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Artikel Tagged ‘Die Grünen’

Was unterscheidet einen Wolf vom Genmais?

14. Februar 2017 25 Kommentare

Eine Antwort lautet kurz und bündig: für Genmais soll das Vorsorgeprinzip gelten, für den Wolf nicht. 

Das Vorsorgeprinzip ist, folgt man der Definition der Wikipedia, ein „wesentlicher Bestandteil der aktuellen Umweltpolitik und Gesundheitspolitik in Europa, nach dem Belastungen bzw. Schäden für die Umwelt bzw. die menschliche Gesundheit im Voraus (trotz unvollständiger Wissensbasis) vermieden oder weitestgehend verringert werden sollen“. Standard der aktuellen umweltpolitischen Diskussion ist dabei seit einigen Jahren sogar die Vermeidung „unbekannter Risiken“, einer extremen Interpretation des „Vorsorgeprinzips“.  

Prinzip ist immer gut, wer lebt schon gerne ohne Grundsätze, und Vorsorge ist mindestens so positiv besetzt, wissen doch alle – zumindest die Älteren – noch aus der Zahnpasta-Reklame, dass Vorsorge besser ist als Bohren. Also meidet der aufrechte Bürger entschlossen die Risiken von Genmais, von denen niemand weiß, worin sie eigentlich bestehen, und zwar genau deshalb, weil niemand es weiß. Es könnte ja trotzdem irgendetwas sein. Mehr…

Vorsicht: „normales Bier enthält mehr Alkohol als alkoholfreies Bier“ oder: Wie die Grünen einen Lebensmittelskandal brauen wollen

26. Januar 2016 29 Kommentare

Ein neuer Lebensmittelskandal erblickt das Licht der Welt: eine Studie will festgestellt haben, dass konventionell hergestellte Lebensmittel bis zu 3000 mal höher mit Pestiziden belastet sein sollen als Produkte aus dem Ökolandbau. Darüber hinaus seien Produkte aus der konventionellen Landwirtschaft gar nicht geeignet, um als Säuglingsnahrung verkauft werden zu dürfen. Ein genauerer Blick auf die Details zeigt, dass der Skandal keiner ist und es sich bei der ganzen Aktion um eine mehr oder weniger geschickte Kampagne handelt.

Ein Experte für Kampagnen

Die Studie wurde von einem sich selbst als Pestizidexperten bezeichnenden Herrn namens Lars Neumeister im Auftrag der Grünen erstellt. Lars Neumeister beschreibt sich selbst in seiner Vita als Aktivist gegen die konventionelle Landwirtschaft, war oder ist Mitglied beim Pesticide Action Network (PAN), einer Organisation, die gegen eine moderne Landwirtschaft unter Verwendung von synthetischen Pflanzenschutzmitteln (PSM) und Gentechnik agiert. Da können sich die Grünen schon mal darauf verlassen, dass die Studie in ihrem Sinne durchgeführt wird und man sich erwartungsgemäß empört zeigen kann. Mehr…

Biotechnologie: Über die Sprache der Anti-Gentechnik-Demagogen

6. März 2013 58 Kommentare

NovoArgumente Logo

Wir bedanken uns beim Onlinemagazin NovoArgumente für die Erlaubnis zur Übernahme des Artikels.
Zu dessen Selbstverständnis geht es: hier.
Zum Inhaltsverzeichnis der aktuellen Printausgabe: hier

Woher kommt die Angst vor der grünen Gentechnik, fragt sich der Biologe Reinhard Szibor. An der Technologie kann es nicht liegen. Diese ist unbedenklich. Den Gentechnikgegnern ist es durch Desinformation und bewusste Sprachirreführung gelungen, den öffentlichen Diskurs zu dominieren.

Obwohl auf zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche gentechnisch veränderte (gv) Pflanzen angebaut werden, ist bisher kein einziger seriös recherchierter Fall dokumentiert worden, in dem ein Mensch durch gentechnisch erzeugte Produkte oder den Konsum von Gv-Pflanzen Schaden genommen hätte. Trotzdem wird der Genuss solcher Lebensmittel in Mitteleuropa von einer großen Mehrheit der Bevölkerung vehement abgelehnt. An EHEC sind erst kürzlich in Deutschland 3.844 Menschen erkrankt, 53 Patienten sind gestorben und viele sind so schwer geschädigt, dass sie nur noch als Dialysepatienten überleben können oder auf eine Nierentransplantation warten. Ausgelöst wurde die Katastrophe durch Sprossen, die in einem sogenannten Bio-Betrieb produziert wurden [1]. Mehr…

Hans Christian Ströbele: Vorreiter der grünen Pressefreiheit

25. November 2011 51 Kommentare

StröbeleGrüne Politiker, die sich mehr für Anthroposophie als Wissenschaft einsetzen, waren schon mehrfach Thema in unserem Blog – Heute möchten wir euch über Herrn Ströbele ins Bild setzen. Ströbele hat es mehrfach geschafft, als grüner Direktkandidat ins Parlament einzuziehen – man sollte meinen, er ist bürgernah.

Auch ist er eigentlich Anwalt, man sollte daher meinen, er versteht etwas von Recht. Anscheinend versteht er aber vor allem etwas von seinem eigenen Recht, und die Rechte anderer sind ihm in Zweifel scheißegal. Es geht eigentlich um eine triviale Begebenheit (hier nachlesen): Ströbele und seine Frau gehen in einem Bereich schwimmen, wo sie das nicht dürfen und kriegen sich mit Kindern in die Haare, die dort fischen wollen – so weit, so trivial.
Ströbeles Frau zeigt die Kinder an, ein Blog recherchiert dazu und berichtet, wie von der Staatsanwaltschaft informiert, Ströbele habe Anzeige erstattet. Ströbele hat nichts anderes zu tun, als den Blogbetreiber abzumahnen: Nicht er habe die Anzeige erstattet, sondern seine Frau.

Das ist genau das Verhalten, was man von den Grünen Anthro-Freunden kennt, wenn sie mit der Realität konfrontiert werden. Nicht nur, dass ein Blogger mundtot gemacht werden soll: „jedwede auch nur indirekte publizistische Nutzung“ der Abmahnung versucht er zu unterbinden – da weiß jemand ganz genau, dass er Scheiße gebaut hat. Auch weiß er, dass das im Web 2.0 genau so funktioniert! Man mahnt den Blogger einfach ab, der schweigt still und keiner redet mehr darüber.  Funktioniert bei Facebook ja auch so, kritische Kommentare löscht man einfach, gell, Herr Ströbele, so geht das!

Unsere Meinung: Wer für einen friedlichen Dialog mit den Taliban eintritt, selbst aber nicht mit 13-jährigen Jungs reden kann, hat seine Glaubwürdigkeit verspielt – der Kaiser ist nackt.

 

Mit Dank an den Lawblog

Die Grünen – Einstieg in die Atomenergie?

24. Juni 2011 23 Kommentare

Gestern erreichte uns gar seltsame Kunde.

Im schönen Griechenland fand am 23. Juni in einem Palaio Faliro Municipality Congress Center eine Pressekonferenz der Firma Defkalion statt, um zu verkünden, dass sie in der nordgriechischen Stadt Xanthi in wenigen Monaten einen 1 MW Fusionsreaktor errichten wollen. Im low-tech Fusionsreaktor Typ Ecat könne Nickel mit Wasserstoff fusionieren und unter Freisetzung großer Energiemengen Kupfer bilden. Radioaktivität wäre kein Problem, schließlich seien die Reaktoren mit Blei abgeschirmt. Unter dem Handelsnamen Hyperion wolle man ab 2012 jährlich 300.000 derartige Fusionsreaktoren produzieren und diese ab 5.000 Euro pro Stück für das kleinste Modell anbieten.

Angekündigt war der griechische „Minister of Industry and Energy Mr Xinidis“, dieser schickte aber nur einen Vertreter. Unter den Augen des Fernsehens und der Presse erschienen Parteifunktionäre sowie diverse Persönlichkeiten der griechischen Wirtschaft.

Und nun die Überraschung: Unter den Teilnehmern befanden sich auch Vertreter der „Green Party of Germany“ sowie ein „representative of the local government of Baden-Württemberg controlled by the Green party“ (Vertreter der Baden-württembergischen Landesregierung, eingesetzt von den Grünen). Es stellt sich die Frage, was haben Abgesandte der Grünen oder der BW-Landesregierung bei einer solchen Konferenz zu suchen? Steigen sie in die Atomenergie ein oder sind sie auf Kosten der Steuerzahler etwa gar einem Schwindel aufgesessen?

Seit Ende 2010 gibt es Gerüchte um einen Fusionsreaktor namens Ecat, der mit Hilfe eines geheimen „Katalysators“ eine Kernfusion erreichen soll. Der Wissenschaft ist indes ein derartiger Fusionsprozess völlig unbekannt. Nuklearchemiker aus Schweden und Italien hatten in den vergangenen Wochen bereits darauf hingewiesen, dass eine derartige Fusionsreaktion aus theoretischer Sicht endotherm und nicht exotherm sei, also gar keine Energie liefern könne. Ein internationaler Patentantrag liegt auf Eis, weil die Gutachter der Meinung sind, dass das angebliche Funktionsprinzip mit dem allgemein akzeptierten Wissen aus der Physik nicht vereinbar sei.

Fachliteratur existiert nicht, veranstaltete Demonstrationen des Ecat entpuppten sich als schlampig durchgeführt und miserabel dokumentiert. Manche Daten, nach denen verlangt wurde, hat man schlichtweg „verloren“. In Schweden untersuchte „Asche“ des Reaktors zeigte zwar Kupfer, die Isotopen-Zusammensetzung war jedoch die von natürlich vorkommendem Kupfer, was bei Herkunft aus einer Kernspaltung oder Fusion praktisch unmöglich ist.

Widersprüchliche und unvollständige Angaben zu den Versuchen sowie widersprüchliche Angaben zum angeblichen Funktionsprinzip lassen auf einen Betrug oder Irrtum schließen, ebenso wie ein „white paper“ der Defkalion voller Rechen- und Rechtschreibfehler. Die unbekannten Eigner vom Balkan und dem nahöstlichen Raum der Defkalion lassen Zweifel aufkommen, sie verstecken ihre Identität hinter einer zypriotischen Gesellschaft die nach dortigem Recht die Identität der Eigner nicht bekannt geben muss. Bei diesem Geschäft geht es um viel Geld, in der letzten offiziellen Mitteilung war von 300-400 Millionen Euro die Rede …

Hier unser Artikel zum Thema im Eso-Wiki

Forelle grün

23. September 2009 16 Kommentare

Manchmal ist das Wohl Vieler wichtiger als das Wohl eines Einzelnen. Das wusste schon Mr. Spock. Hier und heute ist es das (Un-)Wohl eines Fisches, eigenhändig geschlachtet von Renate Künast, das das Wohl Vieler beförderte, nämlich der Grünen. Das der Partei (vielleicht, hoffentlich!) und das so manchen Wählers von „Die Grünen“. Dieser unglückliche Fisch, dem ein würdiges Begräbnis in Mandelbutter zu wünschen ist, führte dazu, dass die ehemalige Alterspräsidentin der Grünen im Bayerischen Landtag, Barbara Rütting, nun erneut aus der Partei austrat. Das ist nämlich nicht das erste Mal. Sie trat schon einmal aus weniger bizarren Gründen aus. Nun ist der Abschied – das ist zumindest für die Grünen zu hoffen – endgültig.

Wie gestern in der Sendung „Bei Maischberger“ zu vernehmen war, fühlt sich Frau Rütting bei den Grünen nicht mehr geborgen. Und von Renate Künast ist sie enttäuscht, hatte sie von ihr doch Impulse für den Tierschutz erhofft. Stattdessen hatte Frau Künast (die ja im Tierschutz durchaus Verdienste hat) in der SWR-Sendung „Abgeordnet“ gewagt, einen Fisch persönlich zu töten, da sie – konsequent – ja auch Fleisch und Fisch esse.

Dachte Rütting bislang, die Grünen als Personen würden nur Müsli und ihr Vollkornbrot essen? Weder Fleisch noch Fisch? Kann man als Fleischesser nicht auch Tierschützer sein? Wegen EINES Fisches wirft sie nun endgültig alles hin? Ohne jemanden vorher zu informieren, als Knalleffekt in einer Fernsehsendung? Das ist mal Loyalität, nachdem ihr die Grünen nun wirklich jeden roten …Verzeihung …grünen Teppich ausgerollt hatten. Das wirft aber leider auch ein Licht auf den bayerischen Landesverband, der Rüttings Popularität nutzen wollte: Wie dumm oder zynisch muss man sein, um gerade Rütting zur Gallionsfigur aufzublasen? Eine Person mit bekannten Verbindungen zu Sekten? Wen wollte man mit ihr als Wähler gewinnen? Mit einer Person, die ernsthaft glaubt und öffentlich im Fernsehen äußert, ihr Hund sei schlauer als Ärzte, weil er sich seine, ihn angeblich heilenden, Bachblütenessenzen SELBST heraussucht.

Trotzdem kann man sicher den Grünen gratulieren, wenn man es gut mit ihnen meint. Das Kapitel hat sich also glücklicherweise überlebt.

Wenn man jetzt noch Biggi Bender und einige andere loswürde, täte das der Partei nur gut. Dann bestünde die Chance, dass grüne Politik freier würde von Ideologie und purer Dummheit, die einem an sich interessierten Grünen-Sympatisanten schon mal die Schamröte ins Gesicht treiben können.

Aber zu früh gefreut, der Nachwuchs ist schon da:
Die Grünen haben ja einen Unterstützer-Neuzugang, der den Weggang Rüttings mehr als ausgleicht:
Nina Hagen (Vorsicht, klicken auf eigene Gefahr)
Die ist jetzt übrigens auf einem christlichen Trip.

Was als gemeinsames Merkmal erscheint:
Es gibt bei beiden einen frei flottierenden Dachschaden, der – angezogen oder abgestoßen durch Marginalien – sich in einer lebenslangen Labilität bzw. einem Schulterschluss mit den seltsamsten „Mitstreitern“ äußert. Hauptsache, ihre Macken werden nicht angetastet und sie können mit ihrer, durch andere Dinge erworbenen, Bekanntheit punkten. Rütting ist genausowenig grün/demokratisch (sie beschwerte sich darüber gestern, dass sie in internen Abstimmungen mal unterliegt und nennt das „Versklavung“!), wie Hagen christlich ist. Die haben das Dahinterstehende nicht begriffen und es ist ihnen auch egal, weil sie nur sich kennen und ihre Sichten, auch wenn diese bei Rütting zunächst auch um andere bemüht erscheinen. Beide sind zudem dumm wie Bohnenstroh, aber selbstverliebt und überheblich.
Die wissen alles besser, obwohl sie sehr wenig wissen.
Weitere Fälle von großem Sendungsbewusstsein bei bescheidenen Kapazitäten und nicht zu wenig Verkennungen.
Wenn die Leute, die Rütting so nach vorne geschoben haben, in Bund und Land das Sagen kriegten, dann wird „Uns Nina“ vielleicht demnächst als Außenministerin im Gespräch sein. So für die Kontakte mit Sirius oder Alpha Centauri.
Aber dann ist es wohl Zeit fürs Auswandern.
Ich geh dann mal mein Handtuch packen.

Nina Hagen spinnt für die Grünen

17. August 2009 12 Kommentare

Wie man z.B. hier entnehmen kann, will Nina Hagen für die Grünen Wahlkampf betreiben. Statt das dankend abzulehnen, gibt man sich erfreut.

Was will eine Partei mit einer Frau, deren Äußerungen man selbst wohlwollend euphemistisch nur noch als durchgeknallt bezeichnen kann? Einer Frau, die grell gesichtbeschmiert mit Füßen in der Luft zappelnd in Talkshows so gestandene Leute wie Joachim Bublath vergrault, ihn das BÖSE nennt und UFOs sowieso dauernd sieht? Sich diskursfähig wie hier zeigt? Eine Frau, die in ihrem egomanischen Wahn behauptet, Benefizkonzerte für Afghanistan zu machen und es noch nicht mal auf die Reihe bringt, eine kaum lesbare, grauenhafte Webseite wenigstens einem Praktikanten in Auftrag zu geben?

Nina Hagen für einen Wahlkampf einzuspannen hat wohl eine ähnlich bescheuerte Dimension wie Gabriele Paulis Idee, die Cosmopolitesse Kader Loth zur Frauenbeauftragen zu benennen.

Aber das passt zu den Grünen, wie sie heute dastehen. Sie haben es geschafft, Meinungsvielfalt weniger in der Horizontalen, sondern eher in der Vertikalen zu integrieren getreu dem esoterischen Grundsatz von Hermes Trismegistos, oben so wie unten. Klug wie dumm, bescheuert wie völlig bescheuert als „Vielfalt“ zu betrachten. Dass sich viele Überzeugungen per Prinzip ausschließen, weil sie sich schlicht widersprechen, scheint dort keinen zu interessieren. Aus Hopp oder Topp machen sie Hopptopp, sind selig und werfen sich Wattebällchen zu.

Überraschend ist das natürlich nicht. Spätestens seit Barbara Rütting Alterspräsidentin des Bayerischen Landtages geworden ist – die vermutlich viele Ehen mit ihren „Gesundheits“büchern aufgrund übler Gase zerstört hat -, der Sekte „Universelles Leben“ und dem Öko-Nazi Bruker eine politische Stimme verliehen hat, wundert einen sowieso nichts mehr. Auch nicht, dass so jemand wie Biggi Bender „gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen ist. Der Hang zur Anthroposophie einer Hiltrud Breyer ist da nur noch Marginalie in dem allumfassenden Drang der Grünen, jeden irrationalen Scheiß kompatibel für die akademische Hausfrau aufzubereiten.

Wir empfehlen den Grünen das Esowatch-Wiki, sollten sie auf der Suche nach neuen absurden Themen sein.

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Der Himmel über Glashütten

1. Februar 2009 15 Kommentare

Wenn Sie sich mal in das Provinznest Glashütten (5500 Einwohner, Hochtaunuskreis) verirren sollten: gucken Sie doch mal aufmerksam zum Himmel und Horizont. Wenn Ihnen dort nur auffallen sollte, daß seit den siebziger Jahren die Anzahl der Nebeltage abgenommen hat und sich allmählich die Sicht auf den großen Feldbersch bessert und häufiger die Sonne durchkommt, dann haben sie die gleiche Beobachtung gemacht wie sie Meteorologen an weiteren 342 anderen Beobachtungsorten in Europa auch machen. Aber das scheint dem Ortsverein von Bündnis 90 / Die Grünen in Glashütten egal zu sein: sie wissen es besser. Denn in Glashütten gibt es sogenannte Chemtrails, wenn man den Webseiten des OV glaubt. Auch wenn sie selbst nicht wissen warum, denn die Seite weiß zwar alles bis ins Detail um eine von der Regierung insgeheim verschwörerisch durchgeführte Vergiftung der eigenen Bevölkerung mit Barium und Aluminium, aber Zeugen oder sonstwie geartete Belege sucht man trotz angeblicher Milliarden Kosten des Verbrechens vergebens. Der per Email angeschriebene Webseitenbetreiber konnte auf Anfrage auch nicht sagen wie er die angeblichen Giftkondensstreifen nachweisen sollte. Dass in einer dabei gezeigten Grafik von ‚Sulfur‘ (großgeschrieben) die Rede ist, zeigt die gleiche Unkenntnis eines Basiswissen Chemie wie bei denjenigen selbsternannten Experten die gerne Silikon mit ‚silicon‘ verwechseln.

Das ist typisch für die Chemtrailszene die ihre kalkulierenden Drahtzieher entweder im rechtsextremen Milieu zu sitzen hat, die über die absurde Verschwörungstheorie einer gezielten Bevölkerungsvergiftung eigene genauso krude Überzeugungen verbreiten will, oder von Spinnern aller Art vertreten wird. Und wie bei allen Internetverschwörungstheorien gilt auch hier die Regel: das zahlenmäßige Verhältnis von Desinformation zu Information bei Internettreffern liegt bei 100:1 oder höher, während die genannten Quellenangaben (wenn überhaupt) sich zahlenmäßig kehrwertmäßig dazu verhalten.

http://www.gruene-glashuetten.de/index.php?dom=1&lang=22&p=74

Rücktritt wegen Esoterik-Kritik?

4. März 2008 1 Kommentar

Franz Wegener, ein Grüner Ratsherr in Gladbeck, sieht sich mit Rücktrittsforderungen konfrontiert. Grund: Er hat sich in einem Leserbrief an die WAZ dagegen ausgesprochen, dass ein staatlicher Kindergarten für eine Esoterik-Veranstaltung über Schüßler-Salze hergibt.

Ein Grüner, der sich gegen den esoterischen Zeitgeist stemmt? Man höre und staune. Die Grünen, ist das nicht die Partei, der wir den elenden Binnenkonsens beim Arzneimittel-Zulassungsverfahren verdanken?

Quelle