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Wir impfen nicht! – Eine Rezension

Wir Impfen nicht!Der Aids-Leugner Michael Leitner hat einen Film mit dem Titel „Wir impfen nicht“ gedreht. Die Geschichte hätte sich anfangs um das tragische Schicksal des kleinen Leon drehen sollen, der angeblich an einer Impfung fast gestorben wäre.

Dummerweise (für den Film) gestand der Vater kurz darauf, dass er seinen Sohn fast tot geschüttelt hatte. Kein Impfschaden, einfach Kindesmisshandlung. Das Kind konnte gerettet werden, der Vater wurde schlussendlich verurteilt. Man könnte meinen: Ende der Geschichte. Aber den Film – den hat Herr Leitner trotzdem gedreht.

Wir haben ihn uns angesehen und halten nichts davon. Man kann uns hier sicher eine gewisse Voreingenommenheit vorwerfen; wir meinen: Wenn jemand HIV für einen Mythos hält, sollte er zu medizinischen Themen einfach grundsätzlich den Mund halten.

Der Film beginnt im Vorspann dann auch mit einer Suggestivfrage:

Würden Sie sich oder Ihren Kindern freiwillig eine der folgenden Substanzen injizieren lassen:
* Das Zell- und Nervengift Aluminium
* Oder das krebserregende Nervengift Formaldehyd?
* Dann vielleicht organische Quecksilberverbindungen wie Thiomersal?
* Oder einen Schwarm genetisch veränderter Mikroorganismen, die auf Embryonalzellen oder pürierten Mücken gezüchtet wurden?

Es wird angedeutet, dass Impfungen all das enthalten. Klingt schrecklich? Naja. Nicht wirklich.

Aluminium
Aluminium ist das häufigste metallische Element und so wird es nicht verwundern, dass es praktisch überall vorkommt. Wenn man sich deswegen Sorgen macht, sollte man auch besser zu Essen aufhören. Jeder Mensch nimmt pro Tag mehrere Milligramm Aluminium über Nahrung und Trinkwasser auf. Aluminium als Zell- und Nervengift zu titulieren ist einfach unsinnige Panikmache.

Impfungen dürfen einerseits nur maximal 1,25 mg Aluminium enthalten, andererseits ist es völlig abwegig, hier von einem gefährlichen Stoff zu sprechen. Speziell bei diesen geringen Mengen.

Später im Film wird auch behauptet, dass die Aluminiumverbindungen das Gehirn angreifen. Das ist höchst unplausibel, da der Stoff in der Impfung wasserunlöslich ist und nicht in die Blutbahn gelangt. Und in den Kopf wird man eher selten geimpft werden …

Formaldehyd
Formaldehyd ist ein ganz normales Zwischenprodukt des Stoffwechsels; jeder Mensch bildet pro Tag selbst etwa 50 Gramm davon, im Blut sind ständig 2-3 mg pro Liter vorhanden. Impfstoffe dürfen maximal 0,2 mg/ml enthalten, eine verschwindend geringe Menge. Formaldehyd ist also mitnichten so giftig wie da angedeutet wird.

Thiomersal
Dann Thiomersal. Hier sei einerseits auf die Fragen & Antworten des Paul-Ehrlich-Instituts verwiesen, andererseits auf einen Blogbeitrag bei uns Gestatten, Chuck Norris, Impfgegner, in dem wir das Thema ausführlich besprechen.

Mit dem Thema wurde in der Vergangenheit und wird immer noch kräftig Panikmache betrieben, jeder „weiß ja“, dass Quecksilber giftig ist. Faktisch sind die Bedenken aber nicht haltbar.

„Schwarm genetisch veränderter Mikroorganismen“
Der Satz ist einfach Blafasel, was soll man dazu sagen? Bei der Herstellung von Impfstoffen werden nun mal oft Embryonierte Hühnereier verwendet und die Gentechnik ist ebenfalls nützlich. Ein Problem lässt sich hier nicht entdecken, eventuell versucht man, mit einem Ekelfaktor zu punkten.

Das Erschreckende ist: wir haben zu diesem Zeitpunkt weniger als 1% des Films geschafft und schon eine gute Seite an Falschbehauptungen aufgelistet. Und zumindest wir haben bereits zu diesem Zeitpunkt ein Problem mit dem Film.

All diese Dinge, die wir aufgezählt haben, sind keine „Neuigkeiten“, kein Expertenwissen. Sie sind jahrelang bekannt, quasi Trivialwissen. Zum Teil endlos untersucht und erforscht. Jeder, der im Bereich tätig ist oder sich auch nur ein wenig weiterbildet, muss das wissen.

Aber Michael Leitner und Konsorten ist das egal. Es geht offenbar nicht darum, eine fachlich korrekte Dokumentation zu machen. Im Film wird behauptet, dass es bei Impfstoffen darum gehe, dass man „fett Kohle macht.“ Komischerweise denken wir das bei dem Film auch.

Oh, man gibt sich den Anschein, neutral zu sein. Gleich nach dem Vorspann gibt Leitner unter Beteiligung des Milchwirts Hans Tolzin vor, dass sie übrigens auch versucht hätten, Impfbefürworter zu Wort zu kommen lassen. Man deklariert sich mit dieser Benennung implizit auch gleich selbst als das, was man selber ist: Impfgegner.

Und die Impfbefürworter? Die wollten nicht. Uns erscheint es wenig verwunderlich, dass sich seriöse Wissenschaftler nicht in ein Gespräch verwickeln lassen, dass dann nach Belieben zurecht geschnitten werden kann. Man hat in der Vergangenheit häufiger gesehen, wie schön man einzelne Sätze aus dem Zusammenhang reißen kann.

Fazit
Der Film ist nach der ersten Minute Mist und auch später wird er nicht besser, Aidsleugner wie Christian Fiala oder der „Gutachter“ Klaus Hartmann (der Ihnen gegen gutes Geld sicher gerne behilflich ist herauszufinden, dass eine Impfung an Ihrem Zustand schuld sei) machen den Film nicht qualitativ besser. Fakten werden nach Wunsch – nein: nach Möglichkeit ignoriert.

Als Dokumentation ungeeignet und als Fantasy-Film zu langweilig.

  1. editor
    2. September 2014, 10:30 | #1

    Da hatte ich mal eine Diskussion mit der Impfgegnerin Petek-Dimmer (inzwischen verstorben), die hatte gemeint Formaldehyd sei gefährlich. Ich sagte ihr dass HCHO ein normales (lebensnotwendiges) Stoffwechselprodukt des C1 Stoffwechsels sein, pro Tag ca 50 gramm vom Körper produziert und verstoffwechselt werden. Und auch, dass wenn sie sich gegen FSME impfen lassen würde der muskeleigene HCHO Gehalt verdünnt würde, was bei einer Halbwertszeit von ca 1,5 min aber egal ist.

    Danach hat sie geschrieben in ihrem Impfgegnerbuch, dass Impfbefürworter behaupten HCHO im Impfstoff wäre dasselbe wie HCHO im Körper, letzteres wäre aber natürlich hergestellt, während HCHO im Impfstoff chemisch hergestellt wäre.

    Ich hab mir das dann überlegt was ist der Unterschied von HCHO zu HCHO ?
    Petek-Dimmer hat recht. Es gibt einen Unterschied- körpereigenes HCHO hat noch die natürliche Tritium- und C14 Radioaktivität, während diese bei aus Erdöl hergestelltem Impfstoff HCHO längst abgeklungen ist.

  2. BavarianEngineer
    2. September 2014, 12:08 | #2

    Das ist doch normalerweise so: Egal was man sagt, es wird immer irgendeine Form von Gegenargument daraus gedreht, meist unter Herbeiführung irgendwelcher Spezialfälle. Das hauptsächliche Problem ist, dass Leute, die sich über die Risiken von Impfungen informieren wollen, nicht nur an Petek-Dimmer und Konsorten geraten, sondern auch an Foren, die sich damit brüsten, dass sie serös über angebliche Impfschäden diskutieren wollen, und in denen sich aber ausschließlich die Leute zu Wort melden, die glauben, durch die Impfung geschädigt worden zu sein (Weil die ohne „Impfschaden“ keinen Grund sehen, in einem Forum voller Verblendeter zu posten).
    Die dort geschilderten Geschichten haben dann meistens Vermutungscharakter und sind oftmals an den Haaren herbeigezogen, „hatte drei Wochen später mal Kopfschmerzen“ wird dann genauso zum Impfschaden wie „Musste mich eine Woche später mal übergeben“, wobei de facto nie tatsächlich bleibende Schäden geschildert werden, sondern eher allgemein verdrießlich Missgeschick.
    Ich für meinen Teil kann nur folgendes sagen: Ich hab meine Impfungen damals gut überstanden, sogar die böse böse FSME-Impfung voller Formaldehyd. Ich wurde sogar wegen eines Indienaufenthaltes gegen Gelbfieber geimpft, und es ist mir vollkommen egal, auf welchen pürierten Lebewesen der Impfstoff gezüchtet wurde. Komplikationen hatte ich damals keine, und selbst wenn ich als Komplikation im Bett gelegen wäre, wäre mir das allemal lieber gewesen als mich mit einer Krankheit anzustecken, die meine Blutgefäße zersetzt und ein Fünftel der Infizierten umbringt.

  3. editor
    2. September 2014, 17:16 | #3

    Es ist ja eigenartig, dass viele Impfgegner auch AIDS-Leugner sind.
    Hans Tolzin, der germanische neue Mediziner Dr Hamer, die „Ärztin“ Dr Wohlgemuth,
    der wie Leitner „Medizinjournalist“ Bert Ehgartner, etc pp.

    Offenbar muss es attraktiv sein nicht nur einfach bescheuert, sondern doppelt beklopft zu sein.
    Nur warum?

  4. BavarianEngineer
    2. September 2014, 18:07 | #4

    Natürlich, was meinst du, wie simpel und rosig die Welt aussieht, wenn man für jede nichtgenehme Schicksalsfügung gleich das passende Feindbild am Wickel hat und damit gleich auch den passenden Diskurstotschläger für alle unliebsamen Informationen mitgeliefert bekommt, die es wagen, das eigene Weltbild ins Wanken zu bringen?

    Das Problem mit solchen Leuten ist, dass sie die Meinung propagieren, dass Dummheit salonfähig sei, und einen sogar in einer perversen Art und Weise über weniger bescheuerte Menschen andere erhaben mache (Wer kennt sie nicht, die Behauptung, dass Wissenschaftler in intellektuellen Elfenbeintürmen lebten und ihnen jeder Realitätssinn abhanden gekommen sei?). Das wäre zumindest meine Meinung, warum es attraktiv ist, bescheuert zu sein, bin gerne zur Diskussion bereit.

  5. 3. September 2014, 08:55 | #5

    @ editor: Ja, in diesen Kreisen legt man allergrößten Wert auf „Natürlichkeit“. Sogar vom Kochsalz meinen manche, es sei nur genießbar, wenn es direkt aus dem Berg unraffiniert auf den Tisch kommt. Raffiniertes Salz sei tot, seiner 84 Elemente entäußert und daher giftig. Es richte im Körper allerhand Schädliches an, im Gegensatz natürlich zu unraffiniertem Kristallsalz. Quelle kann ich auf Wunsch nachreichen.

  6. BavarianEngineer
    3. September 2014, 12:26 | #6

    @gnaddrig: Das ist ja die klassische Herbeiführung eines Spezialfalles. Alles, was aus der Industrie kommt, ist böse, weil es nicht „natürlich“ ist, während die Natur nur Gutes tut und deswegen mit dem herkömmlichen Kochsalz vollkommen identisches Steinsalz einen gesundheitsfördernden Effekt haben muss („Ist einfach so“-Argument). Wenn man solche Leute an die Wand nagelt und ihnen schlüssig darlegt, dass das so nicht sein kann, kommen meistens irgendwelche Bezüge zu angeblicher „Feinstofflichkeit“. Man sollte sich bei Überzeugungsversuchen aber immer vor Augen halten, dass derartige Zeitgenossen meistens nicht überzeugt werden wollen 🙂

  7. StephanCGN
    3. September 2014, 13:26 | #7

    Wenn die Erstverschlimmerung 2 Meter unter der Erde enden könnte, kleben die ganzen Impf/Pharma/Schulmedizingegner am Arztkittel, wie Fliegen auf einem Haufen Sch…..!

  8. Stefan Georg
    3. September 2014, 15:49 | #8

    Beim Durchlesen der „Rezensionen“ zu diesem „Film“ auf amazon.de wird einem ganz anders. Dieses selbstgefällige „Auf-die-Schulter-Klopfen“ und Aufzählen allerlei sinnfreier „Fakten“ lässt die Bullshit-Bingo-Karte glühen. Solche Leute überzeugen mich echt, Impfen verbieten zu wollen, nur damit diese nicht mehr von der Herdenimmunität profitieren können.

  9. 3. September 2014, 16:51 | #9

    @ BavarianEngineer

    Spezialfall? Wie immer mit ausgesprochen dünner (wenn überhaupt) Faktendecke…

  10. BavarianEngineer
    3. September 2014, 17:15 | #10

    @gnaddrig: Natürlich ist die Faktendecke dünn. Wer braucht schon Fakten, wenn er Angstmache haben kann 😉 Oder meintest du was anderes?

  11. 3. September 2014, 22:22 | #11

    @ BavarianEngineer: Neinein, das hast Du schon richtig verstanden. Die Natursalzleute heizen mit den 84 Elementen in ihrem Salz, da stören Fakten nur 🙂

  12. 4. Oktober 2014, 12:08 | #12

    In diesem Artikel wird wissenschaftlich beschrieben, warum manche Leute an Sachen glauben, die für einen selbst Unsinn sind:

    Why people believe things you don’t believe

  13. editor
    18. Oktober 2014, 17:58 | #13

    Da schreibt einer:

    „Ich für meinen Teil kann nur folgendes sagen: Ich hab meine Impfungen damals gut überstanden, sogar die böse böse FSME-Impfung voller Formaldehyd. Ich wurde sogar wegen eines Indienaufenthaltes gegen Gelbfieber geimpft, und es ist mir vollkommen egal, auf welchen pürierten Lebewesen der Impfstoff gezüchtet wurde“

    Da wär ich viel strenger: Die gelbfieberimpfung für Indien war überflüssig. Gelbfieber gibts nur in Afrika und durch Sklaven exportiert nach Südamerika.

    Und wo das Impfvirus gezüchtet wird ist auch nicht egal. In den 90er Jahren gabs da massive Aktivitäten um sicherzustellen, dass alle Zuchtsubstrate BSE frei sind. Das hat auch einigen Impfstoffen das Leben gekostet. Züchtung auf BHI Medium, B für Brain in einem Land mit BSE Fällen, ja und es war Rinderhirn. Durch diese behördlichen Aktionen wurden die Impfungen massiv sicherer. War zwar nur ein theoretisches Risiko- bislang ist kein Fall beim Menschen belegt.
    Als proof of principle gabs aber mal in Italien TSE (transmissible spongiform encepalopathy) da wurde ein bakterieller Infektionserreger zur Vermehrung einem Schaf (oder Ziege?) ins Gehirn gespritzt, nur hatte das Schaf Scrapie und dann die geimpften Tiere später auch.

    Da muss man also schon aufpassen- aber das tun die Spezialisten; ist für Laien zu komplex.

  14. TH
    24. Oktober 2014, 20:07 | #14

    Mail an Jimdo
    nachricht@jimdo.de

    Gefährliche Propaganda
    Was halten sie von dieser Homepage?

    http://impfen-nein-danke.jimdo.com/

  15. editor
    1. November 2014, 10:56 | #15

    Lanka, Impfgegner und AIDS Leugner ebenso wie M Leitner wie H Toxin, wie B Ehgartner etc pp.

    Offenbar ist es besonders schön wenn man nicht einfach nur beklopft ist, doppelt bescheuert mindestens (!) ist doch voel besser-oder?

  16. ballabomm
    15. November 2014, 16:33 | #16

    Es ist mir klar, dass die angeblichen Giftstoffe entweder garnicht giftig sind oder in sehr geringer Menge gegeben werden. Aber eine Verständnisfrage habe ich: Es wird angegeben, dass ein Impfstoff höchstens 0,2 mg/ml enthalten darf. Das wären immerhin 100 mg/l gegenüber im der Blut enthaltenen 2-3 mg/l. Stimmen diese Zahlen?

  17. ballabomm
    15. November 2014, 16:35 | #17

    …gegenüber der im…

  18. ballabomm
    15. November 2014, 16:38 | #18

    Mann, so ein Mist. Der Satz muss richtig heissen:

    Das wären immerhin 200 mg/l gegenüber den im Blut enthaltenen 2-3 mg/l.

  19. YorkTown
    16. November 2014, 16:00 | #19

    Es ist genau genommen nicht wichtig, wie viel Formaldehyd im Blut enthalten ist bzw, wie viel vom Stoffwechsel produziert wird. Bedeutsam ist eher die Frage, ab wann es schädlich ist.

    Dazu gab es einige Tierversuche, siehe:
    http://www.epa.gov/iris/subst/0419.htm
    Der niedrigste Wert, bei dem ein negativer Effekt festgestellt werden konnte, war 82 mg pro Kilo Körpergewicht pro Tag. d.h. auf dieser Basis dürfte ein Kind mit 10 kg jeden Tag 800 mg pro Tag zu sich nehmen.

    Bei Grenzwerten ist man allerdings äußerst konservativ und daher wurden z.B. im obigen Link 0,2 mg/kg/pro Tag als sicherer Wert angegeben.

    Das Europäisches Arzneibuch (Ph. Eur.) hat nun als Grenzwert für Impfstoffe 0,2 mg/ml festgelegt. Das ist eine Obergrenze, die von Impfstoffen nicht überschritten werden darf.

    In der Praxis liegen Impfstoffe weit darunter, aber selbst wenn es einen Impfstoff gäbe, der diesen Wert erreicht, wäre das kein Problem.

  20. Groucho
    16. November 2014, 17:29 | #20

    Vielleicht noch ergänzend zu YorkTown: Die Zahlen stimmen schon. Nur, es handelt sich um sehr geringe Mengen an Impfstoffen, eine Masernimpfung besteht aus ca. 0,5 ml Flüssigkeit. Ein Baby hat ca. 1 L, ein Kleinkind ca. 3 L Blut, bei 2 L käme also auf eine vorhandene Gesamtmenge 4-6 mg an Formaldehyd auf eine neue Menge von ca. 4,1-6,1 mg.

    Zudem:
    „Die mittlere tägliche Aufnahmemenge an FA mit der Nahrung wird
    auf 1,5 – 14 mg/Tag geschätzt“ (BfR) und FA ist ein natürliches Zwischenprodukt des menschlichen Stoffwechsels, und da liegen wir bei einem Erwachsenen bei ca 50g (!), was täglich entsteht und abgebaut wird. Das nur, um die Mengen einordnen zu können – beim impfen geht es wirklich um sehr, sehr wenig FA.

  21. T-bit
    16. November 2014, 21:58 | #21

    Danke für diese Rezension. Und Kompliment für Ihre Nervenstärke, sich so eine „Dokumentation“ anzuschauen.

    Eine Frage habe ich aber auch noch:
    Sie schreiben, daß die Aluminiumverbindungen in der Impfung wasserunlöslich sind, und daher nicht in die Blutbahn gelangen.

    Bisher dachte ich, daß diese Stoffe deshalb unbedenklich seien, weil sie recht zügig vom Körper ausgeschieden werden. Nun frage ich mich als medizinischer Laie, wie die Ausscheidung denn funzt, wenn die Aluminiumverbindungen nicht ins Blut gelangen? Werden die nicht übers Blut aus den Muskelzellen zu den Ausscheidungsorganen (Leber oder Nieren?) befördert?

  22. YorkTown
    23. November 2014, 18:00 | #22

    Es findet keine „Ausscheidung“ statt. Die Aluminiumverbindungen verbleiben im Muskel. Aluminiumhydroxid ist einfach nicht wasserlöslich. Daher ist z.B. auch eine Ausleitung, wie sie sehr gerne in Heilpraktikerkreisen verkauft wird, völlig sinnfrei und unsinnig. Es ist ungefähr so unplausibel wie die „Ausleitung“ einer Schrotkugel, die jemand irgendwo drin stecken hat.

  23. 24. November 2014, 10:24 | #23

    Das Aluminium bleibt nicht auf ewig im Muskel, es wird schon ausgeschieden.
    Die Verbindungen sind schwer löslich, nicht unlöslich.
    Die Nieren können Al aber ruckzuck ausscheiden, weil Aluminium auch in der Nahrung vorkommt und unser Körper daran angepasst ist.
    Obskure „Ausleitungsmethoden“ sind also unsinnig.
    Die ganze Arbeit, das zu erklären, hat sich zum Glück schon jemand gemacht.
    http://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit-vigilanz/archiv-sicherheitsinformationen/2014/ablage2014/2014-01-21-sicherheitsbewertung-von-aluminium-in-therapieallergenen.html

  24. Iwa
    21. Dezember 2014, 00:08 | #24

    @ ballabomm

    Jetzt mal nachrechnen, wieviel ml denn in einer üblichen Impfdosis verabreicht werden….

  25. Yann
    30. Juni 2015, 11:37 | #25

    Liebe Leute,

    schade, aber eure Rezension ist mal richtig schwach und im Grunde auch nicht würdig als solche zu gelten. Ja, der „Dokumentarfilm“ hat bei manchen Darstellungen ziemliche Schwächen (emotionale Aufbauschung mit schreienden Babys beim Impfung, Eso-Mucke, die schon erwähnten sugestiven Anfangsfragen, usw.). Tatsächlich ist es schade, dass der Regisseur an den Stellen so unfähig war, den der Film hätte das nicht nötig. ABER (und dazu schreibt ihr nichts): Der Film stellt auch richtige Fragen, die gestellt werden sollten: Wer sitzt eigentlich in der StiKo und für wen arbeitet der sonst noch; Wieso passen die Statistiken zu Krankheitsfällen nicht mit den Aussagen der allg. Impferfolge zusammen? Könnte es sein, dass Polio nur durch „Auslagerung“ des Krankheitsbildes besiegt wurde? Welche „krummen“ Dinger hat der ENtdecker des Impfstoffes gegen Gebärmutterhalskrebs so gedreht?
    Diese Fragen sind es m.E. tatsächlich wert, dass man sich näher damit beschäftigt und auseinandersetzt. Leider benutzt ihr dieselbe Hysterieargumentation wie die Impfgegner (Wer das nicht glaubt ist bähbäh). Aufklärung ist etwas anderes.
    Wie gesagt, schade.

  26. Chad
    30. Juli 2015, 22:58 | #26

    „Impfungen dürfen einerseits nur maximal 1,25 mg Aluminium enthalten“

    Die Deutsche Trinkwasserverordnung schreibt einen Grenzwert für Aluminium von 0,2 mg PRO LITER. Denkt mal drüber nach.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Trinkwasserverordnung

  27. 31. Juli 2015, 06:29 | #27

    Wieviel Liter Impfstoff trinkt man denn täglich?

  28. 31. Juli 2015, 06:37 | #28

    Smoothies, Babynahrung und Mineralwässer überschreiten die Grenzwerte von Trinkwasser!!!
    „Denkt mal drüber nach.“

  29. editor
    31. Juli 2015, 14:13 | #29

    Der vermeintliche „Dokumentarfilm“ die Akte Aluminium und die Bücher dazu vom Impfgegner Ehgartner haben ja bereits einen gewaltigen prinzipiellen Fehler.
    Da wird geschwurbelt Aluminium sei für uns Menschen ein „Alien“ und wir hätten erst seit ca 100 JAhren damit zu tun und deswegen wäre es fremd für. Nur warum hat uns dann die Evolution mit einer Niere ausgestattet, die das unbekannte Aluminium ausleitet. Es hat auch schon immer Vulkanismus gegeben, dabei werden säure Gase ausgestoßen (Schwefel, Chlor) und auch Aluminium, welches sich bekanntlich bei saurem pH löst. Aluminium auch in löslicher Form gab es also schon immer in der Evolution und daher ist Aluminium für Schachtelhalme und Farne – die ja in der Evolution recht alte Pflanzen sind – essentiell- d.h. ohne Aluminium gehts bei diesen Pflanzen nicht.
    Der Schachtelhalm enthält nach Wikipedia 1,5% AlCL3 – und wird schon lange als Heilpflanze verwendet- über Vergiftungen ist nichts bekannt.
    Die ganze Aluminiumphobie hat nur die Esoteriker in die Verzweiflung gestürzt- was sollen sie jetzt mit ihren Alu-Hüten machen?

  30. Chad
    3. August 2015, 18:08 | #30

    @Cohen

    Wer drüber nachdenken will, wird schon drüber nachdenken. Ich weiß, dass es für bestimmte Lager zu viel verlangt ist…

    @editor

    Ach wirklich?

    Die meisten Elemente kommen in der Natur vor wie z.B. Uran.

    Auch Alkohol kommt in der Natur vor.
    Und warum gibt es dann Alkohol-Kranke, obwohl die Evolution uns doch mit einer Leber ausgestattet hat?

    Ist in den Impfungen das AlCL3 aus dem Schachtelhalm drin?
    Somit ist dieser Vergleich ja wohl nichtig. Natürliche Verbindungen mit Industriell hergestellten ist in vielen Fällen wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

    Netter Versuch, einen „gewaltigen prinzipiellen Fehler“ aufzuzeigen. Leider komplett ohne Substanz.

    Diese Rezension ist sowieso nicht ernst zu betrachten, da es auf die Fragen des Filmes überhaupt nicht eingeht, die sie auch nicht beantworten könnte.

    Und jetzt überlasse ich euch noch gerne das letzte Wort, was mir auch ziemlich egal ist.
    Wer sich für dieses Thema wirklich interessieren sollte, soll die Doku angucken und sich eine eigene Meinung bilden.

  31. 3. August 2015, 21:38 | #31

    Finde doch mal bitte etwas, was die Grenzwerte vom Trinkwasser einhält, ohne Trinkwasser zu sein!
    🙂
    Der Vergleich ist völliger Bullshit.

    Sterile isotonische Kochsalzlösung wäre bei Injektion demnach gefährlicher als Leitungswasser.

  32. jolietjake
    4. August 2015, 04:58 | #32

    Chad :
    @Cohen

    Diese Rezension ist sowieso nicht ernst zu betrachten, da es auf die Fragen des Filmes überhaupt nicht eingeht, die sie auch nicht beantworten könnte.

    Genau, es werdem ja nur Fragen gestellt. Natürlich nicht beantwortet.
    Kennt man von youtubern wie „Conrebbi“. Unter dem Vorwand „nur Fragen zu stellen“ wird dann absurdester VT-Scheiß (sorry) verbreitet…

  33. Lemming
    9. März 2016, 18:29 | #33

    Ich denke, die Sache mit Leon hatte Herr Leitner bereits erklärt: Dem Vater von Leon wurde vor Gericht ein „Deal“ angeboten. Entweder er zeigt sich reuig, dass er sein Kind in Wahrheit geschüttelt habe, oder er wandert für zwei Jahre ins Gefängnis. Damit seine Reue glaubwürdig erscheine, dürfe er auch nicht mehr die Schreianfälle von Leon mit der Impfung in Verbindung bringen. Da frage ich euch: Wer von euch hätte sich für die Wahrheit und 2 Jahre Gefängnis entschieden? Weil über diesen Fall also nicht mehr wahrheitsgemäß berichtet werden durfte, hat sich Herr Leitner auf den ähnlich gelagerten Fall „Maya“ verlegt.

    Man muss diese Darstellung nicht für korrekt halten, aber der Fairness halber sollte man diese Darstellung wenigstens erwähnen.

    Im übrigen leugnet Herr Leitner nicht AIDS. Er bezweifelt lediglich, dass ein Virus die einzige oder hauptsächliche Ursache von AIDS sei. Also bitte bei den Fakten bleiben, ja?

  34. elender
    9. März 2016, 22:44 | #34

    Lemming :
    Im übrigen leugnet Herr Leitner nicht AIDS. Er bezweifelt lediglich, dass ein Virus die einzige oder hauptsächliche Ursache von AIDS sei. Also bitte bei den Fakten bleiben, ja?

    Was soll das denn anderes sein, als der typische AIDS-Leugner-Quatsch? HIV ist die Ursache von AIDS; wer was anderes behauptet, lebt in einer Wahnwelt.

  35. editor
    10. März 2016, 11:00 | #35

    @Lemming

    das „shaken baby syndrom“ als Impfschaden darzustellen, ist ja eine alte Impfgegnerlüge.

    wird hier zB besprochen

    https://www.sciencebasedmedicine.org/the-antivaccine-lie-that-just-wont-die-shaken-baby-syndrome-is-really-due-to-vaccine-injury/

    und wenn man Tante goggle mit „shaken baby vaccine“ befragt, kommen bis auf obigen link jede Menge Impfgegnerseiten, wo immer wieder derselbe Schwachsinn aufgetischt wird.
    Im übrigen bei schweren (Todes) Fällen von „shaken baby syndrom“ reißen im Hirn die sog Brückenvenen ab – Ursache schwere physische Gewalt. Wie soll das ein Impfstoff machen ?

    Na ja und jeder, der an dem klinischen Symptomenkomplex AIDS verstirbt, bei dem kann eine hohe Viruslast von HI-Viren mittels PCR nachgewiesen werden, neben HIV Antigen und HIV-Antikörpern.
    Eine HI-Virusinfektion ist daher die notwendig um AIDS zu entwickeln – wird verhindert durch antivirale Therapie.

    Und Leitner hat schriftlich bestätigt, dass HIV eben nicht die Ursache von AIDS darstellt- und das ist und bleibt blühender und gefährlicher Unsinn.

  36. Dieter
    13. April 2017, 15:20 | #36

    So wie ich das gesehen habe, hat niemand Stellung zu dem Post von Yann genommen. Die Statistiken zeigen den Rückgang der Krankheiten nach 1945, als sich die Lebensbedingungen drastisch gebessert hatten. Und es wurden viel viel später Massenimpfingen vorgenommen. Die Zahlen sollen vom Statistischen Bundesamt kommen. Als Laue brauche ich da dringend eine Antwort drauf. Weiterhin wird im Film gesagt, dass Schluckimpfungen nicht so schädlich sei, da der Körper bei Nichtgebrauch alles wieder ausscheidet. Beim Impfstoffspritzen soll das Ganz ja im Blutkreislauf sein und ins Gehirn gehen. Plausibel.
    Bitte nehmt Stellung zum Post von Yann und meinem.
    Dank‘ Euch.

  37. Julia Maier
    21. Juli 2017, 10:29 | #37

    Ich würde auch gerne eine Antwort auf die Kommentare von Yann und Dieter lesen.
    Was hat es mit diesen Statistiken auf sich?
    Und was mir auch unklar ist: Was ist an der Behauptung dran, das Paracetamol die Impfreaktion noch schlimmer macht? Kann das jemand pharmakologisch erklären/widerlegen?
    Und warum brauchen Babies tatsächlich eine Hepatitis B Impfung?

  1. 5. Oktober 2014, 15:10 | #1
  2. 27. Juni 2015, 21:49 | #2