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Neutrino Experiment mit Verbesserungen wiederholt

Eilmeldung:

Das Team, das im September mit ihrer Neutrino Meldung zugeschlagen hat, hat das Experiment mit Verbesserungen wiederholt und einen neuen Artikel auf Arxiv gestellt, in dem sie die Ergebnisse beschreiben.

Im wesentlichen haben sie einen der wichtigsten bisherigen Kritikpunkte ausgeräumt und kommen wieder zum selben Ergebnis. Die Dinger sind um 0.00000006 Sekunden zu schnell. Das ist zwar keine Bestätigung durch ein unabhängiges Labor, aber wir finden es total spannend. Man sagt uns ja nach, dass wir gegen alles neue sind und tolle Technologien wie Kalte Fusion aus was für Gründen auch immer einfach mal ablehnen.

Das stimmt so nicht, wir würden solche Meldungen furchtbar gerne glauben. Aber als Skeptiker muss man erstmal zweifeln. In jedem Fall, finden wir, dass Neutrinos wohl das spannendste Physikthema des Jahres sind! Wir können die Überprüfung durch andere Laboratorien kaum erwarten. Auch wenn wir immer noch befürchten, dass sie negativ ausfallen wird, drücken wir den Neutrinos die Daumen! 😉

Nachtrag: Einen detaillierteren Artikel gibt es bei der BBC

Nachtrag 2: Ein exzellenter Beitrag zum Thema auf den Scienceblogs

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  1. jean-luc
    18. November 2011, 18:18 | #1

    Es muss „das“ und nicht „dass“ heißen:

    Das Team, das im September…
    oder
    Das Team, welches im September…

  2. Librarian
    18. November 2011, 18:24 | #2

    Naja, genausogut könnten sie auch einfach denselben Fehler nochmal gemacht haben…

  3. Mr. Bojangles
    18. November 2011, 21:13 | #3

    @jean-luc: Danke, korrigiert.

    @Librarian: Zustimm. Bevor eine unabhängige Bestätigung da ist, muss man skeptisch bleiben. Und sogar dann muss man wohl noch nach Fehlern suchen. Interessanter ist es natürlich, wenn die Messung stimmt…

  4. 19. November 2011, 04:55 | #4

    @Librarian: Stell Dir doch mal vor, Du hast ein Experiment gemacht, was die Physik essentiell erweitern könnte und alle staunen. Man veröffentlicht die Daten. Alle rechnen, weil es spannend ist. Keiner findet einen essentiellen Fehler. Dann macht man das Experiment nochmal, mit gleichem Ergebnis. Nach dem Brimborium wird man wohl den Teufel tun, das nicht besonders exakt zu machen. Das zweite Ergebnis ist jedenfalls wissenschaftlich gesehen von fast größerer Bedeutung als das erste. Kapiert aber wieder keiner …
    Man kann sich jetzt auf die Suche nach Systemfehlern machen. Aber die Sache ist verdammt spannend.

  5. HEX
    19. November 2011, 16:35 | #5

    Ich finde es jedenfalls sehr interessant und ich bin gespannt, ob die Ergebnisse bestätigt werden können. Natürlich ist es möglich, dass bei der zweiten Messung der gleiche Fehler aufgetreten ist, aber zumindest hat sich gezeigt, dass die Ergebnisse reproduzierbar sind und nicht nur Folge eines zufälligen Messfehlers oder dergleichen waren. Es wäre natürlich verfrüht die Überlichtgeschwindigkeit der Neutrinos als bewiesen anzusehen, aber spannend ist es allemal.

    Und egal, was letztlich dabei rauskommt: Es zeigt gut, dass Wissenschaft auch in der Praxis nicht, wie von einigen Pseudowissenschaft behauptet, das Festhalten an Dogmen ist, sondern die Überprüfung der Theorien, um sie anzupassen, falls sie die Realität doch nicht so gut beschreiben, wie man bisher annahm.

  6. Librarian
    21. November 2011, 18:34 | #6

    Es gibt doch ein zweites Experiment dieser Art irgendo in den USA, ich erinnere mich vage, dass deren Ergebnisse neulich irgendo in den ScienceBlogs zu sehen waren.

    Dummerweise weiß ich nicht wo und kann daher auch nicht sagen, was die gemessen haben.

    Ps: Bin ich froh, dass mein Arbeitbereich bei den Valenzelektronen endet ^^

  7. Omega
    23. November 2011, 09:19 | #7

    Bei Maxwell ergibt sich die Lichtgeschwindigkeit aus Permittivität und Permeabilität. Sind sie minimal, ergibt sich die maximale Lichtgeschwindigkeit. Vermutung: im Vakuum. Auch Einstein sagt in seinen Büchern nur, dass die Vakuum-Lichgeschwindigkeit die maximal bekannte und fürt Messungen verwendbare ist.
    Trotz Machschem Prinzip ist bei ihm Vakuum im Prinzip leerer Raum. Die QM war ihm suspekt, ’nicht der wahre Jakob‘. Keine Unschärferelation (HUP), keine Nullpunktenergie (ZPE). Gibt es experimentelle Befunde, die die Grenzgeschwindigkeit der STR direkt bestimmen (Energie aus Massendefekt, relativistische Massenzunahme) ?

  8. Maurizio Bertozzi
    23. November 2011, 15:22 | #8

    Neutrinos mit Überlichtgeschwindigkeit? Was macht man mit denen ? Hat wohl was gekostet.
    Wieviel und wer bezahlt?

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