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Impfen und die Verantwortung der Medien

Die Masern in Berlin und das verstorbene Kleinkind sind gerade in aller Munde und es wird viel diskutiert. Worüber man auch sprechen sollte, ist die Rolle der Medien. Wir haben in der Vergangenheit schon häufiger Zeitungen und auch Fernsehsendungen kritisiert, die im Sinne einer falschen „Ausgewogenheit“ auch Impfgegner zu Wort kommen ließen.

Dr. Jenkins präsentiert die Arbeit von 3 Jahren, aber Roger ist beim Sitzen auf der Couch das Gegenteil einfallen

Dr. Jenkins präsentiert die Arbeit von 3 Jahren, aber Roger ist beim Sitzen auf der Couch das Gegenteil eingefallen

Unter falscher Ausgewogenheit versteht man, dass auch die „andere Seite“ zu Wort kommt. Man geht wohl auch oft davon aus, dass die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegen müsse und sucht den „falschen Kompromiss“.

Wenn aber die „andere Seite“ absolut unhaltbare Meinungen vertritt, wie z.B. Kreationisten, die Flache-Erde-Gesellschaft oder Impfgegner, ist das aber nicht nur unsinnig, sondern verletzt unserer Meinung nach auch jegliche journalistische Ethik.

Wenn man am Abend (Montag, 23. Februar) ZDF heute eingeschaltet hat, durfte man schon wieder so etwas erleben. Das ZDF hat dem Impfgegner Martin Hirte in einem aktuellen Beitrag (Minute 3:35) angedichtet, er habe in einem Buch die Argumente für und wider das Impfen zusammengetragen, bezeichnet ihn als keinen „prinzipiellen Impfskeptiker“ und lässt ihn dann seine Meinung zum Besten geben.

Es fängt schon damit an, dass mit der Einleitung suggeriert wird, Hirte besäße Kompetenz im Bereich Impfungen. Hier sei auf unsere Rezension seines Machwerks verwiesen und natürlich auf unseren Wikiartikel.

Wie man an der Vorgehensweise von Hirte leicht sieht, ist er definitiv ein prinzipieller Impfgegner (wir möchten hier die Medien auch ersuchen, mit dem Wort Skeptiker etwas sorgsamer umzugehen, Danke!). In seinem Buch baut er fast gekonnt eine falsches Gleichgewicht zwischen Pro & Kontra auf. Das gelingt ihm auch dadurch, dass er einfach irgend etwas behauptet, eine nett klingende Quelle angibt und sich darauf verlässt, dass sowieso keiner die Originaltexte nachliest.

Dazu kommen noch Müllstudien von Typen wie Mark Geier, dem die Approbation entzogen wurde, weil er mit gefährlichen und unsinnigen Behandlungen autistische Kinder gefährdet und ihre Eltern abgezockt hat.

Martin Hirte ist definitiv ein Experte. Nicht in Bezug auf Impfungen, aber in Bezug auf die falsche Darstellung von Fakten ganz sicher.

Aber es ist nicht nur das ZDF: Vor einigen Tagen lud ServusTV zu einer Sendung Grippewelle und Masernfälle: Schützt Impfen wirklich? z.B. den österreichischen Impfgegner Johann Loibner ein. Loibner wurde ebenfalls die Approbation entzogen, allerdings erhielt er sie aufgrund von Formalfehlern wieder zurück.

Es ist im Grunde einleuchtend, dass man keine Diskussion führen kann, wenn alle einer Meinung sind. In eine Diskussion zum Thema: „Ist der Himmel blau?“ setzt man einen rein, der behauptet, er sei gelb. Und lässt die Diskussionsgegner an der zur Schau gestellten Ignoranz verzweifeln. Loibner tut sich in dieser Hinsicht sicherlich hervor; er spricht schlicht jeglicher Impfung die Wirksamkeit ab und ignoriert 200 Jahre Medizingeschichte nicht nur völlig – nein, er behauptet sogar das Gegenteil. Der Himmel ist gelb. Punkt.

Interessant ist die Meinung des eingeladenen Psychologen, der meint, dass die Impfgegner viel erfolgreicher seien. Ganz einfach, weil die Medien ihnen immer wieder eine Plattform bieten. Sie erhalten, gemessen an ihrer Zahl, unproportional viel Aufmerksamkeit. Impfgegner sind eine verschwindend kleine Minderheit, die aber immer wieder in den Medien vorkommen.

Gut, bei dieser Art von Talkshow ist sowieso Hopfen und Malz verloren. Man kann über manche Dinge kein Streitgespräch führen, der Himmel ist nun mal nicht gelb. Das Format ist einfach prinzipiell ungeeignet.

Aber bei Nachrichtensendungen wie ZDF heute kann man doch bitte den Unsinn sein lassen und in den wenigen Minuten nur Experten zitieren! Und falls ihr unbedingt Minuten füllen müsst, fragt doch nächstes Mal einfach einen Zirkusclown, der kann vielleicht lustige Zaubertricks vorzeigen. Deren Bildungswert dürfte auch höher liegen.

  1. Groucho
    24. Februar 2015, 13:14 | #1

    Auch auf Phoenix kam in der Sendung „der Tag“ Hirte als Fachmann zu Wort, vermutlich das gleiche Interview.
    Am Montag ging es im „Tagesgespräch“ des Bayerischen Rundfunks (eine meist recht hochwertige Sendung) eben so um Masern. Ein Anrufer empfahl das Buch „Impfen, das Geschäft mit der Angst“ von Gerald Buchwald.

    https://www.psiram.com/de/index.php/Gerhard_Buchwald

    Der kompetente Studiogast war hörbar bemüht, sich zurückzuhalten, als die Moderatorin den Hörern empfahl, sich das Buch zu kaufen, „damit sich jeder selber eine Meinung bilden kann“.

    Es ist zum k***. Selbst seriöse Journalisten wie die Moderatorin bekommen es offenbar nicht auf die Reihe zu kapieren, dass man sich nur eine sinnvolle Meinung bilden kann, wenn man über entsprechendes Grundwissen verfügt. Ein medizinisch Unkundiger, der sich zum ersten Mal mit der Thematik befasst (meist, wenn das erste Kind kommt), hat doch kaum eine Chance, Buchwalds Behauptungen als das zu entlarven, was sie sind, nämlich völliger Unfug.

    Der Gesundheitsminister fordert vermehrte Aufklärung zum Thema Impfen. Es wäre ein geradezu typischer Auftrag für die Öffentlich-Rechtlichen. Ein Trauerspiel.

  2. sumo
    24. Februar 2015, 13:40 | #2

    gestern abend in der Berliner Abendschau vom RBB war es auch so, ein Arzt der Truppe „Ärzte für individuelle Impfentscheidung“ kam zu Wort und hatte in der in Berlin doch recht brisanten Situation nichts anderes zu tun als Unsicherheit zu verbreiten.

    Mich kotzen solche Typen an, und nicht weniger kotzen mich „Journalisten“ an, die jegliche Sorgfalt vermissen lassen bei der Auswahl der Interviewpartner in vermeintlich seriösen Sendungen. Und leider kommt das dann auch noch vom Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk, von dem ich normalerweise eine Berichterstattung auf der Basis der geltenden Standards der Medizin erwarte.

    Leider ist es in Berlin nicht besser als in Bayern, da wird ja Homöohuschifuschi auch im ÖR-Funk unkritisch verherrlicht.

  3. Jörg Münchhoff
    24. Februar 2015, 14:08 | #3

    Wie kann man nur solch einen Scheiß schreiben? Wieso klärt ihr die Leute nicht auf, was alles in den Impfungen versteckt ist? Stattdessen wird hier ein Kriegsschauplatz eröffnet, der vom Thema ablenkt! Mir scheint, ihr seid wirklich von der Pharmaindustrie bezahlt, wie ich schon seit geraumer Zeit immer wieder las!

  4. Groucho
    24. Februar 2015, 14:21 | #4

    Jörg Münchhoff :

    Wie kann man nur solch einen Scheiß schreiben? Wieso klärt ihr die Leute nicht auf, was alles in den Impfungen versteckt ist? Stattdessen wird hier ein Kriegsschauplatz eröffnet, der vom Thema ablenkt! Mir scheint, ihr seid wirklich von der Pharmaindustrie bezahlt, wie ich schon seit geraumer Zeit immer wieder las!

    Ah, der erste Pharmahörige taucht auf! In Wirklichkeit ist es ja so, dass die Impfgegner von der Pharma bezahlt werden, denn ganz klar ist, dass sich mit ausgerotteten Erkrankungen keine Kohle mehr verdienen lässt. Ebenso bringen die Medikamente zur lindernden Behandlung ein vielfaches an Umsatz. Impfungen sind viel zu billig. Was zahlt man Dir, Jörg Münchhoff, für das Panikmachen?

  5. Martin
    24. Februar 2015, 19:10 | #5

    @sumo:
    Das hier kam heute morgen im RBB:
    http://www.radioeins.de/programm/sendungen/der_schoene_morgen/_/masernausbruch-in-berlin.html

    Anderthalb Stunden wurde nicht grossartig widersprochen, dann gabs ne halbherzige Gegenposition vom Chefredakteur des Tagesspiegel:
    http://www.radioeins.de/programm/sendungen/der_schoene_morgen/kommentar/lorenz_maroldt.html

    Der Impfgegner wird also als „Mediziner“ hingestellt, als Impfbefürworter können Sie einen wichtigtuerischen Kommentator hinstellen… Schwache Gästewahl, dieses ÖR. Einfach mal bei der Charitee anrufen war wohl zuviel Aufwand

  6. Meinungsmacht
    24. Februar 2015, 19:37 | #6

    Ist schon auch interessant, bei welchen Themen die Medien sorgsam auf Ausgewogenheit bedacht sind und sich der Meinungsbildung der Konsumenten verpflichtet fühlen. Impfskepsis ist ein Luxus der (besseren) Mittelschicht und die ist in den diversen Redaktionen (leider) überrepräsentiert.

  7. Scipio
    24. Februar 2015, 19:40 | #7

    @ Meinungsmacht
    Ich hatte ein Deja vu als ich deinen Kommentar gelesen habe.

  8. Stöber
    24. Februar 2015, 22:32 | #8

    Talkshows über ‚Faktenthemen‘ (im Gegensatz zu ‚Weichthemen‘ wie Politik z.B.) sind eh völlig für die Füße und nach ‚unseren‘ Standards sowieso irrelevant.
    Da man die Fakten ad hoc einfach nicht überprüfen kann (und der TV-Zuschauer will das auch nicht) kommts nur auf zwei Dinge an:

    1.) Wer trägt die meiste Autorität vor sich her? (Dr ist gut, Prof besser, bei manchen zählt stattdessen das Merkmal ‚alternativ‘ als Prädikat, anderen wird atemberaubende Kompetenz attestiert sobald sie mehrmals Mutter geworden sind…)

    2.) Wer argumentiert mitreißend, lockt seinen Gegner auf Nebenkriegsschauplätze, verteilt magenstimulierende Allgemeinplätzchen mit Kräutertee oder brüllt die anderen einfach nieder?
    (Zahlenschieber sind schüchtern und sachlich, die werden im Zweifel nichtmal eingeladen)

    Was also nicht passiert: „Hier, ich hab diese und diese Studie/Zahlenmaterialquelle dabei, argumentier mal dagegen. Mit Quellen!“
    Und selbst wenn lautet die Antwort dann meist: „Sowieso Mist, von Lobby bezahlt, Küchenstudie xy mit n=1 behauptet das Gegenteil, mein Yogi hat dazu aber ne andere Ansicht….“

    Wer sich das Format freiwillig antut, muss Nerven aus Drahtseil haben.
    Da guckste doch besser die Geissens oder Proletencamp, hinterher ist man zwar verblödet aber glücklicher!

  9. Gisander
    25. Februar 2015, 10:11 | #9

    Verglichen mit dem bei diesem Thema völlig unangebrachten Ausgewogenheitsgedöns im ÖR-Fernsehen lobe ich mir die Printmedien. Manchmal ist der Mut zur Position doch nicht so schlecht.

    Und zum Thema „balance“ im Fernsehen noch ein treffendes Stück stand-up-comedy von Dara O’Briain, es passt gerade so schön:

    https://www.youtube.com/watch?v=uDYba0m6ztE

  10. Egalsatire
    25. Februar 2015, 10:45 | #10

    Heute schon mal Totgelacht? . . .

    Das ist mir alles egal, nur das Ergebniss zählt.
    Haupsache diese ewige Geplärre hört endlich mal auf.
    Leider kann ich diese sogn. Impfgegner nur mit alten Windeln
    D0 von Masernerkrankten Kleinkindern, das frischeverpackte
    Stück € 129,99 zzgl. Mwst. und Blitzversandkosten,
    (Selbstkostenpreis) unterstützen.

    Endlich lohnt sich das das Leben.
    MfG Der Sensenmann

    Satire?…

  11. editor
    25. Februar 2015, 11:26 | #11

    Mir geht schon auf den Geist, wenn sich einer „Impfkritiker“ nennt. Um Kritik an einem komplexen Sachverhalt zu üben muss man fachlich versiert sein.
    Die „Doktoren“ Hirte, Loibner, Wohlgemuth, Bilau, Zöbl etc pp sind ja auch Homöopathen. Damit haben sie schon ein Problem mit der Realität. Und dann behaupten sie ja auch noch sie wären fachlich versiert- das Gegenteil ist der Fall.
    Wohlgemuth: „Pilze,Bakterien und Viren können sich bei Bedarf ineinander umwandeln“.
    Loibner bezweifelt, dass es Infektionserreger gibt. Ich nehme aber an, dass er eine Virensoftware installiert hat.
    Wenn ich „Blinddarmkritiker“ wäre müßte ich wissen wo sich der im Körper befindet, welche Funktion er hat, wie die Symptome einer Entzündung ausschauen – nur zu sagen, nein den gibts nicht und wenn sitzt er im Kleinhirn ist doch klar zu wenig.

  12. Olti
    25. Februar 2015, 13:09 | #12
  13. Küstennebel
    26. Februar 2015, 01:49 | #13

    Das ist das Problem, das sich keiner mehr dafür verantwortlich fühlt mit den Menschen in Kontakt zu kommen, mit ihnen und nicht über sie zu kommunizieren, Vertrauen aufzubauen oder auch Respekt zu geben, wenn jemand aus seiner eigenen Weltsicht heraus zu einer Meinung kommt, die einem selbst nicht genehm ist.

    Haut ihr eure Kinder auch gleich die Fresse blutig verbietet denen den Mund wenn die nicht spurn und das glauben was ihr Predigt?

    Mit was für ner Haltung geht ihr hier eigentlich manchmal auf die Menschen los?

    Zensurforderungen, Verbot von Weltanschuung und Meinungsfreiheit … Was kommt als nächstes? Ungeimpfte Kinder aus den Familien nehmen?

    Wenn ihr mal mit Verstand und bischen Empathie die Leute anschauen würdet, die sich als Impfgegner einfangen lassen, dann würdet ihr merken, das vielen einfach das Vertrauen fehlt. Die haben offensichtlich ein traumatisiertes Verhältniss zu Autoritäten und das führt in diesen Vertrauensverlust.

    Manche Dinge muss man halt ertragen und wenn mal ein Kind an einer Krankheit stirbt, ist das schlimm aber die Verantwortung der Eltern, die sich gegen die Impfung entschieden und vielleicht kann man auch sagen das es manchmal die Schuld von Rattenfängern aus der Esoszene ist.

    MAn kann den Eltern das nicht abnehmen, die müssen damit zurecht kommen, nicht ich oder Sie oder sonst wer, nein die Eltern. Die tragen die Folgen für ihr handeln und das kann nicht immer von allen die sachlich beste Entscheidung sein, weil Menschen nicht immer in allen Dingen sachlich sind und sein können.

    MFG

  14. Küstennebel
    26. Februar 2015, 01:52 | #14

    Die haben offensichtlich ein traumatisiertes Verhältniss zu Autoritäten und das führt in diesen Vertrauensverlust.

    Die haben offensichtlich ein traumatisiertes Verhältniss zu Autoritäten und das führt in diesen Vertrauensverlust gegenüber Ärzten und Pharmabranche, Medizin und Impfungen.

    kleine ergänzung, sonst fehlt der Sinn vom Satz…

    MFG

  15. pelacani
    26. Februar 2015, 09:03 | #15

    Der fehlt immer noch. Das sind nur Schlagwörter.

  16. Gisander
    26. Februar 2015, 11:05 | #16

    @ Küstennebel:

    Es ist eine ziemlich indolente Haltung, eine durch nichts sachlich zu begründende Gefährdung von Kindern damit abzutun, es sei halt die Verantwortung der Eltern. Zurechtkommen müssen mit den Implikationen einer Infektion zuallererst einmal die Infizierten selbst. Denen ist nicht damit gedient, wenn sich die lieben Eltern, nachdem es mal schiefgegangen ist, grämen. Dass das Elternrecht an der körperlichen Unversehrtheit und dem Leben der Kinder endet, ist ja nun nichts völlig Abwegiges.

    Masern sind, ich erwähnte es schon aus eigener Erfahrung, auch ohne Komplikationen, eine unsägliche und nicht selten beängstigende Tortur. Vielleicht ist es nötig, das den jungen Mammis, die sich angeblich so sehr um ihren Nachwuchs sorgen, mal ins Stammbuch zu schreiben.

  17. Es ist so
    26. Februar 2015, 12:10 | #17

    Es sollte jeder hier mal selbst recherchieren, wer denn genau dieses Desinformationsportal finanziell unterstützt. Menschen mit kritischem Denken werden danach wohl psiram.com nicht mehr besuchen.

  18. Warnung
    26. Februar 2015, 12:24 | #18

    Herr [… – zensiert] und Herr [… – zensiert] Sie haben einen Menschen, resp. mindestens 1 Menschenleben auf dem Gewissen.

    Wir forderen Sie daher auf, dies Webseite, welche laufend strafrechtlich relevante Denunzierungen vornimmt und sich des Rufmordes bedient, vom Netz zu nehmen.

    Dies ist eine erste und die letzte Warnung. Es bleibt ansonsten nur der bezahlte Auftragsmord zum Schutze vor solchen Informationsseiten, die verheerende Falschmeldungen verbreitet.

    Dies ist eine äusserst ernste Angelegenheit.

    [Wir sind der gleichen Ansicht: Morddrohungen sind einerseits kennzeichnend, andererseits nicht tolerierbar. Deshalb nehmen wir sie ernst und haben die von Ihnen angeführten Namen herausgenommen. – P.]

  19. Groucho
    26. Februar 2015, 12:26 | #19

    Es ist so :Menschen mit kritischem Denken

    „Kritisches Denken“ = Jeden Unfug unbesehen übernehmen, solange er zur eigenen Überzeugung passt.

    Haben Sie außer verschwörerischem Raunen zufällig noch was zum Thema zu sagen? Sowas wie ein Argument z.B.?

  20. Abe
    26. Februar 2015, 12:38 | #20

    Küstennebel :Die haben offensichtlich ein traumatisiertes Verhältniss zu Autoritäten und das führt in diesen Vertrauensverlust gegenüber Ärzten und Pharmabranche, Medizin und Impfungen

    Ja, natürlich, die sind alle ‚traumatisiert‘. Dass man auch aus Überzeugung, mithin ideologischer und irrationaler, handeln kann, kommt Ihnen nicht in den Sinn. Zu einem Trauma gehört die subjektive Überzeugung, Lebensgefahr ausgesetzt zu sein, aber wen interessiert schon die exakte Verwendung von Begriffen wenn es um ein wenig Alarmismus geht.

    Groucho :Haben Sie außer verschwörerischem Raunen zufällig noch was zum Thema zu sagen? Sowas wie ein Argument z.B.?

    Das Argument steckt doch bereits im Pseudonym: „Is halt so…“

  21. 26. Februar 2015, 12:47 | #21

    Warnung :[…] Es bleibt ansonsten nur der bezahlte Auftragsmord […]

    Jawoll! Das Begehen einer Straftat wird sicher viele von der Richtigkeit der eigenen Position überzeugen!

  22. Stöber
    26. Februar 2015, 16:55 | #22

    Empfehle nen Bombengürtel, gibts beim IS-Outlet echt preisgünstig.
    Wichtig: Vorher mal im abgelegenen Wald testen, ob der Gürtel gut sitzt und der Zünder auch wirklich funktioniert.

  23. 26. Februar 2015, 17:46 | #23

    @ Stöber
    Stimmt! Wie oft versucht man, ein paar Leute in die Luft zu sprengen, die einfach nicht einsehen wollen, dass jeder alles individuell entscheiden sollte und dann lachen die einen aus, nur weil der Sprengstoffgürtel nicht richtig saß.

  24. ly_schwatzmaul
    26. Februar 2015, 18:18 | #24

    Küstennebel :Was kommt als nächstes? … Ungeimpfte Kinder aus den Familien nehmen?
    MFG

    Warum nicht? Hast Du Dir mal die UN Kinderrechtskonvention durchgelesen? Nach dieser hat jedes Kind ein Recht auf Impfungen. Das wird meines Wissens in einem Atemzug mit dem Anspruch auf gute Nahrungsmittel, Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen, Kleidung, ein Dach über dem Kopf, ärztliche Betreuung und Versorgung, Schutz vor Suchtstoffen, sowie der Gesundheitsvorsorge genannt.
    Komisch. Wenn Eltern Schwierigkeiten haben ihr Kind mit Essen und Trinken zu versorgen, oder es sonst in irgendeiner Form durch Vernachlässigung verwahrlosen lassen, oder es nicht vor Drogenkonsum versuchen zu schützen, dann schreien wieder alle nach dem Jugendamt und wenn es gar Todesfälle gibt, beklagt man sich über so schlimme Eltern und die blinden Behörden, welche ja nichts unternommen haben.
    Das Recht auf Impfungen wird an dieser Stelle also sicherlich nur genannt, weil woanders kein Platz dafür war und die Pharmaindustrie das unbedingt irgendwo untergebracht haben wollte.

  25. Küstennebel
    26. Februar 2015, 18:50 | #25

    @ Abe

    Ich bin nicht sicher was Sie mir sagen wollen, aber wenn ich Sie richtig verstehe, dann denken Sie viel zu kurz.

    Denn diese Art der traumatisierten Haltung und Ausrichtung zur Welt, ist oft zum Beispiel eine aus Erziehung/Familie und tatsächlichen Erlebnissen mit Autoritäten wie zum Beispiel erlebte Hilflosigkeit und Ausgeliefert sein bei Ämtern entstanden. Zumeist ist die Ursache aber eine Familiäre Weitergabe, das Mißtrauen, der Vertrauensverlust in die Welt etc.

    Die Projektion auf Autoritäten wie Ärzte oder Pharma, bzw. die Verallgemeinerung „Staat“ sind dann assoziative Verlagerungen – Denn die wirklichen Ursachen für so ein Trauma ist hier nicht eine sauber zu definierende Extremsituation, sondern ein regelhaftes Leben müssen in einer lebensfeindlichen bedrohlich empfundenen Welt, ohne dies als Erkenntniss in sich zu tragen.

    Wir verwenden hier möglicherweise unterschiedliche Begriffsdefinition von „Trauma“.

    Aber weiß nicht genau ob ich Sie richtig verstanden hatte.

    Mir läge es also viel näher das Vertrauen wieder herzustellen, das geht aber für diese Menschen nicht über das rationale, sondern über eine erfahrbare Maßnahme, die sie emotional wieder zu Vertrauen erzieht.

    Zwang oder Feindseligekeit fördert die Spaltung gegenüber so betroffenen Impfgegnern nur.

    Verachten kann man diejenigen, die das wissen und dieses Wissen zum Machtgewinn und aus Gewinnstreben gewissenlos für ihre Zwecke verwenden.

    MFG

  26. Küstennebel
    26. Februar 2015, 19:54 | #26

    @ ly_schwatzmaul

    Sehe ich anders. Man kann dann auch mit Ihrer Argumentation allen Eltern die ihre Kinder nicht am Rauchen hindern oder selbst zum Passivrauchen „zwingen“ die Kinder wegnehmen.

    Dann könnten wir gleich weiter machen: zu alt? zu schnell gefahren? zu wenige Sicherheit im Auto weil zu billig? Am Ende die Dicken, die Armen, die Hartzis, am Ende kann man allen alles verbieten wenn man nicht bereit ist die Andersartigkeiten der Anderen zu ertragen. Auch wenn diese dann Folgen haben, die wir theoretisch hätten verhindern können.

    Viele tun so als hätten nur immer die anderen affige moralistische Argumente. In diesem Fall haben Sie aber offensichtlich selbst eines.

    MFG

  27. ly_schwatzmaul
    26. Februar 2015, 20:31 | #27

    @Küstennebel

    Komisch…. Rauchen gestattet der Gesetzgeber erst ab 16. Zugegebenermaßen… das ist etwas skurril. Konsequenter wäre hier ein alter von 18 oder 21 Jahren anzusetzen. Dann aber bitte auch Autofahren erst ab 21.
    Bis zu diesem Alter sollten Eltern in der Tat ihre Kinder vor den Schädlichen Einflüssen solche Substanzen schützen. Sonst verletzen sie ihre Fürsorgepflicht. Klar kann im Umkehrschluß bei Drogenkonsum nicht zwangsläufig auf Versagen der Eltern geschlossen werden, denn ab einem gewissen Alter kann und muss man Kinder eben nicht mehr 24/7 beaufsichtigen. Eigenverantwortlichkeit lernen gehört zum Erwachsenwerden falls das noch nicht bekannt ist. Aber ich würde mal behaupten, dass wenn ein vierjähriges Kind raucht, die meisten Menschen zurecht davon ausgehen, dass die Eltern wohl ihre Fürsorgepflicht verletzt haben. Und ich möchte das Jugendamt sehen, welches bei Bekanntwerden eines solchen Falles nicht auf den Plan tritt.
    Was das mit Gruppen von Erwachsenen zu tun hat, welche eigenverantwortlich handeln und sich z.T. selbstschädigend verhalten, erschließt sich mir nicht. Ich diskutiere nicht über schädliches oder eigenverantwortliches Handeln. Ich diskutiere über Vernachlässigung von Kindern, denen durch ihre Fürsorgepflichtigen ihre Grundrechte nicht gewährt werden.
    Lesen und verstehen hilft.

  28. jcsjcs
    26. Februar 2015, 21:08 | #28

    Dies ist eine erste und die letzte Warnung. Es bleibt ansonsten nur der bezahlte Auftragsmord zum Schutze vor solchen Informationsseiten, die verheerende Falschmeldungen verbreitet.

    Das könnte funktionieren. Dazu gibt es sogar eine wissenschaftliche Studie:

    Vorgehaltene Handfeuerwaffe erhöht Kompromissbereitschaft signifikant

  29. Wicht
    26. Februar 2015, 21:12 | #29

    @Küstennebel:
    Mumpitz!
    Ich rauche selber, aber ich rauche nicht in der Wohnung oder im Auto, weil ich Kinder habe.
    Wenn man Kinder hat, hat man auch eine Verantwortung gegenüber diesen Kindern.
    Und wenn man dann dass „Für und Wider“ abwägt, kann es nur eine rationale Entscheidung geben.
    Man läßt die Kinder impfen.

  30. E. Mail Emailington
    26. Februar 2015, 21:56 | #30

    Warnung Dies ist eine erste und die letzte Warnung. Es bleibt ansonsten nur der bezahlte Auftragsmord

    Och, wie putzig! Lass dich knuddeln <3

  31. ly_schwatzmaul
    26. Februar 2015, 22:14 | #31

    @Küstennebel

    Komisch…. Rauchen gestattet der Gesetzgeber erst ab 16. Zugegebenermaßen… das ist etwas skurril. Konsequenter wäre hier ein alter von 12, 18 oder 21 Jahren anzusetzen. Wenn allerdings die 21 gewünscht sind, dann aber bitte auch Autofahren und wählen erst ab 21. Aber das ist ein anderes Thema.
    Bis zu diesem Alter sollten Eltern in der Tat ihre Kinder vor den schädlichen Einflüssen solcher Substanzen schützen. Sonst verletzen sie ihre Fürsorgepflicht. Klar kann im Umkehrschluss bei Drogenkonsum nicht zwangsläufig auf Versagen der Eltern geschlossen werden, denn ab einem gewissen Alter kann und muss man Kinder eben nicht mehr 24/7 beaufsichtigen. Eigenverantwortlichkeit lernen gehört zum Erwachsenwerden falls das noch nicht bekannt ist. Aber ich würde mal behaupten, dass wenn ein vierjähriges Kind raucht, die meisten Menschen zurecht davon ausgehen, dass die Eltern wohl ihre Fürsorgepflicht verletzt haben. Und ich möchte das Jugendamt sehen, welches bei Bekanntwerden eines solchen Falles nicht auf den Plan tritt.
    Was das mit Gruppen von Erwachsenen zu tun hat, welche eigenverantwortlich handeln und sich z.T. selbstschädigend verhalten oder an manchen Stellen Pech im Leben hatten erschließt sich mir nicht. Ich diskutiere nicht über schädliches oder eigenverantwortliches Handeln.
    Ich diskutiere über Vernachlässigung von Kindern, denen durch ihre Fürsorgepflichtigen ihre Grundrechte nicht gewährt werden.
    Lesen und verstehen hilft.

  32. Habra
    27. Februar 2015, 00:02 | #32

    Es ist zum Ko…n. Ich war eben zwei Minuten auf einer Diskussionsrunde bei Phoenix. Dabei wird ein Herr Tolzin auf gleiches Niveau gestellt mit einem Mediziner der Stiko. Wann lernen endlich die Medien, dass es eben Unterschiede in der Qualifikation gibt?
    Herr Tolzin hat eben keinerlei medizinische Qualifikation, der „Wissenschaftsjournalist“ ist nun einmal keine geschützte Berufsbezeichnung, so kann sich jeder nennen, der einigermaßen unfallfrei das Wort Wissenschaft buchstabieren kann.
    Ich bekam nur soviel mit, dass Tolzin den Ärzten die Schuld am Tod des Berliner Jungen gibt, der an den Masern verstarb, weil sie sein Fieber senkten. So eine gequirlte Sch…e!
    Durch die Anwesenheit eines solchen Scharlatans muss man ja ein Loch graben, um auf geistiger Augenhöhe mit der Sendung zu sein.

  33. Küstennebel
    27. Februar 2015, 05:11 | #33

    @ ly_schwatzmaul

    Sorry aber Sie lenken bzw. schweifen von dem Gedanken ab, das man Eltern nur weil sie probleme mit der Einschätzung von Zusammenhängen haben, gleich das Sorgerecht entziehen soll.

    Das geht halt nicht. Entweder freie Gesellschaft, dann Meinungs- und Religionsfreiheit sowie Entscheidungsfreiheit. Das heißt dann auch, das jeder die Entscheidungsfreiheit selbst verantworten dürfen können muss.

    @ Wicht

    Ja, Verantwortung schon. Nur bin ich durchaus der Meinung, das Eltern, die gefährlichen Drogenkonsum den Kindern vorleben diese Verantwortung nicht wirklich wahr nehmen. Da hilft auch kein Feigenblatt Verzicht im Auto und Wohnung, denn das ist eine Selbstverständlichkeit in meinen Augen.
    Es bleibt auch Ihnen gegenüber bestehen, das man sagen könnte das drogensüchtige Eltern ihre Kinder nicht ordnungsgemäß aufziehen können. Ergebniss: Kinder aus der Familie. Beim nächsten wäres es vielleicht das angebliche Übergewicht, die aufgebauschten Gefahren einer „Ernährung“ die gemeinhin als Falsch tituliert wird. Die Forderung hört man sogar öfters mal in der Gesellschaft! Umgekehrt könnte man auch sagen, da Magersucht auch immer eine familiäre Komponente hat: Eltern sind Hauptschuldig, sonst hätten sie sich um das Kind angemessen gekümmert!
    Selbstverletztendes Verhalten? Oder Bildungsmängel? Demnächst dann die beliebte religiöse Indoktrination? Von da ist es nicht weit zur politischen … Das alles kostet Leben, kostet Lebensqualität der Kinder – auch wenn die Beispiele jetzt unvollständig bleiben.

    So funktioniert es halt nicht. Solange Eltern Kinder bekommen, tragen diese auch die Verantwortung.
    Natürlich wird man wild und möchte sinnlose gefährliche Handlungen Einzelner mit Fremdgefährdungspotential beseitigen, allerdings geht das halt nur bis zu nem gewissen Maße und da mit aufgeblasenen Moralkeulen rumzuprügeln halte ich für den falschen Weg.

    Vieles was hier beklagt wird ist und bleibt ein Lebensrisiko.

    gähend-schnarchige schlaflose Grüße

  34. knorke
    27. Februar 2015, 08:52 | #34

    Habra :Es ist zum Ko…n. Ich war eben zwei Minuten auf einer Diskussionsrunde bei Phoenix. Dabei wird ein Herr Tolzin auf gleiches Niveau gestellt mit einem Mediziner der Stiko. Wann lernen endlich die Medien, dass es eben Unterschiede in der Qualifikation gibt? Herr Tolzin hat eben keinerlei medizinische Qualifikation, der “Wissenschaftsjournalist” ist nun einmal keine geschützte Berufsbezeichnung, so kann sich jeder nennen, der einigermaßen unfallfrei das Wort Wissenschaft buchstabieren kann. Ich bekam nur soviel mit, dass Tolzin den Ärzten die Schuld am Tod des Berliner Jungen gibt, der an den Masern verstarb, weil sie sein Fieber senkten. So eine gequirlte Sch…e! Durch die Anwesenheit eines solchen Scharlatans muss man ja ein Loch graben, um auf geistiger Augenhöhe mit der Sendung zu sein.

    Das Problem sind eben auch die Redaktionen, wo sich jeder als journalist bezeichnen darf, der unfallfrei Journalismus buchstabieren kann. Wenn man dort wirklich ernsthaften Journalsimua betreiben würde, dann würde so ein Typ gar nicht erst eingeladen – oder schon durch die Fragen des Moderators dermaßen blamiert werden, dass er nie wieder käme. Es ist nicht zuletzt Routine und Sorglosikgeit zusammen mit dem engen Zeitfenster der Sensungsvorbereitung, dass sowas passieren kann. Und das bleibt nicht auf Impfgegner beschränkt: Das gilt ebenfalls für eingeladene Politiker und Religionsverkünder. Wenn einer von Scientology bei so einer Sending säße könnte man sicher sein, dass der Moderator nur platte, scheinbar kritische Standardfragen zur Hand hätte und der Scientologe ihm argumentativ soweit voraus wäre, dass er sogar noch mit dem Plus aus der Diskussion oder dem Interview ginge. Einfach, weil er vorbereitet ist, und auf die zu erwartenden Fragen fertige Antworten hat, während der Moderator neben seinen Standardfragen meist kaum noch handfestes in der Tasche hat. Ein Unding sowas.

  35. Gisander
    27. Februar 2015, 10:14 | #35

    @ knorke:

    Das Problem ist, ich muss es mit Widerwillen feststellen, eines der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Die privaten Printmedien berichten fast durch die Bank vernünftig, selbst Stern-TV auf RTL zeigt glasklare Kante. Es sind die ÖRs, die in ihrem Ausgewogenheitsfimmel darauf bestehen, dass keiner, aber auch wirklich keiner, mit seinem Unfug zu kurz kommen darf. Und kein Rundfunkrat haut einmal auf den Tisch, nachdem wir uns zielstrebig auf den 1000sten Masernfall zubewegen – diese Tagediebe!

  36. xpf
    27. Februar 2015, 12:58 | #36

    Ich sehe das Risiko, dass mit dem reinen Vertreten einer „verordneten“ Meinung und dem völligen Ausblenden der irrationalen Minderheit genau das Bild eines abgehobenen Obrigkeitsjournalismus gefördert wird, auf das Anhänger von Verschwörungstheorien so ansprechen. Denn Verschwörungstheorien werden weniger über Argumente verbreitet, als über die Annahme, dass eine geschlossene, elitäre Gesellschaft im Sinne ihrer Geld- und Machtinteressen alle „Wahrheiten“ festlegt und daher die „offiziellen“ Positionen nur mit Geld gekauft und per se erstunken und erlogen seien. Sobald ein solcher Eindruck sich festigt, haben rationale Argumente es sehr schwer.

    Oder nehmen wir das Beispiel Holocaustleugnung: die wird durch nichts so vermeintlich „glaubwürdig“ wie durch ihre Strafbarkeit: ein Verbotsgesetz zum Schutz einer von politischen Eliten verordneten Wahrheit und darauf basierenden Staatsideologie. Da können die seriösen, historischen Argumente noch so eindeutig gegen die Verschwörungstheorie sprechen, allein ein solches Strafgesetz setzt sie der Vermutung aus, nur vorgegebene Ergebnisse produzieren zu können und damit unglaubwürdig zu sein. Wohl auch deshalb ist die Holocaustleugnung heute, anders als vor 30, 40 Jahren, aus der Neonazi-Ecke raus gekommen, wo man nur das „3. Reich“ sauber waschen wollte, stattdessen ist es eine allgemeine Verschwörungstheorie geworden, wie Mondlandungsverschwörung oder Impfgegnerschaft, die sich unter allen verbreitet, die grundsätzlich verordneten Wahrheiten misstrauen.

    Während allerdings Holocaustleugnung in unserer Zeit niemanden mehr gefährdet und lediglich ein Ärgernis darstellt, können Irrationalismen im Gesundheitsbereich wirklich schnell tödlich werden – angefangen von Impfgegnerschaft und damit verbundenen Krankheitsfolgen, bis hin zur verheerenden Leugnung von Krankheiten in Afrika (AIDS in Südafrika, Ebola), deren Opferzahl schnell in die Tausende oder gar Millionen gehen kann.

    Man sollte also durchaus die Impfgegner auch weiterhin in TV-Sendungen lassen. Allerdings ist es die Aufgabe der Gegner, aber auch Moderatoren, sich vorzubereiten und den bekannten, irrationalen Argumentationsmustern, wie anekdotischer Beweisführung, Angstmache, Unterschlagung anderer Fakten zu begegnen. Dann kann man es wirklich schaffen, den Quacksalbern den Wind aus den Segeln zu nehmen, wenn dem Zuschauer erkennbar wird, WIE die argumentieren und wenn man ihnen nicht den Mund verbietet und „von oben herab“ eine verordnete Wahrheit verkündet wird.

  37. Mollo Gann
    27. Februar 2015, 13:44 | #37

    Die Impfkritiker sind alle verkappte Agenten der NW0-Pharma-Mafia.

    Weil an kranken Kindern, an behinderten Kindern, an dadurch noch verrückter gewordenen Eltern kann man Klasse Geld verdienen. Betreuer, Gerichtsverfahren, Medikamente, Kliniken, Ärzte, alles Refinanzierung.

    So muss man das sehen!

  38. YorkTown
    27. Februar 2015, 15:25 | #38

    Wir haben uns erlaubt Post #18 an die genannten Personen weiterzureichen. Hier ihr Statement dazu:
    http://www.ruhrbarone.de/impfdepp-droht-mit-killer/101874

  39. Küstennebel
    27. Februar 2015, 20:56 | #39

    Während allerdings Holocaustleugnung in unserer Zeit niemanden mehr gefährdet und lediglich ein Ärgernis darstellt, können Irrationalismen im Gesundheitsbereich wirklich schnell tödlich werden

    Ich bekomme immer das zynische Lachen, wenn eine Bestands-Meinung orientierte Gruppe moralistische Aufrechnungen macht und Verschwörungstheorien so albern macht, jede alternative Überlegung so sehr verächtlich macht, das ihm MondlandungsVt, 9.11 VT, Impfgegnerschaft genauso wie Impfkritik in einen Topf werfen.

    autoritäre Autoritäts-Koryphäen, die sich gegenseitig einen runterholen und ihre einzige Sichtweise für wahr befinden, weil es ja die einzige Vernunft ist, die es geben kann.

    Kann man auch mal die Zwischentöne hören? Impfkritik / -gegnerschaft als durchaus berechtigte Pharmakritik, die ggf. das Thema etwas verfehlt? Was ist so schwer zu erkennen daran, das es viele Gründe zur Kritik gibt? Cholesterinhysterie, sicher natürlich nicht von der Pharmabranche initiiert. Diätpillchen mit hunderten Toten (z.B. Simvastatin), Übergewichtspandemie mit ihrer Implikation bis zu zwei Drittel der Bevölkerung als Krank einzustufen? Dann dafür möglichst abzukassieren? Nicht nur Cholesterinwerte, auch die Diabetesepidemie, die Blutdrucksenkhysterie. Das alles passiert doch im Namen der Koryphäen, die immer wieder als total unabhängige Experten am Bestands-System mitarbeiten und in der „eminenzbasierten“ Wissenschaft oft ganz große Klasse sind.

    Ich kann Ihnen sagen das man als dicker Mensch in der Praxis der meisten! Ärzte strukturell schlechter behandelt wird. Wenn man sich dann noch etwas schlechter ausdrücken kann, wie das bei ADHSlern / Aspergern oft so ist, etwas weniger phänotypische Beschwerdemerkmale hat, dann ist das alles nur noch ein Spießrutenlauf und die bestmögliche Therapie ein Glücksspiel. Die Sichtweise von Kranken spielt oft keine Rolle. Selbst erarbeitetes Fachwissen der Patienten wird nicht mal zur Kenntniss genommen.

    In einer Gesellschaft, in der ein dickerer Mensch vom Arzt gemustert und dann mit dem Rat mal 20 Kilo abzunehmen weggeschickt wird, ohne zu fragen oder sich dafür zu interessieren wieso er überhaupt in die Praxis kommt will sich aufplustern?
    Eine Gesellschaft die heute weil es sich finanziell lohnt in die bariatrischen Operationstechniken investiert, wohl wissend das es gar nicht dem Patienten nutzt, sondern der Klinik?
    Dicke Menschen, die zum MRT geschickt werden, nach langer Wartezeit dort ankommen und man den Leuten sagt ihr seid zu fett für unser Gerät, schämen Sie sich nicht so dick zu sein? Immer mit dem impliziten Vorwurf das freiwillig zu sein und mit der vollsten Verlogenheit gepaart das es gar nicht die Schuld der dickeren Patienten ist, das medizinisches Gerät nicht für den Worst-Case – maximale Größe / Dicke – sondern für einen Norm-Radius hergestellt werden.

    Da gibts so vieles was im Argen liegt, aber so mancher Type setzt sich mit dem Brustton der moralkeule und aus tiefster Überzeugung für die gerechte Sache über die Tatsache hinweg, das es nie alles perfekt in der Gesellschaft ist.

    Hauptsache bei dem eigenen moralisch überheblichen Ansatz gut weggekommen. Wenn ich aber diese Vorwurfslitanei schreibe, gegenüber Patientenmisshandlungen, gegenüber der patientenfeindlicher Normwertemedizin, gegenüber einer rassistischen und diskriminierenden Gesellschaft, die sich wie ein Haufen Straßenköter Personenkreise zum drauf herumhacken aussucht. Und damit meine ich nicht die Feigenblätter der sexuellen Exoten, die zur Monstranz der Moral befreiten Gesellschaft mutiert sind.

    Hauptsache man kann mal wieder auf irgendeiner Gruppe bischen gestörter Leute herumhacken.

    Als ich meine radikal formulierten Thesen gegen den Tabakdrogenkonsum ausbreitete, als es darum ging, eine Massendrogensucht zu analysieren, da galt jedes Todesopfer dann doch nur als ein Preis der Freiheit und meine Thesen Quasi-Blödeleien eines Trolls.

    Was sind schon zig Millionen Todesfälle legalisiertem Sucht-Despotismus gegenüber den moralisch auf Verliererposten stehenden Impfverweigerern /-kritikern /-gegnern.

    Nur mal so…

  40. pelacani
    27. Februar 2015, 21:29 | #40

    Küstennebel :

    Ich bekomme immer das zynische Lachen, wenn eine Bestands-Meinung orientierte Gruppe moralistische Aufrechnungen macht und Verschwörungstheorien so albern macht, jede alternative Überlegung so sehr verächtlich macht, das ihm MondlandungsVt, 9.11 VT, Impfgegnerschaft genauso wie Impfkritik in einen Topf werfen.

    Das sehe ich ganz genauso. Ich finde auch, dass die klugen, intelligenten 9/11-Aufdecker mit den bohrenden Fragen, die das Weltbild der dumpfen Masse hinterfragen, überhaupt nicht in einen Topf gehören mit den vernagelten Impftrolls, wie Du einer zu sein scheinst.

    Selbst erarbeitetes Fachwissen der Patienten wird nicht mal zur Kenntniss genommen.

    Verstehe. Aber man kann nicht alles haben: auf den Kopp-Verlag abfahren und gleichzeitig ernst genommen werden.

  41. Küstennebel
    27. Februar 2015, 22:05 | #41

    Ich lese weder Kopp noch hab ich irgendein Interesse mich mit 9.11 zu befassen.

    Noch weniger bin ich ein Impfgegner.

    Das können Sie aber ganz besonders gut pelacani:

    Vorurteils-Schublade auf – Person mit anderer Meinung rein – Schublade zu.

    Ist eine schöne einfache Lösung.

    Im übrigen sind Sie ziemlich schlecht im kontextuellen Lesen, vielleicht liegt das ja an ihrer bombastischen Voreingenommenheit gegenüber allem, das nicht in ihre Sichtweise passt.

    Sie sind ein echter zickiger Pharisäer!

    MFG

  42. Stöber
    27. Februar 2015, 22:10 | #42

    Ne, Küstennebel, der pelacani ist kein zickiger Pharisäer sondern einfach allergisch gegen Salbaderei-Traktate. Vermute ich mal stark.

  43. Küstennebel
    27. Februar 2015, 23:18 | #43

    Schon klar. Mein Text hat genau Nullnichts mit Salbaderei zu tun. Es braucht schon ein gerüttet Maß an Nicht-Verstehen-Wollens um mich nach dem genannten Text zu einem VTler bzw. Impfgegener oder Kopp-Leser zu machen.

    Ich kann das auch nicht leiden wenn jemand wissentlich! Lügen kolportiert, deshalb hegen wir in diesem Punkt durchaus Überschneidungen, weshalb ich auch die Arbeit und Texte von Psiram durchaus schätze, sonst würd ich nicht herkommen.

    Ich sehe aber auch einen Haufen Menschen, die einfach Bauernfängern auf den Leim gehen oder Schwierigkeiten haben, sich ein solides Urteil zu bilden, weil ihre gefühlte Wahrnehmung von Mißtrauen gegenüber Autoritäten geprägt ist. Über diese Opfer den Stab so radikal zu brechen ist erstens nicht zielführend und zweitens falsch im Sinne der Meinungs- und Entscheidungsfreiheit der Individuuen.

    Nur wer sich Empathie aus Arroganz spart macht solche Fehler, deshalb ärger ich mich manchmal hier und aus diesem Tenor sprach auch mein letzter Beitrag.

    So mancher Impfbefürworter mißbraucht mit seiner Argumentation in meinen Augen die Krankheitsfälle für ihre narzistische Selbstdarstellung. Es geht solchen Leuten oft einfach darum Recht behalten und nicht darum Menschen zu helfen – Denn sonst würde die Diskussion anders geführt.

    MFG

  44. pelacani
    27. Februar 2015, 23:29 | #44

    Küstennebel :

    Ich lese weder Kopp

    Ich hatte Dich verwechselt mit einem Troll aus dieser Diskussion,
    https://blog.psiram.com/2014/08/impfen-in-der-oeko-test/
    Wie konnte das nur passieren :gruebel:.

    noch … bin ich ein Impfgegner.

    Der Kopp-Fan hatte sich so eingeführt: „Ich bin kein militanter Impfgegner und auch kein kritikloser Impfbefürworter“ (#2) Kommt Dir die Rhetorik bekannt vor?

    ziemlich schlecht im kontextuellen Lesen

    Ich gebe zu, dass mir die Zusammenhänge gleichgültig sind, die zwischen Impf“kritik“ im Öffentlichen Fernsehen und dem Umstand existieren mögen, dass Dicke nicht ins MRT passen.

  45. editor
    27. Februar 2015, 23:57 | #45

    @ Küstennebel,

    einmal eine ganz einfache Frage. Das Land Peru ist seit ca 12 Jahren frei von Masern, bei einer ganz ausgezeichneten Überwachung. Nur 2008 hatten sie einen eingeschleppten Masernfall- der aber keine Sekundärfälle auslöste.

    Was können die dort, was wir im deutschsprachigen Raum nicht zusammenbringen?

    Haben die weniger Esoteriker, Homöopathen, Wünschelrutengänger oder was, oder beachten die nur, dass Kinder ein Recht auf Impfungen haben?
    Wie es ja die Vereinten Nationen- und nicht nur die- klar ausdrücken?

    Hier: http://www.unric.org/html/german/kinder/presse/7.htm

  46. Küstennebel
    28. Februar 2015, 01:50 | #46

    @ pelacani

    Jo und es ist Ihnen gleichgültig, was die Leute zu sagen haben, weil Ihnen die Menschen egal sind. Sind Sie vielleicht nicht doch nur notorischer Rechthaber?

    Ja, so entsteht dann auch erst die Verwechslung. Alles in die Schubladen, fertig, genauer Blick nicht nötig, sind eh alles Spinner.

    Und mit dieser Haltung nehmen Sie sich das Recht heraus, anderen mit moralischen Argumenten vors Schienbein zu treten?

    Genau das kritisiere ich, insofern Danke für Ihren Beitrag.

    @Editor

    Habe jetzt nur sehr kurz geschaut und kenne von Peru nur einige Eckdaten.

    Jedenfalls ist es mutig davon auszugehen, das es nur einen Fall gegeben haben soll. Zumindest nach der kurzen Recherche bleib ich da skeptisch. Weiß aber einfach zu wenig über das Land, auch wenn die Indizien wie Armut, Indios ohne Zugang zu medizinischen Einrichtungen für löchrige Statistiken sprechen könnten.

    Gibt es eine tatsächlich so hohe Durchimpfung wie postuliert von Ihnen, kann ich mir vorstellen, das das an der Verstädterung (77% Bevölkerung leben in Städten) liegen könnte. und der allgemeinen Zugänglichkeit für staatliche Impfmaßnahmen. Der Wert ist nicht extrem hoch aber immerhin leben etwas weniger als 30Prozent der Bevölkerung alleine in Lima. Und das obwohl theoretisch Land zum ausbreiten da wäre. Peru ist ja doch knapp 3 mal so groß wie Deutschland.

    Vielleicht auch: Es ist ein tropisches Land und Malaria, Gelbfieber etc. so Tropenkrankheiten eben die vielleicht weggeimpft werden können, zeigen den Leuten halt tatsächlich das es wirksam ist, sich impfen zu lassen.

    Ansonsten müsste man über Mentalität und Gesundheitswesen mehr wissen. Sind ja auch nur paar Thesen, find den Gedanken interessant, das die Haltungen da unterschiedlich sind.

    Ich würde sogar so weit gehen, das mal mit anderen Schwellenländern zu vergleichen. Möglich das da eine höhere Hoffnung noch auf Medizin basiert, die Probleme zu lösen. Mehr Aufbruchstimmung und dementsprechend auch mehr Vertrauen, an dem es Impfgegnern ja so fehlt.

    Danke für den Hinweis.

  47. Sicher in die Zukunft
    28. Februar 2015, 09:55 | #47

    Erhöhung der Lebensqualität durch Naturheilmittel.

    Ein spanischer Unternehmer über seine Geschäfte mit den Impfkritikern. Interview im spanischen Fernsehen. :)

    https://www.youtube.com/watch?v=hNpMFJpbzoI

    Die Rente ist sicher M.

  48. pelacani
    28. Februar 2015, 10:33 | #48

    Küstennebel :

    @ pelacani

    Jo und es ist Ihnen gleichgültig, was die Leute zu sagen haben, weil Ihnen die Menschen egal sind.

    Gut, dann nehme ich das zurück, dass mir solche Zusammenhänge gleichgültig sind, und behaupte: wenn Psiram dagegen ist, dass spinnerte Impfgegner ihre Verschwörungstheorien in öffentlich-rechtlichen Medien auf Kosten und zur Gefährdung der Allgemeinheit breittreten dürfen, dann muss Psiram auch dagegen protestieren, dass Menschen mit größer 150 kg Lebendgewicht nicht in MRT-Geräte passen. War das jetzt genügend kontextuell gelesen?

  49. ly_schwatzmaul
    28. Februar 2015, 10:48 | #49

    @pelacani
    Meine Physikalischen Kenntnisse sind leider ein bisschen beschränk, aber Wikipedia meint z.B.

    „Die Stärke des Magnetfelds B_0 wirkt sich unmittelbar auf die Signalqualität der gemessenen Daten aus, da das Signal-Rausch-Verhältnis ungefähr proportional zur Feldstärke B_0 ist. Deshalb gibt es seit den Anfängen der MRT einen Trend zu immer höheren Feldstärken, der den Einsatz tiefgekühlter supraleitender Magnete erfordert. Dadurch steigen die Kosten und der technische Aufwand bei höheren Feldstärken deutlich an. Besonders bei Magneten mit großen Öffnungen für die Untersuchung von Menschen entstehen bei höheren Feldstärken rasch inhomogenere und schwieriger herstellbare Felder.
    Niederfeldgeräte mit 0,2–0,5 Tesla sind heute nur noch vereinzelt im Einsatz. Üblicherweise hat das Magnetfeld B_0 für diagnostische Zwecke heute eine Stärke von mindestens 1–1,5 Tesla. Seit ungefähr 2006 werden bei Neuanschaffungen zunehmend Hochfeldgeräte mit Feldstärken von 3 Tesla aufgestellt. Werden 3 Tesla überschritten, können die Probanden nur sehr langsam in den Magneten gefahren werden, da es infolge der entstehenden Wirbelströme im Gehirn sonst zu Schwindel und Übelkeit kommen kann.
    Noch höhere Feldstärken (Ultrahochfeld-Systeme) werden in der Humanmedizin gegenwärtig nur für Forschungszwecke, aber noch nicht für Routineuntersuchungen eingesetzt. Folgende Institutionen betreiben im deutschsprachigen Raum gegenwärtig MRT-Systeme für Untersuchungen am Menschen mit Feldstärken von 7 Tesla oder mehr“

    Bedeutet dass jetzt , dass die böse Medizingeräteindustrie ihre MRT Geräte einfach aufgrund von physikalischen Gesetzen designt? Naja, aber das war glaub ich nicht mehr ganz das Thema dieses Blogs. Es sei denn ich sehe die ganze Problematik nicht holistisch genug.

  50. Stöber
    28. Februar 2015, 11:36 | #50

    „Ich würde sogar so weit gehen, das mal mit anderen Schwellenländern zu vergleichen. Möglich das da eine höhere Hoffnung noch auf Medizin basiert, die Probleme zu lösen. Mehr Aufbruchstimmung und dementsprechend auch mehr Vertrauen, an dem es Impfgegnern ja so fehlt.“

    Da hast du ins Schwarze getroffen, meine ich.
    Die Chinesen haben ja die angeblich so hochwirksame ‚TCM‘ mit ihrer xtausendjahrealten Erfolgsgeschichte ziemlich schnell in den Orkus geschickt, sobald Zugriff auf westliche Medizin bezahlbar wurde. Das läuft heute allenfalls nebenbei, für Omi und Opi und als Folklore.
    Ganz einfach, weil man einen Zusammenhang zwischen Nichtversorgung (TCM) und Versorgung mit eventuellen Nebenwirkungen (Medizin) eben ganz schnell merkt.
    Dass die Anwender mitunter zwar Zugriff auf moderne Medizin haben, damit aber häufig eher unverantwortlich umgehen, hat den Beweis der Wirksamkeit kaum behindert.

    Hey, psiram-Autoren: Habt Ihr zufällig Leute in den Reihen, die sich im Bereich mittelalterlicher Klosterpharmazie, insbesondere Signaturenlehre und Dreckapotheke mal an einen Vergleichsblogartikel zur TCM machen wollen? Da könnte man genüsslich die Analogien herausarbeiten. Interessant ist auch, dass zahlreiche Kräuterdrogen in China für völlig andere Indikationen als in Europa eigesetzt werden (huhu, Kommission E).

  51. Küstennebel
    28. Februar 2015, 12:07 | #51

    @ pelacani
    @ ly_schwatzmaul

    Das Ihnen das Lästern Spass macht weiß ich ja schon und die Art, wie auf Texte gekackt wird, die nur indirekt das angesprochene Thema aufgreife, von emotionaler Seite beleuchten und vor allem Ihrer moralischen Selbstüberheblichkeit widersprechen, kenn ich auch schon. Von daher: geschenkt.

    Is ja auch mein Bier wenn ich hier poste, ich kenne diese Natterngrube ja schon :o)

    Das ich recht frei Artikelthemen betrachte, sehe ich nicht als ein Problem, zumal sich mein erster Kommentar um das Problem der Impfgegnerschaft drehte und der Rest sich dann im „Gespräch“ ergab. Jeder Besucher muss ja immer erstmal Ihre Vorwürfe entkräften ein Esoteriker zu sein, bei jedem neuen Thema kommt pelacani und pinkelt jedem erstmal ans Bein und erzeugt damit einen Gesinnungscheck.

    Allerdings hatte ich das Thema auch schon mal angesprochen im Kontext mit Ernährungsesoterik im ÖRF. Es ist eine Sache, die sich durch den ÖRF zieht, der viel zu oft unreflektiert alle möglichen Behauptungen zu läßt. Ich fands einfach überflüssig, das noch mal zu bestätigen.
    Das tritt ja nicht nur bei der Impfdiskussion auf. Es zieht sich über das gesamte Spektrum der Veröffentlichungen.

    Vielleicht sollte man der Skeptiker/Atheisten-Kirche auch endlich zwei drei Plätze im Rundfunkrat bieten?
    Dann hört sich das von selbst auf mit dem Esoterik-TV :-O

    mfg

  52. Groucho
    28. Februar 2015, 12:10 | #52

    Stöber :

    Hey, psiram-Autoren: Habt Ihr zufällig Leute in den Reihen, die sich im Bereich mittelalterlicher Klosterpharmazie, insbesondere Signaturenlehre und Dreckapotheke mal an einen Vergleichsblogartikel zur TCM machen wollen?

    Der ist beim Klärbeckentauchen vom Rechen erwischt worden und gerade indisponabel. 😉

    Da könnte man genüsslich die Analogien herausarbeiten. Interessant ist auch, dass zahlreiche Kräuterdrogen in China für völlig andere Indikationen als in Europa eigesetzt werden (huhu, Kommission E).

    Gute Idee. Wie wär’s mit Dir, Stöber? Auf solche Ideen kommt man ja nur, wenn man schon etwas Ahnung vom Thema hat …

  53. echt?
    28. Februar 2015, 12:20 | #53

    Dass diese „Impfkritiker“ einen an der Waffel haben ist schon klar. So lange sie sich nur selber schaden, kann man das ja als „Evolution für Dummies“ – gibt es sogar als Buch – zur Kenntnis nehmen. Aber seinen eigenen Kindern schaden, nur weil man irgendeinen Scheiß aus dem Internet glaubt – tolle Eltern.

    Zur Rolle der Ärzte muss ich leider sagen: Wer die H-Scheiße + unnütz-Igel aus Geldgier vertickert – und so beklopt, dass er daran ernsthaft glaubt, kann ein studierter Mediziner ja eigentlich nicht sein – ist in meinen Augen auch nicht viel besser als ein „Impfkritiker“.

  54. Küstennebel
    28. Februar 2015, 13:31 | #54

    @ Stöber

    “Ich würde sogar so weit gehen, das mal mit anderen Schwellenländern zu vergleichen. Möglich das da eine höhere Hoffnung noch auf Medizin basiert, die Probleme zu lösen. Mehr Aufbruchstimmung und dementsprechend auch mehr Vertrauen, an dem es Impfgegnern ja so fehlt.”

    Da hast du ins Schwarze getroffen, meine ich.

    Die Frage ist ja dieselbe, die ich schon zu Anfang stellte:

    Wie kann man die Leute mit ihren Zweifeln zurück auf den Boden von Tatsachen holen? Wie kann man das Vertrauen wieder herstellen?

    Den Mund verbieten eine Esoterik-Zensur halte ich für nicht ziel führend. Weil es um eine „gefühlte Realität“ geht, nicht um Wirklichkeit sind auch rationale Argumentationen, die hier ja beliebt sind, nur bedingt geeignet.

    Ich denke schon das eine Zwangsimpfung falsch wäre, aber hintenrum könnte man mit manchen Vorschriften etwas erreichen.

    Nur bei erfolgter Impfung Kitaplatz zum Beispiel und weiterführend Kiga, Schule, spezielle Veranstaltungen wie Klassenfahrten und Co. Keine Impfung? Keine Teilnahme.

    Insofern würden praktische Zwänge dazu beitragen, eine hohe Durchimpfungsrate zu bekommen.

    Niemand wird schlussendlich gezwungen, aber indirekt gibt es diesen Anassungsdruck. Nicht weil man das Individuum zwingen will gegen seinen Willen (oder den der Eltern), sondern weil die Gesamtheit in den gesellschaftlichen Räumen geschützt werden soll.

    Allerdings ändert das wenn überhaupt am individuellen Problem der Imfpung / Durchimpfungsrate etwas, am strukturellen zu Grunde liegenden Problem wird das ja nichts ändern. Die Betroffenen werden ihre „Neurosen“ dann halt an anderen Bereichen oder andere Art auslassen und das wird weiterhin Gesundheitsgefährdend sein.

    MFG

  55. Stöber
    1. März 2015, 16:37 | #55

    @groucho:
    Das kleine Bisschen meines Wissens ist mit der Zeit schon gewaltig verschütt gegangen…
    Eventuell finde ich Zeit und Lust, mich da wieder reinzufuchsen, aber frühestens in einigen Monaten. Dann bahnt sich zum Glück ein bisschen Freizeit an! 🙂

  56. Groucho
    2. März 2015, 12:11 | #56

    @Stöber: Fein! Das Thema rennt ja nicht weg. Dann kannst du Dich in die Riege der skrupellosen pharmahörigen Systemschreiberlinge einreihen, soll aber super bezahlt werden – liest man zumindest dauernd 😉

  57. 2. März 2015, 23:55 | #57

    @ Groucho: Klar werdet Ihr alle bestens bezahlt, wie könntet Ihr es Euch sonst leisten so eine Webseite werbefrei zu betreiben? Da müssen SIE™ ja richtig Geld reinkippen!einself!

    Ha, erwischt, und morgen beweise ich Chemtrails! *geht böse kichernd ab*

  58. Kaum zu glauben
    3. März 2015, 21:40 | #58

    Hier wird mit Kanonen auf Spatten geschossen und zusätzlich kommen noch dermaßen totalitäre Meinungen von den doch so aufgeklärten und wissenschaftlich gebildeten Leuten zu Tage, dass man das Würgen bekommt – tja, das war schon immer so: Wissenschaftliches Denken ersetzt keine moralische Integrität.

    Von was Reden wir hier? – von wieviel Toten an Masern in den letzten 5 Jahren?
    Das Berliner Kind ist an einen Virus Stamm aus Bosnien Herzegowina erkrankt und gestorben. Wollt ihr jetzt den Steimeier dort hinschicken und Zwangsimpfungen anregen lassen?

    Ich meine es ist gut, dass man die wirklich schlimme Pockenerkrankung, der allein in Deutschland jedes Jahr zigtausende zum Opfer fielen durch Impfung ausrotten konnte.

    Das Problem mit Masern ist nicht damit vergleichbar und rechtfertigt keinen „Zwangseingriffe“ in die Erziehungsautonomie von Eltern – das ist völlig abwegig und stellt einmal mehr psiram oder einen Teil der hier schreibenden in ein sehr graues und dogmatisches Licht.

    Vielleicht wird ja Pelekan oder wie der Bursche sich nennt erster Vorsitzender des totalitären Psiram- Staates, dass den dummen unaufgeklärten Impfgegenern das Heil bringt auf das alle Masern für immer aussterben.
    Sach mal Altäär, wieviel Latten im Zaun müssen denn da fehlen und/oder einen Riss haben, um solche Beiträge abzusondern?

  59. pelacani
    3. März 2015, 23:44 | #59

    Es war mir schon immer ein Rätsel, warum die Freiheit mit so viel Spucke verteidigt werden muss.

  60. Maseltov
    4. März 2015, 01:00 | #60

    @ Kaum zu glauben

    wie heißt eigentlich die aktuelle Reinkarnation von Rudolf Steiner?

    Sollte man wissen, Rudolf Steiner ist schließlich der unangefochtene Führer des Impfgegnerstaates Anthroposophie.

  61. Groucho
    4. März 2015, 01:55 | #61

    Totalitarismus wohin man schaut:

    Der große Masern-Ausbruch in Berlin hat weitere Konsequenzen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte riet wegen der hohen Ansteckungsgefahr dazu, Säuglinge zu Hause zu lassen.
    Grund ist das Risiko einer seltenen, aber tödlichen Spätfolge der Krankheit, teilte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte am Freitag mit.

    http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2015/02/berlin-masernwelle-saeuglinge-zu-hause-warnung-kinderaerzte.html

  62. Groucho
    4. März 2015, 02:35 | #62

    Jetzt muss „kaum zu glauben“ ganz tapfer sein, noch totalitärer als Psiram ist die Süddeutsche:

    “Ein Impfzwang widerstrebt dem Freiheitsempfinden vieler Menschen. Doch im Fall der Masern sprechen die medizinischen Argumente eindeutig für die Schutzmaßnahme. Die Impfung sollte zur Pflicht werden.”

    http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/streit-ueber-masern-impfung-gefaehrliche-ignoranz-1.2370178

    ups, Die Welt-Online auch noch:

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article137933557/Kinderkrankheiten-sind-kein-Kinderspiel.html

    Und für die geliebte Freiheit von aufrechten und liebenswerten Zeitgenossen wie „kaum zu glauben“, müssen – andere natürlich – schon mal Opfer bringen:

    http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/enno-park-mich-haben-die-masern-nur-das-gehoer-gekostet-a-1021009.html

    Zum Schluss darf ich noch Misha Anouk zu Impfgegnern zitieren:

    Die Freiheit des Einzelnen, ein Arschloch zu sein, ist wichtiger als das Wohl der Gemeinschaft.

    https://www.facebook.com/mishaanouk/photos/a.123335774381854.11305.116634898385275/788126861236072/?type=1&theater

  63. Wolfgang Stadler
    4. März 2015, 15:19 | #63

    Tagelange Maserndiskussion in Deutschland wegen einer fetten LÜGE!!!

    „Das Berliner Uniklinikum Charité veröffentlichte gestern eine Pressemitteilung mit folgendem Wortlaut: „Bei dem Kind lag eine Erkrankung vor, die ohne die Masern-Infektion nicht zum Tode geführt hätte.“ Sprich: Der verstorbene Einundhalbjährige hatte eine Vorerkrankung und diese verlief tödlich, nachdem er zusätzlich Masern bekommen hatte. Die Masern waren also nicht die alleinige Ursache seines Todes, was die Charité von Anfang an kommuniziert hatte.

    Der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales war der Todesfall jedoch zuerst als Masern-Tod gemeldet worden, wodurch diese Information an die Presse ging und für Aufsehen sorgte. Obwohl die Charité noch mit der Obduktion beschäftigt war, wurden in den Medien jedes Register gezogen, um die Gefährlichkeit der Kinderkrankheit zu beschwören und Angst zu schüren. Und auch in Internetforen kochten die Diskussionen über Impfen oder nicht Impfen hoch, denn der Verstorbene soll nicht geimpft gewesen sein.“

    Es scheint so, als ob diese [Achtung: an dieser Stelle des Satzes darf jetzt jeder Leser ein Schimpfwort – je nach Grad seiner Empörung – einsetzen] mit aller Gewalt eine Masernimpfpflicht durchsetzen wollen!

  64. pelacani
    4. März 2015, 17:10 | #64

    Wolfgang Stadler :

    “Das Berliner Uniklinikum Charité veröffentlichte gestern eine Pressemitteilung mit folgendem Wortlaut: “Bei dem Kind lag eine Erkrankung vor, die ohne die Masern-Infektion nicht zum Tode geführt hätte.“ Sprich: Der verstorbene Einundhalbjährige hatte eine Vorerkrankung und diese verlief tödlich, nachdem er zusätzlich Masern bekommen hatte.

    Was ist da nicht zu verstehen? Aus einer eindeutigen Kausalität macht die „Umformulierung“ ein quasi zufälliges Zusammentreffen, aus einem vermeidbaren Todesfall ein schicksalhaftes Geschehen. Wenn sich die Impfgegner durchsetzen sollten, werden wir künftig öfter solche Diskussionen haben:

    During the past 13 years in the United States, the case-fatality rate has averaged 3 per 1000 reported measles cases
    http://jid.oxfordjournals.org/content/189/Supplement_1/S4.full

    Wolfgang Stadler :

    Tagelange Maserndiskussion in Deutschland wegen einer fetten LÜGE!!! …. Empörung

    Dies ist die fette Lüge, denn die Masern-Diskussion gab es nicht wegen des Todesfalls, der war nur die Dreingabe. In der Tat ist Ihr Beitrag, Herr Stadler, empörend.

  65. Thina
    4. März 2015, 17:11 | #65

    @ Wolfgang Stadler:

    wo ist jetzt bitte das Argument? Befürworter der Impfung sagen ja immer wieder und wieder, dass gerade auch die Schwächsten, für die die Krankheit besonders gefährlich ist, geschützt werden müssen. Was wollen Sie jetzt sagen? Dass es nicht so schlimm ist, wenn eines dieser schwachen Kinder stirbt? Dass es richtig so ist, dass man die „Schwachen“ ungeschützt lässt und Ihren Tod in Kauf nimmt? Mit welcher Begründung? Weil „Schwache“ weniger wert sind? Weil sie weniger Recht auf Leben haben? Kommt mir aus dem Geschichtsunterricht bekannt vor und finde ich abgrundtief ekelhalft.

  66. Groucho
    4. März 2015, 19:29 | #66

    Vielleicht ist W. Stadler Anthroposoph? Aus deren Sicht ist es natürlich schlimm, wenn man ein krankes Kind nicht auch noch Masern bekommen lässt, es muss dann länger warten, bis es endlich seinen miesen Körper per Tod verlassen und in was besseres reinkarnieren kann. Die überlegene Rasse muss man sich schon erarbeiten, das ist nix für Weicheier, die an so Pipifax wie Masern sterben. Hat ja diesmal gut geklappt …

  67. Abe
    4. März 2015, 20:51 | #67

    Wolfgang Stadler :Tagelange Maserndiskussion in Deutschland wegen einer fetten LÜGE!!!

    Die Wutbürger… von der Pegida-Demo wieder zurück ins Netz. Wenigstens sind sie mittlerweile aus den Nachrichten raus und ziehen sich wieder in ihr natürliches Habitat zurück: Die Kommentarspalte

  68. 4. März 2015, 22:06 | #68

    Der verstorbene Einundhalbjährige hatte eine Vorerkrankung und diese verlief tödlich, nachdem er zusätzlich Masern bekommen hatte. Die Masern waren also nicht die alleinige Ursache seines Todes, was die Charité von Anfang an kommuniziert hatte.

    Gut, dann war das ein Stück ungeschickte Kommunikation der Charité. Das mit der fetten LÜGE ist eine Unterstellung. Viel wahrscheinlicher ist es Voreiligkeit, also Öffentlichmachen der unmittelbaren Todesursache ohne Würdigung der mitbeteiligten Vorerkrankung. Gegen die <i<fette LÜGE spricht auch, dass die Charité die frühere Pressemitteilung selbst aktualisiert und um die Information zur Vorerkrankung ergänzt hat.

    Das alles ändert aber nichts daran, dass das Kind ohne Masern noch am Leben wäre und darum durchaus als Beispiel dafür taugt, das Masern eben nicht harmlos sind und es besser wäre, man würde sie per Impfung endlich ausrotten.

  69. Wolfgang Stadler
    5. März 2015, 15:37 | #69

    Das Kind starb nicht einfach nur an Masern. sondern es hatte noch eine andere Krankheit.
    Dann müßte man auch gegen Erkältung und Schnupfen zwangsgeimpft werden. Denn man kann – in bestimmten Fällen – auch daran sterben.

    Die Leute wollen am liebsten gegen den Tod geimpft werden. Je besessener die Leute von solchen Zwangsimpfungen sind (die Freiheit spielt für diese Leute keine Rolle…) umso weniger haben sie das Leben verstanden – so meine Erfahrung.

    Die Frage ist, wieso man zuallererst nicht das Rauchen grundsätzlich verbietet! Es ist weitaus gefährlicher und so überflüssig wie nur sonstwas…- und läßt andere noch mitrauchen. Und kommt weit, weit häufiger vor als Masern.
    Und wieso erläßt man nicht ein Gesetz, daß nur noch öffentliche Verkehrsmittel benutzt werden dürfen? Täglich sterben Leute, – auch Kinder – an den Autos…- werden verletzt und totgefahren. Autofahren verbieten? Oder verbieten, daß man in seiner Freizeit zum Spaß mit dem Auto herumfährt? Es gibt noch unendlich mehr Beispiele, die den ganzen Masernquatsch unendlich absurd erscheinen lassen.

  70. 5. März 2015, 16:32 | #70

    @ Wolfgang Stadler: Ja, ich weiß, das mit der anderen Krankheit hatte die Charité mitgeteilt.

    Wenn das Baby in Berlin mehrere Krankheiten hatte, von denen eine sich durch Impfung hätte vermeiden lassen, dann ist diese eine vermeidbare Krankheit medizinisch gesehen vielleicht nicht die (einzige oder hauptsächliche) Todesursache, sie ist aber der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Mit Masernimpfung hätte das Kind die anderen Krankheiten vermutlich überlebt. Was ist daran so schwierig zu verstehen?

    Rundumsicherheit kann es nicht geben, keine Frage. Aber sich gegen möglichst viele Risiken möglichst gut abzusichern ist ein legitimer Wunsch. Ohne den gäbe es wahrscheinlich heute noch keine Impfungen und viele andere Segnungen von Technik und Medizin.

    Man muss abwägen, wieviel Schutz zu akzeptablen Bedingungen machbar ist. Und Ihr Ansatz ist anscheinend dieser: Das Dach hat Löcher, wo es reinregnet. Man kann aber nicht alle diese Löcher flicken, weil man an manche nicht herankommt, für andere hat man kein geeignetes Reparaturmaterial. Und deshalb repariert man gar nichts, auch nicht die Löcher, die man erreichen könnte und für die man geeignetes Material hat.

    Weil man nicht alle Löcher dicht kriegt, flickt man keines. Alles oder nichts, schwarz oder weiß. Besonders sinnvoll kommt mir das nicht vor, und es geht immer auch auf Kosten anderer, und deshalb ist diese Haltung nicht nur dumm, sondern geradezu kriminell.

  71. pelacani
    5. März 2015, 16:56 | #71

    @ Wolfgang Stadler
    Wie jetzt, eine Masernschutzimpfung ist sinnlos, weil in Afrika Kinder Hungers sterben?

    Oder anders: Was macht Masern so wertvoll, dass ihre Ausrottung verhindert werden muss?

  72. Groucho
    5. März 2015, 17:23 | #72

    Ok, dann kann ich jetzt mal einen Bürostuhl aus dem Fenster halten und warten, bis jemand unten vorbeigeht, dann loslassen. Dürfte völlig egal sein, ob dabei einer stirbt. Die jährlichen Toten durch Haushaltsunfälle sind schließlich um Größenordnungen höher als Erschlagene durch Bürostühle, also soll sich bitte keiner aufregen über meine Aktion.

    Das ist ihre – mit Verlaub – bescheuerte Logik, geehrter Wolfgang Stadler. Wir gehen mit jeder Tätigkeit etwas ein, was man mit einem Nutzen-Risiko-Verhältnis beschreiben kann. Autofahren bringt Nutzen, den Preis in Form von Toten und Verletzten sind wir bereit, zu bezahlen. Masern bringt keinerlei Nutzen und wäre leicht zu verhindern.

    Nebenbei: Ich würde Sie gerne mal mit Eltern zusammenbringen, die ihr Kind völlig sinnlos verloren haben, weil es sich in einer Kinderarztpraxis – noch nicht geimpft, weil zu jung -angesteckt hat. Ich bin mir sicher, sie werden diesen live das auch so ins Gesicht sagen, dass sie sich nicht so anstellen sollen, schließlich sterben viel mehr Kinder an Autounfällen.

  73. LMAO
    5. März 2015, 20:29 | #73

    Täglich werden Leute, – auch Kinder – ermordet. Morden verbieten? Was, ist es schon? Diese [Achtung: an dieser Stelle des Satzes darf jetzt jeder Leser ein Schimpfwort – je nach Grad seiner Empörung – einsetzen], also WIRKLICH!!1!

  74. xpf
    5. März 2015, 20:42 | #74

    Gegen Erkältungen impfen – fände ich gut, würde ich machen, gegen den Tod – wäre auch nicht schlecht, wenn ich da was vom längeren Leben hätte (nicht nur 30 Jahre im Altenheim). Oder gegen das Altern, Jugend bis zum Tod.

    Der Verbots- und „Lebensoptimierungszwang“-Wahn, der hinter (beabsichtigten) Verboten von Rauchen, fettem Essen, Auto- und Motorradfahren usw. steht, bereitet den betroffenen Personen enorme Kosten und Einbußen an Lebensqualität (bzw. es ist ein Abwägen zwischen dem Vergnügen und negativen Folgen). Oft geht es bei dem Verbotswahn auch nur vorgeblich um „Optimierungen“; wenn man an Diskussionen um Medienzensur (Metal, Horrorfilme, „Killerspiele“) denkt, wird da ganz schnell klar, dass deren angebliche „Gefahren“ oft nur Vorwand für das Aufzwingen eigener Geschmacksvorstellungen, Spaßverderben und somit Machtmissbrauch sind. Ähnlich ist es mit der Autofeindlichkeit vorwiegend im „grünen“ Milieu, wo es oft gar nicht mehr um echte Umweltprobleme geht, sondern nur noch um ein plattes Feindbild und die Lust am Beschneiden von Lebensqualität (hier: Mobilität).

    Impfen hat keine derartigen Nachteile. Es gibt vielleicht Risiken, aber genauso kann ich auf dem Weg zum Arzt ja auch einen Unfall haben – soll ich es deswegen lassen? Mit einer Impfpflicht oder mit Druck auf Impfunwillige (sprich: Schikanen oder Mobbing) hab ich auch meine Probleme. Aber bei Kindern könnte ich da schon einen Vorrang für das Kindeswohl erkennen, auch vor der elterlichen Sorgehoheit – Erwachsene müssen sowas selbst entscheiden (ggf. fallen sie dann eben z.B. Krankheiten in Folge eines hocheffektiven Anti-Nazi-Projekts wie der „Neuen Germanischen Medizin“ zum Opfer)!

  75. V. Liebesmüh
    5. März 2015, 20:45 | #75

    Wolfgang Stadler ist (hardcore-) Anthroposoph, siehe zum Beispiel auf dem (hardcore-) Anthroposophen-blog:

    http://egoistenblog.blogspot.de/2012/11/wolfgang-stadler-wahre-anthroposophie.html

    wäre neugierig, einen EINZIGEN Grund zu erfahren, der es sinnvoll erscheinen läßt, mit einem Anthroposophen zu diskutieren

  76. Groucho
    5. März 2015, 21:02 | #76

    V. Liebesmüh :

    Wolfgang Stadler ist (hardcore-) Anthroposoph,

    Da schau her 🙂 , dann lag ich ja mit meiner Vermutung (#66) goldrichtig, ich wusste es tatsächlich nicht. Die Hardcore-Anthros erkennt man oft an ihrer seltsam verschwurbelten, empathielosen Art und ihrer Steiner-„Logik“ schon 100 km vor Dornach.

    Ja klar, dann ist eine Diskussion sinnlos, da hilft nur eine Akasha-Gurkenmeditation.

  77. 6. März 2015, 11:32 | #77

    xpf :Erwachsene müssen sowas selbst entscheiden (ggf. fallen sie dann eben z.B. Krankheiten in Folge eines hocheffektiven Anti-Nazi-Projekts wie der “Neuen Germanischen Medizin” zum Opfer)!

    Eben nicht. Denn hier kommt die von den Damen und Herren Impfgegnern so gern ignorierte Herdenimmunität ins Spiel: auch Erwachsene entscheiden mit ihrer Impfentscheidung nicht nur über ihr eigenes Wohl und Wehe.

  78. Abe
    6. März 2015, 21:37 | #78

    Apropos, das Komplement zum Kommentarspalten-Wutbürger a la W. Stadler, das grüne, zivilisationsmüde und saturierte Eso-Eltern-Milieu: http://www.watson.ch/!475307035?utm_medium=earned&utm_source=facebook&utm_rainbowunicorn=0&utm_campaign=share-tracking

  79. editor
    13. März 2015, 10:36 | #79

    Im Heft 11 vom 9.3.2015 des Nachrichtenmagazins Profil fordert der Leiter der Wissenschaftsredaktion Alwin Schönberger „Berufsverbot für diese Ärzte“ gegen Pseudomedizin.

    Zitat aus dem Artikel: „Dass manche Menschen pseudowissenschaftlichem Unsinn anhängen, mag ja noch angehen. Wenn aber studierte Mediziner die Existenz von Viren leugnen, Krebs mit Vitaminen kurieren und Quantenheilung predigen, hört sich der Spass auf. Grob faktenresistente Ärzte gehören sofort aus dem Verkehr gezogen“

    Im Artikel zieht er über die Doktores N Wohlgemuth und Loibner her- beides Impfgegner und Homöopathen.

  80. Plagiagius