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Greenpeace ein Fall für Esowatch?

Greenpeace genießt hohes Ansehen bei uns. Klar, wer findet es nicht gut, dass die Wale vor dem Aussterben gerettet werden? Aber Greenpeace steht für mehr als Artenvielfalt. Greenpeace kämpft auch gegen die böse Chlorchemie, gegen Atomkraft und Gentechnik. Die Frage ist, ob alle diese Punkte das Ergebnis rationaler Überlegungen sind oder vielleicht doch eher auf irrationalen Vorurteilen und Propagandalügen beruhen. Ein Herr namens Patrick Moore behauptet letzteres, und weil er ein Gründungsmitglied von Greenpeace war, hat seine Aussage besonderes Gewicht. Lesen Sie ein Interview mit ihm und bilden Sie Sich Ihre eigene Meinung.

  1. 20. April 2008, 22:39 | #1

    Ich war Mitglied bei Greenpeace. Bis zur Brent-Spar. Danach habe ich mir überlegt, ob man nicht doch bei den klassischen Glaubensgemeinschaften bleiben sollte, wie etwa der katholischen Kirche. Die verbraten nicht über die Hälfte ihres Einkommens in Werbung und betreiben immerhin soziale Einrichtungen.

    Nein, das ist keine Rechtfertigung für die kath. Kirche, sondern nur eine größere Schande für Greenpeace.

    Ich bin mit Patrick Moore erwachsen geworden.

  2. AnnaLena
    21. April 2008, 13:17 | #2

    Nicht ganz, ich bin wegen Herbali*e als empfehlenswertem Nahrungsmittel weil vollkommen ökologisch ausgetreten.
    Das war vor der Brent Spar.

  3. 20. Mai 2008, 19:49 | #3

    Patrick Moore ist ein verdammt schlechter Kronzeuge. Er arbeitet inzwischen für den Konzern Burson Marsteller, sprich er wird schlicht dafür bezahlt, das zu sagen was er so sagt.

    Im übrigen sind seine Aussagen auch durchaus teilwidersprüchlich, wenn er etwa einerseits den sog. "Klimaskeptikern" (die noch eines Artikels in EsoWatch harren, ich werd irgendwann sicher mal) das Wort redet, andererseits Atomenergie als Lösung für das CO2-Problem predigt.

  4. 20. Mai 2008, 19:54 | #4

    AnnaLena: Hast Du dafür eine Quellenangabe? Ich fand beim ersten Googeln nichts. Fände ich durchaus einen validen Kritikpunkt, wenn er stimmt.

  5. 21. Mai 2008, 03:00 | #5

    hallo Hanno,
    ich sehe das anders. Moore zu unterstellen, er sage nur Dinge, weil er dafür bezahlt wird, widerspricht meiner gesamten Lebenserfahrung. Menschen, die wie Moore so mächtige Vereine wie Greenpeace ins Leben gerufen haben, sind keine Anpasser. Solche grundlegenden Charaktereigenschaften legt man nicht so einfach nieder und lässt sich bezahlen.

    Selber war ich aktives Mitglied, und sehe diesen Verein heute halt ebenso kritisch. Mich hat dafür auch keiner bezahlt.

    Es ist immer recht billig, anderen zu unterstellen, sie würden lügen, weil sie dafür bezahlt werden. Ich habe da ein anderes Menschenbild und glaube, dass sowas – wenn es wirklich ums Eingemachte geht – sich nur ganz wenige finden lassen würden, um sowas zu tun.

    Gruß,
    rincewind

  6. AnnaLena
    21. Mai 2008, 08:34 | #6

    Den Beweis gibts nicht im Netz und ich hab ihn auch nicht mehr. Ich war Fördermitglied, und da bekam man in unregelmässigen Abständen Post mit Flyern und Infomateriel. Einmal war es eine DIN A 6 Faltkarte, wo Lebensmittel mit dem Ampelcode bzgl ihrer ökologischen Wertigkeit gelistet waren. Her*ascheiss (vorsicht, die haben aggressive Anwälte) war dort "grün" gelistet.
    Daraufhin schrieb ich Greenpeace einen Brief, unterlegt mit Datenmaterial über die Nebenwirkungen (Gallensteine etc). Eine Mitarbeiterin von denen rief mich dann an. Sie erklärten, diese Krieterien sind nicht Gegensatnd der Bewertung, sondern nur, ob das lebensmittel ökologisch vertretbar hergestellt würde, oder nicht. Und dafür gäbe es grün. Ich erwiederte, dass bei einem so umstrittenen Produkt das na nicht sonderlich seriös sein, und in meinen Augen unverantwortlich. Aber Greenpeace beharrte darauf, das sei n ur eine ökologische Bewertung, und daher vollkommen ok. Natürlich implizierte dasFaltblatt auf den ersten Blick etwas anderes, nämlich generell empfhelenswerte Lebensmittel.
    Ich sagte der Dame, unter dem (und anderen) Umständen müssten sie jetzt auf meine Mitgliedschaft verzichten, denn ich sei nicht bereit, meinen seriösen Ruf mit solchen Aussagen verknüpft zu sehen, das schadet mir, wenn ich bei einer Organisation, die so unseriös arbeitet, weiter Mitglied bleibe.
    Sprachs, und trat aus.

    Die Faltkarte wanderte ins Altpapier.

  1. 3. Februar 2011, 10:15 | #1

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