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Biotechnologie: Über die Sprache der Anti-Gentechnik-Demagogen

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Woher kommt die Angst vor der grünen Gentechnik, fragt sich der Biologe Reinhard Szibor. An der Technologie kann es nicht liegen. Diese ist unbedenklich. Den Gentechnikgegnern ist es durch Desinformation und bewusste Sprachirreführung gelungen, den öffentlichen Diskurs zu dominieren.

Obwohl auf zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche gentechnisch veränderte (gv) Pflanzen angebaut werden, ist bisher kein einziger seriös recherchierter Fall dokumentiert worden, in dem ein Mensch durch gentechnisch erzeugte Produkte oder den Konsum von Gv-Pflanzen Schaden genommen hätte. Trotzdem wird der Genuss solcher Lebensmittel in Mitteleuropa von einer großen Mehrheit der Bevölkerung vehement abgelehnt. An EHEC sind erst kürzlich in Deutschland 3.844 Menschen erkrankt, 53 Patienten sind gestorben und viele sind so schwer geschädigt, dass sie nur noch als Dialysepatienten überleben können oder auf eine Nierentransplantation warten. Ausgelöst wurde die Katastrophe durch Sprossen, die in einem sogenannten Bio-Betrieb produziert wurden [1]. Und auch bei der damals fieberhaften Ursachensuche wurden, gemessen an deren Marktanteil, EHEC-Erreger überdurchschnittlich häufig an sogenannten „Bio“-Gurken gefunden. Obwohl diese Früchte durch Glück keine Erkrankungen auslösten, waren sie doch sehr bedrohlich. Wie kann es sein, dass der „Bio“-Boom unvermindert anhält und „bio“ weiterhin als gesund und empfehlenswert gilt, auch wenn Ergebnisse in Bezug auf deren Inhaltsstoffe keine Gesundheitsvorteile im Vergleich zu konventionell hergestellten Lebensmitteln zeigen [2]? Wie kann man es erklären, dass Gv-Pflanzen, ja selbst Produkte von Tieren, die lediglich Gv-Soja oder Gv-Mais gefressen haben, in Deutschland und anderen EU-Ländern Ängste auslösen? Klar ist wohl, dass es hier nicht um rationale Abwägungen von Vorteilen und Risiken geht, sondern dass viele andere Dinge zusammen kommen. Grüne Gentechnik (GG) dient offenbar als Projektionsfläche für alle Ängste und allen Frust dieser Welt. Sie lässt sich gut für eine allgemeine Globalisierungs-, Kapitalismus- und USA-Kritik nutzen. Hinzu kommt, dass die Konferenz in Cartagena 2003 im Cartagena Protocol on Biosafety (CPB) die GG als Risikotechnologie eingestuft hat. Das steht wie in Stein gemeißelt. Als Demokrat kann man sich kaum dagegen wehren, wenn eine große Mehrheit etwas beschließt. Naturwissenschaftler waren allerdings kaum dabei, obwohl es hier um ein Thema ging, das naturwissenschaftlichen Sachverstand erfordert. Deshalb sehen diese das CPB auch als wertlos an. Aber das CPB ist mehr als nur wertlos. Es ist ein großes Unglück für die Menschheit, weil es der erfolgreiche Versuch eines Verbots der GG unter einem Decknamen ist [3].


„An die afrikanischen und fernöstlichen Hungergebiete, die dringend trockenresistente, schädlingsresistente und eiweiß- bzw. vitaminreichere Pflanzen brauchen, denken hier in Europa sowieso nur noch Außenseiter. Die gelten als ‚Gen-Lobby‘ und sind natürlich moralisch zu verurteilen.“

Natürlich kann man auch demokratisch darüber abstimmen, welchen Wert die Erdbeschleunigung haben soll oder wie lang die Umlaufzeit der Erde um die Sonne ist. Aber welchen Sinn sollte das haben? Naturwissenschaftliche Wahrheit ist etwas anderes. Man misst und stellt Fakten auf ganz undemokratische Weise fest und vertritt diese, notfalls auch gegen Mehrheiten. Letzteres hat die eidgenössische Fachkommission für biologische Sicherheit (FFBS) durch Auswertung einer großen Datenfülle getan und mitgeteilt, dass GG keine Risikotechnologie ist und sich eine Verlängerung des Gentechnik-Moratoriums in der Schweiz aus Gründen der Biosicherheit nicht rechtfertigen lässt. [4] Aber natürlich soll es nach Ansicht des Nationalrats trotzdem bis Ende 2017 verlängert werden – demokratisch! Analog erklären sich auch die Verbote des kommerziellen Anbaus von Gv-Pflanzen in Deutschland. Demokratie ist eben eine gute Sache und wer daran zweifelt, ist selbst dann ein Schuft, wenn die Demokratie auf einem Feld stattfindet, auf dem sie nichts zu suchen hat und naturwissenschaftliche Fakten auf den Kopf stellt. So ein quasi-demokratischer Akt war auch im 19. Jahrhundert die Erklärung, wie das Kindbettfieber zustande kommt. Der Frauenarzt Ignaz Semmelweis hatte keine Chance gegen die Mehrheit, als er erkannte und erklärte, dass die Frauen in den Krankenhäusern aufgrund mangelnder Hygiene an Kindbettfieber starben. Hier kostete die Beibehaltung der vorherigen Mehrheitsmeinung tausende Frauen und Säuglinge das Leben, weil unter den Ärzten galt, dass Händewaschen und Desinfektionsmaßnahmen vor der Geburtshilfe nicht nötig wären.
Die Geschichte unausrottbarer Fehleinschätzungen ist lang, nur sind die meisten nicht so folgenschwer. Die Legende vom außergewöhnlich eisenhaltigen Spinat kam 1890 in die Welt, als der Physiologe Gustav von Bunge den Eisengehalt von 100 Gramm Spinat mit 35 Milligramm korrekt bestimmt hatte. Untersuchungsgut war allerdings getrockneter Spinat, der zehnmal so viel Eisen enthält wie die gleiche Menge frischer Blätter. Die Mär vom Gemüse, mit dem sich Mangelerscheinungen kurieren lassen, ging um den Globus und ist noch immer nicht ganz aus der Welt. Sie beruht darauf, dass unzulässigerweise Spinat-Konzentrat mit Frischware anderen Gemüses verglichen wurde. Obwohl schon seit den 30er Jahren ständig über den Irrtum aufgeklärt wird, hat es noch fünf bis sechs Generationen gebraucht, bis kaum noch Eltern ihre Kinder zum Essen des ach so gesunden Spinats zwingen.


„Der Anti-Gentechnik-Kampf wird ganz wesentlich auf dem Gebiet der bewussten Sprachirreführung geführt und bisher auch gewonnen.“

Das Einmotten falsifizierter Gentechniklegenden dauert offenbar mindestens genauso lange, denn die Gentechnikgegner haben nicht nur die menschliche Denkträgheit, sondern auch noch anderes auf ihrer Seite. Sie wissen, dass Antipathie oder Sympathie für eine Sache nicht zuletzt durch die Sprache hervorgerufen werden können. Das Instrument Sprache wird schon lange auch von ganz demokratisch orientierten Interessengruppen eingesetzt. So haben zum Beispiel feministisch ausgerichtete Theologen eine „Bibel in gerechter Sprache“ vorgelegt, deren Ziel es ist, die vermeintliche Diskriminierung der Frau in der Bibel abzuschaffen. Sie berücksichtigt die Sonderwünsche der feministischen Theologie, der Befreiungstheologie, der historisch-kritischen Auslegung und des christlich-jüdischen Dialogs. Es ist hier nicht der Ort zu untersuchen, ob die „Bibel in gerechter Sprache“ ein „ungeheuer spannendes Projekt“ ist, wie Margot Käßmann [5] meint, oder ob die Meinung des Philologen und Literaturrezensenten Johan Schloemann [6] zutrifft, dass eine „gesinnungsterroristische Gerechtigkeitsbibel“ entstanden sei. Der Verweis auf die Bibelbearbeitung wurde nur gewählt, um zu zeigen, wie sehr die Strategie, die Sprachwandlung in den Dienst der Durchsetzung von Zielen zu stellen, heute von Interessengruppen jeglicher Art genutzt wird. Der Anti-Gentechnik-Kampf wird ganz wesentlich auf dem Gebiet der bewussten Sprachirreführung geführt und bisher auch gewonnen. Denn NGO-Campaigner haben genau gelernt, wie man mit Sprache in die Irre führt und das umkämpfte Sachgebiet mit den eigenen Begriffen dominiert. Möglicherweise wurde die Schrift von Victor Klemperer zur LTI (Lingua Tertii Imperii, die Sprache des Dritten Reichs [7], als Handlungsanleitung verwendet? Gedacht war sie allerdings vom Autor als Aufruf zur Wachsamkeit, Sprachterror rechtzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Dann hätte Klemperer sein Ziel nicht erreicht.

Naturwissenschaftler und Philosophen werden beim Nachdenken über die Struktur und Funktion von Genen oft von tiefer Ehrfurcht ergriffen. Demagogen der gentechnikkritischen Bewegung ist es gelungen, das Wort Gen, das ja die Basisstruktur allen Lebens bezeichnet, negativ zu besetzen, indem sie emotional nicht gewollte, aber in Wahrheit hochwertige landwirtschaftliche Produkte als „Genpflanzen“, „Gensaatgut“, „Genmilch“, „Genfleisch“, „Gen-Food“ usw. diffamieren und „genfreie“ Nahrung fordern. Wenn heute der überwiegende Teil der Bevölkerung solche Forderungen unterstützt, kann man das als den größten demagogischen Erfolg bezeichnen, der jemals nach dem 2. Weltkrieg erreicht wurde. Eine Interessengruppe hat auf der ganzen Linie gewonnen, zumindest auf absehbare Zeit, wenn es ihr gelingt, ihre Sichtweise in Begriffe zu kleiden, die Bestandteil der Umgangssprache werden und in das Vokabular von Medien wie Rundfunk und Fernsehen gelangen, die als objektiv gelten. Das trifft auf die im Folgenden genannten Beispiele zu. Greenpeace schaffte es pünktlich zu Ostern 2011 mit der Meldung „Ostereier sind gentechnisch verseucht“, in die Schlagzeilen zu kommen. Eine Seuche definiert Wikipedia in Übereinstimmung mit klassischen Lexika so: „Eine Seuche ist in der Epidemiologie des Menschen wie auch der Veterinärmedizin eine hochansteckende – evtl. zu Siechtum führende – Infektionskrankheit.“ Also müsste, um diese Meldung zu rechtfertigen, von diesen Eiern mindestens irgendeine Gefahr für den Konsumenten ausgehen. Gemeint waren Eier von Hühnern, die mit Gv-Soja gefüttert worden waren. Man kann Eier solcher Produktion mit keiner Methode der Welt von solchen unterscheiden, die aus Tierhaltungen mit anderer Fütterung stammen. Es gibt keine Messergebnisse, nach denen die beanstandeten Eier unerwünschte Inhaltsstoffe hätten und auch keine plausible Theorie, wieso Gesundheitsrisiken zu befürchten sein sollten. Trotzdem schaffte es die Meldung von den „gentechnisch verseuchten“ Eiern, oder auch kurz „Gen-Eiern“, in die Nachrichten wohl nahezu aller TV- und Hörfunknachrichten sowie Printmedien. Übrigens liegt der biologische Sinn von Eiern und Saatgut darin, Gene von einer Generation in die nächste zu transportieren und in diesem Sinne gibt es ausschließlich Geneier und Gensaatgut. Das Wort „Generation“ leitet sich davon ab. Die Gen-Verseuchungsunterstellung ist idiotisch und einigermaßen gebildeten Menschen fällt die gezielte Panikmache auf. Aber sie ist dennoch wirksam. Ähnlich, wenn auch etwas subtiler, ist es mit den Begriffen „Kontamination“ und „Verunreinigung“, die sich mit der erwähnten „Verseuchung“ abwechseln.


„Der Begriff ‚Genmanipulation‘ wurde in diffamierender Absicht geprägt und ist so subtil, dass es kaum jemand merkt.“

Von Begriffen wie „Genverunreinigung“ ist es dann auch nicht mehr weit bis zu „Gendreck“, und somit sind auch die Benutzer und Rezipienten solcher Diffamierungen anfällig für eine offene oder klammheimliche Unterstützung terroristischer Aktionen wie die Feldzerstörungen, die im Jargon der „Gendreck-weg-Bewegung“ „freiwillige Feldbefreiung“ genannt werden. Dabei ist der demagogische Inhalt von „Befreiung“ durchschaubar, der Zusatz „freiwillig“ erschließt sich überhaupt nicht und wird auch nirgends erklärt. Zwar ist es richtig, dass bisher kein Wissenschaftler oder innovativer Landwirt zur Teilnahme am Vandalismus gezwungen wurde, aber das Wort „freiwillig“ enthält in Wahrheit keine Information, sondern nur Demagogie, die zur Imageverbesserung gedacht ist. Vorbild für die „Feldbefreier“ sind wohl Aktionen, wie es sie in der Zeit unmittelbar nach dem Bau der Berliner Mauer gegeben hat. Damals wurde von den DDR-Bürgern verlangt, „freiwillig“ auf den Empfang westdeutscher oder Westberliner Fernsehsendungen zu verzichten. Wo das nicht fruchtete, „befreiten“ Aktivisten der kommunistischen Jugendorganisation FDJ die Dächer von Antennen, die erkennbar auf Westempfang gerichtet waren.

„Kontamination“ und „Verunreinigung“ wurden in jüngerer Zeit besonders häufig für Honig verwendet, der aus Kanada stammte und der Pollen aus Gv-Raps enthielt. Der Pollenanteil im Honig liegt bei etwa 0,1 bis höchsten 0,5 Prozent und solch ein Honig mit Pollen von Gv-Kulturen wird auf dem gesamten amerikanischen Kontinent gut vertragen. Selbst die Beamten in Deutschland, die diese wertvolle und nach wissenschaftlicher Logik einwandfreie Speise aus dem Verkehr ziehen und die Vernichtung anordnen, sagen, dass von dieser Ware keinerlei Gefahren ausgehen. Aber der irreführenden Bezeichnung „Kontamination“ bedienen sich alle.

Noch etwas subtiler und höchst erfolgreich ist die demagogische Verwendung des Begriffs „genmanipuliert“. Das Wort „Manipulation“, war ursprünglich ein Begriff, der vor allem eine Bearbeitung mit den Händen (lat. Manus = Hand) beschreibt und in diesem Bedeutungszusammenhang wertneutral war. Würde man diese Vokabel wertneutral benutzen, müsste man sie auf alle Kulturpflanzen anwenden, denn im wertneutralen Sinne ist jede Pflanzenzucht eine Manipulation. Der Begriff wird aber normalerweise nicht wertneutral verwendet, sondern etwa im Zusammenhang mit gefälschten Zahlen bei Wahlergebnissen und Statistiken oder bei Sabotageakten an technischen Einrichtungen wie Bremsen usw. Unter Meinungsmanipulation verstehen wir eine unlautere Beeinflussung einer Bevölkerung dahingehend, dass sich diese fortan für die Ziele der Demagogen einspannen lässt und u. U. sogar gegen die eigenen Interessen handelt. Der Begriff „Genmanipulation“ wurde in diffamierender Absicht geprägt und ist so subtil, dass es kaum jemand merkt. Er ist in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen und dominiert die Presse. Ich habe mehrfach in Gesprächen nach Vorträgen erlebt, dass selbst Diskutanten, die entschieden für die Nutzung der Grünen Gentechnik Stellung bezogen haben, von „gentechnisch manipulierten“ Pflanzen sprachen. Die Desorientierungsstrategie der NGOs wirkt also bis in die Reihen der GG-Unterstützer.


„Meinungsbildungskonzerne, wie Greenpeace und ‚Friends of the Earth‘ vernebeln mit einer Umdeutung von ursprünglichen Wertbegriffen die öffentliche Wahrnehmung.“

In die Kategorie der schwerer erkennbaren Demagogie gehört auch der Begriff „Superunkräuter“. Eine weitverbreitete Anwendung der Gentechnik ist ja das Verfahren, eine Kulturpflanze wie z. B. Soja oder die Zuckerrübe via Gentransfer gegen das Totalherbizid Glyphosat resistent zu machen, um beim anschließenden Anbau Unkräuter ohne großen Arbeitsaufwand selektiv aus dem Feld eliminieren zu können. Obwohl dies jedoch nur ein Anwendungsgebiet der GG unter vielen anderen ist, steht für die Antigentechnikbewegung diese Anbauform im Mittelpunkt ihrer Angriffe. Es liegt in der Natur der Sache, dass vereinzelt auch Unkräuter spontan gegen das Herbizid resistent werden können und diese sich im Zuge eines Selektionsprozesses auf Feldern mit entsprechenden Gv-Kulturen ausbreiten können. Das ist ein Ärgernis für Farmer, die solche Kulturen anbauen, aber eben nur für sie. Gentechnikgegner belegen diese Unkräuter mit dem Begriff „Superunkräuter“ und suggerieren damit, dass solche Pflanzen nicht mehr zu bekämpfen wären und sich diese nun unkontrolliert überall ausbreiten und selbst den sogenannten „Biologischen Landbau“, die Naturschutzgebiete und überhaupt die ganze Welt bedrohen. Dabei gefährden diese sogenannten Superunkräuter nur die Wirtschaftlichkeit des Anbaus glyphosatresistenter Kulturen und treten auf allen anderen Flächen als ganz normale Unkräuter auf, die, wie gewohnt, mit konventionellen Methoden zu bekämpfen sind.

Die Demagogie ist auch dort besonders erfolgreich, wo Menschen mit sprachlichen Mitteln in Gut und Böse eingeteilt werden. Menschen, die sich gegen Gentechnik einsetzen, bezeichnen sich selbst als „Umweltschützer“ und wenn sie damit ihr Geld verdienen, gelten sie als „Gentechnik-Experten“. Wenn sie in krimineller Weise Felder zerstören, sind sie „Umweltaktivisten“. Das wird von nahezu allen Medien nicht hinterfragt und so übernommen. Welche Entwicklungen sie verhindern und welche Mittel sie einsetzen, spielt keine Rolle. Aktivisten, die die cisgene BASF-Kartoffel „Fortuna“ verhindern wollen, sind per definitionem Umweltschützer, auch wenn die „Fortuna“ dazu führen würde, dass die wirklich bodenvergiftende Ausbringung von Kupferspritzmitteln in der sogenannten Biolandwirtschaft gestoppt würde. Ja, selbst dann wenn Kriminelle Diesel oder Heizöl auf ein Versuchsfeld versprühen, um einen Freisetzungsversuch zu sabotieren und somit eine landwirtschaftliche Fläche dauerhaft ruinieren und das Grundwasser vergiften, bleiben die Akteure immer noch „Umweltschützer“. Die Politiker der meisten Parteien schweigen oder beziehen Position für die Straftäter, denn wer kann es sich schon leisten, seinem eigenen Ruf dadurch zu schaden, dass er sich gegen „Umweltschützer“ positioniert, insbesondere dann, wenn diese auch noch „Experten“ sind? Was sind eigentlich Experten? Nach landläufiger Meinung wohl Menschen, die langjährig auf einem Gebiet arbeiten und sich einen großen Kenntnisschatz zu einem Wissensgebiet angeeignet haben. Sie besitzen sowohl einen großen Überblick über das Gesamtgebiet ihres Faches und haben auf ihrem persönlichen Spezialgebiet beachtliche wissenschaftliche Ergebnisse erbracht. Auf dem Gebiet der Gentechnik wären hier als eine kleine Auswahl die Namen der Nobelpreisträger Paul Arber, Ingo Potrykus, Inge Broer und Hans Jörg Jacobsen zu nennen. Das aber sind in der Sprache der Gentechnikgegner immer „Gen-Lobbyisten“, niemals Experten.

Den Begriff „Experte“ definieren und verleihen sich die Gentechnikgegner selbst: Wörtliches Zitat aus dem Lebenslauf von Jan van Aken: „Nach Abschluss des Studiums begann van Aken seine Tätigkeit als Experte für Gentechnik bei der Umweltschutzorganisation Greenpeace International, die er bis 2009 ausübte.“ [8] Aber van Aken ist noch eine Positivvariante. Er hat immerhin ein abgeschlossenes Biologiestudium hinter sich. Für andere war zur Erreichung des Gentechnik-Expertenstatus überhaupt keine naturwissenschaftliche Ausbildung nötig. Stephanie Töwe-Rimkeit [9] von Greenpeace qualifiziert schon ein Abschluss an der Filmschule und eine „Leidenschaft für schwülstige Gedichte“ zur Führung der Bezeichnung „Gentechnik-Expertin“.

Meinungsbildungskonzerne wie Greenpeace und „Friends of the Earth“ vernebeln mit einer derartigen Umdeutung von Wertbegriffen die öffentliche Wahrnehmung. Der Skandal ist aber, dass die Presse jeglicher Couleur Vokabeln wie „Verseuchung“, „Gen-Kontamination“, „Experten“, „Umweltschützer“, „Superunkräuter“ und „Gen-Food“ nicht hinterfragt und einfach übernimmt. Journalistisch beliebt sind v. a. Begriffe, die im Kopf der Rezipienten negative Assoziationen und Bilder erzeugen, wie das Wort „Frankenstein-Food“. Bilder spielen im Kampf gegen Technologien ohnehin eine wichtige Rolle, besonders wenn sie in der Lage sind, Angst zu schüren. Im Kampf gegen Gentechnik ist eine naturwissenschaftliche Ausbildung, wie oben erwähnt, nicht erforderlich, aber eine Schulung, wie man den Kampf asymmetrisch ausrichtet, scheint unverzichtbar zu sein. Asymmetrischer Kampf ist bekannt aus der Terroristenszene. Terroristen müssen sich an keine ethischen Grundsätze einer demokratischen Gesellschaft halten, können Bomben dann und dahin legen, wo sie am wirksamsten sind. Die Gegenseite ist bei deren Bekämpfung an Gesetze und ethische Kodizes gebunden und damit stark eingeschränkt. Sie darf im Zusammenhang mit Terrorismusbekämpfung Bürgerechte nicht beschneiden und ist zur Offenlegung sämtlicher Maßnahmen verpflichtet. Wenn auf Seiten der Gentechnikgegner ein Propagandist, der noch dazu einen Professorentitel trägt und sich mit der Aura des Wissenschaftlichen umgeben kann, Bilder von Ratten mit großen Tumoren publiziert [10] und wahrheitswidrig behauptet, diese seien durch Fütterung mit „Gen-Mais“ verursacht, geht das durch die Presse und verängstigt die Menschen. Wissenschaftler, die zeigen wollen, dass die Meldung auf einem wissenschaftlich unzulässigen Versuchsdesign und Statistikfehlern beruht und es in Wahrheit keinen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen dem Gv-Mais und den Tumoren gibt, haben keine Chance. Sie müssten ja erklären, wie ein ordentliches Versuchsdesign aussieht. Auch mit der Vermittlung von Grundwissen im Fach Statistik werden sie kein Gehör finden. Es ist aussichtslos. Wissenschaftler sind nach ihrem Kodex verpflichtet, ihre Behauptungen zu beweisen. Aber es kann mehrere Jahre dauern, um eine Falschbehauptung, die in wenigen Stunden aufgestellt wird, mit einer wissenschaftlichen Untersuchung zu widerlegen. Und wenn der Gegenbeweis tatsächlich erbracht ist, findet er keine Beachtung.


„Der gesamte Komplex der Desinformation zeigt Wirkung. In Deutschland und Europa wagt es kaum eine Regierung oder Partei, sich zur Entwicklung und Nutzung der GG zu bekennen und in fast allen EU-Ländern gibt es mehr oder weniger eindeutige Verbote.“

Als im Jahre 2008 eine Wiener Arbeitsgruppe die Nachricht herausgab, Gv-Mais hätte die Fortpflanzungsfähigkeit von Versuchstieren eingeschränkt, war Greenpeace mit einer Angstkampagne sofort zur Stelle: „Man stelle sich vor, dass Paare ihren Kinderwunsch begraben müssen, weil sie durch den Verzehr gentechnisch veränderter Lebensmittel unfruchtbar wurden“, warnte Marianne Künzle, selbsternannte „Gentechnik-Expertin“ von Greenpeace. „Zudem stellt sich die Frage, ob der Hersteller der Maissorte, der Gentech-Konzern Monsanto, von der Gefahr wusste und wie es in der EU bereits zu einer Zulassung kommen konnte“, so Künzle. In diesem Falle wurde die Unhaltbarkeit der Studie allerdings sofort durch andere Wissenschaftler aufgedeckt, weil die Protokolle zugänglich waren und schon ein einfaches Nachrechnen mit dem Taschenrechner genügte. Die Autoren zogen die Studie zurück, aber wer meinte, auch Greenpeace müsste seine Aussage revidieren, wartete vergebens. Es gibt zwar einen Greenpeace-Verhaltenskodex, worin das Versprechen „Greenpeace richtet sich nach dem deutschen Pressekodex“ formuliert ist. Der ist aber Makulatur, denn danach wäre der Widerruf einer Falschaussage Pflicht. Das erfolgt niemals.

Der gesamte Komplex der Desinformation zeigt Wirkung. In Deutschland und Europa wagt es kaum eine Regierung oder Partei, sich zur Entwicklung und Nutzung der GG zu bekennen, und in fast allen EU-Ländern gibt es mehr oder weniger eindeutige Verbote. Währenddessen steigt in den Ländern, in denen Bauern Wahlfreiheit haben, die Anbaurate um ca. 8 Prozent jährlich, und dies, obwohl die meisten der eigentlich bahnbrechenden Entwicklungen erst in den nächsten Jahren Marktreife bzw. Anbauzulassungen erhalten werden. In Europa und besonders in Deutschland findet ein Paradigmenwechsel statt. Hieß es noch vor Kurzem in den Wahlprogrammen aller Parteien in unterschiedlichen Nuancierungen, dass die Förderung von Forschung und Entwicklung die Voraussetzung für eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung, Wohlstand und die Bewahrung der Umwelt sei, gilt heute, dass Forschung auf den Gebieten mit den höchsten Innovationspotentialen nicht gewollt ist, und dass diese sich auch nicht lohne, weil die Ergebnisse ohnehin nicht umgesetzt werden sollen oder dürfen. Im Januar 2013 galt in Niedersachsen das Vorhaben linker Parteien, das Ausbildungsprogramm „HannoverGen“ zu zerschlagen, als Wahlkampftrumpf. Die Initiative „HannoverGen“ bietet unter Leitung der Hochschule Hannover Gymnasiasten die Möglichkeit, in speziellen Schülerlabors experimentelles Arbeiten im Fach Genetik zu erlernen und sich somit naturwissenschaftlich zu bilden. Bei der Distanzierung von solchen Programmen durch die Mehrheit der Parteien haben wir es mit einer gezielten Zerstörung des bisherigen Wertesystems zu tun, in dem der allseitig gebildete Mensch das erklärte Ziel aller Bildungseinrichtungen war. Die folgerichtige Abwanderung von Wissenschaftlern und Forschungsabteilungen aus Deutschland ist heute nicht mehr nur eine Befürchtung, sondern traurige Realität.

Natürlich fragt man sich, wie lange das wohl noch so weitergeht. Die Erfahrung zeigt, dass solche Entwicklungen ihr Ende finden, wenn die Schäden für jedermann erkennbar zu besichtigen sind. Dann kommt auch die Umkehr der Demagogen, die dann plötzlich sogar Sündenböcke für die von ihnen zu verantwortenden Fehlentwicklungen finden und auch früher liebgewonnene Begriffe meiden. Nachdem eines der größten menschengemachten Artensterben durch die Vermaisung unserer landwirtschaftlichen Flächen und das Abbrennen von Brasiliens Urwäldern zum Zwecke des Zuckerrohranbau stattfand, verwenden die Grünen Begriffe wie „Biosprit“ und „Biokraftstoffe“ nicht mehr, sondern höchstens, um sich von deren Förderung, die sie selbst eingeleitet haben, loszusagen. Während mit Jürgen Trittins Energieeinspeisungsgesetz das größte Artenausrottungsprogramm in Gang gesetzt wurde und Bärbel Höhn noch 2007 die Zukunftsparole „Bioenergien sind Bio“ [11] herausgab, sehen sich neuerdings alle Grünen in Übereinstimmung mit Winfried Kretschmann, der jetzt richtigerweise formuliert: „Der sogenannte Biosprit ist keineswegs öko“. In grünen Wahlprogrammen wird das Wort Biosprit gemieden, es findet Eingang höchstens im Zusammenhang mit Absetzungsbewegungen und Schuldzuweisungen für andere. Bärbel Höhn ist keineswegs geläutert, sondern hat nur die Arbeit mit Bildern verfeinert, um die Menschheit mit ihrer neu designten Traumwelt einzulullen: „Die Zukunft der Bioenergie heißt Blumenwiesen statt Mais“, sagt sie nun [12]. Auch der gute alte Kampfbegriff „Jobkiller“ [13], mit dem die Grünen und ihre assoziierten NGOs einst vorübergehend Teile der Mikroelektronikproduktion und moderne Arbeitsplätze aus Deutschland vertrieben hatten, kommt keinem Grünen mehr über die Lippen. Man hat eben viel gelernt, vor allem dann, wenn es darum geht, mit Bildern zu arbeiten und Sprache gezielt zur Demagogie einzusetzen. Ansonsten vollziehen sich die Lernprozesse langsam. Der Agrogentechnik wird man sich wohl erst dann aufgeschlossen zuwenden, wenn sie die Welt-Agrarfläche vielleicht bis zu 20 Prozent beherrscht, nicht wie jetzt zu 10 Prozent. Vielleicht wird man dann, so wie man jetzt den Gebrauch ineffizienter Glühbirnen verbietet, auch jegliche Formen ineffektiver Landwirtschaft untersagen wollen, um den tropischen Regenwald, der ja auch uns nützt, vor Abholzung zu retten. An die afrikanischen und fernöstlichen Hungergebiete, die dringend trockenresistente, schädlingsresistente und eiweiß- bzw. vitaminreichere Pflanzen brauchen, denken hier in Europa sowieso nur noch Außenseiter. Die gelten als „Gen-Lobby“ und sind natürlich moralisch zu verurteilen.

Prof. Dr. habil. Reinhard Szibor ist von Haus aus Humangenetiker und hat die letzten 20 Jahre seines beruflichen Lebens als Molekularbiologe im Fach Forensische Genetik gearbeitet (Gutachter für Spurenkunde und Abstammungsgenetik). Vor seinem Biologiestudium erlernte er den Beruf des Gärtners und hat deshalb eine emotionale Bindung zur Landwirtschaft. Im Ruhestand widmet er sich ehrenamtlich der Aufklärungsarbeit zur Grünen Gentechnik. Als Mitglied des Forums Grüne Vernunft und zugleich der evangelischen Kirche wirbt er für eine naturwissenschaftskompatible Haltung seiner Kirche. Seine Website finden Sie hier

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Anmerkungen

1 „EHEC-Ausbruch 2011, Aufklärung des Ausbruchs entlang der Lebensmittelkette“, in: B. Appel, G.-F. Böl, M. Greiner, M. Lahrssen-Wiederholt, A. Hensel (Hg.): BfR Wissenschaft 04/2011, , Bundesinstitut für Risikobewertung.
2 Crystal Smith-Spangler et al.: „Are Organic Foods Safer or Healthier Than Conventional Alternatives?: A Systematic Review“, Annals of Internal Medicine 2012, 157(5): 348–366.
3 Willy de Greef: „The Cartagena protocol and the future of agbiotech“, in: Nature Biotechnology 2004, 22, 811–812.
4 Gentechnisch veränderte Pflanzen werden kritisch geprüft: schweizmagazin.ch/wissen/natur/12190-Gentechnisch-vernderte-Pflanzen-werden-kritisch-geprft.html
5 Margot Käßmann: chrismon.evangelisch.de/blog/auf-ein-wort/der-sprache-von-heute-2513
6 Johan Schloemann: „Und die Weisheit wurde Materie: Über Gesinnungsterror und die Weihnachtsgeschichte in der Übersetzung der ‚Bibel in gerechter Sprache‘“, in: Süddeutsche Zeitung 23./24. 12. 2006.
7 Victor Klemperer, LTI. Notizbuch eines Philologen, Reclams Universal Bibliothek Band 278. (Erstausgabe Aufbau Verlag 1947)
8 de.wikipedia.org/wiki/Jan_van_Aken_%28Politiker%29
9 Stephanie Töwe-Rimkeit: filmschule-hamburg-berlin.de/index.php?cccpage=jobs_synopse&set_z_jobstexte=62
10 Gilles-Eric Séralini et al.: „Long term toxicity of a Roundup herbicide and a Roundup-tolerant genetically modified maize Food and Chemical Toxicology“, 2012, 50: 4221–4231.
11 Bioenergien sind bio: taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&dig=2007%2F11%2F12%2Fa0121&cHash=8f7441f3d6f60e51c829a88f886b9ea5
12 „Über das Ziel hinaus geschossen?“ faz.net/-gpg-71o50
13 www.spiegel.de/spiegel/print/d-14343806.html, computerwoche.de/a/der-bildschirm-wird-zum-zankapfel,1191116
  1. ma_il
    6. März 2013, 11:45 | #1

    Die Gefaehrlichkeit der gv Pflanzen liegt ja auch nicht in technologischen oder biologischen, sondern gesellschaftlichen Aspekten: Patente auf Pflanzen-Samen koennen in unserem System des „Geistigen Eigentums“ ein ernstes Problem darstellen. http://www.keine-gentechnik.de/dossiers/patente.html (nur mal so als erster Google Hit, habe gerad keine Zeit und Lust, selber zu schreiben ;))

  2. 6. März 2013, 11:52 | #2

    Und wo genau ist jetzt der Unterschied zum Sortenschutz, den es schon ziemlich lange gibt?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sortenschutz

    Da ich ja hier endlich mal jemanden mit viel Ahnung treffe, könntest Du mir das doch verständlich erklären.

  3. The Doctor
    6. März 2013, 12:22 | #3

    Mir fällt da gerade eine gewisse Ironie auf: Truther, VTler und Infokrieger verwenden doch immer so gerne den Begriff der „Mainstreammedien“, die „von oben gesteuert“ werden, um „die Massen zu täuschen und zu manipulieren“.
    Und sie hatten die ganze Zeit recht. Nur leider in einer Art und Weise, die ihnen gar nicht behagen dürfte.
    😛

  4. segeln
    6. März 2013, 13:08 | #4

    [quote]Da ich ja hier endlich mal jemanden mit viel Ahnung treffe, könntest Du mir das doch verständlich erklären.[/quote]
    mir auch bitte

  5. segeln
    6. März 2013, 13:12 | #5

    mal sehen,ob das mit blockquote statt [quote] geht

    Da ich ja hier endlich mal jemanden mit viel Ahnung treffe, könntest Du mir das doch verständlich erklären

    Mir auch bitte

  6. 6. März 2013, 14:30 | #6

    Schließe mich an, das wäre sehr interessant. Ich hätte noch eine Frage an ma_il: Bist du auch dafür, dass Computer verboten werden, weil Microsoft und Apple fast alle Patente halten und diese zumindest von Apple auch aggressiv gebraucht werden?

  7. Abe
    6. März 2013, 17:11 | #7

    Aber, lieber ma_il , das ist eine ziemlicher Gemeinplatz. Dieser gesellschaftliche Gebrauch ist keine Sache des guten oder bösen Willens, sondern hängt von der objektiven gesamtgesellschaftlichen Struktur ab; dennoch scheinen Sie ausgerechnet auf (Gen)Technik fixiert zu sein, anstatt auf die ‚gesellschaftlichen Aspekte‘ – obschon die doch dafür verantwortlich sein sollen. Komisch, finden Sie nicht auch?

  8. UlrikeT.
    6. März 2013, 17:54 | #8

    Seit vielen, vielen Jahren entwickelt sich die Natur und das Leben zu unglaublicher Vielfalt und Schönheit – und wenn man sich Organismen welcher Art auch immer genauer betrachtet, mag man auf die Knie gehen vor Ehrfurcht. Perfekt, wie sie funktionieren, sich regulieren – unvorstellbar komplex und intelligent.

    Das hat das Leben, die Natur, ganz selbsttätig hinbekommen.

    Das menschliche Bewusstsein ist Entwicklungsgeschichtlich im Vergleich zur Entwicklung allen Lebens noch im Amöbenstadium und wenn es die Zeit bekommt, sich ebenfalls so lange weiter zu entwickeln, dann kann da was ganz Großes draus werden – vielleicht!

    Seit dem die Menschen in größerem Stil in dem Wirken der Natur herumfusseln, hat es zu Ungleichgewicht, Zerstörung und Not geführt. Und alle Versuche, das wieder in den Griff zu bekommen, scheitern an dem Unvermögen der Menschheit, sich willentlich einzuschränken, zu teilen, sich als verbunden mit der Erde zu betrachten… und dann passieren auch solche „Biosprit“ – Irrwege. So weit voraus können wir einfach nicht schauen.

    Gentechnik ist auch „herumfusseln“ in der Natur, in den Bauplänen der Natur. Das kann man sich natürlich wunderbar vorstellen. Und dennoch weiß niemand, an welcher Stelle in vielen Jahren wieder Leute versuchen, weiteren Schaden zu beheben, der entstanden ist, weil Amöben „Natur“ spielen.

    Es ist der Wunsch nach Kontrolle über das Leben – und das ist zu hoch gegriffen.

    Bestimmt gibt es Menschen, die hehre Ziele verfolgen, andere aber gehen mit den Ergebnissen über Leichen, um damit hohe Gewinne zu erzielen. Ich mag an der Stelle mal Monsanto erwähnen, nur so im Vorbeigehen.

    Und bitte was hat EHEC – das Auftreten von Krankheitskeimen, was immer und überall passieren kann – mit Gen – Technik zu tun? Und wer will mir ernsthaft erzählen, das Gen-Technik vordergründig aus Menschenliebe und dem Bedürfnis heraus, zu helfen, betrieben wird?

    Ein weitschweifiger Artikel, Herr Prof. Dr. habil. Reinhard Szibor, der Gedanken in alle Richtungen entführt und davon ablenkt, dass wir das Vertrauen verloren haben in die Wissenschaft, die die Welt erklären und vereinfachen will und sich einbildet, es wäre tatsächlich so einfach. Ein Artikel, der davon ablenkt, dass Menschen wirklich mit Bauplänen des Lebens und der Natur herumspielen wollen. Wie war das nochmal mit der Kernfusion?

    Ich habe keine Angst vor Genmais – induziertem Krebs. Ich habe Angst davor, dass die Natur noch größeren Schaden nimmt. Es geht nicht immer um die Menschen – und mögen wir aus dieser kleinkindhaften egozentrischen Weltsicht erwachen.

    Ein Gruß ins Netz,
    Ulrike

  9. MagicGuitar
    6. März 2013, 17:56 | #9

    @ ma_il
    Patente laufen auch irgendwann aus, das liegt in der Natur der Sache. Nur jemand der ein Medikament, eine Software oder was weis ich entwickelt hat, der hat da viel Arbeit und auch Geld hineingesteckt. Ist doch klar, dass dieser jemand auch die Rechte daran behalten will und seinen wohlverdienten Gewinn damit machen will. Mit der gleichen Begründung müsste man aber auch Patente von Medikamenten oder medizinischen Therapieverfahren verbieten.
    Wo ist dann aber der Anreiz neue Verfahren und Produkte zu entwickeln, wenn andere ungestraft die eigenen Produkte einfach „klauen“ darf?

  10. 6. März 2013, 18:05 | #10

    Die Natur ist ein Ponyhof voller Harmonie:

    http://www.youtube.com/watch?v=PTHabfnAwng

    Menschen dagegen sind für alles Übel, das BÖSE an sich verantwortlich.

  11. The Doctor
    6. März 2013, 18:16 | #11

    @ Ulrike:

    „Seit dem die Menschen in größerem Stil in dem Wirken der Natur herumfusseln, hat es zu Ungleichgewicht, Zerstörung und Not geführt.“

    Das haben die Dinosaurier seinerzeit auch. Und der Meteorit, der sie aussterben liess. Und dann erst die Pflanzen, die unsere Athmosphäre irgendwann einmal mit Sauerstoff angereichert haben…

    Skandal! Das Leben auf der Erde verändert sich. Es steht nicht still, wie das gewisse Öko-Ordnungsfanatiker gerne hätten.

  12. Gisander
    6. März 2013, 18:23 | #12

    @ Ulrike T.:

    Ich kann Dir ein paar Beispiele nennen, wie die Natur selbst in ihrem Bauplan „herumfusselt“. Natürliche Radioaktivität, natürliche mutagene Substanzen (die gibt’s wirklich!) sind heiße Tipps. Ich wage außerdem zu bezweifeln, dass es in der Natur überhaupt so etwas wie einen „Bauplan“ gibt. Dazu habe ich zu viel über Evolution gelernt.

    EHEC-Keime (und Noro-Viren und Salmonellen übrigens auch) haben in der Tat nichts mit Gentechnik zu tun, und der Artikel sagt ja auch genau das: real sind die Risiken der Rohkost viel größer als die gentechnisch veränderter Lebensmittel. Ergo: man regt sich über die falschen Sachverhalte auf! Das sagt der Artikel an der betreffenden Stelle bei verständigem Lesen. Und da liegt er gar nicht so falsch.

  13. UlrikeT.
    6. März 2013, 18:24 | #13

    Hrch – nix verstanden, gelle 🙂 Es geht nicht um Gut oder Böse. Es geht nicht um Geld. Es geht um den Fortbestand der Natur auf diesem Planeten. Das BÖSE an sich, gähn, was ist das für ein Niveau? Ich denke, dass es den Menschen an Weitblick fehlt. Kannst Du Dir ausmalen, was Dein Handeln für die nächsten 7 Generationen wirklich bedeutet? Und ich denke, dass Wissenschaftler nicht das Monopol für Wissen und schon gar nicht für gesunden Menschenverstand haben.
    Und: genau, was gibt es für einen Anreiz, neue Verfahren und Produkte zu entwickeln, wenn man nicht viel Geld damit verdienen kann. Wobei es auch da nicht darum geht, nicht viel Geld verdienen zu dürfen. Kein Problem. Mich stört nur das „über Leichen gehen“.

  14. Gisander
    6. März 2013, 18:37 | #14

    Ähm, über welche Leichen genau sprechen wir?

  15. UlrikeT.
    6. März 2013, 19:00 | #15

    @ Gisander:
    Welche Leichen? Das war meine Antwort auf diesen Patentbeitrag von MagicGuitar. Ich habe gesagt, dass ich nichts dagegen habe, wenn Leute viel Geld verdienen, ich mag nur nicht, wenn sie dabei über Leichen gehen. Du bist ein pfiffiges Kerlchen und ich bin überzeugt, wenn Du ein wenig recherchierst, dann findest Du genügend Beispiele, welche Leichen ich meinen könnte, im Netz und in der Tagespresse oder vielleicht einfach mal unter regenwald.org
    @Gisander:
    Ist das Dein Ernst? Vergleichst Du mutagene Substanzen und natürliche Radioaktivität mit dem, was auf diesem Planeten passiert ist, seit Menschen etwas umtriebiger geworden sind?
    Und was die Rohkost betrifft – ja, man kann pathogene Keime abkriegen. Und vielleicht machen genmanipulierte Lebensmittel keine sofort nachweislichen gesundheitlichen Probleme. Dennoch wird hier in ein Ökosystem eingegriffen und die Folgen sind nicht zu überschauen. DAS habe ich gesagt.

    @The Doctor: Und die Treibhausgase sind dann die Dinosaurierfürze? Öko-Ordnungsfanatiker, was für eine nette Bezeichnung. Wenn man Menschen mit so einem Etikett belegt, ist ja klar, dass sie nix gescheites und bedenkenswertes zu sagen haben. Wie die Gesundheitsapostel – was die auch immer für’n Quatsch über gesunde Ernährung reden… vielleicht kommst Du mal hinter dem Computer hervor und schaust Dir die Welt in Realitas an. Vielleicht gehst Du mal auf Empfang und nicht nur auf Sendung.

  16. Gisander
    6. März 2013, 19:08 | #16

    Um’s nochmal zu verdeutlichen:

    Nicht auf Gentechnik zurückzuführen waren die folgenden echten oder künstlich gehypten Skandale:

    EHEC, Noroviren auf chinesischen TK-Erdbeeren, Dioxine in Eiern, Uran im Trinkwasser, Aflatoxine im Futtermais, Mineralölverbindungen in Nudelkartons.

    Dito jährlich zwischen 50.000 und 60.000 Salmonellosefälle alleine in D, von denen jeweils etwa 50 tödlich verlaufen – und von denen die Minderzahl durch das so oft gescholtene Geflügel verursacht wird.

    Auch nicht gentechnisch bedingt sind eine Unzahl von Krankheiten, denen man mit gentechnisch hergestellten Medikamenten erfolgreich zu Leibe rückt.

    Deshalb würde mich schon interessieren, um welche Leichen es genau geht.

  17. 6. März 2013, 19:19 | #17

    Wie ist das jetzt eigentlich mit dem Fortbestand der tasmanischen Teufel?

    Sollte man der gütigen/intelligenten/ausbalancierten Natur ihren Lauf lassen, oder vielleicht doch etwas forschen und versuchen, eine Waffe gegen den ansteckenden Krebs zu finden? 😉

    http://www.scilogs.de/wblogs/blog/detritus/immunbiologie/2011-11-23/ansteckender-krebs-hoffnung-f-r-den-beutelteufel

    VORSICHT! Der verlinkte Blogartikel enthält mehrfach das Wort Gene und einige kryptisch und wissenschaftlich klingende Abkürzungen. 🙂 🙂 🙂

    P.S.

    Mich würde auch sehr interessieren, um welche Leichen es geht.

  18. Mephisto
    6. März 2013, 19:20 | #18

    UlrikeT. :
    Vielleicht gehst Du mal auf Empfang und nicht nur auf Sendung.

    Das scheint mir ein Rat zu sein, den zu beherzigen für Dich selbst wichtiger wäre als für die meisten anderen Kommentatoren hier.

    Wenn der Mensch nicht in der Natur herumgefusselt hätte, würdest Du jetzt um Dein Überleben kämpfen, anstatt mit vollem Magen im beheizten Gebäude solche Diskussionen zu führen. Ich nehme Dir einfach nicht ab, dass Dir das lieber wäre.

    Du hast Angst um die Natur? Da kann ich Dich beruhigen: wir (die Menschen) können der Natur zwar schaden, aber da wir selbst ein Teil davon sind, schaden wir uns damit letztlich immer selbst und wenn wir dabei zu weit gehen, sterben wir aus und „Muddi Natur“ erholt sich wieder.

    Ganze ehrlich: man kann natürlich über das Für und Wider der Gentechnlogie diskutieren, aber sie komplett abzulehnen weil sie einen Eingriff in die Natur darstellt greift IMHO viel zu kurz um ernstgenommen werden zu können.

  19. UlrikeT.
    6. März 2013, 19:30 | #19

    Lieber Gisander, es ging in meiner Antwort nicht um Leichen, die in irgendeiner Weise mit Gentechnik zu tun hatten, sondern um die Leichen, über die gegangen wird, wenn manche Menschen gerne viel Geld verdienen wollen.
    Nichtsdestotrotz möchte ich Dich auf den Konzern Monsanto und dessen Geschäftspraktiken hinweisen. Schau doch mal, wenn es Dich wirklich interessiert, was es da an Leichen und bankrotten Bauern so gibt.
    Der Umstand, dass ich mich gegen Gentechnik wende, bedeutet nicht, dass ich Aflatoxine in Futtermais und EHEC und so weiter befürworte und gerne in Kauf nehme. Ich finde nur, dass man das eine nicht mit dem anderen vergleichen kann. Andere Baustelle.
    Und die Medikamente, also, ich will ja nicht noch ein Fass aufmachen – aber weißt Du, dass mehr Menschen an den Nebenwirkungen von Medikamenten erkranken und daran sterben als gemeinhin angenommen wird? Das ist eine Tatsache, keine Spekulation.
    Was sind das denn für Salmonellen? Gentechnisch verändert? 🙂 Haha, war’n Witz.

  20. UlrikeT.
    6. März 2013, 19:40 | #20

    @Mephisto
    Nun, so ist das eben, wenn man als Öko-Ordungsfanatiker bezeichnet wird. Das macht ärgerlich.

    „Du hast Angst um die Natur? Da kann ich Dich beruhigen: wir (die Menschen) können der Natur zwar schaden, aber da wir selbst ein Teil davon sind, schaden wir uns damit letztlich immer selbst und wenn wir dabei zu weit gehen, sterben wir aus und “Muddi Natur” erholt sich wieder.“

    Na, wenn Du das eine Beruhigung findest… aber immerhin hast Du den Bezug von der Natur zu uns Menschen hergestellt.

    Und ich glaube nicht wirklich, dass Du entscheidest, was ernst genommen wird und was nicht. Du musst es ja nicht ernst nehmen, aber es reicht, wenn Du für Dich sprichst – und all die Leute, die sich an Deine Aussage hängen, können das auch nur für sich selbst sagen.

  21. Mephisto
    6. März 2013, 19:56 | #21

    UlrikeT. :@Mephisto
    Nun, so ist das eben, wenn man als Öko-Ordungsfanatiker bezeichnet wird. Das macht ärgerlich.

    Kann wohl sein, aber bereits Dein erster Kommentar kam ziemlich „von oben herab“ und wie man in den Wald hineinruft…

    “Du hast Angst um die Natur? Da kann ich Dich beruhigen: wir (die Menschen) können der Natur zwar schaden, aber da wir selbst ein Teil davon sind, schaden wir uns damit letztlich immer selbst und wenn wir dabei zu weit gehen, sterben wir aus und “Muddi Natur” erholt sich wieder.”

    Na, wenn Du das eine Beruhigung findest… aber immerhin hast Du den Bezug von der Natur zu uns Menschen hergestellt.

    Also wenn man – wie Du es hier von Dir behauptest – um die Natur besorgt ist, sollte das eine Beruhigung sein, bedeutet es doch, dass die Natur auf jeden Fall klarkommt.

    Und ich glaube nicht wirklich, dass Du entscheidest, was ernst genommen wird und was nicht. Du musst es ja nicht ernst nehmen, aber es reicht, wenn Du für Dich sprichst – und all die Leute, die sich an Deine Aussage hängen, können das auch nur für sich selbst sagen.

    Nun, dann muss ich die Abkürzung wohl erklären: IMHO = in my humble opinion

  22. Dark_Tigger
    6. März 2013, 21:00 | #22

    Zum Artikel, er gefällt mir nicht. Er ist irgendwie von oben herab, und geht hauptsächlich auf die Punkte ein die die Gentechnikgegner längst umschwurbelt haben.

    Zur GV selbst:
    Sie ist ein Werkzeug, wie jedes andere Werkzeug auch, kann man damit Schaden anrichten!
    Sie _kann_ dabei ungeleich mächtiger sein als viele andere Werkzeuge die wir haben.
    Es ist also sinnvoll, wenn die Entwicklungen in dem Berreich streng überwacht werden.
    In wie fern die Aktionen und die Politik der „Gentechnikgegner“ dabei helfen soll ist mir aber schleierhaft.
    „Weil deutsche Unis nicht mehr an Gentechnik forschen, kann Monsanto kein GV-Saatgut, mehr zu Knebelbedingungen an dritte Weltbauern verkaufen. Die dadurch in Abhängigkeit geraten und vergiftet werden.“
    Sounds a little bit crazy, dosen’t it?

  23. Groucho
    6. März 2013, 21:16 | #23

    Nichtsdestotrotz möchte ich Dich auf den Konzern Monsanto

    BITTE! BITTE! BITTE! Nicht schon wieder Monsanto! Es nervt. Wir sprechen hier nicht über Firmen, die Gentechnik wie auch immer anwenden, sondern über Gentechnik.

    Das ist so ähnlich ätzend, als diskutiere man über die Technik von Verbrennungsmotoren, und dann kommt in jedem zweiten Kommentar der Hinweis auf die Ausschweifungen des Betriebsrates von VW.

  24. 6. März 2013, 21:25 | #24

    Wir sprechen hier nicht über Firmen, die Gentechnik wie auch immer anwenden, sondern über Gentechnik.

    Das hatten wir vielleicht vor, aber es geht eigentlich von Anfang an schon wieder um Strohmänner usw.
    🙂 🙂 🙂

  25. Statistiker
    6. März 2013, 22:08 | #25

    Ach Ulrike, geh woanders nerven und nimm deine Brüder im Sinn hitte mit, die nerven auch, weil ihr alle nicht vera´standen habt oder nicht verstehen wollt, was Wissenschaft ist. Wär ja auch schwierig, denn dafür müsste man ja sein Gehirn benutzen, und Nachdenken ist für Esos ja bähbäh…..

    ansonsten: Novo Argumente würde ich nicht zitieren, diese Quelle ist sehr fragwürdig und unterstützt doch eher rechtslastige Tendenzen, um es mal vorsichtig auszudrücken.

  26. 6. März 2013, 22:20 | #26

    Aha, kannst Du das belegen, lieber Statistiker?

  27. The Doctor
    6. März 2013, 22:21 | #27

    @ Ulrike:

    „Und die Treibhausgase sind dann die Dinosaurierfürze? “

    Nö, aber eben auch nur Ausdruck, wie sich unser Planet verändert. Ob der Mensch das macht oder irgendeine andere „Macht“, ist völlig belanglos.

    „Öko-Ordnungsfanatiker, was für eine nette Bezeichnung. Wenn man Menschen mit so einem Etikett belegt, ist ja klar, dass sie nix gescheites und bedenkenswertes zu sagen haben. Wie die Gesundheitsapostel – was die auch immer für’n Quatsch über gesunde Ernährung reden… vielleicht kommst Du mal hinter dem Computer hervor und schaust Dir die Welt in Realitas an. Vielleicht gehst Du mal auf Empfang und nicht nur auf Sendung.“

    Ich bin sogar permanent „auf Sendung“. Als Arzt muss ich dies sogar sein. Aber leider hilft mein gesammeltes medizinisches Wissen absolut Null gegen Deine Umwelt-Dogmen-Gläubigkeit.

    Schlimm.

  28. Groucho
    6. März 2013, 22:26 | #28

    ansonsten: Novo Argumente würde ich nicht zitieren, diese Quelle ist sehr fragwürdig und unterstützt doch eher rechtslastige Tendenzen, um es mal vorsichtig auszudrücken.

    Also unvorsichtig ausgedrückt: Novo ist ein rechtes Blatt? Dafür hätte ich auch gerne Belege bitte.

  29. segeln141
    6. März 2013, 22:54 | #29

    @Ulrike T

    was ich von Dir hier gelesen habe ist romantisches,ideologisches Gesummse.

  30. segeln141
    6. März 2013, 22:58 | #30

    @Statistiker

    Argumentieren,nicht NovoArgumente diskreditieren.
    Ich schließe mich Groucho an.

  31. Abe
    7. März 2013, 00:10 | #31

    Oh boy, wie hat es denn Ulrike hierher verschlagen. Dieser prophetische Unterton gepaart mit dem Gestus‘ des Beobachters aus dem Krähennest ist ja unerträglich. Und dann auch noch diese komische Natur-Teleologie und Vorstellung einer harmonischen ‚äußeren Natur‘, die von der menschlichen Hybris aus ihrem homöostatischen Schlaf gerissen wurde und nun seiner Zerstörung anheim fällt. Angeblich gehe es nicht um Gut und Böse, aber die einzige, was von dem obigen Geraune bleibt, ist Moral. Wenn man keine Argumente hat…

  32. Abe
    7. März 2013, 00:13 | #32

    Btw: Was natürlich in diesem Gruselkabinett der Fortschrittsfeindlichkeit nicht fehlen darf, ist der Zirkulationsspähren-Antikapitalismus – der kennt auch keine Argumente, nur Moral.

  33. Groucho
    7. März 2013, 00:41 | #33

    – aber weißt Du, dass mehr Menschen an den Nebenwirkungen von Medikamenten erkranken und daran sterben als gemeinhin angenommen wird?

    Mit Verlaub, liebe UlrikeT, das sind so die allgemeinen Beliebigkeitsaussagen, die natürlich jede Diskussion fördern, aber jeglichen Erkenntnisgewinn zunichte machen: Was bitte bedeutet „gemeinhin angenommen“? Woher stammt dieses Wissen? Woher die Aussage? Wie sollte man dazu ausser mit Allgemeinplätzen Stellung nehmen?

    Das ist eine Tatsache, keine Spekulation.

    „gemeinhin mehr als angenommen“ als Tatsache zu verkaufen, ist schon dreist. Da könnte ich auch sagen, Null ist öfters Null, als man gemeinhin so denkt.


    Was sind das denn für Salmonellen? Gentechnisch verändert? :-) Haha, war’n Witz.

    Super Witz. Solange man nicht selber betroffen ist. Hast Du vielleicht noch ein paar schöne Behindertenwitze auf Lager?

  34. Arokh
    7. März 2013, 00:51 | #34

    Ich hab mir auch mal die NovoArgumente etwas genauer angeschaut, teilweise ist es wirklich etwas grenzwertig was da so geschrieben wird, da beschwert man sich z.B. darüber dass es nicht legal ist den Holocaust zu leugnen: http://www.novo-magazin.de/88/novo8808.htm
    Und den Klimawandel gibt es wohl auch nicht, oder zumindest nicht so richtig, da gibt es noch wesentlich mehr Artikel darüber. Letztendlich ist das aber auch nicht so wichtig, hier haben sie recht und ich finde der Artikel auch gut

  35. Vineyard
    7. März 2013, 10:08 | #35

    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/ueber_novo/
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/ueber_novo/#wer_novo_liest_und_warum

    Hmm.. streng genommen repräsentiert das Magazin bzw. dessen Autoren quasi das extreme Gegenteil von Radikalökos. Erinnert mich ein wenig an Bob Zubrins neuestes Buch „Merchants of Despair“. (wobei der Zubrin leider inzwischen wirklich einen Sprung in der Schüssel hat…)

  36. 7. März 2013, 10:42 | #36

    Ich persönlich kann die Weltuntergangspropheten nicht mehr ab, ich kuck inzwischen lieber TED-Videos mit Hans Rosling oder lese Novo.

  37. Arokh
    7. März 2013, 10:47 | #37

    Das ist vielleicht auch der Grund warum manche Artikel etwas merkwürdig rüber kommen, für gewöhnlich ist man nämlich ziemlich radikal gegen Holocaustleugner. Man kämpft dort eben auch für die Freiheit ein Nazi zu sein, obwohl das normalerweise nicht unbedingt dazu gehört. Und wenn man für den technischen Fortschritt und ungebremstes Wachstum ist kommt wohl auch diese Haltung zum Klimawandel dabei raus.
    Man sollte wohl einfach etwas vorsichtig damit sein und überprüfen was sie schreiben (wie eigentlich immer und überall) weil ich mal vermute dass sie es notfalls mit den Fakten nicht so genau nehmen wenn sie nicht ins Weltbild passen

  38. 7. März 2013, 10:55 | #38

    Man sollte wohl einfach etwas vorsichtig damit sein und überprüfen was sie schreiben (wie eigentlich immer und überall) weil ich mal vermute dass sie es notfalls mit den Fakten nicht so genau nehmen wenn sie nicht ins Weltbild passen

    Dann überprüf mal! Novoartikel zeichnen sich im Allgemeinen dadurch aus, dass sehr viel Wert auf Fakten gelegt wird.

    Da gibt´s viel weniger Blödsinn, als in den großen Zeitungen:
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001138
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/000919
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001309
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001169
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/archiv/novo105_50

    Die Presse ist ziemlich anfällig für feel good fallacies. Novo ist mit seiner kleinen Auflage leider ein reines Nischenprojekt.

  39. Arokh
    7. März 2013, 11:20 | #39

    Ih weiß nicht ob da irgendetwas nicht stimmt, aber entsprechende Dinge weg lassen ist teilweise genauso schlimm. Ich mag es nicht wenn man schon von vornherein auf eine bestimmte Meinung fest legt, die einfach nicht mit absoluter Sicherheit richtig ist. Alle Fakten die danach kommen müssen an den Grundsätzen die vorher festgelegt wurden gemessen werden. Ich glaube einfach das führt zwangläufig zu einseitigen Artikeln.

  40. Groucho
    7. März 2013, 11:49 | #40

    @Arokh: Ich kenne Novo schon länger – es ist ein Debattenmagazin im angelsächsischen Stil. Es geht um eine offene Diskussion, es gibt Artikel und Gegenartikel, die „Gesinnung“ des Magazins an einigen wenigen Artikeln festzumachen, ist da nicht zielführend. Manches ist auch bewusst provozierend, einfach, um mal die Denkmaschine anzuregen. Ich finds sehr erfrischend.

  41. Andreas
    7. März 2013, 11:59 | #41

    @Ulrike
    „Es geht um den Fortbestand der Natur auf diesem Planeten. “
    Die Natur auf diesem Planet macht sich relativ wenig aus uns Menschen. Sie wird auch ohne uns die nächsten Milliarden Jahre (bis die Sonne zum rotem Riesen wird) bestehen.

    Warum es – eigentlich! – geht, ist das Missverhältnis zwischen tatsächlichem Schaden (EHEC und co) und vielleicht, eventuell auftretendem, möglichen Schaden durch Gentechnik und die Hexenverfolgung durch einschlägige Institutionen.

  42. Vineyard
    7. März 2013, 12:08 | #42

    Ob man das Magazin mag, ist denk ich mal Geschmacksache. Jeder soll lesen was er will.

    Der Wikipedia Artikel zu Novo Argumente meint, daß es die politisch/intellektuelle Ausrichtung eher liberal/libertär ist.

    http://de.wikipedia.org/wiki/NovoArgumente

    Es soll laut Artikel der Kooperationspartner des britischen Sp!ked Magazins sein.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Spiked_(Magazin)

  43. kopfkratz
    7. März 2013, 12:17 | #43

    Also, um die Offtopic Diskussion fortzuführen:
    Ich finde es auch eher liberal, wenn man Holocaust Leugnung nicht unter Strafe gestellt sehen will. Ist für mich ein Thema der Redefreiheit. Es ist für mich (persönlich) das höhere Gut, dass man seine Meinung kund tun darf. Auch wenn die Meinung kackbraun ist.

    Das man dafür Hohn, Spott und Abscheu ernten sollte -> Logisch.

  44. Arokh
    7. März 2013, 12:23 | #44

    @Groucho
    Ahh. ok, das find ich nicht schlecht, hab bis jetzt immer nur Artikel gefunden die die Meinung vertreten haben die auch in ihrer Beschreibung über sich selbst drin stehen, wenn es da auch gegensätzliche Artikel gibt hab ich da gar nichts dagegen

  45. Johannes Richardt (Redaktionsleiter NovoArgumente)
    7. März 2013, 13:57 | #45

    Hallo Zusammen,

    weil hier auch über das Magazin NovoArgumente diskutiert wurde, möchte kurz mit ein paar Sätze zur Klärung beitragen.

    Wie @Arokh schon richtig festgestellt hat: Novo ist kein Debattenmagazin im angelsächsischen Sinn. Wir haben eine klare Redaktionslinie, aus der wir kein Geheimnis machen und die im Wesentlichen in „Über Novo“ (http://www.novo-argumente.com/magazin.php/ueber_novo/) nachgelesen werden kann. Beiträge, die wir nicht zumindest in wesentlichen Teilen auch unterstützen können, veröffentlichen wir nur sehr selten und kennzeichen sie in der Regel auch entsprechend. Das ist ja bei vielen anderen Magazinen auch so üblich. Selbstverständlich gilt das nicht für den Kommentarbereich. Da kann jeder schreiben, was er will, solange er zivilisatorische Minimalstandards einhält.

    Ja, Novo verteidigt auch die Redefreiheit von Holocaustleugnern, Nazis und vielen anderen unsympathischen Gestalten. Wir sind für Meinungs- und Redefreiheit ohne jedes Wenn und Aber – also auch und gerade für die „bösen Buben“. Meinungsfreiheit ist das Fundament unserer modernen Zivilisation und der Demokratie. Wir wollen eine humanistische und menschenzentrierte Weltsicht für die Zukunft erhalten. Die Geschichte zeigt, dass Freiheiten dort verteidigt werden müssen, wo sie verweigert werden – das ist eben oft erst bei den nicht so netten Leuten Menschen der Fall.

    Zum Klimawandel: Die Position der Novo-Redaktion ist es nicht, den anthropogenen Treibhauseffekt abzustreiten. Wir sind eher der Auffassung, dass es derzeit schwer zu entscheiden ist und dass eine Debatte (auch hier gilt unbedingte Meinungsfreiheit!) darüber keineswegs mit rhetorischen Mitteln, wie der Bezeichnung von Kritikern als „Leugner“, unterbunden werden sollte. Vor allem sind wir aber der Auffassung, dass wir als Menschheit in der Lage sind und sein werden, mit einer globalen Erwärmung zu Recht zu kommen oder auch sie zu revidieren, wenn es sie denn gibt und wenn die Zeit gekommen ist, dass etwas gegen die Folgen der Erwärmung getan werden muss. Wir sind mit Björn Lomborg der Auffassung, dass es dringendere Probleme gibt und dass man nicht in irrationaler Weise „Klimaschutz“ betreiben sollte, der nichts bringt und Mittel benötigt, die anderweitig sinnvoller verwendet werden könnten. Wir sind der Auffassung, dass Klimaforschung als echte Forschung sinnvoll und notwendig ist, auch wenn wahrscheinlich viel schlechte Wissenschaft hier zu finden ist, und dass Klimafolgenforschung dagegen größtenteils Hokuspokus und politisierte Wissenschaft ist. Wir sind auch der Auffassung, dass wir uns der Herausforderung des Climate Engineering stellen müssen. Nicht weil wir an die Katastrophe glauben, sondern weil wir die Möglichkeiten des Menschen erweitern wollen, wozu auch immer es am Ende dienen kann.

    Beste Grüße und weiterhin alles Gute für Psiram und anregende Diskussionen in Eurer Community!

    Johannes Richardt (Redaktionsleiter, NovoArgumente)

  46. sumo
    7. März 2013, 16:30 | #46

    @Ulrike, es ist ein wunderbarer Ponyhof, den Du Dir da ausmalst. Wie schon gesagt, Gentechnik hat nichts mit Monsanto zu tun, Monsanto vermarket die Ergebnisse und verdient damit Geld. Das mag man anstößig finden, hat aber mit der Gentechnik herzlich wenig zu tun. Aber möglicherweise ist ja alles mit allem verbunden….
    OT zur Meinungsfreiheit: Ich befürworte jegliche Meinungsfreiheit, es darf sich jeder durch die beispielhaft genannte Holocaustleugnung zum Affen machen, eine gefestigte Gesellschaft muß auch völlig abseitige Meinungen aushalten. Diskutieren heißt ja nicht Meinung teilen.

  47. Habenixe
    7. März 2013, 17:22 | #47

    @ehrfürchtige Amöbe Ulrike
    Ich zitiere Dich (#13):
    „Kannst Du Dir ausmalen, was Dein Handeln für die nächsten 7 Generationen wirklich bedeutet?“

    Kannst Du Dir denn ausmalen, was unser NICHT-Handeln in der Frage Gen-Technik für die nächsten sieben Generationen wirklich bedeutet?“
    Für Dich vielleicht die Aussicht auf Friede Freude Eierkuchen – Natur mit Betonung auf Eierkuchen, der so schön satt macht (was die Voraussetzung für Friede Freude ist). Was verdammt noch mal spricht dagegen, hungernde Menschen mit gentechnisch verändertem Korn zu ernähren, wenn das Zeug besser, schneller, schädlingsresistenter oder was auch immer wächst? Glaubst Du, die werden dadurch zu Zombies oder so was? Und weiter verhungern ist immer noch das gnädigere Schicksal?
    Ich finde es nicht mehr lustig!
    Und ich würde gerne Deine konkreten Befürchtungen verstehen, doch wirklich. Was kann so furchtbar sein, dass es den emotional-sentimental-schwurbeligen Kampf gegen eine Technik rechtfertigt, die irgendwie unter anderem doch auch einen (nur einen!) Weg aus dem Hunger in der Welt in Aussicht stellt. Bitte nur eine einzige konkrete Angst (wie Babies mit zwei Köpfen oder so).

  48. SwA
    7. März 2013, 21:02 | #48

    Warum Novo ein „rechtes Magazin“ ist?

    Ein Titel vom 20.04.2012

    „Breivik: Die monströse Fratze des Multikulturalismus“

    Fazit: Breivik ist ein Produkt von „Multikulti“

    „nicht rechts“, ihr mich auch.

  49. Statistiker
    7. März 2013, 22:08 | #49

    z.B. hier:

    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001300

    Das ist, wie viele Artikel auf Novo, ziemlich daneben. Irgendwie erinnert es an Scientology……

  50. 7. März 2013, 22:16 | #50

    Irgendwie erinnert es an Scientology……

    Und Dein Post erinnert mich irgendwie an Leberwurst.

  51. 8. März 2013, 08:08 | #51

    Ziemlich daneben? Zumindest der Kommentar von Johannes Richardt stellt klar, dass Novo nichts gegen eine rechtlicher Gleichstellung der Homo-Ehe hat. Wobei sich für mich die Frage stellt, was der ganze Summs dann soll?

    Den Artikel über Herrn WeiWei dagegen finde ich ganz spannend:
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001295

  52. Emil Klopfenstein
    8. März 2013, 10:42 | #52

    Es gibt nun wirklich keinen Grund, vor der Gentechnik Bedenken oder gar Angst zu haben. Wir haben bisher selbst den grössten genetischen Pfusch überlebt der auf dieser Welt je produziert wurde (und dies sogar rein natürlich): den Menschen …

  53. Kemmi
    8. März 2013, 14:37 | #53

    Da die erste Frage, was der Unterschied zwischen Patente auf GV-Pflanzen und Sortenschutz ist, noch nicht beantwortet wurde, versuch ich das mal:
    Der Sortenschutz ist nicht negativ in der Presse vertreten, bei GV-Pflanzen-Patente gab es hingegen ein paar (wenige*) negative Fälle.

    Meist geht so ein negativer Fall so: kleiner Bauer baut GV-Pflanzen an, GV-Pflanze bringt nicht erwarteten Ertrag (das muss nicht an der GV-Pflanze liegen, kann auch am falschen Anbau liegen, wird aber eh nicht erwähnt), großes reiches Unternehmen verklagt armen kleinen Bauer auf Patentnutzungsgebühr, Bauer kann nicht zahlen und geht Insolvent, Bauer-Existenz zerstört.
    Also eine David gegen Goliath-Geschichte, bei dem der Goliath gewinnt!
    Gleichzeitig wird damit auf der Welt um ein Bauernhof weniger Nahrung produziert. Der Bürger rechnet das hoch und kriegt Angst, dass viele Bauern kaputtgeklagt werden (so suggeriert auch oft der Artikel) und damit die Lebensmittelpreise steigen und abhängig vom Wohlwollen weniger großer GV-Unternehmen werden.

    Die Politik/Industrie sollte hier dringend nachregeln, indem sie bspw. eine Gesetz in die Wege leitet, indem gesagt wird, dass Patente auf Saatgut nicht den Anbau das Saatguts verhindern dürfen.
    Die „Gentechnik-Industrie“ muss klarstellen, dass sie nicht die Menschheit mittels Patenten auf Saatgut hungern lassen will, sondern sich lediglich am ZUSÄTZLICHEN Gewinn, dass Bauern durch Verwendung gentechnischen Saatguts erwirtschaften, partizipieren will.

    In der Medizin hat man das auch so gemacht, indem man zwar Patente auf Medikamente zulässt, gleichzeitig aber auch ein Gesetz existiert, dass die Herstellung eines Medikaments, das wirksam gegen eine bestimmte Krankheit ist, nicht vom Patenteinhaber blockiert werden kann.

  54. Kemmi
    8. März 2013, 14:38 | #54

    *ich habe nur wenige Fälle gefunden

  55. Statistiker
    9. März 2013, 00:19 | #55

    @ cohen: Und Dein Post erinnert stark an Beleidigung. Danke.

  56. Statistiker
    9. März 2013, 00:21 | #56

    Sorry, aber abweichende WISSENTSCHAFTLICHE Meinungen sind wohl unerwünscht. Naja, wer sich im Sumpf wühlt, soll sich dort wohl fühlen……

  57. Renate Druschinski
    9. März 2013, 12:46 | #57

    @Statistiker: egal, wo Du schreibst, von Dir kommt immer nur Gesinnungsmüll. Ein nachvollziehbares Argument war noch nie dabei. Immer nur feste druff, meinungsstark und immer ohne Grundlage.
    Dein Nick ist eine einzige Schande für Leute, die häufiger mit Fakten und Daten arbeiten. Wenn Du am 13. April in Dortmund bist, ist das ein gewichtiges Argument, dann in einer anderen Zeitzone zu sein.

  58. Statistiker
    10. März 2013, 18:14 | #58

    Renate, dieses Argumentum ad hominem merk ich mir.

    Inhaltlich kommt nichts von Dir, und genau dies wirfst Du mir vor, Na, dann schönen Frauentag.

    Von Ihnen hab ich übrigens noch nie einen sinnvollen Beitrag gelesen, kann das sein, dass Sie nur heute gegen mich hetzen und ansonsten nichts zu sagen haben?

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