wie die grottige BR-Sendung.

  26. L. Gott
    28. Juni 2013, 15:43 | #26

    @ bayle Icke soll dir das erklären, damit du dich mit meinem Wissen auf mich einschießen kannst? Sieh mal selbst zu, ob und wie du die Texte in Zusammenhang bringst. 😉

    @ susanna
    Witziger Text, sind das eigentlich eure Eltern? Besonders haben uns die selbst referenzierenden Quellen gefallen. Das Zeitalter der „heroischen Medizin“ ist noch lange nicht überwunden.

    Aber was hat das mit dem von PSIRAM betriebenen Bashing und Lobbying zu tun?

    Zwischen 1,4 und 1,9 Millionen Deutsche sind von Medikamenten abhängig, heißt es im Suchtbericht des Bundesgesundheitsministeriums*. Sie nehmen Schmerztabletten, Antidepressiva, Appetitzügler. Die große Mehrheit – 1,1 Millionen – schluckt täglich Benzodiazepine. Das ist eine Gruppe von Schlaf- und Beruhigungsmitteln, zu denen auch Diazepam, bekannt unter dem Markennamen Valium, zählt. Die Präparate mildern Nervosität, hemmen Ängste, fördern den Schlaf. Betroffen von Tablettensucht sind vor allem Frauen und Ältere. Vielen ist gar nicht bewusst, dass sie ein Suchtproblem haben. Schließlich holen sie sich das Rezept direkt vom Arzt – und wenn der die Mittel verschreibt, muss ja alles in Ordnung sein, so die verständliche Schlussfolgerung.

    Quelle: http://www.stern.de/gesundheit/gesundheitsnews/tablettensucht-wenn-der-apotheker-beim-entzug-hilft-609534.html, Februar 2008

    * Keine Veränderung seit 2008: http://www.drogenbeauftragte.de/drogen-und-sucht/medikamente/situation-in-deutschland.html

    Hier geht es nicht um den gerne genommenen Einzelfall, nicht um die spinnenden Eltern, die ihrem Kind die notwendige ärztliche Hilfe verweigern – hier wird die Gesundheit von Millionen von Menschen ruiniert. Ein Milliarden-Geschäft aber für alle beteiligten Wissenschaftler aus der (Pharma-) Industrie, den Ärzten und Pillendrehern – und natürlich auch für die Staatskasse (die gemäß Hausordnung immer gewinnt).

    Uns sind die Wassertrinker und Zuckerschlucker wesentlich sympathischer als all die gezüchteten Pharmazombies.

  27. bayle
    28. Juni 2013, 17:41 | #27

    L. Gott :@ bayle Sieh mal selbst zu, ob und wie du die Texte in Zusammenhang bringst.

    Not my job.

    L. Gott : hier wird die Gesundheit von Millionen von Menschen ruiniert.

    Und ihr behandelt die Neger schlecht.

  28. L. Gott
    28. Juni 2013, 18:08 | #28

    @ bayle
    Einfach nicht herauszukriegen, der „Neger“ aus der Fachsprache der Wissenschaft, was bayle? Danke für deine Stellungnahme.

  29. 28. Juni 2013, 19:22 | #29

    @L. Gott
    Bitte nicht schon wieder diese alte Leier. „Die pöhse, gierige, skrupellose Pharmamafia gegen die lieben, sanften und völlig uneigennützigen Homöopathen.“ …und wer was anderes behauptet, bei dessen Aussagen muss es sich folglich um Bashing und Lobbying handeln.
    Nebenwirkungen wie z.B. auch die Suchtgefahr eine ist, gibt es nun mal bei Medikamenten die – im Gegensatz zu homöopathischen Arzneien – über eine Hauptwirkung verfügen. Aber was soll *ich* mich hier abarbeiten: schöne Grüße von Prof. Ernst.

  30. bayle
    28. Juni 2013, 19:26 | #30

    @ L. Gott
    Bitteschön. War jetzt nicht so die große Herausforderung.

  31. Ratiomania
    28. Juni 2013, 23:09 | #31

    Lasst den armen L. Gott in Ruhe!

    Der hat doch so recht! Jedes Jahr sterben zigtausend Patienten an doofen Herz-&Blutdruckmedikamenten, weil das böse Pharmawissenschaftskonglomerat alle wesentlichen Studien fälscht. bzw. unter Verschluss hält!

    Die Leute sterben also wegen mieser Medikamente die 20 Jahre und Älter sind!

    Moment mal…

  32. Keinerda
    29. Juni 2013, 18:25 | #32

    Dies geht so weit, daß selbst solche Substanzen, die im rohen Zustand gar keine arzneiliche Wirksamkeit haben, wie Blattgold, Blattsilber, Kohle,

    Versteh ich nicht ganz. Kohle hat keine arzneiliche Wirksamkeit? Weleda verkauft das aber, ganz unverdünnt:

    http://www.weleda.de/Arzneimittel/RatgeberGesundheit/Verdauungsbeschwerden/MagenDarmBeschwerden/Birkenkohle.html

    Jetzt frag ich mich: Muss ich die dann vorher noch reiben, schütteln und so?

  33. bayle
    29. Juni 2013, 18:39 | #33

    @ Keinerda
    Nein nein, da geht es um eine ganz andere Binnenanerkennung, das ist doch kein Argument gegen die Homöopathie:

    Birkenkohle comp. Kapseln
    Anwendungsgebiete:
    gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis

    Nun wäre es ja immerhin denkbar, dass (Holz-)Kohle tatsächlich gegen Durchfall hilft. Aber da können doch die Anthroposophen nix für!

  34. Groucho
    29. Juni 2013, 18:58 | #34

    „gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis“

    bedeutet dann wohl eher, dass die Birkenkohle gegen Verbrennungen bei hochgewachsenen Menschen empfohlen wird.

  35. The Doctor
    29. Juni 2013, 19:31 | #35

    L. Gott Hier geht es nicht um den gerne genommenen Einzelfall, nicht um die spinnenden Eltern, die ihrem Kind die notwendige ärztliche Hilfe verweigern – hier wird die Gesundheit von Millionen von Menschen ruiniert. Ein Milliarden-Geschäft aber für alle beteiligten Wissenschaftler aus der (Pharma-) Industrie, den Ärzten und Pillendrehern – und natürlich auch für die Staatskasse (die gemäß Hausordnung immer gewinnt).Uns sind die Wassertrinker und Zuckerschlucker wesentlich sympathischer als all die gezüchteten Pharmazombies.

    Dann sind also auch Deiner Meinung nach die ganzen Supermarktbetreiber schuld an der Alkoholsucht von Millionen Menschen in Deutschland, weil sie dieses Suchtmittel verkaufen?

    Schon mal etwas von Eigenverantwortung gehört?

  36. Keinerda
    30. Juni 2013, 08:07 | #36

    Groucho :“gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis”bedeutet dann wohl eher, dass die Birkenkohle gegen Verbrennungen bei hochgewachsenen Menschen empfohlen wird.

    Bist Du da sicher? Ich meinte da würde dann das „Gegenteilprinzip“ zum tragen kommen, die Birkenkohle wirkt als bei Zwergen mit Erfrierungen. 😉

  37. StephanCGN
    30. Juni 2013, 10:21 | #37

    @ L. Gott :

    „“@ bayle Icke soll dir das erklären, damit du dich mit meinem Wissen auf mich einschießen kannst? Sieh mal selbst zu, ob und wie du die Texte in Zusammenhang bringst.““

    Ähm…das heißt, Du verfügst über Wissen, dass dein Gegenüber gegen Dich verwenden könnte ?

    Wer zu dem Behauptungen aufstellt und seinem Gegenüber auferlegt, die Belege dazu selber zu suchen, zeigt nur, dass er am Ende seiner Intellektuellen Leistungsfähigkeit angekommen ist.

    Warum sonst sollte ich in einer Diskussion angebliche Argumente zurückhalten, die mein Gegenüber überzeugen sollen ?
    Wo ich doch auch zuvor mit Links, Studien und Wissen argumentiert habe ?!

    Viel dümmer geht’s wirklich nicht mehr…

  38. 30. Juni 2013, 11:04 | #38

    @ Groucho
    Ja, stämmige Menschen nehmen Eichenkohle, oder (@ Keinerda) Eichensafteis, je nachdem.

  39. 30. Juni 2013, 12:11 | #39

    @ The Doctor
    Der Vergleich passt nicht ganz. Man kann kaum erwarten, dass jeder Nichtpharmakologe oder Nichtmediziner einen Überblick über die Inhaltsstoffe, Haupt- und Nebenwirkungen der ganzen Medikamente hat, die so verschrieben werden. Auch die unzähligen Studien, die durchgeführt und u.U. gar nicht publiziert oder verfälscht wiedergegeben werden, über die Lobbyarbeit, die Mauscheleien und irreführenden Publikationen der Pharmafirmen kann man als normaler Sterblicher kaum verfolgen, durchschauen und angemessen berücksichtigen.

    Deshalb ist es mindestens problematisch, solche Bedenken einfach mit dem Hinweis auf Eigenverantwortung wegzuwischen. Ich bin als Laie darauf angewiesen, das mein Hausarzt bescheidweiß und mir ein „gutes“ Medikament verschreibt, weil ich irgendwelche Mauscheleien gar nicht erkennen kann.

    Trotzdem ist (@ L.Gott) das Gerede der Jünger esoterischer Behandlungsmethoden von „gezüchteten Pharmazomies“ Unsinn. Und die pauschale Verunglimpfung der gesamten Pharmaindustrie und der Krankenhäuser und Mediziner als Halsabschneider passt auch nicht in die Wirklichkeit, das ist verschwörungstheoretisch verblendete Unkerei, die in sich zusammenfällt, wenn man sich mal das vorhandene Faktenwissen anschaut. Auch wenn „Pharmazombies“ nicht per so gegen Dummheit und Naivität gefeit sind, macht das die „Wassertrinker“ und „Zuckerschlucker“ nicht sympathischer (sympathisch ist in diesem Zusammenhang sowieso irrelevant) und vor allem nicht weniger naiv. Davon, dass sie wenigstens der pösen Farmalobby nicht auf den Leim gehen, haben sie nichts, im Gegenteil. Sie schaden in der Regel sich selbst und reißen oft genug andere mit ins Unglück (Impfgegner z.B.).

  40. Keinerda
    30. Juni 2013, 13:28 | #40

    @gnadderig

    Auch die unzähligen Studien, die durchgeführt und u.U. gar nicht publiziert oder verfälscht wiedergegeben werden, über die Lobbyarbeit, die Mauscheleien und irreführenden Publikationen der Pharmafirmen kann man als normaler Sterblicher kaum verfolgen, durchschauen und angemessen berücksichtigen.

    Bei den Homöopathie-Pharmaunternehmen gibt es sowas demnach nicht? Bist Du Dir da sicher?

  41. 30. Juni 2013, 14:43 | #41

    @ Keinerda

    Doch, bei denen auch. Ich verteidige die ja auch nicht, im Gegenteil. Mir ging es in meinem Kommentar oben nur darum, dass man angesichts der komplexen Materie, der schieren Menge der verfügbaren Information und der unzweifelhaft stattfindenden Mauscheleien bei den nichtesoterischen Pharmafirmen als Laie nicht immer wirklich erkennen kann, was gut ist und was Unsinn.

    Dass nichtesoterische Pharmafirmen (nicht alle, nicht immer) mauscheln, betrügen, irreführen usw. wird man kaum bestreiten können. Aber das sagt ja nichts über die Praktiken des esoterisch orientierten Teils der Pharmaindustrie aus. Als Geschäftsleute haben die im Prinzip sicher genauso wenig Skrupel wie ihre nichtesoterischen Kollegen. Und dazu haben sie noch ein ideologisches Interesse, der pösen Schulmedizin eins auszuwischen und ihre jeweilige Methode als sauber, ganzheitlich, freundlich usw. darzustellen. Da ist also doppelt Vorsicht geboten.

    Bloß kann man die schmuddeligen Aspekte der nichtesoterischen Pharmaindustrie nicht einfach ignorieren. Wenn wir uns damit nicht irgendwie auseinandersetzen, werden die Esoteriker uns das immer wieder unter die Nase reiben. Wenn Leute wegen der Betrügereien Bedenken gegen klassische Pharmafirmen haben, ist das berechtigt. Man muss ihnen dann nur irgendwie klarmachen, dass Esomedizin keine sinnvolle Alternative ist, weil bei denen erstens genausoviel gemauschelt wird und sie zweitens für ihre Methoden in aller Regel nicht einmal den Schatten einer wissenschaftlichen Grundlage haben.

  42. Gisander
    1. Juli 2013, 11:04 | #42

    @ L. Gott

    Mängel im Flugzeugbau beweisen nicht die Existenz fliegender Teppiche.

  43. Kurfürst
    1. Juli 2013, 17:04 | #43

    Na, das ist der Hammer.

    Werd mal nachsehen, was mein neuester Brockhaus zu diesem Thema so ausspuckt.

  44. Hans Wurst
    9. Juli 2013, 07:52 | #44

    @ Gast
    Bachs Blüten haben nichts mit Homöopathie zu tun, auch wenn Edward Bach seine Laufbahn als Arzt in einem hom. Krankenhaus begonnen hat.

    P.

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