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Artikel Tagged ‘Crowdfunding’

Scifund II – Endspurt

27. Mai 2012 Keine Kommentare

Die Scifund Challenge, die Lesern unseres Blogs schon bekannt sein dürfte, befindet sich im Endspurt.

Bei Scifund geht es um Finanzierung von Wissenschaft durch Crowdfunding und wir haben am Anfang des Monats über den Start dieser zweiten Runde schon darüber gebloggt.

Letztes Jahr hat die erste Runde in 45 Tagen insgesamt 76.230 Dollar an Spenden eingenommen. Obwohl die Initiative diesmal nur 30 Tage läuft, wurde diese Zahl bereits nach 25 Tagen überflügelt.

Die Initiatoren der Initiative zeigen sich in ihrem Blog begeistert. Und sie markieren gleich ein hohes Ziel, hoffen in einem Endspurt noch die 100.000 Dollar Marke zu erklimmen.

Es gibt Projekte in diversen Bereichen der Wissenschaft die man fördern kann. Viele davon streben nach dem Schutz der Umwelt. Projekt No Bogs, No Bugs, No Plants, No People beschäftigt sich mit dem Verschwinden kleiner Moore und versucht Wege zu finden diese zu retten, Projekt A satellite webcam for penguins kauft Kameras um die Antarktis zu beobachten und zu ermitteln, welche Maßnahmen zu ihrem Schutz gesetzt werden können.

Help Support Stellar Cannibalism! beschäftigt sich mit einem Doppelsternsystem in dem ein Stern den anderen verschlingt. Wer Freistetter gerne liest, wird vielleicht eines forschenden Astronomen und Bloggers freundlich gedenken. 😉

Das tolle „Projekt Crevette“ hat sich vermutlich mit 15.000 Dollar ein zu hohes Ziel gesetzt, welches es nicht erreichen wird, aber andere medizinisch Orientierte wie das Alzheimer-Projekt könnten es durchaus noch schaffen komplett finanziert zu werden.

Projekt Amazon on Fire: Which species will thrive? folgt der Evolution. Wie beeinflussen die häufiger auftretenden Waldbrände die Zusammensetzung der Arten am Amazonas?

Es gibt viele spannende Projekte bei Scifund, deren Unterstützung sich lohnt. Nicht nur die, die wir aufgezählt haben. Also, selber durchschauen!

SciFund Challenge II – Die Rückkehr

1. Mai 2012 1 Kommentar

Im letzten Herbst haben wir ja schon von der SciFund Challenge berichtet – einem Projekt, bei dem es darum geht, gemeinsam Wissenschaft zu fördern und zu finanzieren. Um einen Überblick zu bekommen, lohnt es sich, den alten Beitrag zu lesen, da er detaillierter über SciFund berichtet.

Kurz gesagt: Wissenschaftler stellen ihre Projekte auf der Rockethub-Plattform ein und hoffen darauf, dass die Gemeinschaft sie finanziert. Diese Vorgehensweise nennt man Crowdfunding.

Im Herbst wurden 250.000$ angepeilt – erreicht wurden 76.230$. Einige Projekte wurden voll finanziert, andere kaum. Im Blog der SciFund-Macher wurden diverse Faktoren analysiert, die Projekte zum Erfolg geführt haben: der Einfluss von Twitter, der Einfluss von Facebook, …

Wir sind gespannt, wie es dieses Jahr läuft und ob sich die Wissenschaftler die Tipps zu Herzen genommen haben. Einige ganz sicher, wie man an diesem Video-Teaser sieht: Mehr…

Das Scifund Experiment – Crowdfunding Wissenschaft

20. November 2011 6 Kommentare

Open Science ist spannend und wir haben auch schon darüber geschrieben, dass sich Wissenschaft verändern wird/muss.

Vor 3 Wochen ist das SciFund Projekt als Experiment angelaufen. Es geht darum herauszufinden, ob man über Spenden Wissenschaft finanzieren kann und man testet das einfach mal in der Praxis aus. Für den Anfang wurden 49 kleinere Forschungsprojekte aus diversen Bereichen ausgewählt, die zusammen Gelder in Höhe von 250.000$ benötigen. Die Einzelsummen schwanken von unter Tausend bis über 10.000 Dollar. Diese Vorgehensweise zu Geldbeschaffung nennt man Crowdfunding, Finanzierung durch die Masse der Internetnutzer.

Man findet das ganze bei Rockethub, einer Crowdfunding Plattform unter der Rubrik SciFund. Im Prinzip kann jeder bei RocketHub Projekte einreichen und hoffen, dass jemand interessiert genug ist sie zu finanzieren. Viele Künstler machen das schon lange. SciFund hat dabei aber seine eigene Kategorie, die die Projekte gruppiert.

Wichtig ist vielleicht zu erwähnen, dass es nicht darum geht konventionelle Finanzierung von Wissenschaft abzulösen, sondern sie zu ergänzen. Manche Projekte sprengen einfach die Möglichkeiten und Größenordnungen, die für Crowdfunding realistisch scheinen. Welche Rahmenbedingungen realistisch sind, muss man natürlich noch herausfinden. Aber gerade für kleinere Projekte könnte sich das als interessante neue Möglichkeit erweisen.

Hier eine stündlich aktualisierte Fortschrittsgrafik der Spenden:
Die Summe der bisher eingelangten Beiträge, stündlich aktualisiert

Über 50.000$ wurden also innerhalb von weniger als 3 Wochen gesammelt, einige wenige Projekte wurden dabei ordentlich überfinanziert, andere kämpfen mit extrem geringer Beteiligung

Als Spender erhält man je nach Spende kleine Goodies, Postkarten, namentliche Erwähnungen, Gedichte, und viele Dinge mehr. Die Wissenschaftler haben sich kreativ gezeigt und jeder bietet diverse kleine Belohnungen an.

Es sind viele spannende Forschungsprojekte dabei, zu Krebs, Impfung, wissenschaftlicher Publizistik, Landwirtschaft, Energiegewinnung,Artenschutz und viele, viele mehr.

Es ist sogar ein Nobelpreis verdächtiger Beitrag dabei, bei dem es um Erektionen bei Enten geht. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Beitrag Finanzierung findet und damit 2012 vielleicht im Bereich Biologie nominiert wird. 😉

Über das zugehörige Blog findet man auch die Gedanken der Schöpfer zu SciFund, ihrer Erwartungshaltung und den Gründen diese Initiative zu starten.

Auf RocketHub findet man übrigens auch diverse andere Projekte, besonders mutig vielleicht der Versuch 1,2 Millionen Dollar für die Basisfinanzierung für den Bau einer Mondbasis aufzutreiben….

Wir würden es schön finden, wenn die Idee weiterverbreitet würde, wenn mehr Menschen davon erfahren und möglichst viele Projekte so finanziert werden könnten. Warum sollte Wissenschaft in der Hand von Firmen und Staaten liegen, warum sollten wir nicht selbst Anteil haben an der Generierung von weiterem Wissen?