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Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit! Und Meinungsfreiheit.

Man ist erstmal sprachlos. Traurig. Wütend. Erschrocken.

Dabei ist man ja abgehärtet, die regelmäßige Katastrophenmeldung steckt man ganz locker weg. Flug QZ8501 der Air Asia ist abgestürzt? 162 Tote? Ein Fährenunglück in der Adria? 13 Tote?

Ja, man ist abgehärtet. Man überfliegt diese Meldungen, aber es sind eben Unglücke, Unfälle, die normalen Katastrophen. Man ist ja abgehärtet.

Der Anschlag auf Charlie Hebdo trifft einen dann doch. Der Unterschied ist einfach: Es ist Mord. Sinnlos? Nein, schlimmer. Gezielter Mord, aus niedersten Motiven. Da wurden Menschen kaltblütig ermordet, nur weil sie anders dachten, anders fühlten und eben anders zeichneten. Anders Denkende werden nicht geduldet.

In gewisser Weise sogar schlimmer als Breivik. Der hat in gewisser Hinsicht wahllos gemetzelt, es war ihm im Grunde wohl egal, wen er umbringt. Hauptsache möglichst viele. Er wollte ein Zeichen setzen, die Regierung „so hart wie möglich“ treffen, da sie zum „Massenimport von Moslems“ maßgeblich beigetragen habe. Und gegen den Islam wollte er Norwegen verteidigen.

Die Täter von Paris sind dagegen zielgerichtet in die Redaktion von Charlie Hebdo eingedrungen, als diese ihr wöchentliches Treffen hatte. Das wussten sie offenbar und hatten daher diesen Zeitpunkt gewählt. Nach dem Eindringen hatten sie Frauen und Männer getrennt, bevor sie mit der Hinrichtung begannen.

Das Motiv kann man natürlich nur vermuten, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es mit den Mohammed-Karikaturen zu tun hat. Das die Täter Rache nehmen wollten, die beleidigte „Ehre“ sühnen oder etwas in der Art. Man möchte sich in diese Gedankenwelt, die zu so einer Tat führt, eigentlich nicht so genau hineindenken.

Es sind schändliche Mörder. Und die Tat kann nur Abscheu auslösen.

Wenn man die Kundgebungen, „Je suis Charlie“, sieht, dann weiß man, dass viele Menschen so denken. Man spürt in den Interviews Wut und Zorn und Trauer. Und den Willen, dass man sich nicht durch diese Typen, durch diese Gesinnung einschüchtern lassen will.

Und das ist gut so. Wenn man so will, hat an diesem Tag ein Schulterschluss stattgefunden, ein Schulterschluss des Gesindels. Im Grunde sind das rechte Gesocks und das islamistische Gesindel die gleiche Brut. Mit Gewalt geht man gegen Andersdenkende, gegen Fremde und Andersartige vor. Wer nicht der eigenen Gesinnung entspricht, ist zum Abschuss freigegeben.

In unserer Gesellschaft sollte diese Denkweise keinen Platz haben. Unsere Gesellschaft ist auf dem Blut und dem Schweiß und den Tränen unserer Ahnen erbaut. Wir haben unsere dunkle Zeit gehabt und wir wollen sie nicht wieder zurück.

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit! Und Meinungsfreiheit.

Wir haben diese hohe Gut erworben, und wir sollten alles tun, um es gegen jeden Feind zu verteidigen. Wenn die Täter gefasst werden, dann sollten sie mit den Mitteln des Rechtsstaates behandelt werden, und wenn sie für schuldig befunden werden, verurteilt. Für Rache ist kein Platz.

Aber nur die Täter. Und nicht die anderen Menschen, die nur zufällig den gleichen Glauben haben. Wenn unsere Gesellschaft nach rechts rückt, wenn sie ihren Zorn an den normalen Mitbürgern, die aus Iran, Irak, Türkei oder woher auch immer nach Deutschland/Österreich/Schweiz gekommen sind auslässt, dann haben DIE gewonnen.

Wenn wir dagegen weiterleben und Menschen anderer Religionen, anderer Einstellungen mit Freundlichkeit und Toleranz begegnen, dann verlieren DIE.

Wenn Sie also morgen hinaus gehen und dem Nachbarn begegnen, der Moslem ist, dann grüßen sie ihn freundlich. Mehr braucht es nicht.

Sehr lesenswert finden wir auch folgenden Artikel:

* TAZ: Kommentar „Je suis Charlie Hebdo“: Jede Menge falsche Freunde

  1. Christoph Kittel
    8. Januar 2015, 23:59 | #1

    Ich kann dem Text beinahe vollständig zustimmen.

    In einem möchte ich widersprechen. Auch Breivik hat nicht „wahllos gemetzelt“, sondern ebenfalls gezielt gemordet. Das Lager der sozialdemokratischen Jugendorganisation war kein zufälliges Ziel.

    Jeder, der nur einen Funken Verständnis für das übrig hat, was unsere Gesellschaften ausmacht, darf nicht sehenden Auges zulassen, wie dieses unter dem Aufkommenden Hass zwischen religiösen und nationalen Extremisten zerrieben wird.

    Plattformen wie Psiram, die gegen Irrationalität, „gefühlte Wahrheiten“ oder andere willkürliche Glaubenskonstrukte schlicht mit Logik und Argumentation vorgehen, sind dabei ein wichtiger kleiner Beitrag in diesen emotional aufgeladenen schwierigen Zeiten. Danke dafür.

  2. ringo
    9. Januar 2015, 11:08 | #2

    Der Vergleich Breivik – Charlie Hebdo hinkt, liebe Leute und ich muss mich ein wenig wundern dass ihr das nicht seht. Breivik handelte aus eigenem Antrieb, und er wusste dass seine Tat von NIEMANDEM akzeptiert würde. Die sogenannten „Islamisten“ handeln auf Befehl ihres „heiligen Buches“, dem Koran, der den Mord an jenen die den „Propheten“ beleidigen, sowie auch an ALLEN UNGLÄUBIGEN ausdrücklich befiehlt.
    Und dann noch: Es gibt keinen „gemäßigten“Islam und auch keinen „radikalen“ Islam. Es gibt nur den einen, unteilbaren Islam und jeder „freundliche Moslem“, absolut jeder kann morgen schon zu einem getreuen Durchführungsgehilfen des grausamen Korans werden, denn Moslems kennen nur dessen Befehle und keine anderen Gesetze.
    Viele behaupten, der Koran sei ebenso gefährlich wie „Mein Kampf“. Ich behaupte mal, das ist eine Verharmlosung, der Koran ist viel gefährlicher weil „Mein Kampf“ heute von kaum jemandem gelesen wird, geschweige denn dessen Thesen praktisch umgesetzt werden, der Koran wird jedoch von Milliarden Menschen als die einzige massgebende Instanz abgesehen und kein menschlich geschaffenes Gesetz wird auch von nur einem einzigen Moslem als höher beachtet.
    Und deshalb grüße ich meinen muslimischen Nachbarn nach wie vor freundlich, aber ein gesundes Misstrauen behalte ich mir vor.

  3. 9. Januar 2015, 11:26 | #3

    @ Christoph Kittel: Auch Breivik hat nicht “wahllos gemetzelt”, sondern ebenfalls gezielt gemordet. Das Lager der sozialdemokratischen Jugendorganisation war kein zufälliges Ziel.

    Jein, finde ich. Natürlich hat er die Jugendorganisation der Sozialdemokraten als Ziel ausgesucht, um die Partei zu treffen, die Norwegen seiner Meinung nach an „den Islam“ verkauft. Aber er hat dann trotzdem wahllos auf alles geballert, was sich bewegt hat, ohne weiteres Ansehen der Person. (Vermutlich steht deshalb im Artikel auch „in gewisser Hinsicht wahllos“.)

    Die Mörder in Paris haben gezielt die Redaktion eines Blattes vernichtet, das ihrer Meinung nach ihren Gott oder dessen Propheten lächerlich gemacht hat.

    Breivik hat mit der Gießkanne flächig gearbeitet, die in Paris dagegen sehr gezielt und spezifisch. Das macht schon einen Unterschied, finde ich.

  4. 9. Januar 2015, 11:28 | #4

    So ein Käse. Den Koran schon einmal gelesen? Nicht? Ich empfehle einmal dann die Bibel zu lesen, denn die Texte beider Bücher haben gleichen Ursprung. Das ist eine Verzerrung der Wirklichkeit und geht nur auf mediale falsche Darstellung zurück. Ich habe noch keinen Satz gefunden, der da heißt „Töte alle, die nicht glauben….“ Aktuell läuft Exodus im Kino. Ich finde keine Stelle in der Schrift, an der Mose wie ein kaputter das Schwert schwingt. Das Problem sind die Menschen, die zitieren. Die Christen sollen sich mal an ihr Näschen packen und an die Geschichte denken: Bibel nur auf Latein, damit sie ja keiner lesen kann und Kreuzzüge im Namen des Herren durchziehen können. Sauber. Meine Güte, was würde das für eine Welt sein, wenn die Menschen mal ohne Vorurteile, Diskriminierung und Emotionen sachlich mit den Mitmenschen reden würden und sich nicht dauernd vom TV blenden lassen würden. Zitat Volker Pispers: „Moslems, Menschen die Ihre Religion ernst nehmen, für Katholiken unvorstellbar…“ Keine der drei Weltreligionen will eine andere killen. Aber das ist medial eben nicht so cool.@ ringo

  5. 9. Januar 2015, 11:56 | #5

    @ Rene: Keine der drei Weltreligionen will eine andere killen.
    Außer dass ein großer (um es vorsichtig auszudrücken) Teil der islamischen Welt Israel vernichten und die Juden ins Meer treiben will. Da werden die Juden schonmal als Ungeziefer bezeichnet, als Bakterien, die zerquetscht gehören. So richtig friedfertig kommt das nicht rüber.

    Haben Sie den Koran eigentlich gelesen?

  6. 9. Januar 2015, 12:00 | #6

    Keine der drei Weltreligionen will eine andere killen. Aber das ist medial eben nicht so cool.

    Es reicht doch, wenn ein paar der Anhänger andere Mitmenschen töten, foltern und versklaven wollen, was sie ja zur Zeit auch munter tun.
    Eine Religion selbst kann gar nichts wollen. Sie ist nur eine Ansammlung von Texten in Büchern und Köpfen.
    Menschen brauchen nicht viel, um zu Bestien zu werden. Jede Ideologie, die solche Gewalt rechtfertigen kann, ist brandgefährlich.

  7. mossmann
    9. Januar 2015, 12:57 | #7

    ringo :Und dann noch: Es gibt keinen “gemäßigten”Islam und auch keinen “radikalen” Islam. Es gibt nur den einen, unteilbaren Islam und jeder “freundliche Moslem”, absolut jeder kann morgen schon zu einem getreuen Durchführungsgehilfen des grausamen Korans werden, denn Moslems kennen nur dessen Befehle und keine anderen Gesetze.

    Schon klar: Der Gemüsehändler von nebenan schnappt sich morgen einen Maschinengewehr, weil der Koran es ihm befiehlt.

    Erzählen Sie bitte so einen Unsinn am AfD, PEGIDA oder NPD-Stammtisch, da werden sie mit Sicherheit mehr Beifall ernten als hier.

  8. 9. Januar 2015, 13:08 | #8

    Die Ak47 (Lieblingswaffe) ist aber ein Sturm-, kein Maschinengewehr und „Gemüsehändler“ geht gar nicht, das ist so Stammtisch. 😉

    Aber Du hast natürlich recht.

  9. pelacani
    9. Januar 2015, 13:20 | #9

    ringo :

    Es gibt keinen “gemäßigten”Islam und auch keinen “radikalen” Islam. Es gibt nur den einen, unteilbaren Islam und jeder “freundliche Moslem”, absolut jeder kann morgen schon zu einem getreuen Durchführungsgehilfen des grausamen Korans werden, denn Moslems kennen nur dessen Befehle und keine anderen Gesetze.

    Erstens ist das einfach falsch (auch der Islam hat seine Fraktionen), und zweitens ist es natürlich Unsinn. Genauso könnte man sagen: „Es gibt kein “gemäßigtes” Christentum und auch kein “radikales”, evangelikales Christentum. Es gibt nur das eine, unteilbare Christentum und jeder “freundliche Christ”, absolut jeder kann morgen schon zu einem getreuen Durchführungsgehilfen der grausamen Bibel werden, denn Christen kennen nur deren Befehle und keine anderen Gesetze.“ Was soll das?

  10. Talon
    9. Januar 2015, 13:37 | #10

    @ gnaddrig

    Unterkomplexes Halbwissen. Der dortige Antisemitismus hat seine Ursprünge garantiert nicht im Koran. Dort werden das Christentum und Judentum als „Buchreligionen“ bezeichnet und erfahren somit eine Daseinsberechtigung. In der Primärliteratur der monotheistischen Religionen sucht das vergeblich eine Entsprechung. Der heilige Krieg und der Kampf gegen die Ungläubigen wurde ursprünglich gegen Hindus und andere Polytheisten geführt.

    Der Antisemitismus heute, der von radikalislamischer gepflegt wird, hat wie der radikale Islamismus heute seine Herkunft in dem panarabischen Nationalismus, welcher wiederum aus den kolonialen Erfahrungen seinen Hass speist. Das ganze kann sich sehr schön an der Geschichte der Palästinenser beobachten, deren islamische Radikalisierung unter Beibehaltung anderer Diskurse erst mit dem Aufkommen der Hamas so richtig Fahrt aufgenommen hat.

    Der heutige radikale Islamismus, den es übrigens auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt, darf man nicht, wie seine Anhänger ideologisch verstrickt selber tun, monokausal sehen, sondern muss man als Blüte einer Entwicklung betrachten, die schon deutlich länger andauert.

  11. pelacani
    9. Januar 2015, 15:41 | #11

    @ ringo

    «Charlie Hebdo»-Chefredaktor Charb hatte seinerzeit bezüglich der Autoren des Brandanschlags erklärt: «Le pire, c’est que ces trois cons vont faire passer tous les musulmans de France pour des intégristes.» («Das Schlimmste ist, dass wegen dieser drei Kretins jetzt sämtliche Muslime Frankreichs als Fundamentalisten angeschaut werden.»

    http://www.nzz.ch/feuilleton/kunst-und-risiko-der-satire-1.18457175?

  12. ringo
    9. Januar 2015, 18:48 | #12

    @pelacani:

    „Genauso könnte man sagen: “Es gibt kein “gemäßigtes” Christentum und auch kein “radikales”, evangelikales Christentum.“, sagen Sie.

    Ja man „könnte“ es sagen wenn, ja wenn das kleine „wenn“ nicht wäre und zwar wenn Evangelikale oder sonstige Christen im Namen Jesus‘ mit Flugzeugen in Hochhäuser fliegen würden, U-Bahn-Züge, Doppeldeckerbusse, Hotels, Kaufhäuserin die Luft jagen würde, Zeitungsredakteure und Dichter metzeln und Jesuskarikaturisten niederschießen würde. Nun nennen Sie mir mal christliche Terroristen, die sowas in den letzten Jahren gemacht haben und dafür auch noch von weiten Teilen der christlichen Welt dafür wie Helden gefeiert werden? Kommen Sie mir jetzt nur nicht mit Anders Breivik und den Kreuzzügen!

    Und ausserdem: Wieso gibt es bei angeblichen Beleidigungen nur „den Islam“ während es bei Schandtaten plötzlich so viele Variationen gibt? Freilich, es mag die Sunniten geben und die Schiiten, die Wahabiten und die Salafisten und wie sie noch alle heißen mögen, jedoch ihr Ziel ist eines: Die Weltherrschaft des Islam zu installieren! Um sich dann gegnseitig die Hohlköpfe einzuschlagen, weil eine Strömung die andern nicht als „Rechtgläubige anerkennt!
    Und wer sagt denn, dass bei den Vielen Tausend Morden an Andersgläubigen, die jedes Jahr (still und heimlich, ohne den Knalleffekt des Attentats auf Charlie Hebdo passieren), nicht hie und da auch „freundliche Ex-Gemüsehändler“ mitmachen? Glauben Sie denn die Terroristen der Al Kaida, Hamas, Hizb‘ Allah sind lauter grimmige Zombies? Die sind vllt sogar zum großen Teil sogar sympathische Kerle denn sie wähnen sich doch in ihrem lebenslang indoktrinierten Schädel im Rechtzu sein. Deshalb ist der Koran eine größere Gefahr als „Mein Kampf“!
    Übrigens: Dass es nur den einen unteilbaren Islam gibt hat auch der Türkenpascha Erdogan gesagr. Und der muss es doch wissen!

  13. Omikronn
    9. Januar 2015, 19:15 | #13
  14. pelacani
    9. Januar 2015, 19:48 | #14

    ringo :

    @pelacani:

    “Genauso könnte man sagen: “Es gibt kein “gemäßigtes” Christentum und auch kein “radikales”, evangelikales Christentum.”, sagen Sie.

    Ja man “könnte” es sagen wenn, ja wenn das kleine “wenn” nicht wäre und zwar wenn Evangelikale oder sonstige Christen im Namen Jesus’ mit Flugzeugen in Hochhäuser fliegen würden, U-Bahn-Züge, Doppeldeckerbusse, Hotels, Kaufhäuserin die Luft jagen würde, Zeitungsredakteure und Dichter metzeln und Jesuskarikaturisten niederschießen würde. Nun nennen Sie mir mal christliche Terroristen, die sowas in den letzten Jahren gemacht haben und dafür auch noch von weiten Teilen der christlichen Welt dafür wie Helden gefeiert werden? Kommen Sie mir jetzt nur nicht mit Anders Breivik und den Kreuzzügen!

    Selbstverständlich sind auch in unserer Zeit Christen zu Massakern in der Lage, vgl. Sabra und Schatila, Nordirland, Zentralafrika etc. pp.

    Ich bewege mich jetzt weg vom empirisch Belegbaren: Meiner Ansicht nach unterscheidet sich die Geisteshaltung der Fundamentalchristen im Wesen nicht von der der Fundamentalmoslems. Der Unterschied zwischen den Religionen besteht darin, dass die theologischen Auseinandersetzungen, die innerhalb des Islams heute anstehen, im Christentum vor 300 Jahren stattgefunden haben. Der Terrorismus hat seine Wurzel nicht im Islam als solchem, sondern in dessen bisher weitgehend ausgebliebener Reformation (im weiteren Sinn; auch der heutige Katholizismus wäre für die mittelalterliche Kirche natürlich eine einzige Ketzerei).

    Es ist bestenfalls eine rhetorische Leerformel, den Koran für „gefährlich“ zu erklären. Wollen Sie den Koran verbieten? Man kann den Teufel nicht mit dem Beelzebub austreiben.

  15. 9. Januar 2015, 20:44 | #15

    >> Es gibt nur den einen, unteilbaren Islam und jeder “freundliche Moslem”, absolut jeder kann morgen schon zu einem getreuen Durchführungsgehilfen des grausamen Korans werden, denn Moslems kennen nur dessen Befehle und keine anderen Gesetze.

    Nein.
    Dein netter muslimischer Nachbar, der dich in seinem Gemüseladen so freundlich begrüßt, oder der mir so freundlich die Karies rausbohrt -obwohl seine Wartezimmer voll ist-, der hat was zu verlieren. Der hat Familie, der leistet was. Warum sollte der das alles wegwerfen wie diese Herostraten?
    Der Idiot in Australien- ein Krimineller der nicht ordentliches zustande bringt. Diese Rapper Denis oder was, der jetzt für den IS kämpft- der Höhepunkt einer kriminellen Karriere. Ironischerweise kaum anders als so viele Idioten von der NPD, als der PEGIDA Organisator und auch als viele „Kunden“ im Psiram Wiki, die ihre Idiotien Esoterisch/religiös bemänteln- wie der Sonnentempler-Versager, der als Scheckbetrüger begonnen hat und im Massenselbstmord endete.

  16. Flux W. Wild
    9. Januar 2015, 20:52 | #16

    ringo :Der Vergleich Breivik – Charlie Hebdo hinkt, liebe Leute und ich muss mich ein wenig wundern dass ihr das nicht seht. Breivik handelte aus eigenem Antrieb, und er wusste dass seine Tat von NIEMANDEM akzeptiert würde. Die sogenannten “Islamisten” handeln auf Befehl ihres “heiligen Buches”, dem Koran, der den Mord an jenen die den “Propheten” beleidigen, sowie auch an ALLEN UNGLÄUBIGEN ausdrücklich befiehlt.

    Das ist doch schlicht gelogen, Breivik hat sich expressis verbis auf Hassprediger wie Fjordman, Robert Spencer, Gisèle Littman oder Broder. Und sein Manifest hat er veröffentlicht, weil er genau wusste, dass Leute wie Sie ihm zur Seite springen werden.

    ringo :@pelacani:“Genauso könnte man sagen: “Es gibt kein “gemäßigtes” Christentum und auch kein “radikales”, evangelikales Christentum.”, sagen Sie.Ja man “könnte” es sagen wenn, ja wenn das kleine “wenn” nicht wäre und zwar wenn Evangelikale oder sonstige Christen im Namen Jesus’ mit Flugzeugen in Hochhäuser fliegen würden, U-Bahn-Züge, Doppeldeckerbusse, Hotels, Kaufhäuserin die Luft jagen würde, Zeitungsredakteure und Dichter metzeln und Jesuskarikaturisten niederschießen würde. Nun nennen Sie mir mal christliche Terroristen, die sowas in den letzten Jahren gemacht haben und dafür auch noch von weiten Teilen der christlichen Welt dafür wie Helden gefeiert werden? Kommen Sie mir jetzt nur nicht mit Anders Breivik und den Kreuzzügen!

    Die nächste Lüge von Ihnen. Dass Breivik für Sie kein Terrorist ist haben Sie ja vorher schon klar gemacht. Aber schauen Sie mal nach Russland, dort hat Putin gerade im Gleichschritt mit der orthodoxen Kirche Transsexuellen das Autofahren verboten. Vorher hat schon Gesetzte gegen Homosexuelle oder entartete Kunst gemacht. In den USA müssen Ärzte die Abtreibungen durchführen immer damit rechnen, von christlichen Fundamentalisten ermordet zu werden. In Uganda werden Homosexuelle regeläßig von einem wütenden Mob ermordet und der Regierung fällt dazu nichts anderes ein, als Homosexualität mit der Todesstrafe zu bedrohen. In Zentralafrika haust auch die christliche LRA, eine Organisation die dem IS in nichts nachsteht.

  17. Flux W. Wild
    9. Januar 2015, 21:01 | #17

    gnaddrig :@ Rene: Keine der drei Weltreligionen will eine andere killen. Außer dass ein großer (um es vorsichtig auszudrücken) Teil der islamischen Welt Israel vernichten und die Juden ins Meer treiben will. Da werden die Juden schonmal als Ungeziefer bezeichnet, als Bakterien, die zerquetscht gehören. So richtig friedfertig kommt das nicht rüber.Haben Sie den Koran eigentlich gelesen?

    Jetzt hat man aber ähnliches auch bei den Rettern des Abendlandes von Pegida gehört, wenn es um Moslems ging (und bei Teilen davon auch, wenn es um die Juden ging). Und der ein oder andere Völkermord, wird auch in der Bibel bejubelt. Zum Teil beschwert sich Gott auch darüber, warum Frauen, Kinder oder das Vieh verschont wurde.

  18. 9. Januar 2015, 21:40 | #18

    @ Flux W. Wild

    Richtig. Und das zeigt, dass Rene es sich mit der von mir angsprochenen Aussage zu einfach macht. Seine Meinung ist entweder falsch, weil es mehrere radikale Strömungen, Denkschulen oder Fraktionen im Islam gibt, die eben auf die Vernichtung Israels (und teils der Juden insgesamt) aus sind (und die bei Christen auch nicht zimperlich sind, siehe IS; was man bei dem Versuch erlebt, einen Gottesdienst in Saudi-Arabien zu feiern, mag ich mir auch nicht ausmalen.).

    Oder sie ist irrelevant, weil „der Islam“ vielleicht weder das Christentum noch das Judentum „killen“ will, aber jede Menge Muslime genau das versuchen, zumindest bezüglich des Judentums.

    Akademische Unterscheidungen zwischen dem Islam und seinen Gläubigen bzw. einzelnen seiner Strömungen machen meiner Meinung nach wenig Sinn. Für die Opfer religiös motivierter Gewalt dürfte es keinen Unterschied machen, ob die Täter offiziell „im Namen des Herrn“ unterwegs waren oder eigenmächtig und ohne geistlichen Segen.

  19. ringo
    9. Januar 2015, 21:55 | #19

    @Flux W. Wild:

    Das ist doch schlicht gelogen, Breivik hat sich expressis verbis auf Hassprediger wie Fjordman, Robert Spencer, Gisèle Littman oder Broder. Und sein Manifest hat er veröffentlicht, weil er genau wusste, dass Leute wie Sie ihm zur Seite springen werden.

    Bitter nennen Sie mich nicht einen Lügner, nur weil ich andere Meinungen habe als die linksgrünrotverdrehte MainstreamJournaille! Wo habe ich denn behauptet das Breivik kein Terrorist ist? Der Lügner sind Sie!

    Und ich „springe“ niemandem zur Seite, schon gar nicht einem Massenörder! Und: nennen Sie mir doch eine Menschengruppe die Breivik öffentlich bejubelt hat? Wie fast immer es die „freundlichen, anständigen Moslems“ es bei Anschlägen auf „Ungläubige“ es tun? Und noch was:

    Stellen Sie Journalisten und Blogbetreiber (auch „rechte!) mit dem Koran und „Allah“gleich? Welche dumme Betrachtensweise. Sie sind nicht nur ein Wortverdreher und Lügner, Sie sind auch strunzdumm! Wenn ich einen islamkritischen oder auch hetzerischen Artikel lese, muss ich dann zur Waffe greifen und Jugendliche killen? Damit beweisen Sie Ihr jämmerliches Urteilsvermögen.
    Die „Islamisten“ wie man sie so nennt (die es aber gar nicht gibt, es gibt nur Moslems, „Islamisten“ ist eigentlich eine „Bad Bank“ der Moslemversteher), die angeblich „nichts mit dem Islam zu tun haben“ beriefen sich auch gestern, als sie eine ganze Stadt in Nigeria dem Erdboden gleichmachten, mit tausenden von Opfern, nicht etwa auf einen islamischen Hetzblog oder auf einen Imam, sie beriefen sich ausschließlich auf den heiligen Koran!

    „In Uganda werden Homosexuelle regeläßig von einem wütenden Mob ermordet und der Regierung fällt dazu nichts anderes ein, als Homosexualität mit der Todesstrafe zu bedrohen.“

    Und was besagt das? Ist denn der Islam liberalzu Homosexualität eingestellt? Nennen Sie EIN islamisch regierte Land wo Homosexualität straffreiist! Wieviele Homos baumeln jährlich im Iran und in Saudiarabien auf den Baukränen?

    „In Zentralafrika haust auch die christliche LRA, eine Organisation die dem IS in nichts nachsteht.“

    Komisch dass die nirgends in den Breaking News erwähnt werden, komisch dass sie nicht in U-Bahnhöfen bomben, Hotels und Busse in dieLuft jagen oder ganze Städte ausradiern! Und das auch noch indem sie Bibelverse zitieren!Ich will damit nicht sagen dass nicht auch Greueltaten von Christen begangen werden, aber ich bezweifle dass es dabei in London, Madrid, Paris, Berlin und Moskau öffentliche Sympathiekundgebungen gibt! Und die russischen Gesetze (NICHT PUTIN! denn er ist kein absoluter Herrscher wie einst der Zar oder Lenin/Stalin) verbieten keinefalls Homosexualität, nur deren öffentliche zur SchauStellung und Propaganda. Das ist ein gewaltiger Unterschied, wenn Sie das nicht wussten!

    Recherchieren Sie ein wenig im Internet bevor Sie andere als Lügner abstempeln!

  20. pelacani
    9. Januar 2015, 22:19 | #20

    ringo :

    Die “Islamisten” wie man sie so nennt (die es aber gar nicht gibt, es gibt nur Moslems, “Islamisten” ist eigentlich eine “Bad Bank” der Moslemversteher), die angeblich “nichts mit dem Islam zu tun haben” beriefen sich auch gestern, als sie eine ganze Stadt in Nigeria dem Erdboden gleichmachten, mit tausenden von Opfern, nicht etwa auf einen islamischen Hetzblog oder auf einen Imam, sie beriefen sich ausschließlich auf den heiligen Koran!

    Das klingt schon sehr nach Hetze.

    Und die russischen Gesetze … verbieten keinefalls Homosexualität, nur deren öffentliche zur SchauStellung und Propaganda. Das ist ein gewaltiger Unterschied, wenn Sie das nicht wussten!

    Nein, das ist kein wesentlicher Unterschied.

    Wenn Ihr nächster Post eine ähnliche Qualität hat, werden wir ihn gnadenlos zensieren.

  21. Olti
    9. Januar 2015, 22:46 | #21

    „“In Zentralafrika haust auch die christliche LRA, eine Organisation die dem IS in nichts nachsteht.”

    Komisch dass die nirgends in den Breaking News erwähnt werden,…“

    Na, könnte das eventuell daran liegen, dass es, auf gut deutsch gesagt, hier kein Schwanz wissen will, wenn in Zentralafrika hunderte oder tausende Menschen ermordet und eine noch größere Zahl vertrieben werden, weil der Durchschnittsdeutsche keinen Bezug zu sich selbst herstellen kann?
    Wenn aber etwas daher kommt, das ihn in seinem Glauben bestätigt, die dunkelhäutigen Menschen von nebenan könnten etwas im Schilde führen, ja womöglich nur auf einen Befehl von oben warten um ihm eine Bombe durch den Briefschlitz zu schieben, da hört er hin und schaltet ein.
    Die Medien bedienen auch nur eine Nachfrage.
    Ja nee, alles was nicht die eigene Meinung bestätigt ist gleichgeschaltete Lügenpresse, aber sollte es diesen Leuten nicht zu denken geben, dass es ausgerechnet Blätter wie die „Bild“ oder die „Daily Mail“ sind, die ihren eigenen Ansichten am nächsten stehen?

  22. Flux W. Wild
    9. Januar 2015, 22:54 | #22

    @ ringo
    Und weiter geht die Lügerei.
    Sie haben behauptet Breivik hätte ohne Vorbilder gehandelt und gemeint, dass alle ihn verurteilen würden. Ich habe Ihnen nachgewiesen, dass das eine schlichte Lüge war.
    Sie haben behauptet, dass es keinen Terror und keinen Hass auf Homosexuelle von christlichen Fundamentalisten gäbe. Ich habe Ihnen nachgewiesen, dass das eine glatte Lüge ist.
    Und da sie nach einem moslemischen Land ohne Strafbarkeit Homosexualität fragten nenne ich ihnen mal ein paar: Bosnien, Indonesien (immerhin das größte moslemische Land), Libanon.
    Mit Ihren Bemerkungen zur LRA haben Sie übrigens bewiesen, dass Sie frei jeglicher Sachkenntnis hier diskutieren (aber das ist unter Extremisten ja eher die Regel). Gerade vorgestern ist es durch die Presse gegangen, dass Stellvertreter Konys festgenommen wurde. Da sie wahrscheinlich nicht wissen wer Kony ist, das ist der Chef der LRA.

  23. 9. Januar 2015, 23:45 | #23

    @ ringo :

    Und die russischen Gesetze (NICHT PUTIN! denn er ist kein absoluter Herrscher wie einst der Zar oder Lenin/Stalin) verbieten keinefalls Homosexualität, nur deren öffentliche zur SchauStellung und Propaganda.

    Jein. Dem Wortlaut des Gesetzes nach ist Homosexualität selbst in Russland nicht strafbar. Aber es ist strafbar, in Gegenwart von Minderjährigen positiv oder neutral über Homosexualität zu sprechen. Das heißt, Schwule können sich kaum gegen Beleidigungen und Anwürfe verteidigen, ohne sich strafbar zu machen. Sie können nicht über Homosexualität aufklären, dürfen keine Beratung anbieten, was die nachwachsenden Schwulen in eine furchtbare Lage bringt (Pubertät ist eh schon schwierig, dann herauszufinden, dass man etwas ist, das allgemein verachtet und als Freiwild betrachtet wird, und dann allein damit klarzukommen, ohne Vorbilder, Mentoren o.ä. muss schlimm sein!). Schwules Leben ist damit praktisch illegal, hübsch hinterfotzig durch die Hintertür.

    Man stelle sich folgenden Dialog vor:
    Hetero: Ihr Schuchteln seid keine Menschen, sondern wertloser Dreck. Euch sollte man vernichten.
    Homo: Schwule sind normale Menschen und nicht weniger Wert als andere.

    Wenn ein Minderjähriger in Hörweite ist oder jemand diesen Dialog filmt und online stellt, hat der Schwule sich strafbar gemacht. Und rate mal, ob man seinen Fall wohlwollend verhandeln wird, oder ob man nicht eher die Dinge so drehen und biegen wird, dass er möglichst hart bestraft werden kann?

    Wer auch nur ein kleines bisschen über die russische Justiz und über den allgemein verbreiteten Schwulenhass in Russland bescheidweiß, muss nicht lange überlegen: Der Schwule wird wenig Freude haben.

    In einem Land, wo Polizisten Anzeigen von Schwulen einfach nicht entgegennehmen („Was willst du, bist schwul, was erwartest du da anderes als auf die Fresse zu kriegen?“) oder hinterher „verlegen“, und bei Gewalt gegen Schwule bestenfalls nicht einschreiten, schlimmstenfalls mitmachen, muss man sich keine Illusionen machen.

    Schwulsein ist nicht verboten, aber offen schwul zu leben ist lebensgefährlich und ohne ausgeprägte Todessehnsucht nicht anzuraten.

  24. Rudolf Heinrich
    10. Januar 2015, 17:29 | #24

    Seit langem lese ich in Psiram mit. Stets freue ich mich, wenn in diesem Blog esoterische Spinner enttarnt und Schwindler, Scharlatane und Betrüger beim Namen genannt werden. Da ich lange Zeit im Bereich der biologisch-medizinischen Forschung tätig war, habe ich meine eigenen Erfahrungen mit diesem Personenkreis gemacht. Insoweit: Danke!

    Bei der Diskussion um den Islam als Ursache für die aktuellen Gewalttaten allerdings zeigt sich doch bei manchen Beiträgen reichlich Naivität und Nichtwissen. Im Rahmen biologisch-medizinischer Feldforschung war ich mehrmals für längere Dauer in islamischen Ländern, insgesamt fast drei Jahre. Selbstredend bin ich nicht unvorbereitet in diese Länder gegangen und habe stets zumindest versucht, die Sitten und Gebräuche zu respektieren und keinen Moslem durch unbedachte Handlungen zu beleidigen.

    In vielen Gesprächen mit ganz unterschiedlichen Menschen – Akademikern, Wissenschaftlern, darunter auch Frauen, aber auch ganz einfachen Bauern und Arbeitern – kam man auch auf religiöse Themen, die man damals, vor drei Jahrzehnten, noch ganz unbedarft diskutieren konnte.

    Man erklärte mir unter anderem, dass der Koran absolute Gültigkeit für alle Muslime habe, dass seine Vorschriften und Handlungsanweisungen peinlichst zu befolgen seien. „Wer das nicht macht, ist kein Muslim!“ hieß es. Oft ging es dabei aber auch um die geschickte Umgehung des Fastengebotes im Ramadan: „Es gibt ja so viele Ausnahmen…!“

    Nun hatte ich damals den Koran noch nicht gelesen und mich auch mit der Entstehungsgeschichte des Islam kaum auseinandergesetzt. Man riet mir auch davon ab, den Koran zu lesen. Den könne man nur in arabisch lesen und selbst wenn man als Fremder arabisch lerne, könne man ihn nicht verstehen, das könne nur ein Muslim.

    Nun ja, irgendwann habe ich ihn doch gelesen, auf deutsch, nicht auf arabisch. Vier verschiedene Ausgaben, eine davon liegt stets griffbereit auf meinem Nachttisch;
    und wenn es mich einmal besonders gruseln soll, greife ich gerne danach. Ich weigere mich seither, den Islam als Religion zu bezeichnen. Spiritualität, gar Erbauung ist nirgends zu finden. Der Koran kennt keine Bergpredigt, keinen Erlösungsgedanken, keine frohe Botschaft, nichts dergleichen. Er gleicht keiner anderen Religion. Nathan der Weise lag völlig falsch…

    „Friede auf Erden den Menschen“? Ganz im Gegenteil:

    Welche Ausgabe man auch nimmt, kommentiert oder unkommentiert, eins ist sicher:
    Der Koran könnte den Untertitel haben „Und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein!“

    Es ist die perfekte Handlungsanweisung für eine durch und durch faschistische Ideologie, die nichts anders anstrebt als die Weltherrschaft. Da braucht man keine Verschwörungstheorien mehr…

    Ich habe die Stellen nicht gezählt, andere haben das getan und mehr als zweihundert Stellen gefunden, die zur Gewalt gegen Anders- oder Ungläubige aufrufen.

    Wenn man sich dann mit der Geschichte des Islam beschäftigt, werden die Gründe schnell klar: Der Prophet, ein Kaufmann, Karawanenräuber, Kinderschänder und Mörder erhob die Maxime seines Handelns zur allgemeinen Maxime, schrieb die entsprechenden Handlungsanweisungen nieder (oder ließ sie niederschreiben, er war wohl Analphabet), fügte Passagen aus der Bibel und anderen religiösen Schriften ein wie es ihm passte, gab das alles als ihm diktiertes Wort Gottes aus und kleidete diese Ideologie in ein religiöses Gewand. Der Islam war geboren.

    Der Name dieser Ideologie könnte entlarvender nicht sein: Seine etymologische Wurzel hat er mit dem Wort „Salam“ (Frieden) gemeinsam, meint aber absolute Unterwerfung unter die Gebote des Koran. Es ist also ein Friedhofs-Friede, er gilt nur für die, die sich unterwerfen. Die Unterwerfung der Welt mit Feuer und Schwert ist das Ziel des Islam. Diesem Kampf, dem Djihad, ist jeder Muslim verpflichtet!

    Toleranz ist im Islam grundsätzlich unbekannt. Da hatte der Kabarettist Nuhr völlig recht: Tolerant ist der Islam nur, solange er keine Macht hat. Mir ist noch gut das lächelnd gesprochene Wort eines muslimischen Reisebegleiters im Ohr: „Küsse die Hand, die du nicht abschlagen kannst …!“ Das war sein Kommentar, als ich mich erstaunt darüber zeigte, wie unterwürfig er sich gegenüber einem Beamten zeigte, der seine Machtposition auskostete.

    Wer Muslimen gegenüber Toleranz, Respekt, Verständnis, Entgegenkommen zeigt, wird verachtet. Es gilt als Zeichen von Schwäche oder Geisteskrankheit. So wurde es mir wiederholt gesagt, wenn ich mich schwächeren gegenüber verständnisvoll zeigte.
    Nur die Gabe von Almosen ist erlaubt, weil es der Koran befiehlt. Und Christen und Juden gegenüber hat der Islam immer Toleranz gezeigt, solange sie Tribut zahlten.

    Es gibt ein Völkchen in Europa, das etwa 150 Jahre lang unter islamischer Fremdherrschaft gelitten hat. Man konnte oder wollte wohl keinen Tribut zahlen. Kaum eine christliche Kirche blieb heil, ganze Landstriche verödeten, weil die Bewohner getötet oder vertrieben worden waren. Türken sind dort bis heute nicht sehr gelitten.

    Nun mag es sein, dass damals unter meinen Gesprächspartnern nur Hardliner waren.

    Glücklicherweise trifft das auf die allermeisten jetzt und hier lebenden Muslime nicht zu. Sie möchten genauso ihrem Lebensunterhalt nachgehen wie wir und in Frieden mit uns leben, ganz ohne Zweifel. Und ich habe auch keine Angst vor meinem Freund Achmed, der um die Ecke seinen Dönerladen betreibt, mir den besten Dönerteller macht und mir zustimmt, wenn wir über den Islam reden. Aber dann raunt er: „Jetzt besser schweigen, es gibt auch welche, die das alles sehr sehr ernst nehmen….!“

    Den Islam aber muss man ganz realistisch als das sehen, was er ist: Ein Problem, ein großes Problem. Wer es nicht sieht: Koran lesen, lesen, lesen!

  25. 13. Januar 2015, 11:51 | #25

    Ich würde gern die aktuelle Ausgabe von „Charlie Hebdo“ kaufen. Meiner Meinung nach ist das die beste Möglichkeit, Solidarität zu zeigen und gleichzeitig etwas für das Überleben der Zeitschrift zu tun. Weiß jemand, wo die in Deutschland zu haben ist? Im Internet finde ich zwar jede Menge Nachrichten über die geplante Auflage, aber keine Bestellmöglichkeit.

  26. Micha78
    13. Januar 2015, 13:29 | #26

    Ich finde die Reaktionen auf den Anschlag schon etwas überzogen. Die Gräultaten die eine IS oder Boko Haram begehen lösen nicht einmal Ansatzweise einen solchen Empörungssturm aus wie der Anschlag auf Charlie Hebdo. Aber vermutlich ist es menschlich das uns Dinge die vor der (gefühlten) eigenen Haustür stärker interessieren als Vorgänge in Afrika oder dem fernen Osten. Aber lange anhalten wird das Entsetzen auch nicht. Klar, ein Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit… aber bald wird man davon genau so viel hören wie man heute noch von Salman Rushdie hört.

    Kritisch sehe ich eher das Lob das man den fanatischen Spinnern damit entgegenbringt. Ein Attentat und die westliche Welt steht Kopf, Staatspräsidenten marschieren solidarisch in einer Front und die Straßen sehen aus wie in Afghanistan nach einer Koranverbrennung. Naja… bischen friedlicher halt. Ich bin mir nicht sicher was fanatische Spinner mit solchen Aktionen bezwecken, aber vermutlich werden sie sich an Zorn und Betroffenheit der schändlichen Feinde Gottes laben. Kann man dann ja öfter machen… solange im Paradies nicht die Jungfrauen für die Attentäter ausgehen.

    Das rechte Gruppierungen mit plakativen Sprüchen nach dem bürgerlichen Lager gieren ist ja nun auch nichts Neues. Die Frage ist eher warum sie da punkten. So Sachen wie der Schweizer Minarettstreit haben mich da schon nachdenklich gestimmt. Für mich scheint das ein Problem der Unsicherheit zu sein, zumindest ist es bei mir persönlich eine Frage der Unsicherheit.

    Klar… viele (und vermutlich sogar die absolute Mehrheit) der Muslime leben friedlich hier und Wissen die Freiheiten in Deutschland zu Schätzen und legen keine Tendenzen an den Tag irgend etwas zu ändern. Das beteuern auch viele Vereinigungen und Personen. Das sagt aber auch ein Pierre Vogel und das hat auch ein Kalif von Köln beteuert aber „denen“ soll man ja nicht glauben.

    Und klar – Sharia und politischer Islam sind Mumpitz. In Deutschland haben wir die freiheitlich demokratische Grundordnung als Grundlage des Rechtsstaates und das ist gut so. Aber in der Berichterstattung wird politischer und religiöser Islam mehr oder weniger in einen Topf geworfen. Also gegen was kann oder darf man sein, was fällt unter Toleranz und was ist gefährlich verfassungsfeindlich? Zugegebenermaßen ist die Realität wohl auch oft gemischte Grauzone und nicht mit schwarz/ weiß-Stempeln abgrenzbar. Da fühle ich mich auch unsicher.

    Denn was auch offensichtlich ist – keine andere Religion wird heutzutage noch so Instrumentalisiert wie der Islam. Klar kann man jede Religion für seine Zwecke Mißbrauchen oder als Steuerungsinstrument für die Massen einsetzen, aber die Zeiten der Kreuzzüge sind ja nun hoffentlich vorbei.

  27. pelacani
    13. Januar 2015, 14:13 | #27

    Micha78 :

    Aber vermutlich ist es menschlich das uns Dinge die vor der (gefühlten) eigenen Haustür stärker interessieren als Vorgänge in Afrika oder dem fernen Osten.

    Das ist einfach ein Fakt. Man kann ihn bedauern, so wie man bedauern kann, dass abends die Sonne untergeht.

    Aber lange anhalten wird das Entsetzen auch nicht. … Ein Attentat und die westliche Welt steht Kopf

    Einerseits dauert Dir die Empörung nicht lange genug, andererseits ist sie Dir zu groß.

    Also gegen was kann oder darf man sein, was fällt unter Toleranz und was ist gefährlich verfassungsfeindlich?

    Dies ist die Frage. Es mag Grauzonen geben, aber gerade dieser Fall macht deutlich: es gibt auch Schwarz und Weiß. Der Mord an Zeichnern, weil einem Zeichnungen nicht gefallen – aus welchen Gründen auch immer – ist niemals zu rechtfertigen. Der Kern ist: er kompromittiert die „Begründungen“, die für ihn angezogen werden.

  28. Micha78
    13. Januar 2015, 16:10 | #28

    Mich wundert nur ein wenig was die Leute wie ergreift. Natürlich ist Mord untragbar. Eigentlich ist jede Form von Selbstjustiz untragbar. Ich hoffe das klang nicht so als wollte ich die Tat irgendwie rechtfertigen.

    Mir ist diese Geschichte im Kopf geblieben, wo Polizisten 2012 von einem Salafisten mit einem Messer angegriffen wurden, also Pro-NRW die Karikaturen gezeigt hat. Mir paßt es zwar auch nicht, daß Rechte die Debatte um die Meinungsäußerung für ihre Zwecke benutzen, aber auch Nazis haben Rechte die man tolerieren muß. Aber wie steht das im Artikel so schön drin?

    Im Grunde sind das rechte Gesocks und das islamistische Gesindel die gleiche Brut. Mit Gewalt geht man gegen Andersdenkende, gegen Fremde und Andersartige vor. Wer nicht der eigenen Gesinnung entspricht, ist zum Abschuss freigegeben.

    In dem Fall tun mir halt nur die Beamten Leid die dazwischenstanden. Jedenfalls ist es keine Überraschung, daß Kritik am Islam zu Gewalt führen kann, egal ob man sie selber führt oder nur verbreitet. Und egal ob es gut gemeinte Kritik oder populistische Instrumentalisierung ist, Fanatiker interessiert das „Warum“ gar nicht. Sie scheint auch nicht zu interessieren daß sie damit die Kluft noch vergrößern. Vertreter von Reformationsideen leben teilweise sehr gefährlich, selbst wenn sie selbst Muslime sind. Und wenn man Pech hat kann nach einer Veröffentlichung auch schon mal eine Botschaft brennen und Unschuldige gefährdet werden.

    Vor dem Hintergrund finde ich es eine Interessante Frage, ob man Kritik am Islam überhaupt stellen sollte, erst recht in der recht flapsigen Form einer Satire? Sollte man „dem“ Islam Zeit geben sich selbst zu ordnen, oder erreichen damit die Fanatiker ihr Ziel die Kritiker mundtot zu machen?

    Also ich finde Kritik durchaus angemessen, wenn man genügend Menschen erreicht die sie aufnehmen.

  29. ringo
    14. Januar 2015, 13:19 | #29

    Wenn Ihr nächster Post eine ähnliche Qualität hat, werden wir ihn gnadenlos zensieren.
    Sie können mich [gelöscht – P. ;-)]